U21-Trainersuche soll beendet sein: Gerüchte nach zweitem Testspiel-Sieg der Reserve des 1. FC Köln

U21 des 1. FC Köln beim Trainingsauftakt zur Saison 2026/27
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U21-Trainersuche soll beendet sein: Gerüchte nach zweitem Testspiel-Sieg der Reserve des 1. FC Köln

Die U21 des 1. FC Köln hat auch ihr zweites Testspiel der Sommer-Vorbereitung gewonnen. Die FC-Reserve gewann gegen den Oberligisten FV Engers mit 3:1 (2:1). Am Montag startet das fünftägige Trainingslager in Hennef – Und es gibt Gerüchte: Der 1. FC Köln soll einen neuen U21 Cheftrainer gefunden haben.

Nach der Beförderung von Evangelos Sbonias testete die U21 des 1. FC Köln mit Marcel Ivanusa als Interimstrainer. Nun soll dem Vernehmen nach ein Nachfolger gefunden sein.

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Das Testspiel gegen den FV Engers am Samstagnachmittag war voraussichtlich das letzte, dass Marcel Ivanusa als Interimstrainer an der Seitenlinie verfolgte. Am Samstagabend machte die Information die Runde, dass der 1. FC Köln rechtzeitig zum am Montag startenden Trainingslager in Hennef einen neuen Chefcoach für seine U21 gefunden hat. Ein Name sickerte bislang zwar noch nicht durch, doch ist mit einer zeitnahen Bekanntgabe durch den Verein zu rechnen, wohl allerspätestens am Montagvormittag.

U21 gewinnt nächstes Testspiel

Unterdessen ist die U21 weiterhin erfolgreich in ihren Testspielen. Vier Tage nach dem 6:0-Kantersieg gegen TuS Koblenz folgte das 3:1 gegen den FV Engers. Das Duell fand abermals in Hennef statt, diesmal jedoch nicht in der Sportschule, sondern im Anton-Klein-Sportpark. „Wir haben gegen einen sehr tiefstehenden Gegner gespielt, haben uns aber trotzdem sehr viele Torchancen herausgearbeitet“, konstatierte Ivanusa. Dabei sei sein Team zunächst durch einen Konter in Rückstand geraten. „Trotzdem sind wir ständig auf dem Gaspedal gewesen, haben uns Chance um Chance erspielt“, lobte der Co-Trainer die Reaktion der Mannschaft, „das einzige Manko war die Chancenverwertung“.

Maik Akumu gelang noch vor der Pause der Ausgleich: „Er ist nach einem Eins-gegen-Eins-Duell von der rechten Seite in die Mitte gezogen und hat ins lange Eck gezirkelt“, beschrieb Ivanusa die Entstehung. Patrik Kristal erzielte per Elfmeter die Kölner Führung vor der Halbzeit.  Die U21 wechselte zur zweiten Hälfte ihr komplettes Aufgebot. „Da sind wir nicht mehr so in unsere Abläufe gekommen“, urteilte Ivanusa, „haben nicht mehr so die Lösungen gefunden und der Gegner wurde auch einen Tick stärker und aggressiver. Trotz allem haben wir immer die Kontrolle gehabt, hatten aber nicht mehr so viele Torchancen wie in der ersten Hälfte.“ Cenny Neumann sorgte mit dem 3:1 für den Schlusspunkt.

“Wir wachsen als Mannschaft Woche für Woche enger zusammen“

„Wir haben in den letzten zwei Wochen sehr viele Meter gemacht“, zog Ivanusa ein Zwischenfazit nach der ersten Phase der Sommer-Vorbereitung, „und befinden uns auf einem sehr guten Weg, was die Intensität angeht sowohl mit als auch gegen den Ball. Als Mannschaft wachsen wir Woche für Woche enger zusammen und für den aktuellen Stand bin ich mit allen Spielern wirklich sehr zufrieden.“

Und wenn sich die Gerüchte vom Samstagabend bewahrheiten, dann stößt zur dritten Trainingswoche am Montag ein neuer Trainer zur U21, sodass die Vorbereitung allmählich Richtung Feinschliff gehen kann.

Christian Keller spricht über die Transfersperre und das Struber-Aus: „Im Nachhinein hätten wir von Anfang an sagen müssen“

Thomas Kessler und Christian Keller planen den Kader
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Christian Keller spricht über die Transfersperre und das Struber-Aus: „Im Nachhinein hätten wir von Anfang an sagen müssen“

Seit gut einem Jahr ist Christian Keller nun nicht mehr Geschäftsführer der Geißböcke und Thomas Kessler hat die Geschicke am Geißbockheim in der Hand. Der Ex-Verantwortliche spricht nun über die Zeit bei 1. FC Köln: Christian Keller über die Transfersperre, das Struber-Aus und seinen Abgang.

Rückblickend hätte der ehemalige Geschäftsführer Sport der Geißböcke wohl hier und da eine andere Kommunikation gewählt. Zumindest im Hinblick auf den Umgang mit der Transfersperre räumt Christian Keller ein, die Situation unterschätzt zu haben.

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Christian Keller dürfte die Tage im Sommer genießen. Der ehemalige Geschäftsführer der Geißböcke hat zumindest nichts mehr mit Kaderplanung, Transferverhandlungen und Spielergesprächen zu tun. Der 47-Jährige ist als Investor und Betreiber in den Padel-Sport eingestiegen, hat gerade eine erste Anlage erbauen lassen. Mit dem Profifußball hat der Manager aktuell nichts zu tun. Das könnte sich zwar grundsätzlich wieder ändern, doch Keller hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck. Zumindest im Podcast „Leadertalk“ des Ex-Spielers Mounir Zitouni, der mittlerweile als Coach arbeitet. Keller spricht in dem Gespräch ohne Groll über seinen Ex-Verein, aber doch so, als wäre etwas hängen geblieben. Ein gutes Jahr nach seiner Entlassung erinnert sich der 47-Jährige an die Vorkommnisse. Der FC hatte bekanntlich gegen den Tabellenletzten aus Regensburg nur 1:1 gespielt, Trainer Gerhard Struber stand aufgrund der eher mäßigen Leistungen massiv in der Kritik. Zwar belegten die Kölner einen Aufstiegsplatz, allerdings geriet dieser gefühlt in Gefahr.

