Yannick Mausehund verlängert den Vertrag und wird verliehen

Yannick Mausehund vom 1. FC Köln
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Yannick Mausehund verlängert den Vertrag und wird verliehen

Der FC lässt ein weiteres Talent Spielpraxis in der 3. Liga sammeln. Der 1. FC Köln verleiht Yannick Mausehund an den TSV Havelse. Zuvor hatten die Geißböcke den Vertrag verlängert.

Der FC verleiht ein weiteres junges Talent. Yannick Mausehund wird in der kommenden Saison für Havelse in der 3. Liga auflaufen. Um die Leihe umsetzen zu können, musste zuvor der Vertrag verlängert werden.

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In der Vergangenheit durfte er schon bei den Profis mittrainieren, in der kommenden Saison wird er weitere Profiluft schnuppern – das aber in Havelse „Nach einem verletzungsbedingt nicht ganz einfachen Start beim FC hat sich Yannick in der vergangenen Saison stark zurückgekämpft und als Stammspieler eine wichtige Rolle in unserer U21 eingenommen“, so Lukas Berg, Technischer Direktor beim 1. FC Köln. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir den Vertrag mit ihm verlängern konnten. Dabei haben wir auch über seinen weiteren Karriereweg gesprochen und sind gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Leihe in die 3. Liga für ihn aktuelle genau der richtige Schritt ist. Dafür wünschen wir ihm viel Erfolg.“ 

„Das passt zu meinen Stärken…“

Der Vertrag des Innenverteidigers wäre eigentlich kommenden Sommer ausgelaufen, eine Leihe daher nicht möglich gewesen. Durch die Ausweitung des Kontrakts ermöglichen die Kölner dem Youngster nun Spielpraxis in der 3. Liga „Ich bin in erster Linie stolz darauf, meinen Vertrag beim FC zu verlängern. Gleichzeitig freue ich mich sehr darauf, auf höherem Niveau Spielpraxis zu bekommen und mich in Havelse sowohl sportlich als auch menschlich entwickeln zu können“, so Mausehund. „Der Fußball in der 3. Liga ist sehr intensiv und physisch, das passt zu meinen Stärken. Ich möchte mich schnell und gut an die Liga anpassen und freue mich darauf, auf Profiniveau den nächsten Schritt zu gehen.“ 

Der Innenverteidiger kam 2025 von Hertha BSC zum FC, verletzte sich aber am Knöchel. Zuletzt spielte er sich bei der U21 fest, lief 31 Mal für die Kölner Reserve auf, stand dabei 27 Mal in der Startelf.


1. FC Köln: Mensah will die 14 – Hector bleibt entspannt

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim
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1. FC Köln: Mensah will die 14 – Hector bleibt entspannt

Der FC-Neuzugang Gideon Mensah hat bereits von einem Treffen mit dem ehemaligen Kapitän berichtet. Wie er heute mitteilte, sieht er die Angelegenheit beim 1. FC Köln gelassen: Entspannte Nummer für Jonas Hector

Die Rückennummer 14 gilt seit Jonas Hector beim 1. FC Köln als ikonisch. Ab dieser Saison trägt sie Neuzugang Gideon Mensah. Hector berichtet im Podcast „Schlag & Fertig“, wie es dazu kam.

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Bereits bei einem ersten Interview im Trainingslager machte Gideon Mensah klar, dass ihm die Bedeutung der Rückennummer in Köln bewusst ist. „Ich weiß, dass es eine historische Nummer für den Verein ist. Als ich danach gefragt habe, wurde gesagt, man müsse noch mit einem Spieler sprechen“, sagte Mensah in Kitzbühel. Er ergänzte aber auch: „Wenn du als neuer Spieler kommst und die 14 trägst, dann hast du eine große Verpflichtung. Ich bin bereit dafür.“ Nun äußerte sich Hector selbst in seinem Podcast „Schlag und Fertig“, den er gemeinsam mit Fabian Köster führt, zur Neuvergabe seiner Nummer. Auf Nachfrage von Köster, ob es für ihn etwas Besonderes sei, antwortete der Ex-Kapitän: „Für mich ist das gar kein Ding“. Während andere Spieler extremen Wert auf ihre Rückennummer legen, zeigt Hector dabei wenig Eitelkeit. „Das ist ja auch nicht meine private Nummer. Die habe ich jetzt auch nicht aus dem Saarland mitgebracht“, fügte der 43-malige deutsche Nationalspieler hinzu.

Heute noch mit der 14 im Einsatz

Für Hector war die Zahl auf seinem Rücken nie von großer Bedeutung. In der neuesten Folge seines Podcasts berichtete er, wie er zu seiner legendären 14 gekommen ist. Als er als junger Spieler nach Köln kam, war er zunächst sehr zurückhaltend. „Da wurde eben die Liste aufgemacht […] und da habe ich natürlich unter den ersten Elf mal gar nichts gewählt“, erinnerte er sich. So kam er zu seiner Nummer und hat sie auch nie wieder abgegeben. Auch heute steht Jonas Hector noch regelmäßig mit „seiner“ Rückennummer auf dem Platz. Bei den alten Herren des SV Auersmacher, seinem Heimat- und Jugendverein, ist er noch aktiv. Auch wenn seine Nummer für ihn nicht wichtig ist, findet sie doch immer wieder den Weg auf sein Trikot. „Das ist mir völlig egal welche Nummer ich anhabe, aber ein Kumpel von mir gibt mir immer die 14“, erzählte er lachend. Ein Trikotsammler war er sowieso nie. Das einzige Trikot, das er noch zu Hause hat, ist das von seinem letzten Spiel, natürlich mit der 14 auf dem Rücken.


