Nach Verletzungspech beim 1. FC Köln: Rücken jetzt die nächsten Youngster auf?
Simon Bartsch
Durch die aktuelle Verletzungsmisere bei den Geißböcken könnten sich nun neue Möglichkeiten eröffnen. So könnte es für Talente wie Cenny Neumann die Option geben, vielleicht schon gegen RB Leipzig einen Platz im Kader der Profis zu erlangen: Rücken die Talente nun auf beim 1. FC Köln?
Bereits ins Trainingslager nach La Nucia hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok einige „Jungdachse“ zu Beginn des Jahres mitgenommen – und diese gelobt. Nun könnte es durch die verletzungsbedingten Ausfälle zu Nominierungen bei den Profis kommen.
Bernie Lennemann und Cenny Neumann in La Nucia (Foto: come-on-fc.com)
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Dass Lukas Kwasniok gerne bei seinen Aufstellungen rotiert, ist mittlerweile bekannt. Die Diskussionen um die Maßnahme reißen in den Sozialen Medien nicht ab. Zur Wahrheit gehört natürlich auch die Verletzungsmisere der Geißböcke. Die Ausfälle von Alessio Castro-Montes und Linton Maina treffen den FC in der Vorbereitung auf die kommenden Spiele auf dem komplett falschen Fuß. Beide befinden sich zurzeit in Topform und ausgerechnet jetzt stehen die ohnehin schweren Spiele gegen Mannschaften wie RB Leipzig, den VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim an. Und so wird Kwasniok auch für die kommenden Begegnungen wieder kräftig puzzeln müssen – wenn auch gar nicht so sehr in der Defensive – wie in den vergangenen Wochen.
Rücken andere Youngster in den Fokus
Möglicherweise bietet die Misere allerdings auch anderen Spielern eine Chance. Denn offensichtlich hat der Kölner Coach zuletzt seine Liebe für den eigenen Nachwuchs gefunden. Noch in der Hinrunde war der Tenor meist, dass die Eigengewächse eher 90 Minuten beim Nachwuchs spielen als 85 Minuten bei den Profis die Bank drücken sollen. Mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang wurden zuletzt aber zwei Youngster hochgezogen, die ihre ersten Einsätze und Minuten im Profikader sammeln durften. Schon ins Trainingslager nach La Nucia im Januar hatte Kwasniok einige Talente mitgenommen und seinen „Jungdachsen“ zumindest die Option auf Spielzeit bei den Profis in Aussicht gestellt. Nun könnten die jüngsten Verletzungen durchaus auch weitere Youngster in den Fokus rücken.
Gut möglich zum Beispiel, dass Cenny Neumann gegen Leipzig erneut in den Kader rückt. Der Rechtsverteidiger schnupperte gegen Bayer Leverkusen Mitte Dezember erstmals Profi-Luft. Nun könnte die nächste Berufung anstehen und das ausgerechnet gegen Leipzig. Von den Sachsen war der Rechtsverteidiger im Sommer an den Rhein gewechselt, bei den Sachsen spielte der 19-Jährige seit seinem elften Lebensjahr. Es wäre sicher ein besonderes Spiel für den Youngster, der aktuell bei der U21 spielt und dem man beim FC durchaus auch viel zutraut. Auch andere Spieler trainierten unter der Woche bei den Profis mit und könnten nun ihre Kader-Chance erhalten – zumindest in der Theorie. Nilas Yacobi und Etienne Borie rückten auch aufgrund der jüngsten Verletzungen in den Kader auf.
Stürmer Yacobi dürfte es aber angesichts der Chancen von Schenten und Niang aktuell noch schwer haben, für Borie ist die Konkurrenz durch die Verpflichtung von Felipe Chávez nicht kleiner geworden. Der offensive Mittelfeldspieler hatte allerdings im Trainingslager in Bad Waltersdorf schon sehr überzeugt.
Transfer vs. Talent: Der schwierige Balanceakt zwischen Nachwuchs-Förderung und sportlichen Zielen beim 1. FC Köln
Hendrik Broschart
Der Auftritt der Kölner U19 war überzeugend, der Abend beeindruckend, die Leistung und das Potenzial der Youngster vielversprechend. Aber: Während Eigengewächse wie Fayssal Harchaoui auf ihre Chance bei den Profis warten, holt der FC mit Transfers wie Felipe Chávez neue Konkurrenz von außer Haus. Passt das zusammen?
Die ganz großen Namen hat der FC in diesem Winter nicht verpflichtet. Dafür aber junge Spieler, die auf höchstem Niveau ausgebildet wurden, die ein Zukunftsversprechen sein können. Auf der anderen Seite drängen sich Kölner Eigengewächse auf, die auf eine Zukunft beim FC hoffen.
Felipe Chávez im Training gegen Eric Martel
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Für die meisten der Nachwuchskicker, die im Youth-League-Kracher des 1. FC Köln gegen Inter Mailand auf dem Platz standen, war es mit großer Wahrscheinlichkeit das bislang größte Spiel ihrer Karriere. Trotz der 1:3-Niederlage war unübersehbar, mit welcher Intensität die Young Goats darum kämpften, ihre Europapokalgeschichte weiterzuschreiben. Gegen die Nerazzurri hielten sie die Partie bis tief in die Nachspielzeit offen. Die Reise der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck zeigte, dass der FC mit seinen Talenten auch international konkurrenzfähig ist. Spieler wie Fayssal Harchaoui oder Assad Kotya-Fofana stehen exemplarisch für eine Ausbildung, die Perspektiven eröffnet und gezielt auf den Profifußball vorbereitet.
