Intensität, eine stabile Abwehr und gnadenlose Effektivität: Das erwartet den 1. FC Köln in Dortmund

Timo Hübers verteidigt gegen den BVB
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Intensität, eine stabile Abwehr und gnadenlose Effektivität: Das erwartet den 1. FC Köln in Dortmund

Borussia Dortmund zeigt sich unter Niko Kovač in starker Verfassung: defensiv stabil, offensiv effizient und in der Champions League weiter ungeschlagen. Eine große Herausforderung für den 1. FC Köln: Das erwartet den FC in Dortmund.


Ein „Kracher-Spiel“ steigt am Samstagabend im Signal Iduna Park. Der Tabellenvierte Borussia Dortmund empfängt den Aufsteiger 1. FC Köln: Das erwartet den FC in Dortmund.

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Form: Der BVB kann auf einen positiven Saisonstart zurückblicken. Nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Rot-Weiß Essen und dem Unentschieden zum Start der neuen Bundesligasaison gegen St. Pauli gewannen die Dortmunder in der Liga gegen Union Berlin (3:0), Heidenheim (2:0), Wolfsburg (1:0) und Mainz (2:0). Vor der Länderspielpause holten die Jungs von Niko Kovač gegen Leipzig einen Punkt und gingen somit ungeschlagen ins Topspiel gegen den FC Bayern. Gegen die Münchner gelang aber nur ein 1:2 und damit musste der BVB die erste Saisonniederlage hinnehmen. In der Champions League sind die Dortmunder allerdings weiterhin unbesiegt. Auf ein 4:4 in Turin und ein 4:1 gegen Atlético Bilbao folgte am vergangenen Dienstag ein 4:2-Auswärtssieg in Kopenhagen.

Intensität und Effizienz prägen Dortmunder Spiel

Starke Defensive: Mit nur sechs Gegentoren in den ersten sieben Ligaspielen stellt der BVB gemeinsam mit dem VfB Stuttgart die zweitbeste Defensive der Liga. Nur der FC Bayern musste weniger Gegentreffer hinnehmen als die Schwarz-Gelben. Ein Fokus der Westfalen liegt offenbar auf dem Spiel mit dem Ball. Im Durchschnitt haben die Jungs von Trainer Niko Kovač 54 Prozent Ballbesitz. Zum Vergleich: Der FC kam an den ersten sieben Spieltagen durchschnittlich auf 48 Prozent.

Effizienz: Die Mannschaft von Kovač kann den Ball nicht nur in den eigenen Reihen halten. Sie ist dazu auch noch ziemlich gefährlich vor dem Tor. Bislang gab Borussia Dortmund zwar die wenigsten Torschüsse aller Bundesligisten ab. In sieben Spielen kamen die Schwarz-Gelben lediglich auf 76 Schüsse auf das gegnerische Tor. Allerdings stellt der BVB mit 13 Treffern die viertbeste Offensive hinter Bayern, Frankfurt und Leverkusen. Knapp jeder sechste Versuch führt zu einem Tor – nur Bayern und Frankfurt sind hier besser. Mit 4892 intensiven Läufen (Platz vier in der Liga) sowie 1200 Sprints (Platz fünf in der Liga) gehört Dortmund darüber hinaus zu den Mannschaften, die eine intensive Spielweise verfolgen. Der FC befindet sich in diesen beiden Statistiken eher im unteren Bereich der Liga.

Im Fokus: Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck zählt zu den absoluten Leistungsträgern des BVB. Der Innenverteidiger riss sich zum Ende der vergangenen Saison den Meniskus und fiel daher bis in die neue Saison aus. Am vierten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg feierte der 25-Jährige sein Comeback in der Startelf, spielte über 90 Minuten durch und zeigte eine sehr souveräne Leistung. Seitdem ist Schlotterbeck aus der Mannschaft von Kovač nicht mehr wegzudenken. In den darauffolgenden drei Ligaspielen sowie am vergangenen Mittwoch in Kopenhagen stand der Linksfuß über die komplette Spielzeit auf dem Platz. Lediglich im Spiel gegen Bilbao gab Kovač ihm eine kleine Pause und brachte Schlotterbeck erst gegen Ende der Partie.

Auch bei der deutschen Nationalmannschaft war Schlotterbeck sofort gefordert. Sowohl gegen Luxemburg als auch gegen Nordirland trug der ehemalige Freiburger dazu bei, dass die Mannschaft von Julian Nagelsmann wichtige Punkte einfahren konnte und somit beste Chancen auf die direkte WM-Qualifikation hat. Am vergangenen Wochenende zeigte Schlotterbeck noch einmal seine ganze Klasse. Gegen den FC Bayern führte er den BVB als Kapitän aufs Feld. Der Innenverteidiger überzeugte mit seiner Passsicherheit, Zweikampfstärke und seinem nach vorne gerichteten Verteidigen. Leistungen wie diese machen deutlich, warum der BVB den 2027 auslaufenden Vertrag gerne vorzeitig verlängern würde. Allerdings ist der BVB großer Konkurrenz ausgesetzt. Neben dem FC Bayern sollen auch Real Madrid sowie Vereine aus England die Situation des deutschen Nationalspielers im Blick haben.

Übrigens: FC-Coach Lukas Kwasniok gilt Schlotterbeck zufolge als prägende Trainerpersönlichkeit in seiner Laufbahn. Erst Kwasniok habe in der U17 und U19 erkannt, dass die Stärken des heute 25-Jährigen auf der Innenverteidigerposition am besten aufgehoben sind.

Kontinuität in der Defensive, Flexibilität nach Vorn

Trainer Kovač lässt seine Mannschaft überwiegend im 3-4-3-System auflaufen. Im Tor ist Gregor Kobel gesetzt. Davor haben seit Saisonbeginn Ramy Bensebaini und Waldemar Anton die besten Karten. Nach der Rückkehr von Schlotterbeck besetzt der ehemalige Freiburger die dritte Position in der Dreierkette. Dabei spielt Schlotterbeck meist in der Mitte, Bensebaini links und Anton rechts. Auf der linken Schienenposition gibt es an Daniel Svensson kein Vorbeikommen. Rechts liefern sich Julian Ryerson und Yan Couto ein enges Duell. Allerdings scheint Ryerson hier leicht die Nase vorn zu haben. Im Mittelfeld setzt Kovač auf Marcel Sabitzer. Neben dem Österreicher kommt häufig Felix Nmecha zum Einsatz, der aktuell vor Jude Bellingham und Pascal Groß steht. In der Spitze ist Sehrou Guirassy gesetzt, auf den beiden Positionen dahinter gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese beiden Positionen machen vorwiegend Karim Adeyemi, Julian Brandt und Maximilian Beier unter sich aus. Der BVB hat mit den hochveranlagten Fabio Silva oder Carney Chukwuemeka allerdings noch weitere Optionen.

