Gleich zwei Spieler sind im Sommer vom 1. FC Köln an die Hafenstraße abgewandert. Nun muss Rot-Weiss Essen aber auf die beiden Kölner Akteure verzichten. Marvin Obuz und Jaka Potocnik fallen aus.
Der eine kam mit einer Empfehlung aus der Vergangenheit, der andere sammelte Pluspunkte bei den ersten Auftritten mit seinem neuen Team. Jetzt drohen beide zu Sorgenkindern zu werden. Marvin Obuz und Jaka Potocnik fallen aus.
MArvin Obuz und Jaka Potocnik wechselten vom 1. FC Köln zu Rot-Weiss Essen
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Eigentlich war der Start für Jaka Potocnik wirklich verheißungsvoll. In den ersten Testspielen lieferte der junge Stürmer direkt ab und nährte damit die Hoffnungen in Essen und wohl auch in Köln. Potocnik und RWE – das scheint zu passen. Der FC erhofft sich viel Spielzeit, RWE eine offensive Verstärkung. Potocnik ließ zunächst sein Können in den Testspielen gegen Fortuna Köln und den 1. FC Magdeburg aufblitzen, fällt nun aber vorerst aus. Der junge Slowene zog sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und wird den Rot-Weißen vorerst fehlen – vermutlich sogar beim Saisonauftakt gegen 1860 München. Wie lange der Angreifer genau ausfällt, ist nicht bekannt.
Obuz wird ebenfalls fehlen
Besonders bitter. RWE-Trainer Uwe Koschinat hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, welche wichtige Rolle der Slowene bei Essen einnehmen könnte. Zudem muss der Drittligist auch auf den zweiten Zugang vom 1. FC Köln verzichten. Denn auch Marvin Obuz ist aktuell nicht fit. Der Offensivspieler hat seit Wochen bereits Leistenprobleme, kann aktuell auch nicht mit der Mannschaft trainieren und ist damit ebenfalls für den Saisonauftakt gegen München fraglich. Beide ehemaligen Kölner Spieler werden also mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Potocnik war im Sommer an RWE verliehen worden. Der Stürmer soll über Spielpraxis den Durchbruch im Profifußball feiern. Von Obuz hat sich der FC getrennt. Der Offensivspieler konnte sich in der vergangenen Saison unter Gerhard Struber nicht durchsetzen.
Seit ein paar Tagen ist Sebastian Sebulonsen ein Kölner. Am vergangenen Freitag macht der FC seinen Wechsel offiziell. Nun äußert er sich erstmal: Das sagt Sebastian Sebulonsen zu seinem Start beim 1. FC Köln.
Mit ihm ist endlich der gesuchte Rechtsverteidiger da: Seit vergangenem Freitag ist Sebastian Sebulonsen Spieler des FC. Beim Testspiel am gleichen Tag saß er noch nur auf der Bank, aber das soll sich möglichst bald schon ändern: Das sagt Sebastian Sebulonsen zu seinem Start beim 1. FC Köln.
Sebastian Sebulonsen beim Training des 1. FC Köln
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Er ist der sechste Norweger, der jemals im Trikot des 1. FC Köln gespielt hat, und gleichzeitig auch Sommerneuzugang Nummer sechs: Am vergangenen Freitag machte der FC die Verpflichtung von Sebastian Sebulonsen perfekt. Nach drei Jahren in Dänemark bei Bröndby IF sucht er bei den Geißböcken in der Bundesliga eine neue Herausforderung. Und damit erfüllt er sich auch einen großen Wunsch. „Es war immer ein Traum, in einer der fünf großen Ligen zu spielen. Die Bundesliga sieht mit der Fankultur und allem anderen nach einer wirklich guten Liga aus, um darin zu spielen“, sagt der 25-Jährige im Anschluss an die Trainingseinheit am Dienstag im Trainingslager.
Historie des Vereins überzeugt
Seine ersten Eindrücke vom Verein und der Mannschaft seien positiv. „Ich bin glücklich, dass ich hier bin. Es scheinen viele nette Leute zu sein und ein gutes Team.“ Ein wichtiger Grund für seinen Wechsel sei dabei gewesen, was er schon vorher über den Verein und die Stadt erfahren hat. „Ich habe viele gute Sachen über Köln gehört, über die Stadt aber natürlich auch über den Verein. Er hat eine große Historie. Ich freue mich sehr darauf, wenn wir nächstes Jahr in der Bundesliga antreten“, so der Norweger. Er selbst habe vor etwa zwei, drei Wochen mitbekommen, dass der FC an ihm interessiert sei: „Dann hatte ich ein Gespräch mit dem Klub und den Menschen um mich herum. Ich habe etwas recherchiert und habe mehr über den Verein gelernt. Es kam mir wie eine wirklich gute Möglichkeit vor.“
Mit Trainer Lukas Kwasniok sei der Austausch bis jetzt gut gewesen. „Er kennt meine Stärken und weiß meine Physis und Kraft auf der rechten Seite einzusetzen. Hoffentlich können wir das den Kölnern auch zeigen“, sagt Sebulonsen. Dafür hat der Norweger in den vergangenen Tagen auch schon hart im Training gearbeitet. Er selber sei dabei von Kwasnioks System überzeugt: „Es fühlt sich toll an. Es sind viele neue Sachen. Aber durch die vielen Trainingseinheiten in der Saison-Vorbereitung ist es einfacher, in das neue System reinzufinden und auch neue Beziehungen zu meinen Mitspielern aufzubauen.“ Dabei kenne er die Formation zwar schon von seinen vorherigen Stationen, das System und die Ideen des Trainers seien aber völlig neu. Um in diesem einen Platzt zu bekommen, muss er sich dann nun dem Konkurrenzkampf mit Jusuf Gazibegovic stellen.
