Auslaufende Verträge, zwei Sorgenkinder und Talente – Wird das Luxusproblem zur Baustelle beim 1. FC Köln?

Talent vs Routinier: Elias Bakatukanda und Timo Hübers
,

Auslaufende Verträge, zwei Sorgenkinder und Talente – Wird das Luxusproblem zur Baustelle beim 1. FC Köln?

Mit Rav van den Berg und Cenk Özkacar hat sich der FC in der Innenverteidigung nochmal verstärkt. Im kommenden Sommer sollen Elias Bakatukanda und Julian Pauli zurückkehren. Insgesamt stehen aktuell neun zentrale Abwehrspieler auf der Liste des 1. FC Köln: Wird die Innenverteidigung zur Problemstelle?

Aktuell sorgen vor allem Joel Schmied und Timo Hübers für Stabilität in der Abwehr der Geißböcke. Zuletzt lief auch Dominique Heintz wieder auf. Und doch könnte das Gesicht der Hintermannschaft in der kommenden Spielzeit ein neues werden beim 1. FC Köln: Wird die Innenverteidigung zur Problemstelle?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Eigentlich hätte für Julian Pauli am Dienstagabend ein Highlight auf dem Programm stehen können. Eigentlich, denn der Innenverteidiger hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen und wird daher nicht für die deutsche U21 zum Einsatz kommen. Der Innenverteidiger war in der vergangenen Woche für den deutschen Nachwuchs nachnominiert worden, musste dann aber noch vor dem ersten Einsatz am Freitag schon wieder abreisen. Dass das Debüt aber nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ist, ist sehr wahrscheinlich. Denn Pauli gilt als besonders großes Abwehrtalent. Als ein Talent, auf das man bei den Geißböcken sehr große Stücke hält. Aktuell an Dresden ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln, ist der gebürtige Londoner ein Puzzleteil der Kölner Zukunft.

Neun Innenverteidiger auf der Liste

Und er ist nicht der einzige. Auch Elias Bakatukanda sagt man eine Karriere als Bundesliga-Profi voraus. Der Abwehrspieler ist weiterhin bei Blau-Weiß Linz im Einsatz, soll aber ebenfalls nächste Saison nach Köln zurückkehren. Und spätestens dann tut sich bei den Geißböcken ein Luxusproblem auf. Denn mit den beiden Leihspielern stehen erstaunlich viele Innenverteidiger beim FC unter Vertrag. Die Routiniers Timo Hübers, Dominique Heintz, Joel Schmied und auch Luca Kilian, dazu die Neuzugänge Cenk Özkacar und Rav van den Berg. Auch Neo Telle ist ein Abwehrspieler, den man beim FC eigentlich gerne behalten würde. Neun Innenverteidiger, die sich in der kommenden Spielzeit um zwei bis drei Stammplätze streiten dürften. Diese Variante erscheint dann doch sehr unwahrscheinlich.

Viel eher bahnt sich wohl ein Umbruch an. Zwar sind Pauli und Bakatukanda in einem Alter, in dem eine weitere Leihe durchaus Sinn machen könnte. Ob die Spieler das aber auf Dauer wollen, ist eher fraglich. Van den Berg dürfte die mittelfristige Zukunft beim FC gehören. Joel Schmied macht sich immer wichtiger. Die Verträge der beiden Abwehrspieler laufen bis 2030 beziehungsweise 2029. Spannender dürfte die Konstellation der beiden Routiniers werden. Denn sowohl bei Hübers als auch bei Heintz laufen die Verträge aus. Der ehemalige Kölner Kapitän hatte schon im vergangenen Sommer angedeutet, dass er sich irgendwann mal Fußball im Ausland vorstellen könne. Einen genauen Zeitplan nannte er nicht, Angebote sollen aber schon vorgelegen haben. Doch beim FC ist man eigentlich von dem Abwehrspieler überzeugt.

Wie geht es weiter mit Neo Telle?

Und lässt man Hübers wirklich ablösefrei ziehen? Viel liegt wohl am Spieler. Heintz hatte zuletzt im Interview mit come-on-fc.com angedeutet, dass er sich seine Zukunft auch weiterhin in Köln vorstellen könne. Ob und wie sich der Verein eine Fortführung des Kontrakts vorstellt, ist indes unklar. Auch drei weitere Verträge laufen im Sommer aus. Özkacar ist ausgeliehen. Es gibt eine Kaufoption, doch bislang kommt der Türke noch nicht wie erhofft zu recht. Die beiden Sorgenkinder dürften wiederum Kilian und Telle sein. Kilian kämpft sich nach seinem dritten Kreuzbandriss wieder ran, die Vertragssituation ist ungeklärt, Eigenwerbung kann der Abwehrspieler zurzeit nicht betreiben. Mit Telle wollen die Kölner eigentlich verlängern und den Spieler verleihen. Doch eine Einigung ist noch nicht erzielt.

Die drohende Konkurrenz in der kommenden Saison könnte ein Grund sein. So oder so deuten die Zeichen auf Umbruch bei den Geißböcken.

Hot Take oder Cold Take beim 1. FC Köln? Der Hype um (den künftigen Nationalspieler?) Said El Mala

Said El Mala nach seinem Treffer gegen Hoffenheim
,

Hot Take oder Cold Take beim 1. FC Köln? Der Hype um (den künftigen Nationalspieler?) Said El Mala

In einem neuen Format von come-on-fc.com blicken wir auf die aktuellen Gedankenspiele, Hirngespinste und Meinungen rund um den 1. FC Köln: Ist Said El Mala ein Kandidat für die DFB-Elf?

Said El Mala sorgt in Köln und darüber hinaus für Gesprächsstoff. Am Dienstagabend steht er mit der U21 gegen Nordirland auf dem Platz. Viele sehen ihn schon als Kandidaten für den Kader der A-Nationalmannschaft bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Andere wollen den Hype möglichst im Keim ersticken. Ein streitbarer Take, bei dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Ein Meinungsbild rund um den 1. FC Köln: Ist Said El Mala ein Kandidat für die DFB-Elf?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Said El Mala ist spätestens nach seinem wuchtigen Tor gegen den SC Freiburg in der Bundesliga angekommen. Nach seinem Auftritt gegen die TSG Hoffenheim werden die ersten Stimmen, die fordern, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann den Namen des Kölner Sturmjuwels bei der Kaderplanung für die anstehende WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko auf dem Zettel haben muss, lauter. Nüchtern betrachtet: Wie viel ist dran an der Vorstellung des Supertalents in der Nationalmannschaft, ohne sich beim Blick in die Glaskugel zu verlieren? Und was könnte diesen kölschen Wunschtraum des nächsten Geißbocks mit dem Adler auf der Brust nach Jonas Hector unerfüllt lassen?

