Said El Mala: Mit neuer Position doch noch in den Dunstkreis der WM?

Said El Mala jubelt nach seinem Tor gegen Bremen
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Said El Mala: Mit neuer Position doch noch in den Dunstkreis der WM?

Nun also auch Elfmeter. Am vergangenen Spieltag erzielte der Youngster seinen elften Saisontreffer. Und das in ganz anderer Funktion für den 1. FC Köln: Said El Mala in neuer Rolle zur WM?

Beim 1. FC Köln zeichnet sich unter dem neuen Trainer René Wagner eine klare Weiterentwicklung in der Rolle von Said El Mala ab. Während der Offensivspieler unter Vorgänger Lukas Kwasniok häufig strikt auf dem linken Flügel eingesetzt wurde, soll er unter dem neuen Coach nun deutlich flexibler agieren und sich vermehrt auch in die gefährlichen Räume in zentraler Position rund um Mittelstürmer Ragnar Ache begeben. Nicht zuletzt dank des ihm ausgesprochenen Vertrauens und seiner inzwischen gefestigten Rolle in der Startelf wusste der 19-Jährige auch zuletzt gegen Werder Bremen zu überzeugen und erzielte beim 3:1-Erfolg den wichtigen Treffer per Elfmeter. Pünktlich vor der entscheidenden Saisonphase scheint El Mala damit zusätzliches Selbstvertrauen getankt zu haben und vielleicht winkt doch noch die WM.

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Wagner fordert mehr Flexibilität von El Mala

Mit nunmehr elf Saisontoren und vier Vorlagen ist Said El Mala alleiniger Topscorer beim 1. FC Köln und geht nach seinem Elfmetertor gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen (3:1) mit ordentlich Selbstvertrauen in die letzten fünf Saisonspiele in der Bundesliga. Auch wenn das Offensiv-Juwel bereits unter Lukas Kwasniok eine steile Entwicklung erlebte, scheint das in ihn gesetzte Vertrauen von Neu-Coach René Wagner ihn zum Saisonende hin noch einmal zusätzlich zu beflügeln. In der Vergangenheit noch meist als klarer linker Außenbahnspieler eingesetzt, scheint sich die Rolle des begehrten Leistungsträgers der Kölner unter dem neuen Übungsleiter noch aber noch einmal zu verändern oder weiterzuentwickeln.

„Ich möchte einfach, dass er als Spieler ein bisschen flexibler wird. Nicht nur außen steht und auf seine Situationen wartet, sondern auch mal von innen tief gehen kann oder sich seine Position außen auch immer wieder sucht“, beschrieb Wagner auf der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch die (neuen) Erwartungen an den 19-Jährigen, der es bereits am vergangenen Wochenende „echt gut gemacht hat“ im „Mix zwischen Doppelspitze mit Reggie (Ragnar Ache, Anm. d. Red.) und nach außen ausweichend, um sich seine Situationen zu suchen.“ Gerade dieses Zusammenspiel mit Stürmer Ache sei wichtig für das Team, um den Gegner vor unerwartete und unangenehme Aufgaben zu stellen. „Ich mag ihn in der Öffnung bzw. im Übergang aktuell gern neben Reggie, weil wir dann immer die Chance haben, über einen langen Ball durch Reggie auch gefährlich hinter die letzte Linie zu kommen. Ich glaube, das tut ihm gut, er ist diese Saison gefühlt schon oft allein auf den Torhüter zugelaufen und die Dinger wird er irgendwann dann auch reinmachen und so noch gefährlicher werden.“

Mit neuer Rolle zu mehr Torgefahr

Dass er die neuen Impulse und Anforderungen annimmt und bereits jetzt versucht, sie umzusetzen, stimmt Coach Wagner optimistisch. „Ich spüre, dass er mir vertraut, weil er einfach seine Position im Spiel auch gut hält. Er erfüllt seine Aufgabe und versucht in jeder Phase des Spiels, die Sachen umzusetzen, die wir ihm mitgeben.“ Die neue Rolle weg vom klassischen Flügelspieler hin zu einem variableren Offensivakteur, der sowohl zentral als auch auf den Außenbahnen agiert und so immer wieder auch in die gefährlichen Abschlusssituationen vor dem gegnerischen Tor kommt, soll demnach fortan und bis zum Saisonende die Marschroute sein. „Das wird die Rolle für Said für die letzten Spiele sein, dass er da einfach unberechenbarer wird, weil er mit seiner Geschwindigkeit und seinem Dribbling unfassbar gefährlich werden kann für jeden Gegner“, so Wagner abschließend.

Am Ende des Tages geht es für El Mala auch darum, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Zwar wollte Wagner sich nicht zu den DFB-Chancen seines Youngsters äußern, die neue Rolle, vor allem aber das Vertrauen könnten dem Youngster zumindest den Weg ebnen.


Beerbt Lukas Kwasniok nun einen Ex-FC-Profi?

Lukas Kwasniok von 1. FC Köln beim Auswärtsspiel in Hamburg
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Beerbt Lukas Kwasniok nun einen Ex-FC-Profi?

