Vor dem Berlin-Spiel: Jeff Chabot wohl rechtzeitig fit, Union feuert den Trainer

Jeff Chabot dirigiert seine Mannschaft und wird gegen Berlin wieder dabei sein effzeh 1 FC Köln Abstiegskampf Klassenerhalt Müngersdorf
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Vor dem Berlin-Spiel: Jeff Chabot wohl rechtzeitig fit, Union feuert den Trainer

Am Samstagabend wurde Jeff Chabot noch angeschlagen ausgewechselt. Eine schwerwiegende Verletzung liegt aber offenbar nicht vor. Chabot könnte zum Finale fit sein. Nicht mit dabei ist Nenad Bjelica. Die Eisernen entließen am Montag ihren Coach.

Nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg stehen die Zeichen auf Abstieg beim 1. FC Köln. Doch einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es noch. Sollte der FC gegen Union Berlin am Samstag gewinnen, fällt die Entscheidung erst am 34. Spieltag. Während es beim FC eine gute Nachricht gab, wird es in Berlin turbulent. Jeff Chabot offenbar fit fürs Finale. Berlin entlässt den Trainer.

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Die Verletzung von Jeff Chabot sorgte am vergangenen Samstag für die eine oder andere Sorgesfalte bei Timo Schultz. Der Kölner Abwehrspieler hatte sich offenbar bei einem Ausfallschritt im Duell gegen Freiburg verletzt. Nach mehrfacher Behandlung war nach einer knappen Stunde Schluss. Wie die Bild erfahren hat, liegt bei dem Innenverteidiger aber keine strukturelle Verletzung vor. Der Abwehrspieler wird also mit großer Wahrscheinlichkeit diese Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und wäre dann wohl eine sichere Option für die beiden Finalspiele. Chabot ist in dieser Saison ein absoluter Leistungsträger und für den FC unverzichtbar. Nicht umsonst sollen gleich mehrere Bundesligisten wie berichtet die Fühler nach dem Innenverteidiger ausgestreckt haben. Im Falle des Abstiegs wäre Chabot für eine überschaubare Ablöse zu haben. Köln könnte den Abwehrspieler nicht halten. Insofern besteht die Gefahr, dass Chabot gar nicht mehr für den FC aufläuft.

Berlin trennt sich von Nenad Bjelica

Während Chabot also möglicherweise für das Spiel des FC gegen Union Berlin bereit ist, wird Nenad Bjelica nicht an der Seitenlinie der Eisernen stehen. Der Trainer wurde am Montagnachmittag von seinen aufgaben bei Berlin entbunden. „Wir brauchen im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga die Kraft des gesamten Vereins und natürlich auch die unserer Mannschaft. Marco Grote und seinem Team trauen wir zu, unsere Spieler wieder an ihre Leistungsgrenze zu führen, um die verbleibenden Partien bis zum Saisonende erfolgreich zu gestalten“, erklärt Union-Präsident Dirk Zingler. „Bei Nenad Bjelica und seinem Team möchte ich mich für die geleistete Arbeit bedanken. Es ist ihnen gelungen, die Mannschaft in einer äußerst schwierigen Situation zu stabilisieren, mit dem Ergebnis, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können.“


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Der Klassenerhalt ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich – nur so kann es klappen

Die Kölner Mannschaft schaut nach dem 1:1-Unentschieden ernüchtert zu Boden. effzeh 1 FC Köln Abstiegskampf Klassenerhalt Müngersdorf
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Der Klassenerhalt ist möglich, aber sehr unwahrscheinlich – nur so kann es klappen

Auch nach den Sonntagsspielen ist der 1. FC Köln noch nicht abgestiegen. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind aber mehr als gering. Die Kölner brauchen nicht nur Punkte.

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den SC Freiburg hat der 1. FC Köln noch eine Gnadenfrist erhalten. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist bei vielen Fans zurück. Doch wahrscheinlich ist die Rettung nicht für den 1. FC Köln: So unwahrscheinlich ist der Klassenerhalt.

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Obwohl Thomas Kessler erst vor wenigen Wochen betonte, dass es beim FC nun mit der Rederei vorbei sein und der Fokus auf dem Liefern liegen solle, lieferten die Geißböcke auch gegen den SC Freiburg vor allem in der Offensive recht wenig. Die schon obligatorischen Durchhalteparolen gab es von den Kölner Verantwortlichen trotzdem. „Uns ist bewusst, dass es morgen auch vorbei sein kann, aber vorbei ist dann, wenn es vorbei ist und es ist noch nicht vorbei“, sagte Christian Keller am Samstagabend. Und Trainer Timo Schultz klang sehr ähnlich: „Noch ist es nicht vorbei und bevor das nicht so ist, werden wir nicht aufgeben“, sagte der Coach. Und er sollte damit sogar recht behalten.

Mainz trifft noch auf Dortmund und Wolfsburg

Es ist noch nicht vorbei für den FC. Zunächst gewann Bochum bei Union Berlin 4:3. Damit sind die Eisernen zumindest in der Theorie noch in Reichweite. Anschließend kam Mainz zu einem glücklichen 1:1 in Heidenheim. Der Vorsprung der Rheinhessen auf den FC ist somit gleich geblieben. Das hört sich nach dem verpassten „Endspiel“-Sieg über den SC Freiburg eigentlich recht gut für den FC an, doch der Schein trügt. Denn bei fünf und sechs Punkten Rückstand auf die Konkurrenz ist klar, dass die Kölner die beiden ausstehenden Begegnungen gewinnen müssen. Angesichts der bisherigen vier Saisonsiege und der jüngsten Leistungen ein alles andere als wahrscheinliches Szenario. Zudem müssten Mainz und Berlin ihre beiden Spiele jeweils verlieren.

