Weitere Verletzungen beim 1. FC Köln? Zwei Offensivspieler müssen Training abbrechen

Marius Bülter und Ragnar Ache im Training des 1. FC Köln
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Weitere Verletzungen beim 1. FC Köln? Zwei Offensivspieler müssen Training abbrechen

Auch am zweiten Trainingstag in der Vorbereitung auf die Begegnung gegen Leipzig lichtet sich das Lazarett noch nicht. Im Gegenteil, es gibt Sorgen um weitere Ausfälle beim 1. FC Köln: Marius Bülter und Linton Maina brechen das Training frühzeitig ab.

Der FC bleibt wohl vom Verletzungspech verfolgt. Zumindest brachen am Mittwoch gleich zwei Spieler die Einheit frühzeitig ab. Marius Bülter verabschiedete sich mit einem Eisbeutel am Knie in die Katakomben des Geißbockheims, kurz darauf ging es auch für Linton Maina nicht mehr weiter.

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Bülter hatte sich bei einem Spiel auf dem Kleinfeld am Bein verletzt. Der Stürmer wurde noch auf dem Platz behandelt und musste anschließend mit einem dicken Eisbeutel am Knie den Platz verlassen. Der Angreifer hatte schon zu Beginn der Saison einige Spiele aufgrund einer Reizung der Achillessehne verpasst. Ob er für die Begegnung gegen Leipzig fit wird, ist offen. Kurz darauf verschwand auch Linton Maina. Der Offensivspieler überzeugte in den vergangenen Wochen, ist einer der Gewinner der Rückrunde. Nun aber macht dem Flügelspieler möglicherweise eine alte Verletzung Probleme. Maina gab zwar zu verstehen, dass er keine größeren Beschwerden habe, aufs Gelände kehrte er nicht zurück. Offenbar leidet der Spieler wieder unter Rückenbeschwerden.


Auch Heintz und Simpson-Pusey fehlen weiterhin

Die Verletzung hatte ihn in der Vergangenheit bekanntlich immer mal wieder eingeholt. Maina verpasste damals Teile der Vorbereitung und einige Saisonspiele. Wie auch schon am Dienstag fehlten auch Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz weiterhin. Beide erholen sich von muskulären Verletzungen, absolvieren Einheiten im Reha-Bereich. Timo Hübers und Luca Kilian fallen nach ihren schweren Knieverletzungen noch Monate aus. Wie schnell Maina und Bülter zurückkehren können, ist bislang unklar. Der FC empfängt am Sonntagnachmittag RB Leipzig im Kölner Stadion (15:30 Uhr, ab 14:15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com). Die Geißböcke würden gerne ihren starken Rückrundenauftakt fortführen. Allerdings kommt mit Leipzig nicht gerade ein gern gesehener Gast nach Köln. Die Bilanz spricht jedenfalls klar für RB.

Im Hinspiel schlugen sich die Kölner zwar gut, kassierten am Ende dann aber doch eine verdiente 1:3-Niederlage.


Brighton & Hove Albion will es wissen: Nächstes Millionen-Angebot für Said El Mala

Said El Mala vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron / Getty Images)
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Brighton & Hove Albion will es wissen: Nächstes Millionen-Angebot für Said El Mala

Das Winter-Transferfenster ist in den europäischen Top-Ligen geschlossen und einzig Jusuf Gazibegovic hat den FC verlassen. Doch laut einem Medienbericht gab es noch ein weiteres Angebot beim 1. FC Köln: Brighton lässt bei Said El Mala nicht locker.

Dass Said El Mala den FC im Winter verlassen würde, hatten alle Seiten frühzeitig ausgeschlossen. Und doch hat es Brighton & Hove Albion offenbar noch einmal versucht – allerdings für den kommenden Sommer. Das berichtet die „Sport Bild“ in der heutigen Ausgabe. Demnach haben die Engländer dem FC ein schriftliches Angebot unterbreitet.

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25 bis 30 Millionen Euro soll der insgesamt dritte Vorstoß des Tabellendreizehnten der Premier League betragen haben. Thomas Kessler hatte zwar im vergangenen Jahr betont, es gäbe keine Schmerzgrenze, aber für 30 Millionen Euro werden die Kölner das Talent nicht ziehen lassen. Zumindest noch nicht. Denn El Mala befindet sich gerade in einem kleinen Formtief bei den Geißböcken, der Marktwert könnte darunter leiden. Der wird von dem Online-Portal transfermarkt.de aktuell auf 40 Millionen Euro geschätzt. Viel hängt bei der aktuellen Entwicklung sicherlich von der Spielzeit und damit eng verbunden einer WM-Nominierung ab. Beim FC habe man sich auf höchster Ebene abgestimmt und das Angebot aus England abgelehnt.

Kölns Topscorer im Fokus

El Mala hat beim FC noch einen langfristigen Vertrag und verfügt nicht über eine Ausstiegsklausen. Der FC hat die Zügel über einen Verkauf also komplett in der Hand. Allerdings soll El Mala laut der „Sport Bild“ nicht wirklich zufrieden mit seiner Spielzeit sein und sich einen Wechsel durchaus vorstellen können. Das habe der Youngster beim FC auch hinterlegt. El Mala kommt in dieser Spielzeit bereits auf sieben Tore und drei Assists und ist damit der erfolgreichste Kölner Spieler. Seine Leistungen gerade zu Saisonbeginn wurden auch von der Nationalmannschaft wahrgenommen. Julian Nagelsmann nominierte den Kölner Shootingstar für die vergangenen Länderspiele, zum Einsatz kam El Mala aber bekanntlich nicht.

