Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte

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Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte

Eine ungewöhnliche Verletzungsserie schränkt den 1. FC Köln vor dem Augsburg-Spiel stark ein. Trainerstab und Experten suchen nach Ursachen beim 1. FC Köln: Was läuft falsch am Geißbockheim?

Die Verletzungsprobleme beim 1. FC Köln spitzen sich zu. Eine ungewöhnlich hohe Zahl von Muskelverletzungen bereitet den Geißböcken Kopfschmerzen. Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Das sagt ein Experte.

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Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg steht Kölns Trainer Lukas Kwasniok vor einer kniffligen Aufgabe. Der 44-Jährige, bekannt für seine Rotationsfreude, ist mit der Frage konfrontiert, welche seiner Spieler für die anstehende Partie überhaupt zur Verfügung stehen. Die aktuelle Häufung von Verletzungen hat den Handlungsspielraum von Kwasniok spürbar eingeschränkt, der FC steckt mitten in der größten Verletzungswelle dieser Saison. Besonders die muskulären Probleme machen dem Team zu schaffen. „Eine so kuriose Situation habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Mittwoch. „Natürlich sind wir jetzt auf der Suche nach den Ursachen. Bis zum Spiel in Gladbach hatten wir keine einzige Muskelverletzung. Dann kam Jan Thielmann als Erster, bis zur Winterpause noch Joel Schmied. Seitdem häuft sich das Ganze extrem.“

Kwasniok: „Müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen“

Auf der Pressekonferenz bemühte sich der FC-Coach, Anhaltspunkte für die „kuriose Situation“ zu finden. „Wir müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen, wobei es in der Kürze der Zeit nicht ganz so einfach ist, das zu eruieren“, erklärte Kwasniok. Einen möglichen Grund sieht er in der hohen Intensität der Liga. „Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Intensität der Bundesliga und dass wir versuchen, in jedem Spiel voll dagegenzuhalten.“ Ganz überzeugt diese Erklärung jedoch nicht. Ausgerechnet Hoffenheim, der jüngste Kölner Gegner und statistisch das laufstärkste Team der Liga, blieb bislang ohne muskuläre Ausfälle. Offenbar liegt die Ursache also tiefer.

Um die Hintergründe besser einzuordnen, hat come-on-fc.com mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Potthast von der Deutschen Sporthochschule Köln gesprochen. Der Biomechanik-Experte forscht seit Jahren zu Belastungssteuerung und Verletzungsprävention im Leistungssport (unter anderem in Zusammenarbeit mit Hoffenheim) und warnt hinsichtlich der Verletzungen vor vorschnellen Schuldzuweisungen.

Fehler in der Trainingsbelastung?

Potthast betont, dass die aktuelle Misere beim FC schon ungewöhnlich sei, Muskelverletzungen aber nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen sind. „Es gibt eine ganze Reihe von Einflussgrößen, die solche Verletzungen begünstigen können“, erklärte er. Auch die Trainingssteuerung könne eine Rolle spielen. Hier könne man den Verantwortlichen allerdings nur schwerlich Vorwürfe machen. „Man muss den Trainern aber zugutehalten, dass die Wissenschaft bislang kaum Parameter kennt, mit denen sich eindeutig vorhersagen lässt, wann ein Spieler aufhören sollte zu trainieren. Es also von außen auf die Trainingssteuerung zu schieben, wäre anmaßend.“ Möglichkeiten, sich die Muskeln genauer anzuschauen, gibt es, diese seien aber sehr aufwendig. „Es ist sicher nicht wie bei einer Laktatleistungsdiagnostik, bei der man nach einer Laufeinheit eine Empfehlung über die Intensität des Trainings abgeben kann“, so der Experte.

Neben der Trainingsbelastung könnten weitere Faktoren eine Rolle spielen, die die Suche nach Antworten auf die Frage nach den vielen Spielern mit ähnlichen Verletzungen erschweren. „Dazu gehört etwa die Ernährung, auch wenn das im Profibereich eher selten ein Problem ist“, so Potthast. „Möglicherweise bestehen muskuläre Dysbalancen zwischen Agonist und Antagonist, oder es gibt Zusammenhänge mit der Wirbelsäule oder der neuronalen Ansteuerung.“

Dennoch sieht der Wissenschaftler einen Punkt, an dem die Clubs grundsätzlich ansetzen müssen: „Der Verein darf sich die Frage stellen, ob er präventiv genug gehandelt hat, etwa was die Diagnostik betrifft“, sagte der Experte. „Jetzt gilt es, jede einzelne Verletzung genau zu analysieren. Wann ist sie aufgetreten? Unter welchen Bedingungen? Welche Besonderheiten hatte der betroffene Spieler? Mit gezielten Untersuchungen lässt sich das systematisch aufarbeiten“, so der Experte weiter. „Auch wenn die Wissenschaft bisher keine vorgefertigten vollständigen Diagnostikverfahren zur Prophylaxe von Muskelverletzung anbietet, wäre ein engerer Austausch von Verantwortlichen mit Forschenden gegebenenfalls schon hilfreich. Ich denke durchaus, dass wir an bestimmten Stellen schon weiterhelfen können.“ Eine wissenschaftliche Begleitung, die es beispielsweise bei der TSG durchaus gibt.

Hartes Programm für ersatzgeschwächte Geißböcke

Lukas Kwasniok ließ hingegen keine Zweifel zu: „Ich habe das Glück, schon einige Vereine erlebt zu haben. Und die medizinisch-athletische Abteilung ist hier absolut top. Die Geräte werden immer besser, das heißt, wir werden immer vorsichtiger. Das ist auch gut so, damit keinem so richtig der Muskel zerfetzt wird.“ Tatsächlich lassen sich laut Experten in den aktuellen MRTs leichter Mikro-Läsionen darstellen. Das Vorgehen der Vereine ist daher oft ein besonders vorsichtiges. Eine Verbindung zwischen Verletzungen sowie dem Natur- und Hybridrasen am Geißbockheim und im Stadion sieht der Experte jedenfalls nicht.

