„In den letzten Minuten bin ich auch ein bisschen nervöser geworden“ -Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Nürnberg

Der FC gewann am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg 2:1. Nachdem zunächst ein Elfmeter nicht gegeben wurde, traf Florian Kainz doppelt und der FC nimmt drei Punkte mit nach Hause. Nach dem Spiel äußerten sich unter anderem FC-Interims-Trainer Friedhelm Funkel und Doppel-Torschütze Florian Kainz. Die Stimmen zum Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Nürnberg.

Was verändert Friedhelm Funkel? So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen

Friedhelm Funkel und Matthias Lust beim Training des 1. FC Köln
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Was verändert Friedhelm Funkel? So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen

Das 1:1 gegen Regensburg war für die FC-Verantwortlichen zu viel. Gerhard Struber musste gehen, Friedhelm Funkel hat übernommen. Für die ganz großen Umstellungen wird es wohl zu wenig Zeit gegeben haben. Doch Veränderungen wird es geben müssen. So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen.

Dreierkette oder Viererkette? Doppelspitze oder Doppelsechs? Ein neuer Trainer, eine neue Ausrichtung? Personell wird Friedhelm Funkel im Vergleich zur Vorwoche umstellen müssen. Doch wie groß werden die Veränderungen sein? So könnte der 1. FC Köln gegen Nürnberg spielen.

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Nun wird es also ernst für den neuen Trainer des 1. FC Köln. Am Abend steht das erste Pflichtspiel der dritten FC-Amtszeit von Friedhelm Funkel auf dem Plan und das Unterfangen Aufstieg schlägt ein neues Kapitel auf. Unter der Woche deutete der Coach an, dass er in den wenigen bisherigen Trainingseinheiten gar nicht so einen großen Fokus auf die Taktik legen würde, die ohnehin so oder so von den Spielern umgesetzt werden könne. Die Marschroute soll wohl dennoch eine offensive sein. Funkel gab an, er wolle nach „vorne spielen, Tore schießen“. Das spricht also nicht gerade für eine defensive Ausrichtung. Voraussichtlich wird der neue Coach bei der Viererkette bleiben und die erste Umstellung geht damit einher. Denn Max Finkgräfe fehlt erkrankt. Leart Pacarada wird wieder in die Anfangsformation zurückkehren.

Kehrt Gazibegovic zurück in die Startelf?

In der Innenverteidigung dürfte Funkel auf die Routine seiner erfahrenen Spieler setzen. Timo Hübers und Dominique Heintz werden wohl die Zentrale absichern. Ob Jusuf Gazibegovic direkt wieder in die Startelf rotiert, wird sich zeigen, ist aber nicht ausgeschlossen. Dafür könnte dann Jan Thielmann eine Kette nach vorne rücken. Auf der linken Seite könnte es ebenfalls zu einem Comeback kommen, zumindest zu einem Startelf-Comeback. Linton Maina dürfte wieder in der Anfangsformation stehen. Vor Eric Martel auf der Sechs könnte Luca Waldschmidt für die kreativen Momente verantwortlich sein. Im Sturm ist Tim Lemperle gesetzt. Neben dem Eigengewächs, das den FC bekanntlich bald verlassen wird, dürfte erneut Damion Downs seine Chance bekommen.

Sollte Thielmann auf der rechten Verteidigerposition spielen, könnte Denis Huseinbasic ein Anfangs-Kandidat sein. Mit Spielern wie Mark Uth und Florian Kainz gibt es aber auch weitere Optionen, die durchaus Chancen auf einen Platz in der Startelf haben.

Duell gegen Nürnberg: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen

Flog gegen Hannover vorzeitig vom Platz: Leart Pacarada

Leart Pacarada

Dominique Heintz ist ein Leistungsträger beim 1. FC Köln

Dominique Heintz

Timo Hübers im Pokalspiel des 1. FC Köln

Timo Hübers

Jan Thielmann nach seinem Treffer gegen Darmstadt

Jan Thielmann

Denis Huseinbasic

Denis Huseinbasic

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Damion Downs ist ein Hoffnungsträger beim 1. FC Köln

Damion Downs

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln

Luca Waldschmidt

Tim Lemperle beim 1. FC Köln

Tim Lemperle

Linton Maina, Spieler des 1. FC Köln
Linton Maina



Dejan Ljubicic nicht im Kader des 1. FC Köln – Der traurige Höhepunkt eines Abschieds auf Raten

Dejan Ljubicic steht nicht im Kader der Kölner für die Begegnung gegen den 1. FC Nürnberg. Angesichts der fußballerischen Fähigkeiten des Mittelfeldspielers sicherlich überraschend. Nur scheint der Österreicher mit dem Kopf bereits ganz woanders zu sein. Der 1. FC Köln und Dejan Ljubicic: Eine Story ohne Happy-End.

