Das erwartet den 1. FC Köln gegen Fürth: Standards, Top-Speed und Fairplay

Denis Huseinbasic und den 1. FC Köln erwartet eine schwere Aufgabe
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Das erwartet den 1. FC Köln gegen Fürth: Standards, Top-Speed und Fairplay

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Hertha BSC steht für den 1. FC Köln das nächste wichtige Spiel in der Liga vor der Tür. Am Freitagabend gastiert das Team von Gerhard Struber beim Kleeblatt. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Greuther Fürth.

Der Tabellenzweite trifft am Freitagabend auf den Tabellenvierzehnten. Gegen Fürth wollen die Geißböcke nun wieder Punkte einfahren. Doch eine leichte Aufgabe wird das nicht. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Greuther Fürth.

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Aktuelle Form: Das Team von Trainer Jan Siewert unterliegt in der Rückrunde bislang sehr großen Schwankungen. Nachdem die Fürther aus den ersten sechs Spielen des Jahres jeweils dreimal als Sieger und dreimal als Verlierer vom Platz gingen, änderte sich die Situation in den vergangenen Wochen ein wenig. Nach einem 2:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf warten die Kleeblätter nun schon seit vier Ligaspielen auf einen Sieg. Auf den Erfolg in Düsseldorf folgten ein Remis gegen Magdeburg (1:1), eine deutliche 0:3-Niederlage im Derby in Nürnberg sowie ein wildes Unentschieden gegen Schalke 04 (3:3). In der vergangenen Woche gastierten die Mittelfranken in Darmstadt, doch auch bei den Lilian musste sich die Spielvereinigung erneut geschlagen geben (0:1). In der Rückrundentabelle belegt das Team von Siewert mit 14 Punkten den elften Platz und steht damit im Mittelfeld der Liga.

Stärken und Schwächen

Standards: Mit sechs zugesprochenen Elfmetern haben die Franken gemeinsam mit Ulm die zweitmeisten Strafstöße aller Teams erhalten. Einzig Fortuna Düsseldorf bekam in dieser Saison noch einen Elfmeter mehr als die Fürther. Von diesen sechs Versuchen verwandelten die Kleeblätter fünf Stück und scheiterten einmal am Schlussmann des Gegners. Insgesamt erzielten die Mittelfranken bereits 18 Tore nach Standards. Topwert!

Top-Speed: Winterneuzugang Felix Klaus gehört zu den schnellsten Spielern der gesamten 2. Bundesliga. Mit 36,56 km/h ist der ehemalige Düsseldorfer in dieser Statistik der zweitschnellste Akteur. Einzig Joel Grodowski, der aktuell von Preußen Münster an Arminia Bielefeld ausgeliehen ist, kann den Offensivspieler hier mit 36,51 km/h überbieten.

Faire Spielweise: Die Kleeblätter gehören in dieser Saison zu den fairsten Teams, denn in den bisherigen 28 Ligaspielen foulten die Fürther 283 Mal den Gegner. Nur Fortuna Düsseldorf und die SV Elversberg langten mit 281 Fouls noch weniger hin. Auch bei den Gelben Karten gehören die Grün-Weißen zu den Teams mit den wenigsten. Mit lediglich 58 erhaltenen Verwarnungen bekamen die Fürther hinter Elversberg und Paderborn, die jeweils eine Karte weniger als Fürth erhielten, die zweitwenigsten Karten der Liga.

Topspieler

Im Fokus: Mit Noel Futkeu hat Fürth eine der Entdeckungen der Saison im Kader. Nachdem der Stürmer im Sommer 2023 zur zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt gewechselt und auch einmal für die Profis der Adler zum Einsatz gekommen war, zog Futkeu vor der aktuellen Saison an den Ronhof weiter. Hier wusste der 22-Jährige direkt zu überzeugen. Sofort gehörte der Offensivspieler zum Stammpersonal der Fürther und zahlte dieses Vertrauen auch mit Toren und Vorlagen zurück. So kommt der Rechtsfuß in der laufenden Spielzeit bislang auf neun Tore und drei Vorlagen. Damit ist er der Top-Scorer im Team von Trainer Jan Siewert ist.

Neben seiner guten Quote zeichnet sich der Rechtsfuß auch durch sein hohes Tempo aus, mit dem er der gegnerischen Abwehr immer wieder Probleme bereitet. Auch ist Futkeu in der Offensive flexibel einsetzbar. So kann der 22-Jährige als Mittelstürmer, Hängende Spitze oder Rechtsaußen agieren und gibt den Fürthern so viel Varianz im Angriffsspiel.

Taktik

Formation/Taktik: Trainer Jan Siewert lässt seine Mannschaft n der Regel im 3-4-3 System auflaufen. Dabei setzt der Coach im eigenen Ballbesitz auf einen spielerischen Ansatz. Sowohl Torwart Nahuel Noll, als auch die Feldspieler versuchen es in jeder Situation mit gepflegtem Aufbauspiel und verzichten so gut wie immer auf den langen Ball nach vorne. In der Offensive sind die Fürther mit Futkeu, Hrgota und Klaus sehr flexibel. Die Drei tauschen während des Spiels immer wieder ihre Positionen und sorgen so für Verwirrung bei den Gegnern.

Die Schienenspieler rücken bei jedem Angriff mit nach vorne und stellen damit weitere Anspielmöglichkeiten im letzten Drittel dar. Beim Offensivspel vom Gegner halten die Kleeblätter das Zentrum immer sehr kompakt und versuchen, den Gegner auf die Außen zu drängen. Um das Zentrum dichtzuhalten, lässt Siewert auf der Sechs häufig einen gelernten Innenverteidiger spielen, der bei eigenem Ballbesitz als Absicherung agiert und sich beim Angriff des Gegners in die letzte Kette fallen lässt. Besonderes Augenmerk liegt auf Keeper Noll. Dieser legte teilweise eine riskante Spielweise an den Tag und ging auch manchmal in die Duelle mit dem gegnerischen Stürmer.

