Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Said El Mala erzielte gegen Bremen die frühe Führung
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Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Im ersten Heimspiel unter Cheftrainer René Wagner gelang den Geißböcken gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen der langersehnte Befreiungsschlag: Der 1. FC Köln spielt gegen Werder Bremen 3:1. Damit klettert der FC in der Tabelle an den Grün-Weißen und an Borussia Mönchengladbach vorbei bis auf Platz 13. 

Mit 3:1 besiegt der 1. FC Köln Werder Bremen und verschafft sich so ordentlich Luft im Abstiegskampf. Ein früher FC-Elfmeter und eine Rote Karte für Werder-Kapitän Marco Friedl Mitte der ersten Hälfte stellten die Weichen früh auf Sieg für die Kölner. Durch den Erfolg stehen die Geißböcke nun mit 30 Punkten fünf Zähler vor dem Relegationsplatz, auf dem mit dem FC St. Pauli der nächste Gegner steht. 

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Vor dem Duell mit dem Konkurrenten im Abstiegskampf hatte FC-Coach René Wagner noch versucht, den Druck möglichst von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir wissen, dass es Druck gibt von außen, müssen den intern aber so gering wie möglich halten“, erklärte der Trainer. So wollte der Coach es schaffen, dass seine Mannschaft trotz zuvor acht Spielen ohne Sieg möglichst befreit aufspielen konnte. Um wieder ein Erfolgserlebnis und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu feiern, nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zur Partie in Frankfurt vor. Eric Martel rückte nach seiner Gelbsperre für Tom Krauß in die Anfangsformation. Neben ihm erhielt Isak Johannesson den Vorzug vor Denis Huseinbasic. Zusätzlich musste in der Innenverteidigung Rav van den Berg seinen Platz für Jahmai Simpson-Pusey räumen.

Früher Elfmeter für den FC

Schon nach fünf Minuten kam es dann direkt zur ersten Schlüsselszene des Spiels. Johannesson spielte von der rechten Seite Jakub Kaminski im Strafraum an, der von Olivier Deman gefoult wurde. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied sofort auf Elfmeter. Den verwandelte Said El Mala sicher zur frühen Kölner Führung. Und der FC hätte nach etwas über zehn Minuten fast kurios nachgelegt: Werder-Keeper Mio Backhaus schoss bei einem langen Befreiungsschlag Ragnar Ache an, der Ball ging jedoch knapp vorbei. Aber auch Bremen kam besser in die Partie und zeigte sich erstmals in der Offensive. Bei einer Ecke rutschte der Ball auf Marco Grüll durch, der von der Strafraumkante knapp verzog. Ebenso nicht genau genug zielten in den Minuten danach Leonardo Bittencourt mit einem Schlenzer aus linker Position im Strafraum sowie Senne Lynen mit einem Distanzschuss nach einem geklärten Bremer Freistoß.

Etwas später verlängerte Ache auf Höhe der Mittellinie einen langen Ball auf Jan Thielmann. Der wurde jedoch am Ende im Strafraum noch von Deman gestoppt wurde. Nach knapp 25 Minuten stand Ache dieses Mal selber im Mittelpunkt. Der Angreifer kam bei einem schwachen Rückpass von Bittencourt auf Marco Friedl dazwischen. Der Bremer-Verteidiger rutschte darauf etwas weg und foulte so als letzter Mann den Kölner Stürmer – eine klare Rote Karte. Der FC agierte also fortan in Überzahl, übernahm deshalb immer mehr die Kontrolle. Und forderte kurz darauf erneut Elfmeter. Deman hatte nach einer Flanke gegen Ache den Arm ausgefahren – zu wenig dieses Mal für Referee Reichel. Davon ließen sich die Geißböcke nicht beirren. So konterte der FC nach einem Ballverlust von Yukinara Sugawara über Kaminski und El Mala. Johannesson kam zentral zum Abschluss, zielte aber zu ungenau auf Backhaus. Der war auch kurz danach bei einer Doppelchance von El Mala, der vor seinem Abschluss schön Amos Pieper aussteigen ließ, und Thielmann erneut auf dem Posten.

