Bereits fünf Profi-Debüts beim FC – ein starker Wert, es bleibt das „Aber“

Neo Telle freut sich über sein Debüt beim 1. FC Köln
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Bereits fünf Profi-Debüts beim FC – ein starker Wert, es bleibt das „Aber“

Mit Neo Telle gab am vergangenen Sonntag bereits das fünfte Eigengewächs sein Debüt bei den FC-Profis – in dieser Saison. Ein ordentlicher Wert, ein starkes Zeichen für die Entwicklung eigener Talente. Doch es bleibt ein kleiner Beigeschmack. Darum sind die fünf Debütanten erst der Anfang beim 1. FC Köln.

Seit einiger Zeit definiert sich der FC als Entwicklungsclub. Und die Statistik mit fünf FC-Profi-Debüts und 12 Eigengewächsen im Team gibt den Kölnern auch Recht. Doch es bleibt ein dickes „Aber“ bei der Rechnung. Darum sind die fünf Debütanten erst der Anfang beim 1. FC Köln.

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Das breite Grinsen sprach Bände, Neo Telle konnte sein Glück am vergangenen Sonntag wohl wirklich kaum fassen. „Es ist verrückt für mich, eine Riesenehre. Ich kann es noch gar nicht so richtig wahrnehmen, es sind zu viele Gefühle“, zitierte der FC später seinen Schützling. „Das so zu erleben, mit einem Sieg und ohne Gegentor, ist unfassbar. Man hat am ganzen Körper Gänsehaut und kriegt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.“ Eine gewisse Freude war auch den Kölner Verantwortlichen nicht abzusprechen. „Ich finde es cool, wenn wir aus unserem eigenen Club Jungs nachentwickeln, die reinspringen können“, sagte Gerhard Struber, der das nächste Debüt als „Zeichen, wie gut wir im Nachwuchs arbeiten“, verstanden wissen wollte. „Ich glaube, das ist auch eine schöne Story, dass wir mit Neo Telle dem nächsten Spieler bei uns aus der Akademie die Möglichkeit gegeben haben, im Profibereich seine ersten Minuten zu machen“, sagte auch Thomas Kessler.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Fünf Debütanten beim 1. FC Köln

Tatsächlich ist die Entwicklung eine gute und Telle machte seine Sache auch sehr gut. Der 19-Jährige hat zumindest die Hoffnung geweckt, dass die Kölner bereits ihr nächstes Abwehr-Talent in den Startlöchern haben, nachdem Julian Pauli den Sprung ganz offensichtlich schon geschafft hat. Auch, wenn der Youngster nach wie vor an den Folgen seiner Gehirnerschütterung laboriert. Zur Wahrheit gehört natürlich auch die personelle Situation. Ob Pauli ohne die Transfersperre sein Debüt bereits im Sommer gefeiert hätte, ist zumindest fraglich. Und genauso ist nun Telle der große Profiteur der Personalsituation. Timo Hübers war gesperrt, Eric Martel verletzt – und keine weitere Alternative für die Position des Innenverteidigers auf der Bank. Bekanntlich wird Luca Kilian noch lange ausfallen.

Beim FC, der sich seit 2022 bekanntlich als Entwicklungsclub definiert, wird das Debüt als weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewertet. Tatsächlich lesen sich die Zahlen dieser Spielzeit gut. Aktuell kommen die Geißböcke auf zwölf Eigengewächse im Kader der Profis. Mit den verliehenen oder abgewanderten Elias Bakatukanda, Maxi Schmid und Meiko Wäschenbach wären es noch einige mehr. Nur Hertha BSC führt aktuell mehr auf (15). Allerdings gehören zu der Liste auch Spieler wie Mark Uth, bei dem sich das Wort Eigengewächs im zarten Alter von 33 Jahren irgendwie fremd anhört und Fayssal Harchaoui, der (noch) keine Rolle bei den Profis spielt. Darüber hinaus zählen die Geißböcke durch Telle nun fünf Debütanten, wobei zumindest Oliver Schmidt nicht wirklich sein Profi-Debüt gegen Braunschweig feierte. Der Stürmer absolvierte seinen ersten Profi-Einsatz beim SC Verl in Liga drei, nun aber den ersten für den FC.

Top-Entwickler verfolgen andere Ziele

Unterm Strich gehört der FC mit seinen fünf Debütanten aber auch nicht zu den Top-Clubs der Liga. Beispielsweise setzte Ulm in dieser Spielzeit 13 Spieler ein, die erstmals im Profibereich spielten, bei Regensburgs sind es laut transfermarkt.de bislang elf. Natürlich verfolgen diese Clubs aber auch andere Ziele als ein großer Aufstiegskandidat, die Bedingungen im Club sind komplett andere, die Vereine noch mehr auf Eigengewächse angewiesen. Die Teams mit Aufstiegsambitionen wählen einen anderen Kadermix, setzen andere Schwerpunkte. So kommen beispielsweise der Hamburger SV und der SC Paderborn auf drei Profi-Debütanten, Hannover noch auf keinen. Der große Vorreiter ist der FC nun aber eben auch nicht. Zumal zur Entwicklung eines Spielers dann auch ein gewisser sportlicher oder wirtschaftlicher Profit gehört.

Durch den Transfer von Jonas Urbig ist dieser nun aber erheblich aufgewertet worden. Mit Boni werden die Kölner rund zehn Millionen Euro einnehmen. Auf der anderen Seite steht dann aber ein Tim Lemperle, der den Verein ablösefrei verlässt, gleiches könnte mit Marvin Obuz passieren. Und auch Vertragsverlängerungen vom Kölner Top-Torjäger Damion Downs oder dem Shootingstar der Vorsaison Max Finkgräfe werden keine leichten für Christian Keller und Co. Immerhin befinden sich die Kölner Verantwortlichen offensichtlich in Gesprächen mit Downs. Zwar wollte Thomas Kessler am Mittwoch nicht auf mögliche Vertragsgespräche eingehen, erklärte aber die Bedeutung des Stürmers. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung“, sagte Kessler.

