Deswegen musste Christian Keller gehen

Christian Keller plant den Kader des 1. FC Köln
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Deswegen musste Christian Keller gehen

Nach etwas mehr als drei Jahren endet für Christian Keller die Zeit beim FC. Der Sportdirektor lag in vielen seiner Einschätzungen daneben, hatte sicherlich auch Pech. Doch das war nicht der Grund für das Aus beim 1. FC Köln: Deswegen musste Christian Keller gehen.

Die Liste der Vorwürfe, die die Kölner Fans gegen Christian Keller aufstellten war lang. Doch sie waren nicht ausschlaggebend für eine Trennung beim 1. FC Köln: Deswegen musste Christian Keller gehen.

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Eine gute Figur gab Christian Keller am Samstagabend nicht mehr ab, als er sich vor der Presse zum Spiel gegen Jahn Regensburg äußerte. Zumindest hatten die Kölner Fans eine andere Wahrnehmung als der da noch Sportdirektor – nicht zum ersten Mal seit dem Amtsantritt im April 2022. Keller kritisierte die Fans, die ihrem Unmut Luft machten, der Sportdirektor wollte zwar nichts Schönreden, erklärte dann aber doch, dass eigentlich doch noch alles gut sei. Nur nicht nach hinten blicken, gerne nach vorne, so der Tenor und die Tabelle spricht ohnehin die einzige Wahrheit. Die gute Ausgangsposition hat dann am Ende aber doch eher mit der mangelnden Qualität der Gegner zu tun und nicht so mit den eigenen Stärken. Immerhin konnte der 46-Jährige die Enttäuschung der Fans nachvollziehen.

„Dann müssen wir handeln“

Zwar nicht die beste Figur, aber ein Versprechen gab Christian Keller dann doch ab. Eins, das nach dem trostlosen Auftritt und den fünf Punkten aus den vergangenen fünf Spielen nur schwer zu halten war. Er stünde zu 100 Prozent hinter seinem Trainer und könnte ein Aus von Gerhard Struber ausschließen. Eine voreilige Zusage, wie man nun wenige Stunden später weiß. Aber eine Zusage, die zu Christian Keller passt und eine, die er möglicherweise traf, um sich nicht das nächste Scheitern einzugestehen. Denn Keller hatte schon mit der Verpflichtung von Timo Schultz im Winter der vergangenen Spielzeit daneben gelegen und nun mit Gerhard Struber ganz offensichtlich erneut. Das Unterfangen mit dem Trainer war eigentlich schon vor Wochen gescheitert und das Ende nur eine Frage der Zeit.

Und die war dann am Sonntagnachmittag gekommen. „Während zunächst die Leistung und dann die Ergebnisse gut waren, war jetzt weder das eine noch das andere gut. Die Frage ist, ob wir den Personen noch vertrauen. Und wir haben das Vertrauen verloren. Wir haben gestern morgen zusammengesessen und gesagt: dann müssen wir handeln“, sagte FC-Präsident Werner Wolf am Montag auf der Pressekonferenz. „Wenn wir halbwegs vernünftig spielen mit guten Ergebnissen, haben wir das Schicksal in der eigenen Hand. Deshalb haben wir jetzt gesagt, dass wir einen Wechsel vornehmen. So leid mir das tut, mussten wir die Entscheidung treffen. Wir wollten einen Impuls auf der Trainerbank und Christian Keller war nicht bereit, diese Entscheidung mitzugehen. Deswegen mussten wir uns von ihm trennen.“ 

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„Christian wollte das nicht mitgehen“

Heißt: Christian Keller wäre heute wohl noch immer der Sportdirektor, hätte er einer Trennung von Gerhard Struber zugestimmt. „Wir haben die Entscheidung als Vorstand getroffen, uns vom Trainer zu trennen und Christian wollte das nicht mitgehen“, sagte Wolf auf weitere Nachfrage. „Dann muss man sich auch konsequenter Weise vom Geschäftsführer Sport trennen.“ Das entspricht auch den Worten, mit denen sich Keller in der Pressemitteilung der Kölner am Mittag zitieren ließ. „Eine kurzfristige Änderung auf der Trainerposition konnte und wollte ich in diesem Kontext aber nicht mittragen, da diese nicht meinen Überzeugungen und Werten entsprochen hätte“, so Keller. Tatsächlich fiel der 46-Jährige in den vergangenen Jahren damit auf, getroffene Entscheidungen nur sehr ungerne zu revidieren. Für Gerhard Struber machte der Sportdirektor keine Ausnahme.

Die alltägliche Arbeit mit den Fehlgriffen auf dem Transfermarkt, Fehleinschätzungen in Bezug auf das Registrierungsverbot, das der Sportdirektor zwar nicht zu verantworten hat, aber sicher auch nicht mit aller Vehemenz verhindert hat sowie der Fehlbesetzung auf dem Trainerposten war für die Trennung also nicht relevant. Im Gegenteil, Werner Wolf lobte die Arbeit des ehemaligen Geschäftsführers. „Wir waren in einer vor allem finanziell äußerst prekären Situation. Wir brauchten Geschäftsführer, die uns beim Restrukturieren geholfen haben“, sagte Wolf. „Das ist uns in einer außergewöhnlichen Weise gelungen. Unsere Zahlen, die wir im Herbst präsentieren, werden beeindruckend sein.“ Und weiter: „Es war eine sehr vertrauensvolle und menschlich gute Zusammenarbeit. Deswegen tut es mir leid, dass die Trennung nicht vermeidbar war.“


„Ich habe nicht mehr damit gerechnet“ – Das sagt Friedhelm Funkel als Interimstrainer des 1. FC Köln

Friedhelm Funkel bei der Pressekonferenz beim 1. FC Köln
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„Ich habe nicht mehr damit gerechnet“ – Das sagt Friedhelm Funkel als Interimstrainer des 1. FC Köln

Auf die Pressemitteilung am Vormittag folgte am Nachmittag die offizielle Vorstellung des Interimstrainers. Der FC hat einen neuen Coach, der sich dem Ziel Wiederaufstieg annimmt. Lange überlegen musste der 71-Jährige aber nicht. Das sagt Friedhelm Funkel als Interimstrainer des 1. FC Köln.

Der Terminkalender am Montag war vollgepackt. Nachdem der 71-Jährige dem FC zugesagt hatte, folgten einige Gespräche und Termine am Geißbockheim und am Nachmittag die erste Pressekonferenz im Kölner Stadion. Das sagt Friedhelm Funkel als Interimstrainer des 1. FC Köln.