„Das war meine Frage an den Aufsichtsrat“

Und nach dem 1:1 wurde der Druck zu groß. Intern wurde die Personalie Struber massiv diskutiert. Am Tag nach dem Remis fiel die Entscheidung. Keller spricht davon, „dass der Aufsichtsrat mich auffordern wollte, den Gerhard Struber freizustellen. Ich konnte und wollte das aus vielerlei Hinsicht nicht tun. So dass wir nach einer intensiveren Diskussion zu der Erkenntnis gekommen sind, wenn der Aufsichtsrat das unbedingt möchte – was er direkt ja nicht kann – dann muss man über die Personalie sprechen, die der Aufsichtsrat freistellen kann. Und das ist die Personalie des Geschäftsführers. Das hat der Aufsichtsrat angenommen.“ Somit wurde nicht nur der Trainer freigestellt. Und das nur, weil Regensburg den Ausgleich erzielte. „Das war meine Frage an den Aufsichtsrat: Hätten wir ein Tor mehr geschossen oder Regensburg eben nicht das Tor zum 1:1 geschossen, würden wir dann die gleiche Diskussion führen über die Trainerfreistellung und in der Folge dann meine Freistellung und die klare Antwort in einer zu-Null-Abstimmung war ein ,Nein, das würden wir nicht. Da wären wie ja voll im Kurs’“, sagte Keller. 

Für Keller ein Verstoß gegen die eigenen Prinzipien. Unangenehme Entscheidungen würden zwar zum Job gehören, aber eben auch das Wort. Keller betonte, es sei einfach nicht möglich gewesen, Struber immer wieder den Rücken zu stärken und dann die Entlassung durchzuziehen. Er hätte den Trainer lieber auf die Situation vorbereitet. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass der FC über Wochen, sogar Monate biedere Leistungen anbot, Struber den Druck gespürt haben wird. Den hat Keller natürlich auch gespürt. Auch der Geschäftsführer war massiver Kritik ausgesetzt. Auch aufgrund des Registrierungsverbots, nach eigener Aussage die „größte Herausforderung meiner Karriere“. Dass da etwas auf den FC und auf ihn zukommen könnte, hatte Keller bei seiner Unterschrift beim FC gar nicht so sehr auf dem Schirm. „Man hat mir dann schon gesagt, dass da ein Jugendspieler verpflichtet wurde und es sein könne, dass es da Probleme geben wird. Ich habe mich damals aber nicht intensiver mit beschäftigt“, sagt Keller heute. Es sei dann plötzlich akut geworden.

„Am Schluss war es nicht lösbar“

„Wir haben versucht, zu kommunizieren, dass wir optimistisch sind, es zu lösen“, sagt Keller. „Im Nachhinein hätten wir von Anfang an sagen müssen, dass wir diese Sperre kriegen und dass wir uns bestmöglich darauf vorbereiten. Wir haben öffentlich medial eine Erwartungshaltung geweckt, dass wir das schon hinkriegen werden. Am Schluss war es nicht lösbar“, sagt Keller, der zudem auch seinen Sparkurs immer wieder erklären musste. Bei seinem Amtsantritt sei der FC „eine Sanierungsaufgabe“ gewesen. „Und die wird zu Beginn selten mit sportlichem Erfolg einhergehen. Es wird am Anfang aussehen, dass es noch mehr in die Brüche geht. In dieser Phase wirst du immer in der Kritik stehen“, sagt Keller, betont aber auch: „Beim FC waren wir letzten Sommer so weit, dass der Scherbenhaufen aufgekehrt war. Es standen 30 Millionen Euro zur Verfügung um in Transfers zu investieren. Der FC war fast wirtschaftlich kerngesund“, so Keller weiter. „Ich hoffe, dass meine Nachfolger das jetzt auch nutzen.“ Der Anfang scheint seit Donnerstag gemacht.


Medienbericht: Weitere Interessenten im Buhlen um Jakub Kaminski

Wie geht es weiter mit Jakub Kaminski?
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Medienbericht: Weitere Interessenten im Buhlen um Jakub Kaminski

Dass Jakub Kaminski den FC in diesem Sommer noch verlassen wird, gilt als recht wahrscheinlich. Doch wird es wirklich England? Angeblich muss das nicht sein. Nach einem Medienbericht gibt es weitere Optionen für den Spieler des 1. FC Köln: Leipzig und Benfica angeblich an Jakub Kaminski interessiert.

Wie geht es weiter mit Jakub Kaminski? Seine Zukunft liegt wohl nicht beim 1. FC Köln. Der Pole hat bekanntlich eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert. Für 20 Millionen Euro ist der Außenbahnspieler zu haben und die Kölner haben keine Handhabe. Eigentlich galt England bislang als mögliches Ziel des Spielers. Nun will der Express erfahren haben, dass es noch andere Interessenten gibt.

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Demnach seien mit RB Leipzig und Benfica Lissabon zwei weitere Clubs an dem Spieler interessiert. Genauere Informationen gibt es über das Interesse nicht, auch keine Angabe, aus welcher Richtung das Gerücht kommt. Bislang galt England als einziger ernst zu nehmender Markt. Und das aus zwei Gründen. Zum einen sind die Engländer durchaus bereit über Marktwert zu bezahlen. Kaminski wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf einen Wert von 17 Millionen Euro eingeschätzt. Die Ablöse liegt bei 20 Millionen. Für einen Club wie Brighton & Hove Albion keine große Differenz. Zum anderen hat Kaminski mehrfach erklärt, dass er seine Zukunft in England sieht. Und das, möglichst sobald sich die Chance ergibt. Brighton wurde immer wieder als Haupt-Interessent genannt. Daran hat sich dem Vernehmen nach auch nicht viel geändert.

