Der nächste Neuzugang für den 1. FC Köln: Cenk Özkacar kommt auf Leihbasis vom FC Valencia.
Der neunte Neuzugang der Geißböcke schließt die Vakanz in der Innenverteidigung 1. FC Köln: Cenk Özkacar kommt auf Leihbasis vom FC Valencia.
Cenk Özkacar spielt künftig für den 1. FC Köln
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Am späten Mittwochabend sickerte die Verbindung zwischen dem 24-Jährige Türken und dem 1. FC Köln durch. Heute dann wurde der Transfer nun vom Verein offiziell verkündet. Özkacar kommt vom FC Valencia an den Rhein. Der Abwehrspieler wird zunächst geliehen, der FC hat aber anscheinend eine Kaufoption für 2026 vereinbart. Diese soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Der Marktwert des türkischen Nationalspielers liegt laut „transfermarkt.de“ bei 1,2 Millionen Euro. Nach Informationen der „Bild“ soll der FC eine Leihgebühr von unter 300.000 Euro an Valencia zahlen.
Kommt noch ein weiterer Innenverteidiger?
Özkacar spielte für diverse türkische Clubs bei den Junioren und wechselte 2020 vom heutigen Drittligisten Altay SK zu Olmypique Lyon. Von dort ging es in Leihstationen über OH Leuven zum FC Valencia. 2023 verpflichtete der spanische Erstligist den Abwehrspieler für fünf Millionen Euro – die dem damaligen Marktwert entsprachen – fest, bevor 2024 die nächste Leihe zu Valladolid folgte. Diese endete in diesem Sommer. Nun folgt die nächste nach Köln. Bei Valladolid kam der Innenverteidiger lange nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinaus, wurde erst zum Ende der Saison Stammspieler. Insgesamt stehen nur elf Spiele in der vergangenen Spielzeit auf dem Konto. Özkacar wurde 2022 von Stefan Kuntz in die A-Nationalmannschaft der Türkei berufen.
Der 24-Jährige kommt allerdings auf nur neun Einsätze, wurde zuletzt nicht mehr berücksichtigt. „Auch wenn die vergangene Saison für ihn nicht optimal verlaufen ist, sind wir überzeugt von seinem Potenzial und seinen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Gespräche mit ihm haben uns gemeinsam zu der Überzeugung gebracht, dass er die nötige Ambition und Mentalität mitbringt, die wir für die anstehenden Herausforderungen benötigen. Damit wird er unserer Mannschaft guttun – wir freuen uns sehr, dass er sich für den FC entschieden hat“, sagt Thomas Kessler.
„Ich wusste sofort, dass es der richtige Schritt ist“
Der 1,90-Meter-Mann erfüllt die Anforderung. „Mit Cenk bekommen wir wie geplant einen Linksfuß für unsere Innenverteidigung dazu, der das Niveau auf dieser Position ebenso wie den Konkurrenzkampf erhöhen wird“, so Kessler weiter. Özkacar kann aber auch auf den Außenpositionen agieren und gilt zudem als körperlich robuster Spielertyp. Mit dem Türken schließt der FC die nächste Baustelle. Gerade auf der Innenverteidigerposition haben die Kölner noch händeringend gesucht. Zuletzt waren Ahmetcan Kaplan, dessen Ablöse einfach zu hoch war, und Rav van den Berg auf dem Wunschzettel. Der Niederländer galt sogar als wahrscheinlicher Transfer. Ob der FC noch immer an einer Verpflichtung interessiert ist, ist wahrscheinlich. Die Kaderplanung ist sicherlich noch nicht vollends abgeschlossen, doch mit der Özkacar wurde nun eine weitere wichtige Lücke wurde geschlossen.
„In den Gesprächen mit Thomas habe ich ein richtig gutes Gefühl für den FC bekommen – für die Historie des Clubs und seine Bedeutung für die Menschen. Ich wusste sofort, dass es der richtige Schritt für mich sein wird, nach Deutschland in die Bundesliga zu wechseln. Ich freue mich schon jetzt auf das Stadion und die Fans, die für ihre Leidenschaft und ihre Unterstützung über die Grenzen von Köln hinaus bekannt sind“, sagt Cenk Özkacar.
Mit Cenk Özkacar haben die Kölner die nächste Kaderlücke geschlossen. Die Geißböcke haben damit alle Positionen wie geplant doppelt besetzt. Dabei wird es aber sicherlich nicht bleiben. Die Kaderplanung beim 1. FC Köln ist noch nicht abgeschlossen.
Gut eine Woche vor dem Start in die Pflichtspiele ist beim FC in Sachen Kader einiges passiert. Gleich neun Spieler hat Thomas Kessler in diesem Sommer verpflichtet – eine ordentliche Bilanz. Zumal mit Said El Mala dem FC ein weiterer „neuer“ Akteur zur Verfügung steht. Und dennoch: Die Kaderplanung beim 1. FC Köln ist noch nicht abgeschlossen.
Thomas Kessler treibt die Kaderplanung voran
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Wenn es rein um die Quantität geht, hat Thomas Kessler das Puzzle für die kommende Spielzeit wohl zusammengesetzt. Der Sportdirektor hat zumindest die frühzeitig erklärten Kaderlücken gestopft, jede Position ist im Kölner Kader doppelt besetzt. Man könnte also meinen, die Kaderplanung der Geißböcke ist mit dem neunten Neuzugang dieses Sommers abgeschlossen. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zusammensetzung des Teams für die kommende Spielzeit noch weitergeht. Thomas Kessler ist mit seinem Planungs-Latein noch nicht am Ende. Und das, obwohl der Sportdirektor in dieser Woche schon zwei Mal zugeschlagen hat. „Zumindest auf dieser Position ist die Lücke geschlossen“, sagte Lukas Kwasniok. „Es ist aber nicht so, dass wir nicht anderweitig auf dem Transfermarkt und umschauen, um da nicht etwas in der Spitze zu machen.“
Weitere Abwehrspieler im Fokus
Nach wie vor sollen Derrick Köhn und Rav van den Berg oben auf der Wunschliste der Kölner stehen. Köhn steht aktuell noch bei Galatasaray unter Vertrag, gleich mehrere Vereine haben die Fühler nach dem Linksverteidiger ausgestreckt. Der FC soll bei dem Spieler eigentlich gute Karten haben, doch die Ablöse stellt noch eine hohe Hürde dar. Die Vorstellungen der Teams sollen weit auseinander gehen und die Konkurrenz schläft nicht. Auch andere Clubs können sich eine Verpflichtung von Köhn durchaus vorstellen – darunter einige Zahlungskräftige. Ähnlich verhält es sich bei Rav van den Berg, der bei Middlesbrough unter Vertrag steht und ebenfalls eine stolze Ablöse kosten soll. Zwar hat sich Feyenoord laut englischen Medien aus den Verhandlungen zurückgezogen, dafür gibt es aber auch das Interesse einiger weiterer Clubs. Der FC soll angeblich sieben Millionen Euro für den 21-Jährigen geboten haben. Eine große Summe für einen Spieler, dessen Marktwert auf 4,5 Millionen Euro taxiert wird.