Zwar könnte der FC mit sechs Zählern auch noch ein Remis aus den verbliebenen Spielen der Mainzer aufholen, angesichts der Tordifferenz von -30 für Köln und -17 für Mainz würde das aber nicht reichen. Doch sind zwei Niederlagen für Mainz realistisch? Die Rheinhessen empfangen am kommenden Samstag Borussia Dortmund zum Topspiel. Der BVB hat den Champions-League-Platz für die kommende Spielzeit bereits sicher, kann sich nur noch vom fünften auf den vierten Tabellenplatz verbessern. Zwar endeten die letzten beiden Begegnungen der Teams unentschieden, Mainz hat aber seit 2017 nicht mehr zu Hause gegen den BVB gepunktet. Am letzten Spieltag ist Mainz zu Gast beim VfL Wolfsburg. Die Wolfe haben den Klassenerhalt nach langem Zittern in trockene Tücher gebracht und nun sogar noch die Chance auf Europa. Nur einmal punktete Mainz in den jüngsten fünf Spielen beim VfL.

Das Problem sind nicht nur die fehlenden Punkte

Kölns größter Trumpf ist wohl das direkte Duell mit Union Berlin. Mit einem Sieg hätten die Kölner bereits die halbe Miete. Union müsste das letzte Saisonspiel gegen Freiburg verlieren, während der FC in Heidenheim gewinnt. Dazu müsste der FC allerdings wohl auch noch sechs Tore aufholen. Bei Punktgleichheit zählt zunächst bekanntlich die Tordifferenz. Dort kommt Berlin auf -25, der FC auf -30. Sollte es auch dort eine Gleichheit geben, zählen die erzielten Tore. Der FC hat 24 Treffer erzielt, Berlin 29. Sollte der FC tatsächlich beide ausstehenden Duelle 1:0 gewinnen, müsste Berlin das Heimspiel gegen Freiburg mit drei Gegentoren unterschied verlieren. Gewinnt der FC mit zwei Toren unterschied gegen die Köpenicker, würde dagegen eine Niederlage der Eisernen gegen Freiburg mit einem Tor reichen. Viel Konjunktiv: Grundvoraussetzung sind so oder so zwei Kölner Siege und das ist unwahrscheinlich genug. Die fehlenden Tore sind das nächste Problem.


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FC-Leihspieler: Tor erzielt, Elfmeter verschossen und ein kurioses Aufstiegs-Drama

Tim Lemperle, Leihspieler des 1. FC Köln spielt den ball bei Greuther Fürth. effzeh 1 FC Köln Abstiegskampf Klassenerhalt Müngersdorf
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FC-Leihspieler: Tor erzielt, Elfmeter verschossen und ein kurioses Aufstiegs-Drama

In der kommenden Saison sollen und werden sie wohl auch eine wichtige Rolle im Kader der Kölner spielen müssen, aktuell schauen die FC-Leihspieler auf ein durchwachsenes und kurioses Wochenende zurück.

Nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg deutet beim FC noch einmal mehr auf den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte hin. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kölner Leihspieler eine größere Rolle im FC-Kader der kommenden Saison spielen werden. Das vergangene Wochenende verlief zumindest für die meisten recht positiv. So schlugen sich die FC-Leihspieler.

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Nach dem Spiel hielt sich die Freude wohl einigermaßen in Grenzen. Zwar hatte Tim Lemperle nach knapp fünf Monaten wieder ein Tor für Greuther Fürth erzielt, der Nachmittag war für den Angreifer aber nicht durchweg positiv. Gegen Eintracht Braunschweig lag das Kleeblatt früh 0:2 zurück, bevor Lemperle den Anschlusstreffer erzielte. Robert Wagner und Armindo Sieb drehten die Begegnung. Nachdem Rayan Philippe den erneuten Ausgleich erzielte, hatte der Stürmer den Siegtreffer auf dem Fuß. Der 22-Jährige trat in der 88. Minute zum Elfmeter an, verschoss aber. Jonas Urbig musste derweil drei Mal hinter sich greifen, war aber im Grunde bei allen Gegentoren chancenlos.

Verfrühte doppelte Aufstiegsfeier für Maxi Schmid

Ein kurioses Wechselbad der Gefühle erlebte dagegen Maximilian Schmid. Zwar kam der Angreifer für Kerkrade einmal mehr nicht zum Einsatz, doch sein Team setzte sich 2:0 gegen den SC Cambuur durch. Für Kerkrade wäre tatsächlich der verfrühte Aufstieg in die Eredivisie möglich gewesen, allerdings nur wenn parallel der FC Groningen verlieren würde. Und Groningen lag tatsächlich lange 0:1 zurück. So, dass die ersten Fans bereits auf den Platz liefen. Spieler und Verantwortliche hielten die Anhänger noch zurück. Und das nicht ohne Grund. In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte der Tabellendritte den Ausgleich. Der Frust hielt nicht lange. Denn es machte das Gerücht eines weiteren Treffers die Runde.

