Standards, Nachspielzeit und wenige Lösungen: Fünf Erkenntnisse zum bisherigen Verlauf beim 1. FC Köln

Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Standards, Nachspielzeit und wenige Lösungen: Fünf Erkenntnisse zum bisherigen Verlauf beim 1. FC Köln

Mit der 0:1-Heimniederlage gegen Union Berlin am vergangenen Wochenende hat sich der FC in die kurze Winterpause verabschiedet. Nach 15 Ligaspielen haben die Kölner 16 Punkte auf dem Konto und damit vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie fünf auf den ersten Abstiegsplatz. Immer wieder offenbaren sich allerdings dieselben Probleme beim 1. FC Köln: Das sind fünf Erkenntnisse zur bisherigen Spielzeit.

Wechselnde Startaufstellungen, späte Gegentore oder die Standardschwäche der Geißböcke sind nur einige der aktuell meist kritisierten Probleme beim 1. FC Köln: Das sind fünf Erkenntnisse zur bisherigen Spielzeit.

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Standardschwäche: Mit 24 Gegentoren aus den bisherigen 15 Ligaspielen steht der FC in dieser Statistik im Mittelfeld. Bei den Gegentreffern nach Standards sind die Kölner jedoch Schlusslicht – und das mit großem Abstand. Neben drei Elfmetern kassierten die Kölner gleich sieben Tore im Anschluss an eine Ecke und drei weitere Gegentreffer nach einem Freistoß. Auf der anderen Seite strahlen die Geißböcke nur wenig Gefahr mit dem ruhenden Ball aus. Erst zwei Tore haben die Kölner nach Standards erzielt. Per Strafstoß durch Luca Waldschmidt sowie mit einem direkt verwandelten Freistoß von Florian Kainz. Nach Ecken hat der FC noch gar nicht getroffen und das bei 58 Versuchen.

Späte Treffer beim 1. FC Köln

Spannung bis zum Ende: In den bisherigen 15 Ligaspielen mit FC-Beteiligung sind bereits elf Treffer nach der 90. Minute gefallen. Dabei erzielten die Kölner mit sieben Toren die meisten der Bundesligisten in der Nachspielzeit, kassierten mit vier allerdings auch gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg die meisten nach Ablauf der regulären Spielzeit. Immerhin sind die erzielten Treffer ein Beweis dafür, dass sich die Geißböcke nicht aufgeben.

Rotationen: Beim FC hat sich bislang keine Startformation festgespielt. In lediglich einem Spiel, beim Auswärtsspiel in Leverkusen, schickte Lukas Kwasniok dieselbe Mannschaft wie in der Vorwoche aufs Feld und nahm sonst immer mindestens eine, vorwiegend sogar noch mehr Veränderungen an seiner Elf vor. Überdies mussten Spieler auch immer wieder auf andere Positionen rücken, auf denen sie ihre Stärken kaum entfalteten. Es darf durchaus die Frage gestellt werden, ob der FC so Automatismen einspielen kann. Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass die Geißböcke mit einigen Verletzungen zu kämpfen haben.

Personalprobleme und keine spielerischen Lösungen

Kaderbaustellen: Durch die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, die dem FC in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen werden, muss der FC im Winter in der Innenverteidigung nachrüsten, um für den Notfall gewappnet zu sein. Überdies besteht nach dem Abgang von Jusuf Gazibegovic auch Handlungsbedarf auf der rechten Schienenposition. Hier ist Sebastian Sebulonsen eigentlich ohne Konkurrenz und hat seinen Platz sicher.

Kaum Lösungen gegen tief stehende Gegner: Der FC tut sich in dieser Spielzeit besonders gegen tief stehende Gegner schwer, die den Kölnern den Ball überlassen und auf Umschaltsituationen, Flanken oder Standards setzen. Die besten Beispiele für solche Situationen lieferten die Spiele in Mönchengladbach, gegen Pauli und gegen Union. Gegen alle drei Teams kam die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok auf mehr Ballbesitz, wusste damit jedoch nicht wirklich etwas anzufangen.


Diese Spieler des 1. FC Köln liefen den Erwartungen bisher hinterher

Neue Rolle für Linton Maina
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Diese Spieler des 1. FC Köln liefen den Erwartungen bisher hinterher

Zuletzt lief es mit sechs Spielen ohne Sieg nicht wirklich rund beim FC. Doch nicht nur der Verein kann mit der Entwicklung der vergangenen Wochen nicht zufrieden sein, sondern auch einige Profis mit ihrem Status in der bisherigen Saison beim 1. FC Köln: Das sind die Verlierer zum Jahresende.

Die Hinrunde ist zwar noch nicht komplett gespielt, ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf bringt aber durchaus schon klare Tendenzen hervor beim 1. FC Köln: Das sind die Verlierer zum Jahresende.

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Jusuf Gazibegovic: Der Bosnier war im vergangenen Winter für zwei Millionen Euro von Sturm Graz zum FC gewechselt und damit der erste Transfer der Kölner nach dem Registrierungsverbot. Gazibegovic ist wohl der größte Verlierer im Kader des FC seit der Übernahme von Trainer Lukas Kwasniok. Nachdem der 25-Jährige in der Rückrunde der Aufstiegssaison wettbewerbsübergreifend zwölf Pflichtspiele auf seinem Konto verbucht hat, kam der Bosnier in dieser Spielzeit lediglich zu einem Kurzeinsatz am zweiten Spieltag im Heimspiel gegen den SC Freiburg. Auf der rechten Abwehrseite hat der Rechtsfuß das Duell gegen Sebastian Sebulonsen deutlich verloren und hatte sogar Probleme, überhaupt in den Spieltagskader zu kommen. In neun der 15 Ligaspiele musste Gazibegovic auf der Tribüne sitzen. Aufgrund der mangelnden Perspektive wechselt der Bosnier im Winter per Leihe bis zum kommenden Sommer zurück nach Graz.

