Personal-Update beim 1. FC Köln: Die nächsten Rückkehrer vor dem Derby

Jan Thielmann beim Training des 1. FC Köln in La Nucia.
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Personal-Update beim 1. FC Köln: Die nächsten Rückkehrer vor dem Derby

Am Dienstagnachmittag startet der FC in die Vorbereitung auf das Duell gegen Gladbach. Und pünktlich zum Derby gibt es gute Nachrichtigen beim 1. FC Köln: Jan Thielmann und Denis Huseinbasic kehren zurück.

Nach einem freien Tag am Montag nehmen die Geißböcke nun das Derby in den Fokus. Am Samstagnachmittag steht das Duell gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Personell gibt es ein wenig Entspannung. Denn gleich zwei Spieler kehren ins Mannschaftstraining zurück. Allerdings fehlt auch ein weiterer Akteur.

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Der FC ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15:30 Uhr, im Liveticker bei come-on-fc.om) gestartet. Und für Trainer Lukas Kwasniok gab es zwei positive personelle Nachrichten. Denn Jan Thielmann und Denis Huseinbasic nahmen wieder am Mannschaftstraining teil. Die beiden Profis hatten am vergangenen Freitag bereits ihre Runden absolviert, als die Mannschaft gerade zum Auswärtsspiel nach Hamburg aufgebrochen ist. Auch Joel Schmied war mit auf dem Platz. Der Schweizer wird aber weiterhin fehlen, trainierte am Dienstag individuell. Mit Thielmann bekommen die Geißböcke eine weitere Option auf der rechten Seite. Denn dort ist die Personallage weiterhin angespannt.

Zwei Spieler aktuell gesperrt

So fehlt der angeschlagene Alessio Castro-Montes genauso wie der gesperrte Sebastian Sebulonsen. Der Norweger hatte sich eine unnötige Gelbe Karte abgeholt, die fünfte und kann somit nur zuschauen. Weiterhin fehlt auch Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer, der bis zu diesem Zeitpunkt abermals eine überzeugende Leistung abgerufen hatte, hatte im Duell gegen den BVB die Rote Karte gesehen und wurde vom DFB für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen (come-on-fc.com berichtete). Erst nach der Länderspielpause wird der Engländer wieder eingreifen können. Ebenfalls im Reha-Bereich trainierten am Dienstag Timo Hübers und Luca Kilian. Fynn Schenten fehlt aktuell erkrankt.

Nach dem Trainingsstart am Dienstag sind für die FC-Profis noch drei weitere Einheiten geplant. Am Mittwoch stehen die Kölner ab 10:30 Uhr auf dem Platz am Geißbockheim. Die beiden folgenden Einheiten am Donnerstag und Freitag finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, bevor am Samstag um 15:30 Uhr der Anpfiff im Kölner Stadion zu hören sein wird. Nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende, steht Lukas Kwasniok bereits mächtig unter Druck. Sollten die Kölner das Derby verlieren, dürfte es für den FC-Trainer langsam eng werden.


Stammtorhüterin Irina Fuchs verlängert beim 1. FC Köln: „Alle haben es mir sehr leicht gemacht“

Irina Fuchs hat ihren Vertrag beim FC verlängert
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Stammtorhüterin Irina Fuchs verlängert beim 1. FC Köln: „Alle haben es mir sehr leicht gemacht“

Die mittelfristige Kaderplanung bei den Kölner Fußball-Frauen schreitet weiter voran. Auch Irina Fuchs verlängert ihren Vertrag beim 1. FC Köln. Die Stammtorhüterin hat einen Kontrakt bis 2028 bei den Geißböcken unterschrieben.

Sie kam als Talent, ist mittlerweile Stammtorhüterin bei den Geißböcken und hat nun ihren Vertrag verlängert. Auch Irina Fuchs bleibt den Kölner Fußballerinnen weiterhin erhalten. Die Keeperin hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.

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Nach Amelie Bohnen, Vanessa Leimenstoll, Laura Vogt, Celina Degen, Anna-Lena Stolze, Sandra Maria Jessen und Laura Feiersinger hat nun auch Irina Fuchs ihren Kontrakt bei den Kölner Fußballerinnen verlängert. „Bereits bei der Verpflichtung von Irina Fuchs waren wir von ihrem großen Entwicklungspotenzial überzeugt. Es freut uns sehr, dass sie sich so schnell an die Frauen-Bundesliga angepasst und sich zu einem verlässlichen Rückhalt für unsere Mannschaft entwickelt hat“, sagt Nicole Bender-Rummler, Bereichsleiterin Frauenfußball beim FC. „Wir sind überzeugt, dass ihr Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist.“  Die Keeperin kam im vergangenen Sommer zum Geißbockheim. Bereits am fünften Spieltag feierte die Schweizerin ihr Debüt beim FC.

„Es ist perfekt für mich gelaufen“

„Ich bin sehr glücklich hier und hätte vor meinem Wechsel nach Köln nicht erwartet, dass ich so schnell in der Bundesliga im Tor stehen würde. Es ist perfekt für mich gelaufen und die Vertragsverlängerung ist für mich ein Vertrauensbeweis des Clubs, über den ich mich sehr freue“, sagt Fuchs. „Köln ist meine erste Auslandsstation und alle haben es mir sehr leicht gemacht, dass ich mich von Anfang an hier super wohlgefühlt habe.“ Als Zwölfjährige war Fuchs zum FC Basel gekommen, feierte dort mit 17 ihr Debüt im Schweizer Cup. Fuchs bestritt bisher 16 Bundesligaspiele für die FC-Frauen und eins im DFB-Pokal. Sie wurde in dieser Saison zudem in den Kader für Spiele der Schweizer A-Nationalmannschaft berufen. 