Und auch hier gibt es Clubs, die vermutlich eine breitere Schatulle auf dem Schreibtisch stehen haben. Auch Keven Schlotterbeck wird nach wie vor gehandelt. Und das kommt nicht von ungefähr. Die Kölner Defensive hat sich in der Vorbereitung alles andere als sattelfest gezeigt. Das war sicherlich auch der offensiven Ausrichtung von Lukas Kwasniok geschuldet, allerdings spielten die Kölner auch ausnahmslos gegen unterklassige Clubs. „Mehr Stabilität in der Defensive“ ist ein Thema, das die Geißböcke nicht erst seit dieser Spielzeit umgibt. Ein erfahrener Innenverteidiger, zumindest einer mit dem Format, sofort zum Stamm zu gehören, würde dem FC gut tun. Ob Özkacar da die erhoffte Hilfe ist, wird sich nach den zahlreichen Leihen erst zeigen müssen.
Wie geht es in der Offensive weiter?
Ob die Planungen aber auch mit weiteren Abgängen wie beispielsweise von Leart Pacarada oder eine Leihe von Julian Pauli einhergehen, wird sich erst zeigen müssen. Und auch in der Offensive könnte die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen sein. Zwar ist Marius Bülter im Angriff variabel einsetzbar, der Stürmer kommt aber eher übers Tempo, ist nicht der klassische Neuner. Gerade mit Blick auf die Verletzungsanfälligkeit von Ragnar Ache, wäre ein weiterer Backup sicherlich alles andere als verkehrt. Zumal die einzige weitere Alternative Imad Rondic nach wie vor noch nicht so richtig zündet. Auch, wenn die Saison für den FC in zehn Tagen mit dem Pokalspiel gegen Regensburg beginnt, hat Thomas Kessler noch bis zum 1. September Zeit, nachzubessern. Diese wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch nutzen.
Die U21 des 1. FC Köln hat auch im zweiten Auswärtsspiel der Regionalliga-Saison eine empfindliche Niederlage kassiert. Nach dem 0:3 beim 1. FC Bocholt setzte es bei der U21 des SC Paderborn am Freitagabend sogar eine 0:5-(0:2)-Klatsche. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Paderborn.
Der Pechvogel des Abends war Max Lippert, der gleich zwei Gegentreffer einleitete. Die U21 des 1. FC Köln verliert gegen Paderborn.
Trainer Evangelos Sbonias mit der U21 des 1. FC Köln
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Kölns Trainer Evangelos Sbonias änderte seine Startelf gegenüber dem 3:0-Heimerfolg gegen Wiedenbrück sechs Tage zuvor nur auf einer Positionen – und das gezwungenermaßen: Safyan Toure ersetzte den noch angeschlagenen Etienne Borie. Auf den Rängen waren die Kölner von Beginn an tonangebend: Rund 150 mitgereiste Schlachtenbummler sorgten im Gästeblock für lautstarke Unterstützung und verwandelten die Begegnung in ein atmosphärisches Heimspiel.
Fehlende Ideen im Offensivspiel
Das Duell auf dem Rasen begann jedoch verhalten. Gefährliche Aktionen in den Strafräumen waren lange Zeit Mangelware. Die beste Chance besaßen die Gastgeber: Nach einem hohen Ball in den Strafraum tauchte Luis Flörke frei vor Luis Hauer auf, doch der Kölner Torwart parierte den Schuss aus spitzem Winkel vom Fünfmeter-Eck sicher (22.). Und nur wenige Sekunden später touchierte ein Distanzschuss von Julius Bugenhagen die Latte des Kölner Tors (23.). Paderborns Reserve war in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft, den FC-Talenten fehlte es an Ideen im Offensivspiel. Folgerichtig fiel der Führungstreffer, wenn auch nach einem ruhenden Ball: Kerem Yalcin köpfte eine Ecke am Fünfmeterraum direkt vor dem Gästeblock unbedrängt zum 1:0 ins Tor (33.).
Ein Fehlpass von Max Lippert sorgte für den zweiten Gegentreffer: Paderborn schaltete von der Seitenauslinie blitzschnell um und Stefano Marino schlenzte den Ball vom Sechzehner zum 2:0 ins Netz (38.). Sbonias reagierte auf den dürftigen Auftritt seiner Mannschaft mit einem Dreifach-Wechsel zur zweiten Hälfte und nahm dabei die komplette offensive Dreier-Reihe vom Feld. Dafür kamen Fayssal Harchaoui, Arda Süne und Malek El Mala neu in die Partie. Dürholtz rutschte dafür eine Reihe vor zwischen Süne und Yacobi, der aus dem Sturmzentrum auf Linksaußen rutschte. Harchaoui spielte dafür neben Emin Kujovic auf der Doppel-Sechs und El Mala bildete fortan die Angriffsspitze.
Umstellung zeigt Wirkung
Die Umstellungen und die mutmaßliche Kabinenpredigt des Trainers zeigten Wirkung: Die Kölner traten nach dem Seitenwechsel engagierter auf, auch wenn sie zunächst nicht den Weg in den Sechzehner fanden. Die beste Aktion war ein Distanzschuss von Süne, der knapp links unten am Paderborner Tor vorbeizischte (56.). Wenige Sekunden später hätte es klingeln müssen, doch El Mala scheiterte nach Flanke von Yacobi am Paderborner Schlussmann (58.). Auf der Gegenseite rettete Luis Hauer per Fuß gegen Bennit Bröger (58.). Bitter: Mitten in die Kölner Drangphase erzielte der SCP den dritten Treffer und sorgte damit für die Entscheidung. Und wieder war es ein Fehlpass von Lippert, der zum Gegentor führte. Wie schon beim 2:0 war es Marino, der abermals per flachem Distanzschuss zum 3:0 verwandelte (59.).