Vor gut drei Wochen wurde Lukas Kwasniok beim FC entlassen. Nun gibt es Gerüchte um einen neuen Job für den Ex-Trainer der Geißböcke. Lukas Kwasniok steht im Fokus des Karlsruher SC.

Nur wenige Wochen nach seiner Entlassung beim FC könnte es einen neuen Job für Lukas Kwasniok geben. Wie das Online-Portal ka-news berichtet, ist der KSC an einer Verpflichtung des Trainers interessiert.

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Kehrt Lukas Kwasniok in die 2. Bundesliga zurück? Der 44-Jährige soll in den Fokus des Karlsruher SC geraten sein. Der Zweitligist befindet sich auf der Suche nach einem Nachfolger für Christian Eichner, der den KSC zum Saisonende verlassen wird. Der ehemalige Verteidiger des 1. FC Köln sucht nach sechs Jahren eine neue Herausforderung. Im vergangenen Jahr wurde Eichner auch beim FC gehandelt. Namen für seine Nachfolge werden seit Tagen viele gehandelt. Dabei erscheint eine Rückkehr von Kwasniok durchaus logisch. Der Trainer hatte dem KSC vor acht Jahren den Rücken gekehrt, war schon einmal interimsmäßig Trainer der Profis, sonst von 2014 bis 2018 im Nachwuchsbereich tätig. Seine Familie wohnt noch immer in der Nähe, Kwasniok ist mit seiner Heimat stark verwurzelt.

Gerüchten zu Folge soll es auch Gespräche zwischen dem Trainer und der Vereinsführung des KSC gegeben haben. Und das auf Gran Canaria, wo der Coach aktuell Urlaub macht. Doch bei den Gerüchten gibt es ein großes Aber. Bislang waren die Badener an einer Verpflichtung von Tobias Strobl interessiert. Der Deal kam aber nicht zu Stande, weil der aktuelle Verein des Coachs, der SC Verl, eine zu hohe Ablöse fordert. Auch bei einer Verpflichtung von Kwasniok stünde diese im Raum. Zumindest wenn die Geißböcke den Klassenerhalt schaffen. Dann hätte der 44-Jährige noch Vertrag beim FC. In der Theorie stünde den Kölnern eine Ablöse zu.


René Wagner gibt erste Einblicke in die Startelf für St. Pauli: „Die Tendenz ist sehr stark“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf
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René Wagner gibt erste Einblicke in die Startelf für St. Pauli: „Die Tendenz ist sehr stark“

Mit dem Erfolg über Bremen im Rücken reist der FC am Donnerstag Richtung Hamburg zum Auswärtsspiel gegen St. Pauli. Dann könnte bereits eine Vorentscheidung fallen für den 1. FC Köln: René Wagner gibt ein Personal-Update vor St. Pauli.

Viel wollte der Kölner Coach am Mittwoch über die Startformation noch nicht verraten. Ein paar Einblicke gab es aber schon.

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Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat sich die Situation für den FC grundlegend verändert. Bereits im Duell gegen St. Pauli können sich die Kölner vorentscheidende Punkte erarbeiten. Doch die Aufgabe wird nicht leicht. Wagner erwartet einen Gegner, der im Schlussdrittel mit Tempo gefährlich werden kann. Und da wird es auch auf die letzte Kette ankommen. Die hatte sich mit Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Innenverteidigung recht gut geschlagen. Zwei Spieler, die aktuell an den FC verliehen sind und die man gerne in Köln halten würde. „Ich bin froh, dass beide aktuell da sind, aber ich bin auch froh, dass der Raf van den Berg da ist, dass der Joel Schmied da ist, dass der Heinzi mit dabei ist“, so Wagner. „Wir haben viele Spieler für zwei Positionen aktuell.“ Dass es sich bei den beiden Akteuren um Leihspieler handle, sei für den Coach aktuell kein Thema.

Starke Tendenz für Innenverteidiger-Duo

Darum wird sich Thomas Kessler in den kommenden Tagen und Wochen kümmern. Eine neue Entwicklung gibt es nicht. Klar ist, man würde Simpson-Pusey gerne an den FC binden, doch die Ablöse ist hoch und Manchester City hat durch eine Rückkaufoption die Hand auf dem Deal. Özkacar drängte sich zuletzt auf, spielt um seine Zukunft in Köln. Auch dort ist noch keine Entscheidung gefallen. Beide werden aber wahrscheinlich die Chance erhalten, weitere Pluspunkte zu sammeln. Denn die Chance ist groß, dass sie auch gegen St. Pauli am Freitagabend beginnen werden. „Die Tendenz, dass die beiden drauf bleiben ist sehr stark“, gab Wagner dann doch zu. Viel Grund für Wechsel bot die Innenverteidigung ohnehin nicht, auch, wenn Simpson-Pusey das ein oder andere mal leicht wackelte.

