Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Ein guter Platz im Mittelfeld: Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln sehr trügerisch ist

Mit 20 Punkten belegt der FC aktuell den 10. Tabellenplatz. Für einen Aufsteiger eine respektable Position. Doch so optimal ist die Ausgangslage dann auch wieder nicht. Drei Gründe, warum die Tabelle für den 1. FC Köln trügerisch ist.

Eigentlich ist der Blick auf die Tabelle aktuell für die FC-Fans noch ein durchaus erfreulicher – zumindest für einen Aufsteiger. Doch der Schein trügt.

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Als die Anfangseuphorie um die Geißböcke in den vergangenen Monaten abgeebbt ist, da begann Lukas Kwasniok darauf hinzuweisen, dass ein Platz im Mittelfeld für einen Aufsteiger doch mehr als achtbar sei und die Kölner sich voll im Soll befänden. Das ist nach den Zahlen auf dem Tableau natürlich auch schwer von der Hand zu weisen. Die Kölner belegen aktuell Rang zehn, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt auch nach den ersten Nachholspielen fünf Punkte, der auf einen direkten Abstiegsplatz sogar sechs. Es ist also noch ein wenig Puffer da, wenngleich die Situation dann doch ein wenig brisanter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint. Und das nicht nur, weil die direkte Konkurrenz den Kölnern im Nacken sitzt.

Spannender Spieltag

Trügerischer Vorsprung: Tatsächlich liegen zwischen Rang zehn und Rang 15 gerade einmal zwei Punkte. Heißt: Mit einer Niederlage am Freitagabend könnten die Kölner am Sonntagabend rein rechnerisch auf Rang 15 liegen. Da aber zwei jener fünf Konkurrenten direkt gegeneinander spielen (Bremen vs. Gladbach) und der Hamburger SV es auch noch mit dem FC Bayern München zu tun bekommt, wird das auch bei einer Pleite sicher nicht passieren. Dennoch könnte es zu massiven Verschiebungen kommen – zumal die Konkurrenz mit dem Punkten begonnen hat. Mainz gewann zuletzt gegen Wolfsburg, Augsburg gegen die Bayern und St. Pauli trotzte RB Leipzig einen Zähler ab. Die Tabellensituation wird sich am Wochenende mit großer Sicherheit verschieben. Da es insgesamt gleich drei Keller-Duelle gibt – (wenn man die Begegnung der Geißböcke gegen Wolfsburg dazuzählt.)

Nur 20 Zähler: Zwar haben die Geißböcke mit 20 Zählern den zehnten Tabellenplatz erreicht und damit mehr Punkte eingesammelt als acht Konkurrenten, dennoch ist die Bilanz keine besonders gute. Denn eine schlechtere Punkteausbeute hatte ein Tabellenzehnter seit Einführung der Drei-Punkte-Regel vor genau 30 Jahren noch nicht. Nicht nur das: Es gab auch erst drei Teams, die mit 20 Zählern je einen zwölften Platz erreicht haben. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren die Geißböcke genau sechs Mal zum gleichen Zeitpunkt schlechter. Nur einmal verbesserten sich die Kölner durch eine beeindruckende Serie noch aus der kritischen Zone. In der Saison 10/11 lagen die Geißböcke nach dem 19. Spieltag auf dem 16. Rang, beendeten die Spielzeit aber als Zehnter. Der kommende Gegner kommt übrigens auf 19 Punkte, so schlecht war Wolfsburg in der eigenen Historie ebenfalls noch nicht.

Voll im Soll?

Punkteschnitt: Aktuell erreichen die Kölner einen Punkteschnitt von rund 1,05 Zählern pro Spiel. Das ist wie man an der Tabelle unschwer erkennen kann aktuell eine mittelmäßige Ausbeute. Doch eine, die ebenfalls auf die gesamte Saison, vielleicht auf die Bundesliga-Historie betrachtet, eine kritische ist. Geht man davon aus, dass der FC die 40-Punkte-Marke knacken will, so benötigten die Geißböcke einen Schnitt von 1,17 Punkten. Nun brauchten die Bundesligisten jene 40 Zähler noch nie, um die Klasse zu halten. Tatsächlich reichten seit der Jahrtausendwende immer 37 Punkte, für den Klassenerhalt. Bei 36 wurde es mitunter kritisch – das wäre wiederum ein Punkteschnitt von 1,05. Allerdings gehört zu der Wahrheit auch, dass gerade in den vergangenen Jahren deutlich weniger Zähler ebenfalls immer gereicht haben.


Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV
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Jakub Kaminski beim 1. FC Köln: Ein ziemlich perfekter Transfer – wenn auch nicht für alle Parteien

Der 23-Jährige ist ob seiner Leistungen eine feste Größe in den Spieltags-Planungen von FC-Trainer Lukas Kwasniok. Und so wird der Pole wohl auch am kommenden Freitagabend wieder in der Startelf stehen beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski ein ziemlich perfekter Transfer.

Nahezu die volle Spieldauer absolvierte der polnische Nationalspieler in der Bundesliga für die Geißböcke. Gegen seine Ex-Teamkollegen wird der 23-Jährige nun am 20. Spieltag sicher auch auflaufen. Ein Transfer, der sich ausgezahlt hat, wenn auch nicht für alle Parteien.

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Vier Minuten – Minuten, die zwar nicht nach viel klingen, die aber dennoch eine deutliche Sprache sprechen – eine sehr deutliche. Denn nur vier Minuten stand Jakub Kaminski an den 19 Spieltagen der aktuellen Bundesliga-Saison nicht auf dem Platz, wurde eben nur dieses eine Mal gegen Union Berlin vorzeitig von Trainer Lukas Kwasniok vom Feld geholt. Und das kommt nicht von ungefähr. „Er bringt Tempo, gute fußballerische Fähigkeiten und eine hohe Durchsetzungsfähigkeit mit, besonders im letzten Drittel. Mit seiner Dynamik und Zielstrebigkeit verleiht er unserem Offensivspiel neue Impulse und passt mit seiner ehrgeizigen Art sehr gut zu unserem Weg“, sagte Thomas Kessler im Sommer 2025 über den Neuzugang des 1. FC Köln – nach gut der Hälfte der Saison kann diese Aussage unterschrieben werden.

