„Ein wichtiger Step“: Frauen-Trainerin des 1. FC Köln Britta Carlson lobt Entwicklung ihres Teams

Britta Carlson, Trainer in der Frauen des 1. FC Köln
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„Ein wichtiger Step“: Frauen-Trainerin des 1. FC Köln Britta Carlson lobt Entwicklung ihres Teams

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben mit dem zweiten 2:1-Sieg in Folge einen großen Schritt weg vom Tabellen-Keller gemacht. Die Frauen-Trainerin des 1. FC Köln zeigte sich nach dem Abpfiff größtenteils zufrieden.

Das Comeback von Anna-Lena Stolze und das Debüt von Pauline Bremer gaben nach dem Sieg weitere Anlässe für Optimismus in den kommenden Wochen. Die Frauen-Trainerin des 1. FC Köln zeigte sich nach dem Abpfiff größtenteils zufrieden.

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Der Schock des frühen Rückstands gegen den 1. FC Union Berlin warf die Kölnerinnen nicht aus der Bahn. Das Team kämpfte sich zurück und hätte die Partie schon vor der Halbzeit entscheiden können, wenn nicht sogar müssen. „Da war ich nicht zufrieden“, konstatierte die Trainerin Britta Carlson nach der Partie mit Blick auf die ersten rund 20 Minuten, „da hat mir gefehlt, dass wir wach und präsent sind. Auch mit dem Ball war mir das zu wenig Bewegung, zu statisch und zu viele einfache Fehler.“ Carlson freute sich aber auch über die Leistungssteigerung: „Dann sind wir gut ins Spiel gekommen und hatten es gut im Griff.“ Dabei legte die Trainerin den Finger dennoch auch in die Wunde: „Wir hätten die Situationen auch besser ausspielen müssen. Du hattest viele gute Möglichkeiten, die du dann zum Schluss noch mal zu Ende spielen kannst oder musst. Den Elfmeter müssen wir machen, dann ist das Ding fast durch, aber einfach können wir ja nicht.“

„Sie kann noch viel mehr“

Trotz des Elfmeter-Fehlschusses fand Carlson aber lobende Worte für Anna-Lena Stolze, die ein starkes Comeback feierte und zuvor an beiden Toren beteiligt war: „Sie kann noch viel mehr. Ich glaube, sie war auch nervös, aber das ist auch in Ordnung. Sie hat einen ganz wichtigen Pass zum 2:1 gespielt. Da siehst du die Qualität, die sie hat. Das Selbstbewusstsein kommt mit jeder Trainingseinheit, mit jeder Spielminute, die sie bekommt. Da darf sie auch heute noch ein bisschen nervös sein. Es freut mich einfach, dass sie ihr Comeback feiern durfte. Für sie ist es schon was Besonderes, nach so langer Zeit ihr erstes Heimspiel zu machen.“

Lukas Kwasniok wird seinen Spielern ein paar Tage frei geben
Lukas Kwasniok wird seinen Spielern ein paar Tage frei geben
Evangelias Sbonias, U21 des 1. FC Köln
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Said El Mala erwischte beim 1. FC Köln nicht seinen besten Tag
Said El Mala erwischte beim 1. FC Köln nicht seinen besten Tag

Stolze kam im Sommer 2024 zum FC, verletzte sich jedoch direkt am ersten Spieltag im Auswärtsspiel in Leipzig am Kreuzband. Und so konnte die Offensivspielerin erst ein Jahr später zum ersten Mal im Franz-Kremer-Stadion auflaufen. Mit Pauline Bremer feierte in der Schlussphase eine Stürmerin ihre Premiere im FC-Trikot. Gerade auf Stolze und Bremer ruhen in den kommenden Monaten große Hoffnungen. Sandra Jessen kommt in der Offensive derweil immer mehr ins Rollen. Die Isländerin traf – das Abbruch-Derby gegen Leverkusen mit eingerechnet – im vierten Spiel in Folge, offiziell steht der Sommer-Zugang nun bei drei Toren und ist damit Kölns erfolgreichste Angreiferin. Marina Hegering musste gegen Berlin zwar angeschlagen vom Feld, aber Carlson konnte nach dem Spiel schon Entwarnung geben: „Es geht schon wieder ganz gut. Sie hatte eine Kreislauf-Geschichte. Ich glaube, dass es nicht so problematisch ist. Dann haben die Waden ein bisschen zugemacht, da müssen wir kein Risiko eingehen. Dafür haben wir einen breiten Kader jetzt und konnten das ganz gut ausgleichen.“

„Heute war es aber ein wichtiger Step“

Derweil sah die Trainerin in der zweiten Hälfte insbesondere eine mentale Herausforderung für ihre Mannschaft: „Es war wenig klares Spiel von beiden Seiten. Es ging viel über Standards, viele lange Bälle. Dann musst du einfach die Ruhe bewahren. Die Sicherheit haben wir noch nicht in der Saison. Es wird von Spiel zu Spiel besser, das sieht man auch. Aber du hast noch nicht das Mindset, dass du sagst: Jetzt bringe ich das 2:1 mal ganz entspannt über die Runde. Gerade nach den kleinen Rückschlägen, die wir immer wieder hatten in den letzten Spielen. Heute war es aber ein wichtiger Step, dass wir das auch mal ein bisschen cleverer zu Ende gespielt haben.“

Nach dem Abpfiff ging der Blick auch schon direkt nach vorne. Schon am Donnerstagabend geht es mit dem Wiederholungsderby gegen Leverkusen weiter. Mit einem weiteren Erfolgserlebnis könnte der FC seinen jüngsten Aufwärtstrend eindrucksvoll untermauern.


Jakub Kaminski vom 1. FC Köln darf von WM-Teilnahme träumen

Jakub Kaminski spielte stark für Polen
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Jakub Kaminski vom 1. FC Köln darf von WM-Teilnahme träumen

Für den Kölner Linksaußen läuft es aktuell nicht nur bei den Geißböcken gut. Auch mit der Nationalmannschaft Polens konnte der 23-Jährige am Sonntagabend einen Erfolg feiern, bevor er zurückkehrt zum 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.

90 Minuten stand der Offensivspieler in Litauen auf dem Platz. Und es lief gut für den Nationalspieler aus den Reihen des 1. FC Köln: Jakub Kaminski darf von der WM-Teilnahme träumen.