Frauen des 1. FC Köln rüsten mit Champions-League-Teilnehmerin weiter auf

Ella Touon im Zweikampf im Spiel gegen den FC Barcelona
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Frauen des 1. FC Köln rüsten mit Champions-League-Teilnehmerin weiter auf

Die FC-Verantwortlichen schrauben weiter am Frauen-Kader für die kommende Spielzeit. Die Fußballerinnen des 1. FC Köln verpflichten Ella Touon. Die 21-Jährige wechselt vom österreichischen Meister SKN St. Pölten an den Rhein.

Nach dem zweiten Saisonsieg gibt es die nächste erfreuliche Nachricht von den Frauen der Geißböcke. Die Fußballerinnen des 1. FC Köln verpflichten mit Ella Touon eine weitere junge Spielerin mit internationaler Erfahrung.

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Während es bei den männlichen Profis bislang noch keine offiziellen Neuzugänge für die kommende Saison gibt, rüsten die Fußballerinnen der Geißböcke ordentlich auf. Der FC hat am Donnerstag die nächste Neuverpflichtung bekannt gegeben. Ella Touon wird den FC verstärken. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, unseren Kader mit Ella Touon zu verstärken. Sie kennt die Bundesliga bereits, hat in Österreich beeindruckende Erfolge gefeiert, international gespielt und besitzt zudem großes Entwicklungspotenzial“, sagt Nicole Bender-Rummler, Leiterin Frauen- und Mädchen-Fußball beim FC. Die 21-Jährige ist in Düsseldorf geboren, wuchs aber in Lachen am Zürichsee auf und besitzt sowohl die deutsche als auch die schweizer Staatsangehörigkeit. Für die Schweiz lief die Außenbahnspielerin schon vier Mal auf.

„Der FC ist ein richtig cooler Club“

Über diverse Stationen im Nachwuchsbereich landete Touon schließlich bei der SGS Essen. Dort feierte die Abwehrspielerin 2020 ihr Bundesliga-Debüt gegen den FC Bayern München. 2023 verpflichtete SKN St. Pölten die Außenbahnspielerin. Mit St. Pölten wurde Touon in ihrem ersten Jahr Double-Siegerin aus österreichischer Meisterschaft und Pokal. Einen Erfolg, den sie nun wiederholen könnte. Denn in diesem Jahr wurde sie erneut österreichische Meisterin und steht mit St. Pölten im österreichischen Pokalfinale. Für den Club stand sie auch in der Champions League unter anderem gegen den FC Barcelona auf dem Platz.

Nun folgt der Schritt nach Köln. „Der FC ist ein richtig cooler Club, hat tolle Fans und ich möchte mich hier weiterentwickeln. Ich freue mich sehr, ab Sommer hier und zurück in der Bundesliga zu sein“, sagt die 21-Jährige. „Das Potenzial und die Ziele des Clubs für die nächsten Jahre haben mich überzeugt und ich möchte helfen, diese gemeinsam zu erreichen.“ Der FC hat damit schon einige Weichen für die Zukunft gestellt. Neben Touon wurden bereits Marina Hegering und Lisa Schmitz vom VfL Wolfsburg verpflichtet. Zudem hat Anna Gerhardt ihren Vertrag verlängert. Am Sonntag steht für die FC-Frauen der letzte Spieltag auf dem Programm. Dann geht es im Heimspiel gegen das Schlusslicht Turbine Potsdam. Potsdam steht als Absteiger fest.


Wie schon in 2021: Werden die Karten beim 1. FC Köln nun neu gemischt?

Mark Uth im Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Nürnberg
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Wie schon in 2021: Werden die Karten beim 1. FC Köln nun neu gemischt?