Und es kam noch schlimmer: Nach einer kurz ausgeführten Ecke legten die Gastgeber den Ball in den Rückraum zu David Stamm. Dessen Schuss aus über 20 Metern schlug unhaltbar für Hauer links unten zum 4:0 ein (64.). Marino bugsierte eine flache Hereingabe im Zentrum zum 5:0 über die Linie (76.). Das Spiel offenbarte, dass vor dem Trainer Evangelos Sbonias noch viel Arbeit mit seiner neuformierten und jungen Mannschaft liegt. Für die U21 geht es kommende Woche Sonntag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger Sportfreunde Siegen weiter.
Mit einigen Neuzugängen hat Thomas Kessler den Kader der Kölner mittlerweile verstärkt. Neben den Verpflichtungen muss sich der Sportdirektor aber auch als Verkäufer beweisen: Thomas Kessler muss noch für Abgänge sorgen beim 1. FC Köln.
Mit der bevorstehenden Verpflichtung von Cenk Özkacar stehen insgesamt rund 30 Spieler im Kader des FC. Darunter fallen einige Talente, die noch verliehen werden sollen, sowie ein paar Spieler, die die Geißböcke gerne von der Gehaltsliste haben würden. So soll der Kader noch verkleinert werden: Thomas Kessler muss noch für Abgänge sorgen beim 1. FC Köln.
Thomas Kessler treibt die Kaderplanung voran
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Mit dem bevorstehenden Wechsel von Cenk Özkacar hat der FC inzwischen schon neun Neuzugänge in diesem Sommer zu vermelden. Die Verstärkungen sind auch dringend nötig, damit die Kölner in der Bundesliga bestehen können. So gab es zu Beginn der Transferphase auf vielen Positionen noch Fragezeichen, ob die Qualität für den Klassenerhalt reicht. In diesen Bereichen sind die Geißböcke jetzt zumindest schonmal besser aufgestellt. Allerdings ist der Kader durch die vielen Transfers deutlich angewachsen. Es hat zwar auch einige Abgänge wie etwas Tim Lemperle, Damion Downs oder Max Finkgräfe gegeben, aber die Spieleranzahl ist mit über 30 trotzdem sehr groß. Daher ist es für Sportdirektor Thomas Kessler bis zum Ende des Transferfensters eine der dringendsten Aufgaben, noch für Abgänge zu sorgen. Das ist gleich aus mehreren Gründen wichtig.
Profis ohne Zukunft
So gibt es einige Akteure im Kader, die spätestens seit diesem Sommer keine Perspektive mehr im Verein haben und deswegen abgegeben werden sollen. Dazu zählen Florian Dietz (zuletzt wohl Interesse vom FC Schweinfurt), Sargis Adamyan (Gerüchte um Wechsel zum VfL Osnabrück) und Jacob Christensen. Mit Steffen Tigges hat Kessler gerade erst einen Spieler zum SC Paderborn verkauft, der sonst wohl auch in diese Kategorie gefallen wäre. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Denn auch wenn die Profis keine bis kaum Chancen auf Einsatzzeiten haben, verdienen die sie trotzdem noch ein gutes Gehalt. Da wäre es finanziell sehr wichtig für den FC, wenn sie dieses loswerden könnten. Auch wenn die wirtschaftliche Lage im Vergleich zu vor ein paar Jahren wieder besser ist, kann es sich der Klub nämlich eigentlich nicht leisten, Geld für keine Gegenleistung auszugeben. Besonders auch nicht, da die Neuzugänge alle bestimmt auch für ein ordentliches Gehalt gekommen sein werden.
Außerdem ist das Abgeben der Spieler wichtig, da diese sonst unzufrieden werden und das auch in der Mannschaft kundtun könnten. Zwar wissen alle drei um ihren geringen Status beim Trainerteam, ihre Situation ist von Anfang an klar. Jedoch könnte es trotzdem gut sein, dass gerade ein Spieler wie Jacob Christensen unbedingt spielen möchte. Denn der Däne kommt gerade von einem Kreuzbandriss zurück und ist erst 24 Jahre alt. Wenn es dann nicht mit einem Wechsel klappen sollte und der Mittelfeldspieler in Köln nur auf der Bank sitzt, könnte er unruhig werden. Was auch insofern verständlich wäre, da für seine Karriere gerade nach der langwierigen Verletzung Spielzeit sehr wichtig ist.
Talente brauchen Einsatzzeit
Die ist auch für die jungen Talente im Kader von großer Bedeutung, damit sie sich entwickeln können. Daher sucht Kessler für etwa Neo Telle, der aber erst noch seinen Vertrag verlängern müsste, Emin Kujovic und vielleicht auch Julian Pauli einen Leihverein. Dieser sollte jedoch in einer besseren Liga sein als die Regionalliga, in welcher die U21 der Kölner antritt. Wenn bei den Talenten keine Leihe gelingt, hat das für den FC direkt einen doppelten Nachteil. Zum einen könnten die Youngster noch mehr als die aussortierten Profis unzufrieden werden, wenn sie keine Einsatzzeit erhalten, und so auch schwieriger zu halten sein. Für die Nachwuchshoffnungen gibt es keinen Grund, sich länger an einen Verein zu binden, bei dem sie keine Chance bekommen.
Zum anderen entwickeln sich die Spieler bei fehlender Einsatzzeit natürlich auch nicht wie erhofft. Das Training bei den Profis oder die Spiele bei der U21 alleine reichen nicht, um mit der Zeit auf Bundesliga-Niveau zu kommen. Dabei ist genau das das Ziel der Geißböcke. Der eigenen Anspruch ist, ein Entwicklungsclub zu sein. Daher ist Kessler gefordert, Lösungen für die Talente zu finden. Eine Aufgabe, die – zusammen mit dem Verkaufen von Spielern ohne Perspektive – ebenfalls wichtig in der Bewertung ist, wie Kessler seinen Job im Sommer erledigt hat. Der Sportdirektor muss beweisen, dass er nicht nur ein-, sondern auch verkaufen kann.
Die Frauen des 1. FC Köln bereiten sich aktuell in Österreich auf die kommende Spielzeit vor. Es hat im Sommer einen personellen Umbruch gegeben beim 1. FC Köln: Nicole Bender-Rummler im Interview. Das Gespräch führte Daniel Mertens.
In Österreich bereiten sich die Fußballerinnen des FC auf die kommende Spielzeit vor. Und das mit einigen neuen Gesichtern. In dieser Spielzeit soll der Abstiegskampf möglichst schnell vom Tisch sein beim 1. FC Köln: Nicole Bender-Rummler im Interview.
