Sorge um Selke – wird der Stürmer rechtzeitig fit?

1. FC Köln: Wird Selke für Mainz fit?
, ,
Startseite » News » Seite 588

Sorge um Selke – wird der Stürmer rechtzeitig fit?

Ohne Davie Selke hat am Donnerstag die Trainingseinheit im Franz-Kremer-Stadion stattgefunden. Ob der Stürmer für das Mainz-Duell rechtzeitig fit wird, ist offen.

Nach der Einheit am Mittwoch fehlte Davie Selke auch am Donnerstag. Der Angreifer hatte sich am Vortag wegen Unwohlsein abgemeldet. Nach dem mittlerweile vierten Saisontor des Stürmers wachsen doe Sorgen beim 1. FC Köln: Wird Davie Selke für Mainz rechtzeitig fit?

1. FC Köln: Wird Selke für Mainz fit?

Gegen den SV Darmstadt fiel Davie Selke lange nicht auf, war aber dann zur richtigen Zeit zur Stelle. Mit seinem Treffer nach einer Ecke entschied der Stürmer die eher maue Begegnung gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Es ist wichtig, in der einen Situation dann auch da zu sein. Ich bin sehr froh, dass der Ball zu mir verlängert wurde“, sagte der Stürmer, der seinen vierten Saisontreffer erzielte. Ob die Kölner aber am kommenden Sonntag gegen den FSV Mainz (17.30 Uhr, DAZN) auf den Torriecher des Angreifers zurückgreifen können, ist aktuell fraglich. Bereits am Mittwoch hatte der Stürmer das Training abgesagt, er klagte über Unwohlsein. Am Donnerstag fehlte Selke dann erneut. Nun bleiben also nur noch die Einheiten am Freitag und zum Abschluss am Samstag, um rechtzeitig ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Und selbst dann ist es eher fraglich, ob Baumgart auf seinen Stürmer von Beginn an zurückgreifen wird.

Pacarada wieder im Training

Der Ausfall käme für Köln zum absolut falschen Zeitpunkt. Mit seinen vier Toren ist Selke trotz der anhaltenden Sturmfluate der aktuell beste Torschütze im Kader der Kölner. Die anderen klassischen Mittelstürmer haben in dieser Spielzeit noch nicht getroffen. Dann dürfte wohl Steffen Tigges in die Startformation rücken. Gegen den FC Augsburg stand Tigges zuletzt in der Anfangself, wirklich überzeugen konnte der Stoßstürmer aber bislang noch nicht. Dennoch würde die Wahl wohl auf den 1.93-Meter-Mann fallen. Damion Downs stand bereits einige Male im Kader und kam gegen Bremen auch zum Einsatz, doch Steffen Baumgart verlässt sich in der Krise – zumindest bislang – auf seine „Routiniers“. Florian Dietz scheint nach seiner Kreuzbandverletzung auch noch keine Option für die Startelf zu sein. Somit rückt ein weiterer Startelf-Einsatz für Tigges näher.

Es sei denn, Steffen Baumgart entscheidet sich, mit einer anderen Art Angreifer in das Duell zu gehen. Dann wären Mark Uth oder Luca Waldschmidt Optionen. Obwohl der Kölner Coach zuletzt in Bezug auf die taktische Ausrichtung variabler agierte, ist davon aber nicht auszugehen. Das Flankenspiel hat den FC in den vergangenen beiden Spielzeiten geprägt. Köln führt die Liga-Statistik in dieser Kategorie an.

Auch Leart Pacarada hatte am Mittwoch noch gefehlt, der Linksverteidiger stand aber am Donnerstag wieder auf dem Trainingsplatz. Der 29-Jährige war zuletzt außen vor, hatte am vergangenen Wochenende nicht gespielt, Dominique Heintz hat die Nase im direkten Duell offenbar vorne. FC-Trainer Steffen Baumgart betonte am Dienstag, dass Pacarada in der Offensive viel mitbringt, man aber aktuell den Eindruck habe, Heintz würde die Defensive besser stabilisieren. Somit dürfte der eigentliche Innenverteidiger auch am Sonntag wieder beginnen. Faride Alidou und Sargis Adamyan trainierten erneut nicht mit der Mannschaft. Die beiden Akteure standen zuletzt nicht im Kader und werden voraussichtlich auch für die Begegnung gegen Mainz keine Option werden.

 

Folgt uns auf:

Die Abkehr vom Leistungsziel – nur das Ergebnis zählt

1. FC Köln: Ergebnis- statt Hurra-Fußball
,
Startseite » News » Seite 588

Die Abkehr vom Leistungsziel – nur das Ergebnis zählt

Der Baumgartsche Hurra-Fußball war gestern – die Geißböcke setzen nun doch lieber auf defensiven Ergebnisfußball. Der ist nicht schön, aber am Ende vielleicht erfolgreicher.

In der zweiten Halbzeit gegen die Bayern, vor allem aber gegen den SV Darmstadt hat der FC seine Linie des offensiven, attraktiven Fußballs der vergangenen beiden Jahre verlassen. Nun heißt es beim 1. FC Köln: Ergebnis- statt Hurra-Fußball.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Der Auftritt von Christian Keller war gewohnt eloquent. Als der Sportdirektor des 1. FC Köln im August bei einer Talk-Runde der Rheinischen Post auf der Bühne saß, erklärte der Kölner Sportdirektor sachlich und logisch die Marschroute der Geißböcke. Es sei „sehr sehr gut, wenn wir in Leistungszielen denken und nicht so sehr in Ergebniszielen denken“, sagte der Sportdirektor damals. Und: „Wenn du deine Leistungsziele erreichst, dann ist das Ergebnis meistens ein Folgeeffekt.“ Meistens eben. Denn der FC bestätigt in dieser Spielzeit die Ausnahme. Glaubte man den Kölner Verantwortlichen im Spätsommer, so zeigten die Geißböcke gerade zu Beginn der Saison durchaus ordentliche Leistungen – das Ergebnis wollte nur nicht stimmen, der erhoffte Folgeeffekt blieb also aus. Der FC steuerte bekanntlich in eine handfeste Krise, bei der schließlich weder Leistung noch Ergebnis in irgendeiner Form passten. Und so wurde der Sportdirektor gegenüber der Mannschaft deutlich, während er seinem Trainer ein „sehr gutes“ Arbeitszeugnis ausstellte.