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In der aktuellen Saison läuft es für den gebürtigen Polen wahrlich nicht schlecht. Beim 1. FC Köln ist der 23-Jährige angekommen, stand in allen Bundesliga-Duellen 90 Minuten auf dem Platz und erzielte für den FC bereits drei Tore. Aktuell befindet sich Jakub Kaminski auf Länderspielreise mit der polnischen Nationalmannschaft. Und auch auf dem internationalen Parkett scheint es für den Kölner Neuzugang rund zu laufen. Wurde Kaminski im Duell gegen Neuseeland noch geschont und kam nicht zum Einsatz, so stand der Offensivspieler am Sonntagabend gegen Litauen 90 Minuten auf dem Platz, wurde erst kurz vor Ende der Begegnung vom Feld genommen.

Kaminski mit gutem Spiel gegen Litauen

Beim 2:0-Sieg der polnischen Nationalelf machte Kaminski ein gutes Spiel, konnte allerdings keine Scorerpunkte sammeln. Das übernahmen unter anderem mit ihren Treffern die beiden Torschützen Sebastian Szymanski von Fenerbahce Istanbul und Robert Lewandowski, der per Kopf einschob. Polen behält dank der eingefahrenen Punkte den zweiten Rang der Gruppentabelle vor und liegt mit 13 Zählern nur drei hinter den Niederlanden als Tabellenführer. Auf dem dritten Platz reiht sich aktuell mit zehn Punkten Finnland ein. Der Mannschaft mit FC-Spieler Kaminski kann den Platz in den Playoffs nur noch ein unmöglich erscheinender Kantersieg der Finnen streitig machen.

Mit einem Sieg gegen die Niederlande in der dritten Länderspielphase könnte die Mannschaft von Nationaltrainer Jan Urban sogar mit dem Spitzenreiter punktemäßig gleichziehen. Allerdings hat die Elftal ein wesentlich besseres Torverhältnis. Das Duell findet am 14. November statt. In der zweiten Begegnung wartet dann am 17. November das Auswärtsspiel auf Malta auf Kaminski, Lewandowski und Co. Für Isak Johannesson geht es schon am Montagabend gegen Frankreich weiter. Nach der Niederlage gegen die Ukraine steht Island bereits mächtig unter Druck. Am Dienstag könnte Sebastian Sebulonsen sein Länderspieldebüt feiern und auch Said El Mala spielt mit der deutschen U21.

Wirklich ein Zeichen mentaler Stärke? Späte Tore sind eine neue Qualität des 1. FC Köln

Jakub Kaminski nach seinem Treffer gegen den SC Freiburg
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Wirklich ein Zeichen mentaler Stärke? Späte Tore sind eine neue Qualität des 1. FC Köln

Späte Treffer mit großer Wirkung: Der Aufsteiger hat sich mithilfe von späten Toren früh in der Bundesliga etabliert. Nach sechs Spieltagen steht Köln mit zehn Punkten auf Rang sechs und hält damit Anschluss an die Spitzengruppe der Tabelle. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln? 

Späte Tore, große Wirkung: Der Aufsteiger punktet dank Last-Minute-Treffern und mischt nach sechs Spieltagen mit zehn Punkten oben mit. Was steckt hinter der Last-Minute-Qualität des 1. FC Köln? 

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Späte Tore haben den Kölnern in den ersten Wochen dieser Saison schon mehrfach entscheidende Punkte beschert. Beim Heimsieg gegen Mainz war es eine scharf getretene Flanke von Waldschmidt in der 90. Minute, die Marius Bülters Haarspitzen streifte und damit unhaltbar ins Mainzer Tor segelte. In Wolfsburg sorgten Kaminski und Jóhannesson in der Nachspielzeit sogar doppelt für späte Jubelmomente. Kaminski stellte mit seinem Treffer zum 3:3 sogar einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Bislang hat niemand später getroffen als er. Gegen Stuttgart entging Köln schließlich nur knapp der möglichen Führung – der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt klärte auf der Linie. Lukas Kwasniok ordnete nach der Heimniederlage gegen Stuttgart ein: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mit dem Ball dann auch gute Passagen. Und genau in dem Moment, als wir das Gefühl hatten, das Stadion ist voll, das geht vielleicht in unsere Richtung, macht es Stuttgart gut. Wir standen eigentlich geordnet. Der Gegentreffer war nicht nötig.“

Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“

Im Fußball wird in diesem Zusammenhang häufig von „psychologisch wichtigen Zeitpunkten“ gesprochen, zum Beispiel, wenn ein Team kurz vor der Halbzeit oder kurz vor Spielende ein Tor erzielt. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Handelt es sich um einen nachweisbaren Effekt oder ist es lediglich eine Floskel, die vor allem in Pressekonferenzen und Spielanalysen verwendet wird? Der Sportpsychologische Experte Thorsten Loch hat das für come-on-fc.com eingeordnet.

Die Datenlage sei differenziert, sagt Loch: “Analysen internationaler Top-Wettbewerbe zeigen, dass ein Tor unmittelbar vor der Halbzeit nicht automatisch zu einem Vorteil führt. In einigen Studien ließ sich sogar nachweisen, dass Heimteams nach einem späten Treffer vor der Pause in der zweiten Halbzeit schlechter abschnitten, als wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt getroffen hätten.” Andere Untersuchungen wiederum berichteten keinen systematischen Effekt: “Es gibt aber auch Befunde, die unter bestimmten Umständen einen positiven Einfluss beschreiben – beispielsweise wenn die emotionale Dynamik im Stadion und auf der Bank kurzfristig verändert wird. Insgesamt gilt: Ein klarer, universeller „psychologischer Zeitpunkt“ lässt sich empirisch nicht belegen.”

Hier spielen laut Loch mehrere Faktoren ineinander: „Zum einen nimmt gegen Spielende die körperliche Leistungsfähigkeit ab: Lauf- und Sprintleistungen sinken, die Fehleranfälligkeit steigt. Zum anderen passen Teams ihr Verhalten je nach Spielstand an. Wer zurückliegt, geht mehr Risiko ein, rückt höher auf und erzwingt Standardsituationen. Wer führt, wird häufig passiver – ein Muster, das als ‚Score-Effect‘ beschrieben wird.“ Hinzu kommt die allgemeine Dynamik des Spiels: „Statistisch gesehen häufen sich Tore gegen Ende, ganz unabhängig von psychologischen Zuschreibungen. Psychologische Faktoren, wie ein kurzfristiger Motivationsschub durch einen Ausgleichstreffer in letzter Minute, können diesen Effekt verstärken, sind aber nicht die alleinige Ursache.“

Mentale Stärke oder clever gewechselt?

