Formkurve, Restprogramm, Personal – wer macht das Aufstiegsrennen und was für den 1. FC Köln spricht

Florian Kainz im Duell gegen Hannover.
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Formkurve, Restprogramm, Personal – wer macht das Aufstiegsrennen und was für den 1. FC Köln spricht

Fünf Spieltage vor dem Saisonende machen sich noch zehn Teams Hoffnung auf den Aufstieg, sieben auf den direkten. Die Ausgangslage ist für den Tabellenzweiten keine schlechte. Rest-Programm, Formkurve und Personal: Was spricht für den 1. FC Köln?

Es bleibt spannend bis zum Schluss in der 2. Bundesliga. Zumindest deutet alles auf ein packendes Finale. Durch ist noch keine Mannschaft, aber wie ist die Tendenz? Rest-Programm, Formkurve und Personal: Was spricht für den 1. FC Köln?

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Spätestens mit dem 1:0-Erfolg über den FC Schalke 04 hatte der FC den Ausrutscher vom ersten Pflichtspiel des Jahres wieder ausgemerzt. Die Geißböcke verbuchten den dritten Sieg in Serie, wenn auch einen weiteren glücklichen, untermauerten die Tabellenführung und damit auch die Aufstiegsambitionen. Doch seit der kleinen Serie will es nicht mehr so richtig rund laufen bei den Geißböcken. Der FC gewann von den vergangenen acht Spielen drei, holte gerade einmal elf von 24 möglichen Punkten. Und zeichnete sich als alles andere als ein Aufstiegskandidat aus. Nicht nur das, der FC belegt in der Formtabelle seit dem Schalke-Spiel nur noch Rang elf. Umso erstaunlicher, dass die Ausgangsposition nach dem 29. Spieltag nach wie vor eine besonders gute ist. Der FC hat vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Elversberg und Düsseldorf müssten als Tabellendritter oder -vierter also ein Spiel mehr gewinnen und eins mehr unentschieden spielen, um Köln abzufangen.

Elversberg aktuell in Topform

Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen würde man in der Regel behaupten, dass der Vorsprung einem soliden Polster entspricht. Nur sagt eben die Formkurve der jüngeren Vergangenheit etwas anderes. So zeigt die bei den Saarländern deutlich nach oben. Die „Elv“ sammelte in den vergangenen acht Spielen vier Siege ein, verlor nur eine Begegnung, weist aktuell den besten Punkteschnitt auf. Auch Düsseldorf sammelte zuletzt mehr Zähler als die Kölner ein. Es könnte also nochmal knapp werden. Der Hamburger SV gewann ebenfalls vier der letzten acht Spiele. Doch spätestens mit dem 2:4 gegen Braunschweig dürften die ersten HSV-Fans wieder nervös werden. Verspielen die Rothosen noch Platz eins? Der Vorsprung ist in dieser seltsamen Liga jedenfalls alles andere als komfortabel.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Immerhin spricht das Restprogramm nach wie vor für den HSV. In den verbleibenden fünf Spielen bekommen es die Hanseaten nur noch mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu tun. Der Durchschnittsrang der Gegner liegt bei 13. Auch der FC hat nicht gerade das schwerste Restprogramm vor der Brust. Zumindest auf dem Papier. Der Durchschnittsrang liegt bei 11,4. Nur gibt es da direkt drei „aber“. Zum einen wird der Schnitt von Jahn Regensburg (18.) und Preußen Münster (16.) mächtig nach unten gedrückt, zum anderen spielen die Geißböcke demnach noch gegen drei Aufstiegskandidaten (Hannover, Nürnberg und Kaiserslautern) und dann sind da eben noch die vergangenen beiden Spiele, die der FC trotz der vermeintlichen Favoritenrolle zurecht nicht gewann.

Schalke das Zünglein an der Waage?

Für Paderborn und Nürnberg haben es die restlichen Spiele besonders in sich. Beide Teams spielen in fünf Begegnungen gegen vier Mitkonkurrenten um den Relegationsplatz. Das Zünglein an der Waage könnten wiederum die Königsblauen sein. Denn der FC Schalke 04 spielt in den fünf verbleibenden Spielen gegen fünf Aufstiegskandidaten. Unter anderem gegen den HSV (1.), Elversberg (3.) und Düsseldorf (4.). Spannend wird mit Sicherheit auch das Endspiel zwischen dem FC und Kaiserslautern. Die Kölner würden sich bestimmt glücklich schätzen, wenn das Rennen zu diesem Zeitpunkt entschieden wäre. Auszugehen ist davon aber nicht. Immerhin hofft der FC für den Liga-Endspurt noch auf die Rückkehr einiger verletzten Leistungsträger. Timo Hübers und Dominique Heintz werden wohl nicht mehr lange ausfallen, auch Linton Maina und Max Finkgräfe werden in dieser Spielzeit wohl wieder zurückerwartet.

Dennoch umgibt den FC wohl mit das größte Verletzungspech der Aufstiegskandidaten. Auch der 1. FC Magdeburg und Fortuna Düsseldorf haben mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Beim Hamburger SV fällt mit Miro Muheim ein Leistungsträger bis in den Mai aus, am Samstag schockte die Verletzung von Hannovers Marcel Halstenberg die Liga. Eine entscheidende Rolle könnten im Liga-Endspurt aber auch die Joker spielen. Und da beweist vor allem Lukas Kwasniok vom SC Paderborn ein goldenes Händchen. Die Ostwestfalen führen die Joker-Liste mit 22 Torbeteiligungen vor Fortuna Düsseldorf mit 18 an. Beim FC waren erst fünf Joker an Toren beteiligt.


