Mit vollem Einsatz gegen Freiburg

, ,
Startseite » Profis » Seite 634

Mit vollem Einsatz gegen Freiburg

Nach dem 3:1-Erfolg über Hoffenheim dürfte die Klasse für den FC gesichert sein. FC-Coach Steffen Baumgart erwartet dennoch gegen Freiburg vollen Einsatz.

Am vergangenen Samstag Jonas Hector, am Donnerstagvormittag folgte nun Timo Horn – die Zeichen stehen auf Abschied im Umfeld des 1. FC Köln. Zumindest dominierten die beiden Kölner Gesichter die Schlagzeilen der vergangenen Tage. Der 3:1-Erfolg über die TSG Hoffenheim, immerhin der erste Liga-Triumph über die Sinsheimer seit 2014 geriet da schon ein wenig in den Hintergrund, genauso wie der fast sichere Klassenerhalt.

Der SC spielt sehr effizient und hat sich in den vergangenen drei Jahren nochmal enorm weiterentwickelt“

Steffen Baumgart

Auch auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, Sky) griff Steffen Baumgart das Thema natürlich noch einmal auf – zu wichtig war der Abschied der Identifikationsfiguren. „Jonas und Timo haben beim FC nicht nur die Sonne gesehen, sondern viel durchgemacht und sind trotzdem geblieben. Der Verein hat ihnen viel zu verdanken“, sagte der Kölner Trainer. „Wir verlieren Spielerpersönlichkeiten, die den Verein über lange Jahre extrem geprägt haben. Nicht nur durch ihre Anwesenheit, sondern auch durch ihre Leistungen.“

Negative Bilanz gegen Freiburg

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

Während Jonas Hector diese Leistung aber noch fünf Mal auf den Platz zaubern darf, wird Timo Horn das Trikot des 1. FC Köln – zumindest auf dem Platz – wohl nicht mehr tragen. Ein Abschiedsspiel beispielsweise im Duell gegen die Bayern am letzten Spieltag wird es nicht geben. „Aktuell ist nicht geplant, dass er nochmal zum Einsatz kommt. Wir befinden uns immer noch in einem Wettkampfmodus“, sagte Baumgart und spannte somit den Bogen für die Begegnung am Samstag. „Für uns geht es noch um viele Punkte.“

Obwohl der FC wohl durch den 3:1-Erfolg über die TSG die Klasse gesichert haben dürfte, will Steffen Baumgart von einer abflachenden Einstellung nichts wissen. „Wir sind uns bewusst, dass wir eine sehr gute Ausgangsposition haben“, sagt der 51-Jährige. „Die Bundesliga ist ein Geschäft und der Druck fällt nicht ab. Von den ausbleibenden Gegnern spielt jeder noch um etwas. „Bei den Teams geht es um die Champions League, die Meisterschaft und um internationale Plätze.“ So auch für den SC Freiburg. Der SC belegt aktuell den vierten Tabellenplatz, Leipzig und Leverkusen sitzen der Streich-Elf im Nacken. „Der SC spielt sehr effizient und hat sich in den vergangenen drei Jahren nochmal enorm weiterentwickelt“, so Baumgart. Aber: „Ich wünsche mir ein Spiel auf Augenhöhe.“

Dabei gerät der Kölner Coach fast schon ins Schwärmen. „Der SC ist einer der Vereine, die am konstantesten und solidesten arbeiten. Es ist einer der gesündesten Clubs in Deutschland“, sagt Baumgart. „Jedes Jahr verbessern sie sich stetig weiter. Die Möglichkeiten, die sie mittlerweile haben, haben sie sich hart erarbeitet und dadurch verdient.“ Trotzdem würde Baumgart dem Team aus dem Breisgau am Samstag ein Beinchen stellen. So wie vor einem guten Jahr, als Köln ebenfalls im eigenen Stadion 1:0 gewann. Der damalige Torschütze hieß Anthony Modeste.

Auf den Torjäger kann der Kölner Coach bekanntlich nicht mehr zurückgreifen, personell aber nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mark Uth und Florian Dietz fallen bekanntlich weiterhin aus, ein Fragezeichen steht nur hinter Jeff Chabot, der das Training am Donnerstag verpasste. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Wir gehen davon aus, dass er spielen kann“, so Baumgart. „Sollte Jeff ausfallen, würde Luca Kilian reinkommen.“ Für Baumgart bietet sich somit sogar ein Luxusproblem. „Aktuell drängen sich alle Jungs auf. Die Spieler marschieren und ziehen voll durch. Die Aufstellung und der Kader werden sicher ähnlich sein wie gegen Hoffenheim.“ Er hätte sicherlich nichts dagegen, wenn das Ergebnis auch ein Ähnliches wäre.  

Mögliche Aufstellung:

Auch Horn verlässt den 1. FC Köln

, , ,
Startseite » Profis » Seite 634

Auch Horn verlässt den 1. FC Köln

Am vergangenen Samstag verkündete Jonas Hector sein Karriere-Ende, nun kündet Timo Horn seinen Abschied vom FC an. Köln verliert ein weiteres prägendes Gesicht.

Insgesamt 671 Pflichtspiele für den FC, Abstiege, Aufstiege – zwei Reisen quer durch Europa, von London bis Belgrad. Jonas Hector und Timo Horn haben mehr als ein Jahrzehnt den FC mit geprägt, waren Gesichter des Vereins, Aushängeschilder. Nachdem Jonas Hector bereits am vergangenen Samstag sein Karriere-Ende für den Sommer angekündigt hat, verabschiedet sich nun auch Timo Horn. Damit endet in Köln eine Ära.