Kein Wunder, Downs ist aktuell der Mann für die ganz wichtigen Tore. „Das hat jetzt nicht unbedingt was damit zu tun, dass er in den letzten Wochen jetzt auch trifft und so wie wir eben gesagt haben auch an vielen Toren beteiligt war, zusammen auch mit Linton, sondern dass es ein Spieler ist, der bei uns aus der eigenen Akademie kommt, der sich stetig weiterentwickelt hat über erste Einsatzzeiten in der Bundesliga und jetzt auch eine tragende Rolle in der zweiten Liga übernimmt. Er ist ein schönes Beispiel dafür, wie eine Entwicklung gehen kann über unsere Akademie.“

Ein Anfang, mehr aber noch nicht

Wie es mit der Ausbildung auch gehen kann, zeigt der 1. FC Nürnberg. Beim Club gab es in dieser Spielzeit bereits neun Debütanten. Interessanter sind aber die Erlöse, die Nürnberg durch den Verkauf von jungen Spielern erzielt. Stefanos Tzimas wechselt für 25 Millionen Euro nach England (allerdings hat der Club den Angreifer zunächst für 18 gekauft), Finn Jeltsch für knapp zehn Millionen zum VfB Stuttgart, Can Uzun im vergangenen Sommer für elf Millionen Euro nach Frankfurt und Jens Castrop wird für knapp fünf Millionen zu Borussia Mönchengladbach wechseln. Jener Castrop, den der FC nicht vom Club zurückholen wollte. Nun kommen die Kölner immerhin auf fünf Debütanten. Ob es die ohne die Transfersperre gegeben hätte, ist reine Spekulation und dazu eine müßige. Denn die Sperre hat es nun mal gegeben, die Folgen sind eklatant.

Immerhin betreiben die Geißböcke offenbar sehr gute Nachwuchsarbeit, fördern auch weiterhin Talente, die auf dem Sprung in den Profi-Kader sind. Dementsprechend ist der Durchbruch der Eigengewächse schon sehr erfreulich, ein Anfang. Mehr aber noch nicht.


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Systemumstellung?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Auch Telle fällt aus – Der 1. FC Köln reist wohl mit Personalsorgen nach Magdeburg – „Das tut immer weh“

Neo Telle bei seinem Profidebüt für den 1. FC Köln
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Auch Telle fällt aus – Der 1. FC Köln reist wohl mit Personalsorgen nach Magdeburg – „Das tut immer weh“

Nach seinem Debüt fällt nun Neo Telle für die Begegnung am Freitag wohl aus. Der Youngster meldete sich am Mittwoch krank. Auch Tim Lemperle und Julian Pauli sind noch nicht fit, Eric Martel wird dem FC vorerst ebenfalls fehlen. Der 1. FC Köln reist wohl mit Personalsorgen nach Magdeburg.

Eric Martel wir den Kölnern wohl einige Wochen fehlen, nun meldete sich auch Neo Telle krank. Der 1. FC Köln reist wohl mit Personalsorgen nach Magdeburg

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Bereits am Montagabend gab es die Gewissheit: Gerhard Struber wird seine Startformation gegen den 1. FC Magdeburg umbauen müssen, mit Eric Martel bricht dem Trainer der Geißböcke einer seiner wichtigsten Spieler weg. „Verletzungen tun immer weh“, sagte Struber am Mittwoch auf der Spieltags-Konferenz. „Eric ist ein Spieler, der für uns in den letzten Wochen und Monaten natürlich alles, was die Leistung angeht und Ergebnisse angeht, immer einen großen Beitrag geleistet hat. Gleichzeitig werden wir den Ausfall einfach im Kollektiv auffangen.“ Ganz so einfach wird der Ausfall aber nicht zu kompensieren sein. Denn Martel ist der zweikampfstärkste Spieler in den Reihen der Geißböcke. „Wir haben auch andere Jungs, die auf dieser Position gut agieren können und wir wollen halt einfach den Moment auch nützen, um andere Spieler dann auch in diese Position zu bringen“, so Struber.

Taktische Formation für Freitag offen

Am Sonntag brachte der Trainer mit Neo Telle ein weiteres Talent, das in der Innenverteidigung für den angeschlagenen Martel agierte. Der Youngster machte seine Sache gut, wird aber warhscheinlich ebenfalls ausfallen. Telle meldete sich am Mittwochvormittag mit einem Infekt krank, hinter dem Abwehrspieler steht ein dickes Fragezeichen – ein sehr dickes. Da aber auch Julian Pauli weiterhin fehlt, ist die Personaldecke in der Innenverteidigung nach wie vor eine dünne. Immerhin kehrt Kapitän Timo Hübers nach abgesessener Gelbsperre wieder zurück. Ob Struber mit Dreier-, Vierer- oder sogar Fünferkette spiele will, ließ er offen. Drei Innenverteidiger stehen allerdings zur Verfügung, so dass in diesem Fall Martel wohl auf der Sechs ersetzt werden muss. Am vergangenen Sonntag spielte dort Mathias Olesen.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Auch für Freitag ist der Nationalspieler Luxemburgs eine Option. Allerdings sprach Struber auch davon, dass der Defensivverbund eben Olesen unterstützen müssen. Dennoch sagte Struber: „Ich habe großes Vertrauen in Mathias, dass er das sehr gut hinbekommt.“ In der Offensive wird der FC auch auf Tim Lemperle weiterhin verzichten müssen. Doch mit Damion Downs und Linton Maina scheinen die Kölner aktuell ein sehr effizientes Sturmduo gefunden zu haben. „Ich denke, beide ergänzen sich sehr gut für unser Spiel. Beide haben Speed, beide haben Dynamik, beide haben Spielwitz, beide haben Abschlussfertigkeiten auf einem sehr hohen Niveau und ich finde, einfach durch diese Situation, dass beide jetzt viel miteinander auch spielen, ergänzen sie sich gut“, sagte der Trainer.

Nach kurzer Pause steht für den FC die zweite kurze Woche in Folge an. Doch Struber sprach von einer guten Regeneration. „Die Jungs sind auch wieder richtig heiß auf dieses Spiel“, sagte der Coach. Die genaue Formation scheint für Freitagabend noch offen.


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Wer ersetzt Martel?

Joel Schmied nach seinem Debüt

Stellt der FC die Weichen auf Aufstieg?

Trotz Punktgewinn – „Nicht meine Vorstellung von Fußball“: Carlson kritisiert Auftritt der FC-Frauen

Britta Carlson beim Spiel der Frauen des 1. FC Köln in Essen
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Trotz Punktgewinn – „Nicht meine Vorstellung von Fußball“: Carlson kritisiert Auftritt der FC-Frauen

Die positiven Aspekte waren, dass die FC-Frauen auch im zweiten Pflichtspiel des Jahres punkteten und sogar ohne Gegentor blieben. Die Kölner Trainerin war mit dem Auftritt ihrer Mannschaft beim 0:0 in Essen jedoch überhaupt nicht zufrieden und fand deutliche Worte. Britta Carlson kritisiert die Leistung der Frauen des 1. FC Köln.

