Fanprojekt-1991: Im Wahlcheck äußern sich die Kandidaten zum Stadion, dem Geißbockheim und Pyros

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Fanprojekt-1991: Im Wahlcheck äußern sich die Kandidaten zum Stadion, dem Geißbockheim und Pyros

Vorstandswahl im Blick: Beim Kandidatencheck des Fanprojekts 1991 stellten sich die Teams den Fragen der Anhänger des 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.

Über 3000 Fans verfolgten die erste Wahlarena des Fanprojekts 1991, bei der drei Teams mit teils gegensätzlichen Positionen um das Vorstandsamt warben beim 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.

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Am Freitagabend lud das Fanprojekt 1991 zum großen Kandidatencheck für die anstehende Vorstandswahl Ende September ein. Über 3000 Zuschauer verfolgten im Livestream auf YouTube die erste Ausgabe der Wahlarena zur FC-Vorstandswahl. Im Vorfeld konnten Mitglieder ihre Fragen an die Kandidaten einreichen. Diese wurden von den Organisatoren thematisch zusammengefasst und bildeten die Grundlage für den Abend. So erhielten alle Anwärter die Möglichkeit, ihre Ideen und Konzepte einem breiten Publikum zu präsentieren und für ihre Teams zu werben.

Ein Novum in der Geschichte des 1. FC Köln

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln Ende September wartet dabei eine Premiere: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten gleich drei Teams zur Wahl des Vorstands an. Vom Mitgliederrat vorgeschlagen wurde das Trio Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann. Zwei weitere Bewerbergruppen sicherten sich durch die notwendige Unterstützung von mindestens drei Prozent der Mitglieder ebenfalls die Teilnahme. Dazu gehört das Team um Wilke Stroman, die ehemalige FC-Spielerin Tugba Tekkal und den amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich. Als drittes Trio bestätigte der Verein im Juli die Gruppe um Sven-Georg Adenauer, Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck. Kiesewetter allerdings musste die Podiumsdiskussion krankheitsbedingt absagen. Seinen Platz übernahm Roland Koch, langjähriger Co-Trainer von Christoph Daum und Mitglied des Teams um Sven-Georg Adenauer.

Zukunftsvisionen, Talentflucht und Wirtschaftlichkeit

Moderator Cedric Pick führte durch den Abend und hatte gleich von Beginn an alle Hände voll zu tun. Denn die Parteien bemühten sich, dem Publikum vor Ort und den Zuschauern an den Bildschirmen ihre unterschiedlichen Auffassungen zu zentralen Themen deutlich zu machen. Neben komplexeren Fragen wie einer möglichen Veränderung der Rechtsform oder der wirtschaftlichen Ausrichtung des Vereins wurde auch über die Bedeutung sportlicher Kompetenzen im Vorstand intensiv diskutiert. Team Adenauer betonte dabei, die sportliche Expertise liege nicht im Präsidium.

Vielmehr sei es dessen Aufgabe, „die richtigen Leute auf den entscheidenden Positionen zu finden“, wie es Roland Koch formulierte. Ulf Sobek widersprach und erklärte: „Sportkompetenz im Vorstand ist unabdingbar und hat bislang gefehlt.“ Tugba Tekkal schloss sich dieser Sichtweise an. Über ihr Netzwerk und ihre Erfahrung aus 95 Bundesliga-Partien wolle sie ihre Expertise einbringen. Gleichzeitig sei jedoch wichtig, „dass der Vorstand keine operativen Entscheidungen trifft und dass man dem Sportdirektor freie Hand gibt und ihm Wertschätzung entgegenbringt.“

Der ablösefreie Abgang vielversprechender Talente ist immer wieder ein Thema am Geißbockheim. Er zählt ohne Zweifel zu den Fragen, die auch die FC-Fans besonders beschäftigen. Entsprechend stand dieser Punkt bei der Podiumsdiskussion weit oben auf der Agenda, wobei sich die Kandidaten in ihren Ansätzen deutlich voneinander unterschieden. Roland Koch sagte dazu: „Ich glaube, man sollte Spielern wie Florian Wirtz ganz klar aufzeigen: Der FC hat dich ausgebildet. Und wenn du ihn verlassen willst, dann gib dem Verein etwas zurück.“ Tekkal hingegen betonte Nähe und Wertschätzung: „Nahbarkeit und Wertschätzung zeigen und Jugendspiele schauen. Wir wollen die Nummer eins im Westen sein, und dafür müssen wir etwas tun.“ Ulf Sobek wiederum plädierte für eine ganzheitliche Förderung. Entscheidender sei die persönliche Entwicklung junger Spieler. „Wie fühlt sich ein Spieler im Umfeld, im Verein?“, fragte er und verwies auf die Idee, zusätzliche Übergangs- und Entwicklungstrainer einzusetzen, die die Talente individuell begleiten und betreuen könnten.

Wo stehen die Kandidaten im Konflikt um das Geissbockheim?

Der Ratsbeschluss vom 3. Juni, der jede Möglichkeit zum Ausbau der Heimat des 1. FC Köln verhindert hätte, war erfolgreich von den Vereinsanhängern auf dem Rathausplatz in Köln unter lautem Protest blockiert worden. In dieser Frage zeigten sich die Kandidaten einig: Der Ausbau des Geißbockheims muss weiterverfolgt werden. Sven-Georg Adenauer betonte: „Mir kann keiner weismachen, dass auf der Fläche der Gleueler Wiesen keine Plätze Platz haben. Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit: Der Ausbau des Geißbockheims gehört dazu.“

Jörg Alvermann forderte: „Wir brauchen zwei Dinge: einen komplett neuen politischen Aufschlag und eine neue gerichtliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts. Wir haben erlebt, wie die Gleueler Wiesen zum Spielball politischer Interessen geworden sind. Viel eher brauchen wir gemeinsame Lösungen mit den anliegenden Breitensportvereinen. Solange dieser Streit anhält, müssen wir alternative Sportplätze haben, und die bekommt der FC nur zusammen mit dem Breitensport.“ Tekkal unterstrich die gesellschaftliche Dimension der Angelegenheit: „Ich glaube, Emotionalität ist wichtig. Wir müssen sagen: Es geht nur gemeinsam. Es darf nicht das Gefühl entstehen, dass es sich hier nur um ein Anliegen des FC handelt, sondern um ein Projekt, das das gesamte Stadtbild verändern kann. Wir brauchen alle an einem Tisch.“

