Leart Pacarada: Erst Hoffnungsträger, jetzt Bankdrücker

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Leart Pacarada: Erst Hoffnungsträger, jetzt Bankdrücker

Gegen den SV Darmstadt 98 kam Leart Pacarada zum zweiten Mal in dieser Spielzeit nicht zum Einsatz. Das vierte Mal in Serie stand der Stammspieler des Saisonauftakts nicht in der Startformation. Der 29-Jährige ist aktuell außenvor.

Elf Pflichtspiele in Serie war Neuverpflichtung Leart Pacarada Stammspieler bei den Geißböcken. Doch nach dem 0:6-Debakel gegen Leipzig und dem Pokal-Aus in Lautern änderte sich das Blatt und der 29-Jährige kommt nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus – wenn überhaupt. Leart Pacarada – vom Hoffnungsträger zum Bankdrücker.

Dass Steffen Baumgart gegen den SV Darmstadt zumindest in der Startformation wieder auf eine Viererkette setzen würde, kam nicht wirklich überraschend. Zweieinhalb Jahre hatte der 51-Jährige diese Formation einstudieren, wenn man so will automatisieren lassen. Dass der Kölner Coach dabei aber vier Innenverteidiger in die Startelf beorderte, überraschte dann doch. Neben dem Abwehrzentrum um Jeff Chabot und Timo Hübers wartete Baumgart eben Dominique Heintz und Luca Kilian auf. Dass Kilian auf dieser eigentlich ungewohnten Position startete, war der Verletzung von Rasmus Carstensen sowie der Erkrankung von Benno Schmitz geschuldet. Der Innenverteidiger auf der linken Seite, eben Heintz, war in den vergangenen Wochen schon zur Normalität geworden. Und doch hat die Aufstellung auf dieser Position einen Nebenschauplatz.

Erst Stammspieler, mittlerweile Reservist

Denn mit Leart Pacarada saß einmal mehr ein Linksverteidiger auf der Bank. Der Abwehrspieler war bereits als Neuverpflichtung fix, da wusste das Kölner Umfeld weder vom Abschied des Kapitäns Jonas Hector noch von einer möglichen Transfersperre. Pacarada kam mit Baumgarts Empfehlung des „besten Linksverteidigers der 2. Bundesliga“ an den Rhein. Die Werte in Liga zwei bei St. Pauli waren in der Tat beeindruckend. Der Abwehrspieler kam in der vergangenen Spielzeit auf 144 Hereingaben, dadurch auf zehn Torassists und erzielte zudem drei Treffer. Dazu galt er als extrem stark in den offensiven Zweikämpfen sowie als Balleroberer. Pacarada war ein Hoffnungsträger. Zwar betonten die Kölner Verantwortlichen, dass ein Jonas Hector nicht eins-zu-eins zu ersetzen sei, Pacarada sollte aber in die Rolle des festen Linksverteidigers hineinwachsen. Und die Vorbereitungsspiele sowie die ersten Saisoneinsätze waren auch vielversprechend. Und so sah viel nach einem unangefochtenen Stammplatz aus.

Nach dem desaströsen Auftritt der Kölner gegen Leipzig sowie dem Pokal-Aus in Kaiserslautern änderte sich das Bild. In den vergangenen vier Spielen stand der 29-Jährige genau 22 Minuten auf dem Spielfeld. Nach Baumgarts heftiger Kritik an der Einstellung einiger nicht genannter Spieler dachten viele Anhänger noch an eine Art Denkzettel, doch davon kann einen guten Monat später keine Rede mehr sein. Gegen Bochum und Darmstadt, also gegen die Gegner auf Augenhöhe, spielte der Linksverteidiger gar nicht. Selbst als Baumgart gegen die Bayern eine Dreier- respektive Fünferkette aufstellte, saß der 29-Jährige, der bei St. Pauli in der Dreierkette stark spielte, zunächst nur auf der Bank.

Ordentliche Statistik

Dabei sind die Werte im Vergleich zu seinem Pendant auf der rechten Verteidigerposition, Rasmus Carstensen, gar nicht schlecht – zumindest im Offensivbereich. Pacarada hat mehr Flanken geschlagen (40:30), von denen auf niedrigem Niveau auch mehr ankamen (18%:13%). Bei der Anzahl der Hereingaben gehört Pacarada zu der Top-drei der Bundesliga. Der 29-Jährige hat auch schon 17 Torschussvorlagen gegeben und sieben Mal selbst aufs Tor geschossen, bei Carstensen sind es sieben und fünf. Allerdings hat Pacarada deutlich weniger Zweikämpfe bestritten (65:120). Aktuell ist der Hoffnungsträger aus dem Sommer außen vor, scheint zurzeit keine Chance unter Baumgart zu haben. Die Innenverteidiger, die auf der Außenposition alles andere als unerfahren sind, erhalten aktuell den Vorzug. Und mit Max Finkgräfe befindet sich ein junges Talent auf der gleichen Position bereits in Lauerstellung.


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Update zu Unfall auf A555: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung

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Update zu Unfall auf A555: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung

Nach dem tödlichen Autounfall auf der A555, an dem zwei Nachwuchsspieler des 1. FC Köln beteiligt waren, ermittelt nun die Kölner Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung.

Bereits am Samstag wurde die Beteiligung zweier FC-Nachwuchsspieler an dem tödlichen Autounfall auf der A555 Höhe Wesseling in der Nacht zu Samstag bekannt. Nun gibt es weitere Einzelheiten. Es besteht bei den beiden Fahrern der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der Teilnahme an einem verbotenen Autorennen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Fahrer.

