Von der Königsklasse bis vereinslos: Nicht für alle Abgänge des 1. FC Köln läuft es rund

Jeff Chabot, ehemaliger Abwehchef der Geißböcke
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Von der Königsklasse bis vereinslos: Nicht für alle Abgänge des 1. FC Köln läuft es rund

Im Sommer vergangenen Jahres war die Sorge vor einer Spielerflucht beim FC groß. Doch viele Profis hielten dem Verein die Treue. Einige wechselten aber auch zu neuen Arbeitgebern. So steht es um die Abgänge des 1. FC Köln.

Der Abstieg in die zweite Liga bedeutete für den FC zwar nicht den ganz großen Kaderumbruch. Dennoch verließen fünf Spieler die Kölner im Sommer, weitere folgten im Winter. Vor allem der Abgang von Abwehrchef Jeff Chabot war schmerzlich. Aber wie läuft es eigentlich bei den anderen Ex-Kölnern? So steht es um die Abgänge des 1. FC Köln.

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Im Sommer 2024 war die Befürchtung rund um den 1. FC Köln groß, dass die Mannschaft nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga und der immer noch geltenden Transfersperre auseinanderbricht und dem FC eine schwierige Saison im deutschen Unterhaus bevorsteht. Doch viele Leistungsträger wie beispielsweise Kapitän Timo Hübers blieben am Geißbockheim und hielten dem Verein die Treue. Dennoch gab es auch einige Profis, die einen neuen Weg eingeschlagen haben. Wir haben die Situation der Sommerabgänge beleuchtet.

Gute Werte für Jeff Chabot

Jeff Chabot: Der bullige Innenverteidiger wechselte im vergangenen Sommer für vier Millionen Euro zum Champions-League-Teilnehmer VFB Stuttgart. Bei den Schwaben entwickelte sich der Abwehrmann recht schnell zu einem wichtigen Faktor und gehört zu den Leistungsträgern von Trainer Sebastian Hoeneß. In der laufenden Saison absolvierte der 27-Jährige bereits 35 Pflichtspiele. In der Liga gehört Chabot zu den stärksten Abwehrspielern und kann in zahlreichen Statistiken sehr gute Werte aufweisen. Doch nicht nur in der Bundesliga, auch international wusste Chabot zu überzeugen. Durch seine starken Auftritte soll unter anderem Juventus Turin ein Auge auf den Linksfuß geworfen haben. Beim VFB besitzt der gebürtige Hanauer jedoch noch einen Vertrag bis 2028 und dürfte bei einem Wechsel ein sattes Transferplus für Stuttgart bedeuten.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Davie Selke: Lange war es fraglich, ob Davie Selke seinen Vertrag beim 1. FC Köln verlängert oder sich doch auf eine neue Aufgabe einlässt. Der FC entschied sich nach einem langen Zögern des Angreifers dazu, das Angebot zur Verlängerung zurückzuziehen und damit Nägel mit Köpfen zu machen. Nachdem es viel Gerüchte um ein Abenteuer im Ausland gegeben hatte, wechselte der 30-Jährige schlussendlich auch aufgrund des damals dort noch tätigen Steffen Baumgart zum Ligakonkurrenten und aktuellen Tabellenführer, dem Hamburger SV. Zu Beginn der Saison agierte Selke eher als Back-up für Robert Glatzel kam jedoch immer zu seinen Einsätzen und zahlte dieses Vertrauen auch mit wichtigen Toren, wie zum Beispiel dem Last-Minute-Ausgleich gegen den 1. FC Kaiserslautern zurück.

Nachdem sich Glatzel jedoch schwer verletzte, wurde Selke die erste Wahl auf der Mittelstürmer-Position und zeigte seine Qualitäten vor dem Tor. Dies änderte sich auch nicht unter dem neuen HSV-Coach Merlin Polzin. Selke erzielte in 24 Ligaspielen bislang 17 Tore und ist damit der der aktuelle Top-Torjäger der 2. Bundesliga. Dennoch gibt es Fragezeichen über seine Zukunft. Sein Vertrag in Hamburg läuft noch bis 2025. Gespräche über eine Verlängerung waren bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zielführend.

Wenig Spielzeit für Alidou

Faride Alidou: Nach einer einjährigen Leihe nach Köln kehrte der schnelle Offensivspieler zunächst zu seinem Stammverein Eintracht Frankfurt zurück. Doch hier sollte Alidou nicht lange bleiben und wurde sofort nach Italien zu Hellas Verona ausgeliehen. In Italien kam der 23-Jährige jedoch nur auf lediglich drei Pflichtspieleinsätze. Bereits nach einem halben Jahr ging Alidou deshalb zurück nach Frankfurt, von wo es ablösefrei sofort zum 1. FC Kaiserslautern weiterging. Bei den Pfälzern kommt der ehemalige Hamburger bislang aber auch noch nicht zum Zug. Bei acht möglichen Ligaspielen stehen nur auf sechs Kurzeinsätze und eine Spielzeit von insgesamt 85. Minuten auf dem Konto. Allerdings gelang dem ehemaligen Nachwuchs-Nationalspieler gegen Preußen Münster ein wichtiger Assist, mit dem er den Siegtreffer für sein Team vorbereitete.

Benno Schmitz. Der Rechtsverteidiger verließ den FC vor der Saison nach sechs Jahren und 142 Spielen ablösefrei und schloss sich den Grasshopper Zürich an, bei denen er einen Vertrag bis 2027 unterschrieb und seitdem zum Stammpersonal gehört. In dieser Saison bestritt der 30-Jährige wettbewerbsübergreifend bislang 20 Partien, in denen er drei Treffer vorbereitete.

Justin Diehl: Der Youngster wechselte ebenso wie Chabot zum VfB Stuttgart. Anders als beim Verteidiger erhielt der FC für den Offensivspieler keine Ablöse. Doch in Stuttgart läuft es für den 20-Jährigen bislang noch nicht so richtig. Aufgrund von verschiedensten Verletzungen kam der Rechtsfuß erst auf neun Partien für die erste und fünf für die zweite Mannschaft der Schwaben. Im November des vergangenen Jahres erzielte Diehl im Heimspiel gegen den VfL Bochum sein erstes Bundesligator.

Königsklasse für Urbig – sechste Liga für Wäschenbach

Meiko Wäschenbach: Der Mittelfeldspieler hat den FC wohl auch aus Ermangelung einer Perspektive Richtung Karlsruhe verlassen. Der 21-Jährige wollte seine Chance beim KSC zu nutzen, hatte er im Winter erklärt. Das gestaltet sich aber bislang schwerer als gedacht. Wäschenbach spielt aktuell nur für die Reserve, in der sechsten Liga. So wirklich hat sich der Wechsel also noch nicht ausgezahlt. Das ehemalige Kölner Eigengewächs soll aber ab Sommer vermehrt Einsatzzeit erhalten.

