Auf HSV-Gastspiel folgt Vereinsgründung: Aufregende Tage für Frauen des 1. FC Köln

Britta Carlson, Trainer in der Frauen des 1. FC Köln
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Auf HSV-Gastspiel folgt Vereinsgründung: Aufregende Tage für Frauen des 1. FC Köln

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treten am Montagabend beim Hamburger SV an. Das Duell beim Aufsteiger ist für die FC-Trainerin Britta Carlson eine Reise in die eigene Vergangenheit. Derweil wollen die 14 Vereine der Bundesliga den nächsten Entwicklungsschritt für den Frauenfußball in Deutschland vollziehen.

Für Britta Carlson wird es ein besonderes Duell. Sechs Jahre spielte die Trainerin beim HSV: Die Fußballerinnen des 1. FC Köln treten am Montagabend beim Hamburger SV an.

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Der Frauenfußball in Deutschland wird immer populärer. Das Zuschauer- und Medien-Interesse steigt seit Jahren, die Highlight-Spiele in Müngersdorf vor stets mehr als 30.000 Zuschauern sind hierbei nur einer von vielen Beweisen. Die 14 Vereine der Frauen-Bundesliga haben daher einen Prozess angestoßen, um die eigenen Interessen noch stärker vertreten zu können. Am kommenden Mittwoch soll von sämtlichen Erstligisten der Frauen-Bundesliga FBL e.V. gegründet werden. „Der e.V. verfolgt damit das klare Ziel, eine moderne, professionelle und nachhaltige Entwicklung der Frauen-Bundesliga zu gewährleisten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des professionellen Frauenfußballs zu stärken“, hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite des 1. FC Köln.

„Potenziale sind noch längst nicht ausgeschöpft“

Weiter heißt es dort: „Grundlage für den Zusammenschluss der Clubs ist die Absicht, signifikant in den Frauenfußball zu investieren, ihn sportlich zu fördern und gesellschaftlich sichtbarer zu machen – und damit auf ein neues professionelles Niveau zu heben.“ Pikant: Ursprünglich sollte der Deutsche Fußball-Bund an dem neuen e.V. mitwirken, dies liegt jedoch vorerst auf Eis. Ob der Verband zu einem späteren Zeitpunkt dazustößt, ist derzeit offen. „Die Frauen-Bundesliga hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Die Potenziale sind aber noch längst nicht ausgeschöpft. Deswegen ist es notwendig, den Frauen-Bundesliga FBL e.V. zu gründen, um den Frauenfußball weiter zu professionalisieren“, kommentierte Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball und FC-Akademie weiblich.

Zwei Tage vor diesem angestrebten Quantensprung für den deutschen Frauenfußball ist der FC sportlich noch in Hamburg gefordert. Bemerkenswert: Der HSV steht in der Ewigen Tabelle der Frauen-Bundesliga auf Platz elf – 140 Punkte und elf Ränge vor dem FC. „Das wird ein schweres Spiel“, weiß daher auch Kölns Trainerin Britta Carlson, „es ist eine sehr junge Mannschaft, aber taktisch variabel, die sehr viele enge Ergebnisse hatten, also auch immer wieder bestehen können. Aufgrund der Unerfahrenheit haben sie auch schon mal den einen oder anderen Punkt liegen lassen.“ Allerdings schaffte der HSV am ersten Spieltag auch ein beachtliches 3:3 gegen den VfL Wolfsburg.

Treffen mit der Vergangenheit

Das Duell beim Aufsteiger ist für Kölns Trainerin Britta Carlson auch ein Treffen mit der eigenen Vergangenheit. Die 47-Jährige trug von 1998 bis 2004 das Trikot mit der Raute – in einer Zeit, als der Frauenfußball in Deutschland noch ganz anders organisiert war als heute: „Es gab zehn Pfennig Benzingeld, das war noch die DM-Zeit“, erinnert sich Carlson schmunzelnd, „man hat deswegen Fußball gespielt, weil es einem Spaß bringt. Natürlich war es auch etwas Besonderes, für den HSV zu spielen. Ich hatte sechs intensive schöne Jahre da, aber es war noch weit weg vom professionellen Fußball.“

Das Wiedersehen am Montagabend wird daher für Carlson sicher auch besonders, zumal das Duell im großen Volksparkstadion ausgetragen wird: „Meine Heimat ist in der Nähe, es werden viele Freunde und meine Familie da sein. Darauf freue ich mich. Im Volksparkstadion habe ich früher auch schon viele Spiele geschaut.“ Die Kölnerinnen gehen zweifellos als Favorit in die Partie und wollen ihren Lauf von vier Liga-Spielen ohne Niederlage auch an der Elbe fortsetzen.


Zu Gast im Sportstudio: Lukas Kwasniok spricht über Said El Mala und erklärt den Grund für seine Rotationen

Lukas Kwasniok beim Spiel seines 1. FC Köln gegen St. Pauli
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Zu Gast im Sportstudio: Lukas Kwasniok spricht über Said El Mala und erklärt den Grund für seine Rotationen

Nur wenige Stunden nach dem bitteren 1:1 gegen den FC St. Pauli war der Kölner Trainer zu Gast im aktuellen sportstudio. Lukas Kwasniok spricht über Said El Mala und sein Rotations-Prinzip.

Klare Worte vom Kölner Trainer: Lukas Kwasniok spricht im aktuellen sportstudio unter anderem über Said El Mala und sein Rotations-Prinzip bei den Anfangsformationen.

