Muskuläre Verletzung – Der 1. FC Köln muss vorerst auf Eric Martel verzichten
Simon Bartsch
Es hatte sich bereits angedeutet, nun hat es der Club auch offiziell gemacht: Der 1. FC Köln muss vorerst auf Eric Martel verzichten. Der Kapitän der U21-Nationalmannschaft hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen.
Gerhard Struber muss seine Startformation am kommenden Wochenende erneut umbauen, ein Leistungsträger fällt aus. Der 1. FC Köln muss vorerst auf Eric Martel verzichten. Das gab der Club am Montagabend bekannt.
Eric Martel fällt vorerst aus
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Am kommenden Freitag, im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Magdeburg wird dem FC Timo Hübers wohl wieder zur Verfügung stehen, dafür aber ein anderer Leistungsträger ausfallen. Schon im Duell gegen den FC Schalke 04 musste Eric Martel zur Halbzeit vom Platz. Der Ausfall verhalf zwar Neo Telle zu seinem Debüt, doch der Preis ist auf der anderen Seite ein hoher. Denn Eric Martel wird dem FC vorerst nicht zur Verfügung stehen. Wie der Verein am Montagabend mitteilte, fällt Martel zunächst aus. „Eric Martel musste am Sonntag beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 zur Halbzeit ausgewechselt werden. Die MRT-Untersuchung hat am Montag eine Muskelstrukturverletzung beim Defensivspieler ergeben, der dadurch vorerst ausfallen wird“, heißt es in der kurzen Nachricht der Kölner.
Struber muss weiteren Ausfall kompensieren
Martel ist in dieser Spielzeit einer der absoluten Leistungsträger bei den Geißböcken. Auch gegen Schalke fiel der Kapitän der U21-Nationalmannschaft wieder mit einem hervorragenden Stellungsspiel, Leidenschaft und purem Willen besonders auf. Und das bekanntlich auf fremder Position. Der nominelle Sechser spielte einmal mehr in der Innenverteidigung für den gesperrten Hübers. Nun folgt die Verletzung und Gerhard Struber muss erneut den Ausfall eines Leistungsträgers kompensieren. Am Sonntag spielte Mathias Olesen etwas überraschend auf der Sechs. Der Luxemburger hatte ebenfalls längere Zeit verletzt gefehlt und kam dann gegen Schalke von Beginn an. „Er hatte nach dem Leverkusen-Spiel wahrscheinlich über die Belastung hinweg etwas gespürt“, sagte Thomas Kessler am Sonntag und deutete auf die rund 16,5 Kilometer hin, die Martel absolviert hatte.
Auch Gerhard Struber hatte bereits die Sorge, dass eine muskuläre Verletzung vorläge. Diese Sorge hat sich nun bewahrheitet. Die genaue Ausfallzeit ließ der Club offen.
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Das nächste Debüt – „Vor der Süd zu stehen, ist für jeden unfassbar schön“
Simon Bartsch
Zwar hat der FC das Heimspiel gegen Schalke gewonnen, wirklich überzeugt haben die Geißböcke nicht. Für einen Spieler wird die Begegnung so oder so in besondere Erinnerung bleiben: Neo Telle feiert sein Debüt für den 1. FC Köln.
Bereits vier Mal saß der Youngster auf der Bank der Profis. Gegen Schalke war es nun endlich soweit für den 19-Jährigen. Neo Telle feiert sein Debüt für den 1. FC Köln. Und dabei machte er seine Sache durchaus gut.
Neo Telle bei seinem Profidebüt für den 1. FC Köln
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Eigentlich stand Neo Telle schon ein paar Minuten früher bereit. Doch nachdem Damion Downs die Kölner in Führung gebracht hatte, hieß es noch einmal warm machen für den 19-Jährigen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit feierte in ihm dann das nächste Kölner Talent sein Debüt bei den Profis des 1. FC Köln – in dieser Spielzeit bereits der fünfte Youngster, der erstmals den Geißbock auch in einem Pflichtspiel der ersten Mannschaft auf der Brust getragen hat. „Es ist verrückt für mich, eine Riesenehre. Ich kann es noch gar nicht so richtig wahrnehmen, es sind zu viele Gefühle“, sagte Telle, der seine Premiere offenbar nicht so richtig fassen konnte. Dabei hat sich das Debüt bereits angekündigt. Schon im Trainingslager in Spanien wusste der Youngster zu überzeugen. Ich möchte gerne ein fester Bestandteil des Profi-Kaders sein und schon meine Einsatzminuten gesammelt haben“, hatte der Youngster im Herbst noch gesagt.
„Es ist ein Moment, den er sehr genießt“
Mit der Reise nach Spanien kam Telle seinem Karriereplan bereits ein großes Stück näher. „Es war kein Zufall, dass er dabei war, sondern Vertrauen, weil dieser Spieler Dinge in sich trägt, die einfach spannend sind“, sagte Gerhard Struber Mitte Januar. Empfohlen hatte sich Telle mit starken Leistungen in der U21, war dort Stammspieler. Und spätestens nach dem Abschied von Elias Bakatukanda sowie der Verletzung von Luca Kilian hatte sich zumindest die Kaderberufung des Youngsters angedeutet. Und seit diesem Jahr ist sie die Norm. Vier Mal stand Telle im Kader und kam nicht zum Einsatz, gegen Schalke war es nun so weit. „Seit ich ein kleines Kind bin, arbeite ich darauf hin. In so einem Spiel das Debüt zu geben, das berührt mich, es ist unbeschreiblich“, so Telle.
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Und es war alles andere als ein schlechtes Debüt. Der Youngster war direkt da, suchte die Zweikämpfe, ließ sich zwar auch von Ilyes Hamache vernaschen, davon aber wiederum nicht aus der Ruhe bringen. „Es war eine gute Entscheidung, ihn ins Spiel zu bringen. Er hat in der Drucksituation gezeigt, dass er ein spannender Spieler für uns sein kann“, sagte Struber und ergänzte mit einer gehörigen Portion Stolz. „Es ist cool, wenn man immer wieder Jungs aus unserem Club entwickeln kann. Das zeigt einmal mehr, wie gut wir im Nachwuchs arbeiten. Es ist ein Moment, den er sehr genießt.“ Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass Struber die Alternativen in der Innenverteidigung ausgehen. Timo Hübers fiel gegen S04 gesperrt aus, Martel – ohnehin schon Aushilf-Innenverteidiger – musste angeschlagen vom Platz.
