„Ein bisschen verrückt“: Die bittere Leverkusen-Lektion des 1. FC Köln

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„Ein bisschen verrückt“: Die bittere Leverkusen-Lektion des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat das Duell gegen Bayer 04 Leverkusen trotz einer Vielzahl an Chancen verloren. Dennoch erzeugt die bittere Niederlage auch Zuversicht für das Restprogramm des 1. FC Köln: (K)ein Auftritt zum Vergessen.

24 Schüsse, davon neun aufs Tor, ein xG-Wert von 2,61 – und trotzdem kein Punkt gegen Leverkusen. Warum war die effizientere Mannschaft im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen nicht die bessere und wie will der FC die Lehren daraus noch in dieser Saison in Punkte ummünzen?

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Leverkusens Kapitän Robert Andrich konnte sein Glück kaum fassen. In überschwänglicher Freude packte er seinen Teamkollegen Edmond Tapsoba und klopfte ihm anerkennend auf die Brust. Innenverteidiger Tapsoba hatte soeben den Sieg seiner Mannschaft über die Zeit gerettet. In der letzten Minute der Nachspielzeit versuchten es die Geißböcke mit einer kurzen Eckenvariante. Flankenspezialist Alessio Castro-Montes schlenzte den Ball servierfertig auf Jakub Kaminski, dem es gelang, den Ball auf das Tor zu lenken. Keeper Janis Blaswich war schon geschlagen – und doch sollte dies nicht der Ausgleich sein. Denn besagter Tapsoba bewahrte die Gäste mit einem Reflex auf der Linie vor dem späten Gegentreffer und bescherte ihnen damit den Sieg im Nachbarschaftsduell: „Natürlich kann ich als Mannschaft noch besser spielen. Aber heute ist mir das scheißegal, ich freue mich über den Derbysieg“, fasste Bayer-Kapitän Andrich nach Abpfiff ausdrucksstark zusammen.

Köln macht das Spiel, Leverkusen die Tore

Anhand zweier Statistiken lässt sich der Spielverlauf analysieren. Der FC wies einen xG-Wert von 2,61 auf, Bayer kam dagegen auf 2,02, wobei für die Gäste zu berücksichtigen ist, dass der Elfmeter diesen Wert wesentlich in die Höhe getrieben hat. Insgesamt produzierten die Geißböcke 24 Schüsse, davon gingen neun auf das Tor der Gäste. Das gelang der Elf von Trainer Kasper Hjulmand indessen nur drei Mal. Im Anschluss an das Spiel kam der Däne darüber ins Schmunzeln: „Fußball ist ein bisschen verrückt manchmal. Letzte Woche hatten wir 36 Torschüsse, ein gutes Spiel gemacht (bei Leverkusens Niederlage gegen Augsburg, Anm. d. Red.) und am Ende verloren. Heute haben wir ein wenig Glück gehabt und einen guten Torwart“.

Unglücksrabe Eric Martel, der aufgrund einer Fehleinschätzung von Schiedsrichter Robert Hartmann für einen regelkonform abgefälschten Ball mit einem Handelfmeter bestraft wurde, kritisierte derweil den Chancenwucher seiner Mannschaft: „Wenn wir uns den gesamten Spielverlauf anschauen, glaube ich, dass wir heute etwas liegen gelassen haben. Wir hatten so viele Chancen. Das können wir uns echt vorwerfen”. Der Mittelfeldspieler konnte der schmerzhaften Niederlage dennoch etwas abgewinnen: “Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es eine Qualität ist, die uns auszeichnet, dass wir immer weitergemacht haben. Vor dem 2:0 hatten wir auch eine dicke Chance zum 1:1, kassierten dann den Konter, haben aber trotzdem weitergemacht. Es gibt manchmal solche Tage, da will der Ball einfach nicht so oft rein.“

Martel: „Haben es selbst in der Hand“

Sicher ist, dass die Geißböcke im Duell gegen Leverkusen nicht an ihrer Leistung gescheitert sind. Im Vergleich zum Auftritt in Hamburg am vergangenen Wochenende gab es weder Probleme beim Umschaltspiel, noch bei ruhenden Bällen in der Verteidigung. Dafür erwischte Said El Mala einen Tag, den er schnellstmöglich vergessen möchte. Doch schon am nächsten Samstag in der Auswärtspartie gegen Union Berlin kann der Teenager alle Enttäuschungen des gestrigen Spieltags vergessen machen. Darüber ist sich auch Eric Martel sicher: „Wenn du dann null Punkte hast, dann fühlt sich das immer doof an. Nichtsdestotrotz können wir viel aus dem Spiel mitnehmen. Ich glaube, es geht auch immer ein bisschen um die Art und Weise, wie wir das Spiel gestalten, und die fand ich echt gut. Wir haben es jetzt selber in der Hand mit Union und Heidenheim, das sind unsere nächsten beiden Gegner, und ja, da schauen wir, dass wir die Punkte holen“.


Die Antwort auf den Ragnar-Ache-Ersatz ist Said El Mala: Der krönt seine starke Leistung nicht

Said El Mala war nach der Begegnung extrem enttäuscht
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Die Antwort auf den Ragnar-Ache-Ersatz ist Said El Mala: Der krönt seine starke Leistung nicht

Er war sicherlich einer der auffälligsten Akteure des 1. FC Köln: Said El Mala belohnt sich nicht für gutes Spiel. Sein Pfostenschuss aufs leere Tor wird es in den FC-Jahresrückblick schaffen.

Neun Torschüsse, viele Zweikämpfe, viele Kilometer, die Top-Geschwindigkeit und ein hoher xGoals-Wert, man kann Said El Mala nicht vorwerfen, ein unauffälliges Spiel gemacht zu haben. Am Ende stand trotzdem kein Treffer für den Angreifer und das dürfte ihn selbst besonders genervt haben.

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Nahezu eine ganze Woche beherrschte eine Frage die Medienwelt rund um das Geißbockheim: Wer würde Ragnar Ache als Wandspieler ersetzen können? Die Alternativen hatten Vor- und Nachteile. Luca Waldschmidt wurde nach seiner ansteigenden Form genannt, nur fühlt sich dieser eher eine Kette hinter der Spitze wohler. Marius Bülter brächte die Robustheit mit, nur fehlte dem wiederum zuletzt die Torgefahr. Und die Youngster? Die könnten vielleicht noch ein wenig jung für Abstiegskampf sein. Die Antwort von René Wagner war am Ende aber eine ganz andere.

Der Coach rotierte personell zwar Marius Bülter in die Anfangsformation, nur spielte dieser eher eine Außenposition. In vorderster Front agierte Said El Mala. Und der Plan schien recht früh schon aufzugehen. Nach zwei Minuten eroberte der Angreifer das erste Mal den Ball, ging auf die Reise. Einen ersten Kontakt von Edmond Tapsoba schüttelte der 19-Jährige routiniert ab, beim Abschluss wurde er aber entscheidend von dem Abwehrspieler gestört.