Freitag nicht absehbar: Der 1. FC Köln ist ein Gewinner im Kampf um die direkten Aufstiegsränge

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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Freitag nicht absehbar: Der 1. FC Köln ist ein Gewinner im Kampf um die direkten Aufstiegsränge

Die 2. Bundesliga bleibt weiterhin spannend wie selten zuvor. Und obwohl der FC wichtige Zähler liegen gelassen hat, steht da noch immer Rang zwei. Nach normalem Ermessen wird es so langsam für den ein oder anderen Gegner aber schwer. Der 1. FC Köln befindet sich im Siebenkampf um die direkten Aufstiegsplätze.

Nur ein Punkt geholt und dennoch den Abstand auf einige Konkurrenten vergrößert. Die ersten Teams spielen wohl nur noch um den Relegationsrang. Der 1. FC Köln befindet sich aber weiterhin mitten im Siebenkampf um die direkten Aufstiegsplätze.

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So ein wenig scheint die 2. Bundesliga in dieser Saison wie verhext. Zumindest zeichnet sich auch fünf Spieltage vor dem Saisonende nicht der ganz große Aufstiegskandidat ab. Und am Freitag war es alles andere als vorstellbar, dass sich der FC nach einer mäßigen Leistung gegen die SpVgg Greuther Fürth und nur einem Punktgewinn sogar noch ein wenig (ein ganz klein wenig) wie einer der Gewinner des Spieltags fühlen darf. Immerhin haben die Geißböcke den Vorsprung auf die eigentlich als stark eingeschätzte Konkurrenz aus Magdeburg, Kaiserslautern, Paderborn und Hannover vergrößert und gleichzeitig den Rückstand auf den Spitzenreiter aus Hamburg verkleinert. Der FC steht trotz der verpassten „Big Points“ gegen Hertha BSC und eben das Kleeblatt in der Tabelle immer noch gut da, hat weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Magdeburg unterliegt dem SSV Ulm

Auf der anderen Seite hat sich die Tabelle an diesem 29. Spieltag weiter zusammengeschoben. Auf einmal mischt die SV Elversberg mal wieder so richtig mit im Konzert der Großen und auch der Karlsruher SC hat als Tabellenzehnter nur sechs Zähler Rückstand auf Rang drei. Auf der Zielgeraden der Spielzeit dürfen sich also noch zehn Mannschaften Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Dabei werden aber sicher nicht mehr alle Teams in den Kampf um die direkten Aufstiegsplätze eingreifen können. Zumindest nicht nach normalen Ermessen – doch, was ist in dieser Spielzeit schon normal? Insgesamt sind für die Mannschaften noch 15 Punkte zu holen. Mehr als sechs Zähler wird wohl kein Team auf das Spitzenduo aufholen. Und sollte das der Fall sein, haben sieben Teams die direkte Chance auf den Aufstieg.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Der HSV führt die Tabelle mit 52 Punkten an, ein Zähler vor dem FC. Es folgen die SV Elversberg nach dem 3:1 in Hannover sowie Fortuna Düsseldorf nach dem 2:1-Erfolg in Paderborn, der 1. FC Magdeburg, der 1. FC Kaiserslautern und der SCP mit sechs Zählern Rückstand auf Rang zwei. Da aber noch einige direkte Duelle anstehen, wird sich die Tabelle noch weiter zusammenschieben. In der Theorie geht es für die Positionen sieben bis zehn also eigentlich nur noch um den Relegationsplatz. Doch da ist weiterhin ein kleines „aber“. Denn ausgerechnet Mannschaften wie Nürnberg oder Paderborn haben gleich mehrere direkte Duelle vor der Brust. Es wäre also alles andere als verwunderlich, wenn sich die Situation vier Spieltage vor dem Saisonende wieder komplett verändert hat.


Ein weiteres Comeback: Macht Mark Uth nun den Unterschied beim 1. FC Köln?

Mark Uth vom 1. FC Köln
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Ein weiteres Comeback: Macht Mark Uth nun den Unterschied beim 1. FC Köln?

Die Sorge schwingt mit, die Hoffnung aber mindestens genauso. Mark Uth stand gegen Fürth eine halbe Stunde auf dem Platz und erzeugte ein wenig mehr Spielwitz und Kreativität beim 1. FC Köln: Mark Uth lässt einmal mehr Hoffnung aufkeimen.

So richtig viel Positives gab es aus Kölner Sicht am Freitagabend nicht in Fürth zu holen. Nur die Erkenntnis, dass mit dem Routinier möglicherweise ein wenig mehr Spielqualität auf den Platz zurückkehrt beim 1. FC Köln: Mark Uth lässt einmal mehr Hoffnung aufkeimen.

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Luca Waldschmidt war alles andere begeistert. Der Gesichtsausdruck sprach Bände. Der ehemalige Nationalspieler klatschte mit Gerhard Struber und der Bank noch ab, ließ sich dann aber doch zu einer kleinen Reaktion hinreißen, als er gegen die Bedachung der Bank schlug. Mit der Auswechslung nach einer guten Stunde hatte er offenbar nicht gerechnet. Der 28-Jährige kommt nun auf vier Torbeteiligungen in fünf Spielen, war auch gegen Fürth erfolgreich – wenn auch vom Punkt. Und doch gehörte in dem Moment die Aufmerksamkeit eigentlich einem anderen Spieler: Mark Uth. Der Kölner Routinier kam nach einer guten Stunde für Waldschmidt und damit zu seinem längsten Pflichtspiel-Einsatz in dieser Saison. Schon unter der Woche hatte Struber angedeutet, dass die Zeit bald für Uth reif sein könnte.