Maximilian Schmid: Der Angreifer wechselte bekanntlich in die dritte Liga zu Erzgebirge Aue. Bei den Sachsen kommt der 22-Jährige auch regelmäßig auf Einsatzzeit. Bislang spielte Schmied sechs Mal, stand auch drei Mal in der Startelf. Ausgerechnet gegen den Stadtrivalen des FC sammelte Schmid auch seinen ersten Scorer und legte ein Tor auf. Aktuell belegt Erzgebirge den zehnten Rang.

Nikola Soldo: Das Missverständnis endete im Winter. Der FC löste mit Soldo den Vertrag auf, damit sich der Innenverteidiger einen neuen Verein suchen kann. Das ist bislang noch nicht geglückt. Soldo ist aktuell vereinslos.

Jonas Urbig: Neben Jeff Chabot spielt auch ein zweiter Ex-Kölner Champions League. Einer, der vor seinem Wechsel nur zur zweiten Garde gehörte. Aufgrund der Verletzung von Manuel Neuer kam Urbig bei Rekordmeister schneller zum Einsatz als ursprünglich erwartet und verhalf dem FCB mit einer ordentlichen Leistung in der Champions League zum Viertelfinal-Einzug. Der Ex-Kölner hatte also seinen Anteil daran, dass für Bayer Leverkusen das Abenteuer Champions League in dieser Spielzeit schon beendet ist. Gegen Union Berlin unterlief dem Keeper dann ein folgenschwerer Patzer, den ausgerechnet Benedict Hollerbach zum Treffer nutzte. Aktuell ist auch Urbig verletzt und spielt deswegen nicht bei der deutschen U21.


Casting als Rechtsverteidiger misslingt – der FC braucht eine andere Lösung

Joel Schmied machte als Rechtsverteidiger nicht die beste Figur
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Casting als Rechtsverteidiger misslingt – der FC braucht eine andere Lösung

Gegen den SC Verl setzte Gerhard Struber zunächst auf Joel Schmied als Rechtsverteidiger. Doch der Versuch scheiterte bereits nach einer halben Stunde. Justin von der Hitz und Jan Thielmann scheinen aktuell nicht die erste Wahl des Trainers zu sein beim 1. FC Köln: Wer kommt als Rechtsverteidiger in Frage?

Nach seinen überzeugenden Auftritten soll Jan Thielmann eigentlich wieder weiter in der Offensive spielen, Justin von der Hitz aber bei der U19. Auch Joel Schmied scheint keine Rechtsverteidiger-Alternative zu sein beim 1. FC Köln: Wer kommt als Rechtsverteidiger dann überhaupt in Frage?

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Gerhard Struber hatte eigentlich einen genauen Plan. Der war auch nötig. Denn der langfristige Ausfall von Jusuf Gazibegovic zwingt den FC zur Improvisation. Die Kölner hatten den Bosnier bekanntlich im Winter verpflichtet, um die größte Kaderbaustelle, die des Rechtsverteidigers zu schließen. Der Deal war schon unter Dach und Fach, da gespensterte noch der Begriff des „Registrierungsverbots“ rund ums Geißbockheim. Der FC hatte es eilig. Denn Rasmus Carstensen spielte in den Überlegungen von Gerhard Struber mal so gar keine Rolle und der Versuch, Offensivspieler Jan Thielmann umzufunktionieren, kristallisierte sich dann doch immer mehr als gescheitertes Experiment heraus. Zuletzt überzeugte der U21-Nationalspieler auch wieder in vorderen Sphären.

Eigentlich eine Win-Win-Situation… eigentlich

Das hat auch Struber offenbar für sich ausgemacht. Zwischen den Zeilen war am Mittwoch jedenfalls zu hören, dass der Trainer seinen Schützling jetzt nicht mehr zwingend in der letzten Reihe sähe. Dafür aber hatte Struber ja auch den Plan. Der Coach hatte mit Joel Schmied einen weiteren Testballon aus dem Hut gezaubert. Und, warum auch nicht. Schmied hatte am vergangenen Wochenende 90 Minuten auf der Bank gesessen, weil Struber lieber mit Eric Martel als Abwehrchef fungieren wollte. Hätte Schmied nun gegen Verl auf der ungewohnten Position überzeugt, hätte es durchaus zu einer Win-Win-Situation kommen können. Vielleicht sogar noch mehr. Der FC hätte eine Alternative zum verletzten Gazibegovic, Schmied würde auf die erhoffte Einsatzzeit kommen und Jan Thielmann bräuchte nicht seine Offensivposition wieder an den Nagel hängen.

Doch Schmied hat nicht überzeugt. Die gesamte Hintermannschaft hat gegen den Drittligisten nicht überzeugt. Der Versuch Schmied als Rechstverteidiger einzusetzen, war zumindest am Donnerstag schon nach 30 Minuten gescheitert. Struber stellte die Defensive wieder um, setzte wieder auf die Dreierformation. „Ja, es war einfach nicht in der Art und Weise für uns hilfreich. Man hat einfach gesehen, dass diese Veränderung mehr Unsicherheit bringt wie Sicherheit. Das war dann der Grund, warum ich versucht habe, eine gewisse Stabilität hineinzubringen“, sagte der Kölner Trainer sichtbar angefressen. Zwar war Verl gerade im zweiten Abschnitt nicht mehr so zwingend, möglicherweise aber auch, ob der vielen Wechsel, die den Spielrhythmus durcheinander brachten.

Wer wird zur Option?

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Nach dem Wechsel kam dann auch Justin von der Hitz zu seiner Premiere bei den Kölner Profis und lieferte eine solide Partie ab. Der Youngster soll mittelfristig eine Alternative auf der Außenverteidigerposition werden. Allerdings eben mittelfristig. Struber bescheinigte dem Youngster eine gute Partie, sprach davon, er habe eine „Talentprobe“ abgegeben, doch die Worte von Mittwoch lassen darauf schließen, dass es bei dem Casting vorerst bleibt. Da sagte der Coach, dass er den Rechtsverteidiger noch nicht so schnell bei den Profis sehe. So bleiben dem Coach eigentlich nur zwei Alternativen. Entweder Struber zieht Jan Thielmann doch wieder in die letzte Viererkette zurück oder der Coach hat noch ein anderes Experiment parat. So zum Beispiel Dejan Ljubicic.