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Am Ende ging es dann offenbar doch alles recht schnell und zwar auf verschiedenen Seiten. Der Vorstand des FC hatte sich bekanntlich am Sonntag zusammengesetzt und über die Personalien Gerhard Struber und Christian Keller diskutiert. Als die Nachricht am späten Abend dann nach und nach durchsickerte, waren nicht nur Entscheidungen getroffen, es wurde konkret die kurzfristige Zukunft geplant. So erklärte FC-Präsident Werner Wolf, dass die erste Amtshandlung des neuen Interims-Sportdirektors Thomas Kessler eine Fahrt nach Krefeld sein würde. Der ehemalige Keeper der Geißböcke sollte Friedhelm Funkel aufsuchen, um ihn von dem Job beim FC zu überzeugen. „Ich habe nicht mehr damit gerechnet“, sagte Funkel am Montag auf der Pressekonferenz.

„Ich musste nicht lange überlegen“

„Zwischen 19 und 20 Uhr war er dann bei mir in Krefeld und wir haben zwei, drei Stunden gesprochen. Ich habe gesagt, dass ich mich heute früh melde. Ich musste aber nicht lange überlegen, ich habe gut geschlafen und bin mit einem guten Gefühl ins Bett gegangen. Dann habe ich Thomas angerufen und gesagt: ich mache das“, fügte der neue Interimscoach dann an, erklärte aber auch mit einem Lächeln auf den Lippen, dass er relativ früh angerufen habe, „nicht, dass Thomas noch einen anderen im Ärmel gehabt hätte. Hatte er natürlich nicht.“ Die Entscheidung ist dem Vernehmen nach sehr schnell und sehr eindeutig auf Funkel gefallen. Und der strotzt gefühlt vor Tatendrang: „Auf dem Platz müssen wir auch arbeiten, da führt kein Weg dran vorbei. Ich werde aber einige Gespräche führen ab morgen, um ein Gefühl für die Mannschaft und die Situation zu bekommen. Es sind einige erfahrene Spieler dabei, mit denen werde ich in erster Linie erstmal sprechen“, so Funkel.

Zunächst aber wird es Gespräche mit dem Trainerteam geben, dem Bernd Eibler im Gegensatz zu Thomas Hickersberger nicht mehr angehören wird. Dafür wird Funkel von seinem ehemaligen Mitarbeiter Mathias Lust unterstützt wird. „Ich habe mit Matthias in Kaiserslautern schon zusammengearbeitet. Ihn zeichnet aus, dass er ein großartiger Mensch ist. Das ist ganz wichtig und wird manchmal zu wenig bewertet. Aber er ist auch ein großer Fußball-Fachmann. Er hat viele eigene Erfahrungen gemacht“, sagte Funkel. „Deswegen war es für mich wichtig, dass ich Matthias mitnehmen kann. Der Wunsch ist mir sofort erfüllt worden.“ Das Vertrauen in den Routinier ist groß. „Ich habe vom ersten Augenblick gespürt, dass Friedhelm der perfekte Partner ist, die Aufgabe anzunehmen“, sagte Kessler.

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Das ist Funkels Plan

Und das Ziel der Aufgabe ist eindeutig: der Aufstieg. Und mindestens genauso sicher ist sich Funkel über den Ausgang dieser Mission. „Der HSV ist Erster, der 1. FC Köln ist Zweiter und mindestens so wird es am Ende sein“, sagt Funkel. Der Blick in den Rückspiegel „interessiert mich nicht. Das Spiel am vergangenen Samstag interessiert mich überhaupt nicht mehr. Mich interessiert nur Nürnberg. Ich will der Mannschaft eine gewisse Lockerheit und Leichtigkeit vermitteln. Auch ein gewisses Selbstvertrauen. Das ist mir in meinem bisherigen Stationen gut gelungen.“ Und das Vorgehen ist klar. „Ich werde alle mit der Mannschaft zusammen meine Kräfte bündeln. Mir geht es darum, die Mannschaft und das Trainerteam auf das Spiel am Freitag in Nürnberg zu fokussieren. Wir wollen das Spiel gewinnen, es werden einige Gespräche mit den Spielern stattfinden“, so Funkel. „Ich weiß, dass es gute Spieler sind. Es ist eine erfahrene Mannschaft mit einigen jungen Spielern.“

Doch nicht nur Gespräche seien wichtig: „Auf dem Platz müssen wir auch arbeiten, da führt kein Weg dran vorbei.“ Und so will der neue Coach sich überlegen, was er genau angehen will. Es gäbe noch das ein oder andere, woran man arbeiten müsse. Das Ziel für das Duell in Nürnberg ist allerdings gesetzt: „Ich bin davon überzeugt, dass wir im Trainerteam die richtigen Worte finden werden, damit die Mannschaft am Freitagabend in Nürnberg selbstbewusst auftritt und ein gutes Ergebnis erzielen wird.“


Erst Funkel, dann Fischer? Ein möglicher Nachfolger des Nachfolgers wird bereits gehandelt

Urs Fischer im Fokus des 1. FC Köln?
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Erst Funkel, dann Fischer? Ein möglicher Nachfolger des Nachfolgers wird bereits gehandelt

Die offizielle Verkündung stand lange aus, die Entscheidung war längst gefallen. Nun ist es offiziell: Gerhard Struber ist nicht mehr Trainer der Geißböcke. Friedhelm Funkel übernimmt und es gibt bereits für den 71-Jährigen die ersten Nachfolger-Kandidaten beim 1. FC Köln: Wird Urs Fischer Trainer beim FC?

Seit Sonntagabend ist Gerhard Struber nicht mehr Trainer der Geißböcke. Die offizielle Bestätigung folgte am Montagvormittag, auch die des Nachfolgers: Friedhelm Funkel. Und es gibt auch schon die ersten Namen für eine Funkel-Nachfolge beim 1. FC Köln: Wird Urs Fischer Trainer beim FC?

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Die Situation war schon ein wenig kurios. Dass Namen für eine mögliche Trainer-Nachfolge gehandelt werden, bevor der Ex-Coach vom Verein offiziell als solcher verkündet wird, ist bekanntlich nichts Neues. Und auch im Fall von Gerhard Struber und den Geißböcken verhielt es sich erwartungsgemäß nicht anders. Die Personalie war noch nicht vom Club bestätigt, da stand mit Friedhelm Funkel der Interimstrainer bereits fest. Dass aber schon über dessen Nachfolger spekuliert wurde, bevor dieser wiederum vorgestellt war, erscheint dann doch ein wenig überraschend. Doch genau so verhielt es sich bei den Geißböcken. Das Aus von Struber war noch nicht verkündet, die Vorstellung des neuen Coachs noch nicht erfolgt, da fielen schon die ersten Namen für den Neustart in der kommenden Saison.

