Ein Fehler des Systems?

Nach dem 1:5-Debakel gegen Darmstadt wird der Ton rauer am Geißbockheim. Doch die Kritik ist nur in Teilen berechtigt. Denn auch die Spieler sind nur Teil eines Systems, das nicht so recht passen will beim 1. FC Köln: Muss Struber sein Spielsystem anpassen?

Das 1:5 gegen Darmstadt zeigte erneut deutlich die Schwächen des FC auf. Doch alleine an den Spielern und ihren Leistungen liegt es nicht beim 1. FC Köln: Muss Struber sein Spielsystem anpassen?

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Wie schnelllebig der Fußball ist, ist dieser Tage beim 1. FC Köln mal wieder gut zu sehen. Nach dem 2:0-Erfolg über den SSV Ulm zeigte sich nicht nur der Trainer der Geißböcke mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und wähnte sich dem Aufstiegsplatz nahe. Der FC habe die richtige Balance, die richtigen Zutaten, den Schlüssel zu mehr Stabilität gefunden, lauteten Meinungen rund ums Geißbockheim. Wenn es so weiterginge, wäre der Aufstieg ein mögliches Szenario. Die Realität sah wohl schon damals anders aus. Köln hatte gegen harmlose Spatzen gewonnen, die zudem noch eine Stunde lang in Unterzahl agierten. Selbst die offensichtliche Schwachstelle auf der rechten Seite wusste Ulm an diesem Tag nicht für sich und Chancen zu nutzen. Die meisten Angriffe des Gegners endeten bereits wenige Meter hinter der Mittellinie. Aus dieser Begegnung einen Trend abzulesen, war verfrüht.

18 Gegentore nach neun Spielen sind zu viel

Das hat das 1:5-Debakel am Freitagabend bitter vor Augen geführt. Der FC ist in der Defensive brutal anfällig. 18 Gegentore nach neun Spielen sind für eine Mannschaft, die ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitsprechen will, einfach zu viel. Und das, obwohl die Kölner die wenigsten Torschüsse der Liga zulassen – mit Abstand. Dass Christian Keller nun deutliche Worte findet, mag nicht jedem FC-Fan angesichts mancher Transferentscheidung gefallen, einige Punkte sind aber nicht von der Hand zu weisen. „Ich finde schon, dass sich die Leistung angekündigt hatte“, sagte der Sportdirektor. „Mir hat bereits das Karlsruhe-Spiel nicht gefallen, da haben wir auch schon die Basics vermissen lassen. Mir hat auch das Ulm-Spiel nicht gefallen, obwohl wir es gewonnen haben – gegen einen Gegner, der an diesem Tag einfach kein Gradmesser war. Nun haben wir das leider nahtlos fortgesetzt.”

Tatsächlich waren am Freitagabend deutliche Parallelen zum KSC-Spiel zu erkennen. Nach Ansicht der Sportdirektors hätte der FC auch gegen Ulm in Schwierigkeiten kommen können, wenn Ulm mehr Geschwindigkeit auf die Bahn bekommen hätte. Für das 1:5 machte Keller unter anderem die Einstellung der Defensivabteilung verantwortlich. „Wenn die Sprints in die defensive Spielrichtung von Spiel zu Spiel weniger werden, hat das nichts mit Taktik, sondern mit Haltung zu tun“, sagte Keller dem „Geissblog“. Zumindest die Quantität der Sprints der Abwehrspieler wurde allerdings nicht weniger. So kamen die Innenverteidiger in den vergangenen vier Spielen immer gemeinsam auf 30 Sprints und damit im Schnitt auf zehn mehr als die Innenverteidiger des Gegners. Das ist angesichts des Spielsystems aber auch nicht verwunderlich.

Muss Struber sein System überdenken?

Das hohe Pressing führt in der Regel dazu, dass die Kölner Gegner einfach tief stehen. Die Viererkette der Lilien war am Freitagabend in Höhe des eigenen Fünferraums postiert, die letzte Kette der Geißböcke wiederum nur wenige Meter vor der Mittellinie. Der FC setzt in seiner Spielweise auf ein hohes Anlaufen, ein hohes Pressing, schnelle Balleroberungen und ist damit sehr erfolgreich. Kein anderes Team erobert so oft den Ball, nur fehlen den Kölnern in der Offensive dann die Ideen. Und der FC ist durch das hohe Pressing, das ständige Anlaufen und das Aufrücken der letzten Kette gegen konterstarke Mannschaften bei deren Umschaltmomenten extrem anfällig. Wie anfällig und wohl auch kontraproduktiv dieses System ist, spiegelt sich brutal in der Statistik von Freitag wider. Beide Teams schossen genau sechs Mal auf das gegnerische Tor. Insgesamt schlossen die Geißböcke sogar 18 Mal ab, Darmstadt nur elf Mal.

