Auf den FC wartet in Augsburg erneut eine besonders schwere Aufgabe: Warum der Schein trügt…

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln beim Spiel gegen den FC Augsburg
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Auf den FC wartet in Augsburg erneut eine besonders schwere Aufgabe: Warum der Schein trügt…

Auch wenn der Anschein ein anderer ist, der FC trifft am Freitagabend in Augsburg wieder auf ein Top-Team. Die Auswahl von Manuel Braun ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde, gehört zu den besten Teams der Rückrunde und hat erst einmal nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Darum darf der 1. FC Köln den FC Augsburg nicht unterschätzen.

In der Hinrunde führte der Punktgewinn gegen die kriselnden Augsburger nicht gerade zu Jubelstürmen. Nun treffen die Geißböcke aber auf einen anderen Gegner. Und der ist sicher nicht zu unterschätzen.

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Als der FC noch vor wenigen Wochen auf die drei großen Hürden der Champions-League-Anwärter Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim blickte, war der Abstiegsplatz gefühlt nicht weit weg. Fünf Punkte betrug der Vorsprung der Geißböcke auf den Relegationsplatz, die Konkurrenz hatte einige direkte Duelle vor der Brust. Doch obwohl die Kölner „nur“ einen Zähler aus den Spielen gegen die Top-Teams holten, hat sich an der Tabellensituation nicht sonderlich viel getan. Der Vorsprung beträgt nun noch immer vier Zähler, es ging zwei Plätze in der Tabelle nach unten, doch die ganz große Abstiegsgefahr ist (noch) nicht akut. Wenn man also so will, sind die Kölner rein tabellarisch gut durch die schweren Spiele gekommen. Und nach der guten Leistung gegen Hoffenheim dürften die Geißböcke mit Selbstvertrauen in die Partie gegen den FC Augsburg starten.

Ein Top-Team der Rückrunde

Dabei trügt der Schein. Der FC hat aktuell noch zwei weitere richtig schwere Spiele vor der Brust. Denn vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund bekommt es der FC nun mit dem FC Augsburg zu tun. Die Fuggerstädter sind bekanntlich weit von der grauen Maus entfernt, für die sie einst gehalten wurden. Allerdings war der FCA zuletzt bekanntlich auch nicht mehr der Angstgegner, mit dem es der FC jahrelang zu tun hatte. Bis 2021 haben die Kölner zehn Jahre lang nicht gegen Augsburg gewonnen. Seitdem aber nur noch ein Spiel von acht verloren. Und dennoch ist das Team von Manuel Baum ein ganz anderes als noch im Hinspiel. Denn Augsburg ist eine der besten Mannschaften der Rückrunde. Vier der jüngsten fünf Spiele hat der FCA gewonnen, ist mit 13 Zählern hinter Dortmund, den Bayern und Hoffenheim die viertbeste Mannschaft der Liga.

In diesem Jahr gab es überhaupt erst zwei Niederlagen – die gegen Mainz und Heidenheim, dafür aber einen Sieg gegen die Bayern. Zudem haben die Fuggerstädter im eigenen Stadion seit der 0:1-Niederlage gegen den BVB im Oktober nicht mehr verloren. Augsburg ist so ein wenig die Mannschaft der Stunde, hat den FC längst überholt und mit acht Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz zurzeit mal so gar nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Ganz anders als beispielsweise Bremen und Heidenheim. Und da die beiden Teams am Wochenende im direkten Duell aufeinandertreffen, hat die Begegnung gegen Augsburg dann doch schon wieder einen ähnlichen Charakter wie die vergangenen drei und dann die folgende gegen den BVB.


Von wegen Standardschwäche: Der FC ist auf einmal das stabilste Team des Jahres

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln
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Von wegen Standardschwäche: Der FC ist auf einmal das stabilste Team des Jahres

Auf die Standardschwäche hat der FC jüngst mit einer Personal-Entscheidung reagiert. Dabei ist die Bilanz des Jahres 2026 keine schlechte. Im Gegenteil: Der 1. FC Köln erreicht bei Standards plötzlich den Topwert.

14 Gegentore nach einem ruhenden Ball, erst drei erzielte Standard-Treffer. Die personelle Reaktion erscheint folgerichtig. Allerdings haben sich die Zahlen im neuen Jahr krass verändert.

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So ein wenig schien die Nachricht die Feierlichkeiten trüben zu können. Am Rosenmontag sickerte durch, dass der FC auf die anhaltende Standard-Schwäche reagieren und Hannes Dold von seinen Aufgaben als Standard-Trainer entbinden würde. Eine harte, aber von außen betrachtet wohl folgerichtige Entscheidung. Die Probleme nach einem ruhenden Ball waren weder in den Vorwärtsbewegung noch im Rückwärtsgang von der Hand zu weisen. 14 Bälle haben sich die Kölner nach einem ruhenden Ball gefangen – so viel wie kein anderer Bundesligist. Dagegen hat Köln aber auch erst drei Treffer nach einer Standardsituation selbst erzielt – weniger erfolgreich ist kein anderer Bundesligist. Ähnlich wie die Verletztenmisere zieht sich auch das Standardproblem wie ein roter Faden durch die Saison.