Fischer soll Zusage gegeben haben

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So berichten „RTL/ntv und sport.de„, dass Urs Fischer auf der Liste der Kölner für die kommende Saison stehen soll. Die Mediengruppe habe aus Vereinskreisen erfahren, dass der Schweizer Coach dem Verein auch schon eine Zusage gegeben habe, heißt es. Allerdings mit einem kleinen „Aber“. Demnach wird Fischer erst zur Option, wenn der Aufstieg in trockenen Tüchern sei, Köln also den Vorsprung noch über die Ziellinie rettet. Dafür wird nun Funkel installiert. Der FC hat nach dem 32. Spieltag drei Punkte Vorsprung vor Elversberg und Paderborn auf den Rängen drei und vier. Allerdings haben die Kontrahenten das bessere Torverhältnis. Um sicher aufzusteigen, benötigen die Kölner also noch vier Punkte (wenn die Konkurrenz ebenfalls punktet). Den ersten Schritt will der FC am Freitagabend auswärts in Nürnberg machen. Es folgt das Heimspiel gegen Kaiserslautern.

Fischer war bekanntlich schon einmal Thema in Köln, allerdings war die Spur nicht so richtig heiß. Jetzt könnte es wärmer werden. Fischer führte Union Berlin 2019 in die Bundesliga und spielte mit den Eisernen einen erfrischenden Fußball. Mit Berlin erreichte der heute 59-Jährige sogar die Champions League und das mit überschaubaren Mitteln. Doch 2023 trennten sich die Köpenicker nach einer katastrophalen Sieglos-Serie (14 Spiele ohne Erfolg, dasvon 13 Niederlagen) von Fischer. Anschließend war der Coach immer wieder bei verschiedenen Vereinen ein heißes Thema. Konkret wurde es allerdings selten. Möglicherweise nun beim FC. Immerhin ist das Aus von Gerhard Struber nun offiziell, genauso wie die Nachfolge durch Friedhelm Funkel.


Friedhelm Funkel ist neuer Coach beim 1. FC Köln: Das sagen Christian Keller, Gerhard Struber und Funkel

Friedhelm Funkel als Trainer des 1. FC Köln.
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Friedhelm Funkel ist neuer Coach beim 1. FC Köln: Das sagen Christian Keller, Gerhard Struber und Funkel

Offiziell: Friedhelm Funkel ist neuer Trainer des 1. FC Köln. Das hat der Club am Montagmorgen bestätigt. Der Verein reagierte auf die zuletzt schwachen Leistungen der Geißböcke und hat Gerhard Struber und Christian Keller von den Aufgaben entbunden. Mit Funkel soll der Aufstieg nun eingetütet werden.

Eine große Überraschung war es am Montagmorgen nicht mehr: Der 1. FC Köln hat die Trennung von Gerhard Struber und Christian Keller bekannt gegeben und den neuen Mann an der Seitenlinie bestätigt. Nun ist es offiziell: Friedhelm Funkel ist neuer Trainer des 1. FC Köln: Das sagen Gerhard Struber, Christian Keller und Friedhelm Funkel.

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Lange mussten die Fans des 1. FC Köln dann nicht mehr auf die Bestätigung warten. Nachdem bereits am Sonntagabend durchgesickert war, dass es personelle Entscheidungen geben würde, folgte am Montagmorgen die Bestätigung. „Unsere Entscheidung ist das Ergebnis einer eingehenden Analyse der sportlichen Entwicklung in den letzten Wochen. Angesichts der noch immer großen Chance auf den direkten Wiederaufstieg müssen wir alles daransetzen, diese Chance auch zu nutzen“, begründet Präsident Werner Wolf die Entscheidung. „Wir können uns nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz verlassen. Das Team muss sich für die letzten beiden Spiele auf die eigene Stärke besinnen. Es braucht dafür jetzt neue Impulse.“ Tatsächlich hatten die Kölner zuletzt ihre gute Tabellenposition auch aufgrund der Schwäche der Gegner gehalten.  

Funkel führte den FC zum Klassenerhalt

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„Die Entscheidung tut besonders weh“

Als Tabellenzweiter sind die Chancen intakt. Für die neuen Impulose soll ein alter Bekannter sorgen. Friedhelm Funkel wird die Geschicke leiten. Das Amt des Sportdirektors übernimmt Thomas Kessler. „Mit Thomas Kessler und Friedhelm Funkel übergeben wir die sportliche Leitung nun an zwei absolute FC-Kenner. Thomas ist nicht nur mit ganzem Herzen ein Kölner, er war auch in sämtliche Abläufe der Kaderplanung eingebunden und kann dementsprechend alle Gespräche nahtlos fortführen“, sagte der Präsident. „In Friedhelm gewinnen wir einen äußerst erfahrenen Trainer, der den FC und solche Drucksituationen bestens kennt. Er hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er Mannschaften in entscheidenden Phasen stabilisieren und zum Erfolg führen kann, beispielsweise bei seiner erfolgreichen FC-Rettung 2021.“ Der FC sei überzeugt, dass Funkel der richtige Mann sei.

Gerhard Struber wird die Saison demnach nicht zu Ende bringen. „Ich habe im Laufe der Saison oft von einem Marathon gesprochen, den wir gemeinsam zu gehen haben. Wie hart dieses Rennen für alle Mannschaften ist, zeigt die Tabellensituation. Jetzt, da die Ziellinie vor Augen ist und wir noch dazu aussichtsreich dabei sind, tut die Entscheidung besonders weh“, sagte der Österreicher. „Ich wünsche dem Team und dem gesamten Club für die verbleibenden Spiele maximalen Erfolg.“ Neben Struber muss auch Keller gehen. Der Sportdirektor hatte das Amt im April 2022 übernommen und für eine wirtschaftliche Stabilität gesorgt. Seine Transfers blieben aber bis zuletzt eher durchwachsen. „Ich wünsche dem gesamten FC, allen voran unserer Mannschaft und allen unseren Mitarbeitenden nur das Allerbeste und bin überzeugt, dass der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingen wird“, sagt Keller.

