Einen knappen Vorsprung verwalten ist nur selten eine gute Idee – ein Kommentar

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Einen knappen Vorsprung verwalten ist nur selten eine gute Idee – ein Kommentar

Gegen Düsseldorf kassierte der FC zum zweiten Mal in dieser Spielzeit den Last-Minute-Ausgleich. Und die Frage nach der nötigen Qualität für den Aufstieg muss erlaubt sein. Unterm Strich sollte sich Köln nicht auf das Verwalten eines knappen Vorsprungs fokussieren. Das ist nur selten eine gute Lösung. Ein Kommentar zum 1:1 im Derby des 1. FC Köln.

80 Minuten lang dominierte der FC das Spiel gegen Düsseldorf, auch, wenn die letzte Konsequenz lange fehlte. In der Schlussphase verwalteten die Kölner nur noch, gab so den Sieg aus der Hand. Mal wieder. Ein Kommentar zum 1:1 im Derby des 1. FC Köln.

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Die Meinung war wohl nicht nur bei Spielern und Trainerstab des 1. FC Köln eindeutig, auch bei den Kölner Anhängern gab es wohl keine Zweifel: Dieses 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf fühlt sich wie eine Niederlage an. Der FC hat bis in die Schlussphase verdient geführt, war der Fortuna deutlich überlegen und ließ so gut wie nichts zu. Das mögliche Foulspiel an Linton Maina, das mehr als unnötige Handspiel von Joel Schmied und der letztlich späte Ausgleich mit dem zweiten Düsseldorfer Schuss, der aufs Gehäuse kam. Der Blick auf die nackten Zahlen untermauert die Enttäuschung. Der FC hatte deutlich mehr Ballbesitz, suchte öfter den Abschluss, spielte viel mehr Pässe und – und das kam in dieser Saison wahrlich nicht oft vor – gewann sogar mehr Zweikämpfe als der Gegner.

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Gibt der Tabellenplatz dem FC wirklich recht?

Die Kölner traten erfreulicher Weise ganz anders auf als noch am vergangenen Spieltag, als es die bittere 0:3-Pleite gegen Magdeburg hat erahnen lassen. Zudem verpasste der FC die Rückkehr an die Tabellenspitze, die sich der Hamburger SV, ausgerechnet durch Davie Selke, am Freitagabend erkämpfte. Keine Frage, der Sieg der Geißböcke wäre am Sonntagnachmittag verdient gewesen. Das erkannte auch Fortunen-Coach Daniel Thioune zumindest in Teilen an. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Gastgeber gerade in der ersten Halbzeit wieder einmal sehr harmlos war. Das 0:0 zur Halbzeit war – was die Torgefahr anging – absolut leistungsgerecht und wenn man ehrlich ist, deutete vor dem Treffer von Florian Kainz nicht so richtig viel auf ein Tor in dieser Begegnung hin.

Timo Hübers sprach nach dem 1:1 gegen Düsseldorf davon, dass man nach zwei Dritteln der Saison sehe, worum man spiele und man voll im Rennen sei. Das ist insofern richtig, dass die Punkteausbeute nach 23 Spielen sicherlich nicht mehr viel mit Zufall, Glück oder dann auch Pech zu tun hat. Die Ergebnisse nivellieren sich in einer Spielzeit nunmal. Der FC steht auf Rang zwei, die Geißöcke haben aktuell sogar zwei Zähler mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde, alles im Lot also. Oder? Ob der gute Tabellenplatz für die Qualität der Mannschaft spricht ist genauso schwer zu beantworten, wie die Frage nach der Qualität der Liga. Ist sie nun die beste, wie vor der Saison von Experten prophezeit, ist sie einfach schlecht wie zur Winterpause kolportiert oder einfach mal ausgeglichen wie es die reine Statistik vermuten lässt?

Minimalisten-Fußball wird am Ende nicht genügen

Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist angesichts zu vieler Bewertungskriterien schlichtweg unmöglich. Es bleibt nur der Blick auf die Tabelle und der sagt nach wie vor: Aufstiegsplatz. Und doch muss die Frage erlaubt sein, ob der FC wirklich das Zeug hat, am Ende der Saison aufzusteigen. Denn unterm Strich steht auch weiterhin nur ein Sieg gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs, mittlerweile aus acht Spielen. Ein Sieg, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen oder anders gesagt: fünf von möglichen 24 Punkten. Das ist wenig – zum Beispiel im Vergleich zum HSV, der 17 aus 21 Punkten sammelte. Es ist aber auch wenig für ein Team, das den Anspruch hat, in der kommenden Saison wieder erstklassigen Fußball zu spielen. Der FC hat gerade zum Ende der Hinrunde eindrucksvoll bewiesen, dass er mit Minimalisten-Fußball erfolgreich sein kann.

Die Begegnung gegen Düsseldorf war in gewisser Weise ebenfalls minimalistisch. Nach der Kölner Führung, gerade in den letzten Minuten war die Devise, den knappen Sieg zu verteidigen. Wohl die falsche Marschroute. Denn die Fortuna hat dem FC bewiesen, dass Minimalisten-Fußball eben nicht immer reicht. Das gilt nicht nur für das Derby, das kann genauso gut für das letzte Saisondrittel gelten. Den knappen Vorsprung verwalten, ist nur in den seltensten Fällen eine gute Option.



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Düsseldorf-Spiel

„Daran müssen wir arbeiten“ – Sbonias nennt Schlüsse nach U21-Pleite gegen Schalke

Evangelos Sbonias beim Spiel der U21 des 1. FC Köln
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„Daran müssen wir arbeiten“ – Sbonias nennt Schlüsse nach U21-Pleite gegen Schalke

Es war ein bitterer Nachmittag für die U21 des 1. FC Köln: Das Team konnte die eigene Überlegenheit nicht in drei Punkte ummünzen. Stattdessen sorgte ein Aussetzer in der Defensive sogar für eine Niederlage bei der U23 des FC Schalke 04. Trainer Evangelos Sbonias haderte hinterher mit dem fehlenden Ertrag für sein Team.