Trotz des errungenen Punktes gegen die SGS Essen war die FC-Trainerin unzufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft. Britta Carlson kritisiert die Leistung der Frauen des 1. FC Köln.

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Der 1. FC Köln hat aus den ersten beiden Bundesliga-Spielen nach der Winterpause zwei Punkte geholt – und damit zwei mehr als so mancher Begleiter es dem Team nach den Eindrücken aus der Hinrunde zugetraut hätte. Der Auftritt in Essen zeigte jedoch, wie viel Arbeit die neue Trainerin Britta Carlson noch vor sich hat, um den 1. FC Köln in eine rosigere Zukunft zu führen. Dass sich die Kölnerinnen gegen den Meisterschaftsanwärter VfL Wolfsburg in einer Abwehrschlacht wiederfinden würden, war zu erwarten. Entsprechend war das 0:0 ein gefühlter Sieg. Dass die FC-Frauen jedoch auch an der Hafenstraße bei der SGS Essen insbesondere in der zweiten Hälfte kaum noch aus der eigenen Hälfte herauskamen und darauf bedacht waren, das eigene Tor – wenn auch mit Leidenschaft – zu verteidigen, das gefiel Carlson überhaupt nicht.

Britta Carlson findet deutliche Worte

Die Trainerin fand nach ihrem zweiten Spiel an der Seitenlinie klare Worte. So habe ihr Team „definitiv nicht den Fußball gespielt, den wir spielen wollen“. Und sie wurde noch deutlicher: „Das ist auch nicht meine Vorstellung von Fußball.“ Nach den 90 zumeist defensiven Minuten des FC bilanzierte Carlson: „Für uns ist es ein glücklicher Punkt, das können wir ganz gut einschätzen. Die SGS Essen hatte mehr vom Spiel und hat das Spiel gemacht. Man hat nicht gemerkt, dass sie einen Tag weniger Pause hatten als wir. Deshalb Kompliment an Essen. Wir sind froh, dass wir zum zweiten Mal in Folge einen Punkt holen konnten, wissen aber auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen, gerade was die Ballbesitzphasen angeht.“

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Carlson war offensichtlich mit dem ersten Durchgang unzufrieden, in dem der FC kaum offensive Nadelstiche setzen konnte und Essen sich bereits ein Übergewicht erspielte. Die Trainerin reagierte mit einem Doppelwechsel auf den rechten Flügel von Vanessa Leimenstoll und Carlotta Imping für Alena Bienz und Sylwia Matysik. Der Ertrag blieb jedoch aus. Die SGS wurde mit zunehmender Spieldauer immer dominanter. Kölns Trainerin hob jedoch einen Umstand positiv hervor: „Was ich meiner Mannschaft überhaupt nicht vorwerfen kann, ist der Einsatz. Sie haben leidenschaftlich verteidigt bis zum Schluss und auch die Ausfälle kompensiert, durch die wir heute beispielsweise mit zwei Sechsern in der Innenverteidigung spielen mussten.“ Lotta Cordes und Laura Vogt mussten im Abwehr-Zentrum ran, und sie „haben das hinten gut gemacht“, lobte Carlson.

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nun nicht, denn schon am Samstag (12 Uhr) geht es mit dem nächsten Auswärtsspiel weiter beim SC Freiburg.


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Mathias Olesen vom 1. FC Köln

Wer ersetzt Martel?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stellt der FC die Weichen auf Aufstieg?

Christian Keller ist bei Damion Downs gefordert – der Rohdiamant wird immer wichtiger für den 1. FC Köln

Damion Downs freut sich mit Denis Huseinbasic über seinen Treffer
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Christian Keller ist bei Damion Downs gefordert – der Rohdiamant wird immer wichtiger für den 1. FC Köln

Auch gegen den FC Schalke 04 machte Damion Downs Downs-Dinge – zumindest erzielte der Stürmer bereits zum sechsten Mal in dieser Saison das wichtige 1:0. Nicht die einzige positive Bilanz: Damion Downs ist jetzt Top-Torjäger des 1. FC Köln.

Zehn Saisontore und fünf Vorlagen des Kölner Rohdiamanten stehen in dieser Saison auf dem Konto. Mit seinem Tor gegen den FC Schalke 04 zog der 20-Jährige an Tim Lemperle vorbei. Damion Downs ist jetzt Top-Torjäger des 1. FC Köln.

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Es lief die 43. Spielminute, als der Schalker Mehmet Aydin mit einer erfolglosen Rückgabe zu Schlussmann Justin Heekeren die Führung für den 1. FC Köln ermöglichte. Linton Maina roch die Situation und legte den Ball zu Stürmer Damion Downs rüber, der diesen aus vier Metern nur noch ins leere Tor einschieben musste – einmal mehr zum 1:0 für den FC. „Ich habe gesehen, dass Linton spekuliert hat, deswegen habe ich auch direkt den Weg zum Tor gesucht. Als ich dann den Ball bekommen habe, war es ein ziemlich einfaches Tor für mich“, sagt der Angreifer. Downs gehört definitiv zu den positiven Überraschungen der Saison. Während der junge Angreifer in der vergangenen Spielzeit eher sporadisch zum Einsatz gekommen war, gehört er unter Trainer Gerhard Struber zum erweiterten Stammpersonal des Teams. Das Vertrauen des Coaches zahlt der 20-Jährige mit guten Leistungen, vor allem aber auch wichtigen Toren immer häufiger zurück.

Bereits das sechste 1:0 von Downs

Das Tor im Heimspiel gegen Schalke war für den Angreifer der dritte Treffer innerhalb von neun Tagen. Schon beim Sieg in Braunschweig und beim bitteren Pokalaus in Leverkusen trug sich der Youngster in die Torschützenliste ein. Mit dem entscheidenden Treffer gegen Schalke erzielte Downs in dieser Saison bereits das sechste Mal die 1:0-Führung und brachte somit sein Team auf die Siegerstraße. Schon im Hinspiel gegen die Knappen traf der schnelle Stürmer ebenfalls zum wichtigen 1:0. Ebenso wurde Downs durch das Tor gegen die Königsblauen zum alleinigen Top-Torjäger der Kölner in der Liga. Mit nun neun Ligatoren hat er einen Treffer mehr auf dem Konto, als Teamkollege Tim Lemperle. Insgesamt hat der gebürtige Wernecker diese Saison in 23 Pflichtspielen zehn Tore erzielt und weitere fünf für seine Kollegen aufgelegt.