Brighton wiederum hatte im vergangenen Sommer bereits für El Mala heftig geboten, der FC reagierte umgehend und verlängerte die Verträge mit beiden El-Mala-Brüder. Die waren im Sommer 24 unter Vertrag genommen worden. Aufgrund des Registrierungsverbots wurde die Youngster aber umgehend an die Viktoria zurück verliehen.

Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Mit der Viererkette zu mehr Stabilität beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln hat mit dem 1:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg einen möglichen direkten Konkurrenten auf Distanz gehalten und hält zumindest tabellarisch einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Trainer Lukas Kwasniok setzte gegen die Niedersachsen erneut auf eine Viererkette in der Defensive: Gewinnt der 1. FC Köln durch die Viererkette an Stabilität?

Auch wenn die Neubesetzungen von Sebastian Sebulonsen in der Innenverteidigung und Alessio Castro-Montes auf der Rechtsverteidigerposition sicher noch nicht ganz eingespielt sein kann, so zeichnet sich doch eine gewisse Zukunftstauglichkeit im neuen System ab. Oder wechselt der Köln Coach wieder auf die Dreierformation?

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Der Heimsieg gegen die „Wölfe“ bescherte der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok den ersten Zu-Null-Erfolg der laufenden Spielzeit seit Spieltag sechs Anfang Oktober vergangenen Jahres. In der Zwischenzeit ließ der Trainer immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette wechseln. Kwasniok ließ sich nie auf ein bestimmtes System festnageln. Flexibel müsse der FC sein, je nach Gegner bedarf es Überraschungsmomenten und individuellen Anpassungen von System und Positionen, so die Worte des Trainers. Damit könnte nun womöglich aber Schluss sein. Der knappe Heimsieg gegen die Mannschaft von VfL-Coach Daniel Bauer lieferte durchaus einige Erkenntnisse, warum eine Viererkette in der defensiven Grundordnung womöglich auch langfristig der Schlüssel zu mehr Stabilität sein könnte.

Mehr Raumabdeckung, weniger Platz für den Gegner

In erster Linie bietet eine Abwehr mit vier Spielern und somit logischerweise zwei Außenverteidigern zumindest in der Theorie weniger Platz für den Gegner. Gerade die Außenbahnen sind rund um den eigenen Strafraum besser abgedeckt als beispielsweise mit einer Dreier bzw. Fünferkette. Gegnerische Flügelspieler und Spielzüge können so zumindest theoretisch besser verteidigt und Flanken unterbunden werden. In der Bundesliga agieren viele Mannschaften wie auch Wolfsburg und Freiburg mit zwei offensiven Flügeln. Wenngleich der Däne Christian Eriksen auf Seiten des Gegners am Freitagabend eine Halbposition bekleidete.

In Bezug auf die Raumverteidigung können sich ebenfalls Vorteile ergeben. Die Spieler können besser auf einer gemeinsamen Linie verteidigen und verschieben. Je nach Situation kann auch die Abseitsfalle für den Gegner besser organisiert und umgesetzt werden. Oft sind im eigenen Spielaufbau auch die Abstände zwischen den Spielern geringer als mit einer Dreierreihe. Sofern sich bei eben dieser kein Mittelfeldspieler zurückfallen lässt, um den Ball hinten abzuholen. Bei schnellen Gegenzügen senkt eine Grundordnung mit vier Abwehrspielern zudem die Wahrscheinlichkeit, dem Gegner aussichtsreiche Eins-gegen-eins-Situationen zu bieten. Vor allem schnelle und riskante Gegenstöße können so minimiert werden.

Zwei Neuzugänge im Fokus

Trotz genannter Vorteile gilt es natürlich auch mit einer Viererkette, die theoretischen Vorteile und Unterschiede in der Praxis gewinnbringend um- und einzusetzen. Beim 1. FC Köln haben sich in den vergangenen drei Spielen vor allem zwei Neubesetzungen hervorgetan. Zum Einen hat sich Coach Kwasniok dafür entschieden, den Norweger Sebastian Sebulonsen von der rechten Schiene eine Position weiter in die Zentrale zu rücken. Der 26-Jährige bringt mit 1,87 Meter gute Voraussetzungen mit, um Kopfballduelle in der Luft und harte Zweikämpfe gegen wuchtige gegnerische Angreifer zu gewinnen. Dazu ist er körperlich recht robust und bringt eine ordentliche Grundgeschwindigkeit mit, die heutzutage vor allem bei Innenverteidigern immer gefragter wird.