Am Ende stand die 0:1-Pleite für die Geißböcke und ein hadernder Coach. Evangelos Sbonias fand jedenfalls deutliche Worte. Kein Wunder, die Pleite war ein bitterer Nachmittag für die U21 des 1. FC Köln am Sonntag.

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Evangelos Sbonias konnte die Bilanz des Nachmittags kurz nach dem Abpfiff noch gar nicht richtig glauben: „Mit eigentlich keiner Torchance für Schalke 04 verlieren wir hier 0:1“, rechnete der Coach der FC-U21 vor und konstatierte: „Das ist ein bitterer Nachmittag mit einer unnötigen Niederlage.“ Seinem Team gelang es nicht, sich für eine überlegene zweite Hälfte noch wenigstens mit einem Unentschieden oder sogar einem Sieg zu belohnen. Mit der Pausenführung im Rücken habe sich Schalke „komplett aufs Verteidigen verlegt, viel Zeitspiel betrieben“. Sbonias ärgerte sich: „So etwas darf nicht reichen, um gegen uns drei Punkte zu holen. Daran müssen wir schleunigst arbeiten, dass wir solche Situationen in der zweiten Hälfte besser ausspielen und vorne noch zielstrebiger sind.“

„Der Platz war sehr schwer bespielbar“

Dabei war der Trainer durchaus zufrieden mit dem Spiel seines Teams nach der Halbzeit bis zum gegnerischen Sechzehner: „In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor. Wir haben drei, vier, fünf sehr gute Situationen im letzten Drittel, wo uns dann leider die Durchschlagskraft fehlt oder das Quäntchen, das man dann braucht, um so einen Ball über die Linie zu drücken.“ Geholfen haben dabei auch Umstellungen in der Pause. So wechselte der Coach nach den ersten 45 Minuten gleich zwei Mal. Die Herausnahme von Rijad Smajic hatte dabei keine Leistungsgründe. Der Bosnier hatte sich in der ersten Hälfte für ein Foulspiel bereits eine Gelbe Karte eingehandelt. „Da wollte ich kein Risiko mehr eingehen“, begründete Sbonias seinen Wechsel. Meiko Sponsel rückte fortan in die Innenverteidigung, war dort aber praktisch nicht mehr gefordert.

Deutlich mehr Einfluss auf den Spielverlauf erhoffte sich Sbonias durch die Einwechslung von Joao Pinto für den diesmal blassen Patrik Kristal. „Da wollte ich mit einem zusätzlichen offensiven Spieler mehr Zug in die letzte Linie bringen“, erklärte der Coach. Unterm Strich gelang es dem FC jedoch trotz der Überlegenheit viel zu selten, für zwingende Torgefahr zu sorgen. Im ersten Durchgang startete der FC zunächst noch stark, verlor danach aber den Faden: „Der Platz war sehr schwer bespielbar, sehr uneben und hart, unserem Spiel kommt das nicht zugute“, verwies Sbonias auch auf die äußeren Gegebenheiten im Parkstadion, „die Jungs mussten sich ein bisschen umgewöhnen.“ Nach zehn starken Minuten zu Beginn habe sein Team stark nachgelassen: „In den restlichen 35 Minuten machen wir die Sache nicht gut, sind zu ungenau, werden hektisch und sind nicht in unserem Spiel drin, was heute schwierig war aufzuziehen.“

Den Aussetzer beim Tor des Tages, als Teoman Akmestanli einen hohen Flankenball an seinem herauseilenden Torwart Jonas Nickisch vorbeiköpfte und Tidiane Toure zum 0:1 einschob, bezeichnete der FC-Trainer als „sehr unglückliche Situation“. Die U21 verbleibt damit auf dem siebten Platz in der Tabelle, kann den Rückstand zum ersten Drittel am kommenden Wochenende aber verkürzen: Mit dem SV Rödinghausen ist am Sonntag (14 Uhr) der Tabellensechste zu Gast im Franz-Kremer-Stadion.

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Der neue Offensivschlüssel des 1. FC Köln will noch nicht so recht passen

Imad Rondic soll für den 1. FC Köln Tore schießen
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Der neue Offensivschlüssel des 1. FC Köln will noch nicht so recht passen

Zum ersten Mal stand Imad Rondic am Sonntag in der Startelf der Geißböcke. Der Angreifer deutete an, warum er eine Verstärkung sein kann. Aber auch, warum er es noch nicht ist für den 1. FC Köln: Der Schlüssel Imad Rondic will noch nicht passen.

Lange haben sich die Kölner Kaderplaner im Winter um einen neuen Stürmer bemüht. Den haben sie kurz vor Toreschluss auch gefunden. Eine sofortige Hilfe ist der Angreifer bislang aber noch nicht für den 1. FC Köln: Der Schlüssel Imad Rondic will noch nicht so recht passen.

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Es waren gut 20 Minuten gespielt, da ließ Imad Rondic seine Stärke mal sehenswert aufblitzen. Der Stürmer erhielt wenige Meter hinter der Mittellinie den Ball, behauptete die Kugel gegen seinen intensiv störenden Gegenspieler und drehte dann Richtung Zentrum auf. Sein öffnender Pass auf die linke Seite verpuffte zwar, doch die Aktion war schon ziemlich vielversprechend. Rondic legte anschließend auch Dejan Ljubicic die erste größere Chance auf. Rondic rackerte, lief bis zu seiner Auswechslung nach einer knappen Stunde 7,5 Kilometer und damit mehr als alle anderen Profis. Der Winter-Neuzugang kam zudem auf zwei Abschlüsse, strahlte dabei aber nicht die allergrößte Gefahr aus. Dennoch war ersichtlich, welchen Weg die Kölner mit dem Stürmer schon vorhaben.