Nicole Bender-Rummler spricht über den 1. FC Köln
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Frau Bender-Rummler, wie laufen die ersten Tage im Trainingslager in Ampflwang?
Nicole Bender-Rummler: Das Hotel ist super, das Essen hervorragend, der Platz okay. Das sind die drei wichtigsten Punkte für ein gutes Trainingslager. Und nach dem verregneten Start am Montag ist mittlerweile auch das Wetter auf unserer Seite. Die Spielerinnen sind fast alle dabei. Dora Zeller absolviert in Köln ihr individuelles Reha-Programm. Das gilt ebenso für Zoe Hasenauer, die sich leider in ihrem ersten Training bei uns verletzt hat. Dafür ist Carolin Elsen aus unserer U21 mit dabei.
Es ist bereits das dritte Mal, dass der FC ein Sommer-Trainingslager in Österreich bezieht. Welche Bedeutung haben diese Reisen in der Vorbereitung?
Eine große. Wir wissen, wie die Abläufe sind, und das Hotel weiß auch, was wir uns wünschen. Wir bereiten uns hier mit dem Team auf die neue Saison vor. Da ist es wichtig, dass die Mannschaft hier zusammenwächst, weil wir einige neue Spielerinnen dabei haben.
Welchen Eindruck haben Sie von der neuen Mannschaft?
Die Neuzugänge bringen sich sehr gut ein und wirken schon früh gut integriert. Es formt sich zu einem Team zusammen.
„Wahrscheinlich wird aber noch eine Spielerin dazukommen“
Den acht Abgängen stehen bisher acht Zugänge gegenüber. Welche Veränderungen am Kader planen Sie noch bis zum Liga-Start und mit welcher Kader-Größe wollen Sie in die neue Saison gehen?
Wir hatten uns schon am Ende der vergangenen Saison eine Kadergröße von 27 vorgenommen mit drei Torhüterinnen und 24 Feldspielerinnen. Demzufolge ist aktuell noch eine Position offen, da arbeiten wir gerade dran. Wir haben aber noch bis Ende des Monats Zeit und müssen nicht hektisch werden. Wahrscheinlich wird aber noch eine Spielerin dazukommen.
Sie haben im Winter noch den sechsten oder siebten Platz in der Abschluss-Tabelle anvisiert. War das im Rückblick zu ambitioniert?
Wir wollten uns bewusst ein ambitioniertes Ziel setzen. Aber natürlich wirst du, wenn du eine Platzierung ausgibst, auch immer direkt daran gemessen. Dass wir das in der vergangenen Saison nicht erreicht haben, hatte Gründe. Leider haben sich auf gewissen Positionen wichtige Spielerinnen verletzt und wir haben dadurch in den entscheidenden Spielen nicht so gepunktet, wie wir es uns vorgenommen haben. Am Ende sind wir aber in der Liga geblieben, mit 13 Punkten Vorsprung vor einem Abstiegsplatz, was ja auch schön ist. Wir gehen jetzt in unsere fünfte Bundesliga-Saison.
Dennoch gab es letztes Jahr das Pokal-Aus im ersten Auftritt und in der Bundesliga am Ende nur Platz 10 sowie einen vorzeitigen Trainer-Wechsel. War die Saison 2024/25 ein verschenktes Jahr in der Entwicklung des FC?
Verschenkt ist im Leben nie etwas. Du sammelst deine Erfahrungen und durch Rückschläge lernt man. Natürlich war es sehr ärgerlich, dass wir direkt in der ersten Runde und dann auch noch gegen Zweitligist Mönchengladbach rausgeflogen sind bei so einem dramatischen Elfmeterschießen. Ich glaube, das gehört auch zu einer Lernkurve dazu, Niederlagen einzustecken, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.
„Wir haben jetzt mehr Spiele, darauf freuen wir uns sehr“
Wie bewerten Sie die bisherige Arbeit der Trainerin Britta Carlson?
Wir sind im Trainerteam sehr professionell aufgestellt, haben mit Sven Gruel einen weiteren Co-Trainer dazu bekommen, was auch ein Wunsch von Britta war. Dem sind wir nachgekommen, um unter anderem noch gezielter an den Schwächen und Stärken der Spielerinnen zu arbeiten. Je mehr Mitarbeiter du hast, desto mehr kannst du auch ins Detail gehen. Wir haben dadurch aber natürlich auch die Erwartungshaltung, dass wir unsere Spielerinnen zukünftig noch besser weiterentwickeln.
Carlson unterzeichnete im Januar einen Vertrag bis zum Sommer 2026. Wird es hier auch als Zeichen der Kontinuität noch vor der Saison eine Vertragsverlängerung geben oder warten Sie nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre zunächst die ersten Monate der neuen Saison ab?
Wir werden uns jetzt im August komplett um den Kader kümmern und werden zu gegebener Zeit die Gespräche führen. Wir hatten im Januar bewusst den Vertrag erst einmal nur auf anderthalb Jahre festgelegt.
Die neue Bundesliga-Saison startet mit 14 Mannschaften, es gibt zwei feste Absteiger. Was halten Sie von dieser Reform?
Ich finde es sehr gut. Wir haben jetzt mehr Spiele, darauf freuen wir uns sehr. Das heißt wahrscheinlich auch mehr Geld-Einnahmen, das muss man ehrlicherweise dazusagen, weil wir zwei weitere Heimspiele haben.
Mit welchem Ziel gehen Sie und der FC in die neue Bundesliga-Saison?
Dass wir den frühzeitigen Klassenerhalt schaffen. Wir können jetzt darüber sprechen, was frühzeitig ist. Auf jeden Fall nicht erst im März oder April. Wir wollen mehr Punkte holen als in den letzten Jahren, aber dafür schätze ich unsere Mannschaft auch stark genug ein.
Hinter verschlossenen Türen werden Sie aber sicher mehr als nur Platz zehn anstreben. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass in diesem Jahr der erhoffte Entwicklungsschritt in der Bundesliga gelingen wird?
Wir haben aus den Fehlern gelernt und die Erfahrungswerte mitgenommen. Wir haben eben über das Pokalspiel in Mönchengladbach gesprochen. Da sehen wir zum Beispiel aber auch ein Thema bei der Kadergröße. Wir haben den Kader im Vergleich zum letzten Saisonstart verbreitert, auch um etwaige Ausfälle auffangen zu können und dadurch nicht direkt wieder in eine Negativspirale zu geraten.
„Wir wollen einen attraktiven, erfolgreichen Fußball spielen“
Welchen Fußball soll der 1. FC Köln in der kommenden Saison spielen?