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Die Laune hatte sich schon deutlich verbessert, als Lukas Kwasniok Stunden nach dem bitteren 1:1 gegen den FC St. Pauli im aktuellen Sportstudio an die Torwand trat. Auf der Pressekonferenz nach dem Last-Minute-Remis hatte der Kölner Coach erklärt, dass es ihm gerade gar nicht gut gehe. In der ZDF-Sendung zu später Stunde betonte der Trainer zwar auch, dass dieser „Lucky-Punch sehr bescheiden“ gewesen sei, doch der unglückliche Punkt war nur am Rande ein Thema. Vielmehr gab der Trainer Einblicke in sein Dasein als Trainer des 1. FC Köln. Kwasniok betonte, einmal mehr, dass er im Sommer nicht für jeden Bundesligisten die Pausen-Pläne über den Haufen geworfen hätte. Für den FC war die Entscheidung wohl ziemlich schnell getroffen. „Es gibt Chancen im Leben, da kann man nicht nein sagen“, sagte der 44-Jährige.

„Ich will unberechenbar bleiben“

Einer der Beweggründe war aber sicherlich das gute Match mit Thomas Kessler. „Das war auch einer der Gründe, warum ich gesagt habe, das kann etwas werden. Nicht nur, weil sie in der Vergangenheit große Erfolge hatten und die liegen ja auch schon ein paar Jährchen zurück“, sagte der Trainer. „Auch, weil man das Gefühlt hat, da ist eine gewisse Herzlichkeit in der Stadt und es gibt eine Aufbruchstimmung im Verein. Kess ist ein Teil davon. Und ich hatte das Gefühl, dass ich mich einbringen kann.“ Kwasniok glaubt, der FC sei an dieser Position gut aufgestellt. „Trotzdem geht es darum, Spiele dazu parallel auch zu gewinnen“, so der Trainer. „Entwicklungen vorantreiben geht immer nur mit positiven Ergebnissen. Es wird Zeit, dass wir einen Dreier einfahren und das am besten am kommenden Samstag in Leverkusen.“

Der Kölner Coach ist ebenfalls Teil einer Entwicklung, will beim FC eine Basis für eine positive Zukunft legen. Und das mitunter mit etwas überraschenden Mitteln. So zum Beispiel die Rotationen in seiner Anfangsformation. Auch am Samstag veränderte der Coach die Startelf auf vier Positionen im Vergleich zur Vorwoche. „Ich will unberechenbar bleiben, aber ohne mich selbst zu verwirklichen. Das Ziel ist immer, das nächste Spiel zu gewinnen“, sagte Kwasniok. „Da ist es als Aufsteiger und Underdog der Liga auch hilfreich, eine gewisse Kreativität an den Tag zu legen, um den Gegner zu überraschen. Wenn wir immer gleich spielen würden, hätten wir mit den Möglichkeiten, die uns jetzt zur Verfügung stehen, nicht ganz so hohe Wahrscheinlichkeiten gegen die Topteams zu gewinnen.“

„Wenn die keinen Bock haben…“

Um zu gewinnen, spielt aber auch die Verbindung zwischen Team und Trainer eine wichtige Rolle. „Da musst du sie schon mitnehmen“, sagt Kwasniok. „Sie müssen ja auch ein Stück weit für dich laufen. Wenn die keinen Bock haben, dann kannst du denen sonst etwas erzählen.“ Dabei beschreibt sich der Coach schon als väterlicher Freund. Denn der sei auch dazu da, den Spielern schon mal die Wahrheit zu sagen. „Ich bin kein Politiker, ich bin Trainer und als Trainer musst du ihnen auch mal Dinge sagen, die sie nicht hören wollen“, so der Coach. „Da die Mischung zu finden, ist nicht immer ganz einfach, weil die Wahrheit auch wehtun kann.“ So gerade bei den Spielern, die aktuell wohl ein wenig hinten dran sind.

„Langsam können wir ihn von der Leine lassen“

Und vielleicht auch bei denen, die es zu Saisonbeginn zumindest in Sachen Anfangself waren. Said El Mala musste beispielsweise erst einmal auf sein erstes Spiel über 90 Minuten bis zum vergangenen Spieltag warten. In der vergangenen Wochen gab es dann auch den ersten Auftritt in der Medienrunde. Mittlerweile sieht man El Mala häufiger vor dem Mikrofon. „Langsam können wir ihn von der Leine lassen. Das ist so wie mit der Spielzeit. Da haben wir uns Zeit gelassen, ihm Zeit gegeben. Wenn er von Beginn an spielt und so liefert, dann darf er auch öfter vor die Kamera“, sagt der Trainer mit einem Lächeln und schwärmt von den Stärken seines Youngsters. „Said hat unglaublich viel Tempo. Vor allem auch, wenn er den Ball am Fuß hat, da verliert er kein Tempo“, sagt der Coach. „Er hat die Gabe nochmal zu beschleunigen, wenn es darauf ankommt. Das macht ihn zu einem sehr interessanten jungen Mann auf dem Fußballmarkt.“

Schon am Donnerstag hatte der Trainer gesagt, wenn sein Shootingstar abliefert, würde er auch wieder 90 Minuten bekommen. Das könnte also am kommenden Samstag der Fall in Leverkusen sein. An der Torwand musste der Kölner Coach übrigens weitere harte Momente hinnehmen. Kwasniok versenkte im Gegensatz zu seinen Kontrahenten nicht einen Ball. „Ich wollte meine Spieler nicht im Schatten stehen lassen“, sagte der Trainer, der zuvor angedeutet hatte, mehr Tore schießen zu wollen „als Zieler und Bülter zusammen“. Das waren ebenfalls Null.


