„Nicht in Opfer-Rolle verfallen“: U21-Coach des 1. FC Köln Sbonias traut seinem Team den Umschwung zu

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
,

„Nicht in Opfer-Rolle verfallen“: U21-Coach des 1. FC Köln Sbonias traut seinem Team den Umschwung zu

Die U21 des 1. FC Köln sammelt in diesen Wochen eine ganze Reihe von Negativ-Erlebnissen: Last-Minute-Gegentore und nunmehr fünf Niederlagen in Folge trüben den Eindruck einer bis zum Jahreswechsel soliden Regionalliga-Saison.

Dabei spiegeln die jüngsten nackten Ergebnisse die Auftritte auf dem Rasen nicht einmal wieder. Zwei große Baustellen gibt es aktuell allerdings bei der U21 des 1. FC Köln.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Die laufende Saison biegt mit einer kuriosen Situation am Geißbockheim auf die Zielgerade. Die U21 bewegt sich dank einer starken Hinserie schon seit der Weihnachtszeit fernab der Abstiegszone und hat mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun. Entsprechend entspannt können die Verantwortlichen bereits die Planung für die kommende Saison forcieren und bereits ohne Ergebnis-Druck vermehrt den aufstrebenden Talenten aus der U19 Spielpraxis vermitteln.

„Ich sehe es relativ nüchtern“

In diese entspannte Grundhaltung mischt sich jedoch immer mehr der Malus der schlechtesten Serie seit einem Jahrzehnt im Liga-Endspurt. Fünf Niederlagen wie aktuell gab es zuletzt im Frühjahr 2016. Doch anders als damals schwebt die FC-Reserve diesmal nicht in sportlicher Gefahr, weswegen die Entscheidungsträger auch weitgehend gelassen mit der Situation umgehen. Der Zwiespalt der Gefühle ist allerdings da, denn auch der Trainer Evangelos Sbonias verliert natürlich nicht gerne – schon gar nicht wochenlang am Stück.

Der Coach zeigte sich nach dem Schlusspfiff in Bonn jedoch weitgehend aufgeräumt: „Ich sehe es relativ nüchtern, auch ohne Emotionen. Es ist ein enger Platz, es ist kein guter Platz. Es ist ein tiefstehender Gegner und dann entscheidet ein Fehler so ein Spiel. Das ist die Phase, die wir momentan haben. Die muss man ein Stück weit akzeptieren, aber sich nicht darin ergeben. Das habe ich aber auch nicht gesehen.“ Vielmehr war seiner Mannschaft insbesondere nach der Pause anzumerken, dass sie das Spiel drehen wollte. Allerdings fehlten der jungen Mannschaft die Ideen, um gefährlich in die Offensive zu kommen. Gefährliche Torchancen sprangen gegen einen harmlosen Gegner kaum heraus. So wirkte dann auch die Schlussoffensive eher wie eine mit angezogener Handbremse.

Zwei große Baustelllen

„Es waren schon zwei, drei Situationen, wenn man da einfach ein bisschen abgeklärter, ruhiger, vielleicht auch mit mehr Gier das Ganze spielt, dann zu Torschüssen kommt, das schaffen wir momentan nicht“, verwies der Coach auf die eine von zwei großen Baustellen in diesen Wochen, nannte zudem die zweite: „Und jetzt kommen individuelle Fehler, die knallhart bestraft werden.“ Letztlich gehöre dies aber auch zur Entwicklung der Spieler dazu: „Damit muss man umgehen, da muss man sich rausziehen und nicht in eine Opfer-Rolle verfallen. Die Entwicklung muss sein, dass man als Mannschaft weiterhin arbeitet, um da rauszukommen. Und das wird passieren, da glaube ich fest dran. Die Spiele sind ja okay, wir sind hier auch nicht unterlegen oder werden an die Wand gespielt. Es passen gerade zwei, drei Dinge nicht zusammen, die sind erklärbar. Die müssen wir zusammenbringen, um dann wieder ein Spiel zu gewinnen.“ Weiter ins Detail gehen wollte Sbonias jedoch gegenüber come-on-fc.com nicht, setzt stattdessen auf die interne Aufarbeitung.

Am kommenden Freitagabend geht die U21 sicherlich nicht als Favorit in das Heimspiel gegen den designierten Meister und Aufsteiger SC Fortuna Köln. Im Duell gegen die Südstädter droht die sechste Niederlage in Folge. Dafür muss man in der FC-Historie weit zurückblättern: Im März und April 2015 der Saison 2014/15 verlor die FC-Zweitvertretung letztmals sechs Mal in Folge. Der Trainer hieß damals noch Stephan Engels.


Ein Sieg für den 1. FC Köln, ein Sieg für René Wagner

René Wagner jubelt über seinen ersten Sieg als Cheftrainer des 1. FC Köln
,

Ein Sieg für den 1. FC Köln, ein Sieg für René Wagner

Mit dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen haben die Geißböcke einen ersten wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Der nächste könnte am Freitag folgen. Gleichzeitig sammelt der Trainer damit Argumente für seine Zukunft. Der Sieg des 1. FC Köln ist auch einer für René Wagner.