„Dazu muss man viel investieren“

Nur wenige Minuten später schickte Jahmai Simpson-Pusey den Angreifer mit einem langen Ball auf die Reise und deutete an, dass die langen Bälle dann doch auch Ragnar Ache zielführend sein könnten. Dieses Mal rettete Jannis Blaswich mit einer starken Parade und kurz darauf erneut mit seiner ganzen Routine nach einem Pass von Linton Maina auf den Kölner Shootingstar. Und dann hätten sich die Kölner und allen voran El Mala für die Mühen belohnen müssen. Der Leverkusener Keeper verschätzte sich, der Angreifer lief aus spitzem Winkel aufs Tor zu und setzte den Ball nicht ins leere Tor, aber an den Pfosten. Isak Johannesson und Eric Martel waren mitgelaufen und ebenfalls in guter Position.

Dass der 19-Jährige es selbst versuchte, war vollkommen okay, nur hätte er eben treffen müssen. So blieb es zu diesem Zeitpunkt noch beim 0:0, wenige Minuten später erzielte Patrik Schick per Elfmeter die Gäste-Führung. „Mit Said braucht man da nicht zu sprechen, er weiß das ja selbst. Am Ende macht der Junge das ja nicht mit Absicht“, erklärte René Wagner später auf der Pressekonferenz. „Um in die Situation zu kommen, muss man viel investieren. Das hat er auch getan. Es war auch nicht die einzige Chance.“ Schon nach einer guten halben Stunde standen vier Abschlüsse des 19-Jährigen auf dem Kölner Konto, der xGaols-Wert lag zu dieser Zeit alleine bei El Mala bei 0,8.

Auch nach dem Wechsel kam der Angreifer immer wieder in gefährliche Räume, schaffte sie sich oft selbst. Doch auch hier fehlte ab und an der Überblick oder der Drang des Abspiels. So nach einer guten Stunde, als er den Ball eigentlich schon mit einem schwachen Abschluss verloren hatte, zurückeroberte und übers Tor jagte. Kaminski stand wenige Meter vor dem Tor komplett blank. „Da muss er weiter dran arbeiten. Das tut aber Said im Training auch immer“, sagte der Coach.

xGoals-Wert von 1,2

Wagner erklärte, dass es in Zukunft sicherlich zahlreiche Situationen geben werde, in denen er die Bälle dann „reinknallen“ werde. Doch einen Scorer sammelte der Stürmer dann doch noch, als er Robert Andrich so unter Druck setzte, dass sie gemeinsam Luca Waldschmidt das 1:2 auflegte. „Er hat ein gutes Spiel gemacht und sich sehr aufgeopfert“, sagte Waldschmidt. „Said hat geackert und das ist die Basis. Mal gegen den Pfosten zu schießen oder Chancen vergeben, das passiert jedem.“

Tatsächlich bestritt der 19-Jährige die meisten Zweikämpfe (gemeinsam mit Cenk Özkacar 18), wurde mit der Top-Geschwindigkeit geblitzt (35,2 k/mh) und gab die meisten Torabschlüsse ab. Neun Mal versuchte es der Offensivspieler. In dieser Saison waren nur Harry Kane und Deniz Undav besser (je 10 Mal). Am Ende des Spiels kam El Mala auf einen xGoals-Wert von 1,2, der FC auf 2,7. Doch da stand dann eben die bittere 1:2-Niederlage. Wie bitter das Spiel für den Offensivspieler war, zeigte sich nach der Begegnung als der Shootingstar auf dem Rücken lag, das Trikot übers Gesicht gezogen. Der auffälligste Spieler der 90 Minuten – neben Doppel-Torschütze Patrik Schick – wollte in diesem Moment am liebsten nicht gesehen werden.


Wieder Schiedsrichter-Ärger für den 1. FC Köln: Hartmann räumt andere Entscheidung ein

Thomas Kessler mit dem Schiedsrichter Robert Hartmann
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Wieder Schiedsrichter-Ärger für den 1. FC Köln: Hartmann räumt andere Entscheidung ein

Nach der bitteren Niederlage gegen Leverkusen herrschte einmal mehr Frust beim 1. FC Köln: Und zwar Ärger über das vermeintliche Martel-Handspiel. Dass die Situation nicht so eindeutig war, wie sie Robert Hartmann wahrnahm, gestand der Schiedsrichter sich auch selbst ein.

Wieder einmal sorgt eine Entscheidung des Schiedsrichters für Frust bei den Geißböcken. Robert Hartmann hatte auf Elfmeter nach einem vermeintlichen Handspiel von Eric Martel entschieden. Zumindest keine klare Entscheidung, wie er später sagte.

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Möglicherweise wäre der Ärger gar nicht so groß gewesen, wenn die Kölner eine ihrer zahlreichen Offensivaktionen zu diesem Zeitpunkt schon genutzt hätten. Erst wenige Minuten zuvor hatte Said El Mala aus (sehr) spitzem Winkel den Ball an den Pfosten und nichts ins leere Tor geschossen, hatte Isak Johannesson dabei schon beeindruckend übersehen. Nun aber war es wieder so eine 50:50-Situation – nur auf der anderen Seite. Einen hohen Ball stoppte Eric Martel im Zentrum mit angelegtem Arm, eigentlich irgendwo Richtung Schulter, allerdings ging die schon verdächtig Richtung Boden. Wo genau der Sechser den Ball getroffen hatte, war auch in den Fernsehbildern nur ganz schwer zu erkennen. Doch für Schiedsrichter Robert Hartmann reichte der Kontakt zu einem Pfiff.

„Für mich ist das kein Elfmeter“

„Für mich ist das kein Elfmeter“, sagte René Wagner. „Am Ende gibt es ein paar Leute, die ihm in der Situation helfen können. Das ist nicht passiert. Und deswegen sind wir natürlich enttäuscht.“ Die Wiederholung musste sich der Unparteiische nicht mehr anschauen und so brachte Patrik Schick Leverkusen vor dem Wechsel glücklich in Führung. Glücklich, weil der FC bis dahin Spiel bestimmend war, glücklich, weil Schwäbe noch die Hand an der Kugel hatte und glücklich, weil wohl nicht jeder Schiedsrichter auf Strafstoß entschieden hätte. Möglicherweise also wieder einmal eine 50:50-Entscheidung. Aber eine gegen Köln. Noch gegen Bremen und auch gegen St. Pauli war das unter Lukas Kwasniok verloren gegangene Spielglück wiedergefunden worden. Gerade die 50:50-Entscheidungen waren da auf Kölner Seite. Unter dem Ex-Trainer gab es zahlreiche knifflige Entscheidungen wie etwa ein Handspiel von Yan Couto im Spiel der Geißböcke gegen Borussia Dortmund, die eben nicht pro FC ausfielen. Nun das vermeintliche Handspiel.

„Keine Schwarz-Weiß-Szene“

Das es eben eher keins war, gestand sich dann auch Hartmann bei Sky ein. „Also mir ist zuerst mal wichtig zu erklären, wie es überhaupt zu der Entscheidung kam“, so der Unparteiische. „Ich stehe links von der Situation und nehme wahr, dass der Arm von Eric Martel ein Stück weit auch abgespreizt ist und er diesen Arm in die Flugbahn des Balles, der auch ein Stück weit erwartbar war, mitführt.“ Doch ganz so sicher war sich der Referee dann wohl doch nicht. „Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder schaue, muss ich sagen, der Arm ist schon sehr, sehr nahe am Körper. Und wenngleich das für mich immer noch keine Schwarz-Weiß-Szene ist und damit der Videoassistent auch nicht die Möglichkeit hatte, mich da irgendwo in die Review-Area zu schicken, muss ich sagen, dass ich mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen würde, wenn ich hier auf weiterspielen entschieden hätte“, so Hartmann.

