Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Borussia Gladbach: Schwäbe bester Kölner, auch zwei Fünfer

Linton Maina im Duell gegen Borussia Mönchengladbach
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Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Borussia Gladbach: Schwäbe bester Kölner, auch zwei Fünfer

Eine der eher schlechteren Saisonleistungen bisher vom Effzeh – ausgerechnet gegen den Erzrivalen. Die in die Partie als Favorit gegangenen Geißböcke verlieren bei effektiven Gladbachern durch eigene Fehler. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach.

Ein Dämpfer für die Geißböcke: Der 1. FC Köln verliert mit 1:3 bei Borussia Mönchengladbach. Dabei steht sich der Effzeh selbst im Weg: Zwei verursachte Elfmeter und ein Konter bescheren den Geißböcken die Niederlage im Derby. Dabei war der Auftritt der Mannschaft von FC-Trainer Lukas Kwasniok insgesamt schwach. Die Einzelkritik zum Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach.

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Mit viel Euphorie ist der FC in das Derby gegen Borussia Mönchengladbach gegangen. Diese erhielt in der Partie aber einen Dämpfer. Durch die 1:3-Niederlage verlieren die Geißböcke das erste Rheinische Derby nach dem Wiederaufstieg. Dabei gab es gleich mehrere individuelle Fehler inklusive zweier Elfmeter für Gladbach, die zur Pleite führten. Das Tor von Luca Waldschmidt durch ebenfalls einen Strafstoß kam letztendlich zu spät. Dementsprechend fallen auch die Noten durchwachsen aus, wobei immerhin ein Spieler ein Ausreißer nach oben war.

Nur Schwäbe überzeugt in der Defensive

Marvin Schwäbe, Einzelkritik 2

Marvin Schwäbe

Der Kapitän bestritt sein 99. Bundesligaspiel und spielte gewohnt sicher. Hatte nach 15 Minuten die erste brenzlige Situation zu bereinigen. Hielt zunächst den strittigen Elfmeter gegen Tabakovic. Beim anschließenden Eckball und Gegentor dann aber machtlos. Rettete kurz nach der Halbzeit mit einer Grätsche gegen den sonst frei durchlaufenden Honorat. Beim zweiten Elfmeter war Schwäbe ebenfalls an der Kugel, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Beim 0:3 etwas zu weit vor dem eigenen Tor.


Kristoffer Lund, Einzelkritik 5

Kristoffer Lund

Der große Unglücksrabe des Abends: Der US-Amerikaner verursachte zwei Elfmeter nach VAR-Eingriff für die Hausherren. Erst rannte er Tabakovic im Sechzehner um, dann sprang beim zweiten Elfmeter der Ball unglücklich vom Boden an seinen ausgestreckten Arm. Hatte ansonsten defensiv mit dem schnellen Franck Honorat aber immer wieder seine Mühen und war daher weniger im Kölner Offensivspiel beteiligt. Wurde nach 67 Minuten von Kwasniok erlöst. 


Cenk Özkacar Einzelkritik 4+

Cenk Özkacar

Cenk Özkacar erhielt erneut den Vorzug vor Dominique Heintz und spielte auf der linken Innverteidigerposition. Köpfte und grätschte im ersten Durchgang viel, war aber nicht immer glücklich dabei. War Kölns schnellster Spieler, da er immer wieder auch mit Honorat in Laufduellen verwickelt war. Dann rutschte ihm vor dem 0:3 bei eigenem Einwurf der Geißböcke der Ball unter dem Schlappen durch. Gewann die meisten Zweikämpfe aller Kölner. Wurde in der 67. Minute ausgewechselt. 


Eric Martel

Der 23-Jährige begann als zentraler Innenverteidiger der Dreierkette zwischen Schmied und Özkacar. Räumte vor der Pause entscheidend und fair Honorat ab. Beim 0:1 konnte Martel mit Schmied zusammen gegen Reitz das entscheidende Kopfballduell nicht gewinnen. Mit mehr als 100 Ballkontakten nahezu an jedem Aufbauspiel der Geißböcke beteiligt.    


Joel Schmied

Begann wie letzte Woche auf der rechten Abwehrseite. Schaltete sich offensiv mehr ein als Lund auf der anderen Seite. War bei der Ecke vor dem 0:1 zusammen mit Martel beim Kopfball gegen den kleineren Rocco Reitz unterlegen. Hielt seine Seite sicher. Spielte später mehr in der Absicherung der Kölner Hintermannschaft und machte seine Sache insgesamt ordentlich.


Jakub Kaminski, Einzelkritik 3-

Jakub Kaminski

Kaminski spielte zu Beginn auf der rechten Flügelposition. War im ersten Durchgang offensiv fast nicht zu sehen. Dafür wechselte der polnische Nationalspieler im zweiten Durchgang wieder auf seine Lieblingsposition, der linken Außenbahn. Scheiterte mit einen Distanzschuss an der Latte. 



>>>Die Stimmen zum Spiel<<<



Isak Johannesson

Der Isländer übernahm auf der Doppelsechs den spielerischen Teil der Kölner Mannschaft, jedoch ohne zündende Idee gegen den häufig tief stehenden Gladbacher Abwehrblock. Lief wie gewohnt viel. Machte ab der 80. Minute Platz für Alessio Castro-Montes.


Denis Huseinbasic

Der bosnische Nationalspieler war im Gegensatz zu Johannesson eher der Abräumer im zentralen Mittelfeld. Lief die meisten Kilometer aller Kölner. Mit 99%-iger Passquote sicherster Passgeber der Gäste. Trotzdem insgesamt eine unauffällige Partie des 24-Jährigen. 


Florian Kainz, Einzelkritik 5+

Florian Kainz

Der Österreicher durfte nach seinem starken Auftritt gegen den HSV von vergangener Woche wieder beginnen. Leistete sich immer wieder kleinere Abspielfehler. Hatte keinen wirklichen Einfluss auf die Offensive des Effzeh. Blieb insgesamt blass und musste ab der zweiten Hälfte auf die Bank.


Marius Bülter, Einzelkritik 3-

Marius Bülter

Kehrte für das Derby zurück in die Startelf und hatte nach zehn Minuten bereits seine erste gute Möglichkeit. Wenn mal etwas im Kölner Angriffsspiel funktionierte, war Bülter dran beteiligt. In den Zweikämpfen bissig, jedoch ohne Torbeteiligung.