Nahezu alle Statistiken gingen an den FC, die meisten sehr deutlich. Viel davon hat man auf dem Platz aber nicht gemerkt, der Erfolg der Lilien ging auch in der Höhe vollkommen in Ordnung. Und das nicht nur, weil Darmstadt einfach das deutlich gefährlichere Team war. Der xGoals-Wert der Hessen lag aber nahezu doppelt so hoch wie der der Kölner. Der FC wird auch gegen die kommenden Gegner mit dieser Spielweise seine Probleme bekommen. Und so muss die Frage erlaubt sein, ob Struber dennoch an seinem Hurra-Fußball festhält, ob es einen Plan B für den Coach gibt, der auch verpflichtet worden ist, um seine Idee von attraktivem Fußball zu implementieren. Jener Fußball, der in den ersten Wochen so begeistert und auch überzeugt hat. Die Schattenseiten scheinen nun zu überwiegen. Unweigerlich werden Erinnerungen an die vergangenen Spielzeiten wach. Auch damals spielten die Kölner lange einen attraktiven Offensivfußball, das auch lange erfolgreich. Der Ausgang ist bekannt.


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Kommentar zum Darmstadt-Spiel

Mark Uth vom 1. FC Köln

Wird Mark Uth noch einmal zur Option?

1:5-Debakel offenbart auf dramatische Weise, dass der FC nicht nur auf zwei Positionen nachrüsten muss

Luca Waldschmidt Offensivspieler des 1. FC Köln
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1:5-Debakel offenbart auf dramatische Weise, dass der FC nicht nur auf zwei Positionen nachrüsten muss

Das 1:5 gegen Darmstadt sorgte verständlicherweise für mächtig schlechte Stimmung bei den Geißböcken, brachte gleichzeitig aber auch einmal mehr eine bittere Erkenntnis beim 1. FC Köln: Der FC muss auf mehr als zwei Positionen nachrüsten.

Thomas Kessler hat jüngst bestätigt, dass der FC einen Rechtsverteidiger und einen Stürmer sucht. Die Pleite am Freitag zeigte aber noch weitere Problemstellen beim 1. FC Köln: Der FC muss auf mehr als zwei Positionen nachrüsten.

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Rasmus Carstensen war am Freitagabend nun wirklich nicht zu beneiden. Sieben Monate hatte der Däne auf den nächsten Startelf-Einsatz warten müssen. Sieben Monate, in denen verschiedene Trainer ihm einen gelernten Offensivspieler, einen etatmäßigen gerade erst genesenen Linksverteidiger und zuletzt auch einen 19-jährigen Innenverteidiger vor die Nase gesetzt hatten. Nun das Comeback in der Anfangsformation und direkt wieder eine Klatsche. Schon beim letzten Startelf-Einsatz im März kassierte der FC damals gegen Leipzig eine heftige 1:5-Pleite. Allerdings im Abstiegskampf der Bundesliga und nicht als vermeintlich „beste Mannschaft der 2. Liga“. Für den Kaderwert-Krösus der Liga war es die dritthöchste Niederlage im Bundesliga-Unterhaus und die höchste seit dem 0:5 gegen Rot-Weiss Essen in der Saison 06/07.

Es fehlt an Alternativen

Und gerade die Personalie Carstensen zeigte unerbittlich die Schwäche des Kölner Kaders. Wochenlang war Carstensen außen vor, erhielt wenn überhaupt nur Kurzeinsätze. Die Experimente mit Jan Thielmann und Max Finkgräfe scheiterten und Julian Pauli machte seine Sache auf der Position zwar gut, doch der Youngster wurde in der Innenverteidigung gebraucht. Struber hatte alle diese „Burschen“ als mögliche Rechtsverteidiger aufgezählt, um dann am Freitag jenem Spieler das Vertrauen zu schenken, der gegen Ulm noch nicht einmal im Kader stand. Dass Carstensen keine Argumente für weitere Einsätze sammeln konnte, lag vor allem am Gesamtauftritt der Kölner. Carstensen war sichtbar bemüht und sicher nicht der größte Schwachpunkt der Kölner Defensive.