25 Einsätze in drei Spielzeiten

Allerdings mit Handbremse. Kein Wunder, die Verletzungshistorie des Angreifers ist bemerkens- und bedauernswert. In dieser Spielzeit sammelte der 33-Jährige bis zum Fürth-Spiel sechs Kurzeinsätze und 40 Spielminuten. In den vergangenen drei Spielzeiten waren es insgesamt 25 Einsätze. Schmerzhaft wenig für einen Spieler, der immer wieder als einer der Hoffnungsträger der Kölner auserkoren wurde, aufgrund seiner Verletzungen dieser Hoffnung aber nicht gerecht wurde. Nun gibt es den neuen Anlauf und die Hoffnung, dass dieser von längerer Dauer ist. Gegen Fürth fehlte auch nicht viel und der Routinier hätte ein besonders bemerkenswertes Comeback gefeiert. Eine gute Minute stand der Angreifer auf dem Feld, da spielte Damion Downs einen genialen Pass und Uth tauchte alleine vor Fürths Keeper Nahuel Noll auf. Doch der Kölner entschied sich für die kurze Ecke, möglicherweise wäre die lange die bessere Wahl gewesen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Uth selbst ärgerte sich in der Situation wohl am meisten. Auch, wenn der Stürmer eine der größten, vielleicht sogar die größte Chance der Geißböcke liegenließ, war er sicherlich einer der Aktivposten. Uth strahlte auf dem Platz eine ganz andere Präsenz aus, wirkte so, als könne er die Ideen haben, die dem FC in den vergangenen Wochen so abgegangen sind. Auch, wenn sich das nicht in Zahlen belegen ließ. „Mark hat das gut überstanden. Er kann einfach kicken, hat ein gutes Gefühl mit dem Ball. Er ist gut ins Spiel gekommen“, lobte nach der Begegnung dann auch der Coach. „Das war ein weiteres positives Signal, dass wir die Jungs für den Endspurt zurückbekommen. Mark kann jetzt seine Qualität unter Beweis stellen.“ Dass der Angreifer das Zeug dazu hat, hat er bereits bewiesen. Nun muss nur noch der Körper mitspielen.


Kommentar: Rechnen braucht nur der nicht, der genug auf dem Konto hat – den Luxus muss man sich verdienen

Gerhard Struber wirkt enttäuscht
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Kommentar: Rechnen braucht nur der nicht, der genug auf dem Konto hat – den Luxus muss man sich verdienen

Auch, wenn die Konkurrenz dem FC mal wieder in die Karten gespielt hat und Köln von Rang zwei winkt, tun die Geißböcke gerade zu wenig dafür, sich den Nimbus des Aufstiegskandidaten zu verdienen. Nur auf die Ausrutscher der Gegner zu bauen, wird nicht reichen. So wird der Rechenschieber am Ende des Tages doch eine Rolle spielen. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln in Fürth.

Zum zweiten Mal in Folge haben die Kölner wichtige Punkte liegen gelassen. Mit fünf Punkten mehr wäre der FC dem Aufstieg zumindest schon ein Stück näher. Nur zählt „wäre“ nicht. Und so wird es wohl bis zum Ende spannend bleiben. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln in Fürth.

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Es ist noch keine 14 Tage her, da weigerte sich Gerhard Struber, den Rechenschieber aus der Schublade zu holen. Der FC hatte gegen Paderborn 2:1 gewonnen und die ersten Experten prophezeiten schon einen sehr wahrscheinlichen Aufstieg. Leichtes Restprogramm, kleines Polster, Historie – dass der Fußball aber seine eigenen Gesetze und Geschichten schreibt, bekamen der FC und die Kölner Fans am Freitagabend einmal mehr schmerzhaft zu spüren. Ein mageres 1:1 entführten die Geißböcke eben aus Fürth. Ein 1:1, bei dem durchaus der Siegtreffer möglich gewesen wäre, genauso wäre aber auch ein 1:2, vielleicht sogar ein 1:3 aus Kölner Sicht ein realistisches Ergebnis gewesen. Vermutlich war der FC dem Sieg ein „Stück weit“ näher. Zumindest haben die Kölner einen ganz klaren Elfmeter nicht zugesprochen bekommen.

Eine Frage der Qualität

Der Tenor der Geißböcke ist weiterhin, nur auf sich selbst zu schauen. Doch die Betrachtung kann und darf den FC-Verantwortlichen nicht gefallen. Wenn vier Mal in Folge der Keeper der Man of the Match ist – und das gegen drei Teams aus dem Tabellenkeller – und man dem Sieg aufgrund eines nicht gegebenen Elfmeters (dem zweiten in diesem Spiel) hinterhertrauert, dann ist es mit der Qualität ganz offensichtlich so eine Sache. Egal ob Chancenwucher, lahmende Offensive oder fehlende Ideen – am Ende des Tages liefern die Kölner für einen Aufstiegskandidaten viel zu oft einfach zu wenig ab. Immer wieder haben Spieler, Trainer und Verantwortliche betont, dass es auch eine Qualität sei, Spiele knapp zu gewinnen, dass es nicht um Schönspielerei gehe, vielmehr um das Ergebnis. Sie haben darauf hingewiesen, dass die Tabelle ja auch eine gewisse Wahrheit spricht.

Aber tut sie das? Oder ist die Wahrheit vielmehr, dass man auf Rang zwei der Tabelle mit allen Optionen steht, weil es die neun (!) anderen Aufstiegskandidaten auch nicht schaffen, die nötige Qualität, einen Hauch Konstanz in ihr Auftreten zu bringen, um die Liga zu dominieren. Es auch nicht schaffen, gegen die vermeintlich Kleinen zu gewinnen. Tatsächlich hat die Liga in dieser Spielzeit viel von einem Quetschebüggel. Zumindest zieht sich das Tableau mal auseinander, um sich nur ein Spieltag später wieder ganz tief ineinander zu schieben. Nein, die Qualität eines Bundesligisten lassen die Geißböcke in dieser Spielzeit viel zu oft vermissen. Dass der Tabellenplatz nach dem 29. Spieltag nicht mehr viel mit Glück zu tun hat, stimmt so nicht. Zumindest haben die Geißböcke Glück, dass es die Konkurrenz auch nicht besser machen will. Magdeburg, Hannover, Hamburg und Karlsruhe heißen die bisherigen Verlierer des Spieltags.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Das 1:1 gegen Fürth kann den Köln-Fan schon ein wenig ratlos zurücklassen. Denn auch wenn es in der Historie noch nie eine Mannschaft fertig gebracht hat, den Vier-Punkte-Vorsprung nach dem 28. Spieltag zu verspielen, die Kölner tun dieser Tage einiges dafür, diesen Rekord zu brechen. Die Leistung einiger Spieler darf zumindest hinterfragt werden. Und so ein wenig Sorge, dass der FC sich zu einem zweiten HSV, der es im übrigen auch noch nicht geschafft hat, entwickelt, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Gerhard Struber will das Rechnen anderen überlassen. Das ist leicht gesagt. Die Wahrheit ist eine andere. Es ist genau wie im Leben: Rechnen braucht nur der nicht, der genug auf dem Konto hat. Und den Luxus muss man sich wohl verdienen.