„Es gibt keine geilere Fankurve“
Und dennoch deutete der Youngster an, dass er auch in Zukunft eine Rolle beim FC spielen kann. „Ich glaube, das ist auch eine schöne Story, dass wir mit Neo Telle den nächsten Spieler bei uns aus der Akademie die Möglichkeit gegeben haben, im Profibereich seinen ersten Minuten zu machen“, sagte Thomas Kessler. „Ich finde, er hat heute auch einen großen Anteil daran, dass das am Ende zu null ausgegangen ist.“ Und so war es nicht nur für Telle persönlich ein erfolgreiches Debüt sondern auch für das Team. Mit dem 1:0 behauptete der FC die Tabellenführung, hat nun sogar ein kleines Polster auf Rang vier. So fiel auch das Feiern vor der Südkurve etwas länger aus. „Vor der Süd zu stehen, ist für jeden unfassbar schön. Es gibt keine geilere Fankurve. Ich kenne sie, seit ich vier Jahre alt war, da war ich das erste Mal im Stadion“, sagte Telle. „Es war immer mein Ziel, einmal davor zu stehen. Das so zu erleben, mit einem Sieg und ohne Gegentor, ist unfassbar.“
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Gegen Schalke noch nie verloren – Steht Glücksbringer Jan Thielmann wieder in der Startelf?
Stefan Joppien
Mit einem Erfolg über Königsblau will der FC am Sonntag die Tabellenspitze zurückerobern. Für einen Spieler könnte der Gegner nicht passender sein beim 1. FC Köln: Deswegen ist Jan Thielmann der Glücksbringer gegen den FC Schalke 04.
Der U21-Nationalspieler rettete den FC bereits zwei Mal gegen Schalke. Und: In insgesamt sechs Spielen hat der 22-Jährige fünf Siege eingefahren und ein Unentschieden geholt für den 1. FC Köln: Deswegen ist Jan Thielmann der Glücksbringer gegen den FC Schalke 04.
Jan Thielmann im Duell mit Schalke 04
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Manche Gegner liegen einem Spieler besonders. Entweder erzielt man gerne Tore gegen seinen Ex-Verein oder hält den Kasten sauber. Gewiss ist Jan Thielmann weder ein Ex-Spieler von Schalke 04 noch hat seine Position als Torwart seinen Kasten sauber gehalten. Doch gegen die Gäste aus Gelsenkirchen hat das Kölner Eigengewächs noch nie verloren. In insgesamt sechs Spielen hat Thielmann fünf Siege eingefahren und ein Unentschieden geholt. Eine starke Bilanz für den schnellen Außenmann.
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Jan Thielmann rettete den FC zweimal gegen Schalke
Dabei hat Thielmann vor allem in der Coronasaison den FC zweimal gegen Schalke gerettet. Am 17. Spieltag in der Saison 2020/21 erzielte der 22-Jährige in der Nachspielzeit das entscheidende 2:1 in der Veltinsarena. Dabei wurde der Youngster erst drei Minuten zuvor eingewechselt und stach als Joker im so wichtigen Abstiegsspiel. Auch im Rückspiel war Thielmann am goldenen Tor von Sebastiaan Bornauw beteiligt, der den FC im dramatischen Endspiel zum Sieg köpfte. Die Flanke zum ersehnten 1:0-Sieg schlug der Youngster von der rechten Strafraumkante, die der Belgier im Zentrum vollendete.
In den sechs Spielen spielte Thielmann gegen die Knappen erst zweimal von Beginn an. So beim 3:1 zu Hause am ersten Spieltag der Saison 2022/23, wo der gebürtige Föhrener ebenfalls eine Torbeteiligung beisteuern konnte. Auch in dieser Saison stand der 22-Jährige gegen die Gelsenkirchener in der Anfangsformation und durfte sogar die Kapitänsbinde des FC tragen. Mittlerweile hat das Nachwuchstalent seinen Stammplatz auf der rechten Außenbahn verloren, doch gegen Schalke 04 könnte Thielmann sowohl von Beginn als auch von der Bank als Joker gegen die Königsblauen in Frage kommen.
Mit Tempo gegen schnelle Schalker?
Zusätzlich kann der Defensivspieler aber nicht nur durch seine Bilanz für die Schalker unangenehm werden: Der 22-Jährige gehört zu einen der schnellsten Spieler im Kader des FC. Mit 33,99 km/h ist er hinter Linton Maina der zweitschnellste Spieler in der Mannschaft von Gerhard Struber. Der Trainer selbst hatte vor den Qualitäten des Gegners gewarnt. „Sylla ist ein Spieler, der wie ein TGV mit Hochgeschwindigkeit kommt“, sagte Gerhard Struber nach dem Training am Freitag. Der hohen Geschwindigkeit von Sylla (34,4 km/h) könnte Thielmann mit seinem Tempo in der Abwehr durchaus standhalten. Gegen Bayer 04 Leverkusen im Pokal hatte der U21-Nationalspieler mit Florian Wirtz und Alejandro Grimaldo ebenfalls schnelle Gegenspieler auf seiner Seite, die bis zum 1:2 auch gut hielt.
Mit dem Pokalspiel im Rücken ist Thielmann wieder eine Option für das Spiel am Sonntag gegen Schalke 04. Und gegen einem weiteren Sieg in der Bilanz gegen die Königsblauen hätten die FC-Fans auch sicher nichts einzuwenden.