Eine Eins und zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln gegen St.Pauli
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Eine Eins und zwei Zweien – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Gegen die Kiezkicker kam der FC nicht über ein Unentschieden hinaus. Ein Unentschieden, das aber gefühlt einer Niederlage glich. Dabei war die Leistung der Kölner alles andere als schlecht. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli.

Eigentlich sah Köln bereits wie der sichere Sieger aus. Eigentlich, denn zum einen ließen die Geißböcke in der Schlussphase beste Chancen liegen, zum anderen gab es spät den Ausgleich. Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli.

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Solide Defensive

Einzelkritik MRVIN sCHWÄBE §-

Marvin Schwäbe

Kam im ersten Abschnitt auf 33 Ballkontakte. Nicht einer davon war eine ernsthafte Abwehraktion. Musste nach dem Wechsel dann mal bei einer Ecke fausten. Ansonsten gar nicht geprüft. Bis eben zur letzten Minute. Beim Ausgleich rutschte er weg. Unglücklich, aber dennoch natürlich sein Fehler.


Rav van den Berg Einzelkritik 2

Rav van den Berg

Erwartungsgemäß und wie angekündigt stand der Niederländer in der Startelf. In beiden Hälften zu Beginn einmal unsicher gegen Kaars. Steigerte sich aber jeweils. Rettete nach einer Stunde bei einer starken Hereingabe in höchster Not. War gefühlt in jedem Kopfballduell Sieger. Hatte neben Martel die meisten Ballkontakte, brachte jeden Pass zum Mitspieler und gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe.


Eric Martel

Kehrte wieder ins Zentrum der Innenverteidigung zurück. Wichtige Grätsche bei einer Kaars-Hereingabe und genauso wichtiges gewonnenes Laufduell gegen Pereira Lage. Stabilisierte die Defensive. Spulte die meisten Kilometer ab, hatte die meisten Ballkontakte.


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 3-

Sebastian Sebulonsen

In Ermangelung an Innenverteidigern wieder Teil der Dreierkette. Stand meist sicher gegen die schwache Offensive der Gäste. Machte insgesamt ein richtig gutes Spiel. Ließ dann aber Jones köpfen.


Jakub Kaminski, Einzelkritik 3-

Jakub Kaminski

Der Pole startete auf der linken Seite eine Kette defensiver als von ihm selbst gewünscht. War bei weitem nicht so effektiv wie in vorderster Front. War extrem aktiv, aber nicht in allen Aktionen glücklich.


Denis Huseinbasic

Wieder zurück in der Anfangsformation. Fügte sich mit einem tollen Pass auf El Mala ein, den dieser sich zu weit vorlegte. Suchte immer wieder den Stürmer in der Tiefe. Seine Leistungskurve nahm nach dem Wechsel deutlich ab.


>>>Die Stimmen zum Spiel<<<


Tom Krauß vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Tom Krauß

Nach langen Wochen mal wieder in der Anfangsformation. Ließ sich bei gegnerischem Ballbesitz in die letzte Kette fallen. Eroberte viele Bälle, so auch nach einer guten halben Stunde, doch Waldschmidt war für einen anschließenden Pass in die Tiefe nicht schnell genug. Schaltete sich ab und an in die Offensive mit ein. Zeigte, dass er für die Mannschaft wichtig sein kann.


Jan Thielmann, Einzelkritik 3-

Jan Thielmann

Unauffälliges Spiel des Eigengewächses, was für einen Spieler, der seine Stärken in der Offensive sieht, kein richtig gutes Zeichen ist. Extrem engagiert, hohe Intensität.


Said El Mala, Einzelkritik 1-

Said El Mala

Startete etwas überraschend im Zentrum der Offensivreihe. Hätte nach acht Minuten die Führung erzielen können, vielleicht müssen, legte sich die Kugel zu weit vor. Fand kurz darauf seinen Meister in Paulis Keeper Nikola Vasilj. Ließ sich nach dem Wechsel trotz mehrfacher Versuche von Pereira Lage nicht vom sechsten Saisontor abhalten.


Luca Waldschmidt Einzelkritik 3

Luca Waldschmidt

Kehrte etwas überraschend zurück in die Startelf. Setzte nach der El-Mala-Großchance den Ball freistehend nur an den Pfosten. Lief von Box zu Box und spulte erstaunlich viel Strecke ab. Startete nach dem Wechsel mit seiner „Vorarbeit“ zu El Malas Führungstreffer. Hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß, vergab aber zu einfach.


Marius Bülter Einzelkritik 4

Marius Bülter

Startete auf dem linken Flügel. Seine starke Hereingabe auf El Mala hätte einen Scorerpunkt verdient. Hatte sonst seine Schwierigkeiten ins Spiel eingebunden zu werden. Arbeitete immer wieder stark mit zurück.


Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.


Last-Minute-Schock in Köln: Der 1. FC Köln verschenkt Sieg in letzter Minute

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Last-Minute-Schock in Köln: Der 1. FC Köln verschenkt Sieg in letzter Minute

Der FC bleibt auch im vierten Spiel in Serie sieglos. Der 1. FC Köln spielt gegen den FC St. Pauli 1:1. Said El Malas Führung glich Ricky-Jade Jones in letzter Sekunde aus.