„Wir sehen schon, dass er schon noch einen Weg vor sich hat“

„Er ist für uns ein Spieler, der uns eine weitere Option anbietet“, sagte Gerhard Struber über den Stürmer, der erstmals in der Startelf gestanden hatte. Vielleicht auch, weil Damion Downs unter der Woche wenig trainiert hatte. Der Eindruck war sicherlich kein schlechter. Zur Wahrheit gehört nun aber auch, dass ein Stürmer immer an seinen Toren gemessen wird. Und zwei Torabschlüsse sind nun auch nicht ein überragendes Arbeitszeugnis eines Angreifers. „Wir sehen schon, dass er schon noch einen Weg vor sich hat, da in unser Spiel und in unsere Abläufe reinzusteigen. Ich finde schon, dass er einige gute Momente hatte, wo er sich gut rausgedreht und Folgeangriffe initiiert hat. Seine Position in der Box ist zudem sehr gut. Wir müssen versuchen, ihn besser in Position zu bringen.“

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Struber betonte, dass sich der Angreifer aber auf einem guten Weg befände. Dass der Schlüssel Rondic noch nicht so recht passen will, zeigte sich auch an den vielen Flanken, die den Angreifer dann doch nicht erreichten. „Wir müssen grundsätzlich versuchen, mehr Manpower in die Box zu bekommen“, sagte Leart Pacarada. „Wir hatten ja die Chance, zum Abschluss zu kommen. Imad trifft mit dem Kopf den Ball nicht richtig. Für ihn ist es natürlich genauso schwierig wie für mich. Ich muss ihn finden und er muss lernen, wo ich den Ball hinspiele. Das ist alles nicht so einfach.“ Das sah Kapitän Timo Hübers nicht anders: „Ich habe ihn sehr engagiert gesehen. Klar, dass da jetzt das letzte blinde Verständnis vielleicht noch nicht da ist“, so der Kapitän.

Dass das Verständnis noch nicht vollends da ist, ist aber auch kein Wunder. Immerhin ist Imad Rondic erst seit wenigen Wochen Teil der FC-Truppe. Zwar versprachen sich die Kölner schnelle Hilfe von den Neuverpflichtungen, doch die Eingewöhnung dauert dann doch noch ein wenig. Am Samstag bekommt der Bosnier sicherlich die nächste Möglichkeit.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Spiel

Viel Trost, aber auch Unverständnis nach bitterem „Blackout“ beim 1. FC Köln

Die entscheidende Szene? Joel Schmied spielt den Ball mit der Hand
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Viel Trost, aber auch Unverständnis nach bitterem „Blackout“ beim 1. FC Köln

Mit seinem Handspiel wenige Minuten vor Spielende avancierte er ein wenig zum tragischen Held der Begegnung gegen Düsseldorf. Der FC kam trotz deutlicher Dominanz nicht über ein 1:1 hinaus. Und so herrschte Enttäuschung beim 1. FC Köln: Joel Schmied mit folgeschwerem Blackout.

Eigentlich war es bis dahin wohl das beste Spiel für den 1. FC Köln: eigentlich, denn Joel Schmied verursacht mit folgeschwerem Blackout den Elfmeter gegen Düsseldorf – und das kurz vor Spielende. So stand der FC am Ende nur mit einem Remis da.

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Joel Schmied hatte im Spielerkreis Gesprächsbedarf. Der neue Innenverteidiger des 1. FC Köln fasste sich nur wenige Minuten nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf an die Brust, erklärte sich offenbar der Mannschaft. Eine Entschuldigung sei aber nicht nötig gewesen erklärte Timo Hübers später. „Entschuldigen ist glaube ich das falsche Wort, weil entschuldigen muss man sich nur, wenn man eine böse Absicht hat und die war ja absolut nicht gegeben“, sagte der Kölner Kapitän. Sein Nebenmann hatte nach einer eher harmlosen Flanke den Ball mit der Hand gespielt, damit den Elfmeter verursacht, den Isak Johannesson wiederum zum späten und mehr als glücklichen Ausgleich nutzte. Ein kurioses Handspiel, denn Schmied nahm bei der Abwehraktion eine sehr unnatürliche Armhaltung ein.

„Wir verlieren und wir gewinnen gemeinsam“

Während der Spielzug, der zur Flanke führte aufgrund eines Foulspiels an Linton Maina umstritten war, gab es an der Entscheidung des Handelfmeters keine Zweifel. Dieser Teil der Entscheidung war richtig und nachvollziehbar. „Das darf so natürlich nicht passieren. Er wird sich selber am meisten ärgern“, sagte Florian Kainz, der den FC mit seinem Flachschuss nach einer guten Stunde überhaupt erst in Führung gebracht hatte. Besonders wird sich Schmied ärgern, da er bis zu diesem Zeitpunkt seine wohl beste Saisonleistung abgeliefert hatte. Der Innenverteidiger ist bekanntlich erst vor wenigen Wochen ans Geißbockheim gewechselt und auch aufgrund der aktuellen Personalsituation bereits Stammspieler. Besonders beeindruckend war die Passquote von 96 Prozent. Schmied war wohl der wichtigste Mann für den Spielaufbau, wirkte in den Duellen souverän, ging konsequent in die Zweikämpfe.

