Fehler, Frust, Verwandlung: Ragnar Aches Wendepunkt beim 1. FC Köln

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Fehler, Frust, Verwandlung: Ragnar Aches Wendepunkt beim 1. FC Köln

Vom Tiefpunkt zurück zur Topform: Ragnar Ache spricht über Selbstzweifel, Fehler und seinen Wendepunkt bei den Geißböcken. Eine ungewöhnliche Typveränderung brachte ihn zurück in die Spur und für den Klassenerhalt steht bereits die nächste bereit beim 1. FC Köln: Ragnar Aches besondere Wette für den Klassenerhalt.

Fehler entscheiden Spiele und prägen Karrieren. Ragnar Ache spricht offen über Druck, Kritik und seinen mentalen Tiefpunkt beim 1. FC Köln und darüber, wie ein ungewöhnlicher Neuanfang ihn zurück in die Spur brachte.

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“Fußball ist ein Fehlersport” so die Floskel, die einen festen Platz im Repertoire der Coaches hat, um nach 90 Minuten das Geschehene irgendwie in Worte zu fassen. In einem Podcast des 1. FC Köln haben sich daran nun Ragnar Ache und Denis Huseinbašić versucht.“ Fehler machen ist menschlich”, argumentierte Ache und zog Vergleiche mit den ganz großen seiner Zunft heran: “Ronaldo macht Fehler, Messi macht Fehler, Mbappé macht Fehler, Kvaratskhelia macht Fehler, Dembélé macht Fehler und der hat den Ballon d’Or gewonnen. Ich würde sagen, die besten Leute machen Fehler, ob es jetzt im Alltag ist oder auf dem Fußballplatz oder wo dann auch”.

Ache: „Da war ich kurz durch mit meinem Kopf“

Dass Fehler als professioneller Fußballer auf einem Rasen vor 50.000 Zuschauern eine andere Qualität haben als etwa beim Verwechseln von Salz- und Zuckerstreuer beim Frühstück, nehme er zwar wahr, gleichzeitig habe er hat aber einen gesunden Umgang damit entwickelt. “Von den ganzen Leuten drumherum, die kennen dich, aber die kennen dich gar nicht. Die wissen nicht, wie hart du daran arbeitest jeden Tag, die wissen nicht, was du zu Hause machst. Und die Leute haben dann meistens das meiste zu sagen über deine Fehler”. Priorität habe seiner Ansicht nach die Meinung seines direkten Umfeldes im Verein: “Am Ende des Tages musst du auf die Leute achten, die nah bei dir dran sind. Und wenn die sagen, okay, das ist ein Fehler und du kannst besser das und das machen, dann höre ich da eher drauf, als wenn jemand, der auf der Tribüne sitzt und noch nie in seinem Leben Fußball gespielt hat oder sowas.”

Ache, der in der zweiten Saisonhälfte in der Sturmspitze unangefochtene erste Wahl von Trainer Lukas Kwasniok ist, musste sich in der Hinrunde noch mit Startschwierigkeiten herumschlagen. Verletzungsprobleme bremsten ihn zunächst aus und er benötigte etwas Zeit, um sich in der Domstadt einzugewöhnen. So musste der Mittelstürmer bis zum neunten Spieltag warten, um sein erstes Tor im Trikot des FC zu erzielen. Doch auch der Treffer im Hinspiel gegen den Hamburger SV brachte nicht die Wende. Im Gegenteil, danach ereignete sich der Tiefpunkt seiner Zeit beim 1. FC Köln, ließ er verlauten: “Das lief ja gar nicht im Winter, oder kurz vor dem Winter. Da hat der Trainer mich ausgewechselt gegen Union. Da war ich kurz durch mit meinem Kopf.”

Kwasniok stand seinem Schützling stets zur Seite und betonte immer wieder, wie wertvoll Aches Fähigkeiten in der Luft und im Eins-gegen-Eins für die Domstädter sind. Dennoch zog er gegen die Köpenicker die Reißleine und nahm Ache nach nur 60 Minuten vom Feld. Auch in der folgenden Winterpause setzte sich dieser Trend fort, so Ache. “Im Trainingslager, genau das Gleiche. Da lief gar nichts. ich glaube, ich habe immer noch das von dem Union-Spiel einfach mitgenommen. Das saß die ganze Zeit in meinem Kopf. Ich war auch nicht ansprechbar, fast die ersten zwei Tage.“

Farbenfrohe Wette auf den Klassenerhalt

Nach der Winterpause ging es für die Kölner nach Heidenheim. Auch auf der Ostalb fehlte Ache die nötige Kaltschnäuzigkeit. Gleich zweimal bot sich ihm die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Doch erst scheiterte der Mittelstürmer mit einem unplatzierten Volleyversuch aus sieben Metern an Heidenheims Schlussmann Diant Ramaj. In der ersten Minute der Nachspielzeit schoss er diesen erneut an, als er im Fünfmeterraum grätschend ungedeckt zum Abschluss kam. “Dann dachte ich nach dem Heidenheim-Spiel, ich muss irgendwas ändern. Und dann dachte ich, okay, neuer Start. Ich färbe meine Haare. Habe ich gemacht. Bis jetzt hat es geklappt.” Und wie: seitdem er die blondierten Haare trägt, war der 27-Jährige vier Mal erfolgreich vor dem gegnerischen Tor, netzte Doppelt gegen Mainz, traf auch in Stuttgart, dazu das Fallrückzieher-Tor gegen die TSG Hoffenheim.