Neben den nun acht Spielerinnen haben auch die Trainerinnen Britta Carlson und Jacqueline Dünker ihre Verträge in diesem Jahr schon ausgeweitet.


So erklärt Florian Kainz seinen Abschied vom 1. FC Köln und das Karriere-Ende

Florian Kainz im Duell gegen Freiburg 2024
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So erklärt Florian Kainz seinen Abschied vom 1. FC Köln und das Karriere-Ende

Nach siebeneinhalb Jahren beim 1. FC Köln hat der Österreicher das Ende seiner Laufbahn bekannt gegeben: So erklärt Florian Kainz sein Karriere-Ende. Die Zeit als Ersatzspieler sei nicht „ausschlaggebend“ gewesen.

Florian Kainz hat mit dem FC viel erlebt. Kein Wunder, der Mittelfeldspieler ist der dienstälteste Profi der Kölner, spielt bereits seit 2019 beim FC. Nun wird der 33-Jährige seine Karriere beenden. Bei Sky Austria erläuterte der Österreicher seine Beweggründe.

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Am vergangenen Samstag gab es mal wieder ein paar Minuten, doch das von Lukas Kwasniok erhoffte gezirkelte Tor blieb noch aus. Florian Kainz befindet sich auf Abschiedstour und hat noch ein letztes Mal im Volksparkstadion gespielt. Ob noch weitere Einsätze in dieser Saison und damit mit dem Geißbock auf der Brust folgen werden, ist offen. Großen Impact wird der Österreicher in dieser Spielzeit aber wohl nicht mehr nehmen. Zu selten kam der 33-Jährige unter Lukas Kwasniok zum Einsatz. Das war aber nicht der Grund für das Karriere-Ende sagte Florian Kainz bei „Sky Austria“. „Natürlich ist die Situation so, dass ich hauptsächlich Ersatzspieler bin und nur zwei Mal in der Saison von Beginn an gespielt habe“, so Kainz. „Das war aber nicht der ausschlaggebende Grund. Die Familie ist auch ein Grund. Es war einfach der richtige Zeitpunkt für mich.“

Ein besonderes Geschenk

Aufstieg, Abstieg, Europa – kaum ein Spieler hat beim 1. FC Köln in den vergangenen Jahren so viel erlebt, wie Kainz. „Es war eine unglaubliche Reise. Nach 25 Jahren Fußball sage ich im Sommer ‚Servus‘. Vielen Dank für alles“, sagte der Offensivspieler in der vergangenen Woche in einem Interview. Der Offensivspieler kommt auf mehr als 200 Einsätze für die Geißböcke, erzielte für Köln 28 Tore, bereitete 48 vor. Noch in diesem Jahr erzielte Kainz gegen den Hamburger SV seinen ersten direkt verwandelten Freistoß. „Ich hatte eine wunderschöne Karriere und das Glück, dass ich relativ früh ins Profitum gekommen bin“, so der 33-Jährige weiter. „Ich habe sehr viele Spiele gespielt in meiner Karriere. Für mich ist es jetzt einfach der richtige Zeitpunkt, beim FC die Karriere zu beenden. Ich bin siebeneinhalb Jahre in Köln, von daher wollte ich auch hier meine Karriere beenden.“

Eine Weg nach Österreich war für den Mittelfeldspieler kein Thema mehr.  „Es war so, dass wir 2024 abgestiegen sind mit dem FC. Nach dem Abstieg habe ich die Einberufung für die Nationalmannschaft zur EM bekommen. Das war für mich mein absolutes Karriere-Highlight“, so Kainz. „Da macht man sich natürlich Gedanken, wie es weitergeht. Ich habe dann gesagt: Ich will beim FC bleiben, ich will versuchen, wieder aufzusteigen so schnell wie es geht. Ich wollte meine ganze Energie reinwerfen, dass wir mit dem FC raufkommen und dann in der Bundesliga bleiben. Wir sind dann aufgestiegen.“ Dann sei es nun erst einmal um den Klassenerhalt gegangen. „Ich bin überzeugt davon, dass sich das ausgeht. Wir haben nächste Woche mit eines der wichtigsten Spiele im Derby gegen Gladbach, in dem wir richtig motiviert sind. Es ist extrem eng alles, deswegen war der Punkt in Hamburg für uns sehr wichtig.“


Tatsächlich hatte der 33-Jährige nie einen Hehl daraus gemacht, sich in Köln besonders wohl zu fühlen. „Seine sportlichen Leistungen sprechen für sich: über 200 Pflichtspiele, wichtige Tore und starke Auftritte in entscheidenden Momenten. Kainzi hat sich diesen Weg beim FC verdient. Umso wichtiger ist es uns, dass wir gemeinsam alles daransetzen, die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen und ihm damit auch den Abschied zu ermöglichen, den er sich verdient hat”, sagte Thomas Kessler zuletzt. Kainz begann seine Karriere bei Sturm Graz, debütierte dort mit 17 Jahren. Es folgte 2016 der Wechsel nach Bremen und 2019 nach Köln. 28 Mal lief er für Österreich auf.


Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok

Wie geht es weiter mit Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?
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Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok

Der Punkt in Hamburg verschafft dem 1. FC Köln nur kurz und ein wenig Luft. Vor dem Derby gegen Gladbach steht Lukas Kwasniok weiter unter Druck. Bei vielen Fans ist das Urteil über die Zukunft des Coachs bereits gefällt. Dabei gibt es auch Argumente, warum ein Trainerwechsel beim FC jetzt der falsche Schritt sein könnte beim 1. FC Köln: Drei Gründe gegen einen Trainerwechsel.

Der Punkt in Hamburg hilft dem 1. FC Köln nur kurzfristig. Vor dem Derby gegen Gladbach wird der Druck auf Lukas Kwasniok größer und die Trainerdebatte lauter. Doch es gibt auch Argumente, dass ein Wechsel auf der Bank derzeit der falsche Weg wäre.