Ersatz für Diomande?

Aktuell ist bei RB Yan Diomande noch auf der linken Seite gesetzt. Der Ivorer soll sich aber bereits mit Paris Saint-Germain auf einen Wechsel geeinigt haben. Nur spielt Leipzig noch nicht mit und hat PSG einen ersten Korb erteilt. Ein Wechsel gilt aber durchaus als machbar. Ob dann aber Kaminski ein Ersatz für RB wäre, ist offen. Der Pole selbst würde zwar international spielen, aber eben nicht in seiner Wunschliga. Ein Wechsel nach England ist demnach weiterhin wahrscheinlicher. Für den FC geht es bei dem Transfer hauptsächlich um wichtige Erlöse. Die 20 Millionen Ablöse könnten die Geißböcke gut in den Kader investieren. Denn Baustellen gibt es genug. Dass Leipzig wirklich die Ausstiegsklausel bezahlt, ist eher unwahrscheinlich. Der Zusatz im Kontrakt läuft dem Vernehmen nach Mitte Juli aus. Dann wäre ein Abschied von allen Seiten frei verhandelbar.


Newcastle ist raus, Liverpool zögert, FC hofft: Warum ein Verbleib von Said El Mala immer wahrscheinlicher wird

Said El Mala soll auf der Liste der TSG Hoffenheim stehen
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Newcastle ist raus, Liverpool zögert, FC hofft: Warum ein Verbleib von Said El Mala immer wahrscheinlicher wird

So ein wenig scheint das Tempo aus dem Transfer-Karussell um Said El Mala verloren gegangen zu sein. Dabei ist der 19-Jährige nach wie vor ein wichtiger Schlüssel dieses Transfersommers. Nun steigt die Möglichkeit einer weiteren Wende um Said El Mala: Bleibt er noch eine Saison beim 1. FC Köln?

Der Kader für die kommende Saison nimmt beim 1. FC Köln leichte Konturen an. Mit Luka Lochoshvili haben die Geißböcke zumindest den ersten externen Neuzugang vermeldet, drei weitere Kaufoptionen sind gezogen, auch, wenn hinter der von Jakub Kaminski wohl noch ein sehr großes Fragezeichen steht. Ein Fragezeichen, dass einige andere Fragen aber durchaus leichter beantworten könnte. Sollte der Pole erwartungsgemäß für 20 Millionen Euro verkauft werden, könnten die Kölner ganz anders auf dem Transfermarkt agieren. Eine zentrale Baustelle bleibt aber auch dann noch. Die um Said El Mala. Und dort steigen gerade irgendwie die Chancen, dass der Spieler am Ende dann vielleicht doch noch eine Saison in Köln bleibt.

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Erst zu Beginn der Woche hatte der TV-Sender „Sky“ in seiner Sendung „Transfer update“ davon gesprochen, dass die El Malas beim FC noch einmal den Wechsel-Wunsch Richtung Premier League für diesen Sommer hinterlegt hätten und das mit der Bitte, einem möglichen Interessenten im Zweifel bei den Modalitäten entgegen zu kommen. Nach Informationen von come-on-fc.com sieht man dazu am Geißbockheim aber keine Notwendigkeit. Vielleicht arrangieren sich die FC-Verantwortlichen vielmehr mit dem Gedanken, El Mala dann doch noch eine Saison behalten zu können. Die Verpflichtung von Luka Lochoshvili hat zumindest angedeutet, dass man beim FC durchaus in der Lage ist, Transfers zu tätigen. Und das – zumindest nach außen – unabhängig von möglichen Transfers der beiden Topscorer und Geldbringer El Mala und Jakub Kaminski. Ein wenig fühlt es sich so an, als habe das euphorische Wechselkarussell mächtig an Fahrt verloren. De facto scheint die Auswahl an konkreten Interessenten jedenfalls nicht so groß, wie es sich während der gesamten Spielzeit angefühlt hat.

„One for the future“

Ernsthafte Interessenten aus Deutschland gibt es nicht, genauso wenig Gedankenspiele der Bundesligisten um einen Weg einer möglichen Verpflichtung. Die Kölner rücken nicht von ihrer 50-Millionen-Euro-Marke, zu viel für den deutschen Markt. Bezahlbar ist El Mala im englischen Markt, doch auch dort ist von der Euphorie um den jungen Spieler nicht mehr ganz so viel geblieben. Newcastle will zumindest Bazoumana Touré für El Malas Position unter Vertrag nehmen. Tottenham wird ein Interesse nachgesagt, doch die Spurs wollen gerade erst nahezu 200 Millionen Euro in Sandro Tonali und Mateus Fernandes stecken. Fraglich, ob weitere 50 Millionen für El Mala übrig bleiben. Und dann ist da noch das vermeintliche Interesse des FC Liverpool. Die Reds hatten eigentlich vor Yan Diomande unter Vertrag zu nehmen. Doch der Ivorer ist sich einig mit Paris Saint-Germain. Auf einer Shortlist für den Plan B tauchte auch der Name Said El Mala auf. Tatsächlich hat der Traditionsclub den Spieler im Fokus. Doch so ganz überzeugt scheint man von einer schnellen Verpflichtung nicht zu sein.