Adenauer: “Wir bauen das erste klimaneutrale Stadion”

Auch das RheinEnergieSTADION rückte im Laufe des Abends in den Fokus. Hier sorgte das Team Adenauer mit einer Aussage für besonderes Aufsehen: „Wir wollen ein einmaliges Stadion bauen, ein grünes Stadion, das dazu beiträgt, dass CO₂-Emissionen sinken. Es soll auch ein Magnet für Touristen werden mit 80.000 Plätzen Kapazität und einem weltweiten Vorbildcharakter“. Carsten Wettich machte direkt klar, was er und seine Mitstreiter von diesem Vorschlag hielten: „Ein Neubau kommt nicht infrage, den schließen wir aus.“

Ein solcher Schritt sei im Grundsatz denkbar. Er bringe aber erhebliche Probleme mit sich, etwa für Anwohner oder bei der infrastrukturellen Erschließung. Auch die Kostenfrage spiele eine Rolle, denn ein Ausbau würde sich finanziell nicht lohnen. Stattdessen stellte er eine andere Perspektive heraus: „Man müsste es schaffen, dass das Stadion ein Anlaufpunkt wird, der 365 Tage im Jahr genutzt wird.“ Jörn Stobbe führte diesen Gedanken noch weiter aus: „Man muss größer denken und über Olympia nachdenken. Eventuelle Probleme eines Neubaus kann man angehen. Wir wollen eine Strategie entwickeln für 2048, mit der Einbindung der Mitglieder. Alle Probleme sind lösbar in Kooperation mit der Stadt.“

Der Umgang mit der aktiven Fanszene

Gegen Ende der Veranstaltung rückte schließlich auch der Umgang mit der aktiven Fanszene sowie der Einsatz von Pyrotechnik im Stadion in den Fokus. Bezug genommen wurde dabei auf die umstrittene Messer-Choreografie aus dem Rhein-Derby im Februar diesen Jahres. Diese hatte für Aufruhr und harsche Kritik gesorgt. Unter anderem von NRW-Innenminister Herbert Reul, der damals von einem „Skandal“ sprach. Adenauer schloss sich der Kritik an und betonte: „Das ist geschmacklos und hätte es mit mir nicht gegeben.“ Jörg Alvermann widersprach: „Es ist ein Irrglaube, dass wir als Verein weiterkommen, wenn wir die Geschmackspolizei spielen. Wenn wir das verbieten, werden wir mit der Südkurve nicht weit kommen.“ Auch Jörn Stobbe stellte sich hinter diese Haltung: „Choreo ist Kunst und muss provozieren.“ Wilke Stroman hingegen zeigte sich ablehnend: „Ich fand’s drüber. Man kann eine Haltung haben und sagen: Es ist unsere Verantwortung, das muss nicht sein.“

Im gleichen Zusammenhang äußerten sich die Kandidaten auch zum Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien und zu den damit verbundenen Bedenken. Alvermann erklärte: „Pyro und Bengalos sind keine Erfindung des 1. FC Köln, sondern Teil der Fankultur. Doch wie gehen wir damit um, dass der FC dadurch solch hohe Strafen bekommt? Wenn Ängste bestehen, muss man darauf reagieren.“ FC-Vizepräsident Carsten Wettich machte hingegen deutlich: „Der Stadionbesuch beim 1. FC Köln ist sicher. Grenzüberschreitungen, die wir nicht akzeptieren, gibt es beim Thema Pyro ganz klar. Alles, was die Hand verlässt, ist ein No-Go. Das ist aber kein isoliertes Problem des FC, sondern eine Aufgabe des Verbands.“ Den bestehenden Strafenkatalog des Deutschen Fußball-Bundes bezeichnete Wettich in diesem Zusammenhang als gescheitert.

Veränderungen im Team um Jörn Stobbe

Zum Abschluss der Diskussionsrunde nutzten die Anwärter noch einmal die Gelegenheit, ein Wort an das Plenum zu richten. Tekkal begann: „Der FC steht für Werte, für die auch ich stehe. Der Fußballplatz ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es geht darum, alle Menschen zu erreichen und zu beeinflussen. Ich bin davon überzeugt, dass wir drei die beste Antwort darauf sind, weil wir das beste Spiegelbild dieser Stadtgesellschaft repräsentieren.“ Adenauer betonte: „Ich werde Werte wie Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in den Vordergrund stellen. Wir müssen zeigen, wie wichtig der Sport für die Gesellschaft ist. Für die Stadt Köln, aber auch für das ganze Land. Wenn der FC stark aufgestellt ist, dann tut das auch ganz Deutschland gut.“

Jörn Stobbe und Ulf Sobek schließlich nutzte die Bühne für eine besondere Ankündigung. „Wir glauben, dass wir vom Mitgliederrat ausgewählt wurden, weil wir in unserem Team Gedankenvielfalt darstellen.“ Dennoch kündigte Ulf Sobek das Trio personelle Veränderungen an: „Wir werden konkret darstellen, wie wir unser Team diverser und weiblicher aufstellen können. Wir freuen uns, dass wir eine absolut fachkompetente Frau an unserer Seite haben werden.“


Vom Aufstiegshelden aufs Abstellgleis? Etablierte Spieler wie Pacarada, Heintz und Co müssen sich dem Konkurrenzkampf stellen

Leart Pacarada und Dominique Heintz im Kölner Trainingslager
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Vom Aufstiegshelden aufs Abstellgleis? Etablierte Spieler wie Pacarada, Heintz und Co müssen sich dem Konkurrenzkampf stellen

Mit Rav van den Berg hat der FC bereits zehn Neuverpflichtungen getätigt. Das könnte auch Konsequenzen für einige langjährige Spieler haben beim 1. FC Köln: Einigen Aufstiegshelden droht das Abstellgleis.

In der abgelaufenen Saison wurden sie noch gefeiert, jetzt müssen sie um ihren Platz kämpfen beim 1. FC Köln: Einigen Aufstiegshelden droht das Abstellgleis. Denn der FC rüstet in allen Mannschaftsteilen gehörig für die Bundesliga auf.