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Die Geißböcke nahmen einen Punkt aus dem Spiel in Hamburg mit zurück ans Geißbockheim, der sich aufgrund der Leistung auf dem Platz eher wie eine Verlust anfühlte als ein Fortschritt. Rein rechnerisch treten sie damit im Tabellenkeller auf der Stelle: Aufgrund der Schützenhilfe des kommenden Gegners Borussia Mönchengladbach reichte das Unentschieden, um vorübergehend den Relegationsplatz auf Distanz zu halten. Die Elf von Eugen Polanski hatte am Freitag St. Pauli mit 2:0 geschlagen. Dennoch ist der Tenor in der Domstadt eindeutig: Nur ein Sieg hätte den Druck auf Trainer Lukas Kwasniok mindern können. So spitzt sich die Lage vor dem Derby gegen Gladbach am kommenden Samstag zu.

In regelmäßigen Abständen tauchen schon jetzt Gerüchte über mögliche Nachfolger auf der Trainerposition auf. Im Falle einer Niederlage gegen die Fohlen ist man sich vielerorts sicher: Die Zusammenarbeit mit Kwasniok würde damit ein Ende finden. Dabei sprechen gleich mehrere Gründe dafür, warum das keine gute Idee wäre.

Grund eins: Anpassungen tragen Früchte

Kurz vor Anpfiff kam dem Stadionsprecher des HSV, Christian Stübinger, eine Idee, wie er die Stimmung im Volksparkstadion zum Anpfiff hin noch weiter anheizen könnte. Er schnappte sich das Mikrofon und schoss gegen den FC, indem er auf die Schwäche der Geißböcke bei ruhenden Bällen hinwies. Bekanntlich flog ihm das in der 45. Minute um die Ohren, als Rav van den Berg eine Ecke per Kopf verlängerte und Said El Mala den Ball aus kurzer Distanz im Hamburger Tor versenkte. Die Gefahr nach ruhenden Bällen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat der Umstrukturierung der Verantwortlichkeiten im Trainerteam für das Coaching bei Standards. Mitte Februar hatte man sich dazu entschieden, Hannes Dold von seinen Aufgaben zu entbinden und diese intern aufzufangen.

Mit Erfolg, wie die folgenden Wochen defensiver Stabilität nach Standards gegen den FC zeigten – und nun auch ganz offensichtlich in der Offensive beim Spiel in Hamburg. „Das Tor heute war ein Co-Trainer-Tor. Said war die ausübende Gewalt, indem er auf dem zweiten Pfosten durchgelaufen ist. Hinten am zweiten Pfosten wird das Geld verdient, vor allem bei Ecken. Das sind einfache Tore. Said hat das zu 100 Prozent umgesetzt. Und das ist ein Entwicklungsschritt, sich nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf einen Co-Trainer zu verlassen, der sagt: ‚Lauf durch!‘“, so Kwasniok. Fest steht, dass es den Verantwortlichen des 1. FC Köln durch eine ihnen sicherlich nicht leichtgefallene Personalentscheidung gelungen ist, eine der größten Problemherde erfolgreich anzugehen. Mit starren Strukturen und geringer Bereitschaft zur Selbstreflexion wäre dies nicht möglich gewesen.

Grund zwei: Das FC-Torverhältnis spricht Bände

Es ist fast schon zur Tradition geworden, dass, wenn beim 1. FC Köln der Haussegen schief hängt, Friedhelm Funkel als möglicher Interimstrainer gehandelt wird. Der 72-Jährige stärkte Kwasniok am Sonntag in der Sky-Sendung „Sky 90” den Rücken und führte ein überzeugendes Argument ins Feld: „Die Art und Weise, wie sie bisher gespielt haben, war in Ordnung! Man darf nicht vergessen, dass sie in dieser Saison noch keine einzige hohe Niederlage hinnehmen mussten. Sie haben von den Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, mit Abstand das beste Torverhältnis. Das ist sehr wichtig. Das kann den entscheidenden Punkt bringen.“ Allein das Torverhältnis bewahrte Köln nach der Niederlage gegen den BVB vor dem Relegationsplatz. Kwasniok selbst hatte schon vor geraumer Zeit betont, dass er plane, für den Klassenerhalt über die volle Distanz gehen zu müssen. Dass es für die Geißböcke knapp werden würde, sollte deshalb nicht weiter überraschen. Und weil es so knapp ist, muss das vergleichsweise gute Torverhältnis im Tabellenkeller als Trumpf durchgehen.

Grund drei: Gegner von Kölner Kragenweite – diesmal aber richtig

Ein Blick auf die vergangenen Wochen zeigt, dass der Spielplan dem FC einiges abverlangt hat. Seit Beginn der Rückrunde traf Köln auf neun Gegner, sechs davon stehen aktuell in der oberen Tabellenhälfte. Vier dieser Teams gehören sogar zu den Top fünf. Gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gab es bislang nur drei Spiele. Zwei davon gewann der FC gegen Mainz und Wolfsburg. Nun folgen Gegner, die eher von der Kragenweite der Kölner sind. Nach dem Derby gegen Mönchengladbach auf Rang zwölf warten Werder Bremen auf Rang fünfzehn und St. Pauli auf Rang sechzehn. Der HSV lässt sich gepflegt aus dieser Rechnung herausnehmen. Die Mannschaft von Merlin Polzin hat sich zuletzt deutlich von der Abstiegszone entfernt. Die letzte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller liegt für Hamburg mit dem 4:1 in Köln im November bereits einige Zeit zurück. Mit Heidenheim steht auch noch die Partie gegen das Schlusslicht an.