Timo Horn wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim 1. FC Köln nicht verlängern. Das geben Club und Spieler am Donnerstagvormittag bekannt. Der Kölner Keeper gehört aktuell mit rund drei Millionen Euro Jahresgehalt noch zu den Großverdienern bei den Geißböcken – und das als klare Nummer zwei. Der FC soll dem 29-Jährigen ein Angebot unterbreitet, Horn dieses aber ausgeschlagen haben. Dem Vernehmen nach wurde Horn ein sechsstelliges Gehalt angeboten. „Den FC zu verlassen, das kann sich jeder vorstellen, fällt mir unheimlich schwer. Seit ich denken kann, bin ich Fan dieses Clubs, seit ich Fußball spiele, bin ich beim FC, und seit meinem Profi-Debüt 2012 stand ich hier eigentlich immer im Tor“, sagte der Keeper. „Das hat sich nach meiner Verletzung in der vergangenen Saison verändert. Konkurrenz gehört im Fußball dazu, die Rolle als Nummer zwei war neu für mich – trotzdem habe ich mich immer reingehauen, die Situation so angenommen und mit dem FC das zweite Mal in meiner Karriere Europa erreicht.“

Der Kölner Keeper war mehr als ein Jahrzehnt die Nummer eins im Kasten der Geißböcke. Nach einer Knieverletzung musste er den Stammplatz aber an Marvin Schwäbe abtreten. Sicher keine zufriedenstellende Rolle für Horn. So gab es schon im vergangenen Winter Gespräche über einen möglichen Abgang, ein Wechsel kam aber nicht zustande. „Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein und das zu schaffen, hat mich unheimlich stolz gemacht. Doch mein Anspruch ist es, Woche für Woche zwischen den Pfosten zu stehen und als Torwart der Rückhalt für eine Mannschaft zu sein“, sagt Horn. „Deshalb habe ich mich für eine neue Herausforderung ab Sommer entschieden. Für all die Jahre und Erlebnisse am Geißbockheim und die Zusammenarbeit mit sehr vielen Menschen, die immer alles für den Verein gegeben haben, bin ich sehr, sehr dankbar.“ Wie die „Sport Bild“ berichtet, sucht Horn nun aber eine neue Herausforderung, will noch einmal als Nummer eins angreifen. Angebote soll es aus Italien, den Niederlanden, aber auch aus Deutschland geben.

2002 wechselte Horn vom SC Rondorf in die Jugend des 1. FC Köln. Zusätzlich spielte Horn auch in den Junioren-Nationalmannschaften des DFB, gewann mit der U21 2016 in Rio Olympisches Silber. Für den FC absolvierte er 329 Pflichtspiele. „Nur Toni Schumacher und Bodo Illgner standen häufiger für den FC im Tor als Timo. Sich über so viele Jahre hinweg als Nummer eins zu behaupten, ist eine Leistung, für die man hart arbeiten muss. Aber es gehört mehr dazu: Timo hat sich im Laufe der Zeit von einem jungen talentierten Torhüter zu einem gestandenen Bundesliga-Spieler entwickelt, der auf dem Platz und in der Kabine, aber auch von der Bank oder Tribüne aus, immer wichtig für das FC-Team war“, sagte Sportdirektor Christian Keller. „Dass er den Anspruch hat, zu spielen, ist für uns nachvollziehbar. Es gehört auch Mut dazu, sich nach so vielen FC-Jahren nun bei einem neuen Verein beweisen zu wollen. Dafür wünschen wir ihm alles erdenklich Gute und viel Erfolg.“

So bewerten wir den FC gegen Hoffenheim

Marvin Schwäbe

Viel zunächst nur durch ein Gerangel mit Brooks und eine Gelbe Karte auf. Das änderte sich nach dem Wechsel. Parierte stark gegen Angelino. Keine Probleme gegen Skov, beim Anschlusstreffer machtlos. Note: 3+

Jonas Hector

Souveränes und unaufgeregtes Spiel des Kapitäns. Seine Routine verdirbt dem Gegner die Laune. Schaltete sich auch regelmäßig in die Offensive ein. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder überragte der Innenverteidiger in der Defensive. Topwert in den Zweikampf- (78%) und Passwerten (100%!!!). Ließ im Zentrum keine Gefahr aufkommen. Note: 2

Timo Hübers

Sicherte neben Chabot den Raum vor dem Tor. War aber erneut nicht so konsequent wie sein Nebenmann. Note: 3

Benno Schmitz

Brachte im ersten Durchgang nur jeden zweiten Ball zum Mitspieler und war damit ein Unsicherheitsfaktor. Steigerte sich nach dem Wechsel, fand aber in der Offensive so gut wie nicht statt. Note: 3-

Florian Kainz

Auf der Zehn Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Traf sicher vom Punkt, bereitete das 2:0 butterweich vor. Sein Pass auf Tigges hätte auch eine Torbeteiligung verdient gehabt. Note: 1-

Dejan Ljubicic

Versuchte das Offensivspiel über die linke Seite anzutreiben, leistete sich aber viele Ungenauigkeiten. Musste nach einer knappen Stunde angeschlagen vom Platz. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri, war gefühlt auch an mehr Defensivaktionen beteiligt. Rettete stark gegen Kramaric und schaltete sich in die Offensivbewegung ein. Note: 2

Ellyes Skhiri

Wichtig, dass Skhiri wieder dabei war. Stabilisierte das Zentrum. War aber längst nicht so auffällig. Note: 3+

Linton Maina

Viel Arbeit, wenig Ertrag. Hatte gegen Brooks erstaunlich große Schwierigkeiten. Seine Hereingabe führte immerhin zum Elfmeter. Note: 3-

Davie Selke

Ganz anderer Auftritt des Stürmers. Leitete früh einen ersten guten Angriff über Außen ein. Prüfte Baumann zunächst aus kurzer Distanz, machte es nur wenige Minuten später viel besser. Zeigte auch gute Aktionen als Wandspieler. Note: 2

Alle Stimmen zum Spiel

Spieler-Ranking

Wie realistisch sind Gratis-Tickets beim FC?