Die langfristige Vertragsverlängerung von Fynn Schenten bis 2030 verstärkt zunächst den Eindruck, dass der Weg aus dem Geißbockheim in den Profifußball beim 1. FC Köln klarer und gradliniger ist als bei manch anderem Bundesligisten. Diese Entwicklung ist auch das Ergebnis der Transfer- und Kaderstrategie von Sportdirektor Thomas Kessler. Doch genau dort gibt es Anzeichen eines Widerspruchs, der hinter der aktuellen Euphorie hervorblitzt. Während die eigenen Talente auf ihren nächsten Schritt hoffen, holt der FC mit Spielern wie Felipe Chávez externe Nachwuchskräfte hinzu, die sofort um dieselben Plätze konkurrieren. Erschwert der Verein seinen Eigengewächsen durch solche Transfers den Weg in die erste Mannschaft und nimmt ihnen wertvolle Entwicklungschancen? Wie durchlässig ist der Weg nach oben tatsächlich, wenn sportlicher Anspruch und Kaderplanung aufeinandertreffen?
Entscheidungen, die weh tun
Auftritte wie jener gegen Inter Mailand sind der Grund, warum die Verantwortlichen am Geißbockheim alles daransetzen, Fayssal Harchaoui im Verein zu halten. Und ihn behutsam an den Profifußball heranzuführen. Anstatt ihn ziehen zu lassen, soll der Sechser offenbar bewusst Spielklassen tiefer an die physischen und taktischen Anforderungen der Beletage herangeführt werden. Gegen Mailand trieb der U17-Weltmeister den Ball mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit durchs Zentrum. Er suchte konsequent den Weg nach vorne und setzte Mitspieler mit präzisen Schnittstellenpässen wirkungsvoll in Szene.
Die Vorstellung, dass ein Spieler mit diesen Fähigkeiten perspektivisch auch im Team von Lukas Kwasniok eine Rolle einnehmen könnte, ist naheliegend. Doch sie wirkt dann auch wieder fragil, seit der FC verstärkt externe Talente wie Felipe Chávez oder andere Profile aus renommierten Nachwuchsleistungszentren an Bord holt. Die gestiegene Attraktivität des Klubs für solche Leih- und Transferlösungen wird damit zur Geduldsprobe für die Eigengewächse. Gleichzeitig entsteht für Sportdirektor Thomas Kessler eine heikle strategische Frage: Wie geht man mit einem starken Jahrgang um? Ein Jahrgang, der sichtbar bereit für höhere Aufgaben ist, wenn der Weg nach oben immer enger wird? Mit fortschreitender Entwicklung dürften sich Spieler wie Harchaoui jedenfalls nicht dauerhaft mit der Rolle des Wartenden zufriedengeben.
Ruthenbeck: „Es fehlen die entscheidenden paar Prozent“
Eine ähnlich komplexe Konstellation deutet sich auch bei Innenverteidigern wie Assad Kotya-Fofana an. Der 17-Jährige zeigte gegen Inter Mailand eine reife und abgeklärte Defensivleistung und ist längst eine feste Größe im Team von Stefan Ruthenbeck. Seine Entwicklung verläuft konstant, sein Profil ist klar, und damit rückt zwangsläufig auch bei ihm die Frage nach dem nächsten Schritt in Richtung Profimannschaft in den Fokus. Doch auch auf dieser Position scheint der Weg nach oben alles andere als frei. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat der FC einen Verteidiger-Typus verpflichtet, der nach seinem Wechsel von der Insel vor allem mit seinen spielerischen Qualitäten überzeugt. Hinzu kommen die derzeit verliehenen Eigengewächse Julian Pauli bei Dynamo Dresden und Elias Bakatukanda bei Blau-Weiß Linz, die mittelfristig ebenfalls Ansprüche anmelden dürften.
Für Youngster wie Kotya-Fofana gilt damit ein ähnliches Grundproblem: Die Perspektive ist vorhanden, doch die interne Konkurrenz wächst möglicherweise schneller, als es der eigene Unterbau verkraften kann. Stefan Ruthenbeck bewertete diese brisante Konstellation folgendermaßen: „Die Cheftrainer machen sich am meisten Gedanken darüber, wie ein Spiel gewonnen werden kann. Es ist immer einfach zu sagen, dass sie Mut haben und einfach mal ein Talent reinschmeißen sollen. Aber das bedeutet dann auch, dass andere Spieler nicht berücksichtigt werden können“, sagte der Nachwuchscoach im Oktober gegenüber dem Express. Wenn es dann darum ginge, die Klasse zu halten oder aufzusteigen fehlten bei den Talenten seiner Einschätzung nach „[…] die entscheidenden paar Prozent. Ich finde, das hat auch mit Respekt den Trainern gegenüber zu tun. Die müssen immer genau abwägen, was am besten für die Mannschaft ist“, schlussfolgerte Ruthenbeck.
Es ist ein Balanceakt
Und dann ist da noch die andere Seite: Denn es darf nicht unterschlagen werden, dass ein Verzicht auf den Transfer von Felipe Chávez allein aus Rücksicht auf den eigenen Nachwuchs kaum realistisch ist. Die Rahmenbedingungen des Geschäfts sind so gestaltet, dass alle Parteien nachts ruhig schlafen können. Thomas Kessler handelte ein Leihmodell mit Kaufoption aus, während sich der FC Bayern zusätzlich eine Rückkaufklausel sicherte. Für Chávez selbst ist es die Chance, auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Ein junger Spieler mit spürbarem Ehrgeiz, der den Wettkampf sucht.
