Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

Denis Huseinbasic hat es aktuell schwer
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Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

Gegen St. Pauli musste Denis Huseinbasic seinen Platz im Kader für den jungen Felipe Chávez räumen. Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen steht Wagner erneut vor der schwierigen Entscheidung beim 1. FC Köln: Droht Denis Huseinbasic die erneute Ausbootung?

Bereits für die Auswärtsfahrt nach Hamburg musste FC-Coach René Wagner aufgrund der Vielzahl der ihm zur Verfügung stehenden Spieler unpopuläre Entscheidungen darüber treffen, welche FC-Akteure nicht Teil des Spieltagskaders sein würden. Gegen den FC St. Pauli traf es Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic. Anstelle des Bosniers nominierte Wagner den jungen Felipe Chávez. In der Pressekonferenz am Donnerstag erläuterte der Kölner Trainer die Hintergründe dieser Entscheidung.

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Deshalb nominierte Wagner Chavez und Waldschmidt statt Huseinbasic

Auf der Pressekonferenz vor dem Auftritt seiner Mannschaft gegen Bayer 04 Leverkusen stellte FC-Coach René Wagner klar, dass die Fähigkeiten im Spielaufbau den Ausschlag für die Entscheidung pro Chavez gegeben hätten: „Am Ende haben wir uns für Felipe entschieden, da er offensiv einen Akzent mehr setzen kann als Danny. Er kann das Spiel von hinten antreiben.“ Rückblickend betrachtet war dies laut dem 37-Jährigen die richtige Entscheidung: „Wir haben einfach geglaubt, dass wir, wenn das Spiel hinten raus noch eng wird, Spieler wie Philippe und Luca brauchen, die in und um den Strafraum gefährlich werden können. Am Ende haben wir uns mit dem Elfmeter belohnt. Und wir haben erstmal recht behalten.“

Nach dem Pokalaus der Leverkusener gegen die Bayern äußerte Wagner seine Einschätzung über die größten Schwächen des kommenden Gegners: „Die Leverkusener hatten immer wieder Probleme mit der Intensität. Und ich glaube, dass wir mutig sein müssen. Wir müssen uns trauen, die richtigen Mittel zu wählen, um Leverkusen wehzutun.“ Der junge Trainer gab damit Einblicke in seinen Plan, die Werkself vor Probleme zu stellen: „Ich glaube auch nicht, dass die Leverkusener hierherkommen und glauben, sie müssten nicht gegen den Ball arbeiten. Wir wollen dafür sorgen, dass wir den Ball auch mal behalten. Dass wir die Wege groß machen. Wir wollen die Laufwege für die Leverkusener weit machen. Irgendwann haben sie vielleicht keine Lust mehr, dem Ball hinterherzujagen. Dann müssen wir gefährlich werden. Dann gehen Räume auf, die wir mutig bespielen müssen“, schlussfolgerte Wagner.

Wer behält einen klaren Kopf?

Denn Wagners Plan, gegen Leverkusen die Spielkontrolle an sich zu reißen, ist ambitioniert. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand gehört mit einer Ballbesitzquote von 57 Prozent zu den Mannschaften mit der höchsten Quote in der Beletage. Nur die Bayern befinden sich häufiger im Ballbesitz. Mit Robert Andrich und Alexei Garcia hat Bayer zwei Akteure in seinen Reihen, die mit ihren Pässen die grüne Wiese bespielen können wie nur wenige andere in der Bundesliga. Garcia kommt im Bayer-Zentrum auf eine Passquote von 93,4 %, was den zweitbesten Wert ligaweit hinter – Überraschung – Bayerns Jonathan Tah darstellt.

Im Hinterkopf geistert auch noch immer die 0:2-Niederlage vom Dezember, als rund 500 FC-Fans das Leverkusener Stadion noch vor dem Anpfiff verließen, weil die Einlasskontrollen zu streng waren. Spektakel auf den Rängen ist damit vorprogrammiert und könnte die Spieler zusätzlich beeinflussen. Womit wir wieder bei der Frage sind, auf welche Spieler Wagner setzen will. Denn in solch lautstarken und hart umkämpften Partien spielt auch Erfahrung eine wesentliche Rolle, wie der Kölner Coach erläutert: „Felipe hat eine unglaubliche Qualität im Umgang mit dem Ball. Das zeigt er in jedem Training. Am Ende ist er aber ein sehr junger Spieler. Es gibt andere Spieler, die schon länger in der Liga sind.“

Wagner: „Dann muss der Trainer entscheiden“

Der 37-Jährige betonte in diesem Zusammenhang um ein weiteres die Bedeutung eines Geißbocks, der sich in letzter Zeit wieder in prächtiger Form präsentiert: „Als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress eher auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. Wir haben mit Luca ein ähnliches Profil im Kader, auf das wir in den Spielen zuvor zurückgegriffen haben. Da kann er aber nichts dafür. Im Gegenteil. In zehn Jahren ist er der 29-Jährige und dann gibt es einen anderen 18-Jährigen. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den Mut hat, den jungen Spieler spielen zu lassen, oder sich für den Spieler entscheidet, der die Situation schon kennt“.

Damit scheint alles auf eine Entscheidung zwischen Chavez und Huseinbasic hinauszulaufen. Ob Letzterer in Wagners Matchplan eine Rolle spielt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Der 24-Jährige verfügt auf jeden Fall über die nötige Erfahrung. Eine weitere Nichtberücksichtigung wäre auch deshalb ein weiterer empfindlicher Dämpfer für ihn in seiner ohnehin schon schwierigen Saison.


„Dann bin ich optimistisch“: Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln will in Velbert punkten

Evangelos Sbonias bei der U21
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„Dann bin ich optimistisch“: Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln will in Velbert punkten

Mit dem Schwung aus dem Stadt-Derby die Pflichtaufgabe beim Abstiegskandidaten meistern: Die U21 des 1. FC Köln ist am Samstag (14 Uhr) bei der SSVg Velbert zu Gast. Aber Achtung: Die FC-Talente haben in der Rückrunde noch kein Duell auswärts bei einem Keller-Team gewonnen.

Positive Töne bei der U21 des 1. FC Köln: Trainer Evangelos Sbonias gibt sich hinsichtlich des anstehenden Duells gegen Velbert optimistisch.