Mit kühlem Kopf durch das Rampenlicht

Vergleicht man die Kölner Medienlandschaft, die den 19-Jährigen emotionalisiert und heroisiert, mit einem Orkan, der über das Talent hinwegfegt, dann führt der Weg zur A-Nationalmannschaft für El Mala nur über ein schützendes Umfeld, das ihn sorgfältig abschirmt und eventuellen Höhenflügen vorbeugt. Lukas Kwasniok sagt dazu passend: „Wir haben so viele Talente gesehen, die schon im Alter von 17 Jahren zum Weltstar hochgeschrieben wurden, von denen hört man heute nichts mehr. Das Einzige, was hilft, ist hart zu arbeiten und demütig zu bleiben. Und dann musst du die Qualitäten, die du zweifellos hast, Woche für Woche abrufen. Darum wird’s gehen. Aber er hat das Glück, dass er viel mitbringt, und wir werden ihn auf dem Weg begleiten.“

Beim FC ist man um Ruhe um das Talent bemüht. In der Hoffnung, dass sich El Mala so eben am besten weiterentwickelt. Nur konterkariert eben jeder Entwicklungsschritt dieses Vorhaben. Und das lässt auch die Sorgenfalten auf der Stirn von El Malas Berater hinsichtlich des medialen Treibens um seinen Schützling tiefer werden. In einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte dieser: „Es gibt leider auch ein paar Sachen, die dem Jungen und dem FC schaden. Unruhe bringen zu viele mediale Spekulationen und Influencer, die um jeden Klick und jedes Like kämpfen. Und es kommen plötzlich andere Berater, die sich früher nie für den Spieler interessiert haben, aus jeder Ecke und buhlen um Said.“

“Wir müssen ihn behutsam aufbauen“

Die Aufgabe der Medien ist es nun mal, über Leistungen und Qualität zu berichten. Wenn ein 19-Jähriger in der Bundesliga die Fans verzaubert, ist es ein relevantes Thema. Dass die Medien dabei aber auch mal ein Regalfach zu hoch greifen, steht außer Frage. Auch U21-Nationalmannschaftscoach Antonio di Salvo dämpft die Euphorie: „Wir müssen ihn behutsam aufbauen, ihm aber auch die Chance geben, zu spielen. Man sollte nicht jede Aktion hochjubeln, zumal er in seinem Alter noch nicht durchgehend konstant spielt.“

Stand jetzt scheint El Mala mit dem derzeitigen Medienrummel keine größeren Probleme zu haben. Das hat jüngst Teamkollege Linton Maina im Podcast mit Radio Köln bestätigt: „Said ist eigentlich relativ klar im Kopf. Ich glaube, dass wir es auch ganz gut machen, ihn jetzt nicht zu jedem Interview zu schicken. So etwas habe ich mit 19 Jahren auch selten erlebt: dass man so unaufgeregt ist, sich so schnell anpassen will und auch schon so viel lernt.“

El Mala: Ein echter Straßenkicker

Das Talent des Youngsters ist mittlerweile unumstritten. Mittlerweile, weil es in dem heutigen Ausmaß offenbar nicht erkannt worden ist. Die Ausbootung bei Borussia Mönchengladbach im Nachwuchsfußball ist kein Narrativ. Und auch bei den Fohlen werden im Talentscouting Menschen sitzen, die genau das hauptberuflich machen. Ob Versäumnis, krasser Entwicklungsschub oder einfach eine andere Einschätzung lässt sich heute nicht sagen. Fakt ist, dass El Mala viel mitbringt. Immer wieder wird dem 19-Jährigen das Prädikat Straßenfußballer ausgestellt. Jene Fußballer, die auf engstem Raum, mit hohem Tempo das Dribbling suchen, Lösungen finden und diese dann auch nutzen. Kicker, die im deutschen Fußball mittlerweile selten, aber dennoch dringend gebraucht werden.

Ex-DFB-Funktionär Oliver Bierhoff beschrieb in einem Beitrag zur U21-Europameisterschaft 2019 in Italien und San Marino die Notwendigkeit, den Straßenfußball in die Talententwicklung zurückzubringen: „Wir brauchen wieder mehr Variabilität, Spielfreude und Cleverness“, forderte Bierhoff damals. „Wir müssen eine Mentalität fördern, wie wir sie von früher auf dem Bolzplatz kannten: schnell, direkt, Individualität zulassend und Kreativität fördernd.“ Genau diese Eigenschaft zeichnet El Mala aus. Er selbst sagte über sich in einem Interview mit dem „Geißbockecho“: „Ich denke schon, dass man uns als Straßenkicker bezeichnen kann.“

Sein Bruder Malek bestätigt: „Als wir nicht mehr im NLZ gespielt haben, waren wir häufiger mit Freunden nach der Schule zusätzlich zum Vereinstraining auf dem Bolzplatz. Da konnten wir uns ausprobieren, viel dribbeln und Eins-gegen-Eins-Situationen spielen.“ Druck von außen verspüren die beiden dabei nicht. „Wir haben keinen Druck, sondern spielen einfach und wir machen uns keinen großen Kopf, sondern haben einfach Spaß am Fußball. Wir dürfen das machen, was wir lieben, und wir genießen es“, so Said El Mala weiter. Und das zeigt der Kölner Youngster eindrucksvoll in der Liga. Nicht umsonst ist der 19-Jährige aktuell der Dribbelkönig der Liga, eben vor Spielern wie Michael Olise oder Karim Adeyemi.

Linton Maina: „Dann werden noch viel mehr Leute Spaß mit ihm haben“

Aus rein sportlicher Sicht liefert der Spielertyp El Mala also ganz sicher Argumente dafür, seinen Namen irgendwann auf der erweiterten Liste für die Nationalmannschaft zu lesen. Daran zweifeln rund ums Geißbockheim immer weniger Menschen. Auch nicht Teamkollege Linton Maina: „Er hat einen kleinen “Schuss“ und das soll auch so bleiben. Ich glaube, das macht ihn auch so gut. Ich glaube, dass wir alle noch viel Spaß mit ihm haben werden und dass auch andere Leute noch viel Spaß mit ihm haben werden. Wenn er so weitermacht, wird er sicherlich auch irgendwann für die Nationalmannschaft spielen. Dann werden noch viel mehr Leute viel Spaß mit ihm haben.“

Das entscheidende Wörtchen ist dann aber womöglich das „irgendwann“. El Mala bringt viel mit, das steht außer Frage. Dem Kölner Youngster wird zudem ein großes Potenzial vorausgesagt. Fertig entwickelt ist er sicher nicht. Und da wird es dann vielleicht auch noch nicht reichen, der Dribbelkönig der Liga zu sein. Eine Nominierung für die WM 2026 ist nicht ausgeschlossen, aber ganz sicher auch nicht sehr wahrscheinlich. Der Offensivspieler hat noch einige Felder, an denen er arbeiten muss. Beispielsweise seine Schussgenauigkeit, seine Arbeit gegen den Ball. Das wurde in seinen 45 Minuten bei der 3:2-Niederlage der U21-Nationalmannschaft gegen die griechische Auswahl deutlich.