Gibt es also einen „besten Zeitpunkt“ für ein Tor? Aus psychologischer Sicht nicht, ist sich Loch sicher. Entscheidend sei vielmehr, dass Phasenübergänge im Spiel – etwa direkt nach Wiederanpfiff oder nach Wechseln – anfällig für Konzentrationsfehler sind: “Wer in diesen Momenten klare Routinen und abgestimmte Abläufe parat hat, kann diese Verwundbarkeit des Gegners nutzen. Hier geht es weniger um Magie, sondern um gute Vorbereitung.”

Das kann Ausdruck von Fitness, taktischer Ausrichtung oder auch mentaler Stabilität sein, beispielsweise in Form der Fähigkeit, trotz Rückschlägen am Ball zu bleiben und konstruktiv mit Fehlern umzugehen. Gleichzeitig sollte man vorsichtig sein: „Wiederholte späte Treffer sind kein reiner Beleg für mentale Stärke, sondern meist das Resultat eines Zusammenspiels aus Kondition, Spielidee und psychologischer Widerstandsfähigkeit“, präzisiert Loch.

Ein Beispiel dafür ist die Handhabung Kwasnioks von Saïd El Mala gegen Wolfsburg. Der Offensivspieler kam erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit in die Partie, um mit frischen Beinen eine ermüdete gegnerische Wolfsburger Abwehr zu stressen – ein Plan, der aufging. El Mala leitete mit seiner Vorarbeit zum 2:2-Ausgleich in der 91. Minute die wilde Schlussphase ein. „Said ist definitiv eine Waffe“, lobte Trainer Kwasniok anschließend. „Aber eine Waffe von Beginn an zu sein, ist nochmal etwas anderes. Er verändert ein Spiel, genau wie ein Ragnar auf seine Art und Weise und ein Kainzi auf seine Art und Weise.“

Kein Alleinstellungsmerkmal

Der „psychologisch wichtige Zeitpunkt“ ist kein Naturgesetz, sondern ein Narrativ, das nur in bestimmten Kontexten trägt: „Wer Fußball wissenschaftlich betrachtet, erkennt: Späte Tore entstehen vor allem aus taktischen und physiologischen Gründen – psychologische Effekte können sie verstärken, erklären sie aber nicht allein“, schließt Loch.

Nach dem freien Bundesliga-Wochenende können die Geißböcke dann gegen Sandro Wagners Augsburg das Narrativ weiterschreiben. Augsburg hat ihrerseits eine bemerkenswerte Bilanz vorzuweisen: Vier ihrer elf Tore fielen in der Schlussphase der ersten oder zweiten Halbzeit.

Neue Wege bei den Geißböcken: Warum der Kader des 1. FC Köln so erfolgreich ist

Die Spieler des 1. FC Köln
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Neue Wege bei den Geißböcken: Warum der Kader des 1. FC Köln so erfolgreich ist

Ein Dutzend Neuzugänge, noch mehr Abgänge – der FC hat sich im Sommer verändert. Nicht nur personell. Auch taktisch hat bei den Geißböcken eine andere Herangehensweise Einzug erhalten. Der 1. FC Köln vollzieht einen erfolgreichen Umbruch.

Sechs Ligaspiele mit neuen Anfangsformationen, Positionswechseln und fünf verschiedenen taktischen Formationen. Bei den Kölnern hat sich nicht nur auf dem Platz einiges verändert: Der 1. FC Köln vollzieht einen erfolgreichen Umbruch.

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Während die nun vier Nationalspieler mit ihren Mannschaften mehr oder weniger durch Europa reisen, hat der eigentlich daheim gebliebene Kader der Geißböcke die Chance, eben nicht daheim zu bleiben. Vier lange Tage hat Lukas Kwasniok der Mannschaft im Grunde frei gegeben. Kopf frei kriegen, vielleicht individuell arbeiten und dann wieder voll angreifen. Das muss eben nicht in Köln passieren. Joel Schmied, der sich beim FC zuletzt festgespielt hat, postete beispielsweise ein Bild von Strand und Meer, Eric Martel offenbar vom Kolosseum in Rom. Auch diese Maßnahme fällt unter Kwasnioks Motto „Work hard, be smart“. Vier Tage frei sind auch in einer Länderspielpause nun eher ungewöhnlich. In Köln weht seit diesem Sommer aber eben ein anderer Wind. Und der ist nicht nur auf Trainerebene ganz offensichtlich für die jüngsten Erfolge mit entscheidend.

Zahlreiche Neuzugänge – noch mehr Abgänge

Auch am Kader wurde kräftig gefeilt. Zwölf Neuzugänge hat der FC zu verzeichnen. Von diesen zwölf Neuzugängen sind mindestens vier aus einer Startformation nicht mehr wegzudenken, vier weitere gehören zum erweiterten Kreis der Stammspieler, kommen auch Woche für Woche zu ihren Einsätzen. Rav van den Berg ist aktuell verletzt, würde sicherlich auch zu diesen Akteuren zählen. Bei Alessio Castro-Montes scheint es aktuell ein Zeitfaktor zu sein. Nur Cenk Özkacar hinkt den Erwartungen hinterher, Ron-Robert Zieler war ohnehin als Nummer zwei vorgesehen. Die jüngsten Erfolge nicht an einer Kader-Veränderung festzumachen, fällt angesichts dieser Zahlen also sehr schwer. Interessant werden die Neuzugänge auch im Hinblick auf die Abgänge.

Thomas Kessler und der FC bewegen sich eindeutig weg von dem Kölner Weg, den Christian Keller über die Jahre zuvor mühsam aufgebaut hat. Wenn man so will, ist es eine Emanzipation vom ehemaligen Sportchef. Imad Rondic, Rasmus Carstensen, Steffen Tigges und Co. – die Liste der von Keller verpflichteten Spieler, von denen man sich nach und nach trennt (mindestens auf Leihbasis), ist lang. Auch bei dem letzten „Königstransfer“ Jusuf Gazibegovic scheint es alles andere als klar, dass er seinen Kontrakt beim FC absolvieren wird. Der Umbruch hat dem FC gutgetan. „Wir haben viele gute Typen in unserer Mannschaft und du brauchst diese gute Mischung. Du brauchst ein paar jüngere Spieler, ein paar bodenständige“, sagte Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.com und deutet darin auch an, wie wichtig es ist, einige „alte“ Spieler behalten zu haben.