„Der FC ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für mich“

Der nun Ex-Sportdirektor verwies aber noch einmal auf die wirtschaftliche Arbeit, die er in den Verein gesteckt hat. „Mit dem Rückenwind des Aufstiegs wird ersichtlich werden, dass der Grundstein für eine nachhaltigere FC-Zukunft auf zahlreichen Ebenen gelegt wurde. Eine kurzfristige Änderung auf der Trainerposition konnte und wollte ich in diesem Kontext aber nicht mittragen, da diese nicht meinen Überzeugungen und Werten entsprochen hätte“, so Keller. „Sehr wichtig ist mir noch, mich bei den zahlreichen FC-Fans zu bedanken, die mich während meiner FC-Zeit trotz teils unruhiger Phasen stets unterstützt und mich das FC-Gefühl haben spüren lassen.“ Für Keller wird nun Kessler die sportliche Geschicke der Geschäftsführung leiten. „Für meine neue verantwortungsvolle Aufgabe verspüre ich sowohl ein hohes Verantwortungsgefühl als auch eine große Motivation, gemeinsam mit allen Beteiligten rund um unsere Mannschaft alles dem gemeinsamen Ziel unterzuordnen“, sagt Kessler.

Nun soll Friedhelm Funkel den FC wieder in die Bundesliga führen. Es ist die dritte Amtszeit bei den Geißböcken. „Der FC ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für mich. Es geht ab jetzt darum, in den verbleibenden zwei Spielen alles zu mobilisieren, den Glauben an die eigene Stärke wiederzufinden und den Aufstieg gemeinsam zu schaffen. Ich freue mich auf die Aufgabe und bin überzeugt davon, dass wir unser Ziel erreichen“, sagt Funkel. Co-Trainer von Funkel wird Matthias Lust, mit dem der Coach bereits 2024 bei den Pfälzern zusammengearbeitet hat. 


Nach Personal-Paukenschlag: Friedhelm Funkel übernimmt den 1. FC Köln

Friedhelm Funkel könnte zum 1. FC Köln zurückkehren
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Nach Personal-Paukenschlag: Friedhelm Funkel übernimmt den 1. FC Köln

Personalbeben beim FC: Die Geißböcke trennen sich von Gerhard Struber und Christian Keller – und das zwei Spieltage vor dem Saisonfinale. Nun müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden. Die erste ist gefunden: Friedhelm Funkel soll den 1. FC Köln übernehmen.

Am Sonntagabend verdichteten sich die Hinweise, dass es in Köln eine Veränderung geben werde. Gerhard Struber und Christian Keller wurden von ihren Aufgaben freigestellt. Nun müssen schnelle Entscheidungen her. Und eine nicht unwesentliche gibt es schon: Friedhelm Funkel soll den 1. FC Köln übernehmen.

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Es ist fast schon ein typischer Kölner Reflex, ein Name, der bei jeder Trainerdiskussion rund ums Geißbockheim die Runde macht. Und es ist eine naheliegende Lösung: Friedhelm Funkel soll offenbar zum dritten Mal die Geschicke des 1. FC Köln leiten. Der 71-Jährige ist intern nun einmal mehr die Wunschlösung (Sky berichtete zuerst) auf die Nachfolge von Gerhard Struber. Zwar hat es der Verein noch nicht offiziell kommuniziert, aber der FC hat sich am Sonntagabend von dem Österreicher und dem bisherigen Sportdirektor Christian Keller getrennt. Die Kölner hatten aus den vergangenen fünf Spielen nur fünf Punkte geholt und den eigentlich schon sicher geglaubten Aufstieg damit massiv in Gefahr gebracht. Die Entscheidung, den Trainer zu entlassen war folgerichtig, kam aber für viele Fans überraschend spät. Auch, weil Keller an seinem Wunschkandidaten festhielt und sich damit wohl selbst ebenfalls in die Schusslinie brachte.

Funkel führte den FC zum Klassenerhalt

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Nun müssen die Verantwortlichen in Köln schnell handeln. Denn der Aufstieg soll um jeden Preis gelingen. Ein weiteres Jahr 2. Bundesliga würden zahlreiche Leistungsträger nicht mitgehen und den FC erneut viel kosten. Somit muss eine Interimslösung her und diese heißt Friedhelm Funkel. Sky hatte bereits am Sonntagabend von Funkel als „Wunschkandidat“ gesprochen. Nun wird es die Lösung wohl geben. Nach Informationen von come-on-fc.com soll es bereits am Sonntagabend den ersten Kontakt gegeben haben. Der 71-Jährige kehrt damit zum dritten Mal zurück ans Geißbockheim. Funkel hatte den Abstieg 2002 nicht mehr verhindern können, war mit den Kölnern aber umgehend wieder in die Bundesliga zurückgekehrt. Im April 2021 folgte die zweite Amtszeit in Köln. Funkel kam aus dem Ruhestand, um die Kölner vor dem Abstieg zu bewahren. Das gelang unter anderem mit einem Überraschungs-Erfolg über RB Leipzig und schließlich der Relegation gegen Holstein Kiel.

Kurios: Auch in dieser Saison ist ein Relegationsspiel gegen die Störche alles andere als ausgeschlossen. Der FC hat drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, allerdings mit den Begegnungen gegen den 1. FC Nürnberg und dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern auch schwere Partien vor der Brust. Kiel fehlt ein Zähler zum Relegationsplatz. Ebenfalls kurios: Funkel bewahrte in der Vorsaison den FCK vor dem Abstieg, führte das Team ins Pokalfinale und muss nun am letzten Spieltag dieser Saison möglicherweise ein Endspiel mit dem FC gegen den FCK um den Aufstieg bestreiten. Funkel wird die Kölner wohl als Interimstrainer übernehmen. Funkel schaffte es als einziger Coach sechsmal in die Bundesliga aufzusteigen. Nach der Saison soll wohl eine neue Entscheidung folgen.

Auch auf der Position des Sportdirektors müssen die Kölner nachlegen. Dem Vernehmen nach gilt Thomas Kessler als heißer Kandidat. Am Montag sollen die Personalien auf einer Pressekonferenz kommuniziert werden.


Die Abschiede von Keller und Struber sind folgerichtig, der Zeitpunkt reichlich spät – Ein Kommentar

Dejan Ljubicic im Trikot des 1. FC Köln
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Die Abschiede von Keller und Struber sind folgerichtig, der Zeitpunkt reichlich spät – Ein Kommentar

Dem FC bleiben noch zwei Spieltage, um sportlich in die Bahn zu kommen. Ob ein Wechsel des Trainers helfen kann, ist ungewiss. Die Entscheidung der Verantwortllichen der Geißböcke, das Kapitel Christian Keller und Gerhard Struber zu beenden, zieht große Herausforderungen nach sich beim 1. FC Köln: Die Trennung von Keller und Struber ist folgerichtig, wenn auch spät. Ein Kommentar zur Personalsituation beim 1. FC Köln.