„Ich frage ihn in der Halbzeit auch, er sagt, er steht vier Meter davor“, sagte Thomas Kessler. „Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird da nicht die Meinung der Schiedsrichter sein. Er stand daneben, ist dann nicht mehr in die Review-Area gegangen.“ Vor allem über das Nicht-Eingreifen des VARS ärgerte sich der Geschäftsführer. „Wir reden ja auch von Schwarz-Weiß-Situationen. Es ist schwer, da heute Grau zu finden. Ich finde es schon, dass er darauf hingewiesen werden muss, dass er offensichtlich eine falsche Wahrnehmung hatte“, sagte Kessler. „Schon alleine, wie er die Körperhaltung von Eric zeigt, mit so ein bisschen ausgespreitztem Arm. Und auch vor dem 2:0 durch Schick fühlten sich die Kölner benachteiligt. Jakub Kaminski hatte zuvor den Ausgleich auf dem Fuß, wurde unmittelbar nach dem Abschluss ziemlich hart von den Beinen geholt. Doch der VAR griff nicht ein. Am Ende verpassten die Kölner mögliche Punkte, verloren 1:2. Und es blieb einmal mehr Frust. Nicht nur aufgrund der Niederlage.


„Das hat uns jetzt zumindest mal einen Punkt gekostet“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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„Das hat uns jetzt zumindest mal einen Punkt gekostet“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen

Mit der bitteren 1:2-Niederlage gegen die Werkself hat der FC am Samstagnachmittag keinen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen.

An der Leistung und dem Willen lag es am Samstagabend sicherlich nicht beim 1. FC Köln. Die Geißböcke erspielten sich gegen Bayer Leverkusen gute Torchancen, konnten diese allerdings nicht nutzen. Der Handelfmeter ist zudem erneut eine Schiedsrichterentscheidung, die für etliche Diskussionen sorgt.


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„Deswegen kann ich das nicht nachvollziehen“

Eric Martel hadert mit einer Entscheidung

Eric Martel

Zum Elfmeter: „Das ist für mich eine natürliche Bewegung dann auch zum Ball. Aber es ist niemals gewollt, dass der Ball da irgendwie mit meinem Arm gespielt wird. Es war eher mit der Brust, glaube ich. Und ja, deswegen finde ich es ein Stück weit hart, dass es nicht mehr draußen anschaut. Ich glaube, es gab schon auch andere Situationen in der Bundesliga Saison, wo der Schiedsrichter dann auch rausgegangen ist und sich das noch mal angeschaut hat. Deswegen kann ich das nicht nachvollziehen.“

„Ich glaube, wir haben heute etwas liegen lassen, wenn wir uns den ganzen Spielverlauf anschauen und wie viele Chancen wir hatten. Ich glaube, das können wir uns echt heute vorwerfen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir mega viele Chancen schon auf das 1:0 gehabt und haben die nicht gemacht. Aber nichtsdestotrotz, glaube ich, es ist trotzdem eine Qualität, die uns auszeichnet, dass wir immer weiter gemacht haben. Vor dem 2:0 haben wir auch die dicke Chance auf das 1:1, kassieren dann den Konter und haben trotzdem wieder weiter gemacht. Es gibt manchmal so Tage, da da will der Ball einfach nicht so oft rein.“

„Wenn du dann null Punkte hast, dann fühlt sich das immer Scheiße an. Nichtsdestotrotz können wir trotzdem viel aus dem Spiel mitnehmen und ich glaube, es geht auch immer ein bisschen um die Art und Weise, wie wir das Spiel gestaltet haben und die fand ich echt gut.“

„Wir wollten vorne Druck drauf machen, hinten einen sauberen Ball spielen und ich glaube, das ist uns echt gut gelungen das ganze Spiel.“

„Wir haben es jetzt selber in der Hand mit Union, mit Heidenheim, das sind unsere nächsten beiden Gegner und ja, da schauen wir, dass wir da dann die Punkte holen.“


„Es ist schade und unverdient“

Luca Waldschmidt musste das Training am Mittwoch abbrechen

Luca Waldschmidt

„Es ist total schade und auch extrem unverdient, weil wir sehr sehr viele Chancen hatten. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, können in Führung gehen. Wir können nach dem 0:1 wieder zurückkommen. Wir können viele Tore machen. Wir verpassen das leider und dementsprechend ist es schon sehr bitter heute mit Null Punkten.“

„Man sieht ja, dass wenn wir mutig sind, wenn wir einfach probieren Fußball zu spielen, konsequent sind und richtige Entscheidungen treffen, dass wir dann auch gut sind und uns nicht verstecken müssen. Dann werden wir eiskalt bestraft und das ist zumindest heute auf jeden Fall der größte Unterschied gewesen.“

„Am Ende ist es eine Sache von Vertrauen. Ich habe schon häufiger gesagt, dass es Spiele gibt, die später aufgehen. Es gibt Spiele, die laufen von Anfang an, so wie heute so und ich bin einfach ein Spielertyp, der der dann halt manchmal weniger im Spiel ist und manchmal mehr. Ich muss die Geduld haben, um einfach in Aktionen zu kommen. Dieses Vertrauen habe ich ich für mich. Das habe ich auch schon schon häufiger gezeigt und ja, darum geht es am Ende. Es ist am Ende dann nicht meine Entscheidung, sondern von anderen. Ich probiere einfach, auf dem Platz das Beste zu geben und es fühlt sich für mich auch deutlich besser an vom Platz zu gehen und einfach zu wissen, okay, du hast die Leistung gebracht, du hast probiert einfach der Mannschaft zu helfen und das liegt dann in meiner Hand.“

„Ich glaube, es ist kein Elfer. Eric probiert alles um die Hand irgendwie wegzuziehen und trotzdem den Ball ja, fair und regelkonform zu blocken. Im Zweifel, glaube ich, ist schwerer ihn zurückzunehmen, als wenn er nicht pfeift, dass er dann rausgeschickt wird. Wahrscheinlich ist es dann auch mal Opfer des Systems.“


„Da hat nicht viel gefehlt“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

“Wir haben trotz der Niederlage sehr mutig agiert, haben sehr sehr gut verteidigt gegen eine Top-Truppe. Da hat nicht viel gefehlt. Gerade, wenn man die erste Halbzeit sieht, hatten wir geile Chancen, die wir dann hätten einfach auch nutzen können oder besser ausspielen können. Das Tor durch den Elfmeter direkt vor der Halbzeit war natürlich extrem bitter vom Timing her. Am Ende finde ich aber schon, dass wir trotzdem ein sehr sehr gutes Spiel gemacht haben.“