, ,
Startseite » Profis » Seite 634

Wie realistisch sind Gratis-Tickets beim FC?

Fortuna Düsseldorf plant offenbar eine Ticket-Revolution in Deutschland. Der Zweitligist will seine Zuschauer künftig gratis ins Stadion lassen. Ein realistisches Szenario für den FC?

Sportlich wird es für Fortuna Düsseldorf schwer, in der kommenden Saison wieder erstklassig zu spielen. Dennoch sorgten die Fortunen dieser Tage mit einer innovativen Idee für Furore. Der Zweitligist will seine Zuschauer künftig kostenfrei ins Stadion lassen. In einer ersten Testphase sind drei Heimspiele betroffen, langfristig müssen die Fans in Düsseldorf gar nicht mehr für den Eintritt bezahlen. Mit 45 Millionen Euro werden Sponsoren das Projekt in den kommenden fünf Jahren unterstützen.

Bild: Herbert Bucco

Wäre eine ähnliche Umsetzung auch in Köln denkbar? „Wir schauen interessiert nach Düsseldorf. Innovativen Ideen, die noch mehr Fans ein emotionales Stadionerlebnis ermöglichen, stehen wir sehr positiv gegenüber“, sagt FC-Geschäftsführer Markus Rejek. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Aktion entwickelt und ob sie auch über einen längeren Zeitraum als über drei Heimspiele finanziert werden kann. Es ist ein Pilotprojekt, das aktuell von Sponsoren finanziert wird, um in Düsseldorf noch mehr Fans für die Fortuna zu gewinnen.“

Der FC ist auf seine Zuschauer-Einnahmen bislang angewiesen. Der ehemalige Geschäftsführer Alex Wehrle verriet während der Pandemie, dass ein ausgelastetes Stadion rund 1,8 Millionen Euro pro Spiel, also mehr als 30 Millionen Euro in der Saison bringen würde. „Für ein dauerhaft funktionierendes Modell geht es letztlich um die Frage, wie das Profifussball- und Stadionerlebnis finanziert wird. Wir können das nicht ohne die Ticketeinnahmen unserer großartigen Fans”, erklärte Rejek.

Hector-Abschied: Baumgart hält Tür offen

,
Startseite » Profis » Seite 634

Hector-Abschied: Baumgart hält Tür offen

Die Freude über den ersten Bundesliga-Erfolg über die TSG seit 2014 wurde vom angekündigten Karriere-Ende des Kölner Kapitäns getrübt. Jetzt äußerte sich Steffen Baumgart zu Jonas Hector.

Auch für FC-Trainer Steffen Baumgart war der Samstagnachmittag ganz offensichtlich eine Achterbahn der Gefühle. In die Freude über das 3:1 bei der TSG Hoffenheim mischte sich auch Wehmut. So ergriff der Kölner Trainer nach der Pressekonferenz noch einmal das Wort, kündigte den Abschied seines Kapitäns Jonas Hector an, wollte dann aber nicht so recht darüber sprechen. Das änderte sich am Dienstag nach dem Training.

Ich bin mir leider sicher, dass er bei seiner Entscheidung bleibt..“

Steffen Baumgart

So erfuhr der 51-Jährige in der vergangenen Woche von Hectors Abschied. „Man hat ja ein Gefühl dafür. Es ist nicht so, dass ich aus allen Wolken gefallen bin“, sagte Baumgart. „Trotzdem habe ich auch jetzt noch die Hoffnung, dass er im Sommer kommt und sagt: ,Ich habe Langeweile zu Hause, ich mache weiter.‘ Ich halte ihm den Platz weiter frei. Jonas weiß ganz klar: Wenn er aus dem Urlaub kommt und doch Lust hat, sperrt ihm hier keiner die Tür zu – ich auf keinen Fall.“ Von einem Sinneswandel des Defensivmannes ist aber nicht auszugehen. Das weiß auch Baumgart. Die Tür sei zwar offen, aber „ich bin mir leider sicher, dass er bei seiner Entscheidung bleibt.“

Zumal Hector auch in der Vergangenheit klare Entscheidungen getroffen hat, hinter denen er voll und ganz stand. Als Bundestrainer Hansi Flick im vergangenen Jahr mit einem DFB-Comeback des 32-Jährigen für die WM in Katar liebäugelte, erhielt er ebenfalls eine Absage. „Jonas ist seinen eigenen Weg gegangen, hat einen klaren Gedankengang, wie er die Welt und den Fußball sieht“, sagt Baumgart. „Für mich war er ein wichtiger Ansprechpartner und jemand, der als Kapitän genau das gemacht hat, was ein Kapitän zu machen hat.“

Kaum ein anderer FC-Akteur steht so für Loyalität und Integrität, aber auch für Einsatz und Willen. „Er war kein lauter Kapitän, aber ein sehr, sehr guter. Was ich als Trainer mit ihm erleben durfte, wie er jeden Tag gearbeitet und hinterfragt hat, das war und ist schon etwas Besonderes“, so Baumgart weiter. „Das wird auch im Nachhinein ein Spieler sein, über den man sich noch sehr lange Gedanken macht. Er wird uns fehlen, als Spieler und als Persönlichkeit.“ 

Viele Kölner Fans hatten auf einen Sinneswandel aufgrund der FIFA-Transfersperre gehofft. „Seine Entscheidung hat doch nichts mit dem FIFA-Urteil oder der Leistung der Mannschaft zu tun. Es ist eine rein persönliche Entscheidung“, sagt Baumgart. „Das sollte man akzeptieren, obwohl er in einer super Form und einer der besten Spieler ist. Es ist doch auch schön, dass er aufhören kann, wenn es gut läuft.“ 