Als zweite Personalie kommt auch der Belgier Alessio Castro-Montes aus Kölner Sicht immer besser in Fahrt. Zu Saisonbeginn noch außen vor, stand der Neuzugang aus Saint-Gilloise in den letzten fünf Ligapartien vier Mal in der Startelf. Nachdem er gegen Heidenheim und Mainz nominell im linken Mittelfeld eingesetzt wurde und mit drei Vorlagen überzeugte, beorderte Kwasniok ihn gegen die (vermeintlich) stärkeren Gegner auf die Rechtsverteidigerposition. Der 28-Jährige bringt eine gute Dynamik mit, schlägt immer wieder gute Flanken und Standards in Richtung gegnerischen Strafraum. Zudem verfügt er über ein ordentliches Passspiel. In der Rückwärtsbewegung ist Castro-Montes laufstark und taktisch flexibel. Er kann sowohl auf den Außenbahnen agieren als auch im zentralen defensiven oder offensiven Mittelfeld.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Dreierkette auch ihre Vorteile hat. Etwa steht ein Offensivspieler mehr zur Verfügung. Die Defensive kann viel flexibler verteidigen. Das Zentrum im Schlussdrittel ist kompakter, dadurch vielleicht sicherer. Dennoch: der 1. FC Köln hat mit dem Heimsieg gegen Wolfsburg einen wichtigen, aber noch lange nicht den letzten Schritt zum Saisonziel Klassenerhalt gemacht. Die neuen Optionen dürften Trainer Kwasniok zum aktuellen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der Verletztenliste dennoch gefallen. Mit Blick auf die künftigen Bundesligapartien könnte eine Viererkette bei den Rheinländern nun also vielleicht endlich die lang ersehnte Stabilität liefern. Eine Stabilität, auf die die Fans auch wegen wechselnder Aufstellungen und Systemänderungen bislang vergeblich warten.


Vielversprechende Talente statt großer Namen – und doch Druck auf die FC-Profis

Felipe Chávez und Jahmai Simpson-Pusey - die beiden Neuzugänge des 1. FC Köln
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Vielversprechende Talente statt großer Namen – und doch Druck auf die FC-Profis

Gleich mehrere Spieler hadern aktuell sicherlich mit ihrer Rolle, auf jeden Fall mit ihrer Einsatzzeit. Und die Situation hat sich durch die Verpflichtung der Talente sicherlich nicht verbessert beim 1. FC Köln: Die Winter-Transfers sind ein deutliches Zeichen.

Die jüngsten Transfer-Aussagen von Thomas Kessler und Lukas Kwasniok hatten den Eindruck erweckt, die Kölner wollten wenn, dann routinierte Spieler im Winter verpflichten. Kein Muss, aber ein „Schön wär’s“. Am Ende wurden es zwei vielversprechende Talente, die der internen Konkurrenz das Leben nun schwer machen werden.

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Die ganz große Aussagekraft hatte die erste Trainingseinheit von Felipe Chávez am Geißbockheim sicher noch nicht. Der 18-Jährige wird bei den Kölnern natürlich erst einmal ankommen müssen. Dennoch war „Pippo“ am Dienstag gleich mittendrin. Hier ein kleines Halten gegen Eric Martel, da ein Schubser im Zweikampf. Ob der Youngster des FC Bayern das Zeug hat, im Kampf um den Klassenerhalt eine Rolle beim FC zu spielen, wird sich erst zeigen, allerdings zurzeit schon von so manchem Fan hinterfragt und in den Kommentaren der Sozialen Medien diskutiert. Beim FC Bayern München ist die Meinung eine große. Sonst würden die Verantwortlichen sicher nicht „regelmäßige Einsätze in Köln“ erwarten. Die Entscheidung wird natürlich am Ende Lukas Kwasniok treffen. Und der stellt nach eigener Aussage nach seinen Eindrücken von Training und Spiel und nicht nach Meinung anderer auf.

Weiterentwicklung für die Zukunft

Chávez ist möglicherweise noch nicht der Top-Spieler, der dem FC umgehend im großen Stile weiterhelfen kann. Und doch bringt auch der 18-Jährige ganz offensichtlich Qualitäten mit. Qualitäten, die auch in der Bundesliga überraschen können. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat Thomas Kessler bereits für eine Überraschung gesorgt. Den Innenverteidiger hatte keiner so richtig auf dem Schirm, der Engländer übertraf in den ersten drei Begegnungen dafür aber fast Jedermanns Erwartungen – zumindest bislang. Nun also Felipe Chávez. 18 Jahre jung, hochtalentiert, mit dem ganz klaren Auftrag sich „weiterzuentwickeln“. Die Sprache ist eine ähnliche wie bei der Verpflichtung von Simpson-Pusey. Und sie lässt durchaus den Schluss zu, dass dieser Weg Teil des Kölner Umbruchs ist.

Der FC arbeitet daran, den Kader deutlich zu verjüngen, Kessler plant offensichtlich den ganz großen Umbruch, der vergangene Sommer war nur der Anfang. Und das wiederum deutet ganz klar darauf hin, dass es gleich mehrere Wackelkandidaten oder vielleicht auch schon mehr gibt. Für Routiniers wie Florian Kainz und Dominique Heintz ist die Situation beim FC sicherlich nicht einfacher geworden. Beide Akteure haben in dieser Spielzeit bereits überzeugt, beide dürften aber bei einem verletzungsfreien Kader nur geringe Chancen auf Einsatzzeit haben. Aktuell wird Kainz nicht berücksichtigt, Heintz ist verletzt – und beide haben nur noch Vertrag bis 2026. Unklar ist es zudem, wie es mit Timo Hübers und Luca Kilian nach deren schweren Verletzungen weitergeht.

