Deswegen kann es Gerhard Struber egal sein, „wer der Knipser ist“

Jubel beim 1. FC Köln
, , ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Deswegen kann es Gerhard Struber egal sein, „wer der Knipser ist“

Beim 5:0 über Eintracht Braunschweig hat mit Tim Lemperle auch wieder ein Stürmer getroffen. Diesem Umstand wollte Gerhard Struber nicht zu viel Beachtung schenken. Vor dem Duell auf Schalke hilft die Gewissheit, von vielen Positionen treffen zu können jedoch sicherlich beim 1. FC Köln: Der FC entdeckt wieder die Torgefahr.

Die Torausbeute der Kölner kann sich bereits nach dem dritten Spieltag und der 1. Runde des DFB-Pokals sehen lassen. Schon zu diesem Zeitpunkt haben die Geißböcke so viele Tore erzielt wie die Stürmer in der vergangenen Spielzeit zusammen. Der FC entdeckt wieder die Torgefahr.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


In die Freude des auch in dieser Höher durchaus verdienten Siegs des 1. FC Köln über Eintracht Braunschweig hat sich am Samstagabend bei den Kölner Verantwortlichen sicher auch eine Spur Erleichterung gemischt. Denn mindestens eine Handvoll FC-Profis hatte in dem Heimspiel Dinge getan, die sie schon lange nicht mehr getan hatten. Zum Beispiel Dejan Ljubicic, der nach langer Durststrecke mal wieder ins Tor traf und das gleich doppelt. Oder Jan Thielmann, der nach starkem Pass des überragenden Ljubicic eine perfekte Flanke auf Tim Lemperle schlug, die dann auch noch zu Kölner Führung taugte. Oder eben Lemperle, der mit diesem Treffer und ganz nebenbei überragender Ballannahme und Schusshaltung, seinen ersten Treffer für den FC nach seiner Rückkehr und gleichzeitig das erste Stürmertor in dieser Saison erzielte.

Torausbeute der Stürmer in der Vorsaison genauso wie 22/23

Lange war in den vergangenen Wochen über die andauernde Torflaute, die Ladehemmung im Sturm gesprochen oder geschrieben worden. Kein Wunder. Die Kölner Stürmer betrieben zuletzt einen hohen Aufwand, rackerten, spulten Kilometer ab, einen zählbaren Ertrag gab es bislang nicht. Auch wenn die letzten drei FC-Tore der vergangenen Spielzeit, nämlich ein Treffer von Damion Downs gegen Union sowie zwei Tore von Steffen Tigges gegen Berlin und Heidenheim, eben doch auf die Konten der Stürmer ging, schien sich also ein Trend fortzusetzen. Denn die große Gefahr erzeugte der Kölner Angriff in der vergangenen Spielzeit nicht. Nur elf Tore erzielte die vorderste Front. Und nun herrschte erneut lange Flaute. Dem hat Lemperle mit einem wunderschönen Treffer vorerst ein Ende bereitet. „Jetzt könnt ihr aufhören zu schreiben, dass wir keine Stürmer-Tore erzielen”, hatte Thielmann am Samstag den Medienvertretern gesagt.

Zu einem wiederkehrenden Thema wurde die Sturmflaute in der vergangenen Saison auch, weil Köln auch sonst so gut wie keine Tore erzielte. Gerade einmal 28 waren es nach der enttäuschenden Saison in der Liga, davon erzielte der etatmäßig Sturm zwölf. Eine durchaus maue Ausbeute – auf den ersten Blick. Denn defacto war es auch nur eins weniger als in der Spielzeit zuvor. Nach dem Abgang von Anthony Modeste fehlte den Kölnern bekanntlich ebenfalls ein torgefährlicher Zielstürmer. Dennoch kam der FC am Ende der Spielzeit auf 49 Treffer in der Liga. Florian Kainz, Ellyes Skhiri und Ljubicic kamen gemeinsam auf 18, das gesamte Mittelfeld auf 28 – die vorderste Front eben auf 13.

Struber: „Es geht am Ende ja auch gar nicht darum, wer dann der Knipser ist“

Nun haben die Kölner inklusive DFB-Pokal in vier Spielen 13 Treffer, ein Stürmertor erzielt. Auch, weil die Kölner eine ganz andere Chancenverwertung als noch in der Vorsaison aufweisen. Damals kam der FC gerade einmal auf vier Prozent – jeder 25. Torschuss war ein Treffer. Am Samstagabend, zugegebenermaßen auch gegen einen eher mäßigen Gegner, lag der Wert bei 21 Prozent. Jeder fünfte Schuss zappelte im Netz – der FC zeigt sich endlich wieder kaltschnäuzig. Und die Geißböcke gingen einen großen Schritt in die Richtung einer weiteren Vorgabe von Struber. Der Trainer forderte erst vor wenigen Wochen, dass das Toreschießen eine Selbstverständlichkeit werden solle.

„Es geht am Ende ja auch gar nicht darum, wer dann der Knipser ist“, sagte Gerhard Struber. Soll heißen, wenn das Ergebnis stimmt, kann ein Stürmer auch schon mal Ladehemmungen haben. „Natürlich freue ich mich für meine Offensivkräfte, wenn sie ans Treffen kommen. Wir sind aber unberechenbar, wenn wir viele Spieler haben, die ins Treffen kommen. Das haben wir unter Beweis gestellt.“ Ob die Kölner diese Treffsicherheit auch gegen den FC Schalke 04 unter Beweis stellen können, wird sich am kommenden Sonntag zeigen. So oder so kann der FC mit breiter Brust nach Gelsenkirchen fahren. Und in dem Wissen, dass man wieder ins Toreschießen kommen kann.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Dejos Gala-Auftritt

Stimmen zum Spiel

Jaka Potocnik bekommt noch keine Einsatzzeit bei den FC-Profis

Jaka Potocnik saß wieder auf der Bank des 1. FC Köln
, ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Jaka Potocnik bekommt noch keine Einsatzzeit bei den FC-Profis

Auch am dritten Spieltag in der 2. Bundesliga gab es keine Einsatzzeit für den Youngster des FC. Jaka Potocnik stand zwar im Kader, blieb aber auf der Bank des 1. FC Köln: Darum feierte Potocnik kein Liga-Debüt.

Zum ersten Mal in dieser Saison stand der 19-Jährige im dritten Ligaspiel gegen Eintracht Braunschweig im Kader. Jedoch blieb der Slowene ohne Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Darum feierte Potocnik kein Liga-Debüt.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Die unglücklichen Umstände bei der Verpflichtung des Slowenen dürfte wohl auch der letzte FC-Anhänger mittlerweile kennen. Kündigung beim Ex-Verein, Unterschrift in Köln, großes Geschrei, Transfersperre der FIFA für die Geißböcke – so die Kurzfassung. Der junge Angreifer war im Januar 2022 von NK Olimpija aus der slowenischen Stadt Ljubljana zum FC gewechselt. Jaka Cuber Potocnik wurde zunächst zur U19 verfrachtet und trainiert seit der Sommerpause bei den Profis mit. In den Testspielen zeigte Potocnik durchaus eine ordentliche Leistung, machte Hoffnung auf mehr. Mehr verspricht sich wohl auch der 19-Jährige selber von der aktuellen Spielzeit. Der Youngster hat sich nämlich selbst große Ziele gesetzt.