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Wer spielt für Hübers? Was ist mit Rondic? So könnte der FC gegen Schalke starten
Simon Bartsch
Auch am vierten Spieltag der Rückrunde muss FC-Trainer Gerhard Struber noch auf einige Stammspieler verzichten. Kapitän Timo Hüber fällt wegen einer Gelb-Sperre aus, Tim Lemperle und Julian Pauli fehlen weiterhin. Somit muss der Coach erneut umbauen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Schalke starten.
Mit einem Sieg gegen die Königsblauen könnte der FC wieder am Hamburger SV vorbeiziehen und die Tabellenführung zurückerobern. Auf dem Papier für die Geißböcke eine lösbare Aufgabe, aber ein Selbstläufer wird das nicht. Und Gerhard Struber wird erneut umbauen müssen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Schalke starten.
Welche Formation wird Gerhard Struber gegen Leverkusen wählen?
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Auch im kommenden Heimspiel gegen den FC Schalke 04 wird FC-Verteidiger Julian Pauli nach seiner im Dezember erlittenen Kopfverletzung weiterhin nicht einsatzbereit sein. Am Freitag absolvierte der Youngster zusammen mit Jaka Potocnik eine Laufeinheit am Geißbockheim, wird jedoch noch ein wenig ausfallen. „Es sieht schon besser aus. Trotzdem bin ich da sehr zurückhaltend, weil wir auch schon im Trainingslager geglaubt haben, dass alles gut sei. Aber jetzt kann er die Belastung langsam steigern“, so FC-Coach Struber, der hofft, dass Pauli in den kommenden Wochen zurück ins Mannschaftstraining kehrt und er eine weitere Option für die Abwehr hat. Auch Top-Torjäger Tim Lemperle fällt gegen die Schalker weiterhin aus. „Timmy ist nicht dabei, er braucht noch. Wir wünschen uns alle, dass es mit Düsseldorf klappt“.
FC-Kapitän Hübers gesperrt
Neben den beiden Langzeitausfällen müssen die Geißböcke auch auf Kapitän Timo Hübers verzichten. Der 28-Jährige ist nach seiner fünften Gelben Karte, die er gegen Braunschweig gesehen hatte, gesperrt. Auch hinter dem Einsatz von Florian Kainz steht noch ein Fragezeichen. Der Mittelfeldspieler war in Braunschweig nach einem Schubser von Ermin Bicakcic unglücklich mit dem Kopf auf dem Rasen gelandet und benommen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt worden. Laut Coach Struber besteht aber Hoffnung, dass es doch für einen Einsatz des Österreichers reichen könnte. „Er hat das Training am Donnerstag gut absolvieren können, allerdings noch ohne Zweikämpfe. Wir müssen schauen, wie wohl er sich am Samstag im Training fühlt“.
Entwarnung hingegen gab der Trainer bei Max Finkgräfe, der in Leverkusen nach einem Zweikampf mit Nathan Tella indem er von der Hüfte des Engländers am Kopf getroffen wurde und im Anschluss an diese Aktion angeschlagen vom Platz musste. „Max ist fit, ihm geht es gut. Es ist nichts in Sachen Gehirnerschütterung rausgekommen. Er hat seine Tests hervorragend absolviert.“
Dreier oder Viererkette gegen die Knappen?
Durch die Sperre von Hübers stellt sich Struber nun die Frage, wie er den Ausfall des Kapitäns kompensieren kann. Mit Joel Schmied und Dominique Heintz stehen nur zwei Innenverteidiger zur Verfügung, die ihre Qualität in der zweiten Liga bereits unter Beweis stellen konnten. Gut möglich also, dass Eric Martel wie bereits im Dezember die mittlere Position in der Dreierkette und Schmied die rechte Position von Hübers übernimmt. Sollte Struber die Entscheidung treffen, den Motor weiter nach hinten zu verschieben, würde im Mittelfeld ein Platz frei werden. Hier könnte Luca Waldschmidt die Option werden. Denis Huseinbasic würde dann die Rolle von Martel als Sechser übernehmen, während Dejan Ljubicic den Part des Achters einnehmen dürfte. Ebenfalls möglich, dass Leart Paqarada für den unter der Woche angeschlagenen Finkgräfe in die Startformation rückt.
Allerdings gibt es noch eine weitere Option, auf den Ausfall von Hübers zu reagieren. Wie bereits zu Beginn der Saison und auch im Hinspiel gegen Schalke könnte der FC-Trainer am Sonntag auch auf eine Viererkette umstellen. Dann würde Heintz den linken und Schmied den rechten Innenverteidiger geben. Diese Systemumstellung könnte auch Jusuf Gazibegovic zugutekommen, der seine Stärken, laut Christian Keller, eigentlich als Rechtsverteidiger in einer Viererkette hat. Ebenso gäbe es in der Offensive verschiedene Varianten. So könnte entweder Jan Thielmann als rechter Mittelfeldspieler und Ljubicic als Zehner oder der Österreicher als Rechtsaußen und Waldschmidt als offensiver Mittelfeldspieler hinter der Spitze auflaufen. In die Karten wollte sich Struber am Freitag jedoch noch nicht schauen lassen. „Ich habe mehrere Ideen“, so der Österreicher, der sich am Freitag noch nicht sicher war und auch das Abschlusstraining abwarten möchte.
Eine Umstellung auf die Viererkette käme dennoch sehr überraschend, da der FC seit dem Wechsel zur Dreierkette stabiler steht. Diese wird auch gegen die offensivstarken Schalker benötigt, um deren Lebensversicherungen Moussa Sylla und S04-Kapitän Kenan Karaman aus dem Spiel zu nehmen.
Duell gegen den FC Schalke 04: So könnte die Startelf des 1. FC Köln aussehen
Spannende Transfers, starke Offensive, anfällige Abwehr – Der 1. FC Köln empfängt die Wundertüte
Redaktion
Nur eins der sechs vergangenen Ligaspiele verlor der FC Schalke 04. Vor allem im Bereich der Sprints und der Treffer per Kopf schneiden die Königsblauen in der Liga gut ab. Am Sonntag geht es nun gegen den 1. FC Köln: Der Gegnercheck zum FC Schalke 04.
