Gleich die beiden besten Torschützen der abgelaufenen Saison hat der FC mit Damion Downs und Tim Lemperle verloren. Gekommen ist dafür Ragnar Ache, der sich bislang noch nicht in der Bundesliga bewiesen hat. Dabei wird der Angreifer eine große Rollen spielen müssen. Wie abhängig ist der 1. FC Köln von Ragnar Ache?
Besonders erfolgreich war der 1. FC Köln in den vergangenen Jahren, wenn er treffsichere Stürmer hatte. Unter anderem schoss Anthony Modeste den Verein zweimal nach Europa. Im Moment ist der FC aber qualitativ noch dünn besetzt im Sturm. Ragnar Ache ist der Hoffnungsträger, hat aber in der Bundesliga seine Qualitäten vorher noch nicht unter Beweis stellen können. Wenn kein weiterer Stürmer kommt: Wie abhängig ist der 1. FC Köln von Ragnar Ache?
Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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18 Tore und eine Vorlage in 30 Liga-Einsätzen schaffte Ragnar Ache in der abgelaufenen Saison beim 1. FC Kaiserlautern. Eine starke Quote. Jetzt wagt er beim 1. FC Köln einen neuen Anlauf in der Bundesliga. Denn bei Eintracht Frankfurt hatte der Stürmer vor etwas über drei Jahren schon einmal versucht, sich in der höchsten deutschen Spielklasse durchzusetzen. Den Durchbruch schaffte Ache jedoch nicht. „In Frankfurt habe ich schon sehr viel Selbstvertrauen verloren wegen der Verletzungen und weil ich nicht gespielt habe“, sagt der Stürmer. Er nahm den Umweg über die zweite Liga und probiert es jetzt bei Köln erneut. Dort ist er Stand jetzt Stürmer Nummer eins, spätestens seit dem Abgang von Damion Downs. Aber das birgt für den FC auch ein Risiko.
Großer Schritt in die Bundesliga
Denn es ist nicht sicher, ob Ache im zweiten Versuch in der Bundesliga gut funktioniert. So ist es logischerweise ein großer Sprung von der zweiten in die erste Liga. Die Gegner und damit natürlich auch die Verteidiger sind qualitativ ein gutes Stück besser. So gab es in den vergangenen Jahren sowohl positive als auch negative Beispiele. Tim Kleindienst etwa kam auch nach dem Heidenheimer Bundesliga-Aufstieg auf gute zwölf Tore und fünf Vorlagen, entwickelte sich nach seinem Wechsel zu Gladbach sogar zum Nationalspieler. Andererseits zeigen Spieler wie der Rekordtorschütze der zweiten Liga Simon Terodde, dass eine gute Quote im Unterhaus nicht automatisch auf die höchste deutsche Spielklasse übertragbar ist.
Dabei ist es für den 1. FC Köln sehr wichtig, einen konstant treffenden Stürmer für die Bundesliga-Saison zu haben. Das zeigen die vergangenen Jahre. Am besten war der FC immer, wenn er einen starken Torjäger hatte. Paradebeispiel dafür sind die beiden Male, als Anthony Modeste den Verein nach Europa schoss. Und auch in der abgelaufenen Saison waren die jeweils zehn Tore von Downs und Lemperle enorm wichtig für den Aufstieg, obwohl es nicht Mal die überragenden Quoten sind. Ache hat das Potenzial, dieser wichtige Stürmer in Liga Eins zu sein, eine Garantie dafür gibt es aber nicht.
Wenig qualitative Breite im Sturm
Falls der Neuzugang deshalb Anlaufprobleme, eine Schwächephase oder eine Verletzung haben sollte, braucht es eine gute Alternative bei den Kölnern. Dort liegt aber momentan direkt das nächste Risiko: Hinter Ache sind die Geißböcke qualitativ nur dünn aufgestellt. Sargis Adamyan spielt in den Planungen von Trainer Lukas Kwasniok keine Rolle mehr, darf nicht einmal mit ins Trainingslager fahren. Auch das Duo Steffen Tigges und Florian Dietz soll abgegeben werden. Bleibt als Nummer zwei im Sturm Imad Rondic. Der 26-Jährige hat aber bereits in der Rückrunde in der zweiten Liga nicht überzeugen können. Natürlich ist es möglich, dass er in einem fremden Land bei einem neuen Club noch Eingewöhnungszeit gebraucht hat. Trotzdem darf bezweifelt werden, dass er die Qualität für die Bundesliga mitbringt. Darum ist der FC im Moment sehr von Ache abhängig. Es bleibt aber ein Risiko.