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Auf dem Papier ist es eine Pflichtaufgabe, doch ein Selbstläufer wird es keineswegs. Die U21 reist am Samstag als klarer Favorit nach Velbert, gerade auch nach dem deutlichen 3:0-Erfolg im Stadt-Derby gegen den SC Fortuna Köln. Der Gegner konnte zudem unter der Woche kein Selbstvertrauen tanken, verlor das Nachholspiel am Mittwochabend gegen die U23 von Borussia Dortmund zuhause mit 1:2.

Etienne Borie wird wieder nicht dabei sein

„Es geht jetzt einfach darum, dass wir die Chancen, die wir bekommen werden, effizient nutzen und weiterhin so erwachsen verteidigen wie gegen Fortuna Köln. Darum geht es am Wochenende gegen Velbert“, äußerte Trainer Evangelos Sbonias. Seine Mannschaft tat sich – zumindest von den Ergebnissen her – nach der Winterpause schwer in den Auswärtsspielen bei den Kellerkindern. Das Duell beim aktuellen Tabellen-Schlusslicht Wiedenbrück endete mit 2:2, in Wuppertal beim heutigen Vorletzten setzte es kurz davor sogar eine 0:1-Niederlage. Die Kölner kassierten in beiden Spielen entscheidende Gegentore in der Nachspielzeit.

„Die Leistung gegen Wiedenbrück mit langer Unterzahl war nicht schlecht und auch in Wuppertal haben wir dominant auf ein Tor gespielt“, lenkte Sbonias den Fokus weg von den Ergebnissen hin zu den Auftritten seiner Mannschaft, „am Ende hat das Ergebnis nicht gestimmt. Wenn wir an die Leistung gegen Fortuna Köln anknüpfen, dann bin ich optimistisch, dass wir mit drei Punkten wieder nach Hause fahren können.“ Personell werde sich derweil wenig im Vergleich zur Vorwoche verändern, verriet der Coach. Damit ist auch klar: Etienne Borie wird wieder nicht dabei sein. „Er ist leider immer noch im Reha-Setting, da mag ich auch keine Prognose abgeben“, antwortete der Trainer auf eine entsprechende Nachfrage, „aber klar ist auch, mit jeder Woche, die er nicht auf dem Platz steht, wird es unwahrscheinlicher, ihn diese Saison noch mal zu sehen.“

„Er könnte eine Option für den Kader werden“

Nilas Yacobi könnte hingegen in den Kader zurückkehren. „Er hat teilintegriert mittrainiert“, berichtete Sbonias, „er könnte eine Option für den Kader werden.“ Zudem werde Jonathan Friemel aus der U19 vermutlich einmal mehr an Bord sein. Der jüngste Derbysieg gegen Fortuna Köln nach zuvor fünf Niederlagen in Folge habe bei seiner Mannschaft durchaus etwas bewirkt: „Natürlich spürt man eine gewisse Erleichterung. Das war für die Jungs nicht einfach, die Situation mit fünf Niederlagen hintereinander hatten wir noch nicht. Aber ich versuche immer, egal wie schwierig die Situation ist, die Entwicklung voranzutreiben. Und da gab es auch eine Entwicklung. Sie haben einen dominanten und sehr schönen Sieg gegen den Tabellenführer feiern können und natürlich spürt man dann schon, dass bei dem einen oder anderen die Dinge diese Woche leichter von der Hand gehen.“

Die U21 wäre mit einem weiteren Dreier am Samstag wieder vollends auf Kurs und könnte einen einstelligen Tabellenplatz festigen.

Wer stürmt beim 1. FC Köln? René Wagner sagt wenig und doch irgendwie viel

René Wagner vom 1. FC Köln
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Wer stürmt beim 1. FC Köln? René Wagner sagt wenig und doch irgendwie viel

Der Ausfall von Ragnar Ache ist für den FC nur schwer zu kompensieren. Denn der Stürmer ist mehr als nur Torschütze, ist für den Spielaufbau wichtig. Und so stellt sich vor dem Duell gegen Leverkusen die Frage: Wer stürmt beim 1. FC Köln gegen Leverkusen?

Läuft Luca Waldschmidt neben Said El Mala auf oder beginnt Marius Bülter mal wieder? Beim FC ist man auf der Suche nach dem Ersatz für Ragnar Ache. Zwar wollte sich René Wagner nicht in die Karten schauen lassen, tat es irgendwie aber dennoch.

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Die wichtigste Frage ließ René Wagner am Donnerstagnachmittag unbeantwortet – zumindest inhaltlich. Denn auf die Frage, wer den verletzten Ragnar Ache im Duell gegen Leverkusen ersetzen könne, antwortete der Trainer zwar, aber nicht so wirklich zufriedenstellend. Nur der Stürmer selbst könne den Stürmer ersetzen, erklärte der 37-Jährige. In gewisser Weise ein Lob für den Angreifer und gleichzeitig ein Problem für die Geißböcke – denn Ache scheint für den FC also unersetzlich zu sein. Eine erstaunliche Entwicklung, spielte der Angreifer zu Saisonbeginn unter Lukas Kwasniok noch nicht die ganz große Rolle. Das hat sich geändert. Ache erzielte 2026 bereits sechs Tore, ist damit in diesem Jahr der erfolgreichste Kölner Spieler. Viel wichtiger aber, er ist der einzige Zielspieler der Geißböcke. Ein Wandspieler, der Bälle festmacht und damit der wohl wichtigste Faktor im Aufbauspiel der Kölner ist.

Der lange Ball bleibt ein Mittel

Laut Wagner besitze der Angreifer in der Luft eine unfassbare Qualität. Eine Qualität, über die in der Tat kein weiterer FC-Offensivspieler verfügt. Und das nicht mal annähernd. Ache gewann in dieser Spielzeit 137 Kopfbälle – so viel wie kein anderer Kölner, ligaweit Platz sieben. Das Mittel des langen Balles erhält bei den Kölnern somit einen herben Dämpfer. Und es ist ein beliebtes Mittel der Kölner. Insofern ist die Frage nach dem Ersatz dann doch eine interessante, und die Antwort „Ache“ eine unbefriedigende. „Es geht jetzt gar nicht darum, dass der Raggy nicht mehr da ist und wir den langen Ball nicht mehr spielen können“, sagte Wagner. „Ich glaube als Exit-Ball, als Mittel unter Druck ist der Ball für uns weiterhin sehr, sehr wichtig. Wir haben viel Geschwindigkeit auf der letzten Linie, deswegen werden wir den Ball weiterhin nutzen.“ Den Ausfall wolle man im Kollektiv auffangen, nur wird nun mal ein weiterer Offensivspieler benötigt werden.