Wenig Einsatzzeit

Linton Maina: Der schnelle Außenbahnspieler gehörte in der vergangenen Zweitligasaison zum Stammpersonal des FC. Mit drei Treffern sowie elf Vorlagen hatte Maina einen großen Anteil an der sofortigen Rückkehr in die Bundesliga. Bei der Meisterfeier gegen den 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag verkündete der Offensivspieler auch seine Vertragsverlängerung. In dieser Saison kommt der 26-Jährige jedoch noch nicht wirklich in Tritt. So stand Maina wettbewerbsübergreifend bislang in lediglich drei Pflichtspielen in der Startelf, muss sich meist mit der Rolle des Einwechselspielers begnügen und sammelte überdies auch noch keinen Scorerpunkt. Die Situation dürfte dem gebürtigen Berliner nicht gefallen, sie wird sich aber aller Voraussicht nach in der Rückrunde aufgrund der enormen Konkurrenz in der Offensive nicht verändern.

Florian Kainz: Der 33-Jährige hatte genau wie Maina einen enormen Anteil am Aufstieg des FC ins deutsche Oberhaus, kämpft aktuell jedoch genau wie sein Kollege um Spielzeit unter Lukas Kwasniok. Nach vielen Kurzeinsätzen bekam der Österreicher im Heimspiel gegen den Hamburger SV durchaus überraschend die Chance in der Startformation und wusste diese mit einer guten Leistung sowie einem beeindruckenden Freistoß zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung zu nutzen. Aufgrund des guten Auftritts gegen die Rothosen befand sich Kainz auch im Derby in Mönchengladbach in der Startelf. Allerdings blieb der ehemalige Bremer hier blass und wurde bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Seitdem kam der gebürtige Grazer auf nur 43 Spielminuten und musste in den beiden vergangenen Parteien in Leverkusen und gegen Union Berlin über die komplette Spieldauer auf der Bank Platz nehmen.

Bisher eher außen vor

Alessio Castro-Montes: Den Belgier, der in der vergangenen Sommertransferperiode am Deadline Day für zwei Millionen Euro von Union Saint Gilloise verpflichtet worden war, kann man bislang als wohl den Transfer mit dem geringsten Impact bezeichnen. Nachdem der 28-Jährige im ersten Spiel für den FC in Wolfsburg eingewechselt wurde, blieb der rechte Mittelfeldspieler in den folgenden sieben Pflichtspielen ohne Einsatz. Im Anschluss an zwei Kurzeinsätze gegen Gladbach und Frankfurt gab Castro-Montes in Bremen sein Startelfdebüt für die Kölner. Dabei zeigte der Rechtsfuß eine schwache Leistung und wurde bereits zur Halbzeit ausgewechselt. In den vergangenen drei Ligaspielen bekam der Belgier keine weitere Pflichtspielminute.

Cenk Özkacar: Der Türke wechselte in der bisherigen Hinrunde immer wieder zwischen Bank und Startelf, schaffte es jedoch nicht, sich in der von Verletzungen geplagten Abwehr festzuspielen. Özkacar zeigte bereits, dass er die Defensive der Kölner stabilisieren kann, hatte aber auch immer wieder ein paar kleine Fehler im Spiel. So war es auch beim Derby in Mönchengladbach. Nach einer fehlerfreien ersten Halbzeit, eröffnete der 25-Jährige den Gladbachern mit einem technischen Fehler das 3:0 und damit die Vorentscheidung in der Partie. Will der Innenverteidiger mehr Spielzeit haben, muss er nach der Winterpause noch eine Schippe drauflegen und die kleinen Unsauberkeiten im eigenen Spiel verringern.

Verletzungspech beim 1. FC Köln

Neben den oben genannten Profis gehören auch Luca Kilian und Timo Hübers zu den Pechvögeln des FC. Während sich Kilian den dritten Kreuzbandriss in seiner Karriere zuzog, verletzte sich Hübers beim Auswärtsspiel in Dortmund schwer am Knie. Hübers äußerte sich erst vor wenigen Tagen über seinen Ausfall und richtete dabei schon den Blick auf sein Comeback.


An diesen Baustellen müssen Kessler und Co. beim 1. FC Köln jetzt arbeiten

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
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An diesen Baustellen müssen Kessler und Co. beim 1. FC Köln jetzt arbeiten

Im Sommer wurde der Kölner Sportdirektor für seine starken Transfers gefeiert. Doch die Euphorie ist ein wenig verflogen. Nun folgt die Winterzeit und damit die kurzfristige Planung für die Rückrunde, aber auch schon für den kommenden Sommer beim 1. FC Köln: Diese Aufgaben warten jetzt auf Thomas Kessler.

Zwölf Neuverpflichtungen präsentierte Thomas Kessler im Sommer. Es gab auch zahlreiche Abgänge bei den Geißböcken. Nun stehen die nächsten Planungen an beim 1. FC Köln: Diese Aufgaben warten jetzt auf Thomas Kessler.

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Thomas Kessler war nach der 0:1-Niederlage der Geißböcke am Samstagabend bedient. „Es benötigt jetzt ein wenig Abstand. Wir sehen uns ein paar Tage nicht, aber wir können im Hintergrund weiter daran arbeiten, Themen nach vorne zu treiben“, sagte der Sportdirektor. Tatsächlich hat der Ex-Keeper der Kölner einige Aufgaben vor der Brust.

Der FC wird sich verstärken müssen

Kader-Baustellen: Nach den jüngsten Spielen – vor allem gegen St. Pauli, Werder Bremen und Union Berlin – gibt es wohl kein Zweifel, dass die Kölner auf einigen Positionen nacharbeiten müssen. Ein Innenverteidiger dürfte angesichts der dünnen Personaldecke noch die größte Stellschraube sein. Allerdings werden die Geißböcke einen Abwehrspieler benötigen, der sofort hilft. Durch den Ausfall von Timo Hübers fehlt den Kölnern ein Innenverteidiger, der nicht nur routiniert verteidigt, sondern auch in der Lage ist, das Spiel aufzubauen. Doch werden die Kontrahenten ihre defensiven Leistungsträger im Winter natürlich nicht einfach abgeben. Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Leihe wohl die wahrscheinlichste Option.

Zuletzt verstärkte sich aber immer mehr der Eindruck, dass es mit der Verstärkung der letzten Defensivkette nicht getan ist. Auf den von Lukas Kwasniok als besonders wichtig erachteten Positionen des Wingbacks läuft es beim FC eben doch nicht so rund wie zunächst angenommen. Vor allem Kristoffer Lund offenbarte zuletzt doch erhebliche Probleme, wirkte zunehmend verunsichert. Durch den Weggang von Jusuf Gazibegovic fehlt eine weitere Alternative. Alessio Castro-Montes hinkt den eigenen Erwartungen noch hinterher. Eine Verstärkung für die Schiene gilt ebenfalls als wahrscheinlich. Weiteren Bedarf könnte es bei einem kreativen Offensivspieler geben. Eine weitere Verstärkung in vorderster Front gilt aktuell eher als unwahrscheinlich.