Der FC hat einen neuen Nachwuchs-Chef. Und es ist wieder eine interne Lösung. Markus Halfmann wird Bereichsleiter der Akademie des 1. FC Köln. Der 36-Jährige war bislang als Leiter Entwicklungsbereich im FC-Nachwuchsbereich tätig.
Der FC hat eine weitere wichtige Personalie bekannt gegeben. Markus Halfmann wird Bereichsleiter der Akademie des 1. FC Köln. Der 36-Jährige arbeitet bereits seit Jahren bei den Geißböcken.
Markus Halfmann wird neuer Leiter der FC-Akademie (Foto: 1. FC Köln)
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Halfmann war zuletzt als Leiter des Entwicklungsbereich im FC-Nachwuchsbereich tätig. Nun die Beförderung zum Chef des Nachwuchses. „Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit hat beim 1. FC Köln einen sehr hohen Stellenwert und wird auch in Zukunft eine der wichtigsten strategischen Zielsetzungen des Clubs bleiben. Dementsprechend ist die Bereichsleitung der FC-Akademie mit ihrer Größe und Wichtigkeit eine Schlüsselposition mit einem anspruchsvollen Anforderungsprofil, das viele Facetten auf und neben dem Platz umfasst“, sagt Lucas Berg, technischer Direktor beim FC. „Markus hat in den Jahren in unterschiedlichen Funktionen beim 1. FC Köln unter Beweis gestellt, dass er alle Voraussetzungen und Kompetenzen mitbringt, um diese Schlüsselposition zu besetzen. Auch im finalen Auswahlprozess konnte uns Markus von seinen Qualitäten überzeugen. Darüber hinaus kennt er den Club bereits viele Jahre und hat essenzielle Projekte zur Weiterentwicklung der FC-Akademie initiiert und vorangetrieben.“
„Ich bin voller Tatendrang“
„Ich freue mich sehr über die neue Aufgabe. Für das Vertrauen, das mir die Verantwortlichen und besonders Lukas mir entgegengebracht haben, möchte ich mich herzlich bedanken. Es ist für mich Anerkennung und Ansporn zugleich“, sagt Halfmann. „Mit den vielen tollen Kolleginnen und Kollegen, die ich hier in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte, werden wir die Herausforderungen und Projekte der Zukunft gemeinsam angehen. Ich bin voller Tatendrang und freue mich direkt loszulegen.“ Dabei werden ihm Stefan Ruthenbeck als U19-Cheftrainer und Leiter des Leistungsbereichs sowie Matthias Borst als Koordinator Spielidee zuarbeiten, wie der FC mitteilt. Halfmann absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Gerüchte gab es schon einige, aber noch keinen Transfer: Der FC sucht in der Innenverteidigung nach einer Verstärkung. Jetzt könnte ein Spieler wieder interessant werden, der bereits vor ein paar Wochen gehandelt wurde: Calvin Brackelmann ist weiter eine Option beim 1. FC Köln.
Der FC sucht seit einigen Wochen nach einem neuen Innenverteidiger. Am besten sollte dieser ein Linksfuß sein. Aktuell gibt es wieder Spekulationen um einen Spieler, der bereits vor ein paar Wochen gehandelt wurde: Calvin Brackelmann ist weiter eine Option beim 1. FC Köln.