Verkehrte Welt in 2026

Und so könnte es am Wochenende durchaus spannend werden, ob es weitere Treffer nach ruhenden Bällen gibt. Zumindest nach der Statistik wäre das nicht unwahrscheinlich. Denn mit dem FC Augsburg treffen die Geißböcke auf die zweitanfälligste Mannschaft. Der FCA kassierte bereits 13 Gegentore nach einem Standard. Davon fünf nach einer Ecke, der FC sieben. Während Lukas Kwasniok die Schwäche zu Saisonbeginn noch kleinreden wollte, erklärte er zuletzt, dass man sich ja durchaus gefangen hätte, die Bilanz der Rückrunde gar nicht mehr so schlecht sei. Und tatsächlich hält der Blick auf die Jahresstatistik dann sogar eine echte Überraschung bereit. Nicht nur, dass der Trainer recht hat, er hätte durchaus viel mehr aus der Statistik machen können. Denn die liest sich für das Jahr 2026 nun mal komplett anders.

In den acht Ligaspielen des Jahres 2026 haben sich die Geißböcke genau einen einzigen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball gefangen – so wenig wie keine andere Mannschaft. Selbst der FC Bayern kassierte so drei Gegentore, Leverkusen immerhin zwei. Nach einer Ecke musste Marvin Schwäbe in diesem Jahr noch gar nicht hinter sich greifen. Das ist logischerweise ebenfalls Bestwert – wenn auch ein geteilter (Leverkusen, Hoffenheim, Hamburg). Und das, obwohl der FC noch überdurchschnittlich viele Ecken verursacht hat. Ganz anders die Bilanz des kommenden Gegners. Der FC Augsburg kassierte in diesem Jahr neun Gegentore nach Standards – der mit Abstand schlechteste Wert der Liga. Das gleiche gilt auch für Ecken. Dort musste Finn Dahmen bereits fünf Mal hinter sich greifen. Auch das ist der Liga-Höchstwert.

Zu den offensiven Standards hat Kwasniok allerdings nichts gesagt. Vielleicht nicht ohne Grund. Denn da hat sich der FC auch im neuen Jahr nicht verbessert. Mit einem Treffer nach einem ruhenden Ball gehört Köln nach wie vor zu den harmlosesten Teams.


Die gefährlichste Offensive der unteren Tabellenhälfte könnte zum Zünglein an der Waage werden…

Ragnar Ache jubelt nach seinem Tor
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Die gefährlichste Offensive der unteren Tabellenhälfte könnte zum Zünglein an der Waage werden…

Die Tabelle schiebt sich aktuell immer weiter zusammen. Am Ende der Saison kann es im Abstiegskampf auf Kleinigkeiten ankommen. Und da gibt es in einer Bilanz einen kleinen Pluspunkt für den 1. FC Köln: Die Offensive sorgt für einen Vorteil.

Das Traumtor von Ragnar Ache, der wichtige Ausgleich von Said El Mala – auf die Kölner Offensive war am Samstag wieder Verlass. Die ist ohnehin ein Faustpfand in der Liga. Kein anderes Team der unteren Tabellenhälfte ist bislang erfolgreicher vor dem Tor als der FC. Und das könnte ein wichtiger Faktor werden.

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim ist dem FC endlich der erhoffte Punkt gegen eine Mannschaft aus der Top-6 gelungen. Das war in der Hinrunde bekanntlich nur einmal der Fall und das ebenfalls gegen Hoffenheim, da wiederum aber dreifach. Dennoch war die Erleichterung nach der Begegnung am Samstag bei den Spielern, beim Trainer, aber ganz sicher auch bei den Fans spürbar. Dabei sind mit dem einen Zähler die Luftsprünge in der Tabelle bekanntlich ausgeblieben. Auf den ersten Blick hat sich gar nicht so viel verändert, auf den zweiten ist das Tableau in der unteren Tabellenhälfte dann doch noch einmal ein Stück weiter zusammengerückt. Zwischen Platz neun und Platz 16 liegen nur noch acht Punkte, der FC hat vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Beste Tordifferenz

Es deutet aktuell viel auf einen spannenden Abstiegskampf hin, der wahrscheinlich erst kurz vor Toresschluss wirklich entschieden wird. Und da könnte dem FC die erfolgreiche Offensive das Zünglein an der Waage sein. Denn die Kölner haben in den bisherigen 23 Saisonspielen bereits 33 Treffer erzielt. Keine andere Mannschaft der unteren Tabellenhälfte war öfter erfolgreich. Im Gegenteil, abgesehen von Wolfsburg (ebenfalls 33), knackte kein Kontrahent ab Rang neun bislang die 30-Tore-Marke. Vor allem das Trio Said El Mala, Jakub Kaminski und Ragnar Ache hat sich für die Kölner mittlerweile zum wichtigen Punktegaranten entwickelt. Nahezu 60 Prozent aller FC-Tore gehen auf die drei Offensivkräfte. Ähnlich erfolgreich ist kaum eine Offensivreihe der vermeintlichen Abstiegskandidaten.