Der Österreicher spielte schon einige Male auf der Rechtsverteidigerposition. Unter anderem in der Nationalmannschaft Österreichs. Allerdigns fehlt auch dem 27-Jährigen aktuell die richtig gute Form, um dem FC weiterzuhelfen.


Zwei Lichtblicke bei mauem Test: Lichtblicke, die sich wohl keine großen Hoffnung machen dürfen

Anthony Racioppi und Gerhard Struber beim Tstspiel des 1. FC Köln
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Zwei Lichtblicke bei mauem Test: Lichtblicke, die sich wohl keine großen Hoffnung machen dürfen

Der Auftritt der Geißböcke im Spiel gegen den SC Verl war eine absolute Enttäuschung. Kaum ein Spieler der Kölner wusste gegen den Drittligisten zu überzeugen. Gerhard Struber findet zwei Lichtblicke beim 1. FC Köln. Große Chancen auf Einsatzzeit bekommen die beiden so kurzfristig aber nicht.

Wirklich viel wollte dem FC am Donnerstag nicht gelingen. Gerhard Struber findet aber dennoch zwei Lichtblicke beim 1. FC Köln. Allerdings zwei, die auch weiterhin keine Rolle in der ersten Garde spielen werden.

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Es waren erst wenige Minuten im Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem SC Verl im Kölner Südstadion gespielt, da deuteten die Zeichen schon Richtung Mann des Spiels. Neo Telle rettete gleich doppelt auf der Linie für den bereits geschlagenen Anthony Racioppi. Der Kölner Keeper hatte sich von Berkan Taz viel zu leicht überrumpeln lassen, kam dann nicht mehr hinterher, doch Telle war da. Der junge Innenverteidiger zeigte auch in zwei, drei anderen Abwehraktionen, dass da doch ein sehr großes Talent in ihm schlummert. Doch vom Mann des Spiels war der 19-Jährige am Ende dann sehr weit entfernt. Denn Telle hinterließ wie die gesamte Kölner Hintermannschaft am Donnerstagmittag gegen den Drittligisten einen gelinde gesagt durchwachsenen Eindruck.

Racioppi mit ordentlichem Auftritt

Beim Führungstreffer der Verler hatten Lars Lokotsch und Taz Zeit und Platz, die gesamte Kölner Abwehr wie Slalomstangen aussehen zu lassen. Beim 0:2 störten sich Telle und Hübers gegenseitig, ließen Torschützen Tom Baack dafür komplett aus den Augen. Telle sah später im Zweikampfverhalten nicht gut gegen Lokotsch aus, Hübers und Schmied ließen sich ebenfalls einige Male viel zu leicht ausspielen. Zu diesem Zeitpunkt war Keeper Racioppi schon längst ins Scheinwerferlicht gerückt. Der Keeper rettete mit starken Reflexen gegen Lokotsch und Taz, hielt den knappen Rückstand so bis zur Halbzeit fest und schälte auch nach dem Wechsel gleich zwei Versuche der Ostwestfalen aus der Nähe des Winkels. Kurzum Racioppi war wohl einer der wenigen Spieler, die ihre Chance am Donnerstag nutzen wollten. Wohl wissend, dass seine Chance auf mehr Einsatzzeit in den kommenden Wochen nicht die beste ist.

Marvin Schwäbe ist gesetzt, unumstritten und wird das natürlich auch mindestens bis zum Saisonende bleiben. Doch Racioppi zeigte, dass der FC eine starke Nummer zwei auf der Bank sitzen hat. „Er hat versucht, Tempo ins Spiel zu bringen, mitzuspielen“, sagte Struber am Donnerstag und fand somit doch noch etwas Positives an dem insgesamt eher dürftigen Nachmittag. „Er hat auch einige wichtige Bälle abgewehrt.“ Und dennoch wird Racioppi keine Chance haben, sich weiter auszuzeichnen. Denn ein weiteres Testspiel ist vorerst unwahrscheinlich, eine weitere Länderspielpause wird es zumindest nicht geben. So muss sich der Keeper im Training beweisen und dort Eigenwerbung für eine Festverpflichtung betreiben.

„Er hat eine sehr gute Talentprobe abgegeben“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Neben Racioppi hatte der Kölner Coach dann noch einen zweiten Lichtblick ausgemacht. „Der Justin hat es sehr ordentlich gemacht, nachdem er reingekommen ist“, sagte Struber über Debütant Justin von der Hitz, der das erste Mal bei den Profis im Trikot der Geißböcke auflief. „Wir haben immer wieder versucht, auch über ihn durchzubrechen. Er hat eine sehr gute Talentprobe abgegeben.“ Aber wohl eben nur eine Talentprobe und das Wort wird Struber mit Bedacht gewählt haben. Denn Struber hatte schon am Mittwoch angedeutet, dass von der Hitz zumindest kurzfristig wohl keine Rolle spielen wird. „Er ist ein Spieler mit Talent, der eine Riesenhoffnung für den Club in Zukunft bedeutet. Dass er aber in absehbarer Zeit schon ein Spieler für uns sein wird, sehe ich sehr kritisch“, sagte Struber. „Ich würde da noch wenig Hoffnung reinlegen.“

Dabei war der Auftritt des 18-Jährigen durchaus vielversprechend. Ein Lichtblick für die ansonsten schwach aufspielende Kölner Mannschaft. Mehr aber zumindest noch nicht. Auch für von der Hitz geht es beim FC um die Zukunft. Der Vertrag läuft aus, eine neue Vertragskonstellation komplett offen. Und das, obwohl die Kölner ganz offensichtlich in der Defensive nicht perfekt aufgestellt sind.


Verl-Blamage für den 1. FC Köln: Wenige Erkenntnisse, wenig Leistung, aber sehr viel Frust

Luca Waldschmidt enttäuscht nach einer vergebenen Chance
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Verl-Blamage für den 1. FC Köln: Wenige Erkenntnisse, wenig Leistung, aber sehr viel Frust

Eigentlich wollte Gerhard Struber das Testspiel gegen Verl dazu nutzen, Abläufe einzustudieren, Erkenntnisse zu gewinnen und ins Tore schießen zu kommen. So wirklich auf ging der Plan nicht für den 1. FC Köln: Nach der Verl-Pleite bleibt nur Frust.

Der Test gegen den Drittligisten lief nicht so wie geplant. Denn kaum eins von Gerhard Strubers ausgelobten Zielen wurde erreicht beim 1. FC Köln: Nach der Verl-Pleite bleibt nur Frust.