Das Gerücht machte auch vor dem Stadionsprecher nicht Halt, der den Aufstieg verkündete. „Die Spieler kamen aus der Umkleidekabine. Plötzlich fingen alle an zu jubeln und zu springen. Dann sagte jemand zu mir: ‚Telstar hat ein Tor geschossen.‘ Neben mir haben Leute geweint, Spieler kamen heraus, alle haben gefeiert. Da dachte ich: Das muss so sein. Das Stadion explodierte“, sagte Stadionsprecher Wim Frijns bei „Voetbal International“. Spieler wurden bereits von Fans durchs Stadion getragen. „Wenig später hörte ich, dass das Tor nicht anerkannt wurde. Und dann stellte sich heraus, dass überhaupt kein Tor geschossen wurde.“ So müssen Maxi Schmid und Kerkrade noch mindestens eine Woche mit der Feierlichkeit warten.

Essen verliert ohne Obuz, Lautern gewinnt ohne Soldo

Einen Rückschlag musste dagegen Rot-Weiss Essen um den verletzten Marvin Obuz im Aufstiegsrennen hinnehmen. Der Traditionsclub unterlag dem SV Sandhausen 0:2 und hat zwei Spieltage vor Saisonende vier Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Obuz ist Topscorer in Essen, hat sich aber einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt mindestens für das nächste Spiel noch aus. Kaiserslautern scheint sich dagegen in der 2. Bundesliga im Schlussspurt noch den Klassenerhalt zu sichern. Allerdings ohne Nikola Soldo. Der Innenverteidiger stand auch am vergangenen Wochenende nicht im Kader.


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Kommentar: Der FC darf noch hoffen, verdient ist das wahrlich nicht

Die Mannschaft des FC steht nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg Arm in Arm im Kreis. effzeh 1. FC Köln Abstiegskampf Klassenerhalt
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Kommentar: Der FC darf noch hoffen, verdient ist das wahrlich nicht

Trotz des xten sieglosen Endspiels darf der FC noch eine weitere Woche hoffen. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach dem „Wie?“, vielmehr sollte man sich fragen „Warum eigentlich?“ Denn verdient wäre ein Klassenerhalt schon lange nicht mehr. Ein Kommentar.

Obwohl es auch gegen den SC Freiburg nur einen Punkt und kein Tor gab, können die Kölner den Relegationsplatz noch erreichen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf ist das aber alles andere als verdient. Ein Kommentar zum möglichen Klassenerhalt des 1. FC Köln.

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Man mag es kaum glauben und es ist ganz sicher kein Qualitätsmerkmal für die aktuelle Bundesliga-Zusammenstellung, aber der 1. FC Köln ist mit seinen 24 Punkten und 24 Toren auch nach dem 32. Spieltag noch nicht abgestiegen. Zumindest rechnerisch, also in der Theorie, haben die Geißböcke tatsächlich noch die Chance auf den Klassenerhalt, könnten es mit einem Sieg gegen Berlin in der kommenden Woche sogar noch einmal spannend machen. Das ist insofern erstaunlich, da die Kölner auf sämtlichen Etagen wirklich viel dafür getan haben, dass es Richtung Zweitklassigkeit geht. Wer nach 32 Spieltagen mit dieser Punkteausbeute und diesen Leistungen auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt, der hat den Klassenerhalt eigentlich nicht verdient. Alle die glauben, der Fußballgott hat es in dieser Spielzeit nicht mit den Geißböcken gehalten, denen mag gesagt sein, dass mehr als nur ein Großteil der Kölner Baustellen hausgemacht sind.

Totgesagte leben länger, nur kann der FC nichts dafür

Und dennoch bleibt ein Fünkchen, das die Kölner Bundesliga-Flamme lodern lässt. Das Hoffen liegt in der Natur der Fans. Es ist sogar eine unverzichtbare Variabel des Fußballs. Doch die Freude über die Minimalchance hält sich bei vielen Kölner Anhängern angesichts der oft trostlosen Auftritte der Mannschaft in Grenzen. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Geißböcke für den Relegationsplatz definitiv zwei Siege einfahren müssen. Zwei Siege, die angesichts der fehlenden Torgefahr, der fehlenden Kreativität, des fehlenden Spielwitzes, aber vor allem der fehlenden Qualität unmöglich erscheinen. So erwischten sich wohl nicht wenige Fans beim 0:0 gegen Freiburg dabei, dass sie inständig auf ein unnötiges Handspiel, zumindest aber auf einen Körperkontakt im SC-Sechzehner, also auf einen Strafstoß hofften. Ein herausgespieltes Tor erschien am Samstagabend auf beiden Seiten unmöglich.

Beim FC nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Und doch wird nun eine Woche weiter gehofft, gerechnet, spekuliert – alles im Konjunktiv, denn in der eigenen Hand haben es die Kölner ohnehin nicht mehr. Hart formuliert, hat der Schrecken dieser desaströsen Kölner Saison auch nach dem 32. Spieltag noch kein Ende gefunden. Das ist erstaunlich, schließlich haben die Kölner – wohlgemerkt die Verantwortlichen – bereits seit der Hinrunde zahlreiche Endspiele ausgerufen. Gewonnen haben die Geißböcke nur sehr wenige. Weder das letzte gegen Darmstadt noch das allerletzte gegen Mainz und das allerallerletzte gegen Freiburg auch nicht. Dabei bedeutet ein nicht gewonnenes Finale in aller Regel das Aus. Tatsächlich ist die Situation der Kölner Beweis dafür, dass Totgesagte länger leben. Der FC hat aber herzlich wenig dazu beigetragen.