Kein Hurra-Fußball – der Bus wird geparkt

In der Krise haben die Geißböcke zwangsläufig die Marschroute verlassen. Der Hurra-Fußball, den FC-Trainer Steffen Baumgart zweieinhalb Jahre praktiziert und automatisiert hat, ist mit dem aktuellen Leistungsvermögen des Kaders ganz offensichtlich nicht möglich. Zumindest bleiben die erhofften Ergebnisse trotz der vermeintlich ordentlichen Leistung aus. Und so schwenkt der FC nun doch auf das Prinzip Ergebnis statt Leistung um. Der FC hat den Abstiegskampf angenommen und das offenbar ganz bewusst. So betonte der Kölner Coach nach dem glücklichen Remis gegen Bochum, dass nur der eine Zähler eben zähle, mit dem man zwischenzeitlich die Rote Laterne abgegeben hatte. Trotz aller Bekundungen des Trainers, man würde in seiner Amtszeit keinen geparkten Bus erleben, wurde dieser im Spiel gegen die Bayern erstmals irgendwo zwischen Sechzehner und Fünfmeterraum abgestellt. Gegen müde Bayern gab es immerhin ein knappes 0:1.

Möglicherweise hat den Trainer dieses doch schmeichelhaft knappe Ergebnis in der Umkehr bestätigt. Denn auch gegen Darmstadt war die Ausrichtung defensiv. Eine Marschroute, bei der die Kölner vorerst auch bleiben werden. „Wir haben da angeknüpft, was wir auch die letzten Wochen schon zeigen. Dass wir versuchen, defensiv gut zu stehen“, sagte der Kölner Trainer am Dienstag. „Wir laufen nun nicht mehr nur vorne an. Defensiv stabiler wollen wir stehen. Wir wollen trotzdem eine hohe Intensität im Anlaufen haben. Mittlerweile lassen uns viele Gegner nicht mehr ins Anlaufen kommen.“ Der Erfolg gab Baumgart und der defensiven Variante recht, auch wenn der Fußball nicht besonders schön anzusehen war. Die Geißböcke feierten den ersten Auswärtssieg seit Mai, das erste Zu-Null-Spiel seit April. „Das Wochenende war angenehmer als die vorherigen. Wir haben lange darauf gewartet“, sagte der 51-Jährige.

Baumgart: „Es geht nur darum, die Liga zu halten“

Und so wird auch am kommenden Sonntag gegen Mainz der Fokus auf der stabilen Defensive liegen. Einen fußballerischen Leckerbissen werden die Kölner Fans sicher nicht zu sehen bekommen. Der FC, aber gerade auch Baumgart haben ihren aktuellen Plan verlassen. Vorerst geht es eben nicht um die Leistung, sondern um Punkte. Oder wie Baumgart am Dienstag sagte: „Im Moment geht es nur darum, die Liga zu halten.“ Das sehen seine Spieler wohl ähnlich. Jan Thielmann sagte am Mittwoch, dass ihm ein „dreckiges“ 1:0 gegen Mainz auch sehr recht wäre.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Luca Waldschmidt in Wolfsburg nur Joker – und in Köln?

, ,
Startseite » News » Seite 588

Luca Waldschmidt in Wolfsburg nur Joker – und in Köln?

Luca Waldschmidt kam als vermeintlicher Königstransfer zum FC. Unterm Strich bleibt auch der ehemalige Nationalspieler hinter seinen Erwartungen zurück. Am vergangenen Freitag wurde Waldschmidt zur Halbzeit eingewechselt und hatte großen Anteil am Auswärtssieg. Das macht Hoffnung auf mehr.

Luca Waldschmidt kam auch zum 1. FC Köln, um die Rolle des Reservisten hinter sich zu lassen. Eine Rolle, die er in den jüngsten Spielen auch beim FC eingenommen hat. Gegen Darmstadt überragte der Offensivspieler und macht Hoffnung auf mehr. 1. FC Köln: Luca Waldschmidt – wie geht es weiter?

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Drei Punkte, seit April mal wieder zu Null und die Abstiegsplätze verlassen – beim FC deutete am Wochenende viel auf das Motto „Alles richtig gemacht“ hin. Beim müden Kick im Stadion am Böllenfalltor war natürlich nicht alles Gold was am Ende auf der Tabelle glänzte, nach dem 1:0-Erfolg über Darmstadt zählten nur die Punkte. Unter die positive Bewertung fallen mit Sicherheit die Wechsel, die FC-Trainer Steffen Baumgart zur Halbzeit vollzog. Neben Youngster Max Finkgräfe brachte der Kölner Trainer zum zweiten Durchgang auch Luca Waldschmidt für den einmal mehr rätselhaft schwachen Florian Kainz. Und mit dem ehemaligen Nationalspieler kam die Wende. Waldschmidt belebte das bis dahin harmlose Offensivspiel, setzte seine Mitspieler in Szene und – auch wenn es am Ende des Tages in keiner offiziellen Bilanz so steht – der Offensivspieler bereitete mit seiner Ecke das Kölner Tor durch Davie Selke vor.

Waldschmidt als Ideengeber

Es wirkte so, als wäre mit der Einwechslung die Spielidee der Kölner auf den Platz gekommen. „Wir haben ihn dafür geholt, dass er Ideen gibt“, sagte Steffen Baumgart am Dienstag. Bereits bei der Verpflichtung hatte sich das von Kölner Seite ähnlich angehört. „Luca besitzt alle erforderlichen Fähigkeiten, um unserem Spiel im letzten Drittel noch mehr Lösungsqualität und Torgefahr zu geben“, hatte Christian Keller zu seinem vermeintlichen Königstransfer im Juni gesagt. Das hatte der Offensivspieler in den Vorbereitungsspielen auch angedeutet. Doch mit Beginn der Pflichtspiele war es mit der Lösungsqualität weitestgehend wieder dahin. Waldschmidt kam nicht in Fahrt, traf zwar gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber aus Wolfsburg aus der Distanz, ansonsten blieb der Zehner aber meist blass. So blass, dass der avisierte Stammplatz gegen Hoffenheim und Stuttgart dahin war.

Dabei war der 27-Jährige auch mit der Absicht nach Köln gekommen, möglichst viel zu spielen, die Reservistenrolle, die er in Wolfsburg inne hatte, abzulegen. „Meine Karriere soll keine Achterbahnfahrt sein. Oder sagen wir: Meine Karriere war genug Achterbahn“, hatte der Offensivspieler bereits im April gesagt. Er wolle mehr Konstanz, mehr Aufstieg, weniger Abfahrten. Die bisherige Saison der Kölner und damit auch die von Waldschmidt war bislang eher eine Talfahrt. Mit zwei Toren und einem Assist blieb der gebürtige Siegener bislang weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Einzig beim 3:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach glänzte Waldschmidt, eine gute Leistung, die er trotz bester Chancen nicht belohnte, gab es noch gegen Augsburg. Und so folgte nach dem mehr als glücklichen 1:1 gegen Bochum erneut die Jokerrolle, die Waldschmidt eigentlich ad acta gelegt haben wollte.

