Der Auftritt gegen die Bayern macht Hoffnung, aber Hoffnung alleine reicht nicht – ein Kommentar

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Der Auftritt gegen die Bayern macht Hoffnung, aber Hoffnung alleine reicht nicht – ein Kommentar

Mit einer couragierten Leistung haben die Kölner dem FC Bayern am Mittwoch alles abverlangt. Doch am Ende standen eben keine Punkte. Und dann ist ein gutes Spiel rein statistisch eben auch nur brotlose Kunst. Ein Kommentar zum Duell gegen den FC Bayern München.

Die gute Leistung gegen die Bayern weckt Hoffnung. Zu hoch hängen darf man diese auf der anderen Seite allerdings auch nicht. Fest steht: Der FC kann in der Liga leistungsmäßig bestehen, Punkte holen muss er allerdings auch: Ein Kommentar zum Duell gegen den FC Bayern München.

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Lukas Kwasniok musste in der vergangenen Woche viel einstecken. Der Trainer des 1. FC Köln sah sich plötzlich mit der Kritik der aktiven Fanszene konfrontiert – und das ungewohnt plakativ. Zudem kursierten in den Sozialen Medien und Fan-Foren die wildesten Gerüchte über den Coach. Auch Spekulationen über das Innenverhältnis in der Mannschaft machten die Runde. Zumindest den Gegenbeweis hat das Team gegen Heidenheim am vergangenen Samstag und gegen die Bayern am Mittwochabend angetreten. Die Mannschaft wirkt intakt, riss in beiden Begegnungen einen willensstarken und aufopferungsvollen Fight ab. So sehr, dass es lange so aussah, als könnten die Kölner gegen die in dieser Spielzeit noch einmal besonders übermächtigen Bayern ernsthaft punkten.

Gute Leistungen sind ohne Punkte nur brotlose Kunst

Wenn man so will hat das Team die richtige Reaktion, die passende Antwort auf die negativen Schwingungen der vergangenen Tage, vielleicht Wochen gegeben. Der FC hat dem Rekordmeister mehr abverlangt, als es der Großteil der Kölner Fans erwartet hat. Nach acht sieglosen Spielen in Serie weckt der leidenschaftliche Auftritt gegen die Bayern Hoffnung. Man ist geneigt zu sagen „Es geht doch, siehste!“. Man ist geneigt, auf die Wende zu hoffen, an den Turnaround zu glauben. Und doch ist da noch dieses kleine „Aber“. Denn trotz der guten Leistung stand der FC am Ende ohne Punkte da. Davon war wie gesagt auch nicht auszugehen. Was sind aber die leidenschaftlichen und guten Leistungen gegen Leipzig, Leverkusen, Dortmund und die Bayern am Ende der Saison wert, wenn es nicht zum Klassenerhalt reicht?

Am Ende des Tages wecken diese Leistungen Hoffnungen, sie sind aber rein statistisch brotlose Kunst. Lukas Kwasniok wurde im vergangenen Herbst nicht müde zu betonen, dass es sich bei diesen Spielen um ein Zubrot handelt. Die eigentlichen Highlight-Spiele sind die, bei denen es gegen die Gegner auf Augenhöhe geht. Dort müsse man punkten. Mannschaften wie Heidenheim, St. Pauli, Union Berlin oder Bremen. Drei Punkte holte der FC aus jenen Spielen. Die Hinrunde war mit ihren 17 Zählern sicherlich keine schlechte. Sie war aber auch keine besonders gute. Und wenn der FC am kommenden Samstag gegen Mainz verlieren sollte, dann schrumpft der Abstand zu den bedrohlichen Plätzen empfindlich – zumal zahlreiche Teams der unteren Tabellenhälfte noch Nachholspiele vor der Brust haben.

Es ist sicher nicht der Zeitpunkt, alles schwarz zu sehen. Der FC tut gut daran, den Negativtrend nicht zu hoch zu hängen. Es bringt aber auch nichts, sich hinter einer guten Leistung gegen die Bayern zu verstecken. Das Spiel kann sicherlich als Mutmacher dienen, wichtiger wäre aber das gewonnene Selbstvertrauen gegen Mainz in drei Punkte umzuwandeln.

Wirklich neue Optionen beim 1. FC Köln? Die zweite Garde bewirbt sich für mehr

Linton Maina erzielt die Führung gegen die Bayern
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Wirklich neue Optionen beim 1. FC Köln? Die zweite Garde bewirbt sich für mehr

Im Duell gegen den FC Bayern München überzeugten mit Linton Maina und Cenk Özkacar zwei Spieler, die zuletzt nicht wirklich viel Einsatzzeit sammelten. Doch die Leistungen waren gut für den 1. FC Köln: Linton Maina und Cenk Özkacar bewerben sich für mehr.

Lange hatten sie nicht mehr begonnen, nun standen wie wieder in der Startelf beim 1. FC Köln: Linton Maina und Cenk Özkacar bewerben sich mit ihrer Leistung gegen Bayern München für mehr.

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Irgendwo muss es so etwas wie der pure Wille gewesen sein: Linton Maina eroberte im Duell gegen den FC Bayern in der eigenen Hälfte den Ball gegen Nationalspieler Serge Gnabry, zündete den Turbo, sprintete 60 Meter über den Rasen des Kölner Stadions und hatte dann auch noch die Kraft, die Kugel Manuel Neuer um die Fäuste zu ballern. Nicht nur das, mit einem weiteren Sprint ging es Richtung Fans. Auch, wenn keine Geste darauf schließen ließ, wird durch den Flügelspieler sicher ein Gefühl von „Siehste!“ geflossen sein. Die Hinrunde war für den Topscorer der Vorsaison alles andere als erfreulich. Maina hatte im Frühling als einer der Leistungsträger der Geißböcke seinen Vertrag verlängert. Aber sicher nicht in der Erwartung nur noch zweite Wahl zu sein.

„Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu dürfen“

Auf zehn Einsätze kam der schnelle Offensivspieler in dieser Saison in der Liga, gerade einmal 300 Minuten. Am Mittwochabend stand Maina das erste Mal seit dem HSV-Spiel, dem letzten Sieg der Kölner, wieder in der Anfangsformation und sprühte vor Spielwitz. Schon nach zwei Minuten hätte sein Schnittstellenpass auf Said El Mala einen Scorerpunkt verdient gehabt. Maina spulte bis zu seiner Auswechslung nach einer guten Stunde die meisten Kilometer aller Spieler ab, zog fast 20 Sprints an. „Ich habe mich gefreut, wieder spielen zu dürfen und mich mit einem Tor zu belohnen. Natürlich wäre der Abend mit einem Sieg noch schöner gewesen“, sagte der Torschütze. Tatsächlich wurde bereits über einen Abgang spekuliert, doch der gebürtige Berliner will sich dem Vernehmen nach beim FC durchsetzen.

Das gilt wohl auch für Cenk Özkacar. Zumindest hatte der Innenverteidiger das im Herbst vergangenen Jahres mehrfach betont. Auch für den Abwehrspieler läuft die Saison bislang alles andere als glücklich. Gegen Heidenheim saß der Türke trotz der massiven Innenverteidiger-Not 90 Minuten auf der Bank. Nun kehrte Cenk gegen die Bayern in die Startelf zurück und löste seine Aufgabe weitestgehend gut. Der ein oder andere Wackler war sicher im Spiel, doch so wirklich viel passierte über seine Seite nicht, obwohl er mit Spielern wie Michael Olise schon die geballte Qualität vor der Brust hatte. „Es ist schon sensationell, wie die Jungs sechs Ausfälle in der Innenverteidigung verkraften“, sagte Lukas Kwasniok.

Nächster Anlauf am Samstag?

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Begegnung gegen die Bayern mit den Umschaltmomenten auf Maina zugeschnitten war. Schon im DFB-Pokalspiel vor einem Jahr gegen Bayer Leverkusen bewies der Flügelspieler mit ähnlichen Aktionen, wie wichtig er im Umschaltspiel sein kann. So auch gegen die Bayern. Im Duell gegen Mainz am Samstag könnte die Rolle also wieder eine andere sein. Und das gilt wohl auch für Cenk Özkacar. Vor der Begegnung gegen den Rekordmeister hatte Kwasniok angedeutet, dass die Körperlichkeit des Abwehrspielers von immenser Bedeutung sein würde. Nun kehren aber mit Rav van den Berg und Eric Martel zwei Spieler wieder zurück, die zuletzt in der Innenverteidigung die Nase vorne gehabt haben.

So deutet aktuell viel daraufhin, dass es erst einmal weiterhin fließende Rollen bei den beiden Spielern bleiben werden.

Pyro-Unterbrechung: Dem 1. FC Köln drohen erneut saftige Strafen

Pyrotechnik im Spiel des 1. FC Köln gegen Bayern München
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Pyro-Unterbrechung: Dem 1. FC Köln drohen erneut saftige Strafen

Zu Beginn des Spiels der Geißböcke gegen den FC Bayern München sorgte eine Pyro-Choreo für eine Spielunterbrechung. Die Choreo war zwar beeindruckend, wird aber ein Nachspiel haben. Die Pyro-Show wird den 1. FC Köln sechsstellig kosten.

Nach wie vor sorgt Pyrotechnik unter den Fans für Diskussionen. Am Mittwoch setzten die Ultras ein emotionales Zeichen. Doch das wird mal wieder ein Nachspiel für den Verein haben. Die Pyro-Show wird den 1. FC Köln aufgrund der langen Spielunterbrechung vermutlich sechsstellig kosten.

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Für Sky-Experte Lothar Matthäus gab es eine ganz einfache Antwort: Windmaschinen hätte der Weltmeister von 1990 gerne gegen den Nebel im Kölner Stadion eingesetzt. Auch dem ein oder anderen FC-Fan dauerten die Rauchschwaden im Duell der Geißböcke gegen den FC Bayern München wohl ein wenig zu lange. Denn bis Schiedsrichter Patrick Ittrich die Partie unterbrach, schien der Rekordmeister noch nicht so richtig wach und der FC war am Drücker. Doch der Nebel ließ nun einmal ein Spiel unter regulären Bedingungen nicht zu, zumal durch den Rauch vor der Kamera wohl auch der VAR seine Probleme bei der Kontrolle der Szenen gehabt hätte. Fast zehn Minuten dauerte die Unterbrechung in Köln. Vorausgegangen war eine beeindruckende Pyro-Choreo, die bekanntlich aber heiß diskutiert ist.

Strafe im sechsstelligen Bereich droht

Und die Kritiker werden schon bald Wasser auf die Mühlen bekommen. Denn dem FC droht einmal mehr eine saftige Strafe. Für das Abbrennen eines Pyro-Artikels kassiert der DFB bekanntlich 1000 Euro. Tatsächlich werden die einzelnen Feuer gezählt. Es wurden Pyros im höheren zweistelligen Bereich abgebrannt. Kommt es aber zu einer Spielunterbrechung steigt die Strafe. Dauert diese beispielsweise länger als eine Minute kommen noch einmal 50 Prozent dazu, dauert diese länger als fünf Minuten sind es 100 Prozent. Der FC wird nach der Unterbrechung von zehn Minuten also das doppelte – einen Betrag im sechsstelligen Bereich berappen müssen.