Nach desolatem Auftritt: Struber watscht zwei Stammspieler ab – „Abschreckung“

Imad Rondic beim Spiel des 1. FC Köln
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Nach desolatem Auftritt: Struber watscht zwei Stammspieler ab – „Abschreckung“

Gut war der Auftritt der Kölner am Freitagabend wahrlich nicht. Dennoch schnupperten die Geißböcke noch am möglichen Sieg. Damit hatten gleich zwei Profis aber relativ wenig zu tun beim 1. FC Köln: Struber watscht zwei Profis ab.

Für seine Wechselfreudigkeit ist Gerhard Struber wahrlich nicht bekannt. Gegen Fürth entschied sich der Trainer bereits zur Halbzeit, die Formation zu verändern beim 1. FC Köln: Struber watscht zwei Profis ab.

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Damion Downs und Dejan Ljubicic standen längst bereit. Die beiden FC-Profis hatten sich sogar ihr Leibchen schon ausgezogen, da war gerade erst eine gute halbe Stunde gespielt. „Zur Abschreckung“, sagte Gerhard Struber später mit einem angedeuteten Lächeln im Gesicht, obwohl ihm so gar nicht zum Lachen zumute war. Der FC hatte eine desolate erste Halbzeit gegen Fürth gespielt. Eine erste Halbzeit, die so gar nichts mit erstklassigem Fußball zu tun hatte. Die Abschreckung galt insofern auch nicht dem Gegner, der so mutig aufspielte, dass wohl weder Downs noch Ljubicic beim bloßen Anblick für die ganz großen Sorgenfalten gesorgt hätten. Die Abschreckung war wohl eher eine Warnung an die eigenen Spieler. Denn was beispielsweise Imad Rondic und Florian Kainz auf den Platz legten war – vorsichtig formuliert – interessant.

Zwei Wechsel schon zur Pause

Kainz war für Mathias Olesen in die Anfangsformation gerutscht. Und wirkte an der Rolle auf einer Art offensiven Sechs seltsam desinteressiert. Gerade in der Rückwärtsbewegung tat sich der Österreicher besonders schwer. Beim Gegentreffer ließ er sich viel zu einfach austanzen, hatte auch anschließend nicht so wirklich die Jetzt-erst-recht-Körperhaltung parat. Zwar mühte sich der Mittelfeldmann in der Vorwärtsbewegung, wollte Struktur ins Spiel bekommen, doch blieb der Auftritt brotlos. Allerdings auch, weil die Mitspieler ebenfalls nicht ins Spiel fanden. Der Wechsel zur Pause war nötig – und für Struber ungewohnt früh. Schon gegen Darmstadt hatte der Coach ein ähnliches Zeichen gesetzt, damals zur Halbzeit gleich drei Mal gewechselt. Unter anderem musste auch Florian Kainz vom Platz, der FC gewann am Ende 2:1.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die Watschen kassierte dieses Mal auch Imad Rondic, der es in der Anfangsphase fertig brachte, gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position, den Ball nicht aufs Tor zu bringen. Anschließend vertendelte er einen einfachen Ball, den Kainz ihm stark in den Lauf spielte. Was Rondic in der Situation vorhatte, blieb sein Geheimnis, der Ball landete im Toraus. Auch bei einem Flugkopfball machte der Angreifer nicht gerade die beste Figur, verpasste den Ball hauchdünn und landete mit dem Gesicht auf dem Rasen. Rondic arbeitete wahrlich nicht daran, das Image des Fehleinkaufs zu widerlegen. Zwar hatte Chrstian Keller bekanntlich betont, Rondic war gar nicht verpflichtet worden, um sofort zu helfen. Nur ließ die Leistung Zweifel aufkommen, ob der Stürmer denn überhaupt eine Hilfe werden kann.

Zwar sagte Struber nicht mehr zu den beiden frühen Auswechslungen, die Maßnahme an sich spricht aber für einen Trainer, der eher für eine gewisse Wechsel-Trägheit steht, Bände. Insofern war die Auswechslung mehr als eine Abschreckung – es ging eher Richtung Abwatschen.


Unglaublich: Magdeburg und Hannover patzen – 1. FC Köln im Glück

Daniel Reimann vom 1. FC Magdeburg
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Unglaublich: Magdeburg und Hannover patzen – 1. FC Köln im Glück

Will in dieser Saison denn keine Mannschaft aufsteigen? Auch am Samstag patzten die nächsten Favoriten. Magdeburg unterlag Ulm, Hannover der SV Elversberg. Der 1. FC Köln kann also den Vorsprung vor zwei Konkurrenten halten.

Überraschung in der 2. Bundesliga. Der 1. FC Magdeburg unterliegt dem SSV Ulm 0:1, Hannover kassiert eine 1:3-Pleite gegen Elversberg. Der 1. FC Köln kann also den Vorsprung vor zwei Konkurrenten halten. Allerdings verpassten die Geißböcke die Chance, den Vorsprung auszubauen und damit einen großen Schritt Richtung Bundesliga zu machen.

