Wird diese Schwachstelle nun zur Stärke?

Timo Hübers beim Kopfball
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Wird diese Schwachstelle nun zur Stärke?

Der FC scheint gleich einige Probleme der vergangenen Spielzeit mit in die neue Saison genommen zu haben. Im Gegensatz zu den noch jungen Eindrücken der ersten drei Spiele lief es im vergangenen Jahr bei den Ecken alles andere als rund beim 1. FC Köln: Werden die Ecken nun zu einer Waffe?

In der vergangenen Saison waren es vier Tore in 36 Spielen, jetzt sind es bereits drei nach drei Spielen des 1. FC Köln: Werden die Ecken nun zu einer Waffe?

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Geht es nach den reinen Zahlen, ist es schon verwunderlich, wie schwer sich der FC in der 2. Bundesliga tut. Mit Abstand die meisten Torschüsse, der höchste Ballbesitz, die meisten Sprints, die meisten Kilometer – viele Kategorien der Datenblätter der zweiten Liga deuten auf eine beeindruckende Dominanz der Geißböcke hin. Nur sieht die Realität nach dem doch sehr holprigen Saisonstart ein wenig anders aus. Dass die Statistiken am Ende des Tages nicht so ganz der Wahrheit entsprechen, zeigt ein einfacher Blick auf die Tabelle. Der FC belegt – wohlgemerkt nach dem 2. Spieltag – den 13. Tabellenplatz und das mit nur einem Zähler. Auch in der 1. Runde des DFB-Pokals hatten die Kölner mit dem SV Sandhausen so ihre Probleme, zitterten sich erst in der Verlängerung in die nächste Runde.

Viele Parallelen zur Vorsaison

Auch wenn die Euphorie nach der doch ansprechenden Vorbereitung mit sechs Siegen in sieben Spielen groß war, erinnert gerade in der Vorwärtsbewegung zurzeit vieles beim FC an die vergangene Spielzeit. Die Kölner lassen zu viele Chancen liegen, gehen zu fahrlässig mit den Möglichkeiten um und sind gerade in der vordersten Offensive weiterhin zu harmlos. Schwierig wird es, wenn dann auch noch die Defensive nicht mehr so recht mitspielen will. Gerade in der Hintermannschaft unterlaufen den Kölnern zu viele einfache Fehler, die die Gegner dankend annehmen und gnadenlos bestrafen. Und so scheint zumindest aktuell das Ziel schnellstmögliche Rückkehr in die Bundesliga noch ein weiter Weg zu werden.

Dabei sind auch positive Veränderungen deutlich erkennbar. Die Kölner investieren eben mehr ins Spiel, treten tatsächlich dominanter auf. Vor allem aber scheint eine Schwäche der vergangenen Saison zu einer Stärke zu werden. Zumindest deutet nach den ersten drei Saisonspielen sehr viel darauf hin. Der FC hat eine beeindruckende Effizienz nach Ecken für sich entdeckt. Durchaus eine große Schwäche der vergangenen Spielzeit. Zwar erzielten die Kölner in der Vorsaison 14 ihrer 28 Tore nach Standardsituationen, diese 50 Prozent als positive Waffe zu verkaufen, entspricht aber nicht der Realität. Schon alleine, weil fünf dieser Standardsituationen vom Elfmeterpunkt aus zum Tor führten. Gerade bei den Ecken tat sich Köln in der vergangenen Spielzeit durchaus schwer.

Viele Ecken, wenig Tore

Dabei gab es für die in der Regel doch tief stehenden Kölner davon überraschend viele. 188 Ecken schlug der FC in der vergangenen Bundesliga-Saison. Einzig Leverkusen (236), Bayern (227) und Leipzig (220) kamen auf mehr. Der Mitabsteiger aus Darmstadt brachte es auf 115 Hereingaben. Dabei blieben die unter anderem 79 Versuche von Florian Kainz und 41 von Leart Pacarada weitestgehend harmlos. Ganze vier Tore erzielten die Kölner nach ihren 188 Ecken und damit gerade einmal gut zwei Prozent. Der Meister aus Leverkusen kam dagegen mit seinen zehn Toren auf immerhin gut 4,5 Prozent, Gladbach mit zwölf Toren nach 174 Ecken auf fast sieben Prozent, der Schnitt der gesamten Liga lag bei guten fünf.

Nach den ersten drei Saisonspielen haben es die Kölner nun aber schon auf beeindruckende 31 Ecken gebracht und drei führten bereits zum Tor. “Wir haben einen riesigen Schwerpunkt auf Standards gelegt, da haben wir eine große Wucht entwickeln können“, bemerkte auch Timo Hübers eine positive Entwicklung. Gegen den SV Elversberg rettete der Kölner Kapitän nach einer Ecke dem FC das 2:2. Gegen Sandhausen war Linton Maina für die Standards mitverantwortlich. Seine Hereingaben führten zum 1:0 durch Julian Pauli und schließlich zum 3:2 durch Mathias Olesen unmittelbar vor Ende der Verlängerung. Somit war auch Maina einer der Matchwinner am vergangenen Wochenende. Die Saison ist natürlich noch lang, die ersten Spiele nicht mehr als ein Fingerzeig, doch bei der lahmenden Offensive wären funktionierende Standards eine willkommene Waffe.

 


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Ausbau Geißbockheim

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Spiel im Free-TV

Damion Downs wieder im Training – wann platzt der Knoten?

Damion Downs kommt beim 1. FC Köln noch nicht in Fahrt.
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Damion Downs wieder im Training – wann platzt der Knoten?

Damion Downs war einer der Gewinner der Vorbereitung. Gemeinsam mit Tim Lemperle bringt der Angreifer viel von Strubers Vorstellung von Fußball mit. Auf die Anzeigetafeln hat es der Stürmer noch nicht geschafft für den 1. FC Köln: Damion Downs auf der Suche nach Torgefahr.

