„Das ärgert mich“: FC-Trainerin Britta Carlson kündigte nach Frankfurt-Pleite Reaktion an

Britta Carlson, Trainerin der Frauen des 1. FC Köln
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„Das ärgert mich“: FC-Trainerin Britta Carlson kündigte nach Frankfurt-Pleite Reaktion an

Die gute Nachricht: Die FC-Frauen werden in dieser Saison kein weiteres Spiel mehr gegen Eintracht Frankfurt bestreiten müssen. Auch das dritte Duell endete mit einer klaren Niederlage für die Fußballerinen des 1. FC Köln: FC-Trainerin ärgert sich über den Auftritt – und hofft auf etwas Ablenkung beim Pokal-Finale am Donnerstag.

Fußballerinen des 1. FC Köln: FC-Trainerin BRitta Carlson ärgert sich über den Auftritt gegen Frankfurt und fordert von ihrer Mannschaft nun die richtige Reaktion.

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Britta Carlson war nach dem Abpfiff sichtbar unzufrieden. Die Trainerin des 1. FC Köln hatte sich mehr vorgenommen für das Heimspiel am Sonntagabend – auch wenn der Gegner Eintracht Frankfurt hieß. Doch nach dem jüngsten 1:1 in Leverkusen mit einer starken Leistung verfiel das Team gegen Frankfurt bisweilen wieder in alte Verhaltensweisen. Zudem erwiesen sich die Kölnerinnen unterm Strich als nicht ebenbürtig in der Partie gegen die Hessinnen. Carlson sprach daher nach der Partie Klartext: „Das ärgert mich, dass du ab und zu wieder in ein altes Muster verfällst und das nur, weil mal ein Ding vielleicht nicht sofort funktioniert. Das ärgert mich, weil ich einfach möchte, dass die Mannschaft sich da weiterentwickelt, aber zwischendurch immer wieder einen kleinen Schritt zurück macht.“

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Die Partie war früh vorentschieden

Die Trainerin musste kurzfristig noch auf Vanessa Leimenstoll verzichten, die sich im Abschluss-Training an der Leiste verletzt habe. Eine positive Personalie war jedoch Amelie Bohnen, die gegen Frankfurt ihre Bundesliga-Premiere feierte – und das direkt in der Startelf. „Ich finde, sie hat es super gemacht, also Amelie mache ich überhaupt keinen Vorwurf. Sie hat in den letzten drei, vier Wochen echt klasse trainiert und hat sich erarbeitet zu spielen. Man hat nicht gemerkt, dass sie ihr erstes Spiel für uns gemacht hat. Definitiv hat Amelie nicht dazu beigetragen, dass so viele Tore gefallen sind, sondern sie hat wirklich nur ihren Job gemacht.“

Die Art des rechnerisch sicheren Ligaverbleibs am Freitagabend durch die Potsdamer Niederlage gegen Leverkusen habe die Trainerin derweil nicht glücklich gemacht: „Ich fand es nicht gut, dass wir auf der Couch den Klassenerhalt geschafft haben. Ich weiß nicht, ob es unbewusst ist, dass bei manchen ein, zwei Prozent weniger da sind. Das ist das, was mich ärgert, weil das nicht mein Anspruch ist.“ Carlson habe stattdessen nach dem Optimum aus den letzten drei Partien gestrebt: „Ich habe gesagt, ich will die maximale Punktzahl noch holen mit der Mannschaft aus den drei Spielen, das sind neun Punkte. Auch wenn es Frankfurt war.“ Eine die Trainerin verknüpfte dies mit einer Ankündigung: „Insofern wissen die Mädels, was die Woche auf sie zukommt.“

Entspannung am Donnerstag

Etwas Entspannung wird jedoch der 1. Mai am Donnerstag bringen. Carlson wird zusammen mit ihrer Mannschaft das DFB-Pokal-Finale der Frauen zwischen Bayern München und Werder Bremen im Rhein-Energie-Stadion besuchen. Dass Bremen dabei der nächste Gegner des FC ist, passt dabei umso besser. „Aber unabhängig von Bremen wären wir auch so im Stadion gewesen, wenn man ein Pokal-Finale sehen kann, wo man ja selbst gerne mal hin möchte. Es lohnt sich, das anzuschauen. Es ist eine schöne Atmosphäre, ein schönes Event. Aber vorher wird noch mal hart trainiert.“


Medienbericht: Ist Jonas Boldt beim 1. FC Köln ein Thema?

Jonas Boldt ein Thema beim 1. FC Köln?
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Medienbericht: Ist Jonas Boldt beim 1. FC Köln ein Thema?

Eigentlich deutete sich für Jonas Boldt ein Engagement bei Hertha BSC an. Doch wie die „Bild“ berichtet wackelt der Deal. Und der 43-Jährige soll sich im „intensiven Kontakt“ mit anderen Clubs befinden. Darunter würde sich auch der FC befinden. Ist der 1. FC Köln an Jonas Boldt interessiert?

Er ist im deutschen Fußball heiß begehrt. Im Februar wurde der 43-Jährige mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht, zuletzt hieß es, Hertha BSC habe sehr gut Karten. Doch die „Bild“ bringt nun zwei weitere mögliche Interessenten ins Spiel. Neben der TSG Hoffenheim auch den FC. Ist der 1. FC Köln wirklich an Jonas Boldt interessiert?

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Wie die „Bild“ berichtet gäbe es „intensiven Kontakt“ zwischen Boldt und zwei deutschen Clubs. Neben der TSG Hoffenheim eben auch dem 1. FC Köln. In dem Artikel heißt es, dass sich der FC im Falle des Aufstiegs sportlich neu aufstellen und Boldt dann möglicherweise zum Thema werden könnte. Zumal Christian Keller bei den Fans in der Kritik stünde. Aber ist das wirklich ein realistisches Szenario? Die Kritik einiger Fans am Sportdirektor ist ganz sicher nicht von der Hand zu weisen. Die Kölner Anhänger hadern unter anderem mit der Transferpolitik. Auch mit der aktuellen. Von den Winter-Neuverpflichtungen spielte am Wochenende zum zweiten Mal in Folge kein einziger bei den Kölner Profis. Abgesehen von Anthony Racioppi, der bei der U21 zum Einsatz kam und dem dann auch noch folgenschwere Patzer unterliefen, war keiner der vier Neuverpflichtungen im Einsatz.