Gleichzeitig sendet der 1. FC Köln weiterhin deutliche Signale an den eigenen Nachwuchs. Auch ein Blick auf den Ligavergleich zeigt, dass der FC beim Einsatz eigener Nachwuchsspieler konstant in der oberen Tabellenhälfte rangiert. Genau hier liegt jedoch die eigentliche Herausforderung. Sportliche Ambitionen und kluge Transferentscheidungen so auszubalancieren, dass der Weg aus dem Geißbockheim in die erste Mannschaft nicht nur als Versprechen existiert. Es soll eine realistische Perspektive für eine Generation, die längst an die Tür klopft.
Unglaubliches Verletzungspech beim 1. FC Köln – und wieder trifft es die formstarken Spieler
Simon Bartsch
Linton Maina und Alessio Castro-Montes sind aktuell aus der Mannschaft der Geißböcke nicht wegzudenken. Doch Lukas Kwasniok muss auf die beiden verzichten. Und das vor den schweren Aufgaben des 1. FC Köln: Wieder fallen besonders formstarke Spieler verletzt aus.
Die Verletzungsliste bei den Geißböcken ist ungewohnt und erschreckend lang. Nun kommen zwei weitere Spieler dazu. Und nicht zum ersten Mal sind es Akteure, die gerade besonders performen und nun Wochen fehlen werden.
Linton Maina und Alessio Castro-Montes werden dem FC fehlen
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Für Verletzungen – und besonders für langwierige und strukturelle – gibt es im Grunde nie einen guten Zeitpunkt. Und doch scheinen die aktuellen Ausfälle auf der anderen Seite absolut zur Unzeit zu kommen. Die Gründe sind vielschichtig. In erster Linie hat es nun mit Alessio Castro-Montes und Linton Maina zwei Spieler erwischt, die sich in einem absoluten Formhoch befinden. Der Belgier und der gebürtige Berliner stehen zurzeit symbolisch für die jüngste positive Entwicklung bei den Geißböcken. Maina erzielte in den vergangenen vier Spielen zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Und das, nachdem der 26-Jährige in der Hinrunde keine große Rolle gespielt hat. Drei Mal stand Maina bis zum Jahresende in der Startelf, einen Scorer sammelte der Flügelspieler nicht.
Die Liste der Verletzten ist lang
Mit dem neuen Jahr bekam der Offensivspieler das Vertrauen des Trainers und zahlte es zurück. Maina hat sich den Startelf-Platz zurück erkämpft und hoffte zuletzt, dass der Lauf so weiter gehe. Worte, die zumindest inhaltlich auch von Alessio Castro-Montes stammen könnten. Denn auch der Belgier erlebte eine Hinrunde zum Vergessen. Bei beiden Akteuren wurde bereits darüber spekuliert, dass sie den Verein im Winter vielleicht verlassen würden. Doch mit dem Jahresbeginn kam die Leistungssteigerung. Auch Castro-Montes befindet sich in guter Verfassung, bereitete zunächst drei Treffer vor, spielte zuletzt stark in der Kölner Defensive als rechter Verteidiger der Viererkette. Nun fallen beide mit strukturellen Verletzungen vermutlich wochenlang aus. Maina mit einem Rippenbruch, Castro-Montes mit einer muskulären Verletzung.
Und das ist in dieser Saison beim FC wahrlich nichts Neues. Die Kölner sind ohnehin vom Verletzungspech verfolgt. Doch aktuell macht es den Anschein, als würden bei den Geißböcken besonders oft Spieler ausfallen, die gerade besonders gut performen. Jahmai Simpson-Pusey hatte etwa einen besonders beeindruckenden Jahresauftakt gefeiert. Der 20-jährige Innenverteidiger hatte bei Celtic in der Hinrunde überhaupt keine Rolle gespielt. Die Leihe war also mit einem gewissen Risiko verbunden. Und mit der Frage nach einer weiteren Soforthilfe. Doch die Antwort gab der Engländer. Wenn auch „nur“ drei Spiele. Dann folge ebenfalls eine muskuläre Verletzung. Joel Schmied erwischte es im November. Zu einem Zeitpunkt, zu dem sich der Schweizer ebenfalls festgespielt hatte.
Kwasniok wird wieder puzzeln müssen
Noch im Sommer gab es nicht wenige Fans und Beobachter, die ihre Zweifel an der Bundesliga-Tauglichkeit des Abwehrspielers hatten. Die hat Schmied unter Beweis gestellt. Auch Dominique Heintz blühte einmal mehr auf, kurz bevor er sich ebenfalls verletzte. Timo Hübers war als Abwehrchef vor seiner schweren Knieverletzung ohnehin gesetzt, Rav van den Berg vor seiner Schulter-Op zumindest ein Startelf-Kandidat. Schon in der Hinrunde verpasste gerade die Innenverteidiger aufgrund von Verletzungen fast 50 Prozent der möglichen Einsätze – ein unglaublicher Wert. Nun betrifft es auch Spieler in der Offensive. Lukas Kwasniok wird also auch in den kommenden Wochen wieder puzzeln müssen. Und in diesen Fällen sicher nicht aus Leistungs- oder taktischen Gründen.
Die nächste Personalie: Auch eine Nationalspielerin verlängert
Simon Bartsch
Bei den Fußballerinnen des FC geht es in Sachen Personalien Schlag auf Schlag. Nun steht die nächste an: Celina Degen verlängert beim 1. FC Köln. Die 24-Jährige bleibt ebenfalls bis 2028.
Die Verantwortlichen der Kölner Fußballerinnen wollen offenbar frühzeitig mittelfristige Planungen unter Dach und Fach bringen. Denn am Donnerstag vermeldete der Verein die nächste Vertragsverlängerung. Und nun auch die einer Leistungsträgerin. Celina Degen bleibt bis 2028 beim FC.