Kwasniok über Dortmund: „Völlig andere Herangehensweise“

Lukas Kwasniok würdigte auf der Pressekonferenz am Donnerstag die positive sportliche Entwicklung der Westfalen, die zuletzt zu beobachten war: „Man muss klar festhalten, dass die Dortmunder mit dem Trainerwechsel eine völlig andere Herangehensweise an den Tag legen. Ich will damit niemanden zu nahetreten, aber sie waren in der Vergangenheit sicherlich eine Mannschaft, die wechselhaft agierte, bei der vielleicht nicht immer jeder am Anschlag war. Das hat Niko Kovač eindrucksvoll hinbekommen“, so Kwasniok. Besagter Kovač fand seinerseits warme Worte für die Kölner Mannschaft: „Der FC ist ein Gegner, der sehr gut gestartet ist. Er trägt Euphorie in sich und hat tolle Fans, die sicher auch morgen zahlreich im Stadion sein werden.“ Kovač warnte zudem vor der Offensivgefahr der Domstädter: „Es ist eine Mannschaft, die sehr schnell vertikal nach vorn spielt, schnell ihre Abschlüsse sucht und viele Spieler mit in den Strafraum bringt. Wir müssen versuchen, den Gegner so weit wie möglich vom eigenen Tor wegzuhalten und unser Spiel zu machen“, so Kovač.

Mögliche Aufstellung Dortmund: Kobel –Süle, Schlotterbeck, Bensebaini – Ryerson, Nmecha, Sabitzer, Svensson – Adeyemi, Beier – Guirassy

Ausfälle: Emre Can (Aufbautraining) und Julien Duranville (Schulterverletzung).


Wer stürmt gegen den BVB? So könnte der 1. FC Köln gegen Dortmund auflaufen

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Wer stürmt gegen den BVB? So könnte der 1. FC Köln gegen Dortmund auflaufen

Für den 1. FC Köln steht am achten Bundesligaspieltag das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund auf dem Programm. Im Vergleich zum Heimspiel gegen den FC Augsburg muss Lukas Kwasniok seine Startelf im Signal Iduna Park auf mindestens einer Position verändern. Ob es noch weitere Veränderungen geben wird, bleibt abzuwarten beim 1. FC Köln: So könnte der FC in Dortmund spielen.


Die Personalsituation der vergangenen Woche dürfte Lukas Kwasniok einige Gedanken gekostet haben. Unter der Woche verletzte sich Jan Thielmann und wird dem FC nun einige Wochen fehlen. Auch der potenzielle Ersatz Linton Maina hatte sich zwischenzeitlich krank gemeldet beim 1. FC Köln: So könnte der FC in Dortmund spielen.

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Beim Auswärtsspiel in Dortmund muss FC-Cheftrainer Lukas Kwasniok neben Rav van den Berg und Luca Kilian auch auf Jan Thielmann verzichten. Dieser hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Schwarz-Gelben äußerte sich Kwasniok auch zum Ausfall des Offensivspielers: „Es war natürlich für uns alle erst einmal ein kleiner Rückschlag. Vor allem natürlich auch für Jan“, so der 44-Jährige. „Jan wird jetzt vor der Länderspielpause nicht mehr zum Einsatz kommen. Einen Muskelfaserriss würde ich jetzt auch klar kommunizieren. Im hinteren Oberschenkel auf der linken Seite. Es war jetzt nicht eine bestimmte Bewegung, sondern ein schleichender Prozess. Deshalb waren wir eher negativ überrascht, dass es solche Auswirkungen hatte“. so der Trainer.

Kwasniok: „Werden eine gute Lösung finden“

Neben Thielmann könnte es noch einen weiteren Ausfall in Dortmund geben. Linton Maina, den Kwasniok aufgrund seines Tempos als möglichen Ersatz für Thielmann gesehen hätte, musste sich krankheitsbedingt von der Donnerstagseinheit abmelden. Ob der 26-Jährige bis Samstag wieder fit wird, ließ Kwasniok offen: „Wir werden schon eine Lösung finden und elf gute Jungs aufstellen können. Wie diese Lösung genau aussehen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen.“ Am Freitag trainierte der Außenbahnspieler wieder mit. Sollte es für Maina nicht reichen, dürften entweder Said El Mala oder Marius Bülter für Thielmann in die Startformation rutschen. Auch die Option, dass beide beginnen, bietet sich an. Dann dürfte Bülter für Waldschmidt in die Spitze rücken und El Mala über die Außen kommen. Eine weitere Möglichkeit bietet Ragnar Ache, der eine gewisse Körperlichkeit mitbringen würde.

Wenn Bülter gemeinsam mit Ache startet, dürfte der 32-Jährige auf die Außen rücken. Sicherlich beginnt wieder Jakub Kaminski. Der Pole ist ein Aktivposten der Domstädter und bringt insbesondere viel Intensität ins Spiel.

Darf Dominique Heintz auch gegen Dortmund starten?

Während die Aufstellung im Offensivbereich noch offen ist, scheint die Besetzung weiter hinten klar. Eric Martel und Isak Johannesson werden wohl im Mittelfeld beginnen dürften, Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen haben auf den beiden Außenpositionen die Nase deutlich vorn. In der Abwehrreihe werden voraussichtlich Timo Hübers und Joel Schmied beginnen. Für die dritte Position gibt es allerdings verschiedene Möglichkeiten. Mit Dominique Heintz, der in den vergangenen beiden Spielen mindestens in Teilen überzeugte, hätte der FC einen erfahrenen und robusten Verteidiger mit einem linken Fuß auf dem Feld. Cenk Özkacar hätte ähnliche Qualitäten, hat jedoch bislang noch nicht über einen langen Zeitraum in der Liga gespielt. Auch Tom Krauß könnte die Position des linken Innenverteidigers übernehmen. Für den ehemaligen Schalker spricht, dass er im Vergleich zu den anderen beiden mehr Tempo mitbringt.