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Die Begegnung der Geißböcke war gerade erst zur Hälfte gespielt, da fand Sportdirektor Christian Keller schon sehr deutliche Worte. Keller sprach in der Halbzeit des Testspiels von der „fehlenden Haltung“ seiner Spieler und foderte eine gewisse „Ernsthaftigkeit“. Tatsächlich glich der Auftritt der Geißböcke einer einzigen Enttäuschung. Dabei hatte Coach Gerhard Struber seinen Spielern doch einen ziemlich eindeutigen Arbetisauftrag an die Hand gegeben: „Wir wollen gewisse Abläufe verbessern, unsere Abläufe sauber zu Ende bringen und natürlich ins Toreschießen kommen. Das wäre schon der Plan“, hatte der 48-Jährige noch am Mittwoch gesagt, doch entweder seine Mannschaft konnte die Vorgaben nicht umsetzen oder sie wollte nicht. Der FC war gegen den Drittligisten jedenfalls weit davon entfernt, sich in Abläufen zu verbessern.

Es fehlt der Mehrwert.

Und so richtig kamen die Geißböcke auch nicht ins Tore schießen. Abgesehen von dem Treffer von Tim Lemperle, den Denis Huseinbasic klasse einleitete, brachten die Kölner in der Offensive mal wieder wenig zu Stande. Und so darf durchaus die Frage nach dem Sinn eines solchen Testspiels auf das Taktik-Clipboard gebracht werden. Angesichts der Verletzungsproblematik beim FC sowie den Abstellungen für die Nationalmannschaften stand ein Team auf dem Feld, das in dieser Formation wohl nie wieder auflaufen wird. Um ein Einspielen innerhalb des Teams für das wichtige Saisonfinale kann es ínsofern auch nicht gegangen sein. Und ehrlich gesagt taten auch einige Akteure viel dafür, dass die vermeintliche Stammformation so schnell kein neues Gesicht verliehen bekommt.

Zwei Akteure überzeugen, spielen aber keine Rolle

Etwa ein Marvin Obuz, dem ein gewisser Frust über die Nicht-Berücksichtigungen nachgesagt wird, verpasste es (sogar meilenweit) Argumente für einen Verbleib in Köln zu sammeln. Wenn der Test am Donnerstag also auch den Sinn verfolgte, Spielern die Chance zu geben, sich mal wieder in den Vordergrund zu spielen, dann wurde das Thema von einigen betroffenen Akteuren erstaunlich eindeutig missinterpretiert. Oder – und das ist auch nicht wirklich viel besser – die Qualität reichte halt gegen einen Drittligisten nicht für mehr. Tatsächlich war aber einer ganzen Reihe an Spielern anzumerken, dass die Einstellung bei schönstem Fußballer-Wetter nicht so richtig passen wollte. Vielmehr wirkte der Auftritt des ein oder anderen Kölner Profis lustlos, mindestens aber ideenlos und seltsam fehleranfällig.

De facto spielten sich mit Anthony Racioppi und Justin von der Hitz zwei Akteure in den Vordergrund, die mittelfristig keine Rolle in der ersten Garde spielen werden. Wenn also der zweite Keeper und ein Youngster, dem der Trainer erst wenige Stunden zuvor durch die Blume mitteilte, dass er ihn noch nicht bei den Profis sehe, die besten Spieler auf dem Feld waren, dann spricht das nicht für die Mannschaft. Und so blieb für die Frage nach dem Zweck des Testspiels nur ein einziger Punkt, den Struber dann auch noch in seiner Hand hielt. Für den Trainer ging es schließlich auch um das Casting für die rechte Abwehrposition. Das Experiment Joel Schmied als rechter Part einer Viererkette war nach einer halben Stunde beendet, die Erkenntnisse nicht gerade zufriedenstellend.

Unterm Strich bot dieser Testdonnerstag für den FC mal so gar keinen Mehrwert. Immerhin verletzte sich während des Spiels kein Profi. Das war dieses mal schon vor der Begegnung der Fall. Und so war der Test nicht viel mehr als eine große Portion Frust.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?


Der FC enttäuscht und verliert gegen den Drittligisten SC Verl

Timo Hübers im Spiel der Geißbcke gegen den SC Verl.
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Der FC enttäuscht und verliert gegen den Drittligisten SC Verl

Eigentlich hatte sich Gerhard Struber von dem Testspiel gegen den Drittligisten Erkenntnisse und Tore erhofft. Zwar waren einige Erkenntnisse dabei, die aber wohl nicht wirklich positiv. Und Treffer erzielten die Kölner auch nicht viel. Es herrschte Ernüchterung beim FC. Der 1. FC Köln verliert gegen den SC Verl 1:2.

Biterer Nachmittag für die Geißböcke. Der 1. FC Köln verliert gegen den SC Verl 1:2 und das auch abssolut verdient. Der Drittligist war dem FC vor allem im ersten Abschnitt überlegen. Lars Lokotsch und Tom Baack trafen für den Gast, für den FC war Tim Lemperle erfolgrreich.

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Angesichts der Länderspielpause und der verletzten Spieler wechselte FC-Gerhard Struber seine Mannschaft ordentlich um. Zunächst ließ der Trainer eine Viererkette auflaufen. Joel Schmied startete auf der rechten Seite, Max Finkräfe auf links. Timo hübers wurde im Zentrum von Neo Telle unterstützt. Im Angriff startete Tim Lempeler, auf der rechten Seite im Mittelfeld Marvin Obuz. Doch zunächst einmal machte der Gast das Spiel. Verl war zunächst die bessere Mannschaft, baute das Spiel aus der Defensive auf, um dann gefährlich vor der Kölner Gehäuse zu stoßen. So musste Telle bereits nach fünf Minuten zwei Mal den Ball von der Linie kratzen. Berkan Taz hatte Kölners Nummer zwei Anthony Racioppi einfach stehen lassen, scheiterte dann aber an Telle aus spitzem Winkel und dem Zentrum.

Früher Nackenschlag für den FC

Und der Gast setzte nach. Obuz verlor im Zentrum den Ball, Taz steckte durch auf Lars Lokotsch und der ehemalige Spieler von Fortuna Köln schob ein (8.). Der FC tat sich auch weiterhin schwer und so war auch der zweite Treffer der Gäste wahrlich nicht unverdient. Und er fiel einmal mehr mit der Unterstützung der Kölner Hitnermannschaft. Nach einem langen Einwurf störten sich Hübers und Telle gegenseitig. Tom Baack stand komplett blank vor der Box, der nur den Fuß hinhalten musste (13.). Für den FC eroberte Denis Huseunbasic im Zentrum den Ball, schickte Tim Lemperle mit einem Pass in die Tiefe und der Stürmer schob Fabian Pekruhl die Kugel durch die Hosenträger (19.). Doch der Gast hatte auch weiterhin mehr vom Spiel und die besseren Möglichkeiten.