Aktivposten und Leistungsträger beim FC

Unterschrieben hat Kaminski im Sommer 2025 seinen Leihvertrag bei den Geißböcken. Und dieser soll mit einer Kaufoption ausgestattet sein, die bei rund fünf Millionen Euro liegt und offenbar bis Ende Juni gültig ist. Es bleibt also noch ein wenig Zeit, bis sich Geschäftsführer Kessler beim VfL Wolfsburg melden muss. Dass die Kölner die Option ziehen, gilt als sicher. Denn der Schienenspieler ist bei den Geißböcken ein absoluter Aktivposten und Leistungsträger, kommt in der aktuellen Saison bereits auf fünf Treffer und einen Assist. Und das, obwohl FC-Trainer Kwasniok den 23-Jährigen aus den vorderen Reihen auch schonmal gerne auf andere Positionen gestellt hat.

Aber eben auch dort wusste Kaminski zu überzeugen. „Er ist – und das habe ich von Anfang an gesagt – der beste Spieler, den wir haben“, sagte Kwasniok schon Anfang November. „Jakub kann auf der linken Schiene, er kann links vorne, er kann rechte Schiene, rechts vorne. Er ist ein Offensiv-Allrounder und darüber hinaus demütig, extrem lernwillig“, so der Coach weiter. Seine Qualitäten durfte der Pole bei seinem Heimatverein, dem VfL Wolfsburg, zuletzt nicht mehr so häufig unter Beweis stellen. Denn nach einer ersten starken Saison bei den Niedersachsen liefen die folgenden zwei Spielzeiten nicht mehr ganz so rund. In der Saison vor seiner Leihe zum FC kam Kaminski bei den Wölfen auf nur zwölf Startelf-Einsätze und zehn Einwechslungen.

Eine Win-Win-Situation? Nicht für alle

Die insgesamt 1123 gesammelten Bundesliga-Minuten aus der Saison 24/25 hat der Pole bei den Geißböcken mit über 1700 Spielminuten bereits nach dem 19. Spieltag locker überboten. Nicht nur das, Kaminski ist der läuferische Motor der Kölner, zieht die meisten Sprints an, spult mit am meisten Kilometer ab. „Ich glaube einfach, dass es diese Fälle immer mal wieder gibt, dass ein Spieler nach einer tollen ersten Saison bei einem Verein dann vielleicht nicht mehr diese Einsatzzeiten, diese Minuten bekommt, vielleicht nicht ganz so performen kann, weil die Gesamtkonstellation sich dann auch ändert“, sagte Kwasniok. Dies kann dann bei einem neuen Verein tatsächlich anders aussehen.

Und so hat sich der Wechsel an den Rhein, um durch die Leihe zu mehr Spielzeit zu kommen, für Kaminski schon bezahlt gemacht. Aber nicht nur der Pole profitiert. Denn die Geißböcke haben im polnischen Nationalspieler einen der unter Kwasniok durchaus seltenen Stammspieler dieser Saison gefunden. Eine Neuverpflichtung, die ihren Marktwert laut transfermarkt.de seit dem Wechsel von zehn auf zwölf Millionen Euro hochschrauben konnte. Kaminski ist für den FC ein sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg – eine Win-Win-Situation für alle Seiten also. Alle? Der Gewinn dürfte zumindest auf Seiten der Wolfsburger dann doch fraglich sein. Für den Polen überwiesen die Niedersachsen 2022 rund zehn Millionen Euro an Lech Posen. Sollten die Kölner die Option ziehen, macht Wolfsburg also rein nach den Ablösesummen ein sattes Minus, während die Kölner auf einen Gewinn hoffen dürfen.

Am Freitag geht es gegen den Heimatclub

Nun gilt es, diese positive Entwicklung weiterzuführen. „Wir hoffen einfach, dass er nach einer tollen ersten Saison hier beim 1. FC Köln vielleicht auch noch eine zweite gute folgen lassen kann“, so der Trainer. „Das ist unser aller Ansinnen, aber dass er Qualitäten hat, hat er auch schon in Wolfsburg bewiesen.“ Eben diese Qualitäten kann Kaminski am Freitagabend nun auch gegen Wolfsburg beweisen. Weitere Spielzeit sammeln wird der Pole sicherlich und damit auch seine Einsatzminuten weiter in die Höhe schrauben. Einzig die Scorer-Ausbeute ließ zuletzt zu wünschen übrig. Seit November ist nichts mehr dazugekommen. Die Begegnung gegen Wolfsburg wäre sicherlich der richtige Zeitpunkt, damit wieder anzufangen.


Fünf Tage bis Deadline Day: Passiert beim 1. FC Köln nun nichts mehr auf dem Transfermarkt?

Thomas Kessler sucht nach einem neuen Trainer für den 1. FC Köln
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Fünf Tage bis Deadline Day: Passiert beim 1. FC Köln nun nichts mehr auf dem Transfermarkt?

Noch fünf Tage, dann endet die Winter-Transferphase. Und im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist der FC bislang eher zurückhaltend unterwegs. Aktuell erscheint es eher unwahrscheinlich, dass es noch Neuverpflichtungen geben wird. Schlägt der 1. FC Köln auf dem Transfermarkt noch einmal zu?

Jahmai Simpson-Pusey ist bislang die einzige Neuverpflichtung dieses Winters. Und die Töne von Geschäftsführer Thomas Kessler deuten daraufhin, dass es nicht unbedingt weitere geben wird. Ausgeschlossen ist das aber auch nicht.