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Doch dann gab es den folgeschweren Fehler. Kainz beschrieb die Szene als ein „wenig unglücklich“. Aber: „Wir verlieren und gewinnen gemeinsam. Er ist ein super Typ, der erst seit Kurzem da ist, er hat sich sofort integriert. Weiter geht’s. Er muss sich da rausholen, darf in kein Loch reinfallen. Und das wird er sicher auch nicht, wir werden ihn unterstützen“, sagte Kainz. Auch Gerhard Struber war über die Szene enttäuscht und zeigte sich gleichzeitig verständnisvoll. „Ich lasse ihn jetzt in Ruhe. Er weiß ja selber, dass er in dem Moment diesen Blackout gehabt hat“, sagte der Trainer. „Sowas kann vorkommen. Das tut uns heute natürlich sehr weh, weil wir dem Gegner damit Punkte schenken.“ Bis zum Ausgleich hatte in der Tat nicht sonderlich viel auf ein Tor der Düsseldorfer hingedeutet.

Köln strahlte Dominanz aus, hatte schon im ersten Abschnitt 60 Prozent Ballbesitz, kam auf mehr Abschlüsse, mehr Ecken, mehr Flanken. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich der FC bis zur Führung in der Offensive wieder lange Zeit sehr schwer getan hat, selbst ebenfalls nicht sonderlich gefährlich war. Dennoch fühlte sich das 1:1 nach der unglücklichen Szene von Joel Schmied wie eine Niederlage an.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Kainz der enttäuschte Gewinner? Ein wichtiges Erfolgserlebnis, aber kein Grund „happy“ zu sein

Florian Kainz nach seinem Treffer zur Kölner Führung
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Kainz der enttäuschte Gewinner? Ein wichtiges Erfolgserlebnis, aber kein Grund „happy“ zu sein

Die Enttäuschung war nach dem Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf bei den Geißböcken verständlicherweise groß. Gerade beim Torschützen des 1. FC Köln: Florian Kainz trotz gutem Spiel enttäuscht.

Wie schon im Hinspiel war der FC gegen Fortuna Düsseldorf die bessere Mannschaft, musste aber in der Schlussphase den Ausgleich hinnehmen. Das Remis fühlte sich also wie eine Niederlage an. Vor allem für einen Spieler des 1. FC Köln: Florian Kainz trotz gutem Spiel enttäuscht.

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Florian Kainz war mehr als nur die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Aus den Augen des Mittelfeldspieler sprach Frust, als sich der Österreicher nach dem Spiel den Fragen der Journalisten in der Mixed Zone stellte. „Das 1:1 ist sehr bitter, wir sind sehr enttäuscht“, sagte der 32-Jährige und erhielt später auch die Bestätigung dieser Worte von Trainer Gerhard Struber, der den Spielausgang ebenfalls nur als „sehr bitter“ beschreiben konnte. „Wir können uns eigentlich nur vorwerfen lassen, dass wir nach dem 1:0 nicht weiter oder weniger nach vorne gespielt haben“, sagte Kainz. „Die ersten 75 Minuten haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, guten Kombinationsfußball gezeigt, waren sehr ballsicher. Leider haben wir es nicht geschafft, das 1:0 über die Runden zu bringen.“

„Er hat super Qualitäten im Ballbesitz und immer wieder ein gutes Auge“

Die Enttäuschung war durchaus verständlich: Schließlich fiel der Ausgleich nicht nur wie im Hinspiel in letzter Minute, er kam unglücklich zu Stande und vor allem war er alles andere als verdient. Denn 80 Minuten spielte Düsseldorf so gut wie gar nicht mit, erarbeitete sich so gut wie keine Torgefahr und ein potenzieller Ausgleich lag nie wirklich in der Luft. Zur Wahrheit gehört auch, dass der „Effzeh“ ebenfalls lange alles andere als der Inbegriff von Offensivpower war. Dennoch war Köln das bessere Team. „Im Hinspiel 2:2, im Rückspiel 1:1 gewonnen“, sagte daher auch Daniel Thioune. Für den FC war es folgerichtig eine gefühlte Niederlage. Und das auch, weil der FC nach der mageren Kost gegen Magdeburg tatsächlich über einige Phasen spielerische Mittel fand.

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Das eben auch, weil Florian Kainz einen guten Tag erwischte. Und das auf seiner nicht gerade favorisierten Position als Sechser. „Er hat heute eine Position gehabt, wo er viel zwischen den Linien unterwegs war. Ich glaube, da ist er auch am allerstärksten, hat gute Ideen mit eingebracht“, sagte Kapitän Timo Hübers über seinen Vorgänger. Kainz spielte einige starke Bälle, suchte immer mal wieder den Steckpass als Mittel und zudem ab und an den Abschluss – auch, wenn er dabei nicht die ganz große Gefahr ausstrahlte. So unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als sein überhasteter Versuch deutlich am Kasten vorbeirauschte. Nach dem Wechsel probierte es der österreichische Nationalspieler mit einem Volley, doch Florian Kastenmeier hatte wenig Probleme. Kainz übernahm auch bei einigen Ecken wieder Verantwortung.

„Das war für mich sehr wichtig, um auch mal ein Erfolgserlebnis zu haben“

„Wir müssen da nicht drumherum reden, er hat super Qualitäten im Ballbesitz und immer wieder ein gutes Auge“, sagte Hübers. Ganz abgesehen von den Qualitäten, kam der Mittelfeldspieler hinter Leart Pacarada auf die zweitmeisten Ballkontakte aller Akteure (99), erzielte hinter Joel Schmied die zweitbeste Passquote der Kölner (93 Prozent). Zudem war er neben Jusuf Gazibegovic und Luca Waldschmid der Kölner mit den meisten Abschlüssen (jeweils drei). Und sein dritter Versuch saß. Nach feinem Zuspiel von Linton Maina schob der ehemalige Kölner Kapitän die Kugel ein und brachte den „Effzeh“ auf Erfolgskurs. „Das war für mich sehr wichtig, um auch mal ein Erfolgserlebnis zu haben“, sagte Kainz. Denn so richtig rund lief es nach der verkorksten vergangenen Spielzeit auch in dieser Saison nicht immer.