So bewerten wir den FC gegen Hoffenheim

Marvin Schwäbe

Viel zunächst nur durch ein Gerangel mit Brooks und eine Gelbe Karte auf. Das änderte sich nach dem Wechsel. Parierte stark gegen Angelino. Keine Probleme gegen Skov, beim Anschlusstreffer machtlos. Note: 3+

Jonas Hector

Souveränes und unaufgeregtes Spiel des Kapitäns. Seine Routine verdirbt dem Gegner die Laune. Schaltete sich auch regelmäßig in die Offensive ein. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder überragte der Innenverteidiger in der Defensive. Topwert in den Zweikampf- (78%) und Passwerten (100%!!!). Ließ im Zentrum keine Gefahr aufkommen. Note: 2

Timo Hübers

Sicherte neben Chabot den Raum vor dem Tor. War aber erneut nicht so konsequent wie sein Nebenmann. Note: 3

Benno Schmitz

Brachte im ersten Durchgang nur jeden zweiten Ball zum Mitspieler und war damit ein Unsicherheitsfaktor. Steigerte sich nach dem Wechsel, fand aber in der Offensive so gut wie nicht statt. Note: 3-

Florian Kainz

Auf der Zehn Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Traf sicher vom Punkt, bereitete das 2:0 butterweich vor. Sein Pass auf Tigges hätte auch eine Torbeteiligung verdient gehabt. Note: 1-

Dejan Ljubicic

Versuchte das Offensivspiel über die linke Seite anzutreiben, leistete sich aber viele Ungenauigkeiten. Musste nach einer knappen Stunde angeschlagen vom Platz. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri, war gefühlt auch an mehr Defensivaktionen beteiligt. Rettete stark gegen Kramaric und schaltete sich in die Offensivbewegung ein. Note: 2

Ellyes Skhiri

Wichtig, dass Skhiri wieder dabei war. Stabilisierte das Zentrum. War aber längst nicht so auffällig. Note: 3+

Linton Maina

Viel Arbeit, wenig Ertrag. Hatte gegen Brooks erstaunlich große Schwierigkeiten. Seine Hereingabe führte immerhin zum Elfmeter. Note: 3-

Davie Selke

Ganz anderer Auftritt des Stürmers. Leitete früh einen ersten guten Angriff über Außen ein. Prüfte Baumann zunächst aus kurzer Distanz, machte es nur wenige Minuten später viel besser. Zeigte auch gute Aktionen als Wandspieler. Note: 2

Alle Stimmen zum Spiel

Spieler-Ranking

Ein schmerzhafter Abschied

, ,
Startseite » Profis » Seite 634

Ein schmerzhafter Abschied

Ausgerechnet nach dem 3:1-Erfolg über Hoffenheim gab Jonas Hector seinen Abschied für den Sommer bekannt. Das kam nicht unerwartet, ist aber dennoch eine schmerzhafte Nachricht. Ein Kommentar.

Die uneingeschränkte Freude über den 3:1-Erfolg in Sinsheim und dem wahrscheinlichen Klassenerhalt währte bei den FC-Fans vermutlich nicht lange. Katerstimmung trotz erreichtem Saisonziel. Jonas Hector wird seine Profikarriere im Sommer beenden.

Die Nachricht kommt keiner Sensation gleich, ist noch nicht einmal eine große Überraschung. Seit Monaten hielt sich rund um das Geißbockheim hartnäckig das Gerücht, dass der Kölner Kapitän zum Saisonende seine Karriere beenden wird, die Vereinsführung längst informiert sei. Dieses Gerücht hat sich nun bestätigt. Der Kölner Kapitän wollte seinen Club erst gerettet wissen, bevor er seine Entscheidung publik macht – typisch.

Seine Bilanz für den FC sind ist nicht nur beeindruckend, die Zahlen sagen viel über die Bedeutung dieser Nachricht aus. Jonas Hector hat 342 Pflichtspiele für die Geißböcke absolviert, spielt seit 2010 für den FC, hat kein einziges Profispiel für einen anderen Verein absolviert, liegt in der Top-20 der Rekordspieler-Liste des FC. Er ist in einem Atemzug mit Legenden wie Lukas Podolski, Pierre Littbarski oder Wolfgang Overath zu nennen. Hector ist in Köln eine Ikone, das aktuelle Gesicht des FC. Mit seinem Abschied geht eine Ära zu Ende.

Das an sich ist sicher traurig, wirklich bitter ist aber, dass der Verein und seine Fans den Leader schmerzlich vermissen werden. Denn im Gegensatz zu anderen FC-Profis, wie dem ebenfalls abwandernden Ellyes Skhiri, ist Jonas Hector weder sportlich noch menschlich ersetzbar. Hecter steht für Loyalität und Integrität, brauchte nie das Rampenlicht, wollte weder in Club noch DFB-Elf schillern oder neben dem Platz auffallen – eine Seltenheit in dem Haifischbecken Profifußball.

Am Ende steht nun eine Entscheidung, die er sich gut überlegt hat, die in ihm gereift ist, die aber wie viele andere seiner Entscheidungen unumstößlich sein wird. Das ist für die FC-Fans, für den Verein traurig, für Jonas Hector aber offenbar genau das richtige. Das sollte man auch als Kölner Anhänger akzeptieren und sich für 13 starke Jahre – gerne auch mit einer Träne im Auge – beim Capitano bedanken. Der FC, aber auch Fußball-Deutschland, wird ihn schmerzlich vermissen.