Nicht nur personell hat sich das Gesicht beim FC verändert

Der Umbruch ist in vollem Gange und er ist noch nicht abgeschlossen. Dabei geht es dem FC aber offensichtlich nicht nur um die reinen Personalien. Vielmehr entfernt man sich auch von der Vorgabe, ein festes System beim FC komplett zu implementieren. Für Christian Keller und seine Trainer war das unter anderem die Viererkette. Auch, wenn später immer wieder anders kommuniziert, war diese dann doch irgendwie in Stein gemeißelt – sicherlich von Trainern wie Steffen Baumgart auch forciert. Der Kader wurde nach dem festen System zusammengestellt. War auf der Verteidigerposition ein Missstand ausgemacht, sollte auch genau diese Lücke wieder gestopft oder ausgebessert werden. Schon unter Gerhard Struber wurde die starre Formation aufgegeben. Allerdings, weil der Erfolg ausblieb und die Mannschaft ihre Probleme mit der richtigen Balance hatte.

Eine starre Form kann man Lukas Kwasniok nun wahrlich nicht unterstellen. Der Kölner Trainer wählte in den vergangenen sechs Ligaspielen fünf Mal eine unterschiedliche taktische Formation, zudem jedes Mal eine andere Anfangself. Die Maxime ist nicht mehr, der Gegner muss sich auf den FC einstellen. Vielmehr ist die Denke, der FC findet den richtigen Masterplan für den jeweiligen Gegner. Kwasniok ist ein Tüftler, der es zu seiner Aufgabe gemacht hat, für jeden Kontrahenten den richtigen Schlüssel zu suchen und zu nutzen. Das muss nicht gut gehen, kann es aber offensichtlich auch. Und das eben nicht nur in Sachen Taktik, sondern auch in Sachen Aufstellung. Der 44-Jährige bricht mit festen Positionen auf, hat keine feste Rolle für seine Spieler, vielmehr eine Idee, welche Eigenschaft zu welchem Spieler und seiner Aufgabe am besten passt.

Die Kölsche Musik ist geblieben

Und das schlägt sich eben auch bei der Kaderzusammenstellung und im Scouting nieder. Der FC entdeckt neue Märkte für sich, sucht eben nicht mehr nur im deutschsprachigen Raum. In der Kabine spricht man auch Englisch. „Wenn so ein Cut kommt und viele Spieler gehen, ist das natürlich für jeden etwas, worauf man sich einstellen muss. Natürlich ist es aber auch so, dass es einem bei Erfolg dann viel viel leichter fällt und für die Laune besser ist“, sagte Linton Maina im Podcast von Radio Köln. „Man lernt sich immer immer besser kennen. Man ist immer noch in der Findungsphase.“ Eins ist aber beim FC auch mit der neuen Mannschaft und unter dem neuen Trainer gleich geblieben: Der FC hört in der Kabine noch immer Kölsche Musik. „Da hat der Jan seine Playlist und ein Auge drauf, vor allem nach Siegen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz hier im Verein und in der Kabine“, sagt Maina. „Ich kann mich nicht dran erinnern, dass schon mal was anderes lief nach einem Sieg.“ Und so soll es gerne auch bleiben.

Trotz Fehlschuss vom Elfmeter-Punkt: Frauen des 1. FC Köln schlagen Aufsteiger knapp

Die Frauen des 1. FC Köln jubeln nach ihrem Sieg
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Trotz Fehlschuss vom Elfmeter-Punkt: Frauen des 1. FC Köln schlagen Aufsteiger knapp

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben den ersten Heimsieg der laufenden Bundesliga-Saison eingefahren: Das Duell gegen den Aufsteiger 1. FC Union Berlin endete mit einem knappen, aber letztlich verdienten 2:1-Erfolg für den FC. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Union Berlin.

Das Flutlicht hielt diesmal im Franz-Kremer-Stadion wieder die ganzen 90 Minuten durch. Sorgen gab es derweil um Marina Hegering. Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen Union Berlin.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Aufstellung im Vergleich zum abgebrochenen Derby exakt eine Woche zuvor an selber Stelle gegen Leverkusen auf zwei Positionen. Die bisherige Stamm-Keeperin Lisa Schmitz fiel kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme aus, wie der FC mitteilte. Dafür feierte Irina Fuchs ihre Bundesliga-Premiere zwischen den Kölner Pfosten. Zudem stand Anna-Lena Stolze erstmals nach ihrer Kreuzband-Verletzung in der ersten Elf. Martyna Wiankowska rückte dafür auf die Ersatzbank. Erwischte der FC vor einer Woche noch einen Blitzstart, waren es diesmal die Gäste, die früh jubeln durften im Franz-Kremer-Stadion. Katja Orschmann flankte den Ball aus dem zentralen Mittelfeld hoch in die Spitze. Anna Gerhardt verschätzte sich bei diesem Ball und ließ Sophie Weidauer entwischen, die den Ball an der machtlosen Irina Fuchs vorbeilegte zum 0:1 (7.).

Die Kölner Frauen erhöhten den Druck

Und die Gäste hätten beinahe sogar schnell erhöht, doch der Freistoß von Athanasia Moraitou zischte knapp am Kölner Tor vorbei (14.). Rund um die 20. Minute fanden die Kölnerinnen jedoch besser ins Spiel und erhöhten sukzessive den Druck auf den Aufsteiger. Der Ausgleich war der verdiente Lohn. Stolze zog das Foul im gegnerischen Drittel. Adriana Achcinska servierte den fälligen Freistoß lang auf den zweiten Pfosten. Die aufgerückte Marina Hegering legte den Ball per Kopf quer und die mitgelaufene Laura Vogt grätschte in der Mitte im Fünfer unbedrängt zum 1:1 in Tor (28.).