Bereits vor drei Jahren gelang es Friedhelm Funkel, das drohende Abstiegsszenario in Hoffnung und Aufbruch zu verwandeln. Mit unkonventionellen Entscheidungen und frischen Impulsen brachte er nicht nur neue Struktur ins Spiel, sondern auch neues Leben in eine verunsicherte Mannschaft des 1. FC Köln: Werden die Karten unter Friedhelm Funkel nun neu gemischt?

Das vorangegangene Interims-Intermezzo in der Saison 2020/2021 offenbart: Die Verpflichtung des Trainers bietet eine Chance für Spieler auf dem Abstellgleis beim 1. FC Köln: Werden die Karten unter Friedhelm Funkel nun neu gemischt?

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Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Bayer Leverkusen gelang dem FC im April 2021 ein überraschender 2:1-Heimsieg gegen RB Leipzig. Es folgte der Klassenerhalt in der Relegation gegen Holstein Kiel. Ein Nervenspiel, das der FC am Ende für sich entschied – und das, je nach Verlauf der nächsten Wochen, auch in dieser Saison wieder zum Thema werden könnte. Mit einem entscheidenden Unterschied: Diesmal geht es nicht um das Überleben in der Bundesliga, sondern um die Hoffnung auf den Wiederaufstieg. Der FC könnte in der Rolle des Herausforderers aus der zweiten Liga in die Relegation gehen. Schon damals bewies Funkel sein Gespür für unkonventionelle Maßnahmen. Im Spiel gegen Leipzig am 30. Spieltag der Saison 2020/2021 beorderte er Außenverteidiger Jonas Hector in der zweiten Halbzeit kurzerhand in die Sturmspitze, als Unterstützung für den spielstarken Ondrej Duda. Mit Erfolg: Hector traf doppelt und avancierte zum Matchwinner.

Funkel: “Kann mich auch irren!”

Torhüter Marvin Schwäbe brachte es am Dienstag nach dem Training auf den Punkt: „Das merkt man schon, wenn er den Raum betritt. Mit seiner Erfahrung hören alle zu. Das ist ein gutes Gefühl.“ Gemeint ist Friedhelm Funkel, der als erfahrener Interims-Trainer Ruhe in eine sportlich und mental verunsicherte Mannschaft bringen soll. Dieses gute Gefühl könnte vor allem Winterneuzugang Imad Rondić gut tun. Der Bosnier steht exemplarisch für die Diskussion um die Qualität der Wintertransfers, die unter dem ehemaligen Sportdirektor getätigt wurden. Pikant: Noch im März hatte Funkel selbst, damals noch als Beobachter von außen, öffentlich Zweifel an der Verstärkungskraft von Rondić, Jusuf Gazibegović und Joel Schmied geäußert.

Nun, nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten, schlägt Funkel versöhnlichere Töne an. Auf die Frage, wie er die Winterneuzugänge einschätze, antwortete er am Mittwoch: „Sie können mich eines Besseren belehren. Das ist ganz einfach. Ich kann mich auch mal irren. Die Kritik war ja nicht persönlich gemeint. Die Kritik war, dass man den Spielern eine gewisse Eingewöhnungszeit geben will. Wenn man Spieler im Winter holt, müssen sie eigentlich sofort funktionieren. Im Training haben sie einen sehr guten Eindruck gemacht. Und ich kann mich auch mal irren!”

Vom Abstellgleis zurück ins Rampenlicht?

Mit dem Trainerwechsel zum erfahrenen Funkel könnte sich nicht nur die Stimmung rund um den 1. FC Köln ändern, sondern auch die Hierarchie innerhalb des Kaders leicht verschieben. Marvin Obuz zum Beispiel ist ein Spielertyp, der im System von Gerhard Struber keinen Platz fand. Der 23-Jährige, dessen Stärken eindeutig auf dem Flügel liegen, passte nicht in das Spielsystem des Österreichers. Ein Grund, warum er zuletzt dreimal in Folge nicht einmal im Kader stand. Seit vergangener Woche steht fest: dem Flügelflitzer bleibt nur der Abschied. Sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Doch der Wechsel auf die Trainerbank könnte ihm zum Abschluss noch einmal eine Bühne bieten. Ein neues Spielsystem wird Funkel in den wenigen Tagen bis zum Spiel gegen Nürnberg sicher nicht einführen. Aber der Schwung eines Neuanfangs könnte kreative Offensivspieler wie Obuz plötzlich wieder in den Fokus rücken. Kreativität, Tempo, Mut zum Abschluss. All das ging dem FC in den vergangenen fünf Spielen verloren.


