Zu zaghaft, zu harmlos, einfach zu wenig – der FC kassiert eine absolut verdiente Niederlage

Enttäuschung beim 1. FC Köln
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Zu zaghaft, zu harmlos, einfach zu wenig – der FC kassiert eine absolut verdiente Niederlage

Die Ausgangslage war gut, der Auftritt der Geißböcke aber bei weitem nicht ausreichend für Punkte gegen eine angagierte Berliner Mannschaft mit individueller Qualität. Darum ist die Niederlage des 1. FC Köln gegen Hertha verdient.

Die Kölner hatten sich für das Duell gegen Berlin vorgenommen, brachten auch eine hohe Intensität auf den Platz, kassierten am Ende aber eine 0:1-Pleite und das auch zu recht. Darum ist die Niederlage des 1. FC Köln gegen Hertha verdient.

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Der Gesichtsausdruck war dann doch ein wenig versteinert. Gerhard Struber schaute auf das Spielfeld, war sichtlich bedient. Der Trainer ahnte nach einer guten Stunde des Heimspiels gegen Hertha BSC wohl, dass es sehr schwer werden würde, doch noch die erhofften „Big Points“ einzusammeln. Und eigentlich hatte der 48-Jährige genau das schon am Donnerstag vorausgesehen, als er den Rechenschieber anderen ans Herz legte und vielmehr betonte, dass er sich so gar nicht erklären könne, warum die Hertha denn am unteren Ende der Tabelle „herumturne“. Mit dem Samstagabendspiel hat diese Frage neues Futter gefunden. Denn die Hertha war die Mannschaft, die in Köln zwar nicht überragend, dann aber schon wie ein Aufstiegskandidat aufspielte: dominant, mit Zug zum Tor, vor allem ideenreich und mit individueller Qualität.

Berlin einfach besser

Und das von der ersten Minute an. Die Uhr hatte sich noch keine zwei Mal gedreht, da hatte Berlin schon die ersten beiden Torabschlüsse auf dem Konto stehen. Zwar brannte auch der Gast kein Offensivfeuerwerk ab, doch den Geißböcken wurde schnell klar, dass die „Alte Dame“ mit Siegeswillen nach Köln gekommen war. „Es war wirklich der erwartet schwere Gegner. In der ersten Halbzeit haben wir uns mit dem Zugriff aufs Spiel schwergetan, haben es nicht geschafft, die Positionierung herzustellen“, erklärte Struber später. Erst nach einer Viertelstunde meldeten sich die Geißböcke erstmals ernsthaft an. Als Imad Rondic einen Kopfball nach Flanke von Jan Thielmann aufs Tor brachte. Doch nur zwei Minuten später hätte es auf der anderen Seite klingeln müssen. Als der starke Fabian Reese eine Flanke von der rechten Seite perfekt durch die Box schlus und Marten Winkler seine Füße nicht unter Kontrolle und damit den Ball aus zwei Metern nicht aus leere Tor brachte.

Köln investierte zwar, lief viel, probierte, ackerte – doch der Zugriff auf den Gegner wollte nicht gelingen. Hertha hatte Räume, nutzte die, war im Schlussdrittel aber auch nicht immer gefährlich. „Wir waren immer am Reparieren“, sagte der Trainer und meinte wohl, dass man irgendwo dann doch der Musik hinterherlief und schob hinterher: „Wir hatten eine gute Intensität auf dem Platz – auch in der ersten Halbzeit, wo man das vielleicht rein optisch nicht meinen konnte“, betonte auch Christian Keller. „Wir kamen immer einen Tick zu spät und es sah aus, als wären wir nicht griffig.“ Dennoch hielten die Kölner zur Pause noch die Null. „Wir sind mit einem Ergebnis in die Halbzeit gegangen, mit dem wir viel Hoffnung für die zweite Halbzeit hatten.“

Reese mit Geniestreich

Die zerstörte Fabian Reese im Grunde mit dem ersten Angriff nach dem Wechsel. Diego Demme spielte einen perfekten Ball auf den Angreifer, der im Grunde doch sehr ungestört seine individuelle Klasse bewies, als er die Kugel im Sechzehner in den Winkel schlenzte. „Reese knallt den an den Innenpfosten, da habe ich nur hinterhergeschaut. Wir dürfen ihn da nicht nach innen lassen“, sagte Keeper Marvin Schwäber zu recht. „Ansonsten war der einfach gut getroffen.“ Die FC-Verantwortlichen sprachen später von einem „besonderen“, von einem „überragenden“ Treffer. Einer, der aber in der Entstehung hätte unterbunden werden können. So liefen die Kölner dem Rückstand hinterher, entwickelten auch ein Übergewicht, bewiesen aber auch in dieser Phase einmal mehr, dass es an offensiven Ideen, Gefahr und Durchschlagskraft mangelt.

Zwar kamen die Kölner durch Luca Waldschmidt, Tim Lemperle und spät auch durch Damion Downs zu großen Chancen, nur eben zu keinen Toren. Und auch in dieser Phase hatte Berlin eigentlich die besseren Möglichkeiten. Alleine Derry Scherhant hätte das Spiel entscheiden müssen, scheiterte aber an dem erneut stark parierenden Marvin Schwäbe. „Wir haben zwei hochkarätige Chancen herausgespielt, wo das Trömmelche normalerweise schon zu trommeln anfängt. Aber der Gegner hat uns auch weiter Probleme bereitet, Marvin Schwäbe hat uns lange im Spiel gehalten“, sagte Struber und untermauerte seine Worte von vergangenem Donnerstag: „Über beide Halbzeiten muss man festhalten: Der Gegner war richtig stark, hat es sehr gut gemacht. Deshalb war es aus meiner Sicht auch ein verdienter Sieg für die Hertha.“

Und das auch, weil der FC zu harmlos, zu zaghaft war. Und das ist für einen Gegner wie Berlin zu wenig.

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0:1-Pleite! 1. FC Köln verpasst gegen Hertha die nächsten Big Points

Marvin Schwäbe war einer der besseren Kölner
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0:1-Pleite! 1. FC Köln verpasst gegen Hertha die nächsten Big Points

Der FC hat die dicke Chance verpasst, das Polster auf die Nicht-Aufstiegsplätze noch weiter auszubauen. Der 1. FC Köln unterliegt Hertha BSC 0:1, behauptet aber immerhin den zweiten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf Rang vier beträgt fünf Zähler.

Die Konkurrenz hatte gepatzt, der FC die Chance, den Vorsprung auszubauen. Doch die Chance ließen die Kölner liegen. Der 1. FC Köln unterliegt Hertha BSC am 28. Spieltag 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Fabian Reese (46.).