Überangebot in der Offensive

Mit seinem starken Auftritt gegen Darmstadt hat sich der Angreifer für mehr empfohlen. „Ich glaube schon, dass Luca die ganze Zeit gut arbeitet. Er hat es aber in der zweiten Halbzeit sehr sehr gut gemacht“, sagte Baumgart. Allerdings bleibt die Frage nach der richtigen Position. Waldschmidt spielte in dieser Saison schon hinter den Spitzen, als klassischer Zehner, auf der linken, genauso wie auf der rechten Außenbahn. Eine feste Rolle scheint man für den Ideengeber beim FC noch nicht gefunden zu haben. Ob er diese Ideen „auf der Acht, auf der Zehn oder im Sturm hat, ist mir am Ende egal“, betonte Baumgart, der sich auf eine Position „da auch nicht festlegen“ werde.

Noch vor Saisonbeginn hatte Christian Keller erklärt, dass man die beiden Leistungsträger Waldschmidt und Kainz gerne gemeinsam auf dem Platz haben würde. Das gestaltet sich bei dem zunehmenden Überangebot aber zunehmend als schwierig. Zumal Baumgart auf den Außen gerne das Tempo eines Linton Maina, eines Rasmus Carstensen und nun auch wieder eines Jan Thielmanns sieht. Mit Mark Uth befindet sich ein weiterer Zehner in Lauerstellung, gegen die Bayern lief auf dieser Position Dejan Ljubicic auf. Steffen Baumgart äußerte sich natürlich noch nicht zu der möglichen Aufstellung vom Sonntag. Luca Waldschmidt hat nach der jüngsten Leistung gute Chancen, mal wieder in der Startelf zu stehen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir! 

 

Folgt uns auf:

Jan Thielmann: „Wenn wir wieder dreckig 1:0 gewinnen, dann ist mir das auch recht“

Jan Thielmann beim 1. FC Köln wieder eine feste Größe
, ,
Startseite » News » Seite 588

Jan Thielmann: „Wenn wir wieder dreckig 1:0 gewinnen, dann ist mir das auch recht“

Lange mussten Jan Thielmann, aber auch der FC auf das Comeback des Youngsters warten. Wie wichtig der 21-Jährige für die Mannschaft ist, stellte er in den vergangenen Wochen unter Beweis. Zuletzt sogar als Rechtsverteidiger.

Nach langer Leidenszeit ist Jan Thielmann beim 1. FC Köln nun wieder eine feste Größe. Der Youngster glänzte gegen Darmstadt auf der ungewohnten rechten Verteidigerposition. Am kommenden Sonntag könnte der 21-Jährige bereits sein 93. Ligaspiel für den FC absolvieren.

Jan Thielmann beim 1. FC Köln wieder eine feste Größe

Die Geißböcke hatten sich bereits tief in die eigene Hälfte zurück gezogen, als Jan Thielmann mit gestrecktem rechten Bein zur Grätsche ansetzte. Problemlos spitzelte der 21-Jährige dem routinierten Matej Maglica an der Strafraumgrenze weg. Eine Aktion, die extrem souverän wirkte und die ein Mats Hummels in Bestform wohl kaum besser hätte lösen können. Und eine Aktion, die untermauerte, dass Thielmann auch auf der Position des rechten Verteidigers gut aufgehoben ist. „Ich spiele einfach da, wo der Trainer mich aufstellt“, sagte der etatmäßige Offensivspieler am Mittwoch nach dem Training. „Ich werde immer alles geben, was ich habe. Ob es dann der rechte Verteidiger, die rechte Acht oder der Stürmer ist, das ist mir ganz egal.“ Größere Abstimmungsprobleme scheint die Position nicht mit sich zu bringen.

Thielmann: „Da muss ich keine Tore schießen“

Schon gegen die Bayern hatte FC-Trainer Steffen Baumgart den Youngster in die Abwehrreihe zurückgezogen. Nun gegen Darmstadt erneut. Und das schien auch bitter nötig, denn Innenverteidiger Luca Kilian, der für die verletzten und erkrankten Rasmus Carstensen und Benno Schmitz eingesprungen war, schien auf der Außenbahn ab und an überfordert. So war es Thielmann, der die rechte Seite im zweiten Abschnitt weitestgehend dicht hielt. Dabei liefen fast 50 Prozent aller Darmstädter Angriffe über Thielmanns Flügel, gefährlich wurde es selten. Auch, weil Thielmann mehr als 60 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entschied. Schon gegen die Bayern erzielte der 21-Jährige in dieser Statistik Topwerte. Über den Positionswechsel hatte er zuvor mit Steffen Baumgart gesprochen. „Dann muss ich keine Tore schießen, sondern kann mich auf meine Aufgabe konzentrieren. Deswegen ist die Position auch eine Option für mich“, sagt Thielmann.

Er ist wiederum eine wichtige Option für Baumgart. Während im Sommer viel über die gefühlte Neuverpflichtung Mark Uth gesprochen wurde, ist Thielmann nun nicht weniger. „Es ist ein gutes Gefühl, jetzt wieder komplett fit zu sein und keine Bedenken mehr zu haben“, sagte Thielmann, der sich im Sommer bei der U21 des DFB verletzt hatte und lange ausgefallen war. „Jan ist durch und durch FC. Er bringt so viel mit, worüber sich jeder Trainer freut. Es ist schön, dass ein Spieler bleibt, der hier den Nachwuchsbereich durchlaufen hat, in dieser Stadt mehr als integriert ist. Wir sollten uns immer freuen, wenn sich solche Jungs für den FC entscheiden“, hatte Baumgart im Spätsommer gesagt. Der 21-Jährige ist variabel einsetzbar und verkörpert gerade im Abstiegskampf genau das, was der FC so dringend benötigt hat: Leidenschaft, Körpersprache, Wille. Der gebürtige Föhrener ist auf dem besten Weg zur Kölner Identifikationsfigur. Thielmann ist mit den B-Junioren der Geißböcke Meister geworden, hat sich bei den Profis durchgesetzt und erst vor wenigen Wochen seinen Kontrakt bis 2026 verlängert. Zudem kommt der Youngster schon jetzt auf 106 Pflichtspiel-Einsätze für den FC.

