Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

Jusuf Gazibegovic will über Graz zur WM
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Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

In der vergangenen Woche löste Bosnien-Herzegowina mit einem Erfolg über Italien eins der letzten WM-Tickets. Auch, wenn er nicht nominiert war gibt es durchaus eine Teilnahme-Chance für einen Leihspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic hofft noch auf die WM.

Am Wochenende stand er wieder für Sturm Graz in der Startelf und verhalf mit einer guten Leistung zum Sieg im Spitzenspiel. Der 26-Jährige erhofft sich durchaus noch die Teilnahme an der WM. Auch weitere Leihspieler waren im Einsatz.

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Eine gewisse Vorahnung hatte Jusuf Gazibegovic schon. Vor dem entscheidenden Spiel der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina gegen Italien, dem Spiel um die WM-Teilnahme, erklärte der Rechtsverteidiger, dass es in manchen Spielen eben nicht nur auf Qualität, sondern auch auf das Herz ankomme. Und genau das hatten die Bosnier auf dem Platz gelassen und sich somit die Teilnahme am Endturnier erkämpft. Italien wird dagegen zum dritten Mal in Folge nur zuschauen. Dem will auch Jusuf Gazibegovic entgehen. Der Abwehrspieler will noch auf den WM-Zug Richtung USA, Kanada und Mexiko aufspringen. Und weil er genau den zu verpassen drohte, war die Leihe zurück zu Sturm Graz im Winter dringend nötig. Unter Lukas Kwasniok spielte der gebürtige Österreicher keine Rolle, war komplett hinten dran und galt schon recht früh in der Saison als potenzieller Winterabgang.

WM-Teilnahme weiterhin durchaus möglich

Dabei war der heute 26-Jährige im Winter 2025 als erster Neuzugang nach der Transfersperre geholt und als Transfercoup gefeiert worden. Nach schwerem Start war die Hoffnung groß, den Durchbruch unter Kwasniok schaffen. Das gelang nicht. Und so war der Weg zurück zu Sturm Graz – allerdings als Leihspieler – folgerichtig. Bei seinem Ex-Club wäre Gazibegovic unangefochtener Stammspieler, wenn ihn nicht schon mehrere Verletzungen zurückgeworfen hätten. Vier Mal stand der Abwehrspieler im Kader, vier Mal von Beginn an auf dem Feld. So auch am Wochenende, als er im Spitzenspiel gegen Rapid eine gute Stunde sammelte. Sturm gewann 2:0 und behauptete souverän die Tabellenführung. Und für Gazibegovic rückt die WM dadurch tatsächlich wieder in den Fokus.

Zwar war der Außenverteidiger nicht für die aktuellen WM-Playoff-Spiele nominiert, aber immerhin stand Gazibegovic auf Abruf. Und da der 26-Jährige vor seinem Wechsel zum FC unumstrittener Stammspieler der Nationalmannschaft war, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich dieser Status bei weiteren Einsätzen und guten Leistungen für den Spitzenreiter der Bundesliga. Auf eine WM-Teilnahme hofft mit Elias Bakatukanda auch ein weiterer Kölner Leihspieler. Denn auch die Demokratische Republik Kongo hat sich für das Endturnier qualifiziert, Bakatukanda bislang für die U23 gespielt. Es verdichten sich aber die Zeichen, dass das A-Debüt nicht mehr weit entfernt ist. Am Wochenende spielte der Innenverteidiger für Linz aber nicht. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen für Aarhus, der verletzt ausfiel.

90 Minuten stand dagegen Julian Pauli für Dynamo Dresden bei der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC auf dem Platz. Jakub Potocnik kam für Rot-Weiss Essen im Duell gegen den MSV Duisburg nach gut 70 Minuten, hatte aber keinen großen Einfluss mehr beim 1:0-Erfolg von RWE. Auch der VfB II gewann. Beim 3:1 über Jahn Regensburg startete der Stürmer, wurde aber ohne Scorer nach 70 Minuten ausgewechselt. Für Imad Rondic gab es bei Preußen ein paar Minuten.  


Auch René Wagner beweist sein goldenes Händchen

Alessio Castro-Montes im Spiel gegen Eintracht Frankfurt
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Auch René Wagner beweist sein goldenes Händchen

Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 deutete für die Geißböcke nicht mehr viel auf einen Punkt im Duell gegen Eintracht Frankfurt. Doch die Kölner kamen zurück. Auch, weil eine bekannte Stärke zurück ist beim 1. FC Köln: Auch René Wagner beweist sein goldenes Händchen.

Wieder einmal bewies der FC Moral und holte einen Rückstand auf. Nach dem 0:2 gegen Frankfurt deutete nicht mehr viel auf ein Unentschieden. Doch die Joker stachen erneut.

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Gut 80 Minuten waren gespielt, da setzte René Wagner zum Höhenflug an. Und das, obwohl der neue Cheftrainer in den vergangenen Monaten unter einem leichten Bandscheibenvorfall gelitten hatte. Das verriet Wagner zumindest nach dem Spiel bei DAZN. Doch die Freude musste raus. Keine Minute zuvor hatte der Coach Alessio Castro-Montes, Luca Waldschmidt und Marius Bülter eingewechselt und die drei Joker zahlten dem Trainer das Vertrauen mit einer Gemeinschaftsproduktion zurück. „Wir hatten kurz überlegt, ob wir zwei Wechsel oder drei machen“, sagte Wagner. „Ich glaube, das war wichtig für die Truppe noch mal Spieler mit frischen Beinen draufzubekommen.“ Eine Flanke von Kristoffer Lund verlängerte Waldschmidt mit dem Kopf auf Bülter, der legte die Kugel zurück ins Zentrum und Alessio Castro-Montes schob einfach ein.