Wir wollen einen attraktiven, erfolgreichen Fußball spielen, der nicht nur defensiv ist, sondern auch eigene Offensivaktionen hat, natürlich am besten mit positiven Torabschlüssen. Der Ball muss im Netz zappeln, denn nur so holen wir Punkte und gewinnen die Spiele – und das begeistert dann auch unsere Fans.
Wie schon 2022 saßen auch dieses Jahr bei der Europameisterschaft Millionen Zuschauer bei den deutschen Spielen vor den Fernsehern. Wie kann es gelingen, diese Begeisterung noch mehr als vor drei Jahren mit in den Bundesliga-Alltag zu übertragen?
Mit attraktivem Fußball, die Performance auf dem Platz ist sehr wichtig. Und wir am Geißbockheim haben in den vergangenen Jahren auch ein attraktives Rahmenprogramm geschaffen. Unsere Heimspiele sind ein Erlebnis für die gesamte Familie. Die Dauerkarten-Verkäufe steigen jährlich, auch die Zuschauerzahlen pro Heimspiel im Franz-Kremer-Stadion, dazu die Kulissen bei unseren Highlight-Spielen. Es geht darum, immer mehr Werbung dafür zu machen und zu zeigen, was die Mädels für einen attraktiven Fußball spielen können.
Marina Hegering dürfte bei der Vermarktung der FC-Frauen zweifellos ein neues Zugpferd sein. Was erhoffen Sie sich vom Neuzugang aus Wolfsburg?
Marina ist unglaublich ehrgeizig in jeder Trainingseinheit, und eine Führungsspielerin neben dem Platz. Es ist auch kein Geheimnis, dass sie die Stadt Köln und den Club schon jahrelang ins Herz geschlossen hat. Daher ist das jetzt eine Win-Win-Situation. Natürlich ist auch ein Vorbild für viele Kids. Sie hat eine wahnsinnige Vita, hat große Erfolge gefeiert. Es geht auch darum, mit diesen Persönlichkeiten Vorbilder zu schaffen für unsere kleinen, wilden, talentierten Fußballerinnen.
Anna-Lena Stolze musste aufgrund einer Kreuzband-Verletzung ein komplettes Jahr aussetzen. Auf welchem Niveau sehen Sie die Stürmerin aktuell und kann sie in der neuen Saison die dringend benötigte Torjägerin werden?
Erstmal freut es mich, dass Anna-Lena wieder im vollen Mannschaftstraining ist. Die Vorbereitung ist für sie sehr wichtig, damit sie wieder die Spielpraxis bekommt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Anna-Lena mit Fußballschuhen sehe und dann auch in einem Zweikampf. Natürlich ist sie eine wichtige Spielerin für uns und ich freue mich wirklich sehr, dass sie wieder fit ist. Aber wir müssen auch geduldig sein.
Wer könnte stattdessen direkt in die Rolle der Torjägerin schlüpfen, die der FC so dringend braucht?
Unter anderem haben wir dafür auch Pauline Bremer verpflichtet. Sie ist eine Stoßstürmerin, die sehr torgefährlich ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Trainerin und ihr Team entscheiden, wie wir offensiv aufstellen.. Aber ich finde, dass wir aktuell schon sehr gute Stürmerinnen mit einem Torriecher haben.
In diesem Sommer wurde die Nachwuchsabteilung beim FC umstrukturiert. Theresa Merk ist seit wenigen Tagen die Leiterin der Akademie weiblich. Zudem werden in der kommenden Saison mehr weibliche Jugendteams am Spielbetrieb teilnehmen. Was bedeuten diese Schritte?
Wir haben uns Gedanken gemacht, woran wir arbeiten müssen, um noch mehr Spielerinnen für die Bundesliga ausbilden zu können. Da geht es einmal um das Fachpersonal, das wir jetzt unter anderem mit Theresa Merk eingestellt haben. Sie kümmert sich primär um alle Teams in der Akademie weiblich. Wir haben auch mehr Trainerinnen und Trainer eingestellt und können dadurch noch professioneller arbeiten. Es wird natürlich ein paar Jahre dauern, bis alles fruchtet. Da wartet noch viel Arbeit vor uns, das wissen wir.
Der Sprung in der Jugend ist jetzt auch nicht mehr so groß wie in der Vergangenheit, als es aus der U17 direkt in die U20 ging…
… so ist es. Wir hatten in der vergangenen Saison teilweise bis zu vier Jahrgänge in einer Mannschaft. Das ist Wahnsinn. Jetzt ist es so, dass wir pro Mannschaft immer nur zwei Jahrgänge haben, damit sich die Mädels auch in ihrer Altersstruktur befinden. Dadurch erhoffen wir uns auch eine viel bessere Förderung.
„Primär geht es immer um die Entwicklung der Spielerinnen“
Was wird das Ziel für die U21: Der Aufstieg in die zweite Bundesliga oder ist die Regionalliga die richtige Spielklasse für die Entwicklung?
Primär geht es bei unseren U-Mannschaften um die Ausbildung der Spielerinnen. Ich will nicht sagen, dass wir gar kein Auge aufs Ergebnis haben, aber primär geht es immer um die Entwicklung der Spielerinnen. Deswegen ist es nicht die Zielsetzung für Verena Hagedorn und ihr U21-Team, in die zweite Bundesliga aufzusteigen. Wir haben mehr davon, wenn wir kommende Saison vielleicht zwei Spielerinnen haben, die einen Profi-Vertrag für die erste Frauen-Mannschaft unterschreiben, das wäre ein Riesenerfolg. Mit Blick in die Zukunft ist es aber auch ein Thema, das ich mit Theresa Merk in der nächsten Zeit besprechen werde, welche Liga die optimale für welche Mannschaft ist.
Am 27. September findet die FC-Mitgliederversammlung statt. Hoffen Sie persönlich auf eine Wahl von Wilke Stroman, Tuğba Tekkal und Carsten Wettich zum neuen Vorstand? Wettich und insbesondere Tekkal sind immerhin ausgesprochene Unterstützer des FC-Frauenfußballs.
Also generell finde ich es spannend, dass es drei Teams gibt, die zur Wahl stehen. Das gab es vorher noch nie. Deswegen bin ich sehr gespannt. Natürlich informiere ich mich, welches Team welche Pläne hat, auch für den Frauenfußball. Am Ende geht es aber nur darum, dass es unserem Klub gut geht und für diesen eine gute Entscheidung treffen. Ich hoffe sehr, dass es am Ende ein Team wird, das unserem Klub guttut.