Auch Said El Mala wird wohl sicher zu Anfangsformation gehören. Spieler und Trainer scheinen ein Match zu sein. „Ich spüre, dass er mir vertraut“, so Wagner. „Weil er einfach seine Position im Spiel gut hält, seine Aufgabe erfüllt und in jeder Phase des Spiels die Sachen versucht umzusetzen, die wir ihm mitgeben.“ Eine mögliche Veränderung würde wohl auf der Schiene Sinn ergeben. Kristoffer Lund wirkte im Duell gegen Bremen nicht immer ganz sicher. Alessio Castro-Montes machte dagegen von Beginn an eine gute Figur. „Er ist auf jeden Fall ein Stadtkandidat auch wenn wir über seine Fitness sprechen“, erklärte Wagner. Ansonsten hielt sich der Coach weitestgehend zur möglichen Startelf bedeckt. Die Youngster Fynn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann sind wieder mit der U21 unterwegs.


Jonas Hector über den 3:1-Erfolg der Kölner: „Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte“

Jonas Hector bei der Wahl-Arena
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Jonas Hector über den 3:1-Erfolg der Kölner: „Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte“

In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Nationalspieler über den wichtigen Sieg des 1. FC Köln: Jonas Hector über das 3:1 gegen Bremen.

Den 3:1-Erfolg der Geißböcke über Bremen sah der ehemalige Kapitän der Kölner im Stadion. Und auch von Jonas Hector fiel eine Last ab. Doch glücklich war der Ex-Nationalspieler mit der Leistung des FC nicht richtig, wie er in der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ beschreibt.

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Das Schmunzeln konnte sich Jonas Hector nicht verkneifen, als nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen am Sonntagnachmittag die Champions-League-Hymne aus einer der Logen des Kölner Stadions erklang. „Das beschreibt wieder Köln“, sagt der ehemalige Nationalspieler in seinem Podcast „Schlag und fertig“, den er mit dem Comedian und FC-Fan Fabian Köster betreibt. „Europa wir kommen“, sagt der ehemalige Abwehrspieler lachend. Denn Köster zitierte zuvor mit einem Augenzwinkern eine Rechnung, nach der der FC sogar eine realistische Chance auf Europa habe. „Jetzt wird Europa attackiert“, so Hector weiter. So richtig angetan war der ehemalige Kapitän der Geißböcke von der Begegnung aber nicht: „Der FC hat 70 Minuten in Überzahl gespielt und trotzdem hattest du das Gefühl, das kann noch in die Hose gehen.“

„Die Rote Karte war enorm wichtig“

Gerade nach der Führung hätten die Kölner zu tief gestanden und Bremen sich ein Übergewicht erarbeitet. „Ich hätte mir gewünscht, dass höher gepresst wird. Es war ein komisches Spiel“, sagt der 35-Jährige. Die Rote Karte habe das Spiel entscheidend verändert. Marco Friedl hatte Ragnar Ache bei einem Konter mit direktem Weg zum Tor von den Beinen geholt – das allerdings im Stolpern unbeabsichtigt. „Es ist voll unglücklich. Ich habe in der Wiederholung nicht gesehen, wie weit der Ball weggespitzelt wurde, hätte der Torwart den erreicht? Weil sonst kannst du Gelb auch vertreten“, sagt Hector. „Die Rote Karte war enorm wichtig.“ Tatsächlich veränderte der Platzverweis den Spielverlauf und Köln war die Spiel bestimmende Mannschaft, tat sich aber bis zum Ende schwer und musste sogar noch zittern. „Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte“, erklärte der Ex-Kölner.

Eben bis Isak Johannesson den FC mit einem Schuss aus dem spitzen Winkel erlöste, Mio Backhaus lenkte die Kugel ins eigene Netz. „Da ist bei jedem ein bisschen was abgefallen, vor allem bei der Mannschaft. Da hat man gemerkt, wie die Mannschaft hinten raus noch mal gezittert hat. Als das 3:1 fiel, waren alle erleichtert, so ging es mir dann auch ein bisschen“, so Hector, den aber wieder einmal eine vermeintliche Abseitsstellung irritierte. Alessio Castro-Montes hatte nach dem Wechsel getroffen, war aber aufgrund einer hauchdünnen Abseitsstellung zurückgepfiffen worden. „Es war eine Fingernagelbreite. Dann ist wieder die Frage, wer hat Stopp gedrückt, um die Linie zu ziehen. Es hätte die Nerven schnell beruhigt“, erklärte Hector.


Seit zwei Spielen im Amt: Machen sich die ersten Stellschrauben von René Wagner bemerkbar?

René Wagner beim Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen
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Seit zwei Spielen im Amt: Machen sich die ersten Stellschrauben von René Wagner bemerkbar?

Seit drei Wochen hat der FC einen neuen Coach. Zumindest tabellarisch hat sich seitdem einiges verändert. Doch auch auf dem Platz und in der Statistik sind die ersten Fortschritte erkennbar beim 1. FC Köln: Das hat René Wagner bislang verändert.