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Wenig überraschend stellte FC-Trainer Gerhard Struber nur auf einer Position um. In der Innenverteidigung startete Dominique Heintz, Leart Pacarada rotierte auf die linke Außenbahn und Max Finkgräfe saß auf der Bank. Dort nahm auch Damion Downs Platz sowie Dejan Ljubicic, der nach seiner Gelbsperre zurück in den Kader kehrte. Überraschend war dagegen die offensive Rolle von Denis Huseinbasic, der bei Ballbesitz im Grunde auf einer Linie mit Luca Waldschmidt agierte. Der erste Abschluss gehörte aber den Gästen. Fabian Reese versuchte es aus 18 Metern, wurde aber geblockt. Die anschließende Ecke nutzte Linus Gechter zum nächsten Abschluss, verfehlte aber mit dem Kopf deutlich (2.). Auch anschließend hatte der Gast aus Berlin mehr Zug zum Tor. Wieder blockten die Kölner einen Versuch, dieses Mal von Jonjoey Kenny (6.). Der FC tat sich in den Anfangsminuten im Aufbauspiel dagegen schwer.

Reese schockt den FC

So dauerte es bis zur elfften Minute, als Leart Pacarada es mal aus der Distanz versuchte, doch der Ball rauschte über die Querlatte. Gefährlicher wurde dann eine Flanke von Jan Thielmann, die Imad Rondic aufs Tor brachte, aber Tjark Ernst war zur Stelle (14.). Auf der anderen Seite hätte es wiederum klingeln müssen. Eine Flanke von Reese flog komplett durch die Box und der komplett frei stehende Marten Winkler verpasste die Kugel (17.). Nach einer längeren Durststrecke brachte Eric Martel nach starker Vorarbeit von Huseinbasic auf den Kasten, doch die Kugel rauschte aus 18 Metern knapp am Tor vorbei (28.). Doch auch weiterhin hatte der Gast seine freien Räume, kam immer wieder ins Schlussdrittel, ohne dort aber die ganz große Gefahr zu erzeugen.

Die Kölner kamen in dieser Phase hauptsächlich durch Standards vors gegnerische Gehäuse. Doch einen Abnehmer fanden die ruhenden Bälle von Leart Pacarada nur selten. Ganz anders die Hertha. Reese spielten einen perfekten Ball auf Ibrahim Maza, der zog aus spitzem Winkel ab und traf nur den Außenpfosten (45.). Den anschließenden Konter spielten die Kölner nicht clever zu Ende. Mit einem Flachschuss von Lemperle endete die erste Halbzeit. Der Stürmer traf nur das Außennetz. Nach dem Wechsel erwischte die Hertha einen Einstand nach Maß. Diego Demme schickte Reese auf der rechten Seite lang. Der Offensivspieler wurde von Heintz nicht konsequent genug gestört. Reese nahm Maß und schlenzte die Kugel in den Winkel (46.). Der FC reagierte, investierte nun deutlich mehr in die Offensive, blieb aber zunächst glücklos. Wie beim Versuch von Luca Waldschmit aus 18 Metern (53.).

FC findet den Schlüssel nicht

Nach einer Flanke von Pacarada kam der Offensivspieler eneut zum Abschluss, aber Ernst machte sich lang (55.). Im Gegenzug musste sich Schwäbe strecken, der Abschluss von Maza rauschte knapp am langen Pfosten vorbei (57.). Beim Versuch von Derry Sherhant war der Kölner Keeper wieder da (63.). Aber auch der FC kam zu seinen Abschlüssen. Die dickste Chance ließ Lemperle nach Vorarbeit von Thielmann liegen. Der U21-Nationalspieler hatte die Kugel stark zurückgelegt, der Angreifer verfehlte das Tor aber deutlich (65.). Struber reagierte und brachte mit Finkgräe und Ljubicic zwei frische Kräfte. Die nächste Chance gehörte aber erneut den Gästen. Wieder war Sherhant durch, doch Schwäbe parierte stark mit dem Fuß (66.). Und Sherhant hatte den Deckel drauf machen müssen, vergab aber auch den dritten Versuch (71.).

Der FC warf alles nach vorne, suchte seine Chance. Und das mit Florian Kainz und Damion Downs für die Schlussphase. Doch weiterhin hatte Berlin die besseren Chancen. Unter anderem scheiterte Winkler aus kurzer Distanz an Schwäbe (78.). Der FC drückte, wollte den Ausgleich. Unter anderem schickte Kainz Stürmer Downs, der auch den Ball aufs Tor brachte, doch Toni Leistner rettete im letzten Moment (87.). In den Schlussminuten wollte nicht mehr viel gelingen. Für den FC geht es bereits am Freitag mit dem Auswärtsspiel gegen Greuther Fürth weiter.

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FC: Schwäbe – Heintz (65. Finkgräfe), Martel, Schmied – Pacarada, Olesen (65. Ljubicic), Huseinbasic, Thielmann (73. Pauli) – Waldschmidt (77. Kainz) – Rondic (77. Downs), Lemperle – Tore: 0:1 Reese (46.)



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Das erwartet den 1. FC Köln: Dribbelstärke, viele Flanken und Ballbesitz

Florian Kainz im Duell gegen Hertha BSC im Dezember
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Das erwartet den 1. FC Köln: Dribbelstärke, viele Flanken und Ballbesitz

Nach dem wichtigen Erfolg über Paderborn steht für den 1. FC Köln nun die nächste schweren Aufgabe vor der Tür. Am Samstagabend empfängt das Team von Gerhard Struber die Alte Dame im eigenen Stadion. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Hertha BSC.

Nach dem Erfolg über den SC Paderborn haben die Kölner als Spitzenreiter den Aufstieg in der eigenen Hand. Gegen Berlin wollen die Geißböcke nun nachsetzen. Doch das wird nicht einfach: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Hertha BSC.

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Aktuelle Form: Nachdem die Berliner zu Beginn der Rückrunde aus den ersten fünf Partien lediglich eine gewannen und viermal als Verlierer vom Platz gingen, entließen die Verantwortlichen Cheftrainer Christian Fiel. Für diesen übernahm Stefan Leitl, der erst im Dezember des vergangenen Jahres bei Hannover 96 entlassen wurde. Doch auch unter dem neuen Trainer lief es nicht direkt rund. Nach einem 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg folgten zwei Niederlagen in Elversberg (1:2) und zuhause gegen den FC Schalke 04 (0:4). Beim Abstiegsgipfel in Braunschweig gelang den Berlinern mit einem 5:1-Sieg der erste Erfolg unter dem neuen Coach. In der vergangenen Woche legten die Blau-Weißen dann sofort nach. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC war das Team von Leitl klar spielbestimmend und feierte am Ende einen souveränen 3:1-Sieg.