Abgesehen von dem Olympia-Aus verlief die Vorbereitung für Damion Downs nach Plan. Doch aktuell fehlt auch dem US-Amerikaner die nötige Lockerheit beim 1. FC Köln: Damion Downs auf der Suche nach Torgefahr.

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Die Bilder hätten wohl kaum unterschiedlicher sein können. Hier enttäuscht, vielleicht sogar eine Spur fassungslos, dort – vor etwas mehr als drei Monaten – die unbändige Freude nach dem Last-Minute-Tor gegen Union Berlin. Jenes Tor, das dem FC die Hoffnung auf den Klassenerhalt überhaupt noch am Leben hielt. Es sind die zwei Gesichter des Damion Downs, die aktuell so gar nicht zusammenpassen wollen. Es scheint fast so, als habe der Angreifer seine Leichtigkeit verloren. Sicher aber eine Spur Selbstbewussten. Dabei lief die Vorbereitung eigentlich perfekt für den Angreifer, mal abgesehen von der Ausbootung bei den Olympischen Spielen. Downs hatte zum vorläufigen Kader der USA gehört, dann aber das letzte Ticket nach Paris verpasst. Dafür die Vorbereitung mit dem FC absolviert und das sollte sich auszahlen.

Starke Vorbereitung von Downs

Dass der 1. FC Köln in dieser doch unter komplett neuen Vorzeichen stehenden Saison auf die Einbindung des Nachwuchses setzt oder wohl auch setzen muss, zeigt sich nämlich vor allem auf der Torhüterposition und im Sturm. Zwar liefen am Sonntag im Pokalspiel gegen Sandhausen auch in der Abwehr und im Mittelfeld Eigengewächse auf – insgesamt sechs -, doch gerade im Angriff scheint die Wahl der Doppelspitze für Gerhard Struber alternativlos. Mit Tim Lemperle und Downs standen auch im dritten Spiel die beiden Kölner Jung-Stürmer jeweils in der Startformation. Das mag angesichts der Leistungen der Routiniers in der Vorsaison auch nicht wirklich überraschen. Weder Sargis Adamyan, noch Steffen Tigges noch Florian Dietz sammelten in der vergangenen Saison viele Argumente für mehr Einsatzzeit.

Auch deswegen zeichnete sich in der Vorbereitung das Duo Lemperle und Downs ab und das sehr schnell, sehr deutlich. Die beiden Eigengewächse trafen in den Testspielen, ackerten, spulten Kilometer und Tempo ab – der Stammplatz war sicher. Auch, weil die beiden ehemaligen Nachwuchskräfte besser zum Pressing-Spiel des Kölner Trainers passen. Aktuell betreibt das Sturm-Duo erwartungsgemäß ebenfalls viel Aufwand, nur ist der Ertrag in den Pflichtspielen überschaubar. Auf die noch junge Scorerliste haben sich die Angreifer jedenfalls noch nicht eingetragen. Dabei hätte das durchaus passieren müssen. Lemperle zeigte sich vor allem als Vorbereiter bereits in starker Verfasssung. Sowohl im Duell gegen Hamburg als auch im Spiel gegen Elversberg hätten in den Anfangsphasen Tore nach seiner Vorarbeit fallen müssen. Gegen Sandhausen netzte der Angreifer auch ein, doch Mathias Olesen hatte zuvor seinen Gegenspieler regelwidrig abgeräumt.

Köln mit mäßiger Chancenverwertung

Zwar vergab auch Lemperle dicke Torchancen wie etwa unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gegen den HSV, doch gerade Downs fehlt aktuell ganz offensichtlich das nötige Selbstvertrauen. Schon gegen Elversberg lief der Youngster beim Stande von 1:1 alleine auf Keeper Nicolas Kristof zu, schoss den Torhüter aber viel zu zentral an. Am Sonntag tauchte Downs nach schickem Steckpass von Denis Huseinbasic im Sechzehner auf Höhe des Fünfmeterraums auf, aber anstatt aus kurzer Distanz den Abschluss zu suchen, passte Downs quer und verpasste Mitspieler Sargis Adamyan sowie eine mögliche Vorentscheidung. „Wir müssen die jungen Burschen mitnehmen und ihnen auch die Zeit geben, dass sie einfach in dieses Toreschießen kommen“, sagte Gerhard Struber zuletzt.

Toreschießen, die Aufgabe eines Stürmers, soll dementsprechend auch eine gewisse Normalität werden. Eine Normalität, die der Trainer von seinen Spielern erwartet, sogar fordert. Jenen Spielern, die es in der Vorsaison – zumindest zum Großteil – auf gerade einmal 28 Tore kamen. „Wir sind dran, diese Jungs mehr ins Treffen zu bringen und in eine Richtung zu bewegen, dass die Effizienz steigt“, sagte der Trainer. Das wird auch nötig sein. Der FC kommt in der aktuellen Saison auf starke 68 Abschlüsse in drei Spielen, also im Schnitt 23 pro Begegnung. Das macht aber auch eine Chancenverwertung von 8,8 Prozent. Damit liegen die Kölner deutlich über dem Prozentsatz der Vorsaison, aber auch deutlich hinter dem Schnitt von Spitzenreiter Paderborn. Die Ostwestfalen treffen aktuell mit jedem fünften Abschluss.

Auf dem Papier sieht es so aus, als käme Eintracht Braunschweig am Samstag gerade recht. Acht Tore kassierten die Niedersachsen in den ersten beiden Ligaspielen, noch einmal vier im Pokal gegen Eintracht Frankfurt. Daraus aber abzuleiten, dass die Kölner in die Normalität Toreschießen kommen, wäre zu einfach. Zumal noch nicht einmal klar ist, ob beide Teile der Doppelspitze überhaupt spielen. Downs fehlte am Mittwoch beim Training, kehrte aber am Donnerstag wieder zurück – das aber hinter verschlossenen Türen. Ob es für Samstag reicht, ist noch offen.