Gute Entwicklung vor dem Tor

Während Downs zu Beginn der Saison noch einige Hochkaräter liegen ließ, zeigt er sich in den letzten Wochen extrem effizient. Sowohl bei den Gastspielen in Braunschweig und Leverkusen, als auch zu Hause gegen Schalke erzielte er mit seinem ersten Torschuss ein Tor. Nun also die Entscheidung gegen Schalke. Angesprochen auf seine Entwicklung sagte Downs bei Sky, dass er mit dieser zufrieden sei, es dennoch in manchen Bereichen noch Luft nach oben gäbe. Ob Downs auch in der nächsten Saison für die Kölner auf Torejagd gehen wird, ist allerdings nicht sicher. Sein Vertrag läuft 2026 aus. Einige Erstligisten und ausländische Clubs sollen den U20-Nationalspieler längst auf dem Zettel haben und mit einem Marktwert von rund drei Millionen könnte der Stürmer zu einem echten Schnäppchen werden. Schon im winter soll es wie berichtet Interessenten aus Como und Turin gegeben haben.

Im kommenden Sommer wird sich die Situation angesichts der Top-Leistungen sicherlich nicht verbessern. Im Gegenteil, es wird wohl auch Angebote aus der Bundesliga geben. Und angesichts des auslaufenden Vertrags wird ein Wechsel keine undenkbare Lösung sein. Dabei ist die Qialität des Angreifers in Köln bekannt. Nicht umsonst umschrieb Gerhard Struber den Angreifer unlängst als Rohdiamant. Bitter wäre eben nur, wenn der Diamant bereits unter Wert veräußert wird, bevor der finale Schliff erfolgt ist. Wie die „Bild“ am Montag berichtet, soll Sport-Boss Christian Keller (46) die Verhandlungen um eine vorzeitige Vertrags-Verlängerung inzwischen mit Downs und seinen Beratern aufgenommen haben. Ein zweiter Fall Tim Lemperle, der im Sommer ablösefrei nach Hoffenheim wechselt, soll unbedingt vermieden werden. Zumal der Marktwert in den kommenden Jahren, gerade beim Aufstieg, deutlich ansteigen wird.

Allerdings wird Keller sich finanziell dann wohl ein wenig Strecken müssen für den Mann der wichtigen Tore.

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Mathias Olesen vom 1. FC Köln

Wer ersetzt Martel?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stellt der FC die Weichen auf Aufstieg?

Noch nie in Magdeburg gewonnen und doch spricht eine kuriose Bilanz für den 1. FC Köln

Linton Maina im Zweikampf in der Begegnung gegen den 1. FC Magdeburg
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Noch nie in Magdeburg gewonnen und doch spricht eine kuriose Bilanz für den 1. FC Köln

Nach dem Erfolg über den FC Schalke 04 reist der FC als Tabellenführer und somit auch als Favorit nach Sachsen-Anhalt. Die bisherige Bilanz spricht nicht gerade für Köln, eine andere Statistik aber eben auch nicht für den FCM. Der 1. FC Köln bekommt es mit Angstgegner Magdeburg zu tun.

Am Freitagabend ist der FC zu Gast in Magdeburg. Im Hinspiel unterlagen die Geißböcke 1:2. Die bisherige Bilanz sieht für die Kölner nicht vielversprechend aus. Auf Seiten der Magdeburger gibt es dafür eine kuriose Heimspiel-Statistik. Der 1. FC Köln bekommt es mit Angstgegner Magdeburg zu tun.

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Die großen Erfolge sind in den vergangenen Jahren, eher schon Jahrzehnten beim 1. FC Magdeburg mau geworden. Der Gewinner des Europapokals, der Pokalsieger von 1974, dreimalige DDR-Meister und siebenmalige FDGB-Pokalgewinner tingelt seit einigen Jahren irgendwo zwischen Liga zwei und Liga vier herum, schrieb zuletzt eher selten Sportgeschichte. Ein besonderes Kapitel in der jüngeren Historie des Traditionsclubs nimmt aber ausgerechnet der 1. FC Köln ein. Und der besondere Tag jährt sich im kommenden August zum 25. Mal. Der FC war damals zu Gast in der ersten Runde des DFB-Pokals, gegen den Viertligisten haushoher Favorit. Doch nach gut 50 Minuten lagen die überrumpelten Geißböcke 1:4 zurück, kämpften zwar, um am Ende mit einer 2:5-Blamage die Segel zu streichen.

Auswärts hui, zu Hause pfui

Für Magdeburg ist es eins der schöneren Kapitel der jüngeren Vereinsgeschichte, zumal der Club aus Sachsen-Anhalt so noch einmal in das Viertelfinale des DFB-Pokals gelangte. Das ist lange her, doch auch in Köln erinnert man sich noch an die Pleite. Es war eine von zwei Niederlagen, die der FC gegen Magdeburg einheimste. Und da die beiden Clubs erst zwei Mal beim FCM aufeinandertrafen ist die nackte Bilanz eine bittere: Der FC hat noch nie beim 1. FC Magdeburg gewonnen. Überhaupt haben die Kölner nur eine der vier bisherigen Begegnungen für sich entschieden. Der Begriff Angstgegner ist natürlich eindeutig zu hoch gegriffen, zumal aus dem Kölner Kader einzig Florian Kainz mit dem FC je in Magdeburg gespielt hat. Und dennoch schwingt ein etwas ungutes Gefühl mit. Denn die Niederlage im Hinspiel in Köln ist natürlich noch sehr präsent.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

1:2 unterlag der FC. Und Köln ist nicht das einzige Top-Team, das gegen Magdeburg strauchelte. Auch Düsseldorf oder Hannover ließen Federn. Und dennoch spricht die Bilanz dann doch wieder eindeutig für den FC. Denn den 1. FC Magdeburg umgibt in dieser Spielzeit eine sehr kuriose Serie. Während die Mannschaft von Christian Titz auf fremden Plätzen das Nonplusultra ist, von 33 möglichen 28 Zähler holte, will es im eigenen Stadion so gar nicht klappen. Der FCM hat als einziges Team der gesamten Liga im eigenen Stadion noch nicht gewonnen, ist mit sieben Zählern neben Hertha BSC die schwächste Heimmannschaft der gesamten Klasse. Der Tabellenvierte kämpft mächtig gegen den Heimfluch und will ihn ausgerechnet gegen den FC besiegen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Die Chancen stehen nicht schlecht, dass eine Serie am Freitagabend reißen wird (18.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com).