Zehn Verträge laufen im Sommer aus

Auslaufende Verträge: Eine weitere Vakanz könnte im zentralen Mittelfeld entstehen. Denn nach wie vor gibt es noch keine Entscheidung zur Zukunft von Eric Martel. Der Sechser hat noch bis zum Ende der Spielzeit Vertrag. Sollte Martel diesen nicht verlängern, würden die Kölner nur noch in diesem Winter eine Ablöse kassieren können. Martel ist nicht die einzige Unbekannte in Köln. Inklusive der Leihspieler laufen neun Verträge 2026 aus. Der Kontrakt von Timo Hübers dürfte verlängert werden. Große Fragezeichen stehen aktuell hinter Dominique Heintz und Florian Kainz. Ersterer hat sich in dieser Spielzeit bereits mehrfach für eine Vertragsverlängerung beworben.

Allerdings ist die Situation in der Innenverteidigung gerade durch die Verletzung von Hübers sowie die Zukunft der Leihspieler Elias Bakatukanda und Julian Pauli recht undurchsichtig. An anderer Stelle verdichten sich die Hinweise: Die Kaufoption von Jakub Kaminski wird man in Köln ziehen wollen. Der Pole ist in dieser Saison einer der absoluten Lichtblicke. Bei Tom Krauß gibt es die Kaufpflicht, die beim Klassenerhalt greift. Die Fragezeichen hinter Cenk Özkacar und Kristoffer Lund dürften da schon größer sein. Der FC wird sich aber auch jetzt schon Gedanken über die Spieler machen, deren Verträge dann 2027 auslaufen. Darunter fallen Spieler wie Marvin Schwäbe, Marius Bülter und Luca Waldschmidt.

Youngster: Eine vermeintliche Talenteflucht wird sich Thomas Kessler sicherlich nicht nachsagen lassen wollen. In der jüngeren Vergangenheit haben die Kölner bekanntlich einige junge Spieler – oft ablösefrei, oft unter Wert – abgegeben. Auch aktuell gibt es wieder einige Spieler, deren Zukunft noch nicht geklärt ist. Bei Neo Telle könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Der Innenverteidiger hat nur noch bis 2026 Vertrag. Bei den Profis erhielten zuletzt andere Nachwuchsspieler den Vorrang und auch bei der U21 ist der Abwehrspieler alles andere als gesetzt. Zudem wird sich Kessler mit den Kaderplanern überlegen, welche Spieler schon bald das Zeug zum Profi haben. Diesen werden die Kölner Verantwortlichen dann einen potenziellen Weg in Köln aufzeichnen. Ob die Youngster beim FC bleiben, liegt aber mitunter auch an den Erwartungen der Akteure oder deren Berater.


Kaderplanung: Der 1. FC Köln wird mit diesen Leistungen an Transfers nicht vorbeikommen

Lukas Kwasniok wirkt ratlos
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Kaderplanung: Der 1. FC Köln wird mit diesen Leistungen an Transfers nicht vorbeikommen

Bei der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin wurde einmal mehr deutlich, wie sehr Abwehrchef Timo Hübers den Geißböcken fehlt. Es ist nicht die einzige Position auf der es Bedarf gibt beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachlegen.

Zugegebenermaßen ist der FC in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt. Doch nicht nur die Ausfälle machen Veränderungen im Kader nötig beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen muss der FC nachlegen.

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Gewohnt sachlich und ruhig, aber durchaus bedient trat Thomas Kessler am Samstagnachmittag nach dem verlorenen Heimspiel der Geißböcke gegen Union Berlin in der Mixed Zone vor die Mikrofone. Der Sportdirektor der Geißböcke berichtete über seine Enttäuschung nach dem 0:1, erklärte seine Sicht der Dinge zu der Roten Karte gegen Rav van den Berg und kündigte auch eine Aufarbeitung an. „Wir können jetzt in Ruhe eine Analyse für das Jahr machen. Die Hinserie ist ja noch nicht vorbei, sondern wir haben noch zwei Spiele in der Hinrunde. Wir können jetzt mal so ein Strich drunter machen und schauen, was ist uns gut gelungen, was ist uns nicht gut gelungen“, sagte der Sportdirektor. „Wir werden ganz nüchtern und rational bewerten, was wir gut gemacht haben und was wir nicht so gut gemacht haben. Und dann werden wir an den Themen arbeiten, um dann im Januar in Heidenheim wieder um die drei Punkte kämpfen zu können.“

Lies auch: „Rote Karte gegen den 1. FC Köln: Der DFB sperrt Rav van den Berg“

Der Ausfall von Timo Hübers muss kompensiert werden

Die Analyse des Sportdirektors, der dem Vernehmen nach unmittelbar vor der Unterschrift eines neuen Arbeitspapiers stehen soll, wird wohl kaum eine Diskussion um den Trainer entfachen. Denn jene Aufarbeitung hätte es laut Kessler auch bei einem Sieg gegen die Eisernen gegeben. Um neue Positionen im Kader könnte und sollte es aber durchaus gehen. Denn nicht erst das 0:1 gegen Union Berlin hat einmal mehr offenbart, dass es größere Baustellen im Mannschaftsverbund gibt, als es die ausgiebige Sommertransferphase inklusive Traumstart in die Saison hat vermuten lassen. Damals wurden Kessler und Co. mit Komplimenten für ihre Aktivitäten überhäuft. Zu recht. Der FC investierte erstmals seit Jahren wieder mächtig in die Mannschaft, schnitt etliche alte Zöpfe ab und fuhr damit zunächst auch gut.