Calvin Brackelmann im Trikot des SC Paderborn (Foto: Pau Barrena / Getty Images)
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In der Innenverteidigung gibt es beim 1. FC Köln noch eine Vakanz. Hinter fast allen Optionen im Kader steht ein Fragezeichen, ob sie die Qualität für die erste Liga haben. Sei es das potenziell fehlende Tempo bei Dominique Heintz, die lange Verletzung bei Luca Kilian oder die mangelnde Erfahrung in der Bundesliga bei den anderen Akteuren. Nur Timo Hübers dürfte wahrscheinlich gesetzt sein und hat seine Klasse schon in der ersten Liga gezeigt. Er hat aber nur einen Vertrag bis 2026. Daher befindet sich der FC noch auf der Suche nach Verstärkungen. Idealerweise soll ein Linksfuß kommen. Ein Kandidat, der schon seit einigen Wochen gehandelt wird und diese Anforderung erfüllt, ist Calvin Brackelmann vom SC Paderborn.
Wechsel nach Köln nicht vom Tisch
Wie der „Kicker“ berichtet, halte sich Brackelmann momentan mehrere Optionen offen. So sei auch ein Wechsel zu den Geißböcken noch möglich. Allerdings gibt oder gab es zumindest auch Interesse aus der zweiten englischen Liga sowie von Brøndby IF aus Dänemark und vom niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen. Ein Trumpf für die Kölner könnte Trainer Lukas Kwasniok sein. Dieser hatte den 25-Jährigen auch in der vergangenen Saison in Paderborn trainiert und ihn zu seinem Abwehrchef gemacht. So war Kwasniok ein großer Faktor dafür, dass sich Brackelmann zu einem guten Verteidiger in der zweiten Liga entwickelt hat.
Besonders herausragend ist die Geschwindigkeit des Innenverteidigers. So wurde Brackelmann in der abgelaufenen Saison mit einem Wert von 35,83 km/h geblitzt. Das könnte für die eher langsame Kölner Defensive gerade in der noch schnelleren Bundesliga ein wichtiger Faktor sein. Auch verfügt der Paderborner Spieler über eine gute Zweikampfführung und mit 1,96 Metern über ein gutes Kopfballspiel. Sein Marktwert wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Da er nur noch ein Jahr Vertrag hat, könnte er für den FC zu einem günstigen Deal werden. Dafür muss sich der Verein aber gegen die zahlreiche Konkurrenz durchsetzen und den 25-Jährigen überzeugen.
Das erste Testspiel hat der FC bereits mit 7:1 gegen Bergisch Gladbach absolviert. Ein erfolgreicher Auftakt, auch wenn natürlich noch lange nicht alles glatt lief. Im zweiten Test soll es dann noch etwas runder laufen beim 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok vor dem Test gegen die Fortuna.
Gestern hatte es sich bereits angedeutet, nun ist es offiziell: Chilohem Onuoha vom 1. FC Köln geht erneut per Leihe nach Verl. Der Angreifer soll Spielpraxis in der dritten Liga sammeln.
Erst im Frühling kam er zurück nach Köln, jetzt verlässt er den Verein schon wieder: Chilohem Onuoha vom 1. FC Köln geht erneut per Leihe nach Verl. Dort soll der Angreifer Erfahrungen und Spielpraxis sammeln.
Timo Hübers im Zweikampf mit Chilohem Onuoha
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Man sieht sich immer zweimal im Leben. Das dürfte sich Chilohem Onuoha wohl gerade denken. Im Frühling war er von seiner Leihe beim SC Verl zum 1. FC Köln zurückgekehrt. Nun geht das Talent wieder den umgekehrten Weg. Wie beide Vereine mitteilten, leihen die Verler den 20-Jährigen erneut für ein Jahr aus. Er soll das Angriffsspiel des Drittligisten noch variabler machen und dabei gleichzeitig hoffentlich mehr Spielpraxis sammeln als bei seinem ersten Anlauf bei den Ostwestfalen.