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Der Frust war bei den Geißböcken nach dem 1:1 mehr als verständlich. Auch, wenn das Remis am Ende des Tages absolut in Ordnung ging, hatten sich die Kölner bei der SpVgg Greuther Fürth natürlich deutlich mehr ausgerechnet. Drei Zähler hätten es dann schon werden sollen. „Es ist natürlich unsere Erwartung gewesen, dass wir hier drei Punkte mitnehmen“, sagte der Coach. Es wurde einer. Und am Samstagnachmittag wiegen die verschenkten Punkte dann doch noch einmal ein wenig schwerer. Denn auch am 29. Spieltag macht sich der Eindruck breit, dass in dieser 2. Bundesliga kein Team so recht aufsteigen will. Der Hamburger SV unterlag am Freitagabend überraschend Eintracht Braunschweig vollkommen verdient 2:4. Und am Samstag zogen die nächsten Teams nach.

Magdeburg unterliegt dem SSV Ulm

Der 1. FC Magdeburg, am vergangenen Spieltag mit dem Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern noch einer der großen Gewinner, unterlag dem SSV Ulm 0:1 und verpasste die Chance, den Rückstand auf die Kölner auf einen Zähler zu reduzieren. Magdeburg wäre wieder am Drücker gewesen und hätte den Relegationsplatz gefestigt, bevor am Abend der 1. FC Kaiserslautern noch zum Einsatz kommt. Die Pfälzer treffen auf den 1. FC Nürnberg. Auch Hannover 96 kassierte eine weitere Niederlage. Die Niedersachsen unterlagen im direkten Duell der SV Elversberg 1:3. Damit verbesserte sich die „Elv“ auf Rang drei und liegt vier Puntke hinter dem FC. Und damit ist man schnell im „Wäs-wäre-wenn“-Modus. Hätten die Kölner gegen Fürth gewonnen, hätte der Vorsprung auf Rang vier nach dem Spieltag mindestens sechs Punkte betragen und das fünf Spieltage vor Saisonende.

Glück im Unglück: Der Vorsprung auf die Konkurrenten aus Magdeburg und Hannover ist gleich geblieben. Düsseldorf und Paderborn sowie Kaiserslautern und Nürnberg können den Abstand noch einmal verkürzen.

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Entscheidung beim 1. FC Köln: Der aktuelle Vorstand tritt so nicht mehr an

Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich
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Entscheidung beim 1. FC Köln: Der aktuelle Vorstand tritt so nicht mehr an

Der Vorstand des 1. FC Köln wird sich in dieser Konstellation nicht mehr zur Wahl stellen. Das gab der Vorstand den FC-Mitgliedern am Samstagvormittag in einem Newsletter bekannt. Andere Konstellationen sind für die Vorstands-Mitglieder durchaus denkbar.

Die Geißböcke werden ab Herbst einen neuen Vorstand haben. Der aktuelle Vorstand des 1. FC Köln wird sich in dieser Konstellation nicht mehr zur Wahl stellen. Das gaben Werner Wolf und Co. in einem Newsletter den Mitgliedern am Samstagmittag bekannt.

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Es hatte sich in den vergangenen Wochen schon abgezeichnet, nun herrscht Gewissheit. Und doch kommt es zu einem etwas überraschenden Zeitpunkt mitten in der Saison. „Nach intensiven Überlegungen und Gesprächen sind wir – Carsten Wettich, Eckhard Sauren und Werner Wolf – zu dem Schluss gekommen, als Vorstandsteam in der aktuellen Zusammensetzung nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren“, heißt es in dem Newsletter. Weiter heißt es: „Aus Vorgesprächen mit dem Mitgliederrat haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass er uns als Trio nicht für eine weitere Amtszeit vorschlagen wird und sind daher nicht offiziell in den Auswahlprozess eingestiegen. Wir möchten offen kommunizieren, dass wir unter anderen Voraussetzungen durchaus bereit gewesen wären, den Weg der letzten Jahre gemeinsam fortzusetzen.“

Andere Konstellation möglich

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Die Chancen als Trio wiedergewählt zu werden, scheinen also zu gering. Allerdings halten es sich die drei bisherigen Vorstands-Mitglieder offen, mit einem anderen Team ins Rennen zu gehen. „Aus diesem Grund haben wir uns in sehr offenen und konstruktiven Gesprächen darauf verständigt, dass es jedem Mitglied des aktuellen Vorstands offensteht, in einer anderen Konstellation erneut für das Amt des Vorstandes zu kandidieren“, heißt es im Newsletter. Der Vorstand weist ausdrücklich darauf hin, dass das „Wohl des 1. FC Köln“ immer die höchste Priorität hatte. „Darüber hinaus möchten wir Euch versichern, dass wir unsere Aufgaben bis zum letzten Tag unserer Amtszeit gemeinsam mit vollem Engagement, höchster Professionalität und im vertrauensvollen Miteinander wahrnehmen und selbstverständlich alles für das Erreichen unserer sportlichen Ziele im Saisonendspurt tun.“

Gemäß der Satzung des Vereins ist der Mitgliederrat mit der Vorstandssuche beauftragt. Gespräche werden weiterhin geführt. „Die kommenden Monate sind entscheidend für die Weichenstellungen unseres Vereins. Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass der eingeschlagene Weg der Konsolidierung und Weiterentwicklung im Sinne des FC fortgesetzt werden kann. Lasst uns jetzt alle zusammenstehen, damit uns die Rückkehr in die Fußball Bundesliga gelingt“, schreibt der aktuelle Vorstand weiter.


Ärger über Schiedsrichterentscheidungen – aber wohl auf beiden Seiten

Gerhard Struber bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Ärger über Schiedsrichterentscheidungen – aber wohl auf beiden Seiten

Gegen Fürth kam der FC am Freitagabend nicht über ein 1:1 hinaus. Und haderte mit einem nicht gegebenen Elfmeter in der Schlussphase. Den hätte es wohl geben müssen. Allerdings war das nicht die einzige strittige Szene. Der 1. FC Köln hadert mit Schiri-Entscheidung.