Nebel im Kölner Stadion

In der vergangenen Spielzeit mussten die 56 Clubs aus den drei höchsten deutschen Spielklassen rund 12 Millionen Euro Strafe bezahlen, fast eine Millionen fiel dabei auf die Geißböcke – der Primus des Tableaus. Alleine für die Begegnung gegen Hertha BSC Berlin waren 300.000 Euro fällig. Und nun folgt also die nächste Strafe, die sich gewaschen hat. Damit dürften sich die Kölner auch in dieser Saison wieder an die Spitze der Strafentabelle setzen.

Ein guter Auftritt des 1. FC Köln reicht gegen pure Qualität nicht

Serge Gnabry trifft sensationell gegen den FC
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Ein guter Auftritt des 1. FC Köln reicht gegen pure Qualität nicht

Der FC zeigte gegen die Bayern über lange Phasen eine richtig gut Partie und kassierte dennoch eine verdiente 1:3-Pleite. Dennoch war man unterm Strich mit der Leistung zufrieden. Der 1. FC Köln kann gegen Bayern München lange mithalten.

In der vergangenen Woche noch im Krisenmodus, nun eine sehr positive Erkenntnis: Der 1. FC Köln kann gegen Bayern München am Mittwochabend lange mithalten. Zu Punkten reichte es dennoch nicht.

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Die Enttäuschung war den Kölner Profis in den Gesichtern anzusehen, als sie am späten Mittwochabend Richtung Südkurve schritten. Für den 1. FC Köln endete die Bundesliga-Hinrunde mit dem 1:3 gegen den FC Bayern München zwar mit einer Niederlage, dennoch gab es auch einiges Positives aus dem Spiel mitzunehmen. Trotz des mittlerweile achten sieglosen Bundesligaspiels in Serie war der Rekordmeister für die Kölner an diesem Abend kein unschlagbares Team. Vor allem in Halbzeit eins zeigten die Geißböcke, dass man mit einer kompakten Defensive und einer guten Staffelung auch gegen den Tabellenführer mithalten kann. „Ich glaube, dass wir das Spiel sehr lange offen gehalten haben, dass wir unsere Chancen hatten, dass wir Umschalter gut ausgespielt haben“, bescheinigte auch FC-Keeper Marvin Schwäbe seinen Vorderleuten nach Abpfiff eine gute Leistung.

Individuelle Qualität macht den Unterschied

Die Geißböcke agierten defensiv von Beginn an kompakt mit einer Fünferkette, standen vor allem in den ersten 30 Minuten sehr gut gestaffelt und organisiert. Die Münchner fanden so nur selten einen Weg in die Tiefe und konnten nie wirklich ihr gewohntes Offensivspiel aufziehen. Auch dem Star-Trio um Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz gelang gegen die über weite Strecken mehr als stabile Defensive der Gastgeber kein Tor. Am Ende war vor allem die Qualität des FCB der Faktor, der den Ausschlag gab. Möglicherweise wäre gegen die Münchner sogar offensiv auch noch mehr drin gewesen, als nur der Treffer zur 1:0-Führung. „Wir hatten die ein oder andere Situation, die hätten wir klarer sein können, um einfach ein bisschen zwingender vor dem Tor zu sein“, sagte Schwäbe. So bei Said El Malas frühem Versuch oder Jakub Kaminskis Alleingang.

Insgesamt habe man gegen den Bundesliga-Rekordmeister dennoch „sehr, sehr gut verteidigt“. Der Rekordmeister, der mit dem Sieg die beste Bundesliga-Hinrunde aller Zeiten hingelegt hat. „Wir haben alles getan. Wir kämpfen, wir laufen. Am Ende ist es einfach die Qualität der Bayern – mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz“, erklärte Jakub Kaminski anerkennend. Vergaß dabei aber Serge Gnabry, der mit einem Zaubermoment die Führung von Linton Maina ausglich. Trotz der Niederlage attestierte FC-Trainer Lukas Kwasniok seiner Mannschaft eine „große Laufbereitschaft. Aber die Bayern haben das Spiel mit ihrer individuellen Qualität entschieden.“ Dennoch dürfte der Trainer mit den Leistungen seiner Akteure zufrieden gewesen sein. Zumal mit Linton Maina und Cenk Özkacar Spieler auffielen, die zuletzt eher außen vor waren.

Insgesamt ein guter Auftritt

Rückblickend war sein Team auch gegen die anderen Schwergewichte „der Liga häufig nah dran. Das bestärkt die Überzeugung in uns selbst.“ In der Tat sahen die Kölner gegen viele Mannschaften aus den Top 6 der Tabelle gut aus. Gegen den aktuellen Tabellenzweiten Borussia Dortmund verlor man beispielsweise nur unglücklich mit 0:1, auch gegen den derzeitigen Tabellenvierten aus Stuttgart war die knappe 1:2-Niederlage nicht unbedingt verdient. Mit dem Auftritt gegen die aktuell neben dem FC Arsenal wohl formstärkste Mannschaft Europas können Trainer, Fans und Verantwortliche des 1. FC Köln in jedem Fall mehr als zufrieden sein. Zumindest ist der FC Bayern sicher nicht der Gegner, bei dem drei Punkte fest eingeplant sind. Dennoch müssen in den kommenden Spielen nun auch wieder Siege eingefahren werden. Denn trotz der guten Leistung gab es beim 1:3 am Ende eben keine Zähler.