Noch am Donnerstag hatte Lukas Kwasniok von der spielerischen Stärke des Gastes geschwärmt. Diese Qualität blieb der Gast am Samstag aber weitestgehend schuldig. Und dennoch reichte es für Köln nicht zu einem Sieg. Der 1. FC Köln spielt gegen den FC St. Pauli 1:1. Die Führung von Said El Mala glichen die Gäste in der Nachspielzeit aus.

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Wie erwartet nahm Lukas Kwasniok Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche vor. Den Ausfall von Dominique Heintz kompensierte der Coach mit Rav van den Berg. Doch Kwasniok nahm noch weitere Wechsel vor. So starteten Tom Krauß, Denis Huseinbasic und Luca Waldschmidt für Cenk Özkacar, Alessio Castro-Montes und Isak Johannesson. Letzterer hatte von Kwasniok schon unter der Woche eine schöpferische Pause verschrieben bekommen. In der Offensive startete Said El Mala als Spitze, flankiert von Marius Bülter und Waldschmidt. Der FC suchte auch direkt den Vorwärtsgang. Doch es dauerte acht Minuten bis auch eine erste Chance dabei heraussprang. Huseinbasic steckte stark durch auf El Mala, der ging alleine aufs Tor zu, legte sich dabei aber den Ball zu weit vor.

El Mala erzielt die Führung

St. Pauli setzte in dieser Phase eher auf Umschaltmomente, spielte oft den langen Ball, doch der FC stand sicher. Erst nach einer guten Viertelstunde schlug Irvine Jackson mal eine Kugel vors Tor, fand aber keinen Mitspieler. Nach einem leichten Stockfehler von van den Berg, erspielte sich der Gast die erste Ecke, die aber folgenlos blieb. Vielleicht eine Art Weckruf. Nach einer scharfen Hereingabe von Bülter rettete Paulis Keeper Nikola Vasilj in höchster Not gegen El Mala aus kurzer Distanz, den Nachschuss setzte Waldschmidt an den Pfosten, einen weiteren Versuch spielte Sebastian Sebulonsen zu zentral (20.). Doch dem FC fiel auch weiterhin nicht so richtig viel ein. Gerade im letzten Schlussdrittel passierte insgesamt doch wenig. Allerdings kam vom Gast noch weniger.

Gegen Ende der ersten Halbzeit traute sich St. Pauli zunehmend mehr, übernahm sogar kurz die Spielkontrolle, war aber weiterhin komplett ungefährlich. So ging es torlos in die Kabine. St. Pauli kam etwas entschlossener auf das Feld, versuchte, auf mehr Spielanteile zu kommen. Doch der FC schlug eiskalt zu. Nach einem Gäste-Freistoß aus dem Halbfeld, schickte Waldschmidt mit einem langen Ball El Mala auf die Reise. Der Offensivspieler ließ sich trotz mehrfachen Zugreifens von Mathias Pereira Lage nicht aus der Ruhe bringen und vollendete eiskalt (51.). Der FC war fortan wieder besser im Spiel, wollte offenbar mehr. Doch nach wie vor fehlte der Zug zum Tor.

Mit breiter Brust gegen Leverkusen

Kwasniok reagierte und brachte mit Ragnar Ache und Johannesson neue Kräfte. Doch eine „alte“ Kraft hätte wohl alles klar machen können. Waldschmidt war plötzlich durch, ging alleine aufs Tor zu, doch der Abschluss aus 16 Metern war zu platziert. Für die Schlussphase kamen auch noch Florian Kainz und Linton Maina. St. Pauli erhöhte noch einmal den Druck, blieb aber weiterhin ungefährlich. Die beste Chance hatte noch Ache, der im Alleingang am gegnerischen Keeper scheiterte (90. +2). Der Nachschuss von Kainz hätte auch sitzen müssen. Dafür machte es St. Pauli dann doch besser. Ricky-Jade Jones köpfte den Ball Richtung Kiste, Schwäbe sah unglücklich aus: 1:1 (90.+4). Am kommenden Samstag ist Köln zu Gast bei Bayer Leverkusen (18.30 Uhr).

1. FC Köln: Schwäbe – van den Berg, Martel, Sebulonsen – Kaminski, Huseinbasic (73. Johannesson), Krauß (82. Kainz), Thielmann – Bülter (73. Ache), El Mala (82. Maina), Waldschmidt (88. Lund) ; Tore: 1:0 El Mala (51.), 1:1 Jones (90.+4)


Liveticker des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli: Der FC vergibt den Vorsprung – 1:1

Jakub Kaminski und Said El Mala jubeln zusammen im Spiel gegen den HSV
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Liveticker des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli: Der FC vergibt den Vorsprung – 1:1

Am Samstagnachmittag steht für den FC der 13. Spieltag der Bundesliga auf dem Plan. Dabei empfangen die Geißböcke die Mannschaft von Alexander Blessin. Alle Informationen gibt es im Bundesliga Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli.

Nach dem knappen 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen vergangene Woche geht es für die Geißböcke am Samstag gegen die Kiezkicker. Die Kölner treffen dann auf den Tabellensiebzehnten der aktuellen Saison: Alle Informationen gibt es im Bundesliga Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Bundesliga-Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem FC St. Pauli. Der FC empfängt die Mannschaft von Alexander Blessin. FC-Trainer Lukas Kwasniok äußerte sich auf der Pressekonferenz zum Gegner: „Pauli spielt weiterhin mutigen Fußball, hat eine ganz klar eingespielte Achse mit dem Keeper und der Dreierkette, Irvine ist jetzt auch wieder da. Deshalb tun wir gut daran, auch in dieses Spiel wieder als Underdog zu gehen, so wie wir in die Saison als Underdog gegangen sind, und dann eben auch wieder Fußball zu spielen wie ein Underdog: Leidenschaftlichen, emotionalen und dann am Ende hoffentlich erfolgreichen Fußball“, so Kwasniok.



