Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Der 1. FC Köln spielte gegen den SSV Ulm zum ersten Mal seit dem zehnten Spieltag wieder mit einer Viererkette von Beginn an. Das Offensivspiel des FC wurde aber nicht sonderlich angekurbelt, dagegen hielt die Defensive die Null. Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

Die Geißböcke gewinnen mit der alten 4-2-3-1-Formation gegen Ulm. Dabei zeigten die Kölner, dass immerhin die Defensive, mit wenigen Ausnahmen, stabil stand und für eine erneute weiße Weste für Marvin Schwäbe sorgte. Im Spiel nach vorne konnte der FC keine Offensivpower entfalten. Dennoch bleibt die Frage: Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

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Zurück zum alten System: Gerhard Struber stellte gegen Ulm wieder auf eine Viererformation um. Mit der veränderten Aufstellung kehrte der Effzeh wieder auf ein System zurück, mit dem Struber zu Beginn der Saison gestartet war. Auch wenn es kein Feuerwerk der Offensivspieler wurde, verbuchte die Mannschaft wieder ein Spiel zu Null. In der Verteidigung spielten zu Beginn Yusuf Gazibegovic hinten rechts, Timo Hübers und Joel Schmied in der Innenverteidigung sowie Max Finkgräfe auf der linken Abwehrseite. Natürlich auch, weil durch den Ausfall von Eric Martel und der Erkrankung von Dominique Heintz kaum noch andere Optionen als eine Umstellung auf eine Abwehrreihe mit vier Spielern vorhanden waren.

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Die Viererkette: Defensiv überzeugend, aber offensiv kaum Impulse   

Dennoch stand die Defensivreihe insgesamt sehr ordentlich vor Schwäbe, auch, wenn nicht alles wegverteidigt werden konnte. So hatten die Geißböcke durch den Pfostentreffer von Batista Meier und der vergebenen Chance von Telalovic durchaus etwas Glück, aber über weite Strecken blieb es bei einem ruhigen Nachmittag für Schwäbe. Das zeigt sich auch an den Statistiken seiner Vorderleute: Schmied konnte 71 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen, Gazibegovic endete mit für einen Außenverteidiger starken 67 Prozent. Hübers (61 Prozent) und Finkgräfe (50 Prozent) konnten ebenfalls in vielen Zweikämpfen die Duelle für sich entscheiden, Finkgräge sogar die meisten aller Spieler. Die Passquote der vier Abwehrspieler war mehr als ordentlich. Auch hier stachen mit Schmied (95-prozentige Passquote), Finkgräfe und Gazibegovic (je 90 Prozent) hervor, lediglich Kapitän Hübers hatte mit 79 Prozent eine eher geringe Passsicherheit erreicht.

Hinzu kommt, dass Hübers mit 89 Prozent gewonnenen Luftzweikämpfen so ziemlich alles aus der Luft weggeräumte. Auch der Spielaufbau von hinten ging eher über Hübers als von Schmied aus. Der Kapitän hatte mit 72 Ballkontakten mehr als doppelt so viele Ballaktionen wie sein Schweizer Nebenmann (33 Ballkontakte), konnte aber an der Spielgestaltung genauso wenig ändern. Die hohen Passquoten aller Verteidiger kamen vor allem dadurch zustande, dass weniger Pässe mit Risiko, sondern mit hoher Sicherheit gespielt wurden. Ein kreativer Aufbauspieler wie Dominique Heintz fehlte besonders in der zweiten Halbzeit. Die Hintermannschaft war zunehmend mit dem Verteidigen als mit dem eigenen Aufbauspiel beschäftigt. Der anfängliche Schwung auf der rechten Seite von Gazibegovic zusammen mit Jan Thielmann verpuffte in der zweiten Halbzeit komplett.

Hält Struber an der Viererkette fest?

Trotz der durchwachsenen Leistung in Ulm stellt sich die Frage, ob Struber nun auch in Zukunft an der Viererkette festhält. Denn der erhoffte Effekt, so mehr Schwung in der Offensive zu entwickeln, verpuffte. Dem FC fiel gerade im Vorwärtsgang einmal mehr herzlich wenig ein. Das war zu Saisonbeginn mit der Viererformation bekanntlich anders. Auch das sicherlich dem fehlenden Personal geschuldet. Auch, aber eben nicht nur. Denn der Angriff lahmt bekanntlich seit einigen Monaten. Und der fehlende Schwung aus den ersten Saisonspielen hängt zweifelsohne auch mit der gesamten taktischen Ausrichtung zusammen. Gegen Ulm presste der FC nicht so aggressiv und früh wie noch in den ersten zehn Spielen. Wirklich viel hat sich also nicht verändert.

Spätestens mit der Rückkehr der aktuellen Ausfälle in der Verteidigung wird sich zeigen, ob der FC bei der Formation bleibt. Oder ob eine weitere Systemumstellung notwendig ist. Der Hurra-Fußball nach vorne ist noch nicht in Erscheinung getreten. Daran hat die Viererkette bisher nichts geändert.     