Wie berichtet, sollen in den tödlichen Autounfall auf der A555 Höhe Wesseling zwei FC-Nachwuchsspieler verwickelt sein. Ein VW Polo hatte Feuer gefangen, die Insassen, ein Mann und eine Frau, kamen dabei ums Leben. Die zuständige Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen aufgenommen. Dem „Express“ teilte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer mit, es werde wegen „des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen“ ermittelt. Die beiden 20-jährigen Fahrer stehen im Fokus der Ermittlungen, gegen die Beifahrer (20 und 21 Jahre) werde zurzeit nicht ermittelt, sagte Bremer.

Die Unfallumstände sind noch unklar

Die jeweils 20-Jährigen sollen Fahrer des Audis und des Mercedes gewesen sein, die am Unfall beteiligt waren und ihn möglicherweise sogar ausgelöst haben könnten. Oberstaatsanwalt Bremer teilte weiter mit, „beide kennen sich offenbar, weil sie zusammen Fußball spielen.“ Die Beteiligung zweier FC-Nachwuchsspieler wurde bereits am Sonntag vom Verein bestätigt. Der Express zitierte den FC, dass der Klub „über den Unfall informiert“ worden sei und „Spieler aus dem Nachwuchs des 1. FC Köln beteiligt“ seien. Die Spieler stünden unter Schock. Nach Angaben der Polizei soll nach ersten Erkenntnissen ein VW Polo von hinten angefahren worden sein, soll sich daraufhin gedreht und dabei Feuer gefangen haben. Dies lassen zumindest die Spuren auf der Fahrbahn und die Schäden an den Fahrzeugen vermuten. Die beiden Insassen des VW Polo kamen dabei ums Leben und konnten bisher noch nicht identifiziert werden. Laut WDR soll eine Obduktion in Auftrag gegeben worden sein und es werde DNA-Abgleiche geben.

Die Spieler hätten sich auf dem Heimweg von einem Spiel gegen den SC Fortuna Köln befunden. Bereits gestern teilte die Polizei mit, dass ein Audi mit zwei 20-jährigen Insassen sowie ein Mercedes mit einem 20-jährigen Fahrer und einem 21-jährigen Beifahrer seitliche Unfallschäden aufweisen. Dies deutet laut Polizei auf eine Berührung der beiden Fahrzeuge hin, die sich in Fahrtrichtung Bonn befanden, ein Frontschaden am Audi deute auf einen Aufprall auf das Heck des Polos hin. Der Mercedesfahrer soll zunächst vom Unfallort geflüchtet sein, sich aber wenig später der Polizei gestellt haben. Die drei Autos sowie die Mobiltelefone aller Beteiligten wurden sichergestellt und ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens zum Unfallhergang beauftragt. Auch die Rechtsmedizin ist in die Ermittlungen eingebunden.


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Jeff Chabot in der Elf des Spieltags

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Jeff Chabot in der Elf des Spieltags

1:0 gewonnen, die Abstiegsplätze verlassen – wirklich auszeichnen konnten sich aber im Duell gegen Darmstadt 98 nur wenige FC-Profis. Einmal mehr überzeugte Jeff Chabot und wurde erneut in die Elf des Spieltags gewählt.

Mehr als 20 Pflichtspiele in Folge kassierte der 1. FC Köln mindestens ein Gegentor. Am vergangenen Freitag riss gegen Darmstadt die Serie. Allerdings nicht, weil Keeper Marvin Schwäbe mal wieder einen Sahnetag erwischte. Der Torwart bekam so gut wie nichts zu tun. Auch, weil ein Innenverteidiger einmal mehr überzeugte. Jeff Chabot steht erneut in der Elf des Spieltags.

Ein fußballerischer Leckerbissen war der 1:0-Erfolg des 1. FC Köln am Freitagabend wahrlich nicht. Sowohl die Geißböcke als auch Darmstadt gingen im Stadion am Böllenfalltor ein geringes Risiko ein. Zwar kamen beide Teams nach 90 Minuten auf elf Torschüsse, bei den Lilien ging aber nur einer auf den Kasten von Marvin Schwäbe, der nach mehr als 20 Pflichtspielen in Serie mal wieder die weiße Weste behielt. Angesichts der Anzahl an Torschüssen keine herausragende Leistung. Dass Darmstadt nur zu wenigen Torchancen kam, lag auch (!) an der Kölner Defensive, die gegen harmlose Lilien auch nicht viel zuließ. So gewannen die Kölner 57 Prozent ihrer Zweikämpfe, im eigenen Sechzehner passierte so gut wie gar nichts.

Jeff Chabot: Gute Zweikampfwerte, hohe Passquote

Großen Anteil hatte vor allem Jeff Chabot daran. Der Kölner Innenverteidiger war wieder einmal der beste Abwehrspieler der Kölner. Chabot gewann 90 Prozent seiner Zweikämpfe – die beste Quote aller Akteure auf dem Feld. Auf Rang zwei folgte Luca Kilian mit 80 und Eric Martel mit immer noch starken 65 Prozent. Mit einer Passquote von 91 Prozent hatte der 25-Jährige auch einen großen Anteil am Kölner Spielaufbau. In dieser Kategorie landete der Abwehrspieler hinter Marvin Schwäbe (96%) und Timo Hübers (93%) auf Rang drei. Nicht umsonst wählte die Sportschau den Innenverteidiger auch wieder in ihre Elf des Tages. Genauso wie einige andere Online-Plattformen wie onefootball. Der Kicker schenkte dem Kölner Abwehrspieler dieses Mal keine Nominierung.