Und da die Kölner in der Defensive im Schnitt genauso anfällig sind wie die anderen Teams, ergibt sich für Köln ein kleiner Pluspunkt. Der FC hat von den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte das beste Torverhältnis. Und das – mit zwei Ausnahmen – mit großem Abstand. Der FC kommt auf eine Bilanz von -6. Es folgen Hamburg (-7) und Union Berlin (-8) und dann Mainz (-12). Die Kellerkinder St. Pauli (-18), Bremen (-21) und Heidenheim (-28) befinden sich in dieser Bilanz dann schon deutlich im Nachteil. Tatsächlich haben die Geißböcke in der Liga in dieser Saison noch keine Begegnung mit mehr als zwei Gegentreffern Differenz verloren. Am Ende werden die Kölner natürlich alles daran setzen, den Klassenerhalt frühzeitig in trockene Tücher zu bringen, damit die Tordifferenz nicht den Unterschied macht.


Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski: Das Offensiv-Trio des 1. FC Köln sammelt Argumente für mehr

Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Said El Mala, Ragnar Ache und Jakub Kaminski: Das Offensiv-Trio des 1. FC Köln sammelt Argumente für mehr

Mit Said El Mala, Jakub Kaminski und natürlich Ragnar Ache trugen sich am Samstag gegen die TSG Hoffenheim die bislang torgefährlichsten FC-Profis in die Scorerliste ein. Und machten damit durchaus Lust auf mehr. So gefährlich ist das Offensiv-Trio des 1. FC Köln.

Durch die Ausfälle von Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen wird Lukas Kwasniok am Freitagabend gegen den FC Augsburg wieder puzzeln müssen. Der Trainer neigt bekanntlich zu vielen Rotationen. In der Offensive sammelten gegen die TSG Hoffenheim drei Akteure viele Argumente für eine weitere Berufung von Beginn an.

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Jan Thielmann wirkte alles andere als glücklich, als das Kölner Eigengewächs nach der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim unverrichteter Dinge durch die Katakomben des Stadions schritt. Dabei dürfte der kurzfristige Ausfall des 23-Jährigen schon einen gehörigen Einfluss auf die Partie gehabt haben. Denn eigentlich war der U21-Vize-Europameister für die rechte Außenbahn vorgesehen, Jakub Kaminski hätte wohl im Zentrum als eine Art offensiver Sechser spielen sollen. So aber rotierte Kaminski eine Reihe nach vorne und zeigte gegen die Sinsheimer, dass er in der Offensive gut aufgehoben ist. Kaminski bereitete vier Torschüsse vor, suchte einmal selbst den Abschluss, war gerade in der Vorwärtsbewegung wieder ein Aktivposten. Vor allem aber belohnte sich der Pole mit einem Assist, dem ersten Scorer seit November.

El Mala kommt bereits auf 12 Scorer

Vor ziemlich genau drei Monaten hatte der 23-Jährige gegen Frankfurt getroffen. Dabei standen am Samstag vor allem zwei andere Spieler wohl noch deutlicher im Fokus. Zum einen Ragnar Ache. Der Stürmer sorgte bereits nach einer Viertelstunde für das absolute Highlight des Spieltags, vielleicht sogar des Monats oder noch mehr. Ache erzielte per Fallrückzieher die Kölner Führung. Der Angreifer kam ebenfalls auf fünf Torschuss-Beteiligungen, schloss vier Mal selbst ab, bereitete einen weiteren Versuch vor. Mit seinem Traumtor schraubte Ache sein Scorerkonto auf neun Punkte in die Höhe und hat nun fünf Tore und vier Vorlagen in der Liga eingesammelt. Der 27-Jährige ist damit vor Kaminski (fünf Tore, zwei Vorlagen) der zweitbeste Scorer der Geißböcke. Nicht nur das: Ache hat alleine in den vergangenen sechs Spielen vier Tore erzielt. In der Hinrunde war es „nur“ einer.

Der Kölner Punktegarant ist aber weiterhin vor allem Said El Mala. Zwar dürfte der 19-Jährige den Kölner Coach mit einigen Entscheidungsfindungen oder verpassten Abspielen durchaus geärgert haben, doch El Mala bereitete die Kölner Führung mit einer nahezu perfekten Flanke vor und erzielte den Ausgleich selbst. Der Offensivspieler kommt damit bereits auf acht Treffer, vier Vorlagen. Mit zwölf Scorerpunkten liegt El Mala auf Rang elf der Topscorer der Liga. Neben Yan Diomande (14 Scorer) ist er der einzige U20-Akteur in der Top-20 und hinter Deniz Undav (16), gemeinsam mit Nadiem Amiri der zweitbeste, der für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen dürfte. El Mala macht sich also wieder interessant für Julian Nagelsmann.

Gute Argumente für mehr

Insgesamt kommen die drei Offensivspieler also auf 28 Torbeteiligungen, erzielten 18 der 33 bisherigen Tore und gehören damit prozentual zu den torgefährlichsten Angriffs-Trios der Liga. So wird durchaus die Frage erlaubt sein, ob die Kölner nicht ihre gefährlichste Offensivreihe gefunden haben. Zumal die Geißböcke zumindest in der ersten halben Stunde gegen die TSG eine der besten Saisonleistungen abgerufen hatten. Tatsächlich liefen die drei erst einmal zuvor – zumindest nominell – in einer Dreier-Offensivformation in dieser Spielzeit von Beginn an auf. Und das gegen RB Leipzig. Der Ertrag war überschaubar. Das Kölner Tor erzielte beim 1:2 Jan Thielmann nach Vorarbeit von Isak Johannesson. Gegen die TSG sammelte das Trio zumindest gute Argumente für weitere Nominierungen.