Das sagen die Trainer

Gerhard Struber über Fürth: „Fürth ist eine Mannschaft, die richtig viel Umschaltpower hat, sehr geradlinig im Spiel nach vorne ist und in der letzten Linie sehr viel Tempo besitzt. Mit Futkeu und Klaus haben sie zwei Spieler mit sehr viel Dynamik für ihr Spiel. Auch haben sie Spieler im Zentrum, die sehr gut zocken können. Hrgota ist ihr Schlüsselspieler und es ist einfach eine Mannschaft mit einem guten Kollektiv. Sie haben viel Erfahrung in der Liga und es wird ein sehr schwieriges Spiel.

Fürth-Trainer Jan Siewert über den FC: „Köln ist die Mannschaft, die die wenigsten xGoals gegen sich zulässt. Sie haben eine hohe Intensität, wenn sie die Tiefe bedrohen, aber auch über Phasen hinweg immer wieder Dominanz ausstrahlen. Das gilt es zu verhindern.

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Personal Fürth: Die Fürther müssen gegen den FC lediglich auf Sacha Bansé (Innenbandverletzung) verzichten. Alle anderen Profis stehen Trainer Siewert zur Verfügung.

Mögliche Aufstellung Fürth: Noll – Loosli, Quarshie, Itter – Asta, Dietz, Consbruch, Massimo – Klaus, Hrgota – Futkeu



Wankelmut statt Zuverlässigkeit: Dem 1. FC Köln fehlt die Konstanz

Enttäuschung pur: Die Spieler des 1. FC Köln nach der 2:3-Niederlage
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Wankelmut statt Zuverlässigkeit: Dem 1. FC Köln fehlt die Konstanz

Beim FC herrscht in dieser Saison statt Konstanz eher Wankelmut. Kaum ein Akteur konnte durch gleichbleibende Leistungen überzeugen. Das findet sich auch im Spielerischen und Taktischen wieder. Dem 1. FC Köln fehlt die nötige Konstanz.

Mal mit mehr Ballbesitz und Dominanz gegen ein Top-Team, dann wiederum ohne kreative Ideen und mit passiver Spielweise. Dem 1. FC Köln fehlt die nötige Konstanz.

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Luca Waldschmidt gehörte am Samstagabend einer der positiven Momente beim FC. Der ehemalige Nationalspieler nahm einen Ball direkt und prüfte damit Hertha-Keeper Tjark Ernst aus rund zehn Metern. Ernst entschied das Duell für sich. Anschließend tauchte der Offensivspieler wieder ab. Zuvor war ein Schuss Richtung Oberrang der wohl größte erinnerungswürdige Arbeitsnachweis. Hätte Waldschmidt getroffen, wäre es die vierte entscheidende Torbeteiligung in Folge gewesen – wenn in diesem Fall auch erst einmal „nur“ der Ausgleich. Möglicherweise wäre dann ein wenig untergegangen, dass der 28-Jährige am Samstagabend nicht gerade seinen besten Tag erwischte. Zumindest strahlte der gebürtige Siegener nicht mehr die Präsenz der vergangenen Wochen aus. Waldschmidt kam gerade einmal auf 30 Ballkontakte und damit sechs mehr als Florian Kainz, der in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Die Spieler des 1. FC Köln gehen durch Hochs und Tiefs

Beide Akteure stehen auch ein wenig symptomatisch für ein Kernproblem der Geißböcke. Es fehlt nicht nur in den Ergebnissen (der Rückrunde) die nötige Konstanz, um etwas geräuschloser durch die 2. Bundesliga zu driften oder den Aufstieg frühzeitig in trockene Tücher zu bringen. Zahlreiche Leistungsträger bewegen sich in dieser Spielzeit nicht auf einem gleich bleibend hohen Niveau. Waldschmidt hatte zu Saisonbeginn einige Male seine Probleme, überhaupt zum Einsatz zu kommen, saß im Februar zwei Mal 90 Minuten komplett auf der Bank und war in den vergangenen Spielen zumindest nach den Torbeteiligungen aber ein Unterschiedsspieler, nun blieb der Offensivspieler gegen Hertha wieder erstaunlich blass. Kainz war zu Saisonbeginn verletzt, kam erst zum Rückrundenstart besser in Fahrt, der Ex-Kapitän ist aktuell aber eben auch kein wirklicher Faktor bei den Geißböcken.

Nachdem die Geißböcke in der vergangenen Spielzeit eher selten Ausreißer nach oben hatten, waren es in der Premierensaison unter Steffen Baumgart eben nur ganz selten Ausreißer in die andere Richtung. Nun aber scheint der Wankelmut in die Leistungen der Spieler gekommen zu sein und das nahezu durch die Bank weg. Auch die Kölner Topscorer Linton Maina, Tim Lemperle und Damion Downs gingen in dieser Spielzeit durch Hochs und Tiefs. Mal mit Ladehemmungen, mal mit den entscheidenden Treffern. Die Kette dahinter entwickelte mal die entscheidenden Momente, um dann überhaupt keine Spielidee auf den Platz zu bringen. Die Außenverteidiger sammelten Torbeteiligungen, schlugen dann aber auch zahlreiche Flanken zum Gegner. Kaum ein Mannschaftsteil blieb von den Schwankungen verschont.

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Nur wenige Akteure können gänzlich überzeugen

Neben Eric Martel, Marvin Schwäbe und Dominique Heintz, der gegen Hertha BSC ebenfalls nicht seinen besten Tag erwischte, finden sich nur wenige Akteure im Kader, die in dieser Spielzeit gänzlich überzeugen konnten. Die große Kölner Konstante ist in dieser Saison viel eher die Inkonstante innerhalb der Mannschaft. Und so passt es irgendwie, dass sich das auch im taktischen, spielerischen Bereich wiederfindet. Mal haben die Kölner mehr Ballbesitz, treten gegen ein vermeintliches Topteam dominant auf, lassen sich dann aber von einem Kellerkind in die eigene Hälfte drücken und überlassen dem Gegner das Spielgerät. Für einen Aufstiegsaspiranten ist der FC in vielen Teilen einfach zu heftigen Schwankungen ausgeliefert. Doch wie der Saisonverlauf eindrucksvoll bewiesen hat, ist das kein rein kölsches Problem. Zum Glück. So hat der FC noch alle Chancen.