In der Rückrundentabelle belegt das Team von Trainer Leitl mit zehn Punkten den 14. Platz – nur der SSV Ulm (9 Punkte), der Karlsruher SC (8), der SSV Jahn Regensburg (8) und Darmstadt 98 (7) holten in diesem Zeitraum noch weniger Punkte.

Stärken und Schwächen

Dribbelstark: Hertha versucht es im Angriff immer wieder mit Dribblings und ist in dieser Statistik Spitzenreiter. Mit 247 Dribblings gingen die Spieler der Blau-Weißen am häufigsten in Eins-gegen-eins-Duelle und haben bei diesen auch die höchste Erfolgsquote der Liga. Pro Spiel gelingen den Berlinern durchschnittlich neun erfolgreiche Dribblings.

Viele Versuche von außen: Die Berliner sind das Team mit den drittmeisten Flanken der Liga. Insgesamt versuchten die Herthaner mit 314 Flanken zum Erfolg zu kommen. Nur der SC Paderborn mit 362 und der Karlsruher SC mit 344 Hereingaben suchten noch häufiger den Weg über die Außen.

Viel Ballbesitz: Gemeinsam mit dem Hamburger SV hat Hertha den drittmeisten Ballbesitz der Liga. In bislang 27 Pflichtspielen hatten die Hauptstädter im Durchschnitt 53 Prozent den Ball. Nur der 1. FC Magdeburg mit 57 Prozent und Schalke 04 mit 55 Prozent stehen hier vor der Alten Dame.

Stark vom Punkt: Mit fünf Treffern erzielten die Berliner gemeinsam mit Ulm, Fürth und Paderborn die zweitmeisten Tore vom Punkt. Einzig Fortuna Düsseldorf mit sieben Toren nach Strafstoß kann Hertha hier überbieten. Allerdings. Anders als die Fortuna verwandelten die Berliner alle ihre Elfmeter und kommen somit auf eine Quote von 100 Prozent.

Topspieler

Im Fokus: Mit Fabian Resse haben die Berliner einen echten Top-Spieler in den eigenen Reihen. Der Linksaußen wechselte im Sommer 2023 ablösefrei von Holstein Kiel in die Hauptstadt und etablierte sich dort sofort zum Leistungsträger. In seiner Premierensaison für Hertha erzielte der 27-Jährige neun Treffer und bereitete 14 weitere Tore vor. Reeses Leistungen blieben auch anderen Vereinen nicht verborgen. So soll unter anderem neben Dortmund und Mainz auch der FC an einer Verpflichtung des Linksaußen interessiert gewesen sein. Aus einem Abgang wurde jedoch nichts und so ging Reese als absoluter Hoffnungsträger für die Berliner in die Saison. Doch im ersten Testspiel der Saison in Cottbus gab es dann den großen Schock. Bei einem Foul verletzte sich Reese schwer am Sprunggelenk.

Nach seinem Comeback im November und einer erneuten Sprunggelenkproblematik ist der Rechtsfuß seit dem 19. Spieltag wieder voll einsatzfähig. In den ersten Wochen merkte man dem ehemaligen Schalker die fehlende Spielpraxis noch ein wenig an, dennoch wurde deutlich, was er der Mannschaft mit seiner Qualität geben kann. Und diese Qualität zeigte Reese auch in den vergangenen drei Spielen. Hier erzielte der Offensivspieler insgesamt fünf Treffer und führte die Mannschaft von Leitl zu zwei extrem wichtigen Siegen gegen Braunschweig und Karlsruhe. Dass Reese in die Bundesliga will, ist kein Geheimnis und wurde von ihm auch schon mehrfach bestätigt. Sollte der 27-Jährige in den letzten Wochen der Saison weiter so performen wie in den vergangenen Spielen, dürfte ein Abgang im Sommer durchaus realistisch sein. Allerdings besitzt Reese bei den Berlinern noch einen Vertrag bis 2028.

Taktik

Formation/Taktik: Während Hertha sowohl unter dem ehemaligen Trainer Christian Fiel als auch in den ersten Wochen unter Leitl überwiegend im 4-3-3 mit kreativen Achtern und zwei sehr schnellen Außen agierte, hat Leitl in den letzten beiden Spielen auf ein 3-5-2 System umgestellt. Dabei übernimmt Hertha-Kapitän Toni Leistner die Position des zentralen Innenverteidigers und die beiden Eigengewächse Linus Gechter sowie Marton Dardai die Position neben ihm. Auf den beiden Schienenpositionen hat der Hauptstadtclub mit Zeefuik und Kenny zwei Spieler, die die Außenbahn über 90 Minuten hoch und runter marschieren. Mit Demme spielt auf der Sechserposition ein Spieler, der schon internationale Luft schnuppern dürfte und beim Angriff als Absicherung agiert. Auf der Zehn haben die Berliner mit Maza und Cuisance zwei sehr spielstarke Spieler, die in der Lage sind, sehr schwierige Situationen zu lösen.

Die beiden agieren jedoch nicht nur hinter den Spitzen, sondern verschieben auch manchmal auf die Außen, um das Spiel breitzumachen. In der Spitze haben die Blau-Weißen mit Reese und Scherhant dann zwei Akteure, die zu den schnellsten Spielern der Liga gehören und auch die Top-Scorer der Hertha sind. Nach dem Wechsel zu Leitl setzen die Berliner wie bereits unter dessen Vorgänger auf Ballbesitz und spielerische Lösungen, allerdings hat sich das Spiel vorne verändert. Durch das neue System setzt die alte Dame neuerdings auf viele tiefe Läufe, bei denen sie durch ihre beiden Angreifer zwei sehr gute Abnehmer dieser Bälle haben. In der Defensive versuchen die Berliner, sehr kompakt zu stehen und stellen bei Angriffen des Gegners auf eine Fünferkette um. Dabei halten sie das Zentrum sehr eng und probieren, den Gegner auf die Außen zu drängen.