Denn auch die Innenverteidigung erwischte einen rabenschwarzen Tag. Timo Hübers stand vollkommen neben sich. Schon gegen den Karlsruher SC war der Kölner Abwehrchef an drei Gegentoren beteiligt, nun legte Hübers noch eine Schippe drauf. Aber auch Julian Pauli bekam gerade den abgebrühten Angreifer Isac Lidberg nicht in den Griff, war ebenfalls an Gegentreffern beteiligt. Struber musste reagieren, erlöste den Youngster und offenbarte mit dem Wechsel in der Innenverteidigung den nächsten Schwachpunkt des Kaders. Gegen die Umschaltmomente und Konter über die schnellen Offensivspieler der Lilien brachte der Coach Dominique Heintz – zwar ein Routinier, aber nicht gerade einer, der für seine Endgeschwindigkeit bekannt ist. Andere Alternativen hatte Struber für diese Position keine auf der Bank.

Mit einem Stürmer ist es nicht getan

Für Denis Huseinbasic brachte der Kölner Trainer im zweiten Durchgang Mathias Olesen und damit einen weiteren Spieler, dem Struber zuletzt eher selten vertraute. Olesen hatte keinen Einfluss mehr aufs Spiel. Zu diesem Zeitpunkt stand es zwar schon 1:4 aus Kölner Sicht, der Glaube an eine Wende war sicherlich nicht mehr sonderlich groß, die Qualität steigerte die Einwechslung aber auch nicht. Man hatte nicht gerade den Eindruck, als würde noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Immerhin wird in den kommenden Wochen Dejan Ljubicic zurück erwartet. Doch aktuell zeigt sich auch im Mittelfeld immer mehr, dass personell nicht wirklich viel passieren darf. Wenig passierte bei den Kölnern in vorderster Front. Der FC war ideenlos, den Geißböcken fehlte es an Kreativität, vor allem aber an Durchschlagskraft.

Auch ein Luca Waldschmidt blieb wieder hinter den Erwartungen zurück. Nicht zum ersten Mal. Ob Mark Uth eine mittelfristige Alternative wird, ist angesichts der Verletzungshistorie vollkommen offen. Vielleicht hätte ein echter Knipser, ein klassischer Neuner die Spieldynamik noch ein wenig verändert. Ein Stürmer wie Darmstadts Fraser Hornby, der zwei Mal goldrichtig stand und zwei Mal gegen den FC traf oder wie Isac Lidberg, der mit der Kölner Hintermannschaft leichtes Spiel hatte und nun bereits sein siebtes Saisontor im siebten Spiel erzielte. Der Schwede wurde in diesem Sommer für eine Millionen Euro verpflichtet, Hornby in der vergangenen Spielzeit für 1,5 Millionen Euro. Erschwingliche Stürmer, die den SV Darmstadt enorm weiterbringen. Nur zeigt das 1:5 sehr deutlich, dass es mit einem neuen guten Stürmer bei den Kölnern im Winter nicht getan ist.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Die Stimmen zum Darmstadt Spiel

Kommentar: Es braucht mehr als markige Worte

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Kommentar: Es braucht mehr als markige Worte

Nach der 1:5-Klatsche gegen den SV Darmstadt fanden Christian Keller und Gerhard Struber deutliche Worte. Eine logische Reaktion, nur trägt die Mannschaft an der aktuellen Situation nicht die alleinige Schuld. Ein Kommentar zum 1:5-Debakel des 1. FC Köln.

Der FC kassierte am Freitagabend eine verdiente 1:5-Klatsche gegen den SV Darmstadt. Die erste Niederlage am Böllenfalltor überhaupt. Spätestens damit sollte klar sein, dass die Kölner nicht zu den Spitzenteams der Liga gehören. Gerhard Struber und Christian Keller kritisierten die Mannschaft scharf. Dabei trägt diese keine Alleinschuld. Ein Kommentar zum 1:5-Debakel des 1. FC Köln.

