„Live habe ich noch kein schöneres Tor gesehen“ – Das sagt Jonas Hector zum Traumtor von Ragnar Ache

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim
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„Live habe ich noch kein schöneres Tor gesehen“ – Das sagt Jonas Hector zum Traumtor von Ragnar Ache

In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Geißböcke über das Traumtor im Duell des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim: Jonas Hector schwärmt vom Ragnar-Ache-Tor.

Es war ein ganz besonderer Moment, als Ragnar Ache am vergangenen Samstag das Tor gegen die TSG Hoffenheim erzielte. Und ein Moment, den Jonas Hector live auf Höhe des Torschützen mitverfolgte.

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Jonas Hector hält sich bekanntlich mit Kritik nicht wirklich zurück. Der ehemalige Kapitän der Geißböcke legt den Finger auch schon mal in die Wunde. In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag & fertig“ kommt der ehemalige Nationalspieler aus dem Schwärmen aber gar nicht mehr heraus. Hector hatte sich die Begegnung der Geißböcke gegen die TSG Hoffenheim am Samstag live im Stadion angeschaut. Und dann auch noch auf Höhe des Torschützen zur Kölner Führung, als dieser spektakulär mit einem Fallrückzieher traf. „Du hast es auf der Tribüne gemerkt. Alle neben uns konnten es nicht fassen, dass das Tor gefallen ist, wie es gefallen ist. Es war so ein schönes Tor. Live habe ich noch kein schöneres Tor gesehen“, sagt Hector: „Es war das beste Tor, das ich live gesehen habe.“

„Da gibt es kein richtig oder falsch“

Ragnar Ache hatte die Kölner so früh in Führung gebracht. So spektakulär, dass selbst die Mitspieler staunten und sich den ein oder anderen Kommentar nicht verkneifen konnten. „Die Flanke von El Mala geht ja weg vom Tor und du denkst, schade, da kommt er mit dem Kopf nicht hin“, so Hector. „Auf einmal legt der sich in die Luft. Du hättest den gar nicht anders rein machen können. Er hat aktuell offenbar dieses Selbstvertrauen.“ Für den ehemaligen Kölner Defensivspieler war es „ein sehr sehr tolles Tor“. Ein weiteres Thema des Spiels war der Umgang der Fans mit dem medizinischen Notfall. Ein Zuschauer war gestürzt, musste reanimiert werden. Die aktive Fanszene hatte den Support wie üblich in so einem Fall eingestellt. Für Diskussionen sorgte anschließend Lukas Kwasniok mit einer viel diskutierten Aussage auf der Pressekonferenz.

Auch Hector griff das Thema im Podcast auf. „Es wird diskutiert, wie sensibel man mit diesem Thema umzugehen ist. Da gibt es kein richtig oder falsch. Da hat jeder seine Meinung und die gibt es einfach. Ich würde die Diskussion nicht aufmachen wollen“, sagte der ehemalige Spieler.

Auf den FC wartet in Augsburg erneut eine besonders schwere Aufgabe: Warum der Schein trügt…

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln beim Spiel gegen den FC Augsburg
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Auf den FC wartet in Augsburg erneut eine besonders schwere Aufgabe: Warum der Schein trügt…

Auch wenn der Anschein ein anderer ist, der FC trifft am Freitagabend in Augsburg wieder auf ein Top-Team. Die Auswahl von Manuel Braun ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde, gehört zu den besten Teams der Rückrunde und hat erst einmal nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Darum darf der 1. FC Köln den FC Augsburg nicht unterschätzen.

In der Hinrunde führte der Punktgewinn gegen die kriselnden Augsburger nicht gerade zu Jubelstürmen. Nun treffen die Geißböcke aber auf einen anderen Gegner. Und der ist sicher nicht zu unterschätzen.

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Als der FC noch vor wenigen Wochen auf die drei großen Hürden der Champions-League-Anwärter Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim blickte, war der Abstiegsplatz gefühlt nicht weit weg. Fünf Punkte betrug der Vorsprung der Geißböcke auf den Relegationsplatz, die Konkurrenz hatte einige direkte Duelle vor der Brust. Doch obwohl die Kölner „nur“ einen Zähler aus den Spielen gegen die Top-Teams holten, hat sich an der Tabellensituation nicht sonderlich viel getan. Der Vorsprung beträgt nun noch immer vier Zähler, es ging zwei Plätze in der Tabelle nach unten, doch die ganz große Abstiegsgefahr ist (noch) nicht akut. Wenn man also so will, sind die Kölner rein tabellarisch gut durch die schweren Spiele gekommen. Und nach der guten Leistung gegen Hoffenheim dürften die Geißböcke mit Selbstvertrauen in die Partie gegen den FC Augsburg starten.