Der 1. FC Köln befindet sich erneut im Schneckenrennen – und es wird bis zum Ende eng bleiben

Gerhard Struber wirkt enttäuscht
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Der 1. FC Köln befindet sich erneut im Schneckenrennen – und es wird bis zum Ende eng bleiben

Der Kampf um den Aufstieg in Liga zwei ist spannend wie selten zuvor. Selbst der Tabellenzehnte aus Karlsruhe darf sich noch – wenn auch geringe – Aufstiegshoffnungen machen. Es bleibt bis zum Ende eng im Aufstiegskampf für den 1. FC Köln.

Die Liga ist in dieser Saison bekanntlich so eng wie selten zuvor. Nach dem 28. Spieltag befinden sich noch zehn Teams in der Verlosung um den Aufstieg. Es bleibt bis zum Ende eng im Aufstiegskampf für den 1. FC Köln.

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Die Niederlage gegen Hertha BSC ärgerte die Kölner Verantwortlichen dann doch. Zwar war am Ende des Tages mit Blick auf die Tabelle nicht so wirklich viel passiert, der FC hätte aber bereits einen großen Satz Richtung Bundesliga-Rückkehr machen können. Doch die Chance hat Köln liegen lassen. Noch in der vergangenen Spielzeit sprach der damalige Coach Steffen Baumgart von einem Schneckenrennen um den Klassenerhalt, es wurde eins. Nun gibt es in der 2. Bundesliga ein ähnliches Schneckenrennen um den Aufstieg und vermutlich eins, dass sich für Köln ebenfalls erst kurz vor knapp entscheiden wird. Denn auch wenn der FC die vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz gehalten hat, hat sich die Tabelle weiter zusammengeschoben. Zwischen Tabellenführer Hamburg und dem Relegationsplatz befinden sich genau sechs Zähler. Sechs Spieltage vor Saisonschluss bereits eine kleine Bank, allerdings keine Sicherheit.

Noch nie zehn Teams so spät noch in der Verlosung

Denn die Liga zeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Neun Mal war der Abstand zwischen Rang eins und Rang drei seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel sogar kleiner. Und doch ist die Liga auch weiterhin spannend wie selten zuvor. Denn tatsächlich macht sich nun auch der KSC wieder leise Hoffnungen auf den Relegationsplatz. Auch zwischen dem 1. FC Magdeburg auf Rang drei und dem Tabellenzehnten liegen gerade einmal sechs Punkte. Und dann ist man doch wieder schnell im Bereich der historisch engen 2. Bundesliga. Noch nie betrug der Abstand zwischen Relegationsplatz und zweistelligen Tabellenrang nach dem 28. Spieltag weniger als sechs Punkte. Erst einmal durfte sich nach dem 28. Spieltag auch der Tabellenneunte noch Hoffnungen machen. Und das ist mittlerweile 24 Jahre her.

Wenn der Maßstab für eine realistische Chance sechs Punkte sechs Spieltage vor Saisonende sein würde, dann waren es im Schnitt sechs Mannschaften, die sich in der Vergangenheit zu diesem Zeitpunkt noch in der Verlosung befunden haben. Dass die Liga in dieser Spielzeit so eng ist, hat natürlich Gründe. Es gibt in dieser Saison nicht den einen haushohen Favoriten, der die Konkurrenz links liegen lässt. Im Gegenteil: Auch die Tabellenspitze verliert gegen die vermeintlich Kleinen. Der HSV unterlag in dieser Spielzeit schon Eintracht Braunschweig, spielte Remis gegen Jahn Regensburg, Der 1. FC Magdeburg verlor genauso gegen Hertha BSC wie die Kölner und der 1. FC Kaiserslautern kassierte wie die Geißböcke eine 1:5-Klatsche gegen Darmstadt. Es ist alles möglich in dieser Saison, in alle Richtungen. Insofern ist es auch schwierig, eine Tendenz Richtung Aufstieg jetzt schon herauszulesen.

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Tabellenführer auch immer aufgestiegen

Fakt ist, dass der Tabellenführer nach dem 28. Spieltag immer am Ende auch aufgestiegen ist und in 23 von 29 Fällen als Spitzenreiter, sechs Mal als Nummer zwei. Allerdings gab es erst einmal einen Spitzenreiter, der sechs Spieltage vor Saisonende weniger Punkte als jetzt der HSV hatte. Nämlich Nürnberg 03/04 mit 49 Punkten. Der Tabellenzweite des 28. Spieltags ist dagegen nur 22 Mal auch aufgestiegen, zwei Mal kam das Aus in der Relegation, fünf Mal rutschte der jeweilige Club sogar aus der Top-Drei noch raus. Auf der anderen Seite stiegen sechs Teams auf, die nach Spieltag 28 nicht zu den Top-Drei gehörten. Die 50 Punkte der Geißböcke sind zum aktuellen Zeitpunkt definitiv nicht viel, die vier Punkte Vorsprung auch nicht, da Köln noch gegen Lautern antritt. Im Schnitt brauchten die Teams für einen direkten Aufstiegsplatz in den vergangenen 29 Jahren 61,5 Punkte, für den Platz in der Top-Drei reichten 60,1.

Von beiden Marken ist der FC noch ein Stück weit entfernt. Allerdings erscheint es angesichts der bisherigen Punkteausbeute unwahrscheinlich, dass es am Ende so viele Zähler überhaupt benötigt. Dem FSV Mainz reichten 2004 ganze 54 Punkte zum Aufstieg, allerdings als Tabellendritter und ohne Relegation. Der „schlechteste“ Tabellenzweite war in der gleichen Spielzeit Bielefeld mit 56 Punkten. Am Ende des Tages liegt die Wahrheit ohnehin nur auf dem Platz. Der FC tut gut daran, noch einige Spiele zu gewinnen und das möglichst früh. Neun Zähler dürfte da ein guter Richtwert sein. Den Anfang kann der FC gerne am Freitagabend in Fürth machen. So oder so beginnt dann die Rechnerei von vorne.

Der Punkteabstand bleibt, doch jede Niederlage macht die Kaderplanung des 1. FC Köln komplizierter

Christian Keller und Thomas Kessler
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Der Punkteabstand bleibt, doch jede Niederlage macht die Kaderplanung des 1. FC Köln komplizierter

Mit einem Sieg über Berlin hätte der FC einen großen Schritt Richtung Aufstieg gemacht. Es gab eine 0:1-Pleite. Rein rechnerisch ist durch die Niederlage von Kaiserslautern nicht viel passiert, dennoch wäre ein Sieg immens wichtig gewesen. Denn: Jede Niederlage erschwert die Kaderplanung des 1. FC Köln.