Am Sonntag hat sich der FC zu einem Neuanfang entschieden. Ob dieser zum richtigen Zeitpunkt kommt, wird sich zeigen müssen. Ein Kommentar zur Personalsituation beim 1. FC Köln.

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Das Gefühl auf der Heimfahrt nach dem FC-Spiel gegen Jahn Regensburg kann durchaus als ambivalent beschrieben werden. Auf der einen Seite der sichere Eindruck, dass da nach dem desolaten Auftritt gegen das Tabellenschlusslicht etwas rund um die Personalie Gerhard Struber passieren würde oder müsse, auf der anderen Seite die Worte des (Noch-)Sportdirektors, der mit abenteuerlichen Aussagen einer drohenden Szenerie den Wind aus den Segeln nehmen wollte und die Gewissheit, dass beim FC seit einigen Jahren der praktikable Lösungsweg nur selten mit einer Kurzschlusshandlung einhergeht. Dass Keller seinen zweiten Wunschtrainer nicht einfach feuern würde, war am Samstagabend klar. Genauso klar war es allerdings auch, dass der FC einen anderen Impuls im Kampf um den Aufstieg benötigt.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Die Voraussetzungen waren gut, an der Umsetzung magelte es

Der FC trat gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht eben nicht wie ein Aufsteiger auf. Ein Aufsteiger, der mit dem wertvollsten Kader der 2. Bundesliga in die Saison gestartet war. Der FC ließ einmal mehr die von Struber so oft ausgesprochenen Basics vermissen. Noch vor wenigen Monaten konnte der Trainer die erste Krise rund um seine Person mit einer scheinbar erfolgsbringenden Sysemumstellung abwenden. Das mochte von den Ergebnissen und damit auf dem Tableau stimmen, die Wahrheit ist aber, dass die Defensive dann doch nicht so viel stabiler stand, wie es die geringe Anzahl an Gegentoren vermuten lässt und die Offensive immer seltener spielerische Mittel fand. Die unterm Srich doch glückliche Erfolgsserie vor der Winterpause hat das brutal schwache Spiel der Kölner karschiert und genau das droht den Geißböcken nun, um die Ohren zu fliegen.

Fünf Punkte aus fünf Spielen, davon vier Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, der FC verspielte mehrfach die Chance, die Patzer der Gegner zu nutzen. Spätestens das 0:3 gegen den 1. FC Magdeburg hätte den Verantwortlichen der Geißböcke eine doch sehr deutliche Warnung sein müssen. Doch die Kölner Verantwortlichen reagierten nicht angemessen und nach der jüngeren Punktebilanz ist der Aufstieg dann doch alles andere als sicher. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zwei Spieltage vor Saisonende drei Punkte. Doch der Schein trügt. Mit einem Sieg mehr können zwei Teams am FC vorbeiziehen. Es kommt voraussichtlich am letzten Spieltag zum Showdown mit dem 1. FC Kaiserslautern. Ein Szenario, das sich die Kölner Verantwortlichen anders vorgestellt haben.

Der FC zieht die Reißleine

Nun also die Reißleine und die betrifft zwangsläufig auch Christian Keller, der sich am Samstag noch so vehement für seinen Wunschtrainer einsetzte. Vermutlich auch, weil er die Personalie nicht als Fehleinschätzung zulassen wollte. Keller, der zweifelsohne den Verein wirtschaftlich wieder handlungsfähig gemacht hat, lag dafür in zu vielen sportlichen Entscheidungen einfach daneben. Sowohl die beiden Wunschtrainer als auch zahlreiche Spieler zündeten nicht. Keller hatte im Winter viel Geld in die Hand genommen, um die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs um ein Vielfaches zu erhöhen. Doch keiner der Neuverpflichtungen zündete, obwohl sie mit langen Verträgen ausgestattet wurden. Dazu die mantraartigen Optimismus-Parolen, mit denen der 46-Jährige im vergangenen Jahr unter anderem im Abstiegskampf, aber auch im Bangen um das Registrierungsverbot Hoffnung schöpfte, aber gründlich daneben lag.

Am Samstagabend kündigte Keller an, nicht in Schönrednerei zu verfallen und tat anschließend genau dies. Man stünde ja trotz der Mini-Krise auf Platz zwei, die Konkurrenz punkte ebenfalls nicht richtig und so schlecht habe man ja auch nicht gespielt, so der Tenor. Lieber kritisierte der 46-Jährige die eigenen Fans, die zwar die Rauswürfe des Trainers und des Sportdirektors forderten, die aber den FC auch über 90 Minuten antrieben und nach vorne peitschten. Am Ende des Tages waren die Abschiede von Gerhard Struber und Christian Keller absolut logisch und folgerichtig. Und dennoch kommen sie zum schlechten Zeitpunkt. Denn dem FC bleiben nur noch zwei Spieltage, den Schlüssel zum sportlichen Aufwind wiederzufinden. Ob das durch einen kurzfristigen Trainerwechsel gelingt, ist offen. Zumal diese nur selten von nachhaltigem Erfolg gekrönt sind.

Und auch der Wechsel des Sportdirektors kommt sicherlich nicht zum idealen Zeitpunkt. Die ersten Vertragsverhandlungen sind geführt, die ersten Spieler stehen als Abgänge fest. Keller wird das kommende Transferfenster vorbereitet, die ersten Kandidaten sondiert haben. Ob ein neuer Sportchef eine andere Sicht auf diese Dinge hat, ist zumindest nicht ausgeschlossen. Sicherlich ist die verspätete Korrektur besser als gar keine. Und dennoch hätte das am Sonntag entstandene Szenrio zu einem früheren Zeitpunkt bereits eins werden müssen.


Paukenschlag in Köln: Der 1. FC Köln trennt sich von Christian Keller und Gerhard Struber

Müssen Christian Keller und Gerhard Struber den 1. FC Köln nun verlassen?
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Paukenschlag in Köln: Der 1. FC Köln trennt sich von Christian Keller und Gerhard Struber

Nach dem bitteren 1:1 gegen Regensburg und der nächsten verpassten Chance auf Big Points gibt es die von den Fans geforderten Konsequenzen: Der 1. FC Köln trennt sich von Christian Keller und Gerhard Struber.

Der Auftritt gegen Regensburg war trostlos, die Resonanz der Fans heftig. Und nun gibt es auch personelle Konsequenzen: Der 1. FC Köln trennt sich von Christian Keller und Gerhard Struber. Am Montag sollen die Personalien offiziell verkündet werden.