Zum Elfmeter: „Wir hatten das Gefühl – ich habe jetzt noch nicht das Livebild gesehen – dass er (Eric Martel, Anm. der Red.) den Arm angelegt hat und dass er mit angelegtem Arm aktiv zum Ball geht, um den Ball zu blocken. In dem Moment muss man sich das noch mal angucken. Es sieht nicht so aus, dass es ein klares Handspiel wäre, um dann einen Elfmeter zu geben.“

Zur Chancenverwertung: „Wir hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei Chancen, die wir hätten einfach nutzen können und müssen. Dann geht das Spiel ganz anders aus, ganz klar.“


„Ich bin enttäuscht, dass wir uns nicht belohnen konnten“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Erst einmal bin ich unfassbar stolz auf die Mannschaft, gegen so einen Gegner so eine Leistung zu bringen. Wir haben gesagt, dass wir Leverkusen stressen wollten. Das haben wir gut gemacht. Ich bin enttäuscht, dass wir uns nicht belohnen konnten. Ich bin stolz auf die Leistung, aber enttäuscht über das Ergebnis. Aber wir können viel Mut mitnehmen für die nächsten Spiele.“


„Offensichtlich eine falsche Wahrnehmung“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

„Ich frage ihn in der Halbzeit auch, er sagt, er steht vier Meter davor. Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird da nicht die Meinung der Schiedsrichter sein. Er stand daneben, ist dann nicht mehr in die Review-Area gegangen.“

„Also grundsätzlich bin ich ein totaler Freund davon, dass wir die Schiedsrichter auf dem Platz auch die Entscheidungen treffen lassen. Und wenn es eine klar falsche ist, dann sollen sie darauf hingewiesen werden. Wir reden ja auch von Schwarz-Weiß-Situationen.
Also ich glaube, das ist schwer, da heute Grau zu finden. Ich finde es schon, dass er darauf hinweisen muss, dass er offensichtlich eine falsche Wahrnehmung hatte. Schon alleine, wie er die Körperhaltung von Eric zeigt, mit so ein bisschen ausgespreiztem Arm.
Natürlich zieht Eric den Arm weg. Und natürlich, wenn du den Arm wegziehst, ist das eine Körperbewegung, ein Oberkörper. Aber darauf dann auf Elfmeter zu entscheiden, ist natürlich für uns heute extrem bitter.“

„Und man muss auch sagen, es hat uns jetzt zumindest mal einen Punkt gekostet. Und ich würde vielleicht sogar mal einen Schritt weiter gehen. Ich glaube, so ein Spiel ändert sich einfach in der Statik. Wenn Bayer Leverkusen hier auswärts bei uns spielt, 1:0 führt, dann verändert sich natürlich auch ein bisschen die Herangehensweise. Sie standen heute extrem unter Druck, für ihre Ambitionen in Richtung Champions League dieses Spiel gewinnen zu müssen. Und ich glaube, spätestens in der zweiten Halbzeit hat man auch gesehen.“

„Wir haben da mit mal auch gute Entscheidungen getroffen, leider nur ein Tor gemacht. Das sind viele Chancen, das nehmen wir jetzt auch mit. Und daran werden wir arbeiten. Ansonsten bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft heute zufrieden.“

Bittere Pleite im Nachbarschaftsduell – 1. FC Köln spielt stark auf und verliert

1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen
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Bittere Pleite im Nachbarschaftsduell – 1. FC Köln spielt stark auf und verliert

Seit Dezember 2019 hat der FC nicht mehr im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Und diese Serie setzt sich trotz einer starken Leistung fort: Der 1. FC Köln spielt gegen Bayer Leverkusen 1:2. Dabei entschied vor allem die Chancenverwertung die Partie.

In der Hinrunde hatten die Domstädter bei der 2:0-Niederlage gegen die Werkself nicht viel zu melden. In der Rückrunde präsentierte sich der FC dagegen sehr stark – konnte jedoch trotzdem keine Punkte holen. Mit 1:2 unterlagen die Geißböcke Bayer am Samstagnachmittag. Damit steigt der Druck im Abstiegskampf auf die Kölner vor den wichtigen Partien gegen Union Berlin und den 1. FC Heidenheim in den kommenden Wochen.

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Vor dem Nachbarschaftsduell gab es für FC-Trainer René Wagner vor allem eine drängende Frage: Wer soll Ragnar Ache, der sich gegen St. Pauli verletzt hatte, ersetzen? Einen Eins-zu-Eins-Ersatz sah Wagner nicht in seiner Mannschaft. „Ich will niemanden zu nahe treten, aber Ragy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft, das wissen wir alle. Jetzt geht es darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen“, so der Coach vor dem Spiel. Teil der Kombination sollte Marius Bülter sein, der für den verletzten Stürmer in die Startelf rückte. Außerdem bekamen Linton Maina und Kristoffer Lund den Vorzug vor Jan Thielmann und Alessio Castro-Montes. Ansonsten vertraute Wagner der gleichen Anfangsformation wie gegen St. Pauli.

Starke Kölner Anfangsphase

Und die legte direkt mit viel Tempo los. Schon nach fünf Minuten hatte der FC zwei gute Chancen. Nach einem Fehler von Jarell Quansah beziehungsweise Aleix Garcia kamen Said El Mala und etwas später Jakub Kaminski zum Abschluss, zielten allerdings jeweils nicht genau genug. Durch einen Ballgewinn von Jahmai Simpson-Pusey bekam El Mala bei einem Konter kurz danach direkt die nächste Möglichkeit. Seinen Schlenzer mit dem schwachen linken Fuß von der Strafraumkante konnte Janis Blaswich aber gut parieren. Der Keeper war eine Zeigerumdrehung später bei einem wuchtigen Freistoß aus der Distanz von Sebastian Sebulonsen ebenfalls auf seinem Posten.

Die Werkself hatte die ersten zehn Minuten nichts zu melden – bis Eric Martel sie ins Spiel holte. Einen schwachen Querpass des Mittelfeldspielers fing Patrik Schick ab, zielte vor Schwäbe aber zu ungenau an den Pfosten. Danach wurde die Partie etwas offener. So kam Leverkusen nach etwas über einer Viertelstunde zu nächsten Möglichkeit. Quansah hielt bei einer Hereingabe von Montrell Culbreath den Fuß rein, Schwäbe war im kurzen Eck aufmerksam. Kurz darauf waren wieder die Geißböcke auf dem Weg nach vorne. Bei einem Konter schickte Linton Maina El Mala in die Tiefe. Der 19-Jährige wurde noch von Quansah gestört, sodass er aus spitzem Winkel nicht mehr perfekt zum Abschluss kam und Blaswich die Chance vereitelte.

Harte Elfmeterentscheidung führt zur Leverkusener Führung

Nach dieser Möglichkeit deutete es etwas bis zur nächsten gefährlichen Aktion – die hatte es dafür aber in sich. Eine Hereingabe von Marius Bülter klärte Edmond Tapsoba genau auf Martel. Beim Dropkick des Sechser bekam Leverkusens Keeper die Arme jedoch noch schnell genug nach oben (29.). Kurz danach wäre er dann machtlos gewesen. Bei einem katastrophalen Rückpass von Quansah spritzte El Mala dazwischen und war so am Schlussmann vorbei. Aus spitzem Winkel hätte der 19-Jährige nur noch einschieben müssen, traf allerdings den Pfosten – die Riesenchance auf die Führung.