Kurz danach fast die Kopie: Abermals trat Achcinska einen Freistoß lang und hoch in den Strafraum, Hegerings Kopfball flog jedoch knapp am Berliner Tor vorbei (31.). Stolze leitete mit einem schönen Pass in die Tiefe die Kölner Führung ein. Sandra Jessen stürmte auf das Tor zu, ließ im Strafraum noch eine heraneilende Berlinerin aussteigen und schob zum 2:1 ein (34.). Kurz danach flog ein Freistoß von Achcinska nur knapp am Union-Tor vorbei (36.). Der FC hätte eine unterm Strich starke erste Hälfte in der Nachspielzeit krönen können. Unions Tomke Schneider brachte Laura Feiersinger im Strafraum zu Fall. Stolze schnappte sich die Kugel, setzte den Foulelfmeter aber mit Wucht an die Unterkante der Latte (45.+4).

Marina Hegering muss angeschlagen ausgewechselt werden

Nach der Pause entwickelte sich ein offenes Duell weitgehend ohne gefährliche Aktionen in beiden Strafräumen. Der FC verlor nach etwas mehr als einer Stunde seine Kapitänin Marina Hegering, die angeschlagen ausgewechselt werden musste, offenbar von Krämpfen geplagt. Für sie kam Pauline Bremer ins Spiel, es war der erste Pflichtspiel-Einsatz des Sommer-Neuzugangs. Laura Vogt rückte dafür aus dem Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung auf die Hegering-Position.

Die Kölnerinnen verdienten sich den Sieg bei diesmal stabilem Flutlicht insbesondere aufgrund der starken Phase vor der Pause. Hier hätte das Spiel mit mehr Konsequenz im Abschluss schon frühzeitig vorentschieden werden können, um die letztlich folgende Zitterpartie zu vermeiden. Der FC kletterte in der Tabelle auf den zehnten Platz. Bereits am Donnerstagabend (18 Uhr) geht es mit dem Wiederholungsderby gegen Bayer Leverkusen weiter. Am kommenden Sonntag (16 Uhr) steht das schwere Auswärtsduell bei Bayern München an.

1. FC Köln: Fuchs – Imping, Hegering (67. Bremer), Agrez, Gerhardt – Donhauser, Vogt, Feiersinger (86. Degen), Stolze (62. Andrade) – Achcinska, Jessen. Tore: 0:1 Weidauer (7.), 1:1 Vogt (28.), 2:1 Jessen (34.). Zuschauer: 1665. Besonderes Vorkommnis: Stolze schießt einen Foulelfmeter an die Latte (45.+4).


Ehre, wem Ehre gebührt: Profi des 1. FC Köln für A-Team nachnominiert

Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen mit Trainer Lukas Kwasniok
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Ehre, wem Ehre gebührt: Profi des 1. FC Köln für A-Team nachnominiert

So wirklich überraschend kommt es nach den letzten Leistungen nicht. Es bahnt sich ein weiterer Nationalspieler an für den 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen wurde nun für das Nationalteam von Norwegen nominiert. Am Dienstag könnte das Debüt erfolgen.

Bekommt der FC einen weiteren Nationalspieler? Zumindest gab es eine Nachnominierung für einen weiteren Spieler des 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen für die Nationalmannschaft von Norwegen nominiert.

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Beim FC führt dieser Tage kein Weg an ihm vorbei. Auch, weil Kölns Trainer Lukas Kwasniok mehr als überzeugt ist von seinem Schützling. Der Coach ließ sich nach dem Spiel gegen Hoffenheim zu einem Extralob hinreißen. „Was Sebulonsen heute gegen Touré wegverteidigt hat und nach vorne abgespult hat, war sensationell“, sagte Kwasniok. „Er war heute geisteskrank.“ Tatsächlich hatte der Schienenspieler seine Probleme mit dem gegnerischen Flügelflitzer, verhinderte aber vielleicht auch Schlimmeres. So oder so ist der 25-Jährige beim FC absolut gesetzt, Leistungsträger, einer der wenigen Stammspieler, die bislang immer zu Spielbeginn auf dem Platz gestanden haben. Einzig auf dem Scorerboard hat sich der FC-Profi in dieser Saison noch nicht eingetragen, obwohl er der Top-Flankengegner des Teams ist.

Sebulonsen schon U21-Nationalspieler

Und das reicht offenbar zur Nachnominierung für die norwegische Nationalmannschaft. Am Sonntag folgte die Einladung, der Außenbahnspieler wird also in den kommenden Tagen dem FC ebenfalls fehlen. Sebulonsen könnte am Dienstag zum Einsatz kommen. Norwegen bestreitet dann ein Testspiel gegen Neuseeland. Gegen die Kiwis hätte zuvor schon Jakub Kaminski zum Einsatz kommen. Doch der Offensivspieler der Kölner war im Freundschaftsspiel der Polen nicht berücksichtigt worden. Vermutlich auch, um Kaminski für die Begegnung gegen Litauen am Dienstag zu schonen. Sebulonsen hat bereits in der U21 19 Mal für Norwegen gespielt, auf eine Berücksichtigung der A-Nationalmannschaft bislang vergeblich gewartet.

Damit kommen die Kölner in dieser Länderspielpause auf vier Nationalspieler. Neben Sebulonsen und Kaminski spielen aktuell auch Isak Johannesson für Island sowie Said El Mala für die deutsche U21. Am Dienstagnachmittag startet der FC in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Augsburg. Dann aber noch ohne die vier Akteure.

Ausbau des Geißbockheims lässt weiter auf sich warten – Prozess erst im Sommer 2026

Geschäftsstelle des 1. FC Köln
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Ausbau des Geißbockheims lässt weiter auf sich warten – Prozess erst im Sommer 2026

Eigentlich hatte der FC mit der Wahl des neuen Präsidiums und des neuen Kölner Oberbürgermeisters auf eine baldige Lösung gehofft. Es sollte voran gehen für den 1. FC Köln: Der nächste Dämpfer beim Ausbau des Geißbockheims.

Nach bereits jahrelangen Auseinandersetzungen im Streit um die Nutzung der Gleueler Wiese gerät das Vorhaben erneut ins Stocken beim 1. FC Köln: Der nächste Dämpfer beim Ausbau des Geißbockheims.