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Wer ersetzt Martel?

Joel Schmied nach seinem Debüt

Stellt der FC die Weichen auf Aufstieg?

Mindestens vier Anwärter: Wer kann Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen?

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen Holstein Kiel
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Mindestens vier Anwärter: Wer kann Eric Martel beim 1. FC Köln ersetzen?

Es hatte sich bereits am Sonntag angedeutet, am Montag dann die Gewissheit: Der Kölner Sechser fällt vorerst aus, wie lange ist unklar. Dabei ist der Kapitän der U21-Nationalmannschaft der Dauerbrenner bei den Geißböcken und eigentlich unersetzlich. Wer ersetzt Eric Martel beim 1. FC Köln?

Der Kapitän der U21-Nationalmannschaft ist unter Gerhard Struber gesetzt, im Grunde eine Art verlägnerter Arm neben Kapitän Timo Hübers. Am Sonntag trug Martel auch beim FC die Binde. Nun fällt er aus, möglicherweise für einen längeren Zeitraum. Und so stellt sich zwangsläufig die große Frage: Wer ersetzt Eric Martel beim 1. FC Köln?

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Die Einwechslung von Neo Telle überraschte wohl einige Kölner Fans am vergangenen Sonntag – gerade die, die nicht im Stadion waren. Denn diese hatten nicht gesehen, dass sich der Innenverteidiger bereits intensiv warmgemacht hatte, sich schon während der ersten 45 Minuten auf die Einwechslung vorbereitete. Doch weil Damion Downs die Führung der Kölner erzielte, musste Telle noch bis zur Halbzeit warten. Und im Grunde auch Eric Martel, der dann in der Kabine blieb. Schon am Sonntag klang FC-Trainer Gerhard Struber nicht sonderlich hoffnungsvoll – zumindest nicht so optimistisch wie bei Dejan Ljubicic, der nur einen Schlag abbekommen hatte. Und tatsächlich bewahrheitete sich am Montag die Verletzung, Martel wird dem FC erst einmal nicht zur Verfügung stehen.

Martel ist Leistungsträger und Leader

Ein bitterer Ausfall. Schließlich ist der 22-Jährige in dieser Spielzeit der absolute Dauerbrenner bei den Kölnern, sein Ausfall kaum zu kompensieren. 2171 Einsatzminuten sammelte der Sechser in dieser Saison für den 1. FC Köln auf dem Feld. Kein anderer FC-Akteur stand länger auf dem Feld. Einzig gegen Braunschweig musste der U-Nationalspieler frühzeitig vom Platz, stand sonst immer 90 Minuten auf dem Platz. Mindestens für die Begegnung gegen Magdeburg am Freitag wird Martel ausfallen, möglicherweise auch noch länger, denn es liegt eine muskuläre Verletzung vor. Und das Beispiel Tim Lemperle zeigt, wie kompliziert eine solche Geschichte je nach Schwere der Verletzung ausfallen kann. Im Raum stehen also auch einige Wochen, die der Sechser fehlen könnte.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Dabei ist Martel auch in dieser Spielzeit eigentlich unersetzlich. Der 23-Jährige ist nicht nur Stammspieler und Dauerbrenner, Martel ist in erster Linie absoluter Leistungsträger – und das eben nicht nur auf der Sechs. Gleich mehrfach half der gebürtige Bayer in der Innenverteidigung aus, zuletzt eben auch gegen Schalke, als er Timo Hübers vertrat. Kein anderer Spieler bewegt sich so konstant auf hohem Niveau. Struber wird also alles andere als glücklich sein, seine Mannschaft wieder umzubauen. Und zwangsläufig stellt sich die Frage, wer den Sechser ersetzen kann. Am Sonntag startete Mathias Olesen etwas überraschend von Beginn an. Struber schätzt die Verlässlichkeit des Luxemburgers. Doch so wirklich viele Akzente setzte Olesen in dieser Saison nicht – auch nicht vor seiner Verletzung.

Kainz wieder auf die Sechs?

Eine weitere Option wäre Denis Huseinbasic. Doch der zentrale Mittelfeldspieler befindet sich aktuell nicht gerade in Topform, machte in den vergangenen Begegnungen nicht die beste Figur. Gerade gegen Braunschweig erlebte der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina einen ganz bitteren Nachmittag, wurde nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt – die Höchststrafe im Fußball. Allerdings nahm Struber anschließend die Schuld auf sich, gab zu, Huseinbasic nach seiner Verletzung schon weiter gesehen zu haben. Auch Dejan Ljubicic könnte wieder in das defensive Mittelfeld rutschen. Der Österreicher ist von Hause aus eigentlich Sechser, wird beim FC aber deutlich offensiver eingesetzt und machte bislang auch auf der Acht die bessere Figur, zuletzte spielte Ljubicic auch auf der Zehn.

Und so könnte die Wahl auch wieder auf Florian Kainz fallen, der auch am Sonntag nach seiner Einwechslung mit Defensivaufgaben betraut war. Auch Kainz fühlt sich in offensiveren Rollen deutlich wohler und ist auf der Sechs bislang nicht die optimale Lösung. So wirklich ersetzbar scheint Eric Martel beim FC nicht zu sein. Am Freitagabend wird Struber nun aber keine andere Wahl haben.


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Ticker zum Nachlesen

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Keine Einsatzzeit, dafür neue Gerüchte – Wie geht es weiter mit Marvin Obuz?

Marvin Obuz beim Spiel des 1. FC Köln
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Keine Einsatzzeit, dafür neue Gerüchte – Wie geht es weiter mit Marvin Obuz?

Beim FC kommt Marvin Obuz weiterhin nicht in Fahrt. Bislang reichte es für den 23-Jährigen nur zu fünf Kurzeinsätzen. Der Vertrag des Spielers läuft im kommenden Sommer aus und es halten sich weiterhin die Gerüchte über einen Abschied vom 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Marvin Obuz?

Am vergangenen Sonntag fehlte er krankheitsbedingt im Kader der Geißböcke. Ob der 23-Jährige zum Einsatz gekommen wäre, scheint aber auch vollkommen offen. Denn so richtig kommt er nicht in Fahrt beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Marvin Obuz?