Nun aber erzielte der Mittelfeldspieler sein zweites Saisontor, das erste seit dem 3:1-Erfolg über den 1. FC Nürnberg Mitte Dezember. Die Erleichterung war nicht nur Kainz nach dem Treffer anzumerken, auch der Jubel der Mannschaftskollegen fiel besonders euphorisch aus. Am Ende reichte es dennoch nicht für drei Punkte und somit auch nicht für ein positives Fazit. „Man ist dann natürlich nicht so happy, wenn man nicht gewinnt“, sagte Kainz – zumal sich der Punkt wie eine Niederlage angefühlt haben muss.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Choreo sorgt für Diskussionen beim 1. FC Köln

Die Choreografie der Anhänger des 1. FC köln sorgt für Diskussionen.
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Choreo sorgt für Diskussionen beim 1. FC Köln

Vor dem Duell der Geißböcke gegen Fortuna Düsseldorf war im Kölner Fanblock ein Banner zu sehen. Dieses sorgt nun für Gesprächsstoff. Auch FC-Sportdirektor Christian Keller äußerte sich zu der Darstellung. Die Choreografie der Anhänger des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen.

Große Banner und Spruchbänder gehören zu den Spielen wie Fangesänge und die Hymne. Doch das im Vorfeld des Rhein-Derbys gezeigte Banner sorgt für Gesprächsstoff. Die Choreografie der Anhänger des 1. FC Köln sorgt für Diskussionen.

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Das von der Polizei im Vorfeld der Begegnung als Risikospiel eingestufte Derby zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf verlief auf dem Spielfeld ruhig. Befürchtete Gewaltszenen und Massenschlägereien wie bei den Begegnungen gegen Magdeburg oder dem HSV blieben abseits des Platzes aus. Es gab jedoch im Vorfeld der Begegnung bei der Anreise der gegnerischen Fans den ein oder anderen Polizeieinsatz. Doch kocht ein Thema rund um die eigentlich sportliche Begegnung hoch und sorgt für mächtig Diskussion. Zum Einmarsch der beiden Teams war in der Südkurve des Kölner Stadions ein riesiges Banner entrollt worden. Die Abbildung darauf zeigte die Glücksgöttin Fortuna, der ein Messer an den Hals gehalten wird. In großen Lettern erschien der Spruch „Glück ist kein Geschenk der Götter“. Die von der aktiven Fanszene der Kölner dargebotenen Choreos werden im Vorfeld mit dem Verein abgesprohen und offiziell genehmigt.

„Man kann sicherlich trefflich über das Motiv der Choreo streiten“

So auch in diesem Fall. Auf die doch heftigen Kritik als Reaktion auf das Plakat reagierte FC-Sportdirektor Christian Keller. Der 46-Jährige erläuterte nach der Begegnung die Hintergründe der Aktion und die Beweggründe für deren Genehmigung. „Wenn sich die Rivalität bestenfalls nur auf dem Platz abspielen soll, muss man vielleicht an einer anderen Ecke ein Zugeständnis machen. Unabhängig davon, ob es einem gefällt oder nicht. Man kann sicherlich trefflich über das Motiv der Choreo streiten. Für mich ist das einfach die Rivalität zwischen zwei Fanszenen, die in dieser Kultur so normal ist. Ob sie dem Otto Normalverbraucher gefällt, ist etwas anderes“, so Keller. „Das Wichtigste ist bei so einem emotionsgeladenen Derby, dass es friedlich verläuft. Es gab fast gar nichts.“

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Zum Motiv des Banners ergänzte Keller: „Wir haben nichts Diskriminierendes in dem Motiv gesehen und auch keinen Aufruf zur Gewalt. Wir konnten mit dem Motiv leben, schön haben wir es nicht gefunden.“ Ganz so gewaltfrei lief das Derby dann allerdings doch nicht ab. Offenbar war es in der zweiten Halbzeit doch zu Auseinandersetzungen der beiden Fanslager gekommen. Auf dem Oberrang der Nordtribüne versuchten die Anhänger der Teams offenbar, Absperrungen zu übersteigen und warfen Bengalos. Die Polizei griff ein und kontrollierte die Lage. Zu schwereren Auseinandersetzungen kam es nicht.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Ex-Kölner nutzt Abwehr-Patzer: U21 des 1. FC Köln verliert auf Schalke

Patrik Kristal für die U21 des 1. FC Köln
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Ex-Kölner nutzt Abwehr-Patzer: U21 des 1. FC Köln verliert auf Schalke

Die U21 des 1. FC Köln kassiert die zweite Niederlage gegen Schalke 04 nach der Winterpause: Das Duell der Zweitvertretungen bei der U23 des FC Schalke 04 ging mit 0:1 (0:1) verloren. Das Tor des Tages erzielte der Ex-Kölner Tidiane Toure, der einen groben Aussetzer der FC-Defensive ausnutzte.

Ausgerechnet der Ex-Kölner Tidiane Toure traf für Schalke 04. Nach dem Treffer gelang es den Kölnern nicht mehr, noch auszugleichen. Die U21 des 1. FC Köln kassiert zweite Niederlage gegen Schalke 04.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Heimerfolg gegen Wiedenbrück acht Tage zuvor auf drei Positionen: Der Kapitän Marco Höger fehlte gelb-rot-gesperrt, Emin Kujovic stand im Zweitliga-Kader für das Derby gegen Fortuna Düsseldorf und Yannick Mausehund fällt für den Rest der Saison verletzt aus. Rijad Smajic rückte dafür in die Innenverteidigung. Zudem starteten Teoman Akmestanli nach abgesessener Gelbsperre und der Routinier Stephan Salger. Die U21 erwischte im Parkstadion den besseren Start, kontrollierte die Partie vom Anstoß weg, fand jedoch keinen Weg in den gegnerischen Strafraum. Es entwickelte sich eine Partie ohne Höhepunkte auf beiden Seiten, in der die Gastgeber aus dem Nichts in Führung gingen.