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Während die Transfer-Reporter des Landes angesichts der Gerüchte, Spekulationen und Transfers fast schon in eine Euphorie verfallen, ist es in Köln zuletzt seltsam ruhig geworden – zumindest für einen Club wie den FC. In den vergangenen Tagen zerschlugen sich die erstaunlich wenigen zumindest warmen Gerüchte nacheinander. Zunächst wechselte Stefan Posch nach Mainz, dann zeichnete sich der Wechsel von Mittelfeldspieler Dan Neil innerhalb Großbritanniens ab und nun deutet viel darauf hin, dass Sebastiaan Bornauw, mit dem sich die FC-Bosse Anfang Januar eigentlich einig waren, wohl doch bei Leeds United bleibt. Die Kölner wiederum haben bislang Jahmai Simpson-Pusey verpflichtet. Einen doch erfreulich guten Abwehrspieler, der allerdings momentan auch vom Fluch der Kölner Innenverteidiger heimgesucht wurde.

Wenn neue Verpflichtung, dann eine sichere Verstärkung

Während die direkte Konkurrenz aktuell doch nach und nach zumindest quantitativ stark aufrüstet, könnte es bei den Geißböcken bei der einen Neuverpflichtung bleiben. Die Gründe sind wohl vielschichtig. Tatsächlich sind es im Winter eher die Abstiegskandidaten, die noch einmal nachjustieren. Mit den 20 Zählern aus den bisherigen 19 Spielen dürften die Kölner dazugehören, auch, wenn sich der zehnte Tabellenplatz dann doch anders anfühlt. Alleine die Variablen Abstiegskampf und Verletzungsmisere haben in der jüngeren Vergangenheit schon zu Noteinkäufen geführt, die nicht immer zum erhofften Erfolg geführt haben. Thomas Kessler sprach zuletzt wiederholt davon, dass der FC sich nach Qualität umschaue. Blinder Aktionismus soll die Transferphase jedenfalls nicht regieren.

Der neue Geschäftsführer Sport wird aber auch nicht müde zu betonen, dass der Winter-Transfermarkt ein schwieriger ist. Das liegt vor allem daran, dass Vereine eher selten ihre Leistungsträger im Winter abgeben, wenn sie gerade funktionieren – womit die Kriterien „Qualität“ und „Soforthilfe“ natürlich schon herbe Dämpfer erfahren. Zum anderen sitzen meist drei Parteien am Tisch, die verhandeln. So wie im Fall Bornauw. Spieler und FC waren sich einig, Leeds wollte den Spieler wohl nicht abgeben. Vielmehr wollen unzufriedene Spieler ihre Clubs verlassen, die nicht auf die erhoffte Spielzeit kommen, außer Form sind oder eine zu große Konkurrenz vor der Nase haben. Ob diese dann mit einer verkürzten Vorbereitungszeit aber die erhoffte Verstärkung sind, ist nach der Bilanz eben fragwürdig.

Winter-Transfers nicht immer einfach

Und dass Winter-Transfers nicht immer funktionieren, hat der FC bekanntlich im vergangenen Winter leidvoll erfahren. Von den vier Neuzugängen spielt aktuell nur noch Joel Schmied bei den Geißböcken. Jusuf Gazibegovic (Sturm Graz) und Imad Rondic (SC Preußen Münster) sind verliehen, weil sie unter Lukas Kwasniok keine Chance bekommen hätten. Anthony Racioppi verließ den Verein im Sommer komplett. Ähnliche Fehler will man in Köln sicherlich nicht noch einmal begehen. Gerade der Rondic-Vertrag bis 2029 hat doch mehr Fragen hinterlassen, als der Angreifer als Antwort auf die Sturmmisere im vergangenen Jahr hätte überhaupt geben können. Das Tenor ist daher, wenn eine weitere Neuverpflichtung, dann eine, die den Kader auch wirklich verbessert.

Und wenn man den Worten des Geschäftsführers Glauben schenken will, dann ist genau das schon eine relativ hohe Hürde. „Es war für mich erkenntnisreich, was in den ersten Spielen des Jahres passiert ist“, sagte Kessler am Sonntag nach der Begegnung gegen Freiburg und erklärte zudem, dass er „mit der Qualität des Kaders“ zufrieden sei. Tatsächlich hat sich die Personalsituation deutlich entspannt. Durch die Rückkehr von Joel Schmied steht Kwasniok auch am kommenden Wochenende vor der Qual der Wahl in der Abwehr. Zumal Sebastian Sebulonsen auf der Innenverteidiger-Position ebenfalls funktioniert. Simpson-Pusey und Heintz werden ebenfalls bald zurück sein, Köln hat spätestens dann keine Lücke in der Abwehr mehr.

Noch fünf Tage bis zum Deadline Day

Durch die Leistungssteigerung von Alessio Castro-Montes gibt es auch eine Alternative mehr auf den Schienenpositionen. Und doch gibt es sicherlich Stellschrauben, an denen die Kölner drehen könnten. So gibt es mit eben jenem Belgier eigentlich nur einen Backup für die nominellen Wingbacks von Kwasniok, eben Sebulonsen und Kristoffer Lund. Gerade Zweiterer befindet sich allerdings in einer Formkrise. Auch Rechtsaußen fehlt möglicherweise eine weitere Alternative. Zudem gab es gerade in den Spielen vor der Winterpause das ein oder andere fehlende spielerische Element. Verbesserungen sind natürlich immer möglich. Doch aktuell können die Kölner mit ihrem Kader auf Rang zehn wohl zufrieden sein.

Und dass Spieler nur geholt werden, um dann eine Rückrunde auf der Bank zu sitzen, würde wohl auch nur wenige Fans zufrieden machen. Bis zum Deadline Day sind es noch fünf Tage. Aktuell deutet nicht viel auf einen Blitztransfer – ausgeschlossen ist der aber sicherlich auch nicht.


Seit Anfang Dezember nicht mehr gespielt: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?

Florian Kainz auf Abschiedstour?
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Seit Anfang Dezember nicht mehr gespielt: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?