Der Auftritt in Ulm war eben nicht „ordentlich“, er war viel eher bedenklich- ein Kommentar

Max Finkgräfe im Trikot des 1. FC Köln.
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Der Auftritt in Ulm war eben nicht „ordentlich“, er war viel eher bedenklich- ein Kommentar

Trotz der angespannten Personallage haben die Kölner einen wichtigen Sieg gegen den SSV Ulm eingefahren. Einen wichtigen, aber mindestens genauso glücklichen. Die Leistung war einmal mehr überschaubar und macht nachdenklich. Ein Kommentar zum schwachen Auftritt des 1. FC Köln in Ulm.

Mit dem 1:0-Erfolg über den SSV Ulm haben die Kölner drei wichtige Puntke eingefahren und einen direkten Aufstiegsplatz zurückerobert. Mit Ruhm haben sich die Geißböcke aber wahrlich nicht bekleckert. Im Gegenteil, der FC ist wieder mit einem blauen Auge davongekommen und so langsam beschleicht den Beobachter das Gefühl, dass das am Ende nicht reichen wird. Ein Kommentar zum schwachen Auftritt des 1. FC Köln in Ulm.

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Gerhard Struber war unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg über den SSV Ulm zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Er habe ein ordentliches Spiel gesehen, sagte der Coach. Eine Aussage, die vermutlich mit den Vorzeichen der – vorsichtig formuliert – zerfahrenen Begegnung in Ulm zusammen gehangen haben muss. Denn so wirklich ordentlich war der Auftritt der Geißböcke nun wirklich nicht. Vielleicht eben unter den tatsächlich erschwerten Bedingungen. Mit Linton Maina, Damion Downs und Eric Martel fielen vorzeitig drei Stammspieler und inklusive Tim Lemperle nahezu die gesamte Tormaschinerie der Kölner aus. Am Samstag kamen dann mit Leart Pacarada und Dominique Heintz zwei weitere Leistungsträger hinzu, die vorerst auf der Bank Platz nahmen. Die Personalsituation war also ohne Frage keine besonders gute beim FC.

Erwartungshaltung zu hoch?

Und die von den Kölner Protagonisten verdächtig oft angesprochene schlechte „Wiese“ wird auch nicht zum großen Spielfluss beigetragen haben. Darf das nun beides als Begründung für das dürftige Spiel der Geißböcke dienen? Bei allem Respekt vor dem SSV Ulm: Der Anspruch der Kölner muss gegen einen Aufsteiger ein anderer sein – unabhängig von der Platzbeschaffenheit, unabhängig der personellen Lage. Auch, wenn Timo Hübers nach dem Spiel andeutete, dass die Erwartungshaltung in Köln besonders hoch, vielleicht sogar zu hoch sei. Das mag stimmen, nur sollte man die eigene Leistung nicht mit einer vermeintlich zu hohen Erwartungshaltung der Fans oder Medien schöner reden. Dass Ulm nicht die Schießbude der Liga ist, haben die „Spatzen“ in dieser Spielzeit bemerkenswert unter Beweis gestellt. Dass ein Abstiegskandidat gemessen an den Gegentoren die sechstbeste Defensive der Liga stellt, ist zumindest alles andere als ein Selbstverständnis.

Und doch war beim 1:0-Erfolg der Kölner das Ergebnis neben dem Wetter erhlich gesagt das „ordentlichste“ am Samstagnachmittag. Der FC bot über eine lange Phase einmal mehr eine erstaunlich schwache Vorstellung, entwickelte so gut wie keine Torgefahr. Kurz vor der Halzeit lag der xGoal-Wert der Geißböcke bei unter 0,5. Köln zeigte auch gegen Ulm mal wieder eine uninspirierte, ideenlose, kreativlose Vorstellung. Eine Vorstellung, die sich nahtlos an die Auftritte der vergangenen Wochen anreiht. Natürlich war der FC ersatzgeschwächt, sehr sogar. Und doch standen da zu Beginn elf Spieler auf dem Platz, deren Marktwert das Online-Portal transfermarkt.de auf mehr als 28 Millionen Euro schätzt und damit auf mehr als doppelt so viel wie den kompletten Ulmer Kader und immerhin mehr als zehn Teams der 2. Bundesliga.

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Ulm war dem Erfolg ein Stück weit näher

Ja, es fehlte das Gros der FC-Torgefahr. Und doch muss es der Anspruch einer Kölner Mannschaft sein, einen Abstiegskandidaten wie Ulm zu dominieren, zumindest die bessere Mannschaft zu sein. Von einer Anfangsformation mit der Erfahrung von mehr als 800 Bundesligaspielen darf man einen anderen Auftritt erwarten. Aber: In nahezu jeder Statistik waren die Teams gleichauf, in der 2. Halbzeit die „Spatzen“ dem Erfolg lange sogar ein Stück weit näher. Keine der beiden Mannschaften hätte sich über eine absolut leistungsgerechte Nullnummer beschweren dürfen. Wenn man so will, haben die Kölner zurück zum Spielglück gefunden. Das Spielglück, das in den vergangenen Wochen verloren gegangen schien. Der von Timo Hübers geäußerten Wahrnehmung, der FC habe die Begegnung gegen Ulm verdient gewonnen, dürfte der neutrale Beobachter zumindest mit ein paar Fragezeichen gegenüberstehen.