Unter anderem ließ der starke Lokotsch Telle einfach links liegen, scheiterte an Racioppi, den zweiten Ball nahm sich Taz, der aus elf Metern die Katte traf (24.). Nur wenige Minuten später scheiterte Loktosch erneut am Kölner Keeper. Dieses Mal nach Flanke von Niko Kijewski per Kopf (31.). Der Kölner Offensive fiel dagegen auch weiterhin so gut wie gar nichts ein. Wenn die Geißböcke mal in eine Umschaltsituation kamen, wurde diese viel zu leicht hergeschenkt, nicht sauber ausgespielt. Mit dem verdienten Rückstand ging es in die Kabine. Und Struber reagierte, brachte vier neue Akteure. Unter anderem die drei U21-Spieler Emin Kujovic, Mikail Özkan und Oliver Schmitt, nach einer guten Stunde auch Justin von der Hitz. Doch auch weiterhin war Verl feldüberlegen. Der FC fand keinen Rhythmus, keinen Zugriff.

Rondic vergibt den Ausgleich

So sorgte ein direkter Freistoß von Luca Waldschmidt zunächst für die größte Gefahr, doch der ehemalige Nationalspieler verzog aus 17 Metern knapp (61.), auf der anderen Seite kratzte Racioppi einen abgefälschten Ball aus dem Giebel (64.). Auch der eingewechselte Imad Rondic bekam seine dicke Chance. Nach einer Flanke von Finkgräfe nahm der Stürmer den Ball direkt, aber Verls Keeper tauchte stark ab (73). Die Begegnung flachte zunehmend ab, wirkliche Torgefahr erzeugte keine der Mannschaften mehr.

Das Wochenende erhalten die FC-Profis nun spielfrei, bevor es dann in der kommenden Woche in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Paderborn geht.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

FC: Racioppi – Finkgräfe, Hübers, Telle (46. Özkan), Schmied – Huseinbasic, Ljubicic (46. Kujovic) – Kainz (46. Schmitt), Waldschmidt, Obuz (60. von der Hitz) – Lemperle (46. Rondic) – Tore: 0:1 Lokotsch (8.), 0:2 Baack (13.), 1:2 Lemperle (19.)



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FC stellt fünf Profis für Nationalmannschaft ab

Mathias Olesen im spiel für Luxemburg gegen Irland
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FC stellt fünf Profis für Nationalmannschaft ab

In der vergangenen Länderspielpause waren es noch neun, dieses mal sind es deutlich weniger. Der 1. FC Köln stellt fünf FC-Profis für Länderspiele ab. Das liegt aber nicht nur an den aktuellen Verletzungen.

Nach den Verletzungen von Damion Downs und Jusuf Gazibegovic sowie einigen leistungsbedingten Nicht-Nominierungen gehen nur wenige FC-Profis auf Länderspielreise. Der 1. FC Köln stellt fünf FC-Profis für Länderspiele ab.

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Neun Profis hatte der FC im vergangenen November für die jeweilge Nationalmannschaften abgestellt – und damit mit Abstand die meisten der Zweitligisten. In dieser Phase fällt die Nominierungsliste deutlich kleiner aus. Nur vier Spieler der Profis gehen mit ihren A-Teams auf Länderspielreise. Das hat aber höchst unterschiedliche Gründe. So sollten es eigentlich ein paar mehr sein. Doch Verletzungen machten den Kölner Spielern einen Strich durch die Rechnung. So erst jüngst bei Jusuf Gazibegovic. Wir berichtet hat sich der Rechtsverteidiger das Sprunggelenk im Duell gegen den SV Darmstadt verletzt. Fraser Hornby hatte der Abwehrspieler rustikal von den Beinen geholt. In der Nationalmannschaft von Bosnien ist der 25-Jährige gesetzt und war auch für die anstehenden Spiele bereits nominiert. Auch im November musste Gazibegovic verletzungsbedingt passsen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Olesen und Pacarada für A-Team im Einsatz

Mannschaftskollege Denis Huseinbasic befindet sich dagegen nur noch auf Abruf. Der Mittelfeldspieler war zuletzt immer berufen worden. Doch die Leistungen in dieser Spielzeit sind durchwachsen, für eine direkte Nominierung hat es also nicht gereicht. Das gleiche gilt auch für Max Finkgräfe und die deutsche U20-Nationalmannschaft. Der Linksverteidiger wird also beim FC trainieren. Im November stand Finkgräfe wie jetzt ebenfall auf der Abruf-Liste und wurde tatsächlich nachnominiert. Damals waren Damion Downs und Julian Pauli ebenfalls Teil der U20. Beide fallen verletzt aus. Für Downs wäre sonst sogar die Nominierung für die A-Nationalmannschaft der USA möglicherweise zur Option geworden. Für die deutsche U21- Nationalmannschaft wurden wir berichtet Eric Martel und Jan Thielmann berufen.

Für die Mannschaft von Antonio Di Salvo geht es in die Endphase der Vorbereitung für die Europameisterschaft in der Slowakei im Juni. Die Nominierung dürfte somit zumindest ein kleiner Fingerzeig sein. Tim Lemperle wurde aufgrund seiner jüngsten Verletzung nicht berücksichtigt. Neben den beiden U21-Nationalspielern sind immerhin noch zwei weitere Akteure mit der A-Nationalmannschaft unterwegs. Mathias Olesen trifft mit Luxemburg auf Schweden und die Schweiz. Leart Pacarada steht im Aufgebot des Kosove. Der Linksverteidiger bekommt es mit seiner Auswahl gleich doppelt mit Island zu tun. Ebenfalls für Spiele der A-Nationalmannschaft wurde Patrik Kristal aus der Kölner Reserve nominiert. Estland trifft auf Israel und Moldawien. Auch Jaka Potocnik ist unterwegs. Der Stürmer könnte sein Debüt in der U21 für Slowenien geben.

Florian Kainz und Dejan Ljubicic stehen ebenfalls auf der „Abruf“-Liste.

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Premierentreffer, historischer Erfolg und viele Pleiten – so schlugen sich die Leihspieler

Elias Bakatukanda vom 1. FC Köln
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Premierentreffer, historischer Erfolg und viele Pleiten – so schlugen sich die Leihspieler

Während der FC einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen verbuchte, gab es für Kölner Leihgaben gleich mehrere Pleiten. Ein Kölner Youngster hatte aber besonders großen Grund zur Freude. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.

Für die ausgeliehenen Spieler des FC verlief das Wochenende insgesamt dann eher durchwachsen. Richtig Grund zur Freude hatte nur ein Akteur. So schlugen sich die Leihspieler des 1. FC Köln.