U21 des 1. FC Köln kassiert zweite Niederlage gegen Schalke

Die Königsblauen profitierten dabei aber von einem kapitalen Aussetzer der Kölner Hintermannschaft. Timothe Rupil schlug den Ball aus dem Mittelfeld hoch an die linke Sechzehner-Ecke des FC. Jonas Nickisch und Teoman Akmestanli fehlte dabei die Abstimmung, Akmestanli köpfte den Rückpass am herauslaufenden Nickisch vorbei.  Ausgerechnet der Ex-Kölner Tidiane Toure nutzte das Geschenk und drückte den Ball ins leere Tor zum Schalker 1:0 (36.). Dies entpuppte sich in der Folge als kleiner Wirkungstreffer für die Kölner. Sbonias wechselte zur zweiten Hälfte zweimal aus: Der bereits verwarnte Rijad Smajic kehrte ebenso nicht auf den Rasen zurück wie auch der bis dahin blasse Patrik Kristal. Dafür kamen Jakob Krautkrämer und Joao Pinto ins Spiel. Meiko Sponsel rückte dafür von der rechten Abwehrseite ins Zentrum, Krautkrämer bearbeitete fortan die rechte Seite.

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Die Wechsel entfalteten auf dem Platz jedoch zunächst keine große Wirkung zugunsten des Kölner Spiels. Erst nach rund einer Stunde zeigte die U21 etwas mehr Zug zum gegnerischen Strafraum, zwingende Torgefahr blieb jedoch weiterhin lange Zeit aus. Erst Jaka Potocnik hatte in der Schlussminute gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch zunächst am Schalker Schlussmann Faaris Yusufu und setzte den Nachschuss am langen Eck vorbei (90.). Und so stand unterm Strich ein schmeichelhafter Heimerfolg für die Königsblauen, denen ein Aussetzer in der Kölner Abwehr für drei Punkte reichte.

1. FC Köln U21: Nickisch – Sponsel, Smajic (46. Krautkrämer), Özkan, Akmestanli – Strauch (77. Saliger), Salger – Kristal (46. Pinto), Potocnik, Süne – Ouro-Tagba (65. Schmitt). Tor: 1:0 Toure (36.).



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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Gegentreffer sorgt für Frust und Unverständnis beim 1. FC Köln

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Gegentreffer sorgt für Frust und Unverständnis beim 1. FC Köln

Über das Handspiel gab es wenig Diskussionen, über die Vorgeschichte schon. Düsseldorf entführt nach einem Last-Minute-Elfmeter einen Punkt beim 1. FC Köln: Frust nach umstrittenen Elfmeter.

Sichtbar enttäuscht war Gerhard Struber nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldrof. Vor allem mit einer Szene haderte der Kölner Coach des 1. FC Köln: Frust nach umstrittenen Elfmeter.

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So ein wenig hatte es dann doch von dem Hinspiel. Der FC war in Düsseldorf die bessere Mannschaft, gab den Ton an und führte. Damals erzielte Jona Niemiec mit einem „Tausend-Gulden-Schuss“ wie Gerhard Struber den Treffer am vergangenen Donnerstag bezeichnete den späten Ausgleich. Ein „Tausend-Gulden-Schuss“ war der Ausgleich am Sonntag nicht, ein glücklicher in gewisser Weise schon. Denn über die Entstehung gab es am Sonntag dann doch einige unterschiedliche Ansichten. Den Elfmeter gab Schiedsrichter Michael Bacher aufgrund eines Handspiels, das wiederum so eindeutig war, dass es über die Sanktion keine zwei Meinungen geben konnte. Joel Schmied, bis dahin mit seinem solidesten Auftritt für den FC, sprang seltsam unkontrolliert zum Ball und spielte jenen mit der Hand – eine zweifelsohne unnatürliche Handbewegung, ein berechtigter Strafstoß, wenn auch zu einem höchst unglücklichen Zeitpunkt.

„Ein ganz klares Foulspiel“

Schmied verursachte so also den Strafstoß, der wiederum zum 1:1-Ausgleich führte. „Er weiß ja selber, dass er in dem Moment diesen Blackout gehabt hat. Sowas kann vorkommen. Das tut uns heute natürlich sehr weh, weil wir dem Gegner damit Punkte schenken“, befand Gerhard Struber nach der Begegnung. Strittig war dagegen die Entstehung des Elfmeters. Denn nur wenige Augenblicke zuvor hatte Linton Maina mal wieder Tempo aufgenommen, setzte zum Konter an, wenn auch im direkten Zweikampf mit Valgeir Lunddal. Und der hinderte den Kölner dann am Umschaltmoment und das zumindest mit sehr strittigen Mitteln. Wobei die Meinungen der FC-Akteure doch schon sehr eindeutig ausfielen. „Er hat seine Hand am Hals und bringt Linton zu Fall und bringt ihn aus dem Gleichgewicht“, sagte etwa Florian Kainz. „Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Foulspiel an Linton.“

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„Oft ist es gut, ein kritisches Feedback zu bekommen“

Doch Schiedsrichter Bacher hatte die Szene eben nicht als klares Foulspiel gewertet, eher als gar kein Foulspiel. „Linton hat die klar bessere Position zum Ball, wird dann vom gegnerischen Spieler gehalten, der eh schon zwei Köpfe größer ist und dann noch die Hände braucht“, sagte Timo Hübers. „Da steht ein Linienrichter drei Meter daneben.“ Tatsächlich wurde die Szene vom VAR auch überprüft. Ein Vergehen stellte kein Unparteiischer fest. Und das brachte Gerhard Struber ein wenig auf die Palme. Zumindest so, dass er seine Meinung dann auch dem Schiedsrichter kundtat. „Ich habe ihm ein Feedback gegeben. Es war kritisch“, sagte der Kölner Coach. „Oft ist es gut, ein kritisches Feedback zu bekommen. Ich bin da immer ganz dankbar. Der Schiri war es ganz offensichtlich nicht.“ Und so erhielt auch der Kölner Coach nach dem Spiel noch seine Verwarnung.