Und auch auf anderen Positionen könnten sich neue Möglichkeiten ergeben. Max Finkgräfe etwa nutzte seine Chance beim 1:1 in Regensburg. Der 21-Jährige rückte für den angeschlagenen Leart Paqarada auf die Linksverteidiger Position und überzeugte. Mit viel Elan, mutigen Vorstößen und scharfen Hereingaben suchte er mehrfach Downs, Lemperle und Rondić, die allerdings ihre Chancen vergaben. Finkgräfe zeigte, dass er das Vertrauen rechtfertigen kann und dass der FC auch auf dieser Position Qualität aus der eigenen Jugend schöpfen kann. Und dann ist da noch Steffen Tigges. Der schlaksige Mittelstürmer hat in dieser Zweitliga-Saison eine Bilanz, die schwer auf der Seele eines Angreifers lasten dürfte: 16 Einsätze, 0 Tore, 0 Vorlagen. Unter Struber fiel er zuletzt komplett aus dem Kader. Doch Funkel, bekannt für seine Erfahrung im Umgang mit verunsicherten Spielern, hat schon einmal bewiesen, dass er einem Angreifer neues Selbstvertrauen geben kann. Der Schwede Sebastian Andersson erzielte in der Bundesliga-Saison 2020/21 drei seiner fünf Saisontore nach Funkels Amtsübernahme. Vielleicht gelingt dem Routinier ja ein ähnliches psychologisches Kunststück mit Tigges und bringt den Knoten des Mittelstürmers endlich zum Platzen.

Die Oldies sollen es richten 

Florian Kainz ist für Funkel vielleicht das bekannteste Gesicht im aktuellen Kader des 1. FC Köln. Bereits vor drei Jahren kämpften beide gemeinsam erfolgreich gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Diese gemeinsame Vergangenheit gewinnt nun wieder an Bedeutung. Struber hatte den Österreicher zuletzt auf verschiedenen Positionen im zentralen Mittelfeld ausprobiert, mal auf der Sechs, mal auf der Acht. Das funktionierte mal mehr, mal weniger gut. Gegen Regensburg rückte Kainz aber wieder stärker positiv in den Fokus: Der 32-jährige überzeugte als Aktivposten. Mit seine präzisen Flanken versuchte er immer wieder, Damion Downs und Tim Lemperle in Szene zu setzen. Die Leistungskurve zeigte im Vergleich zum schwachen Auftritt gegen Hannover deutlich nach oben. Im Spiel des FC wird er mit Leistungen wie gegen Regensburg nun mehr denn je gebraucht, um Struktur, Ruhe und Torgefahr auf den Rasen zu bringen. 

Und auch ein anderer Routinier rückt wieder in den Mittelpunkt: Mark Uth. Der 32-Jährige verkündete nach dem Spiel gegen Regensburg sein Karriereende zum Saisonende – und wird nun vor dem Fußball-Ruhestand nochmal besonders wichtig. Funkel weiß um Uths Bedeutung im Team und will seine Ausstrahlung gezielt nutzen: „Wir brauchen Mark Uth. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft. Das ist auch in einem langen Gespräch mit ihm deutlich geworden. Ob er von Anfang an spielt, darüber werden wir noch einmal sprechen. Einen Mark Uth kann ich immer bringen.“ Für die jungen und unerfahrenen Spieler im Kader kann ein fitter und spielstarker Uth nicht nur sportlich, sondern auch mental ein Anker sein. Und mit Kainz auf dem Platz bleibt zumindest ein Teil des Gefüges erhalten, das in den letzten Wochen immer mehr zu bröckeln drohte. In einer Mannschaft auf der Suche nach Halt sind sie nun als Stabilitätsgaranten im Saisonfinal gefragt.