Große Konkurrenz

Aber die Transfers senden auch ein ganz klares Signal an Spieler wie Luca Waldschmidt, Denis Huseinbasic, Isak Johannesson und Cenk Özkacar, die aktuell ebenfalls zweite Wahl sind. Auch auf die Personalie Eric Martel kann der Transfer der beiden Akteure durchaus einen deutlichen Einfluss haben. Der ehemalige U21-Nationalmannschaftskapitän will sich in den kommenden Wochen, vielleicht Tagen entscheiden, wie der nächste Karriereschritt aussehen könnte. Die Konkurrenz ist auch für den Sechser nicht kleiner geworden – auch, wenn Chávez sicher kein Sechser ist. Der FC arbeitet an seinem Umbruch, die jungen Spieler setzen gleichzeitig Spieler unter Druck, die zuletzt nicht mehr geliefert haben.

Allerdings gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass sowohl bei Simpson-Pusey als auch bei Chávez am Ende Manchester City und der FC Bayern entscheiden, in welche Richtung es geht. Schlagen die Talente ein, ist die Gefahr groß, dass es zum Heimatverein zurückgeht. Dennoch wäre auch das am Ende ein wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Klar ist, Kessler wird den Kaderumbruch weiter voranführen und dabei nicht vor Namen Halt machen. Das Risiko aktuell auf die Youngster zu setzen, ist ein geringes. Funktioniert es, wird man versuchen, die Kaufoption zu ziehen, floppt einer der beiden, wird die Leihe enden. Das Risiko, keine routinierten Spieler verpflichtet zu haben, könnte problematischer werden. Daran wird sich der Geschäftsführer Sport am Ende messen lassen müssen. Aktuell ist der Weg vielversprechend.


„Können auf höherem Niveau mithalten“: Frauen des 1. FC Köln zwischen Stolz und Enttäuschung

Britta Carlson vom 1. FC Köln
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„Können auf höherem Niveau mithalten“: Frauen des 1. FC Köln zwischen Stolz und Enttäuschung

Es war ein Mix der Gefühle, mit denen die FC-Frauen am Montagabend die Heimfahrt aus Wolfsburg antraten: Da war einerseits der Stolz, gegen den Branchenprimus mitgehalten zu haben. Andererseits war da aber auch Enttäuschung, weil die Kölnerinnen nichts Zählbares im Gepäck mitnehmen konnten. Trainerin Britta Carlson lobte ihre Mannschaft nach dem 1:2 in Wolfsburg.

Nach der 2:1-Niederlage der Fußballerinnen des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg am Montagabend war die Stimmungslage ambivalent. Stolz, aber auch Enttäuschung waren Teile des Wechselbads der Gefühle. FC-Trainerin Britta Carlson war mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden.

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Unter der ehemaligen VfL-Trainerin Britta Carlson werden die Wölfinnen zu einer Art Lieblingsgegner für den 1. FC Köln. Seit Carlson im Januar 2025 die Kommandobrücke beim FC betrat, waren die Kölnerinnen in allen drei Partien ebenbürtig mit dem Branchenprimus. Direkt zum Auftakt im Februar 2025 reichte es sogar zu einem 0:0, wenn auch dank einer seinerzeit überragend haltenden Aurora Mikalsen. Im Hinspiel der laufenden Saison sah es abermals nach einem Punktgewinn für den FC aus, ehe dem VfL in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch der 2:1-Siegtreffer gelang.

“Wir haben ein Riesen-Auswärtsspiel gemacht“

Und die Kölnerinnen schnupperten am Montagabend abermals am Zähler beim Meisterschaftsanwärter. Doch wieder fiel in der Schlussphase noch der Siegtreffer für die Wölfinnen, die abermals mit 2:1 gewannen. „Ich kann meiner Mannschaft nicht zum Ergebnis, aber zur Leistung gratulieren“, konstatierte Trainerin Britta Carlson. „Wir haben ein Riesen-Auswärtsspiel gemacht. Über 90 Minuten gesehen, fand ich, waren wir das bessere Team, müssen in der ersten Halbzeit mit 2:1, 3:1 in Führung gehen, dann wird es noch mal schwer für den VfL.“

Genau hier sah die FC-Trainerin aber auch einen Knackpunkt: „Das ist dann aber noch der Unterschied zu einer Spitzenmannschaft, die aus den wenigen Möglichkeiten oder unseren Fehlern dann die Tore macht.“ Zusammenfassend äußerte Carlson: „Ich bin extrem zufrieden mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben. Der VfL hatte wenige Lösungen dagegen, wir haben sie permanent unter Druck setzen können, haben sie zu Fehlern gezwungen und haben diese dann leider nicht so ausgenutzt, wie ich es mir gewünscht hätte. Wir haben uns gerade in der ersten Hälfte viele Möglichkeiten erarbeitet.“