Der Leistungsschub nach der Veränderung scheint demnach nicht an den Haaren herbeigezogen. Für die derzeit kriselnden Kölner hat sich der Stürmer deswegen den nächsten Coup zurechtgelegt. Sollte der FC den Klassenerhalt schaffen, will er sich die Haare rot färben.


Transferfrust mitten in der Derbywoche: Wird der Reitz-Abgang zum Vorteil für den FC?

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Transferfrust mitten in der Derbywoche: Wird der Reitz-Abgang zum Vorteil für den FC?

Mitten in der Derbywoche herrscht Unruhe bei Borussia Mönchengladbach. Kapitän Rocco Reitz wechselt im Sommer nach Leipzig. Fans reagieren irritiert, auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe stößt auf Kritik – und könnte so dem 1. FC Köln in die Karten spielen: Wird der Reitz-Abgang zum Vorteil für den FC?

Mitten in der Derbywoche verlässt Kapitän Rocco Reitz Borussia Mönchengladbach Richtung RB Leipzig, was bei den Borussen-Fans für Unmut sorgt und den Zeitpunkt der Bekanntgabe kritisch wirken lässt. Kann der 1. FC Köln diese Situation im Derby zu seinen Gunsten nutzen?

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Weniger als eine Woche vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach gab der Club vom Niederrhein am Montag den Abgang von Kapitän und Eigengewächs Rocco Reitz zu RB Leipzig bekannt. Der Transfer stößt bei vielen Fans sauer auf, zudem ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe unsensibel gewählt. Kann der Reitz-Wechsel den dringend benötigten Kölner Sieg begünstigen? Der 23-Jährige verlässt seinen Ausbildungsclub für kolportierte 23 Millionen Euro. Damit wird er zum viertteuersten Abgang in der Geschichte der Gladbacher. „Die Ablösesumme, die wir für Rocco erhalten werden, ist die höchste, die Borussia je für einen selbst ausgebildeten Spieler generieren konnte. Der frühe Zeitpunkt der Einigung hilft uns sehr bei unseren Planungen“, sagt Rouven Schröder, Geschäftsführer Sport in einer Pressemitteilung des Vereins.

Reitz: „Werde mich zerreissen“

Klar ist, dass die Fohlen mit Reitz einen ihrer Schlüsselspieler verlieren. Reitz, der mit sieben Jahren nach Gladbach kam, hat den Sprung in den Profifußball geschafft und sich nach zwei Leihstationen im Mittelfeld etabliert. In Abwesenheit von Kapitän Tim Kleindienst, der mit einer Knieverletzung auch für das Spiel gegen Köln ausfällt, wurde ihm das Kapitänsamt übertragen. Wohl niemand im Gladbacher Kader strahlt so viel Identifikationspotenzial aus wie Rocco Reitz – und ebendieser verlässt nun den Verein. „Dass Rocco bis zum Ende der Saison alles in seiner Macht Stehende tun wird, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen, darüber kann es angesichts seines Charakters und seiner Vita keinen Zweifel geben“, teilte Schröder mit.

Reitz selbst erklärte seine Entscheidung: „Ich habe mich entschieden, ab Sommer einen neuen Abschnitt in meiner Karriere zu beginnen. Natürlich kann ich verstehen, dass der eine oder andere meinen Entschluss, den Verein zu verlassen, nicht nachvollziehen kann. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen.“ Gleichzeitig betonte der zukünftige Leipziger die Bedeutung des anstehenden Duells mit Köln. „Ich kann versprechen, dass ich mich in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, zerreißen werde – vor allem im Derby jetzt am Wochenende.“

Ein Vorteil für den 1. FC Köln?

Es wäre sicherlich vermessen, aus den Verstimmungen rund um den Transfer einen sportlichen Vorteil für den 1. FC Köln abzuleiten. Schließlich konnten die Gladbacher am vergangenen Wochenende gegen St. Pauli einen 2:0-Sieg einfahren, obwohl ihr rotgesperrter Mittelfeldspieler nicht mitwirken konnte. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Wechsel für zusätzliche Spannung zwischen den Anhängern auf den Rängen und der Mannschaft auf dem Platz sorgt. Diese gilt es für Lukas Kwasniok und seine Geißböcke auszureizen, um die Wut über den Wechsel in Unsicherheit umzumünzen. Und die kann man vor einem prestigeträchtigen Spiel wie dem Derby am Samstag (Anstoß um 15:30 Uhr, abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) sicher nicht gebrauchen.

Genauso wenig wie der FC nun die Gerüchte um Said El Mala gebrauchen kann. Der Kölner Offensivspieler soll laut „Bild“ Brighton eine mündliche Zusage für einen Sommer-Wechsel gegeben haben. Ein Nebenschauplatz, den man beim FC vor dem Derby sicher gerne vermieden hätte.


Kristoffer Lund will böse Erinnerungen vergessen machen: „Der volle Fokus liegt nur auf dem Spiel“

Kristoffer Lund beim Training des 1. FC Köln
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Kristoffer Lund will böse Erinnerungen vergessen machen: „Der volle Fokus liegt nur auf dem Spiel“

Im Hinspiel wurde er mit zwei verursachten Elfmetern zur tragischen Figur. Nun will es der 23-Jährige gegen Gladbach besser machen für den 1. FC Köln: Das sagt Kristoffer Lund zum Derby und den Erinnerungen.