Sechs Mal in Folge blieb Florian Kainz zuletzt nur die Rolle des Zuschauers, zwei Mal stand der Mittelfeldspieler noch nicht einmal im Kader. Es zeichnet sich eine klare Tendenz ab beim 1. FC Köln: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?

Vor ziemlich genau sieben Jahren wechselte Florian Kainz zum FC. Abstieg, Aufstieg, Conference League – der Österreicher hat viel in den vergangenen Jahren erlebt. Im kommenden Sommer läuft der Vertrag des Mittelfeldspielers aus und es deutet nicht viel daraufhin, dass der Kontrakt noch einmal verlängert wird beim 1. FC Köln: Stehen bei Florian Kainz die Zeichen auf Abschied?

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Angesprochen auf die Personalsituationen bei den Geißböcken zeigte sich Florian Kainz im Sommer kämpferisch. Die Entwicklung mit der Verpflichtung von Jakub Kaminski und die „Rückkehr“ von Said El Mala sei ein Gewinn für die Mannschaft, sagte der ehemalige FC-Kapitän im Interview mit come-on-fc.com. „Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben.“ Tatsächlich hat sich durch den Konkurrenzkampf aber die Rolle des Mittelfeldspielers in der Mannschaft grundlegend verändert. Nach einigen Jahren als Leistungsträger oder Leader, zwischenzeitlich sogar als Kapitän, deutete sich schon zu Saisonbeginn an, dass Kainz eher als Ersatzspieler fungieren würde. In einem Team, in dem es laut Lukas Kwasniok keine Stammelf gäbe, eigentlich keine große Sache.

„Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug“

Zumal sich die Spieler immer wieder beweisen dürfen. Nur hat der 33-Jährige seit Anfang Dezember nicht mehr für die Kölner gespielt. Gegen Freiburg wurde Kainz noch nicht einmal in den Kader berufen, bereits zum zweien Mal im Jahr 2026. Dafür wurden mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang gleich zwei Youngster berufen, gegen Heidenheim stand mit Matthias Köbbing sogar der dritte Keeper im Kader. Damals sagte der Coach zu der Nicht-Nominierung: „Ich glaube einfach: Wenn besser möglich ist, ist gut nicht gut genug.“ Und so deutet sich für den Offensivspieler ein Abschied auf Raten an. Denn der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus. Angesichts der überschaubaren Spielzeit spricht aktuell sehr wenig für eine Vertragsverlängerung.

Zumal der FC im kommenden Sommer beim Kader natürlich nachbessern wird. Dabei hatte auch diese Saison schon Highlights für den Österreicher. Das 200. Pflichtspiel für den FC, das Traumtor gegen den Hamburger SV, das gleichzeitig den ersten Freistoßtreffer seiner Karriere bedeutete. Ob noch weitere Highlights hinzukommen, ist offen, aber durchaus möglich. Wie schnell es bei den Kölnern unter Lukas Kwasniok gehen kann, zeigt aktuell das Beispiel Linton Maina, der in den vergangenen Spielen seine Einsatzzeit von Beginn an verbuchte. Aktuell scheint der 33-Jährige beim Kölner Coach aber keine Option zu sein. Und das stößt in den Sozialen Medien auf geteilte Meinungen. Die jüngsten Leistungen stehen demnach den vergangenen sieben Jahren des dienstältesten Kölners gegenüber.

An Kainz Zukunft beim FC wird die Diskussion sicherlich nicht viel ändern.


Personalien rund um den 1. FC Köln: Imad Rondic unterschreibt, Sebastiaan Bornauw bleibt vorerst in Leeds

Imad Rondic würde gerne wieder in Deutschland spielen
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Personalien rund um den 1. FC Köln: Imad Rondic unterschreibt, Sebastiaan Bornauw bleibt vorerst in Leeds

Es hatte sich in den vergangenen Tagen angedeutet, nun ist es offiziell: Imad Rondic wird vom 1. FC Köln an Preußen Münster verliehen. Das bestätigte der Verein. Derweil scheint Sebastiaan Bornauw endgültig in Leeds zu bleiben.

Imad Rondic wird vom 1. FC Köln an Preußen Münster verliehen. Der Stürmer kehrt damit ein halbes Jahr nach seinem Abschied aus Köln nach Deutschland zurück. Bei Münster soll der Angreifer die Offensivschwäche beheben.

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In Sachen Transfermarkt ist es in diesem Wintertransferfenster bei den Kölnern weiterhin eher ruhig. Nur eine Neuverpflichtung steht auf der Haben-Seite und dabei könnte es durchaus bleiben. Und dennoch gibt es eine Transfermeldung der Geißböcke: Imad Rondic wird an Preußen Münster verliehen. Das hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet und wurde nun vom Verein auch offiziell bestätigt. Der Bosnier war im Februar 2025 an den Rhein gewechselt, nach einer eher enttäuschenden Rückrunde ging es im Sommer in einem Leihkonstrukt zum polnischen Erstligisten Rakow Czestochowa. Das zahlte sich nicht aus. Rondic konnte auch in Polen nicht überzeugen. „Wir bedauern sehr, dass die Leihe nach Polen sportlich nicht so verlaufen ist, wie sich alle Beteiligten, das im Vorfeld erhofft hatten“, sagte nun Thomas Kessler.

Rondic soll regelmäßig Spielzeit bekommen

Nun folgt also die nächste Leihe in die 2. Bundesliga. „Mit dem Wechsel zu Preußen Münster erhält Imad nun für die kommenden Monate die Chance, regelmäßig Spielzeit zu bekommen und auf dem Platz Verantwortung zu übernehmen“, so Kessler weiter. Der Stürmer wird bereits am Nachmittag an der ersten Einheit der Adlerträger teilnehmen. „Ich mag die Art und Weise, wie Münster Fußball spielt, bin von der Spielidee überzeugt. Es ist ein mutiger und offensiv ausgerichteter Fußball, der gut zu mir passt. Der Club entwickelt sich sehr positiv und ich möchte mit meinen Toren dabei helfen, die Ziele zu erreichen“, sagt Rondic. Nach nur einem halben Jahr kehrt der Angreifer also in die 2. Bundesliga zurück.