Wie Lukas Kwasniok zuletzt ebenfalls erklärte, hat man natürlich nicht mit einer ähnlichen Verletzungsmisere in der Defensive rechnen können. Und möglicherweise wäre die Saison bislang ohne das Pech um Rav van den Berg, Timo Hübers, Luca Kilian und zuletzt auch Joel Schmied anders verlaufen. Der Kölner Coach vertrat bislang die Meinung, dass man die Ausfälle durch ein Verschieben innerhalb der Positionsgruppen auch auffangen könne. Gleichzeitig betonte der 44-Jährig aber auch, dass die Verschiebung dann wiederum zu einer Vernachlässigung der optimalen Offensivbetreuung geführt hat. Die vergangenen Wochen haben in jedem Fall den Eindruck erweckt, dass Timo Hübers aktuell nicht adäquat zu ersetzen ist. Der Kölner Abwehrchef ist in den Zweikampfsituationen sicherlich nicht immer sattelfest, für den Spielaufbau aber umso wichtiger.

Wie geht es auf den Schienen weiter?

Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass aktuell kein nomineller Innenverteidiger die Rolle übernehmen kann. Eric Martel wird eigentlich auf der Sechs gebraucht. Daher führt – zumindest von Außen betrachtet – auch eigentlich kein Weg an einer adäquaten Nachbesetzung eines Innenverteidigers vorbei. Und eigentlich muss dieser Routine und Qualitäten im Spielaufbau mitbringen. Der FC hat nach den Erkenntnissen der vergangenen Spiele auch großen Bedarf auf der linken Schiene. Kristoffer Lund hat stark in die Saison begonnen, aber auch stark nachgelassen. Aktuell ist der US-Amerikaner der große Unsicherheitsfaktor im Kölner Defensivverbund. Lund unterliefen zuletzt so viele kapitale Fehler, dass der Begriff des Unglücksraben eigentlich schon ein wenig überstrapaziert ist. Da sich Alessio Castro-Montes bislang nicht in den Fokus spielen konnte, hat der FC großen Bedarf.

Zudem fehlt dem FC augenscheinlich ein kreativer Spieler, der das Spiel mit Ball so ankurbelt, dass der FC eine Dominanz wie gegen Berlin dann auch in Torgefahr ummünzen kann. De facto verlässt sich Köln bislang zu sehr auf die beiden Offensivkräfte Said El Mala und Jakub Kaminski, die gemeinsam nahezu die Hälfte aller Kölner Treffer erzielt haben. Die Hinweise, dass es zu Saisonbeginn mit dem Kader doch auch geklappt hat oder, dass die Breite des Kaders personelle Engpässe auffangen kann, werden am Ende nicht reichen. Es braucht externe Verstärkungen und das als Soforthilfe. Allerdings ist der Winter-Transfermarkt kein einfacher. Spieler, die in ihren Clubs Leistung bringen, werden eher selten abgegeben. Auf die Analyse folgt also ein großes Stück Arbeit.


Auf der Suche nach der Balance – so könnte der 1. FC Köln gegen Union Berlin starten

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Auf der Suche nach der Balance – so könnte der 1. FC Köln gegen Union Berlin starten

Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie wollen die Geißböcke am Samstag wieder punkten. Dabei könnte ausgerechnet ein Ex-Unioner in den Fokus rücken und für die nächste Rotation sorgen. So könnte der 1. FC Köln gegen Union beginnen.

Für den 1. FC Köln steht mit dem Spiel gegen Union Berlin das letzte Pflichtspiel im Jahr 2025 auf dem Programm.  Im Vergleich zum vergangenen Auswärtsspiel in Leverkusen muss Trainer Lukas Kwasniok keinen weiteren Ausfall hinnehmen und kann sich sogar über die Rückkehr eines Innenverteidigers freuen. Ob der 44-Jährige gegen die Eisernen Veränderungen an seiner ersten Elf vornimmt oder zum dritten Mal in Folge dieselbe Startformation nominiert, wird sich spätestens am Samstagnachmittag zeigen. So könnte der 1. FC Köln gegen Union Berlin spielen.

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Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Union Berlin verkündete FC-Trainer Lukas Kwasniok eine positive Nachricht und bestätigte die Rückkehr von Dominique Heintz, der sich beim 1:1 in Bremen einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zugezogen hatte. „Heintzi hat jetzt diese Woche komplett mit trainiert und auch keinen Rückschlag erlitten. Insofern stellt er auf jeden Fall eine Kaderoption dar. Jetzt freuen wir uns, dass wir eine Option mehr haben und natürlich auch Erfahrung wieder mit dazukommt“, so Kwasniok, der gegen die Eisernen weiterhin auf die Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Joel Schmied, der dem FC nach der kurzen Winterpause wieder zur Verfügung stehen soll, verzichten muss.

Johannesson wieder in der Startelf?

Aber welche Auswirkungen hat die Heintz-Rückkehr? Im Tor ist Marvin Schwäbe gesetzt. Vor dem Schlussmann dürften erneut Eric Martel und Rav van den Berg beginnen. Den dritten Platz in der Dreierkette werden voraussichtlich Sebastian Sebulonsen oder Dominique Heintz unter sich ausmachen. Naheliegend ist dabei, dass Kwasniok Heintz aufgrund seiner Erfahrung in die Dreierkette stellt. Dadurch würde van den Berg auf die rechte Innenverteidigerposition rücken, Martel den zentralen Part übernehmen und der ehemalige Unioner die Rolle des linken Innenverteidigers in der Abwehrreihe einnehmen. Sebulonsen dürfte dennoch weiterhin in der Startformation stehen und auf seine etatmäßige Position des rechten Schienenspielers zurückkehren. Auf der linken Schiene hat sich aktuell Jakub Kaminski festgespielt und wird dort auch gegen die Eisernen beginnen.

Im zentralen Mittelfeld fällt die Entscheidung zwischen Tom Krauß, Denis Huseinbasic und Isak Johannesson. Nachdem sowohl gegen Pauli als auch in Leverkusen Krauß und Huseinbasic begonnen hatten und Johannesson von Kwasniok eine kleine Pause bekam, dürfte der Isländer gegen Union wieder in die erste Elf zurückkehren. Offen ist jedoch, wer dann für Johannesson weichen müsste. Da Krauß ein sehr aggressiver Spieler ist und seine Stärken vor allem gegen den Ball hat und der ehemalige Düsseldorfer eher den Blick nach vorn gerichtet hat, dürfte sich eine Kombi aus Johannesson und dem ehemaligen Schalker anbieten.

El Mala wieder über die linke Seite?