Da kam er zur Halbzeit, nachdem die DFB-Elf eine träge erste Hälfte gespielt hatte, und bestach durch Zielstrebigkeit, Überzeugung, Dynamik, Selbstverständnis und Unbekümmertheit, allerdings auch vielfach mit einfachen Ballverlusten und liegengelassenen hochkarätigen Chancen. Angesprochen auf die Energieleistung El Malas auf seiner starken linken Seite, ordnete Coach Di Salvio die Leistung des 19-Jährigen wie folgt ein: „Das haben wir auch erwartet. Aber leider war auch er in der einen oder anderen Situation noch zu unsauber und hätte noch cleverer agieren können.“ Ob der Youngster das Zeug zum Nationalspieler für die WM 2026 hat, liegt genauso in seinen eigenen Händen, wie die Größe des Hypes, die er damit auslösen würde.

Großes Lob von Martel-Berater an Macher des 1. FC Köln: „Das ist ein kleines Fußballwunder“

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
,

Großes Lob von Martel-Berater an Macher des 1. FC Köln: „Das ist ein kleines Fußballwunder“

Seine zwölf Neuverpflichtungen haben im Sommer für Euphorie beim FC und den Fans gesorgt. Kein Wunder, ein Großteil der Spieler ist bereits eingeschlagen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler erhält großes Lob vom Martel-Berater.

Er gilt schon jetzt als der Architekt des starken Saisonauftakts beim 1. FC Köln: Und das fällt nicht nur den FC Fans auf – Thomas Kessler erhält ein großes Lob vom Eric Martel-Berater Michael Reschke.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Er war einst unter anderem Sportvorstand beim VfB Stuttgart und sportlicher Direktor bei Bayern München und dem FC Schalke 04, mittlerweile ist er Berater von Eric Martel. Und offenbar ist Michael Reschke ein Fan von der Arbeit beim 1. FC Köln. Und das trotz Leverkusener Vergangenheit. Im FC-Podcast „Dreierkette“ äußerte sich der 68-Jährige nun zu der geleisteten Arbeit der sportlichen Führung bei den Geißböcken – vor allem nach dem 32. Spieltag der vergangenen Saison. „Was sich seitdem beim FC entwickelt hat, das ist für mich unfassbar. Das ist ein kleines Fußballwunder“, sagt Reschke, der neben Lionel Souque auch Ex-Präsident Werner Wolf und Philipp Türoff namentlich erwähnte, die eine „sehr gute Entscheidung“ getroffen hätten, „Thomas Kessler in Verantwortung zu nehmen“.

„Das ist außergewöhnlich“

Nach dem Regensburg-Spiel im vergangenen Mai war der ehemalige Keeper vorerst zum Interims-Sportchef als Nachfolger von Christian Keller ernannt worden, mittlerweile ist Kess in dieser Funktion fest unter Vertrag und darf sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf den Posten des Geschäftsführers Sport machen. Kessler hatte im Sommer zum großen Rundumschlag in Sachen Kaderplanung ausgeholt. Insgesamt zwölf Spieler verpflichtet, noch mehr Abgänge eingeleitet. „Was Thomas an Entscheidungen seitdem geliefert hat, das ist schon außergewöhnlich“, so Reschke weiter. „Angefangen mit Friedhelm Funkel, der den Aufstieg ins Ziel gebracht hat. Dann die Trainer-Entscheidung mit Lukas Kwasniok, die ich sensationell finde. Die ganze Transferarie: So eine Quote kann man eigentlich gar nicht ziehen.“

Laut Reschke habe man diese Entwicklung im Sommer nicht erwarten können. „Man muss eins realistisch sehen: So eine Quote, wie Thomas sie mit seinem Team erzielt hat, die kannst du nicht erzielen“, so der Experte weiter. „Van den Berg, Johannesson, Ache, Sebulonsen, Bülter, Kaminski, Lund und El Mala – das sind absolute Top-Transfers und das sind von zwölf gleich acht. Das ist eine Wahnsinns-Quote“. Bei den weiteren Spielern sei ebenfalls eine gute Entwicklung zu sehen. Einzig bei Castro-Montes könne er diese noch nicht einschätzen. Reschke deutete auch an, dass Thomas Kessler durchaus vor hatte aus dem starren Gebilde auszubrechen. „Das ist ja jetzt ein ganz anderer Fußball“, sagt Reschke. „Ich gehe ins Stadion und sehe die gerne spielen. Der 1. FC Köln ist in einem Tempo, das nicht möglich ist, ein gestandener Bundesligist geworden.“

„Das ist alles voller Substanz“

Auch Lukas Kwasniok erfuhr großes Lob. „Der hat vielleicht eine hemdsärmelige Art, wie er zunächst rüberkommt. Aber das ist voller Substanz. Da ist taktische Raffinesse dabei“, sagt Reschke und betont, dass dem Coach ein großer Anteil des Erfolgs beizumessen sei. Natürlich äußerte sich der Berater auch zu seinem Schützling Eric Martel. Der Vertrag des Sechsers läuft im kommenden Sommer aus. Schon im vergangenen Sommer gab es Spekulationen über einen möglichen Wechsel, „Für uns drei war klar, dass wir in diesem Kalenderjahr keine Entscheidung treffen. Die Zukunftsplanung werden wir im neuen Jahr angehen“, so Reschke. Der Spieler hatte im September im Interview mit come-on-fc.com ebenfalls betont, noch keine Entscheidung getroffen zu haben. „Dieses Jahr war ihm wichtig, er wollte helfen, den Club wieder zu stabilisieren.“

Wie es weitergeht, ist also nicht entschieden. Martel wollte sich ohnehin beim FC die Entwicklung anschauen. Und die ist wie Reschke bestätigte durchaus positiv – wenn nicht sogar außergewöhnlich.

Joel Schmied ist beim 1. FC Köln angekommen

Joel Schmied ist beim 1. FC Köln offenbar voll angekommen
,

Joel Schmied ist beim 1. FC Köln angekommen

Die Erwartungen an den Abwehrspieler waren im vergangenen Winter hoch. Gehalten hat er sie lange nicht. Nun aber hat sich der Schweizer festgespielt beim 1. FC Köln: Joel Schmied ist bei den Geißböcken endlich angekommen.

Er galt im vergangenen Winter als Hoffnungsträger und später bei den ersten Fans als weiterer Fehleinkauf beim 1. FC Köln: Doch Joel Schmied ist mittlerweile in Köln angekommen und zählt zu den Stammkräften.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Am Wochenende nutzte der Schweizer offenbar die Gunst der Stunde und verabschiedete sich in einen Kurzurlaub, den Lukas Kwasniok seinem Team ermöglichte. Noch einmal Sonne tanken, aber auch die Akkus für die bevorstehende Ligaphase aufladen. Eine Woche zuvor sah die Welt noch deutlich aufregender aus, zum Beispiel im Duell gegen Hoffenheim. Joel Schmied setzte dort beherzt zur Grätsche an, verhinderte eine weitere Großchance von Bazoumana Touré und ließ sich zu recht feiern. Der Schweizer hat sich mittlerweile in der Anfangsformation von Lukas Kwasniok festgespielt, ist aktuell beim FC in der Hintermannschaft gesetzt, dürfte also vor den nächsten hitzigen Duellen stehen und ist in dieser Verfassung sicherlich so etwas wie die große Überraschung unter dem neuen Coach. Denn mit diese Entwicklung war im Sommer so vielleicht nicht zu rechnen.