Ein Top-Team der Rückrunde

Dabei trügt der Schein. Der FC hat aktuell noch zwei weitere richtig schwere Spiele vor der Brust. Denn vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund bekommt es der FC nun mit dem FC Augsburg zu tun. Die Fuggerstädter sind bekanntlich weit von der grauen Maus entfernt, für die sie einst gehalten wurden. Allerdings war der FCA zuletzt bekanntlich auch nicht mehr der Angstgegner, mit dem es der FC jahrelang zu tun hatte. Bis 2021 haben die Kölner zehn Jahre lang nicht gegen Augsburg gewonnen. Seitdem aber nur noch ein Spiel von acht verloren. Und dennoch ist das Team von Manuel Baum ein ganz anderes als noch im Hinspiel. Denn Augsburg ist eine der besten Mannschaften der Rückrunde. Vier der jüngsten fünf Spiele hat der FCA gewonnen, ist mit 13 Zählern hinter Dortmund, den Bayern und Hoffenheim die viertbeste Mannschaft der Liga.

In diesem Jahr gab es überhaupt erst zwei Niederlagen – die gegen Mainz und Heidenheim, dafür aber einen Sieg gegen die Bayern. Zudem haben die Fuggerstädter im eigenen Stadion seit der 0:1-Niederlage gegen den BVB im Oktober nicht mehr verloren. Augsburg ist so ein wenig die Mannschaft der Stunde, hat den FC längst überholt und mit acht Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz zurzeit mal so gar nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Ganz anders als beispielsweise Bremen und Heidenheim. Und da die beiden Teams am Wochenende im direkten Duell aufeinandertreffen, hat die Begegnung gegen Augsburg dann doch schon wieder einen ähnlichen Charakter wie die vergangenen drei und dann die folgende gegen den BVB.


Von wegen Standardschwäche: Der FC ist auf einmal das stabilste Team des Jahres

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln
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Von wegen Standardschwäche: Der FC ist auf einmal das stabilste Team des Jahres

Auf die Standardschwäche hat der FC jüngst mit einer Personal-Entscheidung reagiert. Dabei ist die Bilanz des Jahres 2026 keine schlechte. Im Gegenteil: Der 1. FC Köln erreicht bei Standards plötzlich den Topwert.

14 Gegentore nach einem ruhenden Ball, erst drei erzielte Standard-Treffer. Die personelle Reaktion erscheint folgerichtig. Allerdings haben sich die Zahlen im neuen Jahr krass verändert.

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So ein wenig schien die Nachricht die Feierlichkeiten trüben zu können. Am Rosenmontag sickerte durch, dass der FC auf die anhaltende Standard-Schwäche reagieren und Hannes Dold von seinen Aufgaben als Standard-Trainer entbinden würde. Eine harte, aber von außen betrachtet wohl folgerichtige Entscheidung. Die Probleme nach einem ruhenden Ball waren weder in den Vorwärtsbewegung noch im Rückwärtsgang von der Hand zu weisen. 14 Bälle haben sich die Kölner nach einem ruhenden Ball gefangen – so viel wie kein anderer Bundesligist. Dagegen hat Köln aber auch erst drei Treffer nach einer Standardsituation selbst erzielt – weniger erfolgreich ist kein anderer Bundesligist. Ähnlich wie die Verletztenmisere zieht sich auch das Standardproblem wie ein roter Faden durch die Saison.

Verkehrte Welt in 2026

Und so könnte es am Wochenende durchaus spannend werden, ob es weitere Treffer nach ruhenden Bällen gibt. Zumindest nach der Statistik wäre das nicht unwahrscheinlich. Denn mit dem FC Augsburg treffen die Geißböcke auf die zweitanfälligste Mannschaft. Der FCA kassierte bereits 13 Gegentore nach einem Standard. Davon fünf nach einer Ecke, der FC sieben. Während Lukas Kwasniok die Schwäche zu Saisonbeginn noch kleinreden wollte, erklärte er zuletzt, dass man sich ja durchaus gefangen hätte, die Bilanz der Rückrunde gar nicht mehr so schlecht sei. Und tatsächlich hält der Blick auf die Jahresstatistik dann sogar eine echte Überraschung bereit. Nicht nur, dass der Trainer recht hat, er hätte durchaus viel mehr aus der Statistik machen können. Denn die liest sich für das Jahr 2026 nun mal komplett anders.