Ungeachtet der Ursachenanalyse bleibt die sportliche Realität bestehen: Der 1. FC Köln muss in einer entscheidenden Saisonphase mit einem ausgedünnten Kader auskommen. Spiele gegen direkte und indirekte Konkurrenten – darunter das Derby gegen Borussia Mönchengladbach – gewinnen zusätzlich an Brisanz, wenn personelle Alternativen fehlen. Resignation ist dennoch kein Thema. Kwasniok versucht, der Situation auch mental etwas Positives abzugewinnen. „Schwund macht stärker“, habe er der Mannschaft mitgegeben. Ob dieser Leitsatz im Abstiegskampf trägt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.


Königstransfer, Bankdrücker und bald Abwehrchef? Rav van den Berg wird für den 1. FC Köln immer wichtiger

Rav van den Berg wird beim 1. FC Köln wieder eine Option
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Königstransfer, Bankdrücker und bald Abwehrchef? Rav van den Berg wird für den 1. FC Köln immer wichtiger

Rund acht Millionen Euro haben die Kölner für den Abwehrspieler bezahlt, durch Boni kann noch einiges dazukommen. Bislang verlief die Saison alles andere als glücklich für den finanziellen Königstransfer des 1. FC Köln: Rav van den Berg kann nun sehr wichtig werden.

So richtig rund wollte es für Rav van den Berg in diesem Jahr noch nicht laufen. Das könnte sich nach dem guten Auftritt gegen die TSG Hoffenheim nun aber ändern.

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Man kann wahrlich nicht behaupten, dass Rav van den Berg dem Ruf des Königstransfers sportlich bislang gerecht geworden ist. Die Veranlagung ist zweifelsfrei eine hohe, der Niederländer bringt viel Qualität mit, ist vom Potenzial wohl einer der besten Kölner Verteidiger der vergangenen Jahre. Doch wirklich glücklich verläuft die Zeit des U21-Nationalspielers bei den Geißböcken noch nicht. Das liegt nicht nur an dem Abwehrspieler, der mit einem gewissen Leistungsrückstand nach Köln kam und sich dann bekanntlich schon beim zweiten Einsatz für die Geißböcke eine schwere Verletzung abholte, die in einer Operation und dann einer langen Ausfallzeit mündete. Gerade als sich der Innenverteidiger wieder in einen Flow spielte, folgte der nächste Rückschlag. Wenn auch selbstverschuldet, wenn auch absolut unnötig: Die Rote Karte gegen Union Berlin.

„Er hat seine Leistung bestätigt“

Im neuen Jahr saß van den Berg mehr auf der Bank, als dass er Spielminuten sammeln konnte. Die Bilanz für 2026: Ein Mal Joker, zwei Mal Startelf, drei Mal Ersatzbank, fünf Mal keine Einsatzzeit. Auch gegen den VfB Stuttgart gab es keine Minuten, obwohl ihm Lukas Kwasniok eine gute Trainingsleistung – des Trainers Schlüssel für Einsatzzeit – attestierte. Van den Berg ist ein besonders teurer Bankdrücker. Rund acht Millionen Euro, mit Boni um die zehn, hat Thomas Kessler investiert – für einen Abwehrspieler. Das haben sich die Fans, aber vermutlich auch die Kölner Verantwortlichen anders vorgestellt. Dabei deutet der Niederländer mit einer beeindruckenden Ruhe und Souveränität seine Qualität in Ansätzen an. Das Stellungsspiel ist mitunter beeindruckend, die Kopfballstärke essentiell, der Spielaufbau meist sinnvoll.

Gegen Hoffenheim durfte der 21-Jährige nicht nur ran, er war auch prompt einer der Stabilisatoren der Defensive, gewann viele Luftzweikämpfe (60 Prozent), kam auf eine starke Passquote im Spielaufbau (83 Prozent). „Er war so weit und er hat die Leistung aus dem Training bestätigt“, sagte Kwasniok am Samstag und stellte dem Innenverteidiger weite Partien in Aussicht. „Er war heute ein Fels in der Brandung, hat sehr souverän agiert. Das war ein guter Beginn, um in den nächsten Spielen ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft sein zu können.“ Die Chancen haben sich seitdem noch einmal deutlich erhöht. Mit Sebastian Sebulonsen und Joel Schmied fallen zwei Konkurrenten im Kampf um die wenigen Plätze in der Innenverteidigung in den kommenden Wochen aus. Mit dem englischen Talent Jahmai Simpson-Pusey und dem erstaunlich stark aufspielenden Cenk Özkacar ist eine Aufstellung aber kein Selbstläufer.

„Es gibt gar keinen Grund da etwas zu verändern“, sagte Kwasniok. „Er hatte nach seiner Verletzung eine Phase, in der es nicht optimal lief“, so der Trainer weiter. „Ich schmeiße die Jungs dann rein, wenn ich das Gefühl habe, jetzt kann er mit seiner Stabilität der Mannschaft weiterhelfen.“ Die Erwartungshaltung sei nun aber auch eine andere als bei einem 19-Jährigen, den der Trainer ins Spiel werfe. Die Chancen stehen aber gut, dass der 21-Jährige nach und nach in eine neue Rolle hineinwachsen kann. „Wenn er so weitermacht, werden wir noch ganz viel Freude an ihm haben“, sagt der Coach. Vielleicht sogar bereits am Freitag.


Mikolaj Marutzki verlängert beim 1. FC Köln

Mikolaj Marutzki hat seinen Vertrag beim FC verlängert
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Mikolaj Marutzki verlängert beim 1. FC Köln

Der FC hat eine wichtige Personalie im Nachwuchs bekannt gegeben. Mikolaj Marutzki hat seinen Vertrag beim 1. FC Köln verlängert. Über die Länge des Kontrakts hat der Verein keine Angabe gemacht.