Der FC hat durch das Abschneiden der Konkurrenz die vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz halten können. Dennoch ärgerte sich Sportdirektor Christian Keller über die verlorenen Punkte. Das ist auch durchaus verständlich, denn jede Niederlage erschwert die Kaderplanung des 1. FC Köln.

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So ein wenig machten sich am Sonntagnachmittag dann doch gemischte Gefühle unter den Anhängern der Geißböcke breit. Nach der Niederlage des 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Magdeburg stellte sich die 0:1-Pleite der Geißböcke als gar nicht so tragisch heraus. Zumindest hat der FC die vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz gehalten. Und für alle Freunde der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Rechenschieberei: Die Situation hat sich tatsächlich sogar rein mathematisch verbessert. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mannschaft in sechs Spielen vier Punkte aufholt ist nun mal geringer, als dass ein Team jenen Boden in sieben Spielen gutmacht. Insofern können die Geißböcke trotz Niederlage positiv in die finalen sechs Spiele gehen. Der FC hat alles noch in der eigenen Hand, muss unterm Strich eben nur einen Punkt mehr auf dem Konto haben, als Tabellenplatz drei, mindestens vier. Denn auf die Torbilanz sollte sich Köln nicht verlassen.

Unklare Situation macht Kaderplanung schwierig bei 1. FC Köln

Doch dann ist da eben noch die andere Seite. Die „Was wäre, wenn“-Seite. Hätten die Kölner das Spiel gegen Hertha am Samstagabend dann doch gewonnen, dann hätte der Abstand zum Relegationsplatz sieben Zähler betragen. Und sieben Punkte, also zwei Siege und ein Remis mehr als der FC wäre für die Konkurrenz ein ganz schön dickes Brett geworden. Ziemlich viel Konjunktiv, zumal der FC die Zeit nicht mehr zurückdrehen kann. Die Punkte sind verloren, sie sind verdient verloren gegangen. Der Vorsprung bleibt. Dennoch war das Ergebnis für Christian Keller „Sau ärgerlich. Weil wir heute den nächsten Schritt hätten machen können. Das haben wir leider nicht gemacht“, sagte der Sportdirektor hörbar enttäuscht noch in den Katakomben des Kölner Stadions.

Für den Sportdirektor ist es auch insofern „Sau ärgerlich“, weil die Kölner Verantwortlichen so noch immer keine Planungssicherheit haben und dieser auch erst einmal nicht bekommen werden. „Natürlich machen wir unsere Arbeit und überlegen darüber“, hatte Thomas Kessler noch am vergangenen Donnerstag vor der Begegnung gegen die Hertha gesagt, den Fokus aber verbal auf die Begegnung gegen Berlin gerichtet. Dabei wird die Situation die FC-Verantwortlichen dann doch ein wenig mehr fordern. Zumindest ist davon auszugehen, dass die Unsicherheit der Ligazugehörigkeit großen Einfluss auf Gespräche mit potenziellen Neuverpflichtungen, aber auch mit dein eigenen Spielern hat. Bekanntlich laufen zahlreiche Verträge aus und mit Linton Maina und Dejan Ljubicic haben mindestens zwei Spieler einen (überhaupt möglichen) Verbleib an den Aufstieg geknüpft.

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Potenzielle Abgänge, erhoffte Zugänge

Allerdings dürfte es sehr wahrscheinlich sein, dass auch andere Vereine bei mindestens den beiden Mittelfeldspielern, die in Topform sicherlich Bundesligaformat haben, angeklopft haben. Erst in der vergangenen Woche berichtete die „Sport Bild“ von einem möglichen Maina-Interesse aus Mainz und ausgerechnet Mönchengladbach. Sollte dem so sein, werden die Gespräche mit den Beratern sicherlich schon bald aufgenommen, wenn sie es noch nicht sind. Das wiederum dürfte dann die FC-Verantwortlichen gehörig unter Druck setzen. Doch mit den beiden Leistungsträgern ist es ja nicht getan. Dem Vernehmen nach sollen zahlreiche weitere Akteure über eine Ausstiegsklausel verfügen, die mindestens im Nicht-Aufstiegsfall greifen könnte. Es ist kaum vorstellbar, dass Spieler wie Eric Martel, Marvin Schwäbe oder Timo Hübers noch ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga spielen.

Auch Youngster wie Max Finkgräfe und Damion Downs werden wohl ins Grübeln kommen. Und auch für diese Spieler gilt, die Zukunft rechtzeitig zu planen. Dem FC steht bei einem weiteren Jahr 2. Bundesliga ganz sicher ein personeller Umbruch bevor. Nur können die Planungen nicht so richtig forciert werden, wenn der Kurs eigentlich Richtung Bundesliga geht. Auf der anderen Seite werden die FC-Bosse gerade im Aufstiegsfall auf einigen Schlüsselpositionen nachbessern müssen. Und wieder spielt der Faktor Zeit dem FC nicht in den Karten. Erschwerend hinzu kommt, dass ausgerechnet das letzte Duell der Saison mit der Begegnung gegen Kaiserslautern im Kölner Stadion gegen die direkte Konkurrenz geht. So oder so: Jede vertane Chance, dem Aufstieg ein Stück näher zu kommen, setzt die Kaderplaner unter Druck. Insofern wären die drei Punkte gegen Hertha immens wichtig gewesen.

Bittere Klatsche, Ausfälle, aber auch ein Traumtor – so lief das Wochenende für die Leihspieler

Sargis Adamyan, 1. FC Köln
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Bittere Klatsche, Ausfälle, aber auch ein Traumtor – so lief das Wochenende für die Leihspieler

Ein wichtiger Sieg im Meisterrennen, ein Traumtor, zwei Niederlagen, einmal nicht im Kader und zwei verletzungsbedingte Ausfälle. Für die Leihspieler des 1. FC Köln lief der Spieltag unterschiedlich.