Der FC bereitet sich auf die Begegnung gegen Gladbach vor. Am Rande des Trainings äußerte sich Kristoffer Lund zu seinem verkorksten Hinspiel, dem Derby und seinen WM-Chancen.

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Die Erinnerungen an sein erstes Rheinderby sind nicht die besten. Kristoffer Lund verursachte gleich zwei Elfmeter im November vergangenen Jahres und hatte damit seinen nicht unwesentlichen Anteil an der Pleite bei der Borussia. Für den 23-Jährigen war es der Auftakt einiger Spiele, in denen der Linksverteidiger unglücklich agierte. „Ich habe schon am folgenden Tag den Fokus auf die kommende Begegnung gerichtet. Solche Dinge passieren. Aber ich bin Profi und weiß, dass nicht immer alles perfekt läuft“, sagte der Schienenspieler am Mittwoch am Rande des Trainings. „Das war ein schwieriges Spiel für mich, das stimmt schon. Ich freue mich aber jetzt auf das kommende Derby und weiß, dass es gut werden wird.“ Mittlerweile hat sich Lund ohnehin wieder gefangen, ist auch angesichts der personellen Situation unumstrittener Stammspieler.

„Es ist kein normales Spiel“

Überhaupt ist Lund einer der Dauerbrenner beim FC. Nur ein Mal in der aktuellen Bundesliga-Saison stand der Linksverteidiger nicht auf dem Platz, wenn die Geißböcke zu einem Liga-Duell aufliefen. Der Kölner Abwehrspieler kommt in 25 Begegnungen auf 1708 Minuten Einsatzzeit und ist somit einer der Konstanten in den Planungen von Lukas Kwasniok. Für kommenden Samstag dürfte der 23-Jährige somit wieder gesetzt sein. „Es ist kein normales Spiel. Mir ist die Bedeutung natürlich bewusst. Es wird ein wichtiges Spiel für uns“, sagte Lund. „Gladbach ist ein großer Verein mit hoher Qualität. Wir gehen schon mit Respekt in das Spiel. Aber wir wissen auch, was wir können.“ Dabei steht die Frage nach einer Vierer- oder Fünferkette für den 23-Jährigen nicht im Fokus. „Aus meiner Sicht kommt es immer auf das Spiel an. Das Trainerteam sucht dann die beste Taktik für den Gegner aus. Wir standen gegen Hamburg mit der Viererkette sehr stabil, wir haben aber auch schon in der Fünferkette stabil gespielt.“

Die Stimmung sei seit Wochenbeginn positiv, sagt Lund. Einen kleinen Dämpfer könnte es am Dienstag gegeben haben – zumindest für Lund. Denn er erhielt von US-Coach Mauricio Pochettino keine Einladung für die Nationalmannschaft. Zuletzt lief der in Dänemark geborene 2024 für das Team der USA auf und bestritt im September und Oktober Freundschaftsspiele gegen Kanada, Neuseeland, Panama und Mexiko. Viele Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme macht sich der 23-Jährige nicht: „Ich arbeite jeden Tag daran, mich zu verbessern. Es ist mein großer Traum zur WM zu fahren“, so Lund. „Man will natürlich jedes Mal berufen werden. Aber manche Dinge liegen nicht in deiner Hand. Ich fokussiere mich auf das, was ich beeinflussen kann und das ist die Arbeit hier im Club. Und jetzt liegt mein voller Fokus nur auf dem Gladbach-Spiel.“

Und die Vorfreude ist groß. „Jeder von uns liebt die großen Spiele und weiß um deren Bedeutung. Es geht eher um Jeder von uns weiß.


Ehemaliger FC-Jugendtrainer soll Kinder missbraucht haben – 1. FC Köln unterstützt bei Ermittlungen

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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Ehemaliger FC-Jugendtrainer soll Kinder missbraucht haben – 1. FC Köln unterstützt bei Ermittlungen

Am Mittwoch wurde ein Fall mutmaßlichen Kindesmissbrauchs bekannt, der auch den 1. FC Köln betrifft. 2009 soll ein ehemaliger Jugendtrainer des Vereins einen 10-jährigen Jungen missbraucht haben. Der 1. FC Köln unterstützt die Ermittlungen im Missbrauchsfall.

Die Tat in seiner Zeit beim FC soll nicht die einzige sein, die ein heute 43-Jähriger begangen hat. Auch in Bayern soll der in Untersuchungshaft sitzende Ex-Co-Trainer der Kölner Jugend ein Kind missbraucht haben.

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Auch wenn der Fall bereits Jahre zurückliegt, verliert er nicht an Brisanz. Wie die „Bild“ am Mittwoch berichtet, soll ein ehemaliger Jugendtrainer des 1. FC Köln auch in seiner Zeit beim FC ein Kind missbraucht haben. 2009 nahm der Coach seine Arbeit am Geißbockheim auf und trainierte als Co-Trainer die U10-Junioren. In Köln soll der Mitarbeiter dann seine erste Tat begangen haben. Es handele sich um einen zehnjährigen Jungen aus Bayern, den der Trainer nach Köln eingeladen haben soll. Aktuell sitzt der Deutsche wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in Untersuchungshaft.