Jakub Kaminski bleibt Kwasnioks Allzweckwaffe: „Er kann überall spielen und ist überall gut“

Jakub Kaminski im Zweikampf mit Min-jae Kim
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Jakub Kaminski bleibt Kwasnioks Allzweckwaffe: „Er kann überall spielen und ist überall gut“

Trotz der bitteren 1:3-Niederlage gegen die Bayern gab es auch einige Gewinner beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski überzeugt beispielsweise auch auf der Doppelsechs. Der Pole ist für den Kölner Trainer unverzichtbar.

Er spielte in dieser Saison bereits Linksaußen, auf der Schiene, hinter den Spitzen und nun eben auch auf der Doppelsechs. Der Pole entwickelt sich immer mehr zur Allzweckwaffe beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski überzeugt auch auf der Doppelsechs.

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Jakub Kaminski stand nach dem aufopferungsvollen Kampf am Mittwochabend auf dem Rasen des Kölner Stadions und blickte leer auf den Boden. Möglicherweise ließ der Pole noch einmal eine besondere Situation der Begegnung gegen die Bayern Revue passieren. Denn Kaminski hatte die große Chance, dem Spiel eine andere Wendung zu geben. Tom Krauß hatte einmal mehr Ragnar Ache anspielen wollen, der Stürmer ließ die Kugel aber geistesgegenwärtig durch und schickte damit Kaminski auf die Reise. Der 23-Jährige rannte alleine im höchsten Tempo auf Manuel Neuer zu, die erneute Führung im Fokus. Nur war Min-jae Kim dann doch ein wenig schneller und vor allem im entscheidenden Moment zur Stelle, um Kaminski den Ball noch abzulaufen. „Ich habe meine rechte Wade da ein bisschen gespürt“, sagte der Pole und ergänzte: „Der letzte Schritt war dann nicht so gut von mir.“ 

„Er ist unfassbar spielintelligent“

Drei Minuten später hätte Kaminski fast aus anderer Position getroffen. Doch seinen harten Schuss parierte Neuer gerade noch. Dass der Pole überhaupt immer wieder in Offensivaktionen kam, überraschte nicht nur aufgrund der vorab erwarteten Bayern-Übermacht. Der 23-Jährige begann auf ungewohnter Position im zentralen Mittelfeld neben Tom Krauß. „Wenn Said spielen soll, dann muss der Kuba irgendwo hin“, sagte Lukas Kwasniok später. „Ich will ihn nicht größer machen als er ist. Aber er ist unfassbar spielintelligent. Für uns war es wichtig, dass er aus dieser Position immer auf sechs auffüllen kann und gleichzeitig Olise wenn er nach innen geht doppeln kann.“

„Es ist ein Modell für die Zukunft“

So übernahm der Offensivspieler in der Defensive wichtige Aufgaben unterstützte Kristoffer Lund und Cenk Özkacar auf der linken Seite und erhöhte auch die Anzahl der Spieler in der letzten Kette. „Es war eine gute Idee vom Trainer, weil die Bayern über die Flügel spielen und ich sollte in der Verteidigung Lundi und Cenk helfen“, sagte Kaminski. Zudem sorgte der Spieler mit Umschaltmomenten auf der anderen Seite für Gefahr. „Er kann das Spiel von da antreiben“, so Kwasniok weiter. „Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass er 0,4 km/h schneller gewesen wäre. Dann wäre er Kim vielleicht davongelaufen und hätte ein Eins-gegen-Eins gegen Manuel Neuer gehabt.“ Und dann untermauerte der Trainer einmal mehr, dass der Spieler für ihn einer der besten des Kaders ist. „Er kann überall spielen und ist überall gut. Es ist durchaus ein Modell für die Zukunft.“

Kaminski zog von dieser Position überragende 27 Sprints an, spulte zwölf Kilometer ab und leitete mit Balleroberungen neben dem starken Tom Krauß auch einige weitere Angriffe ein. „Ich bin bei meinen Positionen flexibel einsetzbar. Ich mache alles für den Verein“, lautete der einfache Kommentar des Spielers, der aber trotz seiner guten Leistung natürlich enttäuscht war. „Am Ende tut es natürlich weh. Es ist das achte Spiel ohne Sieg, dann ist die Stimmung natürlich nicht so gut“, sagte Kaminski. „Wir sind alle stolz, für den FC zu spielen, deswegen werden wir alle kämpfen, um in der Liga zu bleiben.“ Es besteht kein Zweifel daran, dass Kaminski alles dafür tun wird.


Überraschender FC-Man of the Match – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayern München

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Überraschender FC-Man of the Match – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayern München

Der FC lieferte gegen die Bayern lange einen beeindruckenden Kampf. Erst als die Kräfte schwanden entschied der Rekordmeister die Partie. Dementsprechend fallen die Noten nicht schlecht aus. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayern München.

Der FC ging in Führung, der FC hielt lange das 1:1, am Ende reichte es nicht zu einem Punkt, obwohl der wohl drin gewesen wäre. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayern München.

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Kleine Fehler in der Defensive werden bestraft

Marvin Schwäbe Einzelkritik 3

Marvin Schwäbe

Musste seine Füße nach dem Rückspiel von Simpson-Pusey kurz einstellen, als ihm der Ball durch die Beine rutschte. Parierte anschließend aber unbeeindruckt gegen Ito und Olise sowie Gnabry. Lange hielt er seine Mannschaft im Spiel, bis Gnabry über ihn lupfte. Bei den Gegentoren machtlos.


Cenk Özkacar Einzellkritik 3+

Cenk Özkacar

Erhielt wie angekündigt seine Chance. Bekam es dann prompt mit Bayerns Eins-gegen-Eins-Spezialisten Michael Olise zu tun. Gerade in der ersten Halbzeit wirkte er defensiv sehr präsent, gewann viele Kopfballduelle und hatte ein gutes Stellungsspiel. Baute nach dem Wechsel ein wenig ab.