Der FC ist zu schwach für die Liga

Im Gegenteil: schon seit dem Sommer 2022 wurden essentielle Abgänge nicht kompensiert. Den Weggang von vier Unterschiedsspielern innerhalb von zwei Jahren kann eine Mannschaft wie der 1. FC Köln nicht mit talentierten Entwicklungsspielern wegstecken – selbst wenn der Trainer als Entwickler gefeiert wird. Der lasche Umgang mit der Transfersperre, die ein Nachbessern nicht möglich machte. Dazu sicher auch taktische Fehler der beiden Trainer und teils erstaunlich schlechte Leistungen der Spieler. Auf allen Ebenen finden sich erstaunlich viele Fehler, die das Gesamtbild der aktuellen Spielzeit und deren Folgen formen. Sämtliche Gegenmaßnahmen, die es wohl zweifelsfrei gegeben hat, sind längst verpufft.

Doch statt Einsicht und Selbstkritik verfielen die Verantwortlichen immer wieder in Durchhalteparolen und Zweckoptimismus. Oft leere und falsche Worthülsen. Dabei lassen die Ergebnisse nach 32 Spieltagen mit allen möglichen Ausreißern wie Pech, Unfairness oder mentalen Schwierigkeiten nur einen Schluss zu: der FC ist in der aktuellen Verfassung zu schwach für die Bundesliga. Nach jeglichem Fußballverständnis werden daran auch die letzten beiden Spieltage nichts mehr ändern. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Der FC bekommt schon wieder eine Verlängerung

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Der FC bekommt schon wieder eine Verlängerung

Der 1. FC Köln bekommt tatsächlich noch eine Gnadenfrist im Abstiegskampf. Dank des 4:3-Erfolgs des VfL Bochum bei Union Berlin ist der FC nach dem 32. Spieltag noch nicht abgestiegen. Das Mainz-Spiel steht noch aus.

Der 1. FC Köln hat noch immer eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt. Da der VfL Bochum das beeindruckend rasante Auswärtsspiel bei Union Berlin 4:3 gewann, beträgt der Rückstand auf Union Berlin sechs Zähler. In der Theorie können die Kölner den Abstand zu den Eisernen noch aufholen. Besonders Brisant: Am kommenden Wochenende empfängt der FC Berlin.

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Der VfL Bochum legte bei den Eisernen mit einem enormen Tempo los. Maximilian Wittek mit einem Doppelpack und Kevin Schlotterbeck sorgten für eine 3:0-Halbzeit-Führung. Nicht viel deutete darauf hin, dass die Eisernen noch einmal zurück finden würden. Das tat Berlin aber. Yorbe Vertessen und Chris Bedia verkürzten noch einmal. Zwar stellte Philipp Hofmann auf 4:2, doch Benedict Hollerbach machte es noch einmal spannend. Trotz hoher Druckphase setzte sich Bochum am Ende nicht unverdient 4:3 durch. Damit hat sich Bochum aus der akuten Abstiegsnot vorerst verabschiedet. Der Vorsprung auf Mainz beträgt fünf Zähler. Allerdings spielen die Rheinhessen am Abend noch in Heidenheim.

Heißes Duell in Köln

Union Berlin hat nach der Niederlage zwei Zähler Vorsprung auf Mainz und sechs auf den FC. Dass die Kölner den Rückstand aufholen, ist eher unwahrscheinlich. Dazu müsste der FC die letzten beiden Spiele gewinnen. Nach bislang vier Saisonsiegen und dem ungefährlichen Auftritt gegen Freiburg am Samstag stellt sich auch weiterhin die Frage nach dem „wie?“. Zumal Berlin auch beide Spiele verlieren müsste. Aber: Köln empfängt am kommenden Samstag eben Union Berlin im Kölner Stadion. Sollte der FC tatsächlich gewinnen, beträgt der Rückstand nur noch drei Punkte. Am letzten Spieltag ist der FC zu Gast in Heidenheim, Union Berlin spielt gegen den SC Freiburg. Am Abend spielt Mainz noch in Heidenheim. Auch die Begegnung ist angesichts der vier Zähler Rückstand auf die Rheinhessen alles andere als uninteressant.


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Wird Jeff Chabot nochmal für den FC spielen?

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Wird Jeff Chabot nochmal für den FC spielen?

Er ist der große Rückhalt der Geißböcke. Am Samstagabend wurde der Innenverteidiger ausgewechselt. Ob er jemals noch für den FC auflaufen wird, ist indes fraglich.

Nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg stehen die Zeichen auf Abstieg beim 1. FC Köln. In diesem Fall würde Jeff Chabot die Geißböcke wohl verlassen. Der Innenverteidiger wurde gegen Freiburg angeschlagen ausgewechselt. Daraus ergibt sich eine bedeutende Frage: Wird Jeff Chabot noch einmal für den FC spielen?

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Es war eine Art Ausfallschritt im Duell gegen Freiburgs Ritsu Doan, die wohl nicht nur dem Kölner Trainer Timo Schultz Sorgesfalten auf die Stirn zauberten. Jeff Chabot griff sich nach der Rettungsaktion erstmals an den Oberschenkel. Nicht das einzige, nicht das letzte Mal. Der Kölner Abwehrchef wurde beim 0:0 gegen den SC Freiburg noch auf dem Feld und wohl auch in der Pause in der Kabine behandelt. Chabot probierte es weiter, war aber sichtbar angeschlagen, zog in den Sprints nicht mehr an. Nach knapp einer Stunde war das Spiel für den Kölner Abwehrchef gelaufen. Dominique Heintz wurde eingewechselt.