Am Ende war der Punkt in Fürth zu wenig. Das lag zwar an dem schwachen Auftritt der Kölner, doch es gab noch weiteren Grund für Frust. Der 1. FC Köln hadert mit der Schiri-Entscheidung kurz vor Spielende. Doch auch Fürth hatte Grund für Ärger.

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Auf den ersten Blick lag Patrick Alt mit seiner Entscheidung wohl richtig. Der Schiedsrichter dachte nicht daran, wenige Minuten vor Spielende auf Elfmeter zu entscheiden. Zumindest nicht ein weiteres Mal. Gian-Luca Itter und Damion Downs hatten in der Box zueinander gefunden und waren zu Boden gegangen. Es sah wirklich nicht wild aus. „Ich glaube es ist für einen Schiedsrichter nicht so einfach, diese Situation auch so gut zu erkennen“, sagte deswegen auch Gerhard Struber recht verständnisvoll. Doch die Wiederholung ließ dann eigentlich nur sehr wenig Zweifel. Nach einer scharfen Flanke aus dem Halbfeld war Downs näher am Tor, hätte den Ball aus kürzester Distanz auf die Kiste bringen können, aber Itter griff beherzt zu, stellte die Hüfte ein wenig raus und ließ sich dann ebenfalls fallen.

Nicht gegebener Elfmeter nicht die einzige strittige Situation

Der Abwehrspieler verhinderte eine klare Torchance, Downs wäre aus einem Meter Entfernung zum Abschluss gekommen. Die Sachlage war ziemlich eindeutig. Zumal Itter einen Strafstoß so billigend in Kauf nahm. Der Frust über den nicht gegebenen Strafstoß entlud sich am meisten auf der Bank. Torwartcoach Peter Greiber sah für seinen verbalen Protest die Gelbe Karte. Möglicherweise hätte ein weiterer Strafstoß die Entscheidung gebracht. Über den ersten gab es wenig zu diskutieren. Noah Loosli hatte Julian Pauli von den Beinen geholt, der Kölner Abwehrspieler die Einladung aber auch dankend angenommen. Nun aber nicht. „Da hätten wir die Unterstützung vom VAR benötigt. Es war ein klarer Elfmeter“, lautete daher auch die weitere Ausführung des Kölner Coachs.

Zumal der FC in der jüngeren Vergangenheit für weitaus weniger ebenfalls einen Strafstoß kassierte. Wie durch Joel Schmied gegen den SC Paderborn. Insofern war der Frust der Kölner durchaus verständlich. Doch dann gibt es noch einen anderen Teil der Wahrheit. Und nicht nur der, dass der FC an diesem Freitagabend schon zwei Elfmeter gebraucht hätte, um das Spiel gegen das Team aus dem unteren Tabellendrittel zu gewinnen. Vielmehr gab es da noch eine weitere strittige Szene, in der die Kölner dann wiederum Schiedsrichter-Glück hatten. So machte der überragende Kölner Keeper in einer Situation nicht die beste Figur. Einen langen Ball bekam Marvin Schwäbe nicht so recht zu fassen. Der Ball sprang aus den Händen des Torhüters, Branimir Hrgota war zur Stelle und schob ein. Aber Schiedsrichter Alt pfiff die Situation wegen eines Foulspiels ab.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die Regel besagt: „Ein Angriff auf einen Torwart ist verboten, wenn er den Ball mit der Hand kontrolliert, wobei bereits die Berührung des Balles als dessen Kontrolle gilt.“ Nur berührte Schwäbe den Ball in dieser Situation nicht mehr. Zumindest also auch eine strittige Szene. Während Gerhard Struber nach der Begegnung glaubhaft versicherte, diese Situation noch nicht gesehen zu haben, ließ Fürths Coach Jan Siewert die Frage lieber von einem Journalisten beurteilen, um sie dann zwischen den Zeilen doch zu kommentieren. „Dann war es am Ende wohl ein Unentschieden“, sagte der Coach. Hrgota bekam noch einen weiteren Treffer abgepfiffen, den aber berechtigt.


Und plötzlich wird es doch wieder eng beim 1. FC Köln

Denis Huseinbasic
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Und plötzlich wird es doch wieder eng beim 1. FC Köln

Die Frage nach dem gewonnenen oder den verlorenen Punkten stellt sich nach dem 1:1 in Fürth nicht. Der FC hat wieder einmal Federn, vielmehr „Big Points“, gelassen. Damit nimmt der Aufstiegskampf noch einmal Fahrt auf: Verspielt der 1. FC Köln den sicheren Aufstieg?

Das Duell gegen Greuther Fürth hätte am Freitagabend auch anders ausgehen können. Denn beide Mannschaften haben viel liegen gelassen. Verspielt der 1. FC Köln den sicheren Aufstieg?

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Gerhard Struber ging die Seitenlinie im Sportpark Ronhof offenbar nervös auf und ab. Vermutlich hätte der Trainer der Geißböcke gerne selbst auf dem Feld ins Spiel eingegriffen. So musste der Coach mit ansehen, wie sein Team zum zweiten Mal in Folge „Big Points“ im Aufstiegsrennen liegen gelassen hat. Das gesamte Ausmaß dieser verpassten Chance wird sich erst an Samstag und Sonntag zeigen. Gewinnt etwa Lautern am Samstagabend das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg, dann beträgt der Vorsprung vor den Pfälzern zwei Zähler. Und ausgerechnet FCK heißt der Gegner der Kölner am 34. Spieltag. Es könnte zu einem Endspiel kommen und je nachdem wie Magdeburg sich als aktueller Tabellendritter verhält, einem Endspiel um Rang drei, den Relegationsplatz. Da aber noch zahlreiche andere Teams in der Verlosung mitmischen, kann es auch ganz anders ausgehen. Ein Endspiel am letzten Spieltag würden die Kölner wohl gerne vermeiden.