Position für Sonntag offen

Am Sonntag wird wohl gegen den FSV Mainz der 93. Bundesliga-Einsatz mit dem Geißbock auf der Brust folgen. Es spricht wenig dagegen, dass der 21-Jährige erneut in der Startelf stehen wird. Auch wenn der Kölner Coach den Youngster noch vor wenigen Wochen bremsen wollte. Aktuell führt wohl wenig an Thielmann vorbei. Möglicherweise nicht auf der Verteidigerposition, denn Rasmus Carstensen befindet sich wieder im Training. Die Position ist dem Zukunftsversprechen ohnehin egal, genauso wie die Art und Weise, wie man nun Siege einfahren will. Selbst, wenn wie gegen Darmstadt der Glanz fehlte. „Am Ende geht es um die drei Punkte und die waren bei uns“, sagt Thielmann. „Wenn wir am Sonntag wieder dreckig 1:0 gewinnen, dann wäre mir das auch recht.“ Auf die ein oder andere Thielmann-Grätsche darf man sich bestimmt freuen. „Es wird ein intensives Spiel. Wie scheuen uns nicht davor und haben Bock den nächsten Dreier einzufahren“, sagt der Youngster.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir! 

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Folgt uns auf:

Kommentar: Nur kleine Risse am Geißbockheim… noch

, ,
Startseite » News » Seite 588

Kommentar: Nur kleine Risse am Geißbockheim… noch

Die Worte von Steffen Baumgart zur Transferpolitik kamen für Christian Keller sicher nicht überraschend. Ein großes Thema wird man beim FC wohl nicht daraus machen. Es stellt sich aber die Frage, was, wenn Ljubicic den Verein im Winter doch verlässt. Ein Kommentar

Als Steffen Baumgart am Dienstag zum Interview in die Mixed-Zone ging, wird er wohl selbst noch nicht gewusst haben, welchen Ton er später anschlagen würde. Am Ende wurden es deutliche Worte Richtung Kaderplanung beim 1. FC Köln. Ein Kommentar zu Baumgarts Kritik an der Transferpolitik.

Wenn Christian Keller in den vergangenen Monaten nach den Eigenschaften gefragt worden ist, die er an seinem Trainer besonders schätzt, so fielen häufig die Worte Authentizität und Ehrlichkeit. Worte, mit denen auch viele Fans den Kölner Coach beschreiben. Authentisch und ehrlich wirkten die Worte, die Steffen Baumgart am Dienstagmittag nach dem Auftakttraining zum Mainz-Spiel wählte. Der 51-Jährige merkte sinngemäß an, dass es nicht das Ziel sein darf, Jahr für Jahr an Substanz zu verlieren, die besten Spieler abzugeben um sich dann mit Akteuren zu „verstärken“, von denen man nicht absehen kann, ob sie denn jemals eine Verstärkung sein werden. Baumgart forderte ein Umdenken, er forderte Verstärkungen zur Winterpause. Denn Zeit zum Entwickeln, die habe man nun nicht mehr. Es gehe ja schließlich nur um den Klassenerhalt. Baumgart redete nicht nur sich den Frust von der Seele, er sprach auch aus selbiger der Fans.

Für den FC ging es bergab

Da Keller immer mal wieder die offene Kommunikation zwischen ihm und Baumgart lobte, wird ihn die Denke des Trainers nicht überrascht haben. Dass Baumgart sich aber in einem Mixed-Zone-Interview nach dem Training dazu äußerte, dürfte dem Sportdirektor nicht geschmeckt haben. Der so oft kommunizierte gemeinsame Weg scheint zumindest im Punkt Transferpolitik nicht deckungsgleich zu sein. Nun sind die Äußerungen von Baumgart durchaus verständlich, logisch und aus der rein sportlichen Sicht auch richtig. Fakt ist, der FC hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Leistungsträger verloren. Der aktuelle Kader ist qualitativ um einige Stufen schwächer, als der, den Baumgart 2021 übernommen hat. In diesem Fall lügt die Tabelle nicht. Der Conference-League-Teilnehmer der vergangenen Spielzeit befindet sich mittlerweile im Abstiegssumpf und der Ausgang ist komplett offen.

Der Frust einiger Fans, die sich nun in ihrer Denke bestätigt sehen, ist verständlich. Man sollte aber einige Punkte nicht gedankenlos vermischen. Nicht jeder der genannten Leistungsträger wurde verhökert, um Platz und Gelder für neue Spieler zu erhalten – ehrlicherweise sogar nur wenige. Jonas Hector und Ellyes Skhiri haben den Klub beispielsweise aus eigenen Stücken verlassen. Der Verein hat sich gestreckt, um die beiden Spieler weiter zu binden, diese wollten nicht in Köln bleiben. Auch Salih Özcan suchte die neue Herausforderung und war aufgrund seiner Ausstiegsklausel nicht zu halten. Sebastiaan Bornauw brachte dem FC rund 13 Millionen Euro ein, dieser Transfer wurde vor Christian Keller getätigt. Bei Anthony Modeste verhielt es sich möglicherweise anders. Wie genau, wissen vermutlich nur die Beteiligten. Sicher ist aber, dass die Kölner Chefetage nicht mehr bereit war, das hohe Gehalt zu zahlen.

Was passiert, wenn Ljubicic geht?

Nicht von der Hand zu weisen ist indes, dass die Kölner wichtige Leistungsträger verloren haben und diese nicht annähernd adäquat ersetzt wurden. Im Gegenteil: einige Transfers gingen ordentlich daneben. Darunter auch Verpflichtungen, die sich der Trainer gewünscht haben soll. Der Aderlass, die mangelnde Qualität werden Baumgart mit Sicherheit beschäftigt und er wird diese mit großer Wahrscheinlichkeit auch intern kommuniziert haben. Nun fordert der Kölner Trainer öffentlich mehr Qualität. Ob es die geben wird, ist aber fraglich. Denn eine Geldquelle, abgesehen von abgehenden Spielern, die Baumgart aber halten will, wird sich wohl nicht so schnell auftun. Es ist jedenfalls kaum vorstellbar, dass die Kölner Verantwortlichen ihren Sparkurs komplett verlassen. Auch der Kölner Trainer fand auf die Frage nach Geldquellen keine schnelle Antwort.

Und so bleibt die öffentliche Äußerung, die aus sportlichen Gründen durchaus verständlich ist. Baumgart will nicht der Alleinverantwortliche in der Krise sein. Ob das Vertrauensverhältnis der Kölner Führungsetage durch diese Äußerung einen Riss bekommen hat, ist offen. Man wird das Thema am Geißbockheim nicht zu hoch kochen lassen wollen. Zumal auch den FC-Bossen klar ist, dass der Sparkurs ein riskanter Weg ist. So fällt Baumgarts Arbeitszeugnis auch deswegen „sehr gut“ aus, weil die FC-Bosse durchaus wissen, mit welcher Kader-Qualität der Trainer arbeitet. Das sagte Keller zumindest vor einigen Wochen in einem WDR-Podcast. Sie machen ihren Trainer ganz sicher nicht zum Alleinschuldigen an der Misere.