Nächster Entwicklungsschritt angepeilt
In der abgelaufenen Saison war Onuoha nämlich auch wegen mehrerer kleiner Verletzungen nur zu 20 Einsätzen gekommen, erzielte drei Tore und machte vier Vorlagen. Diese Einsatzzeiten sollen jetzt im zweiten Anlauf aber mehr werden. „Spielpraxis auf einem höchstmöglichen Niveau ist wichtig für die Entwicklung junger Spieler. Mit der Summe der Einsatzzeiten, die Chilo im letzten Jahr in Verl gesammelt hat, konnten alle Beteiligten nicht zufrieden sein. Wir sind nach den Gesprächen mit dem SC Verl und mit dem Spieler jedoch davon überzeugt, dass sich dies in diesem Jahr ändern wird. Die Spielweise in Verl passt sehr gut zu Chilos Qualitäten. Wir versprechen uns durch die erneute Leihe den nächsten Entwicklungsschritt, sodass Chilo zu Beginn der nächsten Saison beim FC voll angreifen kann“, sagt Lukas Berg, Technischer Direktor beim 1. FC Köln.
Die Kölner hatten Onuoha vor einem Jahr von RB Leipzig verpflichtet, ihn aber wegen der Transfersperre direkt verliehen. Mittelfristig soll er eine Chance in der Offensive der Geißböcke erhalten, auch wenn er zuletzt für die U21 aktiv war. Um Einsatzzeiten auf einem höheren Niveau zu ermöglichen, gibt es nun erneut das Leihgeschäft, das der FC in der Form schon öfter bei Talenten angewendet hat und auch weiter anwenden möchte. So wurde etwa auch Jaka Potocnik für ein Jahr in die dritte Liga an Rot-Weiss Essen abgegeben.
Jetzt geht es offenbar ganz schnell. Nun gibt es offenbar die Einigung zwischen Bröndby und dem 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen soll sich auf dem Weg zum Medizincheck befinden.
Es gibt wohl eine weitere Neuverpflichtung beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen soll sich auf dem Weg zum Medizincheck befinden. Das berichtet das dänische Portal „tipsbladet.dk„. Demnach haben sich die Vereine geeinigt.
Sebastian Sebulonsen im Zweikampf (Foto: picture alliance / Gonzales Photo/Rune Mathiesen | Gonzales Photo/Rune Mathiesen)
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Der FC wird offensichtlich mit einem neuen Rechtsverteidiger ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf aufbrechen. Am Samstag steht die Reise nach Österreich an, zuvor wird es wohl noch die Verpflichtung von Sebastian Sebulonsen geben. Wie das dänische Portal „tipsbladet.dk“ berichtet, befindet sich der Norweger auf dem Weg zum Medizincheck nach Köln. Die beiden Vereine haben sich nun auf eine Ablöse geeinigt. Wie berichtet hatten die FC-Bosse zu Beginn der Woche rund zwei Millionen Euro geboten. Zu wenig für den mehrfachen dänischen Meister. Die Verantwortlichen aus Bröndby forderten rund drei Millionen Euro. Der Marktwert des Spielers liegt laut transfermarkt.de bei 2,5 Millionen Euro. Laut Artikel wurde das Angebot auf „rund drei Millionen Euro im Gesamtpaket“ erhöht.
Duell zwischen Gazibegovic und Sebulonsen?
Sebulonsen war 2022 für 1,2 Millionen Euro zu Bröndby gewechselt. Der FC hat damit auch den italienischen Club Sassuolo ausgeboten. Die rund drei Millionen Euro sind deutlich mehr, als die Ablöse für Jusuf Gazibegovic. Damit dürfte klar sein, dass es sich nicht „nur“ um einen Backup handelt, vielmehr wird es einen offenen Konkurrenzkampf um die Position des Rechtsverteidigers geben. Der FC hat händeringend versucht, diese Vakanz zu schließen. Im Testspiel gegen Bergisch Gladbach musste der etatmäßige Sechser Jacob Christensen aushelfen. Genauso fehlt auch auf der linken Seite ein Außenverteidiger. Dort spielte und trainierte zuletzt Steffen Tigges, der sich bekanntlich auf seiner eigentlichen Position im Sturmzentrum nicht durchsetzen konnte.
