Nächste Premiere beim 1. FC Köln: Das bittersüße Startelf-Debüt des Cenny Neumann

Cenny Neumann im Rheinderby
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Nächste Premiere beim 1. FC Köln: Das bittersüße Startelf-Debüt des Cenny Neumann

Aufgrund der Verletzung von Tom Krauß wurde Cenny Neumann im Derby ins kalte Wasser geworfen und startete von Beginn an. Der Spielverlauf war nicht optimal für den Youngster des 1. FC Köln: Cenny Neumann muss im Derby Lehrgeld bezahlen. Lukas Kwasniok war dennoch nicht unzufrieden.

Erst wenige Minuten vor Spielbeginn erfuhr Cenny Neumann von seinem Startelf-Debüt im Rheinderby. Der Youngster erlebte einen schwarzen Nachmittag. Dennoch lobte Lukas Kwasniok den Rechtsverteidiger.

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Die aus seiner Sicht positive Nachricht kam erst wenige Minuten vor Anpfiff. Nachdem sich Tom Krauß beim Aufwärmen verletzt hatte, rotierte Cenny Neumann erstmals in die Startelf. Das nächste Debüt und dann ausgerechnet im Derby. Lukas Kwasniok entschied sich also bewusst für den Newcomer und gegen Jakub Kaminski, der bislang gerne auf der rechten Defensiv-Schiene aushelfen musste. Noch unter der Woche hatte der Kölner Coach erklärt, dass er nun durch den „zweiten Allrounder“ Krauß eben die Möglichkeit habe, den Polen wieder in der Offensive einzusetzen. Es müsse schon „mit dem Teufel zugehen, dass Kaminski wieder als Rechtsverteidiger“ agieren werde. Mit dem Teufel geht es beim FC wohl nicht zu, doch wieder einmal mit dem auffälligen Verletzungspech.

„Hätte ihn ins Verderben laufen lassen“

Und so erhielt Neumann sein Startelf-Debüt. Bislang kam der 19-Jährige auf vier Minuten gegen den BVB, machte seine Sache in den Schlussminuten gegen die Westfalen auch sehr gut. Doch der Samstag hätte nicht bitterer für den Youngster beginnen können. Nach einem langen Ball, stand Neumann in der Viererkette suboptimal zum Ball, verschätzte sich. Das ehemalige Kölner Eigengewächs Jens Castrop nahm dankend an und vollendete zur Gladbacher Führung. Und der 19-Jährige hatte weiterhin einen schweren Stand gegen den ehemaligen Kölner Mittelfeldspieler. So war es ebenfalls Castrop, der sich vor dem 2:2 gegen Neumann durchsetzte und die Kugel an den langen Pfosten servierte, wo Philipp Sander lauerte und im zweiten Versuch ausglich. Kurz vor der Halbzeit kam der Kölner Youngster einen Schritt zu spät, hatte Glück, dass der Pfosten den FC vor dem Rückstand bewahrte.

Kwasniok ließ den 19-Jährigen aber auf dem Feld. Neumann fing sich, wurde auch in der Offensive aktiver und ganz offensichtlich immer sicherer. Doch es blieb ein schwieriges Spiel für den Nachwuchsspieler. So war es erneut Castrop, der den Youngster stehen ließ und mit einem Sahneschuss zum 3:2 traf. „Die Frage ist immer, welche Alternativen hast du“, erklärte Lukas Kwasniok. „Ganz klar, ich hätte Cenny Neumann vor vier Wochen noch nicht von Beginn an reingeworfen, weil er noch nicht so weit gewesen ist. Aber die Alternative war Jan Thielmann nach einer vierwöchigen Verletzungszeit ins Verderben laufen zu lassen. Dann wäre ihm der Muskel vielleicht durchgerissen.“ Thielmann kam gerade erst aus einer Verletzung zurück, hatte seit Karneval kein Spiel mehr bestritten.

„Es gilt diese Dinge zu akzeptieren und ich fand eben auch, dass Cenny soweit ist, dass du ihn reinwerfen musst“, so der 44-Jährige weiter. Beim ersten Gegentreffer sei der Youngster das letzte Puzzleteil einer Fehlerkette gewesen. „Er kann das besser lösen, ich fand es aber beachtlich, wie er zurückgekommen ist. Beim dritten Tor, da kann keiner etwas machen. Das muss man auch mal akzeptieren.“ Vielmehr fand der Trainer, dass sich Neumann immer besser zu recht fand. „Der 1. FC Köln wird noch viel Freude an ihm haben“, sagte Kwasniok. „Es war nicht einfach für ihn, fünf Minuten vor Anpfiff zu erfahren, dass er das Derby von Anfang an spielen wird.“


Erneuter Ergebnis-Frust beim 1. FC Köln: Gegen Gladbach ist der FC wie vom Pech verfolgt

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Erneuter Ergebnis-Frust beim 1. FC Köln: Gegen Gladbach ist der FC wie vom Pech verfolgt

Trotz engagierter Leistung und einem wilden Derby gegen Gladbach bleibt der 1. FC Köln erneut unter seinen Möglichkeiten. Verletzungspech, bittere Einzelschicksale und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen summierten sich zu einem Abend, an dem einfach alles gegen den FC und den Trainer lief. 1. FC Köln: Glücklos-Derby gegen Gladbach führt womöglich zum Trainer-Aus.

Im wilden Rheinderby zeigt der 1. FC Köln gegen Gladbach Moral und Comeback-Qualität, steht am Ende aber wieder mit zu wenig da. Verletzungen, unglückliche Aktionen und strittige Entscheidungen fügen sich zu einem Spiel, in dem dem FC schlicht alles gegen den Strich lief.

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Zaghafter Applaus hallte gestern Abend durch das sich rasch leerende RheinEnergieStadion. Die Geißböcke überzeugten zwar wieder mit ihrer Leistung in einem wilden Spiel, doch die Bilanz mit einem Punkt gegen Gladbach fällt erneut unzufriedenstellend aus. Sollte der FC St. Pauli am Sonntagnachmittag zu Hause gegen den SC Freiburg gewinnen, stünde der 1. FC Köln sieben Spieltage vor Saisonende erstmals unter dem Strich. Coach Lukas Kwasniok suchte hierfür gestern nach den richtigen Worten: „Ich weiß, dass in der Öffentlichkeit in erster Linie Ergebnisse als Argumente herangezogen werden und glaube aber, als Vereinsverantwortlicher schaut man in erster Linie darauf, wie die Jungs gemeinsam mit dem Trainer arbeiten und welche Überzeugung vorhanden ist“, äußerte der 44-Jährige gegenüber Sky. Im Duell gegen Gladbach habe man ihm Hindernisse in den Weg gelegt. „Egal ob es dann Unparteiische sind oder Verletzungen, wo wir heute einfach einen 19-Jährigen reingeworfen haben. Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln.“

Cenny Neumann: Ein Startelfdebüt zum Vergessen

Und in der Tat: Ein Blick auf die 90 Minuten zeigt, wie viel an diesem Abend gegen den FC lief. Es begann mit der Hiobsbotschaft, dass der Aushilfs-Rechtsverteidiger Tom Krauß das Aufwärmen aufgrund von Knieproblemen abbrechen musste. Ersatzspieler Jan Thielmann war nach seiner Muskelverletzung noch nicht fit genug für einen Einsatz in der Startelf, schon gar nicht in einem intensiven Derby. So fiel die Wahl auf einen 19-jährigen Nachwuchsspieler, der vorwiegend in der Regionalliga West spielt und erst vor zwei Wochen gegen Borussia Dortmund seine ersten Schritte auf der ganz großen Bühne machen durfte. Für vier Minuten stand bis Cenny Neumann dahin auf dem Rasen in Müngersdorf.