Keine Rückkehr nach Köln wird es voraussichtlich bei Sebastiaan Bornauw geben. Das Interesse der Kölner dürfte zuletzt ohnehin ein wenig erkaltet sein. Die Personalsituation beim FC hat sich jedenfalls deutlich entspannt. Auf der anderen Seite hat der Belgier bei Leeds ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den FC Everton stand der Innenverteidiger am Montagabend nicht nur in der Startelf, Bornauw lieferte ein hervorragendes Spiel ab und wurde nach dem 1:1 in den Medien rund um Leeds gefeiert. Und das, obwohl er das Gegentor durch Thierno Barry nicht verhindern konnte. Unter den Fans besteht ohnehin kein Zweifel mehr, dass der Abwehrspieler bei den Peacocks weiterspielen soll. Und auch Trainer Daniel Farke will den Innenverteidiger nicht abgeben. Wenn überhaupt, wenn es einen adäquaten Ersatz gäbe. Da bahnt sich aktuell aber nichts an.

Weiterer Lichtblick beim 1. FC Köln: Verteidiger kehrt ins Training zurück

Lukas Kwasniok beim FC-Training
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Weiterer Lichtblick beim 1. FC Köln: Verteidiger kehrt ins Training zurück

Am Dienstagvormittag ist der FC in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Wolfsburg gestartet. Und mit dabei war auch ein Rückkehrer beim 1. FC Köln: Joel Schmied steigt wieder ins Training ein. Der Schweizer hatte sich im November verletzt.

Nur fünf Tage nach der bitteren 1:2-Niederlage in Freiburg steht für die Geißböcke am Freitagabend das Duell gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm. Personell gibt es eine positive Nachricht beim 1. FC Köln: Joel Schmied steigt am Dienstag wieder ins Training mit der Mannschaft ein.

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Vier Spiele, vier Punkte lautet die Bilanz der Kölner im Jahr 2026. Am Freitagabend kann der FC jene Statistik aufpolieren. Dann steht das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm (Liveticker ab 19:15 Uhr bei come-on-fc.com. Im Hinspiel rettete Jakub Kaminski dem FC mit einem Last-Minute-Treffer den Punkt. Die Begegnung bei den Wölfen endete 3:3-Unentschieden. Vor den schweren Spielen gegen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim wären drei Punkte für die Geißböcke wichtig. Allerdings liegt der letzte Heimsieg gegen Wolfsburg schon mehr als fünf Jahre zurück. Am Dienstag sind die Kölner in die Vorbereitung auf die Begegnung gestartet. Und personell gibt es weitere leichte Entspannung.

Zwei Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Denn mit Joel Schmied kehrt ein weiterer Innenverteidiger ins Mannschaftstraining zurück. Der Schweizer hatte sich im November eine hartnäckige Muskelverletzung zugezogen. Eigentlich war die Rückkehr für Februar angepeilt, nun könnte der Abwehrspieler bereits gegen Wolfsburg im Kader stehen und sein Comeback finden. Fragezeichen gibt es dagegen weiterhin bei Jahmai Simpson-Pusey. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Woche seine Einheit frühzeitig abbrechen müssen und arbeitet nun genauso weiter im Reha-Bereich wie Dominique Heintz – beide leiden unter Muskelverletzungen. Dazu fehlen natürlich auch die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, die nach ihren schweren Knieverletzungen auch weiterhin Monate lang ausfallen werden.

So geht es diese Woche weiter: Am Mittwochvormittag trainieren die Kölner unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Anschluss findet die obligatorische Pressekonferenz statt. Auch die Abschluss-Einheit am Donnerstag wird geheim sein. Am Freitagabend folgt dann das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.


Nach schwachen Leistungen: Kristoffer Lund muss um seinen Stammplatz kämpfen – und um die Verpflichtung

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln
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Nach schwachen Leistungen: Kristoffer Lund muss um seinen Stammplatz kämpfen – und um die Verpflichtung

Gegen den SC Freiburg zeigte Kristoffer Lund eine eher mäßige Leistung – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Weil seine Konkurrenten inzwischen stärker aufspielen, droht der Linksverteidiger nun seinen Stammplatz zu verlieren beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund muss sich steigern – auch für eine feste Verpflichtung.

Seit seinem ordentlichen Saisonstart kommt der Sommerneuzugang nicht mehr richtig in Schwung beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund muss sich steigern, um seinen Stammplatz zu behalten.

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Am zweiten Spieltag dieser Saison gegen den SC Freiburg zeigte Kristoffer Lund, warum ihn der FC verpflichtet hatte. Der Linksverteidiger spulte ein großes Pensum ab und war in der Defensive sicher. So war der Sommerneuzugang mehrmals noch zur Stelle bei (potenziell) gefährlichen Situationen. Gleichzeitig harmonierte der gebürtige Däne in der Offensive sehr gut mit Marius Bülter und Jakub Kaminski, setzte auch dort einige Akzente. Es war ein Spiel, das Lust auf mehr machte. Das Problem dabei: So stark wie im zweiten Ligaspiel trumpfte Lund danach bislang nicht nochmal auf. Für seine bisherigen Leistungen war eher das Rückrunden-Spiel gegen die Breisgauer am vergangenen Wochenende der bessere Vergleichswert. Dort wirkte der 23-Jährige defensiv immer mal wieder wackelig und konnte nach vorne keine Akzente setzen – wie schon einige Male in dieser Spielzeit.