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Simpson-Pusey, Soforthilfe und Teilzeit-Agent

Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester
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Simpson-Pusey, Soforthilfe und Teilzeit-Agent

Vom Bankdrücker bei Celtic zum Ruhepol in der Kölner Abwehr: Jahmai Simpson-Pusey blickt auf sein erstes FC-Jahr zurück – und verrät, wie er persönlich half, Reigan Heskey nach Köln zu lotsen. 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey- Fußballer, Dealmaker und Wahrsager

Erst Bankdrücker bei Celtic, dann Stammspieler beim FC: Jahmai Simpson-Pusey sprach mit dem Kicker über seinen Weg nach Köln – und wie er Reigan Heskey mit einem Anruf überzeugte.

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Jahmai Simpson Pusey geht in seine zweite Saison beim 1. FC Köln. In der vergangenen Saison mauserte sich der Engländer zur Stammkraft in der Hintermannschaft der Geißböcke. Das Talent wurde unter dem ehemaligen FC-Coach Lukas Kwasniok an das Geißbockheim gelotst und gleich zum Rückrundenauftakt gegen Heidenheim ins kalte Wasser geworfen. In einem Interview mit dem Kicker blickt der 20-Jährige nun mit etwas Abstand auf seine erste Spielzeit in der Domstadt zurück. Die ersten Bundesliga-Minuten seien eine echte Herausforderung für ihn gewesen: „Ich brauchte erst einmal diese Spielpraxis, denn das ist etwas völlig anderes als Training. Ansonsten hat es sich sofort gut angefühlt – abgesehen davon, dass ich mir nach diesen drei Spielen eine Verletzung zugezogen habe.“

Nach einer glücklosen Leihe in Schottland bei Celtic Glasgow schloss sich Simpson-Pusey dem FC an. Unter Coach Brandon Rogers kam er dort kaum zum Zug und verbrachte den Großteil der Zeit auf der Bank. Einen Umstand, den er bis heute nicht nachvollziehen kann: „Es ist nie einfach, so etwas rückblickend zu beurteilen. Als ich dort angekommen bin, wurden jede Menge unterschiedliche Anforderungen an mich gestellt. Ich habe sie immer erfüllt und die Dinge getan, die verlangt wurden, aber ich habe nicht das zurückbekommen, was ich mir erwartet hätte. Deshalb würde ich einfach sagen, dass es nicht gepasst hat. So ist es manchmal im Fußball, dieses halbe Jahr ist ebenso Teil meiner Karriere“, schlussfolgerte er.

„Ich war schon immer so“

Die Leihe nach Köln entpuppte sich für alle Beteiligten als Erfolgsgeschäft. Der Spieler etablierte sich in der Anfangsformation, Köln verpflichtete ein vielversprechendes Talent für die letzte Kette und war von dessen Qualitäten derart überzeugt, dass der Verein ihn fest verpflichtete. Und die „Skyblues“ aus Manchester sicherten sich eine Rückkaufoption. Dass er über die Leihe hinaus bei den Domstädtern bleibt, hat insbesondere mit seiner großen Stärke zu tun: Er ist ein absoluter Ruhepol auf dem Feld. „Ich war schon immer so. Ich mag es nicht, mich zu sehr zu stressen, auch in Alltagssituationen außerhalb des Fußballs. Und genauso ist es auf dem Platz, wo ich einfach versuche, ruhig zu bleiben. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht gut spiele, wenn ich mich im Spiel zu sehr stresse. Aber sobald ich diese Gelassenheit habe, bringe ich meine besten Leistungen.“ Womit sich der Engländer als neuer Führungsspieler im Mannschaftsgefüge Wagners in Position bringt.

Fußballer, Dealmaker und Wahrsager

Bekannt ist auch, dass Simpson-Pusey ein Ass im Ärmel war für den Coup um das Talent Reigan Heskey. Im Werben um dessen Dienste unterstützte JSP-Geschäftsführer Thomas Kessler und trug seinen Teil dazu bei, den Flügelspieler vom 1. FC Köln zu überzeugen: „Ja, ich habe ihn angerufen, denn ich kenne ihn, seit er noch ein kleines Kind war.“ Neben seinen Tätigkeiten als hauptamtlicher Fußballer versucht sich JSP zudem als Wahrsager. Er ist überzeugt, dass Heskey eine ähnliche Entwicklungskurve bei den Geißböcken nehmen wird wie er selbst: „Er wird diese Saison durchstarten. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Fans schon Videos von ihm angesehen haben und gespannt sind. Ich kann sagen, dass er sehr, sehr gut ist, und ich glaube, dass er in Zukunft auch im Seniorenfußball sehr gute Leistungen beim FC zeigen wird.“


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1. FC Köln: Ist Paul Okon-Engstler Teil einer neuen goldenen Generation?

Paul Okon-Engstler soll künftig für den 1. FC Köln spielen
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1. FC Köln: Ist Paul Okon-Engstler Teil einer neuen goldenen Generation?

Paul Okon-Engstler wagt als einer von gleich mehreren jungen Australiern den Sprung in eine der Topligen Europas. Er soll eine zentrale Rolle beim 1. FC Köln einnehmen: Okon-Engstler und die goldene Socceroo Generation.

Von Down Under in die Welt: Derzeit wechseln so viele junge australische Talente in die Topligen wie seit den 90er-Jahren nicht mehr. Paul Okon-Engstler ist einer von ihnen.