1. FC unterstützt bei Ermittlungen

Auch 2014 soll der heute 43-Jährige übergriffig geworden sein und sich an einem 12-jährigen Jungen vergangen haben. Dieses Mal allerdings in Bayern, wo er bei einem Verein in Oberhaching arbeitete. „Es besteht ein Zusammenhang mit seiner Funktion als Fußballtrainer“, äußerte Staatsanwältin Juliane Grotz gegenüber der „Bild“. Der mutmaßliche Täter sitzt bereits seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft. Im Zuge der Ermittlungen kontaktierten die zuständigen Beamten über 70 mögliche Betroffene – so auch den 1. FC Köln.

Die Münchener Zuständigen ermitteln nun auch im Kölner Umfeld und haben den FC in einem Schreiben über den Vorfall informiert. „Der 1. FC Köln unterstützt die Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung des Sachverhalts selbstverständlich vollumfänglich und hat den Behörden umgehend geantwortet“, zitiert die „Bild“ den Verein. „Dem 1. FC Köln waren die im Raum stehenden Vorwürfe bis zum Eingang des behördlichen Schreibens gänzlich unbekannt. Es lagen zu keinem Zeitpunkt entsprechende Verdachtsmomente vor. Grundsätzlich nehmen wir das Thema Kinder- und Jugendschutz beim 1. FC Köln außerordentlich ernst.“

Personal-Update beim 1. FC Köln: Said El Mala fehlt krank, Jakub Kaminski angeschlagen

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels
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Personal-Update beim 1. FC Köln: Said El Mala fehlt krank, Jakub Kaminski angeschlagen

Personalsorgen vor dem Derby beim 1. FC Köln: Said El Mala fehlt am Mittwoch krank, Jakub Kaminski ist indes angeschlagen. Die Vorbereitung auf das Duell gegen Borussia Mönchengladbach erleben den nächsten Dämpfer.

Keine Woche ohne nicht neue Hiobsbotschaften beim Kölner Personal: Am Mittwoch musste der FC bei der Trainingseinheit auf Said El Mala verzichten. Der Offensivspieler fehlte krank. Auch Jakub Kaminski trainierte nicht mit der Mannschaft.

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Am Dienstag gab es die neuesten Spekulationen um einen Wechsel, am Mittwoch folgte aus Sicht von Lukas Kwasniok die nächste bittere Nachricht um seinen Shootingstar: Said El Mala musste die Einheit krankheitsbedingt absagen. Die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach erlebt damit einen herben Dämpfer. Denn die Begegnung gegen die „Fohlen“ wird als Schicksalsspiel für den Trainer wahrgenommen. Sollten die Kölner verlieren, wächst der Druck auf den Coach. Ob El Mala bis zum Derby rechtzeitig fit wird, darf mindestens hinterfragt werden. Auch Jakub Kaminski und Florian Kainz konnten nicht mit der Mannschaft trainieren. Die beiden Offensivspieler trainierten am Mittwoch jeweils individuell.

Zwei Spieler aktuell gesperrt

Kaminski und El Mala kommen bei den Geißböcken insgesamt auf 15 Tore und sechs Torbeteiligungen, sind also an 21 Treffern unmittelbar beteiligt gewesen. Ausfälle würden die Geißböcke empfindlich treffen. Zumal auch noch zahlreiche weitere Spieler fehlen. So wie der gesperrte Sebastian Sebulonsen. Der Norweger hatte sich eine unnötige Gelbe Karte abgeholt, die fünfte und wird am Samstag somit nur zuschauen. Weiterhin fehlt auch Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer hatte im Duell gegen den BVB die Rote Karte gesehen und wurde vom DFB für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen (come-on-fc.com berichtete). Erst nach der Länderspielpause wird der Engländer wieder eingreifen können. Ebenfalls im Reha-Bereich trainierten am Mittwoch Timo Hübers und Luca Kilian. Fynn Schenten fehlt weiterhin erkrankt.

Die beiden folgenden Einheiten am Donnerstag und Freitag finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, bevor am Samstag um 15:30 Uhr der Anpfiff im Kölner Stadion zu hören sein wird. Nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende, steht Lukas Kwasniok bereits mächtig unter Druck. Sollten die Kölner das Derby verlieren, dürfte es für den FC-Trainer langsam eng werden.


Mehr als Fußball: Das Derby des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach wird zur politischen Bühne

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Mehr als Fußball: Das Derby des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach wird zur politischen Bühne

Vor dem Hochrisikospiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Samstag droht der andauernde Konflikt zwischen Verbänden, Vereinen und politischen Akteuren bezüglich der Sicherheit in Fußballstadien zu eskalieren. 1. FC Köln: Das Derby wird zur politischen Bühne

Das Derby im RheinEnergieStadion wird zur politischen Bühne. Innenminister erhöhen den Druck auf DFB und DFL, während der 1. FC Köln deutliche Kritik übt. Im Streit um Stadionverbote und Sicherheitskonzepte steht eine richtungsweisende Woche bevor.

