Struber will Offensive beleben und zieht den Stecker – von der Bank kommt einfach zu wenig

Luca Waldschmidt ist enttäuscht nach der Niederlage des 1. FC Köln
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Struber will Offensive beleben und zieht den Stecker – von der Bank kommt einfach zu wenig

Bei der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg wollte Gerhard Struber die Offensive in der Schlussphase ankurbeln, doch der Kölner Trainer nahm dem FC endgültig die Wucht und offenbarte damit ein Problem des 1. FC Köln: Die Joker des FC strahlen zu wenig Gefahr aus.

Es ist schon eine Erkenntnis der vergangenen Saison beim 1. FC Köln: Ob Sargis Adamyan, Steffen Tigges oder Luca Waldschmidt – die Joker des FC strahlen auch weiterhin zu wenig Gefahr aus. So auch im Duell des 1. FC Köln gegen den 1. FC Magdeburg.

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30 Mal hatten die Kölner im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg weitestgehend erfolglos auf die Kiste des Gegners geschossen, als Gerhard Struber dem Spiel noch einmal einen anderen Anstrich verpassen wollte. Der Trainer des 1. FC Köln brachte mit Sargis Adamyan und Luca Waldschmidt nach 76 Spielminuten zwei weitere Offensivspieler. Frische Kräfte oder frischer Wind, wie es im Fußball-Fachjargon in der Schlussphase einer Begegnung dann gerne heißt. Zwar bekam die Partie nach der Einwechslung der Joker eine neue Dynamik, die hatte aber recht wenig mit frischem Wind, noch weniger mit Kräften zu tun. Die Einwechslungen verpufften einmal mehr auf unerklärliche Weise. Mehr als ein Schuss von der Sechzehnerlinie – ein nicht ungefährlicher – von Luca Waldschmidt war nicht drin. Daran änderte auch die Einwechslung von Steffen Tigges nichts, der in einem Anflug von All-in in den Schlussminuten für Julian Pauli eingewechselt wurde.

Titz belebt mit Einwechslungen seine Mannschaft, Struber zieht den Stecker

Die drei Joker kamen in der Schlussphase zusammen auf 29 Ballkontakte, 24 Pässe, von denen 18 ankamen und anderthalb Schüsse. Bis zum Versuch von Waldschmidt hatte man tatsächlich nicht mal annähernd das Gefühl, die Eingewechselten würden überhaupt einen Effekt auf das Spielgeschehen nehmen können. Vielmehr kam das Kölner Offensivspiel weitestgehend zum Erliegen. Die mangelnde Körpersprache etwa eines Luca Waldschmidts sorgte auch bei Sport1-Experte Maik Frantz für Unverständnis. Auch Adamyan und Tigges wirkten nicht so, als wären sie ein wichtiger Teil der Mannschaft. Während Christian Titz dem Spiel mit seinen Einwechslungen einen positiven Impact aus Magdeburger Sicht verpasste, zog Struber seiner Mannschaft mit den Hereinnahmen den Stecker.

Dementsprechend unterschiedlich waren auch die Sichtweisen der Trainer nach der Begegnung. „Wir waren bis zur 60. Minute klar unterlegen, wir hätten deutlich höher als 0:1 in Rückstand liegen können“, sagte der Magdeburger Coach. „Wir haben die Wucht des Gegners nicht gut verteidigt. Wir haben es dann mit den Hereinnahmen aber besser gemacht.“ Der FCM war plötzlich da, spielte mit, es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Und mit Falko Michel erzielte einer der Einwechselspieler den Ausgleich. Struber sagte in Bezug auf die Hereinnahmen, dass der Wunsch nach mehr sehr sehr groß gewesen sei, die Realität aber anders ausgesehen habe. Wieder einmal zeigte sich auch gegen Magdeburg, dass dem FC die Breite im Kader fehlt. In der aktuellen Verfassung ist die Kluft zwischen Quantität und Qualität im Angriff einfach eine sehr große.

Bislang zwei Jokertore

Zwei Jokertore erzielten die Kölner in dieser Spielzeit. Linton Maina traf im ersten Spiel gegen den HSV nach seiner Einwechslung per Kopf, Luca Waldschmidt im Duell gegen Eintracht Braunschweig zum 5:0. Nach fünf Spieltagen die einzigen beiden Torbeteiligungen der Kölner Joker, von denen Maina mittlerweile Stammspieler ist. Nur vier Vereine der Liga weisen weniger Scorerpunkte ihrer eingewechselten Spieler auf. Und der Blick auf die Bank machte auch keine große Hoffnung auf Besserung. Das machen vielleicht die Rekonvalszenten. Mit Mark Uth und Florian Kainz sollen schon bald zwei Offensivkräfte den Kader wieder verstärken. Dass sie das können, haben die beiden Routiniers bewiesen. Dass das aber kein Selbstläufer ist, in der vergangenen Saison genauso. So oder so werden die Kölner im Winter auf dem Transfermarkt im Angriff nachlegen müssen. Ob sie es auch tun, ist offen.


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Einzelkritik

Statistik schießt keine Tore – ein Kommentar

Tim Lemperle im Spiel des 1. FC Köln gegen Magdeburg
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Statistik schießt keine Tore – ein Kommentar

Auf dem Papier sprach am Samstagabend viel für den FC, auf der Anzeigetafel viel gegen die Kölner. Das hatte aber nichts mit fehlendem Glück zu tun. Vielmehr zeigt das Ergebnis einmal mehr: Dem 1. FC Köln fehlen ein Knipser und die nötige Kaderbreite – ein Kommentar.

Trotz klarer Überlegenheit stehen die Geißböcke am Ende mit leeren Händen da. Und das nicht ohne Grund. Dem 1. FC Köln fehlen ein Knipser und die nötige Kaderbreite – ein Kommentar.

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Nach der 1:2-Niederlage war der Tenor bei den Kölner Profis identisch: Wer vorne keine Tore schießt, kassiert sie auf der anderes Seite, lautete die enttäuschte Meinung. Enttäuscht, weil sich der FC auf einem anderen Weg sah. Zwei Siege, sechs Punkte und acht Tore – die Bilanz aus den beiden Begegnungen vor der Länderspielpause war vielversprechend und machte den FC innerhalb von wenigen Tagen tatsächlich zu einem gefühlten Aufstiegskandidaten. Mit einem Sieg über den 1. FC Magdeburg wäre der FC am Samstagabend für ein paar Stunden auf einen direkten Aufstiegsplatz geklettert und hätte in Köln wohl eine Euphorie ausgelöst, die zuletzt höchstens ein Steffen Baumgart verbreitet hatte. Wäre und hätte. Denn es folgte eine aufgrund der Vielzahl an Torchancen unmöglich erscheinende Niederlage, die zweite Heimpleite am fünften Spieltag und die Erkenntnis, dass Köln dann doch von einem Top-Aufstiegskandidaten ein beachtliches Stück weit weg ist.