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Es ist erst wenige Wochen her, da stand der frischgebackene FC-Spieler Paul Okon-Engstler noch mit den “Socceroos” bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko auf dem Platz. Bekanntlich schloss er sich unmittelbar nach seiner Amerikareise den Geißböcken an, wechselte von von Sydney FC zum 1. FC Köln. Damit reiht sich der 21-Jährige in eine wachsende Gruppe junger Australier ein, die den Rückenwind des Turniers nutzen, um den Sprung in Europas Topligen zu wagen. Auch Torhüter Patrick Beach zog es nach dem Turnier innerhalb der City Football Group von Melbourne City zum frisch aufgestiegenen Ligue-1-Klub Troyes. Innenverteidiger Talent Lucas Herrington (18), steht Berichten zufolge vor einem Rekordwechsel von den Colorado Rapids in der MLS zum Premier-League Aufsteiger Hull City. Der Club aus Nordengland ist dem vernehmen nach dazu bereit, umgerechnet über 20 Millionen Euro für den jüngsten Australischen Nationalspieler aller Zeiten hinzulegen.

Junge Socceroos erobern Europa

Bemerkenswert ist Okon-Engstlers Wechsel vor allem deshalb, weil er ihn direkt von der A-League, der höchsten australischen Spielklasse, in eine der fünf besten europäischen Ligen führt. Frühe Eindrücke aus der Vorbereitung deuten darauf hin, dass er durchaus Chancen auf Einsatzzeit hat. Ein solcher direkter Sprung aus der höchsten australischen Spielklasse in eine der großen Ligen gelang zuletzt Ende der 90er Jahre. Okon-Engstler selbst kommentierte diesen Trend in einer Medienrunde während des Trainingslagers in Kitzbühel bescheiden: „Es gibt viele gute Spieler in Australien und ich bin glücklich, einer von ihnen zu sein.“ An den nächsten Karriereschritt denkt der 21-Jährige dabei noch nicht: „Ich will mich erstmal hier in Köln beweisen und mir einen Stammplatz erkämpfen“, so der defensive Mittelfeldspieler.

Experten sehen großes Potenzial

Mark Schwarzer, früherer australischer Nationaltorwart, sieht den Wechsel in die Bundesliga mit Begeisterung. Köln sei ein großer Klub, der allerdings immer wieder deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben sei: „Sie müssen nur mal bei der Kaderplanung richtig liegen – und ich finde, einen Spieler wie Paul zu holen, ist ein sehr kluger Zug“, sagte der mittlerweile 53-Jährige gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wer sich in Köln durchsetze, werde für größere Klubs interessant, sagte der Keeper, der einst für Kaiserslautern, Middlesbrough, Fulham und Chelsea spielte. Auch Alexander Baumjohann, Sportdirektor bei Okon-Engstlers vorheriger Station in Sydney, verspricht sich von dem Transfer in die Bundesliga großes.

„In den acht Jahren, in denen ich mittlerweile erst als Spieler und anschließend als Sportdirektor in Australien bin, habe ich keinen Australier gesehen, der ein solches Gesamtpaket mitbringt“, sagte der Sportfunktionär kürzlich im „Kicker“. „Aus meiner Sicht kann Paulie mit seinem Gesamtpaket einer der besten australischen Spieler aller Zeiten werden.“ Für den Australier sei das aber kein zusätzlicher Druck, wie er in einer Medienrunde während des Trainingslagers in Kitzbühel mitteilte. „Nein, den spüre ich gar nicht. Ich will mich hier beim FC beweisen und es ins Team schaffen“, so der 21-Jährige. „Ich werde dem Team so gut wie möglich helfen.“

Von Ostende über Brügge und Lissabon nach Köln

Geboren wurde Okon-Engstler in Ostende, seine ersten Jahre verbrachte er dennoch in Australien. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er beim FC Brügge sowie bei Benfica Lissabon. 2025 folgte der Wechsel nach Sydney. Dort wurde er meist als Sechser eingesetzt, ist aber eigentlich auch auf der Acht zu Hause. In seiner Zeit bei Sydney FC kam Okon-Engstler auf 23 von möglichen 26 Ligaspielen und stand dabei bis auf eine Ausnahme immer in der Startelf. Nun soll in Köln der nächste Entwicklungsschritt folgen.


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Neue Hierarchie beim FC: Wer übernimmt jetzt die Rolle des Führungsspielers beim 1. FC Köln?

Wer übernimmt beim FC die Führungsrolle?
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Neue Hierarchie beim FC: Wer übernimmt jetzt die Rolle des Führungsspielers beim 1. FC Köln?

Nach den Abgängen von Spielern wie Eric Martel in diesem Sommer muss sich die Hierarchie bei den Geißböcken erst einmal neu bilden. Einigen Spielern ist das Hineinwachsen in eine solche Rolle zuzutrauen, während andere eher stille Leistungsträger sind. Wer übernimmt jetzt Verantwortung beim 1. FC Köln?

Er galt als verlängerter Arm der Trainer, war das Sprachrohr gegenüber dem Schiedsrichter, wenn Marvin Schwäbe nicht in der Nähe weilte – Eric Martel war einer der Leader der Mannschaft in der vergangenen Saison. Auch Florian Kainz war ein ähnlicher Führungsspieler und das Wort von Dominique Heintz dürfte ebenfalls Gewicht gehabt haben. Nun werden neue Leader gesucht.