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Gefühlt war es eine der ersten Amtshandlungen. Der neue Vorstand des 1. FC Köln und der designierte Bürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester waren erst wenige Tage gewählt, da gab es am Geißbockheim bereits das erste Treffen. Und damit die Hoffnung vieler FC-Fans, dass der jahrelang Kampf um den Ausbau eben jenes Geißbockheims endlich schneller voran geht. „Der 1. FC Köln ist tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt. Umso mehr freut es uns, dass Torsten Burmester als neuer Oberbürgermeister den FC als ersten offiziellen Termin ausgewählt hat. Wir wollen diesen guten Austausch fortsetzen und die gemeinsame Verantwortung für unsere Stadt aktiv wahrnehmen“, hatte FC-Präsident Jörn Stobbe Anfang Oktober gesagt. 

Prozess erst im kommenden Sommer

Tatsächlich hat der künftige Oberbürgermeister im Wahlkampf zum FC und dessen Ausbauplänen am Geißbockheim gestanden. Der FC würde auch weiterhin gerne seine drei Trainingsplätze auf den Gleueler Wiesen bauen. Doch wie der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstagsausgabe berichtet, wird es zumindest eine juristische Entscheidung über die Gültigkeit der beiden Bebauungspläne nicht so schnell geben. Das OVG Münster teilte dem Stadt-Anzeiger auf Nachfrage mit, dass die Verhandlung erst für kommenden Juni anberaumt ist. Ein Urteil könnte sogar noch am gleichen Tag erfolgen. Das OVG hatte 2022 die Pläne für den Umbau wegen eines Formfehlers für unwirksam erklärt. Das Urteil wurde später gekippt, nun gibt es im Juni die nächsten Verhandlungen.

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff sagte dem Stadt-Anzeiger am Freitag: „Wir sind enttäuscht, dass es so spät ist, aber wir stellen uns darauf ein und sind bereit.“ Zuletzt hatte man sich eigentlich auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser vom Verein und dem Bündnis aus Grünen, CDU und Volt erwirkte Kompromiss, zwar das Leitstungszentrum auf dem Gelände des bisherigen Fußballplatzes zu bauen, die drei weiteren Plätze allerdings nicht auf der Gleuler Wiese zu errichten, scheint gescheitert. Denn die Verwaltung der Stadt sollte neue Flächen für den Breitensport und den FC finden, die lassen aktuell aber noch auf sich warten.

Der FC kann sich auch bei gewonnenem Prozess auf neuen Ärger einstellen. Denn selbst wenn die Pläne vom OVG für wirksam erklärt würden und der FC die Baugenehmigung beantragen könnte, steht dem Bau noch einiges im Wege. Ein neuer Bebauungsplan soll die Gleueler Wiese als Grünflache schützen, der Aufstellungsbeschluss ist vom Rat seit vergangenem Jahr beschlossen. Sollte der FC nach gewonnenem Prozess den Bauantrag stellen, gäbe es aufgrund des Aufstellungsbeschlusses eine Veränderungssperre und dem Vorhaben wäre erneut erst einmal ein Riegel vorgeschoben.

Schwerer Stand beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt die nächste Chance liegen

Jusuf Gazibegovic und Florian Kainz
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Schwerer Stand beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt die nächste Chance liegen

In den Pflichtspielen spielt er aktuell überhaupt keine Rolle. Auch ihn wird Lukas Kwansiok gemeint haben, als er den Cologne Cup wohl als Bewerbung für die Reservisten der Geißböcke ausgerufen hat. So wirklich hat sich die Situation aber nicht verändert beim 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic lässt eine große Chance liegen.

Vor drei Monaten gehörte er noch zu den Lichtblicken im Duell gegen Fortuna Köln, am Donnerstagabend lief es aber auch für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln nicht gut: Jusuf Gazibegovic lässt beim Cologne Cup eine große Chance liegen.

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Die Erinnerung an das letzte Stadt-Duell gegen Fortuna Köln sind schon ein wenig verblasst. Nicht die Worte von FC-Trainer Lukas Kwasniok im Nachhinein. Der FC kam damals nicht über ein 2:2 gegen den Stadtrivalen hinaus. Kwasniok fand anschließend überraschend deutliche Worte, sprach einigen Spielern die Bundesliga-Tauglichkeit ab. Jusuf Gazibegovic wird er wohl nicht gemeint haben. Der Rechtsverteidiger machte ein ordentliches Spiel gegen den Regionalligisten, erzielte unter anderem auch ein Tor. Seit dem ist viel Wasser den Rhein runtergelaufen. Das Team hat bewiesen, dass es sehr wohl für die Qualifikation für das deutsche Oberhaus reicht – wenn auch mit einem anderen personellen Gesicht. Doch ausgerechnet für den Bosnier sind die vergangenen drei Monate alles andere als gut verlaufen.

Keine Änderung am „Ist-Zustand“?

Und so wird der Kölner Coach auch den 26-Jährigen gemeint haben, als Lukas Kwasniok seine Spieler am Mittwoch ein wenig in die Pflicht nahm, als er sagte, dass Spiel sei „für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind.“ Und: „Das Spiel in Essen hat ja gezeigt, dass man mit einer gewissen Performance auf sich aufmerksam machen kann“, so Kwasniok. Damals gewann der FC 9:1 bei Schwarz-Weiß Essen, Luca Waldschmidt empfahl sich mit einem Fünferpack und rückte anschließend wieder in die Startelf gegen den VfL Wolfsburg. Kwasniok belohnt seine Spieler für gute Trainingseinheiten, für gute Testspiele, wirft sie dann doch wieder in die Pflichtspiele rein. Deswegen waren seine Worte mehr als nur eine Empfehlung.

Der aber nicht alle Spieler mit zuletzt eher wenig Einsatzzeit nachkamen. Kwasniok nannte natürlich keine Namen, sprach nur davon, dass es zwei, drei Spieler beim Cologne Cup eben nicht so gut gemacht hätten, lobte aber andere „Joker“ wie Tom Krauß oder Denis Huseinbasic. Zwar blieb Gazibegovic ohne größere Fehler, aber eben auch ohne größere Auffälligkeiten. Der Rechtsverteidiger hat wohl unter dem Kölner Coach aktuell den schwersten Stand von allen Spielern. Daraus macht Kwasniok auch keinen Hehl. Erst vor dem Duell gegen Hoffenheim hatte der FC-Trainer erklärt, dass er auf den Außen mit Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund gut besetzt sei und es eben nur einen Spieler im Spieltags-Kader geben soll, der als Ersatz mitfährt.