Davon gibt es gleich mehrere im Kölner Kader. Marius Bülter kommt dem eines Zielspielers am nächsten, Luca Waldschmidt wirkte in den vergangenen Wochen freier, gelöst. Youssouphia Niang, Fynn Schenten wären auch wieder Alternativen, könnten aber auch für die U21 zum Einsatz kommen. Laut Wagner hätten sie alle ihre eigenen Profile. „Wir schauen, dass wir es als Team auffangen“, sagte Wagner. In den Sozialen Medien scheint die Tendenz Richtung Waldschmidt zu gehen. Und das, obwohl der Offensivspieler eine ganz andere Rolle im Angriffsverbund der Geißböcke spielt. Schon seit einigen Jahren fühlt sich der einstige Nationalspieler in der Reihe hinter der Spitze deutlich wohler. Dennoch wäre die Konstellation Waldschmidt und Said El Mala eine denkbare. Eine Liaison, die Lukas Kwasniok einst als „kongeniales Duo“ bezeichnet hatte, die sich aber auch unter dem Ex-Trainer nicht so recht entfaltete.

Gegner wird ein Wörtchen mitreden

„Ich glaube, dass am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca immer wieder ins Spiel zu bekommen“, sagte Wagner. „Wir müssen mal gucken, ob wir gegen Leverkusen dann die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann. Am Ende geht’s darum, dass es ein Spieler ist, der zwischen den Linien im letzten Drittel unglaublich gefährlich ist und das hat uns im letzten Spiel geholfen. Jetzt müssen wir entscheiden, ob das Spiel gegen Leverkusen am Samstag ein Spiel wird, wo wir eher den Ball haben oder eher nicht den Ball haben.“ Wagner sagte zwar, dass das Trainerteam die Entscheidung nun treffen werde, nur wird der Gegner ein Wörtchen mitreden. Und es ist durchaus davon auszugehen, dass Leverkusen ebenfalls das Spielgerät haben will und haben wird. Nach einer Einsatzgarantie hören sich die Worte des Trainers also nicht an.


Nachbarschafts-Duell beim 1. FC Köln: So will René Wagner Bayer Leverkusen knacken

Köln und Leverkusen brauchen dringend Punkte
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Nachbarschafts-Duell beim 1. FC Köln: So will René Wagner Bayer Leverkusen knacken

Mit der Begegnung gegen Bayer Leverkusen geht es für den FC in die Crunch Time. Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Köln hofft auf den Klassenerhalt, Leverkusen bangt um die Champions League. René Wagner erwartet ein schweres Spiel, aber kein chancenloses. So will der 1. FC Köln Bayer Leverkusen knacken.

Den FC erwartet am Samstag – zumindest auf dem Papier – ein schweres Heimspiel. Bayer Leverkusen ist zu Gast in Köln. Die Werkself steht nach den zuletzt mäßigen Leistungen unter Druck, bangt um die Königsklasse. Doch auch der FC muss punkten. Und dazu legt sich René Wagner den Masterplan zurecht.

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Am Mittwochabend hatte das Trainerteam der Geißböcke noch eine besondere Analyse zwischengeschoben. René Wagner und Co. verfolgten die Begegnung von Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München. „Wir haben uns das Spiel angeschaut, inhaltlich, analytisch und gucken nun, wo wir den Leverkusenern wehtun können“, sagte der 37-Jährige. Der Rekordmeister hatte sich letztlich verdient 2:0 bei der Werkself durchgesetzt und zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder das Pokalfinale erreicht. „Eins kann ich ganz klar vorwegnehmen“, erklärte der Trainer weiter. „Wir sind nicht Bayern München.“ Soll heißen: Der Schlüssel, den der Rekordmeister zum Triumph über Bayer 04 eingesetzt hat, ist nicht der gleiche, den die Kölner nutzen sollten.

Druck lastet auf beiden Teams

Und das hängt vor allem mit der Qualität der jeweiligen Kader zusammen. „Wir müssen nicht darum herumreden, dass Leverkusen eine fußballerisch unfassbar starke Mannschaft ist, mit vielen, vielen Spielern, die gut am Ball sind“, so Wagner. „Sie haben aber auch gestern gezeigt, dass sie auch leidenschaftlich verteidigen können. Am Ende haben sie das Spiel lange offen gehalten und gezeigt, dass sie gegen den Ball aggressiv sein können, sie haben gezeigt, dass sie Herz haben.“ Die Leverkusener Spieler wissen, um was es gehe und würden das dann auch auf den Platz bringen. Für Leverkusen geht es um viel. Um sehr viel. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand ist drauf und dran, den sicher geglaubten Champions-League-Platz zu verspielen. Nach der 1:2-Niederlage gegen Augsburg belegt Leverkusen aktuell Rang sechs, zwei Punkte hinter Hoffenheim, aber sichere neun vor Tabellenplatz sieben, Freiburg.

Wagner will die richtigen Mittel wählen

Dennoch weiß man in Köln natürlich um die Schwere der Aufgabe. Immerhin hat der FC seit 2019 kein Heimspiel mehr gegen Leverkusen gewonnen. Und dennoch hat Wagner natürlich einen Plan. „Ich glaube, dass die Leverkusener mit Intensität immer mal Probleme hatten. Da müssen wir mutig sein und im eigenen Stadion die richtigen Mittel wählen, um den Leverkusenern auch wehzutun“, sagte Wagner. „Wir wollen dafür sorgen, dass wir auch den Ball mal behalten, dass wir die Wege groß machen, dass wir die Laufwege für die Leverkusener weit machen, dass sie irgendwann vielleicht auch keine Lust mehr haben, den Ball hinterher zu laufen und dann müssen wir gefährlich werden. “ Allerdings hatten die Kölner auch gegen St. Pauli einen Plan. Der ging aber nicht auf. „Wir haben danach darüber gesprochen, dass er vielleicht nicht idealerweise umgesetzt wurde und jetzt haben wir wieder einen guten Plan auf Leverkusen, versuchen den umzusetzen und hoffentlich werden wir mit einem guten Ergebnis belohnt.“