Allerdings könnte Kwasniok auch auf eine Viererkette umstellen. In der Mitte wären dabei Lund und Sebulonsen sowie Schmied und Hübers die ersten Kandidaten. Auf der Sechs könnten Krauß und Martel beginnen, während Johannesson eine Position weiter nach vorn rückt. Weitere Optionen für das Zentrum wären Luca Waldschmidt und Denis Huseinbasic.


So könnte der FC in Dortmund spielen:

Marvin Schwäbe ungewohnt unsicher

Marvin Schwäbe

Dominique Heintz vom 1. FC Köln

Dominique Heintz

Timo Hübers und Rav van den Berg

Timo Hübers

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Isak Johannesson dürfte gesetzt sein

Isak Johannesson

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Kristoffer Lund beim Training des 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg

Said El Mala

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln freut sich über sein Tor. (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)

Jakub Kaminski

Marius Bülter lief in der Vorbereitung als Kapitän des 1. FC Köln auf

Marius Bülter


Dünne Personaldecke: Rückt dieses FC-Talent gegen Dortmund in den Kader?

Lukas Kwasniok wirkt nachdenklich
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Dünne Personaldecke: Rückt dieses FC-Talent gegen Dortmund in den Kader?

Thielmann verletzt, Maina-Einsatz noch unklar- Rückt jetzt dieses FC-Talent gegen Dortmund in den Kader?

Vor dem Aufeinandertreffen mit Dortmund tun sich am Geißbockheim einige Fragen um den Kader der Geißböcke auf. Beim Abschlusstraining heute gab es dann einige Überraschungen: Rückt dieses FC-Talent gegen Dortmund in den Kader?

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Beim Abschlusstraining, das heute unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Franz-Kremer-Stadion ausgetragen wurde, war Linton Maina Teil der Trainingsgruppe. Erst gestern verkündete sein Trainer Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Westfalen, dass sich Maina krank gemeldet hatte: „Das war natürlich für uns alle schon ein kleiner Rückschlag (der Ausfall von Jan Thielmann, Anm. d. Red.). Und dann war der erste Gedanke: Linton Maina könnte dem Gegner mit seiner Geschwindigkeit durchaus wehtun. Der hat sich aber heute leider krankheitsbedingt abgemeldet.“ Vollends abschreiben wollte Kwasniok Maina für das Spiel gegen Dortmund allerdings noch nicht: „Jetzt müssen wir schauen, wie sehr er darunter leidet, ob er morgen wieder zur Verfügung steht oder zumindest am Wochenende. Insofern spielen jetzt die Gedanken etwas Wirrwarr. Aber wir werden schon eine Lösung finden und elf gute Jungs aufstellen können.“ Mit Mainas Teilnahme am Abschlusstraining verdichten sich die Anzeichen, dass er zumindest ein Kandidat für die Ersatzbank sein könnte, wenn auch nicht bei 100 Prozent.

<<< Zu den Stimmen zum Dortmund-Spiel>>>

<<<Timo Hübers offenbar schwer verletzt>>>

Fährt Yannick Mausehund mit nach Dortmund?

Wie bereits in der Länderspielpause durfte auch heute U21-Spieler Yannick Mausehund dem Geheimtraining von Lukas Kwasnioks Elf beiwohnen. Mausehund kam im Februar von der Hertha-Akademie ans Geißbockheim. Der 19-Jährige lief für die Mannschaft von Evangelos Sbonias insgesamt zwölf Mal auf und konnte ein Tor beisteuern. Heute durfte er am Abschlusstraining der ersten Mannschaft teilnehmen, wie auch bereits schon in der Länderspielpause vor zwei Wochen. Das Profil des Innenverteidigers könnte für die Geißböcke insofern interessant sein, dass Mausehund mit 1,91 Metern hochgewachsen und eine gewisse Robustheit vereint. Eigenschaften, von denen sich der FC-Coach sehr angetan zeigt, wie er mit Blick auf Stürmer Marius Bülter offenbarte: „Auch mit seiner Größe darf man nicht unterschätzen. Wenn man sich die Spiele unter der Woche anschaut, aber auch in der Bundesliga, wie viele Spiele dann schon auch durch Größe entschieden werden. Deswegen ist er definitiv eine Option und ein Startelfkandidat“, äußerte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Auf einen Platz im FC-Kader werden sich derweil auch zwei andere Akteure konkrete Hoffnungen machen.

Castro-Montes und Gazibegovic: Ausgebootet, aber nicht abgeschrieben

Sollte Linton Maina tatsächlich krankheitsbedingt ausfallen, würden aufgrund der Verletzung von Jan Thielmann gleich zwei Kaderplätze für das Duell gegen den BVB frei. Und die könnten dann durch die beiden Profis aufgefüllt werden, die zuletzt außen vor waren: Jusuf Gazibegovic sowie Alessio Castro-Montes. Beide verbindet in den Augen Kwasniok ein entscheidender Nachteil: „Die sind jetzt nicht so groß gewachsen, nicht körperlich. Die aller robustesten. Und du musst Entscheidungen treffen. Und natürlich wird es immer Spieler geben, die etwas kürzer treten oder nicht ganz so viele Einsatzzeiten bekommen. Sie gehören leider dazu.“, erklärte der Kölner Coach am Donnerstag. Sollte er wechseln wollen, könne er diese Positionen mit anderen Spielern auffüllen. „Und deswegen sind sie dann eben auch mal nicht im Kader oder kriegen nicht die Minuten, die sie sich wünschen.“ Der Kölner Trainer erklärte aber auch, dass es dann aber auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen könne. „Ich kann das einfach nur hier so bestätigen, dass sie Gas geben. Und dann kommt vielleicht irgendwann dieser Tag und dann müssen sie da sein.“


Lukas Kwasniok sucht für den 1. FC Köln den BVB-Schlüssel

Timo Hübers im Zweikampf mit Julian Brandt
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Lukas Kwasniok sucht für den 1. FC Köln den BVB-Schlüssel

Am 8. Spieltag ist der 1. FC Köln zu Gast im Signal Iduna Park. Vergangenes Wochenende konnte der FC einen Punkt gegen den FC Augsburg einfahren. Nun haben die Geißböcke mit dem BVB ein anderes Kaliber vor der Brust. So will der 1. FC Köln in Dortmund punkten.