Am Ende des Tages änderte sein Einspruch nichts mehr, am Ergebnis die Entscheidung des Schiedsrichters dagegen schon. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Fortuna nachezu 80 Minuten lang gar nichts auf die Beine gestellt bekam, sich kaum eine Chance erspielte. Auch Fortunen-Trainer Daniel Thioune schätzte das Spiel ähnlich ein, hatte den FC ebenfalls über einen Großteil der Begegnung als die bessere Mannschaft gesehen. Das Foul an Linton Maina wollte der Düsseldorfer Coach dann aber so halten wie Schiedsrichter Michael Bacher. Genauer kommentierte Thioune die Szene nicht mehr.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

FC kassiert wieder Last-Minute-Ausgleich gegen Düsseldorf

Florian Kainz erzielt das zwischenzeitliche 1:0
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FC kassiert wieder Last-Minute-Ausgleich gegen Düsseldorf

Der FC hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst und das erneut durch einen Gegentreffer in letzter Minute sowie einen Strafstoß. Der 1. FC Köln spielt gegen Fortuna Düsseldorf 1:1.

Ein sehenswerter Treffer von Florian Kainz reicht dem FC nicht. Der 1. FC Köln spielt gegen Fortuna Düsseldorf 1:1 und verpasst den Sprung an die Tabellenspitze. Florian Kainz erzielte das 1:0, Ísak Bergmann Jóhannesson glich per Elfmeter aus.

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Gerhard Struber stellte seine Startelf erwartungsgemäß um. Alleine schon, weil Jan Thielmann gelbgesperrt ausfiel. Für den U21-Nationalspieler lief Jusuf Gazibegovic auf. Außerdem feierte Imad Rondic sein Startelf-Debüt. Der Winter-Neuzugang stand für Damion Downs in der Anfangsformation, der noch in der vergangenen Woche angeschlagen einige Trainingseinheiten verpasst hatte. Die erste Offensiv-Aktion gehörte aber Gazibetgovic, der es aus 20 Metern mal probierte, aber noch deutlich verzog (4.). Der FC machte das Spiel, ließ so aber Platz für Räume. Dženan Pejčinović spielte auf der linken Seite Myron van Brederode frei, der Marvin Schwäbe mit einem ersten Flachschuss prüfte, aber vor keine großen Herausforderungen stellte (9.). Der FC begielt aber weiterhin die Kontrolle, tat sich aber erwartungsgemäß im Schlussdrittel schwer.

Kastenmeier pariert Ljubicic-Schlenzer

Erst nach knapp 20 Minuten fand Linton Maina das erste Mal einen Abschluss, der auch das Tor erreichte, aber Florian Kastenmeier war da. Düsseldorf erarbeitete sich auch einige längere Ballbesitzphasen, doch die Kölner Defensive stand gut und sorgte selbst für Offensivmomente. Eine Flanke von Leart Pacarada landete bei Gazibegovic, der aber über das Tor köpfte (21.). Nur eine Minute später spielte Rondic Dejan Ljubicic frei, dessen Schlenzer von Kastenmeier pariert wurde (22.). Ljubiviv brachte anschließend eine scharfen Ball vors Tor, doch Mathias Olesen kam einen Schritt zu spät (23.). Der FC war kurzfrstig am Drücker, Düsseldorf fand nur noch selten Entlastung. Doch auch dem Gastgeber fiel nach dieser Druckphase zunehmend weniger ein. So war es eine Art Verzweiflungsversuch von Kainz kurz vor der Halbzeit, die es auf die Torschussstatistik schaffte (43.).

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Gerhard Struber reagierte schon zur Pause, brachte Luca Waldschmidt für den gerade in der Offensive unauffälligen Mathias Olesen, dafür rückte Ljubicic eine Kette zurück. Der FC spielte weiter munter nach vorne und eine Flanke von Waldschmidt kam gefährlich Richtung zweiten Pfosten, Maina einen Schritt zu spät (51.). Auch Düsseldorf bemühte sich, doch mehr als ein vollkommen verunglückter Versuch von Pejčinović war lange nicht drin (52.). Die Kölner strahlten weiterhin viel Dominanz aus, erhielten auch immer mal wieder Umschaltmomente, spielten diese aber nicht sauber zu Ende. So verpasste Ljubicic eine scharfe Hereingabe von Maina nur knapp (55.). So wirklich zwingend wurde es aber nicht. Florian Kainz versuchte es mal aus 20 Metern mit einem Direktschuss, der aber Kastenmeier nicht wirklich forderte (65.).

Kainz bringt den FC auf Erfolgskurs, Düsseldorf gleicht aus

Besser machte es Kainz nach einer ganz starken Hereingabe von Maina. Der Offensivspieler tankte sich auf der linken Seite durch, spielte clever zurück auf den Österreicher, der an der Sechzehnerlinie lauerte und überlegt einschob (68.). Düsseldorf tat fortan mehr für das Spiel, wollte sich nicht geschlagen geben und wurde gefährlich. Unter anderem retteten Gazibegovic und Timo Hübers im Verbund (72.). Der FC stand nun tief, ließ Düsseldorf kommen. Und die Fortuna kam. Unter anderem legte der eingewechselte Vincent Vermeij den Ball aus wenigen Metern über Schwäbe, aber auch über das Tor (82.). Und die Fortuna erhielt die Chance es präziser zu machen. Nach einer Flanke bekam Schmied den Ball an die Hand, Schiedsrichter Michael Bacher entschied auf Elfmeter. Allerdings war der aktion ein Foul an Maina vorausgegangen, das der Schiedsrichter necht gesehen hatte.