Celina Degen wird bis 2028 für den FC auflaufen (Foto: Christof Koepsel/Getty Images for DFB)
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Die Österreicherin hat am Donnerstag ihren Kontrakt verlängert und ist nach Amelie Bohnen und Vanessa Leimenstoll die dritte Spielerin, die ihren Vertrag innerhalb der letzten Wochen bis 2028 verlängert hat. Zudem haben auch die Trainer Britta Carlson und Jacqueline Dünker ihre Arbeitspapiere ausgeweitet. Zudem wurde mit Lina Száraz eine talentierte Abwehrspielerin verpflichtet. „Celina Degen fühlt sich bei uns sichtlich wohl und das spiegelt sich in ihren Leistungen wider“, sagt Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball & FC-Akademie weiblich. „Mit ihrem konstant starken Defensivspiel trägt sie maßgeblich dazu bei, dass wir in dieser Saison in der Bundesliga so stabil stehen und damit die Grundlage für unseren Erfolg legen. Wir sind sehr froh, Celina in unseren Reihen zu haben, und freuen uns darauf, den gemeinsamen Weg auch in Zukunft fortzusetzen.“
„Es macht richtig Freude, in diesem Team zu spielen“
Degen ist beim FC absolute Leistungsträgerin und gehört zum Stammpersonal. Im Sommer 2022 wechselte die österreichische Nationalspielerin an den Rhein, kommt mittlerweile auf 65 Einsätze für die Geißböcke. „Es macht richtig Freude, in diesem Team zu spielen. Besonders in dieser Saison, in der wir unsere Spiele gewinnen. Wir haben als Mannschaft einen riesigen Schritt in unserer Entwicklung gemacht. In meiner Zeit hier hatten wir natürlich auch sportlich schwierige Zeiten, aber ich habe das Gefühl, dass wir jetzt die Früchte dafür ernten, dass wir in den vergangenen Jahren hart gearbeitet haben“, sagt Degen. „Wir haben beim FC eine gute Infrastruktur und tolle Menschen, die mit ihrer professionellen Arbeit die Voraussetzung dafür schaffen, damit wir als Mannschaft unsere Leistung bringen und Stück für Stück nach oben klettern können.“
Dieser Weg soll nun gemeinsam weitergehen. Und das zunächst mit dem Heimspiel gegen die SGS Essen am kommenden Montagabend (18 Uhr).
Ein ganz anders geplanter Abschied: Max Finkgräfe kehrt mit Leipzig zum 1. FC Köln zurück
Simon Bartsch
Für Max Finkgräfe dürfte die bevorstehende Begegnung vielleicht das Highlight einer enttäuschenden Saison sein. Der Außenverteidiger ist im Sommer nach Leipzig gewechselt und kommt nicht so recht zum Zug. Am Sonntag gibt es wohl ein Wiedersehen: Max Fingräfe kehrt mit RB zum 1. FC Köln zurück.
Vier Jahre trug Max Finkgräfe das Trikot des 1. FC Köln, wurde vom Jugendspieler zum Shootingstar und U-Nationalspieler. Im Sommer wechselte der 21-Jährige nach Leipzig und kommt dort auf kaum Einsatzzeit. Am Ende hat sich der Wechsel vor allem für den FC gelohnt, der das Eigengewächs eigentlich gar nicht abgeben wollte.
Max Finkgräfe kommt bei RB Leipzig noch nicht zum Zug
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Es waren gleich mehrere Clubs, die vor etwas mehr als einem Jahr um die Gunst des Kölner Eigengewächses buhlten. Als das Winter-Transferfenster damals schloss, war die Hoffnung bei vielen FC-Fans groß, dass Max Finkgräfe beim FC vielleicht doch noch die Kurve, mehr Einsatzzeit bekommen würde. Der Linksverteidiger spielte unter Gerhard Struber bis zum Februar ganze fünf Mal, in der Rückrunde setzte der Österreicher dann häufiger auf das Kölner Talent. Doch so wirklich rund lief es für Finkgräfe nicht mehr. Und schon wieder gab es Gerüchte um einen Wechsel. Und das wiederum ein Jahr nachdem der Außenverteidiger einer der wenigen Lichtblicke bei den Geißböcken in der Abstiegssaison war. Finkgräfe hatte damals auf Zukunfts-Gespräche gehofft, die habe es aber nicht gegeben.
Und so schien ein Wechsel aus Sicht des Spielers nur eine Frage der Zeit. „Ich kann verstehen, dass bei Max eine gewisse Unzufriedenheit herrscht, auch weil er eine hohe Erwartungshaltung an sich selber hat. Ich habe mit ihm schon sehr offen darüber gesprochen und denke, dass seine Entwicklung beim 1. FC Köln noch nicht vorbei ist“, sagte Thomas Kessler im Mai letztes Jahres. Doch sie war im Sommer vorbei. Und das, obwohl dem Abwehrspieler ein Angebot vorgelegen haben soll. Finkgräfe entschied sich trotz laufendem Vertrag gegen einen Verbleib, der FC hätte das Eigengewächs gerne behalten. Leipzig bezahlte letztlich rund vier Millionen Euro und alleine dadurch haben sich die Vorzeichen dieses Transfers verändert.
Drei Einsätze, 37 Minuten
Denn Kessler wusste die Erlöse aus den Transfers von Finkgräfe und auch Damion Downs gut einzusetzen. Der Geschäftsführer der Geißböcke hat dem Kader ein neues Gesicht verliehen, den FC spielt eine beachtliche Runde, zahlreiche Transfers sind gut eingeschlagen, haben ihren Wert bereits gesteigert – ein sportlicher und wirtschaftlicher Gewinn. Die Entwicklung von Finkgräfe hat der FC nicht mehr vorangetrieben, aber sicherlich bei RB Leipzig im Auge behalten. Und die ist sicherlich nicht so vorangeschritten, wie es sich der Youngster erhofft hat. Der Ex-Kölner kommt in der Liga auf drei Einsätze, gerade einmal 37 Spielminuten. In Leipzig ist man bemüht, zu betonen, dass es sich bei Finkgräfe um einen Perspektivspieler handle, der seine Zeit bekomme und da sein soll, wenn David Raum ausfalle.