„Ich kann nachvollziehen, dass du dann was änderst“ – Jonas Hector über das Struber-Aus

Jonas Hector
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„Ich kann nachvollziehen, dass du dann was änderst“ – Jonas Hector über das Struber-Aus

In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ äußerte sich Jonas Hector zur aktuellen Situation des FC. Unter anderem spricht der Ex-Kölner über seine Sicht auf Personalentscheidungen des 1. FC Köln: Das sagt Jonas Hector zum Struber-Aus.

Drei Spiele in Folge hat der FC nun nicht mehr gewonnen, aber „zum Glück gewinnen die anderen ja auch nicht“ resümiert der Ex-Kölner. 1. FC Köln: Das sagt Jonas Hector zum Struber-Aus

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Eine kuriose Situation wird Friedhelm Funkel und Jonas Hector immer verbinden. Bei seiner letzten Amtszeit stellte der Coach den damaligen Defensivspezialisten im Spiel gegen Leipzig kurzerhand im Sturm auf. „Ich hatte ja keinen anderen“, sagte der Trainer am Mittwoch und erklärte, dass der eigentliche Stürmer Sebastian Andersson verletzt war und Hector im Training immer die meisten Tore erzielt habe. Und das tat der damalige Kapitän auch gegen den Favoriten – und das gleich doppelt. Hector avancierte zum Matchwinner, der FC sammelte ganz wichtige Punkte und Friedhelm Funkel heimste die nächsten Beliebtheits-Zähler ein. Eine ähnliche Überraschung sei nun nicht nötig. Schließlich verfüge der Coach ja dieses Mal über Stürmer.

„Das traue ich ihm zu“

Hector glaubt indes, dass die Kölner Verantwortlichen mit dem Coach die richtige Wahl getroffen haben. „Friedhelm ist jemand, der redet viel mit den Spielern. Er versucht, jeden abzuholen und in den zwei Wochen eine Stimmung reinzubringen, bei der man merkt: ‚Alles klar, Jungs, ihr habt das eh drauf – dann zeigt es einfach mal.‘ Das traue ich ihm zu“, sagt Hector in seinem Podcast „schlag und fertig“. „Die Wahl in dieser Situation ist absolut nachvollziehbar“, sagt Hector, der im übrigen auch Verständnis für die Entlassung von Gerhard Struber aufbringen kann. „Den Trainerwechsel verstehe ich insofern, weil man merkt, dass die Mannschaft gar kein Selbstvertrauen hatte“, so Hector. „Wenn man nur auf die Aufstellung guckt, ist jeder Spieler des 1. FC Köln besser als einer von Jahn Regensburg gewesen.“ 

Und doch war auf dem Feld davon nicht viel zu sehen. Köln war zwar dominant, aber eben nicht zwingend genug. Im letzten Drittel fehlte es einmal mehr. „Jeder hatte die Erwartungshaltung, dass man Regensburg weghaut. Du hast schon in der ersten Halbzeit gemerkt, dass die Fans unruhig werden, weil die Zuschauer unzufrieden waren“, sagt der ehemalige Nationalspieler, der das Spiel im Stadion verfolgte. „Daran kann man festmachen, wie die Leute, die im Endeffekt entscheiden, das Spiel am Samstag aufgenommen und dann auch umgesetzt haben.“ Und weiter: „Dass es eine Mannschaft nicht hinbekommt, vor 50.000 euphorisierten Fans den Schritt Richtung Aufstieg zu machen, wo du gemerkt hast, jeder hat Bock. Da kann ich kann schon nachvollziehen, dass du da was änderst.“ Das taten die FC-Bosse bekanntlich. Gerhard Struber ist nicht mehr länger Trainer.

„Da geht das Überlegen los“

Und auch Christian Keller musste den Verein verlassen. „Das war ein Paukenschlag. Ich habe es so nicht unbedingt erwartet“, sagte Hector. „Du hast halt noch zwei Spiele. In Nürnberg mit wenig Selbstvertrauen und dann gegen Kaiserslautern. Und du hast oben auch nicht das beste Torverhältnis. Da ist kein Puffer dabei. Elversberg hat das beste Torverhältnis. Da geht das Überlegen schon los. Dass Christian Keller mitgehen muss, hat mich das schon überrascht.“


Racioppi wohl vor dem Aus, plant der 1. FC Köln mit diesem Talent aus Dänemark?