Chabot in Gesprächen

Ganz offensichtlich liegt bei Chabot eine muskuläre Verletzung vor. Ob der Abwehrspieler in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommen wird, ist aktuell offen. Und damit auch, ob Chabot noch einmal für die Geißböcke auflaufen wird. Denn der Abwehrspieler hat bekanntlich eine Ausstiegsklausel im Abstiegsfall, könnte die Geißböcke für eine Summe von vier bis fünf Millionen Euro im Sommer verlassen. Der Abstieg wird immer wahrscheinlicher, kann am Sonntag schon sicher sein. Angesichts der konstant guten Leistungen ein Schnäppchen. Und es soll bereits Gespräche mit Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart gegeben haben. Auch Clubs aus der Premier League sollen an einer Verpflichtung des Innenverteidigers interessiert sein.

Sollte die Verletzung nicht schwerwiegend sein, wird Chabot in den letzten beiden Saisonspielen mit Sicherheit zum Einsatz kommen. Schließlich ist der Innenverteidiger der beste Kölner Feldspieler in dieser Spielzeit. Dass der FC dem Abstieg noch entgehen und Chabot halten kann, wird indes immer unwahrscheinlicher. Vier Punkte beträgt der Rückstand zum FSV Mainz, sechs Zähler sind noch zu holen. Gewinnt Mainz am Sonntag gegen Heidenheim, sind die Rheinhessen für Köln uneinholbar. Auch Bochum und Berlin dürfen nicht unentschieden spielen, sonst sind auch diese Clubs nicht mehr einzuholen.


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Abstieg auf der Couch? Der Sonntag bringt vier Szenarien

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Abstieg auf der Couch? Der Sonntag bringt vier Szenarien

Nach dem torlosen Remis gegen den SC Freiburg ist der 1. FC Köln dem Abstieg ein weiteres Stück näher gekommen. Doch abgestiegen sind die Geißböcke noch nicht. Das kann aber am Sonntag passieren, muss es aber selbst nach dem 0:0 nicht.

Die Chancen auf den Klassenerhalt sind beim 1. FC Köln nach dem 0:0 gegen Freiburg rapide gesunken. Abgestiegen sind die Geißböcke noch nicht. Doch es wird eng für den 1. FC Köln: diese Szenarien gibt es am 32. Spieltag.

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Gegen den SC Freiburg war der 1. FC Köln am Samstagabend das bessere Team, wirklich gebracht hat es den Kölnern bekanntlich nicht. Nur einen Zähler fuhren die Geißböcke im Heimspiel gegen ein ersatzgeschwächtes und zudem schwach aufspielendes Team von Christian Streich ein. Ein Sieg wäre wohl Pflicht gewesen, um noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt zu halten. Rein rechnerisch gibt es diese Chance auch nach dem 0:0 noch. „Noch ist es nicht vorbei und bevor das nicht so ist, werden wir nicht aufgeben und dann schauen wir weiter, was die Tage passiert“, sagte dementsprechend Timo Schultz unmittelbar nach der Begegnung.

Nur eine Konstellation bringt den Abstieg

Vorbei könnte es aber bereits am Sonntag sein und der FC kann nur zuschauen. Insgesamt gibt es vier für den FC relevante Szenarien. Und nur in einer Konstellation ist der Abstieg dann endgültig besiegelt. Mit 24 Punkten hat der FC nun vier Zähler Rückstand auf Mainz, sechs Punkte auf Bochum und Union Berlin. Die beiden Teams spielen direkt gegeneinander. Gibt es einen Sieger, bleibt der Abstand zum Verlierer bei sechs Punkten, das Team wäre bei sechs zu holenden Zählern in der Theorie noch einzuholen. Sollte Berlin tatsächlich verlieren, könnte der FC im direkten Duell am kommenden Wochenende auf drei Punkte verkürzen. Endet die Begegnung aber unentschieden, sind Bochum und Berlin für den FC weg. Gewinnt Mainz gegen Heidenheim, haben die Rheinhessen sieben Punkte Vorsprung und sind ebenfalls unerreichbar. Bei einem Unentschieden und einer Niederlage gäbe es weiterhin die Chance.

Bislang trafen Mainz und Heidenheim erst einmal in einem Pflichtspiel aufeinander. In der Hinrunde setzte sich der Aufsteiger gegen die Rheinhessen knapp 1:0 durch. Die Heidenheimer haben von den vergangenen fünf Spielen nur eins verloren und schielen noch nach Europa. Mainz ist dagegen seit sechs Spielen ungeschlagen. Bochum und Union Berlin spielten bereits 26 Mal gegeneinander, vier Mal endete die Begegnung remis. Zuletzt vor einem Jahr ebenfalls bei den Eisernen. So oder so müssten die Geißböcke ihre verbleibenden Spiele gewinnen. Und das wird ganz offensichtlich schwer genug.


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Zu wenig Ideen, zu wenig Torgefahr, zu wenig für die Bundesliga

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Zu wenig Ideen, zu wenig Torgefahr, zu wenig für die Bundesliga

Der 1. FC Köln muss am Sonntag zuschauen, ob die Konkurrenz die Geißböcke in die 2. Bundesliga schießt. Gegen Freiburg kam der FC nicht über ein 0:0 hinaus. Auch, weil die Kölner Profis einmal mehr keine Torgefahr entwickelten.

Das 0:0 gegen den SC Freiburg war zu wenig. Der FC steht unmittelbar vor dem siebten Abstieg der Vereinsgeschichte. Es bleibt noch ein Funken Resthoffnung. Und die Frage nach dem „Wie?“.