Die Befürchtungen waren bei einigen Fans groß, dass sich beim FC nicht so wirklich viel durch die Trainerbeförderung von René Wagner verändern würde. Immerhin hatte der bisherige Co-Trainer doch bis dahin eng mit dem Ex-Trainer Lukas Kwasniok zusammen gearbeitet.

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Am ganz großen Rad wollte René Wagner nach seiner Beförderung zum Cheftrainer bei den Geißböcken nicht drehen. Vielmehr solle es um die kleinen Stellschrauben gehen, so der Tenor des neuen Coachs und der sportlichen Führung der Kölner. Alleine tabellarisch hat sich die Situation in den drei Wochen allerdings verändert. Der FC belegt nun Rang 13 mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Klassenerhalt scheint plötzlich wieder greifbar nah. Schon ein Sieg am Freitagabend beim FC St. Pauli dürfte mehr Sicherheit bringen. Köln stünde wohl mit mehr als einem Bein auch in der kommenden Spielzeit in der Bundesliga. Zwar kam Lukas Kwasniok in seinen Spielen als FC-Trainer nur auf einen Punkteschnitt von 0,96 und Wagner nun auf zwei. Doch der Vergleich hinkt aufgrund der Kürze der Amtszeit und der jeweiligen Spielsituation gewaltig. Dennoch verbuchte der neue Trainer in den vergangenen beiden Partien mehr Zähler als der Ex-Coach in den jüngsten sieben seiner Amtszeit. Der FC ist nun seit vier Spielen ungeschlagen.

Hoher xGoals-Wert

Wagner erklärte selbst, dass er Veränderungen in der Kommunikation, in der Ansprache angehe. Der Coach sucht das Gespräch mit seinen Spielern, informiert früh über taktische oder personelle Ideen. Spieler wie Said El Mala oder Isak Johannesson betonen das Vertrauen, das ihnen nun entgegen gebracht werde. Spieler, die das Vertrauen eben auch mit Leistung zurückzahlten. Erste kleine Veränderungen sind aber durchaus auch auf dem Rasen erkennbar – möglicherweise aber dem Spielverlauf geschuldet. Wagner setzt auf zwei Spitzen, ließ in den Partien gegen Frankfurt und Bremen mit Said El Mala und Ragnar Ache eine Doppelspitze auflaufen, in der die Position des Kölner Shootingstars eine fließende erscheint. Bislang ist die Viererkette die bevorzugte Variante des neuen Trainers. Allerdings startete Wagner gegen die Eintracht mit einer Dreierkette, stellte dann schnell um. Der Coach ist (wie Vorgänger Kwasniok) nicht auf eine Variante festgefahren und wechselt (ebenfalls wie sein Vorgänger) die taktische Ausrichtung während der Partie.

Auffallend ist zudem, dass der FC unter Wagner offenbar auf mehr Kontrolle aus ist. Das ganz hohe Tempo gehen die Geißböcke bisher nicht mehr, die Intensität ist eine andere. Das geht aber nicht zu Lasten der Torgefahr. Im Gegenteil: Die Kölner erspielten sich sowohl gegen Frankfurt als auch gegen Bremen zahlreiche Möglichkeiten, dazu erstaunlich gute. So gute, dass der FC an beiden Spieltagen den besten xGoals-Wert aller Mannschaften erspielte. Gegen die Eintracht war es ein Wert von 3,1, gegen Bremen sogar 4,5 – am Ende standen fünf Treffer. Die Kölner Offensive ist damit insgesamt die achtstärkste der Liga. Allerdings sammelten die Geißböcke auch unter Lukas Kwasniok für einen Abstiegskandidaten ordentlich Treffer. Dennoch erzeugte der FC in den beiden Partien mehr Torgefahr als zuletzt.

Taktischer Kniff?

Das könnte auch mit einem taktischen Kniff zutun haben, den Isak Johannesson im Interview mit fc.de verriet. „Ich und Kuba (Jakub Kaminski, Anm. d. Red.) spielen nun eher als Achter, und Eric (Martel, Anm. d. Red.) ist dahinter die alleinige Sechs. Dadurch können Kuba und ich weiter nach vorne gehen und kommen öfter in den Strafraum“, sagte der Isländer. „René möchte, dass wir höher stehen, wenn wir den Ball haben, dass ich mehr Assists sammle und Chancen kreiere.“ Tatsächlich kamen beide Akteure gegen Bremen auf fünf Torschussbeteiligungen. Johannesson war beim 3:1 mit seinem Schuss maßgeblich an einem Tor beteiligt. So wie Kaminski wiederum beim Anschlusstreffer eine Woche zuvor gegen die Hessen.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Kölner gegen Werder lange in Überzahl und gegen Frankfurt erst nach dem 0:2-Rückstand im Grunde befreit spielten. Die Begegnung am Freitagabend gegen St. Pauli könnte die nächsten Aufschlüsse bringen. Denn es kann gut sein, dass der FC das Spiel machen muss, mehr Ballbesitz hat und damit tat sich Köln über weite Strecken der bisherigen Saison bekanntlich schwer.