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Boldt viele Jahre bei Bayer Leverkusen

Aktuell gibt es allerdings wenig Anzeichen, die darauf schließen lassen, dass Keller intern nicht mehr fest im Sattel säße. Der Wiederaufstieg in die Bundesliga würde daran vorerst wohl auch nichts ändern. Im Gegenteil: Sollten die Kölner in die Bundesliga zurückkehren, wird Keller eine schlagkräftige Truppe für die Beletage zusammenstellen wollen und sollen. Ob ihm das glingt, wird sich dann zeigen. Ein Nicht-Aufstieg würde den Sportdirektor wohl eher in Bedrängnis bringen. Obwohl die Kölner in Hannover eine Vorentscheidung liegenließen, ist der Aufstieg nach wie vor das wahrscheinliche Szenario.

Dass Boldt aber ein begehrter Sportmanager ist, steht außer Frage. Der 43-Jährige war von 2007 bis 2019 bei Bayer Leverkusen tätig, unter anderem Sportdirektor unter Rudi Völler. 2019 wurde der gebürtige Nürnberger Sportvorstand beim Hamburger SV, holte unter anderem Steffen Baumgart zu den Rothosen. Unumstritten war der Manager aber in Hamburg nicht. Nach fünf misslungenen Aufstiegsversuchen wurde Boldt im vergangenen Sommer beim HSV freigestellt. Seither gibt es immer wieder Vereine, die offenbar ein Interesse an dem Manager haben. Wie groß das der Geißböcke ist, ist offen.


Die nächste Pyroshow: Droht dem 1. FC Köln nun ein Ausschluss der Fans?

Wieder einmal Pyros von den Anhängern des 1. FC Köln
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Die nächste Pyroshow: Droht dem 1. FC Köln nun ein Ausschluss der Fans?

Erst vor 14 Tagen hat der DFB den FC mal wieder mit einer Strafe für Fehlverhalten seiner Fans belegt. Und die Sanktion mit einer Androhung von weiteren Konsequenzen garniert. Dazu könnte es nun kommen, denn im Spiel bei Hannover wurde wieder gezündet. Droht dem 1. FC Köln nun der Zuschauerausschluss?

Es ist gerade zwei Wochen her, da hat der DFB den FC mit einer empfindlichen Strafe für das Fehlverhalten seiner Fans bestraft. Und gleichzeitig weitere Konsequenzen bei weiteren Vergehen angekündigt. Gegen Hannover hüllte sich das Stadion in roten Nebel. Droht dem 1. FC Köln nun der Zuschauerausschluss?

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„Alle in Weiß“, lautete das Motto der rund 15.000 Anhänger, die es am Sonntagnachmittag nach Hannover verschlagen hatte. Doch die Heinz-von-Heiden-Arena hüllte sich vor Spielbeginn der Begegnung des 1. FC Köln bei Hannover 96 in roten Nebel. Teile der Fanszene hatten ihr Versprechen wahr gemacht und wieder ordentlich Pyro gezündet. Schiedsrichter Timo Gansloweit konnte die Begegnung so erst mit genau drei Minuten Verspätung anpfeifen. Für einige Kölner Anhänger möglicherweise das emotionale Highlight einer Auswärtsfahrt, die schließlich in einer großen Enttäuschung und dem verdienten 0:1 bei den Niedersachsen endete, für den Verein wird das Feuerwerk im Hannoveraner Rund aber wieder ein Nachspiel haben – und das könnte dieses Mal erneut besonders schmerzhaft ausfallen.

DFB hatte mit Konsequenzen gedroht

Denn das Zünden der Pyros ist dieses Mal in doppelter Sicht ein Spiel mit dem Feuer. Der FC musste in dieser Spielzeit schon mehrfach tief in die Tasche greifen. Erst vor zwei Wochen hatte der DFB mal wieder eine Strafe gegen Köln ausgesprochen. Gleich für mehrere Vergehen müssen die Geißböcke mehr als 300.000 Euro bezahlen. Vor allem die DFB-Pokal-Begegnung gegen Hertha BSC stand im Fokus. Damals hatten die Kölner Fans vor der Partie ein beeindruckendes Feuerwerk abgebrannt. Und die Kölner waren mit der Sanktion noch glimpflich davongekommen. „Die Strafe wäre doppelt so hoch ausgefallen, hätte der 1. FC Köln nicht zwei Täter ermittelt, was nach den geltenden Richtlinien zu einer Strafreduzierung um 50 Prozent führt“ hieß es von Seiten des DFB.

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Doch die Strafe des Verbands wurde noch mit einem Zusatz versehen. Der DFB verwies auch darauf, „dass bei weiteren gravierenden Pyro-Vorkommnissen im Kölner Zuschauerblock auch Sanktionen, die über eine Geldstrafe hinausgehen, und gegebenenfalls Auflagen in Erwägung gezogen werden müssten.“ Ein Zuschauerausschuss wäre eine erwartbare Sanktion. Die Kölner Ultras hatten beim vergangenen Heimspiel dann mit Humor auf die Drohung reagiert und in der Halbzeit eine Pyro-Show angedeutet, dann aber Konfetti-Kanonen gezündet. Allerdings mit dem Banner-Versprechen die Pyro-Show nachzuholen. Das Versprechen wurde nun erfüllt. Den FC werden somit ganz sicher weitere Strafen erwarten und möglicherweise der Zuschauerausschluss.

Ein Zuschauer-Ausschluss zum Saisonfinale wäre aus Sicht der Fans sicherlich fatal, ist aber eher unwahrscheinlich. Denn in aller Regel dauert es mit der Sanktionierung ähnlicher Vergehen Wochen, eher Monate.