Denn auch der FC braucht die Punkte, befindet sich mit fünf Zählern Vorsprung in einer trügerischen Situation. Sollte Köln verlieren, St. Pauli parallel gewinnen, betrüge der Vorsprung eben nur noch zwei Punkte, drei Spieltage vor Saisonende und dann würde auch wieder der Kopf eine Rolle spielen. Personell hat sich die Situation nicht verändert. Zwar ist kein weiterer Ausfall dazugekommen, der von Ragnar Ache wiegt aber schwer. „Raggy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft“, sagte Wagner. „Das wissen wir alle und jetzt geht’s darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen.“ Das dürfte nicht einfach werden, denn einen weiteren Stürmer wie Ache gibt es im Kader nicht. Was den Ersatz angeht, wollte sich der Trainer nicht in die Karten schauen lassen. Der 37-Jährige verriet nur, dass er in der Innenverteidigung keinen Grund für Wechsel sehe.


Spieler des 1. FC Köln in illustrer Gesellschaft: Said El Mala gehört in dieser Bilanz zur internationalen Spitze

Said El Mala gehört zu den besten Teenagern Europas
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Spieler des 1. FC Köln in illustrer Gesellschaft: Said El Mala gehört in dieser Bilanz zur internationalen Spitze

Im internationalen Vergleich gibt es selten Topspieler des 1. FC Köln: Aber Said El Mala ist einer der torgefährlichsten Teenager Europas. Der Youngster war bereits elf Mal erfolgreich – öfter waren es in den fünf Topligen nur zwei andere Shootingstars.

Dass Said El Mala ein ganz besonderes Talent beim FC ist, steht außer Frage. Dass er aber einer der besten Teenager Europas ist, zeigt alleine die Anzahl seiner Tore.

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Das Thema „Said El Mala zur WM“ ist keins, mit dem sich René Wagner lange beschäftigen will. Am Donnerstag wiederholte der neue Cheftrainer der Geißböcke, dass er keinen Einblick in die genauen Absprachen habe und daher auch keine Meinung abgeben würde, ob El Mala es verdient habe. „Ich würde mich für den Spieler unglaublich freuen, wenn er bei der WM dabei ist, aber alles andere liegt leider nicht in meiner Hand“, erklärte der 37-Jährige. Die Argumente muss der Stürmer selbst sammeln. „Wir haben in den letzten drei Spielen auch gesehen, dass wir Said vielleicht ein bisschen anders gesehen haben, als er die Wochen vorher auch gespielt hat und genauso kann der Bundestrainer Said anders sehen“, erklärte Wagner weiter. Die jüngsten Leistungen des Offensivspielers waren in den vergangenen Wochen dann doch unterschiedlich, es besteht aber kein Zweifel daran, dass der 19-Jährige den Unterschied machen kann.

Nur Yamal und Diomande besser

Dass er zu den besten Talenten Europas zählt, verrät alleine die Statistik. Elf Tore hat El Mala für den FC in dieser Saison erzielt. Mehr als Lukas Podolski in dessen Premieren-Saison. Ein Wert, den seit Dieter Müller kein Kölner Youngster mehr erreicht hat. Damit ist der Offensivspieler der zweitgefährlichste Angreifer Deutschlands. Nur Denis Undav ist mit 18 Toren noch erfolgreicher, insgesamt liegt der FC-Shootingstar auf rang sieben. Doch mit diesem Wert gehört El Mala eben auch zur internationalen Spitze Europas. Denn im Vergleich der fünf großen Ligen (England, Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland) ist der 19-Jährige bei der Anzahl der Tore der dritterfolgreichste Teenager. Vor dem Kölner liegen nur Superstar Lamine Yamal (15) sowie Leipzigs Yan Diomande.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass nur wenige Teenager bereits regelmäßig eingesetzt werden oder zum Stammpersonal gehören. Der junge Kölner setzt für seine 19 Jahre dennoch erstaunlich viele Ausrufezeichen. Mehr als 70 Mal ging El Mala in dieser Spielzeit bereits ins Dribbling gewann im Schnitt drei von fünf. Mit 35,9 km/h gehört er zudem zu den schnellsten Spielern der Liga. Und der Schuss ist auch nicht ohne, wenngleich dem Youngster dann noch ab und an die Genauigkeit fehlt. Inklusive seiner Vorlagen kommt der Kölner auf 15 Scorerpunkte, gehört auch damit zur Top-Ten der Liga und ist auch hier zweitbester deutscher Spieler (ausgenommen Fisnik Asllani, der zwar ebenfalls den deutschen Pass besitzt, aber für den Kosovo spielt). Ob die Werte aber für die WM-Nominierung reichen, ist nach wie vor offen.


René Wagner spricht über das Personal: „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann…“

René Wagner auf der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel
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René Wagner spricht über das Personal: „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann…“

Nach dem 1:1 gegen St. Pauli am vergangenen Freitag würden die Kölner gerne gegen Leverkusen punkten, um dem Ziel Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen. Doch die Aufgabe wird nicht leicht für den 1. FC Köln: Die Frage nach dem Ache-Ersatz bleibt offen.

Mit dem Duell gegen Leverkusen steht für den FC ein schweres Heimspiel bevor. Am Donnerstag äußerte sich Trainer René Wagner zum kommenden Gegner, aber auch zum Personal.

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Die größte Frage beantwortete der Coach dabei aber nicht. Die nach einem potenziellen Ersatz für Ragnar Ache. „Erst einmal ist es nicht gut, wenn sich ein Spieler verletzt. Ich glaube, dass es ein Spieler gibt, der Raggy ersetzen kann und das ist Raggy“, sagte der Trainer. „Ich will niemanden zu nahe treten, aber Ragy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft, das wissen wir alle. Jetzt geht es darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen.“ Wagner betonte aber, dass es keinen Eins-zu-eins-Ersatz geben könne. Das gibt der Kader aktuell auch nicht her. Marius Bülter käme dem vielleicht noch am nächsten. Doch der Routinier ist aktuell nicht so richtig in Form, spielte zuletzt keine große Rolle mehr und agierte in der Saison meist auch auf den Außenpositionen. Ob Luca Waldschmidt zur Option werden könne, ließ der Trainer ebenso offen. „Luca ist immer eine Option zu starten. Aber ob das dann so eintritt, werden wir am Samstag sehen“, sagte der Coach.