22 Torbeteiligungen durch Einwechselspieler

Mit dem ersten Ballkontakt sorgte der Belgier für das Remis und das, nachdem gerade die vergangenen Wochen alles andere als optimal für „Monti“ verliefen. Nach der schwachen Hinrunde ein starker Auftakt ins neue Jahr. Dann während des Formhochs eine muskuläre Verletzung, die den Schienenspieler Einsatz um Einsatz kostete und nun also der erste Bundesligatreffer. „Monti war lange verletzt und hat unter der Woche schon sehr gut trainiert“, sagte Wagner. „Wir haben uns einfach gefreut. Es war ein toller Moment. Besonders hat es mich für Monti gefreut.“ Der 37-Jährige hat damit in seinem ersten Pflichtspiel direkt eine Stärke bewiesen, die der FC unter Lukas Kwasniok wiederentdeckt hat.

„Wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt“, sagte dann auch Marvin Schwäbe. „Man hat es heute wieder gesehen: Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“ An jener Stärke von der Bank hat es in dieser Saison jedenfalls nicht gefehlt. Schon unter Kwasniok erzielten die Joker bereits zehn Treffer, davon alleine Said El Mala vier. Nur bei den Bayern, bei Stuttgart und Dortmund trafen die Einwechselspieler öfter. Auch bei den Torbeteiligungen gehören die Kölner mit 22 zu den Top-Teams der Liga – eben auch, weil Bülter und Castro-Montes das Scorerkonto nun nach oben schraubten.


Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Zeit bei Manchester City, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 2

Der 20-Jährige kam im Winter aus England und wurde von Manchester City bis zum Sommer an den 1. FC Köln ausgeliehen. Wie es für den Innenverteidiger weitergeht, ist bislang noch offen. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der Engländer mit come-on-fc.com über seine Karriereziele, die Zukunft beim FC und die Zeit bei Manchester City. Jahmai Simpson-Pusey im Interview – Teil 2.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
In den Spielen für den FC haben Sie absolut überzeugt. Und das mit 20 Jahren. Ganz Köln fragt sich, wieso hat so ein Innenverteidiger mit dieser Klasse genau ein Spiel für Celtic gemacht. Was waren die Gründe, dass es nicht funktioniert hat?

Jahmai Simpson-Pusey: Es lief einfach nicht wie geplant. Ich hatte schon die Hoffnung, auf Einsatzminuten zu kommen. Im  Grunde habe ich alles gemacht, was von mir verlangt wurde und irgendwann kam ich einfach nicht mehr zum Einsatz. Dann kam ein neuer Trainer und auch unter ihm spielte ich keine Rolle. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Auch, weil ich nicht auf meiner Stammposition gespielt habe. Letztendlich hat es zwischen mir und Celtic einfach nicht gepasst.

Sie beschreiben die Zeit in Schottland dennoch als sehr wichtig…

Jahmai Simpson-Pusey: Das war sie definitiv. Viele Spieler machen eine solche Erfahrung mit 23, 24 oder 25 Jahren und lernen, mental damit umgehen. Für 18- oder 19-Jährige ist es hart, keine Spielzeit zu bekommen, nicht im Kader zu stehen und mit der Jugendmannschaft trainieren zu müssen. Das kann ziemlich demoralisierend sein. Ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Irgendwann bekommt man seine Chance. Es gibt diese Redewendung: Bevor du ganz oben ankommen kannst, musst du immer erst einmal unten gewesen sein. Diese Erfahrung war für mich wichtig. Das bringt mir einiges für die Zukunft.

Sie sind 20 Jahre alt und strahlen eine beeindruckende Ruhe am Ball aus, lösen Druck-Situationen spielerisch. Woher kommt diese Ruhe? Ist das die Schule von ManCity?

Jahmai Simpson-Pusey: Ja, definitiv. Diese Spielweise gehört zur Philosophie bei der Ausbildung in Manchester. Ich war aber auch nicht immer Innenverteidiger und denke, dass ich am Ball wahrscheinlich etwas besser bin als der durchschnittliche Innenverteidiger. Vielleicht hilft es, dass ich schon zahlreiche andere Positionen gespielt habe, im zentralen Mittelfeld oder als Kind im Sturm. Ich habe das Gefühl, dass Dribblings und der Druck von anderen Spielern mich nicht so sehr aus der Ruhe bringen.

Dann ist dies eine Ihrer Stärken, wo liegen Ihre Schwächen?

Jahmai Simpson-Pusey: Gerade in der Phase, in der ich nicht gespielt habe, gab es einige Themen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder an mein altes Niveau anknüpfen kann. Aber natürlich gibt es auch noch Themen, an denen ich arbeite.

„Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben“

Gibt es bei Pep Dinge, die Sie von ihm gelernt haben, die Sie der Mannschaft weitergeben können?

Jahmai Simpson-Pusey: Er hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Als Innenverteidiger sagte er mir immer, dass es die kleinen, einfachen Dinge sind, die einen zum Top-Spieler machen. Den Gedanken lasse ich in mein Spiel einfließen, auch wenn ich wahrscheinlich riskanter spiele als andere. Aber es sind immer die einfachen Dinge, die die Defensive zusammenhalten. Die Abwehrreihe ist quasi das Herzstück des Teams.

Sie haben Ihre Ausbildung bei einem der besten Vereine der Welt erlebt. Sie standen für ManCity schon einige Male auf dem Platz, haben Champions League gespielt. Und das unter einem der besten Trainer der Welt. Stellt die Ausbildung die Weichen für Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey:  Ich habe mit den besten Spielern und dem besten Trainer auf höchstem Niveau gespielt, da bekommt man einen Einblick in deren Arbeitsweise. Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen. Ich würde sagen, dass diese Erfahrung eine gute Voraussetzung ist, um auf Top-Niveau anzukommen. Aber ich lasse die Dinge einfach auf mich zukommen.