Das sagen die Trainer

Gerhard Struber über Hertha BSC: „Ich halte von der Hertha sehr, sehr viel. Speziell die Ausrichtung nach vorne und die Qualität, welche sie vorne haben, ist Top in der Liga. Sie haben Dynamik, Spielwitz, Durchschlagskraft und mit Fabian Reese einen Spieler, der sehr torgefährlich ist und uns alles abverlangen wird. Hertha ist eine Mannschaft, die aus meiner Sicht sehr überraschend dort hinten steht und müsste aufgrund ihrer Qualität weiter vorne stehen. Von der individuellen Qualität ist es eine Mannschaft, die sehr viel mitbringt.“

Hertha-Co-Trainer Andre Mijatovic: „Wir brauchen nicht mehr Motivation. Wir spielen am Samstagabend um 20:30 gegen den Tabellenführer in Köln. Köln ist gut in Form und wir erwarten ein offenes Spiel. Der FC hat viel Qualität im Kader und deshalb wird es eine große Herausforderung. Wir sind sehr gut vorbereitet und ich glaube, dass wir etwas mitnehmen werden.“

Personal Paderborn: Die Berliner müssen in Köln auf John Anthony Brooks (Sprunggelenkverletzung), Marton Dardai (10. Gelbe Karte), Jeremy Dudziak (Hüftgelenk-OP), und Bilal Hussein (Sprunggelenkverletzung) verzichten.

Mögliche Startelf: Ernst – Gechter, Leistner, Klemens – Kenny, Demme, Zeefuik – Cuisance, Maza – Reese, Scherhant

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Köln gegen Hertha – Traumtore, unfassbare Fehlschüsse und Rekorde

Timo Hübers erzielt das Tor des Monats
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Köln gegen Hertha – Traumtore, unfassbare Fehlschüsse und Rekorde

Für den 1. FC Köln steht am Samstagabend das Heimspiel gegen Hertha BSC auf dem Spielplan. Eine schwere Aufgabe und ein Duell mit Tradition und besonderen Ereignissens für den 1. FC Köln: Unvergessene Momente gegen Hertha BSC.

Eine unvergessene Kulisse, ein legendärer Fehlschuss und gleich mehrere Traumtore, auch für den 1. FC Köln: Unvergessene Momente gegen Hertha BSC.

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Ein volles Haus erwarten die Kölner am Samstagabend, wenn es zum Flutlichtspiel im eigenen Stadion kommt. Vor mehr als 50 Jahren verfolgten genau jene Begegnung sogar mehr als 88.000 Zuschauer im Olympiastadion, es gibt auch weitere Quellen, die die Zahl auf mehr als 100.000 Zuschauern beziffern. Offiziell sind es 88.075 – bis heute der Bundesliga-Rekord. Der FC unterlag damals 0:1. „Ich glaube Hertha wird im Olympiastadion – übrigens ein tolles Publikum – kaum ein Spiel verlieren“, sagte damals der Kölner Keeper Manfred Manglitz. Dass die Hertha durchaus zu Hause Spiele verlieren kann, zeigt schon der Umstand, dass die beiden Teams nun in der 2. Bundesliga aufeinandertreffen. Und im Hinspiel im Herbst vergangenen Jahres fügten die Kölner der Alten Dame eine bittere Pleite zu.

Adamyans legendärer Fehlschuss

Beim letzten Duell in der Hauptstadt zuvor kassierten die Kölner allerdings eine schmerzhafte Niederlage. Und das 0:2 im November 2022 dürfte einigen Kölner Spielern noch besonders in Erinnerung sein. Linton Maina scheiterte beispielsweise, als er alleine aufs Berliner Tor zulief. Unvergessen aber der kuriose Fehlschuss von Sargis Adamyan. Ein starker Ball von der rechten Seite passierte den Berliner Keeper und der Armenier stand vielleicht drei Meter vor dem leeren Tor. Wie auch immer brachte es der Angreifer fertig, den Ball über die Latte zu bugsieren. Nur wenige Minuten später hatte Adamyan das Tor erneut auf dem Fuß, scheiterte aber auch bei der weiteren Aktion. Die vergebene Möglichkeit aus drei Metern schaffte es aber in einige Bundesliga-Jahresrückblicke.

Tor des Monats und Tor des Jahres

Deutlich besser machte es Timo Hübers im folgenden Heimspiel gegen die Alte Dame. Der FC setzte sich im Mai 2023 mit 5:2 gegen die Hertha durch. Der Innenverteidiger trug sich gleich doppelt in die Torschützenliste ein. Zudem trafen auch Davie Selke, Ellyes Skhiri und Denis Huseinbasic. Doch damit nicht genug: Hübers erzielte sogar das Tor des Monats. Nach einer Flanke von Maina war der Abwehrspieler damals mit der Hacke zur Stelle und traf sehenswert. Insgesamt das dritte Tor des Monats in Begegnungen der beiden Teams. Hannes Löhr hatte 1976 mit einem Distanzschuss ebenfalls ein Traumtor geschossen. Unvergessen (leider) auch das Tor von Berlins Alex Alves. Der Brasilianer traf 2000 vom Anstoßpunt sogar zum Tor des Jahres. Dirk Lottner hatte unmittelbar zuvor zum Kölner 2:0 getroffen, die Begegnung ging 2:4 verloren.

Am Samstagabend muss es für die Kölner sicherlich kein Traumtor geben. Den rund 50.000 FC-Fans dürften drei Punkte sicherlich reichen.


Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln? Die Ausgangslage ist gut, mehr aber auch nicht

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln? Die Ausgangslage ist gut, mehr aber auch nicht

Mit dem Erfolg über den SC Paderborn ist den Kölnern ein großer Schritt Richtung Bundesliga gelungen. Doch es sind noch sieben Spieltage zu gehen und das Aufstiegsrennen ist spannend wie selten zuvor. Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln?

Als „Big Points“ haben die Kölner den Erfolg beim SC Paderborn eingeordnet. Tatsächlich ist die Ausgangslage beim FC nach dem Erfolg eine richtig gute, aber sicher ist in der engen 2. Bundesliga noch nichts. Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln?

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Der Tenor der Kölner ist dieser Tage eindeutig: Der Fokus liegt auf dem kommenden Spiel und dann auf dem nächsten, bevor das nächste ansteht, werden die FC-Protagonisten nicht müde, zu betonen. „Wir haben uns in den letzten Monaten eine gute Ausgangslage erarbeitet“, sagte beispielsweise Leart Pacarada am Mittwoch. „Das nächste Spiel ist das wichtigste.“ Ähnlich hörten sich dann auch am Donnerstag die Worte von Gerhard Struber und Thomas Kessler auf der obligatorischen Spieltags-Konferenz an. An einen möglichen Aufstieg soll jedenfalls momentan kein Gedanke verschwendet werden. Kein Wunder, es sind noch sieben Begegnungen zu gehen und auch nach dem 27. Spieltag ist diese 2. Bundesliga eine der engsten, die es in ihrer Geschichte gegeben hat. Immerhin dürfen sich neun Mannschaften noch berechtigte Hoffnungen auf den Gang in Liga eins machen.