 


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FC-Spiel im Free-TV

Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Drei Spiele – drei Scorerpunkte

Neue Liga, die gleichen Sorgenkinder

Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln
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Neue Liga, die gleichen Sorgenkinder

Für Luca Waldschmidt will es beim FC noch nicht so rund laufen. Aber der 28-Jährige ist nicht der einzige Spieler, bei dem offenbar die Formkrise der vergangenen Saison anhält beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler stecken weiterhin im Formtief.

Luca Waldschmidt war am vergangenen Wochenende einer der Verlierer des Spiels gegen Sandhausen. Der Angreifer wurde nach einer knappen Stunde wieder ausgewechselt. Auch andere Spieler tun sich weiterhin schwer beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler stecken weiterhin im Formtief.

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Im direkten Vergleich mit seinen Mitspielern sah das gar nicht so schlecht aus. Luca Waldschmidt kam wie Tim Lemperle und Damion Downs auf zwei Torschüsse, auf mehr Ballkontakte als die beiden Stürmer, spielte mehr Pässe und kam auf eine deutlich höhere Passquote. Und doch fiel die Leistung des ehemaligen Nationalspielers als besonders schwach auf. Auch Gerhard Struber, der seinen Unterschiedsspieler nach einer knappen Stunde vom Platz nahm – genauso wie schon gegen den Hamburger SV. Auch dort wusste Waldschmidt nicht sonderlich zu überzeugen, hatte seine beste Szene bei einem Block im eigenen Sechzehner. Und erhielt die Quittung. Der 28-Jährige saß gegen Elversberg nur auf der Bank, kam wohl nur, weil sich Mark Uth nach nur wenigen Minuten verletzte.

Waldschmidt einmal mehr überhaupt kein Faktor

Gut möglich, dass Struber am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (20.30 Uhr, Sky und bei come-on-fc.com im Liveticker) auf den Offensivspieler zunächst wieder verzichtet. Mit Eric Martel kehrt sicherlich der Sechser wieder in die Anfangsformation zurück, auch Dejan Ljubicic könnte wieder zur Option werden, die Plätze in der Startelf sind dagegen rar. Und Waldschmidt lieferte trotz seiner Statistik keine besonders gewinnbringende Bewerbung ab – weder für den FC noch für sich selbst. Dabei hatten die FC-Bosse doch genau das von dem Offensivspieler gefordert. „Am Ende ist es die Entscheidung des Trainers. Sollte sich der Trainer gegen Luca entscheiden, dann ist es seine Aufgabe in der nächsten Woche im Training zu zeigen, dass er spielen will“, hatte Christian Keller vergangene Woche gesagt. „Es liegt an Luca. Ein guter Luca auf dem Platz hilft uns massiv.“

Gegen Sandhausen bekam der 28-Jährige seine Chance, nur half er nicht massiv. Was nach der Logik des Sportdirektors bedeutete, dass Waldschmidt auch nicht gut war. „Wir wissen, was wir an ihm haben. Wir wissen, dass wenn der Raum eng wird oder auch die Zeit nicht mehr da ist, dass er trotzdem sehr gute Lösungen präsentieren kann, weil er einfach ein hochbegabter Spieler ist“, sagte Struber. Die Begabung ist Waldschmidt auch nicht abzusprechen. Immerhin bewies der Offensivspieler sein Können schon an ganz anderer Stelle – und das auch konstant. Beim FC will es für Waldschmidt auch im zweiten Jahr noch nicht so laufen. Doch von einem Spieler eben mit dieser Begabung ist eben mehr zu erwarten. Die erhoffte Kreativität, der Spielwitz, vor allem aber Gefahr hat der gebürtige Siegener seit seinem Wechsel zum FC eher selten aufblitzen lassen.

Nicht nur die jungen Spieler befinden sich in einem Marathon

Zwar hatte Waldschmidt noch vor wenigen Wochen selbst davon gesprochen, die vergangene Spielzeit in gewisserweise gerade rücken zu wollen, davon ist aber bislang wenig zu sehen. Vielmehr erinnert die Leistung an den Waldschmidt der Vorsaison. Damit ist der Offensivspieler aber nicht alleine. Gleich mehrere Spieler befinden sich offenbar in der Formkrise der Vorsaison. Auch Sargis Adamyan knüpft an die Leistungen der vergangenen Spielzeit an, ist im Kölner Offensivspiel überhaupt kein Faktor. Im Gegenteil, manchmal wirkt es so, als stünde sich der 31-Jährige selbst im Weg. In den 60 Minuten gegen Sandhausen kam der Armenier zu einem Abschluss. Der wurde auch gefährlich, ein SV-Abwehrspieler rettete kurz vor dem Innenpfosten.

Mit Florian Dietz und Steffen Tigges kamen in der Schlussphase noch zwei weitere Stoßstürmer, mit dem gleichen Ertrag, keinem. Dietz schoss aus zentraler Position SV-Keeper Nikolai Rehnen an die Brust, Tigges versuchte es mit einem harmlosen Drehschuss sowie zwei weiteren Abschlüssen, die ebenfalls nicht gefährlich wurden. Das war es dann auch. Alle drei eingewechselten Offensivspieler erzeugten nahezu keine Gefahr und erinnerten damit an die Leistungen der vergangenen Spielzeit. Und somit steht dort bislang eine bittere Erkenntnis: Die Kölner Sorgenkinder zünden auch in der 2. Bundesliga nicht. Zwar betonte Trainer Struber, dass der Weg mit den jungen Spielern ein Marathon sei, das trifft auf so manchen Routinier aber ganz offensichtlich erst recht zu.