Der FC entfacht eine beeindruckende Wucht – bis ins Schlussdrittel

Zweifelsohne war die Wucht, die die Kölner gerade in der ersten Halbzeit, vielleicht sogar in den ersten 55 Minuten gegen überraschend unsortierte Magdeburger entfacht haben, beeindruckend. Die herausgespielten Chancen eines Aufstiegskandidaten sicherlich mehr als nur würdig. Und bei einer besseren Chancenverwertung hätte wohl kaum jemand das unausgesprochene Saisonziel des direkten Wiederaufstiegs in Frage gestellt. Doch der Fußball ist eben mehr als ein wenig Konjunktiv. Er ist auch mehr als alberne Gesetzmäßigkeiten, die mal eintreffen, genauso gut aber dann auch wieder ausbleiben. Wer vorne die Tore nicht schießt, kassiert hinten auch nur dann Gegentreffer, wenn er sie durch Schwächen oder Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit zulässt.

Wer vorne die Tore nicht schießt, verringert vielmehr die Wahrscheinlichkeit ein Spiel zu gewinnen und hat ganz offensichtlich eine Schwäche. Die acht Tore gegen Braunschweig und Schalke haben das Kernproblem der Kölner genauso kaschiert, wie die Ansprache von Gerhard Struber, das Toreschießen sei nur eine logische Folge aus den kreierten Chancen. 33 Torabschlüsse und ein einziger Treffer sprechen eine andere Sprache. Eine eindeutige: Es mangelt an einem torgefährlichen Knipser. Und diese Wunde hat die Begegnung gegen den FCM auf eine fast schon verstörende Art und Weise offengelegt. 33:11 Torabschlüsse, xGoals-Werte von 4,6:1,2 und ein Torverhältnis von 1:2 – sprich: die Qualität der Kölner Torchancen lag um mehr als drei Treffer höher als die erzielten, die der Magdeburger um ein Tor niedriger.

Null Gefahr von der Bank

Der FC kommt zwar mit zwölf Treffern auf die meisten Tore der Liga (gemeinsam mit Hamburg), doch auch dieser Wert ist in gewisserweise nur die halbe Wahrheit. Denn die Geißböcke benötigten für diese zwölf Treffer 115 Torabschlüsse, während der HSV für ein Dutzend Treffer nur 55 Abschlüsse verbuchte. Übrigens waren bei den Rothosen die Stürmer für acht Tore verantwortlich, beim FC für vier. Nein, bei dieser Chancenverwertung ist Pech ganz sicher der falsche Begriff. Und das ist ein Stückweit tragisch. Denn bis ins letzte Drittel ist das Kölner Spiel bislang wohl das beste und gefährlichste der Liga. Ob Tim Lemperle, Linton Maina oder auch Denis Huseinbasic – der Absteiger hat in dieser Saison zahlreiche Akteure in seinen Reihen, die viel bewegen, viele Chancen kreieren – nur ist der Ertrag eben überschaubar. Eben auch, weil der Garant für die Tore fehlt.

Und daran ändert auch die Kölner Bank nichts – die zweite große Baustelle. Denn mit der Einwechslung kam auch das Kreieren gefährlicher Strafraumszenen und vermutlich auch die Wende-Hoffnung vieler Fans zum erliegen. Luca Waldschmidt, Sargis Adamyan und Steffen Tigges sind in der aktuellen Verfassung keine Akteure, die den Eindruck erwecken, als können sie einen Unterschied machen. So bleibt nach dem Magdeburg-Spiel die Erkenntnis, dass der FC aktuell viel von einem Aufstiegskandidaten hat, etwas Essentielles in der aktuellen Phase aber nicht. Wer vorne keine Tore schießt, der wird am Ende auch nicht aufsteigen.


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Einzelkritik

Statt Rang zwei nur Platz acht

Hugonet trifft gegen den 1. FC Köln
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Statt Rang zwei nur Platz acht

Vor dem Samstagabend-Spiel war für den 1. FC Köln in der Theorie Platz zwei möglich, nach den Sonntagsspielen sieht die Welt anders aus. Der 1. FC Köln belegt nach dem 5. Spieltag Rang acht. Der Abstand zur Spitze beträgt sechs Zähler.

Gegen den 1. FC Magdeburg war Köln überlegen, dominierte den Gegner, hatte mehr, vor allem aber die besseren Möglichkeiten. Und doch stand am Ende ein 1:2. Eine Niederlage, die auch Auswirkungen auf die Tabelle hat. Der 1. FC Köln belegt nach dem 5. Spieltag Rang acht.

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Die Chancen standen alles andere als schlecht, dass der FC nach dem fünften Spieltag erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder einen der ersten beiden Plätze in der Liga und damit einen direkten Aufstiegsrang belegen würde. Auch, wenn so nicht kommuniziert, wird es den Kölnern in dieser Spielzeit wohl um nicht viel anderes gehen. Doch aus dem Platz in der Spitzengruppe wird vorerst nichts. Im Gegenteil, mit der Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg müssen die Kölner wohl vorerst kleinere Brötchen backen. Nach den Spielen am Sonntag sind die Geißböcke auf den achten Tabellenplatz abgerutscht. Dabei wäre der Sieg gegen den FCM durchaus verdient gewesen, Köln war die bessere Mannschaft, spielte wie ein Topteam, erspielte sich eine Vielzahl an großen Chancen, nutzte davon aber genau eine.

FC im Liga-Mittelfeld

„Wir haben momentan eigentlich ein enormes Selbstvertrauen. Das hat sich auch im Spiel gezeigt. Es ist daher nicht zu erklären, warum die Dinger heute nicht reingegangen sind“, sagte Leart Pacarada. „Jetzt geht es darum, nächste Woche effizienter zu sein.“ Vorerst steht dort aber eine Niederlage. Und so sieht die Tabelle für den FC nach dem fünften Spieltag alles andere als optimal aus – und nicht nur aufgrund der Position. Die Fortuna schob sich durch einen souveränen 2:0-Erfolg über Hertha BSC wieder an die Tabellenspitze und hat genau wie der Karsruher SC nun 13 Zähler auf dem Konto, sechs Punkte mehr als der FC. Und das genau vor den beiden Begegnungen gegen das Spitzenduo. Am Samstag ist Köln zu Gast in Düsseldorf, am 7. Spieltag empfängt der FC den KSC. Bedeutet auch, sollten die Kölner gegen die beiden Topteams nicht punkten, rücken die Saisonziele erst einmal in sehr weite Ferne.

