Schwere Phase für Eric Martel beim 1. FC Köln – und das zur Unzeit: „Er muss lernen, mit der Situation umzugehen“

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Schwere Phase für Eric Martel beim 1. FC Köln – und das zur Unzeit: „Er muss lernen, mit der Situation umzugehen“

Lange war der Kölner Mittelfeldakteur unantastbar bei den Geißböcken, hatte seinen Platz in der Startelf sicher. Nun könnte der 23-Jährige erneut zu Beginn nur auf der Bank sitzen beim 1. FC Köln: Eric Martels schwere Phase kommt zur Unzeit.

Glücklich war der Sechser nicht über die verkürzte Spielzeit am vergangenen Wochenende. Der Kölner Stammspieler hat mit Tom Krauß einen starken Konkurrenten beim 1. FC Köln: Eric Martels schwere Phase kommt zur Unzeit.

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Wenn die Kölner ein Dogma des FC-Trainers verstanden haben, dann wohl das, dass Lukas Kwasniok streng nach dem Leistungsprinzip aufstellt. Und diesem Prinzip ist nun Eric Martel zu Opfer gefallen. Der Sechser hat gegen Freiburg zum ersten Mal seit März 2024 nicht in der Anfangsformation gestanden. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass der 23-Jährige auch gegen den VfL Wolfsburg am Freitagabend wieder auf der Bank Platz nehmen wird. Denn Tom Krauß performt aktuell richtig gut, ist bei dem 44-Jährigen aktuell gesetzt, so wie es eben Martel bis zum vergangenen Spieltag war. Kwasniok betont zwar, dass Martel sehr wichtig für das Team sei, knüpft aber einen Startplatz an eine taktische Ausrichtung. „Wenn ich mich dazu entschließe, mit zwei etwas defensiveren Sechsern zu spielen, dann ist er eben am Start und wenn ich kreativere Sechser nehme, dann trifft es ihn leider“, sagte Kwasniok.

Martel nicht mehr unantastbar

Gut möglich, dass der Kölner Coach am Freitagabend gegen den direkten Konkurrenten die etwas offensivere Variante, die spielerische wählt – dann wäre Martel zum zweiten Mal in Folge auf der Bank. Keine leichte Situation für den Sechser, der in den vergangenen Jahren beim FC ein absoluter Leistungsträger und auf und neben dem Platz ein Leader war – und es auch ist. Auch der Kölner Coach wird nicht müde zu betonen, dass es bei Martel nicht an der Leistungsbereitschaft liege. „Wir werden auch dafür bezahlt, Entscheidungen zu treffen und zu akzeptieren und zu liefern. Das hat er in Freiburg. Und ich habe auch im Training das Gefühl, dass er mit sehr viel Energie dagegen ankämpft. Das ist genau die Reaktion, die man von einem Spieler sehen will“, so Kwasniok.

Der 23-Jährige kann sich also nichts vorwerfen lassen, agiert auch laut Trainer professionell. Dennoch ist die Situation eben eine neue für den Kölner Stammspieler. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Weichen für einen Verbleib beim FC stellen werden. Denn vor der Saison betonte Martel, er werde definitiv bis zum Winter in Köln bleiben, dann werde er schauen. Die Perspektive, weiterhin in der Bundesliga zu spielen, hält sich der FC derzeit offen, steht aktuell auf dem zehnte Tabellenrang. Eine Entscheidung für oder gegen den Verein rein anhand des Erfolgs zu treffen, wird also wohl schwierig. Martel, dessen Vertrag noch bis Sommer 2026 läuft, hat sich Bedenkzeit erbeten, doch die Zeit wird knapp. Denn spätestens im Februar wird Sportdirektor Thomas Kessler den Sack wohl zumachen wollen – wie auch immer die Weichen dann gestellt werden.

Der Platz auf der Bank könnte sich dann auf die Entscheidung auswirken, denn zufriedenstellend ist die Situation für den Kölner Sechser sicherlich nicht. „Er muss lernen, mit der Situation umzugehen. Und meine Wenigkeit auch“, sagte Kwasniok. „Auch für mich ist es eine neue Situation, wenn er nicht spielt. Das verändert die Statik, weil du einen Kopfballspieler weniger hast. In Freiburg standen wir trotzdem stabil.“ Und so blickt der Kölner Trainer durchaus positiv in die Zukunft: „Das werden wir gemeinsam hinkriegen.“


Gibt es doch noch Transfers beim 1. FC Köln? „Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen“

Lukas Kwasniok und Thomas Kessler
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Gibt es doch noch Transfers beim 1. FC Köln? „Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen“

Viele Namen werden gerade nicht gehandelt bei den Geißböcken, die Gerüchteküche bleibt beim FC erstaunlich kalt. Nun aber hat sich auch der Kölner Coach geäußert zu möglichen Veränderungen beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok will Transfers nicht ausschließen.

Bislang ist auf dem Winter-Transfermarkt von Kölner Seiten eher wenig passiert. Mit Jusuf Gazibegovic ist ein aktueller Spieler verliehen worden. Neo Telle wechselte vom Kölner Nachwuchs zur Fortuna und der FC hat mit Jahmai Simpson-Pusey einen Innenverteidiger an den Rhein geholt. Zuletzt deutete auch nicht viel auf weitere Aktivitäten. Die schließt Kölns Trainer Lukas Kwasniok aber nicht aus.