Pleite des 1. FC Köln: Nicht der Platzverweis war entscheidend, die Leistung war es

Jan Thielmann war nach dem 0:1 seines 1. FC Köln enttäuscht
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Pleite des 1. FC Köln: Nicht der Platzverweis war entscheidend, die Leistung war es

Nach der 0:1-Pleite gegen Hannover haderten die Geißböcke mit der Leistung des Schiedsrichters. Das soll und darf aber nicht über den eigenen Auftritt hinwegtäuschen beim 1. FC Köln: Der FC enttäuscht gegen Hannover auf ganzer Linie.

15.000 Fans waren nach Hannover gereist, um mit dem FC den nächsten Schritt Richtung Aufstieg zu gehen. Die Konkurrenz spielte mit, es war alles angerichtet und doch gab es nur große Ernüchterung beim 1. FC Köln: Der FC enttäuscht gegen Hannover auf ganzer Linie.

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Für Timo Hübers gab es nach der bitteren 0:1-Pleite bei Hannover 96 keinen Zweifel, welche Situation über den Ausgang der Begegnung richtete: Die Gelb-Rote Karte gegen Leart Pacarada hatte der Abwehrspieler ausgemacht. Der Linksverteidiger hatte gleich zwei Mal für eher harmlose Vergehen eine Verwarnung erhalten, die zweite dann schon nach gut 50 Minuten, der FC spielte nahezu eine Halbzeit in Unterzahl. „Das ist der spielentscheidende Moment“, sagte der Kölner Kapitän. „Mir fehlt da ein bisschen das Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter. Er spielt zwei Mal Foul.“ Eine Meinung, die auch Marvin Schwäbe und Gerhard Struber teilten. Gerade der FC-Trainer fand dementsprechend auch deutliche Worte gegenüber dem Schiedsrichter, erachtete den Einsatz des jungen Unparteiischen als übermütig, hätte sich mehr Erfahrung gewünscht.

FC findet nie so recht ins Spiel

Tatsächlich ließ sich über die Notwendigkeit der Ampelkarte sicherlich streiten. Genauso aber, ob es sich bei dem Platzverweis um die entscheidende Szene der Begegnung gehandelt hat. Denn die Begegnung nahm von Beginn an eine Richtung, die dem 15.000 aus Köln mitgereisten Fans so gar nicht schmeckte. Hannover übernahm von Beginn an die Initiative, war dominant und gefährlicher. Die Münchner Leihgabe Hyunju Lee verpasste das freie, lange Eck knapp, Lars Gindorf und Nicolò Tresoldi fanden in Marvin Schwäbe ihren Meister. Der FC spielte behebig, ideenlos, einfach schwach. Nach vorne ging so gut wie gar nichts. Nach einer guten halben Stunde stand bei den Kölnern ein Abschluss auf dem Konto, bei Hannover waren es zu diesem Zeitpunkt sieben. Erst wenige Minuten vor der Halbzeit war Tim Lemperle durch, sein Pass ins Zentrum missglückte, landete so aber bei Flroian Kainz, der die gute Möglichkeit zu einfach wegschenkte.

Unterm Strich war es aber einfach zu wenig, um die kriselnden Niedersachsen in arge Sorgen zu bringen. „Die guten Gründe für die Niederlage sind, dass wir in der ersten Halbzeit nicht so gut ins Spiel gefunden haben, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir haben zu schnell den Ball immer wieder hergegeben“, sagte somit auch Struber später am Sky-Mikrofon. Möglicherweise gab es für die zweiten 45 Minuten einen Masterplan, doch wieder war es Lee, der das erste Tor nur knapp verpasste. Und dann folgte auch schon der sicher nicht ganz clevere Einstieg von Leart Pacarada. „Ich weiß nicht, ob man gut beraten ist, so einen jungen Schiedsrichter, der so wenige Spiele hat, dann so ein Spiel zuzumuten“, sagte Struber. „Ich bin ein Förderer der Talente, aber man sollte schon hinterfragen, ob man so einen jungen Kerl darauf loslässt, hier zu lernen, in so einer Phase, in der wir alle drinstecken.“ 

„Da kann ich der Mannschaft in keinster Weise einen Vorwurf machen“

Und die erste Unterzahl in dieser Saison zeigte beim FC umgehend Wirkung. Hannover zog für einige Minuten ein Powerplay auf. So lange, bis Gindorf mit einem sehenswerten Schuss zur Führung der Gastgeber einnetzte. Sehenswert, aber wohl nicht gänzlich unhaltbar. „Dann geht es hier in Unterzahl, du bekommst direkt das Tor“, so Struber. „Die Jungs haben gekämpft, gefightet bis zum Schluss, um das Spiel noch zu drehen. Da kann ich der Mannschaft in keinster Weise einen Vorwurf machen.“ Zwar warf der FC gerade in den letzten Minuten der Partie alles nach vorne, Vorwürfe musste sich die Mannschaft dann aber aufgrund des Spiels in Gleichzahl gefallen lassen. „Die Leistung stört mich massiv. In der ersten Halbzeit erwarte ich mir von der Mannschaft eine andere Tonart“, wurde Struber dann doch auf der Pressekonferenz deutlich.

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Offensive wieder erschreckend schwach

Gleich mehrere Spieler blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Gerade die Offensive hatte nicht viel von der Wucht, die in der vergangenen Woche noch den 3:1-Erfolg gegen Münster ermögichte. Tim Lemperle und Damion Downs kamen auf nicht einen Torschuss, Luca Waldschmidt erinnerte eher an den vermeintlichen Unterschiedsspieler des Saisonauftakts. Der Grund für die kritischen Worte des Trainers liegt auf der Hand. Der FC verspielte die große Chance, einen weiteren großen Schritt Richtung Aufstieg zu machen. Denn auch wenn schon die ersten von einer hundertprozentigen Aufstiegs-Wahrscheinlichkeit sprechen oder rechnen, dann sieht die Wahrheit nach dem 31. Spieltag doch ein wenig anders aus. Der Vorpsrung auf den Relegationsplatz beträgt dann eben doch nur vier Zähler, bei neun zu vergebenden. Der auf Rang vier beträgt fünf Punkte.