Struber: “Da müssen sich einige noch strecken“

Sehr große Ziele: „In der Bundesliga will ich um die Meisterschaft mitspielen und im DFB-Pokal möchte ich ins Finale kommen. Ich hoffe, dass ich mit vielen Toren dazu beitragen kann“, sagte Potocnik im März vergangenen Jahres dem Geissblog. Da wird der Slowene wohl noch etwas warten müssen. Bisher gab es in der Profimannschaft des 1. FC Köln für den Offensivspieler noch keinen Einsatz. Zumindest schaffte es Potocnik am vergangenen Samstagabend gegen Eintracht Braunschweig das erste Mal in den Kader. Jedoch wechselte FC-Trainer Gerhard Struber den jungen Hoffnungsträger nicht ein, sondern brachte in der 86. Minute beim Spielstand von 4:0 für die Kölner lieber Mathias Olesen und vor allem Steffen Tigges für Eric Martel und Damion Downs.

Der Wechsel in der Offensive war für so manchen Fan in den Sozialen Medien nicht nachvollziehbar. Bei solider Führung und noch vier zu spielenden Minuten plus Nachspielzeit wäre eine Einwechslung des Youngsters durchaus vertretbar und wenig riskant gewesen. Auf die Frage, warum Struber sich gegen den 19-Jährigen und auch gegen die Einwechslung von Marvin Obuz entschieden habe, gab es eine eindeutige Antwort: „Ich gehe natürlich auf die Vorbereitung, die letzten Spiele und die Trainingsleistungen ein. Da sehe ich tagtäglich, wer da gerade wo steht“, erklärte Struber. Mit Luca Waldschmidt habe sich dann auch ein Spieler in den Vordergrund gedrängt, auch hintenraus ins Toreschießen zu kommen.

„Ich denke, wir brauchen das richtige Timing für die Jungs und nicht nur ein Vorsprung am Ende würde dann bewerkstelligen, die Spieler reinzubringen, sondern es ist am Ende immer die Leistung, die zählt und nichts anderes“, so Struber weiter. Wer sich mit seiner Leistung in den Vordergrund spiele, im Training und vor allem auch in den Spielen, der werde dann auch seine Einsatzzeit bekommen. Klar Worte des Trainers, die darauf schließen lassen, dass die Leistungen der Youngster noch nicht nach dem Geschmack des Österreichers sind. Und so kommt Struber zu einem klaren Fazit: „Da müssen sich einige dann auch schon noch ein Stück weit strecken.“ So wird der erste Einsatz bei den FC-Profis für Potocnik wohl noch auf sich warten lassen.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Schwäbe, Ljubicic, Soldo, Schmid – Transfer-Woche der Wahrheit

Was passiert noch mit Marvin Schwäbe, Dejan Ljubicic, Nikola Soldo und Maxi Schmid?
,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Schwäbe, Ljubicic, Soldo, Schmid – Transfer-Woche der Wahrheit

Am Freitagabend schließt das Transferfenster in Deutschland. Hinter einigen Personalien stehen aber noch Fragezeichen beim 1. FC Köln: Was passiert noch auf dem Transfermarkt?

Mit dem 5:0-Erfolg über Eintracht Braunschweig hat der FC bewiesen, dass er in der 2. Bundesliga angekommen ist. Ob aber alle Spieler dem FC nun auch treu bleiben, ist nach wie vor offen. Aktuell gibt es mindestens noch vier offene Personalien beim 1. FC Köln: Was passiert noch auf dem Transfermarkt?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Noch vier Tage und auch die zweite Transferphase mit FIFA-Sanktion nimmt für den 1. FC Köln ein Ende. Beim nächste Transferfenster im kommenden Winter dürfen die Kölner bekanntlich nicht nur Spieler verpflichten, sondern auch umgehend registrieren, also wieder spielen lassen. So konnten es Christian Keller und Co. in Bezug auf Neuverpflichtungen ein wenig ruhiger angehen lassen. Dennoch gab es vier Spieler, die die Kölner unter Vertrag genommen haben, die allerdings umgehend weiterverliehen wurden. Ein weiterer Spieler könnte in den kommenden Tagen noch folgen. Auf der anderen Seite stehen da aber auch noch immer mindestens vier Spieler im Raum, die den FC noch verlassen könnten oder sogar sollen.

Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?

Das größte Fragezeichen steht nach wie vor hinter Dejan Ljubicic. Die Ausgangslage ist auch nach dem Gala-Auftritt des Österreichers klar: Ljubicic hat noch Vertrag bis zum kommenden Sommer, ist also de facto an den FC gebunden, will diesen Kontrakt aber nicht verlängern und könnte den Verein dementsprechend 2025 ablösefrei verlassen. Will Köln bei Ljubicic Geld einnehmen, wäre ein Abgang im Sommer, spätestens aber im kommenden Winter – also wenn der FC wieder nachbessern kann – unabdingbar. Aktuell beteuern die Kölner Verantwortlichen aber, dass sie „Dejo“ unbedingt behalten, für ihn kämpfen wollen. Auf der anderen Seite hat Ljubicic seinen Wechselwunsch hinterlegt. „Entscheidend ist, was Spieler, Club und Berater besprechen. Ich glaube, dass von dem was wirklich besprochen wurde, nichts bis gar nichts nach Außen gedrungen ist“, sagte Christian Keller am Samstag am Rande des Braunschweig-Spiels.

Nach außen gedrungen war ein konkretes Interesse von Leeds United. Der englische Zweitligist soll dem FC je nach Quelle drei bis vier Millionen Euro geboten haben. Zu wenig für Christian Keller. Die „Bild“ vermeldete zuletzt, dass der Deal vom Tisch sei. In England war man dagegen davon ausgegangen, dass die „Whites“ noch einmal nachbessern würden. Der Club hat rund 170 Millionen Euro aus Transfers eingenommen und ist auf der Suche nach einem zentralen Mittelfeldspieler. Ljubicic soll lange auf einen Wechsel nach England gedrängt haben. Selbst wenn der Leeds-Deal wirklich geplatzt ist, ist ein Transfer nicht automatisch unwahrscheinlich. Struber sprach davon, für einen Verbleib zu kämpfen. Das ist wohl nur nötig, wenn es eine andere Sichtweise gibt. Auch Keller hat sich nicht zu einhundert Prozent festgelegt. Der Sportdirektor gehe „bis dato davon aus, dass Ljubicic bleibt“. Eine Sicherheit klingt anders.

Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe?