Nein, ordentlich war der Auftritt wirklich nicht. Ehrlich gesagt ist der FC besonders glücklich mit einem blauen Auge davon gekommen. Wieder einmal. Und so langsam beschleicht einen das Gefühl, dass ein blaues Auge am Ende nicht reichen wird.

Trotz mäßiger Leistung: FC einer der Gewinner des Spieltags – denn die Konkurrenz patzt

Kein Sieger im Duell Eintracht Braunschweig gege
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Trotz mäßiger Leistung: FC einer der Gewinner des Spieltags – denn die Konkurrenz patzt

Zwar tat sich Köln gegen Ulm erstaunlich schwer, erreichte mit Mühe einen knappen 1:0-Erfolg, doch der Sieg war am Ende erstaunlich viel wert. Der 1. FC Köln ist einer der Sieger des 25. Spieltags. Denn die Konkurrenz patzte bis auf eine Ausnahme durch die Bank weg.

Der FC hat mit dem 1:0 über Ulm nicht nur drei Punkte eingefahren, die Kölner stehen auch wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Das aber mit freundlicher Unterstüzung. Der 1. FC Köln ist einer der Sieger des 25. Spieltags.

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Auch, wenn Timo Hübers nach dem 1:0 von einem verdienten Erfolg und Gerhard Struber von einer ordentlichen Leistung sprachen, am Ende des Tages war der mühsame Erfolg gegen den SSV Ulm am Samstagnachmittag mit einer gehörigen Portion Glück verbunden. Zumindest hatten wohl nicht mehr alle Fans mit dem erlösenden Treffer von Luca Waldschmidt gerechnet. Tatsächlich begegneten sich die beiden Teams bei den Spatzen auf Augenhöhe. Am Ende reichte es beim Effzeh mal wieder zu einem 1:0-Erfolg, dem achten in der laufenden Spielzeit. Der FC hat sich damit wieder zurück im Aufsstiegsrennen gemeldet, liegt weiterhin nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Hamburg, der erstaunlich leichtes Spiel mit der Fortuna aus Düsseldorf hatte und 4:1 gewann.

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Nur der Hamburger SV gewinnt

Und da auch die Konkurrenz wieder ordentlich für die Kölner spielte, ist der FC trotz eher mäßiger Leistung einer der beiden großen Gewinner des Spieltags. Denn die Geißböcke haben sich durch den Erfolg über den SSV wieder auf Platz zwei der Tabelle geschoben. Und das, weil die Liga in dieser Saison einfach zu ausgeglichen ist, sich mal abgesehen vom Hamburger SV auch spielerisch keine Mannschaft besonders hervortut. So trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und die SV Elversberg am vergangenen Freitag 1:1. Auch der 1. FC Magdeburg kam gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht über ein Remis hinaus. Und auch am Sonntag wollten zwei direkte Konkurrenten der Geißböcke nicht dreifach punkten. Der SC Paderborn tat sich überraschend schwer mit Jahn Regensburg, kam nicht über ein 0:0 hinaus. Hannover 96 rettete mit einem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt gegen Eintracht Braunschweig.

Somit ordnet sich auch der 1:0-Erfolg der Geißböcke ganz anders ein. Immerhin hat der FC als einziger Verfolger sein Duell gegen einen vermeintlich leichteren Gegner auch gewonnen. Am kommenden Samstag werden die Kölner dennoch eine ordentliche Leistungssteigerung benötigen. Zwar ist mit dem SV Darmstadt ebenfalls ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel zu Gast. Wie schwer die Aufgabe gegen die Lilien sein kann, erfuhr nicht nur der KSC am Freitag beim 0:3, der FC hat bekanntlich auch schon seine Erfahrung mit dem SC gemacht



Trotz drohender Nullnummer wieder einmal kein Vertrauen in die eigene Bank

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Trotz drohender Nullnummer wieder einmal kein Vertrauen in die eigene Bank

Das Duell der Geißböcke gegen den SSV Ulm hatte über weite Strecken schon den Anschein, eine Nullnummer zu werden. Trotz der fehlenden Torgefahr der Kölner ließ Trainer Gerhard Struber Neuzugang und Stoßstürmer Imad Rondic neben weiteren Akteuren auf der Bank des 1. FC Köln: Wie viel Vertrauen hat Gerhard Struber in seine Bank?

Weder Imad Rondic noch Marvin Obuz oder der aus der Kölner Reserve hochgezogene Oliver Schmitt bekamen von Gerhard Struber Spielzeit gegen Ulm. Offensichtlich traute der Coach keinem der Offensivspieler eine Verstärkung des Kölner Spiels zu – und das bei einem Duell, das erst in der in den letzte Minuten durch Luca Waldschmidt entschieden wurde für den 1. FC Köln: Wie viel Vertrauen hat Gerhard Struber in seine Bank?