Für Chabot war es bereits die zweite Berufung in die Elf des Spieltags. Der robuste Abwehrspieler war auch nach dem Duell gegen Gladbach Teil der Top-Elf. Die Nominierung dürfte seinem Selbstbewusstsein gut tun, denn auch der 25-Jährige spielte in dieser Saison nicht konstant auf hohem Niveau. Gerade in den Begegnungen gegen Leipzig, Kaiserslautern aber auch gegen Bochum stand der Innenverteidiger neben sich. Am Freitag war er neben Luca Waldschmidt und Jan Thielmann sicherlich der beste Kölner Feldspieler.


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Zum achten Mal zu Null: Jonas Urbig überragt in der 2. Bundesliga

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Zum achten Mal zu Null: Jonas Urbig überragt in der 2. Bundesliga

Mit dem 1:0-Sieg bei Eintracht Braunschweig hat Greuther Fürth seine Aufstiegsambitionen untermauert. Ein Erfolgsgarant war einmal mehr Jonas Urbig. Zum achten Mal blieb die Kölner Leihgabe zu Null. Das ist Liga-Bestwert. Die nächste große Herausforderung wird wohl das Duell mit Marvin Schwäbe.

Er gilt als eins der größten Kölner Versprechen, ist aktuell aber ein Erfolgsgarant in der 2. Bundesliga bei Greuther Fürth: Jonas Urbig überragt in Liga zwei. Die Leihgabe des 1. FC Köln ist der Erfolgsgarant der Fürther.

Der Wechsel war durchaus mit Fragezeichen verbunden. Als Jonas Urbig im Sommer auf Leihbasis zu Greuther Fürth ging, war zumindest die Position im Kasten der Mittelfranken alles andere als vergeben. Mit Andreas Linde verfügt Fürth über einen gestandenen Torhüter, der in Schweden einst als großes Talent galt, bereits für seine Nationalmannschaft und in weit mehr als 200 Liga-Pflichtspielen im Kasten stand. Der 30-Jährige war bei den Kleeblättern zwar nicht unumstritten, dass Urbig aber direkt seine Rolle übernehmen würde, war ebenfalls fraglich. Der FC steckte in die Leihe große Hoffnungen. Denn die Kölner haben mit Urbig viel vor, wissen um das Talent, sehen den jungen Keeper in der kommenden Spielzeit als Herausforderer für die aktuelle Nummer eins Marvin Schwäbe.

Zum achten Mal zu Null

Dafür braucht der Keeper allerdings Einsatzzeit. Und da er diese beim FC in dieser Saison wohl eher nicht bekommen hätte, war die Leihe der nächste logische Schritt. Und die zahlt sich zunehmend aus. Urbig ist in Fürth nicht nur der unumstrittene Stammkeeper, der 20-Jährige ist Leistungsträger. Das zeigte er einmal mehr am vergangenen Samstag bei Eintracht Braunschweig. Urbig hielt seinen Kasten sauber, hatte großen Anteil am 1:0-Erfolg der Kleeblätter. Sechs Schüsse brachte die Eintracht auf sein Tor, nicht einmal geriet Urbig in Schwierigkeiten. Bereits zum sechsten Mal in Serie ging Fürth somit als Sieger vom Platz – jedes Mal zu Null. Durch den Erfolg kletterte die Spielvereinigung auf den fünften Tabellenplatz, die Aufstiegsplätze sind in Reichweite. Für Urbig war es die achte weiße Weste in der aktuellen Saison – kein Zweitliga-Keeper spielte öfter zu Null. Mit 16 Gegentreffer gehört das Kölner Eigengewächs auch zu den Stammkeepern mit den wenigsten Gegentoren. Alleine acht davon kassierte Urbig zu Beginn der Spielzeit gegen Hertha BSC (5) und Hannover 96 (3).

Die schwere Phase zum Saisonauftakt ist scheinbar spurlos am Torhüter vorbei gegangen. Nachdem sich Urbig schon in der vergangenen Spielzeit bei Jahn Regensburg im Torwart-Duell durchgesetzt hat, hat er nun erneut den Kampf um die Position im Kasten für sich entschieden. „Wir können zu hundert Prozent davon ausgehen, dass er weiter an sich arbeitet, weil er sehr ehrgeizig ist“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart in der vergangenen Woche. „Dann sind wir überzeugt, dass wir auf lange Sicht nicht nur einen guten Torhüter in Köln haben, sondern auch in Deutschland.“ Schon jetzt hütet der Euskirchener auch das Tor der deutschen U21. Allerdings als Nummer zwei hinter Noah Atubolu, der beim SC Freiburg mit seinen 21 Jahren bereits Stammkeeper ist. Auch dieses Duell geht der Keeper an. Und dann steht da noch die Rückkehr ans Geißbockheim im Fokus. „Wenn man wie ich elf Jahre beim 1. FC Köln groß wird, träumt man davon, eines Tages im RheinEnergieStadion auf dem Platz zu stehen“, sagte Urbig im „Geißbockecho„.

Nächste Herausforderung: Duell mit Schwäbe

Dass Fürth den Keeper gerne behalten würde, steht nach den überragenden Leistungen wohl außer Frage. Immerhin hatte Fürths Trainer den jungen Kölner bereits im Sommer in höchsten Tönen gelobt. „Wir wissen schon, dass wir mit Jonas jemanden haben, der auch mit dem Ball am Fuß höchsten Ansprüchen genügt“, sagte Alexander Zorniger im August. Eine Qualität, die auch Steffen Baumgart bei seinen Keepern fordert. Und so wird das Intermezzo in Fürth im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit enden und Urbig sich dem nächsten Keeper-Duell stellen. Nach Dejan Stojanovic in Regensburg und Alexander Linde in Fürth wird dann der Gegner Marvin Schwäbe heißen.