Eine ebenfalls komplizierte Personalie ist die von Marvin Schwäbe. Der Keeper hat bekanntlich frühzeitig – noch in der vergangenen Spielzeit – seinen Wechsel-Wunsch hinterlegt und ebenso frühzeitig mitbekommen, dass Jonas Urbig dadurch zur Nummer eins aufgestiegen ist. Eine logische Entscheidung. Nur hat Schwäbe bislang bekanntlich keinen neuen Verein gefunden. Zuletzt wurde der Keeper mit den Blackburn Rovers in Verbindung gebracht. Der englische Zweitligist hat sich offenbar aber andersweitig entschieden. So deutet sich dort die Verpflichtung von Mark Travers an. Der Ire soll von Bournemouth ausgeliehen werden, Schwäbe wäre dann keine Option mehr.

Christian Keller betonte am Samstagabend noch einmal, dass er lieber zwei erstklasssige Torhüter im Kader hätte als nur einen. Das klingt zwar sehr logisch, ist aber wohl nur die halbe Wahrheit. Denn Schwäbe kassiert natürlich auch das Gehalt eines erstklassigen Torhüters. Ein Wechsel würde auch eine, wenn auch geringe, Ablöse mit sich bringen. Zudem droht auch weiterhin die Gefahr einer Torwart-Diskussion. Und: Der FC hat sich frühzeitig für eine Vertragsverlängerung von Philipp Pentke entschieden, hat also eine etatmäßige Nummer zwei in den eigenen Reihen. „Wenn für Marvin ein attraktives Angebot kommen sollte, werden wir eine Lösung finden“, betonte Keller, erklärte aber auch, dass Konkurrenz das Geschäft belebe und es im Falle eines Verbleibs die Aufgabe von Jonas Urbig sei, sich dieser Konkurrenz zu stellen.

Was ist mit Nikola Soldo und Maxi Schmid?

Auch für Maxi Schmid und Nikola Soldo steht eine Veränderung weiterhin im Raum. Gerade Nikola Soldo wird bei den Profis keine Chance mehr erhalten. Der junge Kroate hält sich bei der U21 fit. Zum Einsatz kommt der Innenverteidiger in der Regionalliga West nicht. Sowohl Keller als auch Thomas Kessler betonten, dass man weiterhin versuche, eine Lösung zu finden. Das gilt auch für Maxi Schmid, der aber im Gegensatz zu Soldo seine Einsatzzeit in der U21 erhält. Dennoch ist auch bei Schmid ein Abgang angedacht. „Maxi hat eine gute Entwicklung genommen. Er ist aber ein Spieler, der einen weiteren Zwischenschritt sicher gebrauchen könnte“, sagte Keller, der großes Potenzial in dem Offensivspieler sieht. “Wir würden mit ihm einen Zwischenschritt gehen, aber da muss natürlich auch etwas Passendes dabei sein.“ Ein Leih-Konstrukt ist wohl die wahrscheinlichste Variante.

Gibt es noch Überraschungen?

Christian Keller hatte weitere Leihen vor einigen Tagen ausgeschlossen. Und doch stehen einige Spieler aktuell in der zweiten Reihe, die sich wohl mehr versprochen haben. Gerhard Struber betonte am Samstag, dass es Einsatzzeit für Trainingsleistung gäbe. Offenbar konnten ihn einige gerade junge Spieler dort nicht komplett überzeugen. Sie warten auf Einsatzzeit. „Außer den genannten sehe ich gerade keinen Spieler. Wir sehen ja gerade, wie sich ein quantitativ ausreichend besetzter Kader dann schnell verkleinern kann. Wir haben jetzt vier Langzeitverletzte“, sagte Keller vor knapp zwei Wochen. „Das kann schnell gehen. Wir sind quantitativ nun ausreichend, aber nicht so super gut besetzt. So dass ich jetzt von einer weiteren Leihe absehen würde, auch wenn ein Spieler, der hinten dran ist, sagen würde, ein wenig mehr Spielpraxis wäre gut. Dann muss er es halt hier schaffen.“ Mal sehen, was in den kommenden Tagen noch passiert.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Ein 5:0 gegen das Schlusslicht – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger

Gerhard Struber, Trainer des 1. FC Köln
, , ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Ein 5:0 gegen das Schlusslicht – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger

Nach dem 5:0-Erfolg gegen Braunschweig am Wochenende hat der FC etwas von seiner Leichtigkeit zurückgewonnen. Ob der Sieg die Kölner nun dauerhaft beflügelt, ist reine Spekulation. Man sollte den Erfolg nun ganz sicher nicht überbewerten, aber eben auch nicht künstlich herunterspielen. Die richtige Einordnung macht’s. Ein Kommentar zum 5:0-Erfolg des 1. FC Köln.

Der Erfolg über Braunschweig hatte nicht nur für die Fans im Kölner Stadion eine befreiende Wirkung. Auch den Spielern war die Erleichterung anzumerken. Insofern wird das 5:0 die Spieler sicherlich beflügeln. Dennoch muss der Triumph auch richtig eingeordnet sein. Ein Kommentar zum 5:0-Erfolg des 1. FC Köln.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Gerhard Struber ballte einfach mal beide Fäuste und schrie seine Gefühlswelt in den regnerischen Nachthimmel über Köln. Dem FC-Coach war nicht nur die offenbar unfassbare Freude über den gelungenen Auftritt seiner Mannschaft anzusehen, aus dieser emotionalen Explosion sprachen Stolz, Genugtuung und ganz sicher auch Erleichterung. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr hat der 1. FC Köln ein Spiel und einen Gegner wieder über 90 Minuten dominiert, einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg eingefahren und den Kölner Zuschauern – abgesehen vom Wetter – einen rundum gelungenen Fußballabend geschenkt. Zwar war Struber in der vergangenen Saison kein Teil des tristen, desolaten FC-Gebildes, der Coach hatte aber noch in der vergangenen Woche betont, dass man ja durchaus wisse, was das Abstiegsdebakel bei den Spielern angerichtet habe.

Strubers Gegenentwurf scheint logisch

Hängende Köpfe, mangelndes Selbstbewusstsein, mentale Krise und damit eine, die meist eine sportliche mit sich bringt – zumindest begünstigt. Auch das haben die Kölner in der vergangenen Saison leidvoll ertragen. Insofern ist Strubers Gegenentwurf, nämlich, dass Siege für die nötige Leichtigkeit sorgen würden, dass es sich mit Siegen besser leben lasse, ja auch durchaus logisch und oft richtig. Dass aber gerade der Zittererfolg gegen Sandhausen eine gewisse Leichtigkeit auslösen würde, war ehrlich gesagt alles andere als erwartbar. Zum einen kamen die Kölner gegen den Drittligisten – wenn auch erst nach einer guten Stunde – mal so richtig ins Schwimmen, zum anderen hat es ja auch in der vergangenen Spielzeit Erfolge wie das 3:1 gegen Mönchengladbach oder die Last-Minute-Siege gegen Bochum und Berlin gegeben, die eine Initialzündung hätten auslösen können, das aber bekanntlich nicht taten.