Jonathan Fischer soll auf dem Zettel des 1. FC Köln stehen
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Racioppi wohl vor dem Aus, plant der 1. FC Köln mit diesem Talent aus Dänemark?

Der FC wird offenbar sein Torwartteam für die kommende Spielzeit umbauen. Dabei deutet sich ein Abgang von Anthony Racioppi an. Es gibt aber bereits den ersten Namen für eine Alternative. Der 1. FC Köln ist wohl an Jonathan Fischer interessiert.

Der 1. FC Köln ist wohl an Jonathan Fischer interessiert. Das berichten dänische Medien. Der Keeper gilt als großes Talent und spielt eine überragende Saison.

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Die Anzeichen erscheinen ziemlich eindeutig. In den vergangenen beiden Spielen war die eigentliche Nummer zwei des 1. FC Köln weit von einem Bankplatz entfernt. Anthony Racioppi spielte in den jüngsten Planungen von Gerhard Struber keine große Rolle mehr. Der Keeper war im Winter ausgeliehen worden, sollte den Druck auf Marvin Schwäbe erhöhen. Gegen Hannover und Regensburg hieß der Ersatzkeeper aber Philipp Pentke. Racioppi hätte sich einen Kaderplatz erkämpft, wenn Marvin Schwäbe länger ausgefallen wäre. Die Kölner Nummer eins hatte in der vergangenen Woche mit Unwohlsein zu kämpfen. Auf der Pressekonferenz vergangene Woche erklärte der Coach, dass Struber dem 40-jährigen Pentke wohl eher vertraue. Die Zeichen scheinen für Racioppi schon wieder auf Abschied zu stehen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Finanziell eine Herausforderung

Der Schweizer Keeper wurde bekanntlich ausgeliehen, der FC hat aber eine Kaufoption. Doch es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese gezogen wird. Es sei denn der ehemalige Kölner Keeper und Interims-Sportdirektor Thomas Kessler hat eine andere Sichtweise als Ex-Trainer Struber. Im Testspiel gegen den SC Verl im März avancierte Racioppi noch zu einem der wenigen Hoffnungsträger, bei seinem Auftritt in der U21 leistete sich der Keeper folgenschwere Patzer. Der FC will sich im Sommer wohl neu im Torwartteam um Marvin Schwäbe aufstellen. Gerade im Aufstiegsfall scheint das auch bitter nötig. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Pentke dann noch eine Rolle spielen würde. Dementsprechend kommen die Transfergerüchte aus Dänemark nicht überraschend.

Denn laut dänischen Medien soll der FC ein Auge auf Torhüter Jonathan Fischer geworfen haben. So berichtet das Portal tipsbladet.dk, dass der FC einer von mehreren europäischen Interessenten sei. Neben Köln soll auch der belgische Club Genk sowie der französische Verein FC Lorient einen Vertreter nach Norwegen geschickt haben. Der 23-Jährige spielt dort für den norwegischen Erstligisten Fredrikstads. „Es ist schwer zu ignorieren, dass Jonathan ein sehr hohes Niveau hält und dass er mit seiner Mentalität in der kommenden Zeit nur noch besser werden wird“, zitiert das Portal Fredrikstads Sportdirektor Anders Jensen. Der Keeper kommt mittlerweile auf 35 Erstliga-Einsätze, war bereits U19-Nationalspieler für Dänemark und wurde im Winter zum „Spieler des Jahres“ nominiert – als einziger Keeper.

Innerhalb kürzester Zeit hat der Däne seinen Marktwert auf 2,5 Millionen Euro nach oben geschraubt. Da der Keeper das Interesse mehrerer Clubs geweckt hat und der Vertrag bis 2028 läuft, dürfte eine Ablöse aber deutlich höher liegen. Schon bei Odenses Luca Kjerrumgaard war die geforderte Ablöse dem FC zu hoch. Die Kölner verfügen im Aufstiegsfall dem Vernehmen nach über ein Budget von rund zwölf Millionen Euro. Ein Großteil des Geldes wird sicher nicht in die Verpflichtung einer Nummer zwei fließen sollen. Eine Leihe wäre wohl eher eine Option.