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Ungewohnt deutlich fielen die Worte nach der bitteren 1:5-Pleite gegen den SV Darmstadt aus. Gerhard Struber sprach von einem blutleeren Auftritt, Christian Keller von einer Schülermannschaft, die er da am Freitagabend am Böllenfalltor zu Gesicht bekommen hatte. Das Gesicht der Kölner Mannschaft, das wollte Struber so wie am Freitagabend jedenfalls nicht nochmal sehen. Erst am vergangenen Dienstag hatte der FC die zweite Folge der neuen Doku „Geliebter Fußball“ veröffentlicht und in dieser hatte Coach Gerhard Struber das bisher doch eher schwammig formulierte Ziel von einem schnellstmöglichen Aufstieg ein wenig konkretisiert. Zumindest sprach der Kölner Trainer davon, dass er mit seinem Trainerteam hart daran arbeite, dass sein Wunsch vom Aufstieg realisiert werde.

Der FC ist zu Recht nur Mittelmaß der Liga

Seit Freitagabend wird dem Trainer bewusst sein, dass dieser Wunsch vorerst ein sehr frommer bleiben wird. Der FC war an diesem Abend gefühlt Lichtjahre von einem möglichen Aufstieg entfernt. Die Kölner erlebten die dritthöchste Niederlage ihrer Zweitliga-Historie gegen ein Team, das sich bislang wohl mehr Sorgen um das direkte Durchreichen in Liga drei gemacht hat als die Geißböcke um das Verpassen einer Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus. Die Pleite ging auch in dieser Höhe völlig in Ordnung und sie sollte die Kölner Spieler, das Trainerteam und die Verantwortlichen wach gerüttelt haben, dass der 2:0-Erfolg über Ulm mehr mit der Schwäche des Gegners als mit einer erhofften Balance zwischen Offensivwucht und Defensiv-Stabilität zu tun hatte. Der FC hat sich einen Erfolg über dezimierte, harmlose Spatzen schön geredet und den Warnschuss gegen Karlsruhe ausgeblendet.

18 Gegentore in neun Spielen zeugen eindeutig davon, dass beim FC mächtig viel schief läuft. Zumal mit der vermeintlich wiedergefundenen Balance doch sicher nicht das Verhältnis zwischen geschossenen und erhaltenen Toren gemeint ist. Auch wenn einige Fußball-Experten mit Trainerausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung behaupten, der FC sei die „beste Mannschaft der Liga“ und das an der Einschätzung des Kaderwerts eines Online-Portals festmachen, Köln findet sich in der Tabelle im Mittelmaß der Liga wieder. Und das absolut zu Recht. Zu anfällig in der Abwehr, in der Offensive fehlt oft die Durchschlagskraft, dazu die fehlende Breite im Kader, die schwache Bank und ganz offensichtlich auch ein Fremdeln mit der Spielidee des Trainers – dem FC fehlt aktuell einiges, um es mit den Spitzenteams der Liga aufzunehmen.

Deutliche Worte nach Debakel

Christian Keller und Gerhard Struber wählten nach dem 1:5-Debakel deutliche Worte gegenüber der Mannschaft, kritisierten das Team, der Coach stellte den Mannschaftsgeist in gewisser Weise in Frage, der Sportdirektor kündigte sogar Konsequenzen an. Das ist vermutlich eine angemessene Reaktion auf den desolaten Auftritt, die richtige Maßnahme, die verständliche Gangart. Nur sollten die beiden nicht vergessen, dass sie eine gewisse, nicht ganz unbedeutende Mitschuld an der aktuellen Situation tragen. Christian Keller wird nicht müde zu betonen, dass er für das sportliche Wohl des Vereins verantwortlich ist. Das ist absolut richtig. Er hat die Mannschaft zusammengestellt. Der Kader, den er in der Tat und entgegen vieler Befürchtungen zu großen Teilen am Geißbockheim gehalten hat, trägt die Handschrift des Sportdirektors. Der Trainer war ebenfalls Kellers Wunschlösung.