Keine besonders große Bewerbung

Damit ist Neuzugang Alessio Castro-Montes gemeint. Für Gazibegovic bieten sich dieser Tage also nicht so wirklich viele Chancen, Pluspunkte in Wettbewerbssituationen zu sammeln. Erst ein Spiel steht in dieser Saison auf dem Konto. Zuletzt blieb der Rechtsverteidiger vier Mal in Serie komplett zu Hause. Die Begegnungen gegen die Fortuna und Viktoria Köln waren also auch für den Bosnier die Möglichkeit, etwas an der Situation oder dem „Ist-Zustand“ – wie es Kwasniok nannte – zu ändern. Aufgedrängt hat sich Gazibegovic nicht. Dabei wäre Spielzeit für den Außenverteidiger besonders wichtig. Der 26-Jährige liebäugelt natürlich noch mit der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Zu den Länderspielen von Bosnien-Herzegowina wurde er dieses Mal nicht berücksichtigt.

Und so stellt sich auch nach dem Cologne Cup die Frage, ob der Bosnier überhaupt noch die Chance bekommen und diese dann nutzen kann oder will. Eine große hat er am Donnerstag wohl liegenlassen.

Dominique Heintz im Interview über seine Zukunft und die Zuneigung der Fans – Teil 2

Die Spieler des 1. FC Köln feiern mit Trainer Funkel die Meisterschaft
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Dominique Heintz im Interview über seine Zukunft und die Zuneigung der Fans – Teil 2

Der Abwehrspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 32-Jährige über seine weiteren Karrierepläne, die Vertragssituation und die Zuneigung der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.

Die Sympathien, die dem Kölner Abwehrspieler entgegenschlagen, sind in der Domstadt große. Und der 32-Jährige fühlt sich mit seiner Familie wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der Pfälzer über seine Zukunftspläne, die Vertragssituation beim FC und die Liebe der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.

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Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Heintz, Lukas Kwasniok hat Sie jetzt wieder spielen lassen, zu Beginn saßen auch mal Linton Maina oder Luca Waldschmidt draußen. Welche Signale sendet der Coach mit dieser Art der Rotation?

Dominique Heintz: Die Rotation zeigt doch, dass man durch harte Arbeit im Training und gute Präsenz, die Chance bekommt, reingeschmissen zu werden. Auf der anderen Seite spricht das natürlich auch für die Qualität in unserer Mannschaft. Jeder Spieler ist wichtig, jeder Spieler bekommt auch die Chance, sich zu zeigen und diese dann auch zu nutzen. Wir haben es selbst in der Hand zu zeigen, wie stark wir im Training sind, wie stark wir im Spiel sind.

„Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft“

Der Kader hat sich komplett verändert. Dennoch wirkt es von außen so, als sei er komplett eingespielt. Wie würden Sie den bisherigen Erfolg erklären?

Dominique Heintz: Es ja nicht so, dass alle Spieler der vergangenen Saison weg sind und wir sind ja auch nicht umsonst aufgestiegen (lacht). In erster Linie hat es etwas mit dem guten Teamgeist in der Mannschaft zu tun. Der steht über allem und ist die Voraussetzung für guten Fußball. Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft, die schon lange in Köln sind und die es den neuen Spielern einfach machen. Du brauchst bei uns nur zwei, drei Tage und dann hast du das Gefühl, dass du schon länger bei uns im Team bist.

Im Sommer wurden gleich zwei, mit Tom Krauß sogar im Grunde drei Innenverteidiger verpflichtet. Mit Rav van den Berg sogar der teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte. Was ist Ihnen da durch den Kopf gegangen?

Dominique Heintz: In jeder Mannschaft, in der ich gespielt habe, waren die Jungs stark und schwere Konkurrenz. Da muss man sich einfach durchsetzen. Das gehört zu dem Business dazu, egal auf welcher Position. Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt dich auch weiter nach vorne. Ich habe mir da eigentlich keine großen Gedanken gemacht. Im Sommer habe ich eigentlich nur die Meisterschaft der 2. Bundesliga genossen.

Dominique Heintz in der Saison 2015/16 gegen Borussia Dortmund
Dominique Heintz in der Saison 2015/16 gegen den FC Bayern München
Dominique Heintz gegen Hertha BSC
Dominique Heintz nach dem Spiel vom 1. FC Köln

Dennoch erscheint die Konkurrenz nun besonders groß…

Dominique Heintz: Klar, das ist sie. Da muss man auf dem Platz dann Gas geben. Aber im Ernst: Das sind gute Jungs. Ich freue mich, dass sie da sind. Wir werden sie brauchen. Denn die Saison ist lang. Wir sind gerade erst beim sechsten Spieltag. Es sind noch viele schwere Spiele zu bestreiten und von daher bin ich froh, dass wir so einen breiten Kader haben. Man sieht ja auch an den späten Wechseln, welchen Impuls wir dann noch mal bringen können.

Sie sind jetzt 32 Jahre alt, haben viel erlebt. Europa, Aufstieg, Abstieg – Welche Ziele haben Sie als Fußballer noch?

Dominique Heintz: Da gibt es schon noch einige, die ich jetzt aber nicht verrate (lacht). Ich stecke mir aber auch hohe Ziele. Das finde ich wichtig. Ich bin in erster Linie froh, hier zu sein und versuche, einfach Gas zu geben, mit meiner Leistung zu überzeugen. Alles andere wird man sehen. Aber, dass ich mich in dem Alter noch mal rangekämpft, dass ich mich eigentlich von ganz unten jetzt nach oben gekämpft habe, mir dann noch mal eine Chance erarbeitet habe, macht mich schon stolz. Die Chance möchte ich jetzt erneut nutzen.

„Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe“

Allerdings läuft Ihr Vertrag beim FC im kommenden Sommer aus. Wie ist der Stand der Dinge?

Dominique Heintz: Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein. Wir sind aber auch erst beim sechsten Spieltag, noch nicht mal in der Winterpause. Ich habe da keinen Stress. Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.

Sie sind in der Pfalz nach wie vor sehr verwurzelt. Könnten Sie sich dennoch ein Karriereende beim FC vorstellen?

Dominique Heintz: Es wäre natürlich ein Traum, wenn meine Kinder hier im Kindergarten bleiben, meine Frau wieder arbeiten gehen kann und ich hier meine Karriere beende. Ob es am Ende so kommt, das kann ich jetzt noch nicht beantworten.