„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Eric Martel und Tom Krauss vom 1. FC Köln
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„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Gegen die TSG Hoffenheim zeigte der FC eine starke Leistung. Auch im Zentrum überzeugten zwei Akteure des 1. FC Köln: So ließen Eric Martel und Tom Krauß Hoffenheim verzweifeln.

Bei dem Unentschieden gegen den Champions-League-Aspiranten aus dem Kraichgau nahmen sie Schlüsselrollen ein für den 1. FC Köln. Eric Martel und Tom Krauß überzeugte als Doppelsechs gegen die TSG.

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Das Zahlenwerk des Duells zwischen dem 1. FC Köln und der TSG 1899 Hoffenheim belegte eindrucksvoll, wie groß die Herausforderung für die Geißböcke war, gegen die Gäste aus dem Kraichgau zumindest einen Punkt in Müngersdorf zu behalten. Hoffenheim verbuchte 60 Prozent Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe. Zudem gaben die Gäste mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor der Hausherren ab und leisteten sich mit zwölf Fouls ebenfalls die doppelte Anzahl. Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok die Sinsheimer im Vorfeld sogar in ihrer Intensität auf eine Stufe mit dem FC Bayern München gestellt hatte, wirkte angesichts dieser Werte keineswegs überzogen. Und doch war dieses Kräftemessen wie geschaffen für insbesondere zwei Akteure im Kölner Trikot, die sich der Wucht entgegenstemmen sollten: Tom Krauß und Eric Martel.

Krauß: „Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt“

Der 24-jährige Krauß führte die meisten erfolgreichen Zweikämpfe für die Geißböcke und verlieh dem Spiel des 1. FC Köln jene physische Präsenz, die es brauchte, um der hohen Intensität der TSG Hoffenheim Paroli zu bieten. Krauß’ destruktive Fertigkeiten waren gefragt. Er störte, schob an, biss sich in direkte Duelle. Der Auftritt des Mittelfeldspielers hat auch beim Gegner Eindruck geschunden: „Andrej Kramaric hat nach dem Spiel gesagt, dass ich nur auf seinen Füßen stand. Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt. Das ist meine Spielweise”, teilte Krauß mit.

Gemeinsam mit seinen hervorragend aufgelegten Kollegen im Kölner Defensivverbund stemmte sich der 24-Jährige gegen eine Hoffenheimer Angriffswelle nach der anderen, so gut es gegen die Gäste in ihrer aktuellen Form eben möglich war. Auch Martel zeigte gegen Hoffenheim, dass die FC-Anhänger sich weiterhin auf ihn verlassen können. In der kritischen Phase kurz nach dem Ausgleich der Gäste durch Ozan Kabak, schickte sich die Ilzer-Elf an, vor dem Halbzeitpfiff sogar noch in Führung zu gehen. Nach einem missglückten Angriff der Geißböcke landete der Ball über einige Stationen im Kölner Sechzehner bei Wouter Burger, der dank eines cleveren Anspiels durch Fisnik Asllani freies Schussfeld hatte. Grätsche im allerletzten Moment verhinderte schließlich, dass sich der Effzeh kurz vor Ende der ersten Hälfte noch das zweite Gegentor fing.

Nachfolge gesichert?

Vor allem nach dem Wechsel schwamm die Kölner Defensive. „In den ersten zehn, fünfzehn Minuten hatten wir gar keinen Plan, das muss man ehrlich zugeben, wir haben gar keinen Zugriff bekommen“, sagte Krauß am Samstag. „Zum Glück machen wir das 2:2, aber ich bin dann zum Trainer gegangen und habe gefragt, was wir machen können, weil die Phase war nicht zufriedenstellend.“ Doch die Kölner fingen sich wieder, waren in der letzten halben Stunde besser. Auch, weil Krauß und Martel auf der Doppelsechs eine richtig gute Leistung abriefen.

Die anhaltend stabilen Leistungen von Krauß sorgen gleich aus mehreren Gründen für Entlastung bei den Domstädtern. Zum einen für den Mittelfeldspieler selbst, der im Falle des Klassenerhalts fest verpflichtet werden dürfte und nach zahlreichen Stationen trotz seines jungen Alters nun eine dauerhafte sportliche Heimat gefunden haben könnte. Zum anderen auf Clubebene: Geschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok werden mit Genugtuung registrieren, dass ein möglicher Abgang von Martel mit dem noch geliehenen Mainzer in der aktuellen Verfassung deutlich weniger schwer wiegen würde. Natürlich wäre der Verlust von Martel immer noch schmerzhaft, aber immerhin ist sicher: Krauß ist bereit, die mögliche Vakanz auszufüllen – wenn nicht sogar mehr. Spannend wird sein, ob der 24-Jährige gegen den FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr) am kommenden Spieltag an die Leistungen vom vergangenen Samstag anknüpfen kann.


