Trotz mรครŸiger Leistung: FC einer der Gewinner des Spieltags – denn die Konkurrenz patzt

Kein Sieger im Duell Eintracht Braunschweig gege
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Trotz mรครŸiger Leistung: FC einer der Gewinner des Spieltags – denn die Konkurrenz patzt

Zwar tat sich Kรถln gegen Ulm erstaunlich schwer, erreichte mit Mรผhe einen knappen 1:0-Erfolg, doch der Sieg war am Ende erstaunlich viel wert. Der 1. FC Kรถln ist einer der Sieger des 25. Spieltags. Denn die Konkurrenz patzte bis auf eine Ausnahme durch die Bank weg.

Der FC hat mit dem 1:0 รผber Ulm nicht nur drei Punkte eingefahren, die Kรถlner stehen auch wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Das aber mit freundlicher Unterstรผzung. Der 1. FC Kรถln ist einer der Sieger des 25. Spieltags.

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Auch, wenn Timo Hรผbers nach dem 1:0 von einem verdienten Erfolg und Gerhard Struber von einer ordentlichen Leistung sprachen, am Ende des Tages war der mรผhsame Erfolg gegen den SSV Ulm am Samstagnachmittag mit einer gehรถrigen Portion Glรผck verbunden. Zumindest hatten wohl nicht mehr alle Fans mit dem erlรถsenden Treffer von Luca Waldschmidt gerechnet. Tatsรคchlich begegneten sich die beiden Teams bei den Spatzen auf Augenhรถhe. Am Ende reichte es beim Effzeh mal wieder zu einem 1:0-Erfolg, dem achten in der laufenden Spielzeit. Der FC hat sich damit wieder zurรผck im Aufsstiegsrennen gemeldet, liegt weiterhin nur einen Zรคhler hinter dem Spitzenreiter aus Hamburg, der erstaunlich leichtes Spiel mit der Fortuna aus Dรผsseldorf hatte und 4:1 gewann.

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Nur der Hamburger SV gewinnt

Und da auch die Konkurrenz wieder ordentlich fรผr die Kรถlner spielte, ist der FC trotz eher mรครŸiger Leistung einer der beiden groรŸen Gewinner des Spieltags. Denn die GeiรŸbรถcke haben sich durch den Erfolg รผber den SSV wieder auf Platz zwei der Tabelle geschoben. Und das, weil die Liga in dieser Saison einfach zu ausgeglichen ist, sich mal abgesehen vom Hamburger SV auch spielerisch keine Mannschaft besonders hervortut. So trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und die SV Elversberg am vergangenen Freitag 1:1. Auch der 1. FC Magdeburg kam gegen die SpVgg Greuther Fรผrth nicht รผber ein Remis hinaus. Und auch am Sonntag wollten zwei direkte Konkurrenten der GeiรŸbรถcke nicht dreifach punkten. Der SC Paderborn tat sich รผberraschend schwer mit Jahn Regensburg, kam nicht รผber ein 0:0 hinaus. Hannover 96 rettete mit einem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt gegen Eintracht Braunschweig.

Somit ordnet sich auch der 1:0-Erfolg der GeiรŸbรถcke ganz anders ein. Immerhin hat der FC als einziger Verfolger sein Duell gegen einen vermeintlich leichteren Gegner auch gewonnen. Am kommenden Samstag werden die Kรถlner dennoch eine ordentliche Leistungssteigerung benรถtigen. Zwar ist mit dem SV Darmstadt ebenfalls ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel zu Gast. Wie schwer die Aufgabe gegen die Lilien sein kann, erfuhr nicht nur der KSC am Freitag beim 0:3, der FC hat bekanntlich auch schon seine Erfahrung mit dem SC gemacht



Trotz drohender Nullnummer wieder einmal kein Vertrauen in die eigene Bank

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Trotz drohender Nullnummer wieder einmal kein Vertrauen in die eigene Bank

Das Duell der GeiรŸbรถcke gegen den SSV Ulm hatte รผber weite Strecken schon den Anschein, eine Nullnummer zu werden. Trotz der fehlenden Torgefahr der Kรถlner lieรŸ Trainer Gerhard Struber Neuzugang und StoรŸstรผrmer Imad Rondic neben weiteren Akteuren auf der Bank des 1. FC Kรถln: Wie viel Vertrauen hat Gerhard Struber in seine Bank?

Weder Imad Rondic noch Marvin Obuz oder der aus der Kรถlner Reserve hochgezogene Oliver Schmitt bekamen von Gerhard Struber Spielzeit gegen Ulm. Offensichtlich traute der Coach keinem der Offensivspieler eine Verstรคrkung des Kรถlner Spiels zu – und das bei einem Duell, das erst in der in den letzte Minuten durch Luca Waldschmidt entschieden wurde fรผr den 1. FC Kรถln: Wie viel Vertrauen hat Gerhard Struber in seine Bank?

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FC-Trainer Gerhard Struber schรผttelte fast unmerklich den Kopf und blickte danach auf die Uhr, als kรถnne auch er das Ende des Spiels kaum erwarten. Der Trainer wirkte nervรถs, wohl wissend, dass ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten angesichts der Tabellenkonstellation unabdingbar war. Das Spiel der GeiรŸbรถcke dรผrfte Strubers Pulsschlag aber nicht wirklich beruhigt haben, denn gerade im zweiten Abschnitt gerieten die GeiรŸbรถcke phasenweise deutlich ins Schleudern, strahlten erneut so gut wie keine Torgefahr aus. Umso erstaunlicher, mit welch stoischer – oder eher struberscher Ruhe der Coach seine Offensivreihe agieren lieรŸ. Denn Wechsel, um den Angriff noch einmal zu beleben, waren in Ulm bei den Kรถlnern genauso Mangelware wie erspielte Torchancen.

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Struber schรถpft sein Wechselkontingent nicht aus

Zumindest wird sich der ein oder andere Fan – gerade ob der nicht vorhandenen Torausbeute, der fehlenden Dominanz und der mangelnden spielerischen Mittel – gewundert haben, warum Struber gerade im spรคteren Spielverlauf keine offensive Verรคnderungen der Mannschaft vornahm. Zwar wechselte der Kรถlner Cheftrainer in der 62. Minute, ersetzte Denis Huseinbasic mit Dejan Ljubicic, eine Verstรคrkung der Offensive blieb aber weiterhin aus. Auch, weil der ร–sterreicher nicht wirklich Einfluss auf die Begegnung nahm. Steffen Tigges rackerte zwar, wirkte aber mitunter wie ein Fremdkรถrper im Kรถlner Spiel. Und so wird die Frage erlaubt sein, warum Struber sein Wechselkontingent erneut nicht ausnutzte, um mehr Offensivgefahr auf den Platz zu bringen.

Nach den Ausfรคllen von Linton Maina, Damion Downs und dann auch doch wieder Tim Lemperle war die Bank sichtbar ausgedรผnnt, doch saรŸ dort unter anderem StoรŸstรผrmer Imad Rondic einsatzbereit. Eine Chance bekam der Neuzugang gegen Ulm nicht. Auch nicht, als alles auf eine mรผde Nullnummer hindeutete. 1,5 Millionen Euro haben sich die GeiรŸbรถcke die Dienste des Bosniers kosten lassen. Schon in der vergangenen Woche รผberraschte Christian Keller mit der Aussage, Rondic sei nicht als Soforthilfe geholt worden. Erstaunlich, warum man diesen Deal im Winter dann รผberhaupt unbedingt umsetzten wollte – selbst, als Lodz in einen รถffentlich ausgetragenen Poker einstieg. GroรŸes Vertrauen in Rondic bewies Struber am Samstagmittag jedenfalls nicht.

Frage nach dem Vertrauen in die Bank

ร„hnlich scheint auch das Verhรคltnis zu Marvin Obuz zu sein. Zwar hatte Struber Ende letzten Jahres wieder einmal erklรคrt, welche Bedeutung der Offensivspieler fรผr die Mannschaft habe, das spiegelt sich aber mal so gar nicht in Einsatzzeit wieder. In diesem Jahr kommt der gebรผrtige Kรถlner in der Liga auf genau einen Einsatz. 14 Minuten stand Obuz gegen den HSV auf dem Platz. Mรถglicherweise hรคtte der Youngster die Offensive beleben kรถnnen. Auch Oliver Schmitt saรŸ 90 Minuten auf der Bank, verpasste seinen zweiten Einsatz fรผr die Profis. Der zweite Wechsel der Kรถlner in der 81. Spielminute schien von Struber nicht unbedingt so geplant gewesen zu sein. Denn nachdem Joel Schmied deutlich anzeigte, dass es fรผr ihn nicht weitergehe, brachte Struber den angeschlagenen Dominique Heintz. Der Routinier war zuvor mit Leart Pacarada zusammen mit dem Zug nach Ulm gereist, da er unter der Woche noch an einem Infekt litt und erst zum Duell wieder fit war. Ein Einsatz von Heintz hรคtte wohl aber ohne das Aus von Schmied nicht stattgefunden.

Der dritte und letzte Wechsel der Kรถlner war dann wohl ebenfalls nicht zur spielerischen Verรคnderung der Kรถlner gedacht, sondern sollte wohl eher Zeit von der Uhr nehmen. So brachte Struber in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch Pacarada fรผr Max Finkgrรคfe. Als besonders wechselfreudig gilt Struber ohnehin nicht. Die spรคrlichen Wechsel gegen Ulm werfen allerdings neben den gesundheitlichen Aspekten schon Fragen nach dem Vertrauen in seine Auswechselspieler auf. Das scheint trotz der angespannten Personalsituation nicht รผberall besonders groรŸ zu sein. Dabei wies alleine die Kรถlner Bank, zumindest was den Kaderwert angeht, nahezu den Wert der kompellen Ulmer Mannschaft auf. Die Vergangenenheit offenbart aber auch die Wahrheit, dass die Joker in der aktuellen Saison nicht immer mit Qualitรคt punkten konnten.

Wenig Torbeteiligung der Kรถlner Joker

So kommt der FC gerade einmal auf vier Jokertore durch Damion Downs, Luca Waldschmidt und Linton Maina sowie einen Assist durch Florian Kainz. Die beteiligten Akteure standen am Samstag entweder auf dem Platz oder verletzungsbedingt nicht im Spieltagskader. Mehr als 50 weitere Offensiveinwechslungen blieben dagegen ohne Torbeteiligung. Somit kommt das mangelnde Vertrauen in die zweite Reihe vielleicht nicht von ungefรคhr – zumindest statistisch. Immerhin zahlte sich am Ende das in Luca Waldschmidt fรผr den FC aus.



Ausgerechnet Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt wird zum Matchwinner fรผr den 1. FC Kรถln
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Ausgerechnet Luca Waldschmidt

Lange sah es beim Auswรคrtsspiel der GeiรŸbรถcke nach einer mรผden Nullnummer aus, doch dann schlug ein Akteur zu, der zuletzt so gar nicht รผberzeugen wollte. Luca Waldschmidt wird zum Matchwinner des 1. FC Kรถln.

Hรคtte er trotz der Personalsorgen nicht gespielt, hรคtten sich wohl wenige Fans gewundert. Doch Luca Waldschmidt wird nicht nur mit seinem entscheidenden Treffer zum Matchwinner des 1. FC Kรถln. Der Siegener รผberragt im Duell gegen Ulm.

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So wirklich viel deutete nicht auf die Erlรถsung, vielleicht schon wieder einmal auf so etwas wie den tragischen Helden. Als der FC eine gute Stunde vor Spielbeginn die Aufstellung bekannt gab, hatte Gerhard Struber einige รœberraschungen offenbart. Und das, obwohl der FC enorme Personalsorgen hatte, es bereits seit Freitag klar war, dass gleich mehrere Leistungstrรคger ausfallen wรผrden. Luca Waldschmidt hatte jedenfalls bei seinen vergangenen Einsรคtzen relativ wenig Eigenwerbung betrieben. Hรคtte der Offensivspieler auf der Bank gesessen, wรคre die Verwunderung wohl nicht allzu groรŸ gewesen. Nun aber stand der ehemalige Nationalspieler auf dem Platz und war tatsรคchlich von Beginn an der Aktivposten einer insgesamt einmal mehr enttรคuschenden Kรถlner Offensive. „Es war schรถn wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte Waldschmidt.

„Es war keine einfache Phase“

Und der Jubel verdeutlichte das umso mehr. Als der 28-Jรคhrige nรคmlich wenige Minuten vor Spielende genau die richtige Entscheidung fรผr die GeiรŸbรถcke im Auswรคrtsspiel gegen den SSV Ulm und dann auch noch ins Tor getroffen hatte, entlud sich auch eine ganze Menge Frust. Mit geschlossenen Augen, schreiend lief der Sieg-Torschรผtze รผber den Platz. „Es war die letzten Wochen keine einfache Phase. Im Gegenteil, es war extrem schwer“, sagte Waldschmidt. „Es hat sehr an mir genagt. Ich habe probiert, nie aufzuhรถren, immer weiter dran zu bleiben“. Das lief in den vergangenen Monaten alles andere als rund. Seit dem Hinspiel gegen Ulm hatte der Offensivspieler in der Liga nicht mehr getroffen, war meist nicht รผber Kurzeinsรคtze hinausgekommen, empfehlen konnte er sich nicht so recht, wirkte in seinen Aktionen unglรผcklich, blieb angesichts seiner fuรŸballerischen Historie oft erstaunlich blass.

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Vermutlich hรคtte Waldschmidt gar nicht erst in der Startformation gestanden, wenn der FC nicht unter extremen Personalsorgen gelitten hรคtte. Mit Linton Maina, Eric Martel und Damion Downs fielen drei Stammkrรคfte komplett aus und auch Leart Pacarada und Dominique Heintz nahmen angeschlagen auf der Bank Platz. รœberraschend hatten es auch Imad Rondic sowie Dejan Ljubicic nicht in die Anfangsformation geschafft. Dafรผr aber Waldschmidt – und der Offensivspieler war von Beginn an da. „Ich habe auch gemerkt, dass die Mitspieler mich gesucht haben. Ich hatte viele Bรคlle, was es mir dann auch einfacher gemacht hat, gut ins Spiel zu kommen nach der lรคngeren Phase, die ich nicht auf dem Platz war“, sagte Waldschmidt. So kam der Offensivspieler schon im ersten Abschnitt auf sechs Abschlรผsse, traf dabei gleich zwei Mal knapp das AuรŸennetz, vergab aber auch gute Mรถglichkeiten.

Top-Werte fรผr Waldschmidt

„Ich mรผsste eigentlich in der ersten Halbzeit schon eine Tor machen. Das gibt mir dann so ein Gefรผhl, dass ich heute in die Situation komme. Ich kriege viele Bรคlle, ich komme zum Abschluss, dann weiรŸ ich, wenn noch einer kommt oder ein zweiter, dass der dann auch sitzt“, sagte Waldschmidt. Nur saรŸ eben zunรคchst keiner und es drohte kein guter Nachmittag des Ex-Nationalspielers zu werden. „Ich habe viel Geduld gebraucht in der zweiten Halbzeit, um in die Situation zu kommen. Das haben wir eine der wenigen Male ruhig am Ende ausgespielt.“ Max Finkgrรคfe spielte Jan Thielmann an, der nahm noch einmal den Blick hoch, sah den frei stehenden Waldschmidt und legte dem Offensivspieler den entscheidenden Treffer auf. „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht, sagte Gerhard Struber. „Dass Luca mit seiner Qualitรคt prรคdestiniert ist fรผr Tore, steht ja auรŸer Frage.“

Wie hart sich der Siegener den Treffer erarbeitet hat, zeigen auch andere Werte. Denn Waldschmidt kam nicht nur auf acht von insgesamt zwรถlf Kรถlner Abschlรผssen, Waldschmidt spulte mit nahezu zwรถlf die meisten Kilometer der Feldspieler ab, kam auf eine Passquote von 95 Prozent. Auch seine 65 Ballkontakte waren รผberdurchschnittlich gut. Doch Waldschmidt wollte den Sieg natรผrlich nicht fรผr sich alleine beanspruchen. „Es spricht fรผr die Mannschaft, wenn wir unter nicht so einfachen Umstรคnden dann so ein Ding ziehen“, sagte der Siegtorschรผtze, der den FC damit zumindest fรผr ein paar Stunden zurรผck an die Spitze geschossen hatte.   


Der 1. FC Kรถln holt drei wichtige Punkte, liefert aber eine bedenkliche Leistung ab

Gerhard Struber wirkt nachdenklich beim Spiel des 1. FC Kรถln
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Der 1. FC Kรถln holt drei wichtige Punkte, liefert aber eine bedenkliche Leistung ab

Die Vorzeichen waren sicherlich keine guten, dennoch tat sich Kรถln gegen Ulm doch schwerer als vor der Begegnung angenommen. Der 1:0-Erfolg war nicht wirklich verdient, der Gegner ebenbรผrtig. Der 1. FC Kรถln gewinnt gegen Ulm, รผberzeugt aber nicht.

In nahezu allen Statistiken gleichauf, die Entscheidung erst kurz vor Schluss: Der 1. FC Kรถln gewinnt gegen Ulm, รผberzeugt aber ein weiteres Mal nicht. Und die Leistung macht nicht gerade Mut fรผr das Saisonfinale.

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Die Augen zusammengekniffen, die Fรคuste geballt, ein Schrei – Luca Waldschmidt war die Erleichterung nach dem erlรถsenden 1:0 gegen den SSV Ulm am Samstag deutlich anzusehen. Auch, wenn der Torschรผtze nach dem Spiel von seiner eigenen schweren Phase sprach, wird wohl durch die ganze Mannschaft in diesem Moment ein Gefรผhl der Glรผckseligkeit gegangen sein. Denn so wirklich werden auch die Akteure nicht mehr an die drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten geglaubt haben. Nur fรผnf Tore hatten die Kรถlner vor dem Duell gegen die Spatzen in der Liga im Jahr 2025 erzielt. Fรผnf Tore in sieben Spielen wohlgemerkt. Und in den vergangenen drei war es sogar nur noch eins, das dann wiederum nicht zu drei Punkten reichen wollte. Der FC war mit nur einem Zรคhler aus den vergangenen drei Begegnungen auf Rang fรผnf der Tabelle abgerutscht. Und nun deutete nicht viel auf das sechste Tor.

Ohne fรผnf Stammspieler

Und da die Leistungen in den vergangenen drei Spielen auch der Ausbeute entsprach, machte das Worte Krise die Runde, verbunden mit der Frage, welche Stellschrauben FC-Trainer Gerhard Struber denn in dieser – wenn auch noch kleinen – Ergebniskrise ziehen wรผrde. Vor knapp fรผnf Monaten drehte der Coach das grรถรŸere Rad, wechselte unter anderem den Keeper und riskierte das Aufflammen einer zu diesem Zeitpunkt abgekรผhlten Torwartdiskussion, es gab weitere personelle Verรคnderungen und natรผrlich die Umstellung auf die Dreierkette sowie eine andere taktische Ausrichtung. Dieses Mal wurde also wieder รผber MaรŸnahmen diskutiert, diese aber durch die personelle Situation diktiert. Wenn man die beiden angeschlagenen Leart Pacarada und Dominique Heintz mitzรคhlt, fehlten Struber fรผnf Stammspieler.

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Die Voraussetzungen waren also nicht die besten und der FC tat sich dementsprechend auch von Beginn an einmal mehr schwer, fand spielerisch keine Mittel gegen die gut organisierte Ulmer Hintermannschaft. „Hier hatte es noch keine Mannschaft leicht, ins Treffen zu kommen“, sagte Struber nach dem Spiel. Damit hatte der Coach recht, immerhin gehรถrt die Abwehr der „Spatzen“ in Sachen Gegentoren zu den besten der Liga. Dennoch war die Leistung der Kรถlner einmal mehr รผberschaubar. „Wenn man nach Ulm fรคhrt, ist die Erwartungshaltung, dass wir drei Punkte holen. In Kรถln erwartet man, glaube ich, dass wir 5:0 gewinnen. Die drei Punkte haben wir geschafft, das 5:0 nicht“, sagte Timo Hรผbers. „รœber die Art und Weise kann man streiten, es war nicht das schรถnste Spiel.“ Das war es wahrlich nicht. 

Schwache Leistung der Kรถlner

Die Kรถlner wirkten absolut ideenlos. Es fehlten einmal mehr die spielerischen Mittel. Und da sollte die personelle Situation nicht als Ausrede gelten. SchlieรŸlich standen zu Beginn der Partie die Erfahrung von mehr als 800 Bundesligaspielen sowie ein Marktwert, der deutlich รผber dem Kaderwert des Gegners lag auf dem Platz. Abgesehen von einer Dreifachchance nach vier Minuten war aber auch die Gefahr des Gastgebers in Halbzeit eins รผberschaubar. Nach dem Wechsel war der Gegner phasenweise sogar besser, nรคher an der Fรผhrung. Unter anderem traf Oliver Batista Meier den AuรŸenpfosten. Und als Semir Telalovic den Ball aus kurzer Distanz zehn Minuten vor Spielende รผber das Tor von Marvin Schwรคbe jagte, deutete alles auf eine mรผde Nullnummer hin. Bis Jan Thielmann Mitspieler Waldschmidt einsetzte und der die Entscheidung erzielte. Verdient war die aber nicht.

Denn unterm Strich bewegten sich die Mannschaften in nahezu sรคmtlichen Statistiken auf Augenhรถhe. Ein qualitativer Unterschied war รผber die gesamte Spielzeit jedenfalls nicht auszumachen. Die Erleichterung mit dem spรคten Treffer trotz mรครŸiger Leistung auch weiterhin eine gewichtige Rolle im Aufstiegsrennen zu spielen, war groรŸ. „Es tut unfassbar gut, auswรคrts mal wieder 1:0 gewonnen zu haben. Zu Null, drei Punkte, so kรถnnen wir nach Hause fahren“, sagte dementsprechend auch Marvin Schwรคbe. Zwar rutschten die Kรถlner am Abend wieder ab auf Rang zwei und am Nachmittag kann auch der SC Paderborn den FC รผberholen, der FC wird aber nach dem 25. Spieltag einen Rang in der Top-drei belegen. Timo Hรผbers betonte nach dem Spiel, dass schon bald keiner mehr nach dem „Wie“ in Bezug auf den Kรถlner Erfolg fragen wรผrde. Das stimmt voraussichtlich. Hoffnung auf weitere Dreier gegen deutlich stรคrkere Gegner macht die Leistung von Samstag aber auch nicht.


Luca Waldschmidt schieรŸt den 1. FC Kรถln vorerst zurรผck an die Spitze

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Kรถln
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Luca Waldschmidt schieรŸt den 1. FC Kรถln vorerst zurรผck an die Spitze

Der FC hat seinen erheblichen Personalsorgen und einem schwachen Auftritt getrotzt: Der 1. FC Kรถln gewinnt beim SSV Ulm 1:0 und schiebt sich zumindest bis zum Abend zurรผck an die Tabellenspitze. Den entscheidenden Treffer erzielte Luca Waldschmidt.

Ausgerechnet Luca Waldschmidt avanciert gegen die „Spatzen“ zum Matchwinner: Der 1. FC Kรถln gewinnt beim SSV Ulm 1:0. Und das aufgrund eines Treffers des Offensivspielers weniger Minuten vor Spielende. Der FC springt damit vorerst wieder auf Platz eins. Am Abend spielt aber Hamburg gegen Dรผsseldorf.

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Notgedrungen musste Gerhard Struber seine Aufstellung auf einigen Positionen umรคndern. Denn mit Linton Maina (Sprunggelenksverletzung), Damion Downs (Handbruch) und Eric Martel (Infekt) fielen gleich drei Stammspieler aus. Und doch hielt der Kรถlner Coach einige รœberraschungen im Kรถcher. So wechselte Struber zurรผck auf die Viererkette sowie auf fรผnf Positionen – sicherlich auch durch die Infekt-Welle im Kader bedingt. Neben den Ausfรคllen nahmen zunรคchst auch Leart Pacarada und Dominique Heintz auf der Bank Platz, die beide unter der Woche ebenfalls unter leichten Symptomen gelitten hatten. In die Mannschaft rotierten Denis Huseinbasic, Jan Thielmann, Mathias Olesen und รผberraschend auch Luca Waldschmidt und Steffen Tigges.

Waldschmidt der Aktivposten

Die ersten Aktionen gehรถrten aber den Gastgebern. Auch, weil Timo Hรผbers den Gegner mit einem unsรคglichen Ballverlust an der Seitenlinie einen Konter einleitete. Gleich mehrfach suchten die „Spatzen“ den Abschluss, zwei Mal blockte Olesen (4.). Auf der anderen Seite nahm Jusuf Gazibegovic รผber rechts Tempo auf und brachte die lange Flanke, Florian Kainz nahm die Kugel direkt, traf aber nur das AuรŸennetz (7.). Doch die Begegnung schlief zunehmend ein, war zerfahren. Viel spielte sich in der neutralen Zone ab, lange passierte nichts. Erst Mitte der ersten Halbzeit wurden die GeiรŸbรถcke besser. Auch, weil Thielmann es immer wieder mal mit Flanken von der rechten Seite auf Kainz probierte, so richtig gefรคhrlich wurden die Aktionen aber nicht. Erst nach einer Hereingabe von Kainz tauchte Waldschmidt in der Box auf und kรถpfte knapp am Kasten vorbei (28.).

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Und der Offensivspieler blieb auch weiterhin der Kรถlner Aktivposten. Thielmann tankte sich auf der rechten Seite durch, legte zurรผck und der Siegener brachte die Kugel aufs kurze Eck, Christian Ortag tauchte schnell genug ab (36.). Nach einer von Waldschmidt kurz ausgefรผhrten Ecke kam der ehemalige Nationalspieler unmittelbar vor dem Seitenwechsel wieder an den Ball, zog ab und fand erneut das AuรŸennetz (45.), der insgesamt sechste Abschluss des Angreifers. Dennoch war das torlose Remis zur Halbzeit insgesamt wohl leistungsgerecht. Ulm kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Zunรคchst verfehlte Lucas Rรถser das Kรถlner Tor aus 16 Metern deutlich (48.), anschlieรŸend traf Oliver Batista Meier aus elf Metern den AuรŸenpfosten (52.). Und auch der nรคchste Abschluss gehรถrte Ulm, aber Rรถsers Versuch stellte Marvin Schwรคbe vor keine groรŸen Probleme (56.).

Dem FC fรคllt zu wenig ein

Der FC tat in dieser Phase recht wenig fรผr die Offensive, รผberlieรŸ dem Gastgeber den Ball. Erst nach einer Stunde ging es dann auch mal spielerisch bei den Kรถlnern: Thielmann steckte durch auf Kainz, der legte zurรผck auf Waldschmidt, aber der Offensivspieler dribbelte sich fest, suchte gar nicht erst den Abschluss (61.). Struber reagierte und brachte Dejan Ljubicic fรผr Denis Huseinbasic. Der fรผgte sich direkt mit einem Foulspiel ein. Den FreistoรŸ von Batista Meier rettete Schmied zum Eckball (66.). Doch wirklich viel Spielkultur wollte auch im zweiten Abschnitt nicht aufkommen. Kรถln fiel kaum etwas ein, Ulm spielte im Rahmen der Mรถglichkeiten. Und hรคtte sich beinahe belohnt. Nach einem Ballverlust von Thielmann konterte der Gastgeber รผber Aaron Keller. Die Kugel landete bei Semir Telalovic, der aus kurzer Distanz รผber das Tor schoss (78.).

Auch in der Schlussphase entwickelten die GeiรŸbรถcke nicht den nรถtigen Druck. Mehr als ein harmloser FreistoรŸ von Gazibegovic war nicht drin. Bis Finkgrรคfe die Kugel รผber die rechte Seite trieb und auf Jan Thielmann ablegte. Der Offensivspieler spielte quer auf Waldschmidt, der ganz sicher einschob (88.). Mehr passierte nicht mehr. Vorerst ist der FC damit wieder Tabellenfรผhrer, doch am Abend kann Hamburg nachlegen. Am kommenden Samstag empfรคngt der FC den SV Darmstadt im eigenen Stadion.

FC: Schwรคbe – Finkgrรคfe, Hรผbers, Schmied (81. Heintz), Gazibegovic – Huseinbasic (62. Ljubicic), Olesen – Kainz, Waldschmidt, Thielmann – Tigges – Tore: 0:1 Waldschmidt (88.)



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Eigentlich ist der FC Favorit, eigentlich: SSV Ulm – der Anfang vom ersten Ende

Toni Polster 1997 im Trikot des 1. FC Kรถln
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Eigentlich ist der FC Favorit, eigentlich: SSV Ulm – der Anfang vom ersten Ende

Fรผr den 1. FC Kรถln steht am Samstag das Auswรคrtsspiel gegen den SSV Ulm an. Die Favoritenrolle ist vor dem Spiel gegen den Aufsteiger wohl klar verteilt. Das war sie aber in den bisherigen Begegnungen auch. Und es nahm nicht immer ein glรผckliches Ende fรผr den 1. FC Kรถln: Darum ist der SSV Ulm kein gutes Omen fรผr den FC.

Die Bilanz der FC gegen den SSV Ulm ist negativ. In der Vereinsgeschichte konnten die GeiรŸbรถcke bisher erst eine Begegnung gegen die Spatzen gewinnen, spielten allerdings auch erst vier Mal gegen den SSV. Doch ein Mal war es besonders bitter und der Anfang vom ersten Ende. Aktuell trennen die Ulmer 22 Punkte vom 1. FC Kรถln: Darum ist der SSV Ulm kein gutes Omen fรผr den FC.

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Eigentlich waren die Vorzeichen doch gut. Immerhin hatten die Kรถlner bis zum 31. Spieltag der Vorsaison an den Plรคtzen des UEFA-Pokals geschnuppert. Es wurde zwar „nur“ der UI-Cup, doch da hatte der FC alle Mรถglichkeiten, erreichte das Halbfinale. Nur aufgrund der Tordifferenz scheiterten die GeiรŸbรถcke an Montpellier. Mit Sunday Oliseh hatte der FC einen Leistungstrรคger verloren, sich allerdings auch ordentlich verstรคrkt – so zumindest der Eindruck. Und eigentlich verlief der Start in die Liga dann doch auch ordentlich. Ein 3:2-Erfolg รผber Duisburg und nach dem 0:3 gegen Borussia Dortmund immerhin noch ein 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern – immerhin den spรคteren Meister. Nicht viel deutete darauf hin, dass die Kรถlner ernsthafte Probleme kriegen kรถnnten.

Pokal-Aus ist das erste Warnzeichen

Doch die bekamen sie und den Anfang nahm die 1. Runde des DFB-Pokals. Der FC war zu Gast beim Regionalligisten, dem SSV Ulm. Reine Formsache fรผr Toni Polster. Oder? Die Kรถlner waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da standen sie schon mit dem Rรผcken zur Wand. Rainer Widmayer und Dragan Trkulja brachten die Spatzen schon nach sieben Minuten in Fรผhrung, zwar verkรผrzte Michael Rรถsele noch einmal, doch Trkulja stellte den alten Abstand wieder her. Pokal-Aus in Runde eins, gegen den Regionalligisten und wohl mehr als nur ein erstes Warnzeichen. Der FC rutschte in die Krise, verlor vier der folgenden fรผnf Spiele und Trainer Peter Neururer musste gehen. Lorenz Gรผnther-Kรถstner kam und sollte den FC stabilisieren. Das gelang dem neuen Coach erst im neuen Jahr und nicht konstant.

Der FC zitterte und bangte – bis der FC Schalke 04 das Nachholspiel gegen den FC hรถchst unglรผcklich gewann. Oliver Held spielte den Ball in der 80. Minute im eigenen Strafraum mit der Hand, Schiedsrichter Uwe Kemmling hatte es im Gegensatz zu den zig Tausend Zuschauern nicht gesehen. Statt der Kรถlner Fรผhrung gab es sogar noch einen spรคten Gegentreffer, von dem sich die Kรถlner bis zum Ligafinale nicht mehr erholten. Der FC war nach mehr als 30 Jahren Bundesliga abgestiegen – zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Unabsteigbar war zu diesem Zeitpunkt nur noch der HSV. Die Niederlage gegen Ulm war ganz sicher nicht der Auslรถser des Abstiegs, aber es war ein weiteres Warnzeichen eines schleichenden Prozesses und in dieser Spielzeit der Anfang vom ersten Ende.

Kรถln hรคlt die Klasse, Ulm steigt auf

Es ist die fรผnfte Begegnung der beiden Teams – und erst ein Mal hat der FC gewonnen. Dem bitteren 1:3 folgten mit zwei Unentschieden zwei weitere Enttรคuschungen. SchlieรŸlich hatten sich die Kรถlner den direkten Wiederaufstieg auf die Fahne geschrieben. Die Punkte gegen den Aufsteiger waren fest eingeplant. Der FC stieg damals bekanntermaรŸen nicht auf – im Gegensatz zum SSV Ulm, dem unter Ralf Rangnick der Durchmarsch in die Bundesliga gelang. Ein Vierteljahrhundert spรคter gibt es also die Neuauflage in Liga zwei. Die Vorzeichen sind andere und dann auch wieder nicht. SchlieรŸlich spielt wie damals der Absteiger gegen den Aufsteiger, die Favoritenrolle ist eigentlich klar ausgemacht. Eigentlich…


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Gerhard Struber vom 1. FC Kรถln

Zurรผck zur Viererkette?

Spieler des 1. FC Kรถln freuen sich.

Wer stรผrmt fรผr den FC?

Das erwartet den 1. FC Kรถln: Starke Defensive, variabler Angriff

Denis Huseinbasic im Hiunspiel des 1. FC Kรถln gegen den SSV Ulm
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Das erwartet den 1. FC Kรถln: Starke Defensive, variabler Angriff

Nach der Niederlage in Karlsruhe und dem damit verbundenen Abrutschen auf Platz fรผnf in der Tabelle steht fรผr den FC das nรคchste Duell an. Am Samstagmittag gastiert das Team von Gerhard Struber in Ulm. Wir haben die Spatzen genauer unter die Lupe genommen. Das erwartet den 1. FC Kรถln beim SSV Ulm.

Am Samstag ist der FC zu Gast beim SSV Ulm. Keine leichte Aufgabe fรผr die GeiรŸbรถcke. Auch, wenn Ulm zu den Keller-Kindern gehรถrt, verfรผgt der Gegner รผber viel Qualitรคt. Das erwartet den 1. FC Kรถln beim SSV Ulm.

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Aktuelle Form: Das Team von Trainer Thomas Wรถrle gewann vonย seinen letzten 17 Ligaspielen lediglich eine Partie, ging neunmal mit einem Unentschieden und siebenmal als Verlierer vom Feld. Nach dem letzten Sieg gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg (5:1) am 19. Spieltag setzte es bei Fortuna Dรผsseldorf (2:3), zu Hause gegen den SC Paderborn (0:2) und beim 1. FC Nรผrnberg drei Niederlagen am Stรผck. In den jรผngsten beiden Partien spielten die Ulmer zweimal unentschieden. Sowohl gegen die SV Elversberg, als auch gegen Eintracht Braunschweig holte das Team von Wรถrle einen Punkt. Mit fรผnf Punkten in der Rรผckrunde stehen die Spatzen in der Rรผckrundentabelle auf dem 15. Platz โ€“ nur Hertha BSC (4 Punkte), Darmstadt 98 (4 Punkte) und der SSV Jahn Regensburg (4 Punkte) waren schwรคcher. Kurios: Die Spatzen spielten in dieser Saison am hรคufigsten Remis. In zehn Spielen teilten sie sich mit ihrem Gegner die Zรคhler.

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Stรคrken und Schwรคchen

Sicher vom Punkt: Mit fรผnf Elfmetern bekamen die Spatzen in der laufenden Saison hinter Fortuna Dรผsseldorf und zusammen mit fรผnf weiteren Teams die zweitmeisten StrafstรถรŸe der Liga zugesprochen. Von diesen verwandelten die Ulmer alle fรผnf. Damit liegen sie neben Hertha BSC und der SpVgg Greuther Fรผrth nach Dรผsseldorf, die sieben Tore per StrafstoรŸ erzielten, auf dem zweiten Rang.

Laufstarkes Spiel: Die Ulmer gehรถren in dieser Saison zu den laufstรคrksten Teams der ganzen Liga. So legten die Spieler in den bisherigen 24 Ligaspielen 2810,5 Kilometer zurรผck und liegen damit nur hinter dem SC Paderborn (2879,5 km) und Fortuna Dรผsseldorf (2822,8 km) auf dem dritten Platz.

Karten freudig: Mit insgesamt 68 Karten liegen die Schwarz-WeiรŸen zusammen mit Preussen Mรผnster hinter Eintracht Braunschweig (70 Karten) auf dem geteilten zweiten Platz. Auch bei den Gelben Karten gehรถrt das Team von Wรถrle zu den Top drei. Hier liegen die Ulmer mit 64 hinter Eintracht Braunschweig und PreuรŸen Mรผnster auf dem dritten Rang.

Gute Defensive: Die Ulmer stehen auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. Damit stellt der SSV mit 31 Gegentoren zusammen mit Tabellenfรผhrer Hamburg die fรผnftbeste Defensive der Zweiten Bundesliga. Nur der 1. FC Kรถln (30), die SV Elversberg (30), der SC Paderborn (29) und Hannover 96 (24) mussten weniger Gegentreffer hinnehmen.

Offensiv schwach: Mit nur 25 eigenen Toren stellen die Ulmer hinter Eintracht Braunschweig und Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg die drittschlechteste Offensive der Zweiten Bundesliga.

Stรผrmer mit Bundesliga-Erfahrung

Im Fokus: Mit Stรผrmer Semir Telalovic hat der SSV Ulm 1948 einen Spieler in seinen Reihen, der in den vergangenen Jahren schon Erfahrung in der Bundesliga gesammelt hat. Der 25-Jรคhrige wechselte Anfang 2022, nachdem er in der Regionalliga Bayern 14 Treffer in 23 Spielen erzielt hatte,ย zu Borussia Mรถnchengladbach II. Bei den „kleinen“ Fohlen war Telalovic in 50 Partien 22 Mal selbst erfolgreich und legte seinen Mitspielern 16 weitere Tore auf. Dadurch wurde der Offensivspieler in die erste Mannschaft der Borussia hochgezogen und absolvierte drei Kurzeinsรคtze im deutschen Oberhaus. Im Sommer 2023 schloss sich der Stรผrmer dann dem englischen Zweitligisten Blackburn Rovers an, bevor er nach einem Jahr in England nach Deutschland zurรผckkehrte und seitdem fรผr die Spatzen auf Torejagd geht. In bisher 19 Ligaspielen traf Telalovic neun Mal und erzielte somit 36 Prozent der Ulmer Tore.

Formation/Taktik: Trainer Thomas Wรถrle lรคsst seine Mannschaft รผberwiegend im 3-4-3 System auflaufen. Die drei in der Offensive tauschen dabei immer wieder die Positionen. Dadurch sind die Ulmer im Spiel nach vorn sehr flexibel. Dabei setzt der SSV im Angriff auf viel Spielerisches und versucht, den Gegner auszukombinieren. Die AuรŸenverteidiger schieben bei Offensivaktionen immer nach vorne, um weitere Anspielstationen zu ermรถglichen. Dabei lรคsst sichย Hyrylรคinen immer wieder fallen, womit die Badener stets mit vier Spielern hinten absichern. Beim Spielaufbau setzen die Ulmer รผberwiegend auf einen spielerischen Ansatz. Dabei sind sie sich aber auch nicht zu schade, mit langen Bรคllen zu agieren und dabei auf den zweiten Ball zu gehen oder diesen durch einen Stรผrmer absichern zu lassen, damit weitere Spieler nachrรผcken kรถnnen und man so รœberzahl in der Situation schafft.

Das sagt der Coach

Gerhard Struber รผber Ulm: โ€žWir spielen gegen eine Mannschaft, die es versteht, gut zu verteidigen. Das ist eine Mannschaft, die das gemeinsam mit einem richtig groรŸen Schulterschluss immer wieder beweist. Sie geben einfach wenig Rรคume her und machen es dem Gegner schwer, Tore zu schieรŸen. Sie sind im Infight auch eine Mannschaft, die alles in die Waagschale wirft und gleichzeitig รผber Standards eine Torgefahr ausstrahlt. Also ein Gegner, der einiges mitbringt, was die Defensive angeht, und gleichzeitig aber auch ein Gegner, wo wir klar den Anspruch haben, zu gewinnen. Wir mรผssen sehr konzentriert und fokussiert sein.“

Personal: Die Ulmer mรผssen im Heimspiel gegen den 1. FC Kรถln lediglich auf Innenverteidiger Tom Gaal (Gelbsperre) verzichten. Alle anderen Profis stehen Coach Wรถrle zur Verfรผgung.

Mรถgliche Startelf: Ortag – Reichert, Strompf, N. Kolbe – Rรถsch, Brandt, Dressel, Keller – Krattenmacher, Rรถser, Batista Meier



Die Hoffnung StoรŸstรผrmer – Warum Flanken gegen Ulm nicht unbedingt ein probates Mittel sind

Imad Rondic soll fรผr den 1. FC Kรถln Tore schieรŸen
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Die Hoffnung StoรŸstรผrmer – Warum Flanken gegen Ulm nicht unbedingt ein probates Mittel sind

Seit einigen Wochen ist die Offensive des FC alles andere als beeindruckend. Nun ist die Personallage zusรคtzlich besonders arg strapaziert. Mรถglicherweise wird man am Samstag auf StoรŸstรผrmer und Hereingaben setzen mรผssen beim 1. FC Kรถln: Flanken sind nicht zwingend ein probates Mittel gegen Ulm.

Linton Maina fรคllt aus, Damion Downs wohl auch, es bleibt ein Fragezeichen hinter Tim Lemperle. Wer soll die Tore schieรŸen fรผr die GeiรŸbรถcke? Mรถglicherweise lautet die Antwortet die StoรŸstรผrmer des 1. FC Kรถln: Aber Flanken sind gegen Ulm nicht zwingend ein probates Mittel.

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Hรคtte Gerhard Struber am Donnerstag auf der Pressekonferenz keine Kappe getragen, die Sorgenfalten wรคren wohl zu sehen gewesen. Die ohnehin nicht gerade besonders effektive Offensive bricht dem FC aktuell auseinander. Linton Maina wird den Kรถlnern noch Wochen fehlen, Damion Downs wackelt aufgrund einer Armverletzung, trainierte auch am Freitag nicht mit der Mannschaft – ein Einsatz am Samstag ist sehr unwahrscheinlich. Und Tim Lemperle wird nach seiner langen Verletzung auch nicht zwingend eine Alternative fรผr die Startelf sein. Immerhin hat der Stรผrmer in diesem Jahr nur eine knappe Viertelstunde gegen die SV Elversberg auf dem Platz gestanden. FC-Trainer Gerhard Struber muss sich also andere Strategien einfallen lassen. Denn die drei Offensivkrรคfte waren an insgesamt 38 Treffern in der Liga direkt beteiligt (21 Tore/17 Vorlagen).

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Ulm in der Rรผckrunde bei Flanken top

Umdenken heiรŸt also die Maxime. „Wir haben versucht, gewisse Ablรคufe zu trainieren, um ins ToreschieรŸen zu kommen. Im Training lag ein Schwerpunkt auch beim Spiel im letzten gegnerischen Drittel und in der Box. Da hat es immer wieder gute Abschlรผsse gegebenโ€œ, erklรคrte Struber am Donnerstag. Dennoch stellt sich die Frage, wer denn nun die Tore schieรŸen soll, denn so wirklich viele Alternativen gibt es nicht. Im Training agierte Jan Thielmann oft neben Imad Rondic, dem Winter-Neuzugang, der laut Christian Keller aber nicht als Soforthilfe verpflichtet wurde. Auch Steffen Tigges wรคre ein probates Mittel in der Box – zumindest nominell. Allerdings haben die drei Offensivspieler in dieser Saison in der Liga zusammen erst ein Tor erzielt und ein weiteres vorbereitet – in beiden Fรคllen war Thielmann erfolgreich.

Und Rondic und Tigges sind von der Veranlagung wohl auch eher StoรŸstรผrmer, die in vorderster Linie agieren. Eigentlich kein schlechtes Mittel. SchlieรŸlich hatte Struber erst vor wenigen Wochen betont, dass gerade Rondic den FC variabler macht. Der FC kรถnnte mit dem Bosnier wieder ein Flankenspiel aufziehen. Ein Mittel, das den FC in den ersten Spielzeiten unter Steffen Baumgart ausgezeichnet und auch zu Beginn der Saison stark gemacht hat. Wรคre da nicht dieses kleine „aber“. Denn ausgerechnet der SSV Ulm ist nicht gerade besonders anfรคllig bei gegnerischen Flanken. Die „Spatzen“ wackeln in der Defensive ohnehin nicht sonderlich. 31 Gegentore hat sich der SSV in der Spielzeit gefangen. Nur vier Teams – allesamt aus der oberen Tabellenhรคlfte – haben weniger Gegentreffer kassiert.

Und gerade bei gegnerischen Flanken zeigt sich Ulm in der Rรผckrunde besonders stabil. Kein Team hat in den vergangenen Spielen weniger Hereingaben zugelassen wie Ulm – und das unabhรคngig der Seite. Besonders erstaunlich: Gerade bei den Luftzweikรคmpfen weisen die Spatzen eine besonders schwache Quote auf. Immerhin gehรถren die GeiรŸbรถcke bei der Anzahl der Hereingaben nach wie vor zu den Spitzenteams der Liga – sicher auch, aufgrund des ersten Saisondrittels. Und: Beim FC kommen knapp 30 Prozent der Flanken auch beim Mitspieler an. Auch da ist Kรถln eins der Topteams. Aber: Nur fรผnf Flanken fรผhrten auch zum Tor.



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Gerhard Struber vom 1. FC Kรถln

Struber geht Personal aus

Wer รผber spielerische Mittel verfรผgt, ist auf Spielglรผck selten angewiesen – ein Kommentar

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Wer รผber spielerische Mittel verfรผgt, ist auf Spielglรผck selten angewiesen – ein Kommentar

Die GeiรŸbรถcke erzielten in diesem Jahr gerade einmal fรผnf Tore. Die Kรถlner Offensive strahlt zu wenig Gefahr aus, profitierte oft von Spielglรผck oder der fehlenden Qualitรคt der Gegner. Das reicht nicht. Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Kรถln – ein Kommentar.

Nach zwei absolvierten Dritteln der Saison sollten sich die Mannschaften eigentlich ihrer Leistung nach in der Tabelle angeordnet haben. Vor wenigen Wochen noch an der Tabellenspitze, ist der FC nach dem 24. Spieltag nun auf Platz fรผnf abgerutscht. Den GeiรŸbรถcken mangelt es an einer torgefรคhrlichen Offensive. Und: Es fehlen die spielerischen Mittel beim 1. FC Kรถln – ein Kommentar.

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Die Tonlage hat sich beim 1. FC Kรถln nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC hรถrbar verรคndert. Zumindest konnte man bei einigen Spielern und Verantwortlichen eine in dieser Art bislang unbekannte gewisse Selbstktiritk erkennen – wenn auch nicht jede Aussage die Wahrnehmung einiger Fans trifft. So erklรคrte Timo Hรผbers nach dem 0:1, dass es so einfach nicht reiche und Dominique Heintz legte den Finger unbarmherzig in die Wunde der lahmenden Offensive. Der Tenor der Kรถlner Spieler: Wenn man um den Aufstieg mitspielen will, dann braucht es auch Tore. Und genau daran hapert es gewaltig. Der FC kommt in der Rรผckrunde auf bislang fรผnf Treffer und das in sieben Spielen. Weniger hat keine andere Mannschaft in diesem Jahr erzielt.

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Es fehlen die spielerischen Mittel

Und wรผrde der xGoals-Wert der GeiรŸbรถcke nicht knapp รผber diesen fรผnf Toren liegen, kรถnnte man vielleicht noch von ein wenig Pech oder Ladehemmung sprechen. De facto kreieren die GeiรŸbรถcke einfach zu wenig Mรถglichkeiten, zu wenig Gefahr, zu wenig Spielzรผge, die eine gegnerische Defensive vor groรŸe Probleme stellen kann. Kรถln fehlen aktuell die spielerischen Mittel. Noch in der vergangenen Woche hatte Timo Hรผbers behauptet, dass man nach dem 23. Spieltag ja nicht ohne Grund auf einem Aufstiegsplatz stehen wรผrde. Tatsรคchlich sollte man doch meinen, dass sich die Tabelle nach zwei Saisondritteln nicht mehr nach Glรผck und Pech zusammenstellt, sie sich so nivelliert hat, dass sie auch das Leistungsniveau der Spielklasse wiedergibt.

Doch im Falle der GeiรŸbรถcke darf man da wohl seine gewissen Zweifel haben. Lange war der Tenor der Kรถlner, dass man รผber die Stabilitรคt den Schlรผssel zum Erfolg gefunden habe, weil man ja wisse, dass das Team schon รผber die Qualitรคt verfรผge, mit einem Treffer Begegnungen zu entscheiden. Die Ergebnisse gaben Kรถln auch รผber Wochen, sogar Monate recht. Die Aufholjagd war auch beeindruckend. Nur karschierte sie ganz offensichtliche Probleme. Dem FC fehlen einfach spielerische Mittel. Fรผr eine Mannschaft, die sich ernsthaft mit dem Thema Aufstieg auseinandersetzt, fehlt es an Kreativitรคt, Spielwitz und Ideen. Und das erstaunlicherweise unabhรคngig von taktischer Ausrichtung. Am Samstagabend war kein Unterschied zwischen Dreier- und Viererkette, zwischen Doppelsturm, Wandspieler oder Konterstรผrmer zu erkennen.