Ein grundsätzliches Interesse von der Insel ist da

So berichtet der englische Transferjournalist Mark Brus, dass Liverpool den 19-Jährigen eher im Sommer 2027 an die Anfield Road holen will. El Mala werde eng beobachtet, sei aber nach aktuellem Stand eher „one for the future“ als ein unmittelbares Transferziel. Demnach beobachte man den Spieler, allerdings mit dem Ziel, El Mala erst 2027 fest unter Vertrag zu nehmen. Möglich wäre ein Konstrukt, dass immer häufiger zu beobachten ist: Transfers, die ein Jahr im Voraus vereinbart werden. So verpflichteten die Reds Keeper Giorgi Mamardashvili und liehen ihn umgehend wieder an den FC Valencia aus. El Mala ist ein ähnliches Prozedere ja auch beim FC bekannt. Als er aufgrund des Registrierungsverbots von Köln zwar verpflichtet, aber umgehend zurück an die Viktoria verliehen wurde. Könnte es nun also ein ähnliches Szenario mit Liverpool geben? Konkrete Gespräche hat es nach Informationen von come-on-fc.com noch nicht gegeben. Ein grundsätzliches Interesse von der Insel ist da. Allerdings eins, das an Tempo verloren hat.

Laut der „Sportbild“ hat der 1. FC Köln intern ohnehin bereits eine Entscheidung getroffen: El Mala soll auch in der kommenden Saison das Trikot der Geißböcke tragen. Zum Trainingsauftakt in zehn Tagen scheint daran kaum zu zweifeln zu sein. Doch der Transfersommer ist lang — und El-Mala-Wendungen haben in den vergangenen Monaten gezeigt, dass sie jederzeit möglich sind.


Ghana scheidet bei WM aus: Folgen nun die Verhandlungen mit FC-Wunsch Gideon Mensah?

Gideon Mensah im Zweikampf mit Luis Diaz
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Ghana scheidet bei WM aus: Folgen nun die Verhandlungen mit FC-Wunsch Gideon Mensah?

Der FC will Gideon Mensah unter Vertrag nehmen, den zweiten Transfer eintüten. Bislang war der noch bei der WM, die finalen Gespräche sollten nach dem Ausscheiden erfolgen. Und das könnte jetzt erfolgen. Denn Ghana scheiterte in der Nacht an Kolumbien. Finden der 1. FC Köln und Gideon Mensah jetzt zusammen?

Nimmt der Transfermarkt für den FC nun weiter an Fahrt auf? Gideon Mensah soll das nächste Wunschziel für einen Transfer beim 1. FC Köln sein. Und der könnte nun die Gespräche mit den Kölnern wieder aufnehmen. Denn der Spieler ist mit Ghana bei der WM ausgeschieden.

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Die Black Stars scheiterten in der Nacht zu Samstag an Kolumbien 0:1. Und Mensah hatte seine Aktien im Gegentor. Der Linksverteidiger ließ zunächst seinen Gegner, den für Jhon Cordoba eingewechselten Suarez, aus den Augen und legte dem Stürmer mit einem schwachen Block den Ball noch einmal für eine Flanke auf. Diese fand im Zentrum Jhon Arias und damit den Torschützen des einzigen Treffers (14.). So wirklich viel hatte Ghana dem Gegner nicht mehr entgegenzusetzen. Es blieb beim 0:1 aus Sicht der Black Stars und damit beim WM-Aus im Sechzehntelfinale. Ärgerlich für das Team um Mensah, für den FC allerdings erfreulich. Denn wie berichtet sind die Kölner an einer Verpflichtung des Linksverteidigers interessiert. Es hat sogar Gespräche gegeben, die über einen ersten Kontakt hinaus gehen. Bislang war die Erzählweise, dass es konkrete weitere Gespräche mit dem Spieler gibt, sobald Ghana das Turnier beendet hat. Das ist in der Nacht passiert.

Mensah wäre ablösefrei

Für ein wenig Verwirrung sorgte ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann. „AJ Auxerre ist im Moment der Verein, bei dem Mensah unter Vertrag steht. Wenn der 1. FC Köln ihn haben will, muss er so um die vier Millionen hinblättern. So ist es zumindest kolportiert worden“, sagte die Sportjournalistin. Das entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Der Vertrag des Linksverteidigers ist im Sommer ausgelaufen. Mensah ist aktuell vereinslos, kann also mit den Kölnern direkt verhandeln. Der FC blickt wohl gezielt auch auf ablösefreie Spieler. Mensah hatte lange für Auxerre gespielt. Nach fünf Jahren in Frankreich soll nun die Bundesliga das nächste Ziel für den Außenverteidiger sein. Der FC sucht indes mindestens einen Linksverteidiger. Nominell gibt es nach dem Abgang von Kristoffer Lund keinen Spieler für diese Position. Das soll sich mit Gideon Mensah ändern. Die Chancen auf eine baldige Verpflichtung stehen also nicht schlecht. 


Verwirrung um Kölner Wunschspieler: Scouts Ja, Gespräche Nein? Mehrere Interessenten für Chido Obi

Chido Obi soll das Kölner Interesse geweckt haben
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Verwirrung um Kölner Wunschspieler: Scouts Ja, Gespräche Nein? Mehrere Interessenten für Chido Obi

Der Name Chido Obi sorgte in den vergangenen Tagen im Umfeld des FC für ein wenig Wirbel. Der 18-Jährige gilt als großes Talent, könnte bei den Kölnern Spielpraxis sammeln und angeblich hat es bereits Gespräche gegeben. Doch ganz so nah ist ein Deal dann noch nicht für den 1. FC Köln: Ein Transfer von Chido Obi scheint ferner als gedacht.

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili hat der Transfersommer für den FC auch in Sachen neue Spieler endlich begonnen. Nachdem acht Spieler die Geißböcke verlassen haben, wurde das gefühlt auch Zeit. Selbst wenn das Transferfenster noch knapp zwei Monate geöffnet hat. Ein weiterer schneller Transfer war am Freitagabend noch nicht in Sicht. Tatsächlich scheint ein Gerücht ein wenig an Fahrt verloren zu haben. Die Gespräche zwischen dem FC und Manchester United über Chido Obi sollen laut einem Medienbericht gar nicht so konkret gewesen sein, wie in der vergangenen Woche noch kolportiert.