Cenk Özkacar kämpft sich zur starken Alternative beim 1. FC Köln

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB
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Cenk Özkacar kämpft sich zur starken Alternative beim 1. FC Köln

Zu Beginn der Saison tat sich der 25-Jährige noch schwer. Aktuell hat sich der Innenverteidiger zu einer festen Größe der Kölner Abwehr gemausert beim 1. FC Köln: Cenk Özkacar wird zu einer Alternative.

In den vergangenen Duellen setzte FC-Trainer Lukas Kwasniok auf die Dienste des Innenverteidigers. Und Cenk Özkacar belohnte das Vertrauen mit zunehmend starken Leistungen.

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Mit weit aufgerissenem Mund, großen Augen und den Händen an den Wangen stand Cenk Özkacar in der 15. Minute des Duells des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim vor dem gegnerischen Tor. Der 25-Jährige konnte nicht fassen, was Mitspieler Ragnar Ache bei seinem spektakulären Treffer gegen Hoffenheims Keeper Oliver Baumann veranstaltet hatte. Das Tor, oder besser die Tore der beiden Offensivspieler Ache und Said El Mala sicherten dem FC am Samstag den Zähler gegen die Sinsheimer, waren aber sicherlich nicht alleine für den Punktgewinn verantwortlich. Denn was die Defensivabteilung der Geißböcke im Hintergrund in Müngersdorf leistete, war mindestens genauso entscheidend für das Remis.

Özkacar fightet sich rein

Die Kölner Abwehr stand gegen die qualitativ stark aufspielenden Hoffenheimer stabil, ließ über weite Phasen so gut wie nichts zu und grätschte weg, was ihr vor die Füße kam. Auch die Statistik belegt mit 50 Prozent der gewonnen Zweikämpfe auf beiden Seiten, dass die Geißböcke in diesem Bereich gut mithalten konnten. „Hoffenheim ist momentan eins der besten Teams im der Bundesliga. Sie spielen unglaublich guten Fußball“, fasste Joel Schmied zusammen. „Sie haben uns richtig vor Schwierigkeiten gestellt.“ Diese Schwierigkeiten meisterte die Defensive des FC allerdings gut, fightete sich in die Begegnung rein und holte mit ihren Mitteln sehr viel raus. Ein Akteur, der sich die vergangenen Wochen besonders zurückgekämpft hat, ist Özkacar.

Özkacar bekommt den Vorzug

In sechs der vergangenen sieben Begegnungen lief der 25-Jährige in der Startelf auf, blieb nur einmal ohne Einsatz auf der Bank und stand in vier der Partien sogar über die volle Spieldauer auf dem Platz. Ein Erfolg, den sich der Türke über die Saison hart erarbeitet hat. Denn zu Beginn stand der Verteidiger in den ersten sieben Partien nur zwei Mal auf dem Platz und sammelte insgesamt lediglich 41 Minuten Einsatzzeit. Özkacar erarbeitete sich das Vertrauen des Trainers, mauserte sich zu einem Spieler, der zunehmend in der Startelf steht. Besonders auffällig erschien, dass Lukas Kwasniok den Innenverteidiger am Samstag Spielern wie Dominique Heintz oder Jahmai Simpson-Pusey vorgezog. Heintz durfte am Samstag sogar nur auf der Tribüne Platz nehmen, was sicherlich auch mit der Rückkehr von Rav van den Berg zusammenhing.

Und Özkacar gab der Entscheidung des Trainers recht. Der 25-Jährige zeigte gegen die Hoffenheimer einen sehr ordentlichen Auftritt, verteidigte hingebungsvoll und war im Kölner Aufbauspieler eine frische Komponente, indem er Jakub Kaminski mit langen Bällen auf rechts fütterte. Somit macht Özkacar seine Sache nicht nur in der Rückwärtsbewegung gut, er belebt auch das Kölner Spiel. In dieser Form werden es die Konkurrenten um den Platz in der Startelf schwer haben. Der Türke scheint in Köln angekommen zu sein. Und das möglicherweise zum genau richtigen Zeitpunkt. Denn Özkacar ist an den FC verliehen. Wieder einmal eine Leihe. Der Innenverteidiger spielte in der Vergangenheit für zahlreiche Clubs auf Leihbasis, so wirklich glücklich wurde er offenbar nie. Nun geht es also auch um die Zukunft in Köln. Der FC besitzt eine Kaufoption, Özkacar spielt also auch um seine Zukunft. Und das gelingt ihm zurzeit sehr gut.


FC-Leihgaben zwischen Abstiegskampf und Meisterkurs

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FC-Leihgaben zwischen Abstiegskampf und Meisterkurs

Abseits des spektakulären 2:2-Unentschieden der Mannschaft von FC-Coach Lukas Kwasniok gegen Hoffenheim gab es auch für die Leihspieler der Domstädter neue Entwicklungen auf ihren Stationen. 1. FC Köln: So lief das Wochenende für die FC-Leihgaben.