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Er war in der abgelaufenen Saison einer der Dauerbrenner beim 1. FC Köln: Mit acht Vorlagen in 31 Einsätzen hatte Leart Pacarada einen gehörigen Anteil am Kölner Aufstieg. Ein Jahr zuvor in der Abstiegssaison hatte der Linksverteidiger seinen Stammplatz an Max Finkgräfe verloren. Doch in der zweiten Liga blühte der 30-Jährige auf und verdrängte mit guten Leistungen auch seinen jungen Konkurrenten wieder auf die Bank. Nun möchte der kosovarische Nationalspieler in der kommenden Spielzeit zeigen, dass er auch in der Bundesliga überzeugen kann. Doch das Blatt könnte sich erneut gegen Pacarada wenden. Denn mit Kristoffer Lund hat der FC bereits einen Linksverteidiger mit Ambitionen auf die Startelf verpflichtet und auch das Interesse an Derrick Köhn ist noch nicht gänzlich vom Tisch. Ersterer könnte Pacarada seinen Stammplatz jetzt schon streitig machen. Pacarada wurde für die Begegnung gegen Regensburg nicht nominiert.

Große Konkurrenz in der Defensive

Es könnte darum eng werden für Pacarada. Erst Recht, wenn wie geplant noch ein weiterer Linksverteidiger kommen sollte. Aber auch so ist nicht klar, auf wie viel Einsatzzeit der 30-Jährige kommen wird. Lund spielte gegen die Lombarden gut, zeigte sich vor allem offensiv gefährlich. Und auch in der Innenverteidigung, wo der kosovarische Nationalspieler in der Vorbereitung wie beim Spiel gegen Atalanta öfter ran musste, hat der FC mit Cenk Özkacar einen Linksfuß geholt. Der saß zwar im letzten Testspiel des Sommers noch auf der Tribüne, dürfte aber jetzt den Konkurrenzkampf anheizen. Und gegen Bergamo spielte auch Tom Krauß eine gute Rolle als linker Innenverteidiger. Darüber hinaus kommt auch noch Rav van den Berg dazu, der bei einer Ablösesumme von bis zu zehn Millionen Euro zumindest mittelfristig für die Startelf im Abwehrzentrum eingeplant sein dürfte. Wenn Pacarada also nicht noch wechseln sollte, könnte er in der Bundesliga trotz seiner guten Aufstiegssaison aufs Abstellgleis geraten.

Ähnlich geht es Dominique Heintz und Julian Pauli. Nachdem Letzterer vor allem vor seiner längeren Verletzung in der Hinrunde 2024/25 überzeugte, trug der Routinier vor allem nach dem ersten Drittel der Saison als Stammspieler zum Aufstieg bei. Durch die Verstärkungen in der Innenverteidigung könnte es wie bei Pacarada nun aber für beide eng werden. Bei Heintz steht sowieso die Frage im Raum, ob er noch die Qualität für die höchste deutsche Spielklasse hat. Besonders das Tempo des 32-Jährigen könnte zum Problem werden. Es könnte daher gut sein, dass der Linksfuß gegenüber Neuzugängen wie Özkacar und van den Berg das Nachsehen hat. Pauli dagegen hat bis jetzt noch nie in der Bundesliga gespielt. Es ist also nicht klar, ob das Talent schon die Reife für die erste Liga hat. Außerdem verpasste der 20-Jährige mit einem im Trainingslager erlittenen Bänderriss weite Teile der Vorbereitung und bekam so nicht die Chance, sich zu empfehlen. So droht auch dem Youngster ein Platz auf der Bank. Auch wenn die Kölner ihn deshalb vielleicht noch für Spielpraxis verleihen könnten.

Keine sicheren Plätze im zentralen und offensiven Mittelfeld

Das dürfte bei Denis Huseinbasic keine Option sein. Der 24-Jährige war in der abgelaufenen Spielzeit im zentralen Kölner Mittelfeld gesetzt und steuerte drei Tore und eine Vorlage bei. Nun ist die Konkurrenz jedoch deutlich größer und namhafter. Mit Tom Krauß kam ein potenzieller Stammspieler mit Bundesliga-Erfahrung dazu. Und Isak Johannesson war 2024/25 einer der besten Spieler der zweiten Liga, der gerade mit seiner Kreativität eine wichtige Facette ins Kölner Spiel bringen könnte. Außerdem gibt es ja sowieso noch den unumstrittenen Eric Martel. Huseinbasic hat natürlich schon eine Chance, auf Einsatzzeiten zu kommen. Dafür müsste er sich aber im Vergleich zur vergangenen Saison steigern, um nicht am Ende hinter den anderen nur Reservist zu sein. Gegen Regensburg reichte es nicht für den Kader.

Ein Konkurrenzkampf droht auch Linton Maina. Auch wenn der Außenspieler in der zweiten Liga wahrscheinlich der wichtigste Feldspieler des FC war. Aber gerade in der Offensive hinter der Spitze hat Trainer Lukas Kwasniok einige Optionen. Jakub Kaminski, Marius Bülter, Jan Thielmann, Said El Mala, Florian Kainz, Luca Waldschmidt und je nach Positionierung auch Johannesson – die Liste ist lang. Da kann auch ein Profi mit zweifellos vorhanden guten Anlagen wie Maina Probleme bekommen. So musste er im Test gegen Bergamo und auch schon zuvor in der Vorbereitung auf die linke Schienenspieler-Position ausweichen. Aber auch dort gibt es jetzt mit Lund und potenziell Köhn wie bereits beschrieben mehr Auswahl für den Coach. Trotzdem ist davon auszugehen, dass der 26-Jährige seine Chancen bekommen wird. Diese muss der Linksaußen aber auch nutzen. Ansonsten droht ihm wie einigen anderen Aufstiegshelden in der kommenden Saison die Bank.

„Spüre Aufbruchstimmung“: U21 will gegen Siegen zurück in die Erfolgsspur

Die U21 des 1. FC Köln beim Training
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„Spüre Aufbruchstimmung“: U21 will gegen Siegen zurück in die Erfolgsspur

Die Reserve des 1. FC Köln will neun Tage nach der 0:5-Abreibung bei der U21 des SC Paderborn ein anderes Gesicht zeigen und im zweiten Heimspiel den zweiten Sieg einfahren. Am Sonntag ist der Aufsteiger Sportfreunde Siegen zu Gast im Franz-Kremer-Stadion. Die Talente werden dabei auf stimmgewaltigen Support verzichten müssen beim 1. FC Köln: Die U21 empfängt die Sportfreunde Siegen.

Am Sonntag um 14 Uhr steht für die Reserve der Geißböcke das nächste Duell auf dem Plan. Und es herrscht Aufbruchsstimmung beim 1. FC Köln: Die U21 empfängt die Sportfreunde Siegen.