 


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Was ist mit Schwäbe

Stimmen zum Spiel

Vom potenziellen Wechselkandidaten zum Pokalhelden

Mathias Olesen vom 1. FC Köln
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Vom potenziellen Wechselkandidaten zum Pokalhelden

Noch vor einer Woche war Mathias Olesen komplett außen vor. Gegen Sandhausen startete der Mittelfeldspieler von Beginn an und überzeugte für den 1. FC Köln: Mathias Olesen überragt als bester Spieler gegen Sandhausen.

Vom möglichen Wechselkandidaten zum Man of the Match im DFB-Pokalspiel des FC. Mathias Olesen schoss das entscheidende Tor in der 116. Minute. Die Erleichterung ist groß beim 1. FC Köln: Mathias Olesen überragt als bester Spieler gegen Sandhausen.

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Das breite Grinsen kostete offenbar nicht sonderlich viel Kraft. Einfach nur glücklich strahlte Mathias Olesen über das ganze Gesicht, in der Hand die Auszeichnung zum Spieler des Spiels. Von einer enormen Erleichterung sprach man auf Kölner Seite nach dem 3:2-Erfolg über den Drittligisten SV Sandhausen. Der FC hat seinen ersten Pflichtspielsieg dieser Spielzeit eingefahren. Wenn auch einen insgesamt glücklichen. Und einen, der den Kölnern so ziemlich alles abverlangt hatte. „Ich hatte gar keine Kräfte mehr. Ich weiß nicht, wie ich weitergelaufen bin. Ich war so müde“, sagte der Torschütze zum 3:2. „Ich war sehr froh, mein erstes Tor gemacht zu haben“, so Olesen weiter und beschrieb, dass er sich an den Jubel gar nicht mehr so recht erinnern könne. „Ich glaube, das war ein richtig schöner Moment.“

Olesen: „Das war persönlich richtig schön für mich“

Ein schöner, aber auch ein wichtiger Moment. Nur zwei Minuten zuvor hatte der SV Sandhausen die Entscheidung auf dem Kopf. Aber Markus Pink traf aus fünf Metern das leere Tor nicht. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre der Gegentreffer der entscheidene Punch, der Knockdown gewesen. Doch Pink setzte die Kugel über die Latte, der FC blieb im Rennen und eine Unachtsamkeit nutzte der Man of the Match zum 3:2 in der 116. Minute – zur Entscheidung. Der FC steht in der 2. Runde des DFB-Pokals. „Wir sind einfach extrem froh, dass wir weitergekommen sind“, sagte Olesen. Absolut verständlich. Der FC hatte das Spiel im Griff, dominierte Sandhausen und führte nach Toren von Julian Pauli und Linton Maina zur Halbzeit verdient 2:0. Ein Handspiel von Timo Hübers brachte den SV zurück. Per Elfmeter verkürzte Besar Halimi, bevor Richard Meier in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit ausglich.

Also ging es in die Verlängerung, Pink ließ die Entscheidung aus und ebnete Olesen und dem FC damit den Weg. „Dass ich das 3:2 gemacht habe, war persönlich auch richtig schön für mich“, erklärte Olesen. Denn dass der 23-Jährige ein entscheidender Faktor im Pokalspiel werden würde, war so vor wenigen Tagen alles andere als abzusehen. Olesen spielte in den Planungen des Kölner Trainers bislang keine Rolle, kam unter Gerhard Struber noch nicht eine Minute zum Einsatz. Sogar noch mehr: Während der Vorbereitung galt der Luxemburger sogar als möglicher Wechsel- oder Leihkandidat. Und hätte sich Jacob Christensen nicht vor wenigen Wochen am Kreuzband schwer verletzt, wäre das Thema möglicherweise auch noch nicht vom Tisch. Olesen war erst im Sommer von der Leihe aus der Schweiz zurückgekehrt.

Das erste Profitor des Luxemburgers

Doch gerade im zentralen Mittelfeld ist der FC trotz Transfersperre eigentlich gut aufgestellt. Mit Eric Martel, Denis Huseinbasic, Dejan Ljubicic und Jacob Christensen sowie Youngster Meiko Wäschenbach verfügen die Kölner über eine Handvoll Akteure, die auf Olesens Position agieren können. Nicht umsonst betonte Struber noch vor wenigen Tagen, dass er genug gute Jungs im Zentrum habe. Doch Martel war im Pokal gesperrt, Ljubicic fehlte mit Knieproblemen und Christensen wird noch Monate außen vor sein. Somit blieben für das Pokalspiel Olesen und Wäschenbach für die Position neben Huseinbasic oder eben eine Taktik-Änderung, weg von der engen Raute, die Gerhard Struber ganz offensichtlich bevorzugt. Die gab es auch. Der FC spielte im Grunde wieder mit zwei Sechsern – neben Huseibasic spielte eben Olesen.

Und das auch recht beachtlich. Vor dem Wechsel vergab der Luxemburger noch eine Großchance, bereitete aber immerhin den Treffer von Maina vor. In der Verlängerung dann die Entscheidung. Und gleichzeitig erzielte der 23-Jährige, der vor zweieinhalb Jahren sein Debüt beim FC feierte, das erste Profitor im Trikot der Geißböcke. Das erste Profitor auf Vereinsebene überhaupt. Dafür hat sich der Mittelfeldspieler einen guten Zeitpunkt ausgesucht und gleichzeitig eine starke Bewerbung für kommende Aufgaben abgegeben.

 


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

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Die U19-Pokalsieger schlagen auf: Drei Profidebüts, drei Debütore und das in zwölf Monaten

Drei U19-Pokalsieger des 1. FC Köln Max Finkgräfe, Damion Downs und Julian Pauli
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Die U19-Pokalsieger schlagen auf: Drei Profidebüts, drei Debütore und das in zwölf Monaten

Vor allem aufgrund der Transfersperre setzt der FC notgedrungen auf seinen Nachwuchs. Ob die Kölner auch ohne die Sanktion die Eigengewächse in diesem Maße einsetzen würden, ist fraglich. Dabei blühen die Youngster auf beim 1. FC Köln: So zahlt sich die Nachwuchsarbeit bislang aus.