Zwischen Meisterkurs und Tabellenkeller, von Aarhus bis Linz: So lief das Wochenende für die FC-Leihgaben.

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Mit gemischten Gefühlen dürfte man als FC-Anhänger auf das abgelaufene Wochenende der Leihspieler des 1. FC Köln schauen. So war für die Geißböcke auf ihren Leihstationen jede erdenkliche Konstellation vertreten. Eine Niederlage beispielsweise musste Stürmer Imad Rondic hinnehmen. Rondic, der im Sommer auf den letzten Drücker zu Preußen Münster in die zweithöchste deutsche Spielklasse gewechselt ist, konnte eine Niederlage der Münsteraner nicht abwenden. Gegen Kaiserslautern mussten sich die Westfalen denkbar knapp mit 3:2 geschlagen geben. Eine Etage weiter unten taten zwei weitere FC-Stürmer-Leihgaben ihr Übriges, blieben dennoch, ebenfalls wie Rondic, ohne Torbeteiligung. So stand Mansour Ouro-Tagba für den VfB Stuttgart II im Duell mit Waldhof Mannheim in der Startelf. Seine Mannschaft ließ bei dem temporeichen 3:1-Heimsieg nichts anbrennen.

Kein Wiedersehen in Österreich, Pauli weiter verletzt

Nachwuchsstürmer Jaka Cuber Potocnik konnte seinerseits keinen bleibenden Eindruck für seinen derzeitigen Verein Rot-Weiss Essen hinterlassen. Die Essener, aktuell auf Platz Fünf in der Drittligatabelle, verloren das Verfolgerduell mit VfL Osnabrück (Platz 3 nach 25 Spieltagen). Derweil mussten andernorts Verletzte FC-Leihgaben auf Einsätze verzichten. In der Österreichischen Bundesliga etwa, beim 1:0 von Sturm Graz gegen Blau-Weiß Linz, fehlten sowohl Jusuf Gazibegovic auf Grazer als auch Elias Bakatukanda auf Linzer Seite. Zweitligist Dynamo Dresden derweil spielte auch ohne FC-Innenverteidiger Julian Pauli, der den Sachsen weiterhin mit einer Kopfverletzung fehlte, gegen Hannover 96.

Rasmus Carstensen erneut auf Meisterschaftskurs

Emin Kujovic feierte in der österreichischen Bundesliga seine Premiere für den Wolfsberger AC. Der bosnische U21-Nationalspieler kam gegen SK Rapid Wien in den Schlussminuten zum Einsatz, an der 0:2-Niederlage änderte jedoch auch seine Einwechslung nichts mehr. Rasmus Carstensen bleibt auf Erfolgskurs: Nach dem Meistertitel in der Vorsaison mit Lech Posen führt er nun auch mit Aarhus GF die dänische Superliga an. Am vorletzten Spieltag der regulären Saison gewann Aarhus mit 5:2 gegen Viborg FF. Aarhus Coach Jakob Poulsen brachte Carstensen Mitte der zweiten Halbzeit. Zum Abschluss der Hauptrunde geht es für den Spitzenreiter noch gegen das Schlusslicht Vejle Boldklub, ehe die Top sechs den Meister unter sich ermitteln.


These bestätigt, Bann (vorerst) gebrochen – ein Kommentar

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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These bestätigt, Bann (vorerst) gebrochen – ein Kommentar

Der FC hat sich am Samstag einen Punkt gegen eins der Top-Teams hart erarbeitet und gleichzeitig die Negativ-Serie seit dem Hinspiel gegen die TSG beendet. Das sollte Moral geben, denn die Kölner haben sich für eine gute Leistung belohnt. Ein Kommentar zum 2:2 des 1. FC Köln gegen Hoffenheim.

Die Kölner haben den Top-Team-Fluch beendet und sich für eine gute Leistung mit einem Punkt belohnt. In der Tabelle hilft das nicht zu Quantensprüngen, für die Moral war es aber ein ganz wichtiger Zähler.

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Lukas Kwasniok hatte vor der Begegnung gegen die TSG Hoffenheim einen Anflug von wahrsagerischen Fähigkeiten bewiesen. Der Kölner Coach erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Sinsheimer, dass er fest daran glaube, dass sich Performance dann auch irgendwann endlich auszahlen würde. Die jüngere Vergangenheit hätte den Trainer eigentlich eines besseren belehren können – vielleicht sogar müssen. Denn Kwasniok war es bekanntlich selbst, der immer wieder erwähnte, dass man sich nicht für die gute Leistung belohnt habe. Zuletzt eben gegen Leipzig und Stuttgart. Der FC spielte ansehnlich mit, hatte durchaus seine Chancen, doch am Ende des Tages eben keine Punkte. Gerade gegen die Top-Teams bekanntlich ein oft erlebtes Szenario.