Ein „Highlightspiel“ erwartet die Geißböcke gegen den BVB nicht – findet zumindest FC-Trainer Lukas Kwasniok. Diese seinen in der aktuellen Phase zwischen den Länderspielen andere Duelle. Die Begegnung gegen den BVB sei vielmehr ein „Kracher-Spiel“. Dennoch fahren Coach und Mannschaft mit Selbstvertrauen zu den Borussen. So will der 1. FC Köln in Dortmund punkten.

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Als Lukas Kwasniok zu Beginn der Saison nach den Tücken des Spielplans gefragt wurde, da zeigte sich der Trainer fast schon glücklich über den doch schwierigen Auftakt der Geißböcke. Der Tenor: Drei von vier Spielen zu Beginn auswärts seien doch gar nicht so schlecht, da man dann auch nicht so viel erwarte. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen, dass die Kölner einfach mal mit elf Zählern aus den ersten sieben Saisonspielen kommen würden. Die Erwartungen wurden bereits mehr als erfüllt – zumal es auch gegen einige vermeintlich stärkere Gegner geht. Womöglich wird Kwasniok auch aus ähnlichem Grund mit einem sehr guten Gefühl die Reise zu den Westfalen nach Dortmund antreten. Denn die Borussia spielt unterm Strich schon in einer anderen Liga.

Kwasniok erwartet ein Low-Score-Game

Die Niederlage gegen die Bayern am vergangenen Wochenende war die erste seit 14 Spielen. Der BVB hat gerade einmal sechs Gegentore in der Liga kassiert, steht in der Defensive extrem sicher. In der Offensive ist Dortmund dagegen extrem kaltschnäuzig, hat mit die wenigsten Schüsse abgegeben, aber immerhin 13 Treffer erzielt. Der BVB spielt wieder konstant guten Fußball. Das weiß auch Kwasniok. „Die Mannschaft ist extrem fleißig, investiert von vorne bis hinten viel. Sie haben ganz klare Abläufe mit und gegen den Ball und sie lassen halt einfach nicht nach“, lobt Kwasniok den Gegner. „Sie werden am Samstagabend auch die Zuschauer unterhalten wollen und uns attackieren, uns stressen.“ Und genau dort will der Kölner Coach dann auch wieder den passenden Schlüssel finden.

„Es ist ja jetzt nicht so, dass wir völlig chancenlos dort hinfahren, auch wenn wir jetzt nicht gerade als haushoher Favorit aufdribbeln werden“, sagt der Kölner Coach. „Also grundsätzlich ist es so, wenn eine Mannschaft, die auf dem Papier besser ist, und das sind sie sowohl in der Spitze als auch in der Breite, einen perfekten Tag erwischt und wir auch, dann ziehen wir normalerweise den Kürzeren. Und das Schöne am Fußball ist aber, dass du das vorher nie genau weißt.“ Laut dem Trainer sei die Begegnung ein Low-Score-Game, ein Tor, eine Situation könne den Ausschlag geben. Und wenn der BVB dann auch noch nicht gerade den besten Tag erwische, der FC aber am Limit spiele, dann wäre doch was möglich. „Wir haben aber auch gegen Stuttgart und Leipzig gezeigt, dass wir die Großen ärgern können. Und unser Ziel ist es einfach, aus diesem Ärgern auch einen Punkt zu machen.“

Weitere Spieler fallen aus

Personell kann Kwasniok dann aber doch nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben den Langzeitverletzten um Luca Kilian, Rav van den Berg und Youssoupha Niang fallen auch Jan Thielmann mit einer muskulären Oberschenkelverletzung und Linton Maina erkrankt aus. Dadurch wird ein Startelf-Einsatz von Said El Mala wahrscheinlicher. Sicher ist der nicht. Denn auch Marius Bülter drängt wieder in die Anfangsformation. Möglicherweise wird auch Ragnar Ache zu einer Option. Niko Kovac stehen in Dortmund mehr Optionen zur Verfügung. Allerdings kündigte der Coach bereits an, dass er rotieren würde. Ein wirklich großer Vorteil bietet sich den Kölnern aus dieser Rotation nicht. Denn auch die individuelle Klasse der Dortmunder Bank ist beeindruckend.

Beeindruckend wird für den Kölner Coach der erste Auftritt an der Seitenlinie im Dortmunder Stadion. „Bisher geht es mir so, dass ich vor jedem Spiel noch nervös bin. Dass die Rahmenbedingungen in Dortmund nochmal etwas besonderer sind, das steht außer Frage“, sagte Kwasniok und gab zu, dass sein Sohn mit der Borussia sympathisiere und die beiden sich auch mal Spiele angeschaut haben. „Jetzt dort an der Seitenauslinie zu stehen, wird ein Erlebnis werden. Aber es wäre schöner, wenn aus dem Erlebnis ein gutes Ergebnis werden würde“, so der Trainer weiter – aber durchaus bemüht, die Erwartungen gering zu halten.

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U21 vor Stadt-Derby bei Fortuna Köln: Mit Trotzreaktion näher an die Tabellenspitze

Malek El Mala und Fayssal Harchaoui vom 1. FC Köln
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U21 vor Stadt-Derby bei Fortuna Köln: Mit Trotzreaktion näher an die Tabellenspitze


Die U21 des 1. FC Köln steht nach der überraschenden Niederlage gegen Bonn vor einem richtungsweisenden Stadt-Derby am Samstag beim SC Fortuna Köln: Die FC-Talente könnten mit einem Sieg direkt wieder vorpreschen Richtung Tabellenspitze, andernfalls droht ein längerer Verbleib im Mittelmaß für den 1. FC Köln: U21 vor richtungsweisendem Spiel.

Tabellenspitze oder Mittelmaß? Die Elf von Evangelos Sbonias hat es gegen den SC Fortuna Köln selbst in der Hand. 1. FC Köln: U21 vor richtungsweisendem Spiel.