„Das ist aber nicht so leicht, wie es vielleicht auf dem Papier steht“

So wenig, dass der FC selbst noch einmal in der Innenverteidigung nachlegte. Und das nur ein halbes Jahr nachdem Schmied ans Geißbockheim gekommen war. „Man geht immer davon aus, da kommt ein neuer Spieler und der wird sofort einschlagen“, erklärt der Schweizer in der aktuellen Folge der FC eigenen Doku. „Das ist aber nicht so leicht, wie es vielleicht auf dem Papier steht.“ Gerade auch Schmied hatte in der Rückrunde seine Anpassungsschwierigkeiten, leistete sich einige Fehler und wurde von dem ein oder anderen Fan als weiterer Winter-Fehleinkauf von Christian Keller eingestuft. Auch die weiteren Verpflichtungen haben es in Köln nicht so geschafft, wie es vielleicht im Winter alle Parteien gehofft hatten. Anthony Racioppi ist gar nicht beim FC, Imad Rondic nach polen verliehen und auch Jusuf Gazibegovic spielt unter Kwasniok keine Rolle.

„Er ist ein gutes Beispiel“

Schmied hatte es zunächst auch nicht einfach. Gerade in den letzten Spielen der Saison kam er kaum noch zum Einsatz. Ein möglicher Grund: Der Familienmensch musste sich erst einmal daran gewöhnen, nicht mehr in seinem Umfeld zu sein. Der FC ist die erste Auslandserfahrung für den Abwehrspieler. „Da braucht es einfach eine Zeit“, sagt Schmied. Allerdings betont der Abwehrspieler auch, dass ihm der FC mit den Mitspielern, Trainern und dem Staff dabei geholfen haben. Dennoch: „Ich habe meine Zeit gebraucht, anzukommen. Aber jetzt bin ich überglücklich da zu sein“, sagt Schmied. Überglücklich ist der Berner wohl auch, eine so feste Rolle zu spielen. Denn der 27-Jährige kennt die Maschinerie. „Wenn man nicht performt, ist man schnell weg in dem aktuellen Business“, sagt Schmied. „Es wäre schön, wenn man mit den Spielern dann auch ein wenig mehr Geduld hat.“

Aktuell performt der Innenverteidiger. Doch der Fußball ist schnelllebig. Das musste Konkurrent Rav van den Berg erst kürzlich erfahren. Der Innenverteidiger kam als großes Versprechen, verletzte sich und muss sich nun wieder herankämpfen. Wie schnell es mit der Rückkehr in die Anfangsformation klappt, hängt eben auch den Leistungen der Konkurrenz eben um Timo Hübers und Joel Schmied. „Er ist ein gutes Beispiel, dass man sich mit harter Arbeit und gutem Fokus in eine Mannschaft einspielen kann“, lobt ihn auch Thomas Kessler. Nur ein kleiner Haken hängt zurzeit wie ein Damoklesschwert über dem Abwehrspieler. Der Schweizer hat schon vier Gelbe Karten gesammelt, die nächste würde eine kleine Pause beinhalten. Aber auch damit scheint Schmied dieser Tage klarzukommen. Und wer weiß, wenn Schmied weiter performt, stehen vielleicht schon bald die nächsten Reisen an. Dann mit der Nati, eventuell sogar zur WM im kommenden Jahr.

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln darf von WM-Teilnahme träumen

Jakub Kaminski spielte stark für Polen
,

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln darf von WM-Teilnahme träumen

Für den Kölner Linksaußen läuft es aktuell nicht nur bei den Geißböcken gut. Auch mit der Nationalmannschaft Polens konnte der 23-Jährige am Sonntagabend einen Erfolg feiern, bevor er zurückkehrt zum 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.

90 Minuten stand der Offensivspieler in Litauen auf dem Platz. Und es lief gut für den Nationalspieler aus den Reihen des 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


In der aktuellen Saison läuft es für den gebürtigen Polen wahrlich nicht schlecht. Beim 1. FC Köln ist der 23-Jährige angekommen, stand in allen Bundesliga-Duellen 90 Minuten auf dem Platz und erzielte für den FC bereits drei Tore. Aktuell befindet sich Jakub Kaminski auf Länderspielreise mit der polnischen Nationalmannschaft. Und auch auf dem internationalen Parkett scheint es für den Kölner Neuzugang rund zu laufen. Wurde Kaminski im Duell gegen Neuseeland noch geschont und kam nicht zum Einsatz, so stand der Offensivspieler am Sonntagabend gegen Litauen 90 Minuten auf dem Platz, wurde erst kurz vor Ende der Begegnung vom Feld genommen.

Kaminski mit gutem Spiel gegen Litauen

Beim 2:0-Sieg der polnischen Nationalelf machte Kaminski ein gutes Spiel, konnte allerdings keine Scorerpunkte sammeln. Das übernahmen unter anderem mit ihren Treffern die beiden Torschützen Sebastian Szymanski von Fenerbahce Istanbul und Robert Lewandowski, der per Kopf einschob. Polen behält dank der eingefahrenen Punkte den zweiten Rang der Gruppentabelle vor und liegt mit 13 Zählern nur drei hinter den Niederlanden als Tabellenführer. Auf dem dritten Platz reiht sich aktuell mit zehn Punkten Finnland ein. Der Mannschaft mit FC-Spieler Kaminski kann den Platz in den Playoffs nur noch ein unmöglich erscheinender Kantersieg der Finnen streitig machen.

Mit einem Sieg gegen die Niederlande in der dritten Länderspielphase könnte die Mannschaft von Nationaltrainer Jan Urban sogar mit dem Spitzenreiter punktemäßig gleichziehen. Allerdings hat die Elftal ein wesentlich besseres Torverhältnis. Das Duell findet am 14. November statt. In der zweiten Begegnung wartet dann am 17. November das Auswärtsspiel auf Malta auf Kaminski, Lewandowski und Co. Für Isak Johannesson geht es schon am Montagabend gegen Frankreich weiter. Nach der Niederlage gegen die Ukraine steht Island bereits mächtig unter Druck. Am Dienstag könnte Sebastian Sebulonsen sein Länderspieldebüt feiern und auch Said El Mala spielt mit der deutschen U21.