Die beeindruckende Entwicklung des Ragnar Ache: Vom fleißigen Arbeiter zum Torjäger des 1. FC Köln

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Die beeindruckende Entwicklung des Ragnar Ache: Vom fleißigen Arbeiter zum Torjäger des 1. FC Köln

Ragnar Ache blüht im Saisonendspurt auf und tritt aus dem Schatten von Said El Mala und Jakub Kaminski. Mit starkem Selbstvertrauen und wichtigen Treffern wird der Stürmer immer mehr zum entscheidenden Faktor im Abstiegskampf für den 1. FC Köln: Ragnar Ache blüht zur rechten Zeit auf.

Im Saisonendspurt rückt der Angreifer zunehmend in den Mittelpunkt des Kölner Offensivspiels. Vor allem im letzten Saisondrittel trifft Ache nun selbst regelmäßig und unterstreicht damit seine Topform im Abstiegskampf.

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In der letzten Phase der laufenden Spielzeit ist es Ragnar Ache gelungen, aus dem Schatten der Topscorer Said El Mala und Leistungsträger Jakub Kaminski zu treten. Im letzten Saisondrittel ist bei dem 27-Jährigen der Knoten geplatzt. Ache belohnt seine harte Arbeit in Zweikämpfen und Luftduellen als Wandspieler nun regelmäßig mit eigenen Treffern. El Mala ist zwar der mit Abstand beste Torschütze der Kölner und der FC profitiert von seinen Toren, doch der Verein ist nicht mehr allein von dem Shootingstar abhängig, da nun auch Ache trifft. Nach nur einem Tor in der Hinrunde kommt der 27-Jährige in der Rückrunde bereits auf sechs Tore. Spätestens seit seinem Auftritt im Abstiegs-Kracher gegen den SV Werder Bremen muss jedem klar geworden sein: Ache läuft im letzten Saisondrittel zu seiner absoluten Topform auf und verleiht den Geißböcken eine zusätzliche Portion Torgefahr.

Ache im Scheinwerferlicht

Denn auch beim zwischenzeitlichen 2:0 am vergangenen Spieltag gegen Daniel Thiounes Werderaner bewies er seinen Torriecher. Nach einer Ecke stand Ache gleich zweimal goldrichtig. Ein Kopfball von Cenk Özkacar landete am Pfosten. Den ersten Nachschuss konnte Mio Backhaus noch parieren, doch beim zweiten Versuch war der U21-Nationalkeeper machtlos und Ache drückte den Ball über die Linie. Ohnehin war der Angreifer der auffälligste Offensivspieler seines Teams.

Kein anderer Geißbock suchte so häufig den Abschluss gegen Bremen. Gleichzeitig ging Ache in seiner Rolle als Wandspieler kompromisslos zu Werke und zog dabei die meisten Fouls. Er stand auch im Fokus der Szene, die den Spielverlauf am Sonntag maßgeblich beeinflusste: Ein einfacher Rückpass des Ex-Kölners Leonardo Bittencourt erwischte den hellwachen Ache mit der Fußspitze, wodurch der letzte Bremer in die Bredouille geriet. Bremens Innenverteidiger Marco Friedl fehlte beim Rettungsversuch gegen den Stürmer die nötige Trittfestigkeit, sodass er ausrutschte und Ache unsanft abräumte. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied auf Rot.

„Dann ist mein Job erledigt“

Niemand kann bestreiten, dass der 27-Jährige gegen Bremen seine Rolle als einer der Führungsspieler mit vollem Einsatz ausgefüllt hat. Dazu belohnte sich der Stürmer mit weiteren Punkten auf seinem Scorer-Konto, das sich durch die jüngsten Auftritte des gebürtigen Frankfurters so rasch füllt wie noch nie in dieser Saison. Wenn es nach dem 27-Jährigen ginge, würde sich in den verbleibenden fünf Ligaspielen der Kölner nicht viel ändern.

„Ich bin noch zu selten zu sehen, auch wenn mir schon ein paar Tore gelungen sind“, sagte Ache in einem Interview mit dem Fußballmagazin „Kicker“. Dennoch sei er sich seiner Stärken und insbesondere auch der herausragenden Fähigkeiten der beiden anderen Torgaranten in seiner Mannschaft sehr bewusst. „Teil meines Jobs ist es ja auch, Bälle zu sichern und weiterzuleiten. Die spektakulären Dinge wie Dribblings überlasse ich dann lieber Said oder Jakub. Wenn ich auf sie ablegen kann oder den Gegner anlaufe, habe ich meinen Job erledigt. Das fühlt sich dann aber nicht so an, als würde ich hervorstechen – so wie Said, der fünf Leute ausdribbelt und dann noch ins Kreuzeck schießt“.

Geht die Ache-Show auf St. Pauli weiter?