Dass also Siege per se eine gewisse Leichtigkeit auslösen, ist eine unrealistische Fußball-Romantik. Und doch haben am Samstagabend einige Spieler ganz offensichtlich eine mentale Blockade ablegen können. Selbst oder gerade ein Dejan Ljubicic, der beim ach so erleichternden Erfolg über Sandhausen noch nicht einmal anwesend war. Ob Leart Pacarada, Luca Waldschmidt oder Jan Thielmann – einige Akteure, die bislang weniger überzeugten, waren gegen Braunschweig wieder voll auf dem Posten. Insgesamt hat die Mannschaft bewiesen, dass in dieser Spielzeit wieder ungefährdete, verdiente Siege möglich sind, dass das aktuelle System Früchte tragen kann und dass auch die Abstiegsakteure durchaus in der Lage sind, guten Fußball zu spielen. Mit einer ähnlich erhofften Wirkung ist wohl auch mancher Wechsel in der Schlussphase zu erklären.

Der Erfolg muss richtig eingeordnet sein

Wenn Siege zur Leichtigkeit verhelfen, dann schreit doch der 5:0-Erfolg über Braunschweig nach einem Höhenflug. Oder? Nun sagte Struber in der vergangenen Woche auch, dass er kein Träumer sei. Eine wichtige Botschaft, die möglicherweise so mancher Beobachter in dem Tagen vor dem Pokalspiel noch in Frage gestellt hätte. Nämlich als Struber betonte, dass der DFB-Pokal ja durchaus ein Weg in das internationale Geschäft sein könne. Der Trainer wird aber die Wertigkeit dieses Erfolgs genau einordnen können. Er wird wissen, dass auf jeden Sieg jederzeit auch eine bittere Niederlage folgen kann. Er wird vor allem aber die Stärke des geschlagenen Gegners einordnen können. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass Braunschweig an diesem Abend eine ganze Klasse schlechter war und nicht umsonst den letzten Tabellenplatz der Liga mit nun einem Torverhältnis von 2:13, also mehr als vier Gegentoren pro Spiel, bekleidet.

Auch, wenn der FC zum ersten Mal seit Mai 23 wieder zwei Pflichtspiele in Serie gewonnen hat, zum ersten Mal seitdem auch wieder fünf Tore in einem Spiel erzielt hat und einen Gegner wirklich über 90 Minuten dominiert hat, es wäre fatal von einer Wende auszugehen. Der FC hat gegen ein hoffnungsvoll unterlegenes Tabellenschlusslicht gewonnen – mehr nicht. Schon am kommenden Sonntag erwartet die Geißböcke vor ausverkauften Rängen auf Schalke eine ganz andere Hausnummer. Und doch reisen die Kölner mit dem Gefühl nach Gelsenkirchen, selbst mit einer Niederlage nicht wieder ins Debakel abzustürzen, stehen erstmals seit mehr als einer Saison nicht mit dem Rücken zur Wand. Insofern hat der Sieg dann doch für eine gewisse Leichtigkeit des Seins gesorgt. Man sollte in den 5:0-Erfolg nun sicher kein Luftschloss bauen, herunterspielen braucht man die durchaus gute Leistung aber ganz sicher auch nicht.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Dejos Gala-Auftritt

Stimmen zum Spiel

Dejan Ljubicic überragt – der Wechsel steht nach wie vor im Raum

Dejan Ljubicic vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Dejan Ljubicic überragt – der Wechsel steht nach wie vor im Raum

Nicht nur mit seinen zwei Treffern zeigte Dejan Ljubicic am Samstagabend, wie wichtig er für den FC sein kann. Auch Gerhard Struber weiß, was er an dem 26-Jährigen hat. Doch offenbar ist eine Entscheidung über den Verbleib noch nicht getroffen beim 1. FC Köln: Die Zukunft von Dejan Ljubicic ist weiter offen.

Der Gala-Auftritt von Dejan Ljubicic hat zum einen noch einmal verdeutlicht, wie wichtig der Mittelfeldspieler für den FC sein kann. Zum anderen hat sich der 26-Jährige noch einmal prominenter ins Schaufenster gestellt. Während der FC um einen Verbleib kämpft, kann sich der Österreicher einen Wechsel noch immer vorstellen. Die Zukunft von Dejan Ljubicic ist weiter offen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Als Gerhard Struber nach den aufwühlenden, teils beeindruckenden Minuten auf das Spielfeld schritt und strahlend seinen Mittelfeldspieler abklatschte, da wirkte Dejan Ljubicic zufrieden, aber nicht unbedingt euphorisch. Eine gute halbe Stunde zuvor hatte der Österreicher seinen Gala-Auftritt mit einem Doppelpack gekrönt. Ljubicic hatte den FC nach schönem Pass von Linton Maina bereits im ersten Durchgang mit dem 2:0 auf Kurs gebracht. Nach einer guten Stunde dann nach einem etwas glücklichen „Doppelpass“ mit Lemperle auf 4:0 gestellt. Der 26-Jährige legte anschließend den Zeigefinger vor den Mund und rannte Richtung Fans. Erleichterung, die sich auch bei Trainer Struber abzeichnete, der mit geballten Fäusten am Rand feierte. Zuvor hatte der 26-Jährige bereits das 3:0 mit einem feinen Pass auf Jan Thielmann eingeleitet.

Erste Doppelpack nach knapp zwei Jahren

Für Ljubicic, der sich in der vergangenen Spielzeit noch in einer tiefen Krise befand, dessen Marktwert laut dem Online-Portal transfermarkt.de um nahezu die Hälfte auf rund fünf Millionen Euro eingebrochen ist, ein Befreiungsschlag. Und was für einer. Ljubicic war nicht nur an den drei Treffern beteiligt, der Mittelfeldpieler eroberte zahlreiche Bälle und schaltete sofort um, leitete viele gefährliche Aktionen ein und zeigte, wie wichtig er für den FC sein kann. „Da hätte es den Abend heute auch nicht gebraucht. Ich weiß natürlich, was ich oder was der Verein an Dejo haben“, sagte Struber. „Er ist für uns ein wichtiger Ankerpunkt“. Und in dieser Form der Unterschiedsspieler, den die Kölner an anderer Stelle suchen. Allerdings hatte der Gala-Auftritt noch einen kleinen Beigeschmack.

Denn nach wie vor ist nicht geklärt, ob der Österreicher überhaupt noch einmal für den FC auflaufen wird und das Spiel gegen Braunschweig vielleicht ein beeindruckender Abschied gewesen ist. Noch in der vergangenen Woche gab es wieder viele Diskussionen um den Mittelfeldspieler, der bereits im vergangenen Sommer seinen Wechselwunsch hinterlegt hatte und in dieser Transferphase am ehesten mit Leeds United FC in Verbindung gebracht wurde. Laut der „Bild“ sind diese Gespräche beendet, doch eine Sicherheit über den Verbleib gibt es nach wie vor nicht. Dem Vernehmen nach will Ljubicic, um den es in der vergangenen Woche diverse Meldungen über Berater-Wechsel gegeben hat, nach wie vor den Verein verlassen. Ein Treuebekenntnis gegenüber dem FC vermied der Spieler bislang.