Was macht Dominique Heintz denn nach seiner Karriere?

Dominique Heintz: Ich möchte meine Trainerscheine machen und dann schauen, wie weit der Weg da geht. Ich kann mir gut vorstellen, mit dem Nachwuchs zu arbeiten. Ob ich dann irgendwann ins Profigeschäft einsteige, das gucken wir dann mal. Mein Ehrgeiz wird sich sicher auch da zeigen (lacht). Aber so weit denke ich eigentlich noch nicht. Ich fühle mich noch fit und es macht mir noch so viel Spaß, Fußball zu spielen. Ich möchte das einfach so lange genießen, bis mein Körper irgendwann sagt, dass die Grenze oder das Alter erreicht sind.

„Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln“

Nach dem Spiel in Hoffenheim gab es für Sie viel Zuspruch, viel Lob, Anerkennung. Wie erklären Sie sich diese Zuneigung?

Dominique Heintz: Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es meine Art, wie ich Fußball spiele oder wie ich bin. Vielleicht mögen es die Leute, dass da ein Spieler ist, der nicht gleich abhaut, sich der Situation stellt und versucht, sich durchzubeißen. In der vergangenen Saison kam ich nach dem zehnten Spieltag so richtig rein. Die Fans haben das nicht vergessen. Ich freue mich, dass die Menschen so eine gute Meinung von mir haben und das spüre ich auch. Deswegen bin ich so gerne hier und deswegen kann ich auch eine so gute Leistung bringen. Meine Familie fühlt sich wohl, ich habe hier ein gutes Standing, die Leute sind überzeugt von mir und das macht dann auch etwas mit dem Spieler. Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln.

Zum ersten Teil des Interviews geht es hier.


Marius Bülter: Nach Zwangs- und Babypause in die nächste Phase des 1. FC Köln?

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz
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Marius Bülter: Nach Zwangs- und Babypause in die nächste Phase des 1. FC Köln?

Nach seinem beeindruckenden Schnellstart zu Saisonbeginn mit vier Torbeteiligungen in zwei Spielen waren die vergangenen Begegnungen nicht so glücklich. Erst mit schwerem Stand, dann verletzt. Nach der Geburt seines ersten Kindes könnte es weiter gehen beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch?

Bis zu seiner Verletzungs- und dann der Babypause war er einer der absoluten Gewinner beim 1. FC Köln: Startet Marius Bülter erneut durch? Am Dienstag könnte der Stürmer wieder in das Training zurückkehren.

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Die Vorbereitung war kurz und sie war nicht so richtig erfolgreich. Marius Bülter kam Ende Juli zum FC, spielte gegen Vitesse Arnheim und durfte den FC sogar als Kapitän gegen Atalanta Bergamo aufs Feld führen. Und obwohl die Kölner in den beiden Begegnungen gleich elf Mal erfolgreich waren, trug sich Bülter in die Torjägerliste eben nicht ein. Der Transfer war bei einigen Fans der Kölner ohnehin von Skepsis begleitet. Doch das hat sich bereits nach wenigen Wochen bekanntlich zerschlagen. Aktuell ist der Angreifer eher so etwas wie der Hoffnungsträger in der Domstadt. Das hat sich der 32-Jährige, der von der TSG Hoffenheim ans Geißbockheim gewechselt ist, mit einer beeindruckenden Effizienz erarbeitet. Gegen Mainz erzielte der Angreifer den entscheidenden Treffer, gegen Freiburg war Bülter an drei Toren unmittelbar beteiligt, ist aktuell der Kölner Topscorer.

Der Mythos des „psychologisch wichtigen Zeitpunkts“

Kein Wunder, dass Bülter von den FC-Fans umgehend zum Spieler des Monats gewählt wurde. „Es freut mich und zeigt auch, dass ich mich hier wohlfühle, gut aufgenommen wurde und wir eine coole Mannschaft haben. Dann kann man auch seine Leistung bringen“, sagte der Angreifer erst jüngst im Interview mit fc.de. Die Stärke des 32-Jährigen kommt wohl auch durch die Flexibilität, die Lukas Kwasniok von seinen Spielern fordert, die der Spieler aber auch mitbringt.

„So flexibel habe ich noch nicht häufig gespielt und das macht es auch besonders. Wir finden uns immer wieder auf anderen Positionen wieder, das braucht auch seine Zeit, um es noch besser zu machen. Aber wir sind da auf einem guten Weg“, sagte der Stürmer. So hätte es auch aus Kölner Fan-Sicht natürlich gerne weitergehen können und sollen, tat es aber nicht. Gegen Wolfsburg tat sich der Offensivspieler schwer, gegen Leipzig verletzte sich Bülter, musste schon zur Halbzeit runter.

Rückkehr schon am Dienstag?

Gegen den VfB Stuttgart fehlte der Stürmer und ausgerechnet auch gegen seinen Ex-Club aus Hoffenheim. Bülter zeigte sich über diesen Umstand enttäuscht. Dabei war der Grund ein durchaus glücklicher. Denn der Stürmer fiel zuletzt aufgrund einer Babypause aus. Seit vergangenem Wochenende ist der 32-Jährige das erste Mal Vater. Und so dürfte der Stürmer durchaus beflügelt wieder in den Kader zurückkommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das schon am Dienstag passieren könnte. „Bei Bülti hoffen wir, dass er Anfang der kommenden Woche einsteigen kann, damit er eine volle Trainingswoche hat“, hatte Kwasniok am vergangenen Mittwoch gesagt.

Dann hätte der Angreifer sicherlich auch wieder die Chance, von Beginn an gegen Augsburg aufzulaufen. Allerdings setzte zuletzt Ragnar Ache ein Ausrufezeichen war gegen Fortuna und Viktoria Köln erfolgreich. Grundsätzlich scheinen die Fuggerstädter dem Stürmer auch zu liegen. Für Union Berlin und den FC Schalke 04 traf Bülter gegen den FCA, für die TSG legte der Angreifer einen Treffer auf. Am Donnerstag blieb beim Cologne Cup erst einmal wie angekündigt die Rolle des Zuschauers. Doch Marius Bülter hat ja schon zu Beginn der Saison bewiesen, dass er von Null auf 100 in Windeseile durchstarten kann.