„Es gibt wenig Grund das zu ändern“

Wagner betonte aber auch, dass Waldschmidt mit seiner Qualität durchaus Sinn machen könne. Aber nicht unbedingt muss. „Ich glaube, dass am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca ins Spiel bekommen lassen“, sagte der 37-Jährige. „Dann müssen wir mal gucken, ob wir jetzt gegen Leverkusen dann auch die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann.“ Auch in der Defensive ließ sich der Trainer nicht in die Karten schauen. Gerade gegen einen Stürmer wie Patrik Schick wird die Innenverteidigung besonders wichtig sein. Zuletzt agierten Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar im Zentrum. Mit Rav van den Berg und Joel Schmied hoffen aber zwei weitere Innenverteidiger auf die nächste Chance. Doch der Trainer bleibt wohl eher bei der bewährten Konstellation: „Wir haben jetzt zwei gute Spiele in der Konstellation gemacht und es gibt wenig Grund das dann auch zu ändern“, erklärte der Trainer.

Personell gibt es keine weiteren Veränderungen. Nur die Langzeitverletzten fehlen sowie eben Ragnar Ache. Es deutet sich aber an, dass die Nachwuchskräfte wohl erneut keine Rolle in den Überlegungen des Trainers spielen.


Keine Chance für den 1. FC Köln? Das sind Mutmacher vor dem Bayer-Duell

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Keine Chance für den 1. FC Köln? Das sind Mutmacher vor dem Bayer-Duell

Unter René Wagner ungeschlagen, aber noch nicht überzeugt: Der 1. FC Köln kämpft um den Klassenerhalt und empfängt am Samstag mit Bayer 04 Leverkusen die Werkself, die nach dem Aus im Pokal unter Ergebnisdruck steht. Vor dem Aufeinandertreffen kann beim 1. FC Köln aus mehreren Gründen mit Zuversicht das kommende Wochenende erwarten: Das kann den Geißböcken gegen Leverkusen Mut machen

Unter René Wagner ungeschlagen, aber noch nicht überzeugt: Der 1. FC Köln kämpft um den Klassenerhalt und empfängt am Samstag Bayer 04 Leverkusen. Eine Werkself unter Druck, im Umbau, und mit einer Bank, die gegen Kölns Joker-Maschine überraschend schlecht aussieht.

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Nach dem vergangenen Spieltag, an dem die Geißböcke einen glücklichen Punkt vom Millerntor entführen konnten, ist die Gefühlslage am Geißbockheim zwiespältig. Zwar blieb man auch im dritten Spiel unter René Wagner ungeschlagen, doch das Gastspiel auf St. Pauli ließ Zweifel am weiteren Verlauf des Abstiegskampfs aufkommen. Gegen die Kiezkicker, die mit weitem Abstand die ungefährlichste Offensive der Liga haben, ließ die Wagner-Elf erstaunlich viele Chancen zu und tat sich in der Ideenfindung nach vorne schwer. Sie konnte nur durch einen umstrittenen Elfmeter ausgleichen.

Der Auftritt vom Freitag, der eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt hätte bedeuten können, mutierte zu einer großen Ungewissheit für die übrigen Aufgaben der Domstädter – insbesondere vor dem Hintergrund, dass am kommenden Wochenende kein Konkurrent aus dem Tabellenkeller in Müngersdorf zu Besuch kommt, sondern eine Mannschaft, die sich die Champions League als großes Saisonziel ausgemacht hat. Und dennoch gibt es da so einiges, was Wagner vor dem Duell mit Kasper Hjulmands Leverkusenern Mut machen dürfte.

Umbruch, Inkonstanz und Gerüchte- Leverkusen in der Krise

Nach einem umfassenden Kaderumbau im Sommer – Sportdirektor Simon Rolfes wickelte insgesamt 34 Transfergeschäfte ab – tut sich Bayer schwer, die für einen Spitzenclub angemessene Kontinuität im Ligaalltag auf den Rasen zu bringen. Insbesondere, da mit Florian Wirtz, Jonathan Tah und Jeremie Frimpong absolute Leistungsträger den Verein verließen und Neuzugängen wie Malik Tillmann oder Eliesse Ben-Seghir aus diversen Gründen bislang die entstandenen Lücken nicht füllen können. In einem Umfeld andauernden Umbruchs ist es nicht allerdings nicht überraschend, dass die neu zusammengestellte Bayer-Elf zeitweise auch gegen auf dem Papier schwächere Mannschaften Punkte liegen ließ.

So ließ Leverkusen bereits 19 Zähler in Spielen gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte liegen. Am vergangenen Spieltag verlor die Werkself im eigenen Stadion gegen den FC Augsburg mit 1:2, was die Instabilität der Mannschaft unterstreicht und die Kritiker des dänischen Trainers stärkt, der seit seiner Übernahme kurz nach Saisonbeginn auf eine bisher durchwachsene Spielzeit im Rheinland zurückblickt. Immer wieder wird darüber spekuliert, ob seine Zeit in Leverkusen spätestens im Sommer enden werde. Einige Medien berichten bereits über mögliche Nachfolgekandidaten. An vorderster Stelle wird dabei Fabian Hürzeler genannt, der beim FC St. Pauli bekannt wurde und derzeit beim Premier-League-Club Brighton & Hove Albion tätig ist.

Machen Joker den Unterschied?

Neben den anhaltenden Nebengeräuschen könnte es für den 1. FC Köln von Vorteil sein, dass Leverkusen am Mittwoch gegen den gerade gekürten Meister aus München antreten musste. Leverkusen bleibt nur zwei Tage, um sich auf das intensive Duell in Köln vorzubereiten. Trotz aller Möglichkeiten zur schnellen Regeneration und Belastungssteuerung ist man am Geißbockheim über dieser Doppelbelastung der Gegner sicherlich erfreut. Denn der FC hat sich bekanntlich als eine Mannschaft einen Namen gemacht, die insbesondere spät im Spiel durchschlagende Torgefahr entwickeln kann.