Den Kölnern ist am Sonntag im Duell gegen Werder Bremen der erhoffte Befreiungsschlag im direkten Duell gelungen. Der Sieg war wichtig für die Tabelle, aber auch für den Trainer. René Wagner betonte erneut, dass es nicht um seine Person gehe.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Es war eine kurze, aber eine innige Umarmung von René Wagner und Geschäftsführer Thomas Kessler, die sich die beiden sportlich Verantwortlichen am Rande des Spielfelds unmittelbar nach dem Schlusspfiff gönnten. Der 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat zweifelsfrei einige Lasten von den Kölner Schultern genommen. Seit dem knappen Erfolg über den VfL Wolfsburg Ende Januar haben die Geißböcke also wieder einen Dreier eingefahren. „Ich freue mich jetzt für den Staff, für die Mannschaft und für alle anderen. Ich habe es ja schon mal gesagt, wenn ich Erfolg haben möchte, dann müssen alle um mich herum auch Erfolg haben – das war heute der Fall“, sagte Wagner. „Es haben sich alle reingehauen. Ich bin überglücklich für die Spieler, die einfach nur eine gute Leistung gebracht haben. So geht es in meiner Welt, so möchte ich gerne arbeiten.“

Fällt bereits am Freitag die Vorentscheidung?

Der Trainer betonte einmal mehr, dass es dabei gar nicht um seine Person ginge, sondern nur um das Wohl des Vereins, in diesem Fall also um den Klassenerhalt. Aus rein sportlicher Sicht mag das stimmen. Doch geht es am Ende des Tages für Wagner dann eben doch auch um die eigene Zukunft. Der 37-Jährige war nach der Entlassung von Lukas Kwasniok vom Assistenten zum Cheftrainer befördert worden. Allerdings mit dem Zusatz „interimsmäßig“. „Wir haben jetzt erst mal volles Vertrauen in René“, erklärte Thomas Kessler kurz nach dem Personalwechsel. „Wir schauen uns jetzt die Spiele an und werden ihn maximal unterstützen.“ Und nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen ist eine neue Trainerdiskussion erst einmal in weitere Ferne gerückt. Der FC hat durch den Erfolg fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (St. Pauli), neun auf den direkten Abstiegsplatz (Wolfsburg) und das bei noch 15 Zählern, die für die Teams noch zu vergeben sind.

Ein gesundes Polster also. Eins mit einem beeindruckenden Torverhältnis, das am Ende eigentlich einen weiteren Punkt wert sein sollte. Zudem treffen Wolfsburg und St. Pauli am letzten Spieltag auch noch im direkten Duell aufeinander, nehmen sich die Zähler also gegenseitig ab. Sollte Köln am Freitag am Millerntor gewinnen, dürfte die Vorentscheidung gefallen sein. Denn dann betrüge der Abstand acht Zähler zu Rang 16 – bei nur noch zwölf zu vergebenden – eben inklusive gutem Torverhältnis. Die Planungen werden ohnehin zweigleisig laufen, die für die erste Liga könnten eventuell ab Freitag intensiviert werden. Auch die mit René Wagner? Selbst im Falle des Klassenerhalts ist nicht gesagt, dass der gebürtige Dresdener auch in der kommenden Spielzeit noch Cheftrainer ist. Allerdings würden die Chancen für den 37-Jährigen deutlich steigen.

Am Ende sind die Zähler ein Faktor

Die vier Zähler aus den vergangenen beiden Spielen dürften zumindest Pluspunkte bei den Bewerbungsunterlagen des Trainers für mehr sein. Allerdings gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass nicht gesagt ist, dass Lukas Kwasniok nicht die gleiche Anzahl an Zählern geholt hätte. Der 44-Jährige hatte immer wieder betont, dass das Spielglück nicht auf Seiten der Geißböcke sei, gerade die 50:50-Entscheidungen der Schiedsrichter und des VARs oft gegen die Kölner ausgefallen wären. Das hat sich am Sonntag sicher geändert. Sowohl der Elfmeter als auch die Rote Karte waren absolut berechtigt – genauso wie auf der anderen Seite der von Ragnar Ache verursachte Strafstoß. Doch blieb die Pfeife bei ähnlichen Aktionen auch gerne mal stumm. Zudem kann Wagner pünktlich zum Saisonendspurt nahezu aus dem Vollen schöpfen. Ausgerechnet auf der Zielgeraden stehen dem Coach so viele Spieler zur Verfügung wie seit Spieltag elf nicht mehr.

Und auch das nötige Quäntchen Glück spielte dem FC in die Karten. Spielerisch war der 3:1-Erfolg sicher kein Glanzstück. Gerade in der Offensive ließen die Kölner zahlreiche Chancen liegen, die sie sich aber immerhin erspielten. Fakt ist: Ähnlich wie bei Lukas Kwasniok sollte bei einer Bewertung auch für René Wagner am Ende des Tages die Punkteausbeute ein Faktor sein. Und da hat Wagner in den zwei bisherigen Spielen bereits einen mehr geholt als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Mit einem Erfolg am Freitag würde sich die Verhandlungsgrundlage sicherlich noch einmal verbessern.


Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
, ,

Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Nach acht sieglosen Spielen in Folge haben die Kölner wieder einen Dreier eingefahren und sich damit die Chance auf die Vorentscheidung am kommenden Freitag erspielt. Geschafft ist der Klassenerhalt aber noch nicht. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit dem ersten Sieg seit Ende Januar haben die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. In Köln hat man das Gefühl eines kollektiven Aufatmens. Dabei ist das Ziel noch nicht erreicht.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Es trägt schon eine gewisse Komik in sich, dass Lukas Kwasniok am Ende recht behalten könnte. Der Ex-Trainer der Geißböcke wurde bis kurz vor seinem Aus nicht müde zu betonen, dass seine Mannschaft das Zeug zum Klassenerhalt habe. Dass eben nur ein Quäntchen fehle und dass das Spielglück nicht auf Seiten der Kölner sei. Als Argumente hielten unter anderem die 50:50-Schiedsrichter-Entscheidungen her, der mitunter seltsame Eingriff oder eben Nicht-Eingriff des VARs und ja, auch der Ausfall zahlreicher Spieler wurde selten, aber ab und an genannt. Durch den 3:1-Erfolg gegen Werder Bremen hat sich die Situation beim FC grundlegend verändert. René Wagner hat in den vergangenen beiden Spielen mehr Punkte eingefahren als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Der FC hat nun ein beruhigendes Polster von fünf Zählern auf Rang 16, von neun auf Rang 17. Gewinnt Köln am Freitag, ist die Vorentscheidung in Sachen Klassenerhalt gefallen.

Eine andere Ausgangslage

Und das dann vier Spieltage vor Saisonende. Tatsächlich hat sich die Ausgangslage innerhalb von zwei Spieltagen komplett verändert. Rund um das Geißbockheim ist wieder eine gewisse Euphorie zu spüren. Das Ziel Klassenerhalt scheint plötzlich so greifbar nahe. Denn nun lautet die Bilanz nicht mehr acht sieglose Spiele in Folge, sondern vier Partien ohne Niederlage in Serie. Wagner spielt bei seiner bisherigen Ausbeute als Cheftrainer in die Karten, dass die Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Bremen zum Großteil mal pro FC ausgefallen sind (zu Recht!) und dass dem Interimscoach nahezu der gesamte Kader wieder zur Verfügung steht. Bis auf die beiden Langzeitverletzten hat der 37-Jährige die Qual der Wahl, muss schmerzhafte Entscheidungen treffen. Quantitativ stellt sich der Kader nicht mehr von alleine auf.

Vor allem aber profitierten die Kölner am Sonntag von dem von Kwasniok angesprochenen Spielglück, das dem FC lange fehlte. Und da liegt dann auch wieder der andere Teil der Wahrheit. Denn auf Glück alleine können und sollten sich die Geißböcke im Saisonfinale nicht verlassen. Der 3:1-Erfolg gegen Bremen darf nicht die Probleme kaschieren, die auch unter René Wagner (noch) nicht abgestellt sind. Der Sieg war zweifelsfrei verdient, die Leistung gegen ein dezimiertes Werder aber ganz sicher nicht beeindruckend. Und das nicht nur aufgrund der eklatant schwachen Chancenverwertung. Der FC tat sich gerade im Spielaufbau in Überzahl doch schwer. Die Geißböcke offenbarten erneut Unkonzentriertheiten, Stockfehler, Ungenauigkeiten und gerieten am Ende des Spiels sogar noch einmal in Bedrängnis.

Der FC kann am Freitag einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, eine Art Vorentscheidung herbeiführen. Acht (durch die Torbilanz eigentlich neun) Punkte Vorsprung wären schon ziemlich nah am Klassenerhalt. Er kann! Gespielt ist die Begegnung noch nicht, gewonnen erst recht nicht – wie das Hinspiel in Köln (1:1) enttäuschend bewiesen hat. Aber: Der FC hat die Rettung in der eigenen Hand, hat den Ball im Grunde auf dem Elfmeterpunkt liegen und es wirkt so, als haben die Kölner unter dem neuen Trainer auch eine ergebnisorientierte Idee, wie Siege gelingen können. Mit dem ersten Erfolg seit Ende Januar dürfte sich das Team das nötige Selbstvertrauen geholt haben, am Millerntor die nächsten Punkte einzufahren – möglicherweise die entscheidenden. Sollte dem FC der Klassenerhalt gelingen, hätte Kwasniok recht gehabt. Nur würde der Erfolg der personellen Entscheidung unterm Strich genauso recht geben.


Der nächste starke Auftritt: Cenk Özkacar verdient sich den Stammplatz

Cenk Özkacar und Jakub Kaminski jubeln nach dem Spiel
,

Der nächste starke Auftritt: Cenk Özkacar verdient sich den Stammplatz

Seit Wochen ist Cenk Özkacar einer der Kölner Leistungsträger. Auch am Sonntag im Duell gegen Bremen überzeugte der Innenverteidiger, der es zu Saisonbeginn noch so schwer hatte. Cenk Özkacar macht sich beim 1. FC Köln unverzichtbar.

Einmal mehr stand Cenk Özkacar am Wochenende wieder in der Startelf. Und der Türke zahlte das Vertrauen mit einer weiteren starken Partie zurück. Mittlerweile ist der 25-Jährige absoluter Stammspieler – und das zu Recht.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Der direkte Weg führte zu Lukas Sinkiewicz. Cenk Özkacar lief nach dem 2:0 im Heimspiel gegen Werder Bremen zum neuen Co-Trainer der Geißböcke. Unmittelbar zuvor hatte der Innenverteidiger mit einem Kopfball an den Pfosten das Tor durch Ragnar Ache vorgelegt. Der Stürmer traf im Nachschuss. „Sinke hat die letzten drei Wochen viel mit den Innenverteidigern am Kopfballspiel trainiert. Deshalb ist Cenk zu ihm gerannt nach dem 2:0, so habe ich das interpretiert. Die Beiden haben eine Wette am Laufen und ich hoffe, Cenk gewinnt sie“, sagte Trainer René Wagner. Für Özkacar war es der erste Assist – wenn auch nicht offiziell – in dieser Saison, vor allem aber die Krönung einer erneut starken Leistung. Der Innenverteidiger ist aktuell aus der Startelf der Kölner kaum noch wegzudenken.