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Rekord-Transfers

Der Kader 23/24

Florian Kainz gerät beim FC zunehmend unter Druck

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Florian Kainz gerät beim FC zunehmend unter Druck

Gegen den SV Darmstadt 98 startete Florian Kainz mal wieder als Zehner. Nach der Pause blieb der 31-Jährige aber in der Kabine. Ob die Auswechslung nur der Gelben Karte geschuldet war, ist fraglich.

Beim 1:0 Sieg gegen die Lilien blieb Florian Kainz in den ersten 45 Minuten weit hinter den Erwartungen zurück – wieder einmal. Der Kölner befindet sich weiterhin auf der Suche nach seiner Form. Bisher hat Steffen Baumgart an seinem Kapitän festgehalten. Im Duell gegen Darmstadt war aber nach der ersten Halbzeit Schluss für den Spielführer des 1. FC Köln: Der Druck auf Kainz steigt

In eine dicke Winterjacke gehüllt nahm Florian Kainz den Torschützen in den Arm. Florian Kainz rang sich ein Lächeln ab, obwohl es dem Kölner Kapitän möglicherweise gar nicht nach Lachen zu Mute war. Der Mittelfeldspieler blieb auch am Freitagabend gegen den SV Darmstadt 98 weit hinter seiner Normalform zurück. Möglicherweise entlud sich der Frust in einem überharten Foul an Marvin Mehlem, der sich dabei offenbar einen Wadenbeinbruch zugezogen hat. Kainz sah den gelben Karton, der wohl auch schon ins leicht Orange tendierte. Bereits im Pokal gegen Kaiserslautern hatte Kainz mit einem unnötigen Foul der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen und die Rote Karte gesehen. Am Freitag konnte der 31-Jährige auch in Sachen Zweikampfverhalten nicht überzeugen, hatte in der Offensive so gut wie keine Ideen und kam auf einen Torschuss. Bemerkenswert auch sein völlig misslungener Freistoß.

Kainz findet nicht zu seiner Form

Handfeste Gründe für die anhaltende Krise sind schwer auszumachen. Die Erklärung einzig in der Kapitänsbinde zu suchen, klingt zu einfach. Möglicherweise liegt doch viel an der Position. Immerhin hatte der Österreicher in den vergangenen beiden Spielzeiten hauptsächlich auf der linken Außenbahn gespielt, dort in mehr als 60 Spielen fast 30 Scorerpunkte gesammelt. In dieser Spielzeit agiert Kainz hauptsächlich aus dem Zentrum. Mal als Sechs, mal als Zehn – auf beiden Positionen ist der Österreicher aber überhaupt kein Faktor. Einzig gegen Gladbach überzeugte der Kölner Kapitän, unter anderem mit zwei verwandelten Elfmetern. Möglicherweise fehlt die Absicherung durch Ellyes Skhiri und Jonas Hector. Nachdem die beiden Leistungsträger aber nicht adäquat ersetzt wurden, stellt sich das anhaltende Formtief der Stammspieler wie Kainz oder Dejan Ljubicic als kaum lösbares Problem heraus.

Steffen Baumgart hält an seinem Kapitän weiterhin fest. Am Freitag begründete der Trainer die Auswechslung seines Spielführers nach 45 Minuten mit der drohenden Gefahr eines weiteren Platzverweises: „Kainzi war Gelb-Rot gefährdet und Luca Waldschmidt ist aus unserer Sicht kein schlechterer Spieler. Es war kein unfaires Spiel, aber es war klar, dass Kainzi runter gewesen wäre, wenn er sich noch einen Fehltritt geleistet hätte. Das Risiko wollten wir nicht eingehen“, sagte der 51-Jährige. Kainz ist nicht gerade bekannt für ein unfaires Spiel. Ob die Sorge vor einer Gelb-Roten Karte der ganzen Wahrheit entspricht, ist offen. Fakt ist: Kainz blieb einmal mehr hinter den Erwartungen zurück. So war bereits nach der ersten Halbzeit Schluss, Baumgart wechselte Luca Waldschmidt ein. „Luca ist jemand, der uns auf dieser Position weiterbringen kann. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen“, sagte der Trainer.

Der FC verfügt über Alternativen

Gesehen hat man das schon alleine an der Vorlage zum entscheidenden 1:0. Waldschmidts Flanken waren durchweg gefährlicher, der ehemalige Nationalspieler belebte die Kölner Offensive auffallend. Allerdings auch gegen einen insgesamt eher schwachen Gegner. Dennoch: Mit dem 27-Jährigen und Mark Uth hat Baumgart gleich zwei Spieler für die Position hinter den Spitzen. Auf der linken Außenbahn ist Linton Maina gesetzt, mit Jan Thielmann hat sich auf der rechten Seite ein weiterer Spieler vorerst festgespielt, die Option, Spieler dorthin ausweichen zu lassen, ist keine mehr. Die Reihe Maina, Waldschmidt und Thielmann ist jedenfalls eine, die hinter den Spitzen Sinn macht. Zudem deutete Dejan Ljubicic an, dass er auf der Sechs eine deutlich bessere Figur als zuletzt Kainz machte. Der 31-Jährige sollte dringend in die Spur finden, aktuell gibt es wohl einige Alternativen, die sich aufdrängen.