Nur ein paar Minuten später konnte dann Martel gerade so noch per Grätsche einen Abschluss von Alejandro Grimaldo blocken. Den zweiten Versuch setzte Nathan Tella dann drüber, wurde danach von Simpson-Pusey getroffen. Es gab aber keinen Elfmeter, weil der Ball schon im Aus war. Nur ein paar Minuten später zeigte Schiedsrichter Robert Hartmann doch auf den Punkt. Martel hatte mit angelegten Arm einen Pass von Exequiel Palacios im Sechzehner geblockt. Weil der Sechser jedoch eine leichte Bewegung zum Ball machte, pfiff der Referee – eine harte Entscheidung. Den anschließenden Elfer verwandelt Schick mit etwas Glück, weil Schwäbe die Ecke hatte und fast entscheidend drangekommen wäre (43.). So mussten die Geißböcke trotz vieler Chancen und einer starken ersten Hälfte mit einem Rückstand in die Pause.

Fehlende Effizienz bei Köln – Eiskalter Schick

In der zweiten Halbzeit setzte sich die Kölner Chancenverschwendung nahtlos fort: El Mala tauchte fast direkt nach Wiederanpfiff frei vor Blaswich im Strafraum auf. Halbrechts am Fünfmeterraum kam der Youngster nur gerade so vorm Leverkusener Schlussmann an den Ball und konnte ihn so nicht vorbeiliegen. Kurz darauf hatte Kaminski die nächste große Chance auf den Ausgleich, scheiterte aus sehr guter Position im Strafraum ebenfalls am Keeper der Werkself. Die machte es dagegen im direkten Gegenzug besser. Nur ein paar Sekunden nach der Kaminski-Großchance setzte sich Tella auf der linken Seite durch und flankte in die Mitte. Dort zeigte sich Schick eiskalt und versetzte dem FC den zweiten Nackenschlag (52.).

Die Geißböcke steckten trotzdem nicht auf. Nach einem schönen Zusammenspiel am Bayer-Strafraum versuchte es Kaminski erneut, wurde jedoch dieses Mal gerade noch geblockt. El Mala fehlte ungefähr eine Minute später, als er von links nach innen zog, die Präzision. In der 65. dribbelte der Youngster dann wieder in die Mitte. Sein erster Abschluss von der Strafraumkante wurde noch von der Bayer-Verteidigung abgewehrt, der zweite Versuch war zum wiederholten Male zu ungenau und ging drüber. Auch der Schuss nach einem weiteren Dribbling, dieses Mal jedoch aus ungefährlicherer Situation, flog übers Tor.

Waldschmidt mit nächstem Joker-Tor

Im Anschluss dauerte es ein paar Minuten bis zur nächsten Situation. Die besorgten dann zwei Joker: Jan Thielmann flankte auf Luca Waldschmidt, der Blaswich mit seinem Kopfball zur nächsten Parade zwang (75.). Zwei Minuten später machte es Waldschmidt dann besser. Leverkusen hatte das nächste El-Mala-Dribbling im Fünfmeterraum eigentlich schon entschärft, aber der FC-Joker blieb dran, kam an den Ball und schloss eiskalt aus kurzer Entfernung ab. Köln erhöhte weiter den Druck. Nach einem Zuspiel von Thielmann wurde Felipe Chavez Schuss vom Rand des Sechzehners geblockt, Waldschmidts zweiter Versuch aus der Distanz ging dann ein Stück vorbei. Erneut Chavez kam in der Nachspielzeit mit seinem Abschluss nicht an der Leverkusener Abwehr vorbei. In der letzten Minute rettete Tapsoba nach einer Ecke nochmal kurz vor der Linie für Leverkusen, ehe Blaswich auch den letzten FC-Versuch entschärfte.

Und so blieb es bei der bitteren Niederlage für die Kölner. In einer Woche müssen die Geißböcke dann nach Berlin. Am Samstagnachmittag um 15:30 (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) treten die Domstädter dort gegen Union an.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (72. Waldschmidt), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Kaminski, Martel (85. Niang), Johannesson (72. Chavez), Maina (60. Castro-Montes) – El Mala, Bülter (60. Thielmann); Gelbe Karten 1. FC Köln: Johannesson (45.); Tore: 0:1, 0:2 Schick (43., Elfmeter; 52.), 1:2 Waldschmidt (77.)


Wieder Gegentor in der Nachspielzeit: U21 vergibt Sieg in Velbert in letzter Sekunde

Sargis Adamyan bei der U21 des 1. FC Köln
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Wieder Gegentor in der Nachspielzeit: U21 vergibt Sieg in Velbert in letzter Sekunde

Die U21 des 1. FC Köln hat den zweiten Sieg in Folge verpasst. Die U21 lag gegen die SSVg Velbert zweimal zurück, führte kurz vor Schluss mit 3:2, doch in der Nachspielzeit setzte es den Gegentreffer zum 3:3-Endstand per Foulelfmeter.

Es war schon das dritte Mal in der Rückrunde, dass die U21 auswärts bei einem Team aus dem Tabellenkeller einen Gegentreffer in der Nachspielzeit kassierte.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen den SC Fortuna Köln nur auf einer Position – und das gezwungenermaßen: Der Derbyheld Youssoupha Niang schaffte den Sprung zurück in den Bundesliga-Kader für das Duell gegen Bayer Leverkusen. Dafür rückte Bernie Lennemann zurück in die Anfangsformation. Die Gastgeber waren als Drittletzter der Tabelle mit vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer vor dem Anstoß unter Zugzwang – und erwischten einen Traumstart. Nach einer flachen Ecke auf den ersten Pfosten bugsierte Tristan Duschke den Ball am machtlosen Mikolaj Marutzki vorbei ins lange Eck zum 1:0 für Velbert (6.).

Herausragender Sargis Adamyan

Die Kölner wurden kurz danach aber druckvoller – angeführt vom herausragenden Sargis Adamyan. Zunächst bekam der Armenier nach einer Flanke von Cenny Neumann nicht genug Druck hinter seinen Kopfball, sodass dieser am ersten Pfosten mühelos in den Armen von Velberts Torwart Kevin Jackmuth landete (11.). Kurz danach passte Adamyan in den Lauf von Lennemann, dessen Schuss aus spitzem Winkel Jackmuth aber ans Außennetz lenken konnte (12.). Und weitere Augenblicke später legte der Armenier die Kugel mit der Hacke vor dem Sechzehner ab zu Fayssal Harchaoui. Dessen flacher Fernschuss außerhalb des Sechzehners schlug vom rechten Innenpfosten zum 1:1 im Tor ein (13.).

Und natürlich hatte Adamyan auch beim nächsten guten Abschluss seine Füße im Spiel, passte zum aufgerückten Jonathan Friemel, dessen Schuss im Sechzehner aber über das Velberter Tor flog (19.). Die Hausherren wurden hingegen nur noch durch einen Distanzschuss von Calvin Mockschan gefährlich, der aber am FC-Tor vorbeiflog (27.). Fynn Schenten wiederum scheiterte aus spitzem Winkel an Jackmuth (29.).