Die meisten Ballkontakte, die meisten Pässe

Und das war zu Saisonbeginn nicht zwingend abzusehen gewesen. Der Leihspieler des FC Valencia war in den vergangenen Jahren bei keinem Club so richtig durchgestartet, immer wieder auf Leihbasis in halb Europa unterwegs. Und auch bei den Geißböcken deutete nicht viel auf eine wirklich glückliche Zeit. In den ersten sieben Ligaspielen kam der Türke auf zwei Kurzeinsätze. Aufgrund der anhaltenden Personalprobleme sammelte der Abwehrspieler schließlich doch Minute um Minute und ist aktuell ein absoluter Stammspieler. Am Sonntag erhielt der 25-Jährige den Vorzug vor Rav van den Berg. Der Niederländer rutschte aus der Startformation, weil auch der frisch gebackene Vater Jahmai Simpson-Pusey wieder mit von der Partie war und von Beginn an auflief.

Van den Berg war im Sommer für rund acht Millionen Euro plus Boni an den Rhein gewechselt. Schon alleine aufgrund der Ablöse der eigentliche Königstransfer des ersten Transferfensters in dieser Spielzeit. Und dennoch erhielt Özkacar am Wochenende den Vorzug, stand nun in neun der vergangenen zehn Begegnungen von Beginn an auf dem Platz. Neben einigen guten Defensivaktionen kam der Türke am Sonntag auf die mit Abstand meisten Ballkontakte und die meisten Pässe aller Spieler. Davon kamen mehr als 90 Prozent auch beim Mitspieler an. Mit einer Saison-Zweikampfquote von rund 60 Prozent gehört Özkacar in dieser Statistik zu den besseren Innenverteidigern der Spielzeit. Und damit sammelt der Türke Bewerbungspunkte. Die Zukunft des 25-Jährigen ist weiterhin offen. Der FC besitzt eine Kaufoption, ob er sie zieht ist noch unklar. Und leise Hoffnungen auf die WM-Teilnahme wird Özkacar sicherlich auch noch haben.

Die jüngsten Leistungen sprechen definitiv für ihn.


Auch Dominique Heintz wird den 1. FC Köln verlassen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin
, ,

Auch Dominique Heintz wird den 1. FC Köln verlassen

Irgendwie hatte es sich dann doch in den vergangenen Wochen angedeutet, nun nimmt ein weiterer Abschied Konturen an. Dominique Heintz wird den 1. FC Köln wohl ebenfalls im Sommer verlassen. Der Innenverteidiger wird aber seine Karriere wohl fortsetzen wollen.

Den 3:1-Erfolg der Geißböcke verfolgte Dominique Heintz als Zuschauer im Kölner Stadion. Der Abwehrspieler stand gegen Werder Bremen nicht im Kader und wird es wohl auch in den kommenden Wochen schwer haben, auf Einsatzzeit zu kommen. Die Zeichen stehen auf Abschied.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Die Saison war noch jung, als Dominique Heintz im Oktober mit come-on-fc.com über seine Zukunft sprach. „Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein“, sagte Heintz damals. „Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.“ Diese ist nun gefallen. Come-on-fc.com kann die Meldung des „Express“ bestätigen: Demnach wird Dominique Heintz keine Zukunft beim FC haben. Demnach habe Thomas Kessler dem Innenverteidiger die Entscheidung bereits mitgeteilt. Der Routinier wird also offensichtlich dem weiteren Kaderumbruch zum Opfer fallen.

„Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf“

Am Sonntagnachmittag hatte René Wagner die undankbare Aufgabe gleich mehrere Akteure aus dem Kader zu streichen. Die Schattenseite des dickeren Kaders, der sich seit Wochen von Spieltag zu Spieltag wieder füllt. Neben Florian Kainz traf es den Rekonvaleszenten Joel Schmied sowie eben Heintz. „Ich habe es beiden schon die Tage gesagt, dass es nicht einfach wird, in den Kader zu kommen. Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf im Training“, erklärte Wagner auf Heintz und Kainz angesprochen bei DAZN. „Jetzt muss ich schwere Entscheidungen treffen. Die beiden und Joel Schmied hat es nun getroffen.“ Und leichter dürfte es angesichts der personellen Lage auch in den kommenden Wochen nicht werden. Gerade in der Innenverteidigung ist Köln aktuell so gut aufgestellt, dass auch der (wirtschaftliche) Königstransfer des vergangenen Sommers Rav van den Berg auf der Bank Platz nahm.

Der 32-jährige Heintz lief insgesamt für die Geißböcke 160 Mal auf. Im August 2023 war der Routinier wieder ans Geißbockheim zurückgekehrt, hatte in Köln schon von 2015 bis 2018 gespielt. Nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer gab es durchaus Skeptiker, die dem Routinier den Sprung in die Bundesliga nicht mehr zugetraut haben. Doch Heintz strafte die Kritiker lügen, sprang aufgrund der Verletzungswelle gleich mehrfach ein und überzeugte durchweg mit starken Leistungen. Heintz gilt als sehr Heimatverbunden, fühlt sich auch in der Pfalz sehr wohl und könnte sich eine Rückkehr in seine alte Heimat gut vorstellen. Möglicherweise gibt es die Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern. Am Betzenberg startete die Karriere des Abwehrspielers.


Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Said El Mala jubelt nach dem 1:0 gegen Bremen
,

Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Früh gingen die Kölner im Heimspiel gegen Werder Bremen in Führung. Und das einmal mehr durch Said El Mala. Der Kölner Youngster ist nach wie vor eine Lebensversicherung des 1. FC Köln: Said El Mala knackt den Podolski-Rekord.

Mit seinem elften Saisontor brachte der 19-Jährige die Geißböcke auf die Erfolgsspur und überholte nebenbei Lukas Podolski.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

So richtig rund lief Said El Mala nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen nicht mehr. Der Offensivspieler der Geißböcke humpelte leicht durch die Katakomben des Kölner Stadions. Doch so die ganz großen Sorgenalten braucht kein FC-Verantwortlicher auf der Stirn tragen. Denn El Mala litt eher unter Ermüdungserscheinungen. „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt“, sagte der 19-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Tatsächlich hatte El Mala gegen Frankfurt einen Schlag auf den Knöchel bekommen, arbeitete zumindest die ersten Tage individuell. Am Sonntag hatte es der Kölner Torjäger aber in die Startelf geschafft. Kein Wunder, bei bis dato zehn Toren und vier Vorlagen. Kein anderer Kölner ist an an anhähernd vielen Treffern beteiligt.

„Da brauche ich nicht zum Trainer gucken“

Und der Kölner Angreifer hat seine Bilanz gegen Bremen noch aufpoliert. Nach einem Foulspiel an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Elfmeter und Said El Mala schritt fast schon selbstverständlich zur Tat. „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen“, sagte El Mala. „Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen.“ Ein Tor und dazu noch eine Premiere. „Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere“, so der Schütze weiter, der bestätigte, dass es keinen Augenkontakt zum Coach gegeben habe. „Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Für Coach René Wagner gab es keine Einwände. „Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat“, sagte der Trainer. Mit dem Tor und einem Rekord. Denn der 19-Jährige hat damit mehr Treffer erzielt als Lukas Podolski bei dessen Premieren-Saison. „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes“, erklärte der Außenspieler. „Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“ Denn der Fokus liegt voll und ganz auf dem Klassenerhalt. Und in diese Richtung haben die Kölner einen großen Schritt gemacht. Für El Mala geht es aber auch weiter um Eigenwerbung – für die Nationalmannschaft, aber auch potenzielle Interessenten.

Dazu wollte sich der Kölner dann aber nicht äußern. „Die Lust ist extrem groß, ich fühle mich extrem wohl“, so der Torschütze. „Was passiert, kann ich nicht sagen. Ich habe noch fünf Spiele zu gehen, da gebe ich alles.“


Das gab es zuletzt vor 10 Jahren: 0:1 in Bonn ist fünfte U21-Pleite des 1. FC Köln in Folge

Evangelias Sbonias, U21 des 1. FC Köln
,

Das gab es zuletzt vor 10 Jahren: 0:1 in Bonn ist fünfte U21-Pleite des 1. FC Köln in Folge

Die Niederlagen-Serie der Kölner Talente setzte sich auch beim Bonner SC fort: Die U21 des 1. FC Köln kassierte mit dem 0:1 (0:1) die fünfte Pleite in Folge. Eine solch schwarze Bilanz gab es für die Kölner zuletzt vor zehn Jahren.

In Bonn war es letztlich der Aussetzer von Ilias Elyazidi, der die Niederlage einleitete. Die Schlussoffensive der Kölner gegen das Bonner Bollwerk blieb letztlich zu harmlos.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage zuhause gegen Fortuna Düsseldorfs U23 auf drei Positionen. Mikail Özkan, Ilias Elyazidi und Bernie Lennemann ersetzten Luc Dabrowski, Fayssal Harchaoui und den verletzten Etienne Borie. Die FC-Reserve trat damit einmal mehr mit einer extrem jungen Startelf an. Nur aufgrund des 32-jährigen Routiniers Marvin Ajani lag das Durchschnittsalter der Anfangsformation bei 20,7 – ohne ihn bei 19,6. Dennoch übernahm die U21 von Anfang an die Spielkontrolle, die abwartend agierenden Gastgeber kamen kaum für längere Zeit in Ballbesitz. Die Kölner konnten aus dieser optischen Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen und kamen nicht gefährlich Richtung Bonner Strafraum, allerdings fehlte dazu auch der notwendige Nachdruck im Offensivspiel.

Treffer aus dem Nichts

Der Führungstreffer für den BSC fiel entsprechend aus dem Nichts – und begünstigt von einem Kölner Blackout: Elyazidi trat bei seinem Passversuch im Mittelfeld über den Ball. Bonns Maximilian Pommer nahm die Kugel schnell auf, sprintete unbedrängt in den Strafraum, schüttelte dort noch Mikail Özkan mühelos ab und schob am Torwart Mikolaj Marutzki vorbei zum 1:0 ein (21.). Der Treffer war ein Wachmacher für die Hausherren: Lucas Cuetos strammer Schuss kurz danach flog knapp über die Latte (25.). Die U21 tauchte nach einer halben Stunde erstmals gefährlich im Bonner Strafraum auf: Marvin Ajani spielte in die Gasse zu Bernie Lennemann, der frei vor Elias Bördner auftauchte. Der BSC-Schlussmann war jedoch aufmerksam und spitzelte dem Kölner Angreifer den Ball mit den Händen vom Fuß (30.). Lennemann ging dabei zwar auch zu Boden, ein Foul lag jedoch nicht vor.