Das gleiche gilt für den Selke-Transfer und auch Steffen Tigges konnte die bisherigen Erwartungen nicht erfüllen. Die Vorstellung, ein Steffen Baumgart kann aus jedem krisengebeutelten Spieler einen Diamanten schleifen, ist romantisch, aber alles andere als realistisch. Dass das „Verbessern“ ausgerechnet in seiner vermeintlichen Paradedisziplin im Sturm so gar nicht gelingen will, könnte die Krux dieser Spielzeit werden.

Sorgen müssen sich die Kölner aber (noch) nicht machen. Selbst nach vier sieg- und torlosen Spielen in Serie ist nicht davon auszugehen, dass bei den Geißböcken der Kopf das Problem werden wird. Dass Baumgart in Bezug auf die Psyche seiner Spieler der richtige Mann ist, hat er schließlich schon mehrfach bewiesen.

„Ich bin unheimlich dankbar“

,
Startseite » Profis » Seite 634

„Ich bin unheimlich dankbar“

Mit dem 3:1 über Hoffenheim ist der 1. FC Köln zum vierten Mal in Serie ungeschlagen. Dementsprechend zufrieden waren Spieler und Trainer. Die Stimmen zum Spiel.

Zum vierten Mal in Folge ungeschlagen, der zweite Auswärtssieg in Serie – der 1. FC Köln hat nach seiner Mini-Krise wieder in die Spur gefunden und dürften den Klassenerhalt sicher haben. Eine traurige Nachricht gab es für die Kölner Fans dennoch. Die Stimmen zum Spiel.

Nach meiner Familie war es mir wichtig, als erstes meine Mannschaft, das Trainerteam und den Staff zu informieren. Für den Moment möchte ich nicht mehr sagen, als dass ich unheimlich dankbar für das bin, was wir beim FC zusammen haben.“

Jonas Hector via FC-Twitter-Kanal
Bild: Herbert Bucco

 Ich reiße mir schon extrem den Hintern auf und freue mich, dass ich dann auch ein Tor machen konnte. Ich bin Stürmer, ich will treffen. Es war Balsam für die Seele. Der Klassenerhalt ist es noch nicht, aber es war gut, dass wir die Punkte geholt haben. Eine solche Leistung ist nicht selbstverständlich. Auch die Unterstützung der Fans war großartig – das weiß ich sehr zu schätzen.“
 

Davie Selke

Wir freuen uns mit einer guten Leistung über 90 Minuten hier gewonnen haben. Den Sieg nehmen wir natürlich gerne mit. Wir waren von Anfang sehr wach. Es war klar, dass Hoffenheim mit hohem Druck beginnen wird. Je länger das Spiel gedauert hat, desto klarer wurde unser Weg. Es war eine gute erste Halbzeit von uns, in der zweiten wollten beide Teams auf Torejagd gehen. Es war ein großer Schritt zum Klassenerhalt. Das gibt eine gewisse Sicherheit. Heute hatten wir auch ein bisschen Glück – wie etwa beim Elfmeter. Wir freuen uns über einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Es gibt zudem eine wichtige Nachricht – grade für die Kölner: Jonas Hector hat der Mannschaft mitgeteilt, dass er im Sommer aufhören und den Verein verlassen wird. Er wird mit dem Profifußball aufhören. Umso schöner, dass er sich in seinem letzten Spiel gegen Hoffenheim mit einem Sieg belohnen konnte. Uns ist es wichtig, das direkt mitzuteilen.“
 

Steffen Baumgart

„Wir haben richtig viele Umschaltsituationen gehabt und können trotz der liegegelassenen Chancen sehr zufrieden sein. Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit den Fans den Sieg feiern können. Den Hoffenheimer Druck in der zweiten Hälfte haben wir gut wegverteidigt. Wir haben jetzt vier Spiele am Stück nicht verloren.”

Florian Kainz

Alles zum Spiel

Spieler-Ranking

Jonas Hector gibt seinen Abschied bekannt

, , ,
Startseite » Profis » Seite 634

Jonas Hector gibt seinen Abschied bekannt

Der Freude über den 3:1-Erfolg über Hoffenheim folgte für die FC-Fans ein Dämpfer. Jonas Hector beendet im Sommer seine Karriere.

12.000 Fans waren mitgereist zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln bei der TSG Hoffenheim. Dem Jubel über das 3:1, die drei Punkte und dem damit verbundenen wahrscheinlichen Klassenerhalt folgte eine bittere Nachricht. Jonas Hector wird im Sommer seine erfolgreiche Karriere beenden und dem aktiven Fußball den Rücken kehren. Das hat der Kölner Kapitän der Mannschaft im Anschluss an das 3:1 in der Kabine mitgeteilt.

Nach meiner Familie war es mir wichtig, als erstes meine Mannschaft, das Trainerteam und den Staff zu informieren.“

Jonas Hector via Twitter

„Nach meiner Familie war es mir wichtig, als erstes meine Mannschaft, das Trainerteam und den Staff zu informieren“, ließ Jonas Hector die Fans über den Vereins-Account wissen. „Für den Moment möchte ich nicht mehr sagen, als dass ich unheimlich dankbar für das bin, was wir beim FC zusammen haben.“ Während der Nationalspieler seine Mannschaft informierte, sprach Trainer Steffen Baumgart über seinen Kapitän auf der Pressekonferenz: „Er wird mit dem Profi-Fußball aufhören. Das sollten sie von uns erfahren. Er hat die Rede bei den Jungs nach dem Spiel bei uns gemacht. Er ist ein Spieler, der noch nicht so oft in Hoffenheim gespielt hat. Umso schöner, dass er sich in seinem letzten Spiel mit drei Punkten verabschieden konnte.“

Hector war 2010 zum 1. FC Köln gewechselt und seit 2012 fester Bestandteil der Profimannschaft. Für den FC lief Hector in 342 Pflichtspielen auf, wurde 2014 Nationalspieler, beendete den Teil seiner Laufbahn aber 2019 nach 43 Länderspielen. Im Sommer hatte er das Angebot von Hansi Flick ausgeschlagen, noch einmal in die DFB-Elf zurückzukehren. Hector ist eins der Gesichter der Geißböcke. „Der Verlust ist natürlich sehr, sehr groß“, sagte Sportchef Christian Keller. „Er hat es uns im Vorfeld gesagt und es war klar, sobald wir 35 Punkte erreichen, sagt er es auch der Mannschaft“, so Keller. Diese habe mit einem langen Applaus auf die Worte des Kapitäns reagiert.  