Gerade in dieser ausgeglichenen Liga ist der Aufstieg damit alles andere als sicher. Immerhin holte der FC aus den vergangenen vier Begegnungen gerade einmal vier Zähler. Die Chancen stehen weiterhin gut, nur den Aufstieg kann der FC am kommenden Wochenende gegen Regensburg noch nicht sichern. Den gäbe es im Idealfall am Sonntag. „Jetzt gilt es auch hier wieder das ein oder andere Learning mitzunehmen und dann nächste Woche wieder alles daran zu setzen, auch in einem schweren Spiel einen Sieg zu landen“, so Struber. Diese Woche hat es dazu nicht gereicht. 


FC-Frauen zuhause weiter sieglos: 1. FC Köln unterliegt Frankfurt erneut deutlich

Aurora Mikalsen (Foto: Daniela Porcelli / getty Images)
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FC-Frauen zuhause weiter sieglos: 1. FC Köln unterliegt Frankfurt erneut deutlich

Die FC-Frauen haben auch im vorletzten Heimspiel der Saison keinen Sieg im Franz-Kremer-Stadion feiern können: Der 1. FC Köln verlor vor 2430 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt nach dem 0:8 im Hinspiel auch beim erneuten Aufeinandertreffen deutlich. Das Team konnte nicht an die starke Leistung zuletzt in Leverkusen anknüpfen. Die Frauen des 1. FC Köln verloren gegen Frankfurt mit 0:4.

Die Fußballerinnen des FC konnten erneut keinen Sieg einfahren. Immerhin: Der Klassenerhalt war auch rechnerisch schon vor dem Anstoß sicher. Die Frauen des 1. FC Köln verloren gegen Frankfurt mit 0:4.

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Start-Formation im Vergleich zum starken 1:1 bei Bayer Leverkusen auf zwei Positionen: Amelie Bohnen feierte ihre Bundesliga-Premiere und ersetzte Sara Agrez im Abwehr-Zentrum. Laura Donhauser rutschte für Vanessa Leimenstoll in die erste Elf. Leimenstoll fehlte komplett im Kölner Aufgebot, Agrez saß auf der Ersatzbank. Die Eintracht wurde ihrer Favoriten-Rolle mit einem druckvollen Start direkt gerecht. Ein Kopfball der Ex-Kölnerin Carlotta Wamser nach einer Ecke landete nur am Pfosten (2.). Kurz danach schlug es jedoch im Kölner Tor ein: Ein Fehlpass von Janina Hechler leitete den schnellen Frankfurter Gegenstoß ein. Im Sechzehner legte Lara Prasnikar gekonnt ab in ihren Rücken zu Laura Freigang, die blank stehend unhaltbar zum 0:1 einschoss (6.).

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Die Partie war früh vorentschieden

Beim zweiten Gegentreffer war die FC-Abwehr viel zu passiv. Martyna Wiankowska konnte die Prasnikar-Flanke von der linken Abwehrseite in den Strafraum nicht verhindern. Etonam Anyomi nahm den Ball zentral im Sechzehner ungestört an und schloss aus der Drehung ab. Der Schuss unten rechts ins Eck ließ Aurora Mikalsen im Kölner Tor keine Abwehr-Möglichkeit (16.). Die Gastgeberinnen blieben offensiv harmlos. Bezeichnend, dass die gefährlichste Aktion für den FC von den Frankfurterinnen selbst ausging: Freigangs Klärungsversuch nach einem Wiankowska-Freistoß zischte nur knapp rechts unten am Pfosten vorbei (30.). Kurz vor der Pause hatten die Kölnerinnen Glück: Laura Vogt spielte einen Freistoß im Mittelfeld genau in die Beine einer Gegenspielerin.

Anyomi war dadurch frei durch und stürmte aufs Tor zu, schoss den Ball jedoch nur an die Latte (40.). Ein Querpass auf die mitgelaufenen und ebenso blanken Freigang oder Prasnikar hätte wohl das sichere dritte Gegentor bedeutet. Kurz nach der Pause fiel der dritte Gegentreffer aber doch: Freigang konnte nach einer Wamser-Flanke unbedrängt zum Kopfball hochsteigen und versenkte den Ball im Kölner Tor zum 0:3 (53.). Die Partie war damit früh vorentschieden. Den Kölnerinnen gelang es in der Folgezeit weiterhin nicht, für gefährliche Torraum-Aktionen zu sorgen. Frankfurt verwaltete den Vorsprung ohne große Mühe. Anyomi scheiterte kurz vor dem Ende frei zulaufend an der stark parierenden Aurora Mikalsen (86.). In der Nachspielzeit erhöhte Elisa Senß nach Wamser-Zuspiel auf 0:4 (90.+1).

Die Kölnerinnen bleiben mit mageren acht Punkten damit weiter auf dem vorletzten Platz der Tabelle. Da das Schlusslicht Potsdam aber bereits am Freitagabend gegen Leverkusen verlor, war der Kölner Klassenerhalt bereits vor der Partie auch rechnerisch sicher. Für den 1. FC Köln geht es am kommenden Sonntag (18:30 Uhr) beim Pokal-Finalisten Werder Bremen weiter.

1. FC Köln: Mikalsen – Gerhardt, Bohnen, Hechler, Wiankowska (61. Agrez) – Donhauser, Feiersinger, Vogt (61. Schmidt), Bienz (73. Schiffarth) – Ziemer, Achcinska (83. Cordes). Tore: 0:1 Freigang (6.), 0:2 Anyomi (16.), 0:3 Freigang (53.), 0:4 Senß (90.+1). Zuschauer: 2430.