Magdeburg verbesserte sich durch den Erfolg über den FC auf Rang drei, hat immerhin noch vier Punkte Vorsprung auf Köln. Immerhin verpasste Fürth mit einem 0:0 gegen Elversberg die Chance, ebenfalls ein kleines Polster zwischen sich und die Geißböcke zu bringen. Durch den 5:0-Erfolg des Hamburger SV über Jahn Regensburg belegen die Rothosen nun den vierten Rang und das mit der besten Tordifferenz. Auch Davie Selke traf für den HSV. Kurz nach seiner Einwechslung traf der Stürmer zum zwischenzeitlichen 4:0. Auch Hannover hat den FC mit einem 3:1 über Lautern überholt. Somit belegen die Geißböcke aktuell Rang acht. Von den vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelten Teams liegt aktuell nur Hertha BSC hinter den Kölnern.


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„Ich liebe das alles einfach viel zu sehr, um aufzugeben“

Mark Uth im Interview vor der Begegnung des 1. FC Köln gegen den 1. FC Magdeburg
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„Ich liebe das alles einfach viel zu sehr, um aufzugeben“

Bei der 1:2-Niederlage des FC gegen den 1. FC Magdeburg blieb Mark Uth einmal mehr nur die Rolle des Zuschauers. Der Angreifer hofft weiterhin auf seine Rückkehr bei den Geißböcken und peilt das auch an für den 1. FC Köln: Mark Uth hofft auf baldiges Comeback.

Mark Uth bewegt sich seit Wochen irgendwo zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Aus einer möglichen Ausfallzeit von sieben bis zehn Tagen sind nun Wochen geworden. Aufgeben will der Angreifer nicht und schnell zurück ins Team des 1. FC Köln: Mark Uth hofft auf baldiges Comeback.

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Die 1:2-Niederlage der Geißböcke gegen den 1. FC Magdeburg verfolgte Mark Uth als Zuschauer. Wieder einmal. Der Angreifer laboriert nach wie vor an den Nachwirkungen seine Muskelverletzung, die er sich im Duell gegen die SV Elversberg zugezogen hatte. Besonders ärgerlich Uth hatte ein inidividuelles Trainingsprogramm in der Vorbereitung geschoben. Auch, um möglichst sicher und mit möglichst vielen Einsätzen durch die Saison zu kommen. Man wolle „ihn dann so aufzubauen, dass er uns dann hoffentlich nicht nur über ein paar Minuten Freude machen kann“, sagte Sportdirektor Christian Keller vor der Saison. „Mark ist einer der herausragenden Spieler in unserem Kader. Da müssen wir einfach die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er 20, 25 oder sogar hoffentlich noch mehr Spiele machen kann.“

Kein Zeitplan vorgegeben

Bislang steht ein Spiel auf dem Konto des Offensivspielers und das eben doch nur für ein paar wenige Minuten. Bei 29 ausstehenden Begegnungen scheint die Vorgabe des Sportdirektors eine sehr sportliche zu sein. Und obwohl eine eher leichte Muskelverletzung diagnostiziert worden war, fehlt Uth seit mehr als vier Wochen, arbeitet individuell an seinem Comeback. Nicht wenige Fans fürchten bereits das Karriereende des gebürtigen Kölners. „Ich bin kein Mensch, der aufgibt. Ich liebe das alles hier und diesen Verein viel zu sehr, um einfach aufzugeben“, sagte der 33-Jährige am Samstagabend ins Sport1-Mikrofon. Auch Gerhard Struber hatte in der vergangenen Woche ein wenig Hoffnung verbreitet, als er betonte, dass sein Spieler unter Belastung auch wieder trainiere. Aber: “Gleichzeitig müssen wir sehr sorgsam draufhauen, dass wir nicht wieder einen Rückschlag erleben. Er soll uns nicht wieder rauskippen”, sagte Struber.

Und genau den hat es aber nach Aussage des Spielers gegeben. „Ich hatte einen kleinen Rückschlag. Die letzten zwei Jahre waren wirklich nicht einfach für mich“, sagte der Angreifer. Tatsächlich blickt Uth auf eine eher bescheidene Zeit zurück. Das Seuchenjahr mit mehreren Operationen wollte Uth schon im vergangenen Jahr vergessen machen. Doch auch die Krisen-Spielzeit war geprägt von vielen Verletzungen und Rückschlägen. Unter anderem zog sich der Porzer einen Innenbandriss zu. Auf das nächste Comeback folgte die nächste Verletzung. Und zu Beginn der aktuellen Spielzeit das gleiche Prozedere erneut. Nun fehlt Uth wieder seit Wochen. „Mark ist ein erfahrener Spieler, der seinen Körper wahrnimmt. Er hat außerdem viele Experten um sich herum“, sagte Struber, behielt sich aber einen Zeitplan vor, auch um mögliche Erwartungen und dann auch Enttäuschungen gar nicht erst aufkommen zu lasssen.

Und so fehlt der Offensivspieler, den die Kölner trotz des quantitativen Übergewichts in der Offensive gut gebrauchen könnten. „Wir versuchen alle den Plan, den wir geschmiedet haben, erfolgreich durchzubringen, um ihn zurück ins Mannschafts-Training zu bringen“, sagte Struber. Und den Plan untermauerte der Stürmer am Sport1-Mikrofon mit einem ambitionierten Ziel. „Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagte Uth am Samstag. Immerhin stand er am Sonntag zu einer individuellen Einheit mit Florian Kainz wieder auf dem Platz.


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Fußball verkehrt bei Kölner Pleite? Eigentlich nicht

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Fußball verkehrt bei Kölner Pleite? Eigentlich nicht

Der FC war gegen den 1. FC Magdeburg das deutlich bessere Team. Und ging doch als Verlierer vom Platz, ließ zu viele Chancen aus. Dabei hatte Kölns Trainer Gerhard Struber doch noch unter der Woche von einer Logik gesprochen. Einer Logik hinter dem Toreschießen des 1. FC Köln: Die Chancenverwertung bleibt ein Problem des FC.

Die Statistik war eindeutig, das Ergebnis auch, nur irgendwie falsch herum. Fußball verkehrt also beim FC? Eigentlich nicht. Denn es zeichnete sich wieder ein Manko ab beim 1. FC Köln: Die Chancenverwertung bleibt ein Problem des FC.