Keller: „Bis dato gehe ich davon aus, dass er bleibt“

„Entscheidend ist doch immer, was Spieler, Berater und Club besprechen und davon ist wenig bis gar nichts nach Außen gelangt“, sagte Christian Keller zwar, ein letztes Wort zum endgültigen Verbleib des Spielers ist dies aber immer noch nicht. „Bis dato gehe ich davon aus, dass er bleibt“, sagte Keller. Nur ist „bis dato“ im Fußballgeschäft bekanntlich schnell überholt. So wird wohl erst die kommende Woche Klarheit bringen. Das Transferfenster schließt bekanntlich am 30. August. Bis dahin kann wohl noch alles passieren.

Die uneindeutigen Angaben und Worte zwischen den Zeilen lassen jedoch darauf schließen, dass noch viel passieren kann. „Natürlich kämpfen wir um ihn. Natürlich wollen wir ihn hier behalten, um unsere Ziele im Auge zu behalten“, sagte Struber. Kämpfen muss man eben bekanntlich nur um jemanden, der noch nicht sicher bleibt. „Wir wissen, dass das eine spannende Woche werden wird. Es ist wichtig, dass er sich wohlfühlt“, so Struber weiter. Wohlgefühlt haben dürfte sich Ljubicic beim Spiel gegen Braunschweig und seinen zwei Treffern im heimischen Stadion allemal. Ob dies der Ausschlag für eine Entscheidung pro FC sein könnte, bliebt weiterhin offen. Denn der Österreicher hat sich sicher ins Schaufenster gestellt. Es könnte also noch weitere Angebote geben.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Diskussion um Kölner Führung – „Da hätte ich mich nicht beschweren dürfen“

Timo Hübers jubelt nach der Führung vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Diskussion um Kölner Führung – „Da hätte ich mich nicht beschweren dürfen“

Mit einem beeindruckenden 5:0 hat der 1. FC Köln den ersten Sieg der 2. Bundesliga eingefahren. Für einen kleinen Beigeschmack sorgte jedoch ein Treffer der Kölner: War die Führung des 1. FC Köln regelwidrig?

Der 5:0-Erfolg war absolut verdient, die Kölner gegen Braunschweig dominant, das deutlich bessere Team. Das 1:0 sorgte anschließend für Diskussionen. War die Führung des 1. FC Köln regelwidrig?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Die Dominanz des 1. FC Köln war schon beeindruckend. Teilweise hatte der FC 70 Prozent Ballbesitz, ein Angriff folgte auf den nächsten. Und doch musste eine Ecke – die neu entdeckte Stärke der Geißböcke – als Dosenöffner herhalten. Leart Pacarada und Linton Maina standen bereit, die FC-Spieler versammelten sich im Zentrum. Maina brachte die Ecke, Hübers stieg am höchsten und nickte ein. Auf der Anzeigetafel stand Hübers, getroffen hatte aber auch Tim Lemperle, der Ball war dem Angreifer an den Rücken gesprungen und von dort ins Netz. Lemperle gab später mit einem breiten Grinsen zu, den Schiedsrichter nach dem wahren Torschützen gefragt zu haben. Es blieb bei Hübers. Große Diskussionen um den Torschützen gab es also nicht, umso mehr um den Treffer an sich.

Schering: „Das ist ein klarer Regelverstoß“

Denn wirklich regelkonform war der wohl nicht. Pacarada spielte die Kugel bei der Ausführung Maina zu, der nahm den Ball noch einmal in die Hand und legte ihn erneut zurecht. Dann führte der 25-Jährige aus: 1:0. Braunschweigs Fabio Kaufmann rannte zunächst auf den Linienrichter zu, denn wenn Pacarada den Ball schon gespielt hatte, dann wäre es ein Handspiel von Maina gewesen. Die Ecke hätte so jedenfalls nicht ausgeführt werden dürfen. „Was soll ich dazu sagen? Es ist ganz klar. Haben sie vielleicht in der Schiedsrichterschulung vergessen anzusprechen, dass man eine Eckballvariante jetzt anspielen darf und dann den Ball in die Hand nehmen kann“, sagte Kaufmann später bei Sport1. „Für mich ein klares Handspiel und anscheinend haben da viele Augen danebengeschaut.“

Selbst der Video-Assistent griff nicht ein. Kaufmann suchte bei Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nach einer Erklärung. „Erst wollte er gar nicht mit mir reden, gibt ja die Kapitänsregel anscheinend. Und dann hat er irgendwie gemeint, dass er den Eckstoß irgendwie freigeben muss. Das ist für mich auch neu“, so der Braunschweiger Mittelfeldspieler. Ein Handspiel sah auch Eintracht-Coach Daniel Schering. „Der eine Spieler spielt den Ball, der andere Spieler nimmt ihn mit der Hand auf. Das ist ein klarer Regelverstoß.“ Schering erklärte, der Schiedsrichter habe ihm mitgeteilt, dass er den Ball da noch nicht freigegeben hätte. Tatsächlich stand Kaufmann sehr nah am Geschehen.

Keller: „Ich gehe davon aus, dass es in Ordnung war“

Doch auch FC-Sportdirektor Christian Keller stutzte, als er die Szene noch einmal auf dem Bildschirm sah, dann breitete sich aber ein Lächeln auf dem Gesicht des Sportdirektors aus. „Ich hab auch gesehen, dass sie den Ball zwei Mal hinlegen“, gab Keller zu. „Ich weiß aber nicht, was sie mit dem Linienrichter besprochen haben“, schlug der Sportchef als mögliche Erklärung vor. „Aber ich gehe davon aus, dass es schon in Ordnung war.“

Eine Absprache hatte es aber ganz sicher nicht gegeben, erklärte Pacarade nur wenige Minuten später und sah die Bilder unmittelbar nach dem Spiel auch das erste Mal. Der Linksverteidiger war selbst überrascht: „Ehrlich gesagt, habe ich das in dem Moment gar nicht so wahrgenommen. Ich war mir dessen nicht bewusst. Ich hatte mich gefragt, warum der Braunschweiger Spieler außer sich war“, so Pacarada. „Wenn ich das jetzt so sehe, sieht es schon so aus, als ob ich das extra mache. Es war nicht eingeplant. Ich kann sagen, wenn es gepfiffen worden wäre, hätte ich mich nicht beschweren dürfen.“ Die Beschwerden hielten sich aber auch beim Gegner in Grenzen. „Darum geht es gar nicht. Wir haben ein desolates Spiel abgeliefert. Wir haben uns bei allen Toren relativ blöd verhalten“, sagte Schering. In der Tat waren die Kölner so überlegen, dass der Treffer wohl nur eine Frage der Zeit war. Einen Beigeschmack hatte die Führung dennoch.  


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Der 1. FC Köln feiert Kantersieg über Braunschweig

, , ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Der 1. FC Köln feiert Kantersieg über Braunschweig

Der FC hat seinen ersten Erfolg in der 2. Bundesliga gefeiert und dazu noch einen hochverdienten und sehr souveränen: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Eintracht Braunschweig 5:0. In einer starken Mannschaftsleistung überragte Dejan Ljubicic.