“Für uns nehmen wir eine ganze Menge mit“

Und so blieb zumindest ein positiver Eindruck, den das Team mit auf die Rückfahrt nahm: „Für uns nehmen wir eine ganze Menge mit, dass wir mittlerweile auch auf höherem Niveau ganz gut mithalten können. Nur die Ergebnisse fehlen uns noch.“ Die Kapitänin Laura Feiersinger kommentierte: „Wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Leider waren wir dann das eine oder andere Mal überrascht, dass wir so große Chancen haben. Es ist ärgerlich, dass wir das nicht genutzt haben. Trotzdem kann man ganz viel aus diesem Spiel mitnehmen.“ Beim kommenden Spiel am Montagabend zuhause gegen die SGS Essen wird der FC, anders als in Wolfsburg, wieder die Favoritenrolle übernehmen – und will direkt zurück in die Erfolgsspur. Immerhin sind auch die Europapokalränge trotz der Pleite weiter in Sichtweite.

Unterdessen kamen rund um den Deadline Day, dem Ende der Wintertransfer-Periode, Gerüchte auf, wonach Sandra Jessen das Interesse gleich mehrerer Mannschaften aus der englischen Super League auf sich gezogen haben soll. Das berichtete zumindest das für gewöhnlich gut informierte Fach-Portal „soccerdonna“ vor einigen Tagen. Jessen ist mit neun Toren Kölns beste Angreiferin und in der Torjägerliste der Bundesliga aktuell auf dem vierten Platz. Der Einsatz am Montagabend machte deutlich, das zumindest im Winter kein vorzeitiger Wechsel ansteht. Der Vertrag der Isländerin beim FC läuft auch noch bis Sommer 2027.


Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

Luca Waldschmidt saß gegen Wolfsburg 90 Minuten auf der Bank
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Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

In fünf Spielen in 2026 kam Luca Waldschmidt bisher nur als Joker zum Einsatz – wenn überhaupt. Gegen Wolfsburg bekam der Angreifer das zweite Mal in diesem Jahr gar keine Minuten: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

90 Minuten saß Luca Waldschmidt am vergangenen Freitag gegen seinen Ex-Verein VfL Wolfsburg auf der Bank. Dabei gäbe es gerade sogar als zweite Spitze neben Ragnar Ache oder hinter den Spitzen passende Rollen im FC-System. Trotzdem setzt Lukas Kwasniok kaum auf den 29-Jährigen: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

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Es waren deutliche Aussagen direkt zu Jahresbeginn. In einem Interview mit dem „Express“ hatte Luca Waldschmidt Anfang Januar betont, dass manche Entscheidungen, die Trainer Lukas Kwasniok trifft, für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“ Ebenso deutlich wie die Aussagen des ehemaligen deutschen Nationalspielers war auch die Reaktion seines Coaches. Denn der strich den 29-Jährigen für den Jahresauftakt in Heidenheim aus dem Kölner Kader. Zwar holte Kwasniok den Angreifer für die darauffolgende Partie gegen Bayern München zurück in die Mannschaft und brachte ihn in der Schlussphase als Joker.

Bisher kaum Einsatzzeit in 2026

Trotzdem lässt sich nach fünf Kölner Pflichtspielen in 2026 festhalten: Verbessert hat sich Waldschmidts Situation nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. So sammelte der Stürmer in 2026 erst 33 Minuten Einsatzzeit. Gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag saß der Angreifer sogar 90 Minuten auf der Bank. Damit dürfte auch die Unzufriedenheit des 29-Jährigen inzwischen wieder größer geworden sein. Denn vor der Winterpause hatte Waldschmidt immerhin noch zweimal gegen St. Pauli und Bayer Leverkusen in der Startelf gestanden. Im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin hatte er aus Krankheitsgründen gefehlt. Jetzt scheint der flexible Offensivspieler aber kaum noch eine Rolle in Kwasnioks Planungen zu spielen.

Dabei hat es gerade in den vergangenen Partien im Kölner System eine Rolle gegeben, die sehr gut zum Profil des 29-Jährigen gepasst hätte. Denn seit Kwasnioks Umstellung zur zweiten Halbzeit gegen Mainz 05 agierte der FC in den vergangenen Partien in einem 4-4-2 mit einer Doppelspitze. Neben Zielspieler Ragnar Ache agierte Marius Bülter als sehr bewegliche zweite Spitze. Immer wieder weicht der ehemalige Hoffenheimer auf die Flügel aus oder lässt sich etwas tiefer fallen als sein Sturmpartner. So genießt Bülter in seiner Rolle viele Freiheiten und sucht sich die für ihn passende Räume.

Passende Rolle im System eigentlich vorhanden

Diese Position als zweite Spitze mit viel Freiheiten würde auch perfekt zu Waldschmidt passen. Der 29-Jährige hat nicht das Profil eines klassischen Stoßstürmers wie Ache, sondern lässt sich oft fallen, um am Spielaufbau beteiligt zu sein. Mit seinem starken linken Fuß und seiner Übersicht kann der ehemalige Wolfsburger sowohl mit Pässen durch die gegnerischen Linien als auch mit präzisen Flanken Chancen kreieren. Statt aber auf die Qualitäten des ehemaligen deutschen Nationalspieler zu setzen, vertraute Kwasniok zuletzt eben Bülter. Zum einen wahrscheinlich, weil der Sommerneuzugang aus Hoffenheim eine stärkere Physis mitbringt. Dadurch strahlt der 32-Jährige auch im Strafraum bei Flanken mehr Gefahr aus. Zum anderen dürften Waldschmidts Aussagen im Trainingslager seine Chancen bei Kwasniok nicht verbessert haben.