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Während die direkte Konkurrenz auf dem Transfermarkt aufrüstet, kommt der FC in Sachen Neuverpflichtungen diesen Winter nicht so recht in Schwung. Wie berichtet gibt es dafür diverse Gründe. Zuletzt wurden hauptsächlich drei Namen beim FC gehandelt. Stefan Posch ist mittlerweile in Mainz gelandet, Dan Neil spielt künftig für Ipswich Town und Sebastiaan Bornauw wird wohl in Leeds bleiben. Mit Letzterem waren sich die FC-Bosse zu Beginn des Jahres eigentlich einig, doch der Verein legte sein Veto ein. So ist es zuletzt ruhig geworden in der Gerüchteküche am Geißbockheim – so richtig will aktuell kein Name aufbrodeln und sowohl Thomas Kessler als auch Lukas Kwasniok erklärten bereits, dass sie ohnehin nicht unbedingt Not am Mann sähen.

„Wir wollen nichts ausschließen“

Damit ist das Thema Transfers fünf Tage vor dem Deadline Day aber offensichtlich nicht vom Tisch. Denn FC-Trainer Lukas Kwasniok kann sich durchaus vorstellen, dass doch noch etwas bis zum kommenden Montag in Köln passiert. „Ganz schwer“, sagte der Coach am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. „Ich kann es ganz schwer einordnen, also wir gucken schon“, so der Trainer weiter. „Der Klassiker ist ja: Wir wollen nichts ausschließen. Um ehrlich zu sein, wir hätten nichts dagegen, wenn was passieren würde auf der Zugangsseite. Was eventuell dann wieder dazu führen würde, dass es auch auf der Abgangsseite vielleicht Bewegung gibt.“ Festnageln wollte sich der Trainer auf der Aussage aber nicht.

Genauso wenig darauf, dass sich auch ohne Neuverpflichtung auf der Abgangsseite etwas tut. „Nachher geht einer, weil er dann vielleicht gegen Wolfsburg nicht spielt und dann auf die Idee kommt. Und wir haben keinen verpflichtet“, so der Coach weiter. „Geplant ist es nicht. Aber es ist halt Show-Business und das ist täglich veränderbar.“ Sicherlich gibt es durchaus noch ein paar Stellschrauben, an denen der FC drehen könnte. Auch wenn keine Not am Mann ist, gibt es durchaus Felder, auf denen die Qualität auch in der Breite gesteigert werden kann. Genauso wird es wohl den ein oder anderen Spieler geben, der sich aktuell mehr Spielzeit erhofft. Ob das aber einen Abgang bedeutet, wird sich dann wohl bis spätestens Montag entscheiden.

1. FC Köln muss weiter auf seine Rekonvaleszenten verzichten, Kwasniok spricht einen Startelf-Platz aus

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Union Berlin
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1. FC Köln muss weiter auf seine Rekonvaleszenten verzichten, Kwasniok spricht einen Startelf-Platz aus

Große Personalveränderungen gibt es vor dem Duell gegen den VfL nicht beim 1. FC Köln: Joel Schmied ist noch nicht bereit für Wolfsburg, auch Jahmai Simpson-Pusey fehlt weiterhin. Das erklärte Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitagabend.

Zwar lichtet sich das Lazarett der Geißböcke zunehmend, aber noch nicht für die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg am Freitag. So gibt es für den Kader keine großen Veränderungen

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Eigentlich war Lukas Kwasniok recht zuversichtlich schon bald Licht am Ende des Verletzungstunnels zu sehen. Doch der Coach muss sich noch ein wenig gedulden. „Es gibt nicht viele Veränderungen, weil die Woche sehr kurz war. Alle haben das Spiel in Freiburg unbeschadet überstanden“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Das heißt, dass die Kölner aber auch weiterhin auf Spieler verzichten müssen. „Es ist nicht so, dass Joel so weit ist, dass wir ihn in den Kader mitnehmen können“, erklärte der Trainer, schränkte dann aber ein. „Wenn es das letzte Spiel gewesen wäre, dann würde es vielleicht gehen. Aber das Risiko wollen wir nicht eingehen. Wir lassen ihn über das Training wieder rankommen.“ Könnte bedeuten, dass der Schweizer dann in der kommenden Woche einen großen Schritt weiter ist.

Simpson-Pusey noch nicht dabei

Auch ein weiterer Spieler wird weiterhin ausfallen. „Auch Jahmai fällt leider weiterhin aus“, erklärte der Trainer. Eine Prognose wollte der Trainer aber nicht abgeben, sagte nur, dass es im Januar noch nicht soweit sein würde. Eine Startelf-Garantie sprach Kwasniok aber dennoch aus. Linton Maina zeigte in den vergangenen Wochen eine ansprechende Leistung. „Er kann mit seinem Tempo und seiner Quirligkeit jedem Gegner Probleme bereiten. Er ist gerade obenauf und das Momentum wollen wir nutzen. Und dann wird er am Freitagabend sicherlich auch beginnen“, so Kwasniok. Ob Eric Martel wieder von Beginn an aufläuft, wollte der Trainer noch nicht verraten. „Es ist immer von Spieltag zu Spieltag abhängig. Wenn ich mich dazu entschließe, mit zwei defensiveren Sechsern zu spielen, dann ist er am Start und wenn ich neben Tom einen kreativeren Sechser brauche, dann trifft es ihn leider“, sagte der Coach.