Auch die Leistungen von Ache haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Kölner bereits am kommenden Freitag im Spiel gegen den FC St. Pauli den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen können. Denn seit zehn Jahren ist kein Team mehr mit 43 Toren nach 29 Spieltagen abgestiegen. Bereits unter Lukas Kwasniok gehörte der FC in der Offensive zu den besseren Mannschaften der Bundesliga. Der ehemalige Trainer formte in Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger René Wagner eine Offensive, die nicht der eines Bundesliga-Absteigers entspricht. Es bleibt abzuwarten, ob Ache auch auswärts gegen die Kiezkicker treffen kann.


Emotionale Reaktionen auf das FC-Aus im Sommer von Dominique Heintz

Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.
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Emotionale Reaktionen auf das FC-Aus im Sommer von Dominique Heintz

Dominique Heintz wird die Geißböcke wie berichtet im Sommer verlassen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, doch der Abschied des Routiniers ist beschlossen beim 1. FC Köln: Es folgten emotionale Reaktionen auf das Aus von Dominique Heintz.

160 Mal lief der Abwehrspieler für den FC auf, spielt nahezu sechs Jahre für die Geißböcke. Kein Wunder, dass die Netz-Reaktionen auf die Nachricht vom FC-Aus nicht lange auf sich warten ließen.

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Ein wenig überraschend kam die Verpflichtung im Sommer 2023 dann doch. Dominique Heintz kehrte vor nahezu drei Jahren zurück nach Köln. Fünf Jahre nach seiner ersten Zeit am Geißbockheim. Damals verstärkte der Abwehrspieler das dünn besetzte Innenverteidiger-Team um Timo Hübers, Jeff Chabot, Luca Kilian und Elias Bakatukanda. Viel Einsatzzeit räumten dem Rückkehrer die Skeptiker nicht ein. „Ich bin ein Mannschaftsspieler und stelle mich voll in den Dienst des Teams. Und wenn ich mitmache, dann möchte ich natürlich auch drinbleiben. Ich kenne meine Rolle, will einfach weiterhelfen“, sagte Heintz. „Wir haben noch viele schwere Aufgaben, die Saison ist lang. Von daher wird jeder einzelne gebraucht.“ Der Pfälzer betonte, dass er immer da sein wolle, wenn er gebraucht werde.

„Die Nachricht macht mich sehr traurig“

Und das war der Routinier. In der ersten Spielzeit kam Heintz noch auf zwölf Einsätze, in den vergangenen Saison waren es dann wettbewerbsübergreifend 32, davon 25 von Beginn an. Und auch in dieser Saison wurde Heintz wieder gebraucht, kommt auf acht Einsätze – in diesem Jahr sind es allerdings nur vier Minuten. Der Abschied hat sich angebahnt. Auch, weil die Kölner Verantwortlichen den Kaderumbruch weiter vorantreiben wollen. Aktuell haben Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Jahmai Simpson-Pusey und Joel Schmied die Nase vorne. Schmied und van den Berg haben auch in der Zukunft ein gültiges Arbeitspapier. Wenn es nach dem FC geht, wird man bei Jahmai Simpson-Pusey die Kaufoption ziehen wollen und auch Özkacar drängt sich für mehr auf. Dazu kehrt Timo Hübers nach seiner Verletzung wohl wieder zurück, mit Bakatukanda und Julian Pauli sind zwei starke Talente noch bis zum Sommer verliehen. Die Konkurrenz wird eine große sein.



Sportlich scheint die Entscheidung also folgerichtig zu sein. In den Reaktionen auf die Nachricht zeigt sich aber vor allem Unverständnis. „Das ist ein Fehler! Er hätte klaglos noch ein Jahr als Ersatz spielen können. Ein Spieler, den man immer bringen kann“, schreibt ein User in den Facebook-Kommentaren. Ein weiterer: „Die Nachricht macht mich sehr traurig. Ein durch und durch untadeliger Sportsmann, der es mehr als verdient gehabt hätte, einen Anschlussvertrag zu erhalten.“ Gerade die Zuverlässigkeit wird immer wieder hervorgehoben. Genauso wie Heintz als Sympathieträger. Tatsächlich gibt sich der Abwehrspieler bodenständig, hat immer einen freundlichen Gruß auf den Lippen.

Unvergessen: Im Winter lud Heintz gleich mehrere FC-Mitarbeiter zu Silvester in sein Ferienhaus in Spanien ein. Die Teile des Staffs befanden sich in Vorarbeit auf das Trainingslager in La Nucia bereits in Spanien. Dort machte Heintz Urlaub, bevor er mit der Mannschaft zur Wintervorbereitung reiste.


Medienbericht: Der 1. FC Köln hat die nächsten Top-Talente im Visier

Martin Adeline soll auf dem Zettel des FC stehen
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Medienbericht: Der 1. FC Köln hat die nächsten Top-Talente im Visier

Zwar ist noch nicht klar, in welcher Klasse die Geißböcke in der kommenden Saison spielen werden, die Kaderplanung ist natürlich dennoch im vollen Gange. Und anscheinend ist der 1. FC Köln gleich an zwei Talenten aus Frankreich interessiert.