Doppelpacker Lennemann wieder Matchwinner: U21 schlägt Bocholt zum Jahres-Abschluss

Evangelos Sbonias bei der U21
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Doppelpacker Lennemann wieder Matchwinner: U21 schlägt Bocholt zum Jahres-Abschluss

Die U21 hat sich mit dem zweiten Sieg in Folge in die kurze Weihnachtspause verabschiedet. Die FC-Talente drehten eine Woche nach dem 3:2 auf Schalke einen 0:1-Pausen-Rückstand gegen den 1. FC Bocholt in einen Sieg. Die U21 des 1. FC Köln gewann gegen Bocholt.

Der Matchwinner war abermals Bernie Lennemann, der diesmal sogar doppelt traf. Die U21 des 1. FC Köln gewann gegen Bocholt.

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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 3:2-Auswärtssieg auf Schalke nur auf einer Position: Bernie Lennemann hatte sich nach zuletzt zwei Toren als Joker den Platz in der Anfangsformation verdient. Dafür rutschte Safyan Toure zunächst auf die Ersatzbank. Die Kölner kamen gegen Bocholt zunächst nicht ins Spiel, fanden kaum einmal den Weg ins Abschluss-Drittel. Die Gäste wirkten nach dem Trainerwechsel forscher – folglich fiel der Führungstreffer für den FCB nicht komplett überraschend. Sargis Adamyan folgte Jonas Carls bei einem Zuspiel in die Spitze auf der rechten Abwehrseite zu halbherzig. Carls legte den Ball im Sechzehner quer zum im Zentrum blank stehenden Arnold Budimbu. Dessen strammen Schuss bugsierte Mikail Özkan auf der Torlinie beim Rettungsversuch unglücklich in den eigenen Torwinkel (14.).

Die U21 verdiente sich die Führung

Der FC wäre aber beinahe zum schnellen Ausgleich gekommen: Dawyn-Paul Donner zwang seinen eigenen Keeper Lucas Fox mit einem missglückten Klärungsversuch gegen den heranstürmenden Lennemann zu einer Glanzparade (18.). Insgesamt blieb Bocholt nach der Führung jedoch die agilere Mannschaft, kam mehrfach zu – wenn auch ungefährlichen – Torabschlüssen. Die Führung hatte daher bis zur Halbzeit bestand. Die Kölner kehrten allerdings mit Wut im Bauch zurück aus der Kabine – und kamen zum schnellen Ausgleich. Sargis Adamyan zog zunächst links außen neben dem Sechzehner das Foul und legte sich anschließend den Ball zum Freistoß zurecht. Den Schlenzer des Armeniers um die Mauer Richtung erstem Pfosten bugsierte Bocholts Dawyn-Paul Donner per Kopf ins eigene Tor zum 1:1 (48.).

Beide Mannschaften lieferten sich danach einen offenen Schlagabtausch – und der FC drehte die Partie. Marvin Ajani zog am Sechzehner ins Zentrum und zog ab. Bocholts Torwart Lucas Fox ließ den Schuss nach vorne abprallen, genau vor die Füße von Bernie Lennemann. Der Stürmer ließ sich die Chance nicht nehmen und schoss zum 2:1 ein (59.). Der 22-Jährige setzte seine Serie damit fort und traf im dritten Spiel in Folge. Die U21 verdiente sich die Führung durch die dominante Spielweise in der Folge – und die Gastgeber legten nach. Cenny Neumann schlug den Ball hoch nach vorne zu Adamyan, der gekonnt querlegte zu Lennemann. Der Stürmer schob mühelos zum 3:1 ein (71.).

Erfolgreicher Jahres-Abschluss

Bocholts Donner hätte beinahe nochmals verkürzt, traf mit seinem Schuss aber nur die Latte (77.). Kurz danach schlug es aber doch im Kölner Tor ein: Budimbu bediente Nicolas Hirschberger, dessen Schuss-Versuch bei Cedric Euschen landete, der aus kurzer Distanz zum 3:2 einschob (79.). Anders als in der vergangenen Saison, als der FC zuhause sogar eine 4:2-Führung in der Schlussphase noch aus den Händen gab und sogar noch mit 4:5 verlor, brachte das Team den Vorsprung diesmal ins Ziel. Die U21 konnte damit einen erfolgreichen Jahres-Abschluss feiern. In der Regionalliga West steht das nächste Spiel erst am 25. Januar beim SC Wiedenbrück an.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann (90.+2 Spitali), Mausehund, Dabrowski (90. Lechner), Özkan – Kujovic, Kristal (79. Dürholtz) – Borie – Adamyan (79. Yacobi), Lennemann (79. Toure).

Tore: 0:1 Özkan (14., Eigentor), 1:1 Donner (48., Eigentor), 2:1 Lennemann (59.), 3:1 Lennemann (71.), 3:2 Euschen (79.). Zuschauer: 350.


Spielerische Lösungen, Offensivschwäche – Das erwartet den FC gegen St. Pauli

Martijn Kaars ist noch nicht die erhoffte Verstärkung
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Spielerische Lösungen, Offensivschwäche – Das erwartet den FC gegen St. Pauli

Nach dem 1:1-Unentschieden beim SV Werder Bremen am vergangenen Wochenende steht für den 1. FC Köln das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Am Samstagnachmittag empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok den FC St. Pauli im heimischen Stadion. Das erwartet den 1. FC Köln gegen St. Pauli.