In der Offensive ist Said El Mala auf der linken Außenbahn gesetzt. Auf der rechten Seite liefern sich Luca Waldschmidt und Jan Thielmann ein Duell auf Augenhöhe. Allerdings dürfte hier Thielmann, der mehr Tempo, Intensität, aber auch Erfahrung auf der Außenbahn hat, leicht die Nase vorn haben und dadurch gegen Union wieder auf seiner gewohnten und vielleicht besten Position starten. Im Sturmzentrum hat Kwasniok die Wahl zwischen Marius Bülter und Ragnar Ache, wollte sich bei der PK jedoch noch nicht in die Karten schauen lassen. Da Bülter in den vergangenen Spielen nicht an sein Niveau aus den ersten Wochen der Saison anknüpfen konnte und Ache besonders im Hinblick auf die körperlich starke Unioner Defensive in Sachen Physis und Power ein wenig vor dem ehemaligen Unioner ist, dürfte Ache gegen Union die Chance von Beginn an erhalten.

So könnte der FC gegen Union Berlin starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Dominique Heintz vom 1. FC Köln

Dominique Heintz

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln

Rav van den Berg

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Jakub Kaminski

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Sebastian Sebulonsen ist bislang einer der Gewinner unter Lukas Kwasniok

Sebastian Sebulonsen

Said El Mala beim Spiel des 1. FC Köln
Said El Mala
Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Ragnar Ache

Jan Thielmann ist erfolgreich in die Saison gestartet. (Foto: Herbert Bucco)

Jan Thielmann



Imad Rondic bleibt trotz Leihe das Sorgenkind des 1. FC Köln

Imad Rondic vom 1. FC Köln
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Imad Rondic bleibt trotz Leihe das Sorgenkind des 1. FC Köln

Kurz vor Toresschluss wechselte Imad Rondic im Sommer doch noch per Leihe. Doch auch bei seinem neuen Club will es für den Stürmer nicht rund laufen. Rondic wartet noch immer auf sein erstes Erfolgserlebnis. Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln.

Die Hoffnung war durchaus groß, dass der Stürmer bei seiner Leihe noch einmal aufblüht. Doch auch in Rakow läuft es für den 26-Jährigen nicht rund. Und das ist nicht nur für Stürmer und den polnischen Erstligisten ein Problem. Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln.

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25 Tore hat der FC im bisherigen Saisonverlauf erzielt. 16 davon gehen auf die neu verpflichteten Offensivspieler, die in vorderster Front ran dürfen, an Jakub Kaminski, Said El Mala, Ragnar Ache und Marius Bülter. Gerade Bülter und Ache sollen mindestens mittelfristig die Lücke füllen, die Anthony Modeste mit seinem Weggang 2022 gerissen hat. Eine Lücke, die eigentlich nie so richtig geschlossen wurde. Der letzte Versuch der Kölner Verantwortlichen hieß zu Beginn des Jahres bekanntlich Imad Rondic. Der Bosnier wechselte kurz vor Toresschluss noch an den Thein. Zwar betonte Ex-Sportchef Christian Keller immer wieder, dass Rondic nicht als Soforthilfe an den Rhein geholt wurde, doch nur als solche hätte der Transfer Sinn gemacht.

Situation für drei Parteien nicht einfach

Eine Soforthilfe war der Stürmer in Köln bekanntlich nicht.. Rondic fand nie den sportlichen Anschluss, erzielte in seiner Zeit bei den Geißböcken ein Tor mit freundlicher Unterstützung von Paderborns Felix Götze. Dabei hätte die Zeit beim FC mit einem Superstart beginnen können. Rondic traf bekanntlich im DFB-Pokal gegen Leverkusen, stand aber hauchdünn im Abseits. Wäre der Angreifer zum Derbyheld geworden, wäre die Situation heute vielleicht eine andere. So aber endete die Zeit in der Domstadt im Sommer wieder. Ziemlich schnell haben die Kölner Verantwortlichen dem Bosnier klar gemacht, dass er beim FC keine Zukunft habe – zumindest nicht in der aktuellen Situation.

Die Lösung kam ebenfalls erneut kurz vor Toresschluss, nachdem schon ein Deal mit dem Karlsruher SC auf der Zielgeraden platzte. Rondic wechselte zurück nach Polen zu Rakow und erlebt dort alles andere als eine gute Zeit. Denn auch in der ersten polnischen Liga kommt der Stürmer, der vor dem Wechsel zum FC bei Widzew Łódź durchaus erfolgreich war, nicht zu recht. In wettbewerbsübergreifend 17 Spielen sammelte der Stürmer bislang nur fünf Gelbe Karten. Tore oder Assists? Fehlanzeige. Überhaupt stand der Stürmer ganze vier Mal in der Startelf. Es läuft sportlich also weiterhin nicht rund. Und das wird für den FC zunehmend zu einem Problem. Aktuell sieht es nicht so aus, als würde der 26-Jährige Pluspunkte in Rakow für eine feste Verpflichtung sammeln.

Stand jetzt läuft die Leihe im kommenden Sommer aus und Rondic kehrt ohne viel Spielpraxis und Erfolgserlebnisse zurück ans Geißbockheim. Seine Chancen in Köln wird er nicht verbessert haben. Die Suche nach einem Abnehmer würde dann auch nicht leichter werden. Eine Bewerbung hat der Angreifer bislang nicht abgegeben. Die Saison ist noch lang, es kann noch viel passieren. Nur lässt die jüngere Vergangenheit nicht wirklich darauf hoffen. Beim FC steht noch ein Vertrag bis 2029 aus, der Bosnier soll eine sechsstellige Summe im hohen Bereich verdienen.

Calvin Brackelmann soll wieder zur Option werden beim 1. FC Köln

Calvin Brackelmann
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Calvin Brackelmann soll wieder zur Option werden beim 1. FC Köln

Gerüchte gab es bereits im Sommer einige, ein Transfer scheiterte aber wohl an der hohen Ablösesumme. Nun kochen die Gerüchte um ein erneutes Interesse wieder hoch: Calvin Brackelmann ist wieder eine Option beim 1. FC Köln.

Das Verletzungspech der Geißböcke in den vergangenen Wochen war gerade in der Defensive immens. Zum Winter kann der Club allerdings noch einmal nachlegen. Ein Name, der bereits im Sommer mit dem FC in Verbindung gebracht wurde, kommt nun wieder ins Gespräch: Calvin Brackelmann ist wieder eine Option beim 1. FC Köln.