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A555: Zwei FC-Nachwuchsspieler in tödlichen Unfall verwickelt

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A555: Zwei FC-Nachwuchsspieler in tödlichen Unfall verwickelt

An einem schweren Unfall auf der A555 waren am späten Freitagabend zwei Nachwuchsspieler des 1. FC Köln beteiligt.

Die Ermittlungen der Polizei zum Unfallhergang halten an: A555: Zwei Nachwuchsspieler des 1. FC Köln in tödlichen Unfall verwickelt

Wie heute bekannt wurde, waren am späten Freitagabend zwei Nachwuchsspieler des 1. FC Köln in einen tödlichen Unfall auf der A555 zwischen Bonn und Köln verwickelt. Die Spieler befanden sich auf dem Rückweg vom Regionalliga-Spiel der U21 gegen Fortuna Köln (3:3). Der Express zitiert den FC, dass der Klub „über den Unfall informiert“ worden sei und „Spieler aus dem Nachwuchs des 1. FC Köln beteiligt“ seien. Die Spieler stünden unter Schock.

Die Unfallumstände sind noch unklar

Noch sind die Umstände des Unfalls unklar und die polizeilichen Ermittlungen laufen. Am späten Freitagabend gegen 23.30 Uhr waren auf der A555 Höhe Anschlussstelle Wesseling eine Frau und ein Mann ums Leben gekommen. Bis zum Sonntagnachmittag konnten die Insassen nicht identifiziert werden, teilte die Polizei mit. Die Rettungskräfte fanden einen ausgebrannten VW Polo vor. Der Unfallhergang sei noch ungeklärt. Die Polizei teilte lediglich mit, dass ein Audi mit zwei 20-jährigen Insassen sowie ein Mercedes mit einem 20-jährigen Fahrer und einem 21-jährigen Beifahrer seitliche Unfallschäden aufweisen. Die vier Insassen seien leicht verletzt. Es wird vermutet, dass sich die Autos, die sich in Fahrtrichtung Bonn befanden, berührt haben und im Verlauf ein Frontschaden am Audi entstanden ist. Laut Polizei lässt dies nach erster Bewertung auf einen Aufprall auf das Heck des Polos schließen, der sich gemäß der Spuren auf der Fahrbahn nach dem Aufprall gedreht und dabei Feuer gefangen hatte.

Mercedes Fahrer flüchtete zunächst vom Unfallort

Die Polizei teilte mit, dass der 20 Jahre alte Mercedes-Fahrer zunächst vom Unfallort geflüchtet sei, sich aber wenig später bei der Polizei gemeldet habe. Die drei Autos sowie die Mobiltelefone aller Beteiligten wurden sichergestellt und ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens zum Unfallhergang beauftragt. Auch die Rechtsmedizin ist in die Ermittlungen eingebunden.


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Kommentar: Die Hoffnung ist geweckt, doch Zweifel bleiben

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Kommentar: Die Hoffnung ist geweckt, doch Zweifel bleiben

Mit dem 1:0-Erfolg über Darmstadt haben die Kölner einige Negativserien gestoppt und zudem vorerst den Abstiegsplatz verlassen. Das macht Hoffnung, darf aber nicht über deutliche Schwächen hinwegtäuschen. Ein Kommentar.

Die Erleichterung war den FC-Protagonisten am Freitagabend deutlich anzusehen. Kein Wunder, der Erfolg über die Lilien hat neue Hoffnung im Abstiegskampf geweckt. Doch es bleiben deutliche Schwächen. Ein Kommentar zum 1. FC Köln und dem 1:0 gegen Darmstadt.

Die Bekanntmachung der Strafanzeige gegen Vertreter von Ljubljana, die Retourkutsche mit Bestechungsvorwürfen gegen den FC aus Ljubljana und die deutlichen Worte gegen ein mögliches Comeback von Justin Diehl – ausgerechnet die Woche vor dem so wichtigen Keller-Duell gegen Darmstadt wurde von einigen doch heftigen Störfeuern geprägt. Die Mannschaft hat sich davon aber offensichtlich nicht aus der Ruhe bringen lassen, drei wichtige Punkte eingefahren und gleichzeitig den ersten Auswärtssieg seit Mai und das erste Zu-Null-Spiel seit April eingefahren. Vor allem aber haben die Geißböcke zum ersten Mal seit September die Abstiegsplätze verlassen, wenn auch möglicherweise nur für wenige Tage, und das vor dem nächsten Keller-Duell, einem Heimspiel gegen Mainz, einem weiteren Gegner auf Augenhöhe. Am Ende einer polternden Woche ist zumindest sportlich ein wenig Ruhe eingekehrt.

FC erspielte sich wenige Torchancen

Das auch, weil Steffen Baumgart in dieser Krise von seinem Hurra-Fußball Abstand nimmt, sich nicht zu schade ist, auf vermeintliche Leistungsträger zu verzichten oder sie zur Halbzeit vom Platz zu nehmen und variabler in seiner taktischen Ausrichtung geworden ist. Genauso haben die Spieler aber auch den Abstiegskampf angenommen, leidenschaftlich verteidigt und ein Stürmertor in gewisser Weise erzwungen. Diese Punkte alleine machen Hoffnung, dass Steffen Baumgart, Christian Keller und Co. am Ende des Tages doch recht behalten werden und die Mannschaft tatsächlich bundesligatauglich ist und die Klasse halten wird. Zwar ist die Ausführung, dass man in Köln ja entweder Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt sei, wie es Timo Hübers nach dem Spiel sagte, abgedroschen und klingt ehrlich gesagt nach dem desaströsen Saisonauftakt wie der verharmlosende erste Versuch, das Debakel schön- vielleicht sogar wegzureden.