Die Geißböcke haben am Nachmittag eine weitere Vertragsverlängerung bekannt gegeben. Dieses Mal allerdings im Nachwuchsbereich. Der Club hat den Vertrag mit seinem Meisterkeeper verlängert.

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 „Ich bin unglaublich stolz und dankbar, meinen Vertrag bei diesem unglaublichen Club verlängert zu haben und freue mich auf die kommenden Aufgaben“, sagte der Keeper im Zuge der Verlängerung. Der Torwart wechselte im Sommer 2020 vom Bonner SC in die FC-Akademie. Seit der U14 durchlief der heute 19-Jährige die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln und gewann letzte Saison mit der FC-U19 die Deutsche Meisterschaft. Zuletzt kam der Torhüter einige Male bei der U21 zum Einsatz. Marutzki gilt als großes Talent. Zuletzt stand der Keeper auch in der Youth League gegen Inter Mailand vor ausverkauftem Haus zwischen den Pfosten.

Vertrag wäre 2026 schon ausgelaufen

„Miko hat vor allem im letzten Jahr eine hervorragende Entwicklung genommen. Durch diese konnte er einigen Spielen in entscheidenden Momenten seinen Stempel aufdrücken, sich immer wieder im Training der Lizenzspielermannschaft zeigen und sich seinen Platz im Tor der U21-Mannschaft erarbeiten. Wir freuen uns, dass Miko den eingeschlagenen Weg mit uns weitergeht“, sagte Lukas Berg, Technischer Direktor der Geißböcke. Der Vertrag des Keepers wäre ursprünglich im kommenden Sommer ausgelaufen. Nun gehen Spieler und Verein den gemeinsamen Weg weiter. Wie lange, ist allerdings noch offen.


Erneute Sorgen um U21-Offensivjuwel könnten einem U19-Talent zur Premiere verhelfen

Mikolaj Marutzki vom 1. FC Köln
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Erneute Sorgen um U21-Offensivjuwel könnten einem U19-Talent zur Premiere verhelfen

Die U21 des 1. FC Köln muss am Freitagabend (19:30 Uhr) einmal mehr parallel zu den FC-Profis antreten und empfängt den VfL Bochum im Franz-Kremer-Stadion.

Trainer Evangelos Sbonias muss beim Duell gegen den VfL gleich auf zwei Spieler im Mittelfeld verzichten.

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Die Sorgenfalten wegen Etienne Borie am vergangenen Samstag waren berechtigt, wie sich im Nachhinein herausstellte. Der 19-Jährige sank ohne Gegnereinwirkung auf dem Rasen zusammen und musste noch vor der Halbzeit von zwei Betreuern gestützt das Feld verlassen. Das Offensivtalent, das in der Vergangenheit bereits so häufig von Verletzungen ausgebremst wurde, verpasst auf jeden Fall das anstehende Heimspiel am Freitagabend gegen die U21 des VfL Bochum. Das verriet Trainer Evangelos Sbonias im Gespräch mit come-on-fc.com: „Er hat nicht trainiert, es sind muskuläre Probleme, er fällt aus. Wir hoffen aber, dass es nicht zu langwierig wird und müssen von Tag zu Tag schauen, wie wir die Belastung steuern können.“

Auch Patrik Kristal steht nicht zur Verfügung

Mit Patrik Kristal muss Sbonias gegen Bochum einen zweiten Spieler im Mittelfeld ersetzen. Der 18-Jährige sah bei der 0:1-Niederlage in Wuppertal seine fünfte gelbe Karte und ist daher gesperrt. „Da müssen wir schauen, wie und mit wem wir das auffangen. Da sind ein paar Jungs, die in Frage kommen.“ Einer der Kandidaten könnte sogar Kristiyan Irmiev sein. Der Bulgare, der eigentlich noch für die U19 spielt, trainierte in dieser Woche bei der U21 mit und käme grundsätzlich für die Kristal-Position im defensiven Mittelfeld in Betracht. Neben Irmiev rückte in den vergangenen Tagen ebenso Alessandro Puzzo aus der U19 auf und könnte ebenfalls in den Spieltagskader rutschen. Jonathan Friemel und Maik Akumu blieben weiterhin bei der U21.

Mit Mikolaj Marutzki ist auch der vormalige U19-Torhüter wieder an Bord, nachdem er in Wuppertal noch ausfiel. Ob er allerdings sofort wieder zwischen die Pfosten zurückkehren oder Luis Hauer einen weiteren Einsatz erhalten wird, ließ Sbonias im Gespräch noch offen: „Wir schauen nach dem Abschlusstraining, wie er die Belastung vertragen hat und wie es dann für Freitagabend aussieht.“ Malek El Mala muss derweil weiter auf sein Comeback warten. Der Stürmer konnte wegen eines Muskelrisses seit dem 2. November kein Spiel mehr absolvieren. „Da ist es so, dass die Belastungen noch nicht so toleriert werden, dass wir da einen Schritt weiter gehen können. Daher müssen wir noch ein bisschen abwarten“, verriet der Trainer auf COFC-Nachfrage.

„Wir werden wieder unseren Fußball spielen können“

Die U21 wird – wie schon in Wuppertal – als Favorit in das Spiel gegen den VfL gehen. Die Bochumer stehen als Aufsteiger aktuell auf dem vorletzten Platz. Dennoch erwartet Sbonias: „Am Freitagabend wird das Spiel komplett anders sein. Wir werden wieder unseren Fußball spielen können. Wir haben einen Gegner, der sportlich auch mit dem Rücken zur Wand steht, aber einen ganz anderen Ansatz hat als der Wuppertaler SV.“

Die Bergischen kamen am vergangenen Samstag insbesondere über die körperliche und kämpferische Komponente, während die U21 des VfL Bochum eher mit spielerischen Konzepten erwartet wird. Das wiederum kommt den FC-Talenten grundsätzlich entgegen.