In den acht Ligaspielen des Jahres 2026 haben sich die Geißböcke genau einen einzigen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball gefangen – so wenig wie keine andere Mannschaft. Selbst der FC Bayern kassierte so drei Gegentore, Leverkusen immerhin zwei. Nach einer Ecke musste Marvin Schwäbe in diesem Jahr noch gar nicht hinter sich greifen. Das ist logischerweise ebenfalls Bestwert – wenn auch ein geteilter (Leverkusen, Hoffenheim, Hamburg). Und das, obwohl der FC noch überdurchschnittlich viele Ecken verursacht hat. Ganz anders die Bilanz des kommenden Gegners. Der FC Augsburg kassierte in diesem Jahr neun Gegentore nach Standards – der mit Abstand schlechteste Wert der Liga. Das gleiche gilt auch für Ecken. Dort musste Finn Dahmen bereits fünf Mal hinter sich greifen. Auch das ist der Liga-Höchstwert.

Zu den offensiven Standards hat Kwasniok allerdings nichts gesagt. Vielleicht nicht ohne Grund. Denn da hat sich der FC auch im neuen Jahr nicht verbessert. Mit einem Treffer nach einem ruhenden Ball gehört Köln nach wie vor zu den harmlosesten Teams.


Der 1. FC Köln und die muskulären Verletzungen – eine unglaubliche und offenbar unendliche Geschichte

Jan Thielmann blieb nur die Rolle des Zuschauers
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Der 1. FC Köln und die muskulären Verletzungen – eine unglaubliche und offenbar unendliche Geschichte

Wie ein roter Faden zieht sich die Verletzungsmisere bei den Geißböcken durch die Saison. Das 2:2 gegen die TSG Hoffenheim erscheint in diesem Zusammenhang besonders teuer erkauft. Der 1. FC Köln und die muskulären Verletzungen.

Jan Thielmann, Joel Schmied, Dominique Heintz, Jahmai Simpson-Pusey, Alessio Castro-Montes und Sebastian Sebulonsen – die Spieler, die beim FC mit muskulären Problemen ausfallen, sind nicht mehr an einer Hand abzuzählen.

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Das 2:2-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim sorgte am Samstagnachmittag für rundum gute Stimmung beim FC und nun im Nachgang dann doch für Katerstimmung. Denn der Punkt gegen ein Top-Team war offenbar ein besonders teuer erkaufter. Schon vor der Begegnung hatte Jan Thielmann das Aufwärmen aufgrund von muskulären Beschwerden abbrechen müssen, sie stellten sich als eine Verletzung der Muskulatur heraus. Nach 70 Minuten war die Partie gegen die Sinsheimer dann für Sebastian Sebulonsen beendet, ebenfalls aufgrund einer muskulären Verletzung. Und zu Beginn der Woche gesellte sich dann auch noch Joel Schmied dazu, die Diagnose die gleiche. Was sich wie ein Treppenwitz anhört, könnte noch in einer weiteren Verletzung münden, denn auch Said El Mala brach die Einheit am Dienstag ab.

30 Spiele verpasst

Sollte es sich auch bei ihm um eine Verletzung aufgrund der Begegnung gegen die TSG handeln, würden unterm Strich zwar ein Punkt, aber eben auch vier verletzte Spieler stehen. Und eben jene Verletzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Spielzeit. Im Oktober machte Thielmann den leidlichen Anfang. Das Eigengewächs musste eine Trainingseinheit abbrechen, verpasste daraufhin drei Liga-Spiele sowie den Pokal-Fight gegen die Bayern. Der gebürtige Föhrener war gerade zurück, da erwischte es Joel Schmied. Und das härter als erwartet. Der Innenverteidiger fiel mit seiner muskulären Verletzung bis ins neue Jahr aus. Insgesamt verpasste der Schweizer neun Partien. Zur gleichen Zeit fiel auch Dominique Heintz aus – und das doppelt. Der Routinier verletzte sich im November, kehrte für eine Begegnung wieder auf die Bank zurück, bevor er wieder ausfiel. Heintz verpasste gleich zehn Partien.

Mit der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey reagierten die Kölner auf die Verletzungsmisere in der Defensive. Doch der Engländer musste nach drei Einsätzen für die Geißböcke ebenfalls verletzt aussetzen. Nach vier Spielen Pause, kehrte Simpson-Pusey jetzt wieder zurück. Doch die Personalsituation hat sich nicht wie erhofft entspannt. Mit Alessio Castro-Montes fehlt ein FC-Profi nun seit drei Wochen. Der Belgier hat bislang drei Spiele verpasst. Nun werden mindestens drei weitere Spieler ausfallen. Insgesamt haben FC-Profis nur aufgrund von muskulären Verletzungen vor der Begegnung gegen Augsburg 30 Spiele verpasst. Bis auf den 11. Spieltag war seit dem 8. Spieltag immer mindestens ein Kölner Spieler aufgrund eben jener Blessur außen vor.