Kurz danach ging es für den Stürmer nach einem weiteren unglücklichen Zusammenprall mit einem Abwehrspieler im Strafraum nicht mehr weiter. Fynn Schenten rückte dafür fortan vom linken Flügel ins Sturm-Zentrum neben Youssoupha Niang, der eingewechselte Safyan Toure übernahm die vorherige Schenten-Position. Bis zur Halbzeit passierte vor beiden Toren jedoch nichts mehr. Die FC-Talente waren nach dem Seitenwechsel entschlossener, den Weg Richtung Angriffsdrittel zu suchen, doch gefährliche Szenen entwickelten sich weiter nicht. Die Bonner Abwehr stand sicher. Im Gegenzug agierte der BSC jedoch ebenfalls komplett ungefährlich, ruhte sich auf dem knappen Vorsprung aus.

Der Wille war den Kölnern anzumerken, auch Sbonias versuchte mit seinen Wechseln noch einmal Akzente zu setzen. Doch es blieb dabei, dass die Geißböcke die Lücke in der Abwehr nicht fanden. Die Niederlage im Sportpark Nord war für den FC die fünfte Niederlage in Folge. Eine solche schwarze Serie gab es zuletzt vor zehn Jahren im Frühjahr 2016 der Saison 2015/16 mit ebenfalls fünf Niederlagen in Serie unter dem damaligen Trainer Martin Heck.

Für die U21 geht es bereits am Freitagabend (19:30 Uhr) mit dem Stadtderby zuhause gegen den SC Fortuna Köln weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Friemel – Ajani (61. Süne), Kristal (71. Harchaoui), Elyazidi (71. Dürholtz), Schenten (61. Adamyan) – Lennemann (37. Toure), Niang. Tore: 1:0 Pommer (21.). Zuschauer: 1499.


„Ich hatte Bock!- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Said El Mala jubelt nach der Führung
,

„Ich hatte Bock!- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Mit dem 3:1-Erfolg über Bremen hat der FC am Sonntagnachmittag drei Punkte wichtige eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Werder Bremen.

Für René Wagner war es das erste Bundesliga-Duell als Chefcoach an der Seitenlinie im Kölner Stadion. Gegen die Bremer gelang den Geißböcken der erste Sieg nach acht Spielen ohne Dreier.


„Wir haben Bock zu kicken“

Said El Mala vom 1. FC Köln

Said El Mala

Zu seinem Elfmeter: „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen. Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen. Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere. Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Zu seinem elften Saisontor und dem Knacken des Podolski-Rekords: „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes. Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Ich hoffe, es kann noch jemand toppen irgendwann. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“

„Das Tor war auch ein bisschen eine Erleichterung. Ich habe es auch den Fans angesehen im Stadion, wie die sich gefreut haben und das ist einfach ein geiles Gefühl.“

„Der Sieg gibt extrem viel Energie für die nächsten Spiele. Wir sind noch mal mehr als Team zusammengewachsen in den letzten Tagen, Wochen und das spürt glaube ich auch das ganze Stadion draußen. Wir haben Bock zu kicken.“

Zu seinen Wadenkrämpfen: „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt.“


„Es hat einfach gut funktioniert“

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

„Das war heute unfassbar wichtig. Ich glaube, wir haben einfach gesehen, was wir für einen großen Schritt machen können. Das war wahrscheinlich die Extra-Motivation, die wir so gebraucht haben. Ich muss sagen, wir haben einen sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich hat uns die Rote Karte gut getan. Die Führung vorneweg hat gutgetan.“

Zum Elfmeter der Bremer: „Gebraucht hätte ich den nicht. Ich glaube, es ist natürlich, dass sie gerade am Ende noch ein bisschen aufmachen, dann kriegen sie noch den Elfmeter und machen den Anschlusstreffer. Ich glaube, wir hätten vorher einfach die Situation ein bisschen mehr und besser ausspielen können um das einfach nicht so zuzulassen.“  

„Wenn wir jetzt zu Hause gegen eine Mannschaft spielen, die jetzt vielleicht auch nicht vor Selbstbewusstsein strotzt, ist es klar, dass sie auch ein bisschen abwartender spielen und wir mehr Ballbesitz haben. Und dann versuchen wir einfach die Stärken auszuspielen und ihre Schwächen zu bespielen. Es hat einfach gut funktioniert.“


„Said hat sich gut gefüht“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Wir kommen gut ins Spiel mit dem Elfmeter. Die rote Karte half uns natürlich. Bremen war gefährlich nach Umschaltsituationen. Es war wichtig, dass wir das zweite Tor gemacht haben. Trotzdem ist es dann nicht einfach, auch bei elf gegen zehn nicht. Das dritte Tor hätte für uns schon früher fallen können. Aber großes Lob an meine Mannschaft. Ich bin überglücklich wegen meiner Spieler, die heute gute Leistungen gezeigt haben.“

„Auch mit einem Mann mehr hatten wir nicht immer die absolute Sicherheit mit Ball. Da geht es darum, den Jungs in diesen Phasen Selbstbewusstsein zu geben. Der Sieg sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben für die nächsten Aufgaben.“

„Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat.“

Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Said El Mala erzielte gegen Bremen die frühe Führung
, ,

Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Im ersten Heimspiel unter Cheftrainer René Wagner gelang den Geißböcken gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen der langersehnte Befreiungsschlag: Der 1. FC Köln spielt gegen Werder Bremen 3:1. Damit klettert der FC in der Tabelle an den Grün-Weißen und an Borussia Mönchengladbach vorbei bis auf Platz 13. 