Said El Mala und Talente dabei: Kader für Augsburg stellt sich beim 1. FC Köln im Grunde von selbst auf

Der FC auf dem Weg nach Augsburg
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Said El Mala und Talente dabei: Kader für Augsburg stellt sich beim 1. FC Köln im Grunde von selbst auf

Mit der Begegnung gegen den FC Augsburg eröffnet der FC am Freitagabend den 24. Spieltag der Bundesliga. Nach der Abschlusseinheit am Donnerstag brach die Mannschaft auf. Mit diesem Kader reist der 1. FC Köln nach Augsburg.

Mit Said El Mala und einigen Talenten fährt der FC zum Auswärtsspiel zum FC Augsburg. Am Freitagabend sind die Geißböcke zu Gast in der Fuggerstadt.

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Der FC ist am Donnerstagnachmittag zum Auswärtsspiel nach Augsburg aufgebrochen. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok trifft dort am Freitag auf den FCA. Eine schwere Aufgabe, für die sich der Trainer sicherlich wieder einen Masterplan zu recht gelegt hat. Schließlich ist Augsburg so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Dementsprechend hatte der Coach auch die Favoritenrolle dem Gegner zugeschoben. Erschwerend kommt aktuell die personelle Situation beim FC dazu. Zahlreiche Spieler fallen aus, viele von ihnen aufgrund muskulärer Probleme. So war das Remis gegen Hoffenheim in der Vorwoche besonders teuer erkauft. Beim 2:2-Unentschieden verletzten sich mit Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Joel Schmied mindestens drei Spieler.

Drei Youngster dabei

Nach der Einheit am Donnerstag stieg das Team dann in den Bus und es gab dann doch auch eine positive Nachricht: Said El Mala fährt mit nach Augsburg. Der 19-Jährige hatte unter der Woche eine Einheit aufgrund einer Verhärtung abbrechen müssen. Anders als bei Sebulonsen, Thielmann und Schmied lag aber keine strukturelle Verletzung vor. Der Offensivspieler kann also mitreisen. Im Gegensatz zu Denis Huseinbasic, der aufgrund seiner muskulären Probleme ausfällt. Durch die vielen Ausfälle erhalten aber auch einige Youngster ihre Chance. Fynn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann sind mit von der Partie. Neumann darf sich aufgrund der Verletzungen auf der rechten Abwehrseite auch Hoffnungen auf einen Einsatz machen.

Diese Spieler sind für Freitag mit von der Partie

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler
Abwehr: Cenny Neumann, Jahmai Simpson-Pusey, Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Dominique Heintz, Kristoffer Lund
Mittelfeld: Isak Johannesson, Tom Krauß, Eric Martel, Said El Mala, Jakub Kaminski, Florian Kainz, Felipe Chávez
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt, Fynn Schenten, Youssoupha Niang

Verletzt oder nicht berücksichtigt: Joel Schmied, Linton Maina, Alessio Castro-Montes, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen, Timo Hübers, Luca Kilian, Denis Huseinbasic

Wie gewonnen, so zerronnen? Das Offensiv-Trio aus El Mala, Kaminski und Ache droht wieder auseinanderzubrechen

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Wie gewonnen, so zerronnen? Das Offensiv-Trio aus El Mala, Kaminski und Ache droht wieder auseinanderzubrechen

Am vergangenen Wochenende überzeugten Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache zusammen als Offensiv-Trio. Auf dieser Kombination würde Lukas Kwasniok bestimmt gerne aufbauen. Aber womöglich muss der Coach direkt wieder umplanen beim 1. FC Köln: Ein El-Mala-Ausfall würde das neue Offensiv-Trio sprengen.

Am Dienstag musste Said El Mala wegen einer Muskelverhärtung das Training beim 1. FC Köln abbrechen. Ein Ausfall gegen Augsburg droht. Dann müsste Lukas Kwasniok seine gegen Hoffenheim sehr erfolgreiche Offensive aus El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erneut umbauen beim 1. FC Köln: Ein El-Mala-Ausfall würde das neue Offensiv-Trio sprengen.

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Sie sind bisher die torgefährlichsten Spieler des 1. FC Köln: Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache erzielten 18 der 33 FC-Tore. Zusammen kommen sie auf insgesamt 28 Torbeteiligungen. Am vergangenen Wochenende gegen die TSG 1899 Hoffenheim zeigten die drei dann auch, wie gut sie zusammen als Offensiv-Trio funktionieren können. Denn zuvor waren sie nur einmal – zumindest nominell – als Dreier-Angriff aufgelaufen, nämlich gegen RB Leipzig. In dem Spiel war der Erfolg aber überschaubar: Das einzige Kölner Tor erzielte Jan Thielmann nach Vorarbeit von Isak Johannesson. Gegen die TSG sah es dann aber ganz anders aus. Alle drei Angreifer konnten mindestens eine Torbeteiligung verbuchen. Ache erzielte mit einem traumhaften Fallrückzieher nach einer El-Mala-Flanke die Führung für die Geißböcke. Und El Mala schaffte nach einem schönen Pass in die Tiefe von Kaminski den Ausgleich zum 2:2-Endstand.

El Mala droht auszufallen

Es war ein Auftritt, der Lust auf mehr vom Offensiv-Trio machte. Dann auch abgesehen von den Treffern war der Kölner Angriff fast das gesamte Spiel über gefährlich. Vor allem in der ersten halben Stunde lieferte der FC seine vielleicht beste Saisonleistung ab. Dabei harmonierte die Offensive um die drei Angreifer sehr gut. Da wäre es nur logisch, die drei gefährlichsten Kölner Offensivspieler auch gegen den FC Augsburg am Freitagabend wieder zusammen auflaufen zu lassen. Ein Plan, der aber eventuell nicht in die Tat umgesetzt werden kann.