Wirklich ein Zeichen mentaler Stärke? Späte Tore sind eine neue Qualität des 1. FC Köln

Jakub Kaminski nach seinem Treffer gegen den SC Freiburg
,

Wirklich ein Zeichen mentaler Stärke? Späte Tore sind eine neue Qualität des 1. FC Köln

Späte Treffer mit großer Wirkung: Der Aufsteiger hat sich mithilfe von späten Toren früh in der Bundesliga etabliert. Nach sechs Spieltagen steht Köln mit zehn Punkten auf Rang sechs und hält damit Anschluss an die Spitzengruppe der Tabelle. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln? 

Späte Tore, große Wirkung: Der Aufsteiger punktet dank Last-Minute-Treffern und mischt nach sechs Spieltagen mit zehn Punkten oben mit. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln? 

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Späte Tore haben den Kölnern in den ersten Wochen dieser Saison schon mehrfach entscheidende Punkte beschert. Beim Heimsieg gegen Mainz war es eine scharf getretene Flanke von Waldschmidt in der 90. Minute, die Marius Bülters Haarspitzen streifte und damit unhaltbar ins Mainzer Tor segelte. In Wolfsburg sorgten Kaminski und Jóhannesson in der Nachspielzeit sogar doppelt für späte Jubelmomente. Kaminski stellte mit seinem Treffer zum 3:3 sogar einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Bislang hat niemand später getroffen als er. Gegen Stuttgart entging Köln schließlich nur knapp der möglichen Führung – der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt klärte auf der Linie. Lukas Kwasniok ordnete nach der Heimniederlage gegen Stuttgart ein: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mit dem Ball dann auch gute Passagen. Und genau in dem Moment, als wir das Gefühl hatten, das Stadion ist voll, das geht vielleicht in unsere Richtung, macht es Stuttgart gut. Wir standen eigentlich geordnet. Der Gegentreffer war nicht nötig.“

Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“

Im Fußball wird in diesem Zusammenhang häufig von „psychologisch wichtigen Zeitpunkten“ gesprochen, zum Beispiel, wenn ein Team kurz vor der Halbzeit oder kurz vor Spielende ein Tor erzielt. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Handelt es sich um einen nachweisbaren Effekt oder ist es lediglich eine Floskel, die vor allem in Pressekonferenzen und Spielanalysen verwendet wird? Der Sportpsychologische Experte Thorsten Loch hat das für come-on-fc.com eingeordnet.

Die Datenlage sei differenziert, sagt Loch: “Analysen internationaler Top-Wettbewerbe zeigen, dass ein Tor unmittelbar vor der Halbzeit nicht automatisch zu einem Vorteil führt. In einigen Studien ließ sich sogar nachweisen, dass Heimteams nach einem späten Treffer vor der Pause in der zweiten Halbzeit schlechter abschnitten, als wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt getroffen hätten.” Andere Untersuchungen wiederum berichteten keinen systematischen Effekt: “Es gibt aber auch Befunde, die unter bestimmten Umständen einen positiven Einfluss beschreiben – beispielsweise wenn die emotionale Dynamik im Stadion und auf der Bank kurzfristig verändert wird. Insgesamt gilt: Ein klarer, universeller „psychologischer Zeitpunkt“ lässt sich empirisch nicht belegen.”

Hier spielen laut Loch mehrere Faktoren ineinander: „Zum einen nimmt gegen Spielende die körperliche Leistungsfähigkeit ab: Lauf- und Sprintleistungen sinken, die Fehleranfälligkeit steigt. Zum anderen passen Teams ihr Verhalten je nach Spielstand an. Wer zurückliegt, geht mehr Risiko ein, rückt höher auf und erzwingt Standardsituationen. Wer führt, wird häufig passiver – ein Muster, das als ‚Score-Effect‘ beschrieben wird.“ Hinzu kommt die allgemeine Dynamik des Spiels: „Statistisch gesehen häufen sich Tore gegen Ende, ganz unabhängig von psychologischen Zuschreibungen. Psychologische Faktoren, wie ein kurzfristiger Motivationsschub durch einen Ausgleichstreffer in letzter Minute, können diesen Effekt verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache.“

Mentale Stärke oder clever gewechselt?

Gibt es also einen „besten Zeitpunkt“ für ein Tor? Aus psychologischer Sicht nicht, ist sich Loch sicher. Entscheidend sei vielmehr, dass Phasenübergänge im Spiel – etwa direkt nach Wiederanpfiff oder nach Wechseln – anfällig für Konzentrationsfehler sind: “Wer in diesen Momenten klare Routinen und abgestimmte Abläufe parat hat, kann diese Verwundbarkeit des Gegners nutzen. Hier geht es weniger um Magie, sondern um gute Vorbereitung.”

Das kann Ausdruck von Fitness, taktischer Ausrichtung oder auch mentaler Stabilität sein, beispielsweise in Form der Fähigkeit, trotz Rückschlägen am Ball zu bleiben und konstruktiv mit Fehlern umzugehen. Gleichzeitig sollte man vorsichtig sein: „Wiederholte späte Treffer sind kein reiner Beleg für mentale Stärke, sondern meist das Resultat eines Zusammenspiels aus Kondition, Spielidee und psychologischer Widerstandsfähigkeit“, präzisiert Loch.

Ein Beispiel dafür ist die Handhabung Kwasnioks von Saïd El Mala gegen Wolfsburg. Der Offensivspieler kam erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit in die Partie, um mit frischen Beinen eine ermüdete gegnerische Wolfsburger Abwehr zu stressen – ein Plan, der aufging. El Mala leitete mit seiner Vorarbeit zum 2:2-Ausgleich in der 91. Minute die wilde Schlussphase ein. „Said ist definitiv eine Waffe“, lobte Trainer Kwasniok anschließend. „Aber eine Waffe von Beginn an zu sein, ist nochmal etwas anderes. Er verändert ein Spiel, genau wie ein Ragnar auf seine Art und Weise und ein Kainzi auf seine Art und Weise.“

Kein Alleinstellungsmerkmal

Der „psychologisch wichtige Zeitpunkt“ ist kein Naturgesetz, sondern ein Narrativ, das nur in bestimmten Kontexten trägt: „Wer Fußball wissenschaftlich betrachtet, erkennt: Späte Tore entstehen vor allem aus taktischen und physiologischen Gründen – psychologische Effekte können sie verstärken, erklären sie aber nicht allein“, schließt Loch.

Nach dem freien Bundesliga-Wochenende können die Geißböcke dann gegen Sandro Wagners Augsburg das Narrativ weiterschreiben. Augsburg hat ihrerseits eine bemerkenswerte Bilanz vorzuweisen: Vier ihrer elf Tore fielen in der Schlussphase der ersten oder zweiten Halbzeit.

Neue Wege bei den Geißböcken: Warum der Kader des 1. FC Köln so erfolgreich ist

Die Spieler des 1. FC Köln
,

Neue Wege bei den Geißböcken: Warum der Kader des 1. FC Köln so erfolgreich ist

Ein Dutzend Neuzugänge, noch mehr Abgänge – der FC hat sich im Sommer verändert. Nicht nur personell. Auch taktisch hat bei den Geißböcken eine andere Herangehensweise Einzug erhalten. Der 1. FC Köln vollzieht einen erfolgreichen Umbruch.