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Erst am Dienstag kehrte mit Dominique Heintz ein Innenverteidiger des 1. FC Köln aus der Verletzungspause zurück ins Mannschaftstraining der Geißböcke. Somit entspannt sich die angespannte Lage in der Verteidigung wohl zumindest ein wenig. Doch wirklich gut aufgestellt ist die Kölner Defensive nicht. Gerade deshalb kocht nun ein im Sommer bereits heiß gewesenes Gerücht wieder hoch. So soll der FC nun erneut Interesse an Paderborns Calvin Brackelmann haben. Das berichtet die Bild.

Wechsel nach Köln wohl erneut ein Thema

Und die Vorzeichen habe sich im Vergleich zum Sommer geändert. Wollte der SC Paderborn für den 26-Jährigen vor einem halben Jahr noch rund 2,5 Millionen Euro Ablösesumme, ist die Situation aktuell eine andere. Damals ließ die Forderung den FC von einem Transfer Abstand nehmen. Nun hat der Innenverteidiger nur noch einen Vertrag bis kommenden Sommer. Somit soll der SCP die Ablöseforderung auf knapp eine Million Euro heruntergeschraubt haben. Somit könnte die Personalie für die Geißböcke wieder interessant werden. Ein Trumpf für die Kölner könnte Trainer Lukas Kwasniok sein. Dieser hatte den 26-Jährigen in der vergangenen Saison in Paderborn trainiert und ihn zu seinem Abwehrchef gemacht. So war Kwasniok ein großer Faktor dafür, dass sich Brackelmann zu einem guten Verteidiger in der zweiten Liga entwickelt hat.

Besonders herausragend ist die Geschwindigkeit des Innenverteidigers. So wurde Brackelmann in der abgelaufenen Saison mit einem Wert von 35,83 km/h geblitzt. Das könnte für die eher langsame Kölner Defensive gerade in der noch schnelleren Bundesliga ein wichtiger Faktor sein. Auch verfügt der Paderborner Spieler über eine gute Zweikampfführung und mit 1,96 Metern über ein gutes Kopfballspiel. Sein Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Allerdings soll der FC nach Informationen der „Bild“ nicht der einzige Interessent im Werben um den Defensivspieler sein.


Nach Gazibegovic-Leihe: Diese Rechtsverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant werden

Aurelio Buta kommt in Frankfurt nicht mehr so recht zum Zug
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Nach Gazibegovic-Leihe: Diese Rechtsverteidiger könnten für den 1. FC Köln interessant werden

So wirklich überraschend kam die Nachricht am Dienstag dann nicht mehr. Jusuf Gazibegovic wird die Kölner für das kommende halbe Jahr verlassen und wieder zu Sturm Graz zurückkehren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der FC nun noch einmal nachlegt. Das könnten mögliche Rechtsverteidiger-Kandidaten für den 1. FC Köln sein.

Nach den zahlreichen Verletzungen ist der Bedarf in der Innenverteidigung beim 1. FC Köln doch offensichtlich. Nicht umsonst hat Lukas Kwasniok den Wunsch nach einem neuen Abwehrspieler auch öffentlich bekräftigt. Nach der Leihe von Jusuf Gazibegovic tut sich auf der rechten Abwehrseite möglicherweise ein weiterer Bedarf auf. Der FC könnte auch dort noch einmal nachlegen. Das sind mögliche Rechtsverteidiger-Kandidaten für den 1. FC Köln. Es handelt sich dabei aber nicht um Gerüchte!

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Aurelio Buta: Der 28-Jährige blickt auf eine ziemlich ernüchternde Saison. Buta sollte die Eintracht eigentlich schon im Sommer verlassen. Der Portugiese war in der vergangenen Saison an Stade Reims verliehen. Der französische Erstligist verfügte auch über eine Kaufoption, zog diese aber nicht. Kurz vor Ende der Transferphase im Sommer wollte Buta dann zu Panathinaikos wechseln. Der Deal platzte offenbar auf der Zielgeraden. Möglicherweise auch, weil Frankfurt-Coach Dino Toppmöller den Spieler dann doch behalten wollte. Der Verbleib hat sich für Buta nicht ausgezahlt. In der Liga kommt der Abwehrspieler auf drei Einsätze, zuletzt acht Mal gar nicht mehr. Der Portugiese ist gelernter Rechtsverteidiger, wurde aber auch immer wieder offensiver eingesetzt. Der Vertrag läuft noch bis zum kommenden Sommer, der Marktwert wird auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Jordan Lotomba: Ähnlich wird auch der Marktwert des ehemaligen Schweizer Nationalspielers eingeschätzt. Der 27-Jährige ist aber hauptsächlich in der Defensive angesiedelt. In der Offensive ist Lotomba eher nicht zu Hause, dafür kann der Außenverteidiger auf beiden Seiten ran. Lotomba wechselte im September 2024 von Nizza zu Feyernord Rotterdam. Allerdings fiel der Abwehrspieler aufgrund einer schweren Verletzung einen Großteil der Runde aus, kam erst in dieser Saison wieder richtig zurück. Dabei ist richtig relativ. Denn einen Stammplatz hat Lotomba nicht. Er stand erst drei Mal in der Startelf. Der Vertrag des Abwehrspielers läuft noch bis 2027. Dennoch ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass die Ablöse in Höhe des Marktwertes liegen wird. FC-Fans können sich vielleicht noch an den Außenverteidiger erinnern. Lotomba stand in der Conference League in beiden Spielen auf dem Platz.

Eine Menge Bundesliga-Erfahrung

Lukas Klostermann: Der ehemalige Nationalspieler kommt bei RB Leipzig aktuell so gut wie gar nicht zum Einsatz. Fünf Minuten stehen in der offiziellen Ligastatistik und das in vier Einsätzen. Zu wenig für einen Abwehrspieler mit so viel Erfahrung. Auch daher sollen schon einige Clubs für eine Leihe in Leipzig angeklopft haben. Der Vertrag des 29-Jährigen läuft noch bis 2028. Der Marktwert liegt aktuell bei rund fünf Millionen Euro. Vorteil Klostermann: Der ehemalige Nationalspieler kann auch auf der rechten Abwehrseite spielen. Klostermann wäre also ein Spieler für zwei Positionen. Allerdings ist auch der Leipziger kein klassischer Wingback wie ihn sich Kwasniok wünscht.