Said El Mala Einzelkritik 4-

Said El Mala

Durfte gegen seinen Jugendverein von Beginn an ran. Während seiner Spielzeit blieb das FC-Juwel diesmal ohne Highlight, durfte nur 45 Minuten spielen und wurde zur zweiten Halbzeit ausgewechselt. Bis zur Auswechslung nur 21 Ballkontakte und 40 Prozent gewonnene Zweikämpfe. 


Durchwachsene Joker-Leistungen

Ragnar Ache vom 1. FC Köln Einzelkritik Note 3

Ragnar Ache

Kam für den schwachen Kainz ins Spiel. Hatte eine gute Kopfballchance, der Abschluss kam aber zu zentral. Brachte etwas mehr Präsenz und Körperlichkeit in das Kölner Angriffsspiel. Legte aus einer knappen Abseitsposition das vermeintliche 1:3 für Waldschmidt auf. Holte in der Nachspielzeit den Elfmeter für den FC heraus. 


Sebastian Sebulonsen, Einzelkritik 3-

Sebastian Sebulonsen

Der Norweger wurde für El Mala im zweiten Durchgang eingewechselt und spielte auf der rechten Außenbahn. Machte etwas mehr Betrieb nach vorne als Schmied zuvor, was aber auch am Spielstand lag. Den großen Umschwung brachte auch Sebulonsen nicht. Hielt seine Abwehrseite wenigstens ordentlich.


Bittere Niederlage im Derby: Der 1. FC Köln verliert gegen Mönchengladbach 3:1

Kristoffer Lund erlebte nicht seinen besten Abend
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Bittere Niederlage im Derby: Der 1. FC Köln verliert gegen Mönchengladbach 3:1

Das erste Rheinische Derby nach dem Kölner Wiederaufstieg ist kein erfolgreiches für den FC: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Mönchengladbach 3:1. In einer engen Partie entschied letztendlich die Chancenverwertung und die knappen Entscheidungen.

Mit viel Euphorie war der FC ins Rheinische Derby gegangen, erlitt in diesem aber einen Rückschlag: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Mönchengladbach 3:1. Dabei war das Spiel ausgeglichen, letztendlich hatte Gladbach aber das bessere Ende für sich.

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Im Vergleich zum 4:1-Erfolg gegen den Hamburger SV vor einer Woche veränderte Lukas Kwasniok seine Startelf auf zwei Positionen: Linton Maina und Ragnar Ache, der gegen den HSV noch sein erstes Liga-Tor für die Geißböcke erzielt hatte, musste auf die Bank. Dafür rückten Marius Bülter und Shootingstar Said El Mala, der unter der Woche erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert wurde, in die Startformation. Die ersten Offensivbemühungen kamen jedoch von Gladbach. Schon nach drei Minuten forderten die Borussen Elfmeter nach einer Hereingabe im Strafraum, Eric Martels Arm war beim Block von Franck Honorats Pass aber klar angelegt. Nur eine Minute später war es erneut Honorat, dessen Schuss von rechts im Sechzehner geblockt wurde.

Erste FC-Chancen

Kurz darauf kam auch der FC das erste Mal gefährlich vors Tor. Denis Huseinbasic spielte einen schönen Pass aus dem Mittelfeld auf Isak Johannesson, der leitete mit dem ersten Kontakt auf Marius Bülter in den Strafraum weiter. Dessen Schuss aufs kurze Ecke konnte Keeper Moritz Nicolas jedoch zur Ecke blocken (10.). Kurz darauf war auch Schwäbe das erste Mal gefordert und parierte im Eins-gegen-Eins gegen Honorat, der frei durch war. Dieser hatte in der Entstehung im Laufduell jedoch Kristoffer Lund gefoult und war darum von Schiedsrichter Deniz Aytekin zurückgepfiffen worden (13.).

Etwas später kam es zur bis dahin größten Gladbacher Chance: Eine Halbfeldflanke von links von Philipp Sander rutschte bis zu Schwäbe durch, der gerade noch mit einem starken Reflex parieren konnte (16.). Zwei Minuten später kam dann mal wieder der FC und spielte sich über die rechte Seite durch, sodass El Mala zentral gut 20 Meter vor dem Tor zum Schuss kam. Dieser war jedoch kein Problem für Nicolas. Ähnlich war es kurz darauf bei einem Abschluss vom aufgerückten Joel Schmied von der Strafraumkante. Danach verlor das Spiel etwas an Fahrt. Die Geißböcke hatten mehr vom Spiel, während Gladbach aber kompakt verteidigte und nichts Gefährliches zu ließ.

Gladbacher Führung kurz vor der Pause

Stattdessen wurden die Fohlen vor der Pause stärker. So konnte Martel Honorat, der von rechts nach innen an Özkacar vorbeizog, gerade noch stoppen (39.). Kurz darauf verlor Köln den Ball am eigenen Strafraum, sodass Sander auf Rocco Reitz durchsteckte. Dessen Hereingabe konnte Schwäbe aber mit dem Fuß blocken, der Gladbacher stand davor auch im Abseits (41.). Nur zwei Minuten später forderte die Borussia erneut Elfmeter – und bekam ihn nach VAR-Check dieses Mal. Lund hatte Honorat im Strafraum umgecheckt, ohne Chance an den Ball zu kommen (43.), war aber auch von Joe Scally geschubst worden. Den anschließenden Elfmeter von Tabakovic in die linke Ecke hielt Schwäbe stark (45+1). Bei der folgenden Ecke gingen die Fohlen dann aber doch in Führung: Der FC bekam mehrmals den Ball nicht geklärt, sodass Sander mit einem Aufsetzer den Ball an mehreren Kölnern vorbei ins Tor schoss (45+3). So ging es für den FC mit einem Rückstand in die Pause.

In der zweiten Hälfte brachte Kwasniok darum frische Kräfte mit Ragnar Ache und Sebastian Sebulonsen für Florian Kainz und El Mala. Zuerst kamen aber wieder die Gladbacher: Schwäbe musste nach zwei Minute einen langen Ball auf Honorat weit vor seinem eigenen Tor abfangen. Das gelang ihm gerade so mit einer starken Grätsche. Im Anschluss kam Bülter nach einer Flanke zu einem Abschluss per Kopf, der aber drüber ging (48.). Eine weitere Hereingabe von Lund konnte Kevin Diks gerade noch zur Ecke klären (50.). Knapp zehn Minuten später forderten die Gladbacher dann das dritte Mal Elfmeter. Erneut Lund spielte nach einer Gladbacher Flanke den Ball mit der Hand, sodass Aytekin nach VAR-Überprüfung erneut auf Elfmeter entschied. Diks verwandelte platziert in die rechte Ecke, sodass Schwäbe nicht mehr entscheidend dran kam (61.).