Mit der 0:1-Heimniderlage gegen Hertha BSC hat der 1.FC Köln die Tabellenführung der zweiten Bundesliga wieder an den Hamburger SV verloren. Gegen die Berliner agierte der FC offensiv zu harmlos und ließ defensiv zu viel Platz. Dabei können sich die Kölner bei Schlussmann Marvin Schwäbe bedanken, dass die Partie nicht noch höher verloren ging. Erfolge gab es für weitere FC-Profis nur wenige. Für die Leihspieler des 1. FC Köln lief der Spieltag unterschiedlich. 

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Wichtiger Dreier für Carstensen

Während Stürmer Florian Dietz in Österreich beim 3:2-Sieg vom SCR Altach bei Austria Klagenfurt aufgrund einer Schulterverletzung erneut nicht zum Kader gehörte, Chilohem Onuoha beim 3:1 Auswärtssieg vom SC Verl in Sandhausen gegen Rot-Weiß Essen auf der Tribüne Platz nehmen musste und Malek El Mala beim Sieg von Viktoria Köln gegen Unterhaching aufgrund einer Bänderverletzung nicht mitwirken durfte, hatten zwei andere Leihspieler ein erfolgreicheres Wochenende.  

Rasmus Carstensen spielte mit Lech Posen zuhause gegen Korona Kielce. Dabei stand der Pole in der Startelf und spielte über die kompletten 90 Minuten durch. Durch den Dreier rückt Posen in der polnischen Liga auf Platz zwei vor und hat damit große Chancen auf die Meisterschaft. Said El Mala gehörte beim 3:1 Sieg von Viktoria Köln gegen Unterhaching zu einem der Aktivposten und erzielte in der 60. Spielminute das dritte Tor für das Team von Trainer Olaf Janßen. Für El Mala war es bereits der achte Treffer.

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Pleiten für Bakatukanda und Adamyan

Innenverteidiger Elias Bakatukanda sowie Stürmer Sargis Adamyan mussten am vergangenen Spieltag mit ihren Teams jeweils Niederlagen einstecken. Bakatukanda war mit Blau-Weiß Linz in der österreichischen Meistergruppe bei RB Salzburg zu Gast. Dabei saß Bakatukanda zunächst auf der Bank und wurde nach 73. Minuten eingewechselt. An der 1:2-Niederlage konnte aber auch er nichts mehr ändern. Sargis Adamyan verlor mit Jahn Regensburg 0:6 bei der SSV Elversberg. Dadurch stehen die Regensburger weiter auf dem letzten Platz der zweiten Bundesliga und verlieren so langsam endgültig den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze. Der Armenier stand bei der deutlichen Pleite in der Startelf, hatte in der Anfangsphase die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen und wurde nach 71. Minuten ausgewechselt. 



Hertha BSC hatte am Samstag das, was dem 1. FC Köln aktuell fehlt

Gerhard Struber wirkt ratlos beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC
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Hertha BSC hatte am Samstag das, was dem 1. FC Köln aktuell fehlt

Mit einem Erfolg hätten die Kölner am Samstag einen großen Schritt Richtung Bundesliga gemacht. Doch die Kölner trafen auf einen Gegner, der einfach besser war und der auf einigen Position qualitativ besser besetzt ist. Dem 1. FC Köln fehlt es aktuell in der Spitze.

Fabian Reese war am Samstag einmal mehr der entscheidende Mann bei der Hertha und erzielte bereits den sechsten Treffer in vier Spielen. Doch nicht nur Reese machte bei Hertha gegen Köln den Unterschied. Gleich mehrere Akteure zeigten ihre herausragenden Qualitäten. Dem 1. FC Köln fehlt es aktuell in der Spitze.

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Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Gerhard Struber eine Vorahnung. Der Trainer des 1. FC Köln ließ durchklingen, dass er sich nicht wirklich erklären könne, warum die Hertha in dieser Spielzeit in den hinteren Tabellenregionen „herumturnt“. Am Samstagabend wurden die Aussagen des Trainers noch einmal beeindruckend untermalt. Wer die Berliner an diesem Abend zum ersten Mal in dieser Spielzeit hat spielen sehen, der könnte sich die gleiche Frage wie Struber stellen. Die Hauptstädter haben nicht überragend aufgespielt, aber in dieser Liga ausreichend, um den Tabellenzweiten zu schlagen und sicher auch, um in oberen Tabellenregionen, ja sogar um den Aufstieg mitzuspielen. Nur ist in den ersten zwei Saisondritteln eben nicht alles rundgelaufen bei der Hertha.

Dem 1. FC Köln fehlt es in der Spitze

So kamen Christian Keller und Struber am Samstagabend nicht drum herum, die Qualität des Gegners zu loben und sich einzugestehen, dass Berlin einfach besser war. „Es hatte heute einfach viel mit dem Gegner zu tun. Das war eine bärenstarke Leistung der Hertha“, sagte der Kölner Coach. Allerdings wiesen die Kölner Verantwortlichen auch auf die hohe Intensität hin, die die eigenen Spieler abgerissen hätten. Daran ließ die Statistik keine Zweifel. Der FC hatte deutlich mehr Ballbesitz, lief rund zwei Kilometer mehr, spielte knapp 200 Pässe mehr, zog mehr Sprints an und doch stand am Ende des Tages ein absolut verdientes 0:1 auf der Anzeigetafel. Ein 0:1, das ehrlicherweise wohl auch noch deutlicher hätte ausfallen können. Alleine Derry Scherhant hätte das Ergebnis höher stellen können, wenn nicht müssen, genauso wie Marten Winkler, der die sichere Führung noch liegenließ.

Natürlich hat die Qualität des Gegners auch immer mit der eigenen Leistung zu tun und die war beim FC am Samstag einfach nicht gut genug. Und doch zeigte die Hertha dem FC an diesem Abend auch auf, was den Kölnern zurzeit und vielleicht dann auch im Aufstiegsrennen fehlt: die Spitze, Unterschiedsspieler. Spieler wie eben ein Fabian Reese, der nicht nur aufgrund seines Traumtors eine überragende Partie ablieferte. Der Offensivspieler, der schon im Vorfeld der Begegnung Lobeshymnen erhielt, stellte die Kölner Hintermannschaft immer wieder vor Probleme – zum Beispiel mit der perfekten Flanke eben auf Winkler. Vor allem die Tempovorteile waren auffallend und im Fall des Tors auch mitentscheidend, bei dem Dominique Heintz erst nur schwer hinterherkam und dann zu zaghaft agierte. Kein Wunder, dass wohl einige Bundesligisten hinter dem gebürtigen Kieler her sind und der FC es wohl war.