Dennoch ist eine gewisse Zuversicht, vielleicht ein leichter Funken Euphorie bei vielen Kölner Fans zu lesen, zu hören, denen man mit einer deutlichen Mahnung entgegentreten sollte. Die Kölner haben am Freitag viel richtig gemacht, wichtige Punkte eingefahren, die Abstiegsränge vorerst verlassen, über den Berg ist der Geißbock aber noch lange nicht. Aus dem Arbeitssieg abzuleiten, dass diese Mannschaft tatsächlich besser als drei andere Teams der Liga ist, kommt deutlich zu früh. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass sich die Kölner am Freitag gegen einen erstaunlich harmlosen Gegner nur wenige Torchancen erspielten. Erst als Darmstadt aufmachte, um vielleicht doch noch einen Punkt einzusammeln, schraubten die Kölner ihr Konto der „Torschüsse aufs Tor“ auf sechs hoch. Außerdem ließen die Geißböcke erneut die wenigen großen Chancen aus. Max Finkgräfe und Luca Waldschmidt hätten etwa erhöhen müssen.

FC hat sich einen Vorteil erarbeitet

Zudem zeigt die Formkurve einiger vermeintlicher Leistungsträger weiterhin erschreckend deutlich nach unten. Ein Florian Kainz ist ein Schatten seiner selbst. Der misslungene Freistoß in Halbzeit eins, das böse Foul gegen Mehlem stehen symptomatisch für die aktuelle Situation um den Kölner Kapitän. Sie werfen Fragen auf. Auch Dejan Ljubicic ist weit von seinen Maximalleistung entfernt – selbst wenn er sich im zweiten Durchgang deutlich steigerte. Und auch der Treffer von Davie Selke sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Stürmer bis zu dem Tor eher unscheinbar agierte, so wie in den meisten seiner bisherigen Saisonspielen.

Fakt ist: Die Punkte gegen Darmstadt waren wichtig, sie machen Hoffnung – und das zu recht. Sie waren aber auch notwendig, um überhaupt eine Rolle im Klassenerhalt spielen zu können. FC-Trainer Steffen Baumgart sprach vor dem Duell von einem Schneckenrennen in Bezug auf den Abstiegskampf. Der FC ist die ersten Zentimeter vorangekommen, hat sich einen Vorteil erarbeitet. Der Weg zum Ziel ist aber noch weit. Und: Sollten die Geißböcke am Sonntag gegen Mainz verlieren, ist die Kölner Schnecke plötzlich wieder ganz weit hinten.


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Das 1:0 ist auch Baumgarts Erfolg

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Das 1:0 ist auch Baumgarts Erfolg

Beim 1:0-Erfolg in Darmstadt stand die Kölner Abwehr weitestgehend sicher und Stürmer Davie Selke erzielte seinen vierten Saisontreffer. Doch auch Steffen Baumgart hatte großen Anteil an diesen drei Punkten.

Beim 1:0-Erfolg über Darmstadt 98 überzeugte die Kölner Innenverteidigung, genauso wie Teile der Offensive des 1. FC Köln: Darum ist das 1:0 aber auch Steffen Baumgarts Erfolg.

Die Krise um den 1. FC Köln hatte in den vergangenen Wochen natürlich auch vor Steffen Baumgart nicht Halt gemacht. Neben Frust und Enttäuschung hatte sich zwischenzeitlich auch einige Male so etwas wie Ratlosigkeit beim 51-Jährigen gezeigt. Noch unter der Woche haderte der Kölner Coach damit, dass er versuche, die richtige Ansprache bei seinem Team zu finden. Er könne nicht erklären, warum Leidenschaft und Aggressivität im Training stimmen, sein Team diese wichtigen Eigenschaften aber nicht auf den Platz bringt. An anderer Stelle betonte der Coach immer wieder, dass er derjenige sei, der Lösungen finden müsse, diese aber nicht immer fände. Am Freitagabend fand der Kölner Trainer den Schlüssel und hatte damit maßgeblichen Anteil am 1:0-Erfolg und damit, dass die Kölner nun, nach der Absage des Union-Spiels bei den Bayern, bis Sonntag einen Platz in sicheren Gefilden inne haben.

Baumgart stellt zur Halbzeit um

So hatte Baumgart schon vor dem Spiel eine klare Vision. Das Duell würde nichts für Feinschmecker werden – zumindest glaubte der Kölner Coach nicht an zahlreiche Torchancen, an ein Festival der Höhepunkte. „Es wird am Ende darum gehen, wer seine Chancen bekommt. Ich glaube, dass es für beide Mannschaften nicht viele geben wird. Wir werden unsere nutzen müssen“, hatte der 51-Jährige gesagt. Zwar kamen die Teams auf 11:12 Torschüsse, von denen Darmstadt einen und die Geißböcke immerhin sechs aufs Tor brachten, insgesamt hatte Baumgart aber recht. Wirklich dicke Torchancen hatten die beiden Teams so gut wie nicht. Tim Skarke brachte zwei Bälle auf Seiten der Lilien nah in Richtung Kölner Tor. Auf der anderen Seite hätten Luca Waldschmidt und Max Finkgräfe den Erfolg des FC früher sichern können, wenn nicht müssen.