Mit 3:1 besiegt der 1. FC Köln Werder Bremen und verschafft sich so ordentlich Luft im Abstiegskampf. Ein früher FC-Elfmeter und eine Rote Karte für Werder-Kapitän Marco Friedl Mitte der ersten Hälfte stellten die Weichen früh auf Sieg für die Kölner. Durch den Erfolg stehen die Geißböcke nun mit 30 Punkten fünf Zähler vor dem Relegationsplatz, auf dem mit dem FC St. Pauli der nächste Gegner steht. 

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Vor dem Duell mit dem Konkurrenten im Abstiegskampf hatte FC-Coach René Wagner noch versucht, den Druck möglichst von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir wissen, dass es Druck gibt von außen, müssen den intern aber so gering wie möglich halten“, erklärte der Trainer. So wollte der Coach es schaffen, dass seine Mannschaft trotz zuvor acht Spielen ohne Sieg möglichst befreit aufspielen konnte. Um wieder ein Erfolgserlebnis und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu feiern, nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zur Partie in Frankfurt vor. Eric Martel rückte nach seiner Gelbsperre für Tom Krauß in die Anfangsformation. Neben ihm erhielt Isak Johannesson den Vorzug vor Denis Huseinbasic. Zusätzlich musste in der Innenverteidigung Rav van den Berg seinen Platz für Jahmai Simpson-Pusey räumen.

Früher Elfmeter für den FC

Schon nach fünf Minuten kam es dann direkt zur ersten Schlüsselszene des Spiels. Johannesson spielte von der rechten Seite Jakub Kaminski im Strafraum an, der von Olivier Deman gefoult wurde. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied sofort auf Elfmeter. Den verwandelte Said El Mala sicher zur frühen Kölner Führung. Und der FC hätte nach etwas über zehn Minuten fast kurios nachgelegt: Werder-Keeper Mio Backhaus schoss bei einem langen Befreiungsschlag Ragnar Ache an, der Ball ging jedoch knapp vorbei. Aber auch Bremen kam besser in die Partie und zeigte sich erstmals in der Offensive. Bei einer Ecke rutschte der Ball auf Marco Grüll durch, der von der Strafraumkante knapp verzog. Ebenso nicht genau genug zielten in den Minuten danach Leonardo Bittencourt mit einem Schlenzer aus linker Position im Strafraum sowie Senne Lynen mit einem Distanzschuss nach einem geklärten Bremer Freistoß.

Etwas später verlängerte Ache auf Höhe der Mittellinie einen langen Ball auf Jan Thielmann. Der wurde jedoch am Ende im Strafraum noch von Deman gestoppt wurde. Nach knapp 25 Minuten stand Ache dieses Mal selber im Mittelpunkt. Der Angreifer kam bei einem schwachen Rückpass von Bittencourt auf Marco Friedl dazwischen. Der Bremer-Verteidiger rutschte darauf etwas weg und foulte so als letzter Mann den Kölner Stürmer – eine klare Rote Karte. Der FC agierte also fortan in Überzahl, übernahm deshalb immer mehr die Kontrolle. Und forderte kurz darauf erneut Elfmeter. Deman hatte nach einer Flanke gegen Ache den Arm ausgefahren – zu wenig dieses Mal für Referee Reichel. Davon ließen sich die Geißböcke nicht beirren. So konterte der FC nach einem Ballverlust von Yukinara Sugawara über Kaminski und El Mala. Johannesson kam zentral zum Abschluss, zielte aber zu ungenau auf Backhaus. Der war auch kurz danach bei einer Doppelchance von El Mala, der vor seinem Abschluss schön Amos Pieper aussteigen ließ, und Thielmann erneut auf dem Posten.

Dreifach-Chance führt zum 2:0

In der Nachspielzeit hätte Ache nach einem etwas missglückten Abschluss von Johannesson den Ball fast noch ins Tor gelenkt, verpasste aber haarscharf. Keine zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Sebastian Sebulonsen im Gegenpressing stark den Ball, sodass der FC-Stürmer dieses Mal wirklich zum Abschluss kam, aber im Bremer Keeper seinen Meister fand. So ging es mit der knappen Führung in die Pause. Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Geißböcke dann aber jubeln – wenn auch nur für kurze Zeit. Nach einem tollen Steckpass von Ache war der zur Halbzeit eingewechselte Alessio Castro-Montes frei durch. Der Belgier behielt zwar die Nerven, war zuvor jedoch minimal im Abseits. Bremen blieb also im Spiel und hätte in der 52. fast den Ausgleich erzielt. Lynen versuchte es aus dem Rückraum per Dropkick. Den tückisch abgefälschten Versuch konnte Marvin Schwäbe nur gerade so über die Latte lenken.