Die Fohlen hatten seine Seite schnell als schwächstes Glied ausgemacht. So kam es, wie es kommen musste. Neumann war am 0:1 nach nur 28 Sekunden maßgeblich beteiligt, ließ sich obendrein vor dem 2:3 austanzen. Angesichts der enormen Erwartungshaltung und des Drucks kann man Neumann sicherlich keinen Vorwurf machen. Vielmehr ist es einmal mehr die Verletzungsproblematik, die dem FC in dieser Sache einen Strich durch die Rechnung machte.

Ex-Kölner Castrop wie entfesselt

Gegen seinen Ausbildungsverein wirkte Neumanns Gegenspieler Castrop wie entfesselt. Der Außenbahnspieler brach gegen den FC seinen Torbann, traf erstmals seit dem fünften Spieltag wieder und erzielte zudem zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Karriere zwei Tore in einer Partie. Die beiden Treffer schmecken ihm umso süßer, da er keine guten Erinnerungen an seine Zeit im Geißbock-Trikot hat. Denn bei den Profis bekam das Kölner Eigengewächs damals nicht die erhoffte Chance. „Ich war ein sehr ehrgeiziger junger Spieler und wollte so schnell wie möglich mein Debüt geben. Dann habe ich alle Spieler in meinem Jahrgang um mich herum gesehen. Ich habe gesehen, wie die ganzen Talente in ihren Mannschaften zu ihren ersten Spielen kamen. Und ich stand irgendwie auf der Stelle, kam nicht weiter. Das ist kein Vorwurf an Köln, es gibt kein böses Blut, aber natürlich war es enttäuschend für mich. Deshalb habe ich mir einen anderen Weg gesucht“, so der Gladbacher gegenüber Sky.

Sein Weg führte ihn im Januar 2022 nach Nürnberg und im letzten Winter schließlich an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach. Für ihn schloss sich gestern mit dem Beinschuss an Schwäbe aus gut 13 Metern und dem Traumtor in den rechten Winkel der Kreis.

Schiedsrichterentscheidungen, die Fragen aufwerfen

Als ob das nicht schon genug wäre, verschaffte der Unparteiische Sören Storks den Geißböcken dann auch noch einen gravierenden Nachteil. Eric Martel holte sich in zwei nahezu identischen Aktionen die Gelb-Rote Karte ab. Zunächst traf der Ellbogen des Mittelfeldspielers Haris Tabakovic (73.), dann Joe Scally (86.) nach dessen Kopfballtreffer zum 3:3. Schiedsrichter Storks und seine Assistenten vergaben die zweite Karte damit in einer entscheidenden Phase der Partie. Thomas Kessler bewertete dies im Anschluss mit großer Enttäuschung. „Ich fand, dass wir heute viele Situationen hatten, bei denen ich mich wirklich gewundert habe, warum er so entschieden hat. […] Weil am Ende, in der Phase, in der du das 3:3 machst, winkt er Abseits und gibt dann noch eine Gelb-Rote Karte. Im Laufe des Spiels gab es viele gelbe Karten, bei denen ich mir wirklich Fragezeichen gesetzt habe.” Irritierend war sicherlich auch der Fakt, dass Storks und sein Team einen Ellbogencheck von Gladbachs Joey Scally gegen Martel, durch den der 23-Jährige Mitte der ersten Hälfte zu Boden ging, nicht ahndeten.

Stehen die Zeichen auf Abschied?

Alles in allem standen die Sterne über Müngersdorf für Lukas Kwasniok und seine Mannschaft maximal ungünstig. Die Verletzung von Krauß, Castrops Remontada und die fragwürdigen Entscheidungen von Sören Storks haben womöglich das Aus von Kwasniok in Köln besiegelt. In seinem womöglich letzten Interview nach einem Spiel ließ er es sich allerdings nicht nehmen, noch einmal eine Kampfansage loszuwerden.: „Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln, und ich glaube, eins spürt man sehr wohl: Ich mache das mit Hingabe, mit Liebe für den Verein, für die Mannschaft, und das werde ich bis zum Schluss tun.“ Nun liegt es bei Geschäftsführer Kessler zu entscheiden, ob Kwasniok bereits vor der Länderspielpause seine Sachen packen muss. Darüber wird just in diesem Moment diskutiert. Kwasniok war schon am Geißbockheim, brach aber kurz danach wieder auf.


Die Zeichen stehen für Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln offenbar auf Abschied: So könnte es weitergehen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln ist nicht glücklich mit der Situation (Foto: Sebastian Widmann/Getty Images)
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Die Zeichen stehen für Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln offenbar auf Abschied: So könnte es weitergehen

Nach dem Derby gegen Gladbach betonte der Kölner Coach noch einmal, dass er der richtige Mann für das Traineramt bei den Geißböcken sei. Ganz so sicher schien sich Geschäftsführer Thomas Kessler hingegen da nicht mehr. Trennt sich der 1. FC Köln von Lukas Kwasniok?

Zwei Siege aus den vergangenen 18 Spielen könnten dann zu wenig gewesen sein. Die Zeichen stehen bei Lukas Kwasniok und dem 1. FC Köln offenbar auf Trennung. Auch, wenn der FC am Samstag leidenschaftlich gegen den Rivalen vom Niederrhein agierte, am Ende stand erneut kein Sieg.

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Lukas Kwasniok fand nach dem Remis gegen Mönchengladbach noch einmal deutliche Worte. Der 44-Jährige stemmte sich wie ein kämpfender Löwe verbal gegen das drohende Aus. Es sei das Normalste der Welt, dass man Dinge in Ruhe analysiere, sagte der Coach. „Das Wichtigste an einem Trainer in einem Verein ist die Überzeugung von dem Kollegen, der vor der Mannschaft steht. Man muss erst einmal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt.“, so Kwasniok. „Ich werde um diesen verdammten Job kämpfen, mit allem was ich hab. Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort mit der richtigen Mannschaft im richtigen Verein.“ Er habe die Überzeugung zu 100 Prozent, dass er die Wende noch herbeiführen würde. Er spüre zudem die Rückendeckung des Vereins – ebenfalls zu 100 Prozent. Er habe nichts Gegenteiliges gehört oder gespürt.