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Wild gestikulierend, teilweise schreiend bewegte sich Timo Schultz am Samstagabend in der Begegnung seines 1. FC Köln gegen den SC Freiburg an der Seitenlinie und hatte zumindest in Ansätzen etwas von seinem Vorgänger Steffen Baumgart. Zumindest hat man den sonst so ruhigen Ostfriesen beim FC selten so emotionalen gesehen. Kein Wunder, der FC steuert nach dem torlosen Remis gegen Freiburg im Eiltempo auf den siebten Abstieg der Vereinsgeschichte zu. Zwar ist vor den Sonntag-Spielen von Mainz, Bochum und Berlin der Klassenerhalt bei vier beziehungsweise sechs Punkten Rückstand noch möglich, er ist aber mehr als nur unwahrscheinlich. Denn selbst wenn die Gegner alle weiteren Spiele verlieren sollten – war schon aufgrund des direkten Duells zwischen Bochum und Berlin nicht möglich ist – müssten die Kölner ihre Spiele gewinnen.

Marvin Schwäbe: „Das ist zu wenig“

Und nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg stellt sich einmal mehr die Frage nach dem „Aber wie?“. „Am Ende ist es leider Gottes obligatorisch für die gesamte Saison. Der letzte Pass, der letzte Abschluss, vielleicht das letzte Dribbling hat irgendwo einfach gefehlt“, sagte Keeper Schwäbe, der in 90 Minuten nahezu beschäftigungslos blieb. „Wir haben zu wenige Tore geschossen, um einfach auch Spiele gewinnen zu können. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Das ist zu wenig.“ So waren die Kölner wie schon im zweiten Abschnitt gegen Mainz auch gegen Freiburg die bessere, die dominantere Mannschaft. Köln spielte munter nach vorne, Freiburg verteidigte aber so ziemlich alles gut weg. Auch, weil die Kölner wieder einmal zu wenig Torgefahr ausstrahlten.

Linton Maina vergab eine dicke Möglichkeit in der Anfangsphase, Faride Alidou im zweiten Abschnitt. Viel mehr war nicht. Gerade die Möglichkeit von Alidou wird nachwirken. Auch laut Christian Keller hätte der FC dort in Führung gehen müssen. „Tun wir nicht. Wir haben dann noch viele Chancen im Ansatz, wo wir zu unsauber sind, nicht die richtige Entscheidung treffen und dann schießt du am Schluss kein Tor“, so der Sportdirektor. Dabei hätten die Kölner genau das so dringend gebraucht. Ein Tor. Vermutlich hätte das gegen ersatzgeschwächte und dennoch erstaunlich schwache und ideenlose Freiburger gereicht. Doch auch den Geißböcken fehlte in der Vorwärtsbewegung Kreativität, Durchschlagskraft, Offensivpower.

Faride Alidou: „Beim nächsten Mal mache ich den halt rein“

„Wenn man so will ist das Spiel heute ein Spiegelbild der gesamten Rückrunde. Im Grunde genommen kann ich meinen Jungs nichts vorwerfen“, sagte Schultz. „Aber die Qualität unserer Abschlüsse, die Art und Weise, wie wir die Box bespielen, da fehlt die Überzeugung und wenn du kein Tor schießt, kannst du kein Spiel gewinnen.“ Dabei war es nicht nur die fehlende Überzeugung, nach 32 Spieltagen fehlt es ganz offensichtlich vor allem an der nötigen Qualität. Selbst die Spieler, die von der Bank kamen, strahlten nicht den Hauch von Gefahr aus. Einzig Steffen Tigges legte stark auf Alidou ab, der aber kläglich vergab. „Ich habe versucht, nochmal mit dem linken Fuß den Ball auf das Tor zu bekommen“, sagte der Unglücksrabe. „Der Platz war am Ende etwas schwierig, aber das passiert. Beim nächsten Mal mache ich den halt rein“, so Alidou weiter, der offenbar vergaß, dass das nächste Mal dann halt auch zu spät sein kann.

Kann, aber nicht muss. Denn erstaunlicherweise ist der FC nach der aktuellen Nullnummer mit 24 Punkten eben noch nicht abgestiegen. Nur in der Konstellation, in der Mainz gegen Heidenheim gewinnt und es keinen Sieger zwischen Union Berlin und dem VfL Bochum gibt, steht der Abstieg fest. Sonst bleibt eine weitere Worte ein Fünkchen Hoffnung. „Wir werfen sicher die Flinte nicht ins Korn. Uns ist bewusst, der Abstand auf Mainz sind vier Punkte, auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz sind es sechs Punkte“, sagte Keller. „Mal schauen, was die anderen machen. Uns ist bewusst, dass es nun auch vorbei sein kann, aber vorbei ist dann, wenn es vorbei ist und es ist noch nicht vorbei.“ Und doch bleibt es dabei: Bei der Frage nach dem „Aber wie?“.


FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot (57. Heintz), Hübers, Schmitz – Martel, Huseinbasic – Maina (67. Kainz), Thielmann (57. Tigges) – Waldschmidt (84. Adamyan) – Alidou (84. Diehl)- Tore:


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„Beim nächsten Mal mache ich den halt rein.“

Faride Alidou rennt mit dem Ball im Spiel des 1. FC Köln gegen Freiburg. Effzeh 1. FC Köln Müngersdorf RheinEnergie Stadion Köln gegen Freiburg
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„Beim nächsten Mal mache ich den halt rein.“

Der 1. FC Köln kämpft, holt gegen Freiburg aber erneut keinen Sieg. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem Marvin Schwäbe. Die Stimmen zum Freiburg-Spiel.

Am Samstagabend spielte der FC gegen den SC Freiburg 0:0 und steht mit 24 Punkten weiterhin auf dem 17. Tabellenplatz. Das Team von Timo Schultz konnte die wichtigen drei Punkt im Abstiegskampf nicht einfahren. Die Stimmen zum Freiburg-Spiel.