Valentin Gendrey: Der Franzose wechselte im Sommer 2024 für rund acht Millionen Euro nach Sinsheim. In der vergangenen Saison gehörte Gendrey mindestens zum erweiterten Kreis des Stammpersonals. Doch der Außenverteidiger fiel schon in der ersten Spielzeit bei der TSG immer wieder aus. So auch zu Beginn dieser Saison. Gendrey zog sich eine Knöchelverletzung zu. Erst am vergangenen Wochenende gab es das zwei Minuten Comeback gegen den Hamburger SV. Doch der Franzose wird es in den kommenden Wochen nicht einfach haben. Denn die TSG hat bekanntlich nachgelegt und mit Vladimir Coufal einen konstant guten Spieler verpflichtet. Der Vertrag von Gendrey läuft noch bis 2028, der Marktwert wird von transfermarkt.de auf sieben Millionen Euro eingeschätzt. Eine Option wäre der Spieler wenn überhaupt also als eine Leihe.

Kiliann Sildillia: Nach vier Jahren beim Sportclub aus Freiburg suchte der Rechtsverteidiger eine neue Herausforderung und wechselte im Sommer zur PSV aus Eindhoven. Sildillia unterschrieb in den Niederlanden einen Vertrag bis 2030. Da der Marktwert bei rund sieben Millionen Euro liegt, kommt wohl nur eine Leihe in Frage. Die ist nach jetzigem Stand generell aber auch alles andere als unwahrscheinlich. Denn der Franzose spielt in dieser Saison in Eindhoven noch keine große Rolle. Sildillia kommt erst auf sieben Einsätze. Seit September stand der rechte Verteidiger nur zwei Mal auf dem Feld, befand sich aber mehrfach gar nicht erst im Kader. Um wieder Spielpraxis zu sammeln, wäre eine Leihe ein geeignetes Konstrukt.

Von Simon Bartsch und Cedrik Kaiser


Warum der Fan-Boykott tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel des 1. FC Köln gehabt haben könnte

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Warum der Fan-Boykott tatsächlich Auswirkungen auf das Spiel des 1. FC Köln gehabt haben könnte

Ein leerer Gästeblock als Stimmungskiller: Während die FC-Ultras in Leverkusen aus Protest das Stadion verlassen, bestätigt eine neue Studie, wie sehr Auswärtsfans tatsächlich über Sieg, Remis oder Niederlage mitentscheiden beim 1. FC Köln: So stark beeinflussen Fans sportlichen Erfolg.

Das Nachbarschaftsduell mit Bayer 04 Leverkusen beschäftigt die Fußballfans nach wie vor. 500-600 Fans der aktiven Szene hatten das Nachbarschaftsduell schon vor dem Spiel verlassen. Im Nachhinein wurde die Stimmung von Spielern und Verantwortlichen bemängelt. Was auf den ersten Blick vielleicht wie eine Ausrede für die schwache Leistung wirken könnte, beinhaltet dann doch mehr Wahrheit als gedacht. Das bestätigt eine neue Studie und verleiht den Geschehnissen von Samstag zusätzliche Bedeutung für den 1. FC Köln: So stark beeinflussen Fans sportlichen Erfolg.

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Nach dem 14. Spieltag reißen die Diskussionen um die Proteste beim Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln nicht ab. Im Mittelpunkt steht die Entscheidung der Kölner Ultras, das Stadion noch vor Anpfiff zu verlassen. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn hatte die Fanhilfe Köln via X mitgeteilt: „Nachdem Nacktkontrollen stattgefunden haben, hat sich die aktive Fanszene entschieden, das Stadion geschlossen zu verlassen“. Die Polizei wies die Vorwürfe der Nacktkontrollen zurück. Der 1. FC Köln erklärte, man bemühe sich in enger Abstimmung mit Bayer Leverkusen und den zuständigen Behörden um Aufklärung. In Leverkusen zeigte man sich unterdessen irritiert über das Vorgehen der Gäste. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes erklärte bei Sky, er habe sich gewundert, dass die Kölner Fans „aufgrund von Gerüchten wieder abgereist“ seien.


Rolfes erkannte die Einschränkungen der Stimmung auf den Rängen in Folge des Protestes nur in Teilen als gegeben an: „Ja, am Anfang, aber später überhaupt nicht. Es war eine super Stimmung im Stadion dank unserer ganzen Fans. […]Ich bin überrascht, dass sie sich mit den Kölnern solidarisieren. Da hätte ich jetzt nicht mit gerechnet“. FC-Sportdirektor Thomas Kessler sah das am Sonntag im „Doppelpass“ anders. „Wenn Simon sagt, die Stimmung war okay, dann hat er das aus der Erfahrung, dass es so jede Woche ist, wenn wir nicht da sind. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die Stimmung war alles andere als okay“, erklärte Kessler und betonte, dass das Spiel merklich unter den stillen Rängen gelitten habe. Diese Einschätzung stützen nun auch Forschungsergebnisse. Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, wie stark die Unterstützung von Gästefans tatsächlich auf das sportliche Geschehen wirkt.

Fernbleiben der Fans hat sportlichen Preis

Anfang Dezember legten Forscher erstmals belastbare Daten vor, die einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Auswärtsunterstützung und Mannschaftsleistung belegen. Eine Analyse der drei höchsten deutschen Spielklassen über einen Zeitraum von sechs Saisons hat ergeben, dass sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gastmannschaft gewinnt oder zumindest ein Unentschieden erzielt, um 4,6 bis 7,5 Prozent erhöht, wenn 1.000 zusätzliche Auswärtsfans im Stadion sind. Im Durchschnitt begleiten rund 3.400 Gästefans ihr Team zu Bundesligaspielen, bei besonders reisefreudigen Klubs liegt dieser Wert jedoch deutlich höher. Der 1. FC Köln bringt im Durchschnitt etwa 6.250 Anhänger mit, nur der HSV (7.929) und die Bayern (6.533) werden auswärts von mehr Unterstützern begleitet.