Einzelkritik Jahmai Simpson-Pusey 3+

Jahmai Simpson-Pusey

Wurde zum zweiten Mal ins kalte Wasser geschmissen. Das Fazit: Er kann schwimmen. Wirkte in der letzten Kette abgeklärt, mit ruhigem Aufbauspiel und stand oft richtig. Beim Gegentor gegen Gnabry spekulierte er falsch, bekam einen Knoten in die Beine gespielt und wurde eiskalt stehen gelassen. Auch wenn er beim ersten Gegentor nicht gut aussah, ist die Präsenz des gelernten Innenverteidigers auf dem Platz ein Lichtblick für die Kölner Defensivsituation.


Sebastian Sebulonsen Einzelkritik Note 3+

Sebastian Sebulonsen

Die Aufgabe die langen Bälle vor Harry Kane abzufangen, erfüllte er. Hin und wieder tauchte der Innenverteidiger auch mal vorne auf und zeigte durchaus seinen Offensivdrang. Seine Waffe, die langen Einwürfe in den Strafraum, konnte heute aber keinen Abnehmer finden.


Kristoffer Lund - Einzelkritik 3-

Kristoffer Lund

Blühte auf der linken Seite auf. Viele Offensivaktionen. Hatte Glück, dass Karl sich in der Box nicht fallen ließ. Besonders gut klappte das Zusammenspiel mit Said El Mala und Jakub Kaminski. Unglücklich blieben seine Torabschlüsse. Zumal einer den Ausgleich einleitete. Konnte sich durch schwachen Abschlussaktionen nicht für seine engagierte Leistung belohnen und somit auch nicht effektiv viel zum Ergebnis beitragen.


Tom Krauß Einzelkritik 2

Tom Krauß

Glänzte durch eine enorme Laufbereitschaft, Aggressivität und Zweikampfstärke. Wirkte wie ausgewechselt. Ohne ihn und seine zähen, gewonnenen Zweikämpfe im defensiven Mittelfeld hätte den Kölnern ein wichtiger Baustein gefehlt. Hatte Goretzka im Griff, lies die zentralen Spieler der Bayern kaum aufdrehen und leitete durch Balleroberungen gute Aktionen ein.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Maina und Kaminski überzeugen – El Mala nicht

Einzelkritik Kaminski 2-

Jakub Kaminski

Wurde auf ungewohnter Position eingesetzt. Fing viele Bälle ab, wirkte hellwach in Umschaltmomenten und war bei zweiten Bällen vor Ort. Seiner starken Laufbereitschaft geschuldet wirkte er zunehmend müder. Im Alleinlauf auf das Münchener Tor wurde er von Kim eingeholt und ihm der Ball viel zu einfach abgenommen. Besser macht Kaminski es per Direktabnahme.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Lange mit Defensivaufgaben gegen Diaz betraut. Die rechte Seite war offensiv daher anfangs praktisch nicht existent. Gewann nach Wiederanpfiff beinahe jedes direkte Duell.


Said El Mala Einzelkritik 4

Said El Mala

Einer, der stark angefangen, aber eben auch stark nachgelassen hat. Blieb unter seinen Möglichkeiten. Trotzdem gehörte ihm gleich kurz nach Anstoß die erste Großchance. Arbeitete beim 1:1 nicht gut mit nach hinten. In Halbzeit zwei blieb er bis zu seiner Auswechslung praktisch unsichtbar.


Linton Maina

Stand erstmals seit dem HSV-Spiel wieder von Beginn an auf dem Platz und fügte sich mit starken Schnittstellenpass auf El Mala ein. Eroberte vor dem 1:0 ganz stark den Ball und zwang die Kugel ins Netz. Hatte auch weiter viel Freude am Spiel. Ging nach einer guten Stunde für Schenten vom Platz, war bis dahin der Spieler, mit den meisten Kilometern auf der Uhr.


Ragnar Ache vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Ragnar Ache

Der FC hat ein neues Kopfballungeheuer. Gewann im Grunde jedes Duell. Intuitiv machte er gegen die Bayern viel richtig. Mal ließ er den Ball durch die Beine laufen für Kaminski, mal verlängerte er mit dem Kopf und noch öfter konnte er den Ball fest machen. Ohne Tor, aber die Sturmspitze, die der FC gegen den Rekordmeister brauchte.



Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


„Die Mannschaft folgt, die Mannschaft ist voller Energie“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Bayern München

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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„Die Mannschaft folgt, die Mannschaft ist voller Energie“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Bayern München

Nach einem aufopferungsvollen Fight kann sich der FC nicht belohnen. Verstecken muss sich die Mannschaft von Lukas Kwasniok nach der 1:3-Niederlage gegen den FCB aber nicht: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.

Mit vier Veränderungen der Startelf war Lukas Kwasniok im Gegensatz zum Duell in Heidenheim gestartet. Gegen die Bayern lagen die Kölner sogar zunächst in Führung und hielten lange mit: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.