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Es war ein gelungener Ausflug für ein U21-Quartett. Cenny Neumann, Nick Zimmermann, Fayssal Harchaoui und San-Luca Spitali reisten unter der Woche mit der U19 nach Luxemburg zum Youth-League-Spiel des 1. FC Köln beim Racing FC Union und kamen allesamt beim 3:0-Erfolg zum Einsatz. Insbesondere Cenny Neumann ragte dabei heraus und empfahl sich für höhere Aufgaben. Der Rechtsverteidiger kam nach seiner Verletzung am Syndesmoseband zu Saisonbeginn bisher nur zu Kurzeinsätzen bei der U21. Neumann sammelte zuletzt aber Spielpraxis bei der U19 und war in Luxemburg einer der Antreiber im Kölner Spiel. Das ist auch dem U21-Trainer Evangelos Sbonias nicht entgangen, der den Auftritt seiner Schützlinge im Livestream verfolgte. Neumann ist bereit für die Regionalliga West. Ob er jedoch ausgerechnet im Stadt-Derby beim SC Fortuna Köln seine Startelf-Premiere feiern kann, ließ der Coach mit Blick auf die Reise unter der Woche offen: „Da müssen wir darauf achten bei so einem jungen Spieler, was der Körper macht. Grundsätzlich ist er aber ein Kandidat für die Startelf.“

El Mala-Comeback gegen Fortuna Köln?


Ebenfalls nicht in die Karten schauen ließ sich Sbonias hinsichtlich Malek El Malas. Der Stürmer ist nach wochenlanger Verletzungspause wieder fit und dürfte daher in den Kader zurückkehren. Ob der Angreifer aber direkt von Anfang an ran darf, wollte oder konnte der Trainer noch nicht verraten, die Entscheidung falle erst nach dem Abschlusstraining. Derweil wird das Derby gegen die Fortuna einen richtungsweisenden Charakter bekommen.

Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in der Vorwoche gegen Bonn kann die U21 direkt Wiedergutmachung betreiben und näher an die vorderen Plätze heranrücken. Bei einer Niederlage droht der Rückstand nach ganz oben jedoch frühzeitig in den zweistelligen Punkte-Bereich zu wachsen, was die FC-Talente zumindest für die kommenden Wochen im grauen Tabellen-Mittelfeld halten würde. Auch das wäre für die neuformierte Elf sicherlich ein Erfolg, andererseits wäre der mittelfristig anvisierte Sprung in die dritte Liga wohl so schnell nicht wieder zu erreichen wie in dieser Saison mit einer ausgeglichenen Liga-Spitze ohne Top-Favoriten.

Sbonias über Fortuna Köln: „Dickes Brett,, was wir Bohren müssen“


Kölns Trainer Evangelos Sbonias sieht in der Fortuna allerdings „die beste Mannschaft in der Regionalliga bis jetzt“ und erwartet entsprechend „ein dickes Brett, was wir da am Wochenende bohren müssen“. Dabei hofft der Coach, dass sich sein Team gefestigter präsentiert als in der Schlussphase gegen den Bonner SC: „Ich habe gedacht, dass wir da schon relativ stabil unterwegs sind, weil es uns in dieser Phase, in der wir die Spiele gewonnen haben und die Serie hatten, fast gar nicht passiert ist.“ Die Lehre aus der Niederlage in der Schlussminute sei es, „dass man durchgehend den Fokus oben haben muss, ansonsten werden die Dinge in der Regionalliga bestraft. Das ist uns leider schmerzhaft gegen Bonn passiert.“

Es wird spannend, wohin die Reise der U21 in den kommenden Wochen gehen wird.


Vier Scorerpunkte gegen Dortmund: Marius Bülter will nun auch für den 1. FC Köln beim BVB treffen

Marius Bülter jubelt für den 1. FC Köln
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Vier Scorerpunkte gegen Dortmund: Marius Bülter will nun auch für den 1. FC Köln beim BVB treffen

Die Aufgabe könnte für die Geißböcke nicht viel schwerer sein. Der FC trifft auf Borussia Dortmund und damit auf eine der besten Defensiven der Liga. Wo das Tor des BVBs steht weiß vor allem ein Spieler des 1. FC Köln: Marius Bülter will gegen den BVB weiter Scorerpunkte sammeln.

Am Samstag steht für die Geißböcke das Duell im Signal Iduna Park an. Die Begegnung wird keine leichte werden, dennoch ist man selbstbewusst beim 1. FC Köln: Marius Bülter will gegen den BVB weiter Scorerpunkte sammeln.

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Bülter

Elf Punkte aus sieben Spielen sind für den FC ein beeindruckender Start. Zumal es gegen einige Teams aus der Spitze der Bundesliga ging. Doch die kommenden beiden Aufgaben scheinen zumindest auf dem Papier eine doch große Nummer. „Wir können schon dahin fahren und ohne Druck mit viel Selbstvertrauen sagen, dass wir etwas holen wollen“, sagte Marius Bülter am Mittwoch nach dem Training. „Allgemein ist es immer schön, da zu spielen. Deswegen ist die Vorfreude groß. Es werden am Samstag alle Augen im Topspiel auf das Duell gerichtet sein.“ Somit auch auf die Kölner Spieler. Einer, der es schon zu Saisonbeginn in den Fokus geschafft hat, ist eben Bülter – gerade die Begegnung gegen den SC Freiburg dürfte für den Offensivspieler mit einem Tor und zwei Vorlagen besonders gewesen sein.

FC trifft auf starke Defensive

Zumal Bülter damit seine Scorerpunkte gegen den SCF auf sechs hochschraubte. Zuvor war Werder Bremen in Sachen Tore der Bülter-Lieblingsgegner (5 Tore) und dann auch schon Borussia Dortmund. Zwar betonte Bülter am Mittwoch, dass er keine besonders guten Erinnerungen an den BVB habe. Aber: Drei von neun Spielen gewann der Stürmer bereits gegen die Borussia, erzielte eben drei Tore und bereitete einen Treffer vor. In Dortmund feierte Bülter auch schon einen Erfolg, gewann mit der TSG Hoffenheim 3:2 im Signal Iduna Park. Auch Luca Waldschmidt und Florian Kainz spielten jeweils neun Mal gegen Dortmund, kassierten dabei sieben Niederlagen und erzielten jeweils einen Treffer und einen Assist. Jakub Kaminski und Linton Maina sammelten bislang gegen den BVB jeweils einen Assist – die Bilanz ist insgesamt aber auch negativ.