Denn mit Said El Mala droht der Topscorer des Offensiv-Trios gegen den FCA auszufallen. Der Youngster musste am Dienstag das Training vorzeitig abbrechen. „Said hat gestern und auch schon nach dem Spiel, in dem er am Anschlag war, über eine Muskelverhärtung geklagt. Deswegen hat er dann auch das Training abgebrochen. Wir haben ihn heute drin gelassen. Auch da muss sich der Körper an dauerhaften Bundesliga-Fußball über 90 Minuten Woche für Woche gewöhnen“, erklärte Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. So sei ein Einsatz des 19-Jährigen „noch fraglich“.

Kwasniok vielleicht wieder zum Umbau gezwungen

Für den FC wäre ein Ausfall des Linksaußen gleich doppelt bitter. Denn zum einen ist El Mala mit zwölf Torbeteiligungen natürlich der Topscorer des 1. FC Köln und ein absoluter Unterschiedsspieler. Gerade gegen einen sehr kompakten Gegner wie den FCA kann der 19-Jährige mit seinen unwiderstehlichen Dribblings wichtig sein, um die gegnerische Defensive zu knacken. Zum anderen kann Kwasniok so nicht auf das Zusammenspiel des Offensiv-Trios gegen die TSG aufbauen. So hat der Coach gegen Hoffenheim mit den dreien gerade erst eine Konstellation gefunden, auf die er in Zukunft aufbauen könnte. Denn je öfter El Mala, Kaminski und Ache als Dreier-Angriff auflaufen, desto besser wird wahrscheinlich ihr Verständnis untereinander und damit ihr Zusammenspiel.

Nun droht das Offensiv-Trio aber direkt wieder fürs Erste auseinanderzubrechen. Wenn El Mala ausfallen sollte, muss der Coach mal wieder umstellen. Dabei hatte Kwasniok – auch mit Blick auf andere Ausfälle besonders auf der rechten Seite – noch betont, dass er eigentlich wenig wechseln möchte nach den guten Eindrücken seiner Mannschaft gegen die Kraichgauer. „Du willst eigentlich nicht so viel verändern, weil du stabil warst“, so der Trainer. Wegen der vielen weiteren Ausfälle muss der Coach sein Offensiv-Trio aber vielleicht auch trennen, wenn El Mala rechtzeitig fit wird. Denn bei den Geißböcken fehlen mit Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes fast alle Optionen für die rechte Schiene. Ein logischer Ersatz auf der Position wäre Kaminski, der die Rolle schön öfter in seiner Karriere und beim FC gespielt hat. Bei ihm hat Kwasniok die Gewissheit, dass der 23-Jährige die Position gut ausfüllen kann.

Kaminski auf den offensiven Außen stärker

Aber der Trainer weiß genauso, dass sich Kaminski auf den offensiven Außen wohler fühlt und da seine besten Leistungen für die Kölner gebracht hat. Und dort könnte der Pole, wenn El Mala einsatzbereit ist, eben mit dem Youngster und Ache das wohl beste Offensivtrio bilden, dass die Domstädter auf den Platz bringen können. Daher ist es für den Trainer eine Option, einem Talent wie Cenny Neumann oder David Fürst auf der rechten Schiene eine Chance zu geben. Dann könnte Kaminski wieder auf eine Position weiter vorne zum Einsatz kommen. Gerade gegen einen defensiv starken Gegner könnte das sehr wichtig für die Kölner sein. Denn der FCA wird es den Geißböcken gerade im Angriff nicht leicht machen. Umso wichtiger wäre es, wenn Kwasniok erneut auf sein starkes Offensiv-Trio aus dem Hoffenheim-Spiel bauen könnte. Aber damit das überhaupt möglich ist, muss es erstmal eine Entwarnung bei El Mala geben.


Auf den 1. FC Köln warten die Wochen der Wahrheit

Auf Kristoffer Lund und den 1. FC Köln warten die entscheidenden Wochen
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Auf den 1. FC Köln warten die Wochen der Wahrheit

Nach drei Spielen in Folge gegen Top-Teams warten in den nächsten Wochen viele direkte Konkurrenten auf die Geißböcke. In diesen Partien muss der FC aber besser punkten als in der Hinrunde: Der 1. FC Köln steht vor den entscheidenden Wochen.

RB Leipzig, der VfB Stuttgart und die TSG 1899 Hoffenheim: Das Programm der vergangenen Wochen hatte es ganz schön in sich für den FC. Aber obwohl es zunächst noch gegen den FC Augsburg und dann am übernächsten Spieltag gegen Borussia Dortmund geht, warten in der kommenden Zeit viele Gegner aus der unteren Tabellenhälfte auf die Geißböcke: Der 1. FC Köln steht vor den entscheidenden Wochen.

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Zumindest mit Blick auf die Gegner hat der 1. FC Köln wohl die härtesten Wochen der Saison hinter sich. In den vergangenen drei Partien mussten die Geißböcke mit RB Leipzig, dem VfB Stuttgart und der TSG 1899 Hoffenheim nur gegen Champions-League-Kandidaten ran. Ein sehr schweres Programm, das der FC durch den Punkt gegen die Kraichgauer immerhin mit einem kleinen Erfolgserlebnis abschließen konnte. Am übernächsten Spieltag wartet dann mit Borussia Dortmund zwar direkt der nächste harte Gegner, trotzdem leitet das Duell mit dem FC Augsburg am Freitag eine Phase ein, in der das Programm zumindest tabellarisch vermeintlich leichter wird. So treffen die Kölner in den nächsten Wochen auf viele direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg.

Entscheidende Phase bricht an

In den kommenden sieben Spielen geht es für die Geißböcke gegen gleich fünf Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. So warten an direkter Konkurrenz neben der Mannschaft der Stunde, dem FCA, noch der Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen sowie St. Pauli auf die Kölner. Außerdem empfangen die Geißböcke noch Dortmund und müssen nach Frankfurt. Insgesamt sieht sieht das Programm damit deutlich leichter aus als in den vergangenen Wochen. Für den FC bedeutet das aber, dass jetzt die entscheidende Phase im Kampf um den Klassenerhalt ansteht. Denn während es in den Partien gegen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim vor allem um Bonuspunkte ging, müssen die Domstädter nun in den direkten Duellen die entscheidenden Zähler holen.