Schwache Leistungen häufen sich

So erhielt siebenmalige US-Nationalspieler in den vergangenen sieben Partien, bei denen er mindestens 30 Minuten gespielt hat, immer maximal die come-on-fc-Note Drei Minus (gegen Mainz und Bayern). Ansonsten gab es zweimal eine Vier Minus (in Bremen und Freiburg) und dreimal sogar nur eine Fünf Plus (gegen Mönchengladbach, Frankfurt sowie Union). Dabei zeigte Lund häufiger Schwächen und Unsicherheiten in der Defensive. Zuletzt gegen den SC Freiburg lief ihm etwa in der 20. Minute vor einer guten Chance für Igor Matanovic Flankengeber Lukas Kübler im Rücken weg. Dazu geführt hatten auch Abstimmungsprobleme mit Linton Maina. Beim Siegtreffer der Breisgauer sah der Abwehrspieler ebenfalls nicht gut aus. Er machte zu wenig Druck auf Niklas Beste bei dessen Hereingabe.

Gleichzeitig kann Lund seine Aussetzer in der Defensive nicht durch besondere offensive Stärken kompensieren. Denn dort kann der 23-Jährige meistens viel zu wenig Akzente setzen. Selbst wenn der gebürtige Däne auf der linken Schiene in einer Fünferkette gespielt hat, also etwas offensiver als gegen Freiburg, schaffte er es meistens nicht, den Kölner Angriff gefährlich zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende kam Lund etwa auf gerade mal 0,05 Expected Assists. Insgesamt hat der Linksverteidiger in seiner Zeit in der Domstadt erst eine Vorlage erzielt und noch keinen Treffer.

Stammplatz und WM-Chancen auf der Kippe

Dabei wäre es für den 23-Jährigen gerade jetzt aus mehreren Gründen wichtig, sich zu steigern und die guten bis ordentlichen Leistungen vom Saisonanfang zu bestätigen. Denn während Lund über die Spielzeit hinweg mit seinen Leistungen eher abgebaut hat, hat sich mit Alessio Castro-Montes ein Konkurrent deutlich besser präsentiert. Gegen Freiburg spielte Letzterer zwar als Rechtsverteidiger, ist aber ebenfalls auf links einsetzbar und eingeplant. Gerade wenn Trainer Lukas Kwasniok mit der Rückkehr von Dominique Heintz, Jahmai Simpson-Pusey und Joel Schmied nach ihren Verletzungen bald wieder mehr defensive Optionen hat, droht Lund die Bank. Dann wird nämlich der seit Wochen als Aushilfs-Innenverteidiger spielende Sebastian Sebulonsen wieder zu einer Option auf der rechten Schiene. Dafür könnte Castro-Montes nach links ausweichen. Dabei hat der Belgier nach den Leistungen der vergangenen Wochen wahrscheinlich die Nase vor Lund.

Für diesen würde das aber bedeuten, dass sich seine letzten WM-Hoffnungen wohl in Luft auflösen würden. Denn ohne einen Stammplatz und mit den davor durchwachsenen Leistungen wäre wohl auch die letzte Chance für den siebenmaligen US-Nationalspieler dahin, noch für das Heim-Turnier nominiert zu werden. Dafür müsste der Sommerneuzugang sich jetzt über gute Leistungen empfehlen, da er bereits seit über einem Jahr nicht mehr im Kader der USA stand. Zuletzt wurde er für Freundschaftsspiele im Oktober 2024 in den Kader der Nationalmannschaft berufen.

Steigerung für feste Verpflichtung nötig?

Zusätzlich geht es für Lund um seine Zukunft beim 1. FC Köln. Der Schienenspieler ist bekanntlich nur von seinem Stammverein Palermo FC ausgeliehen. Die Geißböcke besitzen zwar eine Kaufoption, doch ob sie diese wirklich ziehen, ist nach den bisherigen Leistungen des 23-Jährigen fraglich. Sollte der Linksverteidiger sich in den kommenden Wochen wirklich nicht steigern und seinen Stammplatz verlieren, ist es gut möglich, dass sich der FC lieber nach Alternativen umschaut. Spannend wird dabei zu sehen, wie Lund auf die Situation und den im Vergleich zu Hinrunde härteren Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen reagiert. So könnte der frühere dänische U-Nationalspieler daraus auch zusätzliche Motivation ziehen und durch den Druck von etwa Castro-Montes selber ein neues Level erreichen. Auch wenn es momentan nach den Leistungen der vergangenen Wochen wohl eher nicht danach aussieht.


Die Talente des 1. FC Köln: Ein Balanceakt zwischen Perspektive zeigen und Entwicklung lancieren

Erste Schritte im Profikader: Youssoupha Niang und Fynn Schenten
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Die Talente des 1. FC Köln: Ein Balanceakt zwischen Perspektive zeigen und Entwicklung lancieren

Fynn Schenten feierte in diesem Winter sein Profi-Debüt bei den Geißböcken. Das hat sich der Youngster verdient. Doch es geht sicherlich auch darum, dem Talent einen Weg für die Zukunft aufzuzeigen beim 1. FC Köln: Wie ist der Plan mit Talent Fynn Schenten?

Drei Spiele in 2026, drei Einsätze bei den Profis – für Fynn Schenten läuft es dieser Tage. Der Youngster wird sicherlich auch wieder beim Nachwuchs zum Einsatz kommen. Denn der Fokus soll auch weiterhin auf der Entwicklung der Talente liegen beim 1. FC Köln: Wie ist der Plan mit Talent Fynn Schenten?

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Am Ende waren es drei Ballkontakte, die Fynn Schenten am Sonntagnachmittag vorzuweisen hatte, darunter aber auch ein Torabschluss. Der 18-Jährige war gegen Freiburg in der Schlussphase eingewechselt worden, hatte gegen die Mannschaft von Julian Schuster keinen großen Impact mehr und unterstrich dennoch einmal mehr den Eindruck, einer der Gewinner des Winters zu sein. Denn der Stürmer kam gegen Freiburg bereits zum dritten Mal bei den Profis zum Einsatz, hat sogar Spieler wie Florian Kainz aus dem Kader verdrängt. Das wird sicherlich nicht so bleiben. Lukas Kwasniok hatte unter der Woche erklärt, dass man bei den Youngstern schaue, welche Schritte die richtigen seien. Es geht um die richtige Belastungssteuerung, aber auch um Einsatzzeit, die für die Entwicklung wichtig sei.