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FC-Trainer Gerhard Struber schüttelte fast unmerklich den Kopf und blickte danach auf die Uhr, als könne auch er das Ende des Spiels kaum erwarten. Der Trainer wirkte nervös, wohl wissend, dass ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten angesichts der Tabellenkonstellation unabdingbar war. Das Spiel der Geißböcke dürfte Strubers Pulsschlag aber nicht wirklich beruhigt haben, denn gerade im zweiten Abschnitt gerieten die Geißböcke phasenweise deutlich ins Schleudern, strahlten erneut so gut wie keine Torgefahr aus. Umso erstaunlicher, mit welch stoischer – oder eher struberscher Ruhe der Coach seine Offensivreihe agieren ließ. Denn Wechsel, um den Angriff noch einmal zu beleben, waren in Ulm bei den Kölnern genauso Mangelware wie erspielte Torchancen.

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Struber schöpft sein Wechselkontingent nicht aus

Zumindest wird sich der ein oder andere Fan – gerade ob der nicht vorhandenen Torausbeute, der fehlenden Dominanz und der mangelnden spielerischen Mittel – gewundert haben, warum Struber gerade im späteren Spielverlauf keine offensive Veränderungen der Mannschaft vornahm. Zwar wechselte der Kölner Cheftrainer in der 62. Minute, ersetzte Denis Huseinbasic mit Dejan Ljubicic, eine Verstärkung der Offensive blieb aber weiterhin aus. Auch, weil der Österreicher nicht wirklich Einfluss auf die Begegnung nahm. Steffen Tigges rackerte zwar, wirkte aber mitunter wie ein Fremdkörper im Kölner Spiel. Und so wird die Frage erlaubt sein, warum Struber sein Wechselkontingent erneut nicht ausnutzte, um mehr Offensivgefahr auf den Platz zu bringen.

Nach den Ausfällen von Linton Maina, Damion Downs und dann auch doch wieder Tim Lemperle war die Bank sichtbar ausgedünnt, doch saß dort unter anderem Stoßstürmer Imad Rondic einsatzbereit. Eine Chance bekam der Neuzugang gegen Ulm nicht. Auch nicht, als alles auf eine müde Nullnummer hindeutete. 1,5 Millionen Euro haben sich die Geißböcke die Dienste des Bosniers kosten lassen. Schon in der vergangenen Woche überraschte Christian Keller mit der Aussage, Rondic sei nicht als Soforthilfe geholt worden. Erstaunlich, warum man diesen Deal im Winter dann überhaupt unbedingt umsetzten wollte – selbst, als Lodz in einen öffentlich ausgetragenen Poker einstieg. Großes Vertrauen in Rondic bewies Struber am Samstagmittag jedenfalls nicht.

Frage nach dem Vertrauen in die Bank

Ähnlich scheint auch das Verhältnis zu Marvin Obuz zu sein. Zwar hatte Struber Ende letzten Jahres wieder einmal erklärt, welche Bedeutung der Offensivspieler für die Mannschaft habe, das spiegelt sich aber mal so gar nicht in Einsatzzeit wieder. In diesem Jahr kommt der gebürtige Kölner in der Liga auf genau einen Einsatz. 14 Minuten stand Obuz gegen den HSV auf dem Platz. Möglicherweise hätte der Youngster die Offensive beleben können. Auch Oliver Schmitt saß 90 Minuten auf der Bank, verpasste seinen zweiten Einsatz für die Profis. Der zweite Wechsel der Kölner in der 81. Spielminute schien von Struber nicht unbedingt so geplant gewesen zu sein. Denn nachdem Joel Schmied deutlich anzeigte, dass es für ihn nicht weitergehe, brachte Struber den angeschlagenen Dominique Heintz. Der Routinier war zuvor mit Leart Pacarada zusammen mit dem Zug nach Ulm gereist, da er unter der Woche noch an einem Infekt litt und erst zum Duell wieder fit war. Ein Einsatz von Heintz hätte wohl aber ohne das Aus von Schmied nicht stattgefunden.

Der dritte und letzte Wechsel der Kölner war dann wohl ebenfalls nicht zur spielerischen Veränderung der Kölner gedacht, sondern sollte wohl eher Zeit von der Uhr nehmen. So brachte Struber in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch Pacarada für Max Finkgräfe. Als besonders wechselfreudig gilt Struber ohnehin nicht. Die spärlichen Wechsel gegen Ulm werfen allerdings neben den gesundheitlichen Aspekten schon Fragen nach dem Vertrauen in seine Auswechselspieler auf. Das scheint trotz der angespannten Personalsituation nicht überall besonders groß zu sein. Dabei wies alleine die Kölner Bank, zumindest was den Kaderwert angeht, nahezu den Wert der kompellen Ulmer Mannschaft auf. Die Vergangenenheit offenbart aber auch die Wahrheit, dass die Joker in der aktuellen Saison nicht immer mit Qualität punkten konnten.