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Der Aufstiegskampf bleibt spannend

Und doch ist es in einer leicht zu euphorisierenden Stadt wie Köln kein Wunder, dass der Rechenschieber nach dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn am vergangenen Wochenende schon einmal herausgekramt wurde. Die Sachlage ist eigentlich recht einfach. Der FC führt die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem Hamburger SV an, auf Rang drei folgt der 1. FC Kaiserslautern mit vier Punkten Rückstand auf den FC (und einer ähnlichen Torbilanz), Paderborn hat schon fünf Punkte Rückstand auf die Geißböcke, wenn auch die leicht bessere Torbilanz. Heißt im Umkehrschluss, Kaiserslautern braucht in den verbleibenden sieben Spielen einen Sieg und ein Remis mehr als der FC, Paderborn im Grunde zwei. Dabei haben die Kölner in dieser Spielzeit die meisten Siege eingefahren. Die Ausgangslage ist also gut, allerdings ganz sicher auch nicht überragend.

Denn schon die kommende Begegnung gegen Hertha BSC schätzen die Kölner Verantwortlichen als sehr schwer ein. Und sollten die Geißböcke gegen Hertha verlieren, Paderborn wiederum am Freitag beim Kellerkind aus Braunschweig oder Kaiserslautern am Samstag in Magdeburg gewinnen, dann sieht die Rechnung schon wieder ganz anders aus. Ganz abgesehen davon, dass der HSV die Kölner dann mit einem Remis von Rang eins verdrängen würde. Der Aufstiegskampf ist also alles andere als entschieden und entspricht ganz sicher auch nicht einer besonders hohen Aufstiegswahrscheinlichkeit. Denn bekanntlich ist jede Statistik nur so gut, wie man sie lesen will. Tatsächlich sind seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel 27 der 29 Tabellenführer des 27. Spieltags auch aufgestiegen. Eine beeindruckende Bilanz. Nur sagt diese noch nichts über den Aufstieg in dieser Spielzeit aus.

„Es wird gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden“

Sollten die Kölner beispielsweise am Samstag die Tabellenführung wieder abgeben, wäre die Rechnung eine ganz andere. Denn von den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga nach dem 28. Spieltag verpasste ein halbes Dutzend den Aufstieg – unabhängig von der Spitzenreiterposition am 27. Spieltag. Mal ganz abgesehen davon, dass der Abstand zwischen Rang eins und Rang vier erst drei Mal in der Geschichte knapper als in dieser Saison war. Und in diese Spielzeiten fallen dann auch die beiden Nicht-Aufsteiger der 2. Bundesliga, die nach dem 27. Spieltag die Tabelle noch angeführt haben. Sprich: Drei Mal betrug der Abstand zwischen Rang eins und Rang vier weniger als sechs Punkte, zwei Mal verpasste der Spitzenreiter dann den Aufstieg. In den anderen 26 Fällen betrug der Abstand im Schnitt mehr als zehn Punkte.

Insofern sind auch die Worte von Gerhard Struber eindeutig. „Rechnen tun andere. Wir wollen uns nicht mit Gedankenspielen oder mathematischen Meisterleistungen verzetteln“, sagte der 48-Jährige. „Es wird gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden. Das machen wir nicht und dafür haben wir auch keine Zeit.“ Zumal der Fußball zu viele Unwägbarkeiten im Köcher hat, wie unlängst Drittligist Arminia Bielefeld dem Kölner Nachbar und Deutschen Meister eindrucksvoll im Pokal aufzeigte und für eine Aufstiegswahrscheinlichkeit das Restprogramm, die Verletztenliste, Tagesform und und und ebenfalls entscheidende Faktoren sind. Natürlich stehen die Chancen der Kölner nicht schlecht. Der FC hat den Aufstieg in der eigenen Hand und kann am Samstagabend den nächsten wichtigen Schritt gehen. Und da zum Beispiel Kaiserslautern auf einen direkten Konkurrenten trifft, würde dem FC ein Sieg weiter Luft verschaffen.

Eigentlich ist die Rechnung am Ende des Tages ganz einfach. Fahren die Kölner in den verbleibenden Spielen die gleiche Anzahl an Punkten ein wie die Konkurrenz (oder mehr), dann liegt der Aufstieg nicht mehr in der Wahrscheinlichkeit, dann ist er sicher.

 

Comeback-Plan beim 1. FC Köln: Zuversicht bei Linton Maina

Linton Maina bleibt aktuell nur die Rolle des Zuschauers
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Comeback-Plan beim 1. FC Köln: Zuversicht bei Linton Maina

Seit Anfang März fehlt Linton Maina aufgrund einer Sprunggelenksverletzung. Ein schmerzhafter Ausfall, denn der 25-Jährige ist einer der Topscorer des 1. FC Köln: Linton Maina glaubt an sein Comeback.

Er ist einer der absoluten Gewinner der bisherigen Saison. Dementsprechend fehlt der gebürtige Berliner dem 1. FC Köln: Aber Linton Maina glaubt an sein Comeback und will in dieser Saison wieder auf dem Platz stehen.

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Eigentlich war es eine beeindruckende Saison, die Linton Maina bis dato absolviert hat. Der Außenbahnspieler hat zumindest nach der durchwachsenen vergangenen Spielzeit zurück zu alter Form gefunden, ist beim FC einer der absoluten Leistungsträger und mit seinen Vorlagen auch ein Garant für den Erfolgskurs, den die Geißböcke seit Oktober letzten Jahres fahren. Doch der März hat die Spielzeit verändert. Maina zog sich im Duell gegen den Karlsruher SC eine schwere Sprunggelenksverletzung zu, fehlt dem FC seit dem Spiel gegen den Karlsruher SC. „Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht so ist, wie es sich normalerweise anfühlt und etwas gerissen ist“, sagt Maina nun im Interview gegenüber fc.de. „Ich dachte zunächst, ich könnte das Spiel noch durchhalten, habe dann aber relativ schnell gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht.“

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„Es gibt keinen guten Zeitpunkt für eine Verletzung“

Tatsächlich war in den Folgetagen schnell klar, dass die Verletzung zu gravierend ist, dass Maina dem FC für längere Zeit fehlen würde. Ein bitterer Verlust. In einer Saison, in der die lahmende Offensive das größte Problem eines Aufstiegskandidaten ist, sind wettbewerbsübergreifend zwölf Vorlagen und fünf Tore schon ziemlich beeindruckend. Nun fehlen dem FC die Torbeteiligungen in einer nicht ganz unwichtigen Saisonphase. „Es gibt keinen guten Zeitpunkt für eine Verletzung, dieser war aber mit der blödeste, weil ich nur noch kurz mitwirken kann“, sagt der 25-Jährige. Tatsächlich spielen die Kölner um den Aufstieg und damit auch um die Zukunft des gebürtigen Berliners. Denn Maina kann sich einen Verbleib beim FC in der Theorie zwar vorstellen, allerdings nur, wenn die Kölner auch aufsteigen.