„Er muss damit lernen umzugehen und meine Wenigkeit auch. Aber das kriegen wir gemeinsam hin“, so Kwasniok weiter, der Martel aber bescheinigte die richtige Reaktion gezeigt zu haben. Generell betonte der Coach, dass seine Spieler liefern und nicht so viel reden sollen. Zudem erklärte der Trainer, dass auch bei Said El Mala wie „bei jedem andere auch“ das Leistungsprinzip gelte. „Wir werden schauen, ob er beginnt oder von der Bank kommt.“ Kwasniok habe im Trainingslager das erste Mal das Gefühl bei dem Offensivspieler gehabt, dass er sich das erste Mal mit dem Hype richtig beschäftigt habe. „Es ist für ihn und für uns eine neue Situation. Da gilt es, behutsam mit umzugehen.“

Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist

Mit 20 Punkten belegt der FC aktuell den 10. Tabellenplatz. Für einen Aufsteiger eine respektable Position. Doch so optimal ist die Ausgangslage dann auch wieder nicht. Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln trügerisch ist.

Eigentlich ist der Blick auf die Tabelle aktuell für die FC-Fans noch ein durchaus erfreulicher – zumindest für einen Aufsteiger. Doch der Schein trügt.

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Als die Anfangseuphorie um die Geißböcke in den vergangenen Monaten abgeebbt ist, da begann Lukas Kwasniok darauf hinzuweisen, dass ein Platz im Mittelfeld für einen Aufsteiger doch mehr als achtbar sei und die Kölner sich voll im Soll befänden. Das ist nach den Zahlen auf dem Tableau natürlich auch schwer von der Hand zu weisen. Die Kölner belegen aktuell Rang zehn, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt auch nach den ersten Nachholspielen fünf Punkte, der auf einen direkten Abstiegsplatz sogar sechs. Es ist also noch ein wenig Puffer da, wenngleich die Situation dann doch ein wenig brisanter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint. Und das nicht nur, weil die direkte Konkurrenz den Kölnern im Nacken sitzt.

Spannender Spieltag

Trügerischer Vorsprung: Tatsächlich liegen zwischen Rang zehn und Rang 15 gerade einmal zwei Punkte. Heißt: Mit einer Niederlage am Freitagabend könnten die Kölner am Sonntagabend rein rechnerisch auf Rang 15 liegen. Da aber zwei jener fünf Konkurrenten direkt gegeneinander spielen (Bremen vs. Gladbach) und der Hamburger SV es auch noch mit dem FC Bayern München zu tun bekommt, wird das auch bei einer Pleite sicher nicht passieren. Dennoch könnte es zu massiven Verschiebungen kommen – zumal die Konkurrenz mit dem Punkten begonnen hat. Mainz gewann zuletzt gegen Wolfsburg, Augsburg gegen die Bayern und St. Pauli trotzte RB Leipzig einen Zähler ab. Die Tabellensituation wird sich am Wochenende mit großer Sicherheit verschieben. Da es insgesamt gleich drei Keller-Duelle gibt – (wenn man die Begegnung der Geißböcke gegen Wolfsburg dazuzählt.)

Nur 20 Zähler: Zwar haben die Geißböcke mit 20 Zählern den zehnten Tabellenplatz erreicht und damit mehr Punkte eingesammelt als acht Konkurrenten, dennoch ist die Bilanz keine besonders gute. Denn eine schlechtere Punkteausbeute hatte ein Tabellenzehnter seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor genau 30 Jahren noch nicht. Nicht nur das: Es gab auch erst drei Teams, die mit 20 Zählern je einen zwölften Platz erreicht haben. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren die Geißböcke genau sechs Mal zum gleichen Zeitpunkt schlechter. Nur einmal verbesserten sich die Kölner durch eine beeindruckende Serie noch aus der kritischen Zone. In der Saison 10/11 lagen die Geißböcke nach dem 19. Spieltag auf dem 16. Rang, beendeten die Spielzeit aber als Zehnter. Der kommende Gegner kommt übrigens auf 19 Punkte, so schlecht war Wolfsburg in der eigenen Historie ebenfalls noch nicht.

Voll im Soll?

Punkteschnitt: Aktuell erreichen die Kölner einen Punkteschnitt von rund 1,05 Zählern pro Spiel. Das ist wie man an der Tabelle unschwer erkennen kann aktuell eine mittelmäßige Ausbeute. Doch eine, die ebenfalls auf die gesamte Saison, vielleicht auf die Bundesliga-Historie betrachtet, eine kritische ist. Geht man davon aus, dass der FC die 40-Punkte-Marke knacken will, so benötigten die Geißböcke einen Schnitt von 1,17 Punkten. Nun brauchten die Bundesligisten jene 40 Zähler noch nie, um die Klasse zu halten. Tatsächlich reichten seit der Jahrtausendwende immer 37 Punkte, für den Klassenerhalt. Bei 36 wurde es mitunter kritisch – das wäre wiederum ein Punkteschnitt von 1,05. Allerdings gehört zu der Wahrheit auch, dass gerade in den vergangenen Jahren deutlich weniger Zähler ebenfalls immer gereicht haben.


Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV
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Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien

Der 23-Jährige ist ob seiner Leistungen eine feste Größe in den Spieltags-Planungen von FC-Trainer Lukas Kwasniok. Und so wird der Pole wohl auch am kommenden Freitagabend wieder in der Startelf stehen beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski ein ziemlich perfekter Transfer.