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Das Derby am kommenden Samstag im RheinEnergieStadion ist sportlich wie kulturell ohnehin aufgeladen. Die jüngsten Entwicklungen rund um Sicherheitsmaßnahmen verleihen der Partie nun zusätzliche politische Sprengkraft. Auslöser ist der anhaltende Streit zwischen Politik und Verbänden über die Neuausrichtung der Stadionverbots-Kommissionen. Die Innenministerkonferenz hatte den Verbänden im Dezember zunächst lediglich den Auftrag zur Überarbeitung dieser Gremien erteilt. Weitere diskutierte Maßnahmen, darunter personalisierte Tickets, Blocksperren für Auswärtsfans oder ein Drei-Stufen-Plan, wurden vorerst zurückgestellt. In einem Interview mit dem „Kicker“ machten Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul und Sachsens Innenminister Armin Schuster ihrem Unmut über die schleppenden Fortschritte Luft und drohten offen mit Konsequenzen.

NRW-Innenminister Reul: „Stehen im Grunde bei Null“

Deutlich wurde vor allem Reul, der mit scharfen Worten Kritik übte. Viele der ursprünglich diskutierten Vorschläge seien „verwässert worden“, übrig geblieben sei lediglich ein Kompromiss zu Stadionverboten. Selbst dieser sei aus seiner Sicht unzureichend. „Da werde ich stinksauer“, sagte Reul. Sollten die Verbände weiterhin zögern, stelle dies ihre Glaubwürdigkeit infrage. Man werde dann auch wieder über Maßnahmen aus dem ursprünglichen Katalog nachdenken, etwa über eine Beteiligung der Vereine an Polizeikosten. Sein Fazit fällt ernüchternd aus: „Mein letzter Stand ist, dass wir im Grunde wieder bei Null stehen.“ Das könne insbesondere Forderungen nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung der Klubs neuen Auftrieb verleihen.

Kölner Klubführung widerspricht deutlich

Kritik an diesem Kurs kommt vom 1. FC Köln. Geschäftsführer Philipp Türoff widersprach den Aussagen der Innenminister ebenfalls im „Kicker“ entschieden. Pauschale Drohungen, etwa mit der Umlage von Polizeikosten oder verweigerten Genehmigungen, seien „nicht zielführend“. Vielmehr gefährdeten solche Äußerungen die Zusammenarbeit zwischen Klubs und Behörden. „Sie stellen nachweisbar keinen wirksamen Hebel für mehr Sicherheit dar, sondern riskieren, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu untergraben.“

Unterdessen verdichten sich die Gespräche. Nach Informationen der „Sportschau“ haben DFB und DFL sämtliche Profiklubs sowie Vereine aus den Frauen-Bundesligen kurzfristig zu einer Konferenz eingeladen. Dort soll der aktuelle Stand der Verhandlungen mit der Politik erörtert werden. Einen Tag später tagt auf Norderney die Sportministerkonferenz, bei der das Thema Stadionsicherheit im Mittelpunkt steht, insbesondere der Umgang mit Stadionverboten. Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Frage nach der künftigen Struktur. DFB und DFL plädieren für überregionale Instanzen, die anstelle der bisherigen lokalen Kommissionen agieren sollen.

Wegweisende Woche für Vereine und Verbände

Türoff positioniert sich in dieser Debatte klar für den Erhalt der bestehenden Lösungen. In Köln setze man auf enge Zusammenarbeit mit Polizei, Sicherheitspartnern und Fanorganisationen. Dieses Modell habe sich bewährt. „Sicherheit im Stadion ist eine lokale Aufgabe“, betont Türoff. Sie erfordere Ortskenntnis und Fingerspitzengefühl, das eine zentrale Instanz kaum leisten könne. DFB und DFL halten dagegen an ihrem Ziel fest, bundesweit einheitliche Standards zu schaffen. Gleichzeitig betonen sie, dass die grundsätzliche Rolle lokaler Kommissionen erhalten bleiben soll.

Auf das Duell zwischen Köln und Gladbach, das direkt unter dem Eindruck der Sportministerkonferenz stattfinden wird, werden vor dem Hintergrund der Diskussionen noch mehr Augen gerichtet sein als ohnehin schon. Das Derby liefert somit nicht nur sportliche Brisanz, sondern auch eine Momentaufnahme eines zunehmend verhärteten Konflikts.


Auslaufende Verträge, offene Leihen – hinter der Defensive des 1. FC Köln stehen dicke Fragezeichen

Wer wird auch in der kommenden Saison für den FC spielen?
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Auslaufende Verträge, offene Leihen – hinter der Defensive des 1. FC Köln stehen dicke Fragezeichen

Thomas Kessler und Tim Steidten werden dieser Tage in Sachen Kaderplanung zweigleisig fahren müssen. So oder so gibt es viel zu tun mit dem Kader des 1. FC Köln: Die Defensive steht vor dem nächsten Umbruch.

In der vergangenen Woche hat der FC die Verpflichtung von Tim Steidten bekannt gegeben. Und auf den Kaderplaner wartet ganz schön viel Arbeit. Denn der FC befindet sich auch weiterhin im Umbruch. Besonders fällt das in der Hintermannschaft auf. Gleich fünf Verträge der Innenverteidiger laufen aus, ein weiterer Spieler wird im Falle des Abstiegs kaum zu halten sein.