So oder so – dieses Störgeräusch kommt zum falschen Zeitpunkt, es wird aber am FC vorbeiziehen. Vorerst. Denn es stellt sich durchaus die Frage, was passieren wird, wenn die Kölner Verantwortlichen tatsächlich mit einem Abgang von Dejan Ljubicic zum Winter geplant haben und diesen dann auch verwirklichen würden. Die FC-Bosse hätten dann in der Wahrnehmung Baumgarts öffentlichen Wunsch nicht respektiert. Für einen ehrgeizigen Trainer, dem Niederlagen nicht besonders gut schmecken, wäre diese wohl nur schwer hinnehmbar. Der Ball liegt bei Keller und Co.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Diskrepanz zwischen Klub-Sparkurs und persönlichem Ehrgeiz

1. FC Köln: Interview mit Fachanwalt Reiter zum CAS-Urteil
,
Startseite » News » Seite 588

Diskrepanz zwischen Klub-Sparkurs und persönlichem Ehrgeiz

FC-Trainer Steffen Baumgart fordert ein Umdenken in der Transferpolitik des Klubs. Sein persönlicher Ehrgeiz passt aber nicht zu Kellers Grundausrichtung des Vereins.

Die Anspannung der vergangenen Wochen ist Steffen Baumgart beim 1. FC Köln zurzeit anzumerken. Am Dienstag fand der Trainer deutliche Worte zur aktuellen Kadersituation. Steffen Baumgart kritisiert die Transferpolitik des FC.

Dass Steffen Baumgart ein Mann klarer Worte ist, dürfte mittlerweile jedem Menschen rund um das Geißbockheim bekannt sein. Ab und an wird der Trainer auch gerne schon mal besonders deutlich. Zum Beispiel zu der Sanierungs-Situation um das Nachwuchsleistungszentrum der Kölner oder zum schlechten Zustand des Geläufs im heimischen Stadion. Dass Baumgart aber innerhalb einer Woche zwei Mal deutliche Worte zu Vorgängen hinter den Kulissen des Vereins findet, überrascht dann doch. In der vergangenen Woche erklärte der 51-Jährige sehr scharf, wie er zu der Personalie Justin Diehl und dessen Verhalten (und dem des Umfelds) gegenüber dem Klub stehe. Die Botschaft war eindeutig. Am Dienstag holte der Coach dann zum nächsten verbalen Rundumschlag aus. Dieses Mal traf es die Transferpolitik des FC und damit auch die Kaderplanung um Sportdirektor Christian Keller.

Kurskorrektur beim 1. FC Köln geplant

Bei seiner Kritik bezog sich der Kölner Coach gar nicht nur auf die jüngste und offensichtlich eher maue Personalpolitik. „Ich habe vor etwa drei Jahre angefangen und gesagt, dass ich mit diesem Verein etwas erreichen will. Wir haben über den DFB-Pokal gesprochen, wir haben über viele Situationen gesprochen“, sagte Baumgart. „Uns sind aus gewissen Gründen die Hände gebunden und wir müssen auf gewisse Situationen reagieren.“ Baumgart war mit großen Zielen angetreten und hatte einige davon bereits in seiner Kölner Premierensaison mit dem Erreichen des internationalen Wettbewerbs erreicht. Doch seitdem geht die Tendenz steil bergab. Und das hat gute Gründe. Der 51-Jährige betonte, dass man in den vergangenen drei Sommer-Transferperioden acht Stammspieler und weitere wichtige Spieler verloren habe. Von Sebastian Bornauw und Rafael Czichos in seiner Premierensaison über Anthony Modeste und Salih Özcan vor der Europa-League-Spielzeit und nun Ellyes Skhiri und Jonas Hector – viele Stammkräfte haben den Verein verlassen. Zum Teil für viel Geld. Adäquaten Ersatz gab es nicht immer, zum Teil erst nach einer späteren Kurskorrektur.

Die soll es auch in diesem Winter geben, wenn der FC denn darf. Christian Keller sprach von bis zu drei neuen Spielern – wenn verfüg- und bezahlbar. Zuletzt berichteten „Bild“ und „Sky“, dass möglicherweise ein Verkauf von Dejan Ljubicic das nötige Kleingeld bringen könnte. Für Baumgart der Stein des Anstoßes. „Das habe ich bislang nicht so deutlich gesagt, aber wir kommen in die Situation rein, wo es nicht sein darf, dass wir unsere besten Spieler abgeben, um uns zu verstärken“, sagte der Trainer. „Mein Ziel kann ja nicht sein, jedes Jahr Substanz zu verlieren, um dann immer wieder gegen den Berg anzulaufen. Das funktioniert auf Dauer nicht.“ Das zeigt die aktuelle Tabellensituation. Der schleichende Aderlass ist zweifelsohne auch ein Grund für die aktuelle Misere. Neben den Abgängen von Jonas Hector und Ellyes Skhiri in dieser Saison wiegt nach wie vor der Abschied von Anthony Modeste schwer. Baumgart hatte zweifelsohne bei seinem Amtsantritt einen deutlich stärkeren Kader als zurzeit.

Die Entwicklung von Spielern für sportliche und wirtschaftliche Zwecke

Daher sind die Worte des Trainers verständlich, sie sind aber nicht komplett kompatibel zu den Gedanken von Christian Keller und dem aktuellen Verständnis seiner Arbeit. Denn als der Sportdirektor im April 2022 beim FC antrat, sprach er nicht nur vom Sanierungsfall 1. FC Köln, Keller vertrat die Idee, den FC zu einem Entwicklungsklub zu machen. „Wir werden uns als Entwicklungsklub positionieren müssen. Das heißt: Wir holen Spieler, die das Potenzial für die Bundesliga haben, diese Qualität aber noch nicht konstant nachweisen konnten“, hatte Keller im Sommer 22 gesagt. Eine Idee, bei der der „Entwickler“ Baumgart eine nicht unerhebliche Rolle spielen soll.

Die Idee ist auch keine schlechte. Junge Spieler verpflichten, sie weiterzuentwickeln, um einen sportlichen und/oder wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, macht für einen klammen Klub wie den FC durchaus Sinn. Das zeigt sich an dem Beispiel von Rasmus Carstensen, den der FC dem Vernehmen nach im Sommer für 1.5 Millionen Euro verpflichten darf. Der Däne kam mit einem berechneten Marktwert von 1.25 Millionen Euro nach Köln, Gool.ai berechnet den Wert aktuell auf 6.7, prognostiziert aber für 2025 einen Marktwert von knapp elf Millionen Euro. Natürlich gibt es aber auch Gegenbeispiele wie Jacob Christensen, dessen Marktwert nach wie vor bei einer guten Millionen Euro liegt. Die Entwicklung von jungen Spielern mag vielleicht lukrativ sein, sie birgt aber auch sportliche Gefahren. Denn ohne die Qualität gestandener Bundesliga-Profis geht es ganz offensichtlich nicht.