Gleich drei U19-Pokalsieger des FC feierten innerhalb eines Jahres ihr Debüt bei den Profis und trafen zudem. Und sie machten ihre Sache gut. Nicht umsonst gab es ein Sonderlob von Christian Keller beim 1. FC Köln: So zahlt sich die Nachwuchsarbeit bislang aus.

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Christian Keller ist nicht gerade bekannt dafür, Einzellob an seine Spieler zu verteilen. Dann schon eher beim Trainer als bei seinen Akteuren auf dem Feld. Ab und an greift er dann schon mal einen Spieler heraus. „Einen sehr, sehr ordentlichen Auftritt hat er da hingelegt. Wenn man ihn und Olesen explizit rausnehmen will, dann haben sie es echt gut gemacht“, fand Keller demnach besondere Worte für Julian Pauli und Mathias Olesen nach dem 3:2-Zittersieg über Sandhausen. Tatsächlich hatten die beiden einen guten Tag erwischt, nicht nur aufgrund ihrer Tore maßgeblichen Anteil am Pokal-Erfolg. Vor allem Julian Pauli hat sich das Extra-Lob des Sportdirektors redlich verdient. Wohl auch nicht ohne eine kleine Portion Stolz. Denn Pauli ist der Inbegriff des Plans von Christian Keller, der Vision eines Ausbildungs- oder Entwicklungsclubs.

Youngster überzeugen

Der 19-Jährige stammt aus der eigenen Jugend, hat in dieser Spielzeit fast spierlisch den Sprung zu den Profis geschafft. Am Sonntag bot Gerhard Struber mit Pauli und Olesen sowie Tim Lemperle, Damion Downs, Jonas Urbig und Jan Thielmann sechs Spieler in der Startelf auf, die aus dem eigenen Nachwuchs stammen. Und damit sogar einer mehr als noch gegen den HSV, als bereits fünf Eigengewächse starteten, mit einem fitten Max Finkgräfe wären es gegen Sandhausen wohl sogar sieben geworden. Besonders bemerkenswert: Pauli ist nach Finkgräfe und Downs der dritte Spieler, der mit der U19 des FC 23 den Pokal holte und zudem innerhalb des vergangenen Jahres sein Profidebüt für den FC feierte und sein erstes Profitor erzielte. Finkgräfe spielte genau vor einem Jahr erstmals gegen Dortmund für die Profis und traf per Freistoß gegen Hoffenheim, Downs feierte sein Debüt im September gegen Bremen und war bekanntlich gegen Gladbach und Union erfolgreich.

Mit Meiko Wäschenbach und Elias Bakatukanda stehen zwei weitere U19-Pokalsieger vor ihrem Debüt. Jaka Potocnik wurde die Möglichkeit auf den Pokalsieg durch die Sanktion der FIFA genommen. Wenn man so will ist der Jahrgang ganz offensichtlich, aber auch bekanntermaßen ein besonders guter. Und das nicht zum ersten Mal. 2019 gewann der FC die U17-Meisterschaft. Einer der Top-Torjäger war Jan Thielmann, weitere Mitspieler Marvin Obuz, Maxi Schmid und in der Hinrunde Tim Lemperle. Der FC erntet nun scheinbar die Früchte einer guten Jugendarbeit. Dass die Kölner ihren Eigengewächsen nun Spielzeit einräumen, hat aber Gründe. Der FC hat sich zwar unter Keller auf die Fahne geschrieben, mehr auf den Nachwuchs zu setzen. Die Transfersperre setzt das oft kommunizierte Vorhaben aber nun letztendlich notgedrungen um.

Struber fordert mehr Geduld für die „jungen Burschen“

Und doch scheinen sich die FC-Bosse auf manchen Positionen wie beim Torwart-Duell zwischen Urbig und Marvin Schwäbe oder Pauli und Dominique Heintz oder einem gesunden Finkgräfe und Pacarada bewusst für die jüngere Variante zu entscheiden. Insofern werden die Verantwortlichen auch nicht müde, zu betonen, dass man den Spagat zwischen Einsatz der Nachwuchsspieler, aber gleichzeitig auch einer gewissen Geduld ihnen gegenüber hinbekommen müsse. „Wir haben viele junge Burschen bei uns, bei denen wir wissen, dass dies nicht von heute auf morgen springt. Das ist ein Marathon“, sagte Cheftrainer Gerhard Struber nach dem Pokalspiel am vergangenen Sonntag. „Wir müssen die Jungs mitnehmen und ihnen die Zeit geben, dass sie ins Toreschießen kommen.“

Und ins Toreschießen sind die Youngster gegen Sandhausen bekanntlich gekommen. So waren es mit Pauli und Olesen gleich zwei Eigengewächse, die trafen – für beide das erste Tor im FC-Dress und im Profi-Vereinsfußball. Olesen hatte bereits einmal für die Nationalmannschaft Luxemburgs getroffen. Wieder einmal hinter den Erwartungen blieben dagegen die Routiniers wie Luca Waldschmidt und Sargis Adamyan zurück – ins Toreschießen kamen die erfahrenen Offensivspieler nicht – obwohl genau das ihre Aufgabe ist.

Auf der anderen Seite müsse man den jungen Spielern aber auch zugestehen, dass sie Lehrgeld bezahlen, hatte Struber erklärt. Fehler gehörten nunmal dazu. Dabei waren es in den bisherigen drei Spielen ebenfalls gerne mal die Routiniers, die folgenschwere Fehler begingen. Timo Hübers verursachte etwa das Handspiel, das zum 1:2 am Sonntag führte, der Abwehrspieler sah beim zweiten Gegentreffer auch nicht gut aus. Weitere Liga- beziehungsweise Profi-erprobte Stammspieler des FC wie Pacarada oder Heintz machten bei weiteren Gegentoren ebenfalls keine besonders gute Figur. Das sah bei den Eigengewächsen zum Teil besser aus. Der erzwungene Weg auf den Nachwuchs zu setzen, scheint jedenfalls nicht der falsche zu sein.