Maina sei „froh, wie es aktuell läuft. Es spielen wieder andere Spieler wie beispielsweise Luca, der in Topform ist und uns mit sehr wichtigen Toren geholfen hat.“ Doch der gebürtige Berliner würde natürlich lieber selbst wieder spielen. Gerne auch am Samstag gegen den Club aus seiner Heimat. Und Maina war als Kind sogar Fan der Hertha, wollte bei der Alten Dame spielen. „Ich hatte Poster an der Wand, war im Stadion, habe beim Training zugeguckt. Union war für mich ein bisschen zu weit weg, deshalb hatte ich mit dem Verein nicht so viel Berührungspunkte“, sagt Maina. Doch das Spiel gegen Hertha kommt noch viel zu früh. Die Verletzung ist schwerwiegender. Am Donnerstag hatte Gerhard Struber schon angedeutet, dass die Fortschritte gut seien. Und auch Maina ist zuversichtlich: „Ich bin eine Woche früher dran als geplant. Ich hoffe und denke, dass ich in den letzten Spielen noch zum Einsatz kommen kann.“

Fünf Gründe, warum es am Ende für den 1. FC Köln zum Aufstieg reicht

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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Fünf Gründe, warum es am Ende für den 1. FC Köln zum Aufstieg reicht

Der FC ist mit einem Sieg ins Saisonfinale gestartet. Nun warten noch sieben Hürden Richtung Aufstieg. Der Vorsprung ist nach wie vor nicht groß und dennoch stehen die Chancen sehr gut, dass es am Ende reicht. Fünf Gründe, warum der 1. FC Köln aufsteigt.

Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn im vergangenen Oktober hat sich diese Entwicklung nicht angedeutet. Denn nach dem 2:1-Erfolg über die Ostwestfalen deuten die Vorzeichen für die Geißböcke doch auf Rückkehr in die Bundesliga. Fünf Gründe, warum der 1. FC Köln am Ende dieser Spielzeit aufsteigt.

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Der FC kann doch Spitzenspiel: Zwar mischen die Kölner seit Monaten oben in der Spitzengruppe fleißig mit, haben mit Abstand die meisten Spiele der Liga gewonnen und doch gab es diesen kleinen, faden Beigeschmack. Ausgerechnet gegen die Top-Teams fiel den Geißböcken das Gewinnen besonders schwer. Bis zum vergangenen Wochenende hatte der FC nur eine von sieben Begegnungen gegen die Mannschaften aus der Top-Sechs für sich entschieden. Mit dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn hat der FC diese Bilanz schon mal deutlich aufpoliert. In den verbleibenden sieben Partien warten mit Hannover 96 und dem 1. FC Kaiserslautern ohnehin nur noch zwei weitere (tabellarisch) große Kaliber.

Lösbare Aufgaben, einige Rückkehrer

Restprogramm: Auch, wenn die Saison noch sieben Spiele vor der Brust hat, könnten bereits die kommenden Begegnungen einen vorentscheidenden Charakter haben. Denn die Kölner bekommen es in den Begegnungen gegen Hertha, Greuther Fürth und Preußen Münster zunächst mit drei Mannschaften aus der unteren Tabellenregion zu tun. Verfolger Hamburg spielt in diesem Zeitraum genauso gegen den 1. FC Nürnberg wie die weiteren Topteams SC Paderborn und der 1. FC Kaiserslautern. Auch insgesamt ist das Restprogramm für den FC im Vergleich zur Konkurrenz sicher kein verkehrtes. Einzig der HSV hat es noch leichter, spielt (abgesehen von Nürnberg) nur noch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Sicher hätten die Kölner dennoch das Thema Aufstieg gerne schon vor den Abschlussspielen in Nürnberg und gegen Lautern in trockene Tücher gepackt.

Rekonvaleszenten: Die Kölner haben unfreiwillig bewiesen, dass die Breite des Kaders dann doch nicht ganz so schlecht ist, wie in den vergangenen Wochen oft zu hören oder zu lesen war. In Sachen Joker hat der FC noch viel Luft nach oben. Dennoch war die Mannschaft am Samstag gut genug. Und in den kommenden Wochen wird sich der Kader auch weiter in der Breite wieder der Norm annähern. Dominique Heintz dürfte schon gegen Hertha BSC wieder auf dem Platz stehen. Auch bei der Rückkehr von Luca Waldschmidt kann es sich eigentlich nur um eine Frage der Zeit handeln. Julian Pauli steht ebenfalls in den Startlöchern. Mit Timo Hübers und Damion Downs wird in den kommenden Wochen wieder weitere Qualität zur Mannschaft stoßen und mit ein wenig Glück werden auch Linton Maina und Jusuf Gazibegovic für die Crunchtime fit werden.

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Form und Moral scheinen zu passen

Moral: Leart Pacarada brachte es am Mittwoch nach dem Training auf den Punkt. „Das gibt uns sehr viel Rückenwind, vor allem, weil wir das Gefühl haben, dass man uns das nicht zugetraut hat. Das war eine echte Genugtuung. Es war ein wichtiger Sieg zum richtigen Zeitpunkt. Da kann man schon stolz auf die Mannschaft sein“, sagte der Außenverteidiger zum 2:1-Erfolg. Besonders die Umstände und Vorzeichen um und auf das Spiel waren alles andere als glücklich für die Geißböcke. Viel zu viele verletzte Spieler, die schlechte Bilanz gegen die Mannschaften von oben, der eher selten überzeugende Fußball. Und doch zeigten die Kölner eine ordentliche Leistung gegen den SCP, ließen sich auch nicht von einem Rückstand aus der Bahn werfen und bewiesen Moral. Eben jene Moral, auf die es bis zum Saisonende ankommen wird.