Wenig Torbeteiligung der Kölner Joker

So kommt der FC gerade einmal auf vier Jokertore durch Damion Downs, Luca Waldschmidt und Linton Maina sowie einen Assist durch Florian Kainz. Die beteiligten Akteure standen am Samstag entweder auf dem Platz oder verletzungsbedingt nicht im Spieltagskader. Mehr als 50 weitere Offensiveinwechslungen blieben dagegen ohne Torbeteiligung. Somit kommt das mangelnde Vertrauen in die zweite Reihe vielleicht nicht von ungefähr – zumindest statistisch. Immerhin zahlte sich am Ende das in Luca Waldschmidt für den FC aus.



Seit vier Monaten ohne Sieg: U21 des 1. FC Köln leidet unter Auswärtsschwäche

Joao Pinto von der U21 des 1. FC Köln
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Seit vier Monaten ohne Sieg: U21 des 1. FC Köln leidet unter Auswärtsschwäche

Die Serie entwickelt sich allmählich zu einem Auswärtsfluch: Die U21 des 1. FC Köln bleibt nach dem 0:1 in Bocholt in diesem Jahr weiterhin ohne Sieg auf fremden Plätzen. Der letzte Dreier außerhalb des Franz-Kremer-Stadions liegt schon mehr als vier Monate zurück. Der Trainer Evangelos Sbonias haderte mit den Bedingungen in Bocholt.

Die Bilanz der Kölner Reserve könnte besser ausfallen – zumindest auswärts. Denn seit nunmehr Anfang November sind die jungen Geißböcke auswärts ohne Punkte. Die U21 des 1. FC Köln bleibt ohne Sieg auf fremden Plätzen.

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Der 2. November 2024 ist gefühlt schon eine Ewigkeit her. An jenem Samstag setzte sich die U21 des 1. FC Köln mit 1:0 bei den Sportfreunden Lotte durch. Der mittlerweile verletzte Arda Süne erzielte das Tor des Tages. Es sollte bis heute der letzte Dreier auf fremden Plätzen sein für die FC-Reserve. Fünf Partien sind mittlerweile vergangen ohne einen Kölner Sieg. Das 0:1 in Bocholt war dabei ein Abziehbild der vorherigen Auswärtspleite bei Schalkes U23 (0:1). Der Trainer Evangelos Sbonias haderte mit den Rahmenbedingungen am Bocholter Hünting: „Es waren sehr schwere Bedingungen, der Platz war fast nicht bespielbar.“ Das habe Auswirkungen auf seine Mannschaft gehabt: „Gegen einen kompakten Gegner war es fast unmöglich, unser Spiel durchzuziehen. Das hat man in den ersten 20 Minuten gemerkt, da waren wir gar nicht gut drin.“

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Eine „bittere Auswärtsfahrt“

Mit dem ersten Standard kassierte sein Team zudem das frühe 0:1: „Da müssen wir uns etwas schütteln“, bekannte Sbonias und ergänzte: „Wir haben ein paar Dinge angepasst und unser Spiel geradliniger angelegt.“ Danach sei seine Mannschaft „zu sehr guten Torchancen und Eins-gegen-Eins-Situationen“ gelangt, „da muss man das 1:1 machen.“ Sbonias ärgerte sich insbesondere über den Pfostentreffer Mansour Ouro-Tagbas kurz nach dem Seitenwechsel: „Wenn da das 1:1 fällt, bekommt das Spiel eine andere Dynamik und kippt. So müssen wir immer wieder auf einem schwer zu bespielenden Fußballfeld Lösungen suchen, um einen tief stehenden Gegner zu bespielen.“

Sbonias ging in der Schlussphase ins Risiko, nahm mit Stephan Salger einen Sechser vom Feld und brachte mit Bernie Lennemann einen weiteren Stürmer – doch vergebens. „Am Ende fehlt uns leider wieder die Durchschlagskraft in der einen oder anderen Situation, um mehr aus unseren Chancen zu machen und auf 1:1 zu stellen.“ Sbonias sprach entsprechend von einer „bitteren Auswärtsfahrt“. Schon in der Halbzeit hatte Sbonias versucht, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Joao Pinto blieb draußen, dafür kam Yannick Freischlad in die Partie. Pinto hatte in der ersten Hälfte Licht und Schatten. Offensiv servierte der Portugiese etwa den Eckball, der zu Meiko Sponsels Pfostentreffer führte.

Defensiv agierte der Flügelspieler jedoch mehrfach unbeholfen. So verursachte Pinto den Freistoß zum Tor des Tages und hatte ein weiteres Mal Glück, dass es keinen Elfmeter für Bocholt gab. „Yannick hat gut diese Woche trainiert und sich den Einsatz verdient“, äußerte Sbonias auf den Pausen-Wechsel angesprochen. Für den 20-Jährigen war es das dritte Spiel in der Regionalliga West – allerdings konnte der Stürmer der Partie nicht mehr seinen Stempel aufdrücken.


Ausgerechnet Luca Waldschmidt

Lange sah es beim Auswärtsspiel der Geißböcke nach einer müden Nullnummer aus, doch dann schlug ein Akteur zu, der zuletzt so gar nicht überzeugen wollte. Luca Waldschmidt wird zum Matchwinner des 1. FC Köln.