Mit der Verpflichtung von Sebulonsen würden die Kölner ihren sechsten Sommer-Transfer perfekt machen. Wie berichtet, gilt der Norweger als sehr laufstark, robust im Zweikampfverhalten und kann polyvalent als Außenverteidiger und Flügelspieler eingesetzt werden. Sebulonsen sucht immer wieder die Hereingaben und gilt als sehr passfreudig. Ob der Norweger auch schon im Duell gegen Fortuna Köln eine Option ist, hängt wohl auch davon ab, wie schnell der Deal finalisiert wird, erscheint aktuell aber eher unwahrscheinlich.
Beim FC gelang dem Mittelstürmer der Durchbruch nicht. Nach nur einem Jahr am Geißbockheim hat der heute 24-Jährige den Verein bereits wieder verlassen müssen. Nun soll der Nigerianer im Fokus mehrerer deutscher Clubs stehen. Das kassiert der 1. FC Köln bei einem Transfer von Tolu Arokodare.
In etwas über einem Monat beginnt für den FC die Saison. Das große Ziel: der Nicht-Abstieg. Wie das als Neuling in der Liga gehen kann, haben einige Aufsteiger der letzten Jahre vorgemacht. Von denen können die Verantwortlichen beim 1. FC Köln lernen: Das sind wichtige Faktoren für den Klassenerhalt.
Sechs von zehn Aufsteigern haben es in den vergangenen fünf Spielzeiten geschafft, im ersten Jahr nach dem Aufstieg in der Liga zu bleiben. Dabei sind einige Muster erkennbar, wie den Teams das gelungen ist – und was andersherum bei den direkten Wiederabsteigern teilweise gefehlt hat. Daraus können auch die Verantwortlichen ihre Schlüsse ziehen beim 1. FC Köln: Das sind wichtige Faktoren für den Klassenerhalt.
Lukas Kwasniok soll den 1. FC Köln zum Klassenerhalt führen
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„Offense wins games, defense wins championships“ ist ein berühmtes Sprichwort im Sport. In der Bundesliga könnte man neben den Meisterschaften auch noch den Klassenerhalt hinzufügen. Denn in den letzten fünf Jahren war ein wichtiger Faktor für den Verbleib in der Bundesliga als Aufsteiger eine mindestens solide Defensive. Das deutlichste Beispiel gab es in der abgelaufenen Saison: Holstein Kiel setzte auf einen offensiven Spielstil, erzielte immerhin 49 Tore, kassierte aber auch 80 und stieg ab. Der FC St. Pauli dagegen schaffte zwar die wenigstens Treffer mit 28, fing sich dafür aber auch mit 41 nur wenige und blieb in der Liga. Generell kassierten die Aufsteiger, die in den vergangenen fünf Jahren wieder abgestiegen sind, immer über 70 Gegentore. Diejenigen, die den Klassenerhalt schafften, blieben immer (häufig deutlich) unter der Marke. Ob der FC gut aufgestellt ist, um das zu schaffen, ist aber im Moment noch fraglich.
Defensive als Kölner Problemzone?
Denn Trainer Lukas Kwasniok steht eigentlich eher für einen offensiveren Fußball. So sagte der neue Coach bereits bei seiner Vorstellung, dass Fußball auch ein Unterhaltungssport sei. Daher sind seine Mannschaften auch immer offensiv ausgerichtet. Er geht mit seiner Spielphilosophie vom Grundsatz her also eher in Richtung Holstein Kiel in der abgelaufenen Saison als Richtung St. Pauli. Das könnte sich als Aufsteiger in der Bundesliga als Problem erweisen. Wobei defensiver Fußball auch kein Muss für den Klassenerhalt ist. So schaffte es Werder Bremen 2022/23 auch eher wegen des Angriffs die Klasse zu halten bei einem Torverhältnis von 51:64.
Trotzdem war in den letzten Jahren die Defensive in den meisten Fällen eben wichtiger. Und hier gibt es beim 1. FC Köln auch noch einige personelle Fragezeichen. Die Außenverteidiger-Position sind (noch) sehr dünn besetzt, immerhin soll mit Sebastian Sebulonsen nachgebessert werden, ebenso wird noch nach einem Innenverteidiger gesucht. Dieser sollte bestenfalls schon erfahrener sein. Es wird daher in der Verteidigung auch sehr darauf ankommen, wie sich die Kölner in diesem Transferfenster noch verstärken können. Mit starken Neuzugängen könnte auch beim offensiveren Spielstil Kwasnioks eine gute defensive Absicherung gelingen.