„Es gibt natürlich Gründe“

Doch nach ganz großer Rückendeckung klang es bei den FC-Verantwortlichen dann nicht. „Wenn du jetzt wieder zum wiederholten Mal das Spiel nicht gewinnst und die Tabellensituation natürlich von Woche für Woche prekärer wird, steht eins über allem. Und das, was über allem steht, ist, dass der 1. FC Köln in der Bundesliga bleibt“, sagte Thomas Kessler schon im Anschluss an die Begegnung. „Ich glaube, alle beteiligten Personen haben die absolute Überzeugung, dass wir mit der Qualität, mit der wir beisammen sind, die Klasse halten können. Aber es gibt natürlich Gründe, und die muss man dann auch erörtern und auch offen erörtern, warum man es heute wieder nicht geschafft hat, drei Punkte zu holen.“ Der Geschäftsführer hatte erklärt, man wolle die Situation nun in Ruhe analysieren und er noch einmal eine Nacht darüber schlafen.

Doch nach Informationen von come-on-fc.com tat der Geschäftsführer das nicht, ohne sich vorher noch einmal mit weiteren Verantwortlichen auszutauschen. Am Samstag hat es Gespräche gegeben, am Sonntagmorgen sollen weitere folgen. Dann mit dem gemeinsamen Ausschuss, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Das Training ist abgesagt. Allerdings steht aufgrund der Länderspielpause auch keine „normale“ Trainingswoche an. Und tatsächlich soll bereits hinter den Kulissen über mögliche Nachfolger diskutiert werden. So stehen der bisherige Assistenz-Trainer René Wagner sowie U19-Coach Stefan Ruthenbeck im Fokus. Ruthenbeck hatten den FC bekanntlich schon einmal 2017/18 übernommen, damals den Klassenerhalt aber knapp verpasst. Friedhelm Funkel soll in den aktuellen Planungen – zumindest stand jetzt – keine große Rolle spielen.

Schon vor drei Spieltagen hatte die „Bild“ von einem Ultimatum berichtet, Kwasniok müsse aus den bevorstehenden drei Spielen vier Punkte holen, es wurden zwei Zähler – und das gegen die direkte Konkurrenz. Kwasniok hatte eine etwaige Vorgabe immer bestritten. Nun erscheint sie zumindest möglich. Nach wie vor befinden sich die Geißböcke in der Tabelle in freiem Fall. Am Sonntag könnte St. Pauli die Geißböcke noch überholen, der FC würde erstmals in der Saison einen Rang unter dem Strich einnehmen.


Kwasniok: „Ich gehe davon aus…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Gladbach

Lukas Kwasniok ärgerte sich an der Seitenlinie
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Kwasniok: „Ich gehe davon aus…“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Gladbach

Am Samstagnachmittag empfing der FC die Fohlen zum 100. Rheinderby. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Thomas Kessler und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Gladbach.

Der FC hat das vermeintliche Schicksalsspiel nicht gewonnen. Im Derby gab es ein 3:3-Unentschieden. Und die Trainerfrage wird sich damit auch weiterhin stellen.

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„Der Punkt ist zu wenig“

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst

Thomas Kessler

„Es war ein Wechselbad der Gefühle. Wenn du in einem so wichtigen Spiel so schlecht reinkommst, dann ist es sehr schön, dass die Mannschaft die richtige Reaktion zeigt. Dann gehst du in Führung und musst dir schon vorwerfen lassen, dass du die 2:1-Führung nicht länger über die Zeit bringst. Es war insgesamt ein wildes Spiel. Dann machen wir am Ende noch glücklicherweise das 3:3. Unterm Strich muss man schon sagen, dass der Punkt dann zu wenig ist.“

„Am Ende muss man der Mannschaft erst mal ein Kompliment machen, so wie ich gerade gesagt habe, nach so einem Nackenschlag direkt zu Beginn zurückzukommen. Aber das begleitet uns ja auch schon die ganze Saison. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis, dass diese Mannschaft immer wieder in der Lage ist, auch die Spiele eng zu gestalten. Ich glaube, wir hatten im Laufe der Saison nicht einmal ein Spiel, wo wir deutlich verloren haben, sondern hatten immer die Möglichkeit, die Spiele auch zu gewinnen. Aber man muss jetzt schon ehrlicherweise sagen, wir sind jetzt in einer Zeit angekommen, wo wir auch mal wieder ein Dreier holen müssen.“

„Dass die Qualität ausreicht“

„Also ich glaube, es gibt keinen beim 1. FC Köln, der nicht die Überzeugung hat, dass die Qualität dieser Mannschaft ausreicht, um die Klasse zu halten. Jetzt haben wir leider eine längere Durststrecke und wir können alle die Tabelle lesen. Und deswegen, so wie ich eben schon gesagt habe, ist der Punkt heute leider zu wenig.“

Zu den Diskussionen von Kwasniok mit dem Schiedsrichter: „Ja, also die Situation, die kann ich gerne einordnen. Das ist eher dann kurz nach dem Spiel die Emotion, dann auch dem Schiedsrichter gegenüber, weil den haben wir im Gespräch ja noch gar nicht thematisiert. Ich fand, dass wir heute viele Situationen hatten, wo ich mich wirklich gewundert habe, warum er entschieden hat, wie er entschieden hat. Und ich glaube, das steht dann dem Trainer auch zu, kurz nach dem Spiel da auch sehr emotional zu sein. Weil am Ende eigentlich in der Phase, wo du das 3:3 machst, winkt der Abseits und gibt dann noch eine Gelbe-Rote Karte. Viele Gelbe Karten auch im Laufe des Spiels, wo ich wirklich Fragezeichen hatte.“

„Wenn dieses Spiel heute eins hatte, dann war das Intensität auf den Rängen, auf dem Platz, wirklich Zweikämpfe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schiedsrichter dann international bei so einem Spiel so pfeifen. Und deswegen steht es dem Trainer dann auch zu, dass er nach dem Spiel dann emotional ist.“

Zu Kwasniok: „Ja, ich glaube, wir müssen das jetzt einfach sachlich und rational analysieren. Wir haben jetzt eine Länderspielpause vor der Brust. Wir haben heute eine große Enttäuschung, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Wie ich eben gesagt habe, die Erwartungshaltung waren klar drei. Und wir werden uns jetzt Gedanken machen. Ich werde auch eine Nacht drüber schlafen.“