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Der bittere Abend in Paderborn hing der jungen Kölner Mannschaft auch beim Wochenstart noch in den Knochen. „Man hat schon gesehen, dass das bei dem einen oder anderen noch in den Klamotten ist“, konstatierte Trainer Evangelos Sbonias und verriet: „Es ist schon so, dass wir Anfang der Woche und direkt nach dem Spiel ein Stück weit mit der Mannschaft hart ins Gericht gegangen sind und die Dinge klar angesprochen haben. Wir haben die Dinge mit der Mannschaft aufgearbeitet.“ Bei der Frage, wie eine derart junge Mannschaft eine solche Demontage wegstecke, verwies der Coach auf das kommende Heimspiel gegen die Sportfreunde Siegen: „Das werden wir sehen, was die Jungs auf Parkett bringen werden.“

„Wichtig ist, aus solchen Fehlern zu lernen“

Sbonias und seine Schützlinge hätten den Blick nach der Aufarbeitung allerdings auch schnell wieder nach vorne gerichtet: „Ich spüre schon wieder Aufbruchstimmung für das Spiel gegen Siegen und nicht mehr die großen Nachwehen von dem Spiel gegen Paderborn.“ Einer der Pechvögel des vergangenen Freitags war Max Lippert. Der Linksverteidiger verursachte mit zwei Fehlpässen gleich zwei Gegentore, wurde nach dem 0:3 direkt ausgewechselt. „Ich habe nicht separat nochmal mit Max gesprochen“, verriet Sbonias, „es gibt auch kein Patentrezept, das man einem so jungen Spieler in die Hand gibt. Das sind Fehler, die passieren, die haben natürlich auch etwas mit dem Alter und der Unerfahrenheit zu tun“, erklärte der Trainer in Bezug auf den 19-Jährigen, „wichtig ist einfach, aus solchen Fehlern zu lernen und sie im besten Fall schnell abzuschalten.“

Grundsätzlich, betonte Sbonias, gefalle ihm das Wort Reaktion als Aufgabe für das kommende Heimspiel nicht: „Es ist ein sehr großes Wort, weil man aufgrund der Altersstruktur immer diese Schwankungen hat.“ Zugleich sagte der Trainer jedoch auch: „Es ist schon so, dass wir eine klare Erwartungshaltung haben, das Ganze alle zusammen gegen Siegen besser zu machen und unsere Inhalte konstanter auf den Platz zu bringen und die gravierenden Fehler schnellstmöglich abzuschalten, um konkurrenzfähig zu sein.“ Es gelte, „unser Spiel aufzudrücken und das am besten mit drei Punkten zu belohnen“.

Dabei mahnte der Übungsleiter jedoch auch: „Siegen ist kein klassischer Aufsteiger. Die erste Elf ist mit sehr viel Qualität gespickt, viel Erfahrung aus höheren Ligen, viele Spieler aus der Regionalliga.“ Die Sportfreunde seien „sehr erfahren, in der vordersten Reihe mit viel Speed und auch Spielwitz ausgestattet“. Entsprechend werde „unsere Bestleistung“ benötigt, „um die Punkte bei uns im Franz-Kremer-Stadion zu behalten“. Auf akustischen Support werden die Kölner dabei diesmal anders als in den Vorwochen verzichten müssen. Da die Bundesliga-Mannschaft des FC zeitgleich zum DFB-Pokal-Spiel bei Jahn Regensburg antritt, wird die aktive Fanszene der U21 diesmal höchstwahrscheinlich fernbleiben.

Dafür entspannt sich jedoch die Personalsituation beim FC: „Luca Lechner, Nick Zimmermann und Etienne Borie sind wieder im Training“, berichtete Sbonias, „da müssen wir schauen, wie weit sie schon in Frage kommen für den Kader.“ Definitiv fehlen werden weiterhin die Langzeitverletzten Youssoupha Niang, Bernie Lennemann, Artem Belousov, Cenny Neumann und Gabriel Miocevic.


Lukas Kwasniok bremst die Euphorie um Rav van den Berg

Fans beim Training des 1. FC Köln im neuen Jersey
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Lukas Kwasniok bremst die Euphorie um Rav van den Berg

Mit Rav van den Berg haben die Kölner spät in der Transferphase ihren Königstransfer gelandet. Um den Niederländer herrscht sicherlich auch aufgrund der hohen Ablöse jetzt schon mächtig Euphorie. Das geht den Verantwortlichen ein bisschen zu schnell beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bremst Euphorie um Rav van den Berg.

Bevor er überhaupt gegen einen Ball im Trikot des FC getreten hat, entwickelt sich der Niederländer schon zum Publikumsliebling beim 1. FC Köln: Doch Lukas Kwasniok bremst Euphorie um Rav van den Berg.

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Natürlich hatten das gute Wetter und die Sommerferien einiges dazu beigetragen, doch sicherlich waren am Donnerstag und Freitag auch zahlreiche Fans ans Geißbockheim gekommen, um den neuen Innenverteidiger bei den ersten Einheiten auf dem Platz zu sehen. Die Hoffnung in den 21-Jährigen Niederländer ist groß. Und das, obwohl Rav van den Berg zuletzt seine Erfahrung in der zweitklassigen Championship sammelte. Das Potenzial des Abwehrspielers muss groß sein, sonst hätte sich der FC die Dienste des Spielers nicht an die zehn Millionen Euro kosten lassen. Englische Medien berichten hartnäckig weiter von rund zwölf Millionen. Und schon die exorbitante Ablösesumme, immerhin die dritthöchste, die der FC je auf den Tisch gelegt hat, hat eine regelrechte Euphorie entfacht. So waren am Freitag zahlreiche Fans zum Geißbockheim und zum Dom, wo die obligatorische Andacht stattfand, gepilgert und hatten sich zuvor mit „van den Berg“-Domtrikots eingedeckt.

Keine „Wunder-Dinge erwarten“

Ob der Niederländer aber schon im Pokalspiel am Sonntag bei Jahn Regensburg zum Einsatz kommt, erscheint mindestens fraglich. Zumindest trat Kwasniok auf der obligatorischen Pressekonferenz mächtig auf die Euphoriebremse. „Ich möchte den Hinweis geben, dass gerade Rav van den Berg in den vergangenen drei Wochen nur individuell trainiert hat, nicht mehr am Mannschafts-Training zugelassen war. Deshalb sollten wir da eben auch keine Wunder-Dinge – weder von ihm noch von uns – erwarten, sondern da gilt es, ihn verantwortungsvoll dorthin zu bringen, wo wir ihn hinhaben wollen. Ich glaube, dass das eher in Richtung Länderspielpause sein wird, dass er bei 100 Prozent sein kann“, sagte Kwasniok. Die Begegnung gegen den Drittligisten dürfte für van den Berg somit deutlich zu früh kommen. Der Niederländer war bei Middlesbrough aus dem Trainingsbetrieb genommen worden, weil er sich um seine Zukunft kümmern sollte.