Struber wiederum ist verantwortlich für die Mannschaft, die auf dem Feld steht, für die Spielidee, die sie umsetzen soll und damit auch für die Leistung, die sie abruft. Das 1:5 gegen Darmstadt ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass da einiges noch nicht zusammenpasst. Die Saison ist noch jung. Die Kölner Verantwortlichen können und werden schon bald auf dem Transfermarkt nachjustieren. Struber muss einen anderen Schlüssel für seine Mannschaft finden. Nicht nur die Mannschaft muss in den kommenden Tagen und Wochen liefern. Denn eins wohl klar: Es wird wohl mehr brauchen als nur ein paar markige Worte. Immerhin einen positiven Nebeneffekt hat das Debakel von Freitag mit sich gebracht: Aktuell muss man sich um den Aufstieg am Geißbockheim keine Gedanken machen.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Deutliche Worte beim FC

Nach U21-Einsatz: Kann Mark Uth wirklich noch einmal zur Option werden?

Mark Uth vom 1. FC Köln
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Nach U21-Einsatz: Kann Mark Uth wirklich noch einmal zur Option werden?

Gut zwei Monate nach seiner Adduktorenverletzung kehrte Mark Uth am Freitagabend wieder auf den Platz zurück – bei der U21 der Geißböcke. Der Einsatz war vielversprechend und macht Hoffnung auf mehr, auch bei den Profis. Doch die Verletzungshistorie nährt berechtigte Zweifel beim 1. FC Köln: Wird Mark Uth noch mal zur Option für den FC?

Immerhin für die U21 des FC gab es am Freitagabend einen Erfolg. Einer der Leistungsträger war Mark Uth, der zwei Monate nach seiner Verletzung wieder auflief. Nach dem desolaten 1:5 gegen Darmstadt stellt sich die Frage beim 1. FC Köln: Wird Mark Uth noch mal zur Option für den FC? Die letzten Spielzeiten machen nur wenig Hoffnung.

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Es hatte sich unter der Woche bereits angekündigt: Mark Uth ist zurück auf dem Platz. Der 33-Jährige stand am Freitagabend das erste Mal seit zwei Monaten wieder für die Geißböcke auf dem Spielfeld. Allerdings nicht in Darmstadt, sondern mit der U21 in Wuppertal. Der Plan von Gerhard Struber und dem Trainerteam ging auf. „Der Mark macht richtig gute Schritte. Auch, was die Intensität angeht. Er verkraftet die Belastungen bis hier her sehr sehr gut.“, so Struber am Mittwoch. „Wir wollen versuchen, ihn über Spielzeit, möglicherweise jetzt mit der U21, in den Wettbewerb zu bringen, um zu schauen, wie geht er damit dann um.“ Und Uth ging zumindest auf den ersten Blick gut damit um, wesentlich erfolgreicher als seine Kollegen in Darmstadt. So war er an der Entstehung von gleich zwei Toren beteiligt, bevor er wie zuvor abgesprochen nach 45 Minuten ausgewechselt wurde.

Mehr als 60 Spiele verpasst

Die verkürzte Spielzeit lag keinesfalls an der Leistung des Offensivmannes, sondern am Vorhaben, den gebürtigen Kölner wieder langsam an den Spielbetrieb heranzuführen. Wie wichtig ein fitter Uth für die Profis sein kann, zeigte nicht nur der 33-Jährige im Stadion am Zoo beim 2:1-Erfolg über den WSV, die desolate Leistung der Mannschaftskollegen beim Auswärtsspiel in Darmstadt untermauerte die Bedeutung ebenfalls. Dem FC fehlte es am Böllenfalltor nicht nur an einer geordneten und stabilen Defensive. Auch die Offensive blieb bei den Kölnern blass. Gerade im Schlussdrittel ließen die Kölner die guten Idee, die Kreativität, aber auch die entscheidende Durchschlagskraft vermissen. Luca Waldschmidt war abgesehen von einem guten Abschluss sowie seinem einleitenden Pass zum zwischenzeitlichen 1:1 überhaupt kein Faktor.

Und das auf einer Position, die Mark Uth ebenfalls bekleiden könnte. Im fitten Zustand. Und genau da beginnen bekanntlich die Zweifel. Mittlerweile befindet sich der Porzer in der dritten Spielzeit in Serie, die von Verletzungen und Rückschlägen geprägt ist. In der Saison 21/22 noch mit 33 Einsätzen kam Uth in der Folgesaison nur noch auf fünf Duelle und 180 Einsatzminuten. In der vergangenen Spielzeit waren es dann 13 Einsätze und 430 Spielminuten, in dieser Runde kommt Uth auf eine Begegnung, fünf Minuten. Insgesamt verpasste der Angreifer in diesem Zeitraum mehr als 60 Spiele verletzungsbedingt. Schon im vergangenen März wurde in den Sozialen Medien über ein mögliches Karriereende spekuliert, nach der Verletzung in Elversberg mehrten sich die Stimmen erneut.