Im vierten Duell der Rückrunde will der FC zu Hause erneut punkten und so die Tabellenspitze behaupten. Doch die Aufgabe wird keinesfalls leicht. Denn mit den Königsblauen kommt ein weiterer starker Gegner zu auf den 1. FC Köln: Der Gegnercheck zum FC Schalke 04.
1. FC Köln im Duell mit Schalke 04
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Aktuelle Form: Der FC Schalke 04 hat nur eines seiner vergangenen sechs Ligaspiele verloren. In den letzten drei Spielen der Hinrunde gewannen die Schalker mit 4:2 beim SC Paderborn, holten einen Punkt gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) und setzten sich zum Abschluss des Jahres mit 4:1 bei der SV Elversberg durch. Ins neue Jahr startete das Team von Trainer Kees van Wonderen mit einem 0:0 in Braunschweig. Es folgte der Erfolg gegen Nürnberg. Am vergangenen Wochenende setzte es im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg mit einem 2:5 die erste Niederlage der Rückrunde. Besonders interessant: Gegen den SC Paderborn und die SV Elversberg gewannen die Königsblauen gegen die am jeweiligen Spieltag auf Platz eins stehenden Teams.
In der Formtabelle belegen die Knappen in diesem Zeitraum mit elf Punkten den sechsten Platz. Nur der FC, der HSV, der 1. FC Magdeburg, der 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf holten in diesem Zeitraum mehr Punkte und haben eine bessere Form vorzuweisen.
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Schnell an der Kugel und stabil in der Luft
Spannendes Transferfenster: In der zweiten Transferperiode der Saison 2024 war einiges los bei den Königsblauen. Mit Steve Noode, Martin Wasinski, Bryan Lasme, Ron-Thorben Hoffmann, Lino Tempelmann und Paul Pöpperl verliehen die Schalker gleich sechs Spieler. Auf der Zugangsseite verstärkte sich die Blau-Weißen mit Mittelfeldspieler Aymen Barkok (Mainz 05, Leihe), Stürmer Pape Meissa Ba (Grenoble Foot) und Torhüter Loris Karius (ablösefrei). Besonders auf Ba sollte man ein Auge werfen. Der Senegalese erzielte in der Hinrunde der Ligue 2 in 18 Spielen zehn Tore und legte zwei weitere Treffer auf.
Sprintstark: Die Schalker gehören in dieser Saison zu den sprintstärksten Teams der ganzen Liga. So absolvierten die Spieler in den bisherigen 20 Ligaspielen 4634 Sprints. Einzig der Tabellendritte Magdeburg liegt mit 4909 Sprints vor den Knappen.
Luftspezialisten: Mit acht Treffern per Kopf gehört das Team von Kees van Wonderen in dieser Statistik zu den besten Teams der Liga. Nur der Hamburger SV (14) und Preußen Münster (9) trafen noch häufiger mit dem Kopf. Auch im Luftzweikampf zeigt sich S04 in dieser Saison besonders stark. Mit 353 gewonnen Duellen in der Luft stehen die Schalker im internen Zweitliga-Ranking hinter dem SSV Jahn Regensburg (377) und Münster (373) auf dem dritten Platz.
Beeindruckende Offensivkraft
Im Fokus: Mit Moussa Sylla und Kapitän Kenan Karaman hat der Club aus dem Revier zwei sehr starke Offensivspieler. In dieser Saison sind sie die Lebensversicherung der Schalker. 24 Tore haben die beiden in der Liga bislang für den Traditionsclub erzielt. 13 davon der Transfercoup Sylla, der im Sommer für 2,5 Millionen Euro aus der zweiten französischen Liga kam und schon bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten weckt. Weitere elf Kapitän Karaman. Das sind 69 Prozent aller Schalker Tore – der Grund, warum Königsblau nicht mehr im Tabellenkeller steht und der Blick in den vergangenen Wochen nach oben gerichtet werden konnte. Allerdings ist die Defensive der Schalker anfällig, denn nur Regensburg kassierte mehr Gegentore.
Personal: Trainer van Wonderen muss beim Gastspiel in Köln auf Emil Höjlund (Oberschenkelverletzung), Paul Seguin (5. Gelbe Karte), Mauro Zalazar (U-20-Südamerikameisterschaft) und Neuzugang Aymen Barkok (Rückstand nach Grippe) verzichten.
„Anderes Gesicht zeigen“: Sbonias hofft im Stadt-Derby auf Reaktion der U21 des 1. FC Köln
Daniel Mertens
Die Derbyzeit für die U21 des 1. FC Köln geht weiter: Acht Tage nach der 0:2-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorfs U23 steht am Sonntag das Stadt-Duell beim SC Fortuna Köln an. Im dritten Anlauf soll endlich der erste Sieg im Jahr 2025 gelingen. Der Trainer hofft jedenfalls auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Die U21 des 1. FC Köln trifft auf Fortuna Köln.
Mit der bisherigen Ausbeute ist Trainer Evangelos Sbonias bisher noch nicht zufrieden. Am Sonntag will der Coach das gerne ändern. Die U21 des 1. FC Köln trifft auf Fortuna Köln.
Evangelos Sbonias ist nicht glücklich
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Rein punktemäßig ist der Jahresstart der U21 sehr durchwachsen bis unbefriedigend: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias sammelte nur einen Punkt aus zwei Spielen ein. „Rein von der Ausbeute bin ich nicht zufrieden“, konstatiert der Coach entsprechend, betont aber zugleich: „Dennoch muss man die beiden Spiele differenziert anschauen. Gegen Paderborn war ich mit vielen Sachen sehr zufrieden, fressen dann unglücklich in der Nachspielzeit das Gegentor, sonst wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Gegen Düsseldorf bin ich gar nicht zufrieden mit dem Ergebnis und mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Das haben wir die Woche aufgearbeitet und wollen am Wochenende gleich wieder ein anderes Gesicht zeigen.“ Das dürfte jedoch alles andere als leicht werden, denn mit dem SC Fortuna Köln wartet am Sonntag ein großes Kaliber auf die FC-Reserve.