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Der renommierte englische Journalist Pete O‘Rourke hatte in der vergangenen Woche den Namen des „Wunderkinds“ in den Ring geworfen. Der Transfer-Experte berichtete von konkreten Gesprächen zwischen dem FC und den Red Devils. Dabei soll es um eine Leihe des Stürmers gegangen sein. Der 18-Jährige weist ein für sein Alter erstaunliches Potenzial auf, gilt schon seit vielen Jahren als eins der größten dänischen Talente. Bereits im Juniorenbereich bei Arsenal überragte der Angreifer mit Toren, traf alleine in einem Spiel gegen Liverpool zehn Mal. Beim FC wäre der Angreifer wohl auch kein direkter Backup für Ragnar Ache. Aktuell ist Obi mehr Instinkt- als Zielstürmer. Dennoch ist der Abschluss beeindruckend. Der Youngster würde dem FC wohl gut zu Gesicht stehen. Würde, denn glaubt man der renommierten dänischen Zeitung bold.dk ist der FC dann doch gar nicht so nah an einer Leihe wie zuvor kolportiert.

Laut bold.dk noch keine Gespräche

Demnach sei noch nicht mal gesagt, ob ManU den Spieler überhaupt verleihen wird. Das sei zwar wahrscheinlich, aber noch nicht sicher. Laut bold.dk hänge die Entscheidung von dem richtigen Zielverein und der möglichen Vorbereitung ab. Es kann also durchaus sein, dass sich der Spieler dort noch einmal aufdrängen kann. Und das Medium geht sogar noch weiter in Bezug auf den FC. Demnach hätten die Kölner zwar Scouts nach England geschickt, um den Spieler zu beobachten, einen Dialog habe es zwischen den Vereinen aber noch nicht, sogar „nie“ gegeben. Interessenten soll es eine ganze Menge geben, „aber zum jetzigen Zeitpunkt hat sich noch nichts Konkretes daraus entwickelt“, heißt es in dem Artikel. Die Aussagen sind also sehr widersprüchlich. Dass der FC aber grundsätzlich interessiert ist, steht wohl außer Frage.

Wenn überhaupt wäre nur eine Leihe ein Konstrukt. Das Muster kennt der 1. FC Köln natürlich bereits. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat Thomas Kessler bewiesen, dass Leihkonstrukte mit Kaufoption funktionieren können — wirtschaftlich wie sportlich. Simpson-Pusey kam, überzeugte, wurde fest verpflichtet. Der Transfer gilt intern längst als Erfolg. Bei Chido Obi könnte Kessler auf eine ähnliche Konstruktion setzen. Eine feste Verpflichtung ist keine Option — Manchester United wird den Angreifer, dessen Marktwert auf fünf Millionen Euro taxiert wird, allenfalls auf Leihbasis ziehen lassen.


Was die Verpflichtung von Luka Lochoshvili über die Kaderplanung aussagt

Luka Lochoshvili
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Was die Verpflichtung von Luka Lochoshvili über die Kaderplanung aussagt

Der 1. FC Köln hat in diesem Sommer bereits rund 20 Millionen Euro investiert — und trotzdem sind zentrale Positionen noch unbesetzt. Wie viel Spielraum noch bleibt, lässt sich von außen nicht seriös beziffern. Was sich aber lesen lässt: Dieser Transfer-Sommer ist noch lange nicht vorbei.

Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili haben die Kölner weitere Millionen investiert. Mittlerweile sind es nahezu 20 Millionen Euro. Doch noch zahlreiche Baustellen sind offen.

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So ein wenig verwunderte der finanzielle Aspekt schon. Die Kölner haben Luka Lochoshvili für etwas mehr als vier Millionen Euro unter Vertrag genommen. Einen 28-jährigen Innenverteidiger. Das überrascht insofern, dass der FC bei der Verpflichtung und Finanzierung von Jakub Kaminski nicht weit von dem Preis für den Georgier entfernt war. Ob der Abwehrspieler das Geld wert ist, wird erst der Verlauf der Saison beantworten können. Fakt ist, dass die Kölner schon ziemlich viel Geld ausgegeben haben. Alleine für die festen Verpflichtungen von Tom Krauß, Kaminski und Jahmai Simpson-Pusey legten die Geißböcke schon nahezu 15 Millionen Euro auf den Tisch. Nun weitere vier bis fünf. Wie viel tatsächlich noch in der Schatulle steckt, lässt sich von außen nicht seriös beziffern — Vereine geben selten einen genauen Einblick in ihre Finanzen. Was sich aber aus den bekannten Zahlen lesen lässt: Der FC hat in diesem Sommer bereits substanziell investiert. Interessant: Alleine die „neue“ Innenverteidigung hat den FC nahezu zehn Millionen Euro gekostet. Die Ausgaben belaufen sich also Stand jetzt auf rund 20 Millionen Euro.

Müssen die Kölner auf Abgänge schielen?

Im vergangenen Sommer gab der FC nahezu 25 Millionen für seine elf neuen Spieler aus, das Budget der aktuellen Transferphase wird ähnlich hoch eingeschätzt. Wirklich viel dürfte sich also in den Kölner Kassen zurzeit nicht mehr befinden. Und das, obwohl nach zahlreiche zentrale Baustellen offen sind. Die der Innenverteidigung war eine große, aber eben auch nicht die auf den ersten Blick wichtigste. Immerhin gibt es im Kölner Kader keinen Linksverteidiger, die Geißböcke brauchen dringend einen klassischen Sechser und einen Backup für Ragnar Ache. Auf sechs bis sieben Positionen soll noch nachgebessert werden. Die Finanzierung ist ein wichtiger Punkt, der am Ende zwangsläufig über das Zustandekommen des Deals entscheidet. Der FC wartet nach wie vor auf lukrative Abgänge.