Den Kern zusammenhalten
Ein weiterer wichtiger Faktor bei den Aufsteigern der vergangenen Jahre: den Kader möglichst zusammenzuhalten. So war es gerade wichtig, einige Schlüsselspieler zu halten. Beim 1. FC Heidenheim war das zum Beispiel unter anderem die Kombi aus Niklas Beste und Tim Kleindienst oder bei Werder Bremen das Sturmduo Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug. Holstein Kiel verlor dagegen vor einem Jahr gleich zwei wichtige Defensiv-Spieler mit Tom Rothe und Philipp Sander. Diese Abgänge konnten die Störche nicht adäquat ersetzen.
Beim FC droht ein ähnliches Problem, da der Verein gleich mehrere Leistungsträger der Aufstiegssaison verloren hat. Die beiden besten Stürmer der Saison Damion Downs und Tim Lemperle haben den Verein verlassen, im Mittelfeld ist Dejan Ljubicic gegangen und Max Finkgräfe wechselte zu RB Leipzig. Auch steht hinter ein paar Spielern noch ein Fragezeichen. So ist etwa Eric Martels Zukunft noch nicht geklärt, da sein Vertrag nur noch ein Jahr läuft. Und an Denis Huseinbasic war zuletzt der SC Braga interessiert. Köln kann daher weniger als andere (erfolgreiche) Aufsteiger vor ihnen auf einem eingespielten und zusammengewachsenen Gerüst aufbauen. Hier ist daher zum einen Sportdirektor Thomas Kessler gefragt, die Abgänge durch Neuzugänge zu ersetzen und zum anderen Trainer Kwasniok, dass die Mannschaft trotzdem schnell sowohl auf als auch neben dem Platz zusammenfindet.
Starke Torhüter als Trumpf
Wichtig für den Nicht-Abstieg als Liga-Neuling waren in den vorherigen fünf Saisons besonders auch die Torhüter. Sie können zum entscheidenden Punkt im Abstiegskampf werden, indem sie ihrem Team mit starken Leistungen Zähler retten. So hatte Stefan Ortega einen enormen Anteil am Bielefelder Klassenerhalt 2020/21. Und auch der VfB Stuttgart hatte in der gleichen Saison mit Gregor Kobel einen starken Keeper, der immer wieder mit seinen Leistungen geglänzt hat. In den Spielzeiten danach haben zum Beispiel Kevin Müller bei Heidenheim oder Nikola Vasilj für St. Pauli gezeigt, wie wichtig ein verlässlicher Rückhalt ist. Gegenbeispiele sind in der abgelaufenen Saison Holstein Kiel oder die SpVgg Greuther Fürth 2021/22, die beide große Probleme auf der Torhüter-Position hatten.
Für die Geißböcke könnten die Keeper ein Trumpf sein in der kommenden Saison. Mit Marvin Schwäbe hat man eine erfahrene Nummer eins, die nach der starken abgelaufenen Spielzeit auch viel Rückenwind hat. Außerdem hat er seine Qualitäten schon mehrfach in der Bundesliga unter Beweis gestellt. Ähnliches gilt für seinen Back-up Ron-Robert Zieler. Damit ist der FC auf dieser für den Klassenerhalt so wichtigen Position stark aufgestellt.
Torjäger sehr wichtig
Ein weiterer Mannschaftsteil, der für den Klassenverbleib mitentscheidend sein kann, ist der Sturm. In den vergangenen fünf Spielzeiten haben die Aufsteiger besonders davon profitiert, wenn sie mindestens einen Stürmer hatten, der zuverlässig trifft. Bei Stuttgart machte 2020/21 alleine Sasa Kalajdzic 16 Tore und trug damit maßgeblich zur guten Stuttgarter Saison bei. Ein Jahr später erzielte Sebastian Polter immerhin zehn Treffer für Bochum. Noch wichtiger war 2022/23 das Duo Ducksch/Füllkrug für Werder Bremen. Sie netzten zusammen insgesamt 28 Mal ein. Auf ähnlich starke Werte kam in der Spielzeit danach das Trio aus Niklas Beste, Eren Dinkci und Tim Kleindienst bei Heidenheim mit kombiniert 30 Toren.