Sebastian Sebulonsen und Jahmai Simpson -Pusey vom 1 FC Köln
Was sind denn Ihre langfristigen Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey: Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil man daran später auch gemessen wird. Ich will einfach mein Bestes geben und dann schauen wir, wohin das führt.  

Und kurzfristig? Wie stehen die Chancen aus Ihrer Sicht, dass wir Sie nächste Saison in Köln sehen werden? Der FC hat eine Kaufoption…

Jahmai Simpson-Pusey: Dazu kann ich aktuell nicht viel sagen. Ich weiß es selbst noch nicht. Es liegt ja auch nicht alles in meiner Hand. Im Fußball kann so viel passieren. Es macht keinen Sinn, Dinge zu versprechen, die dann doch anders kommen.

Der Weg mit ManCity ist zwangsläufig ein erfolgreicher. Bei Celtic ging es auch um Titel. Nun stecken Sie das erste Mal mit einer Mannschaft im Abstiegskampf. Wie erleben Sie das mental?

Jahmai Simpson-Pusey: Ich denke da eigentlich nicht drüber nach. Ich spiele einfach die Spiele und versuche, immer mein Bestes für die Mannschaft zu geben. Ich glaube, meine Mitspieler machen das genauso. Deshalb beunruhigt mich die Situation im Moment auch nicht. Es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin gut performen werden. Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben.

Wer ist fußballerisch Ihr Vorbild? Welche Eigenschaften hätten Sie gerne von ihm?

Jahmai Simpson-Pusey: Was die Qualitäten auf dem Platz angeht, ist es John Stones. Ich mag seine Spielweise sehr, besonders die der letzten Saison. Er spielt genauso, wie ich selbst gerne spielen würde. Seine Rolle auf dem Platz ist mit viel Verantwortung verbunden. Über die gesamte Saison hinweg war er ein herausragender Spieler.

Sie kennen Erling Haaland von ManCity, haben gegen Harry Kane gespielt. Wer ist der unangenehmere Stürmer? Und wie unangenehm ist es gegen „Mr Fallrückzieher“ Ragnar Ache im Training zu spielen?

Jahmai Simpson-Pusey: Persönlich würde ich sagen, Erling Haaland ist definitiv schwerer zu bespielen. Weil er eher ein Stürmer ist, der sich in deinem Rücken immer wieder davonstehlen kann. Er ist super athletisch, springt einfach über dich hinweg, um zu köpfen. Und Kane – Kane ist ein wahnsinnig guter Spieler, aber er spielt eigentlich nie gegen die letzte Abwehrkette. Er lässt sich immer zurückfallen und holt sich den Ball. Er ist eher ein Spielmacher im Sturm. Die beiden spielen sehr unterschiedlich. Ragy ist einfach eine Bestie, ein Top-Spieler und ein sehr aufgeschlossener Typ. Er ist immer bereit, an Dingen zu arbeiten, von denen er denkt, er könne da besser werden. Da habe ich größten Respekt vor.

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Aufatmen beim 1. FC Köln: So lautet die El-Mala-Diagnose.

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Aufatmen beim 1. FC Köln: So lautet die El-Mala-Diagnose.

Said El Mala musste im Spiel gegen Eintracht Frankfurt mit einer Blessur ausgewechselt werden. Untersuchungen am Ostermontag sorgen nun für Erleichterung beim 1. FC Köln: Said El Mala wohl nicht schwerer verletzt

Ein Ausfall von Topscorer Said El Mala wäre eine denkbar bittere Nachricht für die Geißböcke gewesen, gerade jetzt, wo das Saisonfinale bevorsteht. Wie heute bekannt wurde, ist der Youngster nicht schwerer verletzt.

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Gute Nachrichten um Kölns Said El Mala. Der 19-Jährige musste beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt in der 82. Minute vorzeitig humpelnd den Rasen verlassen. Kurz zuvor hatte er nach Vorarbeit von Linton Maina eine gute Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen. Aus 14 Metern wollte er das Leder ins kurze Eck ziehen, doch Eintracht Keeper Michael Zetterer bekam beim Herauslaufen noch einen Arm dazwischen und konnte den Ball somit parieren. Im Anschluss konnte der Youngster nicht mehr weiterspielen, da er sich kurz zuvor ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzt hatte. Der Torjäger der Geißböcke wurde in der Schlussphase mit einer Blessur am rechten Sprunggelenk ausgewechselt.

El Mala nicht schwerer verletzt

„Leider habe ich noch nichts gehört. Diese Frage habe ich jetzt schon öfter bekommen. Ich kann zu Said einfach noch nichts sagen“, antwortete FC-Coach René Wagner nach dem Abpfiff auf die Frage nach dem Zustand von El Mala. Der Youngster wurde am Ostermontag in der Media-Park-Klinik in Köln genauer untersucht.

Jene ärztlichen Untersuchungen haben schließlich ergeben, dass der Schlüsselspieler keine schwerere Verletzung aus der beschriebenen Szene davongetragen habe. Damit steht der Zehn-Tore Mann den Geißböcken im Abstiegskampf weiterhin zur Verfügung, die schlimmsten Befürchtungen um einen potenziellen längerfristigen Ausfall haben sich vorerst nicht bestätigt.