Die Verpflichtung von Lochoshvili könnte also durchaus so interpretiert werden, dass der FC schon auf den Weggang seiner beiden Topscorer Said El Mala und Jakub Kaminski schielt – oder zumindest einen davon. Das Problem: So wirklich viel Bewegung gibt es nach wie vor nicht. Im Falle von El Mala hat sich mit Newcastle United vielmehr ein kolportierter Interessent verabschiedet. Die Magpies werden wohl Bazoumana Touré von der TSG Hoffenheim unter Vertrag nehmen. Zwar wurde auch der FC Liverpool mit dem Shootingstar in Verbindung gebracht, doch aus England ist zu hören, dass El Mala eine Option, aber nicht die erste für die Außenbahn ist.

Leihen als Werkzeug, nicht als Notlösung

Der Verkauf von Kaminski wirkt von außen betrachtet einfacher. Es muss sich „nur“ ein Abnehmer finden, der bereit ist, die Ablösesumme von 20 Millionen Euro zu bezahlen. Doch ist das Risiko mindestens so groß wie die Versuchung, auf diesen Deal zu spekulieren. Die Kölner werden nicht jetzt schon Geld ausgeben, das noch mit dem „Konjunktiv“ versehen ist. Auch deswegen scheint der Fokus auf Spielern wie Chido Obi oder Gideon Mensah zu liegen. Obi käme für Manchester United und den FC wohl nur als Leihe in Frage. Der 18-Jährige ist ein großes Talent, aber eben keine Garantie, nun auch durchzustarten. Ähnlich wie bei Simpson-Pusey oder Krauß wäre ein Großteil einer solchen Rechnung erst im kommenden Sommer zu bezahlen, vorausgesetzt es gibt eine Kaufoption. Mensah gehört zu den Spielern, die vertragslos, ablösefrei zu haben sind. Auch davon gibt es auf dem Markt einige. Es gilt, schnell zu sein. Es gilt, die richtigen Argumente parat zu haben – finanziell, perspektivisch. Für einen Club wie den FC wohl nicht immer eine leichte Aufgabe.

Thomas Kessler wird die richtige Mischung finden müssen. Die FC-Bosse wurden zuletzt nicht müde zu betonen, dass sie auch in dieser Saison wieder auf Leihkonstrukte zurückgreifen. Aber eben nicht nur. Ob die fünf Millionen für Lochoshvili bedeuten, dass die Schatulle am Ende doch größer ist als angenommen — oder ob sie schlicht das letzte größere Investment dieses Sommers waren — das wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Schwarz oder weiß ist das nicht. Selten ist es das im Transfermarkt.


„Offizielles Angebot“ für Salih Özcan: Gebürtiger Kölner vor Wechsel in die Türkei

Salih Özcan weckt mal wieder Interesse
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„Offizielles Angebot“ für Salih Özcan: Gebürtiger Kölner vor Wechsel in die Türkei

Salih Özcan wurde immer mal wieder als möglicher Neuzugang bei den Geißböcken gehandelt. Der Mittelfeldspieler ist aktuell vereinslos, der Vertrag bei Dortmund ausgelaufen. Nun zeichnet sich aber ein Wechsel ab für den Ex-Spieler des 1. FC Köln: Salih Özcan erhält ein offizielles Angebot aus der Türkei.

Wie gefühlt jede Transferphase wurde Salih Özcan auch in diesem Sommer wieder als möglicher Neuzugang gehandelt. Die ganz große Substanz hatten die Gerüchte bislang noch nicht, eine Kontaktaufnahme soll es aber schon gegeben haben. Dabei scheint ein Wechsel in die Türkei dieser Tage wahrscheinlicher.

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So ist Besiktas Istanbul nicht erst seit diesem Sommer an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers interessiert. Schon in der vergangenen Saison gab es das konkrete Interesse. Und offenbar auch Gespräche zwischen dem türkischen Traditionsverein sowie Borussia Dortmund. Der Wechsel scheiterte dem Vernehmen nach an der Ablöseforderung des BVB. Auch im Winter hatte es Kontakt gegeben, doch Özcan wollte sich in Dortmund durchbeißen. Das gelang dem gebürtigen Kölner bekanntlich nicht. Nun ist der Nationalspieler der Türkei also vertragslos und Besiktas plant den nächsten Vorstoß. Laut übereinstimmenden türkischen Medien hat der Club aus der türkischen Metropole dem Spieler ein offizielles Angebot unterbreitet. Besiktas will Özcan unbedingt verpflichten. In der Türkei wurde auch immer wieder berichtet, dass sich der Spieler einen Wechsel in die Türkei vorstellen könne. Allerdings war in der Vergangenheit auch immer wieder berichtet worden, der Spieler stünde unmittelbar vor einem Transfer. Das wiederum entsprach nicht den Tatsachen.

Özcan aktuell ohne Vertrag

Nun könnte es also einen Wechsel geben. Özcan ist in Köln geboren, wechselte früh zum FC und durchlief so ziemlich alle Nachwuchsstationen. 2019 wurde der Mittelfeldspieler an Holstein Kiel verliehen. Dort schaffte Özcan den Durchbruch als Stammspieler und kam in guter Form nach Köln zurück. Nach zwei Jahren kam dann das Angebot aus Dortmund. Beim BVB spielte der Sechser unter anderem in der Champions League gegen teams wie Manchester City oder Barcelona. Doch so richtig glücklich wurde Özcan weder beim VfL Wolfsburg noch in Dortmund. Zuletzt spielte er unter Niko Kovac keine Rolle mehr. Dass der BVB den Vertrag nicht mehr verlängern würde, stand bereits im vergangenen Sommer fest. Nun also steht das nächste Kapitel an. Ob der Mittelfeldspieler das Angebot annehmen wird, ist offen. Ein Wechsel nach Köln könnte vor allem an Gehaltsvorstellungen scheitern. Denn beim BVB hat Özcan zwischen drei und fünf Millionen Euro verdient.