Nur ein fitter Mark Uth könnte helfen

Dabei arbeitet Uth hart am Comeback. Vor der vergangenen Spielzeit schob der Angreifer Extra-Schichten ein, arbeitete bereits an seiner Form, bevor sich die Mannschaftskollegen am Geißbockheim zur Vorbereitung einfanden. In diesem Sommer wählten die Kölner Verantwortlichen einen anderen Weg, wollten Uth behutsam aufbauen. Mit mäßigem Erfolg. Nun soll der 33-Jährige ein weiteres Mal an die Mannschaft herangeführt werden. Die Belastung funktioniert, der Test mit der Kölner U21 in Wuppertal war vielversprechend. Und doch bleiben Zweifel. Ein fitter Mark Uth würde den Kölnern in der aktuellen Situation, gerade in Bezug auf die Breite des Kaders sicherlich gut tun. Die Verletzungshistorie hat aber einige Fragezeichen in den Raum geworfen. ,


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Deutliche Worte beim FC

„Blutleerer“, „desolater“, „Schülermannschaft“ – beim FC kippt die Stimmung

Gerhard Struber beim 1. FC Köln
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„Blutleerer“, „desolater“, „Schülermannschaft“ – beim FC kippt die Stimmung

Noch vor zwei Wochen wähnten sich einige FC-Protagonisten auf einem guten Weg. Doch das 2:0 gegen dezimierte und harmlose Ulmer täuschte ganz offensichtlich über die Realität weg. Die Stimmung kippt ganz offensichtlich nach dem 1:5-Debakel: Neu Töne beim 1. FC Köln.

Von „blutleer“ bis „Schülermannschaft“ mussten sich die Akteure des FC am Freitagabend nach der Klatsche in Darmstadt einiges anhören. Der Ton wird rauer nach dem 1:5-Debakel: Neu Töne beim 1. FC Köln.

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Mit einem guten Gefühl war Gerhard Struber am vergangenen Wochenende in die Heimat nach Österreich gereist. Der FC hatte zuvor mit einem 2:0-Erfolg über den SSV Ulm wichtige Zähler gesammelt, mit einem soliden Auftritt für Ruhe rund ums Geißbockheim gesorgt und Struber einige Kritiker Lügen gestraft, seine Abwehr würde sich vogelwild verhalten. Diesen Eindruck hatte man beim 4:4 gegen den Karlsruher SC durchaus gewinnen können. Fortan war das Credo weniger Spektakel, mehr Stabilität. Am Freitagabend gab es weder Spektakel vom FC noch Stabilität beim FC. Die Geißböcke kassierten vom bis dato Tabellensechzehnten fünf Gegentore – eine desolate Vorstellung, ein ernüchterndes Ergebnis. Und das in einem Duell, in dem man den Gegner mit den richtigen Basics vor Probleme stellen wollte.

18 Gegentore nach neun Spielen

Vor Probleme stellte am Freitagabend aber nur die andere Mannschaft und das den FC. Immer wieder konterte der SV die Geißböcke aus. Die Kölner Hintermannschaft offenbarte erschreckende Schwächen, die Abwehrspieler standen falsch, pressten zu hoch, stellten sich naiv im Zweikampfverhalten an. Entsprechend ernüchtert fiel das Fazit der Beteiligten aus: „Wir sind mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gegangen, haben auch ein gutes Programm gehabt, ein gutes Testspiel. Und dann kommst du hier hin und bekommst fünf Dinger“, sagte Abwehrchef Timo Hübers, der gleich mehrfach betonte, dass ihm die richtigen Worte fehlten. Vor den Samstagspielen gibt es nur vier Mannschaften in der Liga, die mehr Gegentore kassiert haben. Nur Braunschweig, Schalke 04, Regensburg und Darmstadt haben mehr Tore zugelassen als die Kölner. 18 Gegentore nach neun Spieltagen – zwei Gegentreffer im Schnitt pro Spiel.