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Die Resonanz der Fans war eindeutig, die der Kölner Verantwortlichen nicht so richtig. Während die Anhänger der Geißböcke nach dem 1:1 gegen Regensburg Konsequenzen forderten, verfiel Christian Keller in eine seltsame verbale Abwehrhaltung, die nicht viel mit einer Aufarbeitung des schwachen Auftritts seiner Mannschaft gemein hatte. Nach einer kurzfristigen Entscheidung sah nichts aus. Nun gibt es die Personaletscheidungen rund um das Geißbockheim doch. Denn am Sonntag gab es doch noch eine Krisensitzung. Noch am Samstagabend hatte Christian Keller seinem Trainer das Vertrauen ausgesprochen. Am Sonntag musste dann auch der Sportdirektor sich einige Fragen des Vorstands gefallen lassen. Lange saß Keller bei den Geißböcken fest im Sattel, trotz diverser Fehleinschätzungen, die internen kritischen Stimmen mehrten sich.

Mannschaft bereits über die Trennung informiert

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Am Sonntag sollte sich Keller vor dem gemeinsamen Ausschuss erklären. Diese Erklärungen wurden intensiv diskutiert. Am Ende steht die Entlassung des Sportdirektors und von seinem Trainer Gerhard Struber. Die Trennung soll am Montag kommuniziert werden. Die Mannschaft ist laut dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereits über die Trennung informiert, „Sky Sports“ berichtet dagegen, dass das Team noch nicht von der Personalie in Kenntnis gesetzt wurde. Keller hatte das Amt vor etwas mehr als drei Jahren übernommen. Der 46-Jährige hatte einen enormen Sparkurs bei den Geißböcken eingeschlagen und dem Verein wirtschaftlich wieder auf die Beine geholfen. In sportlicher Hinsicht lag der Sportdirektor aber bei seinen Transfers oft daneben. Alleine in diesem Winter haben die Kölner vier Spieler verpflichtet, die allesamt – aus unterschiedlichen Gründen – bislang keine große Rolle spielen.

Der 46-Jährige hatte auch Wunschtrainer installiert, die nicht funktioniert haben. Im vergangenen Winter verpflichtete Keller Timo Schultz als Nachfolger von Steffen Baumgart. Der Norddeutsche konnte die sportliche Krise aber nicht abwenden. In diesem Sommer kam mit Gerhard Struber der nächste Überraschungskandidat, der unter schweren Umständen im Schatten des Registrierungsverbots arbeiten musste. Struber fand zwar im Oktober den richtigen Schlüssel, die erste Krise abzuwenden, so wirklich überzeugte der FC aber auch auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft nicht. Zumindest erhärtete sich schon damals der Verdacht, dass die Erfolgsserie auf sehr wackligen Beinen stand. Zuletzt holten die Kölner fünf Punkte aus fünf Spielen. Zu wenig für einen Aufstiegskandidaten.

Der Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie Rang vier ist bis auf drei Punkte zusammengeschrumpft. Und das bei einem schlechteren Torverhältnis. Sollten Paderborn und Elversberg also ein Spiel mehr als der FC gewinnen, würden die Kölner auf der Zielgeraden noch abgefangen werden. Als mögliche Lösungen kursieren aktuell die Namen Friedhelm Funkel und Stefan Ruthenbeck rund ums Geißbockheim. Sky berichtet, dass Funkel die Wunschlösung sei. Der 71-Jährige würde zum dritten Mal als Trainer beim FC arbeiten. 2021 hatte der Coach die Geißböcke in die Relegation gerettet. Dort setzte sich der FC gegen Kiel durch.


Erster Sieg unter Britta Carlson: Gerhardt lässt Frauen des 1. FC Köln in Bremen jubeln

Nicole Billa im Spiel gegen Essen
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Erster Sieg unter Britta Carlson: Gerhardt lässt Frauen des 1. FC Köln in Bremen jubeln

Die Fußballerinnen des FC haben den ersten Bundesliga-Sieg unter ihrer Trainerin Britta Carlson eingefahren: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen bei Werder Bremen 2:1. Der Erfolg war der erste Dreier seit Anfang Dezember. Die Kölnerinnen kletterten damit in der Tabelle zumindest bis Montagabend auf den zehnten Platz.

Sie können es doch noch: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen bei Werder Bremen 2:1 und klettern vorerst auf Rang zehn der Tabelle.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zur 0:4-Heim-Pleite gegen Frankfurt auf zwei Positionen: Laura Vogt fehlte gelbgesperrt, dafür rutschte Sara Agrez in die erste Elf. Nicole Billa ersetzte Laura Donhauser. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst vorsichtig ins Spiel, ehe die Kölnerinnen die ersten beiden starken Offensiv-Akzente setzten. Taylor Ziemer prüfte Bremens Torfrau mit einem platzierten Distanzschuss, aber Livia Peng wehrte den Ball zur Ecke ab (10.). Und nur wenige Momente später zischte ein Schuss von Alena Bienz aus spitzem Winkel innerhalb des Sechzehners am langen Eck vorbei (12.).

Billa bringt FC in Führung

Die Kölnerinnen blieben auch danach tonangebend. Werder schien das verlorene Pokalfinale 72 Stunden zuvor noch in den Knochen zu stecken. Die verdiente FC-Führung gelang schließlich nach einem ruhenden Ball: Sara Agrez servierte eine Ecke von der rechten Seite, die am ersten Pfosten verlängert wurde. Nicole Billa behielt im Gewühl am Fünfer die Übersicht und drückte den Ball über die Linie zum Kölner 1:0 (28.). Martyna Wiankowska hätte nach Billa-Flanke von der rechten Seite blankstehend das 2:0 erzielen müssen, brauchte bei der Ballannahme jedoch zu lange und wurde doch noch von einer Abwehrspielerin gestört (38.).

Werders Trainer Thomas Horsch reagierte auf den schwachen ersten Durchgang seiner Mannschaft und brachte die Ex-Kölnerin Sharon Beck zur zweiten Hälfte. Und die Gastgeberinnen wurden fortan mutiger. Kölns Torfrau Aurora Mikalsen entschärfte einen Schuss von Tuana Mahmoud zur Ecke (57.). Nach einer weiteren Ecke flog ein Beck-Kopfball knapp am Kölner Tor vorbei (59.). Und mitten im Bremer Dauerdruck wäre dem FC beinahe das 2:0 geglückt: Laura Feiersinger legte den Ball vor dem Sechzehner ab zu Adriana Achcinska, die aus der zweiten Reihe abzog. Bremens Torfrau Peng lenkte den Ball an die Latte. Billa köpfte den Abpraller zwar ins Tor, stand jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte (68.).