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Schwäbe nach England?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Kommentar zu Sandhausen

Das Märchen geht in die nächste Runde

Julian Pauli vom 1. FC Köln
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Das Märchen geht in die nächste Runde

Vor zwei Wochen stand Julian Pauli erstmals für die Kölner Profis in einem Pfichtspiel auf dem Platz. Nun folgte am Sonntag im dritten Spiel der erste Treffer für den 1. FC Köln: Julian Pauli sammelt Argumente für mehr.

In der vergangenen Woche zunächst noch auf der Bank, nun wieder in der Startelf – und da geht offenbar noch mehr für den Youngster des 1. FC Köln: Julian Pauli sammelt Argumente für mehr.

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Während mit dem Einsatz von Mathias Olesen gegen den SV Sandhausen vermutlich nicht alle Experten gerechnet hatten, kam die Startelf-Rückkehr von Julian Pauli in der 1. Runde des DFB-Pokals wahrlich nicht überraschend. Der Youngster hatte gegen den HSV ein beachtliches, wenn auch nicht fehlerloses, Debüt hingelegt. Dennoch hatte Trainer Gerhard Struber loebende Worte für den 19-Jährigen gefunden und gleichzeitig betont, dass man den „jungen Burschen“ auch schon mal Fehler eingestehen müsse. Gegen Elversberg lief dann aber doch Dominique Heintz auf und leistete sich trotz seines fortgeschrittenen Fußballer-Alters ebenfalls einige Fehler, ebenfalls folgenschwere, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den Gegentoren standen. Zwar wollte sich Struber vor dem Sandhausen-Auftritt nicht zu der Personalie äußern, für viel Verwirrung wird der Coach mit der Personalie beim Gegner nicht gesorgt haben.

Pauli sammelt weitere Argumente

Und so kam Julian Pauli in seiner Premieren-Saison bei den Profis bereits im dritten Pflichtspiel zu seinem zweiten Startelf-Einsatz. Und lieferte eine starke Begegnung ab. Der Innenverteidiger wirkte in vielen Situationen souverän und ließ lange so gut wie gar nichts anbrennen. Dennoch fand der Abwehrspieler kritische Worte. Kein Wunder, der FC hatte 2:0 geführt, dominierte die Begegnung, um dann doch noch in die Verlängerung zu müssen. „Wir hätten es auf jeden Fall vorher entscheiden können“, sagte Pauli nach dem Spiel unter anderem dem Express. „Die Chancenverwertung war ja auch schon in den ersten Spielen das Problem. Da müssen wir konsequenter vor dem Tor sein und dann hätten wir es nicht so spannend machen müssen.“

Konsequent war aber ausgerechnet der Abwehrspieler vor dem Tor und das nicht nur vor dem eigenen. Einen Eckball von Linton Maina nickte der 19-Jährige nahezu perfekt ein. Neben dem zweiten Startelf-Einsatz im dritten Pflichtspiel gab es somit auch das erste Profitor für Pauli. Als unbeschreiblich beschrieb der Torschütze die Kölner Führung, die zu diesem frühen Zeitpunkt gut und gerne der Start eines Torreigens hätte sein können – zumindest traten die Kölner gut 60 Minuten lang so dominant auf. Doch die Geißböcke ließen zu viele Chancen liegen und öffneten Sandhausen nach dem Wechsel die Tür zur Rückkehr. „Wir haben es noch einmal unnötig spannend gemacht“, sagte der Youngster, der in erster Linie weitere Argumente für einen Startplatz gesammelt hat. Eine Überraschung wäre das gegen Braunschweig wahrlich nicht.

 


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Stimmen zum Spiel

Der „Glaube ans Gewinnen“ wird dem FC allein so nicht reichen – ein Kommentar

Gerhard Struber, Trainer des 1. FC Köln
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Der „Glaube ans Gewinnen“ wird dem FC allein so nicht reichen – ein Kommentar

Nach dem knappen Erfolg über den SV Sandhausen herrschte Erleichterung bei den Kölner Protagonisten. Dabei brachte der Drittligist den FC an den Rande einer Niederlage. FC-Trainer Gerhard Struber will dennoch Glauben aus dem Erfolg schöpfen. Die vergangene Saison sollte als Warnung gelten für den 1. FC Köln: Der Glaube alleine wird nicht reichen – ein Kommentar.

In der vergangenen Spielzeit gewann der FC in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den VfL Osnabrück nach einer Zitterpartie. Damals wie heute wollten die Kölner Verantwortlichen Mut aus dem Erfolg schöpfen. Der Ausgang der vergangenen Saison ist bekannt. Es braucht mehr als den Glauben an die richtige Richtung.

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Mit seinem ersten Profitor auf Vereinsebene bescherte Mathias Olesen dem 1. FC Köln am frühen Sonntagabend dann so etwas wie Erleichterung. Zumindest war genau diese Gefühlsbeschreibung eine, die gleich mehrere Kölner nach dem Erfolg über den SV Sandhausen in den Mund nahmen. Die Kölner Spieler genauso wie die Verantwortlichen waren erleichtert, dass sie nach hartem Kampf und einer spannenden Verlängerung doch noch die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht hatten, die Protagonisten dürften aber mindestens genauso erleichtert über die Gewissheit gewesen sein, dass der FC auch Pflichtspiele unter Gerhard Struber gewinnen kann. Olesen hat mit seinem Treffer in der 116. Minute des Pokalspiels gegen Sandhausen einen absoluten Fehlstart der Kölner verhindert.