Jan Thielmann als Rechtsverteidiger – es bleibt ein schwieriges Unterfangen

Jan Thielmann gegen Frankfurt
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Jan Thielmann als Rechtsverteidiger – es bleibt ein schwieriges Unterfangen

Beim 2:2-Unentschieden in Frankfurt machte nicht jeder FC-Profi eine gute Figur. Vor allem in der Defensive zeigte sich wieder eine bekannte Baustelle beim 1. FC Köln: Jan Thielmann tut sich schwer als Rechtsverteidiger.

Gerade über die rechte Seite geriet die Kölner Defensive im Duell gegen Eintracht Frankfurt das ein oder andere Mal ins Schwimmen. Kein neues Phänomen der Geißböcke.

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Ob Ayoube Amaimouni-Echghouyab dem Franzosen Arnaud Kalimuendo den Ball wirklich auflegen wollte, darf zumindest hinterfragt werden. Doch der Franzose nutze die Vorlage mit einem wunderbaren Abschluss zur Frankfurter 2:0-Führung und krönte damit seine insgesamt starke Leistung. Die Leistung war auch stark, weil der 24-Jährige zuvor mit Jan Thielmann im Grunde machen konnte, was er wollte. Immer wieder stieß der Franzose über die linke Seite durch und legte die Kugel dann zurück ins Zentrum. Doch entweder war noch ein Abwehrspieler wie Rav van den Berg dazwischen oder die Frankfurter Akteure vergaben leichtfertig wie unter anderem Hugo Larsson. Und nicht selten war auch Marvin Schwäbe zur Stelle.

„Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat“

Gerade in der ersten Halbzeit hatte der 23-jährige Kölner erhebliche Schwierigkeiten. Wohl auch, weil Thielmann dann doch wieder überraschend als rechter Verteidiger der Fünferkette auflief und nicht wie zunächst wie erwartet in vorderer Reihe. Neben Kalimuendo war auch Nathaniel Brown ein Unruhefaktor. „Wir haben schnell auf die Viererkette umgestellt. Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat“, so Chefcoach René Wagner. „Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben.“

Wagner wollte die Schwierigkeiten nicht an Personen festmachen. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die defensiven Probleme Thielmanns auf der rechten Schienenposition in der Fünferkette nicht neu sind. Schon in der vergangenen Saison spielte Thielmann oft auf der rechten Seite die Defensivposition, die bekanntlich die größte Baustelle der Aufstiegs-Mannschaft darstellte. Im vergangenen Winter hatte Thomas Kessler mit Jusuf Gazibegovic nachjustiert, aber auch der Bosnier konnte nicht alle Erwartungen erfüllen. Thielmann musste immer mal wieder aushelfen, überzeugte dabei aber eher selten. In der offensiveren Position fühlt sich das Kölner Eigengewächs offensichtlich deutlich wohler.

Nach dem Wechsel spielte der FC auf den Flügeln in der Defensive deutlich stabiler. „Wir standen in der zweiten Halbzeit dann echt gut“, sagte der Trainer. Die Tore fielen trotzdem. „Dann sind es aus meiner Sicht zwei unfassbare Aktionen der Frankfurter und wir sind in der Box-Verteidigung nicht sauber, bekommen die Gegentore, kommen super zurück und müssen am Ende mit dem Punkt zufrieden sein“, so Wagner weiter. Neben dem Punkt dürfte der Coach auch die Erkenntnis gewonnen haben, dass die rechte Verteidigerposition in der Fünferkette und Jan Thielmann ein schwieriges Unterfangen bleiben.


Jakub Kaminski überragt gegen Eintracht Frankfurt

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Jakub Kaminski überragt gegen Eintracht Frankfurt

Mit seinem Anschlusstreffer gegen Frankfurt brachte Jakub Kaminski sein Team zurück ins Spiel und setzte mit einem besonderen Jubel ein persönliches Zeichen. Der Spieler des Spiels überragte beim Duell zwischen Frankfurt und dem 1. FC Köln: Jakub Kaminski unvergleichlich

Jakub Kaminski bringt die Kölner mit dem Anschlusstreffer gegen Frankfurt zurück ins Spiel. Nach einem intensiven Auftritt wird sein Kraftakt belohnt – und er nutzt seinen Jubel, um ganz besondere Grüße zu senden.

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Jakub Kaminski hatte am Sonntag einen besonderen Auftrag zu erfüllen. Nachdem er den Ball zum 2:1-Anschlusstreffer fachgerecht an SGE-Keeper Michael Zetterer vorbei zum Anschlusstreffer eingeschweißt hatte, nutzte der Offensivmann seinen Jubel für eine emotionale Botschaft nach Hause: Der Torschütze schnappte sich das Spielgerät, steckte es sich unters Trikot und nahm einen Daumen in den Mund. Ein Gruß für seine schwangere Frau zu Hause, wie er im Anschluss an das Spiel noch einmal klarstellte – wenn eine solche Geste überhaupt einer Klarstellung bedurfte. „Meine Frau ist schwanger. Es ist eine gute Zeit für uns“, offenbarte der 23-Jährige im Interview mit den Vereinsmedien und ergänzte freudestrahlend, dass er den Jubel im Auftrag seiner Frau vollführt habe: „Ich musste diesen Jubel machen, weil meine Frau mir gesagt hat, dass ich bis zum Ende dieser Saison ein Tor schießen muss. Gegen Dortmund wollte ich es nicht machen, aber jetzt gegen Frankfurt – das war unser Moment.“

Kaminskis Kraftakt wird belohnt

Der polnische Nationalspieler bemühte sich nach Kräften, den Wunsch seiner Partnerin zu erfüllen. Mit sieben Torabschlüssen hatte er so viele wie die gesamte Mannschaft der Geißböcke zusammengerechnet. Auf der Zehnerposition hinter Ragnar Ache und Said El Mala riss er vmit 11,74 km mehr Strecke ab als jeder andere Akteur auf dem Grün. Wie alle anderen Geißböcke tat er sich allerdings insbesondere in der ersten Hälfte schwer, gegen die Hausherren Fuß zu fassen. Dazu wirkte er in mancher Schlüsselszene unglücklich. So etwa in der 41. Minute, als Said El Mala ihm dem Ball auf dem Silbertablett servierte. Kaminski aber hatte Probleme bei der Ballmitnahme, sodass der herauseilende Michael Zetterer den Winkel für den Angreifer extrem spitz machte und die Szene schließlich mit einer Beinparade bereinigte.