„Ich finde das ein bisschen hart, muss ich sagen“

Eric Martel und Lukas Kwasniok nach dem Spiel

Eric Martel

Zur zweiten Karte: “Der Schiedsrichter kommt zu mir und sagt, das ist eine Abseitssituation und dann kann er für mich nicht das Foul danach bewerten, weil wenn es eine Abseitssituation ist, dann darf er mir danach nicht Gelbrot geben. Ich finde das ein bisschen hart, muss ich sagen.“

Zum Platzverweis kurz nach seinem Treffer zum Ausgleich: “Das ist natürlich dann wieder ein Momentum, das vielleicht auf uns rübergegangen wäre. Ich meine, wenn du hier kurz vor Schluss den Ausgleich schießt, hast noch noch wahrscheinlich zehn Minuten zu spielen. Mit den Fans im Rücken, glaube ich, hätten wir schon gute Chancen gehabt, das Spiel noch komplett zu drehen.“

Zum frühen ersten Treffer: “Wahnsinn, das war echt ein Hin und Her muss man sagen. Wie du schon sagst, direkt nach 30 Sekunden, aber ich muss trotzdem sagen, dass man der Mannschaft nie angemerkt hat, dass es uns irgendwie zurückgeworfen hat, ob es nach dem 1:0 war, ob es nach dem 3:2 war, wir sind immer wieder zurückgekommen und ich glaube, das zeigt echt den Charakter von dieser Mannschaft.“

Zur Trainerfrage: „Ich kann nur das bewerten, was ich sehe. Ich bin Spieler, ich sehe, wie wir trainieren, das ist echt gut. Da reißt sich echt jeder den Arsch auf. Ich sehe, wie wir spielen und das ist eigentlich auch echt gut von den Leistungen, muss man sagen. Was uns fehlt sind leider die Ergebnisse, die fahren wir nicht ein.“


„Wir wollten unbedingt drei Punkte holen“

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

„Wir wollten unbedingt drei Punkte holen. Wir haben früh den Gegentreffer bekommen, dann aber die richtige Reaktion gezeigt. Wir haben alles reingeschmissen, um zu gewinnen. Dementsprechend sind wir mit dem einen Punkt auch nicht zufrieden. Es war mein erstes Derby. Die Fans haben nach dem Aufwärmen noch mit uns gesprochen. Ich bin für die Unterstützung dankbar und es tut mir leid, dass nicht mehr drin war.“

Zu Kwasniok: „In dieser Situation kann ich mich nur auf das Spiel fokussieren und auf das, was der Trainer mir mitgibt. Es liegt ja nicht in meiner Hand. Ich hab nur über andere Dinge die Kontrolle.“


„Ich mache das mit Hingabe, mit Liebe für den Verein“

Lukas Kwansiok vor dem Spiel gegen den FC Augsburg

Lukas Kwasniok

„Also alles wie immer, das machen wir immer so, wir lassen die Dinge sacken und dann besprechen wir die Inhalte. Also das ist normalste der Welt, aber klar, wenn du dann die Frage wofür gestellt bekommst und um den Klassenerhalt kämpfst, dann wird es immer anders gewertet.“

„Es geht nicht nur um heute, es sind einfach die letzten Wochen und ich weiß, dass in der Öffentlichkeit in allererster Linie Ergebnisse an so Argumenten zur Rate gezogen werden. Ich glaube aber, als Vereinsverantwortlicher schaut man in allererster Linie darauf, wie arbeiten die Jungs gemeinsam mit dem Trainer, was für eine Überzeugung ist vorhanden und sie können mir noch so viele Hindernisse in den Weg legen, egal ob es dann Unparteiische sind oder Verletzungen, wo wir heute einfach einen 19-Jährigen reingeworfen haben. Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln und ich glaube eins spürt man sehr wohl, ich mache das mit Hingabe, mit Liebe für den Verein, für die Mannschaft und das werde ich bis zum Schluss tun. Und ich gehe davon aus, dass Mitte, Ende Mai Schluss sein wird. Für diese Saison.“

War es das für Lukas Kwasniok? Thomas Kessler vermeidet Treuebekenntnis: „Wir werden uns jetzt Gedanken machen“

Thomas Kessler beim Derby der Geißböcke gegen Gladbach
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War es das für Lukas Kwasniok? Thomas Kessler vermeidet Treuebekenntnis: „Wir werden uns jetzt Gedanken machen“

Reicht der Punkt im Derby oder muss Lukas Kwasniok den FC nun verlassen? Nach dem spannenden Derby äußerte sich der Geschäftsführer des 1. FC Köln: Thomas Kessler vermeidet das Treuebekenntnis aus.

In einem emotionalen Spiel gab es wieder kein Sieg für die Geißböcke. Zum siebten Mal in Folge verpasste der FC damit einen Dreier. Nach dem Spiel äußerte sich auch der Geschäftsführer der Kölner. Aber ein Treuebekenntnis vermied Thomas Kessler.

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Ein Ultimatum soll Thomas Kessler dem Trainer nicht gestellt haben. Zumindest hatte Lukas Kwasniok das in der vergangenen Woche erneut verneint. Ein Gespräch diesbezüglich habe es nicht gegeben. Dennoch holten die Kölner erneut keinen Sieg. Im Derby reichte es am Ende „nur“ zu einem 3:3-Unentschieden. „Kurz nach dem Spiel muss muss ich sagen, der Punkt ist zu wenig. „Ich glaube, wir hatten heute die Chance, drei Punkte zu holen. Wir hätten die Chance gehabt, den Rivalen zu schlagen und am Ende den sogar in der Tabelle zu überholen“, sagte der Geschäftsführer Sport der Geißböcke. „Das ist jetzt nicht geglückt. Und ja, deswegen ist unterm Strich der Punkt für mich jetzt zu wenig.“ Der FC war gegen Gladbach bereits früh in Rückstand geraten, drehte den Spielzeit zwischenzeitlich, um dann wieder die Fohlen in Führung gehen zu lassen. Kurz vor Spielende erzielte Eric Martel den 3:3-Endstand.