Schon einige schweißtreibende Einheiten haben die Spieler des FC im Trainingslager hinter sich. Aber auch am vierten Tag kann Trainer Lukas Kwasniok nicht aus dem Vollen schöpfen: Mehrere Spieler des 1. FC Köln können nicht voll trainieren.
Noch sind nicht alle Spieler fit beim FC. So musste Eric Martel bereits ein paar Einheiten aussetzen und auch Jacob Christensen hat noch Probleme. Am vierten Tag des Trainingslagers kommt noch ein weiterer gesundheitlich angeschlagener Akteur dazu: Mehrere Spieler des 1. FC Köln können nicht voll trainieren. Auch wenn bei zumindest einigen mit einer baldigen Rückkehr zu rechnen ist.
Eric Martel trainiert wieder mit dem Ball
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Bisher hat Trainer Lukas Kwasniok seine Mannschaft wirklich nicht geschont. Bei sommerlichen Temperaturen mussten die FC-Profis im Trainingslager schon einige schweißtreibende Einheiten absolvieren, um sich die körperlichen Grundlagen für die kommende Spielzeit zu erarbeiten. Aus dem Vollen schöpfen konnte der Coach dabei aber noch nicht. Ein paar Profis haben noch nicht voll mit trainieren können. Und auch am vierten Tag wird das so bleiben. Eric Martel stand wieder auf dem Platz, trainierte Teile der Einheit wieder mit. Der Mittelfeldspieler hatte die Einheit am Sonntag wegen Rückenproblemen abbrechen müssen und auch am Montag nicht auf dem Platz gestanden. Da hatten die Kölner aber schon leichte Entwarnung gegeben und angekündigt, dass er bald wieder auf dem Platz stehen werde. Das ist nun wie erwähnt auch der Fall.
Schwäbe muss aussetzen
Ein ähnliches Schicksal hat Jacob Christensen, nur dass der Däne noch nicht wieder auf dem Platz ist. Er kann wegen muskulären Problemen weiterhin nur individuell trainieren. Gar nicht mitwirken kann wiederum Marvin Schwäbe. Das aber nicht aus Verletzungsgründen. Der Torwart leidet an Magen-Darm-Problemen und muss deswegen aussetzen, blieb im Hotel. Trainer Kwasniok muss also auf ein paar Spieler verzichten. Auf wen er von den Abwesenden beim Testspiel am kommenden Freitag bauen kann, bleibt noch abzuwarten. Positiv ist aber die Entwicklung von Luca Kilian. Der Innenverteidiger kommt langsam zurück von seiner Reruptur des Kreuzbandes. Nach und nach kann er mehr beim Mannschaftstraining mitmischen, auch wenn er noch kürzer tritt.
Die Mannschaft trainierte derweil zunächst auf dem Nebenplatz, einmal mehr eine intensive Einheit. Einen kuriosen Einsatz hatte Mannschaftsarzt Dr. Paul Klein, der einen Fan nach einem Sturz versorgte.
Florian Kainz geht in dieser Spielzeit in seine siebte komplette Saison beim FC. Mit come-on-fc.com sprach er im Interview während des Trainingslagers in Bad Waltersdorf über seine Zeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.
Die Rückkehr in die Steiermark freut den Österreicher besonders. Das diesjährige Trainingslager findet in Bad Waltersdorf statt – und der Routinier fühlt sich wohl – in der Heimat und beim 1. FC Köln: Florian Kainz spricht über seine Konkurrenz und die Zukunft.
Florian Kainz im Interview mit come-on-fc.com
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Herr Kainz, Sie scheinen keine großen Probleme mit Drehschwindel zu haben. In der ersten Trainingseinheit hier in Bad Waltersdorf mussten Sie sich einige Male um eine Stange drehen und dann aufs Tor schießen. Während die Kollegen zum Teil umgefallen sind, haben Sie den Ball in den Winkel genetzt…
Florian Kainz: Das war reines Glück (lacht). Es war eine unübliche Übung zum Start ins Trainingslager. Die hat natürlich jedem Spaß gemacht. Ich wollte einfach den Ball aufs Tor bekommen. Aber es ist cool, dass nicht immer die gleichen Sachen gemacht werden. Die Übung war aber eher dem geschuldet, dass wir noch das Spiel von Freitag in den Beinen und die Reise in den Knochen hatten. Deswegen haben wir nicht so viel trainiert. Die nächsten Tage werden wir richtig Gas geben.