Letzterer hatte zu Beginn der Transferperiode noch nicht ausgeschlossen, dass Spieler, die unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten sind, eventuell den Verein verlassen könnten. Dafür ist es für Waldschmidt wohl zu spät, nur wenige Transferfenster sind noch geöffnet. Dass der Stürmer aber noch auf die von ihm gewünschten Einsatzzeiten kommen wird, ist wohl nach den vergangenen Wochen eher unwahrscheinlich. Wenn jedoch die Anzahl an Minuten wirklich so gering wie in den vergangenen Wochen bleibt, wird nicht nur Waldschmidts Unzufriedenheit größer. Sie könnte sich gleichzeitig auf den Rest der Mannschaft auswirken. Eine knifflige Situation, die Kwasniok managen muss. Daher wird es spannend zu sehen seien, wie der Trainer mit der Situation um den Angreifer umgeht. Und ob er ihn darum in den nächsten Wochen vielleicht doch wieder mehr Chancen gibt – zum Beispiel eben als hängende Spitze neben Ache.


Personalien bei den FC-Frauen: Ein weiterer Zugang, ein temporärer Abgang

Lina Száraz hat beim FC unterschrieben
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Personalien bei den FC-Frauen: Ein weiterer Zugang, ein temporärer Abgang

Auch bei den Kölner Fußballerinnen gab es auf der Zielgeraden noch personelle Bewegungen. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Lina Száraz vom SV Werder Bremen. Die 17-Jährige hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Dafür haben die Kölner noch eine Spielerin abgegeben.

Während bei den Profis kurz vor Toresschluss mit Felipe Chávez noch ein Spieler unter Vertrag genommen wurde, gibt es auch bei den Fußballerinnen der Geißböcke eine Neuverpflichtung. Lina Száraz hat einen Kontrakt bis 2028 unterschrieben. Dagegen verlässt Ella Touon den FC – allerdings nur temporär.

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Auch bei den Frauen des FC gab es also noch einmal personelle Veränderungen. Zum einen haben die Geißböcke mit Lina Száraz eine talentierte Abwehrspielerin verpflichtet, auf der anderen Seite haben die Kölnerinnen Ella Touon aufgrund mangelnder Spielzeit abgegeben. Száraz dürfte allerdings eine Verpflichtung für die mittelfristige Zukunft darstellen. „Lina ist eine junge, hochveranlagte Abwehrspielerin mit großem Entwicklungspotenzial. Mit ihrem starken linken Fuß, ihrer Physis und ihrer kompromisslosen Zweikampfführung bringt sie alles mit, was es auf diesem Niveau braucht. Wir freuen uns darauf, Lina beim 1. FC Köln auf ihrem Weg zu begleiten und ihr Potenzial voll zur Entfaltung zu bringen“, sagte Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauen- und Mädchenfußball. 

“Ich bin sehr dankbar“

Die 17-Jährige feierte in dieser Spielzeit bereits in der ersten Mannschaft von Bremen ihr Debüt in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den SC Victoria Hamburg und lieferte zwei Vorlagen beim 9:0-Sieg. Száraz hat bisher 18 Spiele für die deutschen U-Nationalmannschaften bestritten, zuletzt im Dezember für die U19. „Ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt Teil dieses tollen Vereins sein darf. Der erste Eindruck war direkt sehr positiv und ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und das Team. Der Verein bietet mir die Chance, mich sowohl persönlich als auch fußballerisch weiterzuentwickeln. Daher blicke ich voller Vorfreude auf die kommende Zeit“, so die Abwehrspielerin.

Für eine andere Abwehrspielerin trennen sich vorerst die Wege. Ella Touon wechselt nach Essen. Dort spielte die Verteidigerin bis 2023. „Ella kam mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit auf uns zu. Gemeinsam haben wir mit der SGS Essen einen Verein gefunden, den sie gut kennt und bei dem sie wertvolle Spielpraxis sammeln kann. Gleichzeitig trauen wir ihr zu, Essen im Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen“, sagt Bender-Rummler. Im Sommer war die Schweizer Nationalspielerin nach Köln gekommen.


Ein Profi des 1. FC Köln für die Kicker Elf des Spieltags nominiert

Tom Krauss und Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Ein Profi des 1. FC Köln für die Kicker Elf des Spieltags nominiert

Nach der Niederlage gegen Freiburg haben die Kölner am Freitag gegen Wolfsburg die nächsten drei Punkte eingefahren. Gleich mehrere Spieler überzeugten beim 1. FC Köln: Ein FC-Profis schaffte es nach dem 1:0 gegen Wolfsburg in die Kicker Elf des Spieltags.