3:0 nach schlimmen Ballverlust

Und kurz nach dem Wiederanstoß gab es für den FC direkt den nächsten Rückschlag. Nach einem Kölner Einwurf verlor Özkacar an der Mittellinie schwach den Ball an Honorat. Dieser trieb die Kugel nach vorne und legte im Strafraum quer auf Tabakovic, der nur noch einschieben musste (64.). Die sofortige Antwort gelang den Geißböcken nur fast: Kaminski traf vom Strafraumrand nur das Lattenkreuz. Auch Waldschmidts Versuch aus ähnlicher Position fand nicht den Weg ins Tor und wurde zur Ecke abgefälscht. Bei dieser kam Ache zentral frei zum Kopfball, konnte diesen aber nicht genug platzieren, sodass Nicholas zur Stelle war (68).

Die Partie wurde hitziger. So gab es Gelb für Ache, Sebulonsen und Diks nach einer kleinen Rudelbildung (74.). Köln warf jetzt mehr nach vorne, viele Chancen ergaben sich aber erstmal nicht. Ein satter Schuss von Huseinbasic von der Strafraumkante strich knapp über das Gladbacher Gehäuse (81.). Machinos Abschluss für die Borussia ging aus spitzem Winkel deutlicher drüber (84.). Kurz danach legte Ache nach einem langen Ball auf Waldschmidt ab. Der nahm die Ablage mit der Brust an und vollendete traumhaft in den Winkel – aber der Vorlagengeber stand zuvor im Abseits, sodass das Tor nicht zählte (88). Ein paar Minuten danach hatte Waldschmidt aber die große Chance für das 3:1: Ache wurde bei einer Flanke von Lukas Ullrich geschoben, daher gab es nun auch Strafstoß für den FC. Diesen verwandelt Waldschmidt souverän (90+2).

Letzte Kölner Offensivbemühungen vergebens

So kam bei den Geißböcken auf Grund von elf Minuten Nachspielzeit wieder etwas Hoffnung auf. Ein Kopfball von Bülter nach Sebulonsen-Flanke fand jedoch nicht den Weg ins Tor (90+8). Ebenfalls per Kopf verfehlte Ache am zweiten Pfosten den Anschlusstreffer nur knapp, nachdem Sebulonsen Schuss zuvor geblockt wurde (90+11). Und so blieb es bei der FC-Niederlage im Derby. Nun steht für beide Mannschaften erstmal die Länderspielpause an. Danach geht es für den 1. FC Köln in der Liga am Samstag, den 22. November, weiter. Dann ist im Topspiel um 18:30 Uhr Eintracht Frankfurt zu Gast im RheinEnergieSTADION.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar (67. Waldschmidt), Martel, Schmied – Lund (67. Maina), Huseinbasic, Johannesson (80. Castro-Montes), Kaminski – Kainz (46. Ache) – El Mala (46. Sebulonsen), Bülter; Tore: Sander (45+2), Diks (62.), Tabakovic (64.), Waldschmidt (90+2); Gelbe Karten FC: Huseinbasic (2), Sebulonsen (4), Ache


Liveticker des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach: Der FC verliert im Derby 1:3

Lukas Kwasniok wechselt den entkräfteten Said El Mala aus
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Liveticker des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach: Der FC verliert im Derby 1:3

Am Samstagabend steht für den FC der zehnte Spieltag der Bundesliga auf dem Plan. Dabei treffen die Geißböcke im Derby auf die Fohlen: Alle Informationen gibt es im Bundesliga Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach.

Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok ist am Samstag zu Gast bei der Borussia. Die Kölner treffen dann im Derby auf den Tabellensechszehnten der aktuellen Saison: Alle Informationen gibt es im Bundesliga Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der Bundesliga-Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Der FC ist zu Gast bei der Mannschaft von Eugen Polanski. FC-Trainer Lukas Kwasniok äußerte sich auf der Pressekonferenz zum Gegner: „Hut ab, dass sie das jetzt in der Kürze der Zeit geschafft haben, denn es war schon eine komplexe Gesamtsituation. Die vergangene Woche hat ihnen Auftrieb gegeben.“ Den will der FC nun wieder stoppen.



U21 des 1. FC Köln dreht das Spiel in den Schlussminuten: Zwei Joker beenden Auswärtsfluch in Rödinghausen

Sargis Adamyan traf für die Kölner U21
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U21 des 1. FC Köln dreht das Spiel in den Schlussminuten: Zwei Joker beenden Auswärtsfluch in Rödinghausen

Die Reserve des FC hat ihren Auswärtsfluch bezwungen und erstmals seit 2014 wieder ein Duell beim SV Rödinghausen gewonnen: Das Duell glich dabei einem Wechselbad der Gefühle. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den SV Rödinghausen.

Die U21 geriet nach eigener Führung in Rückstand, doch zwei Joker drehten die Partie in den Schlussminuten. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den SV Rödinghausen.

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Evangelos Sbonias änderte die Startelf bei seiner Rückkehr auf die Kölner Trainerbank im Vergleich zum 4:1-Erfolg gegen Velbert auf vier Positionen: Für Neo Telle, Malek El Mala, Etienne Borie und den gelbgesperrten Emin Kujovic rutschten Luc Dabrowski, Marvin Ajani, Luca Dürholtz und Bernie Lennemann in die Anfangsformation. Die Gastgeber agierten im ersten Durchgang viel zu passiv und offenbarten so, warum sie in dieser Saison bislang im Tabellenkeller stehen. Die U21 drückte auf den verdienten Führungstreffer. Die beste Chance besaß Marvin Ajani, dessen Kopfball an der Latte landete (24.). Safyan Toure machte es kurz danach besser und verwertete ein Zuspiel von Patrik Kristal zum 1:0 für die FC-Reserve (28.). Die Gäste besaßen bis zur Halbzeit noch Chancen, die Führung auszubauen. Entsprechend gab es zur Halbzeit Pfiffe von den Heimfans für den Auftritt ihrer Mannschaft.