Ísak Bergmann Jóhannesson verwandelte gegen Schwäbe sicher. Der FC warf noch einmal alles nach vorne, doch der erhoffte Siegtreffer fiel nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Köln zu Gast beim Karlsruher SC.


FC: Schwäbe – Heintz, Schmied (90. Tigges), Hübers- Pacarada, Olesen (46. Waldschmidt), Kainz, Gazibegovic (Telle) – Ljubicic, Maina, Rondic (56. Downs) – Tore: 1:0 Kainz (68.), 1:1 Jóhannesson (90.)


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Der FC und das Problem von der Bank: Mehr als 50 Einwechslungen, nur fünf Torbeteiligungen

Gerhard Struber wirkt beim Spiel des 1. FC Köln nachdenklich
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Der FC und das Problem von der Bank: Mehr als 50 Einwechslungen, nur fünf Torbeteiligungen

Auch am vergangenen Spieltag gegen Magdeburg wurde einmal mehr deutlich, dass die Kölner ihre Probleme haben, in der Schlussphase, noch einmal für Gefahr zu sorgen. Die Bilanz im Vergleich zur Konkurrenz fällt erstaunlich schwach aus. Beim 1. FC Köln fehlt die Gefahr von der Bank.

Alleine vier ehemalige oder aktuelle A-Nationalspieler saßen am vergangenen Spieltag bei den Geißböcken auf der Bank. Nach der Einwechslung erzeugten die Geißböcke aber mal wieder kaum Gefahr. Es zeigt sich auch weiterhin ein altes Problem: Beim 1. FC Köln fehlt die Gefahr von der Bank.

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Als Daniel Heger den Ball über die Linie gedrückt hatte, reagierte Gerhard Struber schnell. Vier Minuten nach der Führung der Magdeburger brachte der Kölner Coach am vergangenen Spieltag mit Imad Rondic eine weitere Offensivkraft, löste die Dreierkette mit der Auswechslung von Joel Schmied auf, um noch mögliche Impulse zu setzen. Erst wenige Minuten zuvor waren Luca Waldschmidt und Jusuf Gazibegovic gekommen. Unterm Strich verpufften aber alle Maßnahmen. Der FC kassierte eine deutliche 0:3-Pleite gegen das Team aus Sachsen-Anhalt und erzeugte vor allem in der Schlussviertelstunde auch so gut wie keine Gefahr mehr. Die Niederlage ging gerade aufgrund der zweiten Halbzeit wohl auch in Ordnung. „Ich denke, dass unser Spiel an sich einfach Substanz kostet. Wir investieren viel, wir geben viel“, sagte Gerhard Struber am Freitag. Umso wichtiger wäre eine funktionierende Bank.

Kölner Bank mehr wert als der Kader einiger Konkurrenten

Das Gefühl, dass die Kölner ab gerade dort wenig positive Impulse setzen, ist kein neues, aber eigentlich doch ein erstaunliches. Denn bei den Kölnern saßen mit unter anderem Jusuf Gazibegovic, Max Finkgräfe, Luca Waldschmidt oder Denis Huseinbasic Spieler auf der Bank, die laut des Online-Portals transfermarkt.de auf einen Marktwert von deutlich mehr als 15 Millionen Euro kommen. Wenn man so will, liegt der Marktwert der Kölner Bank regelmäßig über dem Gesamt-Kaderwert von Mannschaften wie Ulm, Münster oder Regensburg. Am vergangenen Spieltag saßen beim FC – trotz enger Personalsituation – auch vier ehemalige oder aktuelle A-Nationalspieler auf der Bank. Es ist also nicht so, dass der FC nicht gurndsätzlich mit Qualität nachlegen könnte.

Wohl einige Mannschaften der 2. Bundesliga würden sich die Kölner Ersatzspieler für ihre Startelf gut vorstellen können. Und doch ist die Bilanz der Joker in dieser Spielzeit eher überschaubar. Der FC kommt in dieser Saison auf vier Jokertore. Damion Downs war zwei Mal nach seiner Einwechslung erfolgreich, Luca Waldschmidt und Linton Maina jeweils ein Mal. Der Außenspieler traf bekanntlich im ersten Duell gegen den Hamburger SV nach seiner Einwechslung, gehört aber seitdem zum uneingeschränkten Stammpersonal. Mit Florian Kainz bereitete ein weiterer Einwechselspieler ein Tor vor. Die weiteren Offensiveinwechslungen, insgesamt mehr als 50, blieben ohne Torbeteiligung. Zum Vergleich: Der kommende Gegner aus Düsseldorf kommt auf elf Tore und 18 Torbeteiligungen seiner Joker, genauso wie der Hamburger SV, der SC Paderborn auf immerhin 17.

FC erzielt nur selten späte Tore

In der Schlussviertelstunde haben die Kölner erst sechs Saisontore geschossen und sind damit von den Aufstiegskandidaten einer der schlechteren. Der HSV kommt beispielsweise auf 15 Treffer in der Crunchtime, Paderborn auf 14. Das ist möglicherweise auch dem Verletzungspech der Kölner in der Offensive geschuldet, aber eben nicht nur. Wenn der FC am Sonntag gegen Düsseldorf antritt, hat sich die Personalsituation deutlich entspannt. Zumindest dürften die Sorgenfalten von Gerhard Struber weniger geworden sein. So werden auf der Bank erneut einige Spieler mit Rang und Namen Platz nehmen – wichtig wäre, dass sie nun auch nach der Einwechslung funktionieren.



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Stärkste oder schwächste Liga?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

So will der FC gegen Düsseldorf punkten