Die ganze Mannschaft hat Vollgas gegeben. Wir hatten uns auch sehr viel vorgenommen. Das Tor hat am Ende gefehlt und wir sind trotzdem zufrieden mit dem Punkt, aber wir hätten natürlich gerne die drei wichtigen Punkte hier bei uns zu Hause gelassen.
Zur Torchance in der 71. Minute: Das war schwierig. Ich war ein bisschen frei. Hab versucht, nochmal mit dem linken Fuß den Ball auf das Tor zu bekommen. Der Platz war am Ende etwas schwierig, aber das passiert. Beim nächsten Mal mache ich den halt rein.
Zu den vergebenen Torchancen: Das tut extrem weh. Vor allen Dingen, weil wir die Tore gerade sehr sehr dringend brauchen. Aber ich würde sagen, wir haben als Mannschaft Vollgas gegeben. Der Trainer hat uns auch schon gelobt für die Leistung, aber wir können eben keine Spiele gewinnen, wenn wir keine Tore machen. Wir werden bis zur letzten Minute daran glauben. Morgen spielen die anderen Mannschaften und wir müssen darauf hoffen, dass die anderen ein bisschen patzen.

Faride Alidou

Faride Alidou rennt mit dem Ball im Spiel des 1. FC Köln gegen Freiburg. Effzeh 1. FC Köln Müngersdorf RheinEnergie Stadion Köln gegen Freiburg
Foto: Christof Koerpsel / Getty Images

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Es ist extrem traurig, dass wir den Fans in der gesamten Saison nicht das zurück geben konnten, was sie dahinten geliefert haben. Egal, ob heim oder auswärts. Sie haben definitiv mehr Punkte verdient. Wir in der Verteidigung hinten, Torhüter und die vier Verteidiger vor mir, wir haben immer alles reingehauen. Ich glaube gerade heute war es natürlich schön und gut, auch mal ein zu Null zu haben. Am Ende ist es leider Gottes obligatorisch für die gesamte Saison. Der letzte Pass, der letzte Abschluss, vielleicht das letzte Dribbling hat irgendwo einfach gefehlt gehabt. Wir haben zu wenige Tore geschossen, um einfach auch Spiele gewinnen zu können. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Das ist zu wenig.
Zum Gespräch nach dem Spiel mit Christian Streich: Es war ein Stück weit Trost. Ich habe ihm natürlich auch alles Gute für die Zukunft gewünscht. Was er geleistet hat über die letzten Jahre und Jahrzehnte war einzigartig und das gibt es heutzutage nicht mehr so oft. Das war irgendwo auch ein Stück weit traurig natürlich.

Marvin Schwäbe

Die Mannschaft hat eine gute Energie auf den Platz gebracht, hat alles investiert. Das war ja in der zweiten Halbzeit im Wesentlichen auch ein Spiel in einer Hälfte, wenn man mal von den zwei Umschaltmomenten von Freiburg absieht. Letzten Endes nutzen wir unsere Chancen nicht, das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Wir haben große Chancen in der dritten Minute mit Linton Maina, haben dann nochmal eine Monsterchance von Faride Alidou, wo du in Führung gehen musst. Tun wir nicht. Haben dann noch viele Chancen im Ansatz, wo wir dann unsauber sind, nicht die richtige Entscheidung treffen und dann schießt du am Schluss kein Tor. Wir werfen sicher die Flinte nicht ins Korn. Uns ist bewusst, der Abstand auf Mainz sind vier Punkte, auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz sind es sechs Punkte. Mal schauen, was die morgen machen. Uns ist bewusst, dass es morgen auch vorbei sein kann, aber vorbei ist dann, wenn es vorbei ist und es ist noch nicht vorbei. Ich kann die Menschen verstehen, geraden wenn man sieht, wie die uns auch heute wieder unterstützt haben, wie viel der FC den Menschen hier in der Stadt bedeutet. Und wenn wir es dann nicht hinkriegen, dann ist klar, dass sich Frust dann auch entläd und dann bin ich der Hauptverantwortliche.
Zur Frage nach einer Jobgarantie vom Präsidenten: Letzten Endes geht es da nicht um einzelne Personen. Es geht auch nicht um mich. Es geht darum, dass wir den 1. FC Köln bestmöglich nach vorne bringen. Man kann es wahrnehmen, wie man will, entscheidend ist, wie es im Innenverhältnis wahrgenommen wird. Für die Mitarbeiter war es (die Aussage von Werner Wolf, Anm. d. Red.) ein wichtiges Zeichen, dass der Plan ist, Kontinuität walten zu lassen.