Baumgart „Vielleicht müssen wir ein wenig umdenken“

Das weiß natürlich auch Keller, der erst am vergangenen Freitag betonte, man wolle die Achse aus Leistungsträgern noch einmal stabilisieren. „Aber das eine ist ja, was wir wollen und wo wir wissen, was wir tun müssen. Das andere ist, was wir können. Und da sind wir in unseren Möglichkeiten momentan einfach extrem limitiert. Es ist bekannt, dass wir uns in einer wirtschaftlichen Gesundungsphase befinden und kleinere Brötchen backen müssen“, sagte Keller, dem die Qualität des aktuellen Kaders durchaus bewusst ist. Schon vor einigen Wochen hatte der Sportdirektor erklärt, dass es wichtig sei, „dass man eine realistische Erwartungshaltung gegenüber dem Trainer hat. Was ist denn überhaupt mit dem Kader sportlich möglich, mit dem der Trainer arbeitet. Und da ist unsere Erwartungshaltung sehr klar. Für uns geht es primär um den Klassenerhalt.“

Und daran wird sich in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht viel ändern können. Groß-Einkäufe sind einfach nicht drin. „Ich sage es ganz höflich: Wenn kein Geld da ist, muss welches besorgt werden. In dieser Stadt, in diesem Verein muss es möglich sein, anders zu agieren als so, wie wir es momentan machen“, sagte der 51-Jährige. Eine konkrete Idee, woher die Mittel stammen sollen, nannte Baumgart nicht. Das sei nicht seine Aufgabe. Der Kölner Coach betonte zudem, dass es sich nur um seine rein sportliche Beurteilung handle. So sagt Baumgart auch, dass der Verkauf von Leistungsträgern, um neue Spieler zu finanzieren, durchaus „ein Weg sein kann“, es aber aus seiner Sicht „nicht der richtige“ wäre. Und dennoch meint Baumgart: „Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir vielleicht auch mal ein wenig umdenken.“ Und: „Wir haben gerade keine Zeit, etwas zu entwickeln.“


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Update zu 555-Unfall: Vier Insassen waren Nachwuchsspieler des 1. FC Köln

,
Startseite » News » Seite 588

Update zu 555-Unfall: Vier Insassen waren Nachwuchsspieler des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat die Nachwuchsspieler, die am Freitag an einem schweren Autounfall beteiligt waren, vom Trainings- und Spielbetrieb vorerst freigestellt. Das teilte der Verein am Mittag mit. Mittlerweile ist bekannt, dass wohl vier Nachwuchsspieler des FC in den Unfallautos saßen.

Die Ermittlungen der Polizei zum Hergang des tragischen Unfalls am Freitagabend halten an. Am Dienstag äußerte sich der Klub zum Unfall auf der 555: Der FC stellt die Nachwuchsspieler vorerst frei. Am Abend wurde zudem bekannt, dass vier Nachwuchsspieler in den Unfallautos saßen.

Der Klub hat die Nachwuchsspieler, die am vergangenen Freitag an einem tödlichen Autounfall auf der A555 beteiligt waren, vorerst aus dem Spiel- und Trainingsbetrieb genommen. „Der 1. FC Köln hat die beiden Unfallbeteiligten, um seiner Fürsorgepflicht nachzukommen, bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb befreit und ihnen weitergehende Unterstützung angeboten. Für beide Spieler gilt zunächst die Unschuldsvermutung. In Gedanken ist der FC bei den Angehörigen der Unfallopfer und zutiefst betroffen über die Ereignisse“, heißt es in einer Meldung der Geißböcke am Dienstagmittag. In der Nacht zu Samstag war es auf der A555 in Höhe Wesseling zu einem folgenschweren Autounfall gekommen. Dabei waren zwei Autoinsassen ums Leben gekommen. In den Unfall waren auch Kölner Nachwuchsspieler verwickelt, wie der Verein am Wochenende bestätigte. Am Abend berichtete unter anderem der WDR, dass vier Nachwuchsspieler des FC in den Unfallautos saßen.

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Die Staatsanwaltschaft Köln hatte nach dem Unfall die Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen. Tatverdächtige sind ein 20-jähriger Audi-Fahrer sowie ein 20-jähriger Fahrer eines Mercedes. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft kennen sich die beiden Fahrer vom Fußballspielen. Nach ersten Erkenntnissen soll laut der Polizei ein VW Polo von hinten angefahren worden sein, sich daraufhin gedreht und dabei Feuer gefangen haben. Dies lassen zumindest die Spuren auf der Fahrbahn und die Schäden an den Fahrzeugen vermuten. So wird vermutet, dass sich die Autos, die sich in Fahrtrichtung Bonn befanden, touchiert haben. Im Verlauf des Unfalls sei ein Frontschaden am Audi verursacht worden. Laut Polizei lässt dies nach erster Bewertung auf einen Aufprall auf das Heck des Polos schließen. Die Ermittlungen richten sich gegen die beiden 20-jährigen Fahrer, nicht gegen die Beifahrer.

Fahrer und Beifahrer wurden von der Polizei bereits an der Unfallstelle zu den Geschehnissen befragt. Der Mercedesfahrer soll zunächst vom Unfallort geflüchtet sein, sich aber wenig später der Polizei gestellt haben. Einer der Beteiligten musste nach dem Unfall im Krankenhaus weiterbehandelt werden. Die drei Autos sowie die Mobiltelefone aller Beteiligten wurden sichergestellt und ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens zum Unfallhergang beauftragt. Auch die Rechtsmedizin ist in die Ermittlungen eingebunden. Bis zum Montagnachmittag konnten die Opfer noch nicht identifiziert werden.

Die Kölner Nachwuchsspieler befanden sich auf dem Rückweg vom Regionalliga-Spiel der U21 gegen Fortuna Köln (3:3).


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Ljubicic-Gerücht: Baumgart mit deutlichen Worten zur Transferpolitik

,
Startseite » News » Seite 588

Ljubicic-Gerücht: Baumgart mit deutlichen Worten zur Transferpolitik

Am Wochenende tauchten Gerüchte auf, nach denen Dejan Ljubicic den FC im Winter verlassen könne. Dem schob FC-Trainer Steffen Baumgart einen Riegel vor und fand deutliche Worte zur Transferpolitik.

Dejan Ljubicic wird den 1. FC Köln im Winter nicht verlassen – zumindest, wenn es nach dem Kölner Trainer geht. Am Rande des Trainings am Dienstag äußerte sich der Coach zur Personalsituation. Und: Steffen Baumgart mit deutlichen Worten zur Transferpolitik.