„Das bedeutet etwas“
Im vergangenen Jahr hatten Sie in einem Interview angedeutet, wie sehr Sie sich auf das Trainingslager hier freuen. Sie kommen schließlich aus der Steiermark. Doch es kam anders. Eine Verletzung hat die Pläne durchkreuzt. Dieses Mal hat es geklappt.
Ich freue mich sehr, dass ich dieses Mal dabei bin. Das war letztes Jahr schon extrem bitter. Ich habe mich einen Tag vor dem Trainingslager im Testspiel verletzt, dann bin ich operiert worden. Ich hatte mich schon sehr gefreut. Denn ich war hier schon vor 15 Jahren mit Sturm Graz im Trainingslager. Auch hier im Hotel. Im Keller hängen noch Fotos von 2010 und 2011, auf denen ich zu sehen bin. Das ist schon lustig.
Löst so eine Rückkehr auch Wehmut aus. Immerhin sind Sie jetzt seit sehr langer Zeit aus der schönen Steiermark weg, Köln ist ein anderes Pflaster.
Ich freue mich einfach, dass wir hier sind und zum Testspiel dann auch ein paar bekannte Gesichter kommen – Freunde, aber auch Familie. Das ist sonst ja nicht so möglich. Für die Familie ist das schon cool, wenn sie sich das Training anschauen können.
Sie gehen beim FC nun in die siebte komplette Saison. Köln muss doch mittlerweile auch so etwas wie Heimatgefühle auslösen?
Es ist eine lange Zeit. Und ich fühle mich sehr wohl in Köln. Meine beiden Söhne sind in Köln geboren. Ich verbinde also sehr viel mit der Stadt. Im Fußballerleben ist ja fast schon außergewöhnlich, eine so lange Zeit bei einem Verein zu verbringen. Das bedeutet etwas.
Die siebte volle Saison, sechseinhalb Jahre FC. Europa, Ab- und Aufstieg – es gab Höhen und Tiefen. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Viel. Wir sind zwei Mal Zweitliga-Meister geworden. Auf-, aber auch abgestiegen, die Relegation, die Conference League, Klassenerhalt – es ist schon sehr viel passiert. Gerade die Spiele in der Conference League, aber auch die Aufstiege bleiben einem sehr positiv in Erinnerung. Genauso wie besondere Spiele und Tore.
„Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden“
Es gab aber auch negative Erlebnisse. Gerade die vorletzte Saison war für Sie keine besonders schöne, obwohl sie mit dem Kapitänsamt doch recht gut begonnen hat. Wie haben Sie die Spielzeit persönlich erlebt?
Es war eine schwierige Saison, mit einem schlechten Ende. Ich habe es auch persönlich nicht geschafft, meine Leistung zu bringen und dann ist natürlich Kritik aufgekommen. Das ist so im Fußball. Ich habe versucht, mich da rauszukämpfen und wieder meine Leistung zu bringen. Das war in der vergangenen Saison eine andere Konstellation. Da war es aber auch schwierig für mich, in die Saison reinzukommen. Ich bin erst spät in die Vorbereitung eingestiegen, war dann lange raus wegen der Verletzung. Dann in die Mannschaft zu kommen, war nicht einfach. Aber so ist das im Fußball.
Sie sind einer der routinierten Spieler. Wie gehen Sie mit Kritik um. Sind Sie da nach all den Jahren abgehärtet oder tut das dann doch noch irgendwie weh?
Jeder hat ja einen anderen Zugang zu Kritik. Ich kann das ganz gut einschätzen. Wenn ich weiß, dass es gerade nicht so gut läuft und auch mit meiner Leistung selbst nicht zufrieden bin, dann ist es ja ganz normal, dass Kritik aufkommt. Wenn ich weiß, dass ich gerade nicht so performe, dann lese ich mir auch nicht alles durch. Es ist einfach, Sachen zu lesen, wenn man ein Tor schießt oder gewinnt. Ich war aber nie der Spieler, der viele Kommentare gelesen hat. Vielleicht auch als Selbstschutz. Für mich habe ich da einen guten Weg gefunden, damit umzugehen.
Es wurde viel darüber gesprochen und geschrieben, dass Sie die Kapitänsbinde gelähmt haben könnte. War die Binde für Sie dann doch auch eine Bürde?
Es ist von Anfang an viel geschrieben geworden, auch dass die Binde vielleicht eine große Bürde ist. Ich bin nicht so der Lautsprecher, der war ich nie. Vielleicht ist das von mir erwartet worden. Ich habe einfach versucht, meinen eigenen Weg zu finden.
„Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen“
Als Leader werden Sie im Team aber dennoch wahrgenommen. Die jungen Spieler haben doch bestimmt immer den Rat bei Ihnen gesucht.
Das war damals auch so. Das ist aber nichts, was von außen wahrgenommen wird – und auch nicht muss. Das mache ich weiterhin, obwohl ich kein Kapitän mehr bin. Das machen aber alle älteren Spieler.