Neun Niederlagen in Serie hat der FC St. Pauli vorzuweisen. Nur fünf Pleiten-Serien waren in der Bundesliga-Historie länger. Doch davon darf sich der FC nicht blenden lassen. Das erwartet den 1. FC Köln gegen St. Pauli.

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Form: Der FC St. Pauli erlebt in der Liga eine echte Durststrecke. Nach einem 3:3-Unentschieden gegen Borussia Dortmund, einem 2:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV sowie dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg standen die Braun-Weißen nach drei Spielen mit sieben Punkten hervorragend da und wurden von vielen Experten als potenzielle Überraschung der Saison gehandelt. Allerdings kam alles ganz anders. Seit dem Sieg gegen den FCA mussten die Jungs vom Millerntor neun Niederlagen hinnehmen und rutschten in der Tabelle auf den vorletzten Platz ab. Am vergangenen Wochenende sah es lange so aus, als würde St. Pauli die Niederlagenserie ausgerechnet beim FC Bayern München beenden. Nach einer frühen Führung unterlag Pauli am Ende jedoch durch zwei Tore in der Nachspielzeit mit 1:3. Im Pokal sieht die Sache jedoch anders aus. Hier war St. Pauli unter der Woche bei Borussia Mönchengladbach gefordert und zog dabei mit einem 2:1-Erfolg über die Borussia ins Viertelfinale ein.

Wenig Zug zum Tor

Schwache Offensive: Gemeinsam mit dem 1.FC Heidenheim stellen die Hamburger die schlechteste Offensive der Liga. Lediglich elf Versuche der Kiezkicker fanden den Weg ins gegnerische Tor. Im Durchschnitt erzielt St. Pauli nur 0,9 Tore pro Partie und blieb bereits sechsmal ohne eigenen Treffer.

Anfällige Defensive: Mit 24 Gegentoren aus den ersten zwölf Ligaspielen und damit zwei Gegentreffern pro Spiel stellen die Braun-Weißen hinter dem FC Augsburg sowie dem FC Heidenheim (jeweils 27) die drittschlechteste Defensive der Liga. Überdies blieb St. Pauli lediglich in einem Saisonspiel ohne Gegentreffer.

Auswärtsschwäche: Von den möglichen 18 Punkten in fremden Stadien holte St. Pauli mit dem 2:0-Sieg beim Hamburger SV lediglich drei. Damit ist das Team von Trainer Alexander Blessin in der Auswärtstabelle drittletzter. Nur der FC Heidenheim mit einem schlechteren Torverhältnis und der HSV mit nur zwei Zählern sind auswärts noch schwächer als die Jungs vom Millerntor.

Spielerische Stärke: Doch nicht umsonst warnt FC-Trainer Lukas Kwasniok vor dem Gegner. Spielerisch zeigt St. Pauli durchaus positive Leistungen, schnupperte einige Male an wichtigen Punkten, die es am Ende dann doch nicht gab.

Im Fokus: Martijn Kaars

Im Fokus: Im Sommer schien es so, als hätte der FC St. Pauli mit Martijn Kaars einen richtigen Torjäger verpflichtet. Der Niederländer, der für vier Millionen Euro vom FC Magdeburg ans Millerntor wechselte, erzielte in wettbewerbsübergreifend 38 Pflichtspielen für die Blau-Weißen 23 Tore und bereitete sechs weitere vor. Beim FC St. Pauli knüpfte der 26-Jährige bislang jedoch noch nicht an seine Form beim alten Arbeitgeber an. So kam Kaars in der Liga zehnmal zum Einsatz, gehörte jedoch nur viermal zur Startelf und sammelte dabei noch keinen Scorerpunkt. Nachdem der Rechtsfuß in München 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte, gab ihm Blessin unter der Woche beim Pokal in Mönchengladbach die Chance in der Startelf. Und diese nutzte der ehemalige Magdeburger. Kurz vor der Pause erzielte Kaars nach einer Balleroberung im Mittelfeld die 1:0-Führung für seine Mannschaft, zeigte sich gut ins Kombinationsspiel integriert und feierte am Ende gemeinsam mit seinen Kollegen das Weiterkommen.

Klares System

Formation: Alexander Blessin lässt seine Mannschaft in dieser Saison entweder in einem 3-3-2-2- oder einem 3-4-1-2-System spielen. Im Tor ist Nikola Vasilj die klare Nummer eins. Davor sind Karol Metz, Eric Smith und Hauke Wahl in der Dreierkette gesetzt. Auf den beiden Schienenpositionen haben Louis Oppie und Arkardiusz Pyrka die Nase vorn. Auf der Sechs lässt Blessin überwiegend James Sand beginnen. In den vergangenen Spielen haben sich Jackson Irvine und Joel Chima Fujita auf den beiden offensiveren Mittelfeldpositionen festgespielt. Im Angriff hat aktuell Mathias Pereira Lage seinen Platz nahezu sicher. Neben dem Portugiesen hat Pauli verschiedene Möglichkeiten. Da allerdings Andreas Hountondji noch kein Anwärter auf einen Platz im Kader ist, werden Daniel Sinani und Martijn Kaars die offene Position unter sich ausmachen.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok: „Pauli ist fußballerisch Top sechs, Top acht der Bundesliga. Das ist die Wahrheit. Ich will sie nicht größer oder stärker machen, als sie sind, weil sie offensichtlich ja auch an der ein oder anderen Stelle Punkte verloren haben. Aber fußballinhaltlich, ich war jetzt auch beim Pokalspiel live vor Ort, ist es schon auch ein Genuss, ihnen zuzuschauen. Das ist echt auch bravourös, was sie da abliefern, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass sie, glaube ich, acht oder neun Spiele am Stück nicht gewonnen haben. Sie haben weiterhin mutigen Fußball gespielt, haben eine ganz klar eingespielte Achse mit dem Keeper und der Dreierkette, Irvine ist jetzt auch wieder da. Deshalb tun wir gut daran, auch in dieses Spiel wieder als Underdog zu gehen, so wie wir in die Saison als Underdog gegangen sind, und dann eben auch wieder Fußball zu spielen wie ein Underdog: Leidenschaftlichen, emotionalen und dann am Ende hoffentlich erfolgreichen Fußball..“