Das ist aber eher selten der Fall. RB will zudem mit dem Nationalspieler verlängern, baut auf den Kapitän. Die Perspektive ist für Finkgräfe sicherlich nicht die beste. Am Sonntag kehrt der 21-Jährige wieder zurück nach Köln, zu jenem Verein, den Finkgräfe nach eigener Aussage viel zu verdanken habe. Durch Verletzungen war der Spieler im Nachwuchs immer wieder zurückgeworfen worden. Beim FC fand er Halt, das Vertrauen, wurde zum Bundesligaspieler geformt. „Das vergesse ich dem Verein nie“, hatte Finkgräfe 2024 gesagt. Verletzungsbedingt verpasste „Finke“ auch das Hinspiel in Leipzig. Es wird also eine besondere Rückkehr für den ehemaligen FC-Profi. Ob sie mit Einsatzzeit im Kölner Stadion verbunden ist, erscheint aber eher fraglich.
Rippenbruch: Linton Maina fällt aus, auch Alessio Castro-Montes fehlt dem 1. FC Köln
Simon Bartsch
Der FC bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Gleich zwei Spieler fallen nun aus für den 1. FC Köln: Linton Maina erleidet einen Rippenbruch, Alessio Castro-Montes fällt mit einer Muskelverletzung aus. Beide Akteure dürften damit am Sonntag gegen Leipzig nicht zur Verfügung stehen.
Mit dem Anstieg ihrer Formkurve stehen sie aktuell für den guten Rückrunden-Auftakt mit zwei Siegen aus drei Spielen. Nun aber fallen Alessio Castro-Montes und Linton Maina beide aus.
Linton Maina fällt verletzt aus
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Gut gelaunt beantwortete Alessio Castro-Montes am Mittwoch noch die Fragen in einer Mixed Zone. Der Belgier sprach über den Anstieg seiner Formkurve, viel Selbstvertrauen und davon, dass es zurzeit einfach gut laufe. Nun erfährt der 28-Jährige aber einen Dämpfer. Castro-Montes fällt mit einer Muskelverletzung aus, konnte am Donnerstag nicht an der nächsten Einheit vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr, im Liveticker bei come-on-fc.com ab 14.15 Uhr) teilnehmen. Ein Einsatz gegen die Sachsen dürfte damit mehr als unwahrscheinlich sein. Zumal es sich um eine strukturelle Verletzung halten soll. Unmöglich ist dagegen ein Einsatz von Linton Maina. Wie der FC mitteilte, hat sich der Flügelspieler einen Rippenbruch zugezogen und fällt ebenfalls aus.
Auch Heintz und Simpson-Pusey fehlen weiterhin
Das habe eine MRT-Untersuchung ergeben, heißt es vom FC. Maina hatte die Einheit am Mittwoch frühzeitig abgebrochen. Allerdings machte der Flügelspieler nicht den Eindruck, als handle es sich um eine schwere Verletzung. Besonders bitter: Maina erlebte bereits im Januar eine Art Frühling. Nach schweren Saisonauftakt hatte sich der 26-Jährige zuletzt mit starken Leistungen festgespielt. Gegen Wolfsburg erzielte Maina den entscheidenden Treffer und schraubte seine Scorerliste auf drei alleine im Jahr 2026 hoch. Nach wie vor werden auch Dominique Heintz und Jahmai Simpson-Pusey nach ihren Muskelverletzungen keine Rolle spielen. Die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian werden noch Monate ausfallen. Immerhin steht bei Heintz ein zeitnahes Comeback an. Joel Schmied dürfte am Sonntag bereits wieder eine Option sein.
Marius Bülter hatte die Einheit am Mittwoch ebenfalls frühzeitig verlassen, könnte aber rechtzeitig fit werden. Gegen Leipzig will der FC weitere wichtige Punkte sammeln. Ein schweres Unterfangen. Im Hinspiel schlugen sich die Kölner zwar gut, kassierten am Ende dann aber doch eine verdiente 1:3-Niederlage. Nun würde der FC gerne Wiedergutmachung betreiben. Allerdings mit ausgedünntem Kader. Bereits über die gesamte Saison haben die Kölner mit Verletzungen zu kämpfen. Gerade in der Defensive sind die Ausfälle auffallend. In der Hinrunde fehlte Innenverteidiger bei nahezu 50 Prozent aller möglichen Einsätze.
Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit
Simon Hense
Nach wie vor ist er der FC-Shootingstar der Saison. In den vergangenen Partien war der Youngster aber deutlich weniger auffällig als noch in 2025 beim 1. FC Köln: Said El Mala ist auf der Suche nach der Leichtigkeit.
Sieben Tore, drei Vorlagen: Said El Mala spielt eine überragende Debüt-Saison in der Bundesliga. In den vergangenen Wochen baute der Youngster im Vergleich zu der Anfangszeit jedoch etwas ab und erlebt nun seine erste schwere Phase bei den Geißböcken.