Hätte er trotz der Personalsorgen nicht gespielt, hätten sich wohl wenige Fans gewundert. Doch Luca Waldschmidt wird nicht nur mit seinem entscheidenden Treffer zum Matchwinner des 1. FC Köln. Der Siegener überragt im Duell gegen Ulm.

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So wirklich viel deutete nicht auf die Erlösung, vielleicht schon wieder einmal auf so etwas wie den tragischen Helden. Als der FC eine gute Stunde vor Spielbeginn die Aufstellung bekannt gab, hatte Gerhard Struber einige Überraschungen offenbart. Und das, obwohl der FC enorme Personalsorgen hatte, es bereits seit Freitag klar war, dass gleich mehrere Leistungsträger ausfallen würden. Luca Waldschmidt hatte jedenfalls bei seinen vergangenen Einsätzen relativ wenig Eigenwerbung betrieben. Hätte der Offensivspieler auf der Bank gesessen, wäre die Verwunderung wohl nicht allzu groß gewesen. Nun aber stand der ehemalige Nationalspieler auf dem Platz und war tatsächlich von Beginn an der Aktivposten einer insgesamt einmal mehr enttäuschenden Kölner Offensive. „Es war schön wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte Waldschmidt.

„Es war keine einfache Phase“

Und der Jubel verdeutlichte das umso mehr. Als der 28-Jährige nämlich wenige Minuten vor Spielende genau die richtige Entscheidung für die Geißböcke im Auswärtsspiel gegen den SSV Ulm und dann auch noch ins Tor getroffen hatte, entlud sich auch eine ganze Menge Frust. Mit geschlossenen Augen, schreiend lief der Sieg-Torschütze über den Platz. „Es war die letzten Wochen keine einfache Phase. Im Gegenteil, es war extrem schwer“, sagte Waldschmidt. „Es hat sehr an mir genagt. Ich habe probiert, nie aufzuhören, immer weiter dran zu bleiben“. Das lief in den vergangenen Monaten alles andere als rund. Seit dem Hinspiel gegen Ulm hatte der Offensivspieler in der Liga nicht mehr getroffen, war meist nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen, empfehlen konnte er sich nicht so recht, wirkte in seinen Aktionen unglücklich, blieb angesichts seiner fußballerischen Historie oft erstaunlich blass.

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Vermutlich hätte Waldschmidt gar nicht erst in der Startformation gestanden, wenn der FC nicht unter extremen Personalsorgen gelitten hätte. Mit Linton Maina, Eric Martel und Damion Downs fielen drei Stammkräfte komplett aus und auch Leart Pacarada und Dominique Heintz nahmen angeschlagen auf der Bank Platz. Überraschend hatten es auch Imad Rondic sowie Dejan Ljubicic nicht in die Anfangsformation geschafft. Dafür aber Waldschmidt – und der Offensivspieler war von Beginn an da. „Ich habe auch gemerkt, dass die Mitspieler mich gesucht haben. Ich hatte viele Bälle, was es mir dann auch einfacher gemacht hat, gut ins Spiel zu kommen nach der längeren Phase, die ich nicht auf dem Platz war“, sagte Waldschmidt. So kam der Offensivspieler schon im ersten Abschnitt auf sechs Abschlüsse, traf dabei gleich zwei Mal knapp das Außennetz, vergab aber auch gute Möglichkeiten.

Top-Werte für Waldschmidt

„Ich müsste eigentlich in der ersten Halbzeit schon eine Tor machen. Das gibt mir dann so ein Gefühl, dass ich heute in die Situation komme. Ich kriege viele Bälle, ich komme zum Abschluss, dann weiß ich, wenn noch einer kommt oder ein zweiter, dass der dann auch sitzt“, sagte Waldschmidt. Nur saß eben zunächst keiner und es drohte kein guter Nachmittag des Ex-Nationalspielers zu werden. „Ich habe viel Geduld gebraucht in der zweiten Halbzeit, um in die Situation zu kommen. Das haben wir eine der wenigen Male ruhig am Ende ausgespielt.“ Max Finkgräfe spielte Jan Thielmann an, der nahm noch einmal den Blick hoch, sah den frei stehenden Waldschmidt und legte dem Offensivspieler den entscheidenden Treffer auf. „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht, sagte Gerhard Struber. „Dass Luca mit seiner Qualität prädestiniert ist für Tore, steht ja außer Frage.“

Wie hart sich der Siegener den Treffer erarbeitet hat, zeigen auch andere Werte. Denn Waldschmidt kam nicht nur auf acht von insgesamt zwölf Kölner Abschlüssen, Waldschmidt spulte mit nahezu zwölf die meisten Kilometer der Feldspieler ab, kam auf eine Passquote von 95 Prozent. Auch seine 65 Ballkontakte waren überdurchschnittlich gut. Doch Waldschmidt wollte den Sieg natürlich nicht für sich alleine beanspruchen. „Es spricht für die Mannschaft, wenn wir unter nicht so einfachen Umständen dann so ein Ding ziehen“, sagte der Siegtorschütze, der den FC damit zumindest für ein paar Stunden zurück an die Spitze geschossen hatte.   