Den FC-Talenten war der Wille anzumerken, das Spiel zu drehen

Die erneute Führung für Velbert kam letztlich doch überraschend, entsprang allerdings einem sehenswerten Spielzug. Oguzcan Büyükarslan spielte den Ball am Sechzehner zu Mockschan, der direkt mit der Hacke zurücklegte zum zentral am Elfmeterpunkt freistehenden Büyükarslan. Dessen Schuss rutschte durch Marutzkis Beine ins Tor zum 2:1 (31.). Die FC-Abwehr ließ sich hier viel zu leicht düpieren. Und Büyükarslan hätte beinahe seinen zweiten Treffer nachgelegt, traf nach einer Flanke aus dem Mittelfeld freistehend aber nur den Pfosten (38.).

Bernie Lennemann erzielte kurz nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte den vermeintlichen Ausgleich, stand beim Zuspiel in die Spitze jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte (48.). Den FC-Talenten war der Wille anzumerken, das Spiel zu drehen, aber lange Zeit fehlten die zündenden Ideen. Das änderte sich bei einem ruhenden Ball in der Schlussphase. Sargis Adamyan servierte eine Ecke von der linken Angriffsseite auf den ersten Pfosten, wo der Sekunden zuvor eingewechselte Marvin Ajani per Kopf ins lange Eck verlängerte zum 2:2 (72.).

Und Ajani war auch maßgeblich am dritten Kölner Treffer beteiligt: Der Routinier wurde kurz vor dem Ende im Sechzehner gelegt und holte so einen Strafstoß heraus. Adamyan schnappte sich die Kugel und verwandelte mit Glück rechts unten vom Schützen aus gesehen zum 2:3 für die U21. Jackmuth hatte die Ecke geahnt, war am Ball auch dran, konnte den Schuss aber nicht abwehren (85.). In der Nachspielzeit folgte wieder einmal ein später Nackenschlag: Harchaoui brachte beim Kampf um den Ball Büyükarslan zu Fall, es gab Elfmeter für die Gastgeber. Max Machtemes verwandelte vom Punkt sicher zum 3:3 (90.+5). Damit setzte es nach Wuppertal und Wiedenbrück auch beim dritten Kellerteam einen Gegentreffer mit Wirkung für die U21 in der Nachspielzeit.

Für die U21 geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SV Rödinghausen weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Friemel – Kristal (84. Elyazidi), Harchaoui – Süne (46. Toure), Adamyan, Schenten (71. Lippert) – Lennemann (71. Ajani). Tore: 1:0 Duschke (6.), 1:1 Harchaoui (13.), 2:1 Büyükarslan (31.), 2:2 Ajani (72.), 2:3 Adamyan (85., Foulelfmeter), 3:3 Machtemes (90.+5).

Danke Penne! Philipp Pentke beendet seine Karriere

Philipp Pentke
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Danke Penne! Philipp Pentke beendet seine Karriere

Zwei Jahre war er als Ersatzkeeper bei den Geißböcken, doch der Routinier hat Spuren hinterlassen. Im vergangenen Sommer verließ er den 1. FC Köln, nun der nächste Schritt: Philipp Pentke beendet seine Karriere.

Den ganz großen sportlichen Impact hatte der Keeper bei den Kölnern nicht mehr, ein Pflichtspiel kam beim FC nicht mehr dazu. Und doch war der hinterlassener Eindruck bleibend.

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Es bestand wohl kaum ein Zweifel, dass Philipp Pentke im vergangenen Sommer noch gerne eine Spielzeit bei den Kölnern drangehangen hätte, doch es kam bekanntlich anders. Der Vertrag des nun 40-Jährigen wurde nicht mehr verlängert, Ron-Robert Zieler verpflichtet. Pentke war im Sommer 2023 ans Geißbockheim gewechselt. Der FC suchte damals einen Ersatz für Timo Horn als künftige Nummer zwei, fand diesen aber nicht. Pentke trainierte nach Aussage von Christian Keller damals in Köln, um fit zu bleiben und sich auf eine neue Herausforderung vorzubereiten – ein glücklicher Zufall. Denn der ehemalige Torhüter der TSG Hoffenheim wurde dann doch unter Vertrag genommen. Einen Horn-Ersatz fanden die Kölner auch deswegen nicht, weil die Rolle von Marvin Schwäbe als Nummer eins klar definiert war. Pentke nahm die Rolle als Nummer zwei und später als Nummer drei problemlos an und übernahm eine Führungsposition.

„Ich werde das nie vergessen“

„Kurz und knapp ,ich danke für alle Momente die ich erleben durfte in diesem unfassbaren tollen Sport. Ein großen Dank an alle Menschen die an mich geglaubt und unterstützt haben, ich werde das nie vergessen. Es ist Zeit für neue Aufgaben, auch wenn ein Abschied nicht immer planbar ist wie man es sich vorstellt. Ich hatte eine unfassbare Zeit und werde sie vermissen“, schreibt der Keeper auf Instagram und dankt allen Vereinen, für die der Keeper gespielt hat. „Ihr alle wart mein Weg. Euer Spartaner“, so „Penne“ weiter. Zahlreiche ehemalige Wegbegleiter kommentierten den Abschiedsgruß – darunter Spieler wie Oliver Baumann, Dominique Heintz und Leo Bittencourt. Über seine zukünftige Aufgaben machte Pentke keine Angaben. Der 40-Jährige hatte nach seinem Engagement vergeblich nach einem neuen Torhüter-Job gesucht, diesen aber nicht mehr gefunden. „Ich bin nach wie vor in Köln und arbeite natürlich parallel an meinem Plan B, über den ich allerdings noch nicht sprechen darf“, sagte Pentke im Winter dem „Merkur“.


Nicht nur im Sturm Fragezeichen: So könnte der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen spielen

René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
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Nicht nur im Sturm Fragezeichen: So könnte der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen spielen

Eine Woche nach dem wichtigen Unentschieden beim FC St. Pauli steht für den FC das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen und damit auch der viertletzte Bundesligaspieltag in dieser Spielzeit vor der Tür. Über die Startelf wollte René Wagner nicht viel verraten. So könnte der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen spielen.

Mit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen steht für den 1. FC Köln das vorletzte Heimspiel in dieser Saison auf dem Programm. Im Vergleich zum Spiel am Millerntor muss FC-Trainer René Wagner einen schmerzhaften Ausfall hinnehmen. Wie der 37-Jährige den Verlust auffängt und ob es vielleicht sogar weitere Änderungen geben wird, ließ der Coach noch offen.

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FC-Trainer René Wagner muss neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers einen weiteren Ausfall hinnehmen. Beim Auswärtsspiel beim FC St. Pauli musste Angreifer Ragnar Ache kurz nach der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Wie der FC nur einen Tag später mitteilte, hat sich der Stürmer eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und wird voraussichtlich bis Saisonende ausfallen. Somit wird Wagner seine Startelf gegen Leverkusen definitiv umbauen.