Wahnsinn in der Nachspielzeit

Das änderte sich jedoch nach der Pause. Die Gastgeber spielten wie verwandelt und drückten nun ihrerseits darauf, die Partie zu drehen. Nach einer Ecke des Ex-Kölners Simon Breuer, die nochmals verlängert wurde, traf Abdul Fesenmeyer am zweiten Pfosten ungehindert zum 1:1 (56.). Die Hausherren nahmen den Schwung mit – und legten sogar noch nach: Zunächst verhinderte der Torwart Luis Hauer mit einer starken Parade noch den Rückstand (69.). Erst in der Schlussphase schien doch noch der Siegtreffer geglückt zu sein: Rödinghausen konterte erfolgreich, Eduard Probst hob den Ball über Hauer hinweg ins Tor zum 1:2 aus FC-Sicht (85.).

Was wie der K.O. wirkte, entpuppte sich jedoch als Wachmacher. Zunächst erzielte der eingewechselte Luiz Labenz das 2:2 (87.). Der totale Wahnsinn folgte in der Nachspielzeit: Sargis Adamyan servierte einen Freistoß in den Sechzehner. Der Ball landete mit Luca Lechner bei einem weiteren Joker, der die Kugel zum 3:2 über die Linie drückte (90.+1). Der Kölner Jubel kannte in diesem Moment keine Grenzen. Der Sieg war nach dem Verlauf der zweiten Hälfte nicht nur aufgrund des späten Siegtreffers schmeichelhaft, aber die Kölner belohnten sich für ihre Moral und vergoldeten mit dem zweiten Sieg in Folge den Dreier aus der Vorwoche. Mit nunmehr 23 Punkten hat sich die U21 auch vorerst von der Abstiegszone deutlich abgesetzt.

Für die U21 geht es nach der Länderspielpause am 22. November (15:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund weiter.

1. FC Köln U21: Hauer – Ajani, Dabrowski, Mausehund, Neumann (86. Labenz) – Özkan (66. Lechner), Dürholtz (86. Borie) – Lennemann (86. Belousov), Kristal, Toure (66. Yacobi) – Adamyan. Tore: 0:1 Toure (28.), 1:1 Fesenmeyer (56.), 2:1 Probst (85.), 2:2 Labenz (87.), 2:3 Lechner (90.+1). Zuschauer: 680.


Derby-Fieber: Selbst die neuen Spieler des 1. FC Köln sind schon infiziert – das sind die Gründe

Jakub Kaminski erzielte gegen den VfL Wolfsburg den bislang spätesten Bundesliga-Treffer jemals. (Foto: Bucco)
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Derby-Fieber: Selbst die neuen Spieler des 1. FC Köln sind schon infiziert – das sind die Gründe

Seit Tagen fiebern die Fans der Geißböcke und der Fohlen nun dem Rheinischen Derby bereits entgegen. Auch bei den Spielern ist der Wert des Duells ein großer. Und das, obwohl die meisten gar keine ursprüngliche lokale Bindung haben, der FC im Sommer ein neues Gesicht bekommen hat. Darum sind auch die Spieler des 1. FC Köln im Derby-Fieber.

Zwölf neue Spieler hat der FC im Sommer verpflichtet. Aus Köln kommt keiner der Akteure. Ein Großteil hat zuvor noch nie Bundesliga gespielt. Und dennoch ist der Wert des Derbys auch bei diesen Spielern bereits ein großer. Warum das so ist, hat come-on-fc.com mit dem sportpsychologischen Experten Thorsten Loch besprochen. Darum sind auch die Spieler des 1. FC Köln im Derby-Fieber.

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Ein Derby ist kein gewöhnlicher Spieltag. Was für die Fans ein Highlight ist, gehört für die Spieler oft zu einem der emotionalsten, aber gleichzeitig psychisch anspruchsvollsten Spiele der Saison. Wenn der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach aufeinandertreffen, geht es eben nicht nur um die Tabellenkonstellationen oder taktischen Systeme. Es geht sicherlich auch um die Frage, welche Mannschaft mit dem inneren Druck des emotionalen Duells besser umgehen kann. Köln reist mit einem positiven Schwung aus den vergangenen Wochen an, während Gladbach hofft, nach dem 4:0-Erfolg über St. Pauli am vergangenen Wochenende endlich wieder Stabilität zu finden. Doch sobald der Ball am Samstag rollt, verliert die Ausgangslage an Bedeutung. Es beginnt ein Spiel, das nicht nur auf dem Rasen, sondern zu einem großen Teil auch im Kopf entschieden werden kann.

Das Derby beginnt schon lange vor dem Anpfiff

Wie sehr ein Derby einen Spieler mitreißen kann, weiß FC-Spieler Isak Johannesson nur zu gut. Als der Isländer mit Fortuna Düsseldorf in der vergangenen Saison gegen Köln im Zweitligaduell einen Elfmeter zum 1:1 verwandelte, küsste die FC-Neuverpflichtung das Düsseldorfer Wappen vor den Augen der Fortuna-Kurve. Ein kurzer, impulsiver Moment inmitten des Tagesgeschäfts. Ein Ausdruck von Emotionen in einem hitzigen Rheinderby. Der Düsseldorfer Fanblock feierte die Jubelaktion und deutete sie als ein klares Statement für den Verein. Als wenige Monate später aber der Wechsel zum 1. FC Köln feststand, löste genau dieses Bild eine große Kritik und Hate-Welle aus. Johannesson musste selbst erfahren, wie schnell ein Moment kippen kann. Vor dem Rheinischen Derby betonte der Mittelfeldspieler dennoch: „Ich mag diese Art von Spielen.“

Dass ein Derby eine andere Energie trägt, lässt sich nicht allein mit Stimmung oder Tradition erklären. Es ist auch ein psychologisches Phänomen, das auch und vor allem mit Identität zusammenhängt. Und das eben nicht nur bei den Fans. „Derbys sind in psychologischer Hinsicht ein ganz eigenes Phänomen. Sie wirken wie ein Brennglas für Emotionen – nicht nur auf den Rängen, sondern auch auf dem Platz“, sagt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch. „Selbst Spieler ohne lokalen Bezug können sich davon stark beeinflussen lassen, weil in einem Derby mehrere tiefliegende psychologische Mechanismen zusammenkommen.“ So spiele laut Loch unter anderem die soziale Identifikation eine Rolle. „Wer über Wochen und Monate Teil einer Mannschaft ist, übernimmt automatisch deren Werte, Rituale und Sprache. Das Team wird zur Bezugsgruppe, man definiert sich über das gemeinsame „Wir“. In der Sozialpsychologie spricht man hier von sozialer Identität.“ 

Was macht das mit den Spielern?