Die Kölner haben den nächsten Dreier eingefahren. Gegen die Niedersachsen gab es am Freitag einen am Ende doch glücklichen, sicher aber nicht unverdienten Sieg und damit auch gleich eine weitere Nominierung für einen Spieler des 1. FC Köln: Tom Krauß hat es in die Kicker Elf des Spieltags geschafft.

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Am Ende wurde es noch einmal knapp, doch der FC hat die Punkte 21 bis 23 eingefahren. Gegen Wolfsburg zitterte sich Köln zu einem knappen 1:0-Erfolg und damit zum zweiten Sieg des Jahres. Zu den beiden Matchwinnern avancierten Torschütze Linton Maina und Keeper Marvin Schwäbe, der gerade in der Schlussphase einige Bälle noch festhielt. Neben den beiden „Entscheidern“ stach vor allem im zentralen Mittelfeld ein Spieler hervor, der seit Wochen liefert und sich seinen Stammplatz mittlerweile mehr als verdient hat. Tom Krauß steht zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der „Kicker Elf des Spieltags“.

Schon neun Spieler in dieser Saison nominiert

Krauß stopfte zahlreiche Löcher, suchte 31 Mal den Zweikampf und gewann mehr als die Hälfte davon. Nach einem Auf und Ab zum Saisonbeginn hat sich der Mittelfeldspieler längst festgespielt. Gegen Wolfsburg überzeugte Krauß und sicherte sich seine erste Nominierung für diese Spielzeit und damit im Trikot der Kölner. Insgesamt haben es damit bereits zehn FC-Profis in dieser Saison in die Auswahl des Fachmagazins geschafft. Alessio Castro-Montes, Jakub Kaminski, Marvin Schwäbe und Said El Mala wurden jeweils schon zwei Mal nominiert.

Jeweils einmal schafften es neben Krauß Stürmer Ragnar Ache, Jahmai Simpson-Pusey, Marius Bülter, Florian Kainz und Eric Martel in die Auswahl. Somit kommt der FC auf 14 Berufungen. Nur die Bayern, Hoffenheim, Stuttgart, Leverkusen und Leipzig stellten mehr Spieler. Im Abstiegsjahr kam der FC in der gesamten Saison ebenfalls auf 14 Nominierungen, Schwäbe erhielt vier, die meisten aller FC-Profis. In der vergangenen Spielzeit waren es in der 2. Bundesliga 31, davon bekam der Torhüter fünf, wieder der Bestwert. Erwartungsgemäß gehen in dieser Saison bislang die meisten Nominierungen an den FC Bayern München (35) und Harry Kane (7).

In dieser Saison bereits nominiert:

  • Jakub Kaminski 2
  • Said El Mala 2
  • Marvin Schwäbe 2
  • Alessio Castro-Montes 2
  • Tom Krauß 1
  • Marius Bülter 1
  • Florian Kainz 1
  • Eric Martel 1
  • Ragnar Ache 1
  • Jahmai Simpson-Pusey 1

„Enorme Vorfreude“: U19 des 1. FC Köln empfängt Inter Mailand zum Rekord-Spiel vor 50.000 Fans

Fynn Schenten im Spiel des 1. FC Köln gegen die Bayern
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„Enorme Vorfreude“: U19 des 1. FC Köln empfängt Inter Mailand zum Rekord-Spiel vor 50.000 Fans

Es wird ein Abend für die Geschichtsbücher: 50.000 Zuschauer bilden am Mittwochabend (18 Uhr) einen Europarekord. Noch nie waren so viele Menschen bei einem Jugendfußball-Spiel in der UEFA Youth League wie beim Sechzehntel-Finale: Die U19 des 1. FC Köln empfängt Inter Mailand im Kölner Stadion.

Am Mittwochabend tritt die U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand an: Trainer Stefan Ruthenbeck will seine Stadion-Erfahrung nutzen, um seine Schützlinge auf das Erlebnis vorzubereiten.

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Stefan Ruthenbeck weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, an der Seitenlinie im Rhein-Energie-Stadion zu stehen. Der heute 53-Jährige war in der Saison 2017/18 ein halbes Jahr lang Trainer der FC-Profis. Den Abstieg aus der Bundesliga konnte er zwar nicht mehr verhindern, weiß dafür aber, was am Mittwochabend atmosphärisch auf seine Schützlinge warten wird. „Ich glaube, die Jungs sind ganz froh, dass ich da stehe, der das schon erlebt hat, und ein bisschen erzählen kann. Es geht darum, den Druck zu nehmen“, äußerte der Coach im Vorfeld der Partie.

“Die Jungs haben so eine Vorfreude“

Dabei müsse er auch ein wenig auf die Bremse treten: „Die Jungs haben so eine Vorfreude, so eine Euphorie auf das Spiel. Da muss man aufpassen, dass wir nicht überpacen. Ich bin stolz und habe eine enorme Vorfreude auf dieses Spiel. Es geht mir darum, alle anderen im Zaum zu halten, dass wir nicht zu euphorisch sind und einen Fokus darauf haben, dass die Fans positiv sein werden und die Jungs keine Angst davor haben, Fehler zu machen.“ Das Sechzehntel-Finale gegen Inter Mailand wird, anders als bei den FC-Spielen in den beiden Runden zuvor, in nur einer Partie entschieden. Die 50.000 Zuschauer werden also am Mittwochabend wissen, ob der Europa-Höhenflug der U19 sogar noch eine Runde weitergehen wird. Steht es nach 90 Minuten unentschieden, folgt direkt ein Elfmeterschießen und keine Verlängerung.