Was würde es für den Frauenfußball des 1. FC Köln bedeuten, wenn mit Tuğba Tekkal eine ehemalige Spielerin Vize-Präsidentin wäre?
Darüber können wir sprechen, sollte sie gewählt werden.
Die Highlight-Spiele in Müngersdorf sind mittlerweile eine kleine Tradition geworden. Wie sehen diesbezüglich die Planungen für die Saison 2025/26 aus?
Wir sind da im Entscheidungsprozess, haben mehrere Optionen. Es wird auf jeden Fall ein weiteres Spiel geben, aber wir müssen den Termin auch mit der männlichen Lizenzmannschaft und der Stadionverfügbarkeit abgleichen. Wir werden das in Ruhe besprechen und planen.
Steffen Tigges kam 2022 als Hoffnungsträger zum 1. FC Köln. Der Stürmer konnte die Erwartungen aber nie erfüllen. Nun verkündet der Club den Abschied des 27-Jährigen vom 1. FC Köln: Diese Chancen hält der Tigges-Abgang bereit.
Nach drei Jahren am Geißbockheim zieht es Steffen Tigges in die zweite Bundesliga zum SC Paderborn. Dabei macht sein Abgang gleich aus vielfacher Hinsicht Sinn für den 1. FC Köln: Diese Chancen hält der Tigges-Abgang bereit.
Steffen Tigges wird in Zukunft nicht mehr das FC-Trikot tragen. Foto: Herbert Bucco
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Vor drei Jahren kam Steffen Tigges für 1,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln. Und dort wartete eine große Aufgabe. Denn nach dem Abgang von Anthony Modeste war die Hoffnung in den Angreifer besonders große. Die Erwartungen waren jedoch deutlich zu groß. Darum stand der 27-Jährige auch schon mehrmals auf der Liste für mögliche Abgänge der Geißböcke, war jedoch immer geblieben – bis jetzt.
Der Wechsel nach Paderborn ist angesichts der Leistungen Tigges (10 Tore aus 81 Spielen für den FC) folgerichtig, aber keinesfalls im Groll. Im Gegenteil. Tigges verabschiedete sich mit offenen und dankbaren Worten aus der Domstadt: „Ich möchte mich für die Zeit beim 1. FC Köln bedanken. Wir haben schöne Momente erlebt, mussten aber auch schwierige Zeiten durchstehen. Diese Zeit hat mich geprägt. Der FC ist ein besonderer Club für mich und ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Jetzt habe ich mich bewusst für diesen Schritt entschieden und freue mich auf meine neue Herausforderung beim SC Paderborn.“
Tigges´ perfekter Tag gegen Werder Bremen
Besonders in Erinnerung bleibt vor allem ein denkwürdiges Tor im 7:1-Rekordspiel gegen Werder Bremen in der Saison 2022/2023. Bereits nach 21 Minuten hatte der FC die Bremer regelrecht überrollt. Eine Szene blieb jedoch besonders haften: Bremens damaliger Keeper Jiri Pavlenka konnte nach Gegendruck durch Linton Maina das Leder nur unkontrolliert zur Mittellinie klären.
Dort stand Tigges goldrichtig. Der Angreifer nahm den Ball auf, ging noch einige Schritte und chippte dann die Kugel gefühlvoll aus rund 40 Metern über die verdutzten Bremer Abwehrspieler hinweg ins Tor zum 3:0 nach 21 Minuten. Am Ende des Tages stand Tigges mit zwei Treffern auf dem Spielberichtsbogen. Trotzdem wollte der Matchwinner im Anschluss gegenüber Sky dennoch nur die Teamleistung würdigen: „Natürlich sind zwei Tore in so einem Spiel schon extrem besonders. Wir haben eine richtige Teamleistung gesehen und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das war ein perfekter Tag.“
Ohne sportliche Perspektive beim FC
In der abgelaufenen Spielzeit wollte für Steffen Tigges dann allerdings einfach nichts zusammenlaufen. In 16 Einsätzen für den 1. FC Köln blieb ihm eine Torbeteiligung verwehrt. Nach der Übernahme des Trainerpostens durch Friedhelm Funkel wurde der Hüne schließlich sogar komplett aus dem Kader gestrichen. Auch nach dem geglückten Wiederaufstieg des FC zeichnete sich dann rasch ab, dass sich an Tigges’ sportlicher Perspektive nichts zum Positiven wenden würde: „Wir haben vor der Saison sehr offen mit Steffen über seine sportliche Perspektive gesprochen. Dabei war allen Beteiligten klar, dass sich seine Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten in der Bundesliga deutlich verringern würden“, erläuterte Sportdirektor Thomas Kessler.
Doch selbst in dieser schwierigen Situation blieb Tigges ein Musterprofi. Dass das im Fall von Tigges mehr als bloße Sonntagsreden sind, zeigt seine Bereitschaft, in den vergangenen Testspielen sogar die vakante Linksverteidigerposition zu übernehmen: „Tiggi hat in der Vorbereitung vorbildlich gearbeitet und sich auch in einer für ihn ungewohnten Rolle voll eingebracht“, so Kessler. Mit der Verpflichtung von Kristoffer Lund für die linke Abwehrseite war Tigges’ Zeit beim 1. FC Köln dann aber endgültig abgelaufen. Umso größer ist der Respekt, den der Club dem Stürmer zollt: „Er hat sich in seiner gesamten Zeit beim FC stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war durch seine Art ein wichtiger Bestandteil unseres Teams – auf und neben dem Platz. Dafür gebührt ihm großer Respekt und ein herzliches Dankeschön“, hält Kessler fest.
Ein logischer Schritt für alle Beteiligten
Der Wechsel von Steffen Tigges zum SC Paderborn markiert für alle Beteiligten einen logischen und sauberen Schnitt. Medienberichten zufolge kassiert der 1. FC Köln eine Ablösesumme von rund 300.000 Euro und kann den Angreifer, dessen Vertrag eigentlich noch bis 2026 lief, von der Gehaltsliste streichen. Tigges soll nach wie vor zu den Besserverdienern gezählt haben. Damit wird allerdings nicht nur kurzfristig das Budget entlastet. Auch ein dringend benötigter Kaderplatz für eine mögliche Verstärkung im Sturm geschaffen. Für Tigges selbst eröffnet sich nach einer für ihn schwierigen Spielzeit in Köln die Chance auf einen sportlichen Neustart in einem neuen Umfeld.