Dass diese Bilanz bei der Kölner Offensive aber am Samstagabend aufpoliert wird, dürfte zumindest eine große Herausforderung werden. Denn die Borussia verfügt aktuell über eine der besten Defensiven der Liga. Einzig Bayern München hat in der Liga bislang weniger Tore kassiert. BVB-Keeper Gregor Kobel musste bislang erst sechs Mal hinter sich greifen. Der BVB hat bisher auch die zweitwenigsten Schüsse aufs eigene Tor bekommen und den zweitbesten gegnerischen xGoals-Wert. Lukas Kwasniok wird sich also einiges einfallen lassen müssen. Der Kölner Coach erwartet ein Lowscore-Game – ein Treffer könne die Begegnung unter Umständen entscheiden. Kwasniok würde es egal sein, wer den erzielt. Solange der Torschütze ein FC-Trikot trägt.


Erlebt Dominique Heintz beim 1. FC Köln seinen zweiten Frühling?

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Erlebt Dominique Heintz beim 1. FC Köln seinen zweiten Frühling?

Nach einem schwierigen Saisonstart kämpft sich der erfahrene Innenverteidiger zurück in die Startelf und überzeugt durch seine Routine, Ruhe und Führungsstärke für den 1. FC Köln: Dominique Heintz hat sich zurückgekämpft.


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Der 1. FC Köln ist erfolgreich in die Bundesliga-Saison gestartet. Mit elf Punkten aus den ersten sieben Ligaspielen und dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg kann der Aufsteiger auf einen positiven Saisonstart zurückblicken. Nach dem Aufstieg und zahlreichen Transferbewegungen im Sommer war dies jedoch nicht selbstverständlich. Neben den Neuzugängen, die die Qualität des Kaders erhöhen, zeigen auch Profis aus der Aufstiegssaison verbesserte Leistungen und passen sich immer besser dem Niveau der Bundesliga an. Einer von ihnen ist Dominique Heintz. Der erfahrene Innenverteidiger gehörte in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern und erlebt beim FC aktuell einen erneuten Frühling in seiner bereits fortgeschrittenen Karriere.

Heintz: „Das ist ein Motto in meiner Karriere“

Beim FC läuft derzeit vieles in die richtige Richtung. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok präsentiert sich gefestigt, kampfstark und als geschlossene Einheit. Dies ist auch den Spielern zu verdanken, die zunächst keine tragende Rolle spielten, im entscheidenden Moment aber zur Stelle sind. Dazu gehört auch Heintz. Der 32-Jährige war in der abgelaufenen Saison ein zentraler Bestandteil der Defensive und trug maßgeblich zum Aufstieg bei. Zu Beginn der aktuellen Spielzeit stand er dann allerdings erstmal in der zweiten Reihe. Obgleich seiner schwierigen Lage sah Heintz keinerlei Anlass dazu, Unruhe zu stiften oder gar seinen Ärger über die Entscheidung seines Trainers öffentlich anzukreiden, wie es vielleicht bei anderen Spielern schon geschehen ist.

Die Ausbootung wandelte er vielmehr in Motivation um, sich wieder einen Platz in Kwasnioks erster Elf zu erarbeiten: „Es ist für ein Team immer gut, wenn neue Spieler dazukommen. Das setzt neue Impulse und jeder muss wieder um seinen Platz kämpfen, das fördert die Leistung und den Konkurrenzkampf“, teilte der Routinier im Interview mit Vereinsmedien mit. „Das Wichtigste ist, dass trotzdem jeder die Mannschaft im Vordergrund sieht und nicht das eigene Ego nach vorne stellt. Das ist aktuell so und wir Erfahrenen müssen dafür sorgen, dass wir diesen Gedanken aufrecht erhalten. Das ist auch ein Stück weit ein Motto von mir in meiner Karriere: Wenn die Mannschaft strahlt, dann kannst du auch als einzelner strahlen. Deshalb sind wir in einem Mannschafts- und nicht in einem Einzelsport“, so Heintz weiter.

Überraschung in Hoffenheim

Anfang Oktober rückte Heintz überraschend in die Startelf, da Rav van den Berg verletzt ausfiel und Tom Krauß gegen Leipzig und Stuttgart nicht zu überzeugen wusste. Heintz nutzte seine Chance eindrucksvoll: Beim 1:0-Auswärtssieg in Hoffenheim zeigte der Linksfuß eine abgeklärte und konzentrierte Leistung. Von der ersten Minute an war er hellwach, überzeugte in seinen Zweikämpfen und trug zur Stabilität in der Defensive bei. Trainer Kwasniok hatte ihn erst am Spieltag darüber informiert, dass er von Beginn an spielen würde. „Ich habe mich einfach auf das Spiel gefreut. Es ist schön, wenn du für deine harte Arbeit belohnt wirst und der Trainer sieht, dass du nie aufgegeben hast“, sagte Heintz. „Meine Familie war auf dem Weg ins Stadion – sie hat sich natürlich gefreut, mich wieder live auf dem Platz zu sehen.“

Kleine Delle gegen Augsburg

Auch im folgenden Heimspiel gegen den FC Augsburg stand der Abwehrspieler in der Startelf. In der ersten Halbzeit ließ die Kölner Defensive um Heintz, Timo Hübers und Joel Schmied kaum eine Torchance zu. Nach dem Seitenwechsel verursachte Heintz allerdings mit einem Foul an Anton Kade einen Elfmeter, durch den die Gäste in Führung gingen. Doch statt zu wanken, spielte der Routinier konzentriert weiter und blieb bis zu seiner Auswechslung souverän. In einer Mannschaft, die sich nach dem Aufstieg in der Bundesliga etablieren will und viele junge, unerfahrene Spieler in ihren Reihen hat, bringt er wertvolle Eigenschaften ein: Erfahrung, Spielintelligenz, Ruhe und Präsenz. Qualitäten, die man kaum trainieren kann, die aber in entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen.