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Wie in jedem Sommer hat sich auch dieses Jahr der Kader des 1. FC Köln stark verändert. Während auf der Zugangsseite vermehrt auf junges Talent gesetzt wurde, hat der Verein auf der anderen Seite einiges an Erfahrung und Führungsstärke abgegeben. Dementsprechend stellt sich die Frage, welche Spieler in der kommenden Spielzeit die Aufgabe als Sprachrohr auf dem Platz übernehmen können. Zwei unumstrittene Führungsspieler beim FC sind Kapitän Marvin Schwäbe und Innenverteidiger Timo Hübers. Da Schwäbe jedoch als Torwart häufig einen weiten Weg zu seinen Mitspielern hat und Hübers nach seiner schweren Verletzung in der letzten Saison noch einige Zeit braucht, fehlt auf dem Platz eine klare Führungsfigur.

Ein Spieler, dem eine solche Entwicklung zugetraut werden kann ist Abräumer Tom Krauß. Als defensiver Mittelfeldspieler ist er häufig mitten im Geschehen. Darüber hinaus kann er durch seine aggressive und intensive Zweikampfführung seine Mitspieler um sich herum jederzeit mitreißen. In der vergangenen Saison ist Krauß in zahlreichen Rollen aufgelaufen. Ein Zeichen, dass er wichtig für die Mannschaft ist, wenn auch auf ungewohnter Position. Nach dem Wechsel von Eric Martel nach Mainz in diesem Sommer ist Krauß aktuell der einzige klassische Sechser im Kölner Kader. Zwar sollen die Verantwortlichen nach der Skhiri-Absage weiterhin die Augen offen halten, nach aktuellem Stand könnte Krauß jedoch gute Chancen haben, in seiner zweiten Saison beim FC zu einem absoluten Führungsspieler und Wortführer heranzureifen.

Führung durch Erfahrung oder jugendliche Unbekümmertheit?

Viele Fans verbinden Anführer auf dem Platz mit erfahrenen Spielern. Routiniers, die schon alles erlebt haben, junge Spieler anleiten können und stets die Ruhe bewahren. Eine solche Rolle könnte in der Saison 2026/27 Marius Bülter annehmen. Mit seinen 33 Jahren und weit über 200 Spielen in Liga 1 und 2 gehört er zu den erfahrensten Profis im Kölner Aufgebot. Auch wenn er in der letzten Saison nicht immer unumstrittener Stammspieler war, hat er mehrfach bewiesen, dass auf ihn jederzeit Verlass ist. Eine Qualität, die gerade in einem jungen Team enorm wichtig ist. Mit einigen entscheidenden Toren hat er zudem, speziell zu Beginn der Saison, dem FC wichtige Punkte gesichert. Diese Tore und seine Rolle von der Bank können auch in der neuen Spielzeit von großer Bedeutung für den 1. FC Köln sein.

Bereits vor der abgelaufenen Saison verlängerte Jan Thielmann seinen Vertrag bei den Domstädtern. Damals verkündete Geschäftsführer Kessler, dass Thielmann aufgrund seines Status als dienstältester FC-Spieler Führungsanspruch auf dem Platz geltend machen solle. Davon war in der abgelaufenen Spielzeit jedoch nur wenig zu sehen, wie der Flügelspieler zuletzt selbstkritisch eingestand. Unter der Fittiche von Trainer Wagner, dem ein enger Draht zu seiner Mannschaft attestiert wird, kann Thielmann vielleicht endlich die Rolle ausfüllen, die ihm die Verantwortlichen schon längst zugedacht haben. „Wir haben darüber gesprochen, dass jeder seine Rolle finden muss“, sagt Wagner. „Es gibt Spieler die führen, weil sie jede Aufgabe zu 100 Prozent erfüllen, es gibt Spieler, die eher mit Sprache führen und Spieler, die führen weil sie die Mannschaft neben dem Platz zusammenhalten. So muss jeder Spieler seine Nische finden.“

Simpson-Pusey: Vom Talent zur Führungsfigur?

Ein weiterer Akteur, der deutlich weniger erfahren ist, bei dem eine solche Entwicklung aber trotzdem vorstellbar wäre, ist Jahmai Simpson-Pusey. Als er im Winter zunächst per Leihe nach Köln kam, deutete er in den ersten Spielen direkt seine Qualitäten an und war von Beginn an ein zentraler Bestandteil der Kölner Hintermannschaft. Spätestens nach seiner festen Verpflichtung im Sommer von Manchester City ist klar: am Rhein hält man große Stücke auf den jungen Engländer. Trotz der Konkurrenzsituation in der Kölner Innenverteidigung gilt Simpson-Pusey als gesetzt. Dass er auf dem Platz Verantwortung übernehmen kann, hat er auch schon unter Beweis gestellt. Als Kapitän der U21 von City hat er die Mannschaft angeführt und wurde am Ende des Jahres zum Spieler der Saison gewählt. Ob Simpson-Pusey nach den Abgängen im Sommer in diese neue Rolle hineinwachsen kann, wird sich erst im Laufe der Saison zeigen.

Aber auch neue Spieler wie Luka Lochoshvili und Gideon Mensah sollen oder können in jene Rollen hereinwachsen. Der Innenverteidiger „Locho“ – genauso wie Joel Schmied – zeigten in Kitzbühel, dass sie auf dem Platz eine Führungsposition übernehmen können. Klar ist jedoch schon jetzt: Beim 1. FC Köln wird sich eine neue Führungsachse bilden.


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Medizincheck am Donnerstag: 1. FC Köln wird das nächste Talent verpflichten

Gil Neves ist portugiesischer Junioren-Nationalspieler
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Medizincheck am Donnerstag: 1. FC Köln wird das nächste Talent verpflichten

Lange kam der Transfersommer für den FC auf der Zugangsseite nicht auf Touren, jetzt scheint er mal so richtig Fahrt aufzunehmen. Der 1. FC Köln steht kurz vor der Verpflichtung von Gil Neves. Der Portugiese soll schon am Donnerstag in Köln unterschreiben.