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Die U21 des 1. FC Köln auf „eine extrem erfahrene Mannschaft“
Die Südstädter haben die Tabellenspitze noch nicht komplett aus den Augen verloren. Sbonias tituliert den kommenden Gegner daher als „Top-Mannschaft der Liga“ und spricht von einer „extrem erfahrenen Mannschaft, die weiß, was sie zu tun hat, um Spiele zu gewinnen.“ Zugleich erinnert sich der Coach: „Es war auch oft so in Spielen gegen Fortuna Köln, dass wir auf Augenhöhe, in Phasen sogar die bessere, Mannschaft waren, am Ende aber nicht viel Zählbares dabei herausgekommen ist.“ Das soll sich am Sonntag aber idealerweise ändern: „Ich möchte unsere Tugenden und unsere Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, auf dem Platz sehen. Das haben wir gegen Fortuna Düsseldorf in jeder Phase vermissen lassen. Deshalb ist es eine neue Chance, aggressiv und zielstrebig Fußball zu spielen und mit viel Herz, Leidenschaft und Intensität in jeder Phase des Spiels da zu sein.“
Dabei muss Sbonias jedoch weiterhin auf Alessandro Blazic und Rijad Smajic verzichten, die sich weiterhin in der Reha befänden: „Beide waren nicht im Mannschaftstraining.“ Bernie Lennemann und Mansour Ouro-Tagba seien hingegen wieder Optionen für den Kader nach ihren ausgestandenen Blessuren. Mit Yannick Mausehund verpflichtete der FC in dieser Woche noch einen Neuzugang für die Innenverteidigung. Der 18-Jährige war zuletzt Kapitän in der U19 von Hertha BSC. Das Talent sei ebenfalls ein Kandidat für den Kader am Sonntag, verriet Sbonias, der aber zugleich mahnte: „Wir tun gut daran, ihn Schritt für Schritt heranzuführen und nichts zu riskieren bis wir sicher sind, dass er die Intensitäten gehen kann. Da sind Geduld und Ruhe gefragt. Wir tun alle gut daran, den Jungen langsam ankommen zu lassen.“
Sbonias über Neuzugang Yannick Mausehund
Nach seinen ersten Eindrücken am Geißbockheim skizzierte der Trainer seinen Neuzugang so: „Generell sind wir froh, dass er da ist. Er ist ein sehr angenehmer Charakter, hat eine super Statur und Athletik und hat damit eine gute Basis, die Dinge abzurufen, die wir fordern, eine sehr gute Aggressivität gegen den Ball und im defensiven Eins gegen Eins. Das sind alles Dinge, die er schon in den ersten Trainingseinheiten gezeigt hat.“ Das Kölner Stadtderby wäre nun sicher ein bemerkenswerter Zeitpunkt für Mausehunds Premiere im Senioren-Fußball.
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Jaka Potocnik und der 1. FC Köln: Hohes Risiko, bislang wenig Ertrag
Simon Bartsch
Spätestens durch die Transfersperre gegen den FC erhielt die Verpflichtung von Jaka Potocnik viel Aufmerksamkeit. Die Erwartungshaltung an den jungen Slowenen ist groß. Gerecht wurde er dieser aber noch nicht. Und so ist die Frage, wie es weitergeht mit Jaka Potocnik: Bislang zahlt sich das Risiko des 1. FC Köln noch nicht aus.
Nach dem großen und aus seiner Sicht absolut unverschuldete Wirbel um seinen Transfer ist es stiller geworden um Jaka Potocnik. Der junge Slowene will noch nicht so richtig durchstarten. Andere erhalten den Vorzug. Das ist für alle Seiten nicht zufriedenstellend. Weder für den FC noch für Jaka Potocnik: Bislang zahlt sich das Risiko des 1. FC Köln noch nicht aus.
Jaka Potocnik hofft auf mehr Einsatzzzeit
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So wirklich überraschend kam die Nachricht am Mittwoch nicht. Als der FC den Kader für den Pokalfight gegen Leverkusen bekannt gab, stand da der neue Name: Imad Rondic. Der Stürmer war am Deadline Day vom FC offiziell vorgestellt worden, nachdem sich der Deal in den Tagen zuvor mal mehr, mal weniger angebahnt hatte. Rondic soll die Antwort auf die Stürmersuche der Kölner sein und stellte sein Können ja auch einige Minuten unter Beweis. Eine Suche, die sich lange gezogen und verschiedene Protagonisten hatte. Von den mittlerweile verliehenen Sargis Adamyan und Florian Dietz, über den abgewanderten Davie Selke, über Versuchspersonal wie Jan Thielmann und einigen Youngster wie zuletzt Oliver Schmitt. Zwar haben sich Damion Downs und Tim Lemperle bei den Geißböcken in dieser Spielzeit durchgesetzt, ein richtiger Knipser fehlte dem FC eben bis zum Deadline Day. Nun ist zumindest ein Angreifer gefunden.
„Er kann deutlich stabiler spielen“
Leidtragende sind dann wiederum die jungen Talente, die sich mehr Einsatzzeit bei den Kölnern versprochen haben. Allen voran wohl Jaka Potocnik. Ebenfalls beim FC schon ein Name. Allerdings einer, der unverschuldet mit einem dunklen Kapitel der Kölner verbunden wird: dem Registrierungsverbot. Auch, wenn die FIFA die Sanktion gegen den FC noch vor dem Ablauf der eigentlichen Strafe aufgehoben hatte, haben sich die Kölner Verantwortlichen alles andere als mit Ruhm bekleckert. Die Aufhebung der Strafe ist sicherlich nicht einem Freispruch gleichzusetzen. So oder so ist der FC mit der Verpflichtung des jungen Slowenen ein hohes Risiko eingegangen – ein viel zu hohes Risiko. Und alleine schon aufgrund des ganzen Wirbels, den der Transfer mit sich gebracht hat, ist die Erwartungshaltung an Potocnik augenscheinlich eine besonders große. Schließlich, so könnte man zumindest meinen, geht der FC doch nicht ein so hohes Risiko für ein U21-Talent ein.