Aufstiegsform: Der FC zeigt in einigen Mannschaftsteilen eine beeindruckende Form. Marvin Schwäbe überzeugt etwa seit Wochen, hat in seinen bisherigen 17 Ligaspielen nur zwölf Tore kassiert. Sowohl gegen Darmstadt als auch gegen Paderborn hielt der Keeper den Sieg in der Schlussphase mit starken Paraden fest. Auch Luca Waldschmidt findet immer besser in die Mannschaft, war in den vergangenen drei Spielen immer an den entscheidenden Toren beteiligt. Mit Tim Lemperle hat der FC zudem lang vermisste Qualität zurückgewonnen. Qualität, die auch Neuzugang Imad Rondic offensichtlich stärker macht. Dazu beweisen auch Spieler wie Max Finkgräfe und Jan Thielmann ansteigende Form.

Der 1. FC Köln spielt am kommenden Samstag im Sondertrikot

Linton Maina stellt das Sondertrikot vor (Quelle: 1. FC Köln)
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Der 1. FC Köln spielt am kommenden Samstag im Sondertrikot

Der 28. Spieltag der zweiten Bundesliga steht beim FC unter einem besonderen Motto: Beim Heimspiel gegen Hertha BSC feiert der 1. FC Köln die Vielfalt. Der 1. FC Köln spielt gegen Hertha BSC im Sondertrikot.

Im Zuge der Saisonpartnerschaft „FC-Doppelpass“ mit dem ColognePride e.V. nimmt der 1. FC Köln gemeinsam mit der FC-Stiftung und zahlreichen Partnern das Thema Diversity in den Fokus. Beim Heimspiel gegen Hertha BSC feiert der FC die Vielfalt. Der 1. FC Köln spielt gegen Hertha BSC im Sondertrikot.

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„Ich bin als gebürtiger Kölner stolz, dass der FC da ein Zeichen setzt“, so Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung auf der Pressekonferenz vor Berlin. Denn am Samstag, den 5. April, laufen die Geißböcke im „Diversity-Trikot“ auf. Am 28. Spieltag der zweiten Bundesliga steht für den Verein das Heimspiel gegen Hertha BSC an. Und die Fans dürfen sich auf ein farbenfrohes Stadion freuen. Denn im Zuge der Saisonpartnerschaft „FC-Doppelpass“ mit dem ColognePride e.V. nimmt der 1. FC Köln gemeinsam mit der FC-Stiftung und zahlreichen Partnern das Thema Diversity in den Blick. Und so empfängt das Kölner Stadion die Zuschauer nicht nur mit in Regenbogenfarben leuchtenden Pylonen. Die Bandenwerbung der Partner und die Fahnen vor dem Stadion werden wieder bunt. Die Kapitänsbinde und sogar die Decke von Hennes IX. werden ebenfalls in Regenbogenfarben leuchten.

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Engagement für Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft

Im Vorfeld der Partie erklingt die FC-Hymne von Fan Fabrice, der mit einem Down-Syndrom lebt. Begleitet wird er bei seiner besonderen Panflöten-Version von den Höhnern. Im Zuge der Kampagne „Lebe wie du bist“ ist im FC-Fanshop bereits ab Montag die passende Kollektion erhältlich. „Unser Engagement für Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft ist ein zentraler Wert, der in der FC-Satzung verankert ist und von unseren Partnern begeistert mitgetragen wird. Wir freuen uns sehr, dass die Tradition des Diversity-Spieltags in dieser Saison durch die Doppelpass-Partnerschaft mit ColognePride einen besonderen Impuls erhält“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff. „Wir bedanken uns für die langjährige Unterstützung in diesem Thema, für das wir uns gerade in der aktuellen Zeit gar nicht laut genau einsetzen können.“ Der Verein setzt sich damit für Vielfalt und Gleichberechtigung, Akzeptanz und gegen Diskiminierung und Ausgrenzung im Sport und in der Gesellschaft ein.

Auch die FC-Frauen spielen bei ihrem Heimspiel am Sonntag, den 27. April im Franz-Kremer-Stadion im „Diversity-Trikot“, das zusammen mit Rewe, der DEVK sowie Ausrüster Hummel entworfen wurde. Zur Kollektion gehören ebenfalls die Aufwärmtrikots, ein Hoodie und vieles mehr. Das Trikot selber ist in limitierter Stückzahl ab Donnersstag im Fanshop des 1. FC Köln sowie im Onlineshop erhältlich. Für das Design gab es jedoch nicht nur Zustimmung. Auf dem Instagram-Kanal des Vereins kritisierten User die farbliche Gestaltung. Vor allem das Wappen sorgte für Diskussionen. „Die Farben unseres Wappen sind unantastbar!!🔴⚪️“, heiß es in einem Kommentar. Das Vereinswappen ist in diesem Jahr ebenfalls in Regenbogenfarben gehalten.


Gerhard Struber mit warmen Worten: Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln?

Gerhard Struber und Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln
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Gerhard Struber mit warmen Worten: Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln?

Auch für Denis Huseinbasic verläuft die Spielzeit bislang nicht wirklich konstant. Zuletzt blühte der Mittelfeldspieler wieder auf und erhielt nun viel Lob von Gerhard Struber. Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln?

Gegen Paderborn erzielte der 23-Jährige den entscheidenden Treffer, sein drittes Saisontor. Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln im Endspurt? Vom trainer gibt es jedenfalls viel Lob.

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Der Jubel war schon besonders ausgelassen, vielleicht auch ein wenig befreit. Denis Huseinbasic hielt sich die Finger an die Ohren, grinste über das ganze Gesicht. Kein Wunder, der 23-Jährige hatte die Kölner gegen den SC Paderborn nach Rückstand und unter schwierigen Bedingungen in Führun gebracht und letztlich sogar den entscheidenden Treffer ezielt. „Jeder weiß, dass ich eine schwere Phase hatte. Ich habe aber weiter an meine Fähigkeiten geglaubt und hatte heute das Glück auf meiner Seite“, sagte der Spieler später noch immer strahlend in der Mixed Zone der Home Deluxe Arena. Das Glück hatte der 23-Jährige auf seiner Seite, denn der Schuss war dann doch entscheidend von SCP-Abwehrmann Tjark Scheller abgefälscht worden. Möglicherweise wäre das Tor sonst nicht gefallen.