Die Defensive stellt sich von selbst auf

Zwischen den Pfosten wird Kapitän Marvin Schwäbe stehen. Vor dem Schlussmann dürften erneut Sebastian Sebulonsen rechts sowie Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Innenverteidigung starten. Auf der Linksverteidigerposition könnte Alessio Castro-Montes beginnen. Der Belgier, der gegen Frankfurt und Bremen nach Einwechslung für mächtig Schwung gesorgt hatte, machte seine Sache zuletzt ordentlich. Da Kristoffer Lund in den Wochen zuvor sowie in den Minuten in Hamburg keine auffälligen Aktionen zeigte, könnte Castro-Montes gegen Leverkusen erneut die Chance in der Startformation erhalten.

Im zentralen Mittelfeld hat Eric Martel seinen Platz sicher. Neben ihm lief in den vergangenen beiden Partien Isak Johannesson auf und zeigte dabei gute Leistungen. Daher ist es wahrscheinlich, dass der Isländer auch gegen Bayer von Beginn an auf dem Feld steht. Allerdings könnte Wagner gegen einen Ballbesitz-Gegner auch Tom Krauß neben Martel aufbieten. Krauß besitzt seine Qualitäten vorwiegend gegen den Ball, würde im Vergleich zu Johannesson jedoch weniger Kreativität ins Kölner Spiel bringen.

Wer ersetzt Ache?

In der Offensive sind Jakub Kaminski und Said El Mala auf zwei der vier offenen Positionen gesetzt. Auf der rechten Seite startete in den vergangenen Wochen Jan Thielmann. Allerdings zeigte der 23-Jährige nicht immer sein volles Potenzial und blieb über weite Strecken unauffällig. Hier könnte Wagner Linton Maina die Chance geben. Die größte Frage ist jedoch, wer Ragnar Ache ersetzt. Mit Marius Bülter, Luca Waldschmidt, Youssoupha Niang und Fynn Schenten gibt es verschiedene Varianten. Die wahrscheinlichste ist dabei wohl Bülter. Der ehemalige Schalker ist körperlich robust und ist von den vieren der Stärkste in Bezug auf das Anlaufen des Gegners sowie das Verteidigen.

Während Schenten die geringsten Chancen hat, stellen aber auch Waldschmidt und Niang realistische Optionen dar. Waldschmidt übernahm gegen St. Pauli Verantwortung und verwandelte den Elfmeter sicher. Überdies ist der ehemalige Wolfsburger am Ball der Beste und dürfte, sofern Wagner eher auf das Spielerische setzt, klar die Nase vorn haben. Niang machte in der zweiten Mannschaft mit zwei Treffern auf sich aufmerksam und könnte sich damit zumindest einen Platz im Kader gesichert haben. Ein Startelfeinsatz des Youngsters wäre allerdings dennoch eine Überraschung.

So könnte der FC gegen Bayer Leverkusen beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

Isak Johannesson

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina im Duell gegen Silas (Foto: Lars Baron / Getty Images)

Linton Maina

Marius Bülter vom 1. FC Köln
Marius Bülter



Gute Karten für den 1. FC Köln: Nur ein Zähler trennt Rang elf von Rang 15 – Wer rutscht noch in den Keller? Kommt es zum Dreikampf um den Relegationsplatz?

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Gute Karten für den 1. FC Köln: Nur ein Zähler trennt Rang elf von Rang 15 – Wer rutscht noch in den Keller? Kommt es zum Dreikampf um den Relegationsplatz?

Die Vorentscheidung hat der FC verpasst, doch den Klassenerhalt noch sicher in den eigenen Händen. Noch, denn St. Pauli hat von den Abstiegskandidaten das vermeintlich leichteste Restprogramm. Die Statistik und die Gegner versprechen aber ein spannendes Finale, das aber nicht zwingend für den 1. FC Köln: Wer rutscht noch in den Tabellenkeller?

Mit einem Sieg gegen St. Pauli wären die Kölner wohl aus dem Gröbsten raus gewesen. Den gab es nicht. Doch auch jetzt hat der FC den Klassenerhalt in den eigenen Händen. Vier Punkte aus den verbleibenden Spielen werden sicherlich reichen, wahrscheinlich schon drei. Unser Blick in die Glaskugel zeigt aber, dass andere Clubs durchaus noch einmal in den Keller rutschen können.

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Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli ist der FC nun auf die Zielgerade der Saison eingebogen. Und nach 30 Spieltagen haben sich die Positionen so nivelliert, dass Glück und Pech nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die Aussage „Die Tabelle lügt nicht“ nimmt immer mehr Konturen an. Dabei ist gerade die im Keller nicht so richtig eindeutig. Gleich fünf Teams trennen gerade einmal einen Punkt, das aber mit immerhin fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. Klingt viel, ist aber trügerisch. Und das liegt am Restprogramm und der aktuellen Form. Rein rechnerisch fehlen den Geißböcken angesichts der hervorragenden Tordifferenz noch sieben Punkte, um sicher die Klasse zu halten. Gäbe es die aus den verbleibenden vier Spielen, könnte St. Pauli nur noch mit vier Siegen gleichziehen. Allerdings müssten die Kiezkicker dann 18 Tore aufholen. Für die offensivschwächste Mannschaft der Liga wohl keine Chance.

Vier Punkte müssen reichen

Zumal es eher unwahrscheinlich erscheint, dass das Team von Alexander Blessin im Schlussspurt noch eine fulminante Siegesserie hinlegt. Seit sechs Begegnungen sind die Jungs vom Millerntor ohne Sieg. Dass von den Kiezkickern aber durchaus noch Gefahr für die Plätze elf bis 15 ausgehen kann, ist angesichts der ausstehenden Spiele nicht von der Hand zu weisen. Denn St. Pauli spielt noch gegen die beiden Teams auf den letzten beiden Plätzen. Und auch das Heimspiel gegen Mainz ist für die Blessin-Elf sicher noch nicht verloren. Zumal für die Rheinhessen aktuell wenig nach unten, aber auch wenig nach oben geht. Gegen Leipzig dürfte es dagegen schwer werden, da die Sachsen zumindest nach jetzigem Stand noch um den Champions-League-Platz spielen. Möglicherweise ist der aber am vorletzten Spieltag gesichert. Mehr als sieben Punkte sind wohl eher unwahrscheinlich, sechs sind aber durchaus drin. Nach dieser Rechnung würde den Kölnern also ein Sieg aus den verbleibenden vier Spielen reichen – vermutlich werden es weniger sein.

Bremen und Hamburg werden zittern müssen

Dafür stehen die Chancen aber gar nicht schlecht, dass noch andere Teams in die Verlosung rutschen – vorausgesetzt St. Pauli liefert. Und da wird es ausgerechnet für zwei weitere Nordlichter mitunter brenzlig. Der Hamburger SV spielt zum Abschluss zu Hause noch gegen Hoffenheim (5.) und Freiburg (7.), auswärts bei Frankfurt (8.) und Leverkusen (6.) – also allesamt Mannschaften, die noch um Europa kämpfen beziehungsweise bangen. In der Hinrunde holten die Rothosen aus den vier Partien nur einen Zähler. Mit einer ähnlichen Ausbeute könnte es also durchaus noch einmal spannend werden. Zumal Hamburg seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet. Vielmehr Punkte sind auch in der Rückrunde nicht zu erwarten. Der eine Punkt könnte am Ende zu wenig sein. Den holte Werder Bremen im Nordderby, doch auch die Grün-Weißen müssen noch zittern. Bremen spielt noch zu Hause gegen Augsburg (9.) und Dortmund (2.) und bei Stuttgart (4.) und Hoffenheim (5.).