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Marvin Schwäbe im Duell gegen den 1. FC Heidenheim
Marvin Schwäbe (Foto: Sebastian Widmann / Getty Images)

Marvin Schwäbe:

„Ich glaube, dass wir das Spiel sehr lange offen gehalten haben, dass wir unsere Chancen hatten, dass wir Umschalter gut ausgespielt haben. Wir hatten die ein oder andere Situation, die hätten wir klarer sein können, um einfach ein bisschen zwingender vor dem Tor zu sein. Am Ende ist natürlich ärgerlich, dass wir mit einem 1:1 in die Halbzeitgehen. Dann hätten wir es vielleicht noch ein bisschen länger ziehen können, das zweite Gegentor zu bekommen. Insgesamt haben wir sehr, sehr gut verteidigt, wir haben ein gutes Spiel gezeigt und dann muss man einfach sagen: Die Bayern haben ihre Qualitäten.“

“Wir haben heute gefightet von der ersten bis zu letzten Minute. Das ist gerade in der Phase, in der wir sind, das, worauf es ankommt. Auch jetzt am Wochenende gegen Mainz müssen wir dann einfach wieder alles in die Waagschale werfen und zu Hause versuchen, die drei Punke hier zu lassen.“

Zum Tor von Serge Gnabry: „Ich hab es noch nicht gesehen. Für mich war das eher so, dass ich das Gefühl hatte, das war unabsichtlich. Natürlich passt er dann perfekt. Er tritt irgendwie auf den Ball, der geht drüber und direkt unter die Latte. In den letzten Wochen fressen wir solche Tore.“

Zur Defensivleistung: „Wir können uns auf jeden verlassen. Egal in welcher Situation wir stecken und egal, wer uns im Moment wegfällt, wir bekommen es adäquat hin, dass wir hinten eine Kette haben, die sich reinhaut, die versucht, alles weg zu verteidigen. Auch heute. Wie gesagt, die Bayern haben ihre Qualität.“

Zu Jahmai Simpson-Pusey: „Ich hatte am Wochenende schon gesagt, dass wir uns auf den Jungen freuen können, dass es ein guter Junge ist. Fußballerisch und körperlich bringt er einiges mit und macht sich sehr gut. Er wurde ins kalte Wasser geschmissen. Auch heute konnte man sehen, dass auf ihn Verlass ist und dass er für sein Lebensalter schon sehr weit ist.“

„Wir haben alles getan. Wir kämpfen, wir laufen.“

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli
Jakub Kaminski

Jakub Kaminski:

„Wir haben alles getan. Wir kämpfen, wir laufen. Am Ende ist es einfach die Qualität der Bayern – mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz.“

Zur vergebenen Chance: „Ich habe meine rechte Wade da ein bisschen gespürt. Der letzte Schritt war dann nicht so gut von mir. Es war einfach ein intensives Spiel, für mich dann auch noch eine neue Position. Es tut natürlich weh. Aber am Samstag steht schon das nächste Spiel an und wir müssen schnell regenerieren.“

„Das war jetzt das letzte Spiel der Hinrunde. Wir müssen kämpfen, denn die Teams stehen alle sehr eng beieinander. Es war jetzt das achte Spiel ohne Sieg und da ist die Stimmung natürlich nicht so gut. Wir müssen jetzt kämpfen, kämpfen, kämpfen.“

„Ich bin bei meinen Positionen flexibel einsetzbar. Ich mache alles für den Verein. Es war eine gute Idee vom Trainer, weil die Bayern über die Flügel spielen und ich sollte in der Verteidigung Lundi und Cenk helfen.“

„Wir Jungs müssen kämpfen, Punkte sammeln. Am Ende müssen wir die Unterstützung der Fans haben. Die Stimmung ist in Köln immer überragend.“

Jahmai Simpson-Pusey feierte sein Debüt für die Geißböcke
Jahmai Simpson-Pusey

Jahmai Simpson-Pusey:

Zum Duell gegen Harry Kane: „Es hat sich großartig angefühlt. Er ist ein Top-Spieler und es ist für mich eine tolle Erfahrung gegen den Kapitän der englischen Nationalmannschaft zu spielen. Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann.“

„Ich habe fast sieben Monate darauf gewartet, wieder zu spielen. Jetzt bekommen ich meine Chance und bin dafür wirklich dankbar.“

„Die Fans sind verrückt und ich mag es verrückt. Sie geben dir wirklich noch einmal einen Boost. Beim ersten Auswärtsspiel in Heidenheim hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde. Aber ich habe da schon einen ersten Eindruck von den FC-Fans bekommen.“

„Ich versuche immer, Ruhe auszustrahlen. Gerade im Zentrum der Innenverteidigung darfst du nicht panisch wirken. Wenn ich Ruhe ausstrahle, sind auch die Jungs vor mir ruhig.“

„Die Mannschaft hat lange keinen Sieg mehr eingefahren und sehnt sich danach. Das ist das Ziel und wir arbeiten hart daran. Wir wollen keine Unentschieden, wir wollen gewinnen.“

„Wir wussten natürlich, was auf uns zu kommt. Der Spitzenreiter, ein Top-Trainer, taktisch hervorragend. In Heidenheim wurden wir dagegen eher physisch gefordert. Es war eine ganz andere Aufgabe.„

„Ich fühle mich großartig. Mein Körper muss sich jetzt erst mal wieder daran gewöhnen, zu spielen.“

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)

Lukas Kwasniok:

„Wir hatten eine große Laufbereitschaft. Das Problem ist, die Bayern sind auch sehr fleißig. Wir konnten sie im Pokal bereits streckenweise stressen, daran konnten wir heute anschließen. In der ersten Hälfte sind wir drei Kilometer mehr gelaufen.“

„Wir haben viele Löcher gestopft, Tom Krauß sticht da heraus. Aber die Bayern mit ihrer individuellen Qualität haben das Spiel entschieden. Das 1:1 machen nicht viele. Und was Harry Kane macht, das ist fast schon außerirdisch. Er ist ein unglaublicher Fußballer, für mich einer der besten Allrounder.“

Kwasniok über Jakub Kaminski: „Kuba kann überall spielen und ist überall gut. Es ist durchaus auch ein Modell für die Zukunft, ihn im zentralen Mittelfeld spielen zu lassen.“