Nahezu die volle Spieldauer absolvierte der polnische Nationalspieler in der Bundesliga für die Geißböcke. Gegen seine Ex-Teamkollegen wird der 23-Jährige nun am 20. Spieltag sicher auch auflaufen. Ein Transfer, der sich ausgezahlt hat, wenn auch nicht für alle Parteien.

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Vier Minuten – Minuten, die zwar nicht nach viel klingen, die aber dennoch eine deutliche Sprache sprechen – eine sehr deutliche. Denn nur vier Minuten stand Jakub Kaminski an den 19 Spieltagen der aktuellen Bundesliga-Saison nicht auf dem Platz, wurde eben nur dieses eine Mal gegen Union Berlin vorzeitig von Trainer Lukas Kwasniok vom Feld geholt. Und das kommt nicht von ungefähr. „Er bringt Tempo, gute fußballerische Fähigkeiten und eine hohe Durchsetzungsfähigkeit mit, besonders im letzten Drittel. Mit seiner Dynamik und Zielstrebigkeit verleiht er unserem Offensivspiel neue Impulse und passt mit seiner ehrgeizigen Art sehr gut zu unserem Weg“, sagte Thomas Kessler im Sommer 2025 über den Neuzugang des 1. FC Köln – nach gut der Hälfte der Saison kann diese Aussage unterschrieben werden.

Aktivposten und Leistungsträger beim FC

Unterschrieben hat Kaminski im Sommer 2025 seinen Leihvertrag bei den Geißböcken. Und dieser soll mit einer Kaufoption ausgestattet sein, die bei rund fünf Millionen Euro liegt und offenbar bis Ende Juni gültig ist. Es bleibt also noch ein wenig Zeit, bis sich Geschäftsführer Kessler beim VfL Wolfsburg melden muss. Dass die Kölner die Option ziehen, gilt als sicher. Denn der Schienenspieler ist bei den Geißböcken ein absoluter Aktivposten und Leistungsträger, kommt in der aktuellen Saison bereits auf fünf Treffer und einen Assist. Und das, obwohl FC-Trainer Kwasniok den 23-Jährigen aus den vorderen Reihen auch schonmal gerne auf andere Positionen gestellt hat.

Aber eben auch dort wusste Kaminski zu überzeugen. „Er ist – und das habe ich von Anfang an gesagt – der beste Spieler, den wir haben“, sagte Kwasniok schon Anfang November. „Jakub kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig“, so der Coach weiter. Seine Qualitäten durfte der Pole bei seinem Heimatverein, dem VfL Wolfsburg, zuletzt nicht mehr so häufig unter Beweis stellen. Denn nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die folgenden zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. In der Saison vor seiner Leihe zum FC kam Kaminski bei den Wölfen auf nur zwölf Startelf-Einsätze und zehn Einwechslungen.

Eine Win-Win-Situation? Nicht für alle

Die insgesamt 1123 gesammelten Bundesliga-Minuten aus der Saison 24/25 hat der Pole bei den Geißböcken mit über 1700 Spielminuten bereits nach dem 19. Spieltag locker überboten. Nicht nur das, Kaminski ist der läuferische Motor der Kölner, zieht die meisten Sprints an, spult mit am meisten Kilometer ab. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok. Dies kann dann bei einem neuen Verein tatsächlich anders aussehen.

Und so hat sich der Wechsel an den Rhein, um durch die Leihe zu mehr Spielzeit zu kommen, für Kaminski schon bezahlt gemacht. Aber nicht nur der Pole profitiert. Denn die Geißböcke haben im polnischen Nationalspieler einen der unter Kwasniok durchaus seltenen Stammspieler dieser Saison gefunden. Eine Neuverpflichtung, die ihren Marktwert laut transfermarkt.de seit dem Wechsel von zehn auf zwölf Millionen Euro hochschrauben konnte. Kaminski ist für den FC ein sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg – eine Win-Win-Situation für alle Seiten also. Alle? Der Gewinn dürfte zumindest auf Seiten der Wolfsburger dann doch fraglich sein. Für den Polen überwiesen die Niedersachsen 2022 rund zehn Millionen Euro an Lech Posen. Sollten die Kölner die Option ziehen, macht Wolfsburg also rein nach den Ablösesummen ein sattes Minus, während die Kölner auf einen Gewinn hoffen dürfen.

Am Freitag geht es gegen den Heimatclub

Nun gilt es, diese positive Entwicklung weiterzuführen. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim 1. FC Köln vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann“, so der Trainer. „Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“ Eben diese Qualitäten kann Kaminski am Freitagabend nun auch gegen Wolfsburg beweisen. Weitere Spielzeit sammeln wird der Pole sicherlich und damit auch seine Einsatzminuten weiter in die Höhe schrauben. Einzig die Scorer-Ausbeute ließ zuletzt zu wünschen übrig. Seit November ist nichts mehr dazugekommen. Die Begegnung gegen Wolfsburg wäre sicherlich der richtige Zeitpunkt, damit wieder anzufangen.


Fünf Tage bis Deadline Day: Passiert beim 1. FC Köln nun nichts mehr auf dem Transfermarkt?

Thomas Kessler sucht nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln
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Fünf Tage bis Deadline Day: Passiert beim 1. FC Köln nun nichts mehr auf dem Transfermarkt?

Noch fünf Tage, dann endet die Winter-Transferphase. Und im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist der FC bislang eher zurückhaltend unterwegs. Aktuell erscheint es eher unwahrscheinlich, dass es noch Neuverpflichtungen geben wird. Schlägt der 1. FC Köln auf dem Transfermarkt noch einmal zu?