Geht er im Winter oder bleibt Dejan Ljubicic dem 1. FC Köln bis zum Sommer erhalten? Die „Bild“ und „Sky“ hatten zum Wochenende gemutmaßt, dass der FC den Mittelfeldspieler möglicherweise im Winter schon ziehen lassen könne. Hintergrund ist die Wunsch-Einkaufsliste von Christian Keller. Der Sportdirektor hatte vor der Begegnung gegen Darmstadt am DAZN-Mikro gesagt, dass er gerne drei Spieler, einen Innenverteidiger, einen Sechser und einen Stürmer, verpflichten würde. Laut der „Bild“ sollen dem FC aber nur drei Millionen Euro für Neuverpflichtungen zur Verfügung stehen. Ein Verkauf von Dejan Ljubicic würde dem FC womöglich eine Summe im niedrigen zweistelligen Bereich einbringen.

Baumgart: „Wir haben im Moment keine Zeit, Spieler zu entwickeln“

Wenn es nach Steffen Baumgart geht, wird daraus aber nichts. „Wenn die Verstärkung darin liegt, dass wir einen unserer besten Spieler seit zwei Jahren abgeben, dann weiß ich auch nicht. Dann habe ich damit ein Problemchen“, sagte der 51-Jährige am Rande des Trainings am Dienstag. „Ich möchte nicht, dass Ljubi geht. Und das unabhängig von einer Bewertung, ob er ein gutes oder nicht so gutes halbes Jahr spielt.“ Tatsächlich befindet sich auch der Kölner Sechser in einer Formkrise, war zuletzt nicht mehr für die Nationalmannschaft nominiert. Gegen Darmstadt zeigte der Mittelfeldspieler vor allem im zweiten Abschnitt immerhin eine ansteigende Leistung. „Unsere Aufgabe kann sicherlich nicht sein, einen unserer besten Spieler der vergangenen Jahre abzugeben, um dann den ein oder anderen Spieler holen zu können, der uns dann vielleicht besser macht“, so Baumgart. „Dann mache ich mich auf der einen Seite nicht besser und auf der anderen Seite hoffe ich, besser zu werden. Das kann nicht der Weg sein.“

Im Gegenteil: der Trainer hält an seinem Sechser fest und fordert eine andere Marschroute. „Der Weg muss mit Ljubi sein und wir gucken trotzdem, ob wir die eine oder andere Verstärkung bekommen“, so der 51-Jährige überraschend deutlich. „Am Ende sage ich ganz höflich: Wenn kein Geld da ist, muss welches besorgt werden. In so einer Stadt, in diesem Verein muss es möglich sein, anders zu agieren als das, was wir im Moment machen. Das habe ich bislang nicht so deutlich gesagt, aber wir kommen in die Situation rein, wo es nicht sein darf, wo wir unsere besten Spieler abgeben, um uns zu verstärken. Ich hoffe, dass Ljubi nicht geht.“ Laut dem Trainer habe es ein Gespräch gegeben und demnach sehe sich auch Ljubicic weiterhin in Köln. „Wenn kein Geld da ist, können wir auch kein Geld ausgeben. Meine Ansicht ist, dass wir gucken müssen, dass Geld in den Verein kommt. Daran arbeiten wir. Es kann aber nicht sein, dass wir immer wieder die besten und teuersten Spieler abgeben.“ Baumgart würde sich gerne über Verstärkungen unterhalten, aber nicht auf Kosten der Abgabe von starken Spielern. „Wenn wir in die andere Richtung wollen, dann können wir nicht die besten Spieler holen“, sagte Baumgart. „Wir haben im Moment keine Zeit Spieler, zu entwickeln.“

Baumgart: „Vielleicht müssen wir ein wenig umdenken“

„Ich habe vor etwa drei Jahre angefangen und gesagt, dass ich mit diesem Verein etwas erreichen will. Wir haben über den DFB-Pokal gesprochen, wir haben über viele Situationen gesprochen. Uns sind aus gewissen Gründen die Hände gebunden und wir müssen auf gewisse Situationen reagieren. Mein Ziel kann ja nicht sein, jedes Jahr Substanz zu verlieren, um dann immer wieder gegen den Berg anzulaufen. Das funktioniert auf Dauer nicht. Also müssen wir Lösungen finden und an denen arbeiten wir tagtäglich“, so der Trainer, der betonte, dass man sich unter anderem finanziell besser aufgestellt habe. „Wir können aber gerne mal durchgehen, was in den letzten drei Sommerphasen gegangen ist. Das sind acht Stammspieler gewesen“, so Baumgart weiter.

Alleine der Verlust von Ellyes Skhiri und Jonas Hector im vergangenen Sommer dürfte viel mit der aktuellen Tabellensituation der Geißböcke zu tun haben. Im Jahr zuvor waren mit Anthony Modeste und Salih Özcan ebenfalls zwei Leistungsträger gegangen. Dazu kämen laut Baumgart noch weitere wichtige Spieler. Das könne laut Trainer auf Dauer nicht Sinn der Sache sein. „Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir vielleicht auch mal ein wenig umdenken“, sagte Baumgart.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Trainingsauftakt: Carstensen zurück, Kilian fällt aus

, ,
Startseite » News » Seite 588

Trainingsauftakt: Carstensen zurück, Kilian fällt aus

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FSV Mainz am kommenden Sonntag gestartet. Während Rasmus Carstensen und Benno Schmitz wieder ins Team-Training eingestiegen sind, fehlt Luca Kilian krank.

Personell scheint der 1. FC Köln das Heimspiel gegen den FSV Mainz entspannt angehen zu können. Gleich vier Spieler meldeten mischten wieder mit beim Trainingsauftakt: Rasmus Carstensen und Benno Schmitz sind wieder zurück, Luca Kilian fehlt krank.