Dementsprechend werden auch die Neuverpflichtungen am Samstagabend in den ganzen Genuss des Derbys kommen. Und tun das auch schon im Voraus. Denn die Emotionen laden sich schon Tage vor dem Spiel auf. Und das durch die kulturelle und emotionale Energie, die in den Tagen zuvor in den Medien, unter den Fans und im Umfeld der Teams entsteht. Die Atmosphäre eines Derbys wächst, bevor es überhaupt angepfiffen wird. „Ein Derby ist kein normales Ligaspiel – medial, sozial und emotional wird es aufgeladen. Spieler erleben es daher als besondere Herausforderung. Diese Wahrnehmung kann leistungssteigernd wirken, aber auch zusätzlichen Druck erzeugen – je nach individueller Coping-Strategie und Persönlichkeit“, sagt Loch.

Es ist genau diese Balance, die Derbys so sensibel macht. Es kann anheizen, aber auch lähmen. Mannschaften, die sich in den ersten Minuten zu sehr von der Stimmung mitreißen lassen, verlieren mitunter die Struktur. Mannschaften, die zu abwartend beginnen, verlieren möglicherweise den emotionalen Zugriff. Und die Zuschauer spielen natürlich ebenfalls eine große Rolle. „Emotionen sind sozial hochinfektiös. Wenn zehntausende Fans gleichzeitig schreien, jubeln oder pfeifen, überträgt sich das messbar auf die Spieler – über Körpersprache, Mimik, Lautstärke und die physiologische Erregung im Körper“, sagt der Experte. „Die Forschung spricht hier von emotional contagion. Es entsteht eine Art kollektiver Erregung, die das gesamte System „Spieler–Team–Stadion“ erfasst.“

Die Rolle der Zuschauer

Ein Phänomen, das jeder Zuschauer im Stadion erlebt haben dürfte. Sei es ein gewonnenes Kopfballduell, ein erfolgreicher Pressingmoment oder ein Zweikampf an der Seitenlinie. Simple Aktionen, die ein Derby braucht, um ein ganzes Stadion zu elektrisieren. Andererseits kann ein Missverständnis im Spielaufbau oder ein zu spät geführter Zweikampf Unruhe auf und neben dem Platz erzeugen. Für manche Spieler entsteht aus dem Support Energie und ein Gefühl von Getragen werden. Andere müssen in solchen Momenten bewusst dagegen steuern, um handlungsfähig zu bleiben. Das Derby wird so zu einem Spiel, in dem die Kurve nicht nur zuschaut, sondern den emotionalen Rahmen setzt. Der Support wirkt dann auch wie ein Verstärker.

Und das ist wiederum ein Mittel, das Spieler möglicherweise bewusst einsetzen, eben wenn sie das Logo küssen, die Fans animieren. „Das ist selten reine Show. Manchmal sind solche Handlungen bewusste Symbole, um Zugehörigkeit zu zeigen oder das eigene Team emotional zu aktivieren. In anderen Fällen sind sie spontane Ausdrucksformen von Affekt – eine Art emotionales Überlaufen in einer hochintensiven Situation“, sagt Loch. „Die Grenze zwischen Inszenierung und echtem Gefühl ist im Spitzensport sehr fließend.“

Wer im Rheinderby den kühlen Kopf bewahrt, kann gewinnen…

Für den 1. FC Köln ist dieses Derby die Chance, nicht nur ein Spiel zu gewinnen, sondern seine positive Entwicklung fortzuführen. In den vergangenen Wochen hat das Team gezeigt, dass es Rückschläge einordnen und sich zurückkämpfen kann. Diese innere Stabilität ist im Derby wertvoller als jede taktische Einstellung. Denn gewinnen wird nicht zwangsläufig das Team mit der besseren Form, sondern das Team, das im entscheidenden Moment die Ruhe bewahrt. Dass dieses Spiel eine besondere Bedeutung trägt, zeigt auch die Historie. Gladbach gewann in der Bundesliga gegen keinen Gegner häufiger als gegen Köln: 52 Siege, 192 Tore. Köln steht bei 28 Erfolgen, 18 Spiele endeten unentschieden. Ein Erfolg in Gladbach wäre daher mehr als ein Ergebnis: Er würde bestätigen, dass die Mannschaft von Lukas Kwasniok einen kühlen Kopf bewahrt, auch wenn alle drum herum verrückt spielen.


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Defensivschwäche, fehlende Effizienz, aufblühender Sturmtank – Das erwartet den FC bei der Borussia

Haris Tabakovic findet zu alter Stärke
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Defensivschwäche, fehlende Effizienz, aufblühender Sturmtank – Das erwartet den FC bei der Borussia

Am Samstagabend kommt es in Mönchengladbach zum Rheinischen Derby. Der FC ist deutlich besser in die Saison gestartet. Das macht die Partie aber nicht zum Selbstläufer. Das erwartet den 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach.

Nach den aktuellen Zahlen ist der FC am Samstagabend gegen die Fohlen wohl in der Favoritenrolle. Doch Mönchengladbach ist stärker, als es die Tabelle anzeigt. Das erwartet den 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach.

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Form: Die Elf vom Niederrhein blickt auf eine bislang turbulente Saison zurück. Nach einem knappen Weiterkommen in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Oberligisten Atlas Delmenhorst holten die Gladbacher in den ersten drei Ligaspielen gegen den HSV, Stuttgart und Bremen lediglich einen Zähler. Daraufhin trennte sich der Verein von Trainer Gerardo Seoane. Für den Schweizer übernahm U23-Coach Eugen Polanski. Aber auch unter dem neuen Coach wollte es zunächst nicht klappen. Aus fünf Spielen holte die Borussia drei Punkte. In der vergangenen Woche änderte sich das Bild am Niederrhein jedoch. Unter der Woche schlug das Team von Polanski im Pokal den Karlsruher SC mit 3:1, bevor die Gladbacher in der Liga mit 4:0 beim FC St. Pauli triumphierten und damit den ersten Sieg seit Ende März einfuhren. Aktuell steht Gladbach mit sechs Punkten auf dem 16. Tabellenplatz.

Viele Abschlüsse aber wenig Effizienz

Schwache Defensive: Mit 18 Gegentreffern aus den ersten neun Ligaspielen stellt Borussia Mönchengladbach gemeinsam mit St. Pauli die drittschlechteste Defensive der Liga. Nur Eintracht Frankfurt (19) und der FC Augsburg (21) mussten bislang noch mehr Bälle aus dem Netz holen. Im Durchschnitt kassieren die Fohlen zwei Tore pro Partie.