Kessler will „Dinge analysieren“

Kessler habe schon in den vergangenen Tagen „gesagt, dass wir Dinge analysieren und das werden wir jetzt auch nach diesem Spieltag machen. Wir können natürlich die Tabelle lesen, so wie ich es gerade gesagt habe. Am Ende wissen wir auch, wie schwierig die Aufgaben auch in den kommenden Wochen werden. Klar ist, dass du irgendwelche Stellschrauben drehen musst, damit du auch wieder in der Lage bist, mal wieder ein Fußballspiel zu gewinnen“, sagte Kessler. „Wir haben heute wieder ein Spiel erlebt, wo es auf Messers Schneide war, wo es auf beide Seiten hätte kippen können und am Ende springt jetzt ein Punkt dabei raus, aber tabellarisch muss man schon sagen, dass wir zwingend mal wieder darauf angewiesen sind, auch drei Punkte zu holen.“

Fakt ist, dass der FC aus den jüngsten 18 Spielen nur zwei Siege und elf Punkte geholt hat. Zuletzt hatten die Kölner Spieler immer wieder gesagt, dass nun die Spiele kommen, die man gewinnen müsse. Weder gegen den HSV noch gegen Gladbach ist das gelungen. Nun steht erst einmal die Länderspielpause an. Nun soll erst einmal analysiert werden. „Das Ergebnis ist offen. Wenn du jetzt zum wiederholten Male das Spiel nicht gewinnst und die Tabellensituation natürlich irgendwie Woche für Woche prekärer ist, steht eins über allem und das was über allem steht, dann dass der 1. FC Köln in der Bundesliga bleibt.“

Auch Lukas Kwasniok äußerte sich zu seiner Situation: „Ich glaube, als Vereinsverantwortlicher schaut man in allererster Linie darauf, wie arbeiten die Jungs gemeinsam mit dem Trainer, was für eine Überzeugung ist vorhanden und sie können mir noch so viele Hindernisse in den Weg legen, egal ob es dann Unparteiische sind oder Verletzungen, wo wir heute einfach einen 19-Jährigen reingeworfen haben“, so der Trainer. „Das ist alles Teil des Lebens, das ist alles Teil dieses Jobs hier beim 1. FC Köln und ich glaube eins spürt man sehr wohl, ich mache das mit Hingabe, mit Liebe für den Verein, für die Mannschaft und das werde ich bis zum Schluss tun. Und ich gehe davon aus, dass Mitte, Ende Mai Schluss sein wird. Für diese Saison.“


Ärger über einen verwehrten Handelfmeter – der 1. FC Köln hat nicht die besten Erinnerungen an Sören Storks

Sören Storks zeigt Dejan Ljubicic die Gelbe Karte
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Ärger über einen verwehrten Handelfmeter – der 1. FC Köln hat nicht die besten Erinnerungen an Sören Storks

Mit einem nicht gegebenen Handelfmeter haben die Kölner in dieser Spielzeit ihre Erfahrung gemacht. Vor zwei Jahren gab es eine sehr ähnliche Aktion. Der Schiedsrichter von damals leitet die kommende Partie der Geißböcke: Sören Storks pfeift das Derby des 1. FC Köln gegen Gladbach.

Die Bilanz ist alles andere als gut. Noch nie hat der FC in der Bundesliga eine Begegnung unter der Leitung von Sören Storks gewonnen. Das soll sich im Derby ändern

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Lange bestimmte das Handspiel von Yan Couto die Schlagzeilen rund um das Spiel der Geißböcke gegen den BVB. Die Kölner Verantwortlichen um Thomas Kessler äußerten ihren Unmut über den nicht gegebenen Strafstoß. Dabei dürfte die Situation dem heutigen Geschäftsführer Sport der Kölner durchaus bekannt vorgekommen sein. Natürlich, Fehlentscheidungen gehören nun mal zum Fußball dazu. Allerdings gab es vor zwei Jahren eine sehr ähnliche Aktion, in einer ganz ähnlichen Situation.

Denn auch in der Spielzeit 23/24 kämpften die Kölner bekanntlich gegen den Abstieg, auch damals wurde den Geißböcken ein Elfmeter verwehrt, allerdings endete die Begegnung gegen den VfL Wolfsburg 1:1. „Ich war heute mit einigen Situationen nicht ganz zufrieden. Wir bekommen einen Freistoß an der eigenen Strafraumgrenze gegen uns gepfiffen, in einer ähnlichen Situation kriegen wir den Freistoß auf der anderen Seite nicht. Als Ljubicic das in der Spielunterbrechung hinterfragen möchte, bekommt er gleich Gelb“, sagte Kessler damals.

Kessler kritisierte Storks heftig

„Der Gipfel bei den Entscheidungen war dann in der 45.+12.“ Wolfsburgs Moritz Jenz war ein Schuss des damaligen Kapitäns Florian Kainz an den Arm gesprungen, der erhoffte Elfmeterpfiff blieb aus. „Gerade in der Situation, in der wir gerade stecken. Wenn du hier 1:1 spielst im Kampf um den Klassenerhalt, wo es so wichtig ist, dass auch bei Kleinigkeiten genau geschaut wird, dann verstehe ich nicht, dass es hier keinen Handelfmeter gibt.“ Der Pfiff blieb aber aus. Und das erzürnte nicht nur Kessler. Unter anderem schrieb Mark Uth auf Instagram: „Auch ohne die FC-Brille ist das für mich ein glasklarer Elfmeter.“ Am Ende reichte es für die Geißböcke immerhin zu einem 1:1. Immerhin, denn die Bilanz unter Schiedsrichter Sören Storks ist für die Kölner bis heute eine besonders bescheidende. Unter der Leitung des Unparteiischen hat der FC in der Bundesliga noch nie gewonnen.

Auf der anderen Seite ging keins der bisherigen Zweitliga-Spiele unter dem Schiedsrichter verloren. In Erinnerung ist die Begegnung aber auch, aufgrund einer anderen Aktion. Max Finkgräfe hatte damals Schiedsrichter-Assistent Thorben Siewer mit einem strammen Schuss getroffen. Der Unparteiische musste minutenlang behandelt werden und wurde dann vom Feld geführt. „Ich wollte ihn auf keinen Fall treffen. Ich wollte eigentlich meinen Gegenspieler treffen, damit wir dann in Ballbesitz sind“, erklärte Finkgräfe nach dem Spiel und entschuldigte sich natürlich auch. Kurios: Umgehend wurde nach Ersatz gesucht und dieser auch im Stadion gefunden. Der Vierte Offizielle Nicolas Winter wurde Schiedsrichter Sören Storks als Assistent zur Seite gestellt, Zuschauer Tobias Krull übernahm den Posten als vierter Schiedsrichter. Für den Amateur-Schiri eine große Ehre. Und Krull machte direkt Bekanntschaft mit Thomas Kessler, der sich gleich mehrmals über Schiedsrichter Storks heftig aufregte.


Wer läuft im Derby auf? So könnte der 1. FC Köln gegen Gladbach beginnen

Lukas Kwasniok wirkt nicht sonderlich glücklich
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Wer läuft im Derby auf? So könnte der 1. FC Köln gegen Gladbach beginnen

Matchday in Köln: Der FC trifft im Derby auf die Borussia. Und dem Kölner Coach stehen weitere Rekonvaleszenten zur Verfügung. Doch sind die Rückkehrer Optionen für die Startelf? So könnte der 1. FC Köln gegen Gladbach beginnen.