Der FC belohnt sich

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Kölner in jenen Partien zwar gut mitgehalten haben, aber auch ganz sicherlich nicht unverdient ohne Zähler geblieben waren. Gut Mithalten ist eben nicht Augenhöhe – was wiederum nicht der Anspruch eines Aufsteigers gegen die Top-Teams sein muss. Gegen die TSG Hoffenheim war das über Phasen des Spiels durchaus der Fall. Die erste halbe Stunde dürfte zu den besten Saisonleistungen der Kölner gehört haben. Der FC war griffig, beschäftigte den Tabellendritten mehr als dieser es erwartet hatte, war in dieser Zeit sogar die deutlich bessere Mannschaft. Abgesehen von den zehn Minuten nach dem Wechsel gab es auch keine Phase, in der der Gast die Spielkontrolle gänzlich übernahm, sich einen Sieg verdient hätte.

Der FC trotzt den Gegebenheiten

Im Gegenteil: Der FC kämpfte, zeigte Willen, Leidenschaft und erarbeitete sich Chancen. Selbst nach dem 1:2 bewies Köln Moral, reagierte auf die zuletzt aufflackernde Anfälligkeit nach selbst erzielten Treffer mit einem Tor nach einem erhaltenen und hatte sogar die Chance auf mehr. Die Kölner trotzten dem Angstgegner, der Bilanz und den jüngsten Gesetzmäßigkeiten und verdienten sich einen Punkt. Sollte den Spielern in der Vergangenheit die mutigen Auftritte gegen die Top-Teams Hoffnung gegeben haben, so sollte es nun dieser Punkt noch einmal mehr tun. Am Tableau hat sich nicht viel geändert, aber an dem Fakt, dass sich die Kölner für ihren Aufwand dann doch belohnen können.

Lukas Kwasniok hatte vor dem Spiel gesagt, er glaube fest daran, dass sich Performance dann irgendwann auszahlt. Am Samstag hat der FC diese These bestätigt.


Wieder Wirbelwind statt Sturm-Flaute: Said El Mala trotzt widrigen Bedingungen

Wie geht es weiter mit Said El Mala?
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Wieder Wirbelwind statt Sturm-Flaute: Said El Mala trotzt widrigen Bedingungen

Erst die präzise Flanke für Aches Zaubertreffer, dann trifft er selbst: Said El Mala findet gegen die TSG Hoffenheim die richtige Antwort auf Kritik an seinen jüngsten Auftritten und wird wieder zum Punktgaranten für den 1. FC Köln: Said El Mala – Wirbelwind statt Torflaute.

Gegen Hoffenheim lieferte Said El Mala eine überragende Partie ab – zumindest hatte der Youngster mal wieder großen Anteil an den Kölner Zählern.

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Karrieren von Profisportlern verlaufen in aller Regel nicht geradlinig. Da sollte es niemanden verwundern, dass Toptalent Said El Mala in seiner Premierensaison in der Bundesliga nach dem ausschließlich in Superlativen zu beschreibenden Saison in der Zwischenzeit einen kleinen Leistungsknick hinnehmen muss. Seit sechs Spielen wartete der Shootingstar vor dem Hoffenheim-Spiel auf einen Treffer, so lange wie nie zuvor in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag lieferte sein Coach Lukas Kwasniok prompt eine Erklärung: „Es ist für ihn auch schwerer geworden, egal ob er von Beginn an spielt oder nicht […]“, befand Kwasniok. „Das wird der nächste Schritt für ihn, sich unter erschwerten Bedingungen durchzusetzen. Dann kann er für uns ein ganz entscheidender Faktor sein.“ Nach dem 23. Spieltag sollten alle Zweifel und Kritik an dem Dribbler vorerst verstummt sein. Denn gegen die TSG aus Hoffenheim sollte der Knoten endlich platzen.

Essentielles Zahnrädchen im FC-Uhrwerk

Entgegen seiner höheren Erfolgsquote als Joker setzte FC-Coach Lukas Kwasniok im Spiel gegen die TSG Hoffenheim von Beginn an auf Said El Mala. Ein gutes Omen: Beim Hinspiel im Oktober hatte El Mala die Geißböcke mit einem unvergleichlichen Solo zum 1:0-Auswärtssieg geführt. Auch beim gestrigen Rückspiel setzte der Kölner Trainer gegen die hoch pressenden Kraichgauer auf El Malas schnelle Beine, um die Hoffenheimer Restverteidigung durch Tiefenläufe zu überrumpeln – ein Plan, der aufging. Die Spielanlage von Hoffenheims Trainer Christian Ilzer ermöglichte es, El Mala für die Geißböcke vielleicht noch ein wenig mehr zum Schlüsselspieler im FC-System zu machen als in den zurückliegenden Auftritten der Domstädter. Die Gäste aus Sinsheim dachten nämlich gar nicht daran, ihr Pressing zu opfern, um das Konterpiel der Hausherren einzudämmen.

Widerstand ist Zwecklos

Stattdessen lief Ilzers Elf einen Angriff nach dem anderen, wobei sie im Zuge dessen an der hervorragend aufgelegten Defensivabteilung der Kölner scheiterten, die in der Regel hellwach agierte und ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verrichtete und häufig Jakub Kaminski und eben El Mala auf die Reise in Richtung des Tor von TSG-Keeper Oliver Baumann schickte. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Hoffenheimer Defensive ihrerseits es dem Flügelflitzer leicht gemacht hat, im Gegenteil. Den Gästen gelang es mehrfach, El Mala aufzuhalten. So zum Beispiel kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit: Nach einem missglückten Standard der Gäste konterte Köln mit El Mala über den rechten Flügel. Der 19-Jährige überspurtete Hoffenheims Wouter Burger mit Ball am Fuß. Am Sechzehner blieb er dann aber an einem Hoffenheimer Verteidiger hängen und die Chance verpuffte.