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Die Bilanz fiel am Samstagabend schon beeindruckend aus: 33:11 Torschüsse, 17:6 Flanken und ein xGoals-Wert von 4,6 – 1,7. Tatsächlich gab es nicht viele Werte, die gegen drei Punkte für den FC sprachen. „Ich glaube, wenn man so viele Chancen hat, darf man das Spiel nicht verlieren. Dann darf es auch nicht unentschieden ausgehen, sondern man muss gewinnen“, sagte Timo Hübers. Nur hat der FC das Spiel eben nicht gewonnen, es ist auch nicht unentschieden ausgegangen, Köln hat das Duell gegen den 1. FC Magdeburg verloren. Trotz Überlegenheit, trotz bester Torchancen, trotz der Ankündigung des Kölner Trainers.

Der FC hätte führen müssen, tat es aber nicht

Der hatte noch am Donnerstag auf der Pressekonferenz gesagt, dass das „Toreschießen“ eine logische Folge der guten und zahlreichen Offensivaktionen der Kölner sei. Diese These bewahrheitete sich am Samstagabend nicht. Alleine Tim Lemperle kam auf 13 Abschlüsse, aber kein Tor. Downs versuchte es sechs Mal, erzielte einen Treffer. Dazu einmal den Pfosten, den auch Mohammed El Hankouri für Köln traf. Vielmehr bewahrheitete sich das ungeschriebene Fußballgesetzt, dass sich ein eklatanter Wucher an vergebnenen Chancen bitterböse rächt. „Im Fußball ist das dann so, wenn man die Tore vorne nicht macht, dann kriegt man sie hinten rein“, sagte Keeper Jonas Urbig, der vermutlich in dem Moment selbst die fünf Euro im legendären Doppelpass-Phrasen-Schwein klingeln hörte.

So dauerte es bis zur 49. Minute, bis Downs dann doch nach schöner Vorarbeit von Lemperle und Linton Maina zur Führung traf. Und spätestens in diesem Moment erwarteten die 50.000 Fans im Kölner Stadion wohl einen ähnlichen Auftritt wie beim 5:0-Erfolg über Braunschweig. Denn der FC hatte bis dahin eine beeindruckende Leistung hingelegt, war hohes Tempo gegangen und hatte sich die Führung redlich verdient. „Wir waren bis zur 60. Minute klar unterlegen, wir hätten deutlich höher als 0:1 in Rückstand liegen können“, sagte Magdeburgs Trainer Christian Titz. „Die Wucht des Gegners haben wir nicht gut verteidigt.“ Doch der erhoffte Dosenöffner war das Downs-Tor nicht. Im Gegenteil, Magdeburg spielte nun besser mit. Der FC hatte weiterhin seine Torchancen, ließ diese aber auch weiterhin mehr als fahrlässig liegen. Und so glich Falko Michel zunächst aus, bevor Jean Hugonet zum 1:2 traf.

In Sachen Torschussverwertung gerade so Mittelmaß

Und da der FC aktuell keine gefährliche Offensivkraft auf der Bank sitzen hat, passierte auch in der Schlussphase nicht mehr viel. „Jeder, der das Spiel heute gesehen hat, der hat natürlich gesehen, woran es gelegen hat, dass wir nicht so in das Toreschießen gekommen sind, wie wir das wollten“, so der Trainer. Die von dem 47-Jährigen erklärte logische Konsequenz des Chancenwuchers blieb also aus. Und untermauerte gleichzeitig eine andere Wahrheit, die Struber am vergangenen Donnerstag nicht erwähnte. Dass der FC in Sachen Chancenverwertung nämlich im Gegensatz zu dem Herausspielen von Großchancen und Torabschlüssen eben nicht zur Spitze der Liga gehört. Die guten Auftritte gegen Braunschweig und Schalke, mit acht Toren, kaschierten ein wenig die Kölner Schwäche.

Tatsächlich schraubten die Kölner ihr Abschluss-Konto nun auf 114 Versuche in die Höhe, auf dem Torekonto steht nun eine Zwölf. Heißt: die Torquote aus den Abschlüssen liegt bei etwa zehn Prozent. Nur jeder zehnte Abschluss führt auch zum Tor. Mit diesem Wert befinden sich die Kölner auf einem Rang in der unteren Hälfte der 2. Bundesliga. Deutlich hinter dem 1. FC Magdeburg, der mit jedem sechsten Treffer erfolgreich ist. „Ich glaube, dass die Jungs richtig viel investiert haben, fantastische Leidenschaft gezeigt haben“, erklärte Struber. „Die Statistik untermauert das natürlich auch nochmal eindeutig. Und auch, wenn ich unsere Abschlüsse heute nehme, da war viel Überzeugung drin, da war viel Herzblut drin.“ Daran bestand am Samstag kein Zweifel, an der Punkteausbeute aber auch nicht. Und die Tabelle interessiert Leidenschaft und Wille am Ende herzlich wenig, wenn es keine Zähler gibt.


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Spielbericht

Köln mit den Chancen – Magdeburg mit den Punkten

1. FC Köln gegen den 1. FC Magdeburg
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Köln mit den Chancen – Magdeburg mit den Punkten

Trotz klarer Überlegenheit hat der FC den dritten Liga-Sieg in Serie und damit auch den Sprung auf Rang zwei verpasst. Der 1. FC Köln verliert nach Führung gegen Magdeburg 1:2. Der Gast klettert auf den zweiten Platz.

33:11 Torschüsse, ein xGoals-Wert von mehr als 4 – doch eine bittere Niederlage. Der 1. FC Köln verliert nach Führung gegen Magdeburg 1:2. Der Chancenwucher der Kölner rächt sich. Damion Downs bringt den FC in Führung, aber Falko Michel und Jean Hugenot drehen die Begegnung.

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Wie erwartet vertraute Gerhard Struber auch gegen den 1. FC Magdeburg auf seine Top-Elf. Somit kehrte nur der gegen Schalke erkrankte Kapitän Timo Hübers wieder in die Anfangsformation. Der FC Magdeburg wechselte auf drei Positionen. Unter anderem spielte erstmals Baris Atak. Atak war in der vergangenen Spielzeit der Topscorer des FCM. Doch die Anfangsphase gehörte ganz klar dem FC. Die Kölner machten von Beginn an Druck und setzten genau das um, was sich Struber nur wenige Minuten vor dem Anpfiff gewünscht hatte. Der Trainer forderte, Magdeburg gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Auf der anderen Seite war Köln direkt im Spiel und hätte schon in der Anfangsphase in Führung gehen müssen. Linton Maina versuchte es aus 16 Metern, doch Dominik Reimann im Magdeburger Gehäuse tauchte rechtzeitig ab. Denis Huseinbasic verpasste mit einem schönen Schlenzer knapp (5.), Julian Pauli nach einer Ecke (9.).