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Die Gelbe Karte war unnötig, die Verwarnung folgerichtig und bitter zugleich. Denn Sebastian Sebulonsen hat sich die wohl unnötigste FC-Sperre der aktuellen Saison abgeholt. Der Norweger fehlt damit am kommenden Samstag den Kölnern im Derby. Gleichzeitig dünnt der Defensivspieler die Kölner Abwehr damit weiter aus. Neben Sebulonsen fehlen auch Jahmai Simpson-Pusey gesperrt sowie die verletzten Joel Schmied, Timo Hübers, Luca Kilian und Alessio Castro-Montes im Defensivverbund. Grund zur Sorge bieten die jüngsten Auftritte in der Abwehr zwar nicht, denn sowohl das IV-Duo um Rav van den Berg und Cenk Özkacar als auch Tim Krauß als Interims-Rechtsverteidiger und Kristoffer Lund lösten ihre Aufgaben gegen den HSV gut, dennoch ist die Hintermannschaft beim FC rein quantitativ die Achillesferse.

Zahlreiche Verträge laufen aus

Wie sich die Kölner in der kommenden Spielzeit in der letzten Kette aufstellen werden, hängt natürlich von der Spielklasse ab. Allerdings droht durchaus ein Umbruch – und das möglicherweise in beiden Fällen. Aktuell laufen die Verträge von Luca Kilian, Timo Hübers und Dominique Heintz aus. Während Hübers dem Vernehmen nach auf eine Vertragsverlängerung hoffen darf, soll der Kontrakt von Kilian nicht mehr verlängert werden. Hübers hatte sich im Hinspiel gegen den BVB eine schwere Knieverletzung zugezogen. Wann der Abwehrspieler wieder auf den Platz zurückkehren kann, scheint aktuell vollkommen offen. Kilian hatte sich im vergangenen Sommer zum dritten Mal innerhalb von 18 Monaten das Kreuzband gerissen. Die Zukunft von Dominique Heintz scheint in der Tat offen.

In dieser Spielzeit hat der Routinier schon mehrfach bewiesen, dass er noch wichtig für die Geißböcke sein kann. Neben den drei Verträgen der Innenverteidiger laufen auch einige Leihen im Sommer aus. So unter anderem die von Cenk Özkacar und von Jahmai Simpson-Pusey. Der Türke hat sich im Laufe der Rückrunde als verlässlicher Rückhalt herausgestellt. Das war zu Beginn der Spielzeit so nicht abzusehen. Da deutete viel darauf hin, dass Thomas Kessler die Kaufoption sicher nicht ziehen würde. Aktuell stehen die Chancen nicht schlecht. Zumal sich der Türke immer besser zurecht findet und mehrfach betonte, sich in Köln besonders wohl zu fühlen. Selbst beim Abstieg wäre ein Verbleib daher denkbar. Das gilt allerdings nicht für Jahmai Simpson-Pusey.

Bakatukanda winkt WM-Teilnahme

Der Innenverteidiger hat bereits bewiesen, dass er qualitativ zu gut für die 2. Bundesliga ist. Es ist kaum vorstellbar, dass Manchester City den 20-Jährigen unter diesen Umständen beim FC lassen würde. Und auch der ehemalige Nachwuchs-Nationalspieler wird wohl kaum ins deutsche Unterhaus gehen wollen, genauso wenig wie der FC zwischen sieben und neun Millionen Euro Ablöse für den Innenverteidiger bezahlen würde. In der Bundesliga wäre das wiederum gut investiertes Geld. Denn Simpson-Pusey deutet bereits sein enormes Potenzial an. Über langfristige Verträge verfügen derweil Rav van den Berg und Joel Schmied. Zweiterer würde sicherlich noch einmal mit zurück in die 2. Bundesliga gehen. Das darf bei van den Berg mindestens hinterfragt werden. Über eine etwaige Ausstiegsklausel im Falle des Abstiegs ist nichts bekannt.

Auch der Vertrag von Eric Martel geht im Sommer zu Ende. Noch ist keine Entscheidung über die Zukunft gefallen. Sollte der FC in die 2. Bundesliga absteigen, wird der Sechser wohl kaum bleiben. Das wird wohl auch für Tom Krauß gelten, dessen Kaufpflicht in dem Fall nicht greift. Spannend wird auch der Umgang mit den aktuellen Leihspielern. Während sich Julian Pauli bei Dynamo Dresden zum absoluten Stammspieler gemausert hat, kam Elias Bakatukanda – verletzungsbedingt – zuletzt seltener zum Einsatz. Pauli wird im Sommer sicher ans Geißbockheim zurückkehren. Dann wird man entscheiden, ob eine Leihe noch einmal ein besseres Konstrukt ist. Der Innenverteidiger hat noch Vertrag bis 2028 in Köln. Bakatukanda saß nach einer Sprunggelenkverletzung am Wochenende das erste Mal in Linz wieder auf der Bank, zum Einsatz kam der 21-Jährige nicht.

Dafür wurde der Abwehrspieler aber in den Kader der Nationalmannschaft des Kongos berufen – es winkt sogar die WM-Teilnahme. Der Kongo kann sich in einem Quali-Turnier im März eins von zwei Tickets sichern. Dort könnte der 21-Jährige sicherlich Pluspunkte für seine Zukunft beim FC sammeln.