Doch genau dort hat der 19-Jährige Großteile, nahezu alle, seiner Spiele verbracht. Zehn Mal stand Potocnik bei den Profis im Kader, gespielt hat er einmal – das gegen den Karlsruher SC, 15 Minuten lang. Elf Mal lief der Stürmer dagegen bei der U21 in der Regionalliga West auf – immer von Beginn an, aber eher selten mit überzeugenden Leistungen. „Er kann deutlich stabiler spielen, das weiß er selbst“, sagte unlängst U21-Trainer Evangelos Sbonias. „Das ist aber eine normale Entwicklung in seinem Alter, die niemanden hier fraglos zurücklässt. Was in der Beobachtung jedoch untergeht, ist seine Wichtigkeit im Pressing, bei dem er als Neuner eine enorme Bedeutung für unser Spiel hat.“ Die rein zählbare Bedeutung liegt bei zwei Treffern für die Kölner Reserve.
Zuletzt nicht im Kader
Die Antwort auf die Suche im Sturm ist der Slowene sicherlich noch nicht. Und dementsprechend macht sich Verwunderung über das Gleichgewicht zwischen Risiko bei der Verpflichtung und Leistung auf dem Platz bei den ersten Fans breit. Nur ist eben jene Erwartungshaltung gegenüber dem Youngster alles andere als fair. Das Risiko ist schließlich der Verein eingegangen. Und dennoch scheint es aktuell für den immer noch 19-Jährigen nicht so richtig vor und zurück zu gehen. Und so schlug Gerhard Struber vor einigen Wochen eine Leihe vor, sprach davon, dass der Stürmer möglicherweise einen Zwischenschritt benötige. „Spielzeit ist für ihn am wichtigsten“, sagte der Coach dem „Kicker“. Doch soll der Spieler eine Leihe tatsächlich nicht in Betracht gezogen haben.
Dass in der vergangenen Woche dann auch noch Oliver Schmitt gegen Braunschweig sein Debüt feierte und Potocnik nicht im Kader stand, zeigt deutlich, dass es der Youngster auch weiterhin schwer haben wird. Das Transferfenster für Deutschland hat bekanntlich längst geschlossen. Das heißt aber nicht, dass es für Potocnik keine Lösung geben kann. Denn in zahlreichen Ländern ist das Fenster noch geöffnet, eine Leihe wäre also noch möglich. Und vielleicht ein wichtiger Tapetenwechsel, um den nächsten Schritt zu gehen.
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Gerhard Struber sucht den passenden Schlüssel: Am Limit gegen den Hochgeschwindigkeitszug
Simon Bartsch
Nach der Pokalpleite gegen Leverkusen steht für den FC das nächste Highlightspiel auf dem Programm. Königsblau ist beim FC zu Gast. Die Kölner brauchen einen Sieg, um die Tabellenspitze zu behaupten. So will der 1. FC Köln gegen Schalke 04 punkten.
Das Selbstvertrauen dürfte trotz der Niederlage gegen Leverkusen groß sein. Doch den FC erwartet am Sonntag ein ganz anderes Spiel als im Pokal. Der Liga-Alltag sieht anders aus. Dennoch sind drei Zähler angepeilt. So will der 1. FC Köln gegen Schalke 04 punkten.
Mit vollem Einsatz: Damion Downs im Duell gegen Schalke
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Die Reaktionen nach dem unglücklichen 2:3 gegen Bayer Leverkusen im DFB-Pokal am Mittwoch hallten noch lange nach und befanden sich irgendwo zwischen Frust, Ärger und Stolz. Die Meinung, dass der FC Großes geleistet hatte, war aber ziemlich eindeutig. Doch für Gerhard Struber ist der Fokus schon wieder neu ausgerichtet. Die Kür war am Mittwoch, die Pflicht ruft am Sonntag. „Es gilt jetzt, ins Hier und Jetzt zu kommen und nach vorn zu schauen. Wir haben wieder einen großen Club im Haus mit Schalke. Es geht Schlag auf Schlag mit den großen Aufgaben“, sagte der Trainer. „Wir nehmen viele gute Dinge mit aus dem Cupfight, müssen jetzt aber die Sensoren wieder hochfahren und uns auf das nächste Highlightspiel freuen.“ Und das Duell gegen S04 steht eben am Sonntagmittag an (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com).
So bewertet ihr die FC-Profis
„Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert“
Ein weiteres Highlightspiel, aber eins, das ganz sicher so ganz anders ablaufen wird, als das Pokalspiel gegen Leverkusen. Der FC geht wieder als Favorit in die Begegnung, als Spitzenreiter und das wiederum gegen eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, vor allem aber unberechnbar ist. Zu weit geht die Range zwischen souveränem Erfolg über einen Aufstiegskandidaten wie Elversberg (4:1) und bitterer Niederlage gegen Gegner aus derunmittelbaren Tabellenregion wie Darmstadt (3:5). Der FC wird also voraussichtlich mit viel Ballbesitz agieren, sich nicht nur auf das leidenschaftliche Verteidigen konzentrieren können und genau diese Spielweise schien dem FC in den vergangenen Spielen wie etwa gegen Braunschweig am vergangenen Samstag nicht so richtig zu liegen. „Da müssen wir zulegen“, gab auch Struber zu. „Da haben wir uns in den vergangenen Wochen nicht mit Ruhm bekleckert.“
Und das ist sogar noch untertrieben. Das Spiel mit Ball wollte so gar nicht in Fahrt kommen – zumindest nicht im Schlussdrittel. Die Kölner Offensive will nicht so recht zum Tabellenplatz passen. 35 Treffer haben die Kölner erzielt, sieben Mannschaft waren öfter erfolgreich, zwei genauso oft. Auch deswegen wurde mit Imad Rondic bekanntlich ein weiterer Stürmer verpflichtet. Seine Torgefahr ließ der Bosnier am Mittwoch aufblitzen, als er den Ball zwar ins Netz drückte, das aber anscheinend aus einer minimalen Abseitsposition. Ob Rondic seine erste Chance von Beginn ab bekommt, ist offen. Struber sprach zumindest davon, dass man viel dafür tue, den Stürmer schnell zu integrieren. Damion Downs kennt das Spiel der Kölner und hat mit seinem Treffer und der Vorarbeit gegen Leverkusen reichlich Eigenwerbung betrieben. „Damion hat wieder aufgezeigt, wie hochtalentiert er ist. Jetzt müssen wir ihn vom Talent zum gestandenen Profi entwickeln“, sagte der Coach.