„Worte können auf die Schnelle gar nicht zusammenfassen, was du unserem Klub und allen FC-Fans bedeutest. Du bist einer der größten Spieler, die dieses Trikot getragen haben! Du hast mehr als ein Jahrzehnt unvergleichbar loyal zu unserem Klub gestanden!“, schrieb der Verein auf Twitter. Über Hectors Abschied war lange diskutiert worden. Der Kölner Leader hatte lange über die Zukunft nachgedacht. Gerade in Bezug auf die mögliche Transfersperre der Kölner hatten viele FC-Fans noch einmal Hoffnung geschöpft.

Alle Stimmen zum Spiel

Spieler-Ranking

Einzelkritik: Kainz überragt bei guter Teamleistung

, ,
Startseite » Profis » Seite 634

Einzelkritik: Kainz überragt bei guter Teamleistung

Mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg über Hoffenheim hat der 1. FC Köln den Klassenerhalt wohl sicher. So fällt unsere Einzelkritik aus.

Der 1. FC Köln wird wohl nichts mehr mit dem abstieg zu tun haben. Beim 3:1 in Hoffenheim feierten die Kölner den ersten Bundesliga-Sieg über die TSG seit 2014. So bewerten wir die Spieler.

So bewerten wir die FC-Spieler gegen Mainz

Marvin Schwäbe

Viel zunächst nur durch ein Gerangel mit Brooks und eine Gelbe Karte auf. Das änderte sich nach dem Wechsel. Parierte stark gegen Angelino. Keine Probleme gegen Skov, beim Anschlusstreffer machtlos. Note: 3+

Jonas Hector

Souveränes und unaufgeregtes Spiel des Kapitäns. Seine Routine verdirbt dem Gegner die Laune. Schaltete sich auch regelmäßig in die Offensive ein. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder überragte der Innenverteidiger in der Defensive. Topwert in den Zweikampf- (78%) und Passwerten (100%!!!). Ließ im Zentrum keine Gefahr aufkommen. Note: 2

Timo Hübers

Sicherte neben Chabot den Raum vor dem Tor. War aber erneut nicht so konsequent wie sein Nebenmann. Note: 3

Benno Schmitz

Brachte im ersten Durchgang nur jeden zweiten Ball zum Mitspieler und war damit ein Unsicherheitsfaktor. Steigerte sich nach dem Wechsel, fand aber in der Offensive so gut wie nicht statt. Note: 3-

Florian Kainz

Auf der Zehn Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Traf sicher vom Punkt, bereitete das 2:0 butterweich vor. Sein Pass auf Tigges hätte auch eine Torbeteiligung verdient gehabt. Note: 1-

Dejan Ljubicic

Versuchte das Offensivspiel über die linke Seite anzutreiben, leistete sich aber viele Ungenauigkeiten. Musste nach einer knappen Stunde angeschlagen vom Platz. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri, war gefühlt auch an mehr Defensivaktionen beteiligt. Rettete stark gegen Kramaric und schaltete sich in die Offensivbewegung ein. Note: 2

Ellyes Skhiri

Wichtig, dass Skhiri wieder dabei war. Stabilisierte das Zentrum. War aber längst nicht so auffällig. Note: 3+

Linton Maina

Viel Arbeit, wenig Ertrag. Hatte gegen Brooks erstaunlich große Schwierigkeiten. Seine Hereingabe führte immerhin zum Elfmeter. Note: 3-

Davie Selke

Ganz anderer Auftritt des Stürmers. Leitete früh einen ersten guten Angriff über Außen ein. Prüfte Baumann zunächst aus kurzer Distanz, machte es nur wenige Minuten später viel besser. Zeigte auch gute Aktionen als Wandspieler. Note: 2

FC beendet mit 3:1-Erfolg Negativserie gegen Hoffenheim

, ,
Startseite » Profis » Seite 634

FC beendet mit 3:1-Erfolg Negativserie gegen Hoffenheim

Der 1. FC Köln kann das Thema Abstiegskampf wohl endgültig abhaken. Mit dem verdienten 3:1-Erfolg über Hoffenheim beendeten die Kölner zudem die Negativserie.

Der 1. FC Köln kann gegen und auch in Hoffenheim doch noch gewinnen. Am 29. Spieltag setzten sich die Geißböcke bei der TSG 3:1 durch und gewannen zum ersten Mal seit 2014 wieder ein Bundesliga-Spiel gegen die Sinsheimer. Nach den Toren von Florian Kainz (18.), Davie Selke (39.) und Jan Thielmann (90. +2) sowie dem Gegentreffer von Kasper Dolberg (90. +4) sicherten sich die Kölner drei weitere Punkte und dürften mit dem Abstieg wohl endgültig nichts mehr zu tun haben. Für die knapp 12.000 mitgereisten Kölner Fans war es zunächst ein gelungener Samstag. Dann gab Jonas Hector das ende seiner Karriere bekannt.