Sie haben in der Vergangenheit einige Male eine Art offensive Sechs gespielt. Auch dort gab es Stimmen, die wussten, dass das nicht Ihre Position ist…
Meine stärkste Position ist sicher Linksaußen. Da kommt es aber auch auf das System an. Ich habe in der Vergangenheit aber auch schon gezeigt, dass ich auf anderen Positionen gute Spiele machen kann und flexibel einsetzbar bin. Nur, wenn ich dann gute Spiele gemacht habe, ist das nicht so thematisiert worden.
“Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß“
Der FC hat mit Said El Mala einen Außenspieler bekommen, Jakub Kaminski ist dazugekommen, Linton Maina geblieben. Gerade auf den Außen wird die Konkurrenz nicht kleiner.
Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann. Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben.
Jetzt wird es wohl wieder um den Klassenerhalt gehen. Was erwarten Sie von der kommenden Saison?
Es wird eine harte Saison. Eine, in der wir von Beginn an direkt da sein müssen. Wir müssen die vier Wochen jetzt richtig gut nutzen. Es gibt einen neuen Trainer. Wir haben in den Testspielen gesehen, dass noch nicht alles funktioniert. Wir haben noch ein bisschen Zeit. Wir freuen uns alle auf den Saisonbeginn. Es sind viele Spieler dabei, die beim Abstieg und dann beim Aufstieg dabei waren. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.
Florian Kainz spricht über seine Zukunft
Ihr Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Wie geht es weiter? Hat es schon Gespräche gegeben?
Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen.
Gegen Leicester spielt der FC in der Merkur-Arena. Eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Wie wird das für Sie?
Das ist schon sehr cool, dass wir da spielen. Das ist das Stadion, in dem ich aufgewachsen bin. Das war das Stadion, in das ich als kleines Kind als Fan hingegangen bin. Ich hab da 14 Jahre gespielt. Das letzte Mal 2016. Ich freue mich, dass wir dort spielen. Das wird für mich ganz besonderes.
Das Registrierungsverbot über zwei Transferphasen hat den FC hart getroffen, am Ende eine große Mitschuld am Abstieg. Nun haben die Vereinsbosse der Geißböcke eine Entscheidung getroffen. Der 1. FC Köln geht nicht in den Rechtsstreit mit der FIFA.
Eine ähnlich drastische Sanktion hat es in der Bundesliga so nie gegeben: das Registrierungsverbot gegen den FC über zwei Transferphasen. Und das, obwohl der Europäische Gerichtshof im vergangenen Oktober entschieden hat, dass die Transferregelungen des Weltverbandes gegen europäisches Recht verstoßen. Dennoch: Der 1. FC Köln geht nicht in den Rechtsstreit mit der FIFA. Das berichtet der „Express„.
Jaka Potocnik vom 1. FC Köln
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Wie berichtet hatte der damals minderjährige Jaka Potocnik 2022 mit Hilfe seiner Mutter den damaligen Vertrag bei Olimpija Ljubljana gekündigt und am folgenden Tag, dem Deadline Day, bei den Geißböcken unterschrieben. Dagegen war der slowenische Club vorgegangen. Die FIFA erkannte in der Kündigung von Seiten des Spielers keinen „triftigen Grund“ für eine Kündigung und belegte den FC mit einem Registrierungsverbot. Das Urteil wurde vom internationalen Sportgerichtshof bestätigt, die Strafe war nach den damaligen Regeln wirksam. Der FC konnte in der Abstiegssaison im Winter nicht mehr nachbessern. Die Folge war der Gang in Liga zwei, der sicher mit der Transfersperre zusammenhing. Die Strafe wurde im Dezember 24 aufgehoben.
Komplizierte Beweislage
Und das wohl wegen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs. Dieser urteilte in einem anderen Fall, dass die entsprechenden Paragraphen der Transferregeln der FIFA gegen europäisches Recht verstoßen, weil sie die „Freizügigkeit von Berufsfußballspielern behindern können“. Die FIFA kündigte daraufhin eine Überarbeitung des Reglements an. „Die Regeln zum Transfer vertragsbrüchiger Spieler verstoßen praktisch auf ganzer Linie gegen europäisches Recht“, hatte damals Jurist Prof. Dr. Alexander Scheuch, der einst selbst in der Rechtsabteilung des FC tätig war, zu come-on-fc.com gesagt. „Der Gerichtshof vergleicht die Situation damit, dass sich Konkurrenzunternehmen versprechen, sich nicht gegenseitig die Arbeitnehmer abzuwerben.“ Unterm Strich bedeutet das Urteil, dass für die gegen den FC ausgesprochene Strafe keine wirksame Grundlage im FIFA-Regelwerk bestanden hat.