Dreifach-Chance führt zum 2:0

In der Nachspielzeit hätte Ache nach einem etwas missglückten Abschluss von Johannesson den Ball fast noch ins Tor gelenkt, verpasste aber haarscharf. Keine zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Sebastian Sebulonsen im Gegenpressing stark den Ball, sodass der FC-Stürmer dieses Mal wirklich zum Abschluss kam, aber im Bremer Keeper seinen Meister fand. So ging es mit der knappen Führung in die Pause. Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Geißböcke dann aber jubeln – wenn auch nur für kurze Zeit. Nach einem tollen Steckpass von Ache war der zur Halbzeit eingewechselte Alessio Castro-Montes frei durch. Der Belgier behielt zwar die Nerven, war zuvor jedoch minimal im Abseits. Bremen blieb also im Spiel und hätte in der 52. fast den Ausgleich erzielt. Lynen versuchte es aus dem Rückraum per Dropkick. Den tückisch abgefälschten Versuch konnte Marvin Schwäbe nur gerade so über die Latte lenken.

Die Kölner behielten die Partie ansonsten unter Kontrolle, konnten aber erstmal weiter nicht erhöhen. Erneut Ache schoss aus ein paar Metern Entfernung volley knapp drüber, nachdem Werder eine FC-Flanke nicht richtig klären konnte. Es musste erst eine Dreifach-Chance für das 2:0 herhalten. Nach einer schönen Ecke von Castro-Montes köpfte Özkacar an den Pfosten. Aches ersten Nachschuss hielt Backhaus noch, den dritten machte der 27-Jährige dann endlich rein. Kurz darauf stand der Angreifer allerdings im eigenen Strafraum im Mittelpunkt: Nach einer Hereingabe kam der Stürmer gegen Deman zu spät und traf seinen Gegenspieler am Fuß. Nach Eingriff des VARs gab es folgerichtig Elfmeter. Den verwandelte Romano Schmid eiskalt.

Waldschmidt an die Latte – Johannesson mit der Entscheidung

Damit war Werder ergebnistechnisch wieder dran. Die Grün-Weißen hatte aber erstmal Glück, dass sie nicht direkt erneut zwei Tore im Rückstand lagen. Nach einem Doppelpass mit Johannesson am Strafraumrand zirkelte der eingewechselte Luca Waldschmidt die Kugel ans Lattenkreuz. Auch Kaminski verpasste das Bremer Tor nach einer Ecke knapp. Der FC hielt in dieser Phase den Druck auf die Gäste hoch, drängte auf die Entscheidung. Kurz vor Schluss scheiterten dann erst Waldschmidt und dann Bülter im Eins-gegen-Eins am jeweils stark reagierenden Backhaus. Letzterer behielt auch in der Nachspielzeit gegen Eric Martel die Oberhand. In der letzten offiziellen Minute der Nachspielzeit patzte der Bremer-Schlussmann dann aber. Johannesson erzielte aus sehr spitzem Winkel bei einem Konter die Entscheidung.

So geht der FC mit Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf am kommenden Freitag um 20:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dann müssen die Kölner nach Hamburg zum FC St. Pauli.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (46. Castro-Montes), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (86. Krauß) – Kaminski, Martel, Johannesson, Thielmann (67. Maina) – El Mala (67. Bülter), Ache (76. Waldschmidt); Gelbe Karten 1. FC Köln: Ache (71.), Simpson-Pusey (84.), Martel (90.+1); Tore: El Mala (7.); Ache (65.), Johannesson (90.+7)


Aufatmen beim 1. FC Köln: So lautet die El-Mala-Diagnose.

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Aufatmen beim 1. FC Köln: So lautet die El-Mala-Diagnose.