Erst nach dem Frankfurter Doppelschlag durch Jonny Burkhardt und Arnauld Kalimuendo, die innerhalb von drei Minuten eine Zwei-Tore-Führung herausspielten, ging ein Ruck durch die Mannschaft – und auch durch Kaminski. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte zog er von halbrechts ins Zentrum und suchte von der Strafraumkante den Abschluss. Frankfurts Hugo Larsson fälschte das Leder auf Höhe des Elfmeterpunkts unglücklich ab, sodass der Ball unhaltbar unten links neben dem Pfosten einschlug. „Mein Tor hat einen großen Unterschied ausgemacht, denn es fiel direkt nach dem 1:2. Dann kannst du dich direkt zurück ins Spiel kämpfen und die nächsten Tore erzielen. Das stresst die Gegner, aber was soll ich sagen? Diese Energie spüren wir auf dem Platz. Frankfurt hatte am Ende nicht mehr so viel Power. Wir hatten diesen Moment in den letzten zehn Minuten“, ordnete er nach dem Spiel ein.

Kaminski-Lob für Coach René Wagner

Dazu fand er lobende Worte für seinen neuen Cheftrainer. „Wir alle wissen, dass er nicht viel anders machen muss. Er kennt unsere Qualität, sowohl menschlich als auch als Spieler. Er hat gesagt, dass wir alle Spieler für die verbleibenden sechs wichtigen Partien brauchen, um in der Liga zu bleiben“, erklärte Kaminski und gab damit seltene Einblicke in die Kabine der Geißböcke. Dort fand der neue Chef an der Seitenlinie offenbar die richtigen Worte: „René hat vor dem Spiel das Richtige gesagt. Wir haben die Qualität, in der Bundesliga zu spielen. Wir müssen das nur auch mal zeigen, und das haben wir heute getan“.

Nun starten die Kölner in die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen Werder Bremen. Bleibt zu hoffen, dass Kaminski auch im Heimspiel gegen die Bremer nochmals Grüße nach Hause schicken darf.


„…dann habe ich keine Haare mehr“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Jakub Kaminski für den 1. FC Köln im Duell gegen Eintracht Frankfurt
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„…dann habe ich keine Haare mehr“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

Am Sonntag war der FC zu Gast in Hessen und konnte nach einem 0:2 Rückstand noch einen Punkt mit nach Köln nehmen. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Jakub Kaminski und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt.

Für René Wagner war es sein erstes Bundesliga-Duell als Chefcoach an der Seitenlinie. Gegen die Adler gelang den Geißböcken noch ein 2:2-Unentschieden.


„Chapeau für die Mannschaft“

Jakub Kaminski darf auf die WM hoffen

Jakub Kaminski

“Chapeau für die Mannschaft. Nach dem 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Wir haben noch die Chance auf das 3:2 – ein tolles Spiel.
In der ersten Halbzeit hatten wir direkt zwei, drei gute Chancen. Wir schießen das Tor aber nicht. Aber das ist der Fußball. Wir müssen in unserer Situation diese Chancen dann auch nutzen. Wir müssen jetzt nach vorne gucken.“

“Wir kämpfen immer bis zum Ende. Die erste Situation war 100 Prozent. Am Ende ist das Wichtige, dass wir den Punkt geholt haben. Wir haben jetzt sechs Finale vor uns. Wir müssen alles geben, um in der Liga zu bleiben. Köln kann nicht in der 2. Liga spielen.“

„Schwierige Momente gehören dazu. das muss ich akzeptieren. Wenn ich jetzt an das Spiel gegen Schwede eine Woche lang denke, dann habe ich keine Haare mehr.“


Zu seinem Babyjubel: “Meine Frau ist schwanger. Es ist eine gute Zeit für uns.“


„Da profitieren wir von“

Marvin Schwäbe ist ein starker Rückhalt des 1. FC Köln

Marvin Schwäbe

“Auswärts den Punkt mitzunehmen, ist am Ende des Tages das, was wir uns minimal vorgestellt haben. Die zwei Gegentore müssen wir auf jeden Fall noch einmal analysieren. Das ging mir definitiv zu einfach. Zwei Mal Box-Verteidigung, wo wir nicht gut stehen. Es spricht für die Mannschaft, das wir weiterhin dran glauben, egal in welchen Rückstand wir sind. Wir kommen wieder zurück und das zählt am Ende.“


„Es ist natürlich nicht einfach. Aber, wir können uns darauf verlassen, dass immer dieses Quäntchen Power noch einmal von der Bank kommt. Man hat es heute wieder gesehen. Es war ein Zusammenspiel aus den Einwechselspielern. Da profitieren wir von.“


Zu René Wagners Coaching: „Er hat es natürlich sehr einfach gehalten, hat uns in den zwei Wochen sehr gut eingestellt. Er hat eine gute Kommunikation gefunden. Ich glaube, er ist sehr nah bei uns. Er hat die richtige Worte für diese Situation gefunden, die ja nicht einfach ist. Er hat die Fäden ganz gut in der Hand.“