So rechnet Lukas Kwasniok seit Saisonbeginn damit, dass der FC zehn Siege holen müsse, um mit hoher Wahrscheinlichkeit die Klasse zu halten. Zu dieser Marke fehlen noch vier. Dann hätten die Geißböcke 36 Punkte auf dem Konto. Ein Wert, der in den vergangenen zehn Spielzeiten acht Mal gereicht hätte. Nur einmal, 2015/16, hätte die Punktzahl den direkten Abstieg bedeutet. Mit Blick auf die kommenden Gegner wären vier Siege auch nicht unmöglich in den nächsten sieben Spielen. So stecken Bremen und Gladbach momentan in der Krise. St. Pauli wiederum hat wohl trotz Erfolgserlebnissen zuletzt gegen Stuttgart und Werder einen der schlechtesten Kader der Liga. Der FCA stellt den FC ob der aktuellen Form wohl nochmal vor eine schwierige Aufgabe, unmöglich sind Punkte gegen die Fuggerstädter allerdings auch nicht. Mit dem HSV befinden sich die Kölner dagegen eher auf Augenhöhe.

Ausbaufähige Bilanz in der Hinrunde

Allerdings haben sich die Kölner in der Hinrunde in dieser Saisonphase schwer getan. Nur sechs Punkte gab es damals aus den sieben Partien. Der einzige Sieg gelang eben gegen den HSV. Eine solche Bilanz können sich die Geißböcke nicht nochmal erlauben. Ansonsten werden sie am Ende dieser entscheidenden Wochen wohl sehr tief im Abstiegskampf stecken. Und das Restprogramm danach hat es dann wieder in sich: In den letzten vier Saisonspielen wartet mit dem 1. FC Heidenheim nur noch ein direkter Konkurrent auf den FC. Mit Bayer Leverkusen, Union Berlin sowie Bayern München stehen ansonsten schwere Partien für die Geißböcke an. In diesen Begegnungen noch entscheidende Punkte gegen den Abstieg zu holen, wird schwierig.

Umso wichtiger wäre es für die Domstädter, am Freitag gegen den FC Augsburg direkt einen der für Kwasniok verbleibenden vier Siege zu holen. Da trifft es sich gut, dass die Kölner vom vergangenen Wochenende viel Schwung mitnehmen können. Mit einer Leistung wie gegen die Hoffenheimer ist beim FCA durchaus etwas drin – und der 1. FC Köln könnte mit einem sehr wichtigen Erfolgserlebnis in die Wochen der Wahrheit starten.


Lukas Kwasniok sieht den FC in Augsburg als Außenseiter, aber durchaus auch Erfolgschancen

Isak Johannesson im Kopfball-Duell im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Augsburg.
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Lukas Kwasniok sieht den FC in Augsburg als Außenseiter, aber durchaus auch Erfolgschancen

Nach dem dritten Spiel gegen einen Champions-League-Anwärter in Folge ist der FC am Freitagabend zu Gast beim FC Augsburg, der Mannschaft der Stunde. Es wartet die nächste schwere Aufgabe auf die Geißböcke. So will der 1. FC Köln in Augsburg punkten.

Mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg startet der FC am Freitag in den 24. Spieltag. Die Kölner erwartet eine schwere Aufgabe, denn die Mannschaft von Manuel Baum hat sich gefangen und gehört zu den Top-Teams der Rückrunde.

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Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg hatte Lukas Kwasniok noch einmal Redebedarf. Dem Kölner Coach war es ein Anliegen, „einige Dinge klarzustellen“. Und so sprach der 44-Jährige sichtbar berührt über die verunglückte Pressekonferenz im Anschluss an das 2:2 gegen die TSG Hoffenheim. Die aktive Fanszene der Kölner hatte den Support eingestellt, weil es einen medizinischen Notfall gegeben hatte. Mittlerweile ist bekannt, dass der verunfallte Fan verstorben ist. Kwasniok wirkte unsensibel, als er über den eingestellten Support sprach. Nun aber gab der Trainer an, die Situation falsch eingeschätzt zu haben. „Es ist daher logischerweise das Verständlichste dieser Welt, den Angehörigen im richtigen Moment – und ich hoffe, dass das jetzt der Fall ist – mein Beileid auszusprechen und ihnen viel Kraft zu wünschen. Es gibt nichts Schlimmeres im Leben, als einen geliebten Menschen zu verlieren“, sagte der Trainer emotional.

„Wir brauchen sie, um den Klassenerhalt zu schaffen“

Kwasniok betonte aber auch, wie wichtig der Fansupport für den FC sei und er hoffe, dass die Anhänger nun auch in Augsburg ähnlich agierten, wie im Hinspiel gegen Hoffenheim, als rund 10.000 Fans den Weg nach Sinsheim gesucht hatten. „Wir brauchen sie, um den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte der Coach. Um den Klassenerhalt zu schaffen brauchen die Geißböcke aber auch Punkte und die am liebsten zeitnah. Doch mit dem FC Augsburg wartet auf die Kölner eine schwere Aufgabe. Die Fuggerstädter sind ein wenig die Mannschaft der Stunde. Vier der jüngsten fünf Spiele hat der FCA gewonnen, ist mit 13 Zählern in der Rückrunde hinter Dortmund, den Bayern und Hoffenheim die viertbeste Mannschaft der Liga. Zudem ist Augsburg erstaunlich heimstark.