Alexander Blessin: „Wir treffen auf einen Gegner, der sehr gut in die Liga gestartet ist. Natürlich so ein bisschen immer mit Understatement daherkommend. Aber sie haben und das sieht man ja schon an Daten die Liga so angenommen, mit dem gesamten Team, mit der Intensität, mit dem Laufvolumen. Da kämpft einer für den anderen und bis zum Schluss wird kein Spiel verloren gegeben, egal, wie sie zurückliegen. Das ist dann schon sehr gut, und deswegen haben wir da mit unserer Energie und unserer Intensität reinzugehen.

Mögliche Aufstellung St. Pauli:

Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage


Wen „bastelt“ Lukas Kwasniok ins Spiel? So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli starten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Wen „bastelt“ Lukas Kwasniok ins Spiel? So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli starten

Für den FC geht es am Samstagnachmittag ins Heimspiel gegen den FC St. Pauli. Trainer Lukas Kwasniok vergab schon einige Startelf-Plätze, doch es bleiben Fragezeichen. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen geht es für den FC mit dem Heimspiel gegen St. Pauli weiter. Und Lukas Kwasniok wird seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche wieder umbauen müssen. So könnte der 1. FC Köln gegen St. Pauli spielen.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok wird seine Mannschaft gegen den FC St. Pauli wohl auf mindestens zwei Positionen im Vergleich zur Vorwoche verändern. Neben dem verletzungsbedingten Ausfall von Dominique Heintz, der sich in Bremen einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, wird voraussichtlich auch Isak Johannesson aus der Startformation rutschen. „Man hat jetzt schon auch ein bisschen gemerkt, dass er einen Tick überspielt ist“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz, der jedoch auch die Qualität des Isländers von der Bank hervorhob. „Wir wissen, was er kann, aber er braucht eine gewisse Frische, um das umsetzen zu können. Sein einziges Tor in dieser Saison in der Liga hat er von der Bank aus erzielt“. Zwei andere FC-Profis bekamen vom 44-Jährigen bereits eine Einsatzgarantie. Neben Youngster Said El Mala wird auch Innenverteidiger Rav van den Berg zur Startelf des FC gehören. „Die Alternativen sind natürlich auch rar gesät. Ich kann schon bestätigen, dass er auch beginnen wird“, so Kwasniok.

Wer beginnt im Zentrum

Im Tor ist Marvin Schwäbe natürlich ebenfalls gesetzt. Vor dem Schlussmann könnten in einer Dreierkette Cenk Özkacar links, van den Berg rechts und Eric Martel zentral beginnen. Martel spielte gegen die Bremer wieder als Sechser, dürfte aber aufgrund der angespannten personellen Lage in der Abwehr auflaufen. Sebastian Sebulonsen dürfte ebenfalls zur Startelf gehören und wieder auf die rechte Schiene rücken. Auf der linken Schiene würde sich Jakub Kaminski anbieten, der diese Position in dieser Saison bereits spielte und dort auch eine solide Leistung zeigte. Dadurch würde Alessio Castro-Montes nach seinem schwachen Startelfdebüt in Bremen wieder aus der ersten Elf rutschen und die Partie zunächst von der Bank verfolgen. Im Zentrum wären durch das Zurückziehen von Martel sowie die Pause für Johannesson zwei Positionen neu zu besetzen. Dabei bieten sich Denis Huseinbasic und Tom Krauß als Duo an. Während Krauß eher den defensiveren Part von Martel übernehmen würde, könnte Huseinbasic als Ersatz für Johannesson agieren.

In der offensiven Dreierreihe wird Said El Mala links starten und rechts möglicherweise Jan Thielmann. Denkbar wäre aber auch, dass Martel im Mittelfeld eine Position übernimmt. Etwa, wenn Kwasniok mit einer Viererkette startet. Dann wäre Thielmann auch ein Kandidat für die letzte Reihe und Kaminski könnte wie gegen Bremen in die Offensivreihe vorstoßen. Offen erscheint, wer in der Spitze beginnt. Ragnar Ache steht nach seiner Gehirnerschütterung wieder zur Verfügung, wusste zuvor zu überzeugen und bringt dem Spiel des FC eine gewisse Wucht. Allerdings könnte Kwasniok auch überraschen und Jakub Kaminski ins Zentrum ziehen und dafür Kristoffer Lund über die linke Seite starten lassen. Auch Linton Maina, Florian Kainz und Luca Waldschmidt könnten potenzielle Kandidaten für eine Startelfnominierung sein, dürften jedoch ein wenig hinter den anderen Profis stehen.