Steht der Sommer-Wechsel kurz bevor? Said El Mala soll bereits Zusage gegeben haben

Said El Mala ist nun wertvollster Kölner Spieler der Vereinsgeschichte
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Steht der Sommer-Wechsel kurz bevor? Said El Mala soll bereits Zusage gegeben haben

Nach wie vor ist er der absolute Shootingstar bei den Geißböcken. Doch es scheint schon bald den Abschied vom 1. FC Köln geben zu können: Said El Mala soll Brighton bereits seine Zusage erteilt haben. Allerdings hat der 19-Jährige in Köln Vertrag bis 2030, der FC also die Hand drauf.

Mit neun Toren ist er der absolute Torjäger beim FC, der Shootingstar in dieser Spielzeit überhaupt und insgeheim wird er sich wohl auch noch Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Der Sommer könnte aber auch so einen weiteren Karriereschritt bereit halten. Denn wie „Sport Bild“ und „Bild“ berichten, konkretisiert sich ein möglicher Wechsel in die Premier League.

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Demnach habe der 19-Jährige bereits seine Zusage an Brighton & Hove Albion erteilt. Wie come-on-fc bereits in der vergangenen Woche berichtet hat, bereitet der Premier-League-Club das nächste Angebot vor. Brighton hatte bereits drei Mal bei den Geißböcken angeklopft, hatte sich aber immer wieder einen Korb abgeholt. Das könnte sich nun geändert haben. Laut „Sport Bild“ laufen die Gespräche bereits. Said El Mala hatte sich erst in der vergangenen Woche von seinem bisherigen Berater getrennt, die Eltern übernehmen seitdem die Beratung der Brüder. Und offenbar haben diese nun das Okay für einen Wechsel im Sommer gegeben. Das Fachmagazin wirft eine Ablösesumme von 35 Millionen Euro plus Boni und eine Weiterverkaufsgebühr in den Ring. In England wird über eine Ablöse rund um die 50 Millionen spekuliert.

Brighton will beide El Malas verpflichten

Wie berichtet ist Brighton bereit, sowohl Said als auch Malek unter Vertrag zu nehmen. Vermutlich eine Bedingung der El Malas, immerhin waren die beiden Brüder noch nie getrennt zu einem Verein gewechselt und der Umstand soll damals auch die Wahl pro FC beeinflusst haben. Laut Bericht könnte El Mala beim südenglischen Club rund 20 Millionen Euro verdienen. Die „Sport Bild“ berichtet weiter, dass es Kontakt zwischen den Clubs gäbe. In die Verhandlungen wird dann auch Tim Steidten involviert sein. Der 46-Jährige war in der vergangenen Woche als Kaderplaner beim FC eingestellt worden. Steidten hatte wie berichtet bereits eine ähnliche Funktion bei Werder Bremen und Bayer Leverkusen. Bei der „Werkself“ war Steidten maßgeblich an der Kaderplanung des Meisterteams beteiligt.

Said El Mala kommt beim FC auf neun Tore und vier Vorlagen. Der Youngster ist im vergangenen Sommer fest nach Köln gewechselt. Thomas Kessler hatte damals früh die Verträge mit den Geschwistern verlängert. Somit ist der Offensivspieler bis 2030 an den FC gebunden, es gibt keine Ausstiegsklausel. Bislang war man beim FC nicht bereit, über einen Abgang zu verhandeln. Das scheint sich nun geändert zu haben. Neben Brighton sind noch weitere Premier-League-Clubs an dem 19-Jährigen interessiert. Unter anderem sollen Chelsea, Manchester und Newcastle die Fühler nach dem Spieler ausgestreckt haben. Auch den Bayern und Dortmund wird ein Interesse nachgesagt.


Krauß, Thielmann oder Neumann – wer wird der Aushilfs-Rechtsverteidiger?

Jan Thielmann vom 1. FC Köln
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Krauß, Thielmann oder Neumann – wer wird der Aushilfs-Rechtsverteidiger?

Zuletzt machte Tom Krauß seine Sache auf der rechten Verteidigerposition gut. Doch der 24-Jährige ist eigentlich im Zentrum gesetzt. Nun gibt es mit Jan Thielmann eventuell eine andere Option für den 1. FC Köln: Wer übernimmt den rechten Verteidiger im Derby?

Vor dem Derby gegen Gladbach hat sich die Personalsituation ein wenig entspannt. Unter anderem kehrt Jan Thielmann wieder zurück und könnte vielleicht sogar zu einer Option für die Startelf werden.

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Nach wie vor ist der FC in Sachen Verletzungen und Sperren beachtlich gebeutelt. Immerhin gab es am Dienstagnachmittag ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Denn mit Denis Huseinbasic und Jan Thielmann kehren gleich zwei FC-Profis nach ihren Verletzungen wieder zurück. Gerade Zweiterer könnte auch relativ schnell wieder zu einer ernsten Option werden. Denn die Kölner haben nach wie vor Not auf der rechten Verteidigerposition. Sebastian Sebulonsen war bekanntlich schon am vergangenen Wochenende wieder einsatzbereit, holte sich aber gegen den HSV eine ziemlich unnötige Gelbe Karte ab und fehlt damit im Derby. Da Alessio Castro-Montes aufgrund seiner muskulären Probleme ebenfalls noch keine Rolle spielt, sind die beiden nominellen Rechtsverteidiger weiterhin raus.