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14 Minuten waren es nach offizieller Zählweise, die Marvin Obuz zum Jahresauftakt auf seine Einsatzzeit-Uhr spielte. Der FC lief beim Hamburger SV einem knappen Rückstand hinterher, Obuz sollte noch einmal Schwung in die Offensive bringen, die aber über die gesamten 90 Minuten nicht so richtig in Fahrt kommen wollte. In den folgenden Begegnungen hieß es dann aber wieder Platz nehmen. Und das auf der Bank. Obuz dürfte sich bereits daran gewöhnt haben, denn das Kölner Eigengewächs spielt in den Planungen von Gerhard Struber nicht die erhoffte Rolle. Insgesamt kommt der Youngster auf sechs Einsätze bei den Profis, kratzt an den insgesamt 100 Minuten Spielzeit, hat die Marke aber noch nicht geknackt. Dabei war der 23-Jährigen mit einer beeindruckenden Empfehlung ans Geißbockheim zurückgekehrt.

„Ehrlich gesagt war ich nicht so zufrieden“

14 Vorlagen und sieben Tore sammelte der Offensivspieler in der vergangenen Saison. Damals führte Obuz Rot-Weiss Essen in den Dunstkreis möglicher Aufstiegskandidaten. Umso bitterer für Essen der Abschied, als der Rechtsaußen im Sommer zurück ans Geißbockheim wechselte. Die Leihe war beendet, die Transfersperre sorgte für die sichere Rückkehr nach Köln. Doch nach einer Verletzung und verspätetem Beginn in die Vorbereitung war es für den gebürtigen Kölner schwer, sich einen Platz in der Mannschaft zu ergattern. Und das, obwohl Trainer Struber seinen Schützling mehrfach lobte, ihn sogar in die Nähe der ersten Elf beschrieb. „Die Gespräche mit dem Trainer sind sehr offen, gut und ehrlich. Deswegen gehe ich da ganz positiv an die Sache ran“, sagte Obuz im Trainingslage zu Beginn des Jahres dem „Kicker“.

„Die Jungs haben es sehr gut gemacht, wir haben die Hinrunde als Erster beendet. Da kann man dann wenig sagen“, so Obuz weiter. „Ehrlich gesagt war ich nicht so zufrieden. Es geht auf jeden Fall deutlich besser. Das will ich jetzt in der Rückrunde zeigen.“ Doch dazu fehlen dem Youngster die Chancen. Und so halten sich auch weiterhin hartnäckig die Gerüchte über einen Abschied aus Köln. Immer wieder wird Obuz mit RWE in Verbindung gebracht. Zuletzt im Winter. Doch dem Vernehmen nach blitzte Essen mit einem Transfergesuch beim FC ab. Nun bringt die „Frankfurter Rundschau“ den Namen erneut aufs Trapez. Ein Wechsel im Sommer wäre demnach „denkbar“. Tatsächlich läuft der Vertrag des Kölners im kommenden Sommer aus Obuz könnte also im Sommer ablösefrei wechseln. Die Perspektive beim FC ist aktuell jedenfalls nicht die beste.

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Joel Schmied: Drei Liga-Spiele, neun Punkte, ein Gegentreffer und nun auch der Besuch bei Hennes

Joel Schmied von 1. FC Köln
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Joel Schmied: Drei Liga-Spiele, neun Punkte, ein Gegentreffer und nun auch der Besuch bei Hennes

Nach seiner Verpflichtung beim FC ist der Verteidiger bereits zu einer festen Größe der Kölner Defensive geworden – natürlich auch aufgrund der durchaus angespannten Personalsituation. Doch der Neuzugang meistert seine Aufgabe bisher sehr solide. So schlägt sich Joel Schmied beim 1. FC Köln.

Mit vier absolvierten Spielen als Defensivmann der Geißböcke scheint der 26-Jährige beim FC angekommen zu sein. Und er macht seine Sache gut. Denn die starke Zweikampf- sowie Passquote belegen, dass sein erworbener Platz in der struberschen Elf durchaus berechtigt ist. So schlägt sich Joel Schmied beim 1. FC Köln.

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Die Qualität einer funktionierenden Defensive lässt sich am deutlichsten wohl an der Gegentor-Statistik ablesen – zumindest über einen längeren Zeitraum, in dem Glück und Pech nivelliert sein sollten. Demnach dürfte die Hintermannschaft der Kölner zurzeit eine sehr gute sein. Seit der Umstellung auf Dreierkette haben die Geißböcke ganze fünf Tore kassiert, in elf Spielen. Am Sonntag bekam der FC ziemlich viel gegen den FC Schalke zu verteidigen und fing sich einmal mehr kein Gegentor – zum siebten Mal seit November endete eine Begegnung in der Liga für den FC 1:0. „Zu Null zu spielen ist gerade für uns Verteidiger immer sehr wichtig – da ist die Freude manchmal größer als 4:3 zu gewinnen“, sagte Joel Schmied am Sonntag. Und rein nach dieser Rechnung läuft für den Innenverteidiger aktuell viel nach Plan.

Starke Zweikampfwerte

Nachdem Schmied gegen den Hamburger SV noch 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte, ist der Schweizer mittlerweile Stammspieler – natürlich auch der aktuellen Personalsituation geschuldet. In den folgenden vier Pflichtspielen stand der 26-Jährige immer über die volle Distanz auf dem Platz. In der Liga gab es in drei Ligaspielen neun Punkte, bei nur einem Gegentreffer. Und Schmied hat ganz offensichtlich auch einen gehörigen Anteil daran. Immerhin kommt der 26-Jährige in der Liga bislang auf eine Zweikampfquote von mehr als 64 Prozent – der Top-Durchschnittswert aller FC-Profis und auch die bisherige Passquote von 85 Prozent kann sich durchaus sehen lassen. Die Begegnung gegen den FC Schalke 04 dürfte wohl unter die Kategorie „durchwachsen“ fallen. Schmied lieferte sich einige kleinere Fehler – einmal musste der starke Marvin Schwäbe in höchster Not eingreifen.