Die ist mittlerweile bekanntlich geklärt. Für fünf Jahre hat van den Berg beim FC unterschrieben. Es ist aber durchaus davon auszugehen, dass der Neuzugang auch schon vor der Länderspielpause zum Einsatz kommen wird. Einsatzzeit könnte dagegen Cenk Özkacar sammeln. Der Türke war auch spät vom FC verpflichtet worden. „Bei Cenk sieht es ein bisschen anders aus. Er hat zwar keine Spiele bestritten in den vergangenen Wochen, aber war schon Teil des Mannschafts-Trainings. Deshalb ist er da schon ein Stück weiter“, so Kwasniok. Ein Einsatz von Beginn an käme aber auch bei Özkacar überraschend.


Unsere Gewinner der Vorbereitung des 1. FC Köln

Jakub Kaminski spielt für den 1. FC Köln
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Unsere Gewinner der Vorbereitung des 1. FC Köln

Mit dem Pokalspiel gegen Jahn Regensburg startet der FC am kommenden Sonntag in die Pflichtspiele. In den vergangenen Wochen gab es bei den Akteuren einige Lichtblicke für den 1. FC Köln: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

Fünf Siege in sechs Testspielen – rein ergebnistechnisch blickt der FC auf eine positive Vorbereitung zurück und einige Akteure nutzen die Zeit, sich in den Vordergrund zu spielen beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

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Jakub Kaminski: Der Pole wechselte im Sommer auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg zum FC. Auch, um die Karriere noch einmal anzukurbeln. Gerade in der zweiten Halbzeit der vergangenen Saison kam der polnische Nationalspieler bei den Niedersachsen nur selten über die Rolles des Jokers hinaus. Beim FC brennt Kaminski nun ganz offensichtlich auf viel Einsatzzeit. Denn mit seinen starken Leistungen wird Trainer Lukas Kwasniok nur schwerlich an dem Schienenspieler vorbeikommen. Neben Spielfreude überzeugte der 23-Jährige mit einer beeindruckenden Torgefahr – sowohl als Schütze als auch als Vorlagengeber. Gut, dass der FC sich eine Kaufoption vertraglich gesichert hat.

Leidenschaft, Einsatz und Arbeitswille

Joel Schmied: Der Schweizer wurde im Winter als Verstärkung für die Innenverteidigung nachverpflichtet. Doch so richtig rund wollte es für Schmied in der Rückrunde nicht laufen. Der Abwehrspieler fiel immer wieder durch Unkonzentriertheiten auf, verursachte unter anderem Elfmeter, war nicht unschuldig an dem ein oder anderen Gegentor. Dementsprechend gab es durchaus Zweifel, ob Schmied ein Faktor in der Bundesliga sein werde. In der Vorbereitung zeigt der Schweizer allerdings ein ganz anders Gesicht. Von den Innenverteidigern ist Schmied nicht nur der souveränste, der 26-Jährige präsentierte sich stark in den Zweikämpfen und war wichtig im Aufbauspiel. Schmied könnte sich so einen Startelf-Platz für Regensburg verdient haben.

Jan Thielmann: Der mittlerweile Ex-U21-Nationalspieler startete aufgrund der Europameisterschaft erst verspätet in die Vorbereitung. Dennoch schaffte es Thielmann, Trainer Kwasniok von seine Qualitäten insbesondere in Sachen Leidenschaft, Einsatz und Arbeitswille zu überzeugen. Der Kölner Coach wird zumindest nicht müde, die Qualitäten des Kölner Eigengewächses hervorzuheben. Auch wenn bei Thielmann nicht alles rund laufen will, hat er mit Kwasniok einen starken Befürworter und rechtfertigte gegen Bergamo seine Startelf-Aufstellung.

Mehr als nur ein Backup

Tom Krauß: Der Mittelfeldspieler wurde wie unter anderem Kaminski ausgeliehen, allerdings gibt es im Gegensatz zum Polen bei Krauß eine Kaufpflicht. Bislang kam der gebürtige Leipziger allerdings nicht wie erwartet zum Einsatz, Krauß spielt in den Planungen von Trainer Kwasniok offenbar in der Innenverteidigung eine zentrale Rolle. Der 24-Jährige gestaltet fast schon Libero-like das Spiel. Eine Rolle, die in der vergangenen Saison unter Gerhard Struber gerne von Eric Martel übernommen wurde. Durch die Verpflichtung von Tom Krauß kann Martel nun auch offensivere Aufgaben übernehmen. Ob der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Saison dann auf viel Einsatzzeit kommt, hängt sicherlich auch von weiteren möglichen Neuverpflichtungen ab, denn bekanntlich hat der FC mit Rav van den Berg noch einmal nachgelegt.

Sebastian Sebulonsen: Der Norweger ist erst seit wenigen Wochen bei den Geißböcken, hat sich aber zumindest sportlich bestens eingefügt. Der 25-Jährige ist ganz sicher mehr als der gesuchte Backup für Jusuf Gazibegovic. Vielmehr hat Sebulonsen das direkte Duell mit dem Bosnier bereits angenommen und könnte nach seinen bisherigen Auftritten durchaus die Nase vorne haben. Gerade in der Vorwärtsbewegung sorgte der Norweger für deutlich mehr Gefahr als Gazibegovic.


Justin Diehl nur ein Beispiel: Große Erwartungen nach Abgang vom 1. FC Köln bleiben unerfüllt

OF Justin Diehl jubelt für den VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Justin Diehl nur ein Beispiel: Große Erwartungen nach Abgang vom 1. FC Köln bleiben unerfüllt

Vor einem Jahr war er das nächste große Talent, das den FC verlassen hatte: Justin Diehl ging damals zum VfB Stuttgart. Dort lief es für ihn aber nicht rund, der Youngster soll vor einer Leihe stehen. An ihm zeigt sich bei der Talenteflucht beim 1. FC Köln: Ein Wechsel lohnt sich nicht immer.

Es ist ein sehr empfindliches Thema für die FC-Fans. Immer wieder sind Talente in den vergangenen Jahren von den Kölnern weggegangen, um woanders ihr Glück zu probieren. Aber es zeigt sich bei der Talenteflucht beim 1. FC Köln: Ein Wechsel lohnt sich nicht immer.