Überragend im Zweikampf, gefährlich bei Standards – deswegen passt Luka Lochoshvili zum FC

Luka Lochoshvili gilt als kopfballstark und kompromisslos
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Überragend im Zweikampf, gefährlich bei Standards – deswegen passt Luka Lochoshvili zum FC

Mit Luka Lochoshvili haben die Kölner nun doch ihre erste Neuverpflichtung unter Dach und Fach gebracht. Bei wohl keinem potenziellen Neuzugang war das Anforderungsprofil im Vorfeld so genau definiert – zumindest öffentlich. Nun haben die Kölner zugeschlagen und viel Geld investiert.

Die Kölner haben nun also ihren ersten Spieler unter Vertrag genommen. Luka Lochoshvili soll die Kölner verstärken. Zwar hat der Georgier noch nie Bundesliga gespielt, doch die Werte sprechen für den Abwehrspieler.

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Wie sich das Kölner Stadion gut gefüllt anhört oder anfühlt, weiß Luka Lochoshvili bereits – wenn auch seine Erinnerungen an Köln vielleicht nicht die besten sind. Mit Georgien kassierte der Abwehrspieler eine derbe Niederlage im Achtelfinale der Europameisterschaft 2024 gegen Spanien. 1:4 hieß es nach 90 Minuten, in denen Georgien noch durch ein Eigentor in Führung gegangen war. Eine Runde später scheiterte Deutschland ebenfalls an der Furia Roja. Nun wird das Kölner Stadion zur Heimat für den 28-Jährigen, der einen Vertrag bis 2029 bei den Kölnern unterschrieben hat. Der FC hat bekanntlich einen weiteren Innenverteidiger gesucht, einen Linksfuß, erfahren, eine sofortige Hilfe. Und einen Abwehrspieler, der durchaus das Potenzial hat, zum Abwehrchef zu werden. Ob der 28-Jährige alle Erwartungen der Geißböcke erfüllen wird, wird sich erst zeigen müssen. Dem Vernehmen nach haben die Kölner rund fünf Millionen Euro für den erfahrenen Abwehrspieler bezahlt – eine hübsche Stange Geld, wenn man sie mit der Verpflichtung von Jakub Kaminski vergleicht.

Stark in den Zweikämpfen, gefährlich bei Standards

Der Blick auf die Zweitliga-Daten der vergangenen Spielzeit erscheint aufschlussreich. Lochoshvili gewann überragende 76,4 Prozent seiner Defensivduelle, das als unumstrittener Stammspieler der Nürnberger, der nur ein Spiel aufgrund einer Gelbsperre verpasste. Nur zwei Spieler waren in der vergangenen Spielzeit in der 2. Bundesliga besser. Geht der Abwehrspieler also ins Eins-gegen-eins, dann gewinnt er den Zweikampf in drei von vier Fällen. „Lochoshvili ist in der Defensive und vor allem im direkten Duell nur sehr schwer zu besiegen. Es gab kaum einen Angreifer, der im Eins-gegen-eins gut aussah“, sagt Julian Berce, Datenanalyst von ball-orientiert, der mit seinem Kollegen Christian Pöhlmann auch die Plattform „Clubfokus“ zum 1. FC Nürnberg betreibt. „Auch durchaus prominente Namen wie Ex-Nationalspieler Mergim Berisha prallten da schnell ab. Er ist sehr gut darin, seinen Körper zwischen Ball und Gegenspieler zu drücken und ist so oftmals früher am Ball.“ 

Mit einer Körpergröße von 1,92 Metern ist der Spieler auch in der Luft eine Bank, gewinnt zwei Drittel seiner Luft-Duelle. Lochoshvili ist kein Spieler, der bei Standards und hohen Bällen in Bedrängnis gerät. Für einen Bundesligisten, der in der vergangenen Saison genau in dieser Kategorie seine größten Schwächen zeigte, ist das ein konkreter Mehrwert. Vor allem, weil der Spieler auch bei Standards im Offensivbereich gefährlich wird. Lochoshvili erzielte in der vergangenen Saison fünf Tore für Nürnberg, drei nach Freistößen oder Ecken. Und das sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Fuß. „Er hat in der Jugend sogar Stürmer gespielt und für den FCN das ein oder andere offensive Ausrufezeichen gesetzt“, sagt Berce.

„Nicht gerade spektakulär“

Auch in Sachen Antizipation gehört der Abwehrspieler zu den besseren der Liga, fängt oft die Kugel ab. Doch die Defensivarbeit ist die eine Seite der Wahrheit. Den anderen Teil der Geschichte erzählt die Arbeit nach vorne. Ein überragender Aufbauspieler war Lochoshvili in der vergangenen Spielzeit nicht. Gerade bei den Vertikalpässen schlichen sich zu oft Fehler ein, der Georgier gehört zum unteren Durchschnitt sowohl bei der Anzahl der Pässe als auch bei der Genauigkeit. „Sein Spielaufbau ist jetzt nicht gerade unfassbar spektakulär. Er hat einen ordentlichen linken Fuß, kann andribbeln und auch mal über längere Distanz den Ball anbringen, aber er wird dir keine zehn perfekten diagonal flache Pässe in die Zwischenräume spielen“, so Berce. Mit 88,8 Prozent allgemeiner Passgenauigkeit und 54,4 Prozent bei langen Bällen ist er verlässlich genug, um nicht zur Schwachstelle im Aufbau zu werden. Er gibt den Ball sicher weiter – er gestaltet ihn nur nicht aktiv. Spannend: Lochoshvili kann auch auf der linken Außenbahn spielen, unter anderem bei der EM im Nationaldress. Als Backup für die linke Seite wäre der Georgier sicher eine Alternative.

Ob der Innenverteidiger das Zeug zum Bundesliga-Spieler hat, ist offen. Seine neun Karten und seine Foulstatistik lassen aber keine Zweifel daran, dass er mit Physis und Körperlichkeit das Duell sucht. „Ich traue ihm definitiv zu, in der Bundesliga zu spielen und dass er defensiv eine absolute Bereicherung für Köln sein wird“, sagt Berce. 
Die Werte sprechen aber eine klare Sprache pro Lochoshvili.