Das „Wie“ sollte Warnung für den FC sein

Denn nach der Auftakt-Niederlage gegen den HSV und dem Punktgewinn gegen Elversberg hätte ein Aus gegen einen Drittligisten im Pokal den Druck auf die Kölner Verantwortlichen schon massiv erhöht. Auch, wenn Sandhausen „fast eine Zweitligamannschaft“ sei, wie Christian Keller vergangene Woche – vielleicht in der Absicht, genau jenen Druck frühzeitig zu mindern – anmerkte. Eine Mannschaft, die wiederum in der eigenen Wahrnehmung nicht nur fast eine Erstligamannschaft ist, deren Kaderwert mehr als zehn Mal so hoch wie der des Gegners liegt, muss trotzdem den Anspruch haben, einen SV Sandhausen zu schlagen. Hat sie auch, wie Keller dann auch noch hinterherschob. Nun haben die Kölner den ersten Saisonsieg eingefahren. Auf dem Papier steht ein 3:2-Erfolg und das Erreichen der 2. Runde. Und spätestens bei der Auslosung des nächsten Gegners wird auch niemand mehr nach dem „Wie“ fragen.

Vorerst. Denn gerade das „Wie“ sollte dem FC als Warnung dienen. Köln ist nach wie vor nicht gefestigt. Wie schon gegen Elversberg legte der FC auch gegen den Drittligisten stark los, ließ aber dann nach einem „Nackenschlag“ wieder stark nach. Der Eindruck eines verdienten Weiterkommens, den unter anderem Gerhard Struber erwecken wollte, entsprach über 120 Minuten gesehen, nicht so ganz der statistischen Wahrheit. Sandhausen kam am Ende auf den höheren Ballbesitz, spielte mehr Pässe, brachte mehr Flanken zum Mitspieler und hätte ebenfalls wenige Minuten vor Ende der Verlängerung die alles andere als unverdiente Entscheidung erzielen müssen. Hätte Markus Pink den einzigen Aussetzer von Jonas Urbig genutzt und eben nicht aus fünf Metern über das leere Tor geköpft, der FC wäre wohl kaum noch einmal zurückgekommen, wäre am Drittligisten gescheitert und hätte den Fehlstart perfekt gemacht. Ganz nebenbei hätte der Nebenschauplatz Torwart-Frage neue Nahrung erhalten.

Der Glaube an das Gewinnen wird alleine nicht reichen

Die Situation erinnert unwillkürlich an die vergangene Spielzeit. Damals zitterte sich der FC in der 1. Runde des Pokals mit Mühe in der Verlängerung zum Erfolg über einen Zweitligisten. Nach 120 intensiven Minuten setzten sich die Geißböcke 3:1 gegen den VfL Osnabrück durch. Auch damals wollten die Kölner Mut aus dem Erfolg schöpfen, sahen durchaus positive Ansätze und verkannten dabei, dass der knappe Zittersieg gegen den späteren Absteiger bereits ein warnender Fingerzeig auf die bevorstehende Spielzeit werden würde. Denn bereits der Liga-Auftakt ging dann gründlich daneben. Damals wähnten sich in der Folge gleich mehrere Kölner Trainer und Verantwortliche durch eine desaströse Saison hinweg auf „einem guten Weg“, der final in der 2. Bundesliga endete, sahen die richtigen Ansätze. Die Worte klingen nun sehr ähnlich.

Zwar haben die Geißböcke tatsächlich gegen den HSV, Elversberg und Sandhausen lange gut gespielt, waren in allen Begegnungen lange dominant, lange das bessere Team, unterm Strich steht dort aber ein Punkt und ein erstaunlich knapper 3:2-Erfolg gegen den SV. Dass sich der FC eine hoch verdiente 2:0-Halbzeit-Führung gegen einen ambitionierten, aber doch limitieriten Drittligisten noch aus der Hand nehmen lässt, ist – wie Christian Keller zu recht betonte – bedenklich. „Wir nehmen den großen Glauben an das Gewinnen mit“, erklärte Gerhard Struber nach dem Pokal-Erfolg. Der Glaube alleine ist sicher eine gute Basis, er wird den Kölnern aber nicht reichen. Das hat die vergangene Saison schmerzlich gezeigt. Und so sollte das 3:2 nicht über die Schwachstellen hinwegtäuschen. Der FC hat den Fehlstart verhindert. Mehr aber auch nicht.

 


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Knapper Erfolg: Der FC setzt sich im Pokal gegen Sandhausen durch

Jan Thielmann vom 1. FC Köln
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Knapper Erfolg: Der FC setzt sich im Pokal gegen Sandhausen durch

Der FC hat seinen ersten Saisonsieg eingefahren und die zweite Runde erreicht im DFB-Pokal: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den SV Sandhausen 3:2. Beim insgesamt glücklichen Erfolg erzielte Mathias Olesen den entscheidenden Treffer in der Verlängerung.

Der 1. FC Köln steht in der zweiten Runde des DFB-Pokal: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den SV Sandhausen 3:2 nach Verlängerung. Vor allem in den ersten 45 Minuten traten die Kölner auch sehr dominant auf. Julian Pauli und Linton Maina brachten Köln auf Erfolgskurs. Mit seinem verwandelten Handelfmeter machte es Besar Halimi noch einmal spannend, bevor Richard Meier in der letzten Sekunde ausglich. In der Verlängerung war dann Mathias Olesen zur Stelle.

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FC-Trainer Gerhard Struber war aufgrund der Gelb-Rot-Sperre von Eric Martel gezwungen, die Aufstellung zu ändern. Das tat der Trainer auch und gleich auf zwei weiteren Positionen dazu. Für Martel rückte Mathias Olesen in die Anfangsformation. Für den verletzten Dejan Ljubicic spielte Luca Waldschmidt. Auch Julian Pauli rotierte zurück in die Anfangsformation. Dominique Heintz nahm zunächst auf der Bank Platz, neben Philipp Pentke und Marvin Schwäbe.