Inwieweit die Kölner auch mindestens einen so starken Torjäger haben, wird sich in der kommenden Saison zeigen. Neuzugang Ragnar Ache ist der Sprung aus der zweiten Liga durchaus zuzutrauen. Zwar scheiterte er bei seinem ersten Versuch in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt, entwickelte sich seitdem aber deutlich weiter und ist außerdem gereifter. Hinter ihm wird es aber eher dünn beim FC. Nach dem Abgängen von Downs und Lemperle ist wahrscheinlich Imad Rondic die Nummer zwei im Sturm. Bisher konnte der Angreifer aber seit seiner Verpflichtung im Winter noch nicht allzu viel zeigen, was Fantasien für eine starke Saison in der Bundesliga von ihm weckt. Daher wäre es für die Geißböcke bestimmt sinnvoll, auf dieser Position noch einmal nachzulegen und nicht alles auf Ache zu setzen.
Wie viele Punkte wird es brauchen?
Was aber am Ende natürlich das Wichtigste ist, sind die Punkte. In den letzten fünf Jahren war es immer so, dass man mit mindestens 34 Zählern sicher nicht abgestiegen ist. 33 Zähler reichten immer mindestens für die Relegation, manchmal sogar für den direkten Klassenerhalt. Allerdings könnte es diese Saison ein bisschen mehr benötigen. Denn mit Köln und dem HSV kommen zwei Aufsteiger hoch, die bereits etablierter und wirtschaftlich stärker sind als einige vorherige Aufsteiger wie Holstein Kiel oder der SV Darmstadt 98. Aus diesem Grund könnte die Liga enger zusammenrücken im unteren Tabellendrittel, da es vor der Saison keine Mannschaft gibt, die von vielen als größter Abstiegskandidat gesehen wird. Es könnte daher spannend werden im Kampf gegen den Abstieg in der kommenden Saison.
Er wurde eigentlich schon verabschiedet, doch in den letzten Wochen deutete sich diese überraschende Wende bereits an: Nach exklusiven COFC-Informationen: Mikail Özkan bleibt dem 1. FC Köln eine weitere Saison erhalten und unterschreibt bis Juni 2026.
Die Geißböcke legen bei dem Innenverteidiger der U21 eine Kehrtwende ein. Der Abgang des 22-Jährigen war eigentlich schon besiegelt, die Abschiedsworte gesprochen. Nun wendet sich das Blatt allerdings: Mikail Özkan bleibt dem 1. FC Köln eine weitere Saison erhalten und unterschreibt bis Juni 2026.
Mikail Özkan bleibt beim 1. FC Köln
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„Danke Mikail Özkan“, sagte der 1. FC Köln am 21. Mai auf Instagram kurz nach dem Saisonende der Regionalliga West und ergänzte: „Es ist Zeit, Abschied zu nehmen“. Der Vertrag des 22-Jährigen endete ursprünglich Ende Juni und somit war der Abgang Özkans eigentlich beschlossene Sache. „Wir wünschen euch ganz viel Erfolg auf euren weiteren Karriere-Wegen“, hieß es auf dem offiziellen Vereinskanal. Doch schon Tommy Engel, Trude Herr und Wolfgang Niedecken sangen einst so treffend: „Niemals geht man so ganz.“ Und das trifft anscheinend auch auf Mikail Özkan zu. Der Abwehrspieler blieb auch nach dem ursprünglichen Vertragsende am Geißbockheim, trainierte weiterhin mit der U21. Um sich fit zu halten für einen möglichen anderen Verein, wie FC-Trainer Evangelos Sbonias auf Nachfrage äußerte.