Der 1. FC Köln holt drei wichtige Punkte, liefert aber eine bedenkliche Leistung ab

Gerhard Struber wirkt nachdenklich beim Spiel des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln holt drei wichtige Punkte, liefert aber eine bedenkliche Leistung ab

Die Vorzeichen waren sicherlich keine guten, dennoch tat sich Köln gegen Ulm doch schwerer als vor der Begegnung angenommen. Der 1:0-Erfolg war nicht wirklich verdient, der Gegner ebenbürtig. Der 1. FC Köln gewinnt gegen Ulm, überzeugt aber nicht.

In nahezu allen Statistiken gleichauf, die Entscheidung erst kurz vor Schluss: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Ulm, überzeugt aber ein weiteres Mal nicht. Und die Leistung macht nicht gerade Mut für das Saisonfinale.

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Die Augen zusammengekniffen, die Fäuste geballt, ein Schrei – Luca Waldschmidt war die Erleichterung nach dem erlösenden 1:0 gegen den SSV Ulm am Samstag deutlich anzusehen. Auch, wenn der Torschütze nach dem Spiel von seiner eigenen schweren Phase sprach, wird wohl durch die ganze Mannschaft in diesem Moment ein Gefühl der Glückseligkeit gegangen sein. Denn so wirklich werden auch die Akteure nicht mehr an die drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten geglaubt haben. Nur fünf Tore hatten die Kölner vor dem Duell gegen die Spatzen in der Liga im Jahr 2025 erzielt. Fünf Tore in sieben Spielen wohlgemerkt. Und in den vergangenen drei war es sogar nur noch eins, das dann wiederum nicht zu drei Punkten reichen wollte. Der FC war mit nur einem Zähler aus den vergangenen drei Begegnungen auf Rang fünf der Tabelle abgerutscht. Und nun deutete nicht viel auf das sechste Tor.

Ohne fünf Stammspieler

Und da die Leistungen in den vergangenen drei Spielen auch der Ausbeute entsprach, machte das Worte Krise die Runde, verbunden mit der Frage, welche Stellschrauben FC-Trainer Gerhard Struber denn in dieser – wenn auch noch kleinen – Ergebniskrise ziehen würde. Vor knapp fünf Monaten drehte der Coach das größere Rad, wechselte unter anderem den Keeper und riskierte das Aufflammen einer zu diesem Zeitpunkt abgekühlten Torwartdiskussion, es gab weitere personelle Veränderungen und natürlich die Umstellung auf die Dreierkette sowie eine andere taktische Ausrichtung. Dieses Mal wurde also wieder über Maßnahmen diskutiert, diese aber durch die personelle Situation diktiert. Wenn man die beiden angeschlagenen Leart Pacarada und Dominique Heintz mitzählt, fehlten Struber fünf Stammspieler.

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Die Voraussetzungen waren also nicht die besten und der FC tat sich dementsprechend auch von Beginn an einmal mehr schwer, fand spielerisch keine Mittel gegen die gut organisierte Ulmer Hintermannschaft. „Hier hatte es noch keine Mannschaft leicht, ins Treffen zu kommen“, sagte Struber nach dem Spiel. Damit hatte der Coach recht, immerhin gehört die Abwehr der „Spatzen“ in Sachen Gegentoren zu den besten der Liga. Dennoch war die Leistung der Kölner einmal mehr überschaubar. „Wenn man nach Ulm fährt, ist die Erwartungshaltung, dass wir drei Punkte holen. In Köln erwartet man, glaube ich, dass wir 5:0 gewinnen. Die drei Punkte haben wir geschafft, das 5:0 nicht“, sagte Timo Hübers. „Über die Art und Weise kann man streiten, es war nicht das schönste Spiel.“ Das war es wahrlich nicht. 

Schwache Leistung der Kölner

Die Kölner wirkten absolut ideenlos. Es fehlten einmal mehr die spielerischen Mittel. Und da sollte die personelle Situation nicht als Ausrede gelten. Schließlich standen zu Beginn der Partie die Erfahrung von mehr als 800 Bundesligaspielen sowie ein Marktwert, der deutlich über dem Kaderwert des Gegners lag auf dem Platz. Abgesehen von einer Dreifachchance nach vier Minuten war aber auch die Gefahr des Gastgebers in Halbzeit eins überschaubar. Nach dem Wechsel war der Gegner phasenweise sogar besser, näher an der Führung. Unter anderem traf Oliver Batista Meier den Außenpfosten. Und als Semir Telalovic den Ball aus kurzer Distanz zehn Minuten vor Spielende über das Tor von Marvin Schwäbe jagte, deutete alles auf eine müde Nullnummer hin. Bis Jan Thielmann Mitspieler Waldschmidt einsetzte und der die Entscheidung erzielte. Verdient war die aber nicht.