Said El Mala musste im Spiel gegen Eintracht Frankfurt mit einer Blessur ausgewechselt werden. Untersuchungen am Ostermontag sorgen nun für Erleichterung beim 1. FC Köln: Said El Mala wohl nicht schwerer verletzt

Ein Ausfall von Topscorer Said El Mala wäre eine denkbar bittere Nachricht für die Geißböcke gewesen, gerade jetzt, wo das Saisonfinale bevorsteht. Wie heute bekannt wurde, ist der Youngster nicht schwerer verletzt.

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Gute Nachrichten um Kölns Said El Mala. Der 19-Jährige musste beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt in der 82. Minute vorzeitig humpelnd den Rasen verlassen. Kurz zuvor hatte er nach Vorarbeit von Linton Maina eine gute Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen. Aus 14 Metern wollte er das Leder ins kurze Eck ziehen, doch Eintracht Keeper Michael Zetterer bekam beim Herauslaufen noch einen Arm dazwischen und konnte den Ball somit parieren. Im Anschluss konnte der Youngster nicht mehr weiterspielen, da er sich kurz zuvor ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzt hatte. Der Torjäger der Geißböcke wurde in der Schlussphase mit einer Blessur am rechten Sprunggelenk ausgewechselt.

El Mala nicht schwerer verletzt

„Leider habe ich noch nichts gehört. Diese Frage habe ich jetzt schon öfter bekommen. Ich kann zu Said einfach noch nichts sagen“, antwortete FC-Coach René Wagner nach dem Abpfiff auf die Frage nach dem Zustand von El Mala. Der Youngster wurde am Ostermontag in der Media-Park-Klinik in Köln genauer untersucht.

Jene ärztlichen Untersuchungen haben schließlich ergeben, dass der Schlüsselspieler keine schwerere Verletzung aus der beschriebenen Szene davongetragen habe. Damit steht der Zehn-Tore Mann den Geißböcken im Abstiegskampf weiterhin zur Verfügung, die schlimmsten Befürchtungen um einen potenziellen längerfristigen Ausfall haben sich vorerst nicht bestätigt.


Der 1. FC Köln beweist Comeback-Qualitäten und holt einen Punkt bei der Wagner-Premiere

Ragnar Ache im Zweikampf mit Arthur Theate
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Der 1. FC Köln beweist Comeback-Qualitäten und holt einen Punkt bei der Wagner-Premiere

Zwar hat der FC auch im achten Spiel in Folge keinen Sieg eingefahren, dennoch gegen Frankfurt eine ordentliche Leistung geboten, Moral bewiesen und einen Punkt erobert. Der 1. FC Köln spielt bei der Wagner-Premiere 2:2 in Frankfurt – und das nach 0:2-Rückstand.

Der FC wartet weiterhin auf den ersten Sieg seit Ende Januar, das Remis gegen die Eintracht darf für René Wagner und die Geißböcke dennoch als Erfolg gewertet werden. Denn die Kölner belohnten sich für einen starken Kampf und gute Moral nach einem 0:2-Rückstand. Jakub Kaminski und Alessio Castro-Montes glichen den Doppelschlag von Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo aus.

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Für seine erste Startelf wählte René Wagner vier Veränderungen im Vergleich zum Rheinderby. Sebastian Sebulonsen startete erwartungsgemäß in der Defensive für Cenny Neumman. Tom Krauß kehrte zurück auf die Sechs. Zudem begannen Jan Thielmann rechts in der Fünferkette und dann doch etwas überraschend Denis Huseinbasic. Und der FC startete forsch in die Begegnung. Auf der linken Seite machte Jakub Kaminski eine El-Mala-Bewegung, zog ins Zentrum und dann ab. Michael Zetterer ließ die Kugel abtropfen und Ragnar Ache den Nachschuss fast schon fahrlässig liegen (1.). Auf der anderen Seite legte Arnaud Kalimuendo perfekt für Ansgar Knauff auf, aber Rav van den Berg blockte die Kugel noch gerade so (6.). Keine drei Minuten später probierte es der Franzose erneut über die linke Seite, fand aber wieder keinen Abnehmer. Dennoch war die Eintracht nun deutlich besser im Spiel.