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Es war ein Wechsel mit einigen Nebengeräuschen: Justin Diehl wurde für längere Zeit beim FC in die zweite Mannschaft verbannt, weil das Talent seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Im Winter wurde der Youngster dann unter dem neuen Trainer Timo Schultz wieder zu den Profis geholt, aber kurz vor seinem Wechsel nach Stuttgart am Ende der Spielzeit 2023/24 aus disziplinarischen Gründen suspendiert. Beim VfB sollte dann möglichst alles besser laufen für den Flügelspieler. Aber auch wegen Verletzungen kam er kaum auf Einsatzzeiten. Neun Spiele in allen Wettbewerben, gerade mal 156 Minuten mit einem Tor und einer Vorlage. Bei der zweiten Mannschaft der Schwaben lief es für Diehl auch nicht besser. Darum soll der 20-Jährige nach einer Saison zum Vergessen wohl zum VfL Bochum verliehen werden.

Perspektive bei anderen Vereinen nicht immer besser

Diehl hatte den FC damals auch wegen einer aus seiner Sicht fehlenden Perspektive verlassen. Jetzt zeigt sich jedoch, dass diese für ihn in Stuttgart nicht sonderlich anders ist, als sie wahrscheinlich in Köln gewesen wäre. Damit ist der Flügelspieler ein gutes Beispiel dafür, dass ein Weggang aus der Domstadt nicht automatisch eine besseren Perspektive bedeutet. Natürlich ist der Durchbruch in der ersten Mannschaft beim 1. FC Köln nicht einfach, gerade jetzt nach den vielen Neuverpflichtungen des Sommers. Aber vor der gleichen Herausforderung stehen die Talente auch bei anderen Mannschaften.

Justin von der Hitz etwa kam nach seinem ablösefreien Wechsel zum 1. FC Nürnberg in diesem Sommer an den ersten beiden Spieltagen noch nicht zum Einsatz, auch wenn der Youngster immerhin im Kader stand. Nur bei der zweiten Mannschaft durfte er am dritten Spieltag der Regionalliga Bayern einmal über 90 Minuten ran. Ein weiteres Beispiel ist Matti Wagner, der 2024 zur SpVgg Greuther Fürth ging. Dort konnte der Linksverteidiger sich aber nicht durchsetzen, spielte nur 14 Minuten in der Hinrunde. Im Winter wurde der Defensivspieler dann in die dritte Liga zu Rot-Weiß Essen verliehen, jetzt im Sommer dann zu Alemannia Aachen. Ein Weg, den Wagner wahrscheinlich ähnlich auch bei den Geißböcken hätte gehen können.

Argumente in Verhandlungen für die Geißböcke

Natürlich gibt es aber auch Fälle, bei denen ein Transfer sinnvoll war. Wie zum Beispiel bei Jens Castrop Abgang 2023 nach Nürnberg, nachdem der Mittelfeldspieler schon anderthalb Jahre lang dorthin verliehen war. Beim FCN war der 22-Jährige Stammspieler, ehe er jetzt im Sommer den nächsten Schritt wagte und zu Borussia Mönchengladbach ging. Trotzdem zeigt sich an den vorherigen Beispielen, dass die Perspektive der jungen Spieler nicht automatisch besser ist, wenn sie sich für einen neuen Verein und dessen Entwicklungsplan entscheiden. Das kann für den FC durchaus ein Argument in den Verhandlungen mit Talenten sein und zeigen, wie realistisch die aufgezeigten Pläne der Kölner und anderer Vereine sind.

Gleichzeitig haben auch einige Eigengewächse bei den Geißböcken in den vergangenen Jahren debütiert und beziehungsweise oder ihren Durchbruch gefeiert. Sei es ein Damion Downs, Max Finkgräfe oder Julian Pauli. Ihre Wege zeigen, dass die Entwicklung in Köln gelingen kann. Und vielleicht schaffen die Kölner Verantwortlichen es in Zukunft besser, diese Argumente den Talenten nahezubringen. Ein Indiz dafür könnte die Verpflichtung Maik Afri Akumu von Hertha BSC Berlin sein. Mit dem 17-Jährigen haben die Kölner ein großes Talent seines Jahrgangs vom Weg beim FC überzeugen können. Nun wird es in den nächsten Jahren spannend zu sehen sein, ob der Offensivspieler eher den umgekehrten Weg von Diehl, Wagner und Co. oder von Castrop gehen wird.

Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän beim 1. FC Köln

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach
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Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän beim 1. FC Köln

Sehr oft wurde Lukas Kwasniok in seiner Zeit beim FC schon gefragt, wer denn der neue Kapitän werde. Mit einer Antwort hat sich der Trainer Zeit gelassen. Nun soll laut Sky eine Entscheidung feststehen: Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän des 1. FC Köln.

In der abgelaufenen Saison führte noch Timo Hübers die Kölner als Spielführer aufs Feld. Nun scheint es auf dieser Position einen Wechsel zu geben: Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän des 1. FC Köln. Das berichtet Sky-Reporter Marlon Irlbacher.

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Seit einigen Wochen schon trainiert Lukas Kwasniok seine Mannschaft beim 1. FC Köln. Eine Entscheidung hat der Trainer aber bis zum Pflichtspielstart immer weiter aufgeschoben: die Kapitänsfrage. „Es ist ein Zeichen nach Außen für die Menschen. Aber nach Innen brauchst du die Binde nicht, um ein Führungsspieler zu sein. Es ist halt Show nach Außen, wer die Münzwahl gewinnt“, sagte der Coach zum Beispiel vor dem letzten Testspiel des Sommers gegen Atalanta Bergamo. Nun scheint ein Profi aber die „Münzwahl“ des Trainers gewonnen zu haben: Laut Sky-Reporter Marlon Irlbacher wird Marvin Schwäbe der neue Spielführer beim 1. FC Köln. Dabei wird sein Ersatz im Tor, Ron-Robert Zieler, auch sein Stellvertreter beim Kapitänsamt. Das vermeldete Irlbacher auf „X“.