Stark in der Luft: Die Elf vom Niederrhein gehört in der laufenden Spielzeit zu den kopfballstärksten Mannschaften der Liga. Das Team von Trainer Polanski erzielte mit vier Kopfballtoren gemeinsam mit Eintracht Frankfurt die meisten der Bundesligisten. Insgesamt fielen 40 Prozent der bisherigen Gladbacher Treffer aus der Luft.

Magere Torausbeute: Das Team von Trainer Polanski erzielte bislang lediglich zehn Tore und stellt damit gemeinsam mit Mainz die viertschlechteste Offensive. Allerdings gaben die Gladbacher gemeinsam mit Hoffenheim mit 46 Versuchen auch die viertmeisten Torschüsse aller Bundesligisten ab.

Im Fokus: Haris Tabakovic

Im Fokus: Mit Haris Tabakovic hat Borussia Mönchengladbach eine echte Kante im Sturm. Der Bosnier, der erst im vergangenen Sommer per Leihe von der TSG 1899 Hoffenheim an den Niederrhein gewechselt war und in den ersten Wochen eher kritisch betrachtet wurde, entwickelte sich in den vergangenen Wochen zum Leistungsträger der Fohlen. Nachdem er bereits gegen Leverkusen und Frankfurt jeweils einen Treffer erzielte, steuerte Tabakovic in den letzten vier Spielen vier Treffer selbst bei und bereitete auch noch zwei weitere vor. Besonders auffällig war der ehemalige Herthaner bei den vergangenen beiden Siegen gegen den KSC und St. Pauli.

Klares System

Formation: Nachdem Eugen Polanski in seinen ersten Wochen immer wieder zwischen einer Dreier- und einer Viererkette wechselte, scheint sich nun eine Formation gebildet zu haben. Sowohl gegen den KSC als auch auf St. Pauli ließ der ehemalige Spieler seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Im Kasten ist Moritz Nicolas gesetzt. Die Dreierreihe davor bilden Kevin Diks links, Nico Elvedi in der Mitte und Phillip Sander rechts. In der Zentrale haben aktuell Yannik Engelhardt und Rocco Reitz die Nase vorn. Auf den beiden Schienenpositionen gibt es jeweils zwei Möglichkeiten. Links führen Luca Netz und Lukas Ullrich ein Duell auf Augenhöhe. Rechts kommt es auf Polanskis Plan an. Franck Honorat und Joe Scally sind dort die Optionen. In der Sturmspitze ist Haris Tabakovic aktuell unangefochten und kaum wegzudenken. Am spannendsten ist die Besetzung der beiden Positionen hinter dem Bosnier. Hier haben die Fohlen mit Shuto Machino, Florian Neuhaus, Kevin Stöger, Franck Honorat und Gio Reyna einige Möglichkeiten.

Das sagen die Trainer

Lukas Kwasniok über Gladbach: „Mein Trainerkollege Eugen hat die Mannschaft einfach stabilisiert und eine klare Ausrichtung gefunden. Er hat mit Sander jetzt auch einen zusätzlichen Innenverteidiger installiert, der eher ein Mittelfeldspieler ist. Dadurch sind sie in ihrem Spielaufbau flexibler geworden und auch in der Defensive stabiler. Sie haben mit Reitz, Neuhaus, Stöger und Engelhardt sehr spielstarke Mittelfeldspieler und das macht es schwer, sie zu pressen und anzulaufen. Darüber hinaus sind sie bereit, kompakt zu verteidigen. Sie können dich zwar hoch anlaufen, aber wenn sie es mal nicht schaffen, verteidigen sie leidenschaftlich im Block. Nach Ballgewinnen können sie über einen Zielspieler wie Tabakovic und flinken Spielern wie Honorat und Machino gefährlich werden. Hut ab, dass sie das jetzt in der Kürze der Zeit geschafft haben, denn es war schon eine komplexe Gesamtsituation. Die vergangene Woche hat ihnen Auftrieb gegeben.“

Eugen Polanski über den FC: „Wenn man auf die Tabelle schaut, ist Köln deutlich positiver gestartet als wir. Sie haben die Euphorie mit in diese Saison genommen. Es erwartet uns eine Mannschaft, die einfach einen intensiven und nach vorn gerichteten Fußball spielt. Jeder sieht, was El Mala für ein Spieler ist. Er hat Tempo, Willen, ein Tor zu schießen, und man sieht, dass es für ihn besonders ist, auf dem Feld zu stehen. Von sportlicher Rivalität bin ich ein großer Fan.“

Mögliche Aufstellung Gladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt, Ullrich – Honorat, Neuhaus – Tabakovic

Ausfälle: Eugen Polanski muss gegen den FC auf Tim Kleindienst (Aufbautraining), Robin Hack (Aufbautraining), Nathan Ngoumou (Aufbautraining) und Jens Castrop (Rotsperre) verzichten.


Das zwölfte Spiel, die zwölfte Startelf? So könnte der 1. FC Köln im Derby spielen

Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
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Das zwölfte Spiel, die zwölfte Startelf? So könnte der 1. FC Köln im Derby spielen

Vor der Länderspielpause steht für den 1. FC Köln nun nur noch das Rheinische Derby auf dem Programm. Die Kölner wollen sich mit drei Punkten und einem guten Gefühl in die Pause verabschieden. So könnte der 1. FC Köln in Mönchengladbach spielen.

Mit einem guten Gefühl geht der FC in das Rheinische Derby und würde wohl auch zu gerne damit in die Länderspielpause gehen. Bei der Aufstellung wird es wohl wieder Veränderungen geben. So könnte der 1. FC Köln in Mönchengladbach spielen.

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Beim 1. FC Köln gab es in der Trainingswoche vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach positive Nachrichten. Sowohl Jan Thielmann als auch Rav van den Berg kehrten vollständig ins Teamtraining zurück. Für das anstehende Spiel in Mönchengladbach stellen die beiden jedoch noch keine Option dar. „Es geht den Jungs sehr gut. Sowohl Jan als auch Rav machen große Fortschritte, werden jetzt aber noch nicht Teil des Kaders sein. Wir wollen kein Risiko eingehen“, so Kwasniok. Bei Said El Mala, der am Mittwoch das Training abbrechen musste, am Donnerstag jedoch wieder auf den Trainingsplatz zurückkehrte, gab der FC-Coach Entwarnung. „Er hat einen Schlag auf den Fuß abbekommen und dann hat man einen Eisbeutel draufgelegt. Es war jetzt keine Amputation nötig. Er hat am nächsten Tag normal mit Tape trainiert, wird heute trainieren und morgen einsatzfähig sein“, so der 44-Jährige, der in Gladbach auch ohne die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian auskommen muss.