„Wir sind sehr happy, dass wir ihn so wieder zurückhaben“

So aber erzielte der Mittelfeldspieler die Führung und krönte eine gute Leistung mit dem dritten Saisontor. Dabei war der Saisonverlauf bislang alles andere als glücklich für Huseinbasic, nicht auf konstant hohem Niveau. Nach einer Verletzung im Winter folgte gegen Eintracht Braunschweig die Höchststrafe. Huseinbasic wurde ein- und vor dem Schlusspfiff schon wieder ausgewechselt. Zwar nahm Gerhard Struber die offensichtliche Fehlbesetzung später auf seine Kappe, doch so wirklich glücklich war der Spieler nicht. „Er ist auch ein Spieler, der hin und wieder ein gewisses Tal durchschreitet“, sagte der Kölner Trainer. „Es zeichnet den Denis aus, dass er dann auch kritisch mit sich ist und dran bleibt und versucht, sich zu verbessern.“ Und so ließ sich der 23-Jährige auch nicht aus der Bahn werfen, als er im März nicht für die A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina nominiert wurde.

Im Gegenteil, gegen Paderborn drehte Huseinbasic wieder auf. „Denis ist ein hochveranlagter Techniker, der viel mit dem Ball mitbringt und für uns auch was die Kreativität, die Spielkontrolle und in weiterer Folge auch die Dominanz angeht, viel entwickeln kann. Wir sind sehr happy, dass wir ihn so wieder zurückhaben“, sagte Struber. „Er ist jetzt im Aufwind. Wir unterstützen ihn. Wir hoffen, dass er im nächsten Spiel den nächsten Schritt setzen kann.“ Dabei geht mehr als der entscheidenden Treffer gegen einen direkten Konkurrenten doch eigentlich gar nicht. Vielleicht ein Kantersieg. „Mir ist egal, wie hoch wir gewinnen. Am Ende ist so ein Sieg mit den Emotionen für mich sogar schöner“, so Huseinbasic. Daran kann der Mittelfeldspieler gegen Hertha gerne anknüpfen.

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Aufstieg: Die nächsten drei Spiele könnten für den 1. FC Köln schon vorentscheidend sein

Gerhard Struber Trainer des 1. FC Köln
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Aufstieg: Die nächsten drei Spiele könnten für den 1. FC Köln schon vorentscheidend sein

Nach dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn haben die Kölner die Tabellenführung wieder übernommen und sprachen anschließend von „Big Points“. Tatsächlich geht es beim FC gerade in die richtige Richtung. Nicht nur das: Für den 1. FC Köln sind die kommenden drei Spiele vorentscheidend.

Lange war der Kampf um den Aufstieg in der 2. Bundesliga historisch eng. Auch aktuell ist das Rennen noch komplett offen. Das kann sich aber schon sehr bald ändern. Für den 1. FC Köln sind die kommenden drei Spiele vielleicht sogar vorentscheidend. Und der 1. FC Nürnberg könnte eine entscheidende Rolle übernehmen.

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Das fast schon unwirklich erscheinende Verletzungspech, die Statistik gegen die „großen“ der Liga und die fehlende spielerische Klasse der vergangenen Woche – es hat am Samstag nicht viel für einen Erfolg der Geißböcke in Paderborn gesprochen. Der FC fuhr aber nicht nur drei Punkte ein und ging nicht nur als verdienter Sieger vom Platz, vielmehr waren die Geißböcke der große Gewinner des Spieltags. Denn während die Kölner ihren zweiten Sieg gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs einfuhren (dazu noch einen verdienten), patzte die Konkurrenz. Abgesehen vom 1. FC Kaiserlautern, die Pfälzer setzten sich im direkten Duell gegen Fortuna Düsseldorf durch und sprangen so auf den Relegationsplatz. Der FC geht als Spitzenreiter in die letzten Saisonspiele und hat möglicherweise sogar schon mehr als ein paar Big Points eingefahren.

Berlin ist für den 1. FC Köln ein schlagbarer Gegner

Denn schon die kommenden drei Spieltage können für den FC einen vorentscheidenden Charakter haben. Zumindest auf dem Papier steht Köln vor drei lösbaren Aufgaben. Am Samstag erwarten die Geißböcke Hertha BSC im eigenen Stadion. Vor der Saison waren die Berliner als einer der Top-Favoriten im Aufstiegsrennen gehandelt worden. Immerhin verfügt die „Alte Dame“ über einen der wertvollsten Kader der 2. Bundesliga. Doch auf der Tabelle spiegelt sich das nun mal so gar nicht wieder. Berlin ist aktuell Tabellendreizehnter. Nach einer Formkrise mit sechs Niederlagen und einem Remis – inklusive Trainerwechsel – stabilisierte sich die Hertha zuletzt, gewann zwei Mal in Serie. Dennoch ist Berlin für den FC ein schlagbarer Gegner, wie die Kölner schon zwei Mal in dieser Spielzeit bewiesen haben.

Sechs Tage nach dem Berlin-Spiel reist der FC nach Fürth und trifft dort auf eine Wundertüte, den Tabellenzwölften. Am Ostersonntag steht das Heimspiel gegen Preußen Münster auf dem Spielplan. Drei unangenehme Gegner, aber für einen Aufstiegskandidaten wohl auch drei schlagbare Gegner. Zumindest ist das Programm der kommenden drei Wochen bei der direkten Konkurrenz ein anderes. Und tatsächlich nimmt der 1. FC Nürnberg eine nicht ganz unwichtige Rolle ein. Der Club spielt in den letzten sieben Spielen gegen sechs direkte Konkurrenten und in den kommenden drei Wochen gegen den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern und den SC Paderborn also der Reihe nach den Plätzen zwei, drei und vier. Für Kaiserlautern geht es zudem noch gegen den 1. FC Magdeburg und für den SC Paderborn gegen Fortuna Düsseldorf – also auch gegen weitere direkte Konkurrenz.

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Sollten die Kölner also die kommenden drei Spiele wirklich gewinnen, dürfte der FC einen sehr sehr großen Schritt Richtung Rückkehr in die Bundesliga gemacht haben. Allerdings werden die Begegnungen alles andere als Selbstläufer. Schließlich sind über die drei FC-Gegner schon andere Mannschaften aus der Top-Sechs in dieser Serie gestolpert. Auf die letzten sieben Spiele betrachtet, hat der HSV das leichteste Restprogramm. Zumindest was die Platzierungen der Gegner angeht. Das Durchschnittsranking der verbleibenden Gegner beträgt bei den Rothosen 12,5 beim FC 10,7. Damit liegen die Kölner aber auf dem dritten Platz der Top-Neun. Das Durchschnittsranking von Nürnberg beträgt 6,1 das von Kaiserslautern 9,2. Und mit den Pleiten von Paderborn und Hannover am Freitag würde die Wahrscheinlichkeit für einen Aufstieg mit den Erfolgen in den kommenden drei Siegen um ein Vielfaches steigen.