Und somit stellt sich die Frage nach möglichem Schadensersatz. „Ich halte es für sehr gut denkbar, dass dem Grunde nach ein Schadensersatzanspruch des FC gegen die FIFA besteht. Denn den Opfern von Kartellrechtsverstößen steht Ersatz zu“, sagte Scheuch im Oktober. „Die größte Schwierigkeit wird aber darin liegen, genau zu beziffern, welche Schäden der FC infolge der Transfersperre erlitten hat. Wie will man zum Beispiel nachweisen, dass man nicht abgestiegen wäre, wenn man im Winter 2023/24 Spieler hätte verpflichten können?“ Und offenbar sehen die FC-Bosse ähnliche Schwierigkeiten. „Wir haben im Verein intensiv diskutiert und alle Vor- und Nachteile abgewogen“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff nun dem „Express“. „Dabei haben wir verschiedene Anwaltskanzleien mit spezieller Expertise in den betreffenden Rechtsbereichen zur Beratung hinzugezogen. Am Ende sind wir zu dem Schluss gekommen, keinen Rechtsstreit gegen die FIFA aufzunehmen.“
Somit dürfte das Thema nun für den FC beendet sein. Jaka Potocnik spielt aktuell bei Rot-Weiss Essen und dreht in der Vorbereitung bislang ordentlich auf.
Bereits einige Veränderungen hat es bei der U21 des FC diesen Sommer gegeben. Nun steht der nächste Abgang fest: Jonas Saliger verlässt den 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler geht zur VSG Altglienicke.
Am kommenden Samstag startet die Kölner U21 gegen den 1. FC Bocholt in die neue Saison der Regionalliga West. Davor hat die Mannschaft aber noch einen Abgang zu verzeichnen: Jonas Saliger verlässt den 1. FC Köln.
Jonas Saliger (rechts, mit der Nummer 20) verlässt den 1. FC Köln
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Die U21 des 1. FC Köln hat ihr Gesicht in diesem Sommer ziemlich verändert. Etliche Wechsel wurden in beide Richtungen abgewickelt. Jetzt steht kurz vor dem Start in die Saison in der Regionalliga West am Samstag gegen den 1. FC Bocholt der insgesamt 11. Abgang fest: Jonas Saliger wechselt zur VSG Altglienicke. Das gab der FC heute bekannt. Der 21-Jährige geht damit in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost auf Punktejagd.
FC gibt Wechselwunsch statt
Der Wunsch nach einer neuen Herausforderung kam vom Mittelfeldspieler selber. Nach zwei Jahren in Köln sucht er mit Altglienicke eine neue Herausforderung. „Jonas hat sich in seinen beiden Jahren in der FC-Akademie positiv entwickelt und den Sprung in den Männerfußball gemeistert. Er hat in der zweiten Saison sowohl seine Spielzeit als auch seine Scorer-Quote deutlich erhöht. Nun kam er mit dem Wunsch einer Veränderung auf uns zu. Wir haben das intern abgewogen und letztlich seinem Wunsch stattgegeben. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute“, sagt Lukas Berg, Technischer Direktor des 1. FC Köln.
Saliger kam im Sommer 2023 von Dynamo Dresden in die Domstadt. Zunächst spielte er eine Saison leihweise für den FC. In dieser kam der Außenspieler auf 20 Einsätze in der Regionalliga West, in denen er zwei Tore und zwei Vorlagen erzielte. Darauf verpflichtete der 1. FC Köln ihn im vergangenen Sommer fest. In der abgelaufenen Spielzeit entwickelte der 21-Jährige sich dann gut weiter. Er kam auf insgesamt 26 Einsätze, davon 18 in der Startelf. Auch steigerte Saliger seine Anzahl an Scorerpunkten deutlich, schaffte sechs Tore und sechs Assists. Diese Quote wird er nun bei der VSG Altglienicke in der Regionalliga Nordost weiter steigern wollen.
Beim VfL Wolfsburg geriet Jakub Kaminskis Karriere zuletzt ins Stocken. Daher folgte vor etwas über zwei Wochen der Wechsel zum FC. Dort möchte er nun durchstarten: Das sagt Jakub Kaminski über seine Ziele beim 1. FC Köln.
Bereits 70 Bundesliga-Einsätze hat Jakub Kaminski mit gerade mal 23 Jahren vorzuweisen. Besonders in der vergangenen Saison war er beim VfL Wolfsburg aber nur Ergänzungsspieler. Das soll sich nun ändern beim 1. FC Köln: Das sagt Jakub Kaminski über seinen Wechsel und seine Ziele beim 1. FC Köln.
Jakub Kaminski beim Training in Bad Waltersdorf
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Er war einer der Lichtblicke beim insgesamt durchwachsenem Test gegen Fortuna Köln: Immer wieder sorgte FC-Neuzugang Jakub Kaminski für Wirbel auf der linken Seite. Mit seiner Dynamik stellte der 23-Jährige die Abwehr der Fortuna oft vor Probleme und leitete gerade in der Anfangsphase so vielversprechende Aktionen ein. Damit deutete der Außenspieler an, dass er eine wichtige Verstärkung für die Kölner im Kampf um den Klassenerhalt sein kann. Und genau das ist auch das Ziel des polnischen Nationalspielers: „Ich möchte meine Qualitäten in Köln zeigen. Ich bin ein schneller Spieler und möchte Tore schießen“, sagte der 23-Jährige am Anschluss an die Trainingseinheit am Montag im Trainingslager.