Zwei Wechsel schon zur Pause

Durch das 1:1 verpassten die Kölner aber auch den Sprung auf die Eins, denn dieses Mal ließ der HSV im Heimspiel gegen Braunschweig Federn. So stellte sich die obligatorische Remis-Frage, ob die Kölner zwei Punkte verloren oder einen gewonnen haben, gar nicht. „Der Punkt fühlt sich scheiße an. Wir waren von der ersten Minute an nicht gut. Das wissen wir auch“, sagte Julian Pauli, der etwas unverhofft zu seinem Startelf-Comeback gekommen war. „Ich habe gerade hinterm Tor die Bälle gesammelt. Und dann habe ich gesehen, dass sich der Heintzi verletzt hat.“ Der Ausfall von Dominique Heintz ermöglichte dem Youngster den Einsatz von Beginn an. Ganz sicher nicht aufgrund der Umstellung taten sich die Kölner gegen das Kleeblatt schwer. Vielleicht eher, weil Imad Rondic in den Anfangsminuten zwei ganz dicke Chancen liegenließ und Fürth die Fahrlässigkeit mit brutaler Effizienz bestrafte.

Noel Futkeu schob ein, nachdem sich Florian Kainz an der Seitenline hatte vernaschen lassen. Und spätestens von diesem Moment an war der FC erstaunlich verunsichert, reihte Fehlpass an Fehlpass und ließ den Gegner aufspielen. „Es ist natürlich unsere Erwartung gewesen, dass wir hier heute drei Punkte mitnehmen“, sagte der enttäuschte Struber. „Wir waren einfach leider Gottes nicht so seriös unterwegs, wie man es braucht für so einen Gegner.“ Und so stellt sich schon ein wenig die Frage, wie die Seriösität gerade in dieser Phase der Saison verloren gegangen sein kann. Tatsächlich spielten gleich mehrere Akteure weit unter dem Erwartbaren. Imad Rondic beispielsweise, der gleich mehrfach an seinem Image eines Winter-Fehleinkaufs feilte. Aber auch Florian Kainz spielte nicht so „seriös“ wie es Struber sich erhofft hatte. Und so reagierte der Trainer schon in der Pause, nahm die beiden Akteure aus der Partie.

FC lässt zu viele Chancen liegen

Dass Fürth die Top-Teams ärgern kann, ist bekannt. Nun ist der Hamburger SV die einzige Mannschaft der Top-Acht, die gegen das Kleeblatt keine Federn ließ. Doch gerade in der ersten Halbzeit waren die Geißböcke auch weit entfernt von einer Top-Mannschaft. Der Ausgleich durch Luca Waldschmidt fiel aufgrund einer starken Einzelaktion. Julian Pauli hatte den Mut mal den direkten Weg ins Eins-zu-eins zu gehen und den Kontakt des Gegners gerne anzunehmen. Der Elfmeter war berechtigt, aber vom Innenverteidiger absolut gewollt. Nach dem Wechsel steigerten sich die Geißböcke, erspielten sich Chancen. Auch, weil mit Downs nach dem Seitenwechsel und Mark Uth nach einer Stunde an fußballerischen Qualität gewonnen wurde. Tim Lemperle, Uth, aber auch Jan Thielmann hätten für den FC treffen können bis müssen. Damion Downs setzt einen Ball an den Pfosten, wurde dabei aber auch elfmeterreif gefoult – ohne Pfiff.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Doch richtig glücklich war der Trainer auch mit dem zweiten Abschnitt nicht. „Wir haben trotz alledem weiterhin zu viel zugelassen. Am Ende muss uns der Marvin Schwäbe einmal mehr im Spiel halten“, sagte Struber. Tatsächlich zeigte der Keeper einmal mehr eine herausragende Leistung, hielt gleich mehrfach mit starken Reflexen. Unter anderem auch in der Nachspielzeit als die Fürther in einer Zwei-auf-eins-Situation Richtung Schwäbe unterwegs waren und die Kölner Nummer eins die Nerven behielt. „Am Ende können wir mit dem 1:1 zufrieden sein – leider. Beide Mannschaften haben viel liegengelassen, es hätte auch 3:3 ausgehen können“, sagte Schwäbe. „Mund abputzen, nächste Woche geht es weiter.“ Nur könnte sich dann mit einer ähnlichen Leistung die Tabellensituation schon empfindlich verändert haben.   


1:1 Unentschieden! Der 1. FC Köln verpasst die Tabellenführung

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln
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1:1 Unentschieden! Der 1. FC Köln verpasst die Tabellenführung

Der FC kann den Patzer des HSV nicht nutzen! Der 1. FC Köln spielt gegen Fürth nur 1:1. Nach einer wilden Begegnung trennen sich der FC und die SpVgg Greuther Fürth mit einem Unentschieden. Der FC verweilt damit nach dem 29. Spieltag auf dem 2. Tabellenplatz.

Die Konkurrenz hat gepatzt, der FC die Chance, die Tabellenführung zu erobern. Doch die Chance konnten die Kölner nicht nutzen. Der 1. FC Köln spielt unentschieden gegen SpVgg Greuther Fürth am 29. Spieltag. Die Treffer erzielten Noel Futkeu (12.) und Luca Waldschmidt (45.). Der 1. FC Köln spielt gegen Fürth 1:1.