Auch, wenn Lukas Kwasniok zuletzt betonte, dass jene Art der Verletzung auch häufiger vorkommt, weil sich die Diagnoseverfahren verändert haben, ist der FC besonders hart betroffen. Auffallend auch, dass es mit Heintz, Thielmann und Schmied Spieler in dieser Saison bereits zum zweiten Mal erwischt hat.


Sorge um Said El Mala: Droht der nächste Ausfall beim 1. FC Köln?

Said El Mala erwischte beim 1. FC Köln nicht seinen besten Tag
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Sorge um Said El Mala: Droht der nächste Ausfall beim 1. FC Köln?

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab beim 1. FC Köln: Nun droht auch Said El Mala auszufallen. Der Kölner Shootingstar musste die Einheit am Dienstag frühzeitig beenden. Voraussichtlich wird auch bei El Mala nun eine genauere Diagnostik anstehen.

Der Griff an den Oberschenkel lässt dieser Tage in Köln nichts Gutes vermuten. Tatsächlich musste Said El Mala am Dienstag die Trainingseinheit frühzeitig abbrechen. Für den Offensivspieler könnte es damit für Freitag eng werden.

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Die Verletzungsmisere bei den Geißböcken will einfach nicht abreißen. Gerade kamen mit Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz zwei Abwehrspieler frisch zurück, nun fallen die nächsten Spieler sicher aus und hinter einem steht ein ganz dickes Fragezeichen. Und das ausgerechnet hinter Said El Mala, der im Duell gegen die TSG Hoffenheim wieder einmal so etwas wie der Punktegarant war. Der 19-Jährige bereitete einen Treffer vor, erzielte einen weiteren, glich damit zum 2:2-Endstand aus. Für El Mala war es bereits Treffer Nummer acht sowie Vorlage Nummer vier. Der Shootingstar ist einer der Topscorer der Liga und der Topscorer der Geißböcke. Nun aber droht das nächste Aus. Der Offensivspieler musste die Einheit am Dienstag nach etwas mehr als einer halben Stunde abbrechen.

Aktuell vier Spieler mit muskulären Verletzungen raus

El Mala fasste sich an die Rückseite des Oberschenkels. Nach kurzer Beratung mit dem medizinischen Staff beendete der 19-Jährige die Einheit. Nun dürfte erst einmal eine ausführliche Diagnostik anstehen. Und die wird man beim FC aktuell wohl mit einer gewissen Sorge angehen. Denn gerade die letzten MRT-Untersuchungen waren allesamt nicht gerade positiv. Erst am Nachmittag hatte der FC die Verletzung von Joel Schmied bekannt gegeben (wie come-on-fc.com berichtete). Der Schweizer hatte sich gerade erst von einer muskulären Verletzung erholt, nun fällt er mit der gleichen Diagnose erneut aus. Genauso wie Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes, die ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.

Möglicherweise will man bei dem Torjäger aber auch kein Risiko eingehen. Dem FC bleiben noch drei Tage und zwei Trainingseinheiten bis zum Auswärtsspiel in Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr, im Liveticker bei come-on-fc.com). El Mala hatte nach längerer Durststrecke gegen die TSG Hoffenheim die passende Antwort parat. Für den Kölner Youngster geht es aktuell auch um Bewerbungspunkte für die A-Nationalmannschaft. Im März stehen die nächsten Spiele an, ein Ausfall käme für alle Beteiligten zur absoluten Unzeit.


Schon wieder eine muskuläre Verletzung: Der nächste FC-Profi fällt aus

Joel Schmied verletzt am Boden
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Schon wieder eine muskuläre Verletzung: Der nächste FC-Profi fällt aus

Die Personalsituation verschärft sich erneut beim 1. FC Köln: Auch Joel Schmied fällt erneut wegen einer muskulären Verletzung aus. Nach dem Wochenende und dem Duell gegen die TSG Hoffenheim sind auch Jan Thiemann und Sebastian Sebulonsen angeschlagen und müssen pausieren.

Das Lazarett der Geißböcke vergrößert sich wieder. Und fast schon obligatorisch lautet die Diagnose „muskuläre Verletzung“. Das gab der Verein am Mittag bekannt.

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Noch am Samstag hatte Joel Schmied von Krämpfen nach 70 Minuten im Duell gegen die TSG Hoffenheim gesprochen, diese stellen sich nun aber offenbar doch als schwerwiegender heraus. Der Schweizer fällt bereits zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer muskulären Verletzung aus. Das ergab ein MRT, das im Anschluss an die Begegnung gegen die Sinsheimer durchgeführt wurde. Schmied reiht sich damit in eine unfassbar lange Verletztenliste bei den Kölnern ein. Aktuell fehlt Alessio Castro-Montes mit muskulären Problemen, Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz waren gerade erst wieder zurückgekehrt. Am Sonntag hatte der Verein zudem die Ausfälle von Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen mit ähnlicher Diagnose bekannt gegeben (Come-on-fc.com berichtete).