Said El Mala vom 1. FC Köln
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Einen Moment gab es gegen den VfL Wolfsburg dann doch noch, in dem Said El Mala seine ganze Qualität zeigte. In der letzten Minute des Spiels behauptete der Shootingstar auf der linken Seite gegen Saël Kumbedi den Ball, zog nach innen, dribbelte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und kam frei vor dem Wolfsburger Tor zum Abschluss. Wölfe-Keeper Kamil Grabara behielt jedoch im Duell die Oberhand. Aber auch ohne ein Tor war es eine typische El-Mala-Szene, in der der Youngster seine große Klasse zeigte. Allerdings war es für die vergangenen Partien des 19-Jährigen ebenfalls passend, dass der Ball nicht reinging. Denn sowohl gegen Wolfsburg als auch zuvor gegen Bayern München, Mainz 05 und den SC Freiburg blieb der Linksaußen ansonsten eher blass – und ohne Torbeteiligung.
„Nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“
Auf sich aufmerksam machen konnten in den Begegnungen andere Spieler wie zum Beispiel Linton Maina. El Mala dagegen hatte kaum auffällige Aktionen und konnte dem Kölner Angriff keine entscheidenden Impulse geben – so wie noch in weiten Teilen der Hinrunde oder zum Jahresauftakt in Heidenheim. Und wenn der Youngster mal in eine gefährliche Situation kam, wie in der Szene gegen Wolfsburg oder bei seiner Großchance nach einem Konter gegen Bayern, fehlte ihm die letzte Präzision im Abschluss. Auch seine gefürchteten Dribblings konnte der 19-Jährige kaum anziehen. Es ist die erste, kleine Schwächephase des Shootingstars im FC-Trikot.
Starke Form anderer kann Druck auf El Mala verringern
Dabei sind Schwächephase für Talente natürlich ganz normal und von Kwasniok auch angedeutet. So ist es zum einen etwas anderes, in der Bundesliga über 34 Spieltage konstant gute Leistungen abzuliefern als in der dritten Liga, wie es El Mala in der vergangenen Spielzeit bei Viktoria Köln getan hat. Zum anderen ist der Kölner Shootingstar immer noch erst 19 Jahre alt. Dass es für ihn speziell in einem so jungen Alter schwierig ist, mit dem Hype und der inzwischen größeren Erwartungshaltung umzugehen, ist nur allzu verständlich. Daher betonte auch Kwasniok, dass man versuche, „behutsam damit umzugehen. Denn natürlich macht das was mit einem. Wir alle haben das nie erlebt.“
Daher erscheint es umso wichtiger für die Geißböcke, dass sie in den vergangenen Partien auch ohne die genialen Momente des Top-Talents zwei Siege holen konnten. Durch die starke Form anderer Spieler wie Tom Krauß, Alessio Castro-Montes oder Maina fällt die Leistungsdelle bei El Mala nicht so sehr ins Gewicht. Denn zuvor war der Linksaußen an fast jedem Kölner Punktgewinnen mit einem Tor oder Vorlage beteiligt, häufig sogar entscheidend. Jetzt kann es Druck von den Schultern des 19-Jährigen nehmen, zu wissen, dass es nicht alleine auf ihn ankommt, die Spiele mit starken Leistungen zu Gunsten der Kölner zu kippen. Dadurch kann der Angreifer vielleicht bald schon wieder befreiter aufspielen sowie die leichte Schwächephase überwinden. Und dann wird er bestimmt trotzdem auch wieder ein Unterschiedsspieler für den FC sein.
Zwiespalt bei der U19 des 1. FC Köln: Ein bitteres Ende, aber „ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“
Daniel Mertens
Eine denkwürdige Europapokal-Saison fand am Mittwochabend ein abruptes und bitteres Ende in der Nachspielzeit: Der Kölner Nachwuchs konnte sich vor 50.000 Zuschauern nicht belohnen und schied trotz eines leidenschaftlichen Kampfs gegen Inter Mailand durch zwei späte Gegentore aus, aus der Youth League: Die U19 des 1. FC Köln im Gefühlschaos.
Am Mittwochabend verloren die Kölner Nachwuchs-Kicker im Sechzehntelfinale der Youth League und das höchst dramatisch. Nach dem Spiel bleib die bittere Enttäuschung, aber auch das Gefühl, einen Traum erlebt zu haben.
Die U19 des 1. FC Köln im Duell gegen Inter Mailand
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Das Flutlichtspiel am Mittwochabend hatte so ziemlich alles: 50.000 teils frenetische Fans, Spannung pur mit Möglichkeiten auf beiden Seiten und am Ende sogar noch einen Flitzer, der aber den Großteil der Fans eher nervte als belustigte. Für die Jungs auf dem Platz war es wohl das größte Erlebnis ihrer noch jungen Karriere, dazu aber eben auch ein besonders bitteres Erlebnis. Denn nur wenige Sekunden nachdem der Flitzer seinen Sprint mit einem Lauf in die Arme von Stefan Ruthenbeck beendete, schlug Inter Mailand zu. Vernichtend. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Kölner einen aufopferungsvollen Fight geboten. „Unterm Strich haben wir einem großen Club mehr als nur Paroli geboten“, sagte Ruthenbeck. “Wir hatten sie nah dran am Elfmeterschießen.“
„Vielleicht hat die etwas clevere Mannschaft heute gewonnen“
Nah dran reichte dann aber eben nicht für das Achtelfinale. Denn in der siebten Minute der Nachspielzeit nutzte Dilan Zarate eine Unachtsamkeit der so stark aufspielenden Kölner Hintermannschaft zum 2:1. Nur eine Minute später versenkte Roberts Kukulis den Ball im leeren Tor, nachdem FC-Keeper Mikolaj Marutzki bei einer Kölner Ecke noch einmal mit nach vorne gegangen war. „Das ist total bitter. So schlimm und so hart kann der Fußball sein“, sagte Ruthenbeck, der nicht glücklich über den Mailänder Erfolgsschlüssel war. „Die haben immer wieder lange Pausen gehabt in ihrem Spiel, es lagen immer wieder Jungs auf dem Boden, das kann man nicht als fair bezeichnen, aber schlussendlich hat das immer unseren Rhythmus genommen, da waren sie schlauer als wir“, so der Trainer weiter. „Vielleicht hat die etwas clevere Mannschaft heute gewonnen.“
Zugegebenermaßen hat auch die etwas bessere Mannschaft gewonnen. Denn Mailand gab recht früh den Ton an, hatte immer wieder Powerplay-Phasen, viel Ballbesitz. Der FC setzte auf Umschaltmomente. Vor allem Fayssal Harchaoui trieb die Kugel immer wieder durchs Zentrum und setzte die Angreifer in Szene. Tatsächlich oder natürlich war es der U19-Torjäger und Profispieler Fynn Schenten, der spät den Ausgleich erzielte und somit die Hoffnung auf ein Elfmeterschießen überhaupt erst eröffnete. Denn Inter war nach 50 Minuten in Führung gegangen, der FC lief dem Rückstand lange hinterher. „Beim 1:1 hätte ich mir noch ein bisschen mehr den Mut gewünscht, vorne drauf zu gehen“, sagte Ruthenbeck. Die Enttäuschung entlud sich auf dem Feld, aber auch in der Kabine. Von einigen Tränen war nachher die Rede.
“Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“
Dabei stand auf der anderen Seite dieses einmalige Erlebnis. Mehr als 50.000 Zuschauer hatten das Kölner Stadion in ein Tollhaus verwandelt. Für die anwesenden Profis der Geißböcke nichts neues, für den Großteil der Youngster ein atemberaubendes Erlebnis. „Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, hier vor 50.000 einen Weltrekord aufzustellen. Jeder von uns hat das genossen“, sagte Kapitän Jonathan Friemel. „Ich hatte Gänsehaut und Bock aufs Spiel, auch wenn ich am Anfang ein bisschen nervös war. Aber das war dann auf dem Platz eigentlich direkt vorbei.“ Sein Abwehr-Kollege Luis Stapelmann verriet: „Das war das gleiche Gefühl, was ich bei der Meisterschaft hatte. Man will eigentlich ernst bleiben, aber wenn man rausläuft und die Menschenmassen sieht, da muss man einfach ein bisschen grinsen.“
Und auch Youssoupha Niang gewährte Einblicke in die Momente nach dem späten Ausgleich: „Das sind Emotionen, die sind unbeschreiblich. Da hast du wirklich noch mal Hoffnung bekommen, dass du das Spiel dann doch noch drehen kannst. Das sind unglaubliche Glücksgefühle und ein unbeschreibliches Gefühl.“ Auch Niang dankte den Zuschauern: „Es ist einfach schön zu sehen, dass man auch trotz der Niederlage so eine Unterstützung von der Fanseite bekommt. Das ist nichts Selbstverständliches. Wir stehen da und nach wie vor stehen alle Fans noch in der Südkurve und bleiben für uns da, singen für uns und zeigen einfach, dass es weitergeht.“
In dieser Spielzeit allerdings nicht mehr in der Youth League. Der Traum ist geplatzt. Für die U19 wartet derweil am Sonntagmorgen (11 Uhr) der Alltag, wenn in der DFB-Nachwuchsliga der VfL Bochum zu Gast sein wird. Statt 50.000 werden dann wahrscheinlich einige Hundert Zuschauer im Franz-Kremer-Stadion dabei sein. Dennoch bleibt das Erlebnis und die Erkenntnis, dass man mit Top-Teams mithalten kann. Immerhin hatte man den FC Inter Mailand „nah dran am Elfmeterschießen. Da wäre ich mal gespannt gewesen, bei uns war einer, der Elfmeter halten kann“, sagte Ruthenbeck.
Last-Minute-Schock: Die U19 des 1. FC Köln belohnt sich nicht für einen Wahnsinns-Fight
Daniel Mertens
Der Traum vom Achtelfinale in der Youth League ist für den Kölner Nachwuchs geplatzt. Die U19 des 1. FC Köln unterliegt Inter Mailand 1:3 vor 50.000 Fans. Fynn Schenten hatte die Führung der Mailänder spät ausgeglichen. In der letzten Minute der Nachspielzeit besiegelten Dilan Zarate und Roberts Kukulis das Kölner Aus.
Der Europa-Höhenflug des 1. FC Köln ist gestoppt: Inter Mailand ließ den Kölner Traum vom Achtelfinale tief in der Nachspielzeit platzen und gewann mit zwei späten Toren 3:1. Fynn Schenten ließ Müngersdorf zwischenzeitlich mit seinem Ausgleich explodieren.
U19 des 1. FC Köln nach dem Treffer zum 1:0 von Inter Mailand
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Das Sechzehntelfinale war für den 1. FC Köln das erste Pflichtspiel nach 57 Tagen. Die FC-Talente qualifizierten sich am 10. Dezember mit einem 4:1 im Rückspiel beim FC Midtjylland für das Duell mit Inter Mailand. Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck nahm im Vergleich zu damals nur eine Änderung an seiner Startelf vor: Youssoupha Niang ersetzte Alessandro Puzzo, der auf der Bank saß.
Wahnsinns-Kulisse in Köln
Die Kulisse im Rhein-Energie-Stadion stimmte schon vor dem Anstoß: 50.000 Zuschauer skandierten die Namen der Kölner Startelf, als Stadionsprecher Michael Trippel die Aufstellung Nummer für Nummer durchging. Die aktive Fanszene, die sich anders als in der Bundesliga diesmal im Oberrang positioniert hatte, trieb die Stimmung im Stadion nach dem Anpfiff lautstark voran. Jeder Ballgewinn der U19 wurde frenetisch gefeiert. Damit bewiesen die Fans ein feines Gespür für die Gefühlslage der FC-Talente. Dem einen oder anderen dürften auf dem Rasen sicherlich mächtig die Knie geschlottert haben.