Jahmai Simpson-Pusey ist bislang die einzige Neuverpflichtung dieses Winters. Und die Töne von Geschäftsführer Thomas Kessler deuten daraufhin, dass es nicht unbedingt weitere geben wird. Ausgeschlossen ist das aber auch nicht.

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Während die Transfer-Reporter des Landes angesichts der Gerüchte, Spekulationen und Transfers fast schon in eine Euphorie verfallen, ist es in Köln zuletzt seltsam ruhig geworden – zumindest für einen Club wie den FC. In den vergangenen Tagen zerschlugen sich die erstaunlich wenigen zumindest warmen Gerüchte nacheinander. Zunächst wechselte Stefan Posch nach Mainz, dann zeichnete sich der Wechsel von Mittelfeldspieler Dan Neil innerhalb Großbritanniens ab und nun deutet viel darauf hin, dass Sebastiaan Bornauw, mit dem sich die FC-Bosse Anfang Januar eigentlich einig waren, wohl doch bei Leeds United bleibt. Die Kölner wiederum haben bislang Jahmai Simpson-Pusey verpflichtet. Einen doch erfreulich guten Abwehrspieler, der allerdings momentan auch vom Fluch der Kölner Innenverteidiger heimgesucht wurde.

Wenn neue Verpflichtung, dann eine sichere Verstärkung

Während die direkte Konkurrenz aktuell doch nach und nach zumindest quantitativ stark aufrüstet, könnte es bei den Geißböcken bei der einen Neuverpflichtung bleiben. Die Gründe sind wohl vielschichtig. Tatsächlich sind es im Winter eher die Abstiegskandidaten, die noch einmal nachjustieren. Mit den 20 Zählern aus den bisherigen 19 Spielen dürften die Kölner dazugehören, auch, wenn sich der zehnte Tabellenplatz dann doch anders anfühlt. Alleine die Variablen Abstiegskampf und Verletzungsmisere haben in der jüngeren Vergangenheit schon zu Noteinkäufen geführt, die nicht immer zum erhofften Erfolg geführt haben. Thomas Kessler sprach zuletzt wiederholt davon, dass der FC sich nach Qualität umschaue. Blinder Aktionismus soll die Transferphase jedenfalls nicht regieren.

Der neue Geschäftsführer Sport wird aber auch nicht müde zu betonen, dass der Winter-Transfermarkt ein schwieriger ist. Das liegt vor allem daran, dass Vereine eher selten ihre Leistungsträger im Winter abgeben, wenn sie gerade funktionieren – womit die Kriterien „Qualität“ und „Soforthilfe“ natürlich schon herbe Dämpfer erfahren. Zum anderen sitzen meist drei Parteien am Tisch, die verhandeln. So wie im Fall Bornauw. Spieler und FC waren sich einig, Leeds wollte den Spieler wohl nicht abgeben. Vielmehr wollen unzufriedene Spieler ihre Clubs verlassen, die nicht auf die erhoffte Spielzeit kommen, außer Form sind oder eine zu große Konkurrenz vor der Nase haben. Ob diese dann mit einer verkürzten Vorbereitungszeit aber die erhoffte Verstärkung sind, ist nach der Bilanz eben fragwürdig.

Winter-Transfers nicht immer einfach

Und dass Winter-Transfers nicht immer funktionieren, hat der FC bekanntlich im vergangenen Winter leidvoll erfahren. Von den vier Neuzugängen spielt aktuell nur noch Joel Schmied bei den Geißböcken. Jusuf Gazibegovic (Sturm Graz) und Imad Rondic (SC Preußen Münster) sind verliehen, weil sie unter Lukas Kwasniok keine Chance bekommen hätten. Anthony Racioppi verließ den Verein im Sommer komplett. Ähnliche Fehler will man in Köln sicherlich nicht noch einmal begehen. Gerade der Rondic-Vertrag bis 2029 hat doch mehr Fragen hinterlassen, als der Angreifer als Antwort auf die Sturmmisere im vergangenen Jahr hätte überhaupt geben können. Das Tenor ist daher, wenn eine weitere Neuverpflichtung, dann eine, die den Kader auch wirklich verbessert.

Und wenn man den Worten des Geschäftsführers Glauben schenken will, dann ist genau das schon eine relativ hohe Hürde. „Es war für mich erkenntnisreich, was in den ersten Spielen des Jahres passiert ist“, sagte Kessler am Sonntag nach der Begegnung gegen Freiburg und erklärte zudem, dass er „mit der Qualität des Kaders“ zufrieden sei. Tatsächlich hat sich die Personalsituation deutlich entspannt. Durch die Rückkehr von Joel Schmied steht Kwasniok auch am kommenden Wochenende vor der Qual der Wahl in der Abwehr. Zumal Sebastian Sebulonsen auf der Innenverteidiger-Position ebenfalls funktioniert. Simpson-Pusey und Heintz werden ebenfalls bald zurück sein, Köln hat spätestens dann keine Lücke in der Abwehr mehr.