„Wir haben einfach ganz viele Spieler, die ganz viel Herz haben…“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

“Es war ein Auf und Ab. In der ersten Halbzeit hatten wir zwei, drei Riesenchancen, wenn ich gerade an die beiden Umschalter denke. Da hat Kuba den ersten auf dem Schlappen liegen und dann gehen wir 0:2 in Rückstand und dann wird es in Frankfurt echt schwer. Die Jungs haben gezeigt, was für ein Charakter in der Mannschaft steckt. Das 2:2 war am Ende super für uns. Mit ein bisschen Glück kann man noch ein, zwei Chancen erspielen. Dann ging das Spiel auch ein bisschen auf. Beide Mannschaften haben versucht, noch Kontrolle zu bekommen.“


„Wir haben einfach ganz viele Spieler, die ganz viel Herz haben und dann auch die Power haben, 90 Minuten Vollgas-Fußball zu gehen. Dann liegst du 0:2 hinten und hast vielleicht nicht mehr die Angst in der eigenen Hälfte, da mal Risiko zu gehen. Dann sieht man auch die Qualität der Jungs, den Ball mal nach vorne zu spielen. Ich würde mir wünschen, dass wir dann auch in der ersten Halbzeit den Mut fassen. Vor allem in der gegnerischen Hälfte. Wir haben auch nach dem Wechsel, zwei, drei Situationen, wo wir ein bisschen cleverer sind. Ich wünsche mir, dass die Jungs dann die Leistung auch mal ohne Rückstand abrufen.“


„Wir haben schnell auf die Viererkette umgestellt. Jan hatte Probleme, weil die Struktur nicht gepasst hat. Wir hatten zwei, drei Spieler, die immer gekippt sind. Wir haben keinen Druck auf den Ball bekommen, dann wurde es schwer für die zentralen Mittelfeldspieler. Ich glaube, der Wechsel auf die Viererkette hat dann auch Jan geholfen, die Orientierung an Brown zu haben. Wir standen in der 2. Halbzeit dann echt gut. Dann sind es aus meiner Sicht zwei unfassbare Aktionen der Frankfurter, dann sind wir in der Box-Verteidigung nicht sauber, bekommen die Gegentore und kommen super zurück und müssen am Ende mit dem Punkt zufrieden sein.“


Zu seinem ersten Bundesliga-Spiel als Cheftrainer: „Ich hab ein, zwei Mal ins Stadion gekuckt und schon gedacht, da kommt jetzt etwas Neues, da zu stehen. Aber das hilft der Mannschaft ja nicht, wenn ich mich mit Sachen ablenke, die nicht zum Spiel gehören. Ich versuche, mit den Jungs hinter mir, die Lösungen zu finden, die wir dann auch auf dem Feld brauchen. Ich muss bei meiner Aufgabe bleiben.“

Der 1. FC Köln beweist Comeback-Qualitäten und holt einen Punkt bei der Wagner-Premiere

Ragnar Ache im Zweikampf mit Arthur Theate
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Der 1. FC Köln beweist Comeback-Qualitäten und holt einen Punkt bei der Wagner-Premiere

Zwar hat der FC auch im achten Spiel in Folge keinen Sieg eingefahren, dennoch gegen Frankfurt eine ordentliche Leistung geboten, Moral bewiesen und einen Punkt erobert. Der 1. FC Köln spielt bei der Wagner-Premiere 2:2 in Frankfurt – und das nach 0:2-Rückstand.

Der FC wartet weiterhin auf den ersten Sieg seit Ende Januar, das Remis gegen die Eintracht darf für René Wagner und die Geißböcke dennoch als Erfolg gewertet werden. Denn die Kölner belohnten sich für einen starken Kampf und gute Moral nach einem 0:2-Rückstand. Jakub Kaminski und Alessio Castro-Montes glichen den Doppelschlag von Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo aus.

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Für seine erste Startelf wählte René Wagner vier Veränderungen im Vergleich zum Rheinderby. Sebastian Sebulonsen startete erwartungsgemäß in der Defensive für Cenny Neumman. Tom Krauß kehrte zurück auf die Sechs. Zudem begannen Jan Thielmann rechts in der Fünferkette und dann doch etwas überraschend Denis Huseinbasic. Und der FC startete forsch in die Begegnung. Auf der linken Seite machte Jakub Kaminski eine El-Mala-Bewegung, zog ins Zentrum und dann ab. Michael Zetterer ließ die Kugel abtropfen und Ragnar Ache den Nachschuss fast schon fahrlässig liegen (1.). Auf der anderen Seite legte Arnaud Kalimuendo perfekt für Ansgar Knauff auf, aber Rav van den Berg blockte die Kugel noch gerade so (6.). Keine drei Minuten später probierte es der Franzose erneut über die linke Seite, fand aber wieder keinen Abnehmer. Dennoch war die Eintracht nun deutlich besser im Spiel.

Starke Keeper im ersten Abschnitt

Der FC tat sich im Spielaufbau schwer, konterte aber unter anderem über Kaminski, der den mitgelaufenen Said El Mala nicht fand. Ganz anders Kalimuendo, der auf seiner Seite immer wieder leichtes Spiel hatte und dieses Mal Hugo Larsson einsetzte. Den Schuss parierte Marvin Schwäbe sicher (16.). Doch ein wirkliches Highlight-Spiel war die Begegnung in der Anfangsphase wahrlich nicht. Bis Knauff auf der rechten Seite Kristoffer Lund stehen ließ, abzog und Schwäbe mit einem starken Reflex rettete (24.). Said El Mala wiederum verpasste das Tor mit einem Abschluss aus elf Metern nur um Zentimeter – möglicherweise hätte Kaminski besser gestanden (26.). Die dickste Chance vergab aber Kalimuendo, der von Oscar Hojlund auf die Reise geschickt wurde, aber Schwäbe hielt ganz stark die Null (35.).