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Nicht nur Reese überzeugt

Der 27-Jährige erzielte in den vergangenen vier Spielen sechs Tore. Doch Reese war am Samstag nicht der einzige Unterschiedsspieler. Ibrahim Maza hatte gerade in der ersten Halbzeit viele Räume, die man einem Talent mit seiner Klasse besser nicht geben sollte. Der 19-Jährige hätte seine gute Leistung fast mit einem Treffer gekrönt, doch der Pfosten hatte etwas dagegen. Maza schaltete und waltete, dirigierte. Auch Scherhant und Michael Cuisance brachten eine Qualität auf den Platz, die den Kölnern am Samstag einmal mehr fehlte. Diego Demme spielte nicht nur den perfekten Pass auf Reese vor dem entscheidenden Tor, der 33-Jährige brachte nahezu jeden Ball zum Mitspieler, sorgte für den Spielaufbau und in der Defensive räumte Deyovaisio Zeefuik, der beim letzten Auftritt in Köln noch Rot gesehen hatte, nahezu alles ab.

Der FC gehört in der Breite sicherlich zu den Zweitligisten mit dem besten Kader, doch immer wieder fehlt es eben an den entscheidenden Spielern. Spieler, die die Kölner grundsätzlich in ihren Reihen haben. Etwa Dejan Ljubicic oder Luca Waldschmidt, der die Qualität in den vergangenen Wochen immerhin mit entscheidenden Toren (und deren Vorbereitung) andeutete, doch fehlt es an Form oder eben Konstanz. So hing das Ergebnis am Samstag dann eben an der Leistung des Gegners, aber eben auch an der eigenen.

Die Liga bleibt unberechenbar – doch die Leistung von Samstag wird dem 1. FC Köln nicht reichen

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln nach dem Spiel gegen Hertha BSC
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Die Liga bleibt unberechenbar – doch die Leistung von Samstag wird dem 1. FC Köln nicht reichen

Die 0:1-Niederlage gegen Berlin ging absolut in Ordnung. Die Hertha war in Köln die bessere Mannschaft. Der FC hat die Chance verpasst, weitere Big Points zu sammeln und einmal mehr erfahren, dass noch sehr unangenehme Gegner warten. Unterm Strich wird die Leistung von Samstag wohl nicht reichen für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 0:1-Niederlage gegen Hertha.

Am Samstagabend ließ der FC wichtige Punkte liegen. Punkte, die in der Rechnung zum Wiederaufstieg so gut ausgesehen hätten – so wichtig gewesen wären. Doch Berlin war an diesem Abend die bessere Mannschaft. Das verlorene Duell sollte mehr als eine Warnung sein für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 0:1-Niederlage gegen Hertha.

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Rechnen wollte Gerhard Struber am Donnerstag nicht. Absolut zu recht. Denn nach der 0:1-Pleite gegen Hertha BSC am Samstagabend kann es sehr gut sein, dass die Geißböcke noch einige Wochen mit dem Rechenschieber hantieren müssen und die Rechnung am Ende des Tages dann vielleicht doch nicht aufgeht. Obwohl doch eben jene Rechnungen und Wahrscheinlichkeiten so für den FC gesprochen haben. Tatsächlich ist vor dem Flutlichtspiel am Samstag wieder sehr viel nach dem Geschmack der Kölner verlaufen. Paderborn patzte im Duell gegen Braunschweig, auch Hannover ließ Federn. Die Ausgangslage: Sollten die Geißböcke gewinnen und Magdeburg gegen Kaiserslautern (wie auch geschehen), dann hätte der FC sechs Spieltage vor Saisonende sieben Punkte Vorsprung auf Rang vier. In den verbleibednen Spielen hätten die Verfolger also mindestens zwei Siege und ein Remis mehr einfahren müssen, um dem FC einen Rang in der Top-drei abzunehmen.

Der 1. FC Köln spielt nicht wie ein Aufsteiger

Doch der Spieltag hat einmal mehr bewiesen, dass es mit der Rechnerei so eine Sache ist oder anderes ausgedrückt: Diese 2. Bundesliga ist eben nicht zu berechnen, ja sogar unberechenbar. Der FC gewann nicht, ließ drei wichtige, drei mögliche Punkte, die sogenannten Big Points, liegen. Und hat dennoch weiterhin alle Trümpfe auf der Aufstiegshand oder es in selbiger. Denn der Vorsprung auf Rang drei und vier beträgt weiterhin vier Zähler. Wirklich beruhigend ist das aber nicht, trotz aller Wahrscheinlichkeiten. Die Kölner haben am Samstagabend nicht wie ein Aufstiegskandidat gespielt, auch nicht das aus Paderborn gewonnene Selbstvertrauen auf den Platz gebracht. Die Kölner spielten harmlos, ideenlos, zu zaghaft und ohne die nötige Wucht, um eine Mannschaft wie Berlin aus dem Konzept zu bringen.

Dafür spielte der Gast wie ein Aufsteiger: dominant, gefestigt, intensiv und gefährlich. Es wäre sicherlich zu einfach, von einem überraschenden Spielverlauf zu sprechen. Selbst wenn der bisherige Spitzenreiter auf den Dreizehnten getroffen ist. Die Hertha tritt seit einigen Wochen sehr gefestigt auf. Der bisherige Tabellenplatz ist die eigentliche Überraschung bei der „Alten Dame“. Hätte Berlin die Saison konstant auf dem Niveau von Samstag gespielt, würden sich nun wohl noch zehn Mannschaften in der Aufstiegsverlosung befinden. Insofern sind die Worte von Gerhard Struber und Christian Keller auch absolut richtig, dass Köln gegen Berlin auf einen sehr guten Gegner getroffen sei und die Hertha auch absolut verdient gewonnen habe. Berlin war am diesem Abend in der Tat die bessere, die komplettere Mannschaft.