So wusste er auch mit seinem Fauxpas beim Augsburgspiel richtig umzugehen: „Als junger Spieler machst du dir noch viel mehr Gedanken, du möchtest möglichst perfekt spielen. Mit der Erfahrung weiß man nach einer Situation wie am Samstag: Es sind noch 40 Minuten zu spielen und Fehler passieren. Man hat solche Situationen schon öfter durchlebt und lernt, ruhig zu bleiben. Es geht darum, dass man als Team versucht, die Fehler wieder auszubügeln. Das haben wir am Samstag geschafft und noch den Punkt geholt“, ordnete Heinz im Nachhinein ein.

Ob der 32-Jährige auch in den kommenden Spielen gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern München in der Startelf stehen wird, ist unklar. Eines ist jedoch eindeutig: Wenn Heintz auf dem Platz steht, kann sich der 1. FC Köln auf einen erfahrenen, verlässlichen und mental starken Verteidiger verlassen. Denn der zweite Frühling des Routiniers hat längst begonnen.


Personal-„Wirrwarr“ in der Offensive des 1. FC Köln- Diese Optionen bleiben Kwasniok

Said El Mala glänzt nicht nur im Trikot des 1. FC Köln
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Personal-„Wirrwarr“ in der Offensive des 1. FC Köln- Diese Optionen bleiben Kwasniok

Die Ausfälle von Jan Thielmann und Linton Maina bereiten FC-Trainer Lukas Kwasniok vor dem Aufeinandertreffen mit dem BVB Kopfzerbrechen. Dabei ist für viele die Lösung schon klar im Hinblick auf das Kölner Offensiv-„Wirrwarr“: Diese Optionen bleiben Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln.

Leistungsträger Jan Thielmann fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel vorerst aus. Auch Ersatzmann Linton Maina wird voraussichtlich keine Option sein gegen Dortmund. Offensiv-„Wirrwarr“: Diese Optionen bleiben Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln.

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Vor der Auswärtsfahrt nach Dortmund beschäftigt FC-Trainer Lukas Kwasniok eine Frage besonders stark: Wen lässt er am Samstag im Signal Iduna Park von Beginn an stürmen? Diese Frage wurde durch den Ausfall von Hoffnungsträger Jan Thielmann, der bei den bisherigen Auftritten der Kölner in der Startformation gesetzt war, komplex. Nachdem sich auch Linton Maina krank gemeldet hatte, wurde es erst so richtig kompliziert. Kwasniok und sein Trainerteam geraten vor der Partie gegen den Tabellenvierten mächtig ins Grübeln: „Das war natürlich für uns alle schon ein kleiner Rückschlag (Der Ausfall von Jan Thielmann, Anm. d. Red.). Und dann war so der erste Gedanke, Linton Maina könnte vielleicht auch mit seiner Geschwindigkeit dem Gegner durchaus wehtun. Der hat sich aber heute leider krankheitsbedingt abgemeldet.“ Vollends abschreiben wollte Kwasniok Maina für das Kracher-Spiel gegen Dortmund allerdings noch nicht: “Jetzt müssen wir schauen, wie sehr er darunter leidet, ob er morgen wieder zur Verfügung steht oder zumindest dann am Wochenende. Insofern spielen jetzt die Gedanken etwas Wirrwarr. Aber wir werden schon eine Lösung finden und elf gute Jungs dann aufstellen können.”

Ist Marius Bülter bereit für die Startelf?

Einer der besagten “guten Jungs” könnte auch Marius Bülter sein. Schon am Donnerstag äußerte der 32-Jährige, dass er nach dem kurzen Einsatz gegen Augsburg bezüglich seines Fitnesslevels noch eine Schippe drauflegen konnte. Er selbst wollte sich aber in einer Medienrunde am Mittwoch noch nicht festlegen, ob er bereit für einen Startplatz ist am Samstag: „Es fühlt sich von Tag zu Tag besser an. Dann schauen wir mal, was der Trainer mit mir vorhat“. Der verkündete einen Tag später prompt, warum wenig dagegen spricht Bülter von Beginn an reinzuwerfen: „Grundsätzlich ist er jetzt eine Woche weiter und hat einen ordentlichen Eindruck gemacht. Auch mit seiner Größe darf man ihn nicht unterschätzen. Wenn man sich die Spiele unter der Woche und in der Bundesliga anschaut, dann sieht man, dass viele Spiele auch durch Größe entschieden werden. Deswegen ist er definitiv eine Option und ein Kandidat für die Startelf.“

Was ist mit Ragnar Ache?

Ein hochgewachsenes Kraftpaket ist auch Winterneuzugang Ragnar Ache. Doch der hat in dieser Saison bislang erst einen Startelfeinsatz absolviert. Gegen den VfB Stuttgart stand der Angreifer von Beginn an auf dem Platz und lieferte prompt die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:0 der Kölner. In den darauffolgenden Partien kam er wie zuvor wieder als Joker zum Einsatz, so auch gegen den FC Augsburg. Trainer Lukas Kwasniok verzichtete dabei erneut auf seinen einzigen klassischen Mittelstürmer: „Wir wollten dann eben mit Jan auch Geschwindigkeit auf der letzten Kette haben, weil wir wussten, der Gegner versucht dann auch in Mann-Mann-Duelle uns zu verwickeln“, erklärte der Coach damals seine Entscheidung.

Das könnte es für Ache auch in den kommenden Wochen schwierig machen, sich über die Rolle als Einwechselspieler hinaus zu empfehlen. Dabei hat der Sommerneuzugang bereits gezeigt, dass er dem FC helfen kann. Der Angreifer steuerte sowohl im Pokal als auch in der Liga jeweils eine Vorlage bei. Eine davon erzielte er, wie bereits erwähnt, bei seinem bislang einzigen Startelfeinsatz gegen Stuttgart. Gegen Dortmund wird der wiedergenesene Bülter wohl den Vorrang vor dem 27-Jährigen erhalten.