Denn unterm Strich bewegten sich die Mannschaften in nahezu sämtlichen Statistiken auf Augenhöhe. Ein qualitativer Unterschied war über die gesamte Spielzeit jedenfalls nicht auszumachen. Die Erleichterung mit dem späten Treffer trotz mäßiger Leistung auch weiterhin eine gewichtige Rolle im Aufstiegsrennen zu spielen, war groß. „Es tut unfassbar gut, auswärts mal wieder 1:0 gewonnen zu haben. Zu Null, drei Punkte, so können wir nach Hause fahren“, sagte dementsprechend auch Marvin Schwäbe. Zwar rutschten die Kölner am Abend wieder ab auf Rang zwei und am Nachmittag kann auch der SC Paderborn den FC überholen, der FC wird aber nach dem 25. Spieltag einen Rang in der Top-drei belegen. Timo Hübers betonte nach dem Spiel, dass schon bald keiner mehr nach dem „Wie“ in Bezug auf den Kölner Erfolg fragen würde. Das stimmt voraussichtlich. Hoffnung auf weitere Dreier gegen deutlich stärkere Gegner macht die Leistung von Samstag aber auch nicht.


Doppeltes Pfosten-Pech: U21 des 1. FC Köln verliert unglücklich gegen Team von Christopher Schorch

Meiko Sponsel vom 1. FC Köln
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Doppeltes Pfosten-Pech: U21 des 1. FC Köln verliert unglücklich gegen Team von Christopher Schorch

Die U21 des 1. FC Köln hat einen verdienten Punktgewinn beim 1. FC Bocholt verpasst: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias konnte seine Chancen nach einem Blitz-Rückstand nicht nutzen, scheiterte unter anderem zweimal am Pfosten. Und so stand am Ende eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen die Mannschaft von Interimstrainer Christopher Schorch. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Bocholt.

An fehlenden Chancen lag der torlose Auftritt der Kölner Reserve nicht. Joao Pintos Flachschuss und Meiko Sponsels Kopfball an den Pfosten hätten zumindest zu einem Ausgleichstreffer führen können. Aber: Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Bocholt.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen Rödinghausen lediglich auf einer Positionen – und das auch nur gezwungenermaßen: Joao Pinto startete für den verletzten Arda Süne. Die Gastgeber erwischten am Hünting einen Blitzstart: Joao Pinto foulte einen Bocholter direkt am Kölner Strafraum kurz vor der Grundlinie. Nicolas Hirschberger brachte den Freistoß an den zweiten Pfosten. Dort stieg Thomas Gösweiner am höchsten. Jonas Nickisch parierte den Kopfball zunächst stark, den Abpraller staubte Gösweiner jedoch zum 0:1 aus FC-Sicht ab (4.). Die Kölner besaßen eine gute Chance zum Ausgleich nach einem Querpass Patrik Kristals vom rechten Flügel zurück ins Zentrum an den Sechzehner. Bocholts Torwart Lucas Fox war jedoch bei Joao Pintos Flachschuss unten in die Ecke aufmerksam und verhinderte so den Ausgleich (15.).

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Köln war nah am Ausgleich

Jonas Nickisch wiederum verhinderte mit einem starken Reflex gegen den Schuss von Raphael Assibey-Mensah aus wenigen Metern den zweiten Bocholter Treffer (24.). Jaka Cuber Potocnik ließ den Ausgleich bei einer Chance aus dem Nichts liegen: Kristal legte ab zum Stürmer, der zunächst blank am Elfmeterpunkt stehend den Ball jedoch zu umständlich annahm und den Schuss unter Bedrängnis schließlich rechts unten am Bocholter Tor vorbeilegte (30.). Noch näher am Ausgleich waren die Kölner etwas später: Georg Strauch schlug den Ball hoch nach vorne, Joao Pinto startete aus abseitsverdächtiger Position frei auf das Tor. Der Schuss des Stürmers wurde aber vom Torwart zur Ecke gelenkt. Pinto schlug die Ecke von der rechten Seite selbst. Marco Höger verlängerte am ersten Pfosten und Meiko Sponsel köpfte dahinter an den zweiten Pfosten (39.).

Im zweiten Durchgang waren es die Gäste, die den ersten Akzent setzten: Der Schlenzer von Mansour Ouro-Tagba landete jedoch nur am Pfosten (51.). Es war der zweite Kölner Aluminiumtreffer an diesem Nachmittag. Insgesamt verlief die zweite Hälfte jedoch deutlich unspektakulärer als die ersten 45 Minuten. Marvin Lorch ließ in der Schlussphase die Riesenchance zur Entscheidung liegen. Jonas Nickisch parierte den Schuss des Bocholters aus kurzer Distanz nach einem Querpass von Raphael Assibey-Mensah an den zweiten Pfosten mit einem starken Reflex (82.). Der zweite Bocholter Treffer hätte dem Spielverlauf jedoch nicht entsprochen. Am Ende blieb es beim unglücklichen 0:1 aus Sicht der U21. Für die FC-Reserve geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Düren weiter.

1. FC Köln U21: Nickisch – Strauch (74. Akmestanli), Smajic, Özkan, Sponsel – Höger, Salger (86. Lennemann) – Kristal (81. Saliger), Pinto (46. Freischlad) – Ouro-Tagba, Potocnik. Tor: 1:0 Gösweiner (4.). Zuschauer: 1856.