Dennoch scheint sich der Abwehrspieler immer besser zurechtzufinden. Sowohl beim FC als auch auf dem Platz. Am Sonntag holte sich Schmied dann auch seine erste Verwarnung im deutschen Fußball ab. Vor wenigen Wochen hatte der Abwehrspieler erklärt, welche Bedeutung der Wechsel nach Deutschland für ihn, aber vor allem für seinen Vater, ehemaliger Fußballer, gehabt hat. „Er musste weinen. Wir haben uns innig umarmt, zehn Sekunden lang. Und beide realisiert, dass mein Traum wahr geworden ist.“ Diesen Traum lebt der 26-Jährige nun in neuer Stadt. Allerdings einer, in der er sich sehr wohl fühlt, wie er vor zwei Wochen sagte. Nur den Hennes habe er noch nicht im Zoo besucht, obwohl er und seine Freundin ihn „übertrieben abfeiern“. „Wir wollen ihn ganz bald im Zoo besuchen. Ich habe nur gehört, er stinkt extrem. Aber das nehmen wir dann gern in Kauf“, sagte er damals lachend.

Das hat Schmied nun nachgeholt. Am Montag postete der Abwehrspieler Bilder vom Besuch im Kölner Zoo bei Instagram – eine weitere neue Erfahrung.

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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

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Überraschender Wert: Vom Sprinter zum Laufmonster? Linton Maina nimmt beim 1. FC Köln Tempo auf

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Überraschender Wert: Vom Sprinter zum Laufmonster? Linton Maina nimmt beim 1. FC Köln Tempo auf

Wie schon gegen Leverkusen war Linton Maina auch gegen Königsblau einer der Kölner Aktivposten und nicht gerade unbeteiligt am knappen 1:0-Erfolg über den FC Schalke 04. Beim FC ist er in Topform unverzichtbar, obwohl es gerade im Schlussdrittel auch schon mal hapert. Linton Maina wird für den 1. FC Köln immer wichtiger.

Der 25-Jährige ist ein Gewinn für die Mannschaft. Nicht umsonst wurde der Offensivspieler am Sonntag zum „Man of the Match“ ernannt. Gerade sein Tempo und sein Laufbereitschaft sprachen auch gegen Schalke wieder für den gebürtigen Berliner. Linton Maina wird für den 1. FC Köln immer wichtiger.

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Bei der Nachbearbeitung der Begegnung der Geißböcke gegen den FC Schalke 04 wird den Analysten wohl ein Wert recht schnell ins Auge gesprungen sein. Und zwar einer von Linton Maina. Der Offensivspieler kam am Sonntagnachmittag auf eine Höchstgeschwindigkeit von 35,69 km/h, war damit der schnellste Spieler der Geißböcke, sogar auf dem gesamten Feld und schob sich in der Tabelle der schnellsten Spieler der Liga auf einen ordentlichen achten Platz. Dass Maina zu den schnelleren Akteuren der Liga gehört, ist allerdings nicht wirklich verwunderlich. Der 25-Jährige wurde in dieser Spielzeit bereits mit Werten über der 35 km/h-Marke geblitzt. Eine andere Statistik macht dagegen sehr wohl stutzig. Denn der Flügelflitzer lief am Sonntag deutlich mehr als zehn Kilometer, gewann den teaminternen Vergleich in Sachen Laufleistung.

„Wir haben gesehen, der hat wirklich alles gegeben“

Maina in einer Liste vorne zu sehen, die sonst von Eric Martel, Dejan Ljubicic oder Denis Huseinbasic dominiert wird, scheint dann doch ein wenig überraschend. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn der 25-Jährige sorgte am Sonntag mit seinen Sprints immer wieder für Entlastung. Zwar war die Begegnung gegen Schalke erwartungsgemäß eine andere als die gegen Leverkusen – die Rolle von Maina schien jedoch eine ähnliche. Die allerdings gegen Königsblau noch besser aufzugehen schien. Immer wieder stach der gebürtige Berliner durch, tauchte vor allem im zweiten Abschnitt auch häufig in der gegnerischen Box auf. So kam das von einem verschmitzten Lächeln untermalte Gefühl von Thomas Kessler, Maina sei mindestens „20 Kilometer“ gelaufen, nicht von ungefähr. „Linton hat ja unter der Woche auch schon gezeigt, dass er mit seinem Tempo für uns natürlich extrem gefährlich werden kann.“

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Tatsächlich lief am Sonntag nahezu jede gefährliche Aktion über den schnellen Mann. Die Vorarbeit zum 1:0 verdiente sich der Offensivspieler mit seinem Einsatz. In der Liga kommt Maina damit nun auf neun Vorlagen. Einzig Miro Muheim vom HSV und Julian Justvan vom 1. FC Nürnberg haben jeweils ein Tor mehr vorbereitet. Dazu war der 25-Jährige in der Liga auch drei Mal selbst erfolgreich, im Pokal erzielte er zwei Treffer, bereitete zwei vor. „Er ist unglaublich fleißig“, stellte Kessler fest. „Wir haben gesehen, der hat wirklich alles gegeben.“ Dem Fachmagazin „Kicker“ war die Leistung offenbar nicht so beeindruckend aufgefallen. Zumindest schaffte es der Außenbahnspieler nicht in die „Elf des Spieltags“ – im Gegensatz zu Damion Downs und Dominique Heintz. Der FC stellte prompt die Frage, ob Maina Schach spiele über die Sozialen Medien in den Raum, bekam aber bis zum Montagabend keine Antwort vom Kicker.

Nicht in der Kicker-Elf, aber Man of the Match

In einer eher zähen Begegnung war Maina zweifelsohne der Aktivposten, ohne seine Balleroberung nach dem Patzer von Mehmet Aydin wäre die Führung nicht gefallen. Nicht umsonst erhielt er dann von den FC-Fans die Auszeichnung zum „Man of the Match“. Allerdings schwingt bei Maina dann auch immer mal wieder das kleine „aber“ mit. Denn der Offensivspieler trifft auch in dieser Spielezeit im Schlussdrittel immer mal wieder ganz gerne die falsche Entscheidung. Auch gegen S04 dribbelte sich der 25-Jährige hier und da fest oder suchte etwas überhastet den Abschluss. Der hat in dieser Spielzeit ebenfalls ein wenig Luft nach oben. Bei insgesamt 40 Abschlüssen kamen drei Tore in der Liga rum, im Teamvergleich schneidet der 25-Jährige damit auf einem Platz im Mittelfeld ab.

Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass Maina in dieser Spielzeit ein absoluter Aktivposten, nach eher durchwachsener vergangenen Saison ein Gewinn für die Mannschaft ist. Nicht umsonst würden die Kölner Verantwortlichen gerne mit dem Offensivspieler verlängern. „Ich bin mit Christian Keller im Austausch, wir reden viel. Ich habe ihm gesagt, dass ich Bundesliga spielen will – am liebsten hier beim 1. FC Köln, mit diesem Verein“, sagte Maina im Januar dem „Geissblog“. „Ich fühle mich beim FC sehr, sehr wohl. Das heißt nicht, dass ich mir etwas anderes nicht vorstellen könnte, aber jetzt steht diese Saison erst mal komplett im Mittelpunkt.“ Bei einem Aufstieg würden die Chancen für einen Verbleib sicherlich steigen. Und dafür tut der Offensivspieler aktuell sehr viel.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Stimmen zum Schalke-Spiel

Stellt Köln die Weichen auf Aufstieg? Der FC steht vor richtungweisenden Partien

Damion Downs jubelt mit Spielern deds 1. FC Köln
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Stellt Köln die Weichen auf Aufstieg? Der FC steht vor richtungweisenden Partien

Für den FC stehen an den nächsten Spieltagen gleich mehrere schwere Aufgaben an. Die Kölner bekommen es in den kommenden sechs Spielen mit drei direkten Konkurrenten und zwei Mannschaften, die eigentlich ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden wollten zu tun. Der 1. FC Köln steht vor richtungweisenden Wochen.

Am Freitag gegen Magdeburg, anschließend gegen Düsseldorf. Dazu noch die Begegnungen gegen Darmstadt, Karlsruhe und schließlich Paderborn – der 1. FC Köln steht vor richtungweisenden Wochen.

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Auch, wenn sich die Kölner Verantwortlichen diesen eigentlich zurzeit nicht gönnen wollten, der Blick auf die Tabelle ist für den FC schon seit einigen Wochen ein sehr angenehmer. Wenn die Geißböcke am Freitagabend beim 1. FC Magdeburg antreten, werden sie seit acht Wochen ununterbrochen einen Aufstiegsplatz belegen. Und das hat sich der FC auch redlich verdient. Vielleicht nicht zwingend spielerisch, aber aus Sicht der nackten Ergebnisse sehr wohl. Neun Siege aus den vergangenen elf Spielen sprechen eine eindeutige Sprache. Damals noch dem Relegationsplatz in Richtung Abstieg näher als dem in Richtung Aufstieg, stehen die Kölner ganz oben im Tableau und haben sich mit dem zähen 1:0-Erfolg über den FC Schalke 04 auch ein kleines Polster erarbeitet. Selbst wenn der FC in Sachsen-Anhalt verliert, werden die Geißböcke nicht aus der Top-Drei herausrutschen.

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Schwache Bilanz gegen direkte Konkurrenz

So weit so gut, doch zur Wahrheit gehört nach wie vor, dass der FC seine Probleme mit den vermeintlich großen Gegner der Liga hat. Die Bilanz ist jedenfalls alles andere als gut. Aus den bisherigen neun Begegnungen gegen die direkte Konkurrenz auf den Rängen zwei bis acht holten die Geißböcke neun von möglichen 27 Punkten. Der HSV 15 und Elversberg 14. Der FC gewann nur zwei dieser Begegnungen, Hamburg und die „ELV“ jeweils vier. Beim FC wurde nach dem 1:2 gegen Paderborn viel von einer Wende gesprochen, angesichts der Punkteausbeute ist das durchaus richtig. Auch taktisch und personell hat Gerhard Struber umgestellt. De facto sind aber auch die Gegner andere gewesen. Bis zur Winterpause hatten es die Kölner nur noch mit Kaiserslautern und Hannover zu tun. In diesem Jahr immerhin schon Hamburg und Elversberg.

Ob die Statistiken unterm Strich mit einer stabileren Abwehr oder mit schwächen Gegnern zu erklären sind, ist wohl spekulativ, möglicherweise liegt die Wahrheit in der Mitte. Fakt ist aber, dass die Kölner Gegner seit der taktischen Umstellung insgesamt einen xGoals-Wert von 9 gegen den FC erreichten und in den ersten zehn Saisonspielen 15. Heißt: In der ersten Saisonphase erspielten sich die Teams Chancen, die 15 Tore erwarten ließen, es wurden 20. Nach der Umstellung lag die Qualität der Möglichkeiten aber nur noch bei neun, der FC kassierte nur fünf Gegentore. Ähnlich verhält es sich mit den Großchancen. Seit Mitte Oktober gab es nur noch sieben dieser Möglichkeiten, von denen zwei zum Tor führten, in der ersten Phase waren es 16, aus denen neun Gegentore resultierten.

Drei Duelle gegen Aufstiegskandidaten

Insofern steht der FC schon ein wenig vor den Wochen der Wahrheit. Denn an den kommenden Spieltagen haben es die Kölner mit einigen spielstarken Mannschaften zu tun und mit Teams, die durchaus als direkte Konkurrenz im Aufstiegskampf bezeichnet werden dürfen. Am Freitag spielen die Geißböcke gegen den Tabellenvierten aus Magdeburg, eine Woche später kommt der Fünfte aus Düsseldorf nach Köln. Im März warten mit den Spielen gegen Karlsruhe und Darmstadt zwei Gegner, die sich zumindest besseres auf die Fahne geschrieben haben und eigentlich ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden wollten. Ende März steht auch noch die Partie gegen den Tabellensechsten aus Paderborn auf dem Programm. Der FC hat also in den kommenden sechs Wochen die Chance, die Weichen auf Aufstieg zu stellen.

Genauso besteht aber dann aber auch erneut das Risiko, wieder an Boden zu verlieren. „Alle Spiele sind auf Messers Schneide. Du kannst in dieser Liga jedes Spiel verlieren, du kannst aber auch jedes gewinnen“, sagte Thomas Kessler am Sonntag nach dem knappen 1:0 gegen Schalke und verwies auf die Niederlage der Karlsruher gegen Braunschweig. „Es ist alles andere als ein Selbstläufer, die Punkte zu holen. Das haben wir auch in weiten Strecken der Hinserie gemerkt.“ Da gab es bekanntlich auch eine 1:2-Pleite gegen den FCM. Die Kölner holten aus den nun anstehenden sechs Partien nur den Sieg gegen Ulm, verloren aber gegen Magdeburg, Darmstadt und Paderborn und befanden sich ganz plötzlich in einer doch erstaunlich tiefen Krise.

Und nun? Verlieren die Kölner am Freitag, rückt die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt wieder bis auf einen Punkt an die Kölner ran. Genauso würden die Geißböcke mit einem Erfolg das Polster auf Rang vier ein wenig ausbauen. Dann wäre der Blick auf die Tabelle noch ein wenig angenehmer.


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