Viele Möglichkeiten im Derby

Allerdings hat Kwasniok auch ohne die vier FC-Profis einige Optionen für seine Startformation. Im Tor ist Marvin Schwäbe gesetzt. Vor dem Schlussmann der Kölner haben aktuell Joel Schmied, Eric Martel und Cenk Özkacar die Nase vorn und dürften auch in Gladbach beginnen. Eine Alternative könnte auch Dominique Heintz sein, der in dieser Saison bereits überzeugte. Auf den beiden Schienenpositionen dürfte es eine Veränderung geben. Während auf der linken Seite erneut Kristoffer Lund startet, dürfte Sebastian Sebulonsen in die erste Elf zurückkehren und die Position des rechten Schienenspielers einnehmen. Im zentralen Mittelfeld werden voraussichtlich erneut Isak Johannesson und Denis Huseinbasic starten. Allerdings könnte Kwasniok auch Tom Krauß für Huseinbsaic in die Startformation stellen.

In der Offensive hat der FC zwar viele Möglichkeiten, jedoch dürften die Positionen hier schon vergeben sein. Nach seinen Toren gegen Bayern und Hamburg könnte Ragnar Ache erneut in der Spitze beginnen. Jakub Kaminski gehört ohnehin zu den absoluten Dauerbrennern und hat sich unter Kwasniok nahezu unverzichtbar gemacht. Bei Said El Mala ließ Kwasniok auf der PK vor dem Spiel durchblicken, dass auch der Youngster beginnen wird. Durch diese Veränderungen würden Linton Maina und Florian Kainz auf die Bank rotieren. Besonders beim Österreicher dürfte die Entscheidung schwerfallen, da er gegen den HSV überzeugte und auch im Derby schon gezeigt hat, was er dem FC geben kann. Eine weitere Option für die Offensive wäre Marius Bülter.

So könnte der FC gegen Gladbach spielen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln

Cenk Özkacar

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson

Kristoffer Lund

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg

Said El Mala

Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
Ragnar Ache



U21 reist zum Angstgegner: Mit neuem Zentrum den Rödinghausen-Fluch besiegen

Die U21 des 1. FC Köln beim Training
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U21 reist zum Angstgegner: Mit neuem Zentrum den Rödinghausen-Fluch besiegen

Eine Woche nach dem 4:1-Pflichtsieg gegen Velbert steht die Reserve vor einer Bewährungsprobe beim 1. FC Köln: Die U21 des 1. FC Köln ist am Samstag beim SV Rödinghausen zu Gast, der einer der Auswärts-Angstgegner der U21 ist. Immerhin: Der Trainer darf wieder auf die Trainerbank und ein Routinier kehrt zurück.

Evangelos Sbonias wird am Samstag wieder am Spielfeldrand stehen und darf sich über einen Rückkehrer freuen. Dafür muss das Mittelfeld-Zentrum jedoch neu besetzt werden Beim 1. FC Köln: Die U21 ist am Samstag beim SV Rödinghausen zu Gast.

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Der 18. Oktober 2014 war ein historischer Tag in der Geschichte zwischen dem SV Rödinghausen und der U21 des 1. FC Köln. Die FC-Talente gewannen an jenem Tag mit 1:0 in Rödinghausen. Auf der Trainerbank saß damals noch Stephan Engels, im Mittelfeld wirbelte ein gewisser Yannick Gerhardt im Geißbock-Trikot. Es sollte bis heute der einzige Kölner Erfolg in Ostwestfalen bleiben. In den neun nachfolgenden Spielen setzte es sieben Niederlagen, die beiden Unentschieden stammen auch bereits aus 2016 (1:1) und 2017 (2:2). Seit 2022 gelang dem FC sogar nicht mal mehr ein Tor in der Idylle etwas nördlich von Bielefeld.

“Wir müssen die heutigen Eindrücke vom Training abwarten“

Für den FC ist das Duell am Samstag daher eine echte Bewährungsprobe, ob der Trend nach dem jüngsten Pflichtsieg gegen Velbert tatsächlich wieder nach oben geht. Der Gegner steckt dabei, anders als in den Vorjahren, im Tabellenkeller auf dem viertletzten Platz. Trainer Dennis da Silva Felix, erst seit Juli im Amt, steht daher unter Erfolgsdruck. Es wird daher spannend zu beobachten sein, wie die U21 mit dieser Konstellation umgehen wird. Immerhin steht mit Marvin Ajani ein Routinier wieder zur Verfügung, der zuletzt gegen Velbert gelbgesperrt fehlte.

Ob Ajani aber auch direkt in die Anfangsformation zurückkehrt, ließ der Coach Evangelos Sbonias noch offen: „Wir müssen die heutigen Eindrücke vom Training abwarten“, äußerte der Coach am Freitagvormittag, „aber Cenny hat als U19-Spieler gegen Velbert einen sehr guten Job gemacht hat. Es kann gut sein, dass er noch mal den Vorzug erhält.“ Sbonias selbst darf nach seiner Rot-Sperre auch wieder zurück auf die Trainerbank, muss aber noch einmal auf Fayssal Harchaoui verzichten, der noch ein Spiel nach seiner roten Karte gegen Fortuna Köln (2:3) aussetzen muss. Auch Emin Kujovic fehlt in Rödinghausen gelbgesperrt. Mit Harchaoui und Kujovic fehlt der U21 die komplette Mittelfeld-Achse der vergangenen Wochen. Viel spricht dafür, dass abermals Patrik Kristal – wie schon gegen Velbert – auf der Sechs agiert und neben ihm der etatmäßige Kapitän Luca Dürholtz in die Startelf zurückkehrt. Gerade die Erfahrung von Dürholtz dürfte in Rödinghausen gefragt sein.