Die offizielle Verkündung dürfte zeitnah erfolgen
Doch es ließ bereits aufhorchen, dass Özkan sogar in den Testspielen der U21 zum Einsatz kam. Das wiederum ist in der Saison-Vorbereitung durchaus ungewöhnlich, geht es dabei schließlich darum, die eigene Mannschaft einzuspielen und Abläufe zu verfeinern. Und so deutete sich bereits in den vergangenen Wochen an, dass Özkan noch eine weitere Saison im FC-Trikot dranhängen wird. Das passt auch bei der U21 gut ins Gefüge, geht der Spieler doch in seine letzte Spielzeit als U23-Aktiver – und kennt sowohl den Verein, das Trainerteam als auch viele seiner Mitspieler bereits. Inzwischen, das erfuhr diese Redaktion aus gut unterrichteter Quelle, soll die Verlängerung in trockenen Tüchern sein: Özkan bleibt dem 1. FC Köln bis zum 30. Juni 2026 erhalten. Die offizielle Verkündung dürfte zeitnah erfolgen, auf jeden Fall vor dem Saisonstart nächste Woche Samstag beim 1. FC Bocholt.
Özkan kam im Sommer 2018 vom FC Hennef ans Geißbockheim, durchlief die U17 und U19. Für die U21 absolvierte er bislang 41 Einsätze in der Regionalliga-West. Im März feierte Özkan sogar sein Zweitliga-Debüt. Pikanterweise wurde Özkan just beim 2:1-Erfolg in Paderborn in der Schlussminute für Max Finkgräfe eingewechselt – und spielte somit auch vor den Augen des jetzigen FC-Trainers Lukas Kwasniok vor.
Erneut wird der FC zu Zahlungen wegen unzulässigem Einsatz von Pyrotechnik zur Kasse gebeten. Die Fans der Geißböcke brannten gleich in mehreren Begegnungen ein Feuerwerk ab. Es gibt dieses Mal heftige Strafen für den 1. FC Köln.
Der DFB verhängt im Juli gleich mehrere heftige Strafen für den 1. FC Köln. Insgesamt kommt der FC auf fast 250.000 Euro alleine in diesem Monat. Für die gesamte Spielzeit könnte Köln sogar die Millionen knacken.
Pyrotechnik beim Spiel des 1. FC Köln
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Knapp zwei Monate nach dem letzten Saisonspiel der 2. Bundesliga hängt die Saison den Geißböcken noch nach. Der DFB hat gleich mehrere Strafen gegen den FC für Pyro-Vergehen seiner Fans ausgesprochen. Alleine für die Begegnung bei Hertha BSC im vergangenen November muss der FC mehr als 93.000 Euro bezahlen. Laut Verband habe „der Kontrollausschuss wegen mehrerer pyrotechnischer Aktionen der Kölner Anhänger eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 109.920 Euro beantragt“. Ein Teil der Summe wurde aufgrund einer einminütigen Unterbrechung anberaumt. Das akzeptierte der FC aber nicht, verwies darauf, dass die Unterbrechung nicht so lange gedauert habe und aufgrund der Pyrotechnik der Hertha-Fans beschlossen wurde. Von dieser „Erhöhung“ wurde abgesehen.
Insgesamt fast 250.000 Euro Strafe im Juli
66.000 Euro müssen die Kölner für Vergehen im Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern bezahlen. Allerdings nicht nur für das Abfackeln von Pyrotechnik. Der FC muss einen Großteil der Strafe für den Platzsturm nach dem Aufstiegssieg gegen die Pfälzer berappen. Auch für die Begegnung gegen Hannover 96 wurde eine saftige Strafe fällig. Der FC muss für den Pyro-Einsatz 78.260 Euro bezahlen. Weitere Strafen in Höhe von insgesamt 6.500 Euro werden für Vergehen in den Partien gegen Jahn Regensburg und den SC Paderborn fällig. Somit hat der DFB alleine im Juli Strafen in Höhe von 250.000 Euro gegen den FC ausgesprochen. Wie immer kann ein Drittel des Betrags „für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen zu verwendet“ werden, wie es in dem offiziellen Schreiben des FC heißt.
Der FC gehört in der 2. Bundesliga zu den Mannschaften mit der höchsten Gesamtstrafe. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Kölner die Millionen in dieser Saison knacken.