Schwierige Phase in Wolfsburg
Beim VfL Wolfsburg war seine Karriere in den vergangenen beiden Jahren jedoch etwas ins Stocken geraten. Kaminski kam nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus. „Ich konnte meine Position nicht stabilisieren, da es in Wolfsburg viele Wechsel gab“, so der 23-Jährige. Darum entschied er sich für den Transfer per Leihe zum FC. Ein Vorteil in Köln sind die Sprachkünste von Trainer Lukas Kwasniok: „Wir passen gut zusammen. Er spricht auch polnisch, das hilft beim besseren Verstehen.“ In Köln möchte der Spieler nun zeigen, dass er die Qualität für die Bundesliga hat.
Und dafür hat er in seinen ersten zwei Wochen schon einige schweißtreibende Einheiten mitgemacht. Die Arbeit in der Vorbereitung soll sich dann in der Saison auszahlen. „Ich hoffe, dass wir diese Intensität, die wir gerade im Training zeigen, dann auch auf den Platz bekommen“, sagt Kaminski. Und weiter: „Wir müssen uns die Zeit nehmen, um zu verstehen, was der Coach auf dem Feld möchte. Wir lernen gerade viel und ich hoffe, dass wir das dann auch in der Bundesliga anwenden können.“ Wichtig für eine erfolgreiche Saison ist aber auch der mannschaftliche Zusammenhalt. Er selber sei dabei sehr gut von der Mannschaft und den Mitarbeitenden aufgenommen worden und sehr glücklich, jetzt in Köln zu sein.
Großer Konkurrenzkampf
Dort erwartet ihn aber große Konkurrenz auf seiner Position. So haben die Geißböcke einige Spieler im Kader, die auf den Außen auf Spielzeiten kommen möchten. Linton Maina, Jan Thielmann, Florian Kainz und Said El Mala melden alle Startelfansprüche oder zumindest Ansprüche auf regelmäßige Einsatzzeiten an. Trotz der vielen Konkurrenten ist Kaminski überzeugt, dass er sich durchsetzen kann: „Ich muss meine Fähigkeiten auf dem Platz zeigen, jeden Tag hart arbeiten und dem Coach meine Qualitäten zeigen. Ich möchte die erste Wahl sein.“ Und das am liebsten auf der linken Seite. Der 23-Jährige kann zwar auch rechts agieren, fühlt sich auf links aber wohler: „Auf der Position habe ich sehr gute Spiele in der Bundesliga und polnischen Liga sowie in der Nationalmannschaft Polens gemacht.“ Dass der Neuzugang dann auch in ein paar Wochen am ersten Spieltag auf dieser Seite eine gute Leistung abliefert, werden wohl alle Fans des 1. FC Köln hoffen.
Am Montagvormittag ist der FC in die dritte Trainingseinheit des Trainingslagers gestartet. An Schonung war bei fast 30 Grad aber nicht zu denken. Eric Martel fehlte auch am Montag beim 1. FC Köln. Doch der FC gab vorsichtige Entwarnung.
Bei sommerlichen Temperaturen ging es für die Mannschaft am Vormittag weiter. Allerdings nicht für das komplette Team: Eric Martel fehlte auch am Montag beim 1. FC Köln, trainiert individuell. Jacob Christensen war ebenfalls nicht dabei.
Einheit auf dem Nebenplatz. Der 1. FC Köln trainiert bei sommerlichen Temperaturen
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Lukas Kwasniok kannte auch am Montagvormittag kein Pardon. Der Kölner Trainer schickte seine Mannschaft pünktlich um 10.30 Uhr auf den Trainingsplatz im Thermenstadion in Bad Waltersdorf. Nicht dabei war weiterhin Eric Martel. Beim Kölner Sechser hatte der „Rücken zugemacht“ wie der Verein auf Nachfrage erklärte. Martel hatte die Einheit am Sonntag abgebrochen, war zunächst behandelt worden und dann vom Platz gegangen. Am Montag fehlte der Spieler weiterhin. Der FC gab zumindest vorsichtig Entwarnung. Der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft trainiere aktuell individuell, heißt es von Vereinsseiten. Die Situation habe sich aber schon extrem verbessert. Martel könnte schon in den kommenden Tagen wieder auf den Platz zurückkehren.
Deutliche Ansagen vom Trainer
Auch Jacob Christensen trainiert aktuell weiterhin individuell. Der 24-Jährige leidet nach wie vor unter Adduktorenproblemen. Die Mannschaft absolvierte den ersten Teil der Einheit zunächst auf einem Nebenplatz. Nach einer knappen Stunde ging es dann auf den Hauptplatz vor den Augen der Fans auf der Tribüne. Die wurden von einem kuriosen Moment unterhalten, als der Staff vom Wassersprenger erwischt wurde. Lukas Kwasniok war offenbar nicht immer komplett zufrieden, gab während der Spielformen auffallend deutliche Anweisungen, beorderte immer wieder die Spieler in andere Positionen. „Und weiter, weiter, weiter“ hallte es durch das Thermenstadion. Der Coach heizte seiner Mannschaft ein, wollte Bereitschaft und Intensität sehen. Auch Said El Mala bekam ab und an einiges zu hören, erzielte dann aber im Trainingsspiel aber den entscheidenden Treffer.