Genauso wie auf der anderen Seite Zetterer, der einen Alleingang von Kaminski entschärfte. Der Pole war von El Mala perfekt eingesetzt worden, hatte sich die Kugel aber mit einem schlechten ersten Kontakt zu weit vorgelegt (41.). So ging es torlos in die Kabine. Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte erneut Larsson, der den Ball aus kurzer Distanz ins falsche Stockwerk jagte (46.), auch Knauff war einmal mehr durch, doch Schwäbe lenkte den Querpass entscheidend um (50.). Frankfurt blieb das Spiel bestimmende Team, lief immer wieder an, doch die Kölner Defensive stand insgesamt kompakt, ließ der Eintracht nur wenige Freiräume. Wenn, dann über die linke Seite. Ayoube Amaimouni-Echghouyab zwang Schwäbe mal mit einer Einzelleistung zum Eingreifen (64.), genauso ungefährlich wie auf der anderen Seite Kaminski (65.) aus 15 Metern.

Drei Treffer in vier Minuten

So wirklich viel deutete nicht auf einen Treffer. Doch die fielen dann im Minutentakt. Der eingewechselte Farès Chaïbi nahm zwischen den Ketten Fahrt auf, legte den Ball zurück und Jonathan Burkardt war zur Stelle (66.). Keine 120 Sekunden später passte Burkardt auf Amaimouni-Echghouyab, dessen verunglückte Ballannahme Kalimuendo zum 2:0 nutzte. Und wieder waren es nur zwei Minuten bis der nächste Treffer fiel, dieses Mal auf der anderen Seite. Kaminski zog nach einem Doppelpass mit Ragnar Ache ab und verkürzte (70.) – mit Unterstützung des abfälschenden Larsson. Wagner brachte mit Linton Maina eine weitere Offensivkraft. Und der Kölner Flügelspieler setzte El Mala mit einem Steckpass ein, der erneut an Zetterer scheiterte (81.). Und der neue Coach wechselte erneut, brachte mit Luca Waldschmidt, Alessio Castro-Montes und Marius Bülter drei weitere Spieler, die das Vertrauen direkt zurückzahlten. Lund schlug von links die Flanke, Waldschmidt verlängerte auf Bülter, der auf Castro-Montes zurücklegte: 2:2 (83.).

In der Schlussphase wollten die Kölner den Sieg gefühlt ein wenig mehr. Ein weiteres Tor gab es aber nicht mehr. Am kommenden Sonntag steht das wichtige Heimspiel und direkte Duell gegen Werder Bremen auf dem Spielplan. Dann werden die Geißböcke erneut auf den ersehnten Dreier hoffen.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, van den Berg, Sebulonsen, Thielmann (75. Maina) – Kaminski, Krauß (82. Waldschmidt), Huseinbasic (67. Johannesson), – El Mala (82. Castro-Montes), Ache (82. Bülter); Tore: 1:0 Burkardt (66.), 2:0 Kalimuendo (68.), 2:1 Kaminski (70.), 2:2 Castro-Montes (83.).


    Doch keine harte Kader-Entscheidung beim 1. FC Köln, aber wohl ein erster Fingerzeig

    René Wagner beim Training mit der Mannschaft
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    Doch keine harte Kader-Entscheidung beim 1. FC Köln, aber wohl ein erster Fingerzeig

    René Wagner hatte noch am Freitag angekündigt, nun uncoole Entscheidungen treffen zu müssen. Das blieb dem neuen Coach für die Partie gegen Frankfurt erspart. Und doch haben die Nominierungen Aussagekraft beim 1. FC Köln: Kader-Zusammenstellung ist durchaus ein Fingerzeig.

    Am Sonntag steht für den neuen Trainer René Wagner das erste Duell als Chefcoach der Geißböcke auf dem Plan. Die Personalentscheidung für die Begegnung könnte bereits eine erste Aussagekraft besitzen, wie es in den kommenden Wochen weitergehen wird.

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    Über seine Aufstellung und zuvor die Kader-Nominierung wollte René Wagner am Freitagnachmittag nicht viel sagen. Der neue Trainer der Geißböcke gab aber schon mal einen ersten Eindruck, wie er die Mannschaft in den kommenden Wochen führen wolle. Auf der einen Seite erklärte der Coach, dass er in Bezug auf die Kader-Zusammenstellung nun Entscheidungen treffen müsse, die nicht jeder „cool finden“ würde. Auf der anderen Seite erklärte der Trainer aber auch sinngemäß, dass nun einmal über allem die Mannschaft und der Klassenerhalt stehe. Die Entscheidung fiel dann aber gar nicht so hart aus, wie erwartet. Denn schon früh stand fest, dass die Youngster Fynn Schenten, Youssoupha Niang und auch Cenny Neumann der U21 am Samstag im Duell gegen Fortuna Düsseldorf helfen und somit nicht bei den Profis zum Einsatz kommen würden.

    Die Mannschaft soll „bestmöglich performen“

    Die weiteren Entscheidungen nahmen ihm die Spieler dann doch wieder selbst ab. Allerdings nicht durch neuerliche Verletzungen. Joel Schmied hatte unter der Woche teilintegriert trainiert, ein Einsatz wäre zu früh gekommen. Und der letzte Streichkandidat wurde dann Jahmai Simpson-Pusey, der aus persönlichen Gründen nicht mit nach Frankfurt reiste. Nach Informationen von come-on-fc.com ist eine verspätete Anreise durchaus möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich. Große Überraschungen gab es dadurch im Kader, der am Samstag nach Frankfurt aufbrach, nicht mehr. Auch, wenn also die Entscheidungen nicht wirklich hart erscheinen, so sind sie möglicherweise ein Fingerzeig. Der könnte bedeuten: Die kommende Woche scheint die Marschroute eher „Routine statt jung und wild“ zu sein.