„Es wird Phasen geben, die unangenehm werden“

Zudem sind auch San-Luca Spitali und Nick Zimmermann nach ihren Einsätzen am Mittwochabend bei der U19 in der Youth League zurück bei der U21. Angesichts der langen Busanreise und mit Blick auf die Belastungssteuerung dürfte das Duo jedoch zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Angesprochen auf die Erwartungen an seine Mannschaft sagte Sbonias: „Die Überschrift ist immer dieselbe bei uns. Ich möchte, dass wir unsere Inhalte, die wir klar haben, auf den Platz bekommen. Egal gegen welchen Gegner, egal wie die Auswärtsfahrt ist, egal wie das Stadion ist, egal wie der Platz ist. Da gibt es bei uns einen riesigen Koffer an Werkzeugen, an dem sich die Jungs bedienen können und das möchte ich sehen. Ich möchte sehen, dass es klar ist, wie wir Fußball spielen wollen. Und zwar in jeder Phase. Und im besten Fall nicht nur 20, 30 oder 40 Minuten, sondern über weite Strecken des Spiels. Und dann gibt es natürlich immer noch einen untergeordneten Matchplan, auch gegen Rödinghausen. Es wird Phasen geben, die unangenehm werden.“


Das Rheinische Derby und ein richtungweisendes Spiel – so will der FC in Gladbach punkten

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Das Rheinische Derby und ein richtungweisendes Spiel – so will der FC in Gladbach punkten

Der FC gastiert am Samstag beim Rivalen Borussia Mönchengladbach. Im Rheinischen Derby will der FC den zweiten Sieg in Folge einfahren und auch das letzte „Highlight-Spiel“ für sich entscheiden. So will der 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach punkten.

Endlich wieder „Derby-Zeit“. Für die Fans ein besonders emotionales Spiel, wenn der Effzeh am Samstagabend im rund 60 Kilometer entfernten Nachbarschaftsduell gegen die Gladbacher antritt. Beide Teams konnten am vergangenen Spieltag mit jeweils drei Punkte-Erfolgen und vier erzielten Toren ordentlich Selbstbewusstsein für das direkte Duell tanken. So will der 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach punkten.

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Das Team von Lukas Kwasniok reist mit breiter Brust nach Gladbach – und das völlig zurecht. Nach dem überzeugenden 4:1- Erfolg im Aufsteigerduell gegen den Hamburger SV befinden sich die Kölner im positiven Flow. Mit 14 Punkten steht der FC aktuell auf Tabellenplatz sieben. Mit einem Erfolg am Samstagabend im Borussia-Park könnten die Kölner sogar bis auf Rang sechs springen, sofern Leipzig in Hoffenheim gewinnt. „Wir wissen, was wir können und was wir nicht können“ sagt Kwasniok. Die Mannschaft wirke stabil, selbstreflektiert und „im Stande, eine absolute Top-Leistung abzurufen“.

Entscheidend wird dabei sein, wer trotz der erwarteten hitzigen Atmosphäre beim Rhein-Derby einen kühlen Kopf bewahrt. „Es geht darum, die Emotionen zu kanalisieren. Denn in der Emotion verlierst du deine Intelligenz. Und das darfst du auf dem Feld nicht“, sagt der Coach, dem bewusst ist, dass die Herausforderung im Rheinischen Derby darin besteht, die Ruhe zu bewahren und sich dabei auf die eigenen Aufgaben zu fokussieren, trotz der ganzen Unruhen von außen. Denn in einem Derby sind Tabellenstände und Ausgangslagen meist bedeutungslos. Die mentalen Aufgaben für Spieler gewinnen an Relevanz.

Neben Derby auch richtungweisend

Personell kann Kwasniok bis auf Jan Thielmann, für den der Einsatz nach seiner Verletzung noch zu früh kommt, sowie den Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. Die Fußverletzung von Said El-Mala unter der Trainingswoche ist kein Thema mehr. „Da wurde aus einer Mücke ein Elefant gemacht“, sagt Kwasniok. El Mala hat medial in dieser Woche aber auch anderweitig für Aufmerksamkeit gesorgt: Der Youngster wurde erstmals von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur deutschen A-Nationalmannschaft eingeladen. Die Nominierung habe für das Spiel gegen Gladbach aber zunächst keine Relevanz. Trotzdem steht für Kwasniok außer Frage, dass der 19-Jährige gegen die Fohlen in der Startelf stehen wird. „Ich möchte gute Spieler nicht daran hindern, noch besser zu werden.“ Seine Unbekümmertheit, sein Mut in Dribblings und seine Entwicklung seit Saisonstart sei „exorbitant schnell“. Kwasniok betont, dass auch Jakub Kamiński ein wichtiger Offensivbaustein bleibt und auf anderen Positionen zum Einsatz kommen könnte.

Die Gladbacher konnten sich am vergangenen Spieltag mit einem 4:0-Auswärtssieg am Millerntor von den direkten Abstiegsplätzen vorerst verabschieden. Mit immer noch schwachen sechs Punkten belegen die Fohlen den 16. Platz in der Tabelle. Trotzdem stabilisieren sich die Gladbacher aktuell unter Eugen Polanski. Dadurch, dass sie jetzt mit einer zusätzlichen Innenverteidigung spielen, agiert die Defensive kompakter. „Aus einem körperlich starken Zentrum mit erfahrenen Akteuren wie Yannik Engelhardt, Rocco Reitz, Florian Neuhaus oder auch Stöger können sie leidenschaftlich verteidigen und ins Gegen-Pressing übergehen“, hebt Kwasniok hervor. In Kontersituationen könne die Borussia durch die schnellen Akteure wie Shuto Machino oder Haris Tabakovic gefährlich werden. Für Gladbach ist das Spiel ebenfalls richtungweisend. Bei einem Sieg könnte die Borussia vorübergehend bis auf Tabellenplatz zwölf klettern, sofern die Mannschaften vor ihnen Punkte liegen lassen. Eine Möglichkeit für die Borussia, die zuletzt aufgekommenen Unruhen, etwas lindern.

Mögliche sieben Punkte aus drei „Highlight-Spielen“

Für Köln ist das Rheinische Derby das letzte von drei, laut Kwasniok, „Highlight-Spielen“ nach Augsburg und dem HSV. Ausgenommen sind die „Bonusspiele“ gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern. Erst bei einem Sieg in Gladbach würde der Kölner Trainer einen rundum gelungenen Start in die Bundesliga zustimmen. Der FC rechnet mit rund 6000 Fans, die ihre Mannschaft vor Ort im Borussia-Park unterstützen werden. „Das Derby werden wir mit aller Macht versuchen zu gewinnen, mit allen Emotionen auf dem Platz und neben dem Platz“, kündigt Kwasniok an. Es bleibt abzuwarten mit welchem Gefühl der 1. FC Köln nach dem Rheinischen Derby am Samstagabend in die Länderspielpause geht.