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Es warten noch unangenehme Gegner

Das kann man durchaus neidlos anerkennen. Nur sollte diese Niederlage mehr als eine Warnung sein. Leicht wird das restliche Saisonfinale für die Geißböcke nicht. Denn wenn der Tabellendreizehnte verdient gegen einen Aufstiegskandidaten gewinnt, dann kann das der Tabellenzwölfte des 27. Spieltags, nämlich Greuther Fürth, vielleicht auch. Der FC hat noch einige unangenehme Spiele vor der Brust. Weder Fürth noch Münster und schon mal gar nicht Hannover, Nürnberg und Kaiserslautern werden Selbstläufer. Auch Regensburg hat schon Top-Teams geärgert, selbst wenn es am Sonntag eine Packung gab. Noch ist der Vorsprung komfortabel, die Ausgangslage gut. Der FC hat den Aufstieg in der eigenen Hand. Es braucht mehr als die Leistung von Samstag damit das auch so bleibt.

Youngster des 1. FC Köln: Ein El Mala sammelt Argumente, der andere verletzt sich offenbar schwer

Said El Mala soll bald zurück zum 1. FC Köln
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Youngster des 1. FC Köln: Ein El Mala sammelt Argumente, der andere verletzt sich offenbar schwer

Die ersten Neuzugänge des FC stehen bekanntlich fest. Ob die Leihspieler aber alle auch im kommenden Jahr wirklich für die Geißböcke spielen werden, ist sehr unwahrscheinlich. Einer wird ganz sicher auf Torejagd gehen für den 1. FC Köln: Said El Mala sammelt weiter Argumente.

Wirklich gefährlich wurden die Kölner am Samstag im Duell gegen Hertha BSC nur selten. Doch es gibt Hoffnung für die kommende Spielzeit beim 1. FC Köln: Said El Mala sammelt weiter Argumente, Bruder Malek verletzt sich schwer.

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Große Schwierigkeiten hatte Christian Keller dann nicht, die großen Torchancen der Kölner nach dem Spiel aufzuzählen. „Zum Beispiel von Lukas Waldschmidt, den der Torwart super hält, dann einer von Tim Lemperle, den er drüber setzt. Da ist er aus acht Metern frei zum Abschluss gekommen. Dann Damion Downs hinten raus“, sagte der Sportdirektor. „Da muss dann gegen so einen Gegner auch mal einer rein.“ Mal abgesehen davon, dass ein Unentschieden unterm Strich auch nicht wirklich verdient gewesen wäre, ging aber eben auch keiner rein. Und die Kölner Abschlussschwäche ist in dieser Spielzeit bekanntlich kein neues Problem der Geißböcke. Zu Beginn der Saison hieß die Problematik im Angriff noch „Chancenwucher“, seit Monaten ist es nun eher der fehlende Spielwitz, der Gerhard Struber Sorgen bereiten dürfte.

Said El Mala trifft erneut

Auch, wenn mit Imad Rondic und Tim Lemperle gerade in der Begegnung in Paderborn wieder ein wenig mehr Zug zum Tor entwickelt wurde, werden die Kölner Verantwortlichen nicht darum herumkommen, im Sommer auch im Angriff nachzulegen. Zumal Lemperle den Verein bekanntlich verlässt. Damion Downs und auch Rondic scheinen aktuell die Konstanz zu fehlen. Und da wird es den Kölnern guttun, den Blick Richtung 3. Liga zu richten. Denn da macht auch weiterhin ein Riesentalent auf sich aufmerksam. Erst vor wenigen Wochen hatte Christian Keller in einem Interview bestätigt, dass dieses Talent im kommenden Sommer dann für den FC auf Torejagd geht. Said El Mala, in dieser Spielzeit noch an die Viktoria ausgeliehen, ist wohl der einzige im vergangenen Sommer verpflichtete und umgehend verliehene Spieler, der ganz sicher nach Köln kommt.

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Malek El Mala fällt wohl wochenlang aus

Bruder Malek El Mala gilt ebenfalls als interessanter Offensivspieler mit viel Potenzial. Nur kann der ältere der beiden El Malas das nicht so richtig unter Beweis stellen. Während Said zu den Leistungsträgern gehört, kommt Malek nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Bei der Viktoria würde man den 19-Jährigen insofern auch gerne noch weiter behalten, um dem Youngster mehr Spielzeit zu ermöglichen. Die Chancen stehen wohl auch nicht schlecht. Zumal auch der zweite El Mala zuletzt mächtig aufdrehte, nun aber ausgebremst wurde. Der Angreifer hat sich im Landespokal einen Bänderriss zugezogen und wird der Viktoria wohl im Saisonendspurt fehlen.

Auch Chilohem Onuoha hat sich noch nicht gänzlich beim SC Verl durchsetzen können, kommt auf einige Kurzeinsätze und sieben Scorer (drei Tore, vier Vorlagen). Auch bei dem 19-Jährigen scheint eine weitere Leihe wahrscheinlich. Mansour Ouro-Tagba ist bereits am Geißbockheim, soll sich aber auch weiterhin über die U21 empfehlen. Said El Mala sammelt dagegen weiterhin fleißig Argumente. Zuletzt eben am vergangenen Samstag gegen die SpVgg Unterhaching. El Mala war überragend, schon im ersten Durchgang ein absoluter Aktivposten. Im zweiten Abschnitt drehte die Viktoria auf und münzte den 1:1-Halbzeitstand in einen 3:1-Erfolg um. Und Said El Mala machte mit seinem Tor den Deckel drauf. Für den 18-Jährigen bereits der neunte Saisontreffer, fünf weitere Tore bereitete der Youngster vor. El Mala ist schon jetzt ein großer Hoffnungsträger beim FC. Hoffnung auf deutlich mehr Torgefahr.

Allerdings galt das in dieser Spielzeit auch für Marvin Obuz, der mit einer ähnlichen Drittliga-Erfahrung zum FC zurückkehrte.



Auch der FCK verliert: 1. FC Köln verpasst Big Points – zehn Teams mischen noch mit

Duell zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Kaiserslautern
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Auch der FCK verliert: 1. FC Köln verpasst Big Points – zehn Teams mischen noch mit

Am Tag nach der 0:1-Niederlage gegen Berlin wird diese noch einmal bitter. Denn auch der FCK kassierte am Sonntag eine Pleite. Der 1. FC Köln verpasst also eine erste Vorentscheidung, hält aber immerhin den Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Das 0:1 gegen Hertha BSC war nicht nur verdient, es war schmerzhaft. Denn der 1. FC Köln verpasst weitere Big Points und somit auch eine erste kleine Vorentscheidung. Allerdings hat sich der Abstand auf Rang vier auch nicht verschlechtert.