El Hankouri rettet an den Pfosten

Magdeburg fand nach gut zehn Minuten das erste Mal so etwas wie ein Mittel. Ein Diagonalpass landete bei Martijn Kaars, der sich den Ball noch einmal vorlegte und aus halbrechter Position abzog, doch die Kugel zischte knapp am Tor vorbei. Keine 180 Sekunden später hätte das Kölner Tor fallen müssen. Tim Lemperle spielte von der linken Seite flach ins Zentrum, Dejan Ljubicic stand zehn Meter frei vorm Tor und versuchte es mit dem Flachschuss, doch Reimann rettete mit dem Fuß (15.). Wieder drei Minuten später war der Keeper dann geschlagen. Maina schickte Leart Pacarada, der die Kugel auch scharf an die Fünferlinie brachte. Reimann segelte vorbei, Lemperle hielt den Fuß hin, doch Mohammed El Hankouri rettete mit der Fußspitze (18). Auch nach dieser Aktion spielten weiter nur die Kölner. Magdeburg fiel überhaupt nichts ein. Dem FC schon, doch das Tor wollte nicht fallen.

Auch Damion Downs und Lemperle versuchten es noch vor der Halbzeit, mit dem gleichen Ergebnis. Und so hätte der Gast beinahe die Führung erzielt. Einen starken Steckpass auf Kaars fing Hübers gerade noch ab, nach einer Ecke war der Kölner Kapitän mit dem Kopf wieder zur Stelle. In der Nachspielzeit konterten die Magdeburger erneut gefährlich, doch der finale Pass blieb aus. So ging es torlos in die Kabine. Besonders bitter: Die Geißböcke kamen auf 18 Abschlüsse in Halbzeit eins, Magdeburg auf vier.

Magdeburg dreht die Begegnung

Der FC machte nach dem Wechsel dort weiter, wo er vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hatte. Mit einer Ausnahme. Er traf. Downs leitete den Angriff mit einem Lauf durchs Zentrum ein. Der Stürmer spielte Lemperle auf der rechten Seite frei. Der Torschütze der deutschen U21 legte quer zu Maina, der zurück auf Downs spielte: 1:0 (48.). Doch der FC verlor ein wenig den Faden. Magdeburg wurde stärker. Dennoch bekamen die Kölner weiterhin ihre Chancen. Und zwar große. Lemperle kam aus zehn Meter und zentraler Position zum Abschluss, doch wieder war ein Bein dazwischen (51.), genauso scheiterte Downs nach starker Vorarbeit von Maina, allerdings am Keeper (55.). Drei Minuten zielte der Angreifer genauer, aber zu genau – an den Pfosten (58.). Die Quittung kam für die ausgelassenen Chancen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß brachte El Hankouri eine genaue Flanke, am langen Pfosten stand Falko Michel komplett frei und nickte ein (65.).

Das Spiel nahm noch einmal an Fahrt auf, auch, weil Magdeburg ebenfalls die Chance witterte. Gefährlicher war weiterhin der FC. Ljubicic tauchte plötzlich alleine vor Reimann auf, suchte den Tunnel, fand aber nur das Bein des Keepers. Über Umwege landete die Kugel bei Pacarada, der direkt abzog und ebenfalls den Magdeburger Torhüter traf (72.). Gerhard Struber brachte gleich mehrere frische Kräfte für die Schlussphase. Doch der nächste Treffer fiel auf der anderen Seite. Abu-Bekir El-Zein wurde auf der linken Seite komplett freigespielt und hatte die Zeit, ins Zentrum zu flanken. Über Umwege kam Jean Hugenot aus der Distanz zum Abschluss. Der Ball wurde noch einmal abgeblockt. Doch Kaars leegte erneut ab auf Hugenot, dessen zweiter Versuch mit Unterstützung von Julian Pauli den Weg ins Tor fand (83.). Der FC drückte auf den Ausgleich, doch der wollte nicht mehr fallen. Am kommenden Wochenende sind die Kölner zu Gast bei Fortuna Düsseldorf.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli (87. Tigges), Hübers, Thielmann (69. Carstensen) – Martel – Maina (76. Waldschmidt), Huseinbasic, Ljubicic – Downs (76. Adamyan), Lemperle – Tore: 1:0 Downs (48.), 1:1 Michel (65.), 1:2 Hugenot (83.)


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Said El Mala

Ein Hoffnungsträger

Dieser Saisonauftakt ist schon viel wert – ein Kommentar

Jubel der Mannschaft des 1. FC Köln.
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Dieser Saisonauftakt ist schon viel wert – ein Kommentar

Nach den ersten Saisonspielen befindet sich der 1. FC Köln bereits auf einem guten Weg. Und das nicht nur auf dem Papier. Die jüngsten Leistungen der Kölner machen Hoffnung auf mehr. Das macht den FC nicht zu einem Aufstiegskandidaten, aber zu einem gefährlichen Gegner. Ein Kommentar zum Saisonauftakt des 1. FC Köln.

Sieben Punkte, überzeugende Siege, viele Tore und das nötige Spielglück – beim FC läuft nach den ersten Begegnungen wieder viel zusammen. Doch mahnende Worte müssen erlaubt sein. Ein Kommentar zum Saisonauftakt des 1. FC Köln.

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Sieben Punkte aus vier Spielen, elf Tore, dazu das Erreichen der 2. Runde im DFB-Pokal – die reine Bilanz auf dem Papier kann sich für den 1. FC Köln durchaus sehen lassen. Zumindest wenn man als Vergleich die vergangene Spielzeit heranziehen möchte. Und das ist angesichts des Registrierungsverbots und der Vorzeichen, die dieses mit sich gebracht hat, durchaus legitim. Der FC tritt in großen Teilen mit einer Mannschaft in der 2. Bundesliga an, die in der vergangenen Spielzeit mit gesenkten Köpfen, ohne jegliches Selbstvertrauen, aber vollkommen zu recht den Gang in die siebte Zweitklassigkeit der Vereinsgeschichte angetreten ist. Bei der bereits gefundenen Stammelf sind nur die beiden Leihspieler von Greuther Fürth Tim Lemperle und Jonas Urbig „neu“ dazugekommen. Die weiteren Rückkehrer spielen noch keine Rolle, alle anderen Akteure waren in der Vorsaison da, wenn auch wie Julian Pauli noch primär beim Nachwuchs.