Ich bin Stürmer, ich will treffen. Es war Balsam für die Seele.“

Davie Selke

Wie erwartet änderte Steffen Baumgart seine Formation nur auf einer Position. Ellyes Skhiri rückte zurück in die Startelf, dafür rotierte Linton Maina auf die rechte Seite, Kingsley Schindler nahm auf der Bank platz. Und obwohl die rund 12.000 mitgereisten Kölner Fans das Stadion in Sinsheim zu einem gefühlten Heimspiel umfunktionierten, war zunächst Hoffenheim auf Ballbesitz aus. Die Kölner attackierten früh, setzten die TSG-Defensive unter Druck – gefährlich wurden beide Teams in den Anfangsminuten aber nicht. Erst nach gut zehn Minuten näherten sich Distanzschüsse von Jonas Hector und Florian Kainz dem Hoffenheimer Gehäuse ein wenig an.

Der FC wurde zunehmend stärker, übernahm nach und nach das Spielgeschehen. Eine Hereingabe von Maina lenkte Hoffenheims John Anthony Brooks im Strafraum mit der Hand ab. Nach Einschreiten des VARs entschied Schiedsrichter Robin Braun auf Elfmeter. Kainz ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher. Hoffenheim benötigte ein wenig, um sich zu sammeln. Doch Köln hatte auch weiterhin die besseren Möglichkeiten. Einen Kopfball von Selke hielt Oliver Baumann aus kurzer Distanz, eine Hereingabe von Ljubicic fing der TSG-Keeper gerade noch vor dem heranstürmenden Selke ab. Nur wenige Minuten später machte es der Kölner Stürmer besser. Eine Flanke von Kainz verwandelte Selke zum 2:0. Die Hoffenheimer Offensive fand so gut wie gar nicht statt, wenn überhaupt nur über Standards. So kam Hoffenheim im ersten Abschnitt zu genau keinem Abschluss.

FC-Spieler des Spiels

Kainz

Florian

1

Tore

1

Vorlagen

50

Ballkontakte

FC-Spieler-Ranking

Die TSG kam deutlich engagierter aus der Kabine und erarbeitete sich nun auch umgehend Chancen. So probierte es Angeliño aus spitzem Winkel, FC-Keeper Marvin Schwäbe war aber zur Stelle. Auch Ihlas Bebou und Andrej Kramaric versuchten es, verfehlten das Tor aber deutlich. Doch die Gastgeber waren nun deutlich besser im Spiel. Unter anderem rettete Eric Martel mit einer Grätsche in höchster Not gegen Kramaric. Auch Christoph Baumgartner vergab aus gut 16 Metern.

Nach einer knappen Stunde musste Baumgart wechseln. Für den angeschlagenen Ljubicic kam Jan Thielmann, für den guten Selke kam Steffen Tigges. Die Kölner konnten sich wieder etwas aus der kurzen Hoffenheimer Umklammerung befreien. Unter anderem vergab Tigges nach einem Traumpass von Kainz kläglich. In der Schlussphase kamen mit Denis Huseinbasic und Kingsley Schindler zwei weitere frische Kräfte. Doch Hoffenheim versuchte es noch einmal. Doch weder der Schuss des eingewechselten Robert Skov noch der Abschluss von Bebou wurden wirklich gefährlich. Auf der anderen Seite konterten die Kölner erfolgreich. Thielmann erhöhte auf 3:0. Kasper Dolberg verkürzte in der Nachspielzeit noch einmal auf 3:1.

So bewerten wir den FC gegen Hoffenheim

Marvin Schwäbe

Viel zunächst nur durch ein Gerangel mit Brooks und eine Gelbe Karte auf. Das änderte sich nach dem Wechsel. Parierte stark gegen Angelino. Keine Probleme gegen Skov, beim Anschlusstreffer machtlos. Note: 3+

Jonas Hector

Souveränes und unaufgeregtes Spiel des Kapitäns. Seine Routine verdirbt dem Gegner die Laune. Schaltete sich auch regelmäßig in die Offensive ein. Note: 3+

Jeff Chabot

Wieder überragte der Innenverteidiger in der Defensive. Topwert in den Zweikampf- (78%) und Passwerten (100%!!!). Ließ im Zentrum keine Gefahr aufkommen. Note: 2

Timo Hübers

Sicherte neben Chabot den Raum vor dem Tor. War aber erneut nicht so konsequent wie sein Nebenmann. Note: 3

Benno Schmitz

Brachte im ersten Durchgang nur jeden zweiten Ball zum Mitspieler und war damit ein Unsicherheitsfaktor. Steigerte sich nach dem Wechsel, fand aber in der Offensive so gut wie nicht statt. Note: 3-

Florian Kainz

Auf der Zehn Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Traf sicher vom Punkt, bereitete das 2:0 butterweich vor. Sein Pass auf Tigges hätte auch eine Torbeteiligung verdient gehabt. Note: 1-

Dejan Ljubicic

Versuchte das Offensivspiel über die linke Seite anzutreiben, leistete sich aber viele Ungenauigkeiten. Musste nach einer knappen Stunde angeschlagen vom Platz. Note: 2-

Eric Martel

Lief mehr als Skhiri, war gefühlt auch an mehr Defensivaktionen beteiligt. Rettete stark gegen Kramaric und schaltete sich in die Offensivbewegung ein. Note: 2

Ellyes Skhiri

Wichtig, dass Skhiri wieder dabei war. Stabilisierte das Zentrum. War aber längst nicht so auffällig. Note: 3+

Linton Maina

Viel Arbeit, wenig Ertrag. Hatte gegen Brooks erstaunlich große Schwierigkeiten. Seine Hereingabe führte immerhin zum Elfmeter. Note: 3-

Davie Selke

Ganz anderer Auftritt des Stürmers. Leitete früh einen ersten guten Angriff über Außen ein. Prüfte Baumann zunächst aus kurzer Distanz, machte es nur wenige Minuten später viel besser. Zeigte auch gute Aktionen als Wandspieler. Note: 2

Alle Stimmen zum Spiel

Spieler-Ranking

Mit 8000 Fans zum Angstgegner

,
Startseite » Profis » Seite 634

Mit 8000 Fans zum Angstgegner

Mit rund 8000 Zuschauern reist der 1. FC Köln am Samstag zur TSG Hoffenheim. Mit einem Sieg dürften der FC die Klasse sicher halten. Doch die Bilanz spricht gegen die Geißböcke.