Sechs Ligaspiele mit neuen Anfangsformationen, Positionswechseln und fünf verschiedenen taktischen Formationen. Bei den Kölnern hat sich nicht nur auf dem Platz einiges verändert: Der 1. FC Köln vollzieht einen erfolgreichen Umbruch.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Während die nun vier Nationalspieler mit ihren Mannschaften mehr oder weniger durch Europa reisen, hat der eigentlich daheim gebliebene Kader der Geißböcke die Chance, eben nicht daheim zu bleiben. Vier lange Tage hat Lukas Kwasniok der Mannschaft im Grunde frei gegeben. Kopf frei kriegen, vielleicht individuell arbeiten und dann wieder voll angreifen. Das muss eben nicht in Köln passieren. Joel Schmied, der sich beim FC zuletzt festgespielt hat, postete beispielsweise ein Bild von Strand und Meer, Eric Martel offenbar vom Kolosseum in Rom. Auch diese Maßnahme fällt unter Kwasnioks Motto „Work hard, be smart“. Vier Tage frei sind auch in einer Länderspielpause nun eher ungewöhnlich. In Köln weht seit diesem Sommer aber eben ein anderer Wind. Und der ist nicht nur auf Trainerebene ganz offensichtlich für die jüngsten Erfolge mit entscheidend.

Zahlreiche Neuzugänge – noch mehr Abgänge

Auch am Kader wurde kräftig gefeilt. Zwölf Neuzugänge hat der FC zu verzeichnen. Von diesen zwölf Neuzugängen sind mindestens vier aus einer Startformation nicht mehr wegzudenken, vier weitere gehören zum erweiterten Kreis der Stammspieler, kommen auch Woche für Woche zu ihren Einsätzen. Rav van den Berg ist aktuell verletzt, würde sicherlich auch zu diesen Akteuren zählen. Bei Alessio Castro-Montes scheint es aktuell ein Zeitfaktor zu sein. Nur Cenk Özkacar hinkt den Erwartungen hinterher, Ron-Robert Zieler war ohnehin als Nummer zwei vorgesehen. Die jüngsten Erfolge nicht an einer Kader-Veränderung festzumachen, fällt angesichts dieser Zahlen also sehr schwer. Interessant werden die Neuzugänge auch im Hinblick auf die Abgänge.

Thomas Kessler und der FC bewegen sich eindeutig weg von dem Kölner Weg, den Christian Keller über die Jahre zuvor mühsam aufgebaut hat. Wenn man so will, ist es eine Emanzipation vom ehemaligen Sportchef. Imad Rondic, Rasmus Carstensen, Steffen Tigges und Co. – die Liste der von Keller verpflichteten Spieler, von denen man sich nach und nach trennt (mindestens auf Leihbasis), ist lang. Auch bei dem letzten „Königstransfer“ Jusuf Gazibegovic scheint es alles andere als klar, dass er seinen Kontrakt beim FC absolvieren wird. Der Umbruch hat dem FC gutgetan. „Wir haben viele gute Typen in unserer Mannschaft und du brauchst diese gute Mischung. Du brauchst ein paar jüngere Spieler, ein paar bodenständige“, sagte Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.com und deutet darin auch an, wie wichtig es ist, einige „alte“ Spieler behalten zu haben.

Nicht nur personell hat sich das Gesicht beim FC verändert

Der Umbruch ist in vollem Gange und er ist noch nicht abgeschlossen. Dabei geht es dem FC aber offensichtlich nicht nur um die reinen Personalien. Vielmehr entfernt man sich auch von der Vorgabe, ein festes System beim FC komplett zu implementieren. Für Christian Keller und seine Trainer war das unter anderem die Viererkette. Auch, wenn später immer wieder anders kommuniziert, war diese dann doch irgendwie in Stein gemeißelt – sicherlich von Trainern wie Steffen Baumgart auch forciert. Der Kader wurde nach dem festen System zusammengestellt. War auf der Verteidigerposition ein Missstand ausgemacht, sollte auch genau diese Lücke wieder gestopft oder ausgebessert werden. Schon unter Gerhard Struber wurde die starre Formation aufgegeben. Allerdings, weil der Erfolg ausblieb und die Mannschaft ihre Probleme mit der richtigen Balance hatte.

Eine starre Form kann man Lukas Kwasniok nun wahrlich nicht unterstellen. Der Kölner Trainer wählte in den vergangenen sechs Ligaspielen fünf Mal eine unterschiedliche taktische Formation, zudem jedes Mal eine andere Anfangself. Die Maxime ist nicht mehr, der Gegner muss sich auf den FC einstellen. Vielmehr ist die Denke, der FC findet den richtigen Masterplan für den jeweiligen Gegner. Kwasniok ist ein Tüftler, der es zu seiner Aufgabe gemacht hat, für jeden Kontrahenten den richtigen Schlüssel zu suchen und zu nutzen. Das muss nicht gut gehen, kann es aber offensichtlich auch. Und das eben nicht nur in Sachen Taktik, sondern auch in Sachen Aufstellung. Der 44-Jährige bricht mit festen Positionen auf, hat keine feste Rolle für seine Spieler, vielmehr eine Idee, welche Eigenschaft zu welchem Spieler und seiner Aufgabe am besten passt.

Die Kölsche Musik ist geblieben

Und das schlägt sich eben auch bei der Kaderzusammenstellung und im Scouting nieder. Der FC entdeckt neue Märkte für sich, sucht eben nicht mehr nur im deutschsprachigen Raum. In der Kabine spricht man auch Englisch. „Wenn so ein Cut kommt und viele Spieler gehen, ist das natürlich für jeden etwas, worauf man sich einstellen muss. Natürlich ist es aber auch so, dass es einem bei Erfolg dann viel viel leichter fällt und für die Laune besser ist“, sagte Linton Maina im Podcast von Radio Köln. „Man lernt sich immer immer besser kennen. Man ist immer noch in der Findungsphase.“ Eins ist aber beim FC auch mit der neuen Mannschaft und unter dem neuen Trainer gleich geblieben: Der FC hört in der Kabine noch immer Kölsche Musik. „Da hat der Jan seine Playlist und ein Auge drauf, vor allem nach Siegen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz hier im Verein und in der Kabine“, sagt Maina. „Ich kann mich nicht dran erinnern, dass schon mal was anderes lief nach einem Sieg.“ Und so soll es gerne auch bleiben.

Ehre, wem Ehre gebührt: Profi des 1. FC Köln für A-Team nachnominiert

Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen mit Trainer Lukas Kwasniok
,

Ehre, wem Ehre gebührt: Profi des 1. FC Köln für A-Team nachnominiert

So wirklich überraschend kommt es nach den letzten Leistungen nicht. Es bahnt sich ein weiterer Nationalspieler an für den 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen wurde nun für das Nationalteam von Norwegen nominiert. Am Dienstag könnte das Debüt erfolgen.