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Stürmer Florian Dietz stand in Österreich beim Unentschieden (2:2) vom SCR Altach bei Austria Klagenfurt in der Startelf. In der fünften Minute der Nachspielzeit kassierte der SCR den Ausgleich. Wenig später sah Dietz noch die gelbe Karte und wurde anschließend ausgewechselt. Malek El Mala war beim Remis von Viktoria Köln bei Borussia Dortmund II (1:1) ebenfalls Teil der Startformation, musste aber nach 65 Minuten den Platz verlassen. Dagegen hatte ein anderer Leihspieler ein erfolgreicheres Wochenende.

Innenverteidiger Elias Bakatukanda stand beim Spiel von Blau Weiß Linz gegen den TSV Hartberg in der Startformation der Linzer und brachte sein Team mit seinem Premierentreffer in der österreichischen Bundesliga nach 16. Minuten mit 1:0 in Führung. Nachdem der Gast kurz vor der Pause den Ausgleich erzielt hatte, machte der Gastgeber nach dem Seitenwechsel drei Treffer und gewann die Partie souverän mit 4:1. Durch den Erfolg qualifizierten sich die Blau-Weißen das erste Mal in die Meistergruppe ein. 

Pleiten für Adamyan und Carstensen

Stürmer Sargis Adamyan und Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen mussten am vergangenen Spieltag mit ihren Teams jeweils knappe Niederlagen einstecken. Adamyan verlor mit Zweitligaschlusslicht, dem SSV Jahn Regensburg bei Fortuna Düsseldorf mit 0:1. Dabei stand der Armenier über die komplette Spielzeit auf dem Platz, blieb dabei jedoch erneut ohne gefährliche Aktion. Carstensen war mit dem Tabellenführer der polnischen Liga Lech Posen beim Tabellendritten Jagiellonia Bialystock zu Gast. Gegen den amtierenden Meister stand der Däne erneut in der Startformation. Posen ging bereits nach neun Minuten in Führung, musste jedoch noch vor der Halbzeit den Ausgleich hinnehmen. In der 59. Minute ging der Gastgeber dann per Eigentor in Führung. Carstensen wurde dann in der 69. Minute ausgewechselt, doch auch dieser Wechsel änderte nichts mehr am Ergebnis.

Durch die Niederlage rutschte der 23-Jährige nun auf den dritten Rang ab, da neben Jagiellonia auch Rakow Tschenstochau an den Blau-Weißen vorbeizog.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Youngster ohne Einsatz

Top-Talent Said El Mala fehlte der Viktoria bei Dortmund II weiterhin aufgrund einer Verletzung. Chilohem Onuoha kehrte hingegen nach seiner Blessur in den Kader des SC Verl zurück. Bei der 1:4 Niederlage gegen den FC Ingolstadt kam der 19-Jährige jedoch nicht zum Einsatz und verfolgte das Geschehen über die volle Spielzeit von der Bank.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Darmstadt-Spiel

Geheimtraining unter der Woche – welche große Überraschung war es nun beim 1. FC Köln?

Mark Uth, Tim Lemperle und Imad Rondic vom 1. FC Köln
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Geheimtraining unter der Woche – welche große Überraschung war es nun beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln gewann zwar das Heimspiel gegen Darmstadt, doch den großen Umschwung gab es noch nicht. Dabei hatte Gerhard Struber das Training in dieser Woche weitestgehend geheim abgehalten. Welche Überraschung hatte der 1. FC Köln denn nun parat?

Nach dem geheimen Training stellten sich viele die Frage: Wie wird FC im Spiel gegen Darmstadt nun auftreten? Mit einer Doppelspitze? Oder doch eine Dreierkette? Welche Überraschung hatte der 1. FC Köln denn nun parat?

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Das nicht-öffentliche Training am vergangenen Mittwoch versprach etwas Geheimnisvolles beim 1. FC Köln. Nachdem FC-Trainer Gerhard Struber seine Mannschaft unter Ausschuss der Öffentlichkeit trainieren ließ, blickten alle FC-Fans gespannt auf das Spiel gegen Darmstadt. Es wurde viel spekuliert und diskutiert, mit welcher Aufstellung und welcher Spielweise der Österreicher gegen die Lilien auftreten wird. Wird es eine Doppelspitze mit Steffen Tigges und Imad Rondic geben? Vertraut Struber auf seine Viererkette oder baut er auf einen Dreierbund wieder um? Mit welcher Ausrichtung will der FC seine Offensive wiederbeleben? Viele Fragen, die am Samstagabend beantwortet werden sollten. Schließlich wollten alle FC-Fans erfahren, was sich Struber in dieser Woche hinter geschlossenen Türen einfallen lassen hat.

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Keine Doppelspitze, dafür wieder eine Dreierkette

Mit Blick auf die Aufstellung kristallisierte sich schnell, was sich als große Überraschung auftat: Der FC lief mit einer Dreierkette auf – nichts neues. Nur spielte Eric Martel von Beginn an im Zentrum des Abwehrverbundes, neben ihm auf der rechten Position FC-Kapitän Timo Hübers und als linker Innenverteidiger Dominique Heintz. Davor lief mit Florian Kainz und Mathias Olesen die Doppelsechs auf. Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic weilten zunächst auf der Bank. Mit der Aufstellung war der Fokus eher auf die Defensive gelegt worden. Trotz der schnellen Kölner Führung konnte die Mannschaft von Struber keine wirkliche Ruhe und Souveränität in den Aktionen ausstrahlen. Das Thema Sicherheit stand beim FC höher als der Gedanke an die eigene, offensive Stärke. So fiel im Verlauf des ersten Abschnitts noch der Ausgleich.

Die Geißböcke versuchten noch etwas wie Torgefahr im gegnerischen Strafraum zu kreieren, aber wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. Dieses zögerliche Spiel nach vorne wurde zur Pause teilweise mit Pfiffen von den Zuschauern im Stadion quittiert. Mit dem Auftreten seiner Mannschaft war Struber bis zu Halbzeit ebenfalls nicht begeistert. „Es war die totale Unzufriedenheit mit der ersten Halbzeit, mit unserem Spieldenken und unserer offensiven Ausrichtung“, meinte Struber auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Darmstädter. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir uns viel mehr zutrauen, viel mutiger agieren und in der Positionierung eine bessere Disziplin aufbringen – speziell, wenn man mit 1:0 führt. Das hat uns in der ersten Halbzeit gefehlt“, so Struber weiter.

Geheimtraining ohne großen Effekt?