Von Sturmflaute aktuell keine Spur mehr

Der Ausgangsstatus war zu Saisonbeginn gelinde gesagt „kompliziert“, eine Reise ins Ungewisse. Offenbar auch für die Kölner Verantwortlichen, die für einen Club wie den FC mit wohl wertvollstem Kader und stärksten Individualisten, erstaunlich kleine Brötchen backen wollten. Die Wortwahl „schnellstmöglicher Aufstieg“ diente vielleicht als Hintertür, wenn es dann doch nicht laufen sollte. Bislang läuft es. Nach den ersten fünf Pflichtspielen und vor der ersten Länderspielpause, ist eine Tendenz jedenfalls erkennbar. Der FC hat sich nach der desolaten Vorsaison gefangen, ist in der zweiten Liga angekommen. Fünf Spiele, vier in der Liga werden natürlich nicht viel über den kompletten Saisonverlauf aussagen, die Leistungen machen aber Hoffnung, dass sich die Geißböcke bis zur nächsten Transferperiode durchaus auf Schlagdistanz mit den anderen Aufstiegskandidaten befinden.

Aktuell liegt der FC mit den wohl größten Konkurrenten aus Hamburg, Berlin, vielleicht sogar Hannover in der Tabelle gleichauf. Das macht Mut. Auch, dass Gerhard Strubers Fußball-Idee immer deutlich sichtbarer wird. Gerade die offensive Wucht, die der FC entwickeln kann, macht durchaus Hoffnung. Die meisten Torschüsse der Liga, elf Tore nach vier Spielen, die zweitbeste Chancenverwertung, die meisten Aktionen im Schlussdrittel sprechen nach holprigem Start jedenfalls nicht mehr für eine Sturmflaute, zumal der Angriff in den vergangenen beiden Spielen ebenfalls drei Mal selbst traf und zwei Tore vorbereitete. Am Sonntag entzauberte der FC mit einer starken Offensive, einem überragenden Pressing und guten Umschaltmomenten den FC Schalke 04 und gleichzeitig auch 60.000 Fans. Und das, obwohl der Ausfall von Kapitän Timo Hübers im Vorfeld sicherlich ein Anlass zur Sorge gewesen sein durfte.

Es gibt noch eine andere Wahrheit

Dass dem FC dieser respektable Start dann auch noch mit einem doch sehr jungen Kader gelungen ist, macht den Auftakt noch bemerkenswerter. So weit so gut. Doch die mahnenden Worte von Christian Keller am Mitgliederstammtisch („Man sieht, dass die Nummer noch nicht so stabil ist“) sollten sicherlich nicht als eine Art Tiefstapelei wahrgenommen werden. Denn es gibt eben noch diesen anderen Teil der Wahrheit. Braunschweig spielte gegen den FC sicher nicht wie ein Zweitligist, kam für Köln allerdings genau zum richtigen Zeitpunkt, um Selbstvertrauen zu sammeln. Der FC Schalke 04 war über weite Strecken dem FC ebenbürtig, hätte genauso gut in Führung gehen können, wenn nicht müssen. Tatsächlich hat Köln in der Defensive seine Schwierigkeiten, ist gerade auf den Außen bei Gegenangriffen anfällig. Und die Kölner wirken nach wie vor nicht komplett stabil. Denn auch gegen S04 hätte dem FC das Spiel wieder entgleiten können.

Nein, auch bei den Kölnern läuft in dieser Spielzeit sicher noch nicht alles rund, nicht alles nach Plan. Aber schon sehr viel. Der FC ist in der Liga angekommen, kann wieder Siegesserien feiern, Tore schießen. Am Sonntag kam dann auch wieder so etwas wie Spielglück hinzu. Etwa als Linton Maina eigentlich schon gestoppt doch noch zum 2:0 einschob oder als Tim Lemperle möglicherweise um Zentimeter nicht im Abseits stand – was er womöglich dann doch getan hat. Glück? Noch in der vergangenen Spielzeit wären diese Szenen wohl gegen Köln gelaufen. Diese Mixtur macht den FC sicher nicht zu einem Top-Aufstiegskandidaten, aber zu einem gefährlichen und schwer zu schlagenden Gegner. Und das ist nach der vergangenen Saison schon sehr viel wert.


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Schwäbe widerspricht

Diskussionen ums Tor

Das nächste Debüt, doch der Trainer mahnt

Elias Bakatukanda vom 1. FC Köln
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Das nächste Debüt, doch der Trainer mahnt

Beim 3:1-Erfolg über den FC Schalke 04 feierte Elias Bakatukanda sein Profidebüt. Auch, weil Timo Hübers ausfiel und Dominique Heintz angeschlagen vom Feld musste. Dennoch war die Premiere ein wichtiges Zeichen für den 1. FC Köln: Die Nachwuchsarbeit zahlt sich aus.

Mit Elias Bakatukanda gab nun der zweite Youngster sein Profidebüt beim 1. FC Köln: Die Nachwuchsarbeit der Geißböcke zahlt sich offenbar aus. Doch Gerhard Struber tritt auf die Euphoriebremse.

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Während Dominique Heintz dem medizinischen Staff die Schwere seiner Oberschenkelbeschwerden auf dem Rasen des Schalkers Stadions erklärte, schwörte Gerhard Struber seinen Schützling noch einmal ein. Sekundenlang standen sich die beiden Nase an Nase gegenüber. Elias Bakatukanda hörte aufmerksam zu, um sich dann doch noch einmal hinzusetzen. Das Debüt verschoben – wieder einmal. Denn Bakatukanda hatte schon in der vergangenen Spielzeit gleich mehrfach vor der Profi-Pflichtspiel-Premiere gestanden. Jeff Chabot und Timo Hübers hatten sich eine Phase lang mit Verletzungen und Erkrankungen abgewechselt, der als hochtalentierte Abwehrspieler stand gegen Hoffenheim, Heidenheim und Leipzig gleich drei Mal im Kader. Sein damaliger Coach Timo Schultz sprach von unfassbaren Voraussetzungen.

Unspektakulärer Auftritt

Diese reichten aber ganz offensichtlich nicht, dass Schultz dem gebürtigen Kölner einen Einsatz im bedrohlichen Abstiegskampf zutraute. Das Debüt blieb trotz aller Lobhudeleien aus. Und so wurde im Frühling bereits über eine mögliche Leihe des Innenverteidigers spekuliert. Diese kam nicht zu Stande, vor allem, weil die Kölner aufgrund der Transfersperre gerade in der Innenverteidigung sehr dünn besetzt sind. Nach dem Abgang von Jeff Chabot und der Ausbootung von Nikola Soldo gibt es im Kölner Kader fünf Innenverteidiger. Luca Kilian fällt noch mit den Nachwirkungen seines Kreuzbandrisses aus. Es bleiben also mit Timo Hübers, Dominique Heintz, Julian Pauli und eben Bakatukanda vier Abwehrspieler für zwei Positionen der Abwehrkette, davon zwei Eigengewächse, Youngster, die vor der Saison noch nicht für die Profis aufgelaufen waren – zumindest in einem Pflichtspiel.