Deutliche Worte des 1. FC Köln Richtung Schiedsrichter – „Ich finde das fast ein bisschen übermütig“

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Deutliche Worte des 1. FC Köln Richtung Schiedsrichter – „Ich finde das fast ein bisschen übermütig“

Nach dem Duell des 1. FC Köln gegen Hannover fand FC-Trainer Gerhard Struber deutliche Worte. Und das nicht Richtung eigener Mannschaft. Zufrieden mit der Leistung des Unparteiischen war man nicht beim 1. FC Köln: Deutliche Worte zum Schiedsrichter nach dem Duell gegen Hannover.

FC-Trainer Gerhard Struber und Keeper Marvin Schwäbe waren nicht zufrieden mit der Leistung des Unparteiischen. Und nach der 0:1-Niederlage war die Stimmung nicht die beste beim 1. FC Köln: Deutliche Worte zum Schiedsrichter nach dem Duell gegen Hannover.

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Gerade einmal zwei Fouls erlaubte sich Leart Pacarada am Sonntagmittag gegen Hannover 96. Zwei Verstöße, die so wohl Alltag im Ligabetrieb der zweiten Bundesliga sind. Doch Schiedsrichter Timo Gansloweit führte während der Partie in Niedersachsen ein hartes Regiment – zumindest hin und wieder. So sah Pacarada bereits für sein erstes Foul in der 23. Minute der Begegnung gegen Hyun-ju Lee den ersten gelben Karton. Dabei sollte es allerdings nicht bleiben. Sowohl für den Kölner als auch für seine Teamkollegen und Gegner hatte Gansloweit weitere Karten zu vergeben. Besonders schmerzlich war allerdings die kurz nach Wiederanpfiff. In der 50. Minute kam es zu einem Zweikampf zwischen Pacarada und Monju Momuluh. Dabei legte der Kölner den Hannoveraner kurz vor dem Sechzehner und sah dafür ebenfalls Gelb. Somit musste der 29-Jährige mit Gelb-Rot vom Platz – die Kölner mussten die Begegnung in Unterzahl zu Ende spielen.

„Das sollte man vielleicht mal überdenken“

„Das ist der spielentscheidende Moment. Es gab einen Austausch auf dem Platz, aber da rede ich dann auch gegen eine Wand“, sagte Timo Hübers, der tatsächlich auf Gansloweit einredete. Allerdings gab es nach der Entscheidung wenig Spielraum. Der VAR darf bei einem gelben Karton bekanntlich nicht eingreifen. „Mir fehlt da ein bisschen das Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter“, so der Kölner Kapitän weiter, der schon die frühe Verwarnung an Pacarada monierte. „Er bringt sich selber damit in die Bredouille, dann vielleicht auch Gelb-Rot geben zu müssen.“ Und die gab er dann auch. Der FC spielte nahezu eine komplette Hälfte in Unterzahl. Ehrlicherweise zum Teil aber besser als in Gleichzahl. Wohl auch, weil Hannover nicht mehr All-in gehen musste.

Dass der Platzverweise dem FC aber nicht in die Karten spielte, war klar. Zumal der Gastgeber die erste Chance nach der Ampelkarte zur Führung nutzte. „Grundsätzlich waren es heute schon grobe Kartenspiele. Ich weiß nicht, ob man gut beraten ist, so einen jungen Schiedsrichter, der so wenige Spiele hat, dann so ein Spiel zuzumuten“, sagte Gerhard Struber. Gansloweit gab neun Gelbe Karten und den Platzverweis. „Ich bin ein Förderer der Talente, aber man sollte schon hinterfragen, ob man so einen jungen Kerl darauf loslässt, hier zu lernen, in so einer Phase, in der wir alle drinstecken. Ich finde das fast ein bisschen übermütig und das sollte man vielleicht auch mal überdenken.“ Bei aller Kritik an dem Unperteiischen sollte aber auch nicht untergehen, dass die Kölner bis dato überhaupt keine spielerischen Mittel fanden und ein verwarnter Verteidiger einen Zweikampf auch anders angehen kann.

„Das Foul war clever gezogen“

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Auf der anderen Seite war die Kartenvergabe des Schiedsrichters nicht immer nachvollziehbar. So gab es Mal eine Verwarnung für ein Allerweltsfoul, das wiederum in der nächsten Situation ungeahndet blieb. „Am Ende sollte ein Schiedsrichter ein gutes Gefühl haben und ein Selbstverständnis aufbauen und mit diesem Kartenspiel mit Karten auf beiden Seiten in diesem Ausmaß, da tue ich mich heute sehr schwer mit zu leben. Man hat eine gewisse Unerfahrenheit gesehen und die (Erfahrenheit, Anm. d. Red) wünsche ich mir in solchen Spiele schon, damit die Schiedsrichter das in der Hand haben und nicht auf so einfache Dinge reinfallen. Denn das Foul war schon clever gezogen. Und dass das dann mit Gelb bestraft wird, ist schon ein hartes Ding.“ Struber betonte aber, dass er den Schiedsrichter nicht vorschieben wolle, sondern sein Team einfach nicht gut genug war.


Verdiente 0:1-Pleite in Unterzahl: Der 1. FC Köln lässt die nächste große Chance liegen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Verdiente 0:1-Pleite in Unterzahl: Der 1. FC Köln lässt die nächste große Chance liegen

Der FC hat die Chance verpasst, einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Aufstieg zu machen und einmal mehr als der große Gewinner aus dem Spieltag hervorzugehen. Der 1. FC Köln verliert aber 0:1 bei Hannover 96. Denoch gehen die Kölner als Spitzenreiter in den Saisonendspurt.

Es war vieles angerichtet für den FC, die Chance eine beachtlich große und die Geißböcke haben sie liegengelassen. Der 1. FC Köln verliert 0:1 bei Hannover 96 und verpasst damit die Chance, den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sieben Punkte auszubauen. Für die Niedersachsen war Lars Gindorf erfolgreich, kurz zuvor hatte Leart Pacarada die Gelb-Rote Karte gesehen.