Zwischen Derby-Emotionen und Krisen-Management

Mit dem Heimspiel gegen Mönchengladbach bekommt Lukas Kwasniok vor der Länderspielpause die attraktive Chance, Ruhe in die Trainerdiskussionen in der Domstadt einkehren zu lassen. Er kann sich dabei auf die Unterstützung von Geschäftsführer Thomas Kessler verlassen. Noch vor dem Spiel gegen den HSV machte Kwasniok deutlich, wie sehr er Kesslers rationale Art, mit der aufgeheizten Stimmung in Köln umzugehen, schätzt. Ein unaufgeregtes Krisenmanagement kann Kwasniok am Standort Köln angesichts der Wucht der unzufriedenen und laut polternden Fanszene und Medien mehr gebrauchen denn je.


Der 1. FC Köln und die fehlende Torgefahr bei Ballbesitz-Spielen

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln und die fehlende Torgefahr bei Ballbesitz-Spielen

Im Duell gegen den Hamburger SV war der FC die bessere Mannschaft, die ganz große Torgefahr strahlten die Kölner aber nicht aus. Zum wiederholten Mala nicht. Und es lässt sich ein gewisses Muster erkennen. Der 1. FC Köln tut sich bei Ballbesitz schwer.

Zwar waren die Geißböcke dem Hamburger SV am Samstagabend überlegen, das schlug sich aber nicht in den ganz großen Chancen nieder. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

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Die Einordnungen der Kölner Akteure klangen am Samstagabend nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV überall doch sehr ähnlich. Am Ende könnte dieser eine Punkt dann doch für die Kölner noch sehr wichtig werden. Bei den Fans gab es da durchaus auch andere Meinungen. In den Sozialen Medien klang der Tenor eher nach, wieder ein paar Punkte liegen lassen. Denn – und auch das hatten die Kölner Spieler und der Trainer durchklingen lassen – der FC war im Volksparkstadion die bessere Mannschaft, hatte mehr Spielanteile, kam auf mehr Ecken und war auch im Abschluss einen Hauch gefährlicher. Und doch stand am Ende des Tages eben nur ein Punkt auf dem Konto. Wie schon mehrfach in dieser Saison wäre mehr drin gewesen, als am Ende herausspringt.

Der FC erzeugt schon Torgefahr

Tatsächlich blieben die ganz großen Chancen am Samstagabend nahezu komplett Mangelware. Mal abgesehen von den beiden Toren gab es in der Schlussphase noch zwei dicke Kopfballchancen – jeweils eine auf beiden Seiten. Ansonsten hatten die Keeper recht wenig zu tun. So verwunderte es nicht, dass sich der xGoals-Wert lange Zeit im 0,0- bis 0,1-Bereich bewegte. Der Geniestreich von Fabio Vieira fiel aus dem Nichts, der Ausgleich durch Said El Mala nach einem Standard und mehr nicht. Nun wäre es falsch anzunehmen, die Kölner können grundsätzlich keine Torgefahr erzeugen. Tatsächlich kommen die Kölner auf einen xGoals-Wert von 36,7, der beste der unteren Tabellenhälfte. Demnach ließ die Qualität der FC-Chancen knapp 37 Tore erwarten. Bislang sind es 35.

Damit liegt der FC zwar knapp zwei Tore unter den Erwartungen, aber auch dieser Wert, der sogenannte Abschluss-Effizienz-Wert ist der neuntbeste der Liga. Die Geißböcke sind also durchaus als kaltschnäuzig zu bezeichnen. Und auch die 35 erzielten Treffer sind wahrlich alles andere als die eines Abstiegskandidaten. Gegen den HSV war es dennoch nicht die große Torgefahr. „Es gab schon Situationen, wo wir in Überzahl- oder Gleichzahlsituationen in den Strafraum eingedrungen sind und dann wurde es unsauber“, sagte Lukas Kwasniok und sprach von „falschen Entscheidungen“ und der Tendenz es zu viel über Flanken zu versuchen. „Bei uns gibt es schon die Tendenz, dass wenn du Ragnar in der Box hast, dass du dann Flanken willst“, so der Coach weiter. Es gäbe dann aber auch schon „andere Elemente“.

Wenige Punkte bei Ballbesitz

Die fielen dem FC aber nicht ein. Und so stellt sich schon die Frage, wie die doch für einen Abstiegskandidaten viele Tore mit der Schwierigkeit, Chancen zu kreieren zusammenpasst. Vielleicht gibt eine Beobachtung ein wenig Aufschluss. Sieben Treffer erzielten die Kölner, wenn sie mehr Ballbesitz als der Gegner hatten – der FC gewann nur eine dieser acht Begegnungen. Heißt, in den Partien, in denen der FC das Spiel machte, sammelten die Kölner weniger als einen Zähler und erzielten weniger als einen Treffer im Schnitt. 28 Tore erzielten die Kölner in den restlichen 18 Partien. Dort gab es dann im Schnitt mehr als 1,5 Tore. Könnte bedeuten, dass die Umschaltmomente auch einfach mehr Gefahr bedeuten. Dazu passt, dass Said El Mala und Jakub Kaminski ihre Torgefahr eben in den Begegnungen entfalten konnten, in denen sie über ihre Geschwindigkeit eingesetzt wurden.

Und so steht der FC in den kommenden Wochen vor einer nicht gerade kleinen Herausforderung. Denn es warten gleich mehrere Gegner, die dem FC sicherlich gerne den Ball übergeben werden. Und die Hinspiel-Partien gegen St. Pauli, Bremen und Union Berlin gehörten ganz sicher nicht zu den attraktivsten Spielen der Geißböcke.