Eine erschreckende Bilanz und eine, die die Aussagen und den wahrgenommenen Trend nach dem Duell gegen Ulm konterkariert. Da waren die Aussagen über die Spielweise der Kölner noch positiv. Der FC sei stabil gewesen, habe endlich die richtige Balance gefunden, hieß es vor zwei Wochen gegen die Spatzen. Die Wahrheit sieht nach Freitagabend anders aus: Gegen harmlose Ulmer, in Überzahl geriet der FC gar nicht in Gefahr. Gegen Darmstadt brannte es im Dauerzustand. „Wenn wir eine richtig gute Energie haben, wenn wir viel investieren, die Leidenschaft und unsere Prinzipien reinbringen, dann tun sich die Gegner schwer“, sagte Gerhard Struber nach dem Duell gegen die Lilien. Die taten sich am Böllenfalltor eben nicht schwer. „Wenn wir so blutleer agieren, dann darf man Darmstadt gratulieren. Dann war es heute für den Gegner aber auch nicht ganz so schwer“, so Struber weiter.

Plötzlich eine andere Tonart

Und so fanden die Kölner Verantwortlichen plötzlich eine ganz andere Tonart als noch vor zwei Wochen. „Es war am Ende ein auch in der Höhe verdienter Sieg für Darmstadt. Wir waren heute in allen Phasen des Spiels enttäuschend“, sagte Struber, der auch anmahnte, dass sich seine Spieler zu sehr auf die anderen verlassen hätten und: „Wir haben im ganzen Verbund defensiv es heute nie hingekriegt, die Bälle so zu gewinnen und in die Zweikämpfe zu kommen, wie es nötig ist. Wir waren von unseren Basics meilenweit entfernt und so ein Gesicht will ich nicht nochmal sehen.“ An dem Auftritt ist der Trainer natürlich auch nicht unbeteiligt. Doch Sportdirektor Christian Keller stärkte dem Coach den Rücken. „Alles, was trainiert und besprochen wurde, kam genau so. Aber die Frage ist, was man daraus macht. Eine seriöse Zweikampfführung ist nichts, was der Trainer beeinflusst, das muss jeder selbst hinbekommen“, sagte Keller der „Bild“.

Die schonungslose Kritik des Sportdirektors richtete sich an die Mannschaft. „Desolat, bodenlos, fürchterlich, enttäuschend. Fußball geht immer mit den Basics los. Egal, in welcher Liga. Egal, gegen welchen Gegner“, sagte der Sportdirektor. „Wir haben gespielt wie eine Schülermannschaft. Schön sorglos, wir kicken ein bisschen. Phasenweise sieht das nett aus, wenn der Ball direkt über mehrere Stationen geht – aber das ist natürlich brotlos und hat am Schluss mit Profifußball nichts zu tun. Das fünfte Tor hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt: Da stehen vier Rote um einen Blauen herum und der Blaue kommt zum Kopfball“, so Keller weiter. Nach dem 1:5-Debakel in Darmstadt, dem ersten Sieg der Hessen im eigenen Stadion gegen den FC überhaupt, dem ersten Sieg vor eigenen Fans nach mehr als einem Jahr, vor allem aber nach der Leistung am Freitag wundert es nicht, dass die Stimmung kippt.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Die Stimmen zum Darmstadt Spiel

Von Darmstadt vorgeführt: „Blutleerer“, desolater Auftritt hinterlässt Fragezeichen

Sargis Adamyan vom 1. FC Köln
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Von Darmstadt vorgeführt: „Blutleerer“, desolater Auftritt hinterlässt Fragezeichen

FC-Trainer Gerhard Struber forderte von seiner Mannschaft mehr Stabilität, mehr Punkte, bekam aber einen insgesamt schwachen Auftritt seines 1. FC Köln: Eine große Lücke zwischen Anspruch und Realität.

Nach dem 2:0-Erfolg über den SSV Ulm war man beim FC guter Dinge, die richtige Balance zwischen Spektakel und Stabilität gefunden zu haben. Am Freitag war weder noch zu sehen beim 1. FC Köln: Eine große Lücke zwischen Anspruch und Realität.