So könnte der FC gegen den FC St. Pauli starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln

Rav van den Berg

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Denis Huseinbasic im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Denis Huseinbasic

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Kristoffer Lund

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels

Said El Mala

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Ragnar Ache



Lukas Kwasniok muss in der Defensive des 1. FC Köln wieder puzzeln

Lukas Kwasniok findet deutliche Worte
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Lukas Kwasniok muss in der Defensive des 1. FC Köln wieder puzzeln

Durch die Verletzung von Dominique Heintz wird Lukas Kwasniok seine Startelf am Samstag einmal mehr umbauen, dabei aber wohl auch kreativ sein müssen. Denn so langsam gehen dem Coach die Defensivspieler aus beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sucht nach der passenden Defensive.

So wirklich überzeugen konnte die Hintermannschaft am vergangenen Samstag gegen Werder Bremen nicht. Auch deswegen wird der Kölner Trainer sein Team wohl wieder umbauen. Es gibt wieder eine andere Startelf beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok sucht nach der passenden Defensive.

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Es waren gerade 50 Minuten gegen Werder Bremen gespielt, als Rav van den Berg seine ganze Klasse alleine in einer Situation auf den Platz brachte. Der Innenverteidiger badete einen kapitalen Patzer von Kristoffer Lund und gegen Romano Schmid aus, mit Tempo und einem starken Defensivverständnis. Vielleicht konnte Lukas Kwasniok in diesem Moment der Verletzungsmisere in seinem Abwehrverbund dann doch auch einen Hauch Positives abgewinnen. Denn hätte sich Dominique Heintz nicht bereits nach zehn Minuten einen Muskel verletzt, van den Berg hätte möglicherweise bei Schmids Vorstoß noch auf der Bank gesessen. „Er war daran beteiligt, dass wir nur einen Gegentreffer kassiert haben“, sagte der Kölner Trainer am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

„Sehr gute Hardware für einen Innenverteidiger“

Dann geriet der Trainer fast schon ins Schwärmen über den teuersten Transfer des vergangenen Sommers. „Er hat keinen Bollen in der Hose, das hilft schon mal. Er kann einfach Fußball spielen, hat einen relativ ruhigen Puls und insgesamt eine sehr gute Hardware für einen Innenverteidiger – viel Größe, ein gutes Tempo, fußballerische Elemente und eine Gabe, gut zu verteidigen in individualtaktischen Situationen“, erklärte Kwasniok. Und von daher ist die erste Defensivposition für das Duell gegen den FC St. Pauli am kommenden Samstag gesetzt. Kwasniok gab dem Niederländer eine Einsatzgarantie. Doch dann wird es wiederum spannend. Zwar ist die personelle Situation nach wie vor angespannt, doch das wird den Kölner Trainer sicherlich davon abhalten, erfinderisch an das Spiel gegen die Kiezkicker ranzugehen.

„Ich glaube, dass es in der Natur der Sache liegt, dass du bei diesen Verletzungen in der Innenverteidigung ein bisschen basteln musst“, sagte der Coach. Kwasniok hat sich in dieser Saison ohnehin als Bastler erwiesen, in 14 Pflichtspielen 14 verschiedene Aufstellungen für die Anfangsformation gefunden. Die vom Duell gegen Werder Bremen war keine besonders glückliche. „Wir waren einfach nicht so aktiv und aggressiv im Durchschiebeverhalten. Die Wingbacks sind nicht raus, wurden nicht ganz so gut geschützt und das ist dann ein Sammelsurium an kleinen Elementen, die dazu führen, dass du in eine Passivität kommst. Dadurch, dass wir mit dem Ball auch nicht so sauber waren, war es einfach insgesamt dann keine gute Halbzeit“, sagte der Kölner Trainer.

„Wir können das intern auffangen“

Auch nicht für den zweiten gesunden Innenverteidiger. Cenk Özkacar erwischte wahrlich nicht den besten Tag gegen Werder, der Türke ist ohnehin nicht gesetzt. Doch Alternativen sind „rar gesät“. Einem möglichen Kaderplatz für Youngster Yannick Mausehund erteilte Kwasniok eine ganz klare Absage. „Nein, wir können das intern alles auffangen. Auch, wenn ich mir schon darüber im Klaren bin, dass Sebastian Sebulonsen oder Kristoffer Lund oder Eric Martel keine klassischen Innenverteidiger sind“, sagte der Kölner Coach. „Ich habe aber immer gesagt, ich bin ja auch dafür da, Spieler zu entwickeln oder sie sich entwickeln zu lassen. Und entwickeln zu lassen bedeutet für mich, dass sie spielen.“ Und das würden sie eher in der Nachwuchsmannschaft als bei den Profis.

So wird der Trainer einmal mehr auf sein vorhandenes Inventar zurückgreifen und puzzeln. Eben mit Spielern wie Martel, Sebulonsen, Lund oder Tom Krauß arbeiten. Immerhin wies der Kölner Coach darauf hin, dass seine Mannschaft eine besonders hohe Verteidigungsmentalität verfüge. Das lässt sich an einer Zahl beeindruckend ablesen. Erst acht Tore haben die Kölner aus dem Spiel heraus kassiert. Wichtig wird aber auch sein, dass seine Defensive die richtige Verteidigungsmentalität dann bei den Standards findet. So oder so würde es nicht überraschen, wenn der FC-Coach im 15. Spiel die 15 Aufstellung findet.