El Mala lässt den Knoten platzen

Und schließlich gelang es El Mala, seinen Torfluch zu brechen. In einer Phase, in der der Offensivdruck der Gäste früher oder später zum nächsten Gegentreffer geführt hätte, erzielte er in der 63. Minute den erlösenden Treffer zum 2:2-Endstand. Er selbst leitete einen Konter ein und versenkte den Ball nach einem Laufduell im Tor der Gäste. „Als Stürmer ist es immer wichtig, Tore zu erzielen. Er kriegt durch solche Aktionen Selbstvertrauen. Andere Leute können sagen, was sie wollen, Said hat es wieder gezeigt. Es ist seine Stärke und das ist nicht einfach, wie er da lossprintet. Er hat sich gut belohnt“, sagte Ragnar Ache. Fest steht: Gegen Hoffenheim hat El Mala seinem Trainer und den FC-Anhängern bewiesen, dass er auch unter schwierigen Bedingungen unersetzlich sein kann.


Die rechte Defensive bricht dem 1. FC Köln weg: Chance für den Nachwuchs oder Einfallsreichtum?

Sebastian Sebulonsen und Jahmai Simpson -Pusey vom 1 FC Köln
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Die rechte Defensive bricht dem 1. FC Köln weg: Chance für den Nachwuchs oder Einfallsreichtum?

Mit Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen fallen gleich zwei Spieler beim FC aus, die eigentlich auf der rechten Defensivseite zu Hause sind. Lukas Kwasniok wird also wieder seinen Einfallsreichtum beweisen müssen beim 1. FC Köln: Der FC ist auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger.

Eigentlich schien die Baustelle des rechten Verteidigers beim FC geschlossen. Nun fallen allerdings gleich zwei Abwehrspieler zeitgleich aus und Trainer Lukas Kwasniok muss erneut puzzeln beim 1. FC Köln.

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Die Nachricht, dass Jan Thielmann vorerst ausfallen würde, war bereits seit Samstagabend erwartet worden. Doch der FC hatte am Sonntagmittag noch eine weitere Hiobsbotschaft mit am Start: Neben dem Eigengewächs fehlt den Geißböcken in den kommenden Wochen wohl auch Sebastian Sebulonsen. Beide zogen sich eine muskuläre Verletzung zu und fallen demnach aus. Das ergaben MRT-Untersuchungen der FC-Profis. Und damit tut sich erneut eine Baustelle auf, die aus der Vergangenheit durchaus bekannt ist, die man beim FC aber eigentlich seit dem Sommer geschlossen hatte oder glaubte. Nun aber brechen dem FC in nur einer Partie beide etatmäßigen Rechtsverteidiger-Alternativen weg.

Chance für den Nachwuchs?

Gerade zu Saisonbeginn war Sebastian Sebulonsen auf der rechten Seite sowohl in der Dreier- als auch in der Viererkette im Defensivverbund gesetzt. Sebulonsen spielte in der Liga in zwölf Begegnungen von Beginn an auf der rechten Seite. Als der 26-Jährige immer wieder in die Innenverteidigung gezogen wurde, übernahm Thielmann seine ungeliebte Position, auf der er schon in der Vergangenheit immer wieder zum Einsatz kam, wenn auch nicht immer glücklich. Thielmann startete sechs Mal auf der rechten Seite im Fünferverbund. Und da mit Alessio Castro-Montes aktuell auch der Wingback-Backup ebenfalls mit einer muskulären Verletzung fehlt, stellt sich durchaus die Frage, wie der Kölner Coach die Verletzungsmisere dieses Mal kompensieren will.

Mit Jakub Kaminski und Linton Maina haben in dieser Spielzeit bereits zwei Akteure auf der rechten Seite ausgeholfen, die eigentlich eher in der Offensive und auf der linken Seite ihre Stärken haben. Gerade Maina war auch deutlich offensiver eingesetzt. Der 26-Jährige soll nach seiner Verletzung am Dienstag wieder ins Training einsteigen. Kwasniok hat in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich immer wieder einen gewissen Einfallsreichtum an den Tag gelegt, lässt sich von nominellen Positionen nicht beeinträchtigen. Joel Schmied wäre möglicherweise eine Option, die der Kölner Coach auf der rechten Seite probieren könnte, Jahmai Simpson-Pusey wäre eine Alternative als rechter Innenverteidiger. Möglich aber auch, dass der Trainer in der personellen Not dem ein oder anderen Nachwuchsspieler eine Chance eröffnet. Mit David Fürst und Cenny Neumman standen bereits zwei Youngster im Kader, die auf der rechten Abwehrseite zu Hause sind.

Im Winter hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, ob auf der RV-Position nachgebessert werden müsse. Beim FC entschied man sich dagegen. Natürlich nicht ahnend, dass gleich mehrere Alternativen für die Position ausfallen würden.