Wenige Wochen vor Ende der Saison beginnt sich das Transferkarussell zu drehen und die ersten Gerüchte kochen hoch. So auch beim FC. Wie das Online-Portal fussballtransfers.com berichtet, beobachten die Kölner gleich zwei Talente aus Frankreich.

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Dass Said El Mala in der kommenden Saison weiterhin für den FC spielen wird, erscheint immer unwahrscheinlicher. Zwar gibt es noch keine konkrete Zusage bei einem anderen Club, dass der Offensivspieler verkauft wird, gilt aber dem Vernehmen nach als sehr sicher. Dabei wäre eine Leihe zurück an den FC durchaus ein denkbares Szenario, allerdings wohl eher nicht, wenn der kommende Club Brighton & Hove Albion heißt. Die Seagulls bemühen sich seit langem um den Kölner Shootingstar, wollen ihn direkt verpflichten. Zudem gilt das Team aus der Premier League als Paradebeispiel eines Entwicklungsvereins für junge Talente. Es gäbe keinen Grund den dann frisch verpflichteten El Mala zu verleihen. So oder so sollen sich die Kölner bereits mit den nächsten Talenten beschäftigen.

18 Torbeteiligungen in 29 Spielen

Das vermeldet der gut informierte Transfer-Experte Dominik Schneider. Der Journalist hatte vor mehr als einem Jahr als erstes über einen möglichen Abgang von Tim Lemperle Richtung Hoffenheim berichtet. Nun berichtet Schneider via fussballtransfers.com, dass die Kölner ein Auge gleich auf zwei französische Talente geworfen habe. Zum einen Martin Adeline. Der 22-Jährige gilt in Frankreich als großes Talent, spielte in der U19- und U20-Nationalmannschaft der Equipe tricolore. Aktuell steht der Mittelfeldspieler bei ESTAC Troyes unter Vertrag. Der Club führt die zweite französische Liga an. Auch aufgrund der Torgefahr von Adeline. In 29 Begegnungen erzielte der Franzose neun Treffer, bereitete neun weitere vor. Allerdings hat der offensive Mittelfeldspieler noch Vertrag bis 2027 und der Marktwert wird vom Online-Portal transfermarkt.de auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Auch das zweite Talent spielt in der Ligue 2. Giovani Versini steht bei Pau FC unter Vertrag. Der Franzose kommt in 28 Spielen ebenfalls auf neun Treffer, bereitete vier weitere vor. Versini ist gelernter Rechtsaußen, wird von dem Online-Portal auf einen Marktwert von vier Millionen Euro geschätzt. Der U21-Nationalspieler hat noch vertrag bis 2028. Laut Schneider habe es noch keinen direkten Kontakt zwischen den Vereinen gegeben.


Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Jaka Potocnik soll für RWE noch zum Faktor werden
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Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Seit fünf Monaten hat Jaka Potocnik nicht mehr für Rot-Weiss Essen getroffen. Den Negativtrend hat der Angreifer durchbrochen und hofft nun auf die sportliche Wende. Und das unter Beobachtung der Verantwortlichen des 1. FC Köln: Jaka Potocnik will zurück in die Spur finden.

Für Jaka Potocnik zeigt die Formkurve zurzeit wieder nach oben. Doch nicht alle Leihspieler erlebten ein erfreuliches Wochenende.

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Es war ein besonderes Spiel und es waren besondere Worte, die Uwe Koschinat vor fünf Monaten für den Stürmer wählte. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potential er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, schwärmte der RWE-Coach. „Er ist stark mit dem Kopf, hat ein gutes Gefühl in den Räumen zu sein, er ist ein top Junge.“ Jaka Potocnik hatte gegen Ingolstadt getroffen, ein weiteres Tor für Essen eingeleitet. Auch in Köln wird man sich damals den Durchbruch des Stürmers gewünscht haben. Der FC hat bekanntlich viel bei der Verpflichtung des Talents riskiert, eine Transfersperre anschließend kassiert, das Talent blieb allerdings bislang hinter den doch sehr, vielleicht zu hohen Erwartungen zurück. Auch, weil der Slowene sich immer wieder verletzte.

Potocnik trifft erneut gegen Ingolstadt

Auch auf die Begegnung gegen Ingolstadt im November folgte eine schwierige Phase. Die nächste Verletzung, starke Konkurrenz – so richtig nahm die Form seitdem nicht an Fahrt auf. Und doch wollen die Kölner den Kontrakt mit dem Angreifer noch einmal verlängern. Denn die FC-Verantwortlichen sehen großes Potenzial in dem Angreifer, wollen ihn aber dem Vernehmen nach in der kommenden Spielzeit noch einmal verleihen. Bei RWE sammelt der 20-Jährige weiter Pluspunkte. So am vergangenen Wochenende als er erneut traf. Zum ersten Mal seit seinem Treffer gegen Ingolstadt und erneut gegen Ingolstadt. Der Slowene wurde in der Schlussphase eingewechselt und erzielte in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand. RWE darf sich damit als Tabellenzweiter mit vier Zählern Vorsprung weiterhin große Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Für Potocnik war es der dritte Saisontreffer.