Zum 100. Mal stehen sich der FC und die Borussia in der Bundesliga gegenüber. Für die Geißböcke ist die Partie von großer Bedeutung. Denn es ist nicht gesagt, dass Lukas Kwasniok bei einer Niederlage Trainer der Geißböcke bleibt.

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Der 1. FC Köln muss gegen Borussia Mönchengladbach weiterhin auf Luca Kilian, Timo Hübers, Alessio Castro-Montes, Joel Schmied, Fynn Schenten und Jahmai Simpson-Pusey verzichten. Neben den sechs bereits in Hamburg fehlenden Profis, müssen die Kölner gegen die Elf vom Niederrhein auch ohne Sebastian Sebulonsen auskommen. Der Norweger, der erst gegen Hamburg in den Kader des FC zurückgekehrt war, sah gegen die Rothosen seine fünfte Gelbe Karte und muss dadurch im Derby aussetzen. Allerdings verkündete FC-Trainer Lukas Kwasniok zuletzt auch positive Nachrichten. Zum einen kehren Denis Huseinbasic und Jan Thielmann in den Kader der Geißböcke zurück und zum anderen nahmen Jakub Kaminski und Said El Mala nach einer kleinen Vorsichtsmaßnahme am Mittwoch ab Donnerstag wieder am Mannschaftstraining teil.

Wer spielt in der vordersten Kette?

Dadurch stellen die beiden Offensivspieler für das Spiel gegen die Fohlen Startelfoptionen dar. Zwischen den Pfosten wird Kapitän Marvin Schwäbe beginnen. Vor dem Schlussmann werden erneut Kristoffer Lund links, Cenk Özkacar und Rav van den Berg zentral sowie Tom Krauß rechts die Viererkette bilden. Zwar betonte Kwasniok, dass er den „Allrounder“ gerne im Mittelfeld haben würde, der ehemalige Schalker aufgrund der aktuellen Personalsituation in der Defensive auf der Position des Rechtsverteidigers im Moment „jedoch Gold wert für die Mannschaft sei.“

Durch das weiterhin notwendige Aushelfen von Krauß in der Abwehr sowie der Tatsache, dass Huseinbasic nach Verletzung erstmals wieder Teil des Kaders ist, dürften im zentralen Mittelfeld wieder Eric Martel und Isak Johannesson starten. Mit El Mala und Jakub Kaminski sind zwei der vier verbliebenen Positionen in der Offensive schon besetzt. Während Ragnar Ache mit hoher Wahrscheinlichkeit die Rolle des Mittelstürmers bekleiden wird, stellt sich die Frage, wer den letzten Platz in der Anfangsformation einnimmt. In den vergangenen beiden Partien gegen den BVB und beim HSV dürfte jeweils Youssoupha Niang auf der rechten Seite starten. Nach einem auffälligen Auftritt gegen Dortmund, blieb der Youngster in Hamburg eher unauffällig und wurde nach der Pause durch Linton Maina ersetzt.

Um mehr Tempo und Erfahrung ins eigene Spiel zu bringen, würde sich eine Nominierung von Maina für die Startelf gegen die Fohlen anbieten. Dann würde die Kölner Offensive aus El Mala links, Maina rechts, Kaminski als Zehner und Ache als zentralem Stürmer bestehen.

So könnte der FC gegen beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Lukas Kwasniok gibt Rav van den Berg Anweisungen

Rav van den Berg

Tom Krauß überzeugt zunehmend

Tom Krauß

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina traf gegen die Bayern

Linton Maina

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache



Lukas Kwasniok will mit dem Derby-Sieg einen Boost auslösen und setzt auf das volle Haus

Kristoffer Lund war im Hinspiel der Unglücksrabe
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Lukas Kwasniok will mit dem Derby-Sieg einen Boost auslösen und setzt auf das volle Haus

Für viele Außenstehende ist die kommende Begegnung der Geißböcke ein Schicksalsspiel für den Trainer, für den Coach selbst eine Chance. So oder so wird das Duell gegen Borussia Mönchengladbach kein Selbstläufer: So will der 1. FC Köln im Derby punkten.

Nach sechs sieglosen Spielen in Serie will der FC am Samstag wieder einen Dreier einfahren. Und zweifelsohne würde ein Erfolg im Derby eine beflügelnde Wirkung haben. Doch einen Selbstläufer erwartet der angezählte Kölner Coach nicht.

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Selbst in den jüngsten kritischen Tagen ist Lukas Kwasniok der Spaß an der Arbeit beim 1. FC Köln in aller Regel anzusehen. Zwischen den Zeilen deutete der Trainer auch auf der vergangenen Pressekonferenz an, dass es für ihn ein Privileg sei, für einen Verein wie den FC tätig sein zu dürfen. Die Frage ist aber durchaus wie lange das noch der Fall sein wird. Auch wenn der 44-Jährige beteuert, die aktuelle Situation als Herausforderung, als Chance zu sehen, wird Kwasniok selbst wissen, dass es mit einer Niederlage im Derby eng werden dürfte. Zumindest nach außen vermittelte der Trainer aber, dass die Vorfreude auf das anstehende Duell eine große ist – und das ist Kwasniok auch durchaus abzunehmen. Mit einem Sieg am Samstagabend dürfte der Spaß an und vor allem bei der Arbeit aber wieder ein wenig größer werden.

Kwasniok setzt auf vordere „Waffen“

Denn der bislang letzte Sieg der Geißböcke liegt bereits einige Zeit zurück. Sechs Spiele in Serie gab es für den FC keinen Dreier mehr, elf Punkte aus 17 Spielen ist eine beängstigende Bilanz. Doch die Bilanz blendet der Coach bewusst aus. Der Fokus liegt wieder einmal nur auf der bevorstehenden Aufgabe. „Wir sehen diese Spiele gegen Gladbach komplett als Gelegenheit, um hier einen Boost wieder reinzubekommen“, sagte der Trainer. Doch Kwasniok weiß auch um die Schwere der Aufgabe, ahnt, dass der Gegner „sehr sehr schwer bespielbar“ ist. „Sie warten auf die Bälle, die dann eben auch reinkommen und dann sind sie sehr gut im Umschaltspiel. Sie haben zehn Mal die weiße Weste diese Saison gehabt, das spricht einfach schon auch für sie.“

Das tut es, allerdings ist die Defensive der Fohlen auch nicht die aller stabilste. 43 Tore kassierte die Mannschaft vom Niederrhein bereits und das, obwohl nach dem xGoals-Wert nur 36 Treffer erwartbar gewesen waren. „Wenn das Spiel dann offener wird, dann glaube ich, dass wir mit den Waffen, die wir vorne haben, auch den Gladbachern weh tun können“, sagte der Coach. Es gehe darum, die Abwehr des Gegners zu stressen, aber auch „eine extrem gute Konterabsicherung“ zu haben. Im Hinspiel sei man zu behäbig und zu fehlerhaft zu Werke gegangen. Das Resultat war die 1:3-Niederlage und eine gefühlte sportliche Wende. „Wir wollen das Spiel gewinnen und wenn das Wort „Revanche“ dafür herhalten muss, dann nenne ich das dann so“, sagte der Trainer.