Womöglich auch einer der Gründe, warum der Österreicher direkt zur Pause dreimal wechselte, was ziemlich ungewöhnlich für den FC-Trainer erschien. Schließlich schickte Struber statistisch gesehen in der bisherigen Saison nicht oft neues Personal von der Bank auf den Platz. Durch die systematische Umstellung spielte der FC eine verbesserte zweite Halbzeit, in der sich die Kölner, wenn auch erst in Überzahl, am Ende durchsetzen konnten.

Die Erleichterung mit dem Schlusspfiff war bei den Anhängern des 1. FC Kölns größer als erhofft. Trotz der Steigerung in Halbzeit zwei stellten sich nach Abpfiff wiederum die Frage, was das Geheimtraining unter der Woche nun gebracht hat. Aus der ersten Halbzeit jedenfalls konnten die vielen Fragen nicht beantwortet werden. In puncto Startelf hat sich der FC-Trainer zumindest vom Auftreten her etwas anderes vorgestellt. Auch in der zweiten Hälfte war der 1. FC Köln trotz der Überzahl in manchen Phasen nicht wirklich überzeugend im Offensivspiel. Und als der FC dann in Führung ging, wurden weitere Torchancen nicht konsequent zu Ende genutzt. Die mangelnde Effizienz machte sich wieder bemerkbar, wie zu Beginn der Saison. Trotz der Abschottung vor der Öffentlichkeit: Der große Effekt vom Geheimtraining war gegen Darmstadt auf dem Platz noch nicht zu erkennen.



Die Ausgangslage ist gut, es bleibt aber bis zum Ende wohl ein Zittern – ein Kommentar

Die Spieler des 1. FC Köln vor der Südkurve.
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Die Ausgangslage ist gut, es bleibt aber bis zum Ende wohl ein Zittern – ein Kommentar

Von den vor der Saison befürchteten Horrorszenarien ist keins eingetreten. Es riecht nach Aufstieg. Doch so wirklich zurücklehnen sollte man sich beim FC sicher nicht. Vor allem aufgrund der bislang mauen spielerischen Qualität wird es wohl der versprochene Ritt auf der Rasierklinge. Ein Kommentar zum 2:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Darmstadt.

Nach dem 26. Spieltag hat der FC eine gute Ausgangsposition, um das Unterfangen Wiederaufstieg zu meistern. Dennoch ist Vorsicht angesagt. Denn bisher gewannen die Geißböcke zu häufig durch das Quäntchen Glück. So auch gegen schwache Lilien. Ein Kommentar zum 2:1-Erfolg des 1. FC Köln gegen Darmstadt.

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Der Blick auf die Statistik der Begegnung der Kölner gegen den SV Darmstadt lässt nur einen Schluss zu. Die Partie hat ihren verdienten Sieger gefunden. 3:1,5 xGoals-Wert, 30:8 Torschüsse, 58:42 Prozent Ballbesitz, ja sogar die so unbeliebte Zweikampfquote ging mit 53:47 recht deutlich an den FC. Auf den ersten Blick gibt es wohl kaum eine Statistik, die einen Zweifel daran lässt, dass die Kölner die Verhältnisse mit den Lilien zumindest ein wenig zurecht gerückt haben. Die so kolportierte Revanche ist geglückt, der FC hat drei immens wichtige Punkte fürs Aufstiegsrennen eingefahren und verabschiedet sich auf dem 2. Tabellenplatz in die letzte Länderspielpause der Saison. Wobei der Abschied kein richtiger Abschied ist, denn am Geißbockheim wird natürlich dennoch ein paar Tage fleißig trainiert, bevor nach einem freien verlängerten Wochenende dann in der kommenden Woche bereits die Vorbereitung auf das Saisonfinale mit acht Spielen und vermutlich auch einem packenden Endspurt beginnt.

Wahrheit der Statistik ist bitter

Und die Kölner haben sich eine gute Ausgangsposition dafür erarbeitet. Tatsächlich starten die Geißböcke in das letzte Saisonviertel mit vier Punkten Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz. Der FC hat sich also in dieser erstaunlich engen Liga ein wenig Luft verschafft. Eine enge Liga, in der sich aktuell mindestens Platz neun noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen kann. Die gute Nachricht ist also, dass der HSV und der FC in diese letzte Saisonphase, in der die Kölner in der Hinrunde sechs von acht Spielen gewannen, 19 von möglichen 24 Zählern holten, mit einem kleinen Puffer starten. Eine Situation, die zahlreiche Fans, aber ganz sicher auch der ein oder andere Kölner Verantwortliche im vergangenen Frühling sicherlich sofort unterschrieben hätten. Gerade als die Themen „Ausstiegsklausel“, „Spielerflucht“, „Ausverkauf“ und „Liga 3“ rund ums Geißbockheim geisterten.

Von den Horrorszenarien ist Köln weit enttfernt. Also alles super? Ganz sicher nicht. Denn die Ausgangsposition und gerade auch der Sieg gegen Darmstadt sind mit ein wenig Vorsicht zu genießen. Das Ergebnis, vor allem aber der Blick in die Statistik sollte möglichst nicht die weiter vorhandenen Schwachpunkte der Geißböcke kaschieren. Der FC tat sich auch gegen die Lilien gerade in der Vorwärtsbewegung einmal mehr unheimlich schwer. Und das lag sicherlich nicht daran, dass die Kölner nach der frühen Führung erst einmal auf Rückwärtsgang aus waren. Der FC hat einmal mehr ein Geschenk bekommen, das dankend angenommen und ist dann wieder in die spielerische Lethargie der vergangenen Wochen verfallen. Die Wahrheit der Statistik sagt nämlich auch, dass Darmstadt nach mehr als einer Stunde mehr Schüsse auf dem Konto hatte, dass nach 75 Minuten beide Teams einen xGoals-Wert von knapp 1,2 hatten und dass das 1:1 zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war.

Der FC wird ein anderes Gesicht brauchen

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Wie Dominique Heintz später vollkommen zu Recht erklärte, hat dem FC der Platzverweis enorm in die Karten gespielt. Erst in der Schlussphase haben die Geißböcke den Druck entwickelt, der diesen Sieg verdient gemacht hat. Wie Heintz ebenfalls zurecht betonte, kommt es am Ende nur auf das Ergebnis an. Und da steht ein 2:1, drei Punkte, Platz zwei. Aber ein 2:1, das ohne Geschenke und die Eingriffe des Videoassistenten eben auch eine müde Nullnummer hätte sein können. Ja, der FC steht auf Rang zwei. Das wohl auch nicht zu Unrecht. Die Leistungen werfen aber auch weiterhin die Frage auf, wie es denn im Falle eines Aufstiegs in der Bundesliga weitergehen kann. So sicherlich nicht. Die Kölner werden ein anderes Gesicht, ein anderes Auftreten brauchen. Bis dahin ist noch Zeit. Es kann noch so viel passieren.