Nachfolger von Timo Hübers

Schwäbe übernimmt damit die Binde von Timo Hübers, der die Mannschaft in der abgelaufenen Saison angeführt hatte. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Spielzeit sportlich aber nicht vollends überzeugt. Das dürfte auch ein Aspekt bei Kwasnioks Entscheidung gewesen sein. Da mit Schwäbe und Zieler aber nun zwei Torhüter die etatmäßigen Spielführer sein sollen, braucht es noch einen Feldspieler, der mit dem Schiedsrichter reden darf. Grund dafür ist die vor einem Jahr eingeführte Kapitänsregel. Laut Irlbacher soll diese Rolle aber auch nicht Hübers übernehmen, sondern Mittelfeldspieler Eric Martel. Der 23-Jährige war auch als einer der Kandidaten für die Binde gehandelt worden und scheint demnach zumindest der Feldspieler zu sein, den der Coach am ehesten für die Rolle geeignet sieht.

Nach zwei Jahren, in denen die Fans nicht zu hundert Prozent mit dem jeweiligen Kapitän, Florian Kainz beziehungsweise Hübers, zufrieden waren, soll nun wohl also Schwäbe die Mannschaft anführen. Der Keeper war in der abgelaufenen Spielzeit einer der Leistungsträger und gehörte auch so bereits zu den Führungsspielern. Jetzt wird er in seinem neuen Amt wohl auch nach außen noch mehr als solcher in Erscheinung treten.

Eric Martel zu den Transfers des 1. FC Köln: „Genau die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen“

Eric Martel im Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Eric Martel zu den Transfers des 1. FC Köln: „Genau die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen“

Am Sonntag geht es endlich wieder los. Dann startet der FC im Pokal gegen Jahn Regensburg in die Saison. Davor zog Mittelfeldspieler Eric Martel ein Fazit der Vorbereitung beim 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel vor dem Pflichtspielstart.

Mit Isak Johannesson und Tom Krauß sind auch zwei Spieler für das zentrale Mittelfeld beim FC gekommen. Trotzdem gilt Eric Martel weiter als zentrale Figur im Spielfeldzentrum der Kölner. Vor dem Pokalspiel gegen Jahn Regensburg sprach der 23-Jährige nun über die Vorbereitung beim 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel vor dem Pflichtspielstart.

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Er war einer der drei Spätstarter in die Kölner Vorbereitung: Gemeinsam mit Jan Thielmann und Said El Mala stieß Eric Martel erst zum Trainingslager zur Mannschaft dazu. Davor hatte der zentrale Mittelfeldspieler noch Sonderurlaub wegen seines Einsatzes für Deutschland bei der U21-EM. Inzwischen ist der 23-Jährige aber auch schon seit einigen Wochen im Training und konnte sich an die neue Spielphilosophie von Trainer Lukas Kwasniok gewöhnen. Jetzt fiebert Martel dem Start entgegen. „Ich glaube, das letzte Testspiel hat gezeigt, dass wir startklar sind. Ich freu mich auch schon richtig. Jeder Fußballer weiß, dass so eine Vorbereitung anstrengend ist. Und man ist dann auch relativ froh, wenn es dann wieder losgeht“, so der ehemalige U21-Nationalspieler nach dem Training am Donnerstag.

Überzeugt von den Zugängen

In den Testspielen kam Martel dabei häufig auf der Doppelsechs zusammen mit Isak Johannesson zum Einsatz. Eine Kombination, die etwa gegen Atalanta Bergamo sehr gut funktioniert hat. Das findet auch der ehemalige Kapitän der deutschen U21: „Es passt sehr gut. Ich glaube, wir ergänzen uns gut, in dem, was wir können. Ich geh mal davon aus, dass das Ganze auch gut auf dem Feld funktionieren wird.“ Neben dem Isländer hat der FC aber auch einige weitere Neuzugänge geholt. Für Martel jedoch kein Problem: „Wir sind alle Fußballer, ticken alle irgendwie gewissermaßen ähnlich. Deswegen ist es eigentlich recht schnell, sich da einzufinden.“ Dabei hilft der 23-Jährige auch als Führungsspieler mit: „Wenn jemand Hilfe braucht, dann kann er sich immer an mich wenden. Ich versuche auch, dann den Neuzugängen immer ein gutes Gefühl gleich zu geben und denen auch auf dem Platz weiterzuhelfen. Und einfach positiv immer zusprechen. Das ist am Anfang immer das Wichtigste.“ Die Transfers selber findet Martel dabei gut. „Es ist auf jeden Fall ein positiver erster Schritt. Also ich find die Transfers, die wir jetzt getätigt haben, sind eigentlich genau die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen“, so der frühere Leipziger.

In Köln könnte ihm in der kommenden Saison auch eine neue Rolle zukommen. Denn eine Aufgabe beim FC, die Kwasniok bisher noch nicht vergeben hat, ist die des Kapitäns. Martel dürfte dabei einer der Kandidaten sein. Schon bei der U21-EM hatte der 23-Jährige die deutsche Mannschaft als Spielführer aufs Feld und bis ins Finale geführt. Winkt ihm diese Rolle nun auch im Verein? Der Führungsspieler hält sich da selber noch bedeckt. „Das wird der Trainer dann verkünden“, meint Martel nur auf Nachfrage.

Blick auf den Pokal

Die erste Prüfung steht für die neuformierte Kölner Mannschaft nun am Wochenende in der ersten Runde des DFB-Pokals an. Mit Jahn Regensburg erwartet den FC ein Gegner, den auch Martel im Pokal bereits aus leidvoller Erfahrung kennt. Denn beim Aus in der ersten Runde 2022 gegen den damaligen Zweitligisten war der Mittelfeldspieler bereits beim 1. FC Köln und auch im Kader, blieb jedoch ohne Einsatzminute. Ein solches blamables Auftreten soll sich dieses Jahr nicht wiederholen. „Wir müssen die selbe Energie wie im Spiel gegen Atalanta aufs Feld bringen. Wir wissen ganz genau, dass das ein ganz anderes Spiel sein wird gegen die Regensburger. Zumal es ein Pokalspiel ist. Für die ist es auch ein richtiges Highlight-Spiel“, so der 23-Jährige.

Für ihn ist es dabei auch eine Rückkehr in die Heimat. In der Jugend hatte er bei Regensburg gespielt. Daher freut sich Martel besonders auf den Trip in Richtung von Freunden und Familie. Dabei ist die Motivation im Pokal durch den Viertelfinaleinzug in der abgelaufenen Saison nochmal höher. „Wir wissen jetzt auf jeden Fall, was möglich ist, wie weit wir es schon geschafft haben. Und wie gesagt, man sieht, im Pokal ist alles möglich.“

Nach Millionen-Transfer: Rav van den Berg trainiert das erste Mal mit der Mannschaft

Rav van den Berg im Training des 1. FC Köln
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Nach Millionen-Transfer: Rav van den Berg trainiert das erste Mal mit der Mannschaft

Am Mittwoch war Rav van den Berg als zehnter Neuzugang des FC vorgestellt worden. Nur einen Tag später war der Innenverteidiger schon voll dabei am Geißbockheim: Rav van den Berg trainiert das erste Mal beim 1. FC Köln mit.