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Rund 15.000 FC-Fans waren dem Motto „Ganz in Weiß“ gefolgt und die Reise nach Hannover angetreten, um die Geißböcke zu unterstützen. Gerhard Struber ließ die gleiche Mannschaft auflaufen, wie noch in der Vorwoche gegen Münster. Dort hatten die Kölner in der Offensive durchaus überzeugt. Die erste Chance gehörte aber den Gastgebern. Monju Momuluh spielte Hjunju Lee frei, der mit einer schicken Körpertäuschung Timo Hübers einfach stehen ließ und dann aus kurzer Distanz das Tor doch klar verfehlte (7.). Den Geißböcken fehlten in der Anfangsphase die Ideen, um in der Offensive für Gefahr zu sorgen, die 96er setzten auf schnelle Konter, waren dabei aber auch eher selten zwingend. Erst nach einer guten Viertelstunde näherte sich der FC nach einer Flanke von Florian Kainz dem Tor ernsthaft an, doch Damion Downs und Luca Waldschmidt verfehlten die Kugel knapp.

Pacarada fliegt vom Platz

Doch die Niedersachsen blieben griffiger, waren das Spiel bestimmende Team. Nach einer Ecke zog Lars Gindorf aus der Distanz ab, der Ball wurde von Nicolò Tresoldi per Kopf verlängert und Marvin Schwäbe war zur Stelle (20.). Genauso wie bei einem Friestoß aus dem Halbfeld, den Marcel Halstenberg aus kurzer Distanz auf den Kasten brachte (24.). Auch einen strammen Flachschus von erneut Tresoldi parierte der Kölner Keeper (31.), anschließend einen weiteren Versuch von Gindorf (33.). Der FC fand im Angriff gar nicht statt. Nach einer halben Stunde kamen die Niedersachsen auf sieben Abschlüsse, die Geißböcke auf gerade einmal einen. Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel ging es dann doch einmal aufs Tor der 96er. Tim Lemperle wurde lang geschickt, der Stürmer spielte die Kugel quer und Florian Kainz stand nach einem Haken blank in der Box. Doch der Österreicher scheiterte an Ron-Robert Zieler (40.).

Auch Luca Waldschmidt probierte es noch einmal im ersten Abschnitt, der Abschluss wurde aber geblockt (45.). Es ging ohne Tore in die Kabine. Und aus der kam Hannover mit Schwung. Es waren keine 120 Sekunden gespielt, da versuchte es Lee erneut, die Kugel rauschte aber am Pfosten vorbei (47.). Momuluh rauschte dagegen an Pacarada vorbei, nahm dessen ungestümes Eingreifen dankend an und holte so die Ampelkarte gegen den Linksverteidiger raus (51.). Hannover erhöte in Überzahl den Druck, der FC stand ganz tief. Und diese Dominanz nutzte der Gastgeber. Nach einer Ecke nahm Gindorf aus rund 18 Metern aus der Distanz Maß und netzte ein (57.). Hannover spielte weiter nach vorne, aber auch die Kölner mühten sich nun immer mehr in die Offensive.

Köln in Unterzahl ohne Ideen

Die besseren Chancen hatte aber weiterhin der Gastgeber. Unter anderem brachte Boris Tomiak den Ball gefährlich aufs Tor, doch Timo Hübers klärte auf der Linie (66.), zuvor hatte Dominique Heintz nur das Außennetz getroffen (64.). Die Kölner warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, waren auch trotz Unterzahl die dominante Mannschaft. Doch es fehlten auch weiterhin die zwingenden Torchancen. So wäre es eher noch Jannik Dehm gewesen, der mit einem Schlenzer den Schlusspunkt unter die Begegnung gesetzt hätte. Auf der anderen Seite kam auch noch Dejan Ljubicic zu einem Abschluss, doch die Kugel wurde geblockt. Immerhin hat sich durch die Niederlage des Hamburger SV nicht so wirklich viel in der Tabelle verändert. Am kommenden Samstag empfangen die Geißböcke dann Jahn Regensburg zum Heimspiel.

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FC: Schwäbe – Pacarada, Heintz, Hübers, Thielmann – Martel – Kainz (59. Huseinbasic), Ljubicic, Waldschmidt (53. Finkgräfe) – Downs (74. Uh)h, Lemperle; Tore: 1:0 Gindorf (57.); Gelb-Rote Karte: Pacarada (51.)


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Sechs Spiele, sechs Scorer – Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immens wichtig

Luca Waldschmidt wird von seinen Mitspielern nach dem 2:1 umjubelt
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Sechs Spiele, sechs Scorer – Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immens wichtig

In der Hinrunde, vor allem aber in der Vorsaison wollte es so gar nicht laufen, nun scored der Zehner nahezu in jedem Spiel. Sechs Scorer in sechs Spielen ist zumindest eine beeindruckende Bilanz. Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immer wichtiger.

Auch wenn Preußen Münster bei den Geißböcken sicherlich alles andere als gefährlich war, lieferten die Geißböcke gegen den Abstiegskandidaten eine gute Vorstellung ab. Eine herausragende Leistung bot ausgerechnet ein Akteur, der in der Hinrunde nur selten auf hohem Niveau spielte, nun aber den Unterschied machen könnte: Luca Waldschmidt wird für den 1. FC Köln immer wichtiger.

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Die Idee war schon eine besonders gute, die Ausführung vielleicht sogar noch einen Tick besser. Mit einem beeindrucken Pass aus der eigenen Hälfte, einem Pass über locker 30 Meter in den Fuß des Mitspielers, schickte Luca Waldschmidt Tim Lemperle auf die Reise. Der Stürmer nahm Fahrt auf, genauso wie der Passgeber, der sich nur wenige Augenblicke später in bester Position im Strafraum der Preußen befand. Doch Lemperle hatte eine aus seiner Sicht bessere Idee. Ein Trugschluss, den Waldschmidt auch mit einer berechtigten kurzen Kritik bedachte. Doch der Pass war dann doch der eines technisch sehr begabten Akteurs. „Für uns war es einfach wichtig, dass er mit seinen Pässen ein richtiger Einfädler war“, lobte Gerhard Struber seinen so oft bezeichneten Unterschiedsspieler.