Zur Wahrheit gehört zweifelsohne, dass zwei schwache, harmlose Mannschaften aufeinandertrafen. Teil dieser Wahrheit ist aber auch, dass der Kölner Coach die Defensive wieder stabilisieren konnte. Jeff Chabot und Timo Hübers standen wieder deutlich sicherer als zuletzt, klärten viel aus der Gefahrenzone. Dabei hatte der FC kurzfristig auf den Ausfall von Rasmus Carstensen reagieren müssen. Nachdem sich Baumgart in der vergangenen Woche mit seiner Dreierkette zweifelsohne vercoacht hatte, brachte auch das Experiment mit vier Innenverteidigern auf den Außenpositionen auch nicht die erhoffte Wirkung. Gerade Luca Kilian hatte seine Probleme, fand in der Offensive kaum statt und ließ sich in der Defensive einige Male düpieren. Diese Schwachstelle justierte Baumgart zur Pause nach, wechselte Kilian aus und zog mit Jan Thielmann einen Aktivposten zurück. Eine Position, die der Youngster auch bei der U21 des DFB schon gespielt hat. Und die Maßnahme zahlte sich aus.

Waldschmidt bringt Schwung

Zudem wechselte der Kölner Coach zur Pause Luca Waldschmidt für den schwachen Florian Kainz ein. Für den Kapitän war die Begegnung nach 45 Minuten beendet. Da Köln bei Ballbesitz zudem in einer Art Dreierkette mit offensiven Schienenspielern agierte, hatte das Kölner Spiel nun deutlich mehr Tiefe. Zudem versuchten es die Geißböcke zunehmend mit Spielverlagerungen. Waldschmidt brachte neuen Offensivwind, erspielte sich Möglichkeiten, setzte aber auch seine Mitspieler stark ein. Zudem wurden die Standards durch den ehemaligen Nationalspieler deutlich gefährlicher. So unter anderem die Ecke, die zur Kölner Führung führte. „Das haben wir extrem oft trainiert. Dass wir so das Tor machen, ist geil“, sagte Torschütze Davie Selke. Tatsächlich hatte Baumgart in den vergangenen Trainingswochen einen Schwerpunkt auf die Standards gesetzt, weil die Kölner gerade da wenig Durchschlagskraft hatten. Nun stand Selke genau richtig.

Überschwänglich glücklich wirkte der Kölner Coach weder nach Selkes Treffer noch nach den wichtigen drei Punkten. Und das, weil der Trainer weiß, dass es noch ein weiter, ein steiniger Weg mit der Mannschaft ist. Es war sicher nicht alles Gold was glänzte. Erneut blieben einige Wechsel wirkungslos, Spieler wie Florian Kainz sind nach wie vor weit weg von ihrer Normalform. Es war aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.


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U17-WM: Der FC hat zwei WM-Helden

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U17-WM: Der FC hat zwei WM-Helden

Die U17 des DFB ist Weltmeister. Die Mannschaft um die beiden FC-Talente Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz setzten sich in einem spannenden Endspiel wie schon im EM-Finale gegen Frankreich durch.

Der Traum vom WM-Titel ist für Fayssal Harchaoui und Justin von der Hitz wahr geworden. Die Mannschaft von Christian Wück setzte sich im Endspiel im Elfmeterschießen gegen Frankreich durch.

Wie bereits in den bisherigen WM-Spielen der deutschen Auswahl stand Fayssal Harchaoui erneut in der Startelf. Und der Kölner Sechser kam auch zum ersten Abschluss. Einen geblockten Ball nahm der 17-Jährige aus der Distanz, verzog aber deutlich. Zwar lag der Ball zwei Minuten später im Netz der Franzosen, doch der vermeintliche Torschütze hatte beim Zuspiel im Abseits gestanden. Die DFB-Auswahl blieb dran. Nach einer Ecke kam Max Moerstedt aus dem Getümmel an den Ball, wurde aber ebenfalls geblockt. Die Franzosen hatten lange Schwierigkeiten, in Offensivsituationen zu kommen. Erst Mitte der ersten Halbzeit konnte sich Halbfinal-Held Konstantin Heide auszeichnen. Einen Schuss von Saimon Bouabré parierte der Keeper stark. Im Gegenzug wurde Bilal Yalcinkaya von Aymen Sadi unsanft von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter ließ zunächst weiterspielen, wurde vom VAR aber in die Video-Review-Area berufen.

Darvich erhöht, Bouabré verkürzt

Nach Ansicht der Bilder entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Paris Brunner verwandelte wie schon im Spiel gegen Spanien sicher. Die DFB-Auswahl blieb auch weiterhin das bessere Team, stand in der Defensive sicher und erarbeitete sich Tormöglichkeiten. Unter anderem kam erneut Moerstedt zum Abschluss. Doch der französische Keeper blieb bei dem Distanzschuss Sieger. Gegen Ende der ersten Halbzeit steigerten sich die Franzosen, die einzig wirklich gefährliche Aktion entschärfte Heide nach einer Ecke. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel schaltete sich erneut der VAR ein. Moerstedt wurde im Strafraum gefoult, stand aber zuvor im Abseits. Es gab keinen weiteren Strafstoß.

Frankreich kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine, wollte den Ausgleich. Unter anderem scheiterte Sylla aus wenigen Metern. Doch die DFB-Auswahl gab die passende Antwort. Eine scharfe Hereingabe von Moerstedt touchierte Brunner im Zentrum nur, der Ball rutschte durch zu Noah Darvich. Der Kapitän nahm den Ball direkt, schoss den französischen Keeper Paul Argney an, der den Ball ins Tor lenkte. Doch die Freude währte nicht lange. Nach einem steilen Pass von Sangui vollendete Bouabré zum Anschlusstreffer. Der Druck der Équipe Tricolore nahm stetig zu. Unter anderem kam Titi aus kurzer Distanz zum Kopfball, aber Heide war einmal mehr stark zur Stelle. Die Mannschaft von Christian Wück sorgte nur noch selten für Entlastung.