Nach dem Millionen-Transfer bleibt dem FC-Neuzugang nicht viel Zeit, um sich einzugewöhnen: Rav van den Berg trainiert das erste Mal beim 1. FC Köln mit.

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Er ist einer der teuersten Kölner Zugänge überhaupt: Für kolportierte acht Millionen Euro und mögliche zwei Millionen Euro an Bonuszahlungen holte der 1. FC Köln Rav van den Berg aus der zweiten englischen Liga vom FC Middlesbrough in die Domstadt. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt dem Innenverteidiger aber nicht. Denn schon knapp 24 Stunden nach der offiziellen Verkündung ist der Neuzugang direkt voll dabei und absolviert heute sein erstes Mannschaftstraining. So können ihn auch die Kölner Fans das erste Mal in Augenschein nehmen.

Wie schnell kann van den Berg helfen?

Für van den Berg wird es jetzt darum gehen, sich möglichst schnell an die neue Spielphilosophie von Trainer Lukas Kwasniok zu gewöhnen. Mit seinen Stärken in der Zweikampfführung und seiner guten Spieleröffnung passt der Niederländer dabei sehr gut in das System seines neuen Trainers. Diese Qualitäten betonte auch Sportdirektor Thomas Kessler bei der Vorstellung des 21-Jährigen: „Er verfügt über eine starke physische Präsenz, ausgeprägte Athletik sowie Qualitäten im Zweikampf und in der Spieleröffnung. Mit diesem Profil wird er unserem Defensivverbund zusätzliche Stabilität und Variabilität verleihen.“

Und vielleicht kann der Neuzugang das ja sogar schon im ersten Pflichtspiel der Saison im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg zeigen. Denn bei der Höhe der Ablösesumme dürfte der Niederländer auch als Soforthilfe eingeplant sein. Um am kommenden Sonntag aber direkt in der Startelf zu stehen, muss sich van den Berg im Training ins Zeug legen und Kwasniok damit überzeugen. Dabei wäre es aber auch völlig normal, wenn der 21-Jährige in seinem jungen Alter noch eine etwas längere Eingewöhnungszeit brauchen sollte. Denn neben dem System muss der Innenverteidiger erstmal noch seine Nebenleute kennenlernen und sich in einem neuen Land einleben. Trotzdem können sich die FC-Fans Hoffnung machen, van den Berg schon gegen Regensburg nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch auf dem Spielfeld genauer in Augenschein nehmen zu können.

Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Mit der Verpflichtung von Rav van den Berg hat der FC zehn Spieler in diesem Sommer verpflichtet. Bislang haben die Geißböcke deutlich mehr als 20 Millionen Euro investiert, weitere könnten folgen. Nur einmal war es mehr. Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

Historisch war die Transfersperre, die den FC in der vergangenen Spielzeit umgeben hat. Keine Spieler dürften die Kölner im vergangenen Sommer registrieren. Nun sieht die Welt ganz offensichtlich anders aus. Der FC nimmt wieder ordentlich Geld in die Hand für die Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

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Plötzlich ging alles ganz schnell. Rav van den Berg hat am Dienstag seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieben und ist damit Neuverpflichtung Nummer zehn für diesen Transfersommer. Der Niederländer kommt vom FC Middlesbrough, soll beim FC eine tragende Rolle übernehmen und dann vermutlich auch eines Tages einen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Aktuell belastet der Transfer das Kölner Konto dann doch schon erheblich. Wie tief die Kölner nun wirklich in die Tasche gegriffen haben, ist nicht ganz klar. Während in Deutschland eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro genannt wird, berichten englische Medien sogar von elf Millionen Pfund, also rund zwölf Millionen Euro. Eine stolze Summe. Eine Summe, die den 21-Jährigen direkt in die Top-drei der teuersten Neuverpflichtungen der Kölner Vereinsgeschichte feuert.

2017 wurden fast 40 Millionen investiert

Den Rekord hält nach wie vor Jhon Cordoba, den die Kölner 2017 für rund 17 Millionen Euro aus Mainz verpflichteten. Für Lukas Podolski legten die Geißböcke 2009 zehn Millionen auf den Tisch, für Sebastiaan Bornauw 2019 um die acht. Van den Berg weiß zwar noch nicht die ganz große Erstliga-Erfahrung vorzuweisen, das Potenzial des U21-Nationalspielers der Niederlande wird als besonders hoch eingeschätzt. Hoch sind auch die Ausgaben, die der FC in diesem Sommer damit verzeichnet. Insgesamt hat Thomas Kessler (inklusive Trainer Lukas Kwasniok) knapp 25 Millionen Euro in die Hand genommen. Möglicherweise kommen fünf weitere für Derrick Köhn dazu, der ebenfalls noch eine Option auf eine Neuverpflichtung sein soll. Schon jetzt hat der FC in einer Transferperiode mehr ausgegeben als in den vergangenen vier Spielzeiten zusammen.

Zur Saison 2020 investierte Köln laut transfermarkt.de knapp 20 Millionen Euro in den Kader. Ein Jahr zuvor waren es sogar etwas mehr als 20 Millionen. Die Rekord-Investition gab es zur Europapokal-Saison 2017. Damals schmiss der FC rund 40 Millionen Euro in den Ring, alleine 17 für Cordoba. Der Ausgang der Spielzeit ist bekannt. Nach den Jahren des Sparens hat der FC nun offenbar einen neuen Ansatz gewählt. Auch, weil es durch die Verkäufe von Jonas Urbig, Max Finkgräfe und Damion Downs frisches Geld gegeben hat. Thomas Kessler nimmt wieder Geld in die Hand, um die Gefahr eines weiteren Abstiegs möglichst gering zu halten. Dass der Klassenerhalt trotz der Investitionen aber kein Selbstläufer wird, zeigt der Blick auf den Kaderwert-Vergleich der Liga. Da liegen die Kölner trotz der Neuverpflichtungen auf Rang 15. Der Abstand zu Union Berlin auf Platz 14 beträgt mehr als 40 Millionen Euro.