Doch von einer Flucht kann keine Rede sein. Vielmehr handelt es sich um eine nachvollziehbare Konsequenz, die im Sinne aller Parteien getroffen wurde. Der SC Paderborn erhält mit Steffen Tigges einen Stürmer im besten Fußballeralter, der mit seiner Physis und Bundesliga-Erfahrung der Offensive sofort neue Impulse verleihen soll. Tigges hat in einigen Ansätzen bewiesen, dass er auf hohem Niveau Leistung bringen kann und möchte diese Qualitäten nun in Ostwestfalen konstanter unter Beweis stellen. Am Ende steht ein Transfer, wie ihn sich Fußballverantwortliche wünschen: Der FC Köln schafft Platz und finanziellen und personellen Spielraum, Tigges erhält eine echte Chance auf einen Neustart, und Paderborn darf sich auf einen hochmotivierten Mittelstürmer freuen, der seine Karriere noch einmal ankurbeln will.
Durch die Umtriebigkeit von Sportdirektor Thomas Kessler auf dem Transfermarkt kommt am Geißbockheim Zuversicht für den Klassenerhalt auf. Doch ein Vergleich mit anderen Bundesligisten offenbart einen entscheidenden Nachteil für den 1. FC Köln: Darum ist der Klassenerhalt eine Herkulesaufgabe.
Die neue Spielzeit rückt stetig näher für die Geißböcke. Und die erste Saison nach dem Wiederaufstieg wird es in sich haben für den 1. FC Köln: Darum ist der Klassenerhalt eine Herkulesaufgabe.
Lukas Kwasniok steht vor großen Herausforderungen mit dem 1. FC Köln. Foto: Herbert Bucco
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Der Kaderwert des 1. FC Köln ist vor Beginn der neuen Saison laut dem Online-Portal transfermarkt.de auf 74 Millionen Euro gestiegen, was ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Damit rangieren die Geißböcke aktuell auf Platz 15 der Bundesliga-Marktwert-Tabelle des Portals und lassen mit diesem Wert nicht nur Schlusslicht FC St. Pauli (48 Millionen Euro) sowie Heidenheim (57 Millionen Euro) hinter sich, sondern auch Mitaufsteiger Hamburg (65 Millionen Euro). Die Transferoffensive des FC ist also mehr ein Signal an die Konkurrenz: Nach dem direkten Wiederaufstieg soll der nächste Gang in die 2. Liga unbedingt vermieden werden.
Ungleiche Verhältnisse in der Bundesliga
Ein Blick auf die Kaderwerte zeigt aber auch die Dimension der Herausforderung. Allein auf Platz 14 steht Union Berlin mit einem Kaderwert von beachtlichen 122 Millionen Euro. Der Abstand zur nächsten Kaderwert-Gewichtsklasse ist also enorm. Ein Zusammenhang zwischen Kaderwert und Klassenerhalt ist kaum von der Hand zu weisen. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison konnten die Teams mit den geringsten Marktwerten, wie Bochum (57 Millionen) und Kiel (47 Millionen), den direkten Abstieg nicht verhindern. Heidenheim (72 Millionen) mussten lange zittern. Nur St. Pauli (65 Millionen) gelang der direkte Ligaverbleib. Das macht deutlich: Nach dem Sprung ins Oberhaus klafft eine erhebliche Lücke zwischen den etablierten Bundesligisten, die finanziell andere Möglichkeiten haben, und den Aufsteigern. Für den FC bedeutet das: Der gestiegene Marktwert ist ein Ausrufezeichen, nicht aber eine Garantie für den Klassenerhalt. Der Abstand nach oben jedoch bleibt eine harte Realität.
Der ausschlaggebende Faktor?
Angaben zu den Marktwerten, wie sie beispielsweise auf transfermarkt.de veröffentlicht werden, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Denn sie stellen nur Schätzwerte auf Grundlage von User-Schwarmintelligenz der Plattform selbst dar und spiegeln nicht den realen Wert eines Kaders. Zudem ist es fraglich, einen direkten Zusammenhang allein zwischen sportlichem Erfolg und Kaderwerten herzustellen. Denn im Fußballgeschäft können stets Überraschungen auftreten. So zeigte etwa RB Leipzig in der abgelaufenen Saison, dass auch ein Kaderwert von 510 Millionen Euro, nach den Bayern der zweithöchste Wert der Liga, nicht automatisch in sportlichen Erfolg mündet. Die roten Bullen verpassten in der abgelaufenen Saison sogar die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass der Erfolg von vielen Faktoren abhängt.
Von der Fähigkeit eines Trainerteams etwa, die zahlreichen Neuzugänge auf Bundesliganiveau zu einer funktionierenden Einheit zu formen. Und damit hat man beim 1. FC Köln durch bislang acht Neuzugänge in der laufenden Transferperiode alle Hände voll zu tun. Unterm Strich ist der Kaderwert aber nur einer von mehreren Bausteinen in einem komplexen Zusammenspiel, das den sportlichen Erfolg bestimmt. Dafür aber allerdings einer, der besonders schwer wiegt.
Ein Blick in die Glaskugel
Die Frage, ob sich der FC angesichts des ungleichen finanziellen Kräftemessens in der Bundesliga behaupten kann, lässt sich erst im Saisonverlauf beantworten. Fest steht jedoch, dass beim FC hart daran gearbeitet wird, bis zum Saisonstart in zwei Wochen den bestmöglichen Kader aufzustellen. Und das mit so viel finanzieller Wucht wie schon lange nicht mehr.
Zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln müssen sich wegen eines mutmaßlichen Autorennens mit tödlichem Ausgang vor Gericht verantworten. Unfall auf A555: Neue Entwicklungen um ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln.
Das Amtsgericht Brühl prüft, ob sich die beiden Beteiligten vor Gericht verantworten müssen nach dem tödlichem Unfall auf der A555: Neue Entwicklungen um ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln.