Wenn die Kölner Fans aus Protest fernbleiben, verspätet anreisen, auf akustische Unterstützung oder die volle Auslastung des Blocks verzichten, entfällt nach diesen Erkenntnissen ein relevanter Wettbewerbsvorteil. Die Auswärtspräsenz von Fans trägt damit messbar zur Leistungsfähigkeit einer Mannschaft bei und geht weit über Fußball-Folklore hinaus. Maßnahmen, die die Präsenz von Gästefans erschweren, etwa durch kurzfristige Spielansetzungen, reduzierte Kontingente oder restriktive Auflagen, können sich aus Sicht der Studie doppelt negativ auswirken: Sie mindern sowohl die Ausdruckskraft der Fans im Stadion – ein absoluter Unique Selling Point der Bundesliga – als auch die statistisch belegte Leistungsstärke der Mannschaft.

Solidarität und scharfe Kritik

Leverkusens aktive Fanszene stellte sich demonstrativ an die Seite der abgereisten Kölner und nutzte die Situation, um grundsätzliche Kritik an der eigenen Klubführung zu formulieren. Während Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes bei Sky erklärte, er habe „nicht gedacht, dass sich unsere Fans mit den Kölnern solidarisieren“, zeichnete die Kurvenhilfe Leverkusen ein deutlich anderes Bild. In einem Statement hieß es, man sei „erschrocken darüber, in welche Richtung sich Bayer 04 entwickelt hat“. Die Kurvenhilfe bezeichnete es als beschämend, den eigenen Verein „an der deutschen Spitze der Fanfeindlichkeit“ zu sehen, was sich dringend und unverzüglich ändern müsse.

Die Fanhilfe fordert eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge rund um dem Kölner Block und wertet das Vorgehen als „Affront gegen die deutsche Fußballkultur“, der keinesfalls hingenommen werden dürfe. Zugleich richtet sich die Erklärung ausdrücklich an die Sicherheitsbeauftragten des Klubs, die aus Sicht der Fans „als Wurzel der Probleme der letzten Monate“ gelten. Deren „repressives und destruktives Vorgehen“ sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass inzwischen bereits die vierte Fanszene innerhalb eines Jahres noch vor Anpfiff das Stadion verlassen habe.

Die Kurve ist Trumpf für den 1. FC Köln

Gegen Union Berlin können sich Lukas Kwasniok und seine Mannschaft wieder auf die volle Unterstützung von den Rängen verlassen. In der aktuellen sportlichen Krise könnte der Zeitpunkt kaum entscheidender sein. Das 0:2 in Leverkusen war bereits das fünfte sieglose Spiel in Folge. Der uneingeschränke Support der aktiven Fanszene macht somit genau dort Hoffnung, wo der Abend in Leverkusen seinen Ausgang nahm: bei der Frage, welchen Wert ein voller, geschlossener Gästeblock für einen angeschlagenen Bundesligisten hat und wie sehr es sportlich und kulturell ins Gewicht fällt, wenn er aus Protest leer bleibt.


Niederlagen, späte Einwechslung, verletzt – nur ein Erfolgserlebnis für die Leihspieler des 1. FC Köln

Rasmus Carstensen wurde beim FC nicht so richtig glücklich
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Niederlagen, späte Einwechslung, verletzt – nur ein Erfolgserlebnis für die Leihspieler des 1. FC Köln

Nicht alle Akteure schafften es auf den Platz, die meisten kassierten bittere Niederlagen. Immerhin steuert einer auf den nächsten Titel zu. Das Wochenende verlief für die Leihspieler des 1. FC Köln durchwachsen.

Gleich mehrere Akteure der Geißböcke sind bekanntlich aktuell verliehen. Das Wochenende verlief für die Leihspieler des 1. FC Köln aber insgesamt wohl durchwachsen.

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Rasmus Carstensen: Grund zur Freude scheint dieser Tage bei dem Dänen vorprogrammiert zu sein. In der Meisterschaft läuft es für sein Team als Spitzenreiter hervorragend, der Rechtsverteidiger gehört zum absoluten Stammpersonal bei Aarhus. Und am Sonntag erreichte der Tabellenführer auch das Halbfinale des dänischen Pokals. Carstensen steuerte beim 3:1-Rückspiel-Erfolg über Odense auch eine Vorlage bei. Zur Pause wurde Carstensen dennoch ausgewechselt.

Ausfälle und Abstiegskampf

Kein direktes Duell: Jaka Potocnik wartet nach wie vor auf sein Comeback bei Rot-Weiss Essen. Eine muskuläre Verletzung macht einen Einsatz in der 3. Liga aktuell nicht möglich. Essen kam im Verfolger-Duell nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den SC Verl hinaus. Der Club von der Hafenstraße ist damit Tabellensechster. Chilohem Onuoha wäre zwar fit gewesen, kam beim SC aber ebenfalls nicht zum Einsatz. Der Angreifer stand in Verl nicht im Kader, spielte zum zweiten Mal in Folge nicht.

Mansour Ouro-Tagba: Der 20-Jährige sorgte unter der Woche für Schlagzeilen, als die „Bild“ über die mögliche Ablöse der Kaufoption berichtete. Demnach liegt diese bei rund 2 Millionen Euro. Und damit erstaunlich hoch. Zuletzt blühte der Angreifer phasenweise auf, sammelte sicherlich Pluspunkte in Stuttgart, aber auch beim FC. Gegen Hansa Rostock kassierte die Zweitvertretung des VfB eine 0:1-Niederlage. Ouro-Tagba spielte 90 Minuten, hatte aber keinen großen Impact.

Julian Pauli: Für den Kölner Innenverteidiger war die Begegnung gegen Eintracht Braunschweig nach einer guten Stunde beendet. Dresden lag bereits früh 0:2 zurück, glich zwischenzeitlich aus, musste dann aber dennoch den Gegentreffer hinnehmen. Abgesehen von den Ergebnissen lief es für den Abwehrspieler zuletzt sportlich wieder rund. Nach überstandener Verletzung ist Pauli wieder absoluter Stammspieler.

Verletzt oder abgemeldet: Elias Bakatukanda hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen und kam dementsprechend für Blau-Weiß Linz am Wochenende nicht zum Einsatz. Auf dem Platz stand zwar Imad Rondic, allerdings wurde der Stürmer von Raków Czestochowa erst spät eingewechselt. Die 0:1-Niederlage gegen Zaglebie Lubin konnte der Bosnier so nicht mehr verhindern. Rondic sammelte die vierte Gelbe Karte, auf ein Tor wartet der Angreifer in Polen noch vergebens.