Starke Keeper im ersten Abschnitt

Der FC tat sich im Spielaufbau schwer, konterte aber unter anderem über Kaminski, der den mitgelaufenen Said El Mala nicht fand. Ganz anders Kalimuendo, der auf seiner Seite immer wieder leichtes Spiel hatte und dieses Mal Hugo Larsson einsetzte. Den Schuss parierte Marvin Schwäbe sicher (16.). Doch ein wirkliches Highlight-Spiel war die Begegnung in der Anfangsphase wahrlich nicht. Bis Knauff auf der rechten Seite Kristoffer Lund stehen ließ, abzog und Schwäbe mit einem starken Reflex rettete (24.). Said El Mala wiederum verpasste das Tor mit einem Abschluss aus elf Metern nur um Zentimeter – möglicherweise hätte Kaminski besser gestanden (26.). Die dickste Chance vergab aber Kalimuendo, der von Oscar Hojlund auf die Reise geschickt wurde, aber Schwäbe hielt ganz stark die Null (35.).

Genauso wie auf der anderen Seite Zetterer, der einen Alleingang von Kaminski entschärfte. Der Pole war von El Mala perfekt eingesetzt worden, hatte sich die Kugel aber mit einem schlechten ersten Kontakt zu weit vorgelegt (41.). So ging es torlos in die Kabine. Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte erneut Larsson, der den Ball aus kurzer Distanz ins falsche Stockwerk jagte (46.), auch Knauff war einmal mehr durch, doch Schwäbe lenkte den Querpass entscheidend um (50.). Frankfurt blieb das Spiel bestimmende Team, lief immer wieder an, doch die Kölner Defensive stand insgesamt kompakt, ließ der Eintracht nur wenige Freiräume. Wenn, dann über die linke Seite. Ayoube Amaimouni-Echghouyab zwang Schwäbe mal mit einer Einzelleistung zum Eingreifen (64.), genauso ungefährlich wie auf der anderen Seite Kaminski (65.) aus 15 Metern.

Drei Treffer in vier Minuten

So wirklich viel deutete nicht auf einen Treffer. Doch die fielen dann im Minutentakt. Der eingewechselte Farès Chaïbi nahm zwischen den Ketten Fahrt auf, legte den Ball zurück und Jonathan Burkardt war zur Stelle (66.). Keine 120 Sekunden später passte Burkardt auf Amaimouni-Echghouyab, dessen verunglückte Ballannahme Kalimuendo zum 2:0 nutzte. Und wieder waren es nur zwei Minuten bis der nächste Treffer fiel, dieses Mal auf der anderen Seite. Kaminski zog nach einem Doppelpass mit Ragnar Ache ab und verkürzte (70.) – mit Unterstützung des abfälschenden Larsson. Wagner brachte mit Linton Maina eine weitere Offensivkraft. Und der Kölner Flügelspieler setzte El Mala mit einem Steckpass ein, der erneut an Zetterer scheiterte (81.). Und der neue Coach wechselte erneut, brachte mit Luca Waldschmidt, Alessio Castro-Montes und Marius Bülter drei weitere Spieler, die das Vertrauen direkt zurückzahlten. Lund schlug von links die Flanke, Waldschmidt verlängerte auf Bülter, der auf Castro-Montes zurücklegte: 2:2 (83.).

In der Schlussphase wollten die Kölner den Sieg gefühlt ein wenig mehr. Ein weiteres Tor gab es aber nicht mehr. Am kommenden Sonntag steht das wichtige Heimspiel und direkte Duell gegen Werder Bremen auf dem Spielplan. Dann werden die Geißböcke erneut auf den ersehnten Dreier hoffen.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, van den Berg, Sebulonsen, Thielmann (75. Maina) – Kaminski, Krauß (82. Waldschmidt), Huseinbasic (67. Johannesson), – El Mala (82. Castro-Montes), Ache (82. Bülter); Tore: 1:0 Burkardt (66.), 2:0 Kalimuendo (68.), 2:1 Kaminski (70.), 2:2 Castro-Montes (83.).