Telle nicht mit Spielzeit und Perspektive zufrieden

Ganz sicher geht es bei Spielern wie Schenten aber auch darum, den „Jungdachsen“ eine Perspektive beim FC aufzuzeigen. Ein Kritikpunkt vergangener Talente, die mittlerweile das Weite gesucht haben. Justin Diehl, Marvin von der Hitz, Pierre Nadjombe, Meiko Wäschenbach – die Liste der jungen Spieler ist lang und mehrfach waberten mögliche Gründe wie eine mangelnde Perspektive oder eine fehlende Wertschätzung um den Weggang mit. Zuletzt verließ mit Neo Telle ein Innenverteidiger die Geißböcke, der in der vergangenen Spielzeit sein Profidebüt unter Gerhard Struber gegeben hatte. In dieser Saison noch nicht einmal in der U21 zum Stamm gehörte. „Im letzten halben Jahr kam ich kaum auf regelmäßige Spielzeiten. Gerade in der Schlussphase war ich damit nicht mehr zufrieden, ebenso wenig mit der Perspektive, die mir geboten wurde“, sagte Telle dieser Tage der „Kölnischen Rundschau.“

Die Kritik hielt sich in dem Fall in Grenzen, obwohl in der jüngeren Vergangenheit oft von einer Talenteflucht die Rede war. Sicherlich ein Begriff, der durch den schmerzhaften Abgang von Florian Wirtz noch einmal eine andere Fallhöhe erreicht. Dabei ist eine fehlende Perspektive eben die Perspektive der Abwandernden. Beim Club dürfte die Sprachweise eine andere sein. Die jungen Spieler sollen behutsam aufgebaut werden. Lieber 90 Minuten Spielpraxis beim Nachwuchs, als 85 Minuten Bank bei den Profis. Mitunter könnte die Erwartungshaltung der Shootingstars, vielleicht auch die der Berater eine andere sein. Dass der Sprung eben dann doch nicht so einfach ist, zeigen eben Beispiele wie das von von der Hitz, der auf sein Debüt beim Club noch wartet.

Verhandlungen offen

Fynn Schenten soll unbedingt gehalten werden. Der Vertrag des 18-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus, dann könnte das Talent ablösefrei gehen. Doch die Verhandlungen sollen laufen und nach Informationen von come-on-fc.com stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Youngster in Köln bleibt – zumindest soll alles offen sein. Die drei Einsätze bei den Profis sind bereits ein deutliches Zeichen, dass es eine Perspektive gibt. Die wird auch Lukas Kwasniok nicht müde zu betonen. Doch der Kölner Coach mahnt auch, dass es eben nicht zu schnell gehen darf. Schenten wird seine Chancen bei den Profis bekommen, sich aber auch beim Nachwuchs weiter austoben sollen. Und das klappt offensichtlich ja auch gut: 15 Treffer in 18 Junioren-Spielen sind eine deutliche Sprache. Und offenbar ein deutliches Zeichen wert, welche Perspektive es für den Youngster gibt.

„Wir haben das alles auf dem Schirm. Es geht auch darum, wie die Jungs zu Einsatzzeiten kommen in den nächsten zwei, drei Wochen. Priorität eins ist dabei natürlich, wie sie uns helfen. Aber wenn sie dauerhaft bei den Profis nur vierminütige Einsätze haben, werden sie sich nicht entwickeln“, sagte Lukas Kwasniok vergangene Woche auf Nachfrage von come-on-fc.com. Unterm Strich bleibt es aber ein Balanceakt, den der FC bei der Entwicklung und der Perspektive der Youngster gehen muss.


Trotz guter Leistung: Der 1. FC Köln belohnt sich nicht für ordentliches Auswärtsspiel

Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Freiburg
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Trotz guter Leistung: Der 1. FC Köln belohnt sich nicht für ordentliches Auswärtsspiel

Der 1. FC Köln steht nach einer durchaus ansprechenden Leistung in Freiburg inklusive gehaltenem Elfmeter am Ende doch mit leeren Händen da und verliert 1:2 auswärts.

Trotz früher Führung konnte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok kein zweites Tor nachlegen und sich somit am Ende nicht mit Punkten belohnen. Der 1. FC Köln steht in Freiburg mit leeren Händen da.

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Keine zwei Minuten dauerte der Erfolgskurs der Geißböcke. Der FC war gerade durch ein Eigentor von Max Rosenfelder in Führung gegangen, da hatte Derry Scherhant schon wieder ausgeglichen und damit für großen Unmut bei den FC-Profis gesorgt. „Wir machen zwei einfache Fehler und lassen die Tore zu einfach zu. Vor allem nach dem 1:0, das ist einfach zu schnell. Da sind wir nicht wach“, so Linton Maina nach Spielschluss. In die gleiche Kerbe schlug auch Keeper Marvin Schwäbe im Bezug auf das schnelle Gegentor. „Da lassen wir uns zu tief reinfallen mit dem langen Ball. Das darf uns so nicht passieren. Da müssen wir das Ding einfach ganz klar klären und versuchen, den Ball so weit wie möglich vom Tor wegzubringen. Das war dann natürlich direkt der Killer für die Euphorie, das müssen wir einfach besser machen.“