„Wir brauchen den Support der Fans“

Spannend bleibt, welchen kreativen Plan der 44-Jährige entwickelt, um bei Ballbesitz für mehr Gefahr als zuletzt zu sorgen. Denn immer wenn der FC das Spiel machte, fehlte es an Torchancen. Wenn die Kölner auf Konter setzten, wurde es in der Regel auch gefährlich. Personell wird es wohl nicht die ganz großen Veränderungen zur Vorwoche geben. Der Trainer deutete bereits an, dass Tom Krauß wieder die rechte Seite übernimmt, damit Jakub Kaminski offensiver agieren könne. Mit Jan Thielmann und Denis Huseinbasic stehen zwei weitere Spieler zur Verfügung, die in der Vorwoche noch verletzt ausfielen. Allerdings wird den Kölnern mit Sebastian Sebulonsen ein Rückkehrer fehlen, der sich gegen den HSV die fünfte Gelbe Karte abholte.

Getragen werden soll die Mannschaft von den Fans. „Das sind die Momente, weshalb du beim FC unterschreibst. Ich weiß, welche Wucht dieses Stadion entfachen kann. In der ersten halben Stunde im Pokalspiel gegen die Bayern ist das Stadiondach weggeflogen“, so der 44-Jährige. „Genau das haben wir auch in der zweiten Hälfte gegen Mainz gespürt. Wir brauchen den Support der Fans, um unser Ziel erreichen zu können. Unsere Fans sind in der Lage dazu, uns so viel Energie zu geben, dass wir am Samstag als Sieger vom Feld gehen. Darauf freue ich mich sehr.“ Kwasniok ist eben mit Spaß bei der Sache. Noch. Obwohl, wenn es nach dem Coach geht, hält das auch noch lange an: „Ich bleibe dabei: Wir werden unser Ziel erreichen. Ich habe vor Augen, dass wir am 33. Spieltag den Klassenerhalt feiern.“ 


„Ein Moment kann alles verändern“: Das ist die größte FC-Baustelle für das Rheinderby

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„Ein Moment kann alles verändern“: Das ist die größte FC-Baustelle für das Rheinderby

Die Standardschwäche ist endlich abgelegt, doch vor dem Derby verweist FC-Trainer Lukas Kwasniok auf die nächste Baustelle: Fehlende Härte in den Duellen. Warum das Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach zur echten Härteprobe werden wird für den 1. FC Köln: „Bin total transparent“- Hier sieht Kwasniok eine große Schwäche seiner Mannschaft

Die Standardschwäche scheint überwunden, doch vor dem Derby rückt die nächste Problemzone in den Fokus. Warum das Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach zur echten Härteprobe für den 1. FC Köln wird und wo Kwasniok die größte Schwäche seiner Mannschaft ausmacht.

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Viel wurde in den vergangenen Wochen darüber diskutiert, worin ein Ausweg heraus aus der Ergebniskrise führen könnte. Thema war immer wieder die Standardschwäche der Geißböcke, hinter das Coach Lukas Kwasniok spätestens nach dem vergangenen Spieltag gegen den HSV ein Häkchen setzten kann – zumindest vorerst. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach wies Kölns Trainer nun eigenhändig auf eine andere Schwäche im Spiel der Geißböcke hin: “Wenn wir in einer Sache zulegen können, dann ist es meiner Meinung nach in der Zweikampfführung, in Duellen.“ Er arbeite daran, seine Mannschaft auf ein zweikampfbetontes Spiel einzustellen: “Die Probleme bei den Standards haben wir egalisiert. Wir haben viele Abschlüsse. Aber, das habe ich den Jungs auch schon heute gesagt, in einem Derby wird es eben darauf ankommen, Duelle zu gewinnen”, und schob kryptisch hinterher: “Wenn ich sie nicht gewinnen kann, dann verliere ich sie zumindest nicht.”

Gladbach dominiert die Lüfte, Ragnar Ache aber auch

Und tatsächlich trifft der FC im Duell gegen Gladbach auf eine überdurchschnittlich zweikampfstarke Mannschaft. Die Elf von Eugen Polanski dominiert zusammen mit dem VfB Stuttgart den Luftraum: 54,4 Prozent der Zweikämpfe in der Luft gehen auf das Konto der Gladbacher, während der FC hier nur auf 51,7 Prozent kommt. Dennoch gehören die Domstädter in dieser Kategorie zu den sieben besten Mannschaften der Beletage. Maßgeblichen Anteil daran hat Kopfballmonster Ragnar Ache. Der Mittelstürmer befindet sich nach 26 Spieltagen unter den drei Bundesliga-Spielern mit den meisten gewonnenen Kopfballduellen. Mit 125 erfassten Duellen liegt er knapp hinter Luka Vuskovic vom HSV (128) und Willi Orban von RB Leipzig (132).

Neben Ache spielt im Duell Mano a Mano Eric Martel eine Schlüsselrolle. Der defensive Mittelfeldspieler ist der beste Zweikämpfer auf dem Platz. Im ligaweiten Vergleich schafft er es unter die Top 20 der Duellanten. Martel langt dabei gerne auch kräftig zu: Der 23-Jährige hat in der laufenden Spielzeit bereits 34 Fouls am Gegner begangen und belegt damit den sechsten Platz in dieser Kategorie. Und Martels Robustheit und harte Gangart ist es, die sein Coach für das Derby einfordert.

Einstimmen auf eine raue Begegnung

Im Hinspiel habe man spielerische Lösungen gegen die Elf vom Niederrhein herangezogen. Beim Rückspiel am Samstag werde nun ein anderer Wind wehen, meinte Kwasniok: “Wir haben im Hinspiel versucht, mit Huseinbasic, Johannesson und Kainz im Zentrum mit drei guten Fußballern zu agieren. Das geht zu Lasten der Konterabsicherung, weil die Spieler natürlich auch irgendwann den Ball verlieren”. Winterneuzugang Felipe Chávez muss sich demnach weiter für einen ersten Startelfeinsatz gedulden. Der talentierte Peruaner kam auch gegen die passiven Hamburger nur auf einen Kurzeinsatz. Das wird sich am nächsten Spieltag nicht ändern, schlussfolgerte Kwasniok: „Deshalb bringt man gute Fußballer oftmals erst hinten raus, wenn man ein Spiel nicht komplett dominieren kann, und arbeitet mit einer gewissen Physis, mit Körperlichkeit, mit Geschwindigkeit und Robustheit ein Spiel ab.“