Vorbereitung auf Augsburg gestartet

Schmied hatte sich im November verletzt und war erst im Duell gegen den VfB Stuttgart wieder aufgelaufen. Neun Bundesliga-Partien hatte der Innenverteidiger verpasst. Der FC ist derweil am Dienstagnachmittag in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg am Freitagabend gestartet (20.30 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com). Am Montag hatten die FC-Profis noch spielfrei. Eigentlich sollte Linton Maina am Dienstag wieder ins Training einsteigen. Doch auch der Offensivspieler fällt noch aus. Maina hatte sich krank gemeldet. Der gebürtige Berliner hatte sich eine Rippe gebrochen und zuletzt gefehlt. Auch Fynn Schenten litt zuletzt unter Krankheitssymptomen. Der Youngster trainierte am Dienstag immerhin wieder individuell. Diese Woche werden die Kölner noch zwei weitere Trainingseinheiten absolvieren. Beide allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Am Freitag steht das Auswärtsspiel beim FC Augsburg an.


„Sind zu unruhig und ungenau“: Carlson zeigt die Probleme der Frauen des 1. FC Köln auf

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Sind zu unruhig und ungenau“: Carlson zeigt die Probleme der Frauen des 1. FC Köln auf

So richtig rund läuft es aktuell nicht für die Fußballerinnen der Geißböcke. Die Frauen des 1. FC Köln stecken in einer Ergebniskrise: Das Team von Trainerin Britta Carlson wartet seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg.

Die FC-Frauen lassen auffallend häufig Punkte in der Favoriten-Rolle liegen und die anstehende dreiwöchige Länderspielpause kommt da vielleicht gerade recht.

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0:1 gegen Jena kurz vor Weihnachten. 0:0 gegen Essen erst Anfang des Monats. Und nun ein 1:2 bei Union Berlin. Dreimal gingen die FC-Frauen als Favorit in diese Duelle – und am Ende sprang lediglich ein magerer Punkt dabei heraus. Die acht verpassten Zähler aus diesen Begegnungen tun jedoch weh – wäre der FC damit doch auch ganz dick im Rennen um die internationalen Startplätze und stünde noch besser da, als er es mit den aktuell 25 Punkten zweifellos immer noch tut.

„Das ist gerade der Unterschied zu uns“

Aber der nächste Entwicklungsschritt will partout nicht gelingen. Es ist mittlerweile ein Muster zu erkennen. Gegen die Top-Teams der Liga präsentiert sich das Team ebenbürtig und wirft alles in die Waagschale. Schlüpfen die Kölnerinnen aber selbst in die Favoritenrolle, bleiben die Ergebnisse noch viel zu oft aus. Auch das Pokal-Aus beim Zweitligisten SC Sand im Herbst sei erwähnt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kölner Offensive ins Stocken geraten ist. Sandra Jessen, die sich vor der Winterpause mit ihren Toren in den Fokus der englischen Top-Vereine geschossen hat, ist in 2026 noch ohne Erfolgserlebnis und wartet seit 402 Minuten auf ihren nächsten Treffer.

Doch es liegt keineswegs an der Isländerin allein. Weronika Zawistowska hätte etwa in Berlin in der siebten Minute zwingend das 1:0 erzielen müssen. Gerade diese offensive Harmlosigkeit im Vergleich zu den Gegnern machte auch die Trainerin Britta Carlson als entscheidenden Faktor aus: „Das ist gerade der Unterschied zu uns, dass wir unsere Chancen gerade nicht nutzen. Wenn wir das am Anfang des Spiels machen, dann sieht es vielleicht ganz anders aus“, ergänzte die Trainerin mit Blick auf Zawistowskas vergebene Großchance, „dann haben wir eine andere Stimmung, auch wenn das Fußballspiel vielleicht dann nicht perfekt läuft.“

„Zu unruhig und zu ungenau“

Die Ergebnis-Flaute scheint jedoch auch die Spielerinnen auf dem Platz zu beschäftigen, die Leichtigkeit der Hinrunde ist aktuell abhandengekommen. „Wir sind im Moment einfach, was den Ballbesitz betrifft, zu unruhig und zu ungenau“, konstatierte Carlson, „weil wir da ein bisschen verkopft sind und alles dann unbedingt erzwingen wollen, anstatt auch mal Situationen für uns zu nutzen.“ Auch bei ruhenden Bällen seien die Kölnerinnen aktuell zu harmlos: „Das ist gerade so, dass wir unsere Standards gerade gar nicht gut ausspielen, sicherlich ordentlich verteidigen, aber selbst die Chancen, die wir durch Standards haben, nicht wirklich nutzen. Das ist dann schade. Wenn das Spiel mal nicht so läuft, dann kann sicherlich auch ein Standard-Tor mal helfen und davon haben wir eigentlich genug. Es geht jetzt darum, daran zu arbeiten.“