Gerhardt erzielt das 2:1

Stattdessen belohnte sich Werder für die Leistungssteigerung mit dem Ausgleich. Tuana Mahmoud steckte den Ball in den Strafraum durch zur eingewechselten Verena Wieder, die den Ball aus spitzem Winkel durch die Beine Mikalsens ins Tor schoss zum 1:1 (76.). Beide Teams lieferten sich in der Schlussphase einen offenen Schlagabtausch. Die letzten Minuten spielten die Kölnerinnen sogar in Überzahl: Lara Schmidt wurde von einem Ball ihrer Torhüterin aus kurzer Distanz am Kopf getroffen und konnte nicht weiterspielen (84.). Da Werder das Wechsel-Kontingent bereits ausgeschöpft hatte, mussten die Hanseatinnen das Spiel zu zehnt beenden. Und der FC nutzte die Überzahl für den Siegtreffer nach einem ruhenden Ball: Laura Feiersinger schlug einen Freistoß von der linken Seite hoch in den Strafraum und Anna Gerhardt köpfte die Kugel am ersten Pfosten zum 2:1 für den FC ein (89.)

Der FC kletterte mit dem Dreier zumindest bis morgen Abend an Jena vorbei auf den zehnten Platz. Am kommenden Sonntag (14 Uhr) endet die Bundesliga-Saison für die Kölnerinnen mit dem Heimspiel gegen den Absteiger Turbine Potsdam.

1. FC Köln: Mikalsen – Gerhardt, Bohnen, Hechler, Agrez – Feiersinger (90.+5 Degen), Achcinska (71. Cordes) – Bienz (87. Schiffarth), Ziemer, Wiankowska (71. Donhauser) – Billa (71. Schmidt). Tore: 0:1 Billa (28.), 1:1 Wieder (76.), 1:2 Gerhardt (89.).


Nächster schwacher Auftritt: Was ist los mit den Stürmern des 1. FC Köln?

Tim Lemperle 1. FC Köln
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Nächster schwacher Auftritt: Was ist los mit den Stürmern des 1. FC Köln?

Fünf Punkte aus fünf Spielen ist die ernüchternde Bilanz des 1. FC Köln. Und nach dem Unentschieden gegen Absteiger Jahn Regensburg richtet sich der Blick verstärkt auf die Offensive der Kölner. Trotz einer Vielzahl von Chancen gelang es den Geißböcken nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Der 1. FC Köln hat ein handfestes Stürmerproblem. 

Nach der Niederlage in Hannover kam der FC am Samstagabend nicht über ein Unentschieden hinaus. Wieder erspielten sich die Kölner viele gute Chancen, trafen aber nur einmal ins Tor. Der 1. FC Köln hat ein handfestes Stürmerproblem. 

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Tim Lemperle verlässt den 1. FC Köln bekanntlich zum Saisonende ablösefrei und wechselt zur TSG Hoffenheim. Damit verlässt der nach aktuellem Stand einzige treffsichere Stürmer den FC in Richtung Ligakonkurrenten. Von den Verpflichtungen im Sommer abgesehen, tummelten sich im Kader des FC Stürmer, bei denen man angesichts ihrer Torausbeute kaum von Zweitligatauglichkeit sprechen kann. Vor allem Imad Rondić fiel im Spiel gegen Regensburg erneut durch mangelnde Durchschlagskraft auf. Über weite Strecken der Saison gelang es dem FC nicht, die Tormaschinerie in Gang zu bringen. Siege, das klang allzu oft nach nur einem Tor Unterschied – doch gegen Regensburg reichte es nicht einmal dazu. Zu ineffizient agierte die Mannschaft im letzten Drittel, zu harmlos vor dem Tor, zu unübersichtlich wirkten die Abläufe beim nun Zweitplatzierten der Liga.

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Auch gegen den Tabellenletzten: FC-Offensive bleibt ineffizient

Trainer Gerhard Struber hatte noch vor dem Spiel eine Reaktion seiner Mannschaft auf die Auswärtsniederlage in Hannover eingefordert, der FC-Coach zeigte sich nach dem 1:1 in der Pressekonferenz im Anschluss an das Spiel erwartungsgemäß enttäuscht: “Wir wollten auch unser Torekonto aufbessern. Es gab viele Möglichkeiten, die Führung auszubauen und drei Punkte zu holen. Aber wir waren zu ineffizient. Das ist enttäuschend, weil wir ganz andere Erwartungen hatten“. Es bleibt ein Unentschieden, das sich angesichts der Bedeutung der Begegnung für alle Beteiligten wie eine Niederlage anfühlte und die Frage aufwirft, wie der FC in dieser Form im Aufstiegskampf bestehen will. Denn gegen wen, wenn nicht gegen Regensburg, muss der Knoten im letzten Drittel der Kölner Mannschaft platzen.

Imad Rondić weiterhin glücklos

Der 1. FC Köln erspielte sich Torchancen en masse, agierte aber im letzten Drittel wieder einmal zu umständlich und zögerlich. Besonders auffällig: Winter-Neuzugang Imad Rondić. Der Stürmer konnte seine Chancen nicht nutzen und zeigte sich nicht kaltschnäuzig genug, um dem FC entscheidend zu helfen. Selbst wenn ihm seine Mitspieler die Tore auf dem Silbertablett servierten, fehlte ihm die letzte Konsequenz im Abschluss. So auch in der 72. Minute, als der eingewechselte Denis Huseinbašić eine präzise Flanke schlug, die Rondić nicht verwerten konnte. Acht Minuten später hatte er nach Vorarbeit von Max Finkgräfe die nächste Großchance, wieder ohne Erfolg. Wie schon bei seinen vorherigen Einsätzen wirkte der Stürmer auch gegen Regensburg äußerst unglücklich.

Noch mit wohlwollender Unterstützung des Verbandes wurde Imad Rondić das Tor im Spiel gegen Paderborn zugesprochen – obwohl ihm selbst dort Verteidiger Felix Götze per Kopf zur Seite springen musste. Ohne diese Szene stünde der Bosnier derzeit gänzlich ohne Torbeteiligung da. Der FC stattete seinen Winter-Neuzugang gleich mit einem langfristigen Vertrag über vier Jahre aus – in der Hoffnung, einen Stürmer für beide Ligen inklusive der Bundesliga verpflichtet zu haben. Doch Rondićs Leistungen sind bislang alles andere als überzeugend, eher zum Haareraufen. Es zeichnet sich ein Szenario ab, das an die Situation von Steffen Tigges erinnert: Auch er wurde mit großen Erwartungen geholt, spielt aber unter Gerhard Struber derzeit keine Rolle mehr und verfolgt das Geschehen meist von der Bank oder der Tribüne aus.