Denn beim 1:1 gegen den FC St. Pauli holte der 1. FC Köln in dieser Saison zum zehnten Mal nach einem Rückstand einen Punkt (ein Sieg, neun Unentschieden). Das ist nach dem FC Bayern der Bundesliga-Bestwert. Dass die Kölner so oft nach einem Rückstand punkten konnten, liegt unter anderem an den Einwechselspielern. Luca Waldschmidt erzielte in St. Pauli das zwölfte Kölner Joker-Tor dieser Bundesliga-Saison und stellte damit bereits jetzt einen neuen Vereinsrekord der Geißböcke auf. Der Aufsteiger kommt damit auf fast doppelt so viele Treffer durch Einwechselspieler wie das Spitzenteam Bayer Leverkusen (7), dessen Bank vermutlich besser besetzt ist.

Niederlage in Augsburg und Pokalaus: Bayer muss in der Liga liefern

Wenn Leverkusen am Samstag um 15:30 Uhr im RheinEnergie Stadion aufschlägt (abrufbar im Liveticker via come-on-fc.com), sollte man aus den genannten Gründen nicht in Versuchung geraten zu glauben, der 1. FC Köln habe ein leichtes Spiel vor der Brust. Die Niederlage gegen Augsburg am vergangenen Spieltag war umso bitterer, da die Werkself nach zuvor sieben ungeschlagenen Bundesliga-Partien einen neuen ligaweiten Saisonrekord an Torschüssen aufstellte und die Partie eigentlich hätte gewinnen müssen. Dazu gewann Bayer die vergangenen vier Pflichtspiele gegen Köln. Nach dem Pokalaus bleibt der Hjulmand-Elf nur noch die Möglichkeit, sich über eine Top-Vier-Platzierung in der Ligatabelle für die Champions League zu qualifizieren. Vor dem Nachbarschaftsduell sind die Domstädter also gewarnt, haben aber gleichzeitig das eine oder andere Ass im Ärmel.


Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Ein FC-Innenverteidiger mit Bestwert der Liga

Patrik Schick überwindet Marvin Schwäbe
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Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Ein FC-Innenverteidiger mit Bestwert der Liga

Durch die entspannte personelle Situation hat René Wagner in der Defensive die Qual der Wahl. Und die könnte am Samstag besonders wichtig werden beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Der Leverkusener Stürmer spielt besonders gerne gegen Köln.

Die Bilanz von Patrik Schick ist aktuell eine beeindruckende. Doch der Stürmer spielt auch besonders gerne gegen den FC. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Für René Wagner kein Problem, denn in der Defensive hat der Trainer die Qual der Wahl.

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Lange sahen die Kölner wie der Sieger aus. Nur wenige Augenblicke trennten die Geißböcke vom Halbfinale im DFB-Pokal. Doch dann schlug Laterkusen in der doch überraschend langen Nachspielzeit gnadenlos zu. Patrik Schick traf in der 6. Minute der Nachspielzeit und rettete Leverkusen in die Verlängerung, nachdem der Tscheche zuvor schon den Anschlusstreffer erzielt hatte. Victor Boniface entschied schließlich die Begegnung. Es waren nicht die ersten Tore des Angreifers gegen den FC. Wenn man so will ist Schick der Köln-Schreck der Leverkusener. Sieben Mal lief der Stürmer gegen Köln auf, verloren hat der heute 30-Jährige noch nie. Im Gegenteil, Schick hatte mit seinen Treffern maßgeblichen Anteil an seiner persönlichen Erfolgsbilanz gegen die Domstädter. Sechs Siege, ein Remis, fünf Treffer, eine Vorlage lautet die eindrucksvolle Bilanz. Bei den jüngsten beiden FC-Erfolgen gegen den Nachbarn fehlte der Stürmer verletzt.

Starke Werte von Özkacar

Davon kann aktuell keine Rede sein. Schick befindet sich in Topform, erzielte in den vergangenen vier Bundesliga-Spielen gleich vier Tore. Darunter der 22. Kopfballtreffer des Tschechen. Kein aktiver Bundesliga-Spieler ist mit dem Kopf erfolgreicher. Und so stellt sich durchaus die Frage, wer Schick in den Griff bekommen soll. Da Timo Hübers und Luca Kilian weiterhin verletzt ausfallen und Dominique Heintz zuletzt keine Rolle mehr spielte, bleiben vier Innenverteidiger, aus denen René Wagner seine Spieler für das Zentrum wählen könnte. Zuletzt hatten Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey die Nase vorne und beide haben sich auch nicht viel zu Schulden kommen lassen, so dass sie auch für das Duell gegen Leverkusen gute Karten haben dürften. Simpson-Pusey ist seit seiner Ankunft beim FC eigentlich Stammspieler – wenn er im Kader stand, hat er gespielt und bis auf die Begegnung gegen Hoffenheim immer von Beginn an.

Özkacar hat sich erst im späteren Saisonverlauf zum konstantesten der Innenverteidiger entwickelt. Der Türke ist aktuell nicht aus der Stammelf wegzudenken. Von der Zweikampfquote weisen Simpson-Pusey und Dominique Heintz die besten Werte auf. Der Engländer kommt auf starke 73 Prozent, ist damit in dieser Statistik der beste Innenverteidiger der Liga. Es folgt Amos Pieper mit 71,5 Prozent. Vereinsintern kommt dann aber auch schon Özkacar. Kein Wunder, dass die Geißböcke bei beiden Spielern gerne die Kaufoption ziehen würden. Bei Özkacar gibt es wohl wenig Einwände, bei Simpson-Pusey hat Manchester City das letzte Wort und der FC müsste tief in die Tasche greifen. Allerdings dürften gegen Schick gerade auch die Luftzweikämpfe eine Rolle spielen. Und hier verschieben sich die Werte ein wenig. Die meisten Kopfbälle aller Kölner hat Ragnar Ache gewonnen, vor Eric Martel.

Aus Rang drei folgt Cenk Özkacar. Prozentual gehen die meisten gewonnen Luftzweikämpfe aber an Tom Krauß (69 Prozent), vor Sebastian Sebulonsen (63.). Auf Platz drei folgen in der Kölner Liste Özkacar, Rav van den Berg und Joel Schmied nahezu gleichauf (58 Prozent). Im Spielaufbau ist van den Berg mit 93 Prozent angekommener Pässe der sicherste Innenverteidiger. Auf jeweils 86 Prozent kommen Schmied, Simpson-Pusey und Özkacar. Dennoch: Eigentlich hat Wagner kein Grund die Defensive umzustellen – die Auswahl hätte er aber.


Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Im Sommer wurde Thomas Kessler für seine Transferpolitik gefeiert. Mittlerweile sind nicht mehr alle Fans restlos von der Arbeit des Geschäftsführers überzeugt. Dabei bewies der 40-Jährige zuletzt erneut sein Verhandlungsgeschick. Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungslcub?

Bereits seit einiger Zeit ist das Vorhaben, aus jungen Spielern und ihrer Weiterentwicklung sportlichen und wirtschaftlichen Profit zu schlagen, eine angestrebte Strategie beim 1. FC Köln. Mit seinen Verpflichtungen und Verhandlungen im vergangenen Sommer hat Thomas Kessler diesen Weg nun maßgeblich in eine vielversprechende Richtung gelenkt. Und das Vorhaben soll die kommenden Jahre weiter ausgebaut werden – nicht umsonst haben die Geißböcke seit kurzen Tim Steidten mit an Bord.

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Die Meldung am Freitagabend wird die Fans des 1. FC Köln durchaus erfreut haben. Thomas Kessler überraschte ein wenig damit, dass er eine Personalie ausplauderte. Am Geißbockheim hält man sich eigentlich grundsätzlich bedeckt, was Verträge, Vertragslaufzeiten und Co. angeht. Doch bei Sky erklärte der ehemalige Keeper der Kölner, dass man die Kaufoption von Jakub Kaminski ziehen werde. Möglicherweise sprach Kessler so offen über die Entscheidung, weil ohnehin kaum noch einer Zweifel an der festen Verpflichtung hatte. Denn die Entwicklung von Kaminski ist wohl neben der von Said El Mala die ganz große Überraschung in Köln. Bei Wolfsburg kam der Pole nicht mehr so richtig zurecht, beim FC blüht „Kuba“ zunehmend auf, ist in dieser Saison absoluter Leistungsträger – und das nicht nur aufgrund seiner zwölf Scorerpunkte. Die feste Verpflichtung des polnischen Nationalspielers ist also nur folgerichtig.

Ablöse von Kaminski bei 20 Millionen Euro

Bereits im Sommer war die sportliche Leitung für ihre Transfers gefeiert worden. Kessler hatte ein Dutzend neuer Spieler verpflichtet, rund 25 Millionen Euro in die Hand genommen und dem FC ein neues Gesicht verpasst. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt wurde der Sportboss über den grünen Klee gelobt, von Fans, von Experten. Angesichts der zwischenzeitlichen Bilanz von zwei Siegen aus 18 Spielen ebbte die Euphorie aber auch wieder ab. Nicht alle Transfers konnten die Form vom Sommer halten und dennoch hat der Geschäftsführer ganz offensichtlich viel richtig gemacht. Denn die Geißböcke gehen unter Kessler in eine Richtung, die man schon vor längerer Zeit einschlagen wollte, aber entweder falsch interpretierte oder einfach nicht umgesetzt bekam. Alleine die Vertragsverlängerung von Said El Mala war schon ein Meisterstück des 40-Jährigen. Der Kölner Shootingstar hat den FC-Fans viel Freude bereitet, war lange eine Art Lebensversicherung der Geißböcke.

Ein Abgang würde emotional schmerzen, wirtschaftlich nicht. Sollte El Mala den FC im Sommer verlassen, könnten die Kölner alleine von diesem Erlös finanziell sämtliche Kaufoptionen der Leihspieler bedenkenlos ziehen und den Kader zudem weiter aufpolieren. Wohlgemerkt die Ablöse für einen Spieler, der den FC gerade einmal 300.000 Euro gekostet hat. Bei der Verpflichtung hatte auch Christian Keller seine Finger im Spiel, doch die Vertragsverlängerung ohne Ausstiegsklausel wird dem FC viel Geld einbringen. Und auch beim Deal von Kaminski hat der Geschäftsführer offenbar viel richtig gemacht. Köln kann den Wolfsburger Leihspieler für rund fünf Millionen Euro verpflichten, laut „Kicker“ soll Kaminski dann einen Vertrag mit Ausstiegsklausel erhalten. Die liegt dem Artikel nach bei 20 Millionen Euro. 20! Eine Summe, die der Spieler sicherlich bald schon wert sein wird und die man in England vielleicht auch gerne bezahlt. Aber eben auch eine Summe, die vier Mal über dem Kaufpreis läge.

Der FC auf dem Weg zu einem Entwicklungsclub?

Wenn es nach den Kölner Verantwortlichen geht soll Kaminski ohnehin beim FC bleiben, wird das in der kommenden Spielzeit auch tun. Doch ist durchaus eine Linie zu erkennen. Die Kölner verpflichten junge Spieler, die den FC bei positiver Entwicklung sportlich und/oder wirtschaftlich weiterbringen. Ein Weg, den Keller schon in Köln gehen wollte. Nur ging der Plan in nur wenigen Fällen auf. Auch Thomas Kessler geht ins Risiko. Rav van den Berg wurde für rund acht Millionen Euro verpflichtet. Der 21-Jährige gilt als großes Talent, das irgendwann in England Fuß fassen will. Aktuell hinkt der Niederländer den Erwartungen hinterher. Doch das Potenzial ist groß. Geht van den Berg den Weg seines Bruders Sepp dürfte für den FC ebenfalls eine stolze Ablösesumme fällig werden. Auch Spieler wie Isak Johannesson befinden sich in einem Alter, in dem mit einer weiteren Entwicklung zu rechnen ist und damit auch einer Steigerung des Marktwerts.

Vorbild Frankfurt?

Das Vorgehen ist in der Bundesliga bekanntlich kein neues. Eintracht Frankfurt ist wohl das Paradebeispiel. Mehr als 450 Millionen Euro hat die Eintracht in den vergangenen sechs Jahren an ihren Talenten verdient. An Spielern wie Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Randal Kolo Muani, die alleine knapp 280 Millionen Euro in die Kassen spülten. Jean-Mattéo Bahoya wurde im vergangenen Jahr ebenfalls heiß umworben, eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro stand im Raum. Der Marktwert von Can Uzun soll bei 45 Millionen Euro liegen. 