Rein sportlich, so sieht es auch Ruthenbeck, geht Inter Mailand als Favorit in das Spiel. Aber am Ende könnte die Kulisse den entscheidenden Ausschlag zugunsten des FC geben, wird sie doch einen immensen Heim-Vorteil bedeuten. Die überwältigende Mehrheit wird den Inter-Spielern jedenfalls keinen Sieg wünschen. Wie gehen die Toptalente Italiens damit um? Ruthenbeck setzt derweil, wie in den Runden zuvor in Luxemburg und Dänemark, auf seinen U19-Stammkader. Experimente, etwa mit Etienne Borie oder Patrik Kristal, die beide auch spielberechtigt wären, wird es nicht geben. Said El Mala dürfte wiederum gar nicht mitspielen, weil er noch nicht lange genug dem FC angehört.

Klassenfahrt statt U19-Duell

Stattdessen werden der Vorjahres-Kapitän Nick Zimmermann sowie Fayssal Harchaoui und Youssoupha Niang das U19-Aufgebot ergänzen. Fynn Schenten wird ebenfalls für die U19 auf Torejagd gehen. Der Shooting-Star traf bisher in vier Youth-League-Spielen fünfmal. Kurios: Zwei U19-Spieler verpassen die Startformation wegen einer Klassenfahrt. Das Duo, das Ruthenbeck im Vorfeld namentlich nicht benennen wollte, sei zwar zum Spiel zurück, aufgrund der vorherigen Abwesenheit jedoch raus aus dem Rennen um die erste Elf. „Wir können nicht entscheiden, ob sie aus der Schule rauskommen dürfen oder nicht, das entscheiden die Schulen“, erklärte der Trainer, „und wenn sie keine Freigabe bekommen, haben wir das zu akzeptieren.“

Sollte dem FC die Sensation gegen Inter gelingen, gehen die Blicke am Freitag gespannt ins Schweizerische Nyon. Dort findet am Mittag ab 13 Uhr die Auslosung des Achtelfinals statt.


Felipe Chávez nimmt das Training beim 1. FC Köln auf, zwei Youngster fehlen

Felipe Chávez bei seinem ersten Training in Köln
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Felipe Chávez nimmt das Training beim 1. FC Köln auf, zwei Youngster fehlen

Mit einem neuen Gesicht ist der FC am Dienstagvormittag in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Leipzig am kommenden Sonntag gestartet. Erstmals mit dabei, die Neuverpflichtung des 1. FC Köln: Felipe Chávez nimmt das Training auf. Allerdings fehlten zwei Youngster zum Auftakt,

Ein wenig ungewohnt waren die ersten Schritte wohl schon noch, doch an Selbstvertrauen mangelt es dem Kölner Neuzugang nicht. Felipe Chávez hat am Dienstag das erste Mal mit der Mannschaft der Kölner trainiert und wurde herzlich vom Team begrüßt.

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Pünktlich um 10:30 Uhr betrat der neue Spieler mit der Mannschaft das Trainingsgelände am Geißbockheim. Felipe Chávez ist bei den Geißböcken angekommen. Anschließend wurde der Offensivspieler mit Applaus vom Team begrüßt. Der FC ist damit in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Leipzig am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, ab 14:15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com) gestartet. Gegen die Sachsen soll nach Möglichkeit der Abstand auf die gefährliche Zone wieder ausgebaut werden. Felipe Chávez könnte dann bereits zum Einsatz kommen. Der 18-Jährige hinterließ bei der ersten Einheit bei den Geißböcken einen guten ersten Eindruck. Erst am Montagnachmittag hatten die Kölner die Neuverpflichtung bekannt gegeben. Chávez hatte am Vormittag den Medizincheck absolviert und anschließend seinen Leihvertrag unter schrieben.


Drei Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Für den 18-Jährigen haben die Kölner eine Kaufoption vereinbart, allerdings haben die Bayern mit einer Rückkaufoption die Hand auf dem Transfer. Nicht im Training waren auch weiterhin Dominique Heintz und Jahmai Simpson-Pusey. Wann die beiden Profis zurückkehren, ist noch nicht klar. Lukas Kwasniok hatte zuletzt nur den Februar als Ziel genannt. Mit dabei war dagegen Joel Schmied, der wiederum zunehmend zu einer Option werden dürfte. Nach wie vor befinden sich die Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers im Reha-Training. Beide haben sich schwere Knieverletzungen zugezogen und werden noch Monate fehlen. Auch Fynn Schenten und Youssoupha Niang waren nicht mit von der Partie, die Youngster bereiten sich auf das U19-Spiel in der Youth League gegen Mailand vor.

Felipe Chávez bei seinem ersten Training in Köln
Felipe Chávez bei seinem ersten Training in Köln

Am Mittwochvormittag trainieren die Kölner ein weiteres Mal öffentlich. Die Einheiten von Donnerstag bis Samstag werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Spätestens dann steht fest, ob Chávez es in den Kader geschafft hat.