Der FC steht offenbar unmittelbar vor der Verpflichtung des nächsten Talents. Die Geißböcke wollen und werden offenbar Gil Neves unter Vertrag nehmen. Das berichtet Sky-Experte Patrick Berger am Dienstagabend. Der Portugiese soll einen Kontrakt bis 2029 unterschreiben.

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Der FC treibt seine Kader-Verjüngungstour weiter voran und verpflichtet offenbar das nächste Talent. Gil Neves soll an den Rhein kommen. Wie „Sky“ am Dienstagabend via Instagram berichtet, liegt ein Done Deal vor. Das heißt, die Seiten haben sich geeinigt, sollte der Spieler die medizinische Untersuchung bestehen, wird Neves einen Vertrag unterschreiben. Laut Sky-Reporter Patrick Berger steht der Medizincheck für Donnerstag aus. Anschließend soll der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2029 bei den Geißböcken unterschreiben. Die Ablöse soll im sechsstelligen Bereich liegen. Neves ist laut Berger für die Profi-Mannschaft vorgesehen. Der Portugiese spielt in der Regel im zentralen Mittelfeld. Kann die Acht, aber auch hinter den Spitzen eine kreative Rolle spielen. Auch auf einer offensiven Sechs kam der 18-Jährige bereits zum Einsatz. Allerdings in der U23 von Benfica Lissabon.

Neves besitzt zwei Staatsbürgerschaften

Der Youngster wuchs in Luxemburg auf, wurde dementsprechend dort auch ausgebildet und verfügt auch über die Staatsbürgerschaft des Nachbarlandes. Allerdings spielte der Mittelfeldspieler schon in diversen portugiesischen und luxemburgischen Junioren-Nationalmannschaften. Laut portugiesischen Medien war einst auch der FC Bayern München an dem Spieler interessiert. Doch Neves wechselte zu Benfica und das war angeblich lange geplant. Dem Vernehmen nach gab es schon Jahre zuvor Kontakt von Neves Beratern zu Benfica. Einzig mit dem Ziel, irgendwann für den Club auflaufen zu können. Doch nach einigen Jahren in den Nachwuchsmannschaften folgt nun der nächste Wechsel – dieses Mal ganz offensichtlich nach Deutschland und anscheinend an den Rhein. Die Verpflichtung hat aber wohl keinen Einfluss auf die Suche nach einer Sechs. Dort müssen die Geißböcke nachlegen, wollen einen routinierten Spieler verpflichten.

Wie berichtet hatten die Kölner es für den defensiven Mittelfeldspieler unter anderem mit Ellyes Skhiri und Edson Álvarez probiert. Beide Deals kommen wohl nicht zu Stande. Doch Neves wird diese Rolle mit seinen 18 Jahren ebenfalls nicht einnehmen.


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Generalprobe des 1. FC Köln gegen Schwergewicht: San-Sebastián-Test soll letzte Fragen klären

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Generalprobe des 1. FC Köln gegen Schwergewicht: San-Sebastián-Test soll letzte Fragen klären

Auch in diesem Jahr empfängt der FC vor Saisonstart einen namenhaften Gegner zum Härtetest in Müngersdorf. Diesmal heißt der Gegner Real Sociedad San Sebastián. Gegen die Basken sollen sich letzte Fragen zu Personal und Spielanlage klären beim 1. FC Köln: Real Sociedad als letzte Generalprobe.

Die neu formierte Kölner Mannschaft kann sich dabei zwei Wochen vor dem Saisonstart noch einmal mit einem internationalen Topgegner messen.

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Wie bereits in den vergangenen Jahren testet der 1. FC Köln kurz vor Saisonstart noch einmal im RheinEnergieStadion gegen einen internationalen Topgegner. Nach Testspielen gegen den FC Nantes, dem AC Mailand und Atalanta Bergamo ist dieses Jahr Real Sociedad zu Gast in Köln. Am Samstag um 15:30 wird die Partie zwischen dem FC und den Basken mit dem aus der Bundesliga bekannten Trainer Pellegrino Matarazzo angepfiffen. Nach vierwöchiger Vorbereitung spielen die Kölner erstmals in dieser Saison in ihrem Wohnzimmer in Müngersdorf. Für einige Spieler zum ersten, für andere womöglich auch zum letzten Mal. Nach den bisherigen Testspielen gegen Rheinsüd Köln, Bergisch Gladbach und Hertha BSC steht dem FC am Samstag zum ersten Mal ein Schwergewicht von internationaler Klasse gegenüber.

Das Testspiel bietet den FC-Profis nicht nur die Gelegenheit, sich mit Spielern wie Takefusa Kubo oder Weltmeister Mikel Oyarzabal zu messen. Gleichzeitig können sie sich im Kampf um die Startplätze für den Saisonauftakt empfehlen. Während es auf einigen Positionen schon klar zu sein scheint, wer gesetzt ist, sind andere Positionen im Kölner Kader noch umkämpft. Eine davon ist die Innenverteidigung. Mit Joel Schmied, Rav Van den Berg, Sommerneuzugang Luka Lochoshvili und dem fest verpflichteten Jahmai Simpson-Pusey gibt es gleich mehrere Kandidaten für die erste Elf. Auch Leih-Rückkehrer Julian Pauli wird sich nach seiner erfolgreichen Zeit in Dresden in der letzten Saison wohl kaum mit der Rolle als fünfter Innenverteidiger zufrieden geben. Die Verteilung der Einsatzzeiten am Samstag könnte schon ein Indiz für die aktuelle Rangordnung sein. Gleiches gilt für die Offensive. Auch hier hat sich noch keine klare Angriffsformation herausgebildet.