Eine Woche nach dem Pokalerfolg über Sandhausen hat der FC auch seinen ersten Sieg in der 2. Bundesliga eingefahren: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Eintracht Braunschweig 5:0.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Gerhard Struber hatte vor der Begegnung von einem Vierkampf um die Sechs gesprochen, er entschied sich im Grunde aber für das Stammpersonal. Im Verlgeich zum Pokalspiel gegen Sandhausen rotierten Dejan Ljubicic und Eric Martel zurück in die Anfangsformation für Mathias Olesen und Luca Waldschmidt. Und offenbar hatte der Trainer eine gute Formation, vor allem aber in der Kabine auch die richtigen Worte gefunden. Der FC übernahm von Beginn an die Initiative, spielte druckvoll nach vorne und kam umgehend zu ersten Möglichkeiten. Ljubic eroberte einen Ball, legte zurück auf Linton Maina, doch der Außenbahnspieler stellte Grill im Braunschweiger Tor vor keine großen Probleme (1.). Ljubicic spielte auch weiterhin groß auf. Nach einem tollen Doppelpass von Jan Thielmann und Tim Lemperle kam der Mittelfeldspieler aus 15 Metern zum Abschluss, Grill musste sich schon mehr strecken (14.).

Hübers trifft nach Ecke

Vor allem über Vertikalpässe kam der FC immer wieder in die gegnerische Box, oft kam das finale Zuspiel dann aber nicht an. Somit musste eine Ecke zur Führung herhalten. Maina brachte die Kugel bei einer Ecke vor die Box. Timo Hübers stieg am Höchsten und nickte ein (24.). Wunderschön herausgespielt war dagegen das zweite Tor. Denis Huseinbasic spielte Maina frei, der nutzte einen Doppelpass mit Lemperle um dann Ljubicic einsetzte: 2:0. Der FC hätte vor dem Seitenwechsel noch nachlegen können. Wieder prüfte Ljubicic den Braunschweiger Keeper (43.) mit einem schönen Schlenzer. Den anschließenden Eckball brachte Maina auf Lemperle, doch dessen Kopfball entschärfte Grill erneut (44.). Die Kölner dominierten das Tabellenschlusslicht lange nach Belieben. Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel tauchte Kaufmann vor Urbig auf, der Keeper kam heraus, touchierte den Braunschweiger. Einen Elfmeter gab es zu recht nicht.

FC bleibt weiter dominant

Auch nach dem Wechsel gaben die Kölner weiterhin den Ton an. Unter anderem versuchte es Leart Pacarada aus der Distanz, doch die Kugel streifte am langen Pfosten vorbei (48.). Huseinbasic spielte von der linken Seite einen flachen Ball auf Downs, der sich im Eins-gegen-eins gut durchsetzte und anschließend aus spitzem Winkel abschloss. Wieder war Grill zur Stelle (54.). Besser machte es schließlich Tim Lemperle. Ljubicic gewann einmal mehr einen Zweikampf und schickte Thielmann über die rechte Seite. Der Rechtsverteidiger brachte die Kugel weich vor die Box und Lemperle traf per Dropkick (58.) – das erste Stürmertor der Doppelspitze. Und der FC wolte mehr. Ljubicic gewann wieder einen Zweikampf, spielte den Doppelpass mit Lemperle und schob zum 4:0 ein (61.). Köln blieb aber weiterhin dran, wollte mehr. Eric Martel setzte bei einem Versuch zu hoch an (65.), der eingewechselte Luca Waldschmidt wurde von Damion Downs eingesetzt, vergab aber (71.).

Braunschweig fiel im zweiten Durchgang überhaupt nichts mehr. Es spielte nur noch der FC. Und die Eintracht dann auch noch mit den Kölnern mit. Eine Flanke von Maina brachte Braunschweigs Robet Ivanov selbst aufs Tor, verpasste das Gehäuse knapp (80.). Die anschließende Ecke wurde durch Waldschmidt gefährlich, doch beim Abschluss war Grill einmal mehr zur Stelle. Wenige Minuten vor Spielende machte es der Joker deutlich besser. Huseinbasic leitete einen Ball geschickt weiter, Waldschmidt zog ab und Ermin Bičakčić fälschte unhaltbar ab (88.). Mehr passierte in den Schlussminuten nicht mehr. Der FC feiert einen hochverdienten 5:0-Erfolg und macht in der Tabelle einen großen Sprung. Am kommenden Wochenende ist Köln zu Gast beim FC Schalke 04.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli, Hübers, Thielmann – Martel (86. Olesen) – Maina, Huseinbasic, Ljubicic (77. Adamyan) – Downs (86. Tigges), Lemperle (66. Waldschmidt) – Tore: 1:0 Hübers (25.), 2:0, 4:0 Ljubicic (34., 61.), 3:0 Lemperle (58.), 5:0 Waldschmidt (88.)


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Struber vor dem Spiel

Die Beständigkeit ist nur eine „Frage der Zeit“

Tim Lemperle vom 1. FC Köln im Angriff.
, ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Die Beständigkeit ist nur eine „Frage der Zeit“

Nach dem knappen Pokalerfolg über Sandhausen will der FC nun auch in der Liga dreifach punkten. Doch die bisherigen Leistungen werfen Zweifel auf. Es fehlt an Torgefahr und Stabilität. Gerhard Struber glaubt aber an ein Erfolgsrezept beim 1. FC Köln: So will der FC gegen Braunschweig punkten.

Am Samstag steht das dritte Ligaspiel für den FC an. Flutlicht, Fans und die Erwartungen an einen Sieg machen das Duell besonders emotional. FC-Trainer Gerhard Struber nimmt den Gegner sehr ernst, glaubt aber an einen Sieg des 1. FC Köln: So will der FC gegen Braunschweig punkten.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Die Frage nach dem „Wie“ war schon wenige Tage nach dem 3:2-Zittersieg nach Verlängerung über den SV Sandhausen in Köln kein großes Thema mehr. Vielmehr hob Gerhard Struber am Freitag hervor, wie wichtig der Sieg für den FC und seine Spieler gewesen ist. „Für uns sind die Momente des Gewinnens einfach extrem wichtig“, betonte der Coach und warf dann einen Blick zurück auf die Zeit, zu der er sich nicht mal im Entferntesten über ein Engagement bei den Geißböcken seine Gedanken gemacht hat. „Wir wissen, was die Mannschaft letztes Jahr erlebt hat. Das schmeißt man nicht von heute auf morgen weg. Das nimmt man mit“, sagte Struber. Der FC trägt in dieser Saison noch immer die Bürde des siebten Abstiegs der Vereinsgeschichte mit sich. Und da ein Großteil des Kaders der gleiche ist, wird der Misserfolg der vergangenen Spielzeit auch noch in vielen Kölner Köpfen sein.