Steht Rondic in der Startelf?
Vielleicht bietet Struber die beiden Angreifer gemeinsam auf. Denn Tim Lemperle wird noch nicht dabei sein. Auf der anderen Seite stellt der FC aber wiederum eine der besten Defensiven der Liga. Einzig Hannover 96 kassierte bis dato noch weniger Treffer. Doch genau die Hintermannschaft wird Struber umbauen müssen. Timo Hübers hatte gegen Braunschweig eine eher unnötige Gelbe Karte gesehen, ist gesperrt. Voraussichtlich wird also Eric Martel wieder in die Dreierkette zurückkehren. Denn Julian Pauli fehlt auch weiterhin. Dass Struber auf den jungen Neo Telle von Beginn an setzt, ist eher unwahrscheinlich. Eine weitere Option wäre die Rückkehr zur Viererkette. „Es gibt mehrere Ideen. Ich denke noch drüber nach, wir diskutieren mit dem Trainerteam über das ein oder andere und dann werden wir entscheiden, wo es hingeht.“
Der FC Schalke 04 ist zumindest was Tore und Gegentore angeht so etwas wie der Gegenpol zum FC. 39 Gegentreffer kassierten die Königsblauen in dieser Spielzeit, einzig Schlusslicht Jahn Regensburg mehr. Eigentlich schien sich S04 in den vergangenen Wochen ein wenig stabilisiert zu haben. Eigentlich, denn am 20. Spieltag gab es eine bittere 2:5-Pleite gegen Magdeburg. Dagegen ist die Offensive der Schalker brandgefährlich. Moussa Sylla ist mit seinen 13 Toren der zweitbeste Torschütze der Liga, Kenan Karaman folgt mit elf Treffern auf Rang fünf. „Karaman ist ein Spielgestalter, der oft verblüffende Dinge fabriziert. Sylla ist wie ein ein Hochgeschwindigkeitszug. Da gibt es schon ordentlich Qualität zu bändigen.“ Nicht die einzigen Gefahrenpunkte, die Struber erwartet. „Schalke hat im Ballbesitz richtig Qualität und ist dabei sehr variabel“, so der Trainer. „Für uns gilt es wieder, das Limit zu erreichen. Das braucht es auch, um wieder ins Punkten zu kommen.“
Und wollen die Kölner die Tabelle behaupten, dann sind drei Punkte Pflicht. Denn der HSV feierte am Freitagabend einen 2:1-Erfolg. Der Siegtreffer fiel ausgerechnet in der Nachspielzeit, geschossen von Davie Selke, der einen Doppelpack erzielte.
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Der 1. FC Köln empfängt den FC Schalke 04 und damit einen gern gesehenen Gast
Simon Bartsch
Für den FC geht es nach der bitteren Pokalpleite gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch bereits am Sonntag im Liga-Alltag weiter. Auch dort bekommen es die Kölner mit einem großen Namen zu tun. Doch die Vorzeichen sind andere beim 1. FC Köln: Mit dem FC Schalke 04 kommt ein Lieblingsgegner.
Der Pokalfight gegen Bayer Leverkusen war trotz der Niederlage auch für die Geißböcke einer, der in Erinnerungen bleiben wird. Nun folgt aber bereits die nächste Aufgabe, die in der Liga und mit anderen Vorzeichen für den 1. FC Köln: Mit dem FC Schalke 04 kommt ein Lieblingsgegner.
Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Erfolg über Schalke (Foto: Christof Koepsel/GettyImages)
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Für Imad Rondic dürfte sein Debüt für den 1. FC Köln in langer Erinnerung bleiben. Der Neuzugang hatte schon in der Vergangenheit gerne von vollen Stadien in Polen geschwärmt. Die Begegnung am Mittwoch dürfte vielleicht ein anderes Kaliber gewesen sein – selbst, wenn die BayArena nicht das größte Stadion Deutschlands ist. Wie es ist, dann auch im Kölner Rund auf Torejagd zu gehen, wird der Angreifer dann wohl am Sonntag erfahren. Dann empfängt der FC den FC Schalke 04 im eigenen Stadion (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com). „Wir haben wieder einen großen Club im Haus. Es geht Schlag auf Schlag mit großen Aufgaben“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber am Freitagmittag. Und diese große Aufgabe könnte aus dem Kölner Stadion eben wieder ein Tollhaus machen.
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Die meisten Pflichtspielsiege
Denn zu Gast ist der FC Schalke 04. Es kommt für den FC also erneut zu einer Begegnung, die man gut und gerne auch in der Bundesliga verorten könnte. Immerhin trafen die Teams dort 90 Mal aufeinander. Und obwohl beide Mannschaften nun schon des Öfteren das Liga-Unterhaus kennengelernt haben, ist es das erste Mal, dass der FC Königsblau in Liga zwei empfängt. Das Hinspiel auf Schalke war die Zweitliga-Premiere. Große Spiele haben sich die Gründungsmitglieder der Bundesliga geliefert. Insgesamt 127 Pflichtspiele, davon zahlreiche unvergessen, wie der 1:0-Erfolg am letzten Spieltag der Saison 20/21 als Sebastiaan Bornauw die Kölner in der 86. Minute noch in die Relegation rettete, die der FC dann wiederum mit dem Erfolg über Holstein Kiel für sich entschied.