Dass die Geißböcke den Schlüssel zur Offensivwucht, die zweifelsohne vorhanden ist, in dieser Spielzeit wiederfinden werden, ist jedoch angesichts der jüngeren Leistungen eher unwahrscheinlich. So heißt es wohl weiterhin auf die knappen und damit auch glücklichen Siege, auf die Fehler der Gegner bauen. Dass das nun nicht immer gut geht, haben die Spiele gegen Magdeburg und Karlsuhre gezeigt. Es wird bis zum Ende der Saison der von Gehard Struber schon fast überstrapazierte Ritt auf der Rasierklinge bleiben. Dafür gilt es nun in der Länderspielpause die nötige Kraft, die richtigen Schlüssel zu finden, die richtigen Lehren zu ziehen. Die Ausgangslage ist jedenfalls gut. Nun heißt es den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Dass die Kölner das können, haben sie in den vergangenen Wochen oft genug bewiesen.

Schon wieder Matchwinner – Kann Luca Waldschmidt dem 1. FC Köln nun dauerhaft helfen?

Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln.
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Schon wieder Matchwinner – Kann Luca Waldschmidt dem 1. FC Köln nun dauerhaft helfen?

Der 1. FC Köln gewinnt zuhause gegen den SV Darmstadt 98 mit 2:1. Dabei trifft der zuletzt kritisierte Luca Waldschmidt vom Elfmeterpunkt und entscheidet, wie letzte Woche in Ulm, erneut das Spiel zugunsten der Geißböcke. Und überzeugte einmal mehr mit guten Statistiken. Wird Luca Waldschmidt dem 1. FC Köln nun dauerhaft helfen können?

Dank Luca Waldschmidt gewinnt der 1. FC Köln nach hartem Kampf gegen die Südhessen mit 2:1. Dabei überzeugte Waldschmidt nicht nur Dank des Siegtreffers, auch die individuellen Spieldaten lassen auf einen wieder fleißigen Mittelfeldspieler zurückschließen. Wird Luca Waldschmidt dem 1. FC Köln nun dauerhaft helfen können?

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Es lief die 80. Spielminute, als Luca Waldschmidt sich den Ball schnappte und die Kugel auf dem Elfmeterpunkt legte. Der 28-Jährige blieb nach der VAR-Prüfung und dem Elfmeterpfiff für Köln ganz cool und verwandelte sicher vom Punkt zur erneuten Führung zum 2:1, der gleichzeitig auch der Endstand war. Dabei war der eigentlich erste Elfmeterschütze schon vom Feld. Nach Florian Kainz war es Waldschmidt, der die Verantwortung vom Punkt übernommen hatte. „Wenn Kainzi auf dem Platz steht, dann wäre Kainzi da gewesen. Der war schon unten, von daher war ich mir ziemlich sicher, dass ich ihn nehme. Ich habe da schon viel Vertrauen in mich“, sagte Waldschmidt selbstbewusst nach dem Spiel. Wie schon in der vergangenen Woche in Ulm traf Waldschmidt zwar erst spät das Tor, aber dafür wieder zum Sieg, den der FC für den Aufstieg in die Bundesliga dringend benötigte.

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Hohe Laufbereitschaft und starke Passquote, aber unzufrieden mit Halbzeit eins

Doch nicht nur der Elfmeter, auch die Statistiken lassen für Waldschmidts Engagement sprechen: Der Offensivstar spulte insgesamt 11,04 Kilometer gegen Darmstadt ab, nur Jan Thielmann war läuferisch mit 11,42 Kilometern ein wenig fleißiger, spielte aber auch komplett durch. Insgesamt kamen von Waldschmidt 34 seiner 37 Pässe bei den Teamkollegen an, was eine Passquote von starken 92 Prozent entspricht. Insgesamt überragte der 28-Jährige offensiv, was ihm bei seiner Auswechslung in der 87. Minute auch mit Beifall von den Rängen quittiert wurde. Es scheint, als ob Waldschmidt die letzten Wochen gutgetan haben und auf dem Platz sein Können immer mehr zeigen kann. Zwischenzeitlich saß der gebürtige Siegener regelmäßig auf der Bank über die volle Distanz, wurde kaum für das lähmende Offensivspiel berücksichtigt. Jetzt ist Waldschmidt innerhalb einer Woche zweimal der Retter beim FC.

Dabei wirkte selbst der Matchwinner mit dem Spiel der Geißböcke nicht wirklich zufrieden. „Die erste Halbzeit war schlecht. Wir haben nicht gut Fußball gespielt, sind nicht rausgekommen aus dem Pressing. Viele lange Bälle, dann zweite Bälle und haben dann in der zweiten Halbzeit ein bisschen was umgestellt“, meinte Waldschmidt. Tatsächlich war die erste Halbzeit, bis auf dem frühen Fehlpass der Darmstädter zur 1:0-Führung, ziemlich ereignislos. Der FC brachte es nur auf drei Abschlüsse in Hälfte eins, davon zwei von Waldschmidt selbst, die allerdings ungefährlich waren. Aus dem Spiel heraus passierte nicht viel, auch Waldschmidt konnte daran zunächst nichts ändern. Das änderte sich zur zweiten Halbzeit. „Wir sind deutlich mehr nach vorne gekommen, in gefährliche Räume gekommen. Da haben wir Darmstadt hinten reingedrängt. Und ich glaube, wenn man die zweite Halbzeit sieht, gewinnen wir verdient“, ergänzte Waldschmidt.

Ist Waldschmidt nun eine dauerhafte Option?

Momentan läuft es für den Spielmacher beim 1. FC Köln. Mit dem wichtigen Heimsieg gegen die Lilien behaupten sich die Kölner auf Platz zwei der Tabelle und sind im Aufstiegsrennen wieder gut dabei. Auch Dank Luca Waldschmidt, der zweimal hintereinander zum Matchwinner wurde. Kann Waldschmidt dem FC auch nach der Länderspielpause nun weiterhelfen? „Die Spiele sind alle extrem wichtig. Da können wir in der Pause nochmal an ein paar Dingen arbeiten und nochmal Kraft tanken, um dann stark heraus zu kommen“, sagte Waldschmidt. Aktuell ist er es, der die wichtigen Aktionen im Spiel nutzt. Mit seinen siebten Saisontor ist der 28-jährige Mittelfeldspieler auch torgefährlicher geworden. Wichtiger denn je, schließlich lassen die Torerfolge von den Mittelstürmern der Mannschaft von Gerhard Struber noch auf sich warten. Umso bedeutender für den FC ist, dass Waldschmidt seine Form wieder entdeckt hat und den FC zum Aufstieg helfen kann.