Oft bezeichnet, aber nicht immer abgerufen, könnte vielleicht die Situation um Luca Waldschmidt lauten. Denn dem 28-Jährigen fehlt auch in dieser Spielzeit die Konstanz. Und doch entwickelt sich der ehemalige Nationalspieler zu einem immer wichtiger werdenden Faktor im Aufstiegsrennen. Aktuell neben Marvin Schwäbe wohl der wichtigste. Und das, weil „Er immer wieder ins Scoren kommt. Fast in jedem Spiel“, so Struber. Tatsächlich erzielte Waldschmidt in den vergangenen sechs Spielen vier Tore, bereitete zwei weitere vor. In den 20 Begegnungen zuvor waren es drei Treffer und keine Vorarbeit. Bei den Erfolgen gegen Ulm und Darmstadt waren es jeweils die entscheidenden Treffer, beim Triumph über Paderborn bereitete der gebürtige Siegener das 2:1 vor, gegen Fürth traf Waldschmidt zum wichtigen Ausgleich und nun gegen Münster zum 2:1, das 3:1 durch Damion Downs bereitete der Offensivspieler ganz stark vor.

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„Das stellt der Luca Waldschmidt im Moment eindrucksvoll unter Beweis“

Für einen richtigen Unterschiedsspieler mag die Konstanz in den Leistungen fehlen, doch die tatsächliche Bilanz spricht aktuell genau dafür. Und für Waldschmidt wäre gegen die Preußen sogar noch mehr möglich gewesen. Denn neben dem starken Pass auf Lemperle setzte der Angreifer unter anderem gleich doppelt Dejan Ljubicic in Szene, der aber zwei Möglichkeiten liegen ließ. Waldschmidt hatte ganz offensichtlich Spaß am Spiel. „Es zeigt einfach, dass wir neben dieser Power und Intensität im richtigen Moment auch Spielwitz haben und das stellt der Luca Waldschmidt im Moment eindrucksvoll unter Beweis“, so der Trainer, der auch in der Vergangenheit nicht müde wurde, seinen Offensivspieler in höchsten Tönen zu loben, ihm Mut zuzusprechen.

Doch Waldschmidt ließ zwischenzeitlich durchklingen, dass ihm das Vertrauen mitunter schon mal gefehlt habe. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der 28-Jährige gerade in der Hinserie zu oft hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist. Gegen Münster erwischte der „Zehner“ einen richtig guten Tag. „Dass Luca mit Ball ein Top-Fußballer ist, ist unstrittig und stand nie zur Diskussion. Aber auch er muss an sich und an seine Qualität glauben und vertrauen, dass er diese auch einsetzen kann“, sagte auch Christian Keller. „Dann ist er ein Spieler, der uns helfen kann und das hat er in den vergangenen Wochen mehrfach bewiesen.“ Und sollte er das auch in den kommenden Wochen können, wird der Offensivspieler der erhoffte Faktor im Aufstiegsrennen.


Jan Thielmanns beste Saisonleistung für den 1. FC Köln und das auf unbeliebter Position

Jan Thielmann gemeinsam mit Damion Downs und Tim Lemperle
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Jan Thielmanns beste Saisonleistung für den 1. FC Köln und das auf unbeliebter Position

Mit einer ordentlichen Leistung hat der FC einen verdienten 3:1-Erfolg über Münster eingefahren. Einer der Erfolgsgaranten war dabei Jan Thielmann und das auf der unbeliebten Position und der Baustelle des 1. FC Köln: Jan Thielmann liefert gegen Münster ab.

Das Lächeln war aus dem Gesicht nicht mehr wegzudenken. Jan Thielmann grinste nach dem 3:1-Sieg gegen Münster über beide Ohren. Auch, weil das Kölner Eigengewächs eine richtig gute Leistung abgerufen hat für den 1. FC Köln: Jan Thielmann liefert gegen Münster ab.

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Wie ausgelaugt Jan Thielmann in der 90. Minute wirklich war, wird wohl nur der U21-Nationalspieler selbst gewusst haben. 29 Sprints, neun Kilometer abgespult – dass der vermeintliche Rechtsverteidiger gegen Münster viel gelaufen ist, stand aber außer Frage. Ob er die letzten Minuten nicht auch noch durchgehalten hätte, ist zumindest nicht unwahrscheinlich. Doch Thielmann wurde in der Nachspielzeit für Meiko Sponsel ausgewechselt und verhalf somit dem 23-Jährigen zum Profi-Debüt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Kölner Eigengewächs eine starke Leistung abgerufen, wohl die beste der gesamten Saison und das auf einer Position, die ihm in den vergangenen Monaten so gar nicht gelegen hatte. Denn Gerhard Struber stellte gegen Münster wieder auf Viererkette, Thielmann rückte in die letzte Reihe. Auch aus Ermangelung an Alternativen. Denn Jusuf Gazibegovic fehlt den Kölnern nach wie vor verletzt.

„Dass das jetzt nicht seine favorisierte Position ist, ist klar“

Und der Arbeitstag begann recht früh mit einem schlechten Moment. Charalambos Makridis ließ Thielmann auf der Außenbahn viel zu leicht aussteigen, der 23-Jährige ging nach einer einfachen Körpertäuschung viel zu früh zu Boden. Und doch wurde es noch das Spiel des Kölner Youngsters. Denn nur wenige Minuten später leitete Thielmann die Kölner Führung mit einem Pass auf Dejan Ljubicic ein, der schickte wiederum den U21-Nationalspieler die Linie entlang, Thielmann legte quer: 1:0 durch Tim Lemperle. Und der Rechtsverteidiger wollte noch mehr. Immer wieder flankte Thielmann die Kugel gefährlich in die Box. So hätte Lemperle schon früher auf 2:0 stellen können, doch der Versuch wurde von Münster-Keeper Johannes Schenk stark pariert.