Gelb-Rot für Osawe

Und mitten in dieser Druckphase schwächte sich die DFB-Auswahl selber. Winners Osawe kam im Halbfeld gegen Ismail Bouneb zu spät und sah zu recht die Gelb-Rote Karte. Der anschließende Freistoß wurde nicht gefährlich. Die deutsche Elf beschränkte sich in Unterzahl weitestgehend auf die Verteidigung und das leidenschaftlich, die Entlastungsversuche wurden dagegen früh unterbunden. Wirklich gefährlich wurden die Franzosen aber auch in Überzahl lange nicht. Auf der anderen Seite verfehlte Moerstedt eine Hereingabe von Brunner nur knapp. Doch der Druck wurde größer. Und Frankreich belohnte sich für die Mühen. Tidiam Gomis und Bouneb kombinierten sich Richtung Grundlinie, die Hereingabe verwertete Mathis Amougou zum 1:1. Aber auch die Wück-Elf kam noch zu Abschlüssen. Unter anderem verfehlte Moerstedt aus kurzer Distanz. So ging es wie beim EM-Finale vor genau einem halben Jahr ins Elfmeterschießen.

Und die DFB-Auswahl hatte dort das bessere Ende für sich. Auch, weil Fayssal Harchaoui erneut als vierter Schütze verwandelte. Zuvor hatte die DFB-Auswahl den ersten Schuss vergeben. Doch auch Frankreich patzte. Almugera Kabar verwandelte den letzten Strafstoß sicher. Deutschland ist U17-Weltmeister.

Auf diesen drei Positionen sucht der FC Neuzugänge

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Auf diesen drei Positionen sucht der FC Neuzugänge

Im Vorfeld des Spiels gegen den SV Darmstadt sprach FC-Sportchef Christian Keller über mögliche Neuzugänge. Demnach sucht der FC eben nicht nur nach einem neuen Stürmer.

Vor dem wegweisenden Duell gegen den SV Darmstadt sprach Christian Keller über mögliche Neuverpflichtungen beim 1. FC Köln: Auf diesen Positionen such der FC Neuzugänge

Zumindest sportlich dürfte der 1:0-Erfolg über Darmstadt am Freitagabend beim FC für ein wenig Ruhe gesorgt haben. Für Unruhe sorgte dagegen in der vergangenen Woche die zunehmende Schlammschlacht in Sachen Transfersperre. Am Dienstag hatte der FC bekannt gegeben, dass man Strafanzeige gegen Vertreter von Ljubljana gestellt habe, am Mittwoch folgte der Gegenschlag aus Slowenien. Der Klub unterstellte den Kölnern einen Bestechungsversuch. Darauf ging der Kölner Sportchef am Freitag nicht ein, auf mögliche Neuverpflichtungen dann aber schon.

Keller: „Das würde uns sicherlich gut tun!“

Keller betonte, dass der FC über eine starke Achse verfüge. „Wir haben etliche Jungs auf dem Platz, die gutes bis solides Bundesliga-Niveau erreichen. Mit Marvin Schwäbe haben wir einen guten Torwart, wir haben eine solide Innenverteidigung mit Timo Hübers und Jeff Chabot. Wir haben mit Dejan Ljubicic auf der Sechs einen Spieler, der schon gezeigt hat, was er leisten kann und auch Davie Selke hat schon gezeigt, warum er ein guter Bundesliga-Spieler sein kann“, sagte Keller. „Das ist eine Mannschaft, die in der Lage sein sollte, sich in der Liga zu halten.“ Und doch äußerte der Sportdirektor pünktlich zu Weihnachten auch einige Wünsche. „Unsere Einkaufsliste hat sich auch nach dem bis dato nicht so zufriedenstellenden Saisonstart nicht verändert“, erklärte Keller am Freitag bei DAZN: „Wir wussten auch im Sommer schon, wenn wir unsere Achse noch mal zusätzlich stabilisieren würden – mit einem weiteren Stürmer, einem Sechser und einem Innenverteidiger, würde uns das grundsätzlich gut tun.“

Doch Keller relativierte seine Wunschliste auch ein Stück weit. „Das eine ist, was wir tun wollen und was wir wissen, was wir tun müssen. Das andere ist, was wir tun können“, sagte Keller. „Wirtschaftlich sind unsere Möglichkeiten extrem limitiert. Wir befinden uns weiterhin in einer wirtschaftlichen Gesundungsphase und müssen kleinere Brötchen backen. Wir werden also auch im Winter die Augen weiterhin offen halten, ob sich eine Tür öffnet.“ Man müsse nun schauen, ob sich ein Spieler anbietet, der helfen kann und der wirtschaftlich realisierbar sei.

Weiterhin Unklarheit in Sachen CAS-Urteil

Erschwerend kommt nach wie vor das ausstehende CAS-Urteil hinzu. Abschließende Gespräche können die Kölner aktuell nicht führen. „Das CAS-Verfahren bringt eine gewisse Ungewissheit mit sich. Wir wissen nicht, wann das Urteil kommt. Es kann sein, dass es dieses Jahr noch kommt. Wenn es dann negativ ausfällt – was wir nicht erwarten, aber natürlich auch nicht wissen –, wäre die Winter-Transferperiode zu“, sagte Keller. „Insofern müssen wir wie im Sommer zweigleisig planen. Das ist eine Herausforderung, aber keine, die sich nicht bewältigen lässt.“ Allerdings sprangen den Kölnern im Sommer einige mögliche Transfers wie beispielsweise Benedict Hollerbach ab.


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