Mit einem Erfolgserlebnis beendet der Kölner Nachwuchs die Vorbereitung. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Steinbach Haiger den letzten Test, bevor dann am Samstag das erste Pflichtspiel gegen den 1. FC Bocholt ansteht.
Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den Regionalligisten TSV Steinbach Haiger 2:1 und feiert zum Abschluss der Vorbereitung einen verdienten Sieg. Am kommenden Samstag geht es gegen den 1. FC Bocholt in der Liga weiter.
Evangelos Sbonias, Trainer der U21 des 1. FC Köln
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Während die Profis in Bad Waltersdorf in die heiße Phase der Vorbereitung starten, beginnt für die U21 der Geißböcke nun die Woche vor dem ersten Pflichtspiel gegen den 1. FC Bocholt. Und das mit einem Erfolgserlebnis. Genau sieben Tage vor dem Saisonauftakt hat der Kölner Nachwuchs noch einen Erfolg eingefahren. Gegen den Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger gewann der FC mit 2:1. „Beide Halbzeiten hochdominant, viel Ballbesitz, sehr viele Situationen herausgespielt aus dem Pressing, Chancen kreiert“, sagte Kölns Trainer Evangelos Sbonias und sprach von einem „rundum gelungenen Testspiel-Sieg, wir beenden die Vorbereitung mit einem sehr guten Gefühl.“ Allerdings lief für den Coach nicht alles rund. Vor allem, „dass wir das Spiel nicht früher schließen und es mit 2:1 offen bleibt“, kritisierte Sbonias. „Wir lassen in dem Spiel anderthalb Torchancen zu, eine davon ist gleich ein Tor zum Rückstand.“
FC zeigt richtige Reaktion
Doch das 0:1 hatte nicht lange Bestand. Noch vor dem Seitenwechsel drehten die Geißböcke die Begegnung und brachten sie im zweiten Abschnitt sicher über die Zeit. Mehr als ein weiterer Pfostenschuss war für den FC aber auch nicht drin. Mit Emin Kujovic, Malek El Mala und Mansour Ouro-Tagba waren drei Spieler dabei, die sich im Dunstkreis des Profikaders befinden. Im Tor stand Tobias Trautner. Die etatmäßige Nummer eins der U21 komplettiert aktuell das Torhüter-Quartett der Profis. Luis Hauer reiste – wie auch Etienne Borie – mit dem FC-Tross nach Bad Waltersdorf, soll aber unter der Woche frühzeitig zur Kölner Reserve zurückkehren. Beide sind für den Kader gegen das Spiel gegen den 1. FC Bocholt vorgesehen.
Der Kapitän für die neue Saison steht noch nicht fest beim FC. Aber egal, wer es wird, er wird es nicht alleine richten können. Es wird mehrere Spieler brauchen, die vorangehen beim 1. FC Köln: Wer kann auf dem Platz die Führungs-Achse sein?
Um in der Bundesliga zu bestehen, braucht der FC mehrere Spieler, an denen sich die anderen orientieren können. Gerade bei wichtigen Spielen im Kampf gegen den Abstieg braucht es Akteure, die vorangehen beim 1. FC Köln: Wer kann auf dem Platz die Führungs-Achse sein?
Marvin Schwäbe könnte Teil der neuen Kölner Achse sein
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Erst in ein paar Wochen will Trainer Lukas Kwasniok entscheiden, wer beim 1. FC Köln in der kommenden Spielzeit Kapitän ist. Das sagte er nach dem Testspiel gegen Bergisch Gladbach. Fest steht: Der FC braucht mehr als nur einen Anführer, um in der Bundesliga zu bestehen. Über alle Mannschaftsteile hinweg benötigt es eine Achse an Akteuren, die vorangehen und an denen sich die anderen orientieren können. Gerade nach dem Aufstieg ist das für die Kölner von besonderer Bedeutung, da es sehr wahrscheinlich ist, dass es in der Saison auch mal schwierigere Phasen geben wird und sie etwa vielleicht öfter mal einem Rückstand hinterherlaufen. Dann braucht es Spieler, die mit Leistungen überzeugen und ihren Mitspielern Sicherheit geben. Aber wer könnte diese Rolle in der kommenden Saison bei den Geißböcken übernehmen?