Kwasniok: „Im Fußball kann ein Moment alles verändern“

Wer auch immer das Privileg haben wird, im 100. Rheinderby (Anpfiff 15.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) von Beginn an mit dem Geißbock auf der Brust auf dem Rasen zu stehen, der hat insbesondere eine Aufgabe zu erfüllen: “Es gilt einfach, dass die guten Fußballer, wie Felipe, Luca, Isak, Kuba und Said, auch in der Defensive voll dagegenhalten können. Und zwar immer.” Am vergangenen Spieltag gegen den HSV wäre dies den Kölnern um ein Haar um die Ohren geflogen: “Wenn man sich anschaut, wie der Eckball in Hamburg entstanden ist – der einzige Eckball von ihnen in der 94. Minute – dann verlieren wir auf unserer linken Seite ein Duell. Wir sind dann in der Mitte einen Tick zu spät und verlieren im Fünfer fast ein Duell. Daraus resultiert der einzige Eckball. Wir waren in den meisten Momenten voll da, aber im Fußball kann ein Moment alles verändern.”


„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt – Kwasniok kann auf Unterstützung von der Bank vertrauen

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„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt – Kwasniok kann auf Unterstützung von der Bank vertrauen

Vor dem Rheinderby setzt Trainer Lukas Kwasniok auch auf den Rückhalt von der Ersatzbank. Der FC-Coach schwärmte am Donnerstag von Geschlossenheit und Professionalität, sprach von “besonderen Momenten”. Dabei war das nicht immer so beim 1. FC Köln: Bankdrücker-Lob von Lukas Kwasniok.

Vor dem Rheinderby richtet Lukas Kwasniok den Blick bewusst auf die zweite Reihe. Was vor wenigen Wochen noch für Diskussionen sorgte, hat sich beim 1. FC Köln gewandelt. Die Ersatzspieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft und werden vom Trainer nun als wichtiger Rückhalt im Abstiegskampf hervorgehoben.

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Bevor die Geißböcke am Samstag im Rheinderby das nächste Schicksalsspiel antreten, arbeitet Trainer Lukas Kwasniok kräftig daran, nach außen Harmonie auszustrahlen. Hierfür lenkte er die Aufmerksamkeit vorab auch auf jene Spieler, die unter seiner Feder in letzter Zeit oder sogar bereits seit Saisonbeginn kürzer treten müssen: “Die Jungs waren sich auch der Situation vom ersten Spiel dran bewusst, dass es hier darum geht, den Klassenerhalt zu meistern. Und sie haben sich diesem Ziel von Beginn an untergeordnet”, führte der 44-Jährige aus. Das sei auch ein großes Lob an viele Spieler, die in der Vergangenheit in Köln durchaus etwas geleistet hätten und die auch viel Spielzeit hatten. “Die Situation hat sich dann für sie persönlich verändert. Oder auch Spieler, die zu Beginn der Saison gespielt haben bei mir und im Verlaufe der Saison vielleicht weniger agieren dürften”, so Kwasniok weiter.

Kwasniok: “Das Spiel ist das Tüpfelchen auf dem i”

Dass der Trainer die vermeintliche Ruhe auf der Ersatzbank so sehr zu schätzen weiß, hat Gründe. Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da rumorte es gewaltig am Geißbockheim. Mittelstürmer Luca Waldschmidt hatte zum Jahreswechsel offen über seine Probleme mit der geringen Einsatzzeit unter Kwasniok gesprochen. Die Ausbootung aus dem Kader für das wichtige Spiel gegen Heidenheim und die damit verbundene vorzeitige Abreise des Stürmers aus dem Wintertrainingslager in Spanien wurden damals als geeignete Maßnahmen angesehen, um Waldschmidt für die gestiftete Unruhe einen Denkzettel zu verpassen – so die externe Wahrnehmung. Mittlerweile ist Ruhe um den 29-Jährigen eingekehrt, obwohl sich die Lage im Vergleich zum Jahresbeginn nicht verbessert hat. Zuletzt saß er sogar gegen Dortmund und Hamburg über 90 Minuten auf der Bank. Diskussionen über Spieler, die wenige Einsatzminuten sammeln, seien nach Ansicht Kwasnioks indes allgemein irreführend.

“Du unterschreibst einen Vertrag und da steht drin, dass du ordentlich bezahlt wirst für Training, für Spiel. Und für mich ist immer dieses Spiel, das Tüpfelchen auf dem i, aber die Trainingseinheiten, dafür wirst du bezahlt. Dafür wirst du bezahlt, dass du jeden Tag Vollgas gibst. Und das haben die Jungs verinnerlicht, vom ersten Tag an.” Nach den Verstimmungen sei das Rollenselbstverständnis geklärt, der Trainer könne sich auf die Unterstützung aus der zweiten Reihe verlassen: “Es war eher zu Beginn der Saison so, dass ich auf diese Dinge hinweisen musste und das jetzt eher laufen lassen kann, weil ich sehr wohl spüre, wie ein Ron-Robert Zieler, von Bülti über Luca, Kainzi und Heinzi wissen, wir wollen den Verein in dieser Liga halten, auch wenn ich gerade jetzt wenig spiele. Das ist denen sehr wohl bewusst”.

„Ohne Gejammer“ zum Klassenerhalt

Ebenso klar ist, dass Florian Kainz nach Ende dieser Spielzeit seine Fußballschuhe an den Nagel hängen wird. Der Österreicher kam im ersten Saisondrittel noch als Ergänzungsspieler in der zweiten Hälfte zum Einsatz. In der zweiten Saisonhälfte saß er, wenn er überhaupt im Kader war, nur auf der Bank. Somit kommt Kainz in der Rückrunde bisher nur auf zwei Einsatzminuten. Das schmälert jedoch nicht im Geringsten seinen Beitrag im Kampf gegen den Abstieg. Seine abgebrühte und seelenruhige Art, die er mit seiner Erfahrung als dienstältester Geißbock in die Kabine einbringt, ist eine wichtige Stütze für seinen Cheftrainer.

Wenn nicht sogar die wichtigste, wie dieser am Donnerstag verlauten ließ: „Der Fußball gibt dir neben Siegen auch ganz viele tolle Momente. Und so einen tollen Moment sehe ich am 33. Spieltag vor Augen. Dafür musst du bereit sein, ein halbes Jahr, ein Jahr, ein Dreivierteljahr auch mal kürzer zu treten, ohne dass der Trainer dreimal die Woche mit dir spricht. Das sind ja Profis durch und durch, und ich muss sagen, das gibt mir extrem viel Kraft, vorneweg zu marschieren, weil ich hier kein Gejammer höre. Das ist der Geist, der uns zum Klassenerhalt tragen wird.“