Pauli bringt den FC in Führung

Der FC startete mit viel Druck, dominant, suchte umgehend den Weg in die Offensive. Schon in der zweiten Spielminute brachte Linton Maina eine Flanke auf Damion Downs, der allerdings vom gegnerischen Abwehrspieler abgeräumt wurde. Für einen Elfmeter war die Aktion jedoch deutlich zu wenig. Doch Köln dominierte den Gegner im Grunde nach Belieben. Nach neun Minuten wurde es dann auch erstmals gefährlich. Der stark aufspielende Maina legte von der Grundlinie zurück auf Waldschmidt. Der Angreifer brachte die Kugel aber zu harmlos aufs Tor. Einen weiteren Versuch von Lemperle blockte die SV-Hintermannschaft. Der Gastgeber traute sich ein wenig mehr zu, wurde für den Mut aber schnell bestraft. Nach einer Ecke von Maina stieg Julian Pauli am Höchsten und nickte ein (20.). Der Rettungsversuch von Ehlich brachte nichts mehr.

Köln setzte nach, spielte weiter munter nach vorne. Unter anderem setzte Lemperle auf der linken Seite Waldschmidt ein. Der ehemalige Nationalspieler ging Richtung grundlinie und passte zurück. Olesen schoss SV-Keeper Nikolai Rehnen an. Das Tor hätte ohnehin nicht gegolten, der Ball war zuvor bereits im Aus. Drei Minuten später machte es Maina besser. Nach einer Ecke landete die Kugel über Umwege bei Olesen, der legte clever zurück. Maina nahm aus halbrechter Position Maß und erhöhte (34.). Bei den Gastgebern sorgten Besar Halimi und Dominic Baumann für Abschlüsse, aber beide stellten Jonas Urbig für keine großen Probleme. Lemperle war da genauer. Eine starke Hereingabe von Downs verwertete der Angreifer. Zuvor hatte Olesen aber Baumann regelwidrig aus dem Weg geräumt.

Halimi verkürzt per Elfmeter

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Köln war weiterhin dominant, drückte auf die Entscheidung. Zunächst lief Maina Richtung Rehnen, der Offensivspieler wurde aber abgelaufen. Anschließend brachte Downs einen direkten Freistoß gefährlich auf das Tor, doch dieses Mal war der SV-Keeper zur Stelle. Anschließend verpasste der Angreifer nach einer starken Hereingabe von Leart Pacarada den dritten Treffer. So fiel der Anschlusstreffer vollkommen aus dem Nichts. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite kam Hübers mit der Hand an den Ball. Schiedsrichter Benjamin Brand entschied auf Elfmeter. Halimi ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte sicher (59.), Urbig hatte keine Chance.

Der FC ließ sich von dem Gegentor aber nicht aus dem Konzept bringen, drückte weiter auf den nächsten Treffer. Zunächst scheiterte Thielmann aus rund 16 Metern, anschließend spielte Huseinbasic Stürmer Damion Downs mit einem perfekten Ball in die Tiefe stark frei. Der Angreifer hätte selbst abschließen können, wenn nicht müssen. Doch Downs spielte quer zum Gegner. Auch Huseinbasic kam zu einem weiteren Abschluss, nachdem er den Angriff selbst stark eingeleitet hatte. Doch wieder war ein Gegner beim Abschluss dazwischen (77.). Struber brachte mit Steffen Tigges und Florian Dietz weitere Offensivkräfte. Doch das Spiel machte nun zunehmend der Gastgeber. Einen Freistoß aus dem Halbfeld setzte Lewald nur knapp neben das Tor (84.). Köln stand in der Schlussphase deutlich tiefer und konzentrierte sich auf die Defensive. Und wurde dennoch böse erwischt. Nach einer seltsam Defensivarbeit landete die Kugel über Umwege bei Richard Meier, der aus kurzer Distanz in letzter Sekunde ausglich (90. +6).

Olesen entscheidet das Spiel

In der Verlängerung begegneten sich die Teams zunehmend auf Augenhöhe. Der eingewechselte Sargis Adamyan kam nach einer Ecke zum Abschluss, doch die Kugel wurde von der Linie gekratzt. Im Gegenzug setzte Edvinas Girdvainis einen Kopfball über das Tor. Doch die besseren Chancen hatte der FC. Alleine in der letzten Minute der ersten Verlängerungs-Halbzeit vergaben Hübers und Steffen Tigges jeweils per Kopfball. Nach dem Wechsel traf Rasmus Carstensen mit einem sehenswerten Schlenzer nur die Latte (112.). Auf der Gegenseite ließen die Sandhausener die sichere Führung aus. Urbig verschätzte sich bei einem Friestoß Girdvainis köpfte die Kugel Richtung Elferpunkt und Pink verfehlte das komplett leere Tor (114.). Und das rächte sich. Auf der Gegenseite nutzte ausgerechnet Olesen eine Unordnung im gegnerischen strafraum zur erneuten Führung (116.). Der eingewechselte Heintz brachte die Kugel zuvor in die Box. Es blieb beim 3:2.

Der FC steht in der 2. Runde des Pokals. Am Samstag steht aber zunächst das Heimspiel gegen Braunschweig auf dem Programm.


FC: Urbig – Pacarada (83. Carstensen), Pauli (100. Heintz), Hübers, Thielmann – Olesen – Maina, Huseinbasic, Waldschmidt (60. Adamyan) – Downs (73. Tigges), Lemperle (83. Dietz) – Tore: 0:1 Pauli (20.), 0:2 Maina (34.), 1:2 Halimi (HE, 59.), 2:2 Meier (90. +6), 2:3 Olesen (116.)


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Struber vor dem Spiel