Bekommt der FC einen weiteren Nationalspieler? Zumindest gab es eine Nachnominierung für einen weiteren Spieler des 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen für die Nationalmannschaft von Norwegen nominiert.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Beim FC führt dieser Tage kein Weg an ihm vorbei. Auch, weil Kölns Trainer Lukas Kwasniok mehr als überzeugt ist von seinem Schützling. Der Coach ließ sich nach dem Spiel gegen Hoffenheim zu einem Extralob hinreißen. „Was Sebulonsen heute gegen Touré wegverteidigt hat und nach vorne abgespult hat, war sensationell“, sagte Kwasniok. „Er war heute geisteskrank.“ Tatsächlich hatte der Schienenspieler seine Probleme mit dem gegnerischen Flügelflitzer, verhinderte aber vielleicht auch Schlimmeres. So oder so ist der 25-Jährige beim FC absolut gesetzt, Leistungsträger, einer der wenigen Stammspieler, die bislang immer zu Spielbeginn auf dem Platz gestanden haben. Einzig auf dem Scorerboard hat sich der FC-Profi in dieser Saison noch nicht eingetragen, obwohl er der Top-Flankengegner des Teams ist.

Sebulonsen schon U21-Nationalspieler

Und das reicht offenbar zur Nachnominierung für die norwegische Nationalmannschaft. Am Sonntag folgte die Einladung, der Außenbahnspieler wird also in den kommenden Tagen dem FC ebenfalls fehlen. Sebulonsen könnte am Dienstag zum Einsatz kommen. Norwegen bestreitet dann ein Testspiel gegen Neuseeland. Gegen die Kiwis hätte zuvor schon Jakub Kaminski zum Einsatz kommen. Doch der Offensivspieler der Kölner war im Freundschaftsspiel der Polen nicht berücksichtigt worden. Vermutlich auch, um Kaminski für die Begegnung gegen Litauen am Dienstag zu schonen. Sebulonsen hat bereits in der U21 19 Mal für Norwegen gespielt, auf eine Berücksichtigung der A-Nationalmannschaft bislang vergeblich gewartet.

Damit kommen die Kölner in dieser Länderspielpause auf vier Nationalspieler. Neben Sebulonsen und Kaminski spielen aktuell auch Isak Johannesson für Island sowie Said El Mala für die deutsche U21. Am Dienstagnachmittag startet der FC in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Augsburg. Dann aber noch ohne die vier Akteure.

Schwerer Stand beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt die nächste Chance liegen

Jusuf Gazibegovic und Florian Kainz
,

Schwerer Stand beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt die nächste Chance liegen

In den Pflichtspielen spielt er aktuell überhaupt keine Rolle. Auch ihn wird Lukas Kwansiok gemeint haben, als er den Cologne Cup wohl als Bewerbung für die Reservisten der Geißböcke ausgerufen hat. So wirklich hat sich die Situation aber nicht verändert beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt eine große Chance liegen.

Vor drei Monaten gehörte er noch zu den Lichtblicken im Duell gegen Fortuna Köln, am Donnerstagabend lief es aber auch für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln nicht gut: Jusuf Gazibegovic lässt beim Cologne Cup eine große Chance liegen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Die Erinnerung an das letzte Stadt-Duell gegen Fortuna Köln sind schon ein wenig verblasst. Nicht die Worte von FC-Trainer Lukas Kwasniok im Nachhinein. Der FC kam damals nicht über ein 2:2 gegen den Stadtrivalen hinaus. Kwasniok fand anschließend überraschend deutliche Worte, sprach einigen Spielern die Bundesliga-Tauglichkeit ab. Jusuf Gazibegovic wird er wohl nicht gemeint haben. Der Rechtsverteidiger machte ein ordentliches Spiel gegen den Regionalligisten, erzielte unter anderem auch ein Tor. Seit dem ist viel Wasser den Rhein runtergelaufen. Das Team hat bewiesen, dass es sehr wohl für die Qualifikation für das deutsche Oberhaus reicht – wenn auch mit einem anderen personellen Gesicht. Doch ausgerechnet für den Bosnier sind die vergangenen drei Monate alles andere als gut verlaufen.

Keine Änderung am „Ist-Zustand“?

Und so wird der Kölner Coach auch den 26-Jährigen gemeint haben, als Lukas Kwasniok seine Spieler am Mittwoch ein wenig in die Pflicht nahm, als er sagte, dass Spiel sei „für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind.“ Und: „Das Spiel in Essen hat ja gezeigt, dass man mit einer gewissen Performance auf sich aufmerksam machen kann“, so Kwasniok. Damals gewann der FC 9:1 bei Schwarz-Weiß Essen, Luca Waldschmidt empfahl sich mit einem Fünferpack und rückte anschließend wieder in die Startelf gegen den VfL Wolfsburg. Kwasniok belohnt seine Spieler für gute Trainingseinheiten, für gute Testspiele, wirft sie dann doch wieder in die Pflichtspiele rein. Deswegen waren seine Worte mehr als nur eine Empfehlung.

Der aber nicht alle Spieler mit zuletzt eher wenig Einsatzzeit nachkamen. Kwasniok nannte natürlich keine Namen, sprach nur davon, dass es zwei, drei Spieler beim Cologne Cup eben nicht so gut gemacht hätten, lobte aber andere „Joker“ wie Tom Krauß oder Denis Huseinbasic. Zwar blieb Gazibegovic ohne größere Fehler, aber eben auch ohne größere Auffälligkeiten. Der Rechtsverteidiger hat wohl unter dem Kölner Coach aktuell den schwersten Stand von allen Spielern. Daraus macht Kwasniok auch keinen Hehl. Erst vor dem Duell gegen Hoffenheim hatte der FC-Trainer erklärt, dass er auf den Außen mit Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund gut besetzt sei und es eben nur einen Spieler im Spieltags-Kader geben soll, der als Ersatz mitfährt.

Keine besonders große Bewerbung

Damit ist Neuzugang Alessio Castro-Montes gemeint. Für Gazibegovic bieten sich dieser Tage also nicht so wirklich viele Chancen, Pluspunkte in Wettbewerbssituationen zu sammeln. Erst ein Spiel steht in dieser Saison auf dem Konto. Zuletzt blieb der Rechtsverteidiger vier Mal in Serie komplett zu Hause. Die Begegnungen gegen die Fortuna und Viktoria Köln waren also auch für den Bosnier die Möglichkeit, etwas an der Situation oder dem „Ist-Zustand“ – wie es Kwasniok nannte – zu ändern. Aufgedrängt hat sich Gazibegovic nicht. Dabei wäre Spielzeit für den Außenverteidiger besonders wichtig. Der 26-Jährige liebäugelt natürlich noch mit der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Zu den Länderspielen von Bosnien-Herzegowina wurde er dieses Mal nicht berücksichtigt.

Und so stellt sich auch nach dem Cologne Cup die Frage, ob der Bosnier überhaupt noch die Chance bekommen und diese dann nutzen kann oder will. Eine große hat er am Donnerstag wohl liegenlassen.