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Thielmann kam auf eine starke Passquote, hatte die viertmeisten Ballkontakte und gewann im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen. Allerdings beging der 23-Jährige auch drei Fouls, für ein taktisches sah er die Gelbe Karte, die siebte in dieser Spielzeit. Dennoch war Thielmann ein absoluter Aktivposten. „Ich bleibe dabei, dass die Überzeugung in die eigene Qualität entscheidend ist“, sagte Christian Keller. „Dass das jetzt nicht seine favorisierte Position ist, ist klar.“ Der Föhrener hatte in der Hinrunde mit der Position als rechter Verteidiger gekämpft, sich nie wirklich anfreunden können. Und das, obwohl er auch in der U21-Nationalmannschaft als Rechtsverteidiger agierte. Auch deswegen wurden die FC-Bosse auf dem Winter-Transfermarkt noch einmal aktiv, verpflichteten Gazibegovic, der sich zunächst aber ebenfalls schwertat.

„Wir haben ihn da aus unterschiedlichen Gründen öfter platziert. Er kann das spielen“, bekräfitge Keller, räumte aber weiter ein: „Wenn er eine Reihe weiter vorne spielen darf, kommen seine Waffen noch einmal besser zur Geltung.“ So lief Thielmann in der Rückrunde eigentllich eine Spur offensiver auf, die Formkurve zeigte nach oben. „Wenn er davon überzeugt ist, dass er auch auf der Position seine Qualität einbringen kann, und das war er, dann kann dabei so eine gute Leistung herumspringen“, sagte Keller. Zur gesamten Wahrheit gehört aber auch, dass Thielmann in der Defensive nicht so richtig gefordert wurde, wenig zu tun bekam. Das dürfte gegen Hannover anders aussehen.


Trotz Pleite in Duisburg: U21-Trainer Sbonias „sehr stolz auf die Jungs“

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln.
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Trotz Pleite in Duisburg: U21-Trainer Sbonias „sehr stolz auf die Jungs“

Die U21 des 1. FC Köln konnte dem großen Favoriten nur eine Hälfte lang Paroli bieten: Der MSV Duisburg drehte gegen die FC-Reserve nach der Pause auf und verdiente sich den Sieg. Kölns Trainer Evangelos Sbonias unterstrich nach der Partie jedoch die positiven Aspekte der Partie. So bewertet der U21-Trainer des 1. FC Köln das Duisburg-Spiel.

Die FC-Reserve steht weiterhin mit 40 Punkten auf dem achten Platz der Tabelle. Es bleiben noch drei Spiele, in denen kaum noch große Sprünge zu erwarten sind. Dennoch war Coach Evangelos Sbonias insgesamt zufrieden mit der Leistung. So bewertet der U21-Trainer des 1. FC Köln das Duisburg-Spiel.

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Etwas Zählbares war im Vorfeld ohnehin kaum zu erwarten: Die U21 des 1. FC Köln ging als klarer Außenseiter in das Duell gegen den designierten Aufsteiger. Umso überraschter waren nicht wenige der 18.403 Zuschauer in der MSV-Arena angesichts des Spielverlaufs in der ersten Hälfte. Die Kölner machten es den Zebras sichtlich schwer, die Gastgeber fanden nicht richtig ins Spiel. Die Krönung war der FC-Führungstreffer durch den Kapitän Marco Höger. Nach dem Seitenwechsel drehte Duisburg jedoch auf und verdiente sich den Dreier. Trainer Evangelos Sbonias wies nach der Partie zuvorderst auf die Umstände hin, unter denen sein Team in der Duisburger Arena antreten musste: „Wir hatten sieben Akademie-Spieler, die von den U-Mannschaften ausgebildet worden sind, in der Startelf. Wenn man das weiß, kann man es ein Stück weit besser einordnen, dass ich trotz der 1:3-Niederlage sehr stolz auf die Jungs bin.“

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„Am Ende verlieren wir ein bisschen bitter“

Insbesondere die angesprochenen ersten 45 Minuten stellten den Coach dabei sehr zufrieden: „Vor allem die erste Hälfte, wie sie es angegangen sind, wie mutig sie waren, sich Torchancen herausgespielt haben, war sehr gut.“ Und der Trainer haderte mit der verpassten Chance, die Partie möglicherweise in andere Bahnen zu lenken: „Vielleicht müssen wir 2:0 in Führung gehen. Wenn nicht in der ersten Hälfte, dann zwingend mit der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit. Dann wird es vielleicht ein anderes Spiel und wir bekommen andere Räume, die wir bespielen können. Das ist leider nicht passiert.“ Stattdessen zahlte sich der Duisburger Doppelwechsel zur zweiten Hälfte aus, der MSV drehte auf und entschied das Duell zu seinen Gunsten.

„Wir bekommen im Gegenzug einen Doppelschlag, der eine Top-Mannschaft wie Duisburg auszeichnet und eiskalt ausgenutzt wird. Davon erholen wir uns dann leider nicht mehr, kommen dann auch nicht mehr zurück“, bilanzierte Sbonias und konstatierte: „Am Ende verlieren wir ein bisschen bitter hier 3:1 und müssen und wollen am Ende das Positive herausziehen mit den vielen jungen Spielern, die bei uns ausgebildet worden sind, vor so einer Kulisse gegen so eine Mannschaft sich auszutesten und zu schauen, wie weit sie denn sind, um dann auch wertvolle Erkenntnisse zu haben in der weiteren Entwicklung.“

Die FC-Reserve steht mit weiterhin 40 Punkten auf dem achten Platz der Tabelle – und wird in den verbleibenden drei Spielen der Saison kaum noch große Sprünge machen. Rödinghausen als Siebter ist mit 42 Zählern noch in Reichweite. Die U21 des SC Paderborn kann jedoch auch als aktuell Neunter noch vorbeiziehen. Die SCP-Reserve steht bei 36 Zählern, hat aber auch ein Spiel mehr in der Hinterhand als der FC. Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit dem letzten Heimspiel der Saison weiter. Gegner sind im Franz-Kremer-Stadion die Sportfreunde Lotte.