Dass Steffen Baumgart kein großer Freund von Rechenspielen ist, betonte der Trainer des 1. FC Köln ein weiteres Mal vor dem vergangenen Spieltag, dem Duell gegen den FSV Mainz. Durch das 1:1-Unentschieden, bei dem durchaus auch ein Dreier möglich gewesen ist, haben die Kölner ihr Saisonziel fast erreicht. Ein Erfolg in Sinsheim am Samstag (15.30 Uhr, Sky) würde den Klassenerhalt wohl endgültig in trockene Tücher bringen. „Wenn ich sonst gesagt habe, wenn wir das Spiel gewinnen, dann haben wir dies oder jenes erreicht, dann hat das meistens nicht so gut geklappt“, mahnte der Coach auch auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel.

Ich habe da immer den Arsch voll gekriegt. Das würde ich jetzt gerne vermeiden“

Steffen Baumgart

Das Glück will der 51-Jährige nicht herausfordern. Denn Baumgart weiß durchaus, dass sein Team vor einer schweren Aufgabe steht. Auch, wenn die Kölner in der Tabelle vor der TSG rangieren. „Hoffenheim ist eine Mannschaft, die über Jahre hinweg eine hohe Qualität im Kader hat, das aber nicht immer ganz abrufen kann“, so Baumgart und weiter: „Sie haben sich stabilisiert. Wer die letzten Spiele gesehen hat, weiß, dass die auch emotional gewonnen wurden. Die individuelle Klasse der TSG ist bekannt.“ Tatsächlich haben sich die Sinsheimer gefangen. Gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf aus Berlin und Schalke punktete die TSG dreifach, gewann gegen Werder Bremen und luchste am vergangenen Spieltag den Bayern ein Unentschieden ab.

Negative Bilanz gegen Hoffenheim

103 Spiele

24 Siege

55 Siege

24 Remis

131:220 T

Und dann ist da noch die Bilanz des 1. FC Köln gegen die TSG. Zwar betonte Baumgart auch schon mehrfach, dass Worte wie „Angstgegner“ in seinem Trainer-Wortschatz eher eine untergeordnete Rolle spielen, eine erschreckende Serie kann der 51-Jährige aber auch nicht wegdiskutieren. In der Liga hat der FC gegen Hoffenheim 13 Mal in Serie nicht gewinnen können. Der letzte Sieg gegen die TSG gelang im DFB-Pokal 2016 und in der Bundesliga vor mittlerweile neun Jahren. Eine Begegnung, an die sich aus dem Kölner Kader nur Timo Horn und Jonas Hector erinnern werden. Baumgarts persönliche Erinnerungen sind ebenfalls nicht die besten. „Ich habe da immer den Arsch voll gekriegt. Das würde ich jetzt gerne vermeiden“, so der 51-Jährige.

Damit es nicht zu einem weiteren Debakel wie beim 0:5 bei Kölns letztem Auftritt in Hoffenheim kommt, reisen mindestens 8.000 FC-Anhänger mit in den Kraichgau. „Vielleicht sind es dann sogar 10.000 Fans. Wir können jedenfalls davon ausgehen, dass uns eine Menge Leute unterstützen“, sagt Baumgart. „Dass wir uns auf unsere Fans verlassen können, das wissen wir alle.“ Tatsächlich wurde in den Sozialen Medien in den vergangenen Wochen immer wieder zu der Auswärtsfahrt aufgerufen. Die Negativ-Serie soll unbedingt gestoppt werden.

Ein wichtiger Faktor wird dabei auch wieder Ellyes Skhiri sein. Der Mittelfeldspieler erhielt nach seiner Gelbsperre eine Einsatzgarantie, wird gegen die TSG definitiv auflaufen. Nach den zuletzt guten Spielen gibt es für Baumgart ansonsten ohnehin nicht viel Grund für Wechsel. Dejan Ljubicic wird wohl über die rechte Außenseite kommen, Kingsley Schindler könnte aus dem Team rotieren. Ein Fragezeichen steht allerdings hinter Timo Hübers. Der Abwehrchef hatte sich unter der Woche an der Schulter verletzt, trainierte am Donnerstag aber wieder mit der Mannschaft. „Wichtig ist, dass das eine Prellung ist. Es ist nichts kaputt. Sodass wir davon ausgehen können, dass er spielen kann und vielleicht auch wird. Wir müssen schauen, wie der morgige Tag abläuft“, so Baumgart, der aber schon einen Ersatz parat hat. „Luca Kilian würde dann auflaufen. Er trainiert gut“, so Baumgart. „Da würde ich aber auch nicht so viele Bauchschmerzen haben zwischen Hübi und Kili.“

Möglicherweise rotiert auch erstmals wieder Sebastian Andersson in den Kader. Der Schwede war lange verletzt, galt als ausgemustert. „Seb Andersson ist nicht nur im Aufbau, sondern im beständigen Training und das sieht auch gut aus. Sodass wir morgen die Entscheidung treffen, wer dabei ist. Das lassen wir uns noch offen“, sagte der Kölner Trainer.

Mögliche Aufstellung: