Aufstiegsgarant Selke? Der HSV hat das, was der FC gerne hรคtte und bekanntlich auch mal hatte

Davie Selke macht beim HSV den Unterschied
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Aufstiegsgarant Selke? Der HSV hat das, was der FC gerne hรคtte und bekanntlich auch mal hatte

Wenn รผberhaupt kristallisiert sich in der engen 2. Bundesliga einzig der Hamburger SV als Aufstiegskandidat immer mehr heraus. Ein Erfolgsgarant der Hanseaten spielte noch in der vergangenen Saison fรผr den 1. FC Kรถln: SchieรŸt ausgerechnet Davie Selke den HSV in die erste Liga?

Bereits 17 Tore stehen auf dem Konto des Stรผrmers in der Liga-Saison, eins im Pokal. Der EX-Kรถlner verkรถrpert Torgefahr. Jene Qualitรคt, die momentan fehlt beim 1. FC Kรถln. SchieรŸt ausgerechnet Davie Selke den HSV in die erste Liga?

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So ein wenig bizarr wirkte das Gedankenspiel dann doch. In der „Bild“-Show „Reif ist live“ wurde Davie Selke als mรถglicher Backup fรผr Harry Kane gehandelt. Die Idee hatte ein wenig von den ร„uรŸerungen von Steffen Baumgart, der den Angreifer einst in Richtung DFB-Elf sah. Realistisch sind in der Tat beide Szenarien nicht. Zweifelsohne befindet sich Selke aber in der Form seines Lebens. 17 Tore hat der Stรผrmer in der Liga in dieser Saison geschossen, dazu ein weiteres im Pokal. In der doch mittlerweile langen Profi-Karriere hat Selke nie mehr als zehn Saisontore erzielt. Nun ist der Schondorfer mindestens der Erfolgsgarant der Rothosen und Stand jetzt deutet auch ziemlich viel daraufhin, dass der 30-Jรคhrige zum Aufstiegsgaranten der Hanseaten werden kรถnnte. Und so kรถnnte es ausgerechnet Selke sein, der den HSV in die erste Liga schieรŸt.

Dem FC fehlt die Torgefahr

Sicher ist, dass Selke aktuell ziemlich genau das verkรถrpert, was den Kรถlnern so unwahrscheinlich fehlt: Torgefahr. Alleine sieben der Treffer hat der Stรผrmer in diesem Jahr erzielt und damit eins mehr als die gesamte Kรถlner Mannschaft. Zweifelsohne steht der HSV auch Dank des Angreifers an der Tabellenspitze. Und das ist aus Kรถlner Sicht besonders bitter, denn Selke hรคtte auch fรผr die Kรถlner auf Torejagd gehen kรถnnen. Die Kurzgeschichte: Selke kam im Winter 23 zum FC, absolvierte anderthalb Spielzeiten, erzielte elf Tore und war durchaus daran interessiert, die Kรถlner auch wieder zurรผck in die Bundesliga zu fรผhren. Der FC unterbreitete Selke ein Angebot, dem Vernehmen nach war der Stรผrmer mit den Konditionen nicht einverstanden und als er sich dann doch pro FC entschied, hatte Christian Keller die Tรผr bereits zugestoรŸen.

Selke verabschiedete sich vom FC mit einer kleinen Spitze und fand erstaunlich schnell Unterschlupf bei Steffen Baumgart und dem HSV. Zwar ist der ehemalige Kรถlner Trainer von Hamburg weiter nach Berlin gezogen, Selke befindet sich dennoch bei den Rothosen in seinem zweiten Frรผhling. Und nicht wenige Kรถlner Fans trauern dem charismatischen Angreifer, vor allem aber seinen Toren, hinterher. Und das wiederum nicht grundlos. Dem FC geht aktuell der Offensivdrang, die Torgefahr vรถllig ab. Am vergangenen Samstag taten sich die GeiรŸbรถcke รผber weite Strecken gegen Ulm erschreckend schwer, fanden kein Mittel, der entscheidende Treffer durch Luca Waldschmidt hatte nun mal so gar nicht in der Luft gelegen. Acht Mal setzten sich die GeiรŸbรถcke mit einem knappen 1:0 durch. Zwar ein rekordverdรคchtiger Wert, aber sicher keiner, der fรผr die groรŸe Torgefahr spricht.

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Hat sich Christian Keller verzockt?

Um die Offensive ein wenig zu beleben, wurde Imad Rondic von Widzew Lodz an den Rhein geholt. Der Angreifer bringt eine ordentliche Veranlagung mit, die Leistungswerte, Statistiken sind aber alles andere als beeindruckend. Fรผnf Einsรคtze, kein Tor, keine Vorlage. Kein Wunder also, dass die Kritik an Christian Keller bei einigen Fans dann doch schon sehr heftig ausfรคllt. Die Kritik ist nachvollziehbar. Der Kรถlner Sportdirektor war mรถglicherweise zu stur, die Tรผr fรผr den Stรผrmer wieder einen Spalt weit zu รถffnen. Nun trifft ausgerechnet Selke fรผr den HSV und kรถnnte den HSV in die erste Liga schieรŸen. Doch die Wahrheit ist natรผrlich dann doch ein wenig vielschichtiger, als den Abgang von Selke als klassische Fehleinschรคtzung zu verkaufen. Denn so richtig rund lief es bei dem Angreifer in den vergangenen Jahren nicht. Seit der Spielzeit 2017/18 hatte Selke in der Liga nicht mehr zweistellig getroffen.

Auch beim FC war Selke nicht gerade der Dauer-Torgarant. In anderthalb Jahren elf erzielte Tore ist fรผr einen Mittelstรผrmer wenn รผberhaupt ein Durchschnittswert. Das lag wiederum auch an der Verletzungshistorie des Angreifers. Selke litt unter einer seltsamen Zerrung, brach sich gleich zwei Mal den MittelfuรŸ, fehlte aber auch aufgrund von muskulรคren Beschwerden. Mit groรŸer Warscheinlichkeit wird Keller im Sommer die verschiedenen Aspekte im Kopf gehabt, das Risiko abgewogen haben. Punkte wie Kosten, Verletzungsanfรคlligkeit und Torgefahr – ein Teil der Wahrheit. Ein anderer ist, dass das Kรถlner Spiel – zumindest aktuell – gar nicht auf einen StoรŸstรผrmer ausgelegt ist. Das bekommt Imad Rondic gerade bitter zu spรผren. Ob Selke beim FC eine bessere Figur gemacht hรคtte, ist also rein spekulativ. Ein verletzter Selke hรคtte die Kรถlner jedenfalls nicht weitergebracht, aber eine Stange Geld gekostet.

Am Ende des Tages ist die Personalsituation ohnehin nicht mehr zu รคndern. Selke spielt fรผr den HSV, wird fรผr die Rothosen immer wichtiger. Der FC muss mit den aktuellen Stรผrmern des Kaders arbeiten. Wer am Ende der Spielzeit der lachende Dritte ist, wird sich noch zeigen mรผssen. Selke hat jedenfalls recht gute Karten.


Nach Niederlage gegen den 1. FC Kรถln: Ulm entlรคsst offenbar Trainer Wรถrle

Thomas Wรถrle ist nicht mehr Trainer des SSV Ulm
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Nach Niederlage gegen den 1. FC Kรถln: Ulm entlรคsst offenbar Trainer Wรถrle

Der FC hat sich gegen den SSV Ulm wahrlich nicht von der besten Seite gezeigt – aber 1:0 gewonnen. Fรผr den FC geht es rauf auf Platz zwei, doch auch fรผr die Spatzen gibt es Folgen: Ulm trennt sich nach der FC-Niederlage von Thomas Wรถrle.

Der 1:0-Sieg der GeiรŸbรถcke gegen Ulm brachte den FC zurรผck auf den zweiten Tabellenplatz. Und er hatte auch Auswirkungen auf den Gegner. Denn: Ulm trennt sich nach der FC-Niederlage von Thomas Wรถrle.

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So wirklich zufriedenstellend war die Leistung gegen den SSV Ulm eigentlich nicht. Zumindest strahlten die Kรถlner gegen den Tabellenvorletzten รผber weite Phasen, gerade im zweiten Abschnitt, keine Gefahr mehr aus. Das Tor durch Luca Waldschmidt hatte sich nicht so wirklich angedeutet. Im Gegenteil: Zu Beginn der ersten Halbzeit und auch in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts waren die „Spatzen“ dem Tor ein Stรผck weit nรคher. Semir Telalovic hรคtte die Begegnung entscheiden kรถnnen, wenn nicht mรผssen, als er im Strafraum zum Abschluss kam. Und auch Oliver Batiasta Meier hatte die Fรผhrung auf dem FuรŸ, traf aber nur den AuรŸenpfosten. รœber einen Gegentreffer hรคtten sich die Kรถlner am Samstag wohl genauso wenig beschweren kรถnnen, wir รผber ein Remis.

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Vier Punkte Rรผckstand

Am Ende des Tages fuhren die Kรถlner aber die drei Punkte ein, verbesserten sich wieder auf einen Aufstiegsplatz und hatten gleichzeitig auch Einfluss auf den Gegner. Denn am Dienstagabend zogen die Ulmer Verantwortlichen laut dem TV-Sender „Sky“ die ReiรŸleine. Thomas Wรถrle ist demnach nicht mehr Trainer der „Spatzen“. U19-Trainer Robert Lechleiter soll das Training der Profis รผbernehmen. Wรถrle hatte den SSV zunรคchst in die 3. und im Folgejahr in die 2. Bundesliga gefรผhrt. Aktuell belegt der SSC den vorletzten Tabellenplatz, der Rรผckstand zum rettenden Ufer betrรคgt vier Zรคhler. Fรผr Ulm ist eigentlich noch alles drin. Der SSV blieb allerdings sechs Spiele in Folge ohne Sieg, sammelte gerade einmal zwei Punkte in diesem Zeitraum. Das Hinspiel hatte der FC 2:0 gewonnen. Auch damals tat sich Kรถln schwer.


Verfrรผhtes Geheimtraining – setzt Gerhard Struber jetzt auf den รœberraschungseffekt?

Gerhard Struber als Trainer des 1. FC Kรถln
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Verfrรผhtes Geheimtraining – setzt Gerhard Struber jetzt auf den รœberraschungseffekt?

Am Dienstag ist der FC in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Darmstadt gestartet. Und wie sich nun herausstellt, ist es die einzige Einheit, die fรผr Fans รถffentlich war. Denn den Rest der Woche wird es nur Geheimtraining geben beim 1. FC Kรถln: Setzt Gerhard Struber auf den รœberraschungseffekt?

Das ursprรผnglich รถffentlich angesetzte Training am Mittwoch ist in eine fรผr die ร–ffentlichkeit nicht zugรคngliche Einheit umgewandelt worden. Welche Verรคnderungen FC-Trainer Gerhard Struber hinter verschlossenen Tรผren mit seiner Mannschaft einstudieren wird, wird sich dann gegen Darmstadt zeigen beim 1. FC Kรถln: Setzt Gerhard Struber auf den รœberraschungseffekt?

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Dass Gerhard Struber kein groรŸer Freund der offenen Karten ist, ist mittlerweile bekannt. Zumindest lรคsst sich der Coach nur sehr ungerne in selbige reinschauen. Das ist in der Trainerwelt nichts ungewรถhnliches, ist nur eine andere Vorgehensweise als die von Vor-Vorgรคnger Steffen Baumgart noch gelebte. Der Ex-Coach, der mittlerweile bei Union Berlin seinen Pfeif-Code an die Spieler bringt, hatte kein groรŸes Geheimnis aus Aufstellung oder Trainingsinhalten gemacht. Gerade zu Beginn seiner Amtszeit waren Einheiten unter Ausschluss der ร–ffentlichkeit im Vergleich zum aktuellen Coach eine Seltenheit. Baumgarts Denke war wohl „der Gegner hat sich auf uns einzustellen, komme was wolle“. Gerhard Struber scheint da schon eher der Pokerspieler zu sein. Selbst erwartbare Stammspieler werden im Vorfeld einer Begegnung eher selten kommentiert.

Viererkette auch gegen Darmstadt?

Fรผr die letzte Woche vor der Lรคnderspielpause hat sich der Coach noch einmal etwas besonderes einfallen lassen. Denn das fรผr Mittwoch ursprรผnglich als รถffentlich angegebene Training wurde kurzerhand in eine Einheit eben unter Ausschluss der ร–ffentlichkeit umgewandelt. Eine ungewรถhnliche MaรŸnahme, aber eine, die darauf schlieรŸen lรคsst, dass der Kรถlner Coach gegen die Lilien auf einen รœberraschungseffekt setzen will. Die Frage ist nur, welchen. Im Hinspiel agierten die Kรถlner mit der Viererkette, wurden aber gerade im Umschaltspiel besonders bรถse erwischt, kassierten Konter um Konter und damit auch die hรถchste Saisonniederlage, die fรผr die Lilien dagegen den hรถchsten Saisonsieg bedeuteten. Fรผr den FC eine bittere Pleite, die vermutlich die ersten Gedanken einer Wende verfestigten.

Nun steht also erneut die schwere Aufgabe gegen die Wundertรผte der Liga bevor und ausgerechnet vor dieser Begegnung ruderte Struber zurรผck zur Viererkette, lieรŸ diese erstmals seit der 1:2-Pleite gegen Paderborn im Oktober 24 wieder von Beginn an spielen. Sollte Struber bei der Viererkette wirklich bleiben, ist nicht von einem รคhnlichen Debakel auszugehen. Denn die Kรถlner stehen seit der Umstellung grundsรคtzlich tiefer, attackieren nicht mehr so frรผh und aggressiv und kommen seitdem auch nur noch selten in die Verlegenheit, den Weg zurรผck nicht schnell genug mitgehen zu kรถnnen. Ob die Formation der hintersten Reihe also den groรŸen รœberraschungseffekt beim Gegner verursachen kann, ist daher fraglich. Mรถglicherweise geht es dem Trainer auch um personelle Entscheidungen. So kรถnnte beispielsweise Eric Martel ein Kandidat fรผr die Innenverteidigung werden. Allerdings fiel der Sechser am Dienstag noch krankheitsbedingt aus.

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Gibt es personelle Verรคnderungen?

Spannend ist dagegen die Situation in der Offensive. Denn das Kรถlner Spiel war gerade im Angriff oft eindimensional. Lange, vor allem aber oft setzten die GeiรŸbรถcke auf Vertikalpรคsse auf die schnellen Offensivspieler. Gerade Linton Maina war immer wieder die eingesetzte Waffe der Kรถlner. Mehr als 40 Prozent aller FC-Angriff liefen bislang รผber die linke Seite. Nur fallen mit Damion Downs und eben Maina die schnellen Angreifer am Wochenende aus. Das Spiel mit einem Strafraumstรผrmer ist dagegen ein ganz anderes. Und auch dort kรถnnten personelle Verรคnderungen vorliegen. Ob das System verรคndert wird oder es personelle Anpassungen gibt, ist alles reine Spekulation. Kein Wunder, Gerhard Struber lรคsst sich nun mal nicht sonderlich gerne in die Karten schauen.


Fragezeichen hinter der Personalie Imad Rondic

Imad Rondic will beim 1. FC Kรถln noch nicht so recht durchstarten
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Fragezeichen hinter der Personalie Imad Rondic

Imad Rondic wurde als Hoffnungsstrรคger fรผr das Zentrum verpflichtet. Doch so richtig will der Angreifer noch nicht durchstarten. Am Samstag saรŸ der Stรผrmer sogar 90 Minuten auf der Bank, kam gar nicht erst zum Einsatz fรผr den 1. FC Kรถln: Die Personalie Imad Rondic wirft Fragen auf.

Obwohl die personelle Situation beim FC angespannt war, wartete Trainer Gerhard Struber mit einigen รœberraschungen am Samstag auf. Unter anderem kam Steffen Tigges zum Einsatz, ein anderer Angreifer saรŸ 90 Minuten auf der Bank des 1. FC Kรถln: Die Personalie Imad Rondic wirft Fragen auf.

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Dass Gerhard Struber seine Startelf wรผrde umstellen mรผssen, hatte sich bereits am Tag vor dem Duell gegen den SSV Ulm angedeutet. Am Freitag bestรคtigte der Verein, dass Damion Downs sich einer Operation unterziehen mรผsse und das wohl noch vor der Lรคnderspielpause. Der Einsatz gegen die „Spatzen“ war damit vom Tisch. Nach dem Ausfall von Linton Maina die nรคchste Hiobsbotschaft um die Kรถlner Offensive, die in den vergangenen Wochen ja ohnehin alles andere als besonders beeindruckend war. Da auch Tim Lemperle zu diesem Zeitpunkt eher als Joker gehandelt wurde, rechneten nicht wenige Beobachter mit einem Startelf-Einsรคtz von Imad Rondic. Der Winter-Neuzugang erschein als die naheliegendste Lรถsung in Besetzung der Kรถlner Spitze.

Rondic nur 90 Minuten auf der Bank

Doch Struber hatte eine รœberraschung im Kรถcher. Der ร–sterreicher setzte eben nicht auf den Stรผrmer, brachte dafรผr Steffen Tigges, der auch in dieser Spielzeit nicht die Offensiv-Option ist, die sich die GeiรŸbรถcke bei der Verpflichtung im Sommer 2022 vorgestellt haben. Tigges ackerte zwar, hatte aber keinen groรŸen Impact auf die Begegnung, fand keinen Zugriff. Wie schon in den vergangenen Wochen, ja sogar Monaten lahmte die Kรถlner Offensive einmal mehr, der erlรถsende Treffer von Luca Waldschmidt war lange Zeit nicht absehbar. Und so wรคre der Versuch einer Belebung durch einen Offensiv-Wechsel im zweiten Abschnitt eigentlich ein folgerichtiger Schritt gewesen. Und doch lieรŸ Struber Neuzugang Imad Rondic 90 Minuten auf der Bank sitzen. Auch Oliver Schmitt und Marvin Obuz kamen nicht zum Einsatz.

Allerdings hat sich Gerhard Struber in dieser Saison wahrlich nicht als besonders groรŸer Befรผrworter von Obuz herauskristallisiert und Schmitt erst ein Profi-Spiel absolviert. Die komplette Bankruhe von Rondic รผberraschte da doch deutlich mehr. „Man hat immer Wรผnsche. Es gibt eine Realitรคt und die sagt uns, dass die jungen Burschen, die wir dazugeholt haben, noch ihre Zeit benรถtigen, um in unser Spiel reinzuwachsenโ€œ, sagte Struber vor dem Spiel bei „Sky“. Fรผr den Neuzugang reichte es nicht zur Einwechslung. Mรถglicherweise war der Coach von den Qualitรคten der aufgestellten Elf vollends รผberzeugt, ahnte, dass dort noch ein Treffer in der Luft lag. Tatsรคchlich ist die Einsatzzeit des neuen Stรผrmers insgesamt doch eher enttรคuschend. Bislang kommt der Stรผrmer auf fรผnf Einsรคtze in sechs Spielen, stand einmal in der Startelf. Und das, weil Downs verletzungsbeindgt kรผrzer treten musste. Aufs Scorerboard hat es Rondic fรผr den FC bislang nicht geschafft.

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Turbulenter Wechsel-Poker?

Noch in der vergangenen Woche hatte Christian Keller erklรคrt, der Stรผrmer sei ohnehin nicht als Soforthilfe verpflichtet worden. Eine รผberraschende Aussage. SchlieรŸlich war genau davon Wochen vor dem ersten Kรถlner Transferfenster nach der Registrierungssperre die Rede. Der FC wollte einen Stรผrmer verpflichten, der mรถglichst direkt hilft. Eine Marschroute, die die FC-Bosse ohnehin anstreben. Immerhin wurde in der Vergangenheit genau mit diesem Argument, den Spekulationen um Verpflichtungen von vertragsfreien Spielern frรผhzeitig ein Riegel vorgeschoben. Die Kรถlner sprachen damals davon, nur Spieler verpflichten zu wollen, die fรผr den FC einen „Mehrwert“ haben. Der ist bei Rondic bislang noch nicht erkennbar.

Dabei waren die Hoffnungen auf eine Soforthilfe doch groรŸ. Nachdem der Deal mit Ivan Prtajin geplatzt war und weitere Namen gehandelt wurden, tat sich offenbar die Option Imad Rondic auf. Der Poker um den Angreifer war mit ein wenig Stรถrgerรคuschen verbunden. Widzew Lodz stieg รถffentlich aus den Verhandlungen aus, dann wieder ein, von einem Streikversuch des Stรผrmers war die Rede. Am Ende zahlten die FC-Bosse mehr als eine Millionen Euro und statteten den Angreifer mit einem langen Vertrag aus. Aktuell ist Rondic noch keine Hilfe, die Eingewรถhnungszeit gestaltet sich offenbar schwierig. Das liegt sicherlich nicht nur am Angreifer. Die Spielablรคufe mit einem StoรŸstรผrmer dรผrften sich von der aktuellen Kรถlner Spielweise zumindest deutlich unterscheiden. Dennoch ist Rondic als neue Option geholt worden, sollte fรผr mehr Variabilitรคt sorgen.

So langsam mรผsste der Angreifer aber mal zรผnden, bis zum Saisonende sind es nur noch neun Spiele.


Ob Aufstieg oder eben nicht – der Kader wird sich im Sommer wohl grundlegend verรคndern

Christian Keller vom 1. FC Kรถln
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Ob Aufstieg oder eben nicht – der Kader wird sich im Sommer wohl grundlegend verรคndern

Auch nach dem 25. Spieltag zeichnet sich in der engen Liga nicht ab, in welche Richtung das Pendel fรผr die Kรถlner am Ende ausschlagen wird. Es bleibt spannend um den 1. FC Kรถln: Der Kader wird sich im Sommer verรคndern mรผssen.

Der Verbleib vieler Leistungstrรคger beim FC ist aktuell ob der Vertragssituationen nicht in trockenen Tรผchern. Und so wird wohl der Sprung in die Bundesliga maรŸgeblich รผber das Bleiben oder den Wechsel von Spielern entscheiden. Aber auch im Aufstiegsfall mรผssten die Verantwortlichen wohl ordentlich nachbessern – und das gleich auf mehreren Positionen, um wettbewerbsfรคhig zu bleiben. Ob Aufstieg oder nicht, bei beiden Szenarien wird sich die Mannschaft umstrukturieren beim 1. FC Kรถln: Der Kader wird sich im Sommer verรคndern mรผssen.

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Auch, wenn die Leistung alles andere als รผberzeugend war, der FC dรผrfte sich am Sonntagabend als einer der groรŸen Gewinner der Liga gefรผhlt haben. Abgesehen vom Hamburger SV hat kein direkter Konkurrent gewonnen, nahezu alle haben Remis gespielt. Kรถln ist also beim 1:0-Erfolg รผber den SSV Ulm nicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen, die GeiรŸbรถcke sind zurรผck auf einem direkten Aufstiegsplatz, dรผrfen sich zweifelsohne weiterhin zu den heiรŸesten Anwรคrtern auf den Aufstieg zรคhlen. Dabei bleibt die Liga so eng wie nie. Zwischen Platz eins und Platz neun liegen sieben Punkte – mindestens die obere Tabellenhรคlfte darf sich neun Spieltage vor Saisonende berechtigte Hoffnungen auf den Gang in Liga eins machen. Der FC mischt fleiรŸig mit. Auf der anderen Seite bedeutet die enge Liga aber auch, dass so gut wie keine Planungssicherheit mรถglich ist und wohl auch so schnell nicht sein wird.

Zehn Vertrรคge laufen im Sommer aus

Das dรผrfte Christian Keller und Co. vor Probleme bei der Kaderzusammenstellung stellen. Sowohl was den Kader als auch die Gesprรคche beziehungsweise Verhandlungen mit den aktuellen und mรถglichen zukรผnftigen Spielern angeht. So werden gleich mehrere Spieler ihren Verbleib an die Ligazugehรถrigkeit knรผpfen. Etwa Linton Maina oder Dejan Ljubicic, deren Vertrรคge im Sommer auslaufen und die schon angekรผndigt haben, im kommenden Jahr wohl eher Bundesliga, zumindest erstklassig, spielen zu wollen. Von zehn aktuellen Spielern ist bekannt, dass die Arbeitspapiere nur noch bis Sommer 2025 gรผltig sind. Zahlreiche weitere laufen im Folgejahr aus. Das ist vertraglich auf den ersten Blick natรผrlich kein Problem des kommenden Sommers, wird aber zu einem, wenn es sich um Spieler handelt, die nicht beim FC bleiben wollen und fรผr die die Kรถlner Verantwortlichen noch eine marktgerechte Ablรถse kassieren wollen.

Spieler wie Max Finkgrรคfe, Eric Martel oder Damion Downs fallen darunter, genauso wie Talent Neo Telle. Spieler, die der FC gerne langfristig behalten wรผrde. Sollten die Kรถlner nicht aufsteigen, wird ein Verbleib allerdings unwahrscheinlicher. Wenn er es bei Leistungstrรคgern wie Eric Martel nicht ohnehin schon ist. Dem Kapitรคn der U21-Nationalmannschaft ist ein Karrieresprung durchaus zuzutrauen. Fakt ist, sollte der FC den Gang in die Bundesliga nicht antreten, werden zahlreiche Leistungstrรคger nicht mehr zu halten sein. Der FC wird sich neu aufstellen, neue Leistungstrรคger, neue Sรคulen fรผr das Konstrukt Wiederaufstieg finden mรผssen. Damit es zu diesem Szenario nicht kommt, haben die FC-Verantwortlichen im Winter bekanntlich ordentlich investiert. Zwischen sechs und acht Millionen Euro wurden fรผr neue Spieler ausgegeben.

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Auch beim Aufstieg werden Verรคnderungen nรถtig sein

Nur ist der Ertrag bislang รผberschaubar. Und das eben nicht nur bei den Winter-Neuverpflichtungen. Denn das Gesicht der Kรถlner wird sich mit groรŸer Wahrscheinlichkeit nicht nur im Falle des Nicht-Aufstiegs verรคndern. Die Begegnung gegen Ulm, aber auch die vergangenen Spiele gegen weitere vermeintlich schwache Mannschaften wie Regensburg, Braunschweig oder Mรผnster erlauben sicherlich die Frage, wie diese Mannschaft in der Bundesliga bestehen will. Gegen vermeintlich schwache Mannschaften mit Ach und Krach gewinnen, wird in der Bundesliga nicht die erfolgsversprechende Marschroute sein. Denn in der aktuellen Konstellation ist davon auszugehen, dass die Kรถlner nicht zu den stรคrkeren Mannschaften gehรถren werden. Im Gegenteil: Der FC hat gegen die mรถglichen Mit-Aufsteiger im bisherigen Saisonverlauf eher selten gepunktet.

Abgesehen von dem 1:0-Erfolg รผber Kaiserslautern haben die Kรถlner gegen keine Mannschaft aus der Top-Fรผnf bislang gewonnen. Aus der Top-Sieben zwei von neun Spielen. Tatsรคchlich sind es aber auch die Auftritte gegen die vermeinlich leichten Gegner, die bei den Fans Sorgenfalten hinterlassen. Die Kaderplaner werden also auch im Aufstiegsfall nicht daran vorbeikommen, in nahezu allen Mannschaftsteilen nachzubessern. Denn nach den Eindrรผcken einiger Begegnungen fehlt die Fantasie, wie die aktuellen Leistungen oder die Form einiger vermeintlicher Leistungstrรคger den FC in der Bundesliga wettbewerbsfรคhig machen sollen. Nur wenige Profis bringen รผber die gesamte Saison konstant gute Leistungen. So gute, dass ein Platz in der Erstklassigkeit verdient wรคre. Spieler wie Marvin Schwรคbe, Linton Maina oder Eric Martel. Ob aber auch die Youngster schon fรผr den Sprung in die Bundesliga bereit wรคren, scheint ebenfalls offen.

Christian Keller und Co. stehen in diesem Frรผhling vor einigen Baustellen. Die Arbeit wird in den kommenden Wochen sicherlich nicht weniger, selbst wenn der Aufstieg irgendwann in trockenen Tรผchern sein sollte.


FC testet gegen den SC Verl

Wie stellt Gerhard Struber seinen 1. FC Kรถln auf?
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FC testet gegen den SC Verl

Wie gewohnt werden die GeiรŸbรถcke die Lรคnderspielpause fรผr ein Testspiel nutzen: Der 1. FC Kรถln testet gegen den SC Verl. Dann wird es wohl auch zum Duell von Chilohem Onuoha gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber kommen.

Der FC nutzt wie gewรถhnlich die Lรคnderspielpause fรผr ein Testspiel. Der 1. FC Kรถln testet donnerstags gegen den Drittligisten SC Verl. Fรผr Chilohem Onuoha ist es eine besondere Begegnung. Der Verler Offensivspieler ist bekanntlich an den Drittligisten verliehen.

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Fรผr Chilohem Onuoha verliefen die vergangenen Spieltage eher suboptimal. Der Offensivspieler des SC Verl verpasste die Begegnungen krankheitsbedingt, stand fรผr Verl nicht im Kader und verpasste auch die Begegnung gegen Viktoria Kรถln. Doch schon bald kรถnnte es fรผr den Angreifer ein anderes besonderes Spiel gegen Kรถln geben – nรคmlich gegen den eigentlichen Arbeitgeber. Der FC testet am Donnerstag den 20. Mรคrz im Kรถlner Sรผdstadion gegen den SC Verl. Die Begegnung soll um 14 Uhr angepfiffen werden. Das bestรคtigte der FC gegenรผber come-on-fc. Onuoha wurde im vergangenen Sommer von RB Leipzig verpflichtet und umgehend an den Drittligisten verliehen. Beim Sportclub kommt der 20-Jรคhrige bislang nicht รผber die Rolle des Ergรคnzungsspieler hinaus, erzielte aber bereits drei Tore und bereitete vier vor.

FC testet im Sรผdstadion

Fรผr Gerhard Struber und den FC wird es dagegen die obligatorische Testspiel-Mรถglichkeit. Welche Spieler dem FC zur Verfรผgung stehen, ist allerdings noch unklar. Neben den Langzeit-Ausfรคllen von Linton Maina, Luca Kilian, Jacob Christensen und wohl auch Julian Pauli wird wohl auch Damion Downs noch nicht zur Verfรผgung stehen. Der Stรผrmer soll an der Hand operiert werden. Mรถglicherweise kommt es aber zum Comeback von Mark Uth. Auch einige Naitonalspieler werden wohl mit ihren Mannschaften auf Reise gehen. Jusuf Gazibegovic wurde bereits in den Kader berufen, Denis Huseinbasic steht auf Abruf. Auch Mathias Olesen und Leart Pacarada gelten weiterhin als aussichtsreiche Kandidaten. Zudem werden auch einige Spieler wie Eric Martel wohl mit den U-Nationalmannschaften unterwegs sein.

Die Lรคnderspielpause wird die letzte Unterbrechung vor dem Saisonfinale sein. Mit der Begegnung beim SC Paderborn startet fรผr die Kรถlner also der Endspurt im Aufstiegsrennen. Voraussichtlich werden die GeiรŸbรถcke wieder mit der meisten Nationalspieler stellen. Ebenfalls bekannt ist, dass die Kรถlner im Oktober am Cologne Cup teilnehmen werden, einem Benefizturnier, bei dem auch Viktoria und Fortuna Kรถln spielen werden.

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Wie im Vorjahr: FC nimmt wieder an Benefizturnier teil

Florian Kainz im Testspiel in der vergangenen Saison
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Wie im Vorjahr: FC nimmt wieder an Benefizturnier teil

Im vergangenen Jahr fuhr der FC beim Benefizturnier in Bonn den Titel ein, Sieger waren aber auch die Vereine, die von den Einnahmen und Prรคmien des Blitzturniers profitieren. Auch in diesem Jahr ist ein Turnier geplant: Der 1. FC Kรถln nimmt am Cologne Cup teil.

Im Bonner Sportpark Nord fand im vergangenen Jahr das Benefitz-Turnier statt. Zwar nahmen auch Alemannia Aachen, der 1. FC Dรผren und Gastgeber Bonner SC an dem Turnier teil, am Ende war es aber auch eine Stadtmeisterschaft, die die GeiรŸbรถcke fรผr sich entscheiden. Und zu einer Neuauflage unter leicht anderen Voraussetzungen wird es auch in diesem Jahr kommen: Der 1. FC Kรถln nimmt am Cologne Cup teil.

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Am vergangenen Wochenende erzielte Luca Waldschmidt den entscheidenden Treffer gegen Ulm, im vergangenen September war der Offensivspieler der Matchwinner im Finale des Benefizturniers in Bonn. Waldschmidt verwandelte im Endspiel gegen Viktoria Kรถln vom Punkt sicher, nachdem Steffen Tigges zuvor gefoult worden war. Der FC setzte sich etwas glรผcklich mit 1:0 gegen den Stadtrivalen durch und sicherte sich damit auch die inoffizielle Stadtmeisterschaft, denn im Halbfinale hatten die GeiรŸbรถcke bereits Fortuna Kรถln mit einem 2:0-Erfolg ausgeschaltet. Auch da hatte Waldschmidt bereits getroffen, Sargis Adamyan den FC in Fรผhrung gebracht.

Inoffizielle Stadtmeisterschaft beim Benefiz-Turnier

Nun gibt es also die nรคchste Auflage und dieses Mal im Kรถlner Sรผdstadion und das wiederum als reine Stadtmeisterschaft. „Ich freue mich schon sehr auf den Cologne-Cup 2025, der von der Sparkasse Kรถln/Bonn als Hauptsponsor unterstรผtzt und prรคsentiert wird. Ich bin gespannt, ob der 1. FC Kรถln wie im letzten Jahr beim Benefiz-Turnier im Sportpark Nord in Bonn wieder als Sieger das Turnier beendet und wie hoch der Netto-Erlรถs fรผr den guten Zweck sein wird“, sagte FVM-Prรคsident Christos Katzidis. Der belief sich im Vorjahr auf 26.000 Euro, die Jugendabteilungen von 36 Clubs aus dem FVM-Gebiet zu Gute gekommen sind. „Wir hoffen, dass wir diesen Betrag in diesem Jahr mit dem Cologne-Cup steigern kรถnnen. Ein besonderer Dank gilt vor allem der Fortuna, die den Cologne-Cup in diesem Jahr als Veranstalter ausrichtet“, sagte Katzidis.

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Das Turnier findet am Donnerstag, den 09. Oktober im Sรผdstadion statt. Den ganzen Tag รผber wird es ein abwechslungsreiches Programm rund um den Jean-Lรถring-Sportpark geben, bevor dann das Blitzturnier im Modus Jeder gegen Jeden um 18 Uhr startet. Mit dabei sind neben dem 1. FC Kรถln auch Viktoria Kรถln sowie Fortuna Kรถln.


โ€žBraucht noch ein bisschen Zeitโ€œ: Carlson sieht gute Ansรคtze bei Mรผngersdorf-Auftritt der FC-Frauen

Britta Carlson, Trainerin der Frauen des 1. FC Kรถln (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images for DFB)
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โ€žBraucht noch ein bisschen Zeitโ€œ: Carlson sieht gute Ansรคtze bei Mรผngersdorf-Auftritt der FC-Frauen

Es war ein bemerkenswerter Nachmittag im Rhein-Energie-Stadion: 35.711 Zuschauer feierten ein FuรŸball-Fest beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Kรถln gegen Bayern Mรผnchen. Rein sportlich waren die 90 Minuten aus Kรถlner Sicht jedoch eher ernรผchternd. Trainerin Britta Carlson sah gute Ansรคtze bei den Frauen des 1. FC Kรถln gegen Bayernโ€“ und erklรคrte ihre Personal-Entscheidungen.

Die 0:3-Niederlage gegen die FC-Frauen am Sonntagnachmittag war sportlich gesehen ernรผchternd, wenn auch erwartbar. Dennoch: FC-Trainerin Britta Carlson sah gute Ansรคtze bei den Frauen des 1. FC Kรถln gegen Bayern.

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Der Ausflug der FC-Frauen vom GeiรŸbockheim nach Mรผngersdorf war einmal mehr ein FuรŸballfest. Bei frรผhlingshaften Temperaturen durften die 35.711 Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion von den Verantwortlichen zweifellos als voller Erfolg verbucht werden. Der Bayern-Trainer Alexander Straus รคuรŸerte sich nach der Partie anerkennend: โ€žEs war eine fantastische Atmosphรคre. Die Stadt und der Verein kรถnnen sehr stolz darauf sein. Die Spielerinnen brauchen das und haben es verdient, solche Erlebnisse zu haben. Ich hoffe, es gibt mehr davon.โ€œ Eine Fortsetzung in der Saison 2025/26 dรผrfte nach diesem Nachmittag als gesichert gelten. Rein sportlich war der Nachmittag jedoch ernรผchternd. Die Kรถlnerinnen waren diesmal weit davon entfernt, einen รคhnlichen Coup wie beim 0:0 gegen Wolfsburg landen zu kรถnnen.

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โ€žDas nehme ich mit auf meine Kappeโ€œ

Dafรผr war das Team in der ersten Hรคlfte auf der rechten Abwehr-Seite zu anfรคllig, wo Carlotta Imping mit der Nationalspielerin Klara Bรผhl รผberfordert war und die beiden vorentscheidenden Mรผnchener Treffer entstanden. โ€žDas nehme ich mit auf meine Kappeโ€œ, รคuรŸerte die Trainerin Britta Carlson hinterher, โ€ždas ist eine junge Spielerin, die jetzt in der besonderen Atmosphรคre vielleicht noch nicht ganz so stark war, wie sie es in den letzten Spielen gezeigt hat, was auch vollkommen okay ist. Das ist eine Erfahrung, das tut im ersten Moment weh, aber ich glaube, das wird sie auch weiterbringen.โ€œ Mit Sylwia Matysik startete eine gelernte Rechtsverteidigerin im Abwehr-Zentrum: โ€žIch hatte sie bewusst in die Innenverteidigung gestellt wegen der KรถrpergrรถรŸe, wegen des Temposโ€œ, begrรผndete Carlson ihre Entscheidung.

Celina Degen saรŸ zwar wieder auf der Ersatzbank, sei jedoch noch keine Option fรผr die Startelf gewesen: โ€žSie hatte erst zwei Trainingseinheiten nach einem doppelten Bรคnderriss absolviert. Das war ein Tick zu frรผh zu starten.โ€œ Mit Blick auf das gesamte Spiel konstatierte Carlson: โ€žEs war ein auch in der Hรถhe verdienter Sieg fรผr die Bayern. Was mir gefallen hat: Nach dem frรผhen Gegentor sind wir nicht eingebrochen. Die Spielerinnen haben alles gegeben und sich bis zum Ende durchgebissen. Man sieht im Ballbesitz unsere Ansรคtze, aber es braucht noch ein bisschen Zeit. Aber ich bin happy, dass wir auch gegen den FC Bayern versuchen zu spielen. Es fehlt dann der letzte Pass oder die Durchsetzungsfรคhigkeit im Eins-gegen-Eins, wo die Bayern aber auch Weltklasse besetzt sind.โ€œ

Die Kรถlner Torflaute setzte sich gegen Bayern fort โ€“ auch wenn ein Ende der Serie just gegen Bayern Mรผnchen kaum erwartet werden konnte. Unter Carlson ist der FC weiter ohne eigenen Treffer, wartet insgesamt seit 367 Minuten auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Am Samstag-Nachmittag bei der TSG Hoffenheim soll es aber endlich soweit sein.



Die Rรผckkehr zur Viererkette โ€“ einen groรŸen Impact hatte das aber nicht

Gerhard Struber vom 1. FC Kรถln
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Die Rรผckkehr zur Viererkette โ€“ einen groรŸen Impact hatte das aber nicht

Der 1. FC Kรถln spielte gegen den SSV Ulm zum ersten Mal seit dem zehnten Spieltag wieder mit einer Viererkette von Beginn an. Das Offensivspiel des FC wurde aber nicht sonderlich angekurbelt, dagegen hielt die Defensive die Null. Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Kรถln?

Die GeiรŸbรถcke gewinnen mit der alten 4-2-3-1-Formation gegen Ulm. Dabei zeigten die Kรถlner, dass immerhin die Defensive, mit wenigen Ausnahmen, stabil stand und fรผr eine erneute weiรŸe Weste fรผr Marvin Schwรคbe sorgte. Im Spiel nach vorne konnte der FC keine Offensivpower entfalten. Dennoch bleibt die Frage: Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Kรถln?

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Zurรผck zum alten System: Gerhard Struber stellte gegen Ulm wieder auf eine Viererformation um. Mit der verรคnderten Aufstellung kehrte der Effzeh wieder auf ein System zurรผck, mit dem Struber zu Beginn der Saison gestartet war. Auch wenn es kein Feuerwerk der Offensivspieler wurde, verbuchte die Mannschaft wieder ein Spiel zu Null. In der Verteidigung spielten zu Beginn Yusuf Gazibegovic hinten rechts, Timo Hรผbers und Joel Schmied in der Innenverteidigung sowie Max Finkgrรคfe auf der linken Abwehrseite. Natรผrlich auch, weil durch den Ausfall von Eric Martel und der Erkrankung von Dominique Heintz kaum noch andere Optionen als eine Umstellung auf eine Abwehrreihe mit vier Spielern vorhanden waren.

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Die Viererkette: Defensiv รผberzeugend, aber offensiv kaum Impulse   

Dennoch stand die Defensivreihe insgesamt sehr ordentlich vor Schwรคbe, auch, wenn nicht alles wegverteidigt werden konnte. So hatten die GeiรŸbรถcke durch den Pfostentreffer von Batista Meier und der vergebenen Chance von Telalovic durchaus etwas Glรผck, aber รผber weite Strecken blieb es bei einem ruhigen Nachmittag fรผr Schwรคbe. Das zeigt sich auch an den Statistiken seiner Vorderleute: Schmied konnte 71 Prozent seiner Zweikรคmpfe gewinnen, Gazibegovic endete mit fรผr einen AuรŸenverteidiger starken 67 Prozent. Hรผbers (61 Prozent) und Finkgrรคfe (50 Prozent) konnten ebenfalls in vielen Zweikรคmpfen die Duelle fรผr sich entscheiden, Finkgrรคge sogar die meisten aller Spieler. Die Passquote der vier Abwehrspieler war mehr als ordentlich. Auch hier stachen mit Schmied (95-prozentige Passquote), Finkgrรคfe und Gazibegovic (je 90 Prozent) hervor, lediglich Kapitรคn Hรผbers hatte mit 79 Prozent eine eher geringe Passsicherheit erreicht.

Hinzu kommt, dass Hรผbers mit 89 Prozent gewonnenen Luftzweikรคmpfen so ziemlich alles aus der Luft weggerรคumte. Auch der Spielaufbau von hinten ging eher รผber Hรผbers als von Schmied aus. Der Kapitรคn hatte mit 72 Ballkontakten mehr als doppelt so viele Ballaktionen wie sein Schweizer Nebenmann (33 Ballkontakte), konnte aber an der Spielgestaltung genauso wenig รคndern. Die hohen Passquoten aller Verteidiger kamen vor allem dadurch zustande, dass weniger Pรคsse mit Risiko, sondern mit hoher Sicherheit gespielt wurden. Ein kreativer Aufbauspieler wie Dominique Heintz fehlte besonders in der zweiten Halbzeit. Die Hintermannschaft war zunehmend mit dem Verteidigen als mit dem eigenen Aufbauspiel beschรคftigt. Der anfรคngliche Schwung auf der rechten Seite von Gazibegovic zusammen mit Jan Thielmann verpuffte in der zweiten Halbzeit komplett.

Hรคlt Struber an der Viererkette fest?

Trotz der durchwachsenen Leistung in Ulm stellt sich die Frage, ob Struber nun auch in Zukunft an der Viererkette festhรคlt. Denn der erhoffte Effekt, so mehr Schwung in der Offensive zu entwickeln, verpuffte. Dem FC fiel gerade im Vorwรคrtsgang einmal mehr herzlich wenig ein. Das war zu Saisonbeginn mit der Viererformation bekanntlich anders. Auch das sicherlich dem fehlenden Personal geschuldet. Auch, aber eben nicht nur. Denn der Angriff lahmt bekanntlich seit einigen Monaten. Und der fehlende Schwung aus den ersten Saisonspielen hรคngt zweifelsohne auch mit der gesamten taktischen Ausrichtung zusammen. Gegen Ulm presste der FC nicht so aggressiv und frรผh wie noch in den ersten zehn Spielen. Wirklich viel hat sich also nicht verรคndert.

Spรคtestens mit der Rรผckkehr der aktuellen Ausfรคlle in der Verteidigung wird sich zeigen, ob der FC bei der Formation bleibt. Oder ob eine weitere Systemumstellung notwendig ist. Der Hurra-FuรŸball nach vorne ist noch nicht in Erscheinung getreten. Daran hat die Viererkette bisher nichts geรคndert.     



Der Auftritt in Ulm war eben nicht „ordentlich“, er war viel eher bedenklich- ein Kommentar

Max Finkgrรคfe im Trikot des 1. FC Kรถln.
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Der Auftritt in Ulm war eben nicht „ordentlich“, er war viel eher bedenklich- ein Kommentar

Trotz der angespannten Personallage haben die Kรถlner einen wichtigen Sieg gegen den SSV Ulm eingefahren. Einen wichtigen, aber mindestens genauso glรผcklichen. Die Leistung war einmal mehr รผberschaubar und macht nachdenklich. Ein Kommentar zum schwachen Auftritt des 1. FC Kรถln in Ulm.

Mit dem 1:0-Erfolg รผber den SSV Ulm haben die Kรถlner drei wichtige Puntke eingefahren und einen direkten Aufstiegsplatz zurรผckerobert. Mit Ruhm haben sich die GeiรŸbรถcke aber wahrlich nicht bekleckert. Im Gegenteil, der FC ist wieder mit einem blauen Auge davongekommen und so langsam beschleicht den Beobachter das Gefรผhl, dass das am Ende nicht reichen wird. Ein Kommentar zum schwachen Auftritt des 1. FC Kรถln in Ulm.

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Gerhard Struber war unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg รผber den SSV Ulm zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Er habe ein ordentliches Spiel gesehen, sagte der Coach. Eine Aussage, die vermutlich mit den Vorzeichen der – vorsichtig formuliert – zerfahrenen Begegnung in Ulm zusammen gehangen haben muss. Denn so wirklich ordentlich war der Auftritt der GeiรŸbรถcke nun wirklich nicht. Vielleicht eben unter den tatsรคchlich erschwerten Bedingungen. Mit Linton Maina, Damion Downs und Eric Martel fielen vorzeitig drei Stammspieler und inklusive Tim Lemperle nahezu die gesamte Tormaschinerie der Kรถlner aus. Am Samstag kamen dann mit Leart Pacarada und Dominique Heintz zwei weitere Leistungstrรคger hinzu, die vorerst auf der Bank Platz nahmen. Die Personalsituation war also ohne Frage keine besonders gute beim FC.

Erwartungshaltung zu hoch?

Und die von den Kรถlner Protagonisten verdรคchtig oft angesprochene schlechte „Wiese“ wird auch nicht zum groรŸen Spielfluss beigetragen haben. Darf das nun beides als Begrรผndung fรผr das dรผrftige Spiel der GeiรŸbรถcke dienen? Bei allem Respekt vor dem SSV Ulm: Der Anspruch der Kรถlner muss gegen einen Aufsteiger ein anderer sein – unabhรคngig von der Platzbeschaffenheit, unabhรคngig der personellen Lage. Auch, wenn Timo Hรผbers nach dem Spiel andeutete, dass die Erwartungshaltung in Kรถln besonders hoch, vielleicht sogar zu hoch sei. Das mag stimmen, nur sollte man die eigene Leistung nicht mit einer vermeintlich zu hohen Erwartungshaltung der Fans oder Medien schรถner reden. Dass Ulm nicht die SchieรŸbude der Liga ist, haben die „Spatzen“ in dieser Spielzeit bemerkenswert unter Beweis gestellt. Dass ein Abstiegskandidat gemessen an den Gegentoren die sechstbeste Defensive der Liga stellt, ist zumindest alles andere als ein Selbstverstรคndnis.

Und doch war beim 1:0-Erfolg der Kรถlner das Ergebnis neben dem Wetter erhlich gesagt das „ordentlichste“ am Samstagnachmittag. Der FC bot รผber eine lange Phase einmal mehr eine erstaunlich schwache Vorstellung, entwickelte so gut wie keine Torgefahr. Kurz vor der Halzeit lag der xGoal-Wert der GeiรŸbรถcke bei unter 0,5. Kรถln zeigte auch gegen Ulm mal wieder eine uninspirierte, ideenlose, kreativlose Vorstellung. Eine Vorstellung, die sich nahtlos an die Auftritte der vergangenen Wochen anreiht. Natรผrlich war der FC ersatzgeschwรคcht, sehr sogar. Und doch standen da zu Beginn elf Spieler auf dem Platz, deren Marktwert das Online-Portal transfermarkt.de auf mehr als 28 Millionen Euro schรคtzt und damit auf mehr als doppelt so viel wie den kompletten Ulmer Kader und immerhin mehr als zehn Teams der 2. Bundesliga.

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Ulm war dem Erfolg ein Stรผck weit nรคher

Ja, es fehlte das Gros der FC-Torgefahr. Und doch muss es der Anspruch einer Kรถlner Mannschaft sein, einen Abstiegskandidaten wie Ulm zu dominieren, zumindest die bessere Mannschaft zu sein. Von einer Anfangsformation mit der Erfahrung von mehr als 800 Bundesligaspielen darf man einen anderen Auftritt erwarten. Aber: In nahezu jeder Statistik waren die Teams gleichauf, in der 2. Halbzeit die „Spatzen“ dem Erfolg lange sogar ein Stรผck weit nรคher. Keine der beiden Mannschaften hรคtte sich รผber eine absolut leistungsgerechte Nullnummer beschweren dรผrfen. Wenn man so will, haben die Kรถlner zurรผck zum Spielglรผck gefunden. Das Spielglรผck, das in den vergangenen Wochen verloren gegangen schien. Der von Timo Hรผbers geรคuรŸerten Wahrnehmung, der FC habe die Begegnung gegen Ulm verdient gewonnen, dรผrfte der neutrale Beobachter zumindest mit ein paar Fragezeichen gegenรผberstehen.

Nein, ordentlich war der Auftritt wirklich nicht. Ehrlich gesagt ist der FC besonders glรผcklich mit einem blauen Auge davon gekommen. Wieder einmal. Und so langsam beschleicht einen das Gefรผhl, dass ein blaues Auge am Ende nicht reichen wird.