„Es ist schon sensationell, wie die Jungs sechs Ausfälle in der Innenverteidigung verkraften und wir den Bayern trotzdem so Paroli bieten konnten. Das geht nur, wenn alle Jungs das Herz am richtigen Fleck haben. Das geht nur, weil alle fokussiert arbeiten und weiter voran kommen wollen. Trotz der Unruhen von außen heute so eine Leistung zu zeigen und die ganzen Ausfälle in der Defensive zu verkraften, das ist nicht so einfach. Ich bin mir sicher, dass sich die Jungs für diese Aufopferungsbereitschaft bald wieder belohnen werden.“

„Die Mannschaft folgt, die Mannschaft ist voller Energie. Heute ärgern wir uns, morgen können wir schon wieder etwas lächeln. Am Freitag wird dann wieder gelacht. Und am Samstag dann hoffentlich gewonnen.“

“In Summe glaube ich, dass wir gegen die besten Gegner der Liga häufig nah dran waren. Das bestärkt die Überzeugung in uns selbst.“

Aufopferungsvoller Fight wird nicht belohnt: Der FC unterliegt den Bayern 1:3

1. FC Köln gegen FC Bayern München
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Aufopferungsvoller Fight wird nicht belohnt: Der FC unterliegt den Bayern 1:3

Der FC hat dem Rekordmeister zwar alles abverlangt, sich für eine gute Leistung am Ende aber nicht belohnt. Der 1. FC Köln unterliegt Bayern München 1:3. Dabei spielten die Geißböcke gerade in Halbzeit eins stark auf.

So wirklich große Chancen hatte man den Geißböcken nach sieben sieglosen Spielen in Serie gegen den Rekordmeister nicht ausgerechnet. Doch die gab es. Der FC lieferte einen aufopferungsvollen Kampf, belohnte sich aber nicht. Der 1. FC Köln unterliegt Bayern München 1:3. Die Führung von Linton Maina glich Serge Gnabry. Nach dem Wechsel trafen Minjae Kim und Lennart Karl.

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Für das Duell gegen den Rekordmeister hatte sich Lukas Kwasniok erneut eine taktische und personelle Umstrukturierung überlegt. Unter anderem lief wie erwartet Cenk Özkacar für den gesperrten Eric Martel auf und Kristoffer Lund startete für Alessioa Castro-Montes. Auch in der Offensive gab es Umstellungen. Dabei überraschte gar nicht so sehr die Startelf-Berufung von Said El Mala, vielmehr, dass Linton Maina von Beginn an auflief. Und das hätte sich beinahe direkt ausgezahlt. Nach einem Fehlpass der Münchner im Mittelfeld schalteten die Kölner blitzschnell um. Tom Krauß eroberte den Ball, spielte weiter zu Maina, der aus dem Zentrum heraus auf die linke Seite zu El Mala weiterleitete. Der Kölner Angreifer scheiterte allerdings aus kurzer Distanz am gut reagierenden Gäste-Keeper Manuel Neuer. Kurz danach war dann erstmal Schluss mit Fußball: Dichter Nebel zog sich durch das Stadion und sorgte für eine fast 10-minütige Unterbrechung.

Maina bringt Köln in Führung

Erst nach gut 20 Minuten meldeten sich auch die Bayern mit zwei Torchancen an. Erst scheiterte Verteidiger Hiroki Ito nach feinem Steckpass des Kolumbianers Luis Diaz links im Strafraum per Flachschuss an FC-Schlussmann Marvin Schwäbe, wenig später versuchte es der Franzose Michael Olise aus zentraler Position ebenfalls vergebens. In der Folge übernahmen die Gäste aus München mehr und mehr die Kontrolle und kamen durch Serge Gnabry per Distanzschuss zur nächsten Möglichkeit, die Schwäbe aber zur Ecke abwehrten konnte (34.). Kurz danach zeigten sich auch die Kölner erneut gefährlich, Ragnar Aches Versuch von der rechten Strafraumseite ging nur knapp am Münchner Kasten vorbei (38.).

Ermutigt durch die sich bietenden Gelegenheiten ging der FC schließlich in Führung. Maina eroberte in der eigenen Hälfte das Spielgerät von Gnabry. Nach einem Sprint fast über den gesamten Platz setzte der Flügelspieler aus rund 16 Metern zum strammen Schuss an. FCB-Keeper Neuer war zwar dran, konnte das Gegentor letztlich aber nicht mehr verhindern – ein womöglich haltbarer Ball. Mit der Führung ging es in die lange Nachspielzeit und die Bayern trafen mitten in die Kölner Euphorie hinein zum sehenswerten Ausgleich. Nach einem harmlosen Schussversuch des Kölners Lund starteten die Bayern zum schnellen Gegenangriff. Über Leon Goretzka landete der Ball rechts am Kölner Strafraum bei Michael Olise, der zu Gnabry gab. Der Nationalspieler setzte sich gegen Jahmai Simpson-Pusey durch und überwand Schwäbe aus spitzem Winkel per Aufsetzerschuss (45+5.).

Bayern dreht die Partie

Halbzeit zwei startete mit einem Schreckmoment für die Gäste. Nach einer Klärungsaktion fasste sich der Japaner Hiroki Ito ans Knie, konnte nach kurzer Behandlungspause aber weiterspielen (49.). Die nächsten Minuten waren geprägt von viel Münchner Ballbesitz, große Chancen und Räume ergaben sich für den Rekordmeister der Bundesliga dabei gegen gut gestaffelte und organisierte Gastgeber allerdings nicht.