Kann Downs dem Druck standhalten?

Sinnbildlich für die aktuelle Sturmmisere des 1. FC Köln steht Damion Downs – vor allem in den letzten beiden Spielen. Gegen Hannover war der 20-Jährige völlig abgemeldet, gegen Regensburg fiel er vor allem durch technische Unzulänglichkeiten auf. Ein ums andere Mal endeten die Angriffe des FC beim jungen Stürmer, der an diesem Abend zum Schlusspunkt vieler Angriffsbemühungen avancierte. Zwar hatte Downs beim 3:1-Heimsieg gegen Preußen Münster vor zwei Wochen mit einem sehenswerten Treffer seine Klasse aufblitzen lassen, doch auch in dieser Partie hatte er zuvor mehrere klare Torchancen ausgelassen.

Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlt dem talentierten Stürmer bislang. Auch gegen Jahn Regensburg setzte sich dieser Trend fort: Bereits in den Anfangsminuten hatte Downs nach starker Vorarbeit von Florian Kainz die frühe Führung auf dem Fuß, doch der Abschluss scheiterte.  Da stellt sich die Frage: Lastet nicht zu viel Verantwortung auf den Schultern des 20-Jährigen? Die Erwartungen,  sei es von Seiten des Vereins, des Trainerstabs oder der Fans, die sind hoch, zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht höher als je zuvor in seiner Karriere.

Keller: “Haben es in der eigenen Hand”

Die anhaltende Offensivschwäche des 1. FC Köln schlägt sich mittlerweile auch spürbar auf die Stimmung im Fanlager nieder. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Regensburg kam es erstmals in der Amtszeit von Trainer Gerhard Struber zu offenen Unmutsbekundungen. „Struber raus“-Rufe schallten von den Rängen, später folgten auch „Keller raus“-Rufe – eine klare Botschaft an die sportliche Führung. Sportdirektor Christian Keller verteidigte nach dem Spiel die Leistung der Mannschaft, räumte aber auch Probleme im Abschluss ein: „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die versucht hat, alles in das Spiel zu investieren. Die Mannschaft hat sich viele Torchancen herausgespielt und war dominant. Die eine oder andere Situation im letzten Drittel kann man besser lösen, um zu noch klareren Torchancen zu kommen. Aber unter dem Strich hatten wir genug Möglichkeiten, um den Gegner zu schlagen. Wir haben es nicht geschafft – und das ist ärgerlich. Die Stimmung ist so, als hätten wir etwas total vergeigt. Wir haben eine große Chance vergeben, aber wir haben es immer noch selbst in der Hand”

Die Ausgangslage im Aufstiegsrennen ist zwar rechnerisch noch intakt, doch sportlich und emotional gerät der 1. FC Köln zunehmend unter Druck. Am kommenden Freitag bietet sich um 18.30 Uhr beim Auswärtsspiel in Nürnberg die nächste Gelegenheit, das Ruder herumzureißen. Für die Mannschaft von Gerhard Struber ist es eine weitere Chance, das bereits vor dem Regensburg-Spiel beschworene „neue Gesicht“ endlich über 90 Minuten auf den Platz zu bringen – und im Aufstiegskampf ein Zeichen zu setzen, bevor es nochmal wirklich eng wird für die Geissböcke. 


FCK patzt, Elversberg wird endgültig zum Kontrahenten des 1. FC Köln

Fisnik Asllani mit den Mitspielern der SV Elversberg
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FCK patzt, Elversberg wird endgültig zum Kontrahenten des 1. FC Köln

Die SV Elversberg gewinnt gegen Nürnberg und schiebt sich auf Platz drei, der FCK punktet nur einfach gegen Karlsruhe. Dennoch deutet viel auf ein Endspiel gegen die Pfälzer hin. So oder so: Der Druck auf den 1. FC Köln steigt.

Das 1:1 gegen Regensburg war nicht genug. Zwar patzten auch andere Teams, doch eben nicht alle. Vor allem Elversberg wird den Kölnern nun richtig gefährlich. Der Druck auf den 1. FC Köln steigt jedenfalls.

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Nicht mehr lange und das Stadion der SV Elversberg hat mehr Plätze als der anliegene Ort Einwohner hat – und das mit einer geplanten Stadionkapazität von 16.000 Zuschauern. Nicht mehr lange und die Mannschaft aus dem Saarland könnte in der höchsten deutschen Spielklasse spielen. Denn während große Teile der Konkurrenz Woche für Woche Punkte lässt, spielt der vermeintlicheUnderdog auf konstant hohem Niveau. Am Sonntagnachmittag setzte sich die „Elv“ gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:1-Toren durch und verbesserte sich erneut auf den Relegationsplatz. Zwar pukntgleich mit dem SC Paderborn, der ebenfalls an diesem 32. Spieltag dreifach punktete, aber mit dem deutlich besseren Torverhältnis. Und da Elversberg ein nach dem Papier einfaches Programm vor der Brust hat, stehen die Zeichen auf Relegation.

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FCK spielt nur Remis

Oder vielleicht sogar noch mehr. Denn der FC tut sich nun seit Wochen schwer, holte aus den vergangenen fünf Spielen gerade einmal fünf Punkte und zeigte gegen den abgestiegenen Tabellenletzten aus Regensburg keine Leistung, die Mut für die letzten beiden Spiele macht. Da geht es zwar mit dem Duell gegen den Club gegen eine Mannschaft für die es nach der Pleite gegen die „Elv“ um nichts mehr geht, im eigenen Stadion ist die Aussicht den einstigen Bundesliga-Kontrahenten aber zu ärgern sicher keine schlechte. Am letzten Spieltag steht das Heimspiel gegen den FCK für Köln an und damit ebenfalls ein Duell, das noch lange nicht gewonnen ist. Die Historie zeigt zumindest, dass die Pfälzer nicht zu den Lieblingsgegnern der Geißböcke gehören.

Während Elversberg und Paderborn Zähler sammelten, kam der FCK beim Karlsruher SC nicht über ein Remis hinaus. Die Roten Teufel haben damit fünf Punkte Rückstand auf den FC. Je nach den Ergebnissen des kommenden Spieltags könnte es also durchaus zu einem packenden Finale kommen. Eins, das die Kölner wohl sehr gerne verhindert hätten. Immerhin geht es für die Pfälzer stand jetzt mindestens um den Relegationsplatz. Erstaunlich: Auch nach dem 32. Spieltag haben in der Theorie noch neun Mannschaften die Chance auf den Aufstieg. Der FC hat eigentlich als Tabellenzweiter gute Karten. Eigentlich.