Aufstiegsplatz weiter in Reichweite

Vielmehr ist zu erkennen, dass Leidenschaft alleine nicht reicht. Gegen Teams wie Jahn Regensburg, PreuรŸen Mรผnster und Eintracht Braunschweig ging das gut. Vielleicht auch, weil es die Qualitรคt, die Spielweise oder das Momentum des Gegners gerade zugelassen haben. Denn wirklich besser war Kรถln auch wรคhrend der Erfolgsserie nicht in allen Partien. Vielleicht war es dann doch รผber eine lange Serie eine gewisse Form von Spielglรผck, die den FC getragen hat. Man denke nur an das Heimspiel gegen den FC Schalke 04, als Kรถnigsblau den Kรถlnern zunรคchst ein Tor auflegte und dann in der Nachspielzeit den sicheren Ausgleich herschenkte. Ohne die erfolderlichen spielerischen Mittel ist fehlendes Glรผck in der Liga aber nicht zu kompensieren.

Der FC ist nun also auf den fรผnften Rang in der Tabelle abgerutscht. Ob die Position dem aktuellen Leistungsniveau gerecht wird, ist schwer zu sagen. Denn die Liga bleibt ausgeglichen, bleibt eng. Jeder kann jeder schlagen. Insofern ist auch nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie fรผr den FC in Sachen Aufstieg nichts vorbei. Nur bringen sich am Ende des Tages Mannschaften wie der Hamburger SV (trotz verdienter Niederlage am Sonntag), der 1. FC Magdeburg oder der SC Paderborn durch spielerische Qualitรคt in Stellung fรผr den Aufstiegskampf. Und gerade Teams mit eben jener spielerischen Qualitรคt sind in aller Regel viel seltener auf Spielglรผck angewiesen. Und das ist bekanntlich endlich. Ganz offensichtlich auch fรผr den FC.


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Gerhard Struber vom 1. FC Kรถln

Stimmen zum Karlsruhe-Spiel

Dank Ouro-Tagbas 23-Sekunden-Treffer: U21 besiegt ihren Rรถdinghausen-Fluch

Evangelos Sbonias beim Spiel der U21 des 1. FC Kรถln
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Dank Ouro-Tagbas 23-Sekunden-Treffer: U21 besiegt ihren Rรถdinghausen-Fluch

Die Reserve der GeiรŸbรถcke hat ihren Rรถdinghausen-Fluch besiegt: Die U21 des 1. FC Kรถln gewinnt gegen Rรถdinghausen 1:0. Der Erfolg war der erste Dreier gegen die Ostwestfalen nach zuvor acht erfolglosen Anlรคufen. Mansour Ouro-Tagba erzielte das Tor des Tages nach einem Blitzstart in die zweite Hรคlfte. Sorgen gab es jedoch um Arda Sรผne.

Der FC kann gegen die Ostwestfalen doch gewinnen – wenn auch erst im neunten Versuch. Die U21 des 1. FC Kรถln gewinnt gegen Rรถdinghausen 1:0. Das entscheidende Tor erzielte Mansour Ouro-Tagba.

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Kรถlns Trainer Evangelos Sbonias รคnderte seine Start-Formation im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Schalkes U23 sieben Tage zuvor lediglich auf einer Position: Der Kapitรคn Marco Hรถger kehrte nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre zurรผck in die erste Elf. Dafรผr rutschte Teoman Akmestanli auf die Ersatzbank. Dies hatte in der Praxis aber weitere Verschiebungen zur Folge: Meiko Sponsel rutschte von der rechten auf die linke Abwehrseite, Georg Strauch rรผckte von der Sechs zurรผck und spielte als Rechtsverteidiger. Stephan Salger bildete diesmal mit Hรถger die Doppel-Sechs. Die Kรถlner waren in der Anfangsphase รผberlegen und lieรŸen sich auch durch einen frรผhen Verletzungsschock nicht beirren. Arda Sรผne musste nach einem Foul von Ebrima Ndure vom Feld. Der linke Oberschenkel war dick bandagiert (20.).

Zunรคchst zurรผckgepfiffen, dann erfolgreich

Kurz danach folgte der bis dahin schรถnste Spielzug: Stephan Salger passte aus dem Mittelfeld in die Gasse zu Jaka Potocnik. Der herauseilende SVR-Torwart Matthis Harsman war jedoch einen Tick eher am Ball, klรคrte aber genau in die FรผรŸe Patrik Kristals. Der Este passte rechts in den Sechzehner zu Mansour Outro-Tagba, dessen Torschuss jedoch viel zu schwach und unplatziert war und von einem Rรถdinghausener ohne Mรผhe vor der Linie geklรคrt wurde (22.). Die โ€“ groรŸteils kostรผmierten โ€“ Kรถlner Fans, die ihr Team abermals lautstark unterstรผtzten, sorgten Mitte der ersten Hรคlfte fรผr einen Schmunzler. Sie stimmten den Karnevalshit โ€žDie Karawane zieht weiterโ€œ an und zogen von der schattigen Haupttribรผne des Franz-Kremer-Stadions auf die sonnige Gegenseite.

Auf dem Rasen entwickelte sich in dieser Phase lange nichts Berichtenswertes. Glรผck hatte der FC jedoch, als ein Heber Michael Seatons รผber den herauseilenden Jonas Nickisch knapp am Tor vorbeiflog (39.). Auf der Gegenseite zรคhlte ein Treffer Ouro-Tagbas nicht, weil er zuvor einen Abwehrspieler regelwidrig abgeschรผttelt und zu Fall gebracht hatte (40.). Die Kรถlner erwischten jedoch einen Blitzstart in die zweite Hรคlfte: Nach dem AnstoรŸ der U21 dauerte es gerade einmal 23 Sekunden, ehe der stramme Schuss von Ouro-Tagba unten im langen Eck einschlug (46.). Kristal hatte die Kugel zuvor in den Laufweg des Stรผrmers in den Sechzehner gelegt.

Als nรคchstes gegen Bocholt

Danach besaรŸen die Gรคste jedoch zwei gute Chancen zum Ausgleich: Jonas Nickisch lenkte erst einen gefรคhrlichen Schlenzer von Kevin Wiethaup per Flugparade zur Seite ab (57.). Und nur wenige Augenblicke spรคter behielt er abermals die Nerven gegen Wiethaup (58.). Rรถdinghausen konnte den Schwung jedoch nicht konservieren, zwingende Torchancen entsprangen im weiteren Spielverlauf nicht mehr. Die U21 rettete den knappen Vorsprung ins Ziel und steht mit jetzt 38 Punkten weiter auf dem siebten Platz der Tabelle. Am kommenden Samstag (AnstoรŸ: 14 Uhr) geht es zum 1. FC Bocholt.

1. FC Kรถln U21: Nickisch โ€“ Strauch, Smajic, ร–zkan, Sponsel โ€“ Hรถger, Salger โ€“ Kristal (67. Krautkrรคmer), Sรผne (20. Pinto/90.+3 Akmestanli) โ€“ Ouro-Tagba (67. Borie), Potocnik (90.+3 Freischlad). Tore: 1:0 Ouro-Tagba (46.). Zuschauer: 900.

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Gerhard Struber vom 1. FC Kรถln

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