Von den vermeintlichen Abstiegskandidaten hat die Mannschaft von Daniel Thioune das schwerste Programm. Der Erfolg über Hamburg war also Gold wert. Bremen holte ebenfalls – wie auch der FC – aus den verbleibenden vier Spielen nur einen Zähler. Trotz des jüngsten Erfolgs wird auch Bremen wohl nicht mehr viele Punkte sammeln. Für Borussia Mönchengladbach könnte die kommende Begegnung ein spannender Faktor werden. Es geht gegen den VfL Wolfsburg, der unbedingt gewinnen muss. Sollte den Wölfen ein Sieg gelingen, werden auch die Fohlen in den verbleibenden Spielen zittern müssen, denn dann geht es gegen Dortmund (2.), Augsburg (9.) und Hoffenheim (5.). Sollte St. Pauli am Wochenende also gegen Heidenheim gewinnen, würde der Druck auf die Konkurrenz noch einmal deutlich steigen.


Abstiegskampf, geplatzte Träume, packende Duelle: 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen in den vergangenen zehn Jahren

Die Abwehr des 1. FC Köln im Pokalspiel gegen Leverkusen
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Abstiegskampf, geplatzte Träume, packende Duelle: 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen in den vergangenen zehn Jahren

Nicht nur aufgrund der geographischen Nähe beider Clubs sind Partien zwischen dem FC und Bayer besonders brisant. In den Nachbarschaftsduellen stand und steht oft viel auf dem Spiel. So auch am Samstag: Die Geißböcke brauchen noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt, der Werksverein will in die Champions League. Ein Blick auf die jüngere Historie des Aufeinandertreffens zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen.

18 Siege, 25 Remis, 30 Niederlagen: In der Bundesliga durchkreuzte der FC mehrfach Bayers Meisterpläne, musste aber auch manch bittere Pille schlucken. Allerdings waren die Domstädter in den vergangenen zehn Jahren in wichtigen Spielen gegen „Lev“ immer wieder erfolgreich.

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In der Saison 2016/17 trennte sich der 1. FC Köln zweimal Unentschieden vom rheinischen Nachbarn (1:1 zuhause, 2:2 auswärts) und feierte mit dem Einzug in die Europa League den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Die Lieder von Kopenhagen, Mailand und Teneriffa verstummten aber allzu schnell wieder: In der Spielzeit 2017/18 stürzte der FC krachend ab.

Von der Europa League in Liga Zwei – und wieder nach oben

Dabei machte ausgerechnet das Rückrundenspiel gegen Bayer Hoffnung, dass der berühmte Bock vielleicht doch noch umgestoßen und der sechste Bundesligaabstieg verhindert werden könnte: Der FC setzte sich nämlich zuhause durch Tore von Yuya Osako und Simon Zoller mit 2:0 durch. Damit gaben die Geißböcke nicht nur die rote Laterne an den HSV ab, sondern verkürzten den Abstand auf den Relegationsplatz zudem auf fünf Punkte. Und das bei noch sieben ausstehenden Spielen. Der Sieg im Nachbarschaftsduell blieb für Köln allerdings der letzte Dreier in einer Saison, nach der man sich aus der Bundesliga als Schlusslicht verabschiedete.

Als solches ging der FC nach dem direkten Wiederaufstieg gut anderthalb Jahre später wieder in die Begegnung mit der Werkself. Vor der Partie in Müngersdorf lagen die Kölner mit acht Pünktchen aus 14 Spielen erneut auf Platz 18 – und schafften erneut einen 2:0-Heimsieg gegen Bayer. Bei dem engagierten Auftritt der Kölschen erzielten Jhon Córdoba und Sebastiaan Bornauw die Tore. Und diesmal läutete der Erfolg die rot-weiße Wende im Abstiegskampf ein. Der 1. FC Köln gewann auch die drei folgenden Partien und sicherte sich am Ende der Saison 2019/20 mit 36 Punkten und dem 14. Tabellenplatz den Klassenerhalt.

Zurück nach Europa – und zurück in die 2. Liga

Nachdem Leverkusen die folgenden drei Duelle klar gewinnen konnte, schlug 2021/22 wieder die Stunde der Geißböcke. Beim Hinspiel im RheinEnergieStadion machte Köln dank eines Modeste-Doppelpacks aus 0:2 ein 2:2. Und beim Rückspiel bereiteten die Geißböcke dem Team vom Bayer-Kreuz noch mehr Kopfschmerzen als Ex-FC-Coach Steffen Baumgart den 1:0-Sieg quasi von der Bank brachte: Dejan Lubicic stand erst wenige Minuten auf dem Platz, als er eine Flanke nach innen schlug, die der ebenfalls erst kurz zuvor eingewechselte Kingsley Schindler volley in die Maschen wuchtete. Wichtige Punkte im Kampf um den siebten Tabellenplatz, den der FC auch am Saisonende innehatte und sich mit seiner ersten Conference-League-Qualifikation in die Fußball-Geschichtsbücher eintrug.

Historisch wurde es durch den 2:1-Erfolg bei Bayer (nach einer 1:2-Pleite im Hinspiel) auch in der folgenden Spielzeit: Denn zwei Auswärtssiege in Leverkusen hintereinander hatten die Kölner in der Bundesliga bis dato noch nicht geschafft. Unterdessen würden alle, die es mit dem „feinen Klub“ aus Kölle halten, das Kapitel „Saison 2023/24“ am liebsten aus der Vereinshistorie streichen: Der FC verlor beide Nachbarschaftsduelle (0:3 auswärts, 0:2 zuhause) und stieg am Ende zum siebten Mal aus der Bundesliga ab, während Leverkusen ungeschlagen Deutscher Meister wurde.

Duell im DFB-Pokal: Sekunden fehlten zur FC-Sensation

Trotz des Abstiegs spielten die Kölner aber auch im folgenden Jahr bei Bayer. Im Viertelfinale des DFB-Pokals machten die Geißböcke ihr bestes Saisonspiel und führten nach Toren von Damion Downs und einem überragenden Linton Maina bereits mit 2:0. Köln hatte den Dom in d’r Täsch, Leverkusen dafür den Papst. Tief in der Nachspielzeit schaffte die Werkself noch den Ausgleich und gewann am Ende 3:2 nach Verlängerung.

In Erinnerung bleibt aber eine leidenschaftliche Leistung eines aufopferungsvoll kämpfenden FC. Mit einem ähnlichen Auftritt (inklusive verbesserter Defensive) könnte die Wagner-Truppe am kommenden Samstag den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen. Das Hinspiel gewann Leverkusen 2:0 – genug Gründe für eine Revanche hat der 1. FC Köln also allemal.