Das Restprogramm der Abstiegskandidaten und die komplizierte Jagd nach dem Zehn-Siege-Ziel

Lukas Kwasniok will noch vier Siege mit dem FC einfahren
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Das Restprogramm der Abstiegskandidaten und die komplizierte Jagd nach dem Zehn-Siege-Ziel

Nur elf Punkte holten die Kölner aus den vergangenen 17 Spielen. Der Druck steigt auf den FC, die Abstiegsplätze scheinen immer näher zu rücken. Es wird noch einmal spannend für den 1. FC Köln: Das Restprogramm der Abstiegskandidaten.

Geht es nach Lukas Kwasniok brauchen die Kölner noch vier Siege in den ausstehenden acht Spielen, um die Klasse zu halten. Heißt, jedes zweite Spiel muss ab jetzt gewonnen werden. Dass das wiederum nicht leicht wird, zeigt ein Blick auf das Restprogramm.

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Lukas Kwasniok hat schon relativ früh in der Saison eine aus seiner Sicht einfache Rechnung aufgestellt. Der Kölner Coach erklärte bereits im Dezember, dass zehn Punkte nötig seien, um die Klasse sicher zu halten. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 20 Begegnungen zu spielen, viel Zeit für die damals noch ausstehenden sechs Siege. Mittlerweile haben die Geißböcke zusätzliche Erfolge gegen Wolfsburg und Mainz eingefahren. Für die restlichen vier geplanten Dreier bleiben aber nur noch acht Begegnungen. Und dort lauern noch einige vermeintliche Großkaliber wie Bayern München, Bayer Leverkusen und eigentlich auch Eintracht Frankfurt. Geht es also um die Siege gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe, bleiben noch fünf Spiele. Nach der reinen Statistik werden die Chancen, das Ziel zu erreichen, mit jedem nicht gewonnen Spiel immer kleiner.

Werder Bremen mit schwerem Restprogramm

Dabei haben die Kölner unterm Strich noch ein vermeintlich leichtes Restprogramm erwischt. Denn neben den drei Spielen gegen die möglichen Top-Teams spielt der FC noch gegen die aktuellen Plätze 15 (Bremen), 16 (St. Pauli) und 18 (Heidenheim). Zudem stehen noch die Partien gegen Mönchengladbach (12) am Samstag und gegen Union Berlin (9) an. Im Schnitt belegen die ausstehenden Gegner den Platz 10,5. Nach allen Rechnungen sollte der FC wohl am letzten Spieltag durch sein, dann geht es eben gegen den Rekordmeister. Allerdings sind die Kölner nicht das einzige Team, das noch auf die Bayern trifft. So bekommt es auch Mainz noch mit dem Team von der Säbener Straße zu tun. Zudem spielen die Rheinhessen ebenfalls noch gegen die Eintracht und es warten mit Hoffenheim, Union Berlin und Freiburg weitere schwere Gegner.

Direkte Duelle gibt es noch gegen St. Pauli, Heidenheim und Gladbach. Die Gegner belegen im Schnitt Rang neun. Noch schwerer hat es Werder Bremen. Zwar spielen die Hanseaten nicht mehr gegen die Bayern, es warten aber die Duelle gegen Dortmund, Hoffenheim, Stuttgart und Leipzig. Auch die Begegnung gegen Augsburg wird kein Selbstläufer. In den direkten Duellen stehen neben dem FC-Spiel noch die Partien gegen Wolfsburg und Hamburg an. Der Gegnerschnitt beträgt 8,25. Deutlich leichter sehen die restlichen Begegnungen für St. Pauli und Wolfsburg auf dem Papier aus. Aus der Top-sechs haben die Kiezkicker nur noch die Bayern und Leipzig vor der Brust. Es stehen aber noch Spiele gegen Freiburg und Union an. Dazu gibt es noch die direkten Duelle gegen Köln, Heidenheim, Mainz und Wolfsburg.

Der VfL hat ein ähnliches Restprogramm wie der FC zu absolvieren. Der einzige Unterschied: Köln hat in den verbleibenden Spielen Heidenheim ausstehen, während die Wölfe noch zum SC Freiburg muss. Auch das Tabellenschlusslicht spielt noch gegen Leverkusen und die Bayern. Neben den Partien gegen Freiburg und Union warten noch die direkten Duelle gegen Gladbach, St. Pauli, Köln und Mainz.


Restprogramm auf einem Blick

12. Borussia Mönchengladbach 28 Punkte
1. FC Köln (A), 1. FC Heidenheim (H), RB Leipzig (A), 1. FSV Mainz 05 (H), VfL Wolfsburg (A), Borussia Dortmund (H), FC Augsburg (A), TSG Hoffenheim (H)

13. 1. FSV Mainz 27 Punkte
Eintracht Frankfurt (H), TSG Hoffenheim (A), SC Freiburg (H), Borussia Mönchengladbach (A), FC Bayern München (H), FC St. Pauli (A), 1. FC Union Berlin (H), 1. FC Heidenheim (A)

14. 1. FC Köln 25 Punkte
Borussia Mönchengladbach (H), Eintracht Frankfurt (A), SV Werder Bremen (H), FC St. Pauli (A), Bayer 04 Leverkusen (H), 1. FC Union Berlin (A), 1. FC Heidenheim (H), FC Bayern München (A)

15. SV Werder Bremen 25 Punkte
VfL Wolfsburg (A), RB Leipzig (H), 1. FC Köln (A), Hamburger SV (H), VfB Stuttgart (A), FC Augsburg (H), TSG Hoffenheim (A), Borussia Dortmund (H)

16. St. Pauli 24 Punkte
SC Freiburg (H), 1. FC Union Berlin (A), FC Bayern München (H), 1. FC Köln (H), 1. FC Heidenheim (A), 1. FSV Mainz 05 (H), RB Leipzig (A), VfL Wolfsburg (H)

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte
SV Werder Bremen (H), Bayer 04 Leverkusen (A), Eintracht Frankfurt (H), 1. FC Union Berlin (A), Borussia Mönchengladbach (H), SC Freiburg (A), FC Bayern München (H), FC St. Pauli (A)