„Meines Wissens nach haben die Augsburger unter Manu Baum noch kein Heimspiel verloren“, sagte Kwasniok. „Er hat die Mannschaft extrem stabilisiert. Sie hatten ja auch vor, mit dem FC Augsburg eine neue Ära einzuleiten und ganz aktiv Fußball zu spielen. Am Ende hilft dir vor allem Stabilität.“ Der Kölner Trainer berichtete von den Unterschiedsspielern Mert Kömür, Alexis Claude-Maurice und Michael Gregoritsch von „guten Sechsern und einem stabilen Gebilde“. „Die Heimspiele gegen direkte Mitkonkurrenten haben sie gewonnen und deshalb strotzen sie jetzt ein bisschen mehr vor Selbstbewusstsein. Sonst drehst du ein Spiel in Wolfsburg nicht in den letzten fünf Minuten“, sagte Kwasniok und erklärte sein Team zum klaren Außenseiter.

Viele verletzte Spieler

Und dennoch will der Kölner Coach natürlich auch gegen den FCA punkten – möglichst dreifach. „Am Ende sind drei Punkte besser als einer. Man sollte aber nicht übermütig sein“, sagte Kwasniok. „Du fährst als Aufsteiger zu einem gestandenen Bundesligisten. Zu Beginn steht es 0:0. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man mal sagt, wenn wir keins kassieren, nimmst du schon mal einen Punkt mit.“ Kwasniok sieht sein Team im Umschaltspiel schon gefährlich, gerade gegen Mannschaften, die weiter oben in der Tabelle stehen. „Deswegen wird es immer auf das Gleiche hinauslaufen: Wenn du füreinander arbeitest, dann entsteht im Laufe des Spiels das Gefühl, das Spiel zu ziehen“, so der Trainer weiter. „Wenn wir im Bus sitzen, haben eine gute Leistung gebracht und es ist 1:1 ausgegangen, dann wird keiner traurig ins Bett gehen, wenn wir gewinnen, werden wir trotzdem besser schlafen.“

Dabei sieht es personell nicht gerade rosig beim FC aus. Neben den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian fallen auch Joel Schmied, Sebastian Sebulonsen, Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes aufgrund von Muskelverletzungen und Linton Maina erkrankt aus. Fragezeichen stehen außerdem hinter Said El Mala, Denis Huseinbasic und Fynn Schenten. Kwasniok wird wieder einen Einfallsreichtum unter Beweis stellen müssen. Immerhin keine neue Situation für den Trainer.


Nachwuchsspieler als Alternative auf der rechten Seite? Lukas Kwasniok: „Sie sind eine Option“

Sebastian Sebulonsen und Lukas Kwasniok im Gespräch
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Nachwuchsspieler als Alternative auf der rechten Seite? Lukas Kwasniok: „Sie sind eine Option“

Mit Sebastian Sebulonsen, Jan Thielmann und Alessio Castro-Montes fällt nahezu die komplette rechte Seite bei den Geißböcken aus. Gegen Augsburg könnten auch Nachwuchsspieler die Lücke füllen beim 1. FC Köln: Neumann und Fürst sind für Kwasniok eine Option.

Enorm gebeutelt von Verletzungen tritt der FC die Reise zum FC Augsburg an. Gerade auf der rechten Seite müssen die Geißböcke viele Ausfällt verkraften. Das könnte eine Chance für zwei Nachwuchsspieler bedeuten beim 1. FC Köln: Neumann und Fürst sind für Kwasniok eine Option.

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Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg am Freitag hatte Lukas Kwasniok einige schlechte Mitteilungen für die FC-Fans: „Es ist so, dass Joel Schmied, Alessio Castro-Montes, Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen und Linton Maina definitiv ausfallen werden.“ Zusätzlich stehen auch hinter Fynn Schenten, Said El Mala (Muskelverhärtung) und Denis Huseinbasic, der das Training am Mittwoch mit Hüftproblemen vorzeitig beenden musste, Fragezeichen. Extrem viele (potenzielle) Ausfälle. Besonders betroffen ist dabei die rechte Seite der Kölner. Durch die Muskelverletzungen von Thielmann, Sebulonsen und Castro-Montes steht fast das komplette Personal für die recht Schiene nicht zur Verfügung. Das stellt den Coach vor eine knifflige Situation. Die könnte aber gerade für einige junge Spieler zu einer Chance werden.

Chance für Neumann oder Fürst?

Denn der Trainer brachte für die rechte Schiene zwei Talente als Alternativen ins Spiel. „Cenny Neumann und David Fürst machen das gut. Lassen wir uns überraschen, sie sind auf jeden Fall eine Option“, so Kwasniok. Damit könnten einer der beiden nach Youssoupha Niang und Fynn Schenten der nächste Spieler aus dem Kölner Nachwuchs sein, der unter dem Coach sein Debüt in der ersten Mannschaft feiert. Dabei spielt ihnen in die Karten, dass der Trainer eigentlich nach den Leistungen der vergangenen Partien nicht so viele Änderungen vornehmen möchte. „Rein theoretisch könnte da ein Kaminski spielen. Oder ein Tom Krauß, einfach weil er diese physischen Voraussetzungen mitbringt. Aber du willst eigentlich nicht so viel verändern, weil du stabil warst. So spielt das auf jeden Fall eine Rolle und ist in meinen Gedanken jetzt nicht ganz weit hinten in der Schublade, dass wir einfach einen laufen lassen. Weil die Jungs das Potential mitbringen, sonst würden sie nicht bei uns trainieren“, stellte Kwasniok den Talenten eine Chance in Aussicht.

Auch physisch sieht der Coach Neumann und Fürst weit genug für die Bundesliga. Ein wichtiger Aspekt, wenn es um den Sprung vom Nachwuchs- in den Profifußball geht. Ein weiterer Vorteil für die beiden ist, dass es sich um eine Position auf der Außenbahn handelt. „Es ist nochmal was anderes, eine zentrale Position vielleicht einzunehmen. Wenn du einen zentralen Innenverteidiger mit 19 da reinwirfst, ist das ein bisschen was anderes als vielleicht auf der rechten Schiene, wo beide Tore nicht ganz so nah an deinen Aktionen sind und Fehler eher verziehen werden. Weil die natürlich in der Aufregung passieren können“, meinte der Trainer. So haben Neumann und Fürst eher weniger Druck auf der rechten Seite. Dabei hat Kwasniok „vollstes Vertrauen in die Jungs“.