Schwäbe als Rückhalt
In der Defensive gibt es auf jeden Fall einen klaren Rückhalt, nämlich Torwart Marvin Schwäbe. Bereits in der vergangenen Saison war der Torhüter, nachdem er sich die Nummer eins von Jonas Urbig zurückerobert hatte, einer der Führungsspieler. Der Keeper überzeugte mit starken Leistungen und stabilisierte mit seiner Ruhe die gesamte Verteidigung. Nicht umsonst gilt der 30-Jährige als einer der möglichen Kandidaten für das Kapitänsamt. Aber egal ob mit oder ohne Binde wird Schwäbe in der kommenden Spielzeit ein wichtiger Teil der Kölner Führungs-Achse sein.
Neben ihm ist hinten ein weiterer Anker beziehungsweise ein Abwehrchef wichtig. Nominell könnte das Timo Hübers sein. Der Kapitän der abgelaufenen Saison verfügt über viel Erfahrung in der ersten und zweiten Liga und hat logischerweise auch in der abgelaufenen Saison schon eine Führungsrolle eingenommen. Mit seinen fast 29 Jahren kann er eine Abwehr organisieren und vorangehen. Allerdings läuft sein Vertrag nur noch bis 2026, seine Zukunft ist also noch nicht geklärt. Auch könnte es seine Position in der Mannschaft schwächen, wenn ihm das Kapitänsamt abgenommen werden sollte. Daher wäre es verständlich, wenn der FC noch den erfahrenen Innenverteidiger holen würde, nach dem er sich momentan wohl umschaut. Dieser könnte dann entweder gemeinsam mit Hübers die Defensive organisieren, diesen entlasten oder seine Rolle übernehmen.
Fragezeichen im Mittelfeld
Eine Position weiter vorne im Mittelfeld könnte Eric Martel die Führungs-Achse fortführen. Der nominelle Sechser ist trotz seiner erst 23 Jahre einer der wichtigsten Spieler im Kölner Kader. So geht er mit Leistungen voran. Auch zeigte er seine Führungsqualitäten bereits zuletzt in der deutschen U21, bei der er während der EM Kapitän war. An ihm können sich seine Mitspieler aufrichten. Aber auch Martels Vertrag läuft in einem Jahr aus. Noch ist unklar, wie der 23-Jährige sich entscheidet. Der Verein würde gerne mit ihm verlängern. Wenn er jedoch eine Verlängerung ablehnt, ist es sowohl denkbar, dass die Kölner Martel bei einem angemessenen Angebot noch verkaufen, als auch, dass beide zusammen in das letzte Vertragsjahr gehen. Es könnte sich daher aber noch eine Lücke in der Kölner Achse auftun.
Zumindest zum Teil füllen kann diese eventuell Neuzugang Tom Krauß. Wenn er Martel auch nicht spielerisch ersetzen kann, wäre es möglich, dass Krauß zu einem der Spieler wird, der mit seiner Einstellung die anderen mitzieht und so die Führungsqualitäten von Martel auf dem Platz teilweise ersetzt. Krauß ist sehr laufstark und zeigt großen Einsatz, was Coach Kwasniok von seinen Spielern fordert. Auch verfügt er über ein großes Selbstverständnis. Sein Ex-Trainer Dieter Hecking attestierte ihm in seiner Bochumer Zeit eine „positive Arroganz“. Diese braucht es, um im Kampf gegen den Abstieg zu bestehen. Wenn Krauß dieses Selbstbewusstsein auf seine Mitspieler übertragen kann, wird er möglicherweise einer der Anführer auf dem Platz.
Wer führt die Offensive an?
Im Kölner Angriff gibt es ein paar Kandidaten, die die Achse fortführen könnten, aber noch niemanden, der sich eindeutig dafür aufdrängt. Florian Kainz war 2023/24 bereits FC-Kapitän, konnte die Rolle aber nicht gut genug ausfüllen. Auch darum wurde er bereits nach einer Saison wieder abgesetzt. Er ist eher nicht der Typ Spieler, der in schwierigen Situationen vorangeht. Ähnlich ist es bei Luca Waldschmidt. Mit 29 Jahren und bereits einer Menge Erfahrung wäre er auf dem ersten Blick eine Option. Allerdings ist auch er weniger jemand, der die Mannschaft in harten Momenten nochmal pusht. Linton Maina könnte vielleicht in diese Rolle hineinwachsen. In der abgelaufenen Saison war er einer der besten Kölner und setzte mit seiner Vertragsverlängerung am Saisonende ein Zeichen. Wenn er es schafft, auch in der Bundesliga zu überzeugen, könnte er darum vielleicht immer mehr zu einem der Führungsspieler werden.
Zumindest durch seine Leistungen kann eventuell Ragnar Ache ein Teil der Achse sein. Wenn er in seinem zweiten Anlauf den Durchbruch in der Bundesliga schafft, könnte er mit guten Einsätzen seine Mitspieler mitziehen. Dafür müsste er aber auch in den schwierigeren Phasen performen. Als voraussichtlich gesetzter Stammspieler gibt es aber zumindest gute Voraussetzungen dafür, dass er Einfluss auf die Mannschaft nehmen kann. Ob er das letztendlich schafft, wird sich zeigen. Klar ist aber, dass sich die Führungs-Achse im Kölner Sturm erst noch finden muss.