Christian Keller

Ich glaube, die Zuschauer haben ein fantastische Spiel gesehen, vor allem von meiner Mannschaft. Wir haben nach vorne gespielt, wir waren mutig, wir haben uns Chancen rausgespielt, wir haben das Herz auf dem Platz gelassen. Wir haben aber auch einige Chancen liegen lassen. Wenn man so will, ist das Spiel heute ein Spiegelbild der gesamten Rückrunde. Im Grunde genommen kann ich meinen Jungs nichts vorwerfen, aber die Qualität unserer Abschlüsse, die Art und Weise, wie wir die Box bespielen, da fehlt die Überzeugung und wenn du kein Tor schießt, kannst du kein Spiel gewinnen. Dementsprechend stehen wir wieder nur mit einem Punkt da. Ich glaube, dass wir bundesligatauglich sind, dass hat heute jeder gesehen. Wir haben einen Gegner, der nächstes Jahr hoffentlich europäisch spielt dominiert. Wir haben auch viele gute Phasen drin gehabt, wo wir uns Chancen rausgespielt haben. Wir wissen, dass das in unserer Situation zu wenig ist, aber der Mannschaft die Bundesligatauglichkeit abzuschreiben, davon bin ich weit entfernt. Wir haben gemerkt, dass die Freiburger Probleme haben, wir wussten, dass wir auf unsere Kurve spielen, dass wir Druck entfachen müssen und wollen. Am Ende muss das Runde ins Eckige und das haben wir nicht geschafft. Dem müssen wir uns stellen. Wir alle.
Über seine Zukunft: Wir sind von vorne herein so verblieben, dass wir alles daran setzen, in der ersten Liga zu bleiben. In der gesamten Gemengelage darf man auch nicht vergessen, dass sich mit Waldschmidt, Uth und Selke drei entscheidende Spieler fast in der ganzen Rückrunde abgemeldet haben und das können wir in der Form nicht kompensieren. Wir werden schauen, wie morgen die Ergebnisse sind. Noch ist es nicht vorbei und bevor das nicht so ist, werden wir nicht aufgeben und dann schauen wir weiter, was die Tage passiert.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Freiburg

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Eine Zwei, zwei Fünfen – die Einzelkritik gegen Freiburg

Der 1. FC Köln holt einen weiteren Punkt gegen Freiburg. Der dürfte in der Endabrechnung aber zu wenig sein. Dem FC droht am Sonntag der Abstieg. Dabei gab es auch ordentliche Leistungen. So bewerten wir die FC-Profis.

Nach dem 0:0-Unentschieden gegen Freiburg steuert der 1. FC Köln mit Tempo auf die 2. Bundesliga zu. Es war zwar nicht alles schlecht, aber auch nicht alles gut beim 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Freiburg.

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Der FC schlittert mit Tempo dem Abstieg entgegen. Bereits am Sonntag könnte der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte feststehen. Dabei machte der FC gegen Freiburg ein ordentliches Spiel. Vor allem in der Defensive standen die Kölner gut, ließen nur sehr wenig zu. So blieb Marvin Schwäbe nahezu beschäftigungslos. Zwar tat Köln mehr für die Offensive. Es fehlte aber einmal mehr die nötige Torgefahr.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Freiburg

Hatte im Grunde einen eher ruhigen Arbeitstag. Suchte in der Schlussminute den Weg in den gegnerischen Strafraum. Blieb da aber auch ohne Beschäftigung.

Vernachlässigte zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzfristig die Defensivarbeit. Stand aber meist recht sicher. In der Offensive fanden seine Flanken zu selten einen Abnehmer. Wurde von Huseinbasic gut in Szene gesetzt, brauchte dann aber einen Tick zu lange.

Licht und Schatten. Mal zweikampfstark und stabil, mal ein abenteuerlicher Fehlpass oder Stockfehler. Einmal rettete Huseinbasic in höchster Not. Wurde in der zweiten Halbzeit zunehmend besser. Kam auf eine gute Zweikampfquote von 65 Prozent.

Verletzte sich früh im Zweikampf gegen Doan. Fiel gleich mehrere Male durch ((überraschenderweise) ungeahndete) Ringereinlagen auf. Stand sonst gewohnt sicher und schaltete sich einmal mehr in die Offensive mit ein. Gewohnt starke Passquote, ordentliche Zweikampfquote. Ging nach einer knappen Stunde vom Platz.

Einige Fehler im Aufbauspiel. Einen gravierenden bügelte Huseinbasic aus. Nahm aber Doan weitestgehend aus dem Spiel. Versuchte sich auch in der Offensive, mit wenig Spielglück. Legte Maina den möglichen Führungstreffer auf. Der vergab aber.

Konsequent und wach in den Zweikämpfen. Bügelte zunächst einen groben Fehler von Finkgräfe und dann einen Katastrophen-Pass von Hübers aus. War Taktgeber im Mittelfeld. Spielte viele Pässe, von denen die meisten auch ankamen. Unter anderem der Traumpass auf Schmitz, der viel zu wenig aus der Aktion machte.

Stand in der Defensive sicher und gewann wichtige Zweikämpfe. Hatte zudem in der Offensive einige ordentliche Aktionen. Kam auf die höchste Laufleistung, die beste Zweikampf- und Passquote der Kölner.

Spielte wieder auf der rechten Offensivseite. War bemüht und willensstark, dabei aber ein paar Mal extrem glücklos. Seine Abschlüsse waren zu harmlos.

Einmal mehr mit technischen Schwierigkeiten. Erstaunlich, wie wenig Gefahr sein Tempo erzeugt. Beeindruckend, mit welchem Nicht-Tempo Alidou zurück arbeitet. Abenteuerlicher Abschluss im ersten Abschnitt, der in der Nähe der Eckfahne landete. Lässt dann die sichere Führung liegen.

Anderer Auftritt als noch in der vergangenen Woche. Ließ sich immer wieder tief fallen, um das Spiel anzutreiben. Blieb aber bei den meisten Aktionen einmal mehr glücklos. Zu wenig Ertrag für seine Klasse.

Hatte früh eine dicke Chance, die er liegen ließ. Ansonsten wie so oft: Strahlt trotz enormen Tempo keine Gefahr aus.

Fügte sich mit zwei erstaunlichen Fehlpässen ins Seitenaus ein. Sein Kopfball war viel zu harmlos. Legte einen Ball stark auf Alidou ab, machte zwei weitere gut fest. Ein gefährlicher Stürmer ist er nicht.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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