„Das waren alles so Halbsituationen“

Tatsächlich waren die Kölner zunächst besser im Spiel. Zwar hatte Freiburg den Ballbesitz, die Kölner aber die Chancen. Die Führung war daher auch alles andere als unverdient. Doch die Kölner versäumten es, nachzulegen. Und so veränderte der schnelle Ausgleich die Spieldynamik. Freiburg kam ebenfalls zu Möglichkeiten, das Tempo der Anfangsphase nahm auf der anderen Seite zunehmend ab. Erst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff wurde es wieder richtig gefährlich. Mehr als das. Stürmer Igor Matanović traf im zweiten Versuch, nachdem die Kölner Hintermannschaft weder Flanke noch Kopfball noch Nachschuss verhindern konnte. „Das waren alles so Halbsituationen, wo wir den Ball auch mal in die Füße gespielt bekommen haben und das nicht gut ausspielen“, sagte Thomas Kessler.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Geißböcke gegen die nunmehr seit 13 Heimspielen ungeschlagenen Breisgauer mit mehr Druck gut aus der Kabine, konnten trotz einiger vielversprechenden Gelegenheiten aber letztlich kein weiteres Tor mehr erzielen. „So kurz nach dem Spiel ist das jetzt extrem ärgerlich. Hier war mehr drin – Minimum ein Punkt. Ich bin sogar der Meinung, dass eigentlich noch mehr drin war – so ist das momentan bei uns“, so Maina weiter. Zumindest die Leistung in der Fremde sorgte beim Flügelspieler dennoch für Zufriedenheit, ungeachtet des Endergebnisses. „Wir wollten heute unbedingt, ich glaube, das hat man gesehen. Wir haben aus allen Lagen probiert zu schießen und zu flanken, um Gefahr auszustrahlen.“

„Am Ende geht es immer um Punkte“

Kessler sah eine insgesamt „vermeidbare Niederlage“ der Kölner und haderte mit der Effizienz nach der Pause, wo die Mannschaft „ein zweites Tor verdient gehabt“ hätte und so mit dem zweiten Sieg in Folge ein Statement in Richtung der Verfolger hätte setzen können. Trainer Kwasniok bescheinigte seinen Jungs ebenfalls ein „ausgeglichenes Spiel“ mit „zwei, drei Möglichkeiten auf das 2:2“, wenngleich sich nach dem gehaltenen Elfmeter von Schwäbe auch noch die ein oder andere Freiburger Möglichkeit ergab. Am Ende des Tages sah er ganz nüchtern betrachtet das große Ganze, das da völlig richtig lautet: „Die Leistung war absolut solide, aber am Ende geht es immer um die Punkte und die haben wir heute nicht auf unserer Haben-Seite.“


Transfergerücht: Der 1. FC Köln hat das Nachsehen um mögliche Martel-Alternative

Dan Neil soll beim 1. FC Köln im Gespräch sein
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Transfergerücht: Der 1. FC Köln hat das Nachsehen um mögliche Martel-Alternative

Die Zukunft von Eric Martel ist nach wie vor offen. Doch über mögliche Nachfolger wird bereits spekuliert. Ein Name der genannt wurde, scheint aber keine Option mehr zu sein: Der 1. FC Köln hat im Poker um Dan Neil wohl das Nachsehen.

Der 1. FC Köln hat im Poker um Dan Neil ganz offensichtlich das Nachsehen. Laut englischen Medien könnte es schon bald eine Einigung geben – aber nicht in Köln.

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Spätestens nachdem Eric Martel am Sonntagnachmittag erstmals seit März 2024 wieder auf der Bank saß, dürften die Spekulationen um eine Kölner Zukunft über den kommenden Sommer hinaus hochkochen. Der Sechser, der erst einmal seine Entwicklung beim und die vom FC abwarten wollte, hat sich noch nicht zu seinen Karriereplanungen geäußert. Die Kölner Verantwortlichen halten dem Vernehmen nach die Augen bereits für Alternativen offen und müssen möglicherweise einen Dämpfer in ihren Plänen hinnehmen. Wie berichtet sollen die Geißböcke an einer Verpflichtung von Dan Neil interessiert sein. Tatsächlich ähnelt der 24-Jährige in seiner Spielweise der von Eric Martel – zumindest als klassischer defensive Sechser.

Ipswich hat wohl die Nase vorne

Doch laut englischen Medien müssen die FC-Bosse die Augen noch ein wenig länger offenhalten. Denn es sieht nicht so aus, als würde Neil schon bald für den FC auflaufen. Der Engländer steht seit seiner Kindheit beim AFC Sunderland unter Vertrag. Eigentlich erlebte Neil eine Bilderbuchkarriere bei seinem Heimatclub, war Kapitän, Leistungsträger, Publikumsliebling. Durch die Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Granit Xhaka hat sich die Situation für Neil aber grundlegend verändert. Der ehemalige englische U-Nationalspieler kommt in der Premier League auf ganze drei Einsätze, insgesamt 14 Minuten. Trainer Régis Le Bris erklärte bereits, dass er dem Spieler keine Steine in den Weg legen werde. Am Sonntag wurde Neil nicht mehr für das Spiel gegen West Ham in den Kader berufen – angeblich aufgrund einer leichten Verletzung, doch es wabert noch eine andere Erzählweise umher.

Und die hat etwas mit einem möglichen künftigen Arbeitgeber zu tun. Demnach sollen die Hammers bereits ein Angebot von sechs Millionen Euro für den Mittelfeldspieler vorbereiten. Eine Summe, die die Kölner nicht mitgehen können und eine Summe, die Mitkonkurrenten mindestens unter Druck setzt. Zumindest die auf der Insel, die offenbar die Nase deutlich vorne haben. Zuletzt hatte nach übereinstimmenden englischen Medienberichten Ipswich Town gute Karten. Zuvor galten die Glasgow Rangers als Topfavorit im Transferpoker um Neil. Doch Ipswich Town scheint ernst zu machen. Der UEFA-Pokalsieger von 1981 spielt mittlerweile in der Championship und will unbedingt wieder aufsteigen. Dazu sind die „Tractor Boys“ offenbar auch bereit, tief in die Tasche zu greifen. Und spätestens dann dürfte es für die Kölner ohnehin schwer werden.

Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus, daher hatte man wohl mit einer geringen Ablöse geliebäugelt. Neil gehört in Sunderland zudem zu den Top-Verdienern. Dem Vernehmen nach will Ipswich Town den Deal im Idealfall schon am Dienstag unter Dach und Fach bringen. Der Medizincheck soll schon geplant sein. Der FC wird in den englischen Medien als potenzieller Interessent schon seit Tagen nicht mehr genannt.