Mit Schalke kommt aber auch der Kölner Lieblingsgegner ins RheinEnergiestadion. Gegen keine andere Mannschaft hat der FC in Pflichtspielen so oft gewonnen. 57 Pflichtspiele gingen an den FC, 50 Mal gewann Köln gegen den VfL Bochum, 46 Mal gegen Borussia Mönchengladbach. Die Geißböcke fuhren umgerechnet auch 199 Punkte gegen Schalke ein, so viel wie gegen kein anderes Team. Allerdings ist die Erfolgsquote nicht die beste, denn der FC traf bis heute nur auf Gladbach und Dortmund noch häufiger. Die Aussagekraft ist allerdings auch überschaubar. Ein Sieg in einem bisher einmaligen Duell wäre demnach höher gerankt, als die 57 Erfolge gegen Schalke. Die letzte Niederlage in der Meisterschaft liegt nun auch schon einige Zeit zurück. Vor acht Jahren kassierte der FC im eigenen Stadion eine 1:3-Pleite. Der Anschlusstreffer von Leo Bittencourt war zu wenig.
Anschließend gab es noch zwei weitere Niederlagen gegen Königsblau – beide im Pokal, beide ziemlich unglücklich. In der Liga gab es in den vergangenen sechs Spielen immerhin fünf Siege für den FC. So darf es aus Kölner Sicht natürlich gerne weitergehen.
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FC-Kapitän Timo Hübers macht seine Kampfansage Richtung Konkurrenz und fehlt erstmal
Simon Bartsch
Die Frustration überschattete am Mittwochabend sicherlich noch die Erkenntnis über die starke Mannschaftsleistung der Geißböcke. Bei aller Enttäuschung der Geißböcke gab es auch schon wieder Aufwind beim 1. FC Köln: Timo Hübers macht trotz Niederlage eine Kampfansage.
So nah dran am Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale hätte den FC vor der Begegnung in Leverkusen wohl kaum einer gesehen. Erst in den letzten Minuten der regulären Nachspielzeit konnte Leverkusen – wiedereinmal – den Ausgang des Spiels drehen. Zunächst war die Enttäuschung groß beim 1. FC Köln: Timo Hübers macht trotz Niederlage eine Kampfansage.
Timo Hübers vom 1. FC Köln (Foto: Pau Barrena/Getty Images)
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Nur wenige Zentimeter und Timo Hübers wäre zum Matchwinner des Pokal-Viertelfinale geworden. Der Abwehrspieler des 1. FC Köln stieg wenige Minuten vor Spielende zum Kopfball hoch und brachte den Ball in Richtung Leverkusener Tor. Doch der Keeper des Deutschen Meisters, Matej Kovar, war zur Stelle, der Versuch zu zentral. „Es hat nicht viel gefehlt“, bewertete Hübers seine Aktion. Der Ärger war dem 28-Jährigen anzusehen. „Wenn ich den einen Meter weiter nach links kriege, ist der drin.“ Und damit wäre der FC 3:1 in Führung gegangen und das Spiel hätte sehr wahrscheinlich einen anderen Ausgang genommen. „Ich bin schon enttäuscht, weil ich glaube schon, dass wir es verdient gehabt hätten, in der Kurve zu stehen“, so Hübers weiter. Verdenken kann man dem Offensivspieler die Enttäuschung nicht. Denn die Mannschaft von Gerhard Struber ließ ihr Herz auf dem Platz, ackerte und warf sich in die Zweikämpfe.
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„Vielleicht kann es uns bestärken oder den Antrieb geben“
„Wir wollten Emotionen mit ins Spiel bringen, knallharte Zweikämpfe, immer wieder Nadelstiche setzen, einen kühlen Kopf bewahren, gut die Räume besetzen, laufen, laufen, laufen. Wir haben alles reingeworfen. Wir brauchen uns keinen Vorwurf machen“, resümierte Hübers nach dem Pokal-Fight. Nach der gezeigten Leistung der Kölner, die über weite Strecken gegen Leverkusen in Führung lagen, wäre ein Vorwurf auch sicherlich nicht angebracht. Die Geißböcke gingen als deutlicher Underdog ins Pokalspiel, Bayer war der klare Favorit. Und wohl zwischenzeitlich nicht unüberrascht ob der Leidenschaft der Kölner Mannschaft. Nur, dass das Team von Trainer Xabi Alonso sowohl über die individuele Qualität als auch über genug Selbstvertrauen verfügt, um auch einen 0:2-Rückstand nicht verloren zu geben, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Auch nicht in einem Duell um dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals.
Lob von Alonso
Aber auch Alonso fand lobende Worte für die Kölner. „Es war ein sehr hartes Spiel gegen einen sehr guten Gegner.“ Erwartbar ist ein solches Auftreten nicht unbedingt gewesen. Und so lässt sich aus der Niederlage zumindest etwas Positives gewinnen. „Man hat gesehen, dass auch wir kicken können und dass wir uns in der Liga ruhig wieder mehr zutrauen können“, sagte Struber. Das sieht auch Hübers so: „Vielleicht kann es uns bestärken oder den Antrieb geben, dass wir solche Spiele wieder häufiger haben werden. Da ist noch mehr drin“. Und damit gibt der Kölner Kapitän eine klare Marschroute für die kommenden Gegner der zweiten Bundesliga vor. Das Selbstbewusstsein, dass die Geißböcke aus dieser Begegnung mitnehmen können, darf dann am Wochenende direkt gegen Schalke 04 zum Vorschein kommen. Die Kampfansage für die zweite Liga ist auf jeden Fall gemacht.
Allerdings wird Hübers aufgrund seiner fünften Gelben Karte gegen Königsblau gar nicht dabei sein. Der Kapitän fehlt. Eine Herausforderung für den Kölner Coach. Schließlich fehlt auch Julian Pauli weiterhin. Gut möglich, dass Eric Martel wieder zurückgezogen wird. Auch die Viererkette wäre eine Option. „Es gibt mehrere Ideen. Ich denke noch drüber nach, wir diskutieren mit dem Trainerteam über das ein oder andere und dann werden wir entscheiden, wo es hingeht“, sagte Struber am Freitag. Wo es für Hübers am Ende der Saison mit der Mannschaft hingehen soll, ist bereits kommuniziert.
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