Dafür haben Trainer und Mannschaft auch ausreichend Zeit – zumindest die Spielerinnen, die in der Länderspielpause am Geißbockheim bleiben werden. Das nächste Liga-Spiel steht erst am 15. März an – ausgerechnet gegen Bayern München. Immerhin: Die Favoritenrolle wird der FC dann nicht innehaben, auch das kann ja eine gute Chance sein.


Die gefährlichste Offensive der unteren Tabellenhälfte könnte zum Zünglein an der Waage werden…

Ragnar Ache jubelt nach seinem Tor
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Die gefährlichste Offensive der unteren Tabellenhälfte könnte zum Zünglein an der Waage werden…

Die Tabelle schiebt sich aktuell immer weiter zusammen. Am Ende der Saison kann es im Abstiegskampf auf Kleinigkeiten ankommen. Und da gibt es in einer Bilanz einen kleinen Pluspunkt für den 1. FC Köln: Die Offensive sorgt für einen Vorteil.

Das Traumtor von Ragnar Ache, der wichtige Ausgleich von Said El Mala – auf die Kölner Offensive war am Samstag wieder Verlass. Die ist ohnehin ein Faustpfand in der Liga. Kein anderes Team der unteren Tabellenhälfte ist bislang erfolgreicher vor dem Tor als der FC. Und das könnte ein wichtiger Faktor werden.

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim ist dem FC endlich der erhoffte Punkt gegen eine Mannschaft aus der Top-6 gelungen. Das war in der Hinrunde bekanntlich nur einmal der Fall und das ebenfalls gegen Hoffenheim, da wiederum aber dreifach. Dennoch war die Erleichterung nach der Begegnung am Samstag bei den Spielern, beim Trainer, aber ganz sicher auch bei den Fans spürbar. Dabei sind mit dem einen Zähler die Luftsprünge in der Tabelle bekanntlich ausgeblieben. Auf den ersten Blick hat sich gar nicht so viel verändert, auf den zweiten ist das Tableau in der unteren Tabellenhälfte dann doch noch einmal ein Stück weiter zusammengerückt. Zwischen Platz neun und Platz 16 liegen nur noch acht Punkte, der FC hat vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Beste Tordifferenz

Es deutet aktuell viel auf einen spannenden Abstiegskampf hin, der wahrscheinlich erst kurz vor Toresschluss wirklich entschieden wird. Und da könnte dem FC die erfolgreiche Offensive das Zünglein an der Waage sein. Denn die Kölner haben in den bisherigen 23 Saisonspielen bereits 33 Treffer erzielt. Keine andere Mannschaft der unteren Tabellenhälfte war öfter erfolgreich. Im Gegenteil, abgesehen von Wolfsburg (ebenfalls 33), knackte kein Kontrahent ab Rang neun bislang die 30-Tore-Marke. Vor allem das Trio Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache hat sich für die Kölner mittlerweile zum wichtigen Punktegaranten entwickelt. Nahezu 60 Prozent aller FC-Tore gehen auf die drei Offensivkräfte. Ähnlich erfolgreich ist kaum eine Offensivreihe der vermeintlichen Abstiegskandidaten.

Und da die Kölner in der Defensive im Schnitt genauso anfällig sind wie die anderen Teams, ergibt sich für Köln ein kleiner Pluspunkt. Der FC hat von den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte das beste Torverhältnis. Und das – mit zwei Ausnahmen – mit großem Abstand. Der FC kommt auf eine Bilanz von -6. Es folgen Hamburg (-7) und Union Berlin (-8) und dann Mainz (-12). Die Kellerkinder St. Pauli (-18), Bremen (-21) und Heidenheim (-28) befinden sich in dieser Bilanz dann schon deutlich im Nachteil. Tatsächlich haben die Geißböcke in der Liga in dieser Saison noch keine Begegnung mit mehr als zwei Gegentreffern Differenz verloren. Am Ende werden die Kölner natürlich alles daran setzen, den Klassenerhalt frühzeitig in trockene Tücher zu bringen, damit die Tordifferenz nicht den Unterschied macht.


Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski: Das Offensiv-Trio des 1. FC Köln sammelt Argumente für mehr

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski: Das Offensiv-Trio des 1. FC Köln sammelt Argumente für mehr

Mit Said El Mala, Jakub Kaminski und natürlich Ragnar Ache trugen sich am Samstag gegen die TSG Hoffenheim die bislang torgefährlichsten FC-Profis in die Scorerliste ein. Und machten damit durchaus Lust auf mehr. So gefährlich ist das Offensiv-Trio des 1. FC Köln.

Durch die Ausfälle von Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen wird Lukas Kwasniok am Freitagabend gegen den FC Augsburg wieder puzzeln müssen. Der Trainer neigt bekanntlich zu vielen Rotationen. In der Offensive sammelten gegen die TSG Hoffenheim drei Akteure viele Argumente für eine weitere Berufung von Beginn an.

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Jan Thielmann wirkte alles andere als glücklich, als das Kölner Eigengewächs nach der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim unverrichteter Dinge durch die Katakomben des Stadions schritt. Dabei dürfte der kurzfristige Ausfall des 23-Jährigen schon einen gehörigen Einfluss auf die Partie gehabt haben. Denn eigentlich war der U21-Vize-Europameister für die rechte Außenbahn vorgesehen, Jakub Kaminski hätte wohl im Zentrum als eine Art offensiver Sechser spielen sollen. So aber rotierte Kaminski eine Reihe nach vorne und zeigte gegen die Sinsheimer, dass er in der Offensive gut aufgehoben ist. Kaminski bereitete vier Torschüsse vor, suchte einmal selbst den Abschluss, war gerade in der Vorwärtsbewegung wieder ein Aktivposten. Vor allem aber belohnte sich der Pole mit einem Assist, dem ersten Scorer seit November.

El Mala kommt bereits auf 12 Scorer

Vor ziemlich genau drei Monaten hatte der 23-Jährige gegen Frankfurt getroffen. Dabei standen am Samstag vor allem zwei andere Spieler wohl noch deutlicher im Fokus. Zum einen Ragnar Ache. Der Stürmer sorgte bereits nach einer Viertelstunde für das absolute Highlight des Spieltags, vielleicht sogar des Monats oder noch mehr. Ache erzielte per Fallrückzieher die Kölner Führung. Der Angreifer kam ebenfalls auf fünf Torschuss-Beteiligungen, schloss vier Mal selbst ab, bereitete einen weiteren Versuch vor. Mit seinem Traumtor schraubte Ache sein Scorerkonto auf neun Punkte in die Höhe und hat nun fünf Tore und vier Vorlagen in der Liga eingesammelt. Der 27-Jährige ist damit vor Kaminski (fünf Tore, zwei Vorlagen) der zweitbeste Scorer der Geißböcke. Nicht nur das: Ache hat alleine in den vergangenen sechs Spielen vier Tore erzielt. In der Hinrunde war es „nur“ einer.

Der Kölner Punktegarant ist aber weiterhin vor allem Said El Mala. Zwar dürfte der 19-Jährige den Kölner Coach mit einigen Entscheidungsfindungen oder verpassten Abspielen durchaus geärgert haben, doch El Mala bereitete die Kölner Führung mit einer nahezu perfekten Flanke vor und erzielte den Ausgleich selbst. Der Offensivspieler kommt damit bereits auf acht Treffer, vier Vorlagen. Mit zwölf Scorerpunkten liegt El Mala auf Rang elf der Topscorer der Liga. Neben Yan Diomande (14 Scorer) ist er der einzige U20-Akteur in der Top-20 und hinter Deniz Undav (16), gemeinsam mit Nadiem Amiri der zweitbeste, der für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen dürfte. El Mala macht sich also wieder interessant für Julian Nagelsmann.

Gute Argumente für mehr

Insgesamt kommen die drei Offensivspieler also auf 28 Torbeteiligungen, erzielten 18 der 33 bisherigen Tore und gehören damit prozentual zu den torgefährlichsten Angriffs-Trios der Liga. So wird durchaus die Frage erlaubt sein, ob die Kölner nicht ihre gefährlichste Offensivreihe gefunden haben. Zumal die Geißböcke zumindest in der ersten halben Stunde gegen die TSG eine der besten Saisonleistungen abgerufen hatten. Tatsächlich liefen die drei erst einmal zuvor – zumindest nominell – in einer Dreier-Offensivformation in dieser Spielzeit von Beginn an auf. Und das gegen RB Leipzig. Der Ertrag war überschaubar. Das Kölner Tor erzielte beim 1:2 Jan Thielmann nach Vorarbeit von Isak Johannesson. Gegen die TSG sammelte das Trio zumindest gute Argumente für weitere Nominierungen.