Lest hier: Alle Transfergerüchte im Überblick und mit Einordnung


Extrem offensiver Verteidiger mit defensiven Entwicklungsfeldern: So kann Gideon Mensah dem 1. FC Köln helfen

Gideon Mensah überzeugte gegen England
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Extrem offensiver Verteidiger mit defensiven Entwicklungsfeldern: So kann Gideon Mensah dem 1. FC Köln helfen

Ablösefrei, erfahren, WM-Teilnehmer – Gideon Mensah soll beim 1. FC Köln auf dem Zettel stehen. Der Ghanaer ist kein klassischer Linksverteidiger, sondern ein offensiver Antreiber auf der Außenbahn. Was er mitbringt, wo er Grenzen hat – und ob er zu René Wagners Spielphilosophie passt beim 1. FC Köln: Gideon Mensah – Stärken, Schwächen, Transfer?

Mit Ghana spielt Gideon Mensah aktuell noch bei der WM. Dann geht es um seine Zukunft. Denn der Linksverteidiger ist vertragslos. Das soll sich bald ändern. Und der FC könnte eine Rolle spielen.

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Die Hintermannschaft leistete gegen England ganze Arbeit. Die Black Stars verteidigten gegen Harry Kane, Jude Bellingham und Co. mit so ziemlich allem, was Ghana zur Verfügung stand und belohnten ihre Leistung mit einem Punkt. Und mittendrin: Gideon Mensah. Der 27-Jährige lief in der Fünferkette als Linksverteidiger auf. Und wer die Offensive der Three Lions irgendwie dann in Schach hält, sich so einen Punkt erarbeitet und als Stammspieler überzeugt, der braucht sich nicht wundern, wenn es dann Interessenten aus anderen Ligen gibt. Sicherlich auch, weil Mensah seit dem 1. Juli ohne Vertrag ist. Nun soll sich der FC mit dem Ghanaer beschäftigen. Nicht nur das, es hat schon ersten Kontakt gegeben. Konkret werden die Gespräche dann wohl, wenn das WM-Märchen der Black Stars zu Ende geschrieben ist. Dass der FC aber ein gesteigertes Interesse an dem ablösefreien Spieler hat, gilt als ziemlich wahrscheinlich. Denn die Kölner suchen im Grunde zwei Linksverteidiger, ein ablösefreier Nationalspieler mit reichlich Erstliga-Erfahrung kommt da wie gerufen.

Heat Map Gideon Mensah
Heat Map Gideon Mensah

Es fehlt die Gefahr im letzten Drittel

Aber wo liegen die Stärken und Schwächen des 27-Jährigen? Das Bild ist eindeutig. Zugegeben, nach dem Duell gegen England könnte man der Meinung sein, die Kölner hätten einen defensiv ausgerichteten Linksverteidiger auf dem Zettel. Dieses Bild aber aufgrund der Scorerbilanz der vergangenen Spielzeit oder eben, ob des Eindrucks aus dem England-Spiel als bare Münze zu nehmen, widerspricht der Realität. Denn Mensah ist vieles, aber sicher kein defensiv ausgerichteter Linksverteidiger. Im Gegenteil: Die Heatmap der vergangenen Saison zeigt eindeutig den Vorwärtsdrang des Ghanaers. Mensah bewegt sich die Schiene rauf und runter, ist auf Höhe des gegnerischen Sechzehners fleißig unterwegs. Mensah ist kein defensiv ausgerichteter Linksverteidiger, der primär absichert und Bälle wegklärt. Er ist ein Flügelspieler im Dress eines Außenverteidigers – und das im besten Sinne. Nahezu 80 Prozent seiner Dribblings sind dabei erfolgreich. Kaum ein Außenverteidiger der Ligue 1 kommt auf einen ähnlich guten Wert.

Ausgeprägter Offensivdrang

Mit seinen neun progressiven Pässen im Schnitt pro Spiel, gepaart mit einer Genauigkeit von 75 Prozent beschleunigt er das Spiel nach vorne verlässlich. Auch in den offensiven Duellen gewinnt Mensah – wenn auch knapp – mehr als die Hälfte (53 Prozent). Der Spieler bringt sich so regelmäßig in die Gefahrenzone, nur fehlt dann oft der finale Pass oder die gewinnbringende Flanke. In beiden Kategorien liegt er genau im Bereich des Durchschnitts der Liga. Er ist ein Carrier, kein Lieferant. Er bringt sich selbst nach vorne, schafft aber für seine Mitspieler weniger als sein Bewegungsradius vermuten lässt. So sind auch seine verhältnismäßig wenigen Scorerpunkte zu erklären. Defensiv offenbart der 27-Jährige dann doch einige Schwächen. So gewinnt Mensah im Schnitt nur jedes dritte seiner Kopfball-Duelle. Die defensiven Duelle gewinnt er zu 56 Prozent und damit deutlich seltener als die Konkurrenten auf den Außenverteidigerpositionen (Mittel bei 62 Prozent). Seine Foulquote und die acht Gelben Karten in 30 Spielen zeigen zusätzlich: er ist kein Spieler, der diszipliniert und risikoarm agiert.

Passt Mensah denn nun zum FC? Das hängt davon ab, was René Wagner von seinem Linksverteidiger erwartet. Wenn er in erster Linie die linke Seite absichern und bei Standards zuverlässig sein soll, ist Mensah möglicherweise die falsche Antwort. Wenn er aber als offensiver Motor auf der linken Seite gefragt ist – einer, der Eins-gegen-eins-Situationen sucht, das Spiel schnell macht und von einem defensiv stabilen Mittelfeld abgesichert wird – dann liefert Mensah genau das, was der FC zuletzt eher selten hatte.

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