18. 1. FC Heidenheim 14 Punkte
Bayer 04 Leverkusen (H), Borussia Mönchengladbach (A), 1. FC Union Berlin (H), SC Freiburg (A), FC St. Pauli (H), FC Bayern München (A), 1. FC Köln (A), 1. FSV Mainz 05 (H)

Duell der FC-Leihspieler führt zur Trainer-Entlassung von Ex-FC-Spieler Alexander Ende

Alexander Ende ist nicht mehr Trainer in Münster
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Duell der FC-Leihspieler führt zur Trainer-Entlassung von Ex-FC-Spieler Alexander Ende

Für die Kölner Leihspieler standen am Wochenende spannende und anscheinend auch folgenschwere Aufgaben an. Konsequenzen gab es nach einem Spiel mit Beteiligten Akteuren, die eigentlich beim 1. FC Köln unter Vertrag stehen: Duell der Leihspieler führt zur Trainerentlassung.

Vor einigen Wochen hat der FC Hannes Dold von den Aufgaben des Standardtrainers entbunden. Die stabilere Defensive und der einstudierte Treffer am Wochenende gegen den HSV geben der Entscheidung zurzeit recht. Dold soll laut einem Bericht des Kickers nun für die Analyse der Leihspieler verantwortlich sein. Und da hatte der Assistent-Trainer am Wochenende einiges zu tun.

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Ende Mai vergangenen Jahres brachte Sky den ehemaligen Kicker auch beim FC als Trainer ins Gespräch, Alexander Ende landete aber bei Preußen Münster. Der 46-Jährige spielte drei Jahre für die Kölner Zweitvertretung, ist bekanntlich also alles andere als ein Unbekannter am Geißbockheim. Ausgerechnet das Duell zweier Kölner Leihspieler wurde dem Coach nun zum Verhängnis. Am Wochenende setzte sich Dynamo Dresden mit 6:0 gegen den SC Preußen Münster durch. Während sich die Sachsen um Kölns Innenverteidiger Julian Pauli immer weiter aus der Abwehrzone entfernen und den Positivtrend des Jahres 2026 fortsetzen, ist Münster auf Rang 16 abgerutscht, die Reißleine wurde nun gezogen.

Pauli wird zum absoluten Leistungsträger

Für den Kölner Innenverteidiger verläuft die Spielzeit in Dresden nun immer mehr nach Wunsch. Der Abwehrspieler, der in der vergangenen Saison beim FC den Durchbruch feierte und zur Entdeckung wurde, stand für Dresden wenn er fit war immer in der Startelf. Pauli ist in der Hintermannschaft einer der absoluten Leistungsträger, hat seinen Anteil am jüngsten Erfolg. Und der kann sich sehen lassen. In 2026 haben die Sachsen nur ein einziges Spiel verloren. Ganz anders ist die Entwicklung bei den Preußen für Imad Rondic. Der Stürmer machte kurz nach seinem Wechsel mit einem Traumtor auf sich aufmerksam. Zuletzt wollte es dann aber nicht mehr so rund laufen. Es folgte noch ein Assist. Am Wochenende kam der Angreifer erst nach 45 Minuten zum Einsatz.

Wie berichtet hatte Rondic seine Leihe nach Polen im Winter abgebrochen, in der 2. Bundesliga sollte er wieder in Form kommen. Vielleicht ändert sich unter einem neuen Coach die Situation und die Form. Auch für die weiteren Kölner Leihspieler verlief das Wochenende nicht optimal, wenn auch bei weitem nicht so dramatisch wie für Alexander Ende. Jaka Potocnik feierte mit RWE einen 4:2-Erfolg über Aue, kam aber als später Einwechselspieler und hatte kaum noch Impact. Rasmus Carstensen kam mit Aarhus nicht über ein Unentschieden bie Sønderjyske hinaus. Der Rechtsverteidiger führt mit seinem Club die Tabelle aber weiterhin an. Mansour Ouro-Tagba scheiterte für die Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit einem Elfmeter gegen den Keeper der TSG Hoffenheim II. Die Stuttgarter gewannen dennoch 1:0. Keine Einsätze gab es derweil für Elias Bakatukanda und Jusuf Gazibegovic.


Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut

Rav van den Berg im Duell mit Damion Downs
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Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut

Beim 1:1-Unentschieden in Hamburg am Samstagabend präsentierten sich die Rheinländer in der Offensive mit Ausnahme des Tores von Said El Mala zwar nur wenig torgefährlich, konnten sich aber bis auf einen Ausnahmemoment von Fabio Vieira auf ihre Defensive verlassen. Vor allem das Innenverteidiger-Duo bestehend aus Rav van den Berg und Cenk Özkacar deutete viel Potenzial an beim 1. FC Köln: Innenverteidiger-Duo überzeugt beim HSV.

Gerade aufgrund der Verletzungsmisere war die Kölner Innenverteidigung lange eine Baustelle der Geißböcke. Doch gegen den Hamburger SV erwies sich die Abwehrzentrale bis auf wenige Ausnahmen wieder einmal als sehr sicher. Trotz der vielen Verletzten scheint die Innenverteidigung beim FC zu stehen.

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Denn die Kölner agierten wie schon in der vergangenen Woche beim 1:2 gegen Borussia Dortmund auch in Hamburg wieder mit einer Viererkette, für den rot gesperrten Jahmai Simpson-Pusey rückte Cenk Özkacar an die Seite von Rav van den Berg. Zwar geriet die Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok durch einen Geniestreich von Fabio Vieira zum dritten Mal in Folge in Rückstand, dennoch leisteten sich die beiden Neuzugänge in den defensiven Zentrale ansonsten wenig bis keine Fehler und könnten so auch gegen Gladbach Seite an Seite auflaufen.