Julian Pauli spielte derweil 90 Minuten für Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg. Die Sachsen fuhren einen wichtigen 2:0-Erfolg im Abstiegskampf ein. Der Innenverteidiger hat sich zum absoluten Leistungsträger bei Dynamo gemausert. Die Chancen für eine Rückkehr in den Kader des FC scheinen indes groß. Vermutlich größer als bei Elias Bakatukanda. Der Innenverteidiger kam bei BW Linz auch weiterhin nicht zum Einsatz. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen, der nach wie vor verletzt aussetzen muss. Über die genaue Verletzung hat Aarhus bislang keine Auskunft gegeben. Imad Rondic war am Wochenende zwar fit, kam für Preußen Münster beim 0:0 gegen Greuther Fürth aber nicht zum Einsatz. Auch in Münster scheint der Knoten wohl nicht zu platzen.


Isak Johannesson blüht unter René Wagner wieder auf

Jubel nach dem Treffer zum 3:1
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Isak Johannesson blüht unter René Wagner wieder auf

Zu Saisonbeginn Stammspieler, dann kleine Krise und zuletzt wieder ansteigende Form: Isak Johannesson blüht beim 1. FC Köln wieder auf. Daran dürfte auch der neue Trainer seinen Anteil haben.

Das Tor wurde ihm zu Recht nicht gutgeschrieben, die Leistung krönte der Isländer dennoch mit dem Schuss zum 3:1, den Bremens Torhüter ins eigene Netz lenkte. Isak Johannesson untermauerte damit seine ansteigende Form.

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Der Schrei hatte schon etwas von einer Erlösung. Isak Johannesson baute sich vor den Zuschauern auf und ließ seinen Emotionen freien Lauf. Kurz zuvor hatte der Mittelfeldspieler aus spitzem Winkel abgezogen, Bremens Keeper Mio Backhaus den Ball ins eigene Netz abgelenkt, der 3:1-Endstand im direkten Duell der Geißböcke gegen Werder. Die Saison bislang für ihn eine Achterbahn der Gefühle, nach acht sieglosen Spielen in Folge wieder ein Dreier – auch von Johannesson fiel in diesem Moment sichtbar eine Last ab. Dass der Treffer zu einem Eigentor erklärt wurde, war für den 23-Jährigen kein Problem. „Ich habe es mir nochmal angesehen und denke, dass es nicht mein Tor war“, sagte der Isländer nun im vereinseigenen Interview bei fc.de. „In manchen Medien wird mir zumindest die Vorlage gutgeschrieben, das freut mich. Aber grundsätzlich ist mir das auch nicht wichtig. Ich will, dass die Mannschaft gewinnt, egal wer die Tore schießt.“ 

„Es gibt Dinge, die man nicht immer kontrollieren kann“

So oder so war Johannesson an dem Treffer maßgeblich beteiligt. Überhaupt rief der Mittelfeldspieler eine insgesamt doch gute Leistung ab. Der Isländer gab drei Torschussvorlagen, zog zwei Mal selbst ab, lief die meisten Kilometer aller Spieler (12,3). Es wirkt so als habe René Wagner die richtigen Stellschrauben bei dem 23-Jährigen gefunden. Johannesson blüht geradezu auf. „René ist ein positiver Typ, macht klare Ansagen und spricht offen mit mir. Er ist einerseits taktisch sehr gut und bereitet uns gut vor, er ist aber auch jemand, der die Mannschaft sehr gut führt“, sagt der Mittelfeldspieler. „Obwohl René noch sehr jung ist, macht er das super und ich arbeite sehr gerne mit ihm.“ Der Isländer spricht das gute Verhältnis und das gegenseitige Vertrauen an, das offenbar beflügelt.

Denn der Saisonverlauf war alles andere als optimal bei Johannesson. Zu Saisonbeginn noch unumstrittener Stammspieler, zum Ende des Jahres nur noch die Rolle des Jokers – möglicherweise auch, aufgrund des schmerzhaften Ausscheidens in der WM-Qualifikation. Zuletzt zeigte die Formkurve eben wieder deutlich nach oben. „Als isländischer Spieler, der zum ersten Mal in einer Top-fünf-Liga spielt, war mir klar, dass es eine Art Achterbahnfahrt sein wird“, so Johannesson. „Es gibt Dinge, die man nicht immer kontrollieren kann. Ich habe einen klaren Kopf behalten und weitergemacht. Aktuell fühle ich mich wieder sehr gut, seit Ende März zeige ich wieder gute Leistungen, gegen Gladbach, Frankfurt, Bremen.“ Und diese guten Leistungen sollen nun gegen St. Pauli bestätigt werden.

„Es kann ein guter Abend werden. Der Druck liegt bei St. Pauli. Für uns ist es ein Auswärtsspiel und wir gehen mit der Mentalität rein, dass wir gewinnen wollen“, sagt Johannesson und verrät einen möglichen Schlüssel: „Wir freuen uns darauf.“