Zweiter Saison-Sieg sorgt für Erleichterung: FC-Frauen können versöhnlichen Abschluss schaffen

Britta Carlson beim Training des 1. FC Köln
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Zweiter Saison-Sieg sorgt für Erleichterung: FC-Frauen können versöhnlichen Abschluss schaffen

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich die Chance erarbeitet, die Bundesliga-Saison wenigstens noch mit einem guten Gefühl beenden. Der Sieg in Bremen war Balsam für die Seele. Die Frauen des 1. FC Köln wollen zum Abschluss nachlegen.

Das Bild war ein seltenes, aber eins, das für Erleichterung sorgte. Die Frauen des 1. FC Köln feierten den zweiten Saisonsieg und wollen zum Abschluss nun nochmal nachlegen.

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Es waren Bilder, die selten waren in dieser Bundesliga-Saison: Die FC-Frauen strahlten nach dem Abpfiff und feierten gemeinsam mit den mitgereisten Kölner Fans den 2:1-Auswärtssieg bei Werder Bremen. Es war erst der zweite Dreier für den FC in dieser Saison und der erste Sieg seit Anfang Dezember beim 1:0 in Potsdam. Dem Gegner schien das drei Tage vorher verlorene Pokal-Finale noch in den Knochen und möglicherweise noch viel mehr im Kopf zu stecken. Dies begünstigte sicherlich den starken Auftritt, den die Kölnerinnen insbesondere vor der Pause hinlegten. Mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss wäre da sogar schon mehr drin gewesen als die knappe 1:0-Halbzeitführung. „Wir hätten da schon deutlicher führen müssen“, konstatierte auch Britta Carlson, die erstmals einen Bundesliga-Sieg als FC-Trainerin feiern konnte.

„Ich wusste gar nicht, dass sie so kopfballstark ist“

Nach der Pause drohte den Kölnerinnen die Partie jedoch zu entgleiten. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine Viertelstunde, in der Bremen sehr gedrückt hat, viele Standards hatte. Wir konnten das gerade noch gut wegverteidigen“, analysierte Carlson und haderte: „Wir haben dann in der Phase, als wir dem 2:0 ein bisschen näher waren, das 1:1 bekommen.“ Letztlich waren es zwei ruhende Bälle, die dem FC den Sieg bescherten. Das 1:0 fiel nach einer Ecke, das 2:1 von Anna Gerhardt nach einem Freistoß. „Ich wusste gar nicht, dass sie so kopfballstark ist“, schmunzelte die Trainerin kurz nach der Partie.

Carlson konstatierte nach den intensiven 90 Minuten an der Weser: „Ich glaube, dass es aufgrund des gesamten Spielverlaufs schon absolut in Ordnung geht, dass wir auch gewonnen haben.“ Die FC-Frauen erhöhten ihr Punktekonto damit auf elf Zähler und stehen bei der exakt gleichen Punktzahl wie am Ende der Saison 2017/18. Damals stieg der FC mit diesem Minusrekord als Vorletzter ab. Diesmal kletterten die Kölnerinnen sogar an Jena vorbei auf den zehnten Rang – zumindest bis Montagabend, wenn Jena zuhause gegen den Double-Sieger aus München nachziehen kann. Jena genügt ein Unentschieden, um am FC wieder vorbeizuziehen.

„Wir haben noch keinen Heimsieg“

Der FC möchte nun aber sogar noch drei Zähler oben draufpacken zum Saison-Abschluss am Sonntag (14 Uhr) gegen den Absteiger Turbine Potsdam. Zwei Siege in Folge wären ein versöhnlicher Abschluss am Ende einer über weite Teile enttäuschenden Saison. „Wir haben noch keinen Heimsieg“, richtete Carlson den Blick bereits in Bremen nach vorne und formulierte damit auch die Mission zum Saison-Abschluss: „Insofern ist es natürlich für die Mannschaft auch noch mal wichtig, da zu punkten, auch mit der Art und Weise, wie wir auch spielen wollen.“ Zudem sollen „die Spielerinnen, die den Verein verlassen, vernünftig verabschiedet“ werden. Carlson forderte, „nochmal alles reinzulegen und den heimischen Fans was zurückzugeben. Das ist wichtig.“