Symbolbild: Feuerwehr im Einsatz (Foto: Alexander Hassenstein/GettyImages)
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Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln erhoben. Den beiden wird vorgeworfen, am 1. Dezember 2023 auf der A555 in Fahrtrichtung Bonn ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge veranstaltet zu haben. Konkret sollen sie sich nebeneinander auf der Autobahn bewegt und sich gegenseitig rechts, links sowie teilweise über den Standstreifen überholt haben. Die Anklage umfasst zudem eine Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Falschüberholen. Die offizielleErklärung des Amtsgerichts Brühl lautete am Mittwoch: „Die Staatsanwaltschaft Köln hat gegen zwei Angeschuldigte Anklage vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Brühl wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens im Straßenverkehr mit Todesfolge, tateinheitlich begangen mit einer Gefährdung des Straßenverkehrs infolge grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Falschüberholens, erhoben.“
So äußerte sich der FC zum Vorfall
Der Kleinwagen explodierte. Die Fahrerin und die Beifahrerin starben in dem brennenden Fahrzeug. Das Amtsgericht Brühl prüft jetzt, ob die beiden Beschuldigten sich deshalb demnächst vor Gericht verantworten müssen. Das Verfahren vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Brühl ist bisher noch nicht terminiert und soll frühestens im Herbst beginnen. Die beiden Angeklagten sind nicht mehr beim 1. FC Köln. Ihre zum Jahreswechsel 2023/2024 ausgelaufenen Verträge wurden nicht verlängert.
Nächste Leihstation für FC-Youngster? Nach Informationen von „Sport1“: FC-Talent Mansour Ouro-Tagba wechselt zum VfB Stuttgart.
WIe am Nachmittag durchsickerte, sind die Schwaben wohl beim 1. FC Köln fündig geworden. Youngster Mansour Ouro-Tagba wechselt zum VfB Stuttgart.
Mansour Ouro-Tagba im Spiel für die U21 des 1. FC Köln
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Mansour Ouro-Tagba wird in der kommenden Saison wohl für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart auflaufen. Nach Informationen von „Sport1“ entschied man sich, den Youngster per Leihe mit Kaufoption zu verpflichten. Die Verantwortlichen beim VfB hätten Ouro-Tagba bereits länger im Visier und wollte ihn bereits vor zwei Jahren von seinem Ausbildungsklub TSV 1860 München nach Stuttgart lotsen. Der Offensivspieler entschied sich damals aber für den Schritt zum 1. FC Köln. Dort wurde der togolesische Nationalspieler vom damaligen Geschäftsführer Sport Christian Keller aufgrund der bevorstehenden Transfersperre zu Jahn Regensburg verliehen. In Regensburg kam der 20-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit auf neun Einsätze in der 2. Bundesliga.
Keine große Überraschung
In der abgelaufenen Saison kam Ouro-Tagba demnach nur sporadisch zu Einsätzen für den Jahn. Folgerichtig brach der 1. FC Köln die Leihe nach der Hinrunde vorzeitig ab. Nach Informationen des „Kicker“ wollte man beim FC den talentierten Flügelspieler aber gleich wieder verleihen. Nun folgt wohl also wenig überraschend ein erneutes Leihgeschäft, diesmal zum VfB Stuttgart.
Der nächste Transfer befindet sich ganz offensichtlich auf der Zielgeraden. Cenk Özkacar vom FC Valencia soll die Kölner Innenverteidigung verstärken und eine große Lücke im Kader schließen. Doch mit der Personalie sind auch weitere Entscheidungen verbunden. Wie geht es weiter mit Julian Pauli beim 1. FC Köln?
Cenk Özkacar wird offenbar der neunte Neuzugang dieses Sommers bei den Geißböcken. Doch die Verpflichtung bringt zwangsläufig Kaderverschiebungen mit sich. Wie geht es weiter mit Julian Pauli beim 1. FC Köln?
Julian Pauli vom 1. FC Köln
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Am Dienstag sprang Julian Pauli bereits wieder über kleine Plastikhürden, spielte die ersten Bälle und dribbelte durch den kleinen Slalom-Parcours – zwei Wochen nach seinem Bänderriss arbeitet der Shootingstar der vergangenen Spielzeit wieder an seinem Comeback, die Rückkehr ins Mannschaftstraining könnte also schneller passieren, als zunächst vielleicht angenommen, zumindest befürchtet. Wie es dann mit dem 19-Jährigen weitergeht, ist bislang noch nicht so ganz geklärt. Vor ziemlich genau einem Jahr feierte der Innenverteidiger einen starken Saisonauftakt, entschied das interne Abwehr-Duell gegen Dominique Heintz für sich und startete in seine erste Profi-Saison. Damals war Pauli eigentlich für eine Spielzeit in der U21 vorgesehen, gehörte aber fest zum Kader der ersten Mannschaft.
Soll Pauli verliehen werden?
Doch gerade durch die Gehirnerschütterung, die sich Pauli im Duell gegen Hertha BSC zugezogen hatte, fiel der Youngster lange aus, musste auf ein Comeback lange warten. Erst gegen Ende der Spielzeit war Pauli wieder fit, über die Rolle des Ergänzungsspieler kam er allerdings nicht mehr hinaus, spielte in den letzten Saisonspielen gar nicht. Und die Situation hat sich nicht verbessert. Gerade Joel Schmied hat mit guten Leistungen in der Vorbereitung seine Ansprüche angemeldet. Zudem bahnt sich gerade die Verpflichtung von Cenk Özkacar an. Der türkische Nationalspieler (9 Begegnungen) kommt offenbar per Leihe vom FC Valencia, die Kölner haben eine Kaufoption im Vertrag verankert. Der Innenverteidiger kommt sicherlich auch mit dem Anspruch, in die Stammformation zu rücken.
Zudem steht mit Rav van den Berg ein weiterer Innenverteidiger auf der Wunschliste der Geißböcke. Nun bringt der „Express“ eine gut mögliche Alternative ins Spiel. Demnach gibt es konkrete Leih-Pläne beim FC. Mit Pauli könnten die Kölner also ein Leihkonstrukt anstreben. Ein Weg, den die Geißböcke bekanntlich gerne angehen. Die jungen Spieler sollen auf möglichst viel Spielzeit kommen. Spielzeit, die es im harten Konkurrenzkampf der Bundesliga vielleicht nicht gibt. Nicht umsonst haben die Kölner Youngster wie Elias Bakatukanda oder Jaka Potocnik verliehen. Auf der Liste stehen auch Neo Telle, der zuvor allerdings seinen Kontrakt verlängern müsste, sowie Emin Kujovic der schon verlängert hat, für den es noch eine Lösung geben soll. Wie erfolgreich dieses Konstrukt ist, haben die Leihen von Jonas Urbig und Tim Lemperle bewiesen.
Möglich ist aber auch, dass sich Pauli dem Wettbewerb stellen will. Voraussichtlich ohnehin nicht im direkten Duell mit Özkacar, der wohl eher den linken Part in der Innenverteidigung übernehmen würde. Zudem war der Türke in den vergangenen Spielzeiten eben auch alles andere als ein Leistungsträger. Rav van den Berg wäre möglicherweise ein ganz anderes Kaliber.