Bei der dünnen Besetzung und dem normalen Verletzungs- oder Erkrankungsverlauf einer Spielzeit war eigentlich vor der Saison klar, dass es schon sehr bald das Debüt von mindestens einem der beiden Youngster geben würde. Nachdem Julian Pauli direkt zum Auftakt gegen den Hamburger SV in der Startelf stand, folgte nun also Bakatukanda. Denn nachdem es Heintz noch einmal gut zehn Minuten probierte, kam der 20-Jährige dann doch zu seinem ersten Pflichtspiel bei den Profis. Und der Abwehrspieler fügte sich direkt einmal rustikal ein. Sieben Minuten nach seiner Einwechslung sah das Eigengewächs nach einem harten Einsteigen die Gelbe Karte. Abgesehen von einer ordentlichen Kopfballabwehr fiel die Premiere recht unspektakulär aus. Bakatukanda fiel weder positiv noch negativ besonders auf.

Der 1. FC Köln das Team mit den meisten Eigengewächsen im Kader

Spektakulärer ist da schon die Nachwuchsarbeit der Kölner, die weiterhin Früchte trägt. Mit Bakatukanda gab der zweite Youngster in dieser Saison sein Profidebüt. Gleichzeitg ist der Innenverteidiger das neunte Eigengewächs der Geißböcke, das in dieser Spielzeit schon zum Einsatz kam. Insgesamt verfügt der Kader über 14 Eigengewächse, kein anderer Erst- oder Zweitligist kommt auf einen vergleichbaren Wert. Natürlich begünstigt durch die FIFA-Sanktion. Und doch ein gutes Zeichen für die Kölner Arbeit. Möglicherweise wird es in dieser Spielzeit noch weitere Debüts von Kölner Nachwuchskräften geben. „Das soll jetzt unser Weg sein, es soll aber auch immer ein guter Mix sein“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber.

Die Entwicklung ist auch nicht dem DFB verborgen geblieben. Mit Jan Thielmann, Tim Lemperle, Jonas Urbig, Julian Pauli und Damion Downs stehen gleich fünf Eigengewächse in den Kadern der deutsche U20 und U21. Mit Eric Martel ist ein sechster FC-Profi ebenfalls dabei. „Da braucht man jetzt nicht romantisch zu sein und glauben, dass wir mit der besten U20 von Europa auflaufen“, bremst Struber die Euphorie. „Es ist wichtig, dass wir immer wieder mit einem guten Timing und zur richtigen Zeit die Jungen heranführen und da braucht es auch immer wieder Spitzen und Jungs nebenher, die ein bisschen Führung hergeben auf dem Platz. Die diese Jungs auch mitnehmen.“ Herangeführt werden wohl Spieler wie Jaka Potocnik und Meiko Wäschenbach, die auf ihr Debüt noch warten. Möglicherweise nur eine Frage der Zeit.


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Ein verdienter Sieg auf Schalke, einer mit Stärken, aber auch einigen Schwächen

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem 3:1 auf Schalke
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Ein verdienter Sieg auf Schalke, einer mit Stärken, aber auch einigen Schwächen

Mit dem 3:1 auf Schalke haben die Kölner einen verdienten und den dritten Pflichtspielsieg in Serie eingefahren. Trotz der Überlegenheit gab es aber auch mahnende Worte beim 1. FC Köln: Ein verdienter Sieg mit Stärken und Schwächen.

Der nächste Erfolg für den 1. FC Köln: Ein verdienter Sieg auf Schalke, aber einer mit Schwächen. So hätte die Begegnung auch einen durchaus anderen Verlauf nehmen können. Hat sie nicht.

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Nach dem Schlusspfiff standen die FC-Profis vor den mitgereisten Fans in der Schalker Arena und Linton Maina setzte zu einem kleinen Tänzchen an. Die Erleichterung war spürbar. 3:1 auf Schalke, ein verdienter, wenn am Ende auch knapper Erfolg, elf Tore, sieben Punkte, Platz sechs – der FC ist in der Spur. Mit dem guten Gefühl in der Liga angekommen zu sein, geht es nun in die Länderspielpause. Gerade in Bezug auf die vergangene schwierige Saison sei es wichtig, „dass wir wissen, dass wir zu Hause gewinnen können, auswärts gewinnen können und auch hoch und souverän gewinnen können“, sagte Maina nach der Begegnung bei Königsblau. Tatsächlich hat es drei Pflichtspielsiege in Folge seit April 22 nicht mehr gegeben, der letzte Auswärtssieg in der Liga gelang im Dezember vergangenen Jahres und insgesamt acht Tore in zwei aufeinander folgenden Pflichtspielen liegen wohl auch eine Weile zurück.

Beide Teams lassen einige Chancen liegen

Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch Gerhard Struber nach dem 3:1 und sprach von einem insgesamt verdienten Sieg. Das war er, und doch irgendwie auch ein wenig glücklich. „Wir hatten auch Phasen in einem Spiel mit einer jungen Mannschaft, wo man es aushalten muss, dass auch der Gegner mal ein Stück mehr das Momentum hat“, sagte der Trainer. Tatsächlich begegneten sich die Teams in der ersten Phase des Spiels auf Augenhöhe. Und so hätte auch Schalke in Führung gehen können. Gerade der sehr agile Tobias Mohr stellte die Kölner Abwehr, im ersten Abschnitt allen voran Jan Thielmann, vor große Herausforderungen. Schon nach wenigen Minuten ließ der Schalker Offensivspieler den Kölner Ersatzapitän mit einer harmlosen Körpertäuschung aussteigen, doch Mohr scheiterte an Urbig. Genauso wie Kenan Karaman nach einer Viertelstunde und wieder Mohr per Direktabnahme.

Auch Schalke hätte also durchaus in Führung gehen können. Genauso hätten die Kölner aber auch schon früher treffen müssen. Etwa Eric Martel, der nach einer perfekten Flanke von Maina komplett blank vor dem Schalker Tor stand oder Downs hätte bei seinem ersten Versuch nach Vorarbeit von Dejan Ljubicic nur einmal auf Maina ablegen müssen. „Ich glaube, dass wir wahrscheinlich sogar ein, zwei hätten mehr machen müssen, wenn wir es ordentlich ausgespielt hätten oder ein bisschen cooler vor dem Tor gewesen wären“, erkannte Maina. Auffällig gut funktionierte das Pressing, durch das die Kölner immer wieder den Ball eroberten. So gingen beide Seiten fahrlässig mit durchaus guten Chancen um. Bis Damion Downs schließlich sein ersten Saisontor erzielte. „Ich habe ein paar Spieltage gewartet, um ein Tor zu schießen. Das jetzt auf Schalke zu machen, ist natürlich noch schöner“, so der Torschütze.