Wenig gemeinsame Spielzeit, viel Stabilität

Gerade gegen die körperlich robusten Hamburger Angreifer bewiesen sowohl der Niederländer als auch der Türke immer wieder ein gutes Timing im Zweikampf und ein sauberes Stellungsspiel. Während van den Berg mit einer Zweikampfquote von 66 Prozent und einer Passquote von starken 97 Prozent überzeugte, erwies sich Nebenmann Özkacar mit 71 gespielten Pässen (die meisten alle Feldspieler der Partie) im Verbund mit Eric Martel im defensiven Mittelfeld immer wieder als Aufbauspieler und Impulsgeber auf dem Weg in die gegnerische Spielhälfte. Insgesamt wirkte die Abstimmung bei dem Duo, das in dieser Konstellation noch relativ wenig gemeinsame Spielzeit gesammelt hat, bereits erstaunlich stabil.

Lukas Kwasniok wechselte für seine Verhältnisse erstaunlich wenig, setzte auf die gleiche taktische und eine ähnliche personelle Formation. Vor allem den vielen Ausfällen geschuldet. Dennoch könnte es nun ein wenig mehr Kontinuität geben. Kristoffer Lund hat sich auf der linken Abwehrseite festgespielt und bestritt gegen den HSV seine fünfte Partie in Folge über die vollen 90 Minuten. Auf der anderen Seite lieferte auch Tom Krauß einmal mehr eine solide Leistung ab. Die durchaus beachtliche Leistung der Hintermannschaft dürfte den Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen noch einmal befeuern. Nach und nach werden einige Verletzte wie Joel Schmied oder Alessio Castro-Montes dann aber zurückkehren, auch Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen müssen „nur“ noch das Derby pausieren.

Trotz der vielen Ausfälle kann sich Kwasniok dennoch aktuell auf eine gewisse Stabilität verlassen. Eine Stabilität, die es vor allem jetzt bei noch acht ausstehenden Spielen dringend braucht, um am Saisonende über dem Strich zu stehen und den Klassenerhalt zu erreichen.

Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen

Mit dem 1:1-Remis gegen den Hamburger SV hat der FC einen Punkt hinzugewonnen – aber eben auch zwei liegen gelassen. Am Ende ist jeder Zähler entscheidend im Abstiegskampf – jeder. Gegebenenfalls auch die, die man in Duellen, in denen man eigentlich die bessere Mannschaft gewesen ist, nicht eingefahren hat. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln beim Hamburger SV.

Die Kölner wurden vor der Partie in der Hansestadt nicht müde, zu betonen, dass nun die Spiele kämen, in denen man punkten müsse. Das ist den Geißböcken beim HSV auch gelungen. Jedoch fuhr der FC nur einen statt möglich gewesenen drei Zähler ein – am Ende zu wenig?

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Nach dem doch biederen Unentschieden beim Hamburger SV suchte Kölns Trainer Lukas Kwasniok mal wieder Worte, die den FC-Fans gefallen sollten. „Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt“, sagte der Kölner Coach. Grundsätzlich würden das wohl die meisten Anhänger der Geißböcke unterschreiben. Grundsätzlich wären den Fans aber auch Siege gegen Gladbach und (!) Hamburg lieber gewesen. Denn sechs Punkte hören sich besser an als vier (von denen erst einer geholt wurde) – zumal die FC-Protagonisten nach der zugegeben schweren Phase gegen die Top-Teams nicht müde wurden zu betonen, dass es nun gegen die Mannschaften auf Augenhöhe um nichts anderes als Zähler gehe. Nach dem Remis gegen Hamburg stellt sich wieder einmal die Frage: Punkt gewonnen oder zwei verloren?

Jeder Punkt ist wichtig – auch die verpassten

Die Wörter der Kölner Akteure ließen darauf schießen, dass der Punkt zum einen verdient gewesen und zum anderen gegen eine Mannschaft wie Hamburg durchaus als Erfolg zu werten sei. Verdient ja, aber ein Erfolg? Natürlich ist Hamburg nicht irgendwer. Die Rothosen holten aus den fünf Spielen vor dem Aufsteiger-Duell zehn Zähler. Also genau so viele, wie der FC in den vergangenen 16. Während die Kölner in der Formtabelle Rang 16 eingenommen hatten, belegte der HSV Platz vier. Gerade gegen die direkte Konkurrenz waren die Hanseaten zudem gerne erfolgreich. Es ist also nicht gesagt, dass man im Grunde im Vorbeigehen die Punkte aus dem Volksparkstadion einsammelt. Einen Selbstläufer gibt es in der Bundesliga nicht – zumindest nicht für die Teams, die anders als Bayern München heißen.

Zudem haben die Kölner im achten Anlauf das erste Mal an einem Samstagabend gepunktet. Eine gewisse Zufriedenheit ist also durchaus verständlich. Ob sie aber deswegen auch angebracht ist, darf wiederum durchaus hinterfragt werden. Jeder Punkt ist im Abstiegskampf wichtig, so das allgemeine Credo der FC-Akteure in der Mixed Zone nach dem 1:1. Und das ist absolut richtig. Das schließt aber auch die Punkte ein, die man hat liegen lassen. Und man darf nur hoffen, dass diese am Ende nicht noch wichtiger sind. Auch mit der Einordnung, dass der FC am Samstag die bessere Mannschaft war, liegen die Kölner richtig. Nur hätten es gerade da doch drei Punkte sein können. Am Ende der Saison wird keiner mehr fragen, wer in den Spielen denn besser war oder wer den Sieg einen Hauch mehr verdient hätte.