Was spricht gegen Said El Mala? Kwasniok: „Das ist unsere Verantwortung“

Zur Belastungssteuerung schaute Shootingstar Said El Mala gegen Augsburg erst 60 Minuten von der Bank zu, ehe er den Rasen in Müngersdorf betrat und mit einem sehenswerten Treffer für den Ausgleich sorgte. Die Forderungen, das Spektakel um den 19-Jährigen auch über 90 Minuten erneut betrachten zu wollen, werden erwartungsgemäß lauter. Lukas Kwasniok sah es gestern jedoch als notwendig an, die El-Mala-Mania – wie so oft – einzubremsen.: “Die ganzen Messis und Ronaldos und Neymars und wie sie alle heißen, die Superstars. Die haben auch mit 17, 18, 19 niemals jedes Spiel von Beginn an gespielt. Das ist unsere Verantwortung, Woche für Woche diesen Spieler im richtigen Moment zu bringen.” Dennoch ließ sich Kwasniok im Bezug auf seine Pläne mit El Mala zumindest ein Stück weit in die Karten gucken: „Wir haben nicht mehr ganz so viele Optionen, wenn jetzt zwei vorneweg brechen. Da ist die Wahrscheinlichkeit einfach etwas gestiegen, dass Said nach und nach mehr Einsatzzeiten bekommt“.

Für Said El Mala ist es das größte Spiel seiner Karriere. Ob diese Kulisse einem Jungen Spieler einschüchtern könne, davon wollte Kwasniok nichts wissen: „Ich erwarte bei jedem, der die Möglichkeit bekommt, dort auflaufen zu dürfen, dass er sich darauf freut. Das ist für jeden eine Bühne. Ich will, dass wir dieses Spiel so angehen. Jeder Einzelne, der Trainer, der gesamte Verein, die Fans. Es ist eine Bühne, sich präsentieren zu dürfen. Das ist aber unabhängig von Said El Mala oder Kaminsky oder Bülter. Das ist das Normalste der Welt. Deswegen haben sie irgendwann mal angefangen, Fußball zu spielen. Wenn jemand das nicht kann oder nicht will, dann muss er im Amateurfußball spielen. Da hast du nicht so eine Bühne.“

FC will in Dortmund für eine Überraschung sorgen

„Wenn eine Mannschaft, die auf dem Papier besser ist – sowohl in der Spitze als auch in der Breite – einen perfekten Tag erwischt, dann ziehst du normalerweise den Kürzeren. Das Schöne am Fußball ist aber, dass du das vorher nie genau weißt. Ein einziges Tor kann viel verändern. Eine einzelne Situation, eine Rote Karte oder eine frühe Gelbe Karte kann viel verändern“, philosophierte Kwasniok über die anstehende Partie. Sicher ist: Egal, wie der FC-Coach das Kader-Wirrwarr löst, gegen die Dortmunder brauchen die Kölner von jedem, der einen Platz im Kader für das Kracher-Spiel ergattert, eine absolute Spitzenleistung.


Gazibegovic und Castro-Montes: Wohl zurück im Kader und doch außen vor

Jusuf Gazibegovic kommt beim FC gerade nicht zum Zug
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Gazibegovic und Castro-Montes: Wohl zurück im Kader und doch außen vor

Nach knapp zwei Monaten könnte Jusuf Gazibegovic am Samstagabend wieder in den Kader rotieren. Auch Alessio Castro-Montes winkt der Kaderplatz. Vor allem, weil zwei Spieler offenbar ausfallen werden. Die Chance auf Einsatzzeit ist aber gering beim 1. FC Köln: Gazibegovic und Castro-Montes wieder im Kader?

Noch vor einem Jahr spielte er Champions League gegen Borussia Dortmund. Nun kehrt er zurück mit dem 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic und Alessio Castro-Montes wieder im Kader?

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Für Jusuf Gazibegovic könnte das Wochenende schon ein wenig ein besonderes werden. Der Rechtsverteidiger könnte erstmals seit Ende August, also knapp zwei Monaten wieder zum Kader der Geißböcke bei einem Pflichtspiel gehören. Der Zeitpunkt für die Kader-Rückkehr wäre insofern kurios, weil der Abwehrspieler vor ziemlich genau einem Jahr im Signal Iduna Park noch als Stammspieler vorspielte. Damals, am 5. November, trat Gazibegovic in der Champions League mit Sturm Graz eben beim BVB an. Vor der Saison schien ein weiteres Auftreten bei der Borussia als ziemlich sicher. Denn Gazibegovic ist im Winter bekanntlich zum FC gewechselt und Köln genauso bekanntlich im vergangenen Sommer in die Bundesliga zurückgekehrt.

Rücken Gazibegovic und Castro-Montes auf?

Doch zuletzt schien das eben nicht mehr so sicher. Gazibegovic spielt unter Lukas Kwasniok aktuell gar keine Rolle, die Zeichen stehen ganz klar auf schnellem Abschied, im Winter könnte der Bosnier den Verein wohl schon wieder verlassen, nachdem er im vergangenen Winter als Königstransfer nach der Transfersperre noch verpflichtet wurde. Und doch steht offenbar die Kader-Rückkehr unmittelbar bevor. Sollte Linton Maina tatsächlich krankheitsbedingt ausfallen, würden aufgrund der Verletzung von Jan Thielmann gleich zwei Kaderplätze für das Duell gegen den BVB frei. Und die dürften dann durch die beiden Profis aufgefüllt werden, die zuletzt außen vor waren. Eben Gazibegovic sowie Alessio Castro-Montes. Auch der Sommer-Neuzugang kommt noch nicht in Fahrt, spielt ebenfalls keine Rolle.

„Es ist jetzt nicht so, dass ich auf den beiden Positionen mit Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen da jetzt irgendwie aktuell offene Baustellen habe. Das sind sehr stabile Spieler“, erklärte der Kölner Coach am Donnerstag. Sollte er wechseln wollen, könne er diese Positionen mit anderen Spielern auffüllen. „Und deswegen sind sie dann eben auch mal nicht im Kader oder kriegen nicht die Minuten, die sie sich wünschen.“ Der Kölner Trainer erklärte aber auch, dass es dann aber auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen könne. „Ich kann das einfach nur hier so bestätigen, dass sie Gas geben. Und dann kommt vielleicht irgendwann dieser Tag und dann müssen sie da sein.“ Immerhin könnte es nun mal wieder eine Kaderberufung geben – wenn auch notgedrungen. Allerdings nahm Maina am Freitag wieder am Training teil.