Noch fünf Tage bis zum Deadline Day

Durch die Leistungssteigerung von Alessio Castro-Montes gibt es auch eine Alternative mehr auf den Schienenpositionen. Und doch gibt es sicherlich Stellschrauben, an denen die Kölner drehen könnten. So gibt es mit eben jenem Belgier eigentlich nur einen Backup für die nominellen Wingbacks von Kwasniok, eben Sebulonsen und Kristoffer Lund. Gerade Zweiterer befindet sich allerdings in einer Formkrise. Auch Rechtsaußen fehlt möglicherweise eine weitere Alternative. Zudem gab es gerade in den Spielen vor der Winterpause das ein oder andere fehlende spielerische Element. Verbesserungen sind natürlich immer möglich. Doch aktuell können die Kölner mit ihrem Kader auf Rang zehn wohl zufrieden sein.

Und dass Spieler nur geholt werden, um dann eine Rückrunde auf der Bank zu sitzen, würde wohl auch nur wenige Fans zufrieden machen. Bis zum Deadline Day sind es noch fünf Tage. Aktuell deutet nicht viel auf einen Blitztransfer – ausgeschlossen ist der aber sicherlich auch nicht.


Weiterer Lichtblick beim 1. FC Köln: Verteidiger kehrt ins Training zurück

Lukas Kwasniok beim FC-Training
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Weiterer Lichtblick beim 1. FC Köln: Verteidiger kehrt ins Training zurück

Am Dienstagvormittag ist der FC in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Wolfsburg gestartet. Und mit dabei war auch ein Rückkehrer beim 1. FC Köln: Joel Schmied steigt wieder ins Training ein. Der Schweizer hatte sich im November verletzt.

Nur fünf Tage nach der bitteren 1:2-Niederlage in Freiburg steht für die Geißböcke am Freitagabend das Duell gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm. Personell gibt es eine positive Nachricht beim 1. FC Köln: Joel Schmied steigt am Dienstag wieder ins Training mit der Mannschaft ein.

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Vier Spiele, vier Punkte lautet die Bilanz der Kölner im Jahr 2026. Am Freitagabend kann der FC jene Statistik aufpolieren. Dann steht das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm (Liveticker ab 19:15 Uhr bei come-on-fc.com. Im Hinspiel rettete Jakub Kaminski dem FC mit einem Last-Minute-Treffer den Punkt. Die Begegnung bei den Wölfen endete 3:3-Unentschieden. Vor den schweren Spielen gegen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim wären drei Punkte für die Geißböcke wichtig. Allerdings liegt der letzte Heimsieg gegen Wolfsburg schon mehr als fünf Jahre zurück. Am Dienstag sind die Kölner in die Vorbereitung auf die Begegnung gestartet. Und personell gibt es weitere leichte Entspannung.

Zwei Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Denn mit Joel Schmied kehrt ein weiterer Innenverteidiger ins Mannschaftstraining zurück. Der Schweizer hatte sich im November eine hartnäckige Muskelverletzung zugezogen. Eigentlich war die Rückkehr für Februar angepeilt, nun könnte der Abwehrspieler bereits gegen Wolfsburg im Kader stehen und sein Comeback finden. Fragezeichen gibt es dagegen weiterhin bei Jahmai Simpson-Pusey. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Woche seine Einheit frühzeitig abbrechen müssen und arbeitet nun genauso weiter im Reha-Bereich wie Dominique Heintz – beide leiden unter Muskelverletzungen. Dazu fehlen natürlich auch die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, die nach ihren schweren Knieverletzungen auch weiterhin Monate lang ausfallen werden.

So geht es diese Woche weiter: Am Mittwochvormittag trainieren die Kölner unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Anschluss findet die obligatorische Pressekonferenz statt. Auch die Abschluss-Einheit am Donnerstag wird geheim sein. Am Freitagabend folgt dann das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.


Wende im Derby: Luca Waldschmidt glaubt daran

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Wende im Derby: Luca Waldschmidt glaubt daran

Luca Waldschmidt galt zum Saisonauftakt als möglicher Königstransfer der Kölner. Aktuell will es aber noch nicht so recht laufen. Bis auf den Treffer gegen seinen Arbeitgeber aus Wolfsburg wollte Waldschmidt noch nichts gelingen. Zuletzt saß er auf der Bank.

Seit diesem Sommer sucht Luca Waldschmidt sein Glück beim 1. FC Köln. Gefunden hat er es noch nicht. Im Gegenteil: Auch der ehemalige Nationalspieler ist bislang Teil der Kölner Krise. Aber: Luca Waldschmidt glaubt an die Wende im Derby.

Die Vorbereitung lief so vielversprechend, aktuell will es so gar nicht rundlaufen für Luca Waldschmidt. Der Neuzugang ist einer der Kölner Akteure, die symptomatisch für den Kölner Saisonverlauf stehen. Der von Wolfsburg ausgeliehene ehemalige Nationalspieler kam im Sommer nach Köln. Die FC-Verantwortlichen erhofften sich mehr Optionen für die Offensive, ein variableres Spiel – und natürlich Tore von ihrem vermeintlichen Königstransfer, den Christian Keller aus der Tasche gezaubert hatte.

Tatsächlich ist Waldschmidts Ausbeute beim FC bislang aber alles andere als königlich. „Ich möchte natürlich weiterhin in meine Aktionen kommen und damit erfolgreich werden“, sagte Waldschmidt am Mittwoch. Das gelang ihm etwa gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber aus Wolfsburg, ansonsten aber noch nicht. Ein Treffer steht bei Waldschmidt zu Buche. Zuletzt saß er gegen den VfB Stuttgart wie auch schon gegen Hoffenheim zunächst nur auf der Bank. „Generell möchte ich immer spielen. Ich kenne niemanden, der erfreut ist, wenn er auf der Bank sitzt“, sagte Waldschmidt, der aber auch betont, dass die Situation für ihn normal sei.