Bisher in der zweiten Mannschaft und U19 aktiv

Damit können sich die beiden Talente durchaus Hoffnung machen, dass einer von ihnen am Freitag in Augsburg seine Premiere im Profifußball feiern darf. Neumann, der im Sommer aus dem Leipziger Nachwuchs nach Köln gekommen war, kommt bisher in dieser Saison auf zwölf Einsätze bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga. Dort hat sich der 19-Jährige zuletzt auf der rechten Schiene festgespielt. So stand er in den vergangenen acht Partien immer in der Startelf, spielte häufig auch durch. Fürst dagegen kam bisher nur in der U19 zum Einsatz. Dort durfte der Rechtsverteidiger unter anderem auch in vier von fünf Youth-League-Spielen ran. Beide konnten so schonmal Kwasniok auf sich aufmerksam machen. Und zumindest im Kader wird angesichts der vielen Ausfälle sehr wahrscheinlich ein Platz für mindestens einen der beiden frei sein.

Zurückhaltung, einem der beiden eine Chance zu geben, hat der Trainer nach eigener Aussage zumindest schonmal nicht. „Ich scheue mich nicht davor, die einfach reinzuwerfen, weil ich auch das Gefühl hab, dass die Mannschaft sehr stabil in sich ist“, erklärte der Coach. So können die erfahreneren Profis den potenziellen Debütanten Sicherheit geben. Ob Kwasniok das trotzdem vorhandene Risiko eingehen wird und einen der beiden bringt, wird sich zeigen. Hoffnung werden Neumann und Fürst nach den Aussagen des Trainers aber auf jeden Fall haben.


Lukas Kwasniok reagiert emotional auf die jüngsten Diskussionen: „Ich bitte um Entschuldigung“

Lukas Kwansiok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern
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Lukas Kwasniok reagiert emotional auf die jüngsten Diskussionen: „Ich bitte um Entschuldigung“

Die Begegnung gegen die TSG Hoffenheim hatte vor allem zwei große Themen im Nachgang: Das Traumtor von Ragnar Ache und der medizinische Notfall im Stadion, der eine unglückliche PK nach sich zog rund um den 1. FC Köln: Lukas Kwasniok bittet um Entschuldigung.

Der Fußball geriet am Samstag zur Nebensache. Ein FC-Fan war im Zuge des Spiels der Geißböcke eine Treppe herabgestürzt. Der Anhänger musste vor Ort reanimiert werden. Später stellte sich heraus, dass der Zuschauer verstorben war. Die Fans hatten während der Partie den Support weitgehend eingestellt. Nach dem Spiel hatte sich auch Lukas Kwasniok zu den Vorgängen geäußert. Und damit eine Diskussion ausgelöst.

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Denn der Kölner Coach hatte bedauert, dass der Support der Fans gefehlt hätte, sein Mitleid bekundete der Trainer nicht. Die Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung gegen den FC Augsburg nutzte der Coach dann aber, um „einige Dinge klarzustellen“. „Es ist natürlich so, dass wenn eine gewisse Stille im Stadion ist, dann ist klar, dass etwas vorgefallen ist. Die Kommunikationslage für uns war relativ unübersichtlich“, sagte der Trainer. „Mittlerweile haben wir aus den Medien entnommen, dass ein FC-Fan verstorben ist und es ist logischerweise das Selbstverständlichste dieser Welt, den Angehörigen im richtigen Moment – und ich hoffe, dass das jetzt der Fall ist – mein Beileid auszusprechen und ihnen viel Kraft zu wünschen. Denn es gibt im Leben nichts Schlimmeres als einem geliebten Menschen zu verlieren.“ Das sei ihm extrem wichtig, betonte der Trainer.

„Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: Die Geburt und der Tod eines Menschen“

„Darüber hinaus ist es so, dass ich aufgrund der damals unklaren Situation auf den Support unserer Süd angesprochen worden bin, der über 90 Minuten nicht stattgefunden hat“, so Kwasniok weiter. Der Trainer betonte noch einmal, wie wichtig ihm die Unterstützung der Fans und der FC als Aufsteiger auf diese eben angewiesen sei. „Wir hatten bislang in drei Heimspielen aus unterschiedlichen Gründen diesen Support nicht, dazu fehlten sie in Teilen bei drei Auswärtsspielen. Unsere Ausbeute liegt da bei einem Punkt. Ohne sie sind wir schwächer als mit ihr. Wir brauchen unsere Fans, um den Klassenerhalt zu schaffen“, so der Trainer weiter.

Für Kritik hatte am Samstag auch ein Vergleich gesorgt. Kwasniok hatte auf der PK den Monolog von Bayern-Trainer Vincent Kompany angesprochen, der erst wenige Tage zuvor eindrucksvoll nach einem Rassismus-Eklat gesprochen hatte. „Die Dauer meines Monologs war einzig und allein der Bezugspunkt zum Monolog von Vincent Kompany. Erstens ist er ein viel besserer Trainer, zweitens hat er über ein Thema gesprochen, bei dem es keine andere Meinung gibt. Wer da einer anderen Meinung ist, der hat Lack gesoffen. Deswegen diese Themenfelder vermischen zu wollen, das ist dann ein bisschen zu viel des Guten“, sagte Kwasniok. „Ich habe hier angefangen, um nach Möglichkeit über Jahre hinweg etwas aufzubauen. Gemeinsam mit den Fans. Deswegen dieser Apell, dass das, was die Fans in Hoffenheim veranstaltet haben, das ist, was wir brauchen – jetzt auch am Freitag gegen Augsburg.“

Und mit einer Entschuldigung beendete der Coach seinen Monolog: „Ich hoffe, dass Missverständnisse ausgeräumt sind. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich irgendjemanden auf den Schlips getreten bin, etwas missachtet habe. Das war in keinster Form meine Absicht. Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: Das sind die Geburt und der Tod eines Menschen.“