Kessler: „Das war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“

Doch auch nach der Führung waren die Kölner in der Defensive weiterhin anfällig und in der Offensive oft zu ungenau. Maina ließ mit der Hacke den zweiten Treffer liegen, machte es dann unmittelbar vor dem Seitenwechsel besser. Mit ein wenig Glück setzte sich der 26-Jährige im Eins-gegen-eins gegen Justin Heekeren durch und verfrachtete mit genauso viel Glück den Ball ins Schalker Tor. Vorausgegangen war ein ganz starker Ball von Thielmann. „Wir müssen Köln ein Kompliment machen, die zwei Situationen sehr gut ausgespielt haben“, lobte auch Karel Geraerts das Kölner Umschaltspiel. Nach dem Wechsel kam dann auch noch ein wenig Glück dazu, als Tim Lemperle beim 3:0 nur Zentimeter nicht im und Mohr beim vermeintlichen 3:2 um einen ähnlichen Abstand eben doch im Abseits stand.

Denn nach dem verwandelten Elfmeter von Karaman hätte auch diese Begegnung den Kölner wie schon gegen Elversberg und Sandhausen entgleiten können. Hätte der Treffer von Mohr gezählt, wären es sehr unangenehme Minuten auf Schalke geworden. „Wir haben aber auch einiges zugelassen. Das war nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten im Anlaufverhalten“, sagte später auch Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung dem „Express“. „Jonas Urbig musste da schon ein paar Mal zugreifen.“ Das tat der Kölner Keeper auch im zweiten Durchgang. Unter anderem gegen Ibrahima Cissé, der kurz vor Spielende noch zum Kopfball kam. „Gezittert habe ich nicht“, sagte FC-Trainer Struber. „Wir haben richtig schöne Tore geschossen und am Ende einen verdienten Sieg gefeiert.“ Einen mit kleinen Schönheitsfehlern, aber nach denen wird nach der Länderspielpause keiner mehr fragen.


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Der 1. FC Köln gewinnt auch auf Schalke

Jubel ds 1. FC Köln im Spiel gegen Schalke
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Der 1. FC Köln gewinnt auch auf Schalke

Der FC hat den dritten Sieg in Serie eingefahren und einen wichtigen Auswärtserfolg eingefahren. Der 1. FC Köln gewinnt auf Schalke 3:1 und verabschiedet sich als Tabellensechster in die Länderspielpause.

Der FC verabschiedet sich mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die Länderspielpause. Eine Woche nach dem 5:0-Kantersieg über Braunschweig haben die Geißböcke den nächsten Erfolg eingefahren. Der 1. FC Köln gewinnt auf Schalke 3:1.

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Erwartugnsgemäß stellte Gerhard Struber nur auf einer Position um. Für den erkrankten Timo Hübers startete Dominique Heintz. Die Kapitänsbinde übernahm erstmals Jan Thielmann. Von Beginn an entwickelte sich eine rasante Begegnung. Es ging hin und her. Tobias Mohr wurde auf der linken Seite geschickt, der Schalker ließ Heintz viel zu leicht aussteigen, aber Jonas Urbig war da (3.). Auf der anderen Seite sorgte zu Beginn Leart Pacarada immer wieder für Offensivaktionen. Einen ersten starken Ball auf Downs verlor der Stürmer durch einen schlechten ersten Ballkontakt. Einen weiteren Pass nahm Maina stark an und suchte Downs in der Tiefe, aber ein Schalker Abwehrspieler bekam noch ein Bein dazwischen (15.). Die beste Chance der Schalker entschärfte Jonass Urbig, der einen Schuss von Moussa Sylla mit einer starken Parade zur Ecke klärte (17.).

Downs und Maina stellen die Weichen

Auf der anderen Seite vergab Eric Martel die dicke Chance zur Führung. Der Sechser stand nach einer Flanke von Maina vollkommen blank am langen Pfosten, köpfte aber S04-Keeper Justin Heekeren an (20.). Downs machte es nur wenige Minuten später besser. Heintz fing einen langen Ball ab, leitete somit den Konter ein, Denis Huseinbasic die Kugel weiter auf Dejan Ljubicic, der Downs die Führung auflegte. Der Stürmer schob die Kugel an Heekeren locker vorbei (25.). Schalke spielte weiter mutig nach vorne, aber der FC verteidigte gut, manchmal auch ein wenig glücklich. Auf der anderen Seite sorgten die Kölner immer wieder über Konter für Gefahr. Ein tolles Zuspiel von Lemperle brachte Maina mit der Hacke aufs, aber eben nicht ins Tor (36.). Einen nahezu perfekten Konter spielten die Geißböcke kurz vor dem Wechsel dann aber stark zu Ende. Thielmann schickte Maina, der legte ab auf Downs und bekam die Kugel im Sechzehner zurück. Mit ein wenig Glück brachte Maina den Ball im Netz unter (45.+1).

Karaman verkürzt per Elfmeter

Und Köln legte nach der Pause umgehend nach. Dieses Mal leitete Maina den Angriff ein, spielte die Kugel auf Pacarada. Der Abwehrspieler legte quer und Lemperle schob ein: 3:0 (46.). Schalke mühte sich zunehmend und fand auch ins Spiel zurück. Huseinbasic kam im Strafraum gegen Younes einen Schritt zu spät. Schiedsrichter Sven Jablonski entschied auf Strafstoß. Den verwandelte Kenan Karaman sicher (66.). Schalke erhöhte aber den Druck. Ein langer Ball landete bei Mohr, der legte stark ab auf Karaman. Der Schalker Kapitän suchte auch den Abschluss, aber Urbig war mit einer starken Faustabwehr zur Stelle. Die Kugel landete erneut bei Mohr, der versenkte, hatte sich aber wohl beim ersten Abspiel im Abseits befunden. Kein Tor. Der Gastgeber drückte weiter, wollte mehr. Der FC verteidigte phasenweise mit allen Mann im eigenen Strafraum. Auch mit Elias Bakatukanda, der sein Debüt für die Kölner feierte.

Schalke drückte, Köln verteidigte leidenschaftlich. Und das erstaunlich lange. Jablonski entschied sich für neun Minuten Nachspielzeit. Doch auch die zitterte der FC über die Ziellinie. Mit dem Erfolgserlebnis verabschiedet sich der FC in die Länderspielpause. Danach geht es am 14. September weiter mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli, Heintz (71. Bakatukanda), Thielmann – Martel – Maina, Huseinbasic, Ljubicic – Downs (90. Waldschmidt), Lemperle (82. Tigges) – Tore: 0:1 Downs (28.), 0:2 Maina (45.+1), 0:3 Lemperle (46.), 1:3 Karaman (66./FE)


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