Youssoupha Niang besaß die erste Chance für den FC, der Schuss innerhalb des Strafraums flog jedoch deutlich über das Tor, hinter dem die Südkurve aufmunternd applaudierte (3.). Danach lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe ohne richtige Highlights in den Strafräumen. Nach einer Viertelstunde erreichte die Stimmung erstmals einen Siedepunkt, als die Südkurve den lautstarken „Come on FC“-Wechselgesang anstimmte. Die FC-Abwehr hatte einmal Glück, als Mattia Mosconi den Ball nach einer Hereingabe von der linken Seite im Sechzehner komplett frei annehmen konnte, bei seinem Schuss aber komplett verzog (27.).
Während Inter in dieser Phase selbstbewusster auftrat, häuften sich bei den Kölnern die Ungenauigkeiten im Offensivspiel, die zu Ballverlusten führten. Gegen Ende der ersten Hälfte fehlte es den Young Goats beim einen oder anderen versprechenden Kölner Angriff hingegen am Blick für den besser postierten Mitspieler.
Die Fans geben Vollgas
Die Südkurve gab nach dem Seitenwechsel zwar direkt Vollgas – aber Inter Mailand dreht in den ersten Minuten auf. Als der Ball zum ersten Mal im Netz zappelte, hatten die Kölner noch Glück, weil Matias Mancuso bei seinem Abstauber im Abseits stand (47.). Kurz danach stieg der aufgerückte Innenverteidiger Leonardo Bovio bei einer Freistoß-Hereingabe von Mattia Marello jedoch am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins lange Eck zum 0:1 (49.). Die Kölner waren in der Folgezeit zwar redlich bemüht, doch Inter konnte sich in der FC-Hälfte festsetzen und ließ die eigene Qualität aufblitzen.
Der eingewechselte Maik Akumu besaß bei einem der wenigen Entlastungsangriffe plötzlich eine gute Schusschance, traf aber innerhalb des Sechzehners nur das Außennetz (69.). Das wiederum sollte die Initialzündung für eine Kölner Drangphase sein, die sich fortan wieder öfter in der öfter in der Mailänder Hälfte festsetzen konnten. Die entscheidende Lücke im Inter-Bollwerk wollte sich aber nicht auftun. Mailands Joker Andrija Vukoje hätte beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, sein Schuss landete aber nur an der Latte des FC-Tores (78.).
Fynn Schenten traf zum 1:1
Kurz danach explodierte Müngersdorf jedoch: Fynn Schenten traf nach Zuspiel des Kapitäns Jonathan Friemel zum 1:1 (80.). Dabei hatte der Stürmer jedoch Glück, dass der Schuss unter Inters Torwart Alain Taho durchrutschte. Als alles nach Elfmeterschießen aussah, schlug Inter nochmals zu. Friemel konnte einen Pass in den Sechzehner noch von Vukojes Fuß spitzeln, aber genau vor die Füße von Dilan Zarate, der zum 1:2 einschob (90.+6). Nach dem letzten Eckball, bei dem Torwart Mikolaj Marutzki mit aufrückte, konterten die Gäste und Roberts Kukulis schob ins leere Tor zum 1:3 (90.+9).
Liveticker zum Youth-League-Duell der U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand: Inter gewinnt 3:1
Simon Bartsch
Es wird königlich im Kölner Stadion. Die Youth League macht Halt in Müngersdorf und das vor ausverkauftem Haus. Was für eine Kulisse, was für ein Abend. Hoffentlich mit einem guten Ende für die Young Goats! Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen der U19 des 1. FC Köln und der U19 von Inter Mailand.
Großes Kino am Abend in Köln. Der FC empfängt Inter Mailand und das in der Königsklasse. Was sich wie ein FC-Fan-Traum anhört, ist Realität – für die Kölner U19, die sich diesen Traum mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Mai 2025 ermöglicht hat. Nun heißt es also internationaler Fußball in Köln – Sechzehntelfinale in der Youth League und das vor ausverkauftem Haus. Fynn Schenten und Youssoupha Niang dürften ihre Jungs bereits vorbereitet haben. Die beiden Youngster haben bekanntlich schon in Köln vor vollen Rängen mit den Profis gespielt.
Fynn Schenten für die U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand
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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Youth-League-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Inter Mailand. Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck hat sich diesen Abend redlich verdient. Es wird wieder international in Köln gespielt. Mit dabei sind die beiden Youngster Youssoupha Niang und Fynn Schenten, die beide zuletzt im Profi-Kader gestanden haben und das auch weiterhin tun werden. Auch U17-Weltmeister Fayssal Harchaoui steht im Kader. Ein spannender Abend steht dem Kölner Nachwuchs bevor. Vor allem aber ein emotionaler. Einer mit mehr 50.000 Fans, die für den FC alles geben werden. Erreicht die Kölner Mannschaft die nächste Runde und zieht dann das nächste Traumlos? In gut zwei Stunden wissen wir mehr.
Die U19 hatte sich nach einem 1:1 im Hinspiel in Köln und einem 4:1-Erfolg in Midtjylland für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Das wird in einem Spiel und das wiederum in Köln ausgetragen. Der Gegner ist Inter Mailand – ein Wunschlos für FC-Trainer Stefan Ruthenbeck. Schon nach der Auslosung wurde darüber diskutiert, ob das Spiel im Stadion ausgetragen werden könne. Nachdem die DFL den Rahmenplan der Profis festgezurrt hat, stand fest, das wird möglich sein.