Zehn Siege werden immer unwahrscheinlicher

Am Ende zählen die Punkte. Und zum wiederholten Male muss man sagen, dass die Kölner gegen einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe trotz Überlegenheit nicht gewonnen haben, zu wenig Punkte geholt haben. Elf Punkte in 17 Spielen, heißt elf Punkte in einer Halbserie. Es sind nur noch acht Spiele zu gehen. Zieht man die Begegnungen gegen Leverkusen, Frankfurt und Bayern ab, bleiben noch fünf Spiele gegen Teams auf Augenhöhe. Für Kwasnioks Mit-zehn-Siegen-zum-Klassenerhalt-Rechnung fehlen noch vier Siege. Schon allein statistisch wird die Umsetzung dieser Vorgabe immer unwahrscheinlicher. Und das unabhängig davon, wie gut die Leistungen gewesen sind. Nah dran, reicht auch gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte nicht, wenn die Siege ausbleiben.

Am Samstag bietet sich die nächste Chance. Selbst, wenn der FC die bessere Mannschaft ist, das Derby seine eigenen Gesetze hat, die Kölner dann auch alles gegeben haben, weniger als drei Punkte sind dann ganz sicher zu wenig,


Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit dem HSV
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Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Der FC hat sich im Kampf um den Klassenerhalt gegen den HSV nicht mit einem Sieg belohnt. Trotz ordentlicher Leistung gelang es der Mannschaft von Lukas Kwasniok auswärts nicht, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen. Vor allem die harmlose Offensive gibt acht Spiele vor Saisonende Grund zur Sorge. Der 1. FC Köln verpasst gegen den HSV einen Befreiungsschlag.

Es hätte für den 1. FC Köln ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und ein echter Mutmacher für die kommenden Aufgaben werden können. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg zeigten die Geißböcke über weite Strecken eine engagierte und ordentliche Leistung, mussten sich am Ende jedoch „nur“ mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Ein Ergebnis, das sich für viele Kölner mit Blick auf den Spielverlauf eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlen dürfte.

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In einer von Beginn an eher zähen Partie spielte sich in den ersten halben Stunde wenig ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, ohne sich dabei wirklich gute Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft in dieser Saison agierte der FC mindestens auf Augenhöhe, geriet nach einem Geniestreich von HSV-Spielmacher Fabio Vieira aber wieder einmal in Rückstand (39.) – zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft von Kwasniok suchte im Anschluss aber noch vor der Pause nach einer Antwort und fand sie schließlich nach einer sehenswert einstudierten Eckballvariante in Form von Offensiv-Juwel Said El Mala, der per Kopf für den Ausgleich sorgte (45.) Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wieder zäher, viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen dominierten das Geschehen weitestgehend.

„Das ist schon ein Nackenschlag“

Die Rheinländer hatten zwar ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballbesitz, konnten dies aber (bis auf einen Kopfball von Eric Martel in der Nachspielzeit) nicht mehr in gute Torchancen und somit den zweiten bzw. Siegtreffer ummünzen. Was am Ende bleibt, ist unterm Strich zwar immerhin ein Punkt – überwiegen dürfte aber die Enttäuschung über einen wieder einmal verpassten Dreier. Die Kölner warten nach dem Remis in Hamburg nunmehr seit sechs Partien auf einen Sieg und haben nach dem Wochenende und Spieltag 26 nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der bittere Beigeschmack über die verpassten drei Punkte war auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler nach Abpfiff anzumerken: „Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft.“

Ähnlich äußerte sich auch Coach Kwasniok über das Spiel. „Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind.“ Am Ende des Tages stellte aber auch er nüchtern fest: „Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben.“

Ab jetzt zählen nur noch Ergebnisse

Während die Leistung der Mannschaft in vielen Spielen in dieser Saison stimmen mag, die Punkteausbeute entspricht diesen Leistungen in erschreckend großer Regelmäßigkeit nicht. Mit jetzt 25 Punkten ist der Aufsteiger nach wie vor mittendrin im Abstiegskampf, dazu verbleiben nur noch acht Ligaspiele bis Saisonende. Nachdem in den letzten Spielen gegen den VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wohl nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen war, hätte man gegen den HSV im direkten Aufeinandertreffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ein echtes Ausrufezeichen setzen können. Der mögliche Hallo-Wach-Effekt blieb aus, mit dem Remis bleiben die Norddeutschen fünf Punkte voraus und haben zudem weiter das (um ein Tor) bessere Torverhältnis.

Grund zur Sorge macht zudem die weitestgehend harmlose Offensive der Kölner in Hamburg. Auch wenn El Mala mit seinem neunten Saisontor weiter Eigenwerbung betrieb, blieb Mittelstürmer Ragnar Ache diesmal beispielsweise meist blass. Aus dem Mittelfeld heraus fehlte es sowohl an kreativen Pässen ins letzte Drittel als auch an guten Schussversuchen aus der Distanz. Vor allem mit Blick auf das kommende Ligaspiel, nämlich das Derby gegen den direkten Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach, kommt diese Negativ-Entwicklung in Sachen Torgefahr zur Unzeit. Nach dem HSV-Spiel ist das Derby gegen den ungeliebten Rivalen ein immens wichtiges Spiel, sowohl aus Prestige- als auch aus tabellarischen Gründen. Mit einem Sieg könnte der FC ein großes Zeichen setzen und würde die „Fohlen“ auch in der Tabelle überholen. Für die Geißböcke ist spätestens nach dem verpassen Sieg in Hamburg klar:

Jetzt beginnt die sogenannte „Crunch-Time“. Es müssen dringend Punkte her, egal wie. Ob die Mannschaft dabei dann am Ende des Tages auch gute Leistungen abruft und seine Gegner spielerisch beherrscht, dürfte so ziemlich jedem FC-Anhänger egal sein. Denn soviel ist sicher, am Saisonende zählt nur eins: nämlich der Klassenerhalt.


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