Debüts und mögliche Abschiede

Voraussichtlich erstmals auf dem Müngersdorfer Rasen auflaufen werden die Sommerneuzugänge Gideon Mensah, Luka Lochoshvili, Reigan Heskey und Paul Okon-Engstler. Der Einsatz von Torwart Martin James, der kürzlich von PSG nach Köln gewechselt ist, wäre hingegen eher überraschend. Während der Vorbereitung hat Trainer René Wagner auch einigen Spielern aus dem Kölner Nachwuchs die Möglichkeit gegeben, sich zu beweisen. Am Ende standen sechs Younggoats im Kölner Aufgebot für das Trainingslager. Während Kristiyan Irmiev und Nilas Yacobi am vergangenen Wochenende schon wieder mit der U21 in der Regionalliga auf dem Platz standen, waren Jonathan Friemel, David Fürst, Patrik Kristal und Maik Akumu nicht im Einsatz. Ob sie am Samstag die Chance erhalten, sich gegen die Spanier zu präsentieren, oder doch am Freitagabend in der Regionalliga gegen die Amateure von Borussia Dortmund auflaufen, wird sich wohl erst im Laufe der Woche entscheiden.

Auch wenn der Saisonstart nicht mehr fern ist, hat das Transferfenster noch einige Wochen geöffnet. Es ist bekannt, dass der FC durchaus auf einigen Positionen noch weiteren Handlungsbedarf sieht und dementsprechend noch einmal aktiv werden könnte. Auf der Seite der möglichen Abgänge dominiert nach wie vor Said El Mala seit Wochen die Schlagzeilen. Borussia Dortmund gilt weiterhin als wahrscheinlichster Abnehmer, auch wenn sich die Clubs bisher noch nicht auf ein Ablösepaket einigen konnten. Auch bei weiteren Spielern wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina sollen die Kölner wohl grundsätzlich bereit sein, die Spieler ziehen zu lassen, sollte ein entsprechendes Angebot vorliegen. Bislang ist dies jedoch noch nicht der Fall. Endgültige Gewissheit über die Zukunft von El Mala und Co. gibt es jedoch erst am 01. September um 20 Uhr, wenn das Transferfenster endgültig geschlossen ist.

Ticketverkauf boomt

Dennoch bleibt es ein realistisches Szenario, dass das Spiel gegen San Sebastián am Samstag der letzte Auftritt von El Mala und Co. sein könnte. Vielleicht ist der große Ansturm auf die Tickets für den Test auch deshalb zu erklären: Am Dienstag verkündete der Verein, bereits 30.000 Tickets verkauft zu haben.


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Inselfieber beim 1. FC Köln: Ist der FC auch an diesem englischen Talent interessiert?

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Inselfieber beim 1. FC Köln: Ist der FC auch an diesem englischen Talent interessiert?

Die Gerüchte aus England reißen nicht ab beim 1. FC Köln: Pokert der FC um England-Talent David Ozoh? Der Mittelfeldspieler soll auf der Liste der Geißböcke stehen. Das berichten englische Medien. Ozoh wäre ein weiteres englisches Talent.

Der FC soll an einer festen Verpflichtung von Mittelfeldspieler David Ozoh interessiert sein, muss sich dabei aber gegen prominente Konkurrenz durchsetzen.

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In den letzten Tagen hatten Medien darüber berichtet, dass sich der 1. FC Köln, Tottenham Hotspur und das englische Supertalent Mikey Moore auf ein Leihgeschäft geeinigt hätten. Wenn man den aktuellsten Gerüchten glaubt, dann kann man am Geißbockheim offenbar nicht genug bekommen von vielversprechenden Nachwuchskickern von der Insel. Denn laut Informationen des Londoner Evening Standard hat der 1. FC Köln Interesse an David Ozoh bekundet. Der defensive Mittelfeldspieler steht aktuell beim Londoner Traditionsclub Crystal Palace unter Vertrag.

David Ozoh wurde bereits im Alter von acht Jahren bei Palace unter Vertrag genommen. Ursprünglich war er Offensivspieler, rückte jedoch im Laufe der Jahre während seiner Zeit in der Akademie ins zentrale Mittelfeld zurück und entwickelte sich zu einem vielseitigen Mittelfeldspieler. Während seiner gesamten Entwicklung spielte er mit älteren Jahrgängen. Seine Beliebtheit bei Trainern und Mannschaftskollegen abseits des Platzes stehe im Gegensatz zu seiner Aggressivität auf dem Platz, heißt es in einem Porträt Ozohs auf der Vereinswebsite der Eagles. Er ist groß, kräftig und technisch versiert und verbindet beeindruckende Athletik mit einem guten Blick für Raum und Ball. Der 21-Jährige verfügt zudem über ausgefeilte Pressing-Fähigkeiten.

Weitere Interessenten aus England und Frankreich

Ozoh verbrachte die abgelaufene Spielzeit beim Championship-Klub Derby County, stand in 43 Spielen für die Rams 24-mal von Beginn an auf dem Platz und erzielte dabei drei Tore. Angaben der Plattform Transfermarkt.de zufolge beträgt der Marktwert des Abräumers 2,2 Millionen Euro. Laut Informationen des Evening Standards würde der FC im Rennen um eine feste Verpflichtung mit Premier-League-Aufsteiger Hull City, Derby County und dem Ligue-Un-Klub Olympique Marseille konkurrieren.