Struber: „Deswegen war der Sieg so wichtig“

Möglicherweise also ein Nachteil des eigentlichen Vorteils. Struber liefert aber auch das vermeintlich so einfache Rezept direkt mit. „So etwas kann man nur mit Erfolgserlebnissen abschütteln. Deswegen war der Sieg sehr wichtig“, sagt der 47-Jährige. Auch in der vergangenen Spielzeit hat man in Köln lange auf dieses Erfolgserlebnis gewartet, gehofft, ein Sieg würde die Wende einleiten. Und vom Grundgedanken scheint das zu passen. Mal abgesehen davon, dass den Kölnern ein ähnlicher Zittersieg im ersten Pflichtspiel gegen den VfL Osnabrück gelang, brachte der zweite Pflichtspielsieg der Saison aber nicht die Initialzündung. Dem verdienten 3:1-Erfolg gegen Mönchengladbach Ende Oktober folgten das bittere 0:6 gegen RB Leipzig sowie das Aus im Pokal gegen einen eher mittelmäßig aufspielenden Zweitligisten aus Kaiserslautern. Das Erfolgserlebnis war schon wieder verpufft, da war die Saison noch keine zwei Spieltage älter.

Und dennoch würde ein Erfolg über Braunschweig die Situation natürlich grundlegend verändern. Der FC würde in der Tabelle einen Satz machen, die Erfolgserlebnisse möglicherweise weitere Energien freisetzen. „Die vergangenen Monate haben den Jungs sicherlich nicht die Leichtigkeit des Seins vermittelt“, sagte Struber. „Das kommt erst wieder durch gute Leistungen und persönliche Erfolgserlebnisse. Das Spiel ist natürlich noch einmal ein ganz anderer Turbo, wenn man da gute Leistungen bringt und natürlich Siege. Siege machen das Leben leichter.“ Durch die Siege wollen die Kölner ein gewisses Selbstverständnis wieder herstellen. „Was wir alles investieren, da sind die Jungs schon richtig dran, alles in die Waagschale zu werfen, um wieder zu gewinnen.“

Struber: „Es ist nur eine Frage der Zeit“

Die Worte erinnern ebenfalls an die vergangene Spielzeit, als der Begriff „Intensität“ gefühlt wöchentlich als Allheilmittel gegen die Krise herhalten musste. Nun soll es aber anders sein. Ist es auch. Der FC tritt dominant auf, ist meist Spiel bestimmend. Nur damit die Kölner überhaupt ins Gewinnen kommen, benötigt es weiterhin zwei Dinge. Zum einen das Toreschießen, das dem FC ganz offensichtlich auch in der 2. Liga nicht viel einfacher fällt. Zwar kommen die Geißböcke in der Liga bereits auf drei Treffer, bei den möglichen Chancen hätten es aber mehr sein müssen. Auch hier hofft Struber auf eine Initialzündung durch Tore. „Für meine Jungs und gerade speziell für Damion Downs, der sich sehr viele Chancen erarbeitet, ist es ein gutes Zeichen, dass sie sich diese Möglichkeiten erspielen“, so Struber. „Ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, dass meine jungen Burschen ins Tore schießen kommen. Wir glauben daran, dass das sehr sehr bald der Fall sein wird.“

Zum anderen fehlt es dem FC an einer gewissen Beständigkeit. Sowohl gegen Elversberg als auch gegen Sandhausen sah der FC zum Seitenwechsel wie der sichere Sieger aus. Für Zweifel an einem Dreier gab es so gut wie keinen Grund. Und doch wurde es in beiden Begegnungen mehr als eng. Gegen Elversberg reichte es zu einem Punkt, gegen Sandhausen nach der Verlängerung zum Sieg. Gerade die Nackenschläge machten die Begegnungen zu einem „Stresstest“, so Struber. „Ich denke, dass jeder Spieler reflektiert, wie wichtig es ist, dass man in den Situationen, in denen ein Stück Emotionalität aufkommt, konzentriert und fokussiert in den Aufgaben bleibt. Da versuchen wir, uns Anker zu holen, um nicht wegzukippen und stabil zu bleiben.“

Der Trainer will den Gegner sehr ernst nehmen

Und auf dem Papier könnte das gegen Braunschweig gelingen. Die Eintracht belegt aktuell den letzten Tabellenplatz, hat schon in den bisherigen drei Saisonspielen bereits zwölf Gegentore kassiert. Und dennoch warnt Struber: „Aus unserer Sicht ist Braunschweig ein Gegner, der in vielen Phase der letzten drei Spiele angedeutet hat, dass er spielerisches Potenzial hat, richtig Tempo drin hat“, so der Trainer. Zudem habe die Eintracht gegen Frankfurt im Pokal eine Halbzeit „kaum bis gar nichts zugelassen“. Sogar gute 60 Minuten, bevor Hugo Ekitiké das Spiel mit einer Gala-Vorstellung nahezu im Alleingang entschied. „Es ist eine Mannschaft, die Spielwitz hat, gute Umschaltpower. Für uns ein Gegner, den wir extrem ernst nehmen“, sagt Struber weiter. Und dennoch wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung. Eine, die sich ebenfalls in den Köpfen festsetzen würde.

 


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Voraussichtliche Startelf

FC im Free-TV

Uth, Finkgräfe, Kainz – Gerhard Struber gibt Update zu den Verletzten

Max Finkgräfe vom 1. FC Köln verletzt
, ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Uth, Finkgräfe, Kainz – Gerhard Struber gibt Update zu den Verletzten

Gleich fünf Spieler fehlen dem FC aktuell verletzungsbedingt. An eine schnelle Rückkehr ist nur bei einem Spieler zu denken und doch sind die FC-Bosse positiv gestimmt. Am Freitag gab Gerhard Struber ein Update für den 1. FC Köln: So ist der Stand bei den Verletzten.

Einige Leistungsträger fehlen den Geißböcken verletzt. An eine schnelle Rückkehr ist aber nur bei einem Spieler zu denken. Dennoch ist man zuversichtlich beim 1. FC Köln: So ist der Stand bei den Verletzten.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Gleich auf mehreren Positionen scheint der 1. FC Köln aktuell quantitativ gut aufgestellt zu sein. Vor allem in der Zentrale sprach Trainer Gerhard Struber davon, dass es nun einen Vierkampf um die Sechs gäbe. So konnte es sich der Trainer auch leisten, einen Spieler wie Luca Waldschmidt auf der Bank zu lassen – für manchen Zweitligisten wohl unvorstellbar. Die dünne Personaldecke macht sich aber in anderen Mannschaftsteilen umso mehr deutlich. Gerade in der Defensive fehlen Struber aktuell die Alternativen. Besonders schmerzhaft wird Max Finkgräfe vermisst. Der Shootingstar der Vorsaison hatte sich in der Vorbereitung eine Knieverletzung zugezogen, musste sogar operiert werden. „Max liegt deutlich vor dem Zeitziel“, sagte der Trainer sichtbar erfreut über die schnelle Genesung des Youngsters. Nach der Verletzung im Juli war man von acht Wochen Ausfallzeit beim FC ausgegangen. Finkgräfe könnte bei gutem Verlauf im September wieder langsam integriert werden.