„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Eric Martel und Tom Krauss vom 1. FC Köln
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„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Gegen die TSG Hoffenheim zeigte der FC eine starke Leistung. Auch im Zentrum überzeugten zwei Akteure des 1. FC Köln: So ließen Eric Martel und Tom Krauß Hoffenheim verzweifeln.

Bei dem Unentschieden gegen den Champions-League-Aspiranten aus dem Kraichgau nahmen sie Schlüsselrollen ein für den 1. FC Köln. Eric Martel und Tom Krauß überzeugte als Doppelsechs gegen die TSG.

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Das Zahlenwerk des Duells zwischen dem 1. FC Köln und der TSG 1899 Hoffenheim belegte eindrucksvoll, wie groß die Herausforderung für die Geißböcke war, gegen die Gäste aus dem Kraichgau zumindest einen Punkt in Müngersdorf zu behalten. Hoffenheim verbuchte 60 Prozent Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe. Zudem gaben die Gäste mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor der Hausherren ab und leisteten sich mit zwölf Fouls ebenfalls die doppelte Anzahl. Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok die Sinsheimer im Vorfeld sogar in ihrer Intensität auf eine Stufe mit dem FC Bayern München gestellt hatte, wirkte angesichts dieser Werte keineswegs überzogen. Und doch war dieses Kräftemessen wie geschaffen für insbesondere zwei Akteure im Kölner Trikot, die sich der Wucht entgegenstemmen sollten: Tom Krauß und Eric Martel.

Krauß: „Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt“

Der 24-jährige Krauß führte die meisten erfolgreichen Zweikämpfe für die Geißböcke und verlieh dem Spiel des 1. FC Köln jene physische Präsenz, die es brauchte, um der hohen Intensität der TSG Hoffenheim Paroli zu bieten. Krauß’ destruktive Fertigkeiten waren gefragt. Er störte, schob an, biss sich in direkte Duelle. Der Auftritt des Mittelfeldspielers hat auch beim Gegner Eindruck geschunden: „Andrej Kramaric hat nach dem Spiel gesagt, dass ich nur auf seinen Füßen stand. Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt. Das ist meine Spielweise”, teilte Krauß mit.

Gemeinsam mit seinen hervorragend aufgelegten Kollegen im Kölner Defensivverbund stemmte sich der 24-Jährige gegen eine Hoffenheimer Angriffswelle nach der anderen, so gut es gegen die Gäste in ihrer aktuellen Form eben möglich war. Auch Martel zeigte gegen Hoffenheim, dass die FC-Anhänger sich weiterhin auf ihn verlassen können. In der kritischen Phase kurz nach dem Ausgleich der Gäste durch Ozan Kabak, schickte sich die Ilzer-Elf an, vor dem Halbzeitpfiff sogar noch in Führung zu gehen. Nach einem missglückten Angriff der Geißböcke landete der Ball über einige Stationen im Kölner Sechzehner bei Wouter Burger, der dank eines cleveren Anspiels durch Fisnik Asllani freies Schussfeld hatte. Grätsche im allerletzten Moment verhinderte schließlich, dass sich der Effzeh kurz vor Ende der ersten Hälfte noch das zweite Gegentor fing.

Nachfolge gesichert?

Vor allem nach dem Wechsel schwamm die Kölner Defensive. „In den ersten zehn, fünfzehn Minuten hatten wir gar keinen Plan, das muss man ehrlich zugeben, wir haben gar keinen Zugriff bekommen“, sagte Krauß am Samstag. „Zum Glück machen wir das 2:2, aber ich bin dann zum Trainer gegangen und habe gefragt, was wir machen können, weil die Phase war nicht zufriedenstellend.“ Doch die Kölner fingen sich wieder, waren in der letzten halben Stunde besser. Auch, weil Krauß und Martel auf der Doppelsechs eine richtig gute Leistung abriefen.

Die anhaltend stabilen Leistungen von Krauß sorgen gleich aus mehreren Gründen für Entlastung bei den Domstädtern. Zum einen für den Mittelfeldspieler selbst, der im Falle des Klassenerhalts fest verpflichtet werden dürfte und nach zahlreichen Stationen trotz seines jungen Alters nun eine dauerhafte sportliche Heimat gefunden haben könnte. Zum anderen auf Clubebene: Geschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok werden mit Genugtuung registrieren, dass ein möglicher Abgang von Martel mit dem noch geliehenen Mainzer in der aktuellen Verfassung deutlich weniger schwer wiegen würde. Natürlich wäre der Verlust von Martel immer noch schmerzhaft, aber immerhin ist sicher: Krauß ist bereit, die mögliche Vakanz auszufüllen – wenn nicht sogar mehr. Spannend wird sein, ob der 24-Jährige gegen den FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr) am kommenden Spieltag an die Leistungen vom vergangenen Samstag anknüpfen kann.