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75.000 statt 50.000: Präsident Stobbe erklärt die große Stadion-Vision für den FC

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75.000 statt 50.000: Präsident Stobbe erklärt die große Stadion-Vision für den FC

Präsident Jörn Stobbe denkt beim Stadionausbau nicht in halben Sachen: Statt auf 60.000 will er das RheinEnergieStadion gleich auf 75.000 Plätze bringen. 1. FC Köln: Präsident Stobbe erklärt die große Stadion-Vision

Klein, aber geliebt, so beschreibt Jörn Stobbe das aktuelle Stadion des 1. FC Köln. Sein Plan dagegen ist alles andere als klein: 75.000 Plätze, Anschluss an die Allianz Arena, Platz zwei der Liga. Der Präsident erklärt, warum nur die große Lösung wirtschaftlich Sinn ergibt.

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Der Stadionneubau war eines der zentralen Themen im Vorfeld der Vorstandswahl. Mittlerweile im Amt, scheint Präsident Jörn Stobbe diese Angelegenheit weiterhin stark zu beschäftigen. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ legte der 60-Jährige seinen Plan dar, wie die Spielstätte des 1. FC Köln erneuert und vergrößert werden könnte. „Der Punkt ist, dass ein Ausbau im ersten Moment total kompliziert klingt. Wenn Sie zehn Leute fragen, sagen Ihnen alle zehn, warum es nicht geht: Lärmschutz, Anwohner, Baumbestand, Zuwegung. Und alle haben erst einmal gute Gründe“, so Stobbe.

Der erfahrene Immobilienmanager begegnet den Bedenken zum Bauvorhaben am RheinEnergieStadion mit Pragmatismus: „Aber bei so einer Projektentwicklung muss man als Erstes auf den Ist-Zustand gucken: Sind wir mit unserem Stadion zufrieden? Und nein, das sind wir nicht. Wir lieben es, aber es ist ein bisschen in die Jahre gekommen. Und es ist ganz einfach zu klein. Ein Schritt wäre, frühzeitig mit den Anwohnern zu sprechen und herauszufinden, welche Probleme sie jetzt schon haben und wie wir ihnen dabei helfen könnten, diese zu lösen. Dafür muss man ins Gespräch kommen.“

Stobbe: „Wirtschaftlich macht es nur Sinn, wenn man auf 75.000 geht“

Stobbe erläutert, dass es wirtschaftlich nur Sinn ergebe, die verfügbaren Plätze nicht etwa von 50.000 auf 60.000, sondern gleich auf 75.000 aufzustocken. Damit würde der Verein mit der Allianz Arena gleichziehen, die bereits über 75.000 Plätze verfügt, und die zweitgrößte Bühne der gesamten Liga bieten. Diesem attraktiven Gedanken stehen laut Stobbe jedoch zahlreiche Hindernisse im Weg: „Wenn man sagt, wir bauen aus, provoziert man natürlich, dass Anwohner sagen: ‚Moment mal, es gibt doch jetzt schon Stress, und dann sollen noch 25.000 Zuschauer dazukommen?‘ Dennoch sehen wir da Möglichkeiten.“

Bei einem Vorhaben dieser Größenordnung komme es darauf an, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, sondern ein Problemfeld nach dem anderen zu bearbeiten, so Stobbe. „Einnahmenseite, Kostenseite, Statik. Es wurde schon viel berechnet, und für mich ist nirgendwo ein Showstopper. Wenn man aber versucht, alle Bretter gleichzeitig durchzubohren, scheitert man. Man muss sie isolieren, mit den richtigen anfangen und die richtige Reihenfolge finden. Dann halte ich das für möglich.“ Bereits bei der nächsten Mitgliederversammlung soll über die Pläne für das Stadion berichtet werden.

Finanzierung mit Fingerspitzengefühl

Die Frage der Finanzierung stellt sich bei mitgliedergeführten Vereinen angesichts der Anziehungskraft von Investoren stets als heikle Angelegenheit dar. Entsprechend gefragt ist Fingerspitzengefühl: „Eine Immobiliengesellschaft könnte in diesem Fall aus meiner Sicht Sinn ergeben. Da könnte man über Crowdfunding nachdenken, könnte überlegen, ob man einen Finanzierungspartner mit ins Boot holt, solange er auf Vereinsebene kein Mitspracherecht hat.“ Nutznießer, verspricht Stobbe, sollen allein der Verein und seine Mitglieder sein: „Eine solide, vielleicht innovative Immobilienfinanzierung, die zu Köln passt. Wenn jemand kommt und sagt, er baut uns ein Stadion, 20 Jahre Pacht à 10 Millionen, den würden wir sofort wieder wegschicken. Wir wollen den sportlichen Erfolg dadurch ja nicht schmälern, sondern fördern.“

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Der Gamble auf mehr – Warum der FC El Mala auf jeden Fall halten sollte

Said El Mala im Testspiel gegen Hertha BSC
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Der Gamble auf mehr – Warum der FC El Mala auf jeden Fall halten sollte

Der Auftakt der Bundesliga-Saison 2026/27 rückt in greifbare Nähe und zur Überraschung vieler ist einer immer noch da: Said El Mala. Thomas Kessler bleibt bei Angeboten bisher jedoch hart – und das nicht ohne Grund. Said El Mala und der Gamble auf mehr beim 1. FC Köln.