Struber: „Mark wird nächste Wocher wieder im Treamtraining“

Bei Mark Uth wird es definitiv schneller gehen. Der Porzer hatte sich im Duell gegen Elversberg eine Zerrung zugezogen. „Mark wird nächste Woche wieder ins Teamtraining einsteigen. Die Verletzung ist gut abgeklungen. Wir können die Intensitäten steigern“, sagte Struber, erklärte aber, dass man erst in der Länderspielpause in die volle Belastung gehen wolle. Für das Spiel auf Schalke ist der Offensivspieler somit noch keine Option. Ohnehin wird man bei Uth wohl wieder sehr vorsichtig an die ersten Einsätze rangehen. Die Verletzungshistorie macht einen behutsames Heranführen nötig. Zunächst wird Uth also weiterhin individuell trainieren.

Auch mit dem Genesungsverlauf von Florian Kainz zeigte sich der Trainer zufrieden. Der Kapitän der vergangenen Saison hatte nach seiner Sprunggelenksverletzung zunächst nur an Krücken gehen können. Die gehören mittlerweile der Vergangenheit an. „Florian hat schon wieder einen runden Gang. Es sieht gut aus. Jetzt schauen wir, dass wir ihn schnell ins Laufen bekommen“, sagte Struber. Bis der Spieler aber wieder ins Mannschaftstraining eingreifen werde, wird es wohl noch ein wenig dauern. Genauso wie bei Luca Kilian, der nach seinem Kreuzbandriss laut Struber schon sehr bald im „Geißbockheim aufschlagen“ und mehr und mehr in „Fußball spezifische Belastungen gehen wird“.

 


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Neue Stärke?

Was passiert mit Ljubicic?

Nun gegen das Tabellenschlusslicht – ein Selbstläufer wird das nicht

Eric Martel vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » 2. Bundesliga » Seite 70

Nun gegen das Tabellenschlusslicht – ein Selbstläufer wird das nicht

Für den FC steht am Samstagabend das Heimspiel gegen Braunschweig auf dem Spielplan. Eigentlich geht die Favoritenrolle nach Köln. Aber erstens haben sich auch die Geißböcke nicht leicht getan, zweitens zeigte Braunschweig gegen Frankfurt lange, wie es gehen kann gegen den 1. FC Köln: Braunschweig wird kein Selbstläufer für den FC.

Der FC will am Samstagabend im vermeintlichen Topspiel des Spieltags den ersten Sieg in der Liga einfahren. Auf dem Papier geht die Favoritenrolle auch ganz klar an den 1. FC Köln: Braunschweig wird aber sicher kein Selbstläufer für den FC.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 1000 Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Es mag ein wenig in Vergessenheit geraten sein, aber 20 Jahre lang lieferten sich der 1. FC Köln und Eintracht Braunschweig mehr oder weniger spannende Begegnungen in der Bundesliga. Spannend war es beispielsweise in der Spielzeit 66/67, als Braunschweig sich die Meisterschaft sicherte, das Hinspiel im eigenen Stadion 1:0 gewann, das Rückspiel in Köln wiederum 0:1 verlor. Weniger spannend war dagegen das 8:0 der Kölner im Heimspiel im September 79, bis heute der geteilt höchste Sieg der Geißböcke in der Bundesliga-Historie. Dieter Müller erzielte damals vier Tore. An das Spiel und die Tore der Kölner Legende wird man sich dieser Tage angesichts der Probleme des Kölner Angriffs und des offensichtlichen Wankelmuts besonders gerne erinnern. Den letzten wirklich klaren Sieg landeten die Kölner im Februar beim 2:0 über Eintracht Frankfurt.

Tore schießen gegen Tabellenschlusslicht?

Aktuell würde sich der FC mit einem Sieg generell sicherlich zufrieden geben. Denn der ist den Geißböcken in der neuen Liga noch nicht gelungen. Gegen den HSV gab es zum Auftakt ein 1:2, bei der SV Elversberg einen späten 2:2-Ausgleich. Zwar feierten die Kölner ihren ersten Pflichtspielsieg im Pokal, den aber auch nur nach einer verlängerten Zitterpartie. Dem FC fehlt es an Vielem – unter anderem an der nötigen Stabilität, an Torgefahr, aber auch an Kreativität. Köln hat doch einige Probleme der Vorsaison mit in die neue Spielzeit genommen. Und so mag es nicht mehr verwundern, dass die Kölner Verantwortlichen im Sommer einige Vorbereitungsgegner aus der Schublade „Selbstvertrauen holen“ zauberten. Auch Trainer Gerhard Struber sprach des Öfteren davon, dass das Toreschießen eine „Normalität“ werden müsse.

Nun könnte man meinen, die Eintracht aus Braunschweig könnte damit ein willkommener Gegner werden. Die Gelb-Blauen belegen aktuell mit null Zählern den letzten Tabellenplatz, kassierten in zwei Spielen acht Gegentore. Dem Papier nach sollte es demnach gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied mit einem Dreier als mögliche Initialzündung doch klappen. Nur offenbaren die reinen Ergebnisse nur selten die komplette Wahrheit. Erst am vergangenen Montag kassierte Braunschweig in der 1. Runde des DFB-Pokals eine erwartungsgemäß deutliche 1:4-Niederlage. Allerdings fiel diese doch ein wenig zu hoch aus. Eine gute Stunde spielte Braunschweig gegen den Bundesligisten nicht nur mit, die Eintracht war der Führung sogar ein wenig näher.

Scherning: „Flutlicht, guter Gegner, geile Challenge“

Zwar dominierte Frankfurt den Gegner, hatte mehr Ballbesitz, die Hessen schafften es aber nicht, den Plan mit hohem Tempo hinter die letzte Kette zu kommen, umzusetzen. Braunschweig verteidigte clever und konsequent, konterte und hatte im ersten Durchgang die deutlich gefährlicheren Chancen. Erst Frankfurts Stürmer Hugo Ekitiké machte den Unterschied. Erst legte er mit einer grandiosen Vorarbeit die Führung auf, dann erhöhte der Franzose mit zwei technisch besonders anspruchsvollen und sehenswerten Toren. Das Spiel war durch, die beiden weiteren Treffer in der Tat nur noch Ergebniskosmetik. Dem Gegner Spiel und Ball zu überlassen, scheint für das Tabellenschlusslicht ein probates Mittel zu sein. Und nichts anderes wird die Kölner im eigenen Stadion vor 50.000 Zuschauer erwarten.

Eintracht-Coach Daniel Scherning weiß jedenfalls, was ihn erwartet. „Die Mannschaft ist in dieser Konstellation schon länger zusammen. Es hat aber auch Veränderungen gegeben. Für mich ist der Trainer die größte Komponente mit klaren Abläufen und einer veränderten Spielkultur“, sagte der Trainer. „Sie haben viele Spieler, die durch ihre Laufwege Räume reißen.“ Der Coach des Gegners erwartet ein hohes Gegenpressing und eine hohe Wucht. „Es wird eine große Herausforderung. Es wird eine tolle Kulisse, Flutlicht geht wieder an, guter Gegner, geile Challenge. Ich freue mich drauf.“ Das vermeintliche Topspiel des Samstagabends wird zumindest ein stimmungsvolles.

 


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Neue Stärke?

Was passiert mit Ljubicic?