Erstmals seit September ist der 1. FC Köln wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz in die Vorbereitung auf das kommende Bundesliga-Spiel gestartet. Nach dem 1:0-Erfolg über den SV Darmstadt am vergangenen Freitag belegen die Geißböcke den 15. Tabellenplatz und können bereits am kommenden Sonntag nachlegen. Dann ist der FSV Mainz zu Gast in Köln (17.30 Uhr, DAZN). Mit einem Erfolg im Duell gegen den direkten Konkurrenten könnte sich der FC auf den 13. Tabellenplatz verbessern und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen. Allerdings spielt die Konkurrenz in direkten Duellen gegeneinander. Dennoch würde sich der FC mit weiteren drei Punkten Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Kilian fehlt krank

Dazu kann Steffen Baumgart zum Trainingsauftakt nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nachdem Rasmus Carstensen am Freitag kurzfristig ausgefallen war, ist der Däne nun wieder ins Teamtraining eingestiegen. Carstensen hatte sich in der Vorbereitung auf das Darmstadt-Spiel eine Armverletzung zugezogen, meldete sich kurzfristig ab. So beorderte der Kölner Coach Max Finkgräfe in den Kader und brachte den Youngster zur zweiten Halbzeit. Für die Begegnung gegen Mainz sollte der Rechtsverteidiger wieder zur Verfügung stehen. Genauso wie Benno Schmitz, der ebenfalls am Freitag ausgefallen war. Der 29-Jährige hatte sich in der vergangenen Woche krank gemeldet. Durch die Ausfälle rotierte Luca Kilian in die Startelf und auf die ungewohnte rechte Außenbahn, nach 45 Minuten war das Experiment beendet. Am Dienstag fehlte der etatmäßige Innenverteidiger krankheitsbedingt.

Dafür ist nun auch Philipp Pentke wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Der Keeper hatte sich vor einigen Wochen im Training eine tiefe Fleischwunde zugezogen, die genäht werden musste. Nach einigen Tests ist auch die Kölner Nummer zwei wieder dabei. Sargis Adamyan musste in der Vorwoche das Training ebenfalls abbrechen, steht dem FC aber nun auch wieder zur Verfügung. Faride Alidou trainierte am Dienstag dagegen individuell. Nach dem jüngsten Spiel am vergangenen Freitag steht für die Kölner eine zuletzt eher ungewohnt lange Trainingswoche auf dem Programm. Nach zwei freien Tagen hat die Vorbereitung begonnen. Am kommenden Sonntag beschließt der FC den 14. Spieltag.

 

Folgt uns auf:

Leart Pacarada: Erst Hoffnungsträger, jetzt Bankdrücker

,
Startseite » News » Seite 588

Leart Pacarada: Erst Hoffnungsträger, jetzt Bankdrücker

Gegen den SV Darmstadt 98 kam Leart Pacarada zum zweiten Mal in dieser Spielzeit nicht zum Einsatz. Das vierte Mal in Serie stand der Stammspieler des Saisonauftakts nicht in der Startformation. Der 29-Jährige ist aktuell außenvor.

Elf Pflichtspiele in Serie war Neuverpflichtung Leart Pacarada Stammspieler bei den Geißböcken. Doch nach dem 0:6-Debakel gegen Leipzig und dem Pokal-Aus in Lautern änderte sich das Blatt und der 29-Jährige kommt nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus – wenn überhaupt. Leart Pacarada – vom Hoffnungsträger zum Bankdrücker.

Dass Steffen Baumgart gegen den SV Darmstadt zumindest in der Startformation wieder auf eine Viererkette setzen würde, kam nicht wirklich überraschend. Zweieinhalb Jahre hatte der 51-Jährige diese Formation einstudieren, wenn man so will automatisieren lassen. Dass der Kölner Coach dabei aber vier Innenverteidiger in die Startelf beorderte, überraschte dann doch. Neben dem Abwehrzentrum um Jeff Chabot und Timo Hübers wartete Baumgart eben Dominique Heintz und Luca Kilian auf. Dass Kilian auf dieser eigentlich ungewohnten Position startete, war der Verletzung von Rasmus Carstensen sowie der Erkrankung von Benno Schmitz geschuldet. Der Innenverteidiger auf der linken Seite, eben Heintz, war in den vergangenen Wochen schon zur Normalität geworden. Und doch hat die Aufstellung auf dieser Position einen Nebenschauplatz.

Erst Stammspieler, mittlerweile Reservist

Denn mit Leart Pacarada saß einmal mehr ein Linksverteidiger auf der Bank. Der Abwehrspieler war bereits als Neuverpflichtung fix, da wusste das Kölner Umfeld weder vom Abschied des Kapitäns Jonas Hector noch von einer möglichen Transfersperre. Pacarada kam mit Baumgarts Empfehlung des „besten Linksverteidigers der 2. Bundesliga“ an den Rhein. Die Werte in Liga zwei bei St. Pauli waren in der Tat beeindruckend. Der Abwehrspieler kam in der vergangenen Spielzeit auf 144 Hereingaben, dadurch auf zehn Torassists und erzielte zudem drei Treffer. Dazu galt er als extrem stark in den offensiven Zweikämpfen sowie als Balleroberer. Pacarada war ein Hoffnungsträger. Zwar betonten die Kölner Verantwortlichen, dass ein Jonas Hector nicht eins-zu-eins zu ersetzen sei, Pacarada sollte aber in die Rolle des festen Linksverteidigers hineinwachsen. Und die Vorbereitungsspiele sowie die ersten Saisoneinsätze waren auch vielversprechend. Und so sah viel nach einem unangefochtenen Stammplatz aus.

Nach dem desaströsen Auftritt der Kölner gegen Leipzig sowie dem Pokal-Aus in Kaiserslautern änderte sich das Bild. In den vergangenen vier Spielen stand der 29-Jährige genau 22 Minuten auf dem Spielfeld. Nach Baumgarts heftiger Kritik an der Einstellung einiger nicht genannter Spieler dachten viele Anhänger noch an eine Art Denkzettel, doch davon kann einen guten Monat später keine Rede mehr sein. Gegen Bochum und Darmstadt, also gegen die Gegner auf Augenhöhe, spielte der Linksverteidiger gar nicht. Selbst als Baumgart gegen die Bayern eine Dreier- respektive Fünferkette aufstellte, saß der 29-Jährige, der bei St. Pauli in der Dreierkette stark spielte, zunächst nur auf der Bank.

Ordentliche Statistik

Dabei sind die Werte im Vergleich zu seinem Pendant auf der rechten Verteidigerposition, Rasmus Carstensen, gar nicht schlecht – zumindest im Offensivbereich. Pacarada hat mehr Flanken geschlagen (40:30), von denen auf niedrigem Niveau auch mehr ankamen (18%:13%). Bei der Anzahl der Hereingaben gehört Pacarada zu der Top-drei der Bundesliga. Der 29-Jährige hat auch schon 17 Torschussvorlagen gegeben und sieben Mal selbst aufs Tor geschossen, bei Carstensen sind es sieben und fünf. Allerdings hat Pacarada deutlich weniger Zweikämpfe bestritten (65:120). Aktuell ist der Hoffnungsträger aus dem Sommer außen vor, scheint zurzeit keine Chance unter Baumgart zu haben. Die Innenverteidiger, die auf der Außenposition alles andere als unerfahren sind, erhalten aktuell den Vorzug. Und mit Max Finkgräfe befindet sich ein junges Talent auf der gleichen Position bereits in Lauerstellung.


Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Einzelkritik

Stimmen zum Spiel