„Ich sage meinen Scouts: ,Leute, das Wichtigste sind die Stärken, aber achtet auch auf die Schwächen, denn vielleicht können wir an diesem Problem arbeiten’“, sagte Krösche im vergangenen Jahr im „The Athletic“. „Bevor wir Omar (Marmoush, Anm. d. Red) verpflichtet haben, gab es schon eine Diskussion. Er war ein Spieler mit zahlreichen Schwächen, aber nur zwei, drei deutlichen Stärken“, so Krösche weiter. „Hätten wir uns also nur auf die Schwächen konzentriert, hätten wir ihn nie unter Vertrag genommen. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass der Grund für seine schlechte Entscheidungsfindung darin lag, dass er nicht regelmäßig genug spielte.“ Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass auch externe Faktoren und eine gehörige Portion Glück bei den Transferbewegungen mitspielen. So war die Ablöse für Kolo Muani seinerseits vielleicht ein wenig hoch gegriffen.

Ein Glück, das den Kölner Verantwortlichen oft fehlte. Die Entwicklung beim FC ist aktuell eine Momentaufnahme. Doch ist die Richtung zum Entwicklungsclub aktuell eine spannende. Nicht zuletzt wird auch Tim Steidten in diesen Planungen künftig eine große Rolle spielen. Doch der 46-Jährige ist als „Perlentaucher“ bekannt, der ausgerechnet beim kommenden Gegner mit seiner Kaderplanung schon ein gutes Händchen bewiesen hat und Leverkusen zum Meister machte. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, bauen die FC-Verantwortlichen dazu gerade die Scouting-Abteilung personell um. Insofern sollten potenzielle Talente, mit denen sich der FC aktuell befasst, nicht frühzeitig als zu schlecht abgestempelt werden, nur weil sie nicht in den höchsten Klassenspielten. Ein El Mala spielte in der vergangenen Saison auch noch 3. Liga.

Ein wichtiger Faktor können aber natürlich auch die Eigengewächse spielen. Finn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann haben in dieser Saison schon ihr Profi-Debüt gefeiert. Mit Schenten wurde erst jüngst der Vertrag bis 2030 verlängert. Ein klares Zeichen. Denn auch von den Talenten will man in Köln künftig noch mehr profitieren. Erst einmal sportlich – im Vergleich zu einigen Abgängen in der Vergangenheit im Fall der Fälle dann aber auch wirtschaftlich.


Vorteil für den Schlussspurt? In dieser Statistik ist der 1. FC Köln Spitze und so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
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Vorteil für den Schlussspurt? In dieser Statistik ist der 1. FC Köln Spitze und so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr

Gegen St. Pauli sicherte Luca Waldschmidt dem FC spät noch einen Zähler. Zum wiederholten Mal. Die Kölner holten schon zehn Rückstände in der Saison auf und das meist durch späte Treffer. Eine besondere Qualität des 1. FC Köln: Der FC trifft besonders oft in der Schlussphase.

René Wagner und Thomas Kessler betonten nach dem 1:1 gegen St. Pauli, wie wichtig der Punkt gewesen sei. Und wieder einmal konnte sich Köln auf eine ungewohnte Stärke verlassen. Die Torgefahr in der Schlussphase. Seit knapp 30 Jahren waren die Geißböcke in den letzten Minuten einer Partie nicht mehr so gefährlich.

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Es deutete nicht mehr viel auf einen Punkt gegen den FC St. Pauli hin. Doch der FC kam in den Schlussminuten unerwartet noch einmal zurück. Jakub Kaminski wurde von Karol Mets von den Beinen geholt, Luca Waldschmidt verwandelte den fälligen Strafstoß und glich für den FC aus. Allerdings sollte man die Geißböcke in dieser Saison nicht zu früh abschreiben. Bei den Kölnern ist gerade in der Schlussphase immer mit einem Treffer zu rechnen. Bereits zum zehnten Mal in dieser Spielzeit holte der FC einen Rückstand noch auf, meist eben in der Crunchtime. Schon gegen Frankfurt kamen die Geißböcke nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurück, holten einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt, nun gegen St. Pauli den nächsten. 18 Tore erzielten die Kölner in dieser Saison in der Schlussphase, nahezu jeder zweite Treffer fiel also ab der 75. Minute. Mehr Tore in der letzten Viertelstunde erzielten nur die Bayern (31) und Stuttgart (21), Borussia Dortmund kommt ebenfalls auf 18. Prozentual ist keiner kurz vor Ende des Spiels so gut wie der FC.

Könige der Nachspielzeit

Gerade in der Nachspielzeit zeigen sich die Kölner besonders torfreudig. Acht Treffer fielen nach der regulären Spielzeit – Ligabestwert. Bayern, der BVB und Bremen kommen jeweils auf sieben Nachspielzeit-Tore, dann folgen die nächsten Teams mit vier. Dabei ist es nicht so, dass sich die Mannschaft von René Wagner bei den späten Toren nur auf ihre Joker verlässt. Zwar erzielten die FC-Einwechselspieler starke elf Joker-Tore, aber eben nicht nur in der Schlussphase und eben keine 18. Zum Vergleich: St. Pauli kommt kurz vor Spielende auf fünf Tore, Hamburg und Wolfsburg auf jeweils sechs. So fuhren die Geißböcke in dieser Saison bereits wichtige Punkte ein. In drei der vergangenen vier Spiele brachte der späte Treffer noch das Remis. Eine Qualität, die für die Kölner im Abstiegskampf ein entscheidender Faktor werden könnte und eine Qualität, die gefühlt neu ist für den FC. In der vergangenen Spielzeit trafen die Geißböcke genau einmal in der Nachspielzeit, neun Mal in der Schlussphase.

Tatsächlich hat der FC zuletzt vor 29 Jahren öfter in der Crunchtime getroffen. In der Saison 1996/97 kam das Team auf 19 Tore in der Schlussviertelstunde. Köln wurde unter Peter Neururer Zehnter. Beides Ziele, die die Geißböcke in dieser Saison noch erreichen können. Vor allem aber dürften die Spieler die Gewissheit haben, dass mit dem FC immer zu rechnen ist – gerade in der Schlussphase. Und wann würde ein Treffer in der Nachspielzeit nicht besser passen als gegen Laterkusen.