    Schon in der vergangenen Woche hatte Jan Thielmann erklärt, dass der Trainer einen besonderen Draht zu den erfahrenen Spieler habe und nun nach der richtigen Mischung suche. Allerdings erscheint es eher unwahrscheinlich, dass Wagner nun in der ersten Elf auf die Routiniers setzen wird, die zuletzt eher außen vor waren. Zwar haben Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Co. durchaus die Chance, sich wieder zu beweisen, in den Fokus zu spielen. Nur eine absolute Leistungsexplosion ist dann doch nicht zu erwarten. Auf der anderen Seite werden die Youngster sicherlich ebenfalls weiterhin ihre Chancen bekommen. „Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft bestmöglich performen kann“, sagte Wagner am Freitag. Das wird gegen Frankfurt auch dringend nötig sein.


    Said El Mala steht nicht nur mit dem 1. FC Köln vor entscheidenden Wochen

    Said El Mala nach seinem Treffer gegen Hoffenheim
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    Said El Mala steht nicht nur mit dem 1. FC Köln vor entscheidenden Wochen

    Mit seinem ersten Treffer für die U21 der deutschen Nationalmannschaft und einer guten Leistung hat Said El Mala ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Für den 19-Jährigen stehen nun wichtige Spiele an beim 1. FC Köln: Said El Mala steht vor entscheidenden Wochen.

    Said El Mala erzielte gegen Griechenland seinen ersten Treffer für die deutsche U21. Auch gegen Gladbach war der Spieler zuletzt erfolgreich. Die kommenden Wochen könnten über die nahe Zukunft des Youngsters entscheiden.

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    Der Treffer gegen die U21 von Griechenland hatte für Said El Mala einen vor allem emotionalen Charakter. Der Kölner Offensivspieler widmete sein erstes Tor für die deutsche U21 seiner erst kürzlich verstorbenen Oma. Rein statistisch war der Treffer der dritte in den vergangenen vier Pflichtspielen. El Mala befindet sich nach kurzer Durststrecke wieder in Form. Die jüngsten Treffer sind somit auch eine Bewerbung für mehr. Der Zug Richtung USA, Mexiko und Kanada ist für den Offensivspieler sicherlich noch nicht gänzlich abgefahren. El Mala dürfte auch weiterhin mit der WM im kommenden Sommer liebäugeln und der Auftritt gegen Griechenland dürfte seine (wohl geringen) Chancen zumindest nicht geschmälert haben. Denn der Kölner spielte vor den Augen von Rudi Völler, dem Direktor der A-Nationalmannschaft vor, der wiederum El Mala ein besonders schönen Treffer bescheinigte und betonte, selbst nicht „so schöne Tore“ erzielt zu haben.

    Talente sind die „Zukunft des deutschen Fußballs“

    Allerdings hat Völler wichtige bei großen Endturnieren erzielt. Und davon scheint der FC-Youngster noch ein Stückweit entfernt zu sein. Der ehemalige Mittelstürmer betonte auch, dass eben Spieler wie Lennart Karl oder Nicolo Tresoldi die Zukunft des deutschen Fußballs seien – zwischen den Zeilen klang ein deutliches „mittelfristig“ mit, wobei gerade Karl eine sehr gute Bewerbung bei dem A-Team abgegeben hat. Für El Mala folgen nun also die Wochen der Entscheidungen. Der 19-Jährige kann sich mit guten Leistungen sicher noch auf dem Radar des Bundestrainers halten. Schließlich betonte dieser, dass die Tür auch weiterhin offenstehe. Gleichzeitig geht es für die Kölner aktuell um nicht weniger als den Klassenerhalt. Es ist davon auszugehen, dass Top-Torjäger El Mala in den Planungen von René Wagner eine zentrale Rolle spielt.

    Schmerzgrenze für El Mala?

    Mit seinen zehn Toren ist der Kölner der erste FC-Profi, der seit Anthony Modeste wieder zweistellig getroffen hat, zudem der zweitbeste deutsche Offensivspieler der Liga. Trifft der 19-Jährige gegen Frankfurt, wäre es das dritte Pflichtspieltor für den FC in Folge, eine El-Mala-Premiere. Und gleichzeitig würde der Angreifer Lukas Podolski hinter sich lassen, der in seiner Premieren-Saison zehn Mal für den FC erfolgreich war. Wagner kommt an dem Youngster nicht vorbei. Doch mit jeder guten Leistung wird auch ein Abgang im Sommer nicht unwahrscheinlicher. El Mala ist nach wie vor in ganz Europa heiß begehrt. Zahlreiche englische Clubs haben die Fühler nach dem Youngster ausgestreckt. Die „SportBild“ berichtet aktuell von einer Schmerzgrenze, die der FC für den Youngster ausgemacht haben will. Demnach sollen für das Talent 50 Millionen Euro ans Geißbockheim fließen.

    Eine Summe, die die ersten Clubs wie Brighton abschrecken dürfte. Aber eben nicht alle. Clubs wie der FC Chelsea könnten durchaus bereit sein, eine ähnliche Summe auf den Tisch zu legen. Für El Mala wird es wohl ohnehin darum gehen, die Worte von Lukas Kwasniok zu beherzigen, der immer wieder betonte, wie wichtig es sei, dem 19-Jährigen nicht dem Spaß am Fußball zu nehmen. Tore werden da wohl helfen.