Das Mosaik will noch nicht passen

„Ich bin mit dem Trainerteam im offenen und ehrlichen Austausch und ich spüre das Vertrauen des Trainers extrem“, sagte Waldschmidt weiter. Das Vertrauen und der offene Dialog mit Baumgart waren Gründe für seine Entscheidung, zum FC zu wechseln. Das betonte der Angreifer noch vor wenigen Wochen. Ein weiterer Grund war natürlich seine Situation in Wolfsburg. Beim VfL kam Waldschmidt nicht mehr über die Rolle des Edeljokers hinaus. Auch beim FC droht ihm nun diese Rolle.

Allerdings auch, weil FC-Trainer Steffen Baumgart noch auf der Suche nach der richtigen Formation ist. So spielt Florian Kainz oft auf der zentralen Position hinter der Spitze, über die Außen will Baumgart eigentlich für Tempo sorgen. Das spricht für Spieler wie Linton Maina, Rasmus Carstensen oder Faride Alidou. Für das Mosaik gibt es zu viele Steine, die eben noch nicht perfekt ineinander passen. Waldschmidt spielte mal links, mal rechts, mal im Zentrum. So überzeugen wie noch in der Vorbereitung konnte er auf keiner der Positionen.

Auch Waldschmidt ist Teil der Kölner Krise, noch nicht da angekommen, wo ihn der Trainer, Waldschmidt sich aber auch selbst sieht. „Aus den sechs bisherigen Spielen ist die Punkteausbeute natürlich zu gering. Die Leistung war okay. Nicht immer super schlecht, aber auch nicht immer super gut. Die guten Dinge sollten wir mitnehmen“, sagt Waldschmidt, der sich des Duktus‘ der Kölner der vergangenen Wochen bedient. „Wir kommen immer wieder in Situationen, in denen wir Tore schießen können. Wir müssen einfach im letzten Drittel öfter die richtige Entscheidung treffen. Es fehlt uns nicht an Intensität. Man sieht auch, dass wir zusammenhalten und fighten“, sagt der 27-Jährige.

Der FC sollte langsam anfangen zu punkten, denn die Situation und damit auch die Aufgabe wird nicht leichter. Nun stehen die Derbys auf dem Plan. Für Waldschmidt kommen sie genau richtig: „Davie hat es auch schon im Interview gesagt: In einem Derby können wir Einiges zurückholen, was die Wochen zuvor nicht funktioniert hat. Solche Spiele haben nochmal eine andere Bedeutung. Das ist uns bewusst. Es werden sehr wichtige Spiele – für die Fans, für die Region und für uns auch.“ Und natürlich für Luca Waldschmidt.

 

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Sorge um Mittelfeldspieler: Dejan Ljubicic verletzt ausgewechselt

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Sorge um Mittelfeldspieler: Dejan Ljubicic verletzt ausgewechselt

Einen Tag nach dem Kölner Testspiel gegen Bergisch Gladbach standen auch für die Nationalspieler des 1. FC Köln die ersten Duelle an. Dabei verletzte sich Dejan Ljubicic. Eine Diagnose steht noch aus.

Schlechte Nachrichten für den 1. FC Köln: Dejan Ljubicic wurde im Länderspiel Österreichs verletzt ausgewechselt. Der 25-Jährige musste beim 1:1 gegen Moldawien frühzeitig vom Platz. Besser lief es für Florian Kainz.

Für Dejan Ljubicic startete die aktuelle Länderspielreise mit einer ungewohnten Position, sie endete vermutlich mit einer Verletzung. Der 25-Jährige startete im Testspiel gegen Moldawien auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition. Immerhin stand der Kölner Leistungsträger nun auch für Österreich von Beginn an auf dem Platz. Mit dem frühen Gegentreffer hatte er nichts zu tun. Nach einer guten halben Stunde zeigte Ljubicic an, dass er ausgewechselt werden müsste. Eine Diagnose steht noch aus, es scheint sich aber um eine Verletzung am rechten Fuß zu handeln. Ljubicic hatte im ersten Ligaspiel gegen Borussia Dortmund einen starken Eindruck hinterlassen. Er ist aktuell auf der Doppelsechs neben Eric Martel gesetzt. Ein längerer Ausfall würde den FC demnach hart treffen. Ljubicic ist der wertvollste Spieler im Kader der Geißböcke.

Auch Florian Kainz stand mal wieder in der Startelf. Der Kölner Kapitän war zuletzt nur zu Kurzeinsätzen unter Ralf Rangnick gekommen. Nun legte der Mittelfeldspieler Michael Gregoritsch den Ausgleich auf. Am kommenden Dienstag steht für Österreich das Qualifikationsspiel in Schweden auf dem Plan. Ob Ljubicic dann wieder einsatzfähig ist, ist eher fraglich. Für Dimitrios Limnios verlief der Abend ebenfalls alles andere als erfreulich. Der Kölner Mittelfeldspieler kam beim Duell seiner Griechen gegen die Niederlande nicht zum Einsatz. Griechenland verlor die Begegnung 0:3, die Niederlange zog an den Griechen vorbei und belegt nun den zweiten Gruppenplatz, hat aber ein Spiel weniger absolviert. In den kommenden Tagen sind auch die weiteren FC-Profis im Einsatz. Unter anderem spielt Sargis Adamyan am Freitag mit Armenien gegen die Türkei und Mathias Olesen mit Luxemburg gegen Island.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

 

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Eric Martel wird für die KÖlner unverzichtbar

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Eric Martel wird für die KÖlner unverzichtbar

Gegen den VfL Wolfsburg musste Eric Martel frühzeitig vom Platz. Eine Vorsichtsmaßnahme. Auf den Sechser will und kann Steffen Baumgart nicht verzichten.