Dominique Heintz im Interview über seine Zukunft und die Zuneigung der Fans – Teil 2

Die Spieler des 1. FC Köln feiern mit Trainer Funkel die Meisterschaft
, ,

Dominique Heintz im Interview über seine Zukunft und die Zuneigung der Fans – Teil 2

Der Abwehrspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 32-Jährige über seine weiteren Karrierepläne, die Vertragssituation und die Zuneigung der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.

Die Sympathien, die dem Kölner Abwehrspieler entgegenschlagen, sind in der Domstadt große. Und der 32-Jährige fühlt sich mit seiner Familie wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der Pfälzer über seine Zukunftspläne, die Vertragssituation beim FC und die Liebe der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Heintz, Lukas Kwasniok hat Sie jetzt wieder spielen lassen, zu Beginn saßen auch mal Linton Maina oder Luca Waldschmidt draußen. Welche Signale sendet der Coach mit dieser Art der Rotation?

Dominique Heintz: Die Rotation zeigt doch, dass man durch harte Arbeit im Training und gute Präsenz, die Chance bekommt, reingeschmissen zu werden. Auf der anderen Seite spricht das natürlich auch für die Qualität in unserer Mannschaft. Jeder Spieler ist wichtig, jeder Spieler bekommt auch die Chance, sich zu zeigen und diese dann auch zu nutzen. Wir haben es selbst in der Hand zu zeigen, wie stark wir im Training sind, wie stark wir im Spiel sind.

„Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft“

Der Kader hat sich komplett verändert. Dennoch wirkt es von außen so, als sei er komplett eingespielt. Wie würden Sie den bisherigen Erfolg erklären?

Dominique Heintz: Es ja nicht so, dass alle Spieler der vergangenen Saison weg sind und wir sind ja auch nicht umsonst aufgestiegen (lacht). In erster Linie hat es etwas mit dem guten Teamgeist in der Mannschaft zu tun. Der steht über allem und ist die Voraussetzung für guten Fußball. Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft, die schon lange in Köln sind und die es den neuen Spielern einfach machen. Du brauchst bei uns nur zwei, drei Tage und dann hast du das Gefühl, dass du schon länger bei uns im Team bist.

Im Sommer wurden gleich zwei, mit Tom Krauß sogar im Grunde drei Innenverteidiger verpflichtet. Mit Rav van den Berg sogar der teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte. Was ist Ihnen da durch den Kopf gegangen?

Dominique Heintz: In jeder Mannschaft, in der ich gespielt habe, waren die Jungs stark und schwere Konkurrenz. Da muss man sich einfach durchsetzen. Das gehört zu dem Business dazu, egal auf welcher Position. Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt dich auch weiter nach vorne. Ich habe mir da eigentlich keine großen Gedanken gemacht. Im Sommer habe ich eigentlich nur die Meisterschaft der 2. Bundesliga genossen.

Dominique Heintz in der Saison 2015/16 gegen Borussia Dortmund
Dominique Heintz in der Saison 2015/16 gegen den FC Bayern München
Dominique Heintz gegen Hertha BSC
Dominique Heintz nach dem Spiel vom 1. FC Köln

Dennoch erscheint die Konkurrenz nun besonders groß…

Dominique Heintz: Klar, das ist sie. Da muss man auf dem Platz dann Gas geben. Aber im Ernst: Das sind gute Jungs. Ich freue mich, dass sie da sind. Wir werden sie brauchen. Denn die Saison ist lang. Wir sind gerade erst beim sechsten Spieltag. Es sind noch viele schwere Spiele zu bestreiten und von daher bin ich froh, dass wir so einen breiten Kader haben. Man sieht ja auch an den späten Wechseln, welchen Impuls wir dann noch mal bringen können.

Sie sind jetzt 32 Jahre alt, haben viel erlebt. Europa, Aufstieg, Abstieg – Welche Ziele haben Sie als Fußballer noch?

Dominique Heintz: Da gibt es schon noch einige, die ich jetzt aber nicht verrate (lacht). Ich stecke mir aber auch hohe Ziele. Das finde ich wichtig. Ich bin in erster Linie froh, hier zu sein und versuche, einfach Gas zu geben, mit meiner Leistung zu überzeugen. Alles andere wird man sehen. Aber, dass ich mich in dem Alter noch mal rangekämpft, dass ich mich eigentlich von ganz unten jetzt nach oben gekämpft habe, mir dann noch mal eine Chance erarbeitet habe, macht mich schon stolz. Die Chance möchte ich jetzt erneut nutzen.

„Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe“

Allerdings läuft Ihr Vertrag beim FC im kommenden Sommer aus. Wie ist der Stand der Dinge?

Dominique Heintz: Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein. Wir sind aber auch erst beim sechsten Spieltag, noch nicht mal in der Winterpause. Ich habe da keinen Stress. Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.

Sie sind in der Pfalz nach wie vor sehr verwurzelt. Könnten Sie sich dennoch ein Karriereende beim FC vorstellen?

Dominique Heintz: Es wäre natürlich ein Traum, wenn meine Kinder hier im Kindergarten bleiben, meine Frau wieder arbeiten gehen kann und ich hier meine Karriere beende. Ob es am Ende so kommt, das kann ich jetzt noch nicht beantworten.

Was macht Dominique Heintz denn nach seiner Karriere?

Dominique Heintz: Ich möchte meine Trainerscheine machen und dann schauen, wie weit der Weg da geht. Ich kann mir gut vorstellen, mit dem Nachwuchs zu arbeiten. Ob ich dann irgendwann ins Profigeschäft einsteige, das gucken wir dann mal. Mein Ehrgeiz wird sich sicher auch da zeigen (lacht). Aber so weit denke ich eigentlich noch nicht. Ich fühle mich noch fit und es macht mir noch so viel Spaß, Fußball zu spielen. Ich möchte das einfach so lange genießen, bis mein Körper irgendwann sagt, dass die Grenze oder das Alter erreicht sind.

„Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln“

Nach dem Spiel in Hoffenheim gab es für Sie viel Zuspruch, viel Lob, Anerkennung. Wie erklären Sie sich diese Zuneigung?

Dominique Heintz: Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es meine Art, wie ich Fußball spiele oder wie ich bin. Vielleicht mögen es die Leute, dass da ein Spieler ist, der nicht gleich abhaut, sich der Situation stellt und versucht, sich durchzubeißen. In der vergangenen Saison kam ich nach dem zehnten Spieltag so richtig rein. Die Fans haben das nicht vergessen. Ich freue mich, dass die Menschen so eine gute Meinung von mir haben und das spüre ich auch. Deswegen bin ich so gerne hier und deswegen kann ich auch eine so gute Leistung bringen. Meine Familie fühlt sich wohl, ich habe hier ein gutes Standing, die Leute sind überzeugt von mir und das macht dann auch etwas mit dem Spieler. Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln.

Zum ersten Teil des Interviews geht es hier.