Medienberichten zufolge soll allen voran der BVB starkes Interesse an einer Verpflichtung des 19-Jährigen zeigen, würde sich hierfür finanziell sogar ungewöhnlich weit strecken. Thomas Kessler bleibt bisher jedoch hart – und das nicht ohne Grund: El Mala könnte in naher Zukunft noch deutlich mehr Geld einspielen

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Was lange unmöglich schien, wird mit jedem Tag wahrscheinlicher. Said El Mala könnte tatsächlich eine weitere Spielzeit für den 1. FC Köln auflaufen. Im Trainingslager und in den Testspielen ließ der Kölner Shootingstar keine Zweifel daran aufkommen, dass er mental nach wie vor voll und ganz beim FC ist. So spielte er auch zuletzt im Test gegen die Hertha gewohnt locker auf und konnte seine Qualitäten ins Kölner Spiel einbringen – Qualitäten, die europaweit Begehrlichkeiten wecken. Und dabei geht es nicht nur darum, dass El Mala scheinbar ohne Anlaufschwierigkeiten 18 Scorer in seiner ersten Bundesligasaison aufgelegt hat, nein. Es geht um weitaus mehr.

Bei Said El Mala handelt es sich um die Art Spieler, die stets etwas aus dem Nichts kreieren kann. Die Art Spieler, der du an der Mittellinie den Ball geben kannst und sagen kannst: Mach mal! Said El Mala muss nicht in Szene gesetzt werden, er schafft sich die Szene selbst. Er braucht nicht den perfekten Schnittstellenpass, er tanzt einfach selbst die gesamte Abwehrreihe aus. Durchsetzungsschwierigkeiten gegen gestandene Bundesligaprofis? Keineswegs. Zusätztlich zu seinen 1,87 Metern Körpergröße verfügt El Mala über eine außergewöhnliche Explosivität. Daraus resultiert eine physische Dominanz, die in der Bundesliga ihresgleichen sucht. Doch damit nicht genug. Zu allem Überfluss ist der 19-Jährige auch noch eine gnadenlose Kontermaschine, ein stetiger Gefahrenherd im Umschaltspiel. Findet man bei den allermeisten vergleichbaren Spielern entweder die Stärke im Auflösen von engen Situationen oder die Gefahr in die Tiefe, so vereint El Mala beides – und genau das macht ihn so begehrt.

Das Problem mit den Marktwerten

Zuletzt wurde der Linksaußen konkret mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Diesem scheint er selbst nicht abgeneigt zu sein, bislang sei das Angebot des BVB für die Kölner Verantwortlichen allerdings noch nicht hoch genug. In den Medien geisterte immer wieder die ominöse Summe von 50 Millionen umher. Dabei liegt der Marktwert des 19-Jährigen laut Transfermarkt.de lediglich bei 45 Millionen. Wieso kommt man also zu scheinbar unterschiedlichen Einschätzungen des Spielers und wie funktioniert das überhaupt? Seit 2004 erhebt die Website Transfermarkt.de nun schon die Marktwerte im Profifußball. Dabei liefert diese Zahl eine Einschätzung über den Wert jedes einzelnen Spielers. Da stellt sich unweigerlich die Frage nach der Erhebungsmethode. Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um einen Algorithmus, die Werte werden also nicht nur anhand einheitlicher Kriterien generiert. Transfermarkt.de setzt zur Bestimmung der Marktwerte auch auf die Schwarmintelligenz, also auf die Meinung vieler. Am Ende entscheiden die Administatoren der Seite über den finalen Marktwert. Eine Entscheidung also, die nie ganz objektiv getroffen werden kann und lediglich einen Orientierungswert darstellt.

Das Pokern auf mehr

Zumindest scheint sich Thomas Kessler nicht an diesen Angaben zu den Werten seiner Spieler zu orientieren. Zudem hängt der aufrufbare Preis auch immer davon ab, wie viel jemand anderes zu zahlen bereit ist. Bei einem Interesse aus England könnte die geforderte Ablöse sicherlich noch weitaus höher angesetzt werden. Zum Schluss bleibt die Tatsache, dass Thomas Kessler selbst nie die Summe von 50 Millionen ausgerufen hat. Ab welcher Summe der Geschäftsführer Sport schwach werden würde, bleibt demnach weiterhin fraglich. Sofern man es sich als 1. FC Köln allerdings finanziell erlauben kann, in diesem Sommer auf eine derartige Ablöse zu verzichten, wäre ein Verbleib aus Sicht der Kölner nicht die schlechteste Idee.

Es existieren einige Faktoren, die eine Marktwertsteigerung innerhalb der nächsten Saison wahrscheinlich machen. Zum einen ist da die Spielzeit: Während Lukas Kwasniok El Mala gerne und oft von der Bank gebracht hat, setzt René Wagner voll und ganz auf den Flügelspieler. Mit mehr Einsatzminuten kann der 19-Jährige weitaus mehr von sich zeigen und gegebenenfalls noch mehr Tore und Vorlagen beisteuern als noch in der Vorsaison. Zum anderen ist da die Tatsache, dass mit Jürgen Klopp unlängst ein neuer Mann den Cheftrainerposten der Deutschen Nationalmannschaft übernommen hat. Ein Coach, der auf der ersten Pressekonferenz ankündigte, dass einige Spieler ihre Chancen bekommen werden. Zu diesen wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch Said El Mala zählen, der in den Augen vieler bereits bei der Weltmeisterschaft mit dabei hätte sein sollen. Seinem Marktwert wäre ein Engagement in der Nationalmannschaft sicherlich ebenfalls zuträglich.

Sollte El Mala nun also tatsächlich für eine weitere Saison mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen – und eventuell bald auch mit dem Adler auf der Brust -, so könnten zeitnah auch die größten Vereine der Welt bei Thomas Kessler vorstellig werden. Dann könnten dem 1. FC Köln ganz andere Summen winken.