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FC-Trainer Gerhard Struber nahm im Vergleich zum Spiel gegen Hertha Berlin zwei Änderungen vor. Der Österreicher ersetzte Mathias Olesen im Zentrum durch Florian Kainz, der zusammen mit Denis Huseinbasic und Luca Waldschmidt von Beginn an das FC-Mittelfeld bildete. Kurz vor dem Anpfiff musste Struber in der Innenverteidigung rotieren. Dominique Heintz verletzte sich beim Aufwärmen an der Hüfte, so dass Julian Pauli nach seiner Verletzungspause erstmals seit November wieder in der Startelf stand. Neben Pauli verteidigten Eric Martel und Joel Schmied, flankiert von Jan Thielmann und Leard Paqarada auf den Außenbahnen. Im Sturm vertraute der Coach wieder auf Tim Lemperle und Imad Rondic, die letzte Woche gegen Hertha nicht überzeugen konnten.

Futkeu bestraft Kölner Chancenwucher

Mark Uth musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, neben ihm saßen unter anderem Dejan Ljubicic und Damion Downs. Die 2.500 mitgereisten FC-Fans sahen gegen das Kleeblatt eine Partie, die von einer starken Anfangsphase des FC geprägt war. Die erste nennenswerte Szene gehörte den Gästen: In der zehnten Minute kam der FC zu einer Doppelchance. Pacarada setzte sich mit einer Finte auf der linken Seite durch und flankte scharf auf Rondic, der aus kurzer Distanz das Tor verfehlte. Nur wenige Sekunden später war es erneut Rondic, der nach Vorarbeit von Lemperle zum Abschluss kam, den Ball aber erneut nicht im Tor unterbringen konnte.

Rondićs Chancenwucher bestraften die Hausherren im direkten Gegenzug eiskalt. Kainz sah in der zwölften Minute im Zweikampf mit Fürths Roberto Massimo unglücklich aus, rutschte weg und ermöglichte Massimo so den Durchbruch. Dessen anschließende Hereingabe in den Kölner Strafraum verwertete Noel Futkeu zur Führung für die Gastgeber. Keine Chance für Marvin Schwäbe im FC-Tor. Der Matchplan von Kleeblatt-Trainer Jan Siewert ging in der ersten Halbzeit voll auf. Immer wieder schlugen die Gastgeber lange Bälle in die Tiefe, um Hrgota und Futkeu in Szene zu setzen. Mit Erfolg: Mitte der ersten Halbzeit hatte Fürth ein klares Chancenplus. In der 20. Minute war es der Fürther Hrgota, der mit einem Distanzschuss, den Martel mit dem Kopf noch leicht abfälschte, gefährlich nahe am linken Pfosten vorbeizielte. Nur eine Minute später war Fürth dem zweiten Treffer wieder sehr nahe: Einen Schuss von Klaus aus spitzem Winkel konnte Schwäbe nur mit Mühe parieren.

FC investiert viel, kann sich allerdings nicht belohnen

In der 30. Minute meldete sich der FC wieder offensiv zu Wort: Luca Waldschmidt zog von der linken Strafraumgrenze ab, doch Nahuel Noll im Tor der Gastgeber reagierte stark und kratzte den platzierten Schuss aus dem rechten unteren Eck. Abgesehen von dieser Szene blieb es jedoch weitgehend ruhig in der Kölner Offensive. Zwingende Aktionen waren bis dahin Mangelware. Das Spiel schien gegen Ende der ersten Halbzeit zu einer zähen Hängepartie zu werden. Doch dann setzte der FC in der 44. Minute noch einmal einen entscheidenden Impuls. Florian Kainz bediente Julian Pauli auf der linken Seite, der in den gegnerischen Strafraum eindrang und vom Fürther Abwehrspieler Loosli unsanft von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Patrick Alt zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Luca Waldschmidt eiskalt zum Ausgleich.

FC-Trainer Struber wechselte offensiv und brachte Downs und Ljubičić für Rondić und Kainz. Es war ein Déjà-vu zu Beginn der zweiten Halbzeit: Kaum war der FC in der Offensive, folgte prompt die Antwort der Kleeblätter. Beide Mannschaften spielten nun mit offenem Visier. In der 48. Minute hatte Thielmann eine Halbchance, verfehlte das Tor aber deutlich. Im direkten Gegenzug wurde Fürth wieder gefährlich: Futkeu tauchte nach einer Hereingabe von Julian Green plötzlich frei vor Schwäbe auf, konnte den Ball aber nicht entscheidend verwerten. Drei Minuten später konnte Hrgota dann den Kölner Keeper zwar überwinden, doch der Treffer zählte nicht, denn der Fürther stand zuvor im Abseits.

Schwäbe rettet mal wieder den Punkt

Struber warf nun alles nach vorne und brachte in der 62. Minute Mark Uth ins Spiel. Der Wechsel zeigte sofort Wirkung. Uth wurde von Downs auf der rechten Seite schön freigespielt, scheiterte aber am stark reagierenden Fürther Keeper Noll. Auf der anderen Seite konnte sich auch FC-Keeper Marvin Schwäbe auszeichnen. In der 68. Minute verhinderte er mit einer starken Parade den Rückstand, als der auffällige Futkeu nach einer Hereingabe von links völlig frei zum Abschluss kam. Auch der eingewechselte Fürther Jomaine Consbruch scheitert nach Ablage durch Klaus aus sechs Metern am Kölner Keeper. Damion Downs hat in der 85. Minute den Führungstreffer auf dem Fuß, wird von Fürths Marco John klar am Torabschluss gehindert und trifft nach einer Flanke von links nur den rechten Pfosten, doch Schiedsrichter Alt entscheidet sich gegen einen Strafstoß.

In der fünften Minute der Nachspielzeit rette Schwäbe erneut heldenhaft gegen Srbeny und verhinderte die späte Niederlage für die Geissböcke. Für den FC geht es nächste Woche mit dem Heimspiel gegen Preußen Münster weiter.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

FC: Schwäbe – Pauli (69. Olesen), Martel, Schmied – Pacarada, Kainz (45. Ljubicic), Huseinbasic, Thielmann – Waldschmidt (62. Uth) – Rondic (45. Downs), Lemperle – Tore: Futkeu (12.), Waldschmidt (45.)



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