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Der 1. FC Magdeburg hat das Verfolgerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen und könnte damit für gemischte Gefühle beim 1. FC Köln und den Fans sorgen. Zwar hielten die Geißböcke – ohne großes Zutun – damit den Punkte-Abstand auf den Relegationsplatz bei vier Zählern, die Kölner verpassten aber gleichzeitig die Chance, mit einem Sieg über Hertha BSC den Vorsprung auf Platz drei bis auf sieben Zähler auszubauen. Sieben Punkte bei sechs ausstehenden Spielen wäre im Aufstegsrennen wohl die halbe Miete gewesen. Der FCM schiebt sich durch den Erfolg nun wieder an dem 1. FC Kaiserslautern vorbei. Das aber nur aufgrund der Tordifferenz. Zum Matchwinner avancierte beim 2:0-Triumph Baris Atik mit einem Doppelpack im ersten Abschnitt.

Elversberg feiert einen Kantersieg

Tatsächlich schiebt sich die Tabelle nun doch noch einmal beachtlich zusammen. Hinter dem Hamburger SV mit 52 Zählern, liegen die Geißböcke auf Rang zwei mit 50 Punkten. Es folgen der FCM und der FCK mit jeweils 46. Mit einem Kantersieg hat sich auch die SV Elversberg wieder zurück gemeldet. Die Saarländer gewannen gegen Schlusslicht Regensburg 6:0 und belegen nun wieder Rang sechs mit 43 Punkten, punktgleich mit Fortuna Düsseldorf und einen Zähler hinter dem SC Paderborn. Es folgen Hannover mit 43 Punkten und der 1. FC Nürnberg mit 41. Tatsächlich wird sich bei sechs Punkten Rückstand auch noch der Karlsruher SC Hoffnungen auf den Relegationsplatz haben. Für den FC lief es am 28. Spieltag also wahrlich nicht rund, doch die Kölner haben auch weiterhin alles in den eigenen Händen.

Auch, weil mit dem SC Paderborn, Hannover 96 und eben dem FCK gleich drei Teams neben dem FC Federn ließen. Das Restprogramm spricht jedenfalls nicht gegen die Kölner. Am Freitag steht das Heimspiel gegen Greuther Fürth an, bevor es am Ostersonntag im eigenen Stadion gegen Preußen Münster geht.

Das Restprogramm im Überblick

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Nach vier Monaten Pause – Julian Pauli steht für den 1. FC Köln wieder auf dem Platz

Julian Pauli im Spiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC
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Nach vier Monaten Pause – Julian Pauli steht für den 1. FC Köln wieder auf dem Platz

Sportlich gab es am Samstagabend für den 1. FC Köln nur wenige Lichtblicke. Zu den positiven Höhepunkten gehörte sicherlich die Rückkehr des Shootingstars der Hinrunde. Julian Pauli gibt nach vier Monaten sein Comeback beim 1. FC Köln.

Ausgerechnet gegen Berlin gab es dann die ersehnte Rückkehr: Julian Pauli gibt vier Monate nach seiner Verletzung gegen die Hertha sein Comeback beim 1. FC Köln. Eins der wenigen Highlights an einem bitteren Abend.

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Gefühlt waren es Meter, die Jan Thielmann auf recht kurzer Distanz gegenüber seinem Gegenspieler verlor. Der U21-Nationalspieler war sichtbar gezeichnet von den strapaziösen, intensiven Minuten zuvor. Ausgepumpt stützte er wenig später die Arme auf die Knie, rang nach Luft. Gerhard Struber hatte die Zeichen natürlich schon längst gelesen und wechselte den 22-Jährigen in der 73. Minute schließlich aus. Für Thielmann brachte der Trainer Julian Pauli und der Abend in Köln erlebte doch noch einen kleinen emotionalen Höhepunkt. Mehr als 120 Tage, ziemlich genau vier Monate nach der erstaunlich folgenschweren Verletzung kehrte der Youngster wieder aufs Spielfeld zurück. Pauli übernahm seine Rolle im Defensivverbund, allerdings war dieser in der Schlussphase schon ein wenig auseinandergerupft.

„Ein positives Signal“

Für Pauli endet damit ein überraschend langer Leidensweg. Im Pokalspiel gegen Hertha war der Youngster mit Marton Dardai aneinandergerauscht, zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Obwohl die Tests auf dem Spielfeld alle gut verliefen, musste Pauli raus und fiel monatelang aus. Und das, nachdem der Innenverteidiger der große Gewinner einer insgesamt durchwachsenen Hinrunde gewesen ist. Das Talent war am Geißbockheim natürlich bekannt. Dass der Abwehrspieler aber direkt das Zeug zum Stammspieler haben würde, im ersten Saisondrittel sogar Dominique Heintz hinter sich ließ, war so vielleicht nicht erwartbar gewesen. Stammspieler, U20-Nationalmannschaft und in der Viererkette der Geißböcke der beste Akteur – ein steiler Aufstieg, dann der bittere Ausfall.

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Am Samstagabend dann das ersehnte Comeback bei den Profis, das schon mehrfach in dieser Spielzeit angedacht war, doch immer wieder verschoben wurde. Bei Pauli lief nicht alles rund. Der 19-Jährige vertendelte einen Ball im gegnerischen Strafraum, holte immerhin eine Ecke raus und machte ein weiteres Mal das Spiel langsam, als es in der Schlussphase Beschleunigung gebraucht hätte. Und dennoch war die Einwechslung des Youngsters eine der wenigen Kölner Highlights. „Es ist natürlich sehr positiv, dass Julian nach dieser langen Zeit zurück ist“, sagte Gerhard Struber. „Das ist für uns natürlich ein positives Signal.“ Auch Christian Keller sah den Einsatz positiv. „Für Julian haben wir uns alle sehr sehr gefreut. Und das nicht erst jetzt, sondern schon in den letzten zehn Tagen, in denen er wieder voll mittrainiert hat“, so der Sportdirektor.

Für den Youngster schließt sich damit der Kreis gegen die Hertha. Für Struber bietet sich damit eine weitere Alternative im Defensivverbund.



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