Kehrt Krauß zurück ins Zentrum?

Zuletzt spielte bekanntlich Tom Krauß auf der Position des Rechtsverteidigers und machte seine Sache in der Viererkette eigentlich gut. Doch der gebürtige Leipziger ist bekanntlich eigentlich auf der Sechs zu Hause und lieferte im Kölner Zentrum eben auch starke Leistungen ab. Im Jahr 2026 war Krauß über weite Strecken der beste Defensivspieler der Geißböcke – und das eben im zentralen Mittelfeld. Das auch, weil der 24-Jährige in der Zentrale als Leader voranging, die Mannschaft anpeitschte, ein Beispiel für Leidenschaft und Willen war. Eine Art, die wohl gerade zum Derby passen könnte. Da Isak Johannesson nach wie vor seine Form sucht, wäre Krauß sicher auch wieder eine Option fürs Zentrum. Dass Lukas Kwasniok dort auf Denis Huseinbasic zurückgreift, scheint dagegen eher unwahrscheinlich.

Und so könnte Jan Thielmann wieder eine Option auf der Rechtsverteidiger-Position werden. Eine Position, die der 23-Jährige schon des Öfteren gespielt hat, mit der der Vize-U21-Europameister aber nie so richtig warm wurde. Zur Erinnerung: Auch unter Timo Schultz und Gerhard Struber musste Thielmann immer wieder als Rechtsverteidiger aushelfen, eine überragende Begegnung war auf dieser Position selten dabei. Wohler fühlte sich Thielmann dabei, wenn mit einer Dreierkette gespielt wurde und der Föhrener mehr Offensiv-Optionen hatte. Eine weitere Option, wenn auch unwahrscheinlich, wäre dann wiederum Cenny Neumann. Der Youngster bekam gegen Borussia Dortmund seine ersten Minuten bei den Profis. Gegen Gladbach sollte der 19-Jährige wohl wieder im Kader stehen.

Zu einem Einsatz von Beginn an wird es vermutlich nicht kommen. Genauso wenig, dass Kwasniok wieder auf Jakub Kaminski auf der rechten Defensiv-Schiene zurückgreift.


DFB verkündet Strafe gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel

Stadionsprecher Michael Trippel vom 1. FC Köln
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DFB verkündet Strafe gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel

Wie erwartet hat die Begegnung gegen den BVB noch ein Nachspiel für den 1. FC Köln: Der DFB verkündet die Strafe gegen Stadionsprecher Michael Trippel. Der 71-Jährige hatte sich im Duell gegen Dortmund negativ über die Schiedsrichter-Entscheidungen geäußert.

Es hatte sich angedeutet, nun ist das Strafmaß da. Der DFB verdonnert den FC zu einer Strafe aufgrund der verbalen Entgleisung des Stadionsprechers. Michael Trippel hatte während des Spiels und kurz nach Schlusspfiff über das Stadionmikrofon Kritik am VAR geübt.

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Die Begegnung gegen Borussia Dortmund bleibt auch vor dem Derby gegen Mönchengladbach noch Thema. Der DFB hat nun die Strafe gegen den FC ausgesprochen. „Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesligisten 1. FC Köln im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt“, heißt es in dem Urteil des Verbands. „Zudem erhält der Klub die Auflage, seinen Stadionsprecher in geeigneter Weise ausdrücklich darauf hinzuweisen, unsportliche Aussagen, insbesondere in Bezug auf Schiedsrichter, Schiedsrichterentscheidungen und andere Spielbeteiligte, zukünftig zu unterlassen und Stadiondurchsagen ausschließlich mit neutralem Inhalt durchzuführen.“ 

Kritik auch von Kessler an Trippels Aussagen

Trippel hatte sich nach der Roten Karte gegen Jahmai Simpson-Pusey dazu verleiten lassen, „Pfui, widerlich“ ins Mikrofon zu sagen. Dabei war die Karte durchaus berechtigt. Wenn auch für den Schiedsrichter in Realzeit nicht so deutlich zu sehen war. Nachdem der Unparteiische dann aber in der Nachspielzeit ein klares Handspiel von Yan Couto übersah und der VAR nicht eingriff, nahm sich Trippel wieder das Mikrofon und äußerte sich erneut negativ. Schon damals hatte Thomas Kessler klare Worte gefunden. „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“

Die Worte des Geschäftsführers waren von einigen Fans kritisiert worden, doch sie kommen dem Verein nun offenbar zu Gute. „Strafmildernd auf das Urteil wirkt sich aus, dass der 1. FC Köln in Person von Geschäftsführer Thomas Kessler die Aussagen unmittelbar nach der Partie klar missbilligt und verurteilt hat. Zudem entschuldigte sich der Stadionsprecher in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem Kontrollausschuss in aller Form für sein Verhalten“, heißt es weiter.

„Intervention wäre angebracht gewesen“

Die DFB Schiri GmbH hatte die Aussagen des Stadionsprechers bereits kritisiert: „Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Tatsächlich räumte die Schiri GmbH dann aber auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. „Eine Intervention wäre angebracht gewesen“. Trippel hatte sich bereits öffentlich entschuldigt, ein Gespräch mit den FC-Bossen hatte schon in der Woche nach dem Spiel stattgefunden. Nun wird wohl noch eins folgen.