Die Kölner behielten die Partie ansonsten unter Kontrolle, konnten aber erstmal weiter nicht erhöhen. Erneut Ache schoss aus ein paar Metern Entfernung volley knapp drüber, nachdem Werder eine FC-Flanke nicht richtig klären konnte. Es musste erst eine Dreifach-Chance für das 2:0 herhalten. Nach einer schönen Ecke von Castro-Montes köpfte Özkacar an den Pfosten. Aches ersten Nachschuss hielt Backhaus noch, den dritten machte der 27-Jährige dann endlich rein. Kurz darauf stand der Angreifer allerdings im eigenen Strafraum im Mittelpunkt: Nach einer Hereingabe kam der Stürmer gegen Deman zu spät und traf seinen Gegenspieler am Fuß. Nach Eingriff des VARs gab es folgerichtig Elfmeter. Den verwandelte Romano Schmid eiskalt.

Waldschmidt an die Latte – Johannesson mit der Entscheidung

Damit war Werder ergebnistechnisch wieder dran. Die Grün-Weißen hatte aber erstmal Glück, dass sie nicht direkt erneut zwei Tore im Rückstand lagen. Nach einem Doppelpass mit Johannesson am Strafraumrand zirkelte der eingewechselte Luca Waldschmidt die Kugel ans Lattenkreuz. Auch Kaminski verpasste das Bremer Tor nach einer Ecke knapp. Der FC hielt in dieser Phase den Druck auf die Gäste hoch, drängte auf die Entscheidung. Kurz vor Schluss scheiterten dann erst Waldschmidt und dann Bülter im Eins-gegen-Eins am jeweils stark reagierenden Backhaus. Letzterer behielt auch in der Nachspielzeit gegen Eric Martel die Oberhand. In der letzten offiziellen Minute der Nachspielzeit patzte der Bremer-Schlussmann dann aber. Johannesson erzielte aus sehr spitzem Winkel bei einem Konter die Entscheidung.

So geht der FC mit Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf am kommenden Freitag um 20:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dann müssen die Kölner nach Hamburg zum FC St. Pauli.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (46. Castro-Montes), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (86. Krauß) – Kaminski, Martel, Johannesson, Thielmann (67. Maina) – El Mala (67. Bülter), Ache (76. Waldschmidt); Gelbe Karten 1. FC Köln: Ache (71.), Simpson-Pusey (84.), Martel (90.+1); Tore: El Mala (7.); Ache (65.), Johannesson (90.+7)


Gute Erinnerungen im Pokal: Tobias Reichel pfeift das Spiel des 1. FC Köln gegen Bremen

OF Tobias Reichel pfeift das Kölner Spiel gegen Freiburg (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
,

Gute Erinnerungen im Pokal: Tobias Reichel pfeift das Spiel des 1. FC Köln gegen Bremen

Für den FC steht am Sonntag das Heimspiel gegen die Nordlichter an. Tobias Reichel pfeift die Partie des 1. FC Köln gegen Bremen. Beide Vereine haben mit dem Unparteiischen ihre jeweiligen Erfahrungen gemacht, allerdings nicht immer gute.

Für den FC geht es in die beiden wichtigen Spiele gegen Werder Bremen und St. Pauli. Sollte der FC die beiden Partien gewinnen, sieht es in Sachen Klassenerhalt wohl sehr gut aus. Schiedsrichter der Begegnung gegen die Grün-Weißen ist Tobias Reichel.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 50000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Es war ein hitziger Pokalabend vor anderthalb Jahren. Der 1. FC Köln kämpfte gegen Hertha BSC Berlin um den Einzug ins Viertelfinale. Doch die Mannschaft tat sich schwer, geriet schon in der 12. Minute in Rückstand. Dann kam Mitte der ersten Hälfte der Wendepunkt: Deyovaisio Zeefuik verlor auf der Seite der Herthaner die Nerven und ließ sich zu einem Kopfstoß gegen Timo Hübers hinreißen. Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte dem Berliner folgerichtig die Rote Karte. Nur fünf Minuten später gelang den Geißböcken dadurch der Ausgleich, ehe Dejan Ljubicic die Begegnung in der Nachspielzeit der Verlängerung durch einen Foulelfmeter entschied.

Gemischte Erfahrungen bei Werder

Die Kölner haben also durchaus positive Erinnerungen an die Partie im Winter 2024 mit Reichel als Schiedsrichter. In beiden spielentscheidenden Szenen entschied der Unparteiische zurecht für die Geißböcke. Ansonsten pfiff der 40-Jährige den FC bislang eher selten. Insgesamt sind es gerade einmal fünf Partien. Im April 23 unterlag Köln im Heimspiel dem SC Freiburg 0:1 und in der Saison 21/22 setzte es mit Reichel als Schiedsrichter für den FC eine 0:5-Klatsche gegen die TSG Hoffenheim. Zu Beginn der Saison gelang den Kölnern ein 4:1-Erfolg über Freiburg und zuletzt im Dezember 2025 ein Remis gegen St. Pauli. Dort fiel der Gegentreffer zum 1:1 bekanntlich in der Nachspielzeit.

Bereits zehn Mal leitete der 40-Jährige Begegnungen von Werder Bremen. Vier gewannen die Hanseaten, zwei Parteien gingen verloren. So wirklich glücklich waren die Bremer nicht immer mit den Entscheidungen des Unparteiischen. Als VAR hätte Reichel Dortmund im Duell gegen Bremen im Januar 2025 beispielsweise ein Tor aberkennen müssen, hielt eine vermeintliche Abseitsstellung aber nicht für regelwidrig. Ein Fehler, wie der DFB später einräumte. Im Januar hätten sich die Bremer dagegen einen Elfmeterpfiff von Reichel im Duell gegen Leverkusen gewünscht, als Ibrahim Maza SV-Spieler Marco Grüll zu Fall gebracht hatte.