69 Minuten gab er auf der Sechs den Takt an. Dann wurde Eric Martel gegen den VfL Wolfsburg verletzt ausgewechselt. Im zarten Alter von 21 Jahren hat sich der Mittelfeldspieler längst zu einer Größe bei den Kölnern entwickelt. Die Zahlen und Daten zeigen, warum Eric Martel für den FC unverzichtbar ist.

Es hatte schon etwas vom Davie-Selke-Samstag als Eric Martel sich mit schmerzverzehrtem Gesicht auf den Rasen des Kölner Stadions setzte. Martel rieb sich den Gesäßmuskel, schüttelte dazu den Kopf. Es folgte eine lange Diskussion mit Mannschaftsarzt Peter Schäferhoff sowie Steffen Baumgart. „Er hat einen Schlag auf den Hüftbeuger bekommen. Er wollte weiterspielen, war aber eingeschränkt“, erklärte der Trainer später das hitzige Wortgefecht. „Aber wir haben noch 32 Spiele und müssen gucken, dass die Jungs einsatzfähig bleiben.“ Dementsprechend gab es für Baumgart eigentlich keine Diskussion. Martel verließ nach 68 Minuten den Platz. „Es war kein geplanter Wechsel“, sagte der Coach.  Der sonst eher ruhig wirkende Martel schien auch alles andere als zufrieden mit der Situation, vorbei war es mit der Ruhe.

Eric Martel unumstritten auf der Sechs

Die Vorsichtsmaßnahme kommt nicht von ungefähr. Denn während in Köln im Sommer gefühlt jeder über eine mögliche Nachfolge von Ellyes Skhiri diskutierte, zumindest nachdachte und der Sportchef Christian Keller den ein oder anderen internen Namen auch in den Ring warf, stand die zweite Position der Doppelsechs nie zur Disposition. Eric Martel ist beim FC alternativlos gesetzt. So verwunderte die Aussage von Steffen Baumgart, Martel könne zur Not auch als Innenverteidiger einspringen, nachdem der FC durch die Leihe von Nikola Soldo eine weitere Vakanz geschaffen hat. Doch diese Option scheint alles andere als realistisch. Ist Martel fit, spielt er unter Baumgart auf der Sechs. Alleine, im Doppel – Martels Position ist so sicher wie Marvin Schwäbes im Tor oder Jeff Chabots als Abwehrchef.

Das hat sich der U21-Nationalspieler hart erarbeitet. Und das mit gerade einmal 21 Jahren. Und das im Schatten von eben jenem Skhiri, dessen Abgang die Kölner Fans so lange beschäftigte. Dabei stand der gebürtige Bayer dem tunesischen Nationalspieler in den Statistiken nur in wenigen nach. In der vergangenen Spielzeit lief Martel in zahlreichen Spielen sogar mehr als Skhiri, lag sowohl in der Zweikampf- als auch bei der Passquote nur wenige Prozentpunkte hinter dem Routinier. So kam Skhiri auf eine Passquote von 89.9 und eine  Zweikampfquote von 54.5 Prozent, Martel immerhin auf 84.3 und 51.4 Prozent. 

Eric Martel schon jetzt internationale Klasse

Gool.ai berechnet den aktuellen Marktwert des Mittelfeldspielers auf 3.3 Millionen Euro. Dabei liegt Martel über eine Millionen Euro über dem Schnitt der vergleichbaren Akteure der Liga (Vergleichsattribute: Alter, Position, Ligazugehörigkeit). Martel war im vergangenen Sommer für gerade einmal 1.5 Millionen Euro zum FC gewechselt. Der Deal hat sich für die Kölner mehr als gelohnt. Und nicht nur das. Das Online-Portal prognostiziert Martel für den kommenden Sommer einen Marktwert von mehr als zehn Millionen Euro. Eine ähnliche Entwicklung sehen auch die Datenscouts von Global Soccer Network. Sie stufen Martel schon jetzt in die Kategorie „internationale Klasse“ ein, das Potenzial des Mittelfeldspielers ist aber enorm.

Am Samstag kam der 21-Jährige „nur“ auf 8,59 Kilometer Laufleistung – allerdings aufgrund seiner Auswechslung in 69 Minuten (Alle Daten zu Martel gibt es auf seiner Spielerkarte). Rasmus Carstensen lief im gleichen Zeitraum 300 Meter mehr. Auch in der Zweikampfstatistik blieb Martel hinter seinem Mittel mit unter 50 Prozent zurück. Diese Wertung ging an Florian Kainz, der 56 Prozent seiner Zweikämpfe gewann. Dafür überzeugte Martel in einer anderen Statistik restlos. Der Sechser kam auf beeindruckende Passquote von 97 Prozent. Bei 29 Pässen spielte Martel nur einen einzigen Fehlpass. Am kommenden Sonntag sollte der Sechser wieder fit sein. Dann kommt es zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Nebenmann Ellyes Skhiri – im direkten Duell braucht sich Martel sicher nicht mehr vor dem Tunesier verstecken.