In der 58. Spielminute kamen dann die Kölner durch den Polen Jakub Kaminski aus rund 15 Metern zu ihrem ersten Abschluss nach dem Seitenwechsel, Neuer war jedoch zur Stelle – und konnte knapp eine Viertelstunde später dann selbst wieder jubeln. Nach einer kurz ausgeführten Ecke und Flanke von der linken Seite von Diaz lang an den zweiten Pfosten legte Ito per Kopf überlegt in den Rückraum zurück auf seinen Abwehrkollegen Kim, der aus kurzer Distanz zur verdienten 2:1-Führung einnickte (71.).

Durch den Rückstand zu mehr Offensive gezwungen, versuchte Kwasniok in der Schlussphase unter anderem mit den Einwechslungen von Marius Bülter, Isak Bergmann Johannesson und Luca Waldschmidt noch einmal Druck zu erzeugen. Doch wirklich relevant wurden die Wechsel nicht mehr, denn die Bayern sorgten mit dem 3:1 für die Entscheidung. Nach einem langen Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte setzte Luis Diaz zum Solo-Tanz an, dribbelte sich von links quer durch den Kölner Strafraum nach rechts. Anstatt selbst abzuschließen, spielte er dann im richtigen Moment auf den eingewechselten Youngster Lennart Karl, der Schwäbe mit einem überlegten Schuss ins lange Eck keine Chance ließ (84.). In der Schlussphase passierte nicht mehr viel.

Der FC bleibt also auch im achten Spiel in Folge ohne Sieg und schließt die Hinrunde mit einer Pleite ab. Bereits am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz weiter.

1.FC Köln: Schwäbe – Cenk, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Lund (79. Waldschmidt), Kaminski, Krauß, Thielmann (86. Niang) – El Mala (79. Johannesson), Ache (79. Bülter), Maina (67. Schenten); Tore: 1:0 Maina (41.), 1:1 Gnabry (45.+5), 1:2 Kim (71.), 1:3 Karl (85.)


Drohnen-Show über dem Stadion des 1. FC Köln

REWE Drohnen-Show 1. FC Köln
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Drohnen-Show über dem Stadion des 1. FC Köln

Am Mittwochabend hat der FC den Rekordmeister FC Bayern München zu Gast. Im Vorfeld der Begegnung gab es für die Stadionbesucher eine ganz besondere Show im nächtlichen Himmel über Köln: Drohnen-Show beim Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.

Am 17. Spieltag trifft der FC im Flutlichtspiel auf den Rekordmeister aus Bayern. Im Vorfeld gab es eine Drohnen-Show beim Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.

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Das neue Jahr hat für den FC wahrlich nicht besonders glänzend begonnen. Im vergangenen Duell gegen den 1. FC Heidenheim konnten die Geißböcke nur einen Punkt einfahren. Im Anschluss an die Begegnung zeigte die Fankurve sogar ein Anti-Kwasniok-Plakat. Die Stimmung ist aktuell aufgeheizt. Im Laufe der vergangenen Tage gab es von Seiten des Vereins Gespräche mit den Kölner Ultras, in denen die Hintergründe der öffentlichen Kritik besprochen worden sind.

“Wir haben mit dem Verein und gerade mit dem Vorstand den direkten Kontakt zu unserer aktiven Fanszene gesucht, um auch zu hinterfragen: Woher kommen denn die Ängste oder auch der Fingerzeig jetzt aus der Kurve, zu sagen: Ihr müsst schon ein bisschen aufpassen“, sagte Kessler. „Das ist sehr wichtig und da sind wir auch sehr stolz drauf: Wir wissen, wir sind ein großer Traditionsverein, wir haben viele Mitglieder und eine sehr große Fanszene, die uns überall bei Wind und Wetter bis hin nach Heidenheim begleitet. Da ist es wichtig, dass wir da in den Dialog gehen. Das haben wir getan und sehr konstruktiv miteinander gesprochen“, so Kessler weiter.

REWE Drohnen-Show 1. FC Köln

Drohnen-Show über dem Stadion

Vor dem Duell gegen den FC Bayern München sind die Erwartungen an weitere Zähler wohl nicht so hoch wie gegen den Tabellensiebzehnten am vergangenen Wochenende. Im Vorfeld der Partie gab es in Köln für die Fans dann eine besondere Show, die die Anhänger auf die Partie einstimmen und emotionalisieren sollte. FC-Hauptsponsor REWE zeigte im nächtlichen Himmel über Köln eine Drohnenshow, die sowohl den Namen des Vereins als auch den Geißbock und das Logo des Clubs in den Himmel schrieb. Eine besondere Aktion vor dem besonderen Duell, die zumindest kurzfristig den verloren gegangenen Glanz zurückholte.



Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München: Lennart Karl erhöht auf 1:3

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München: Lennart Karl erhöht auf 1:3

Am Mittwochabend steht für den FC das 17. Bundesligaspiel auf dem Plan. Die Geißböcke empfanden den Rekordmeister zum Flutlichtpiel: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München.

Nach dem Remis gegen den 1. FC Heidenheim am vergangenen Samstag steht für die Kölner die Englische Woche an. Zum Hinrundenabschluss hat der FC die Bayern zu Gast – eine schwere Aufgabe: Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker zum Bundesligaduell zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München. Nach dem Remis gegen den 1. FC Heidenheim hat sich am Tabellenplatz nichts getan, der FC belegt immer noch Platz 11. Im letzten Spiel der Hinrunde der Saison 2025/26 wird es für die Mannschaft von Lukas Kwasniok aber alles andere als leicht, Punkte einzufahren. Zumal dem FC durch den Ausfall von Dominique Heintz, und den beiden Sperren durch Karten auch Rav van den Berg und Eric Martel neben den weiteren Langzeitverletzten nicht zur Verfügung stehen. Kwasniok wird also vor allem in der Defensive basteln müssen.