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So wirklich wusste wohl kein Kölner Spieler, was da gerade passiert war. So richtig wollten Vorhaben, die ambitionierten Worte des Trainers und Ertrag, die Leistung auf dem Platz aber auch nicht zusammen passen. Nur wenige Minuten vor Spielbeginn hatte FC-Trainer Gerhard Struber noch einmal sein Credo der vergangenen Wochen wiederholt. Man werde den Fokus auf mehr Stabilität setzen und zwar über die gesamte Spieldauer, wie der Coach betonte. Nur war über die gesamte Spieldauer von Stabilität beim FC rein gar nichts zu sehen. Er erwarte ein hartes Stück Arbeit, hatte Struber am Mittwoch erklärt, nur hatte die 1:5-Klatsche auf einigen Positionen eher etwas von Arbeitsverweigerung. Mit den richtigen Basics würde es zudem jeder Gegner mit dem FC schwer haben, nur fehlte es eigentlich von Beginn an eben an jenen.

Deutliche Worte von Christian Keller

Dabei hatte auch SV-Coach Florian Kohfeldt den FC vor dem Spiel als „beste Mannschaft der Liga“, ein Team mit viel Qualität, einem hohen Kaderwert bezeichnet. Die „beste Mannschaft der Liga“ bekam von einem Kellerkind der Spielklasse nur auf bitterste Art und Weise die Grenzen aufgezeigt. „Wir haben in keiner Phase des Spiels die Dinge, die Basics so umgesetzt, wie wir uns das vorgenommen haben und dem Gegner in keiner Phase unsere Prinzipien aufgedrückt“, sagte Struber sichtbar enttäuscht. Nein, die Kölner drückten an diesem Abend ohnehin eher wenig auf. Allenfalls den Eindruck, dass es beim FC an mehr als nur an der „richtigen Balance“ fehlt. Der FC war am Böllenfalltor die Spiel bestimmende Mannschaft, hatte mehr Ballbesitz – doch damit war es das dann auch. Die besseren Chancen, die besseren Spieler, die besseren Momente hatte an diesem Abend Darmstadt.

Nachdem Damion Downs und Rasmus Carstensen so etwas wie erste Torchancen abgefeuert hatten, offenbarte der Gastgeber seine Konterstärke. Eiskalt nutzte Fraser Hornby einige Fehler der Kölner Hintermannschaft zur Führung des Mitabsteigers. Der FC übernahm umgehend wieder die Kontrolle, blieb aber weiterhin ungefährlich, war dafür aber umso mehr anfällig. Und zwar jedes Mal, wenn Darmstadt nach einer Balleroberung Tempo zum Gegenstoß aufnahm. „Fußball geht immer mit den Basics los, egal bei welchem Gegner. Das heißt, dass man Zweikämpfe führen muss, Laufbereitschaft haben – vor allem in der Defensive. Und ich brauche taktische Disziplin gegen den Ball“, erklärte Christian Keller der „Bild“. „Bei jedem kann ich sagen, dass das null Prozent waren – zumindest über die gesamte Mannschaft hinweg.“

Nur für einen kurzen Moment Hoffnung

Und so war eigentlich früh erkennbar, dass die augenscheinliche Dominanz nur wenig Einfluss auf diese Begegnung nehmen würde. Im Gegenteil. Darmstadt ging zu schlampig mit den Kontern um. So schlampig, dass Neu-Coach Kohfeldt sogar behauptete, die „Lilien“ hätten beim 3:3 gegen den KSC sowie bei der knappen Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg bessere Leistungen als beim 5:1-Erfolg über die „beste Mannschaft der Liga“ abgeliefert. Tatsächlich konnte man das dem Trainer, der angeblich vor der Saison auch in Köln gehandelt wurde, angesichts der desolaten Kölner Leistung abnehmen. Eine einfache Körpertäuschung, ein Tunnel hier, ein Pass mit der Hacke da, ein hoher, langer Diagonalpass – mit den einfachsten Mitteln mischte die Darmstädter Offensive die Kölner Defensive auf und führte diese teilweise vor.

„Es ist super nervig. Wir sind mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gegangen, haben auch ein gutes Programm gehabt, ein gutes Testspiel. Und dann kommst du hier hin und bekommst fünf Dinger“, sagte Timo Hübers, der einen großen Anteil an eben diesen fünf Dingern hatte und ein ständiger Unsicherheitsfaktor war. Auch Julian Pauli bekam vor allem von Isac Lidberg die Grenzen aufgezeigt. „Wir haben als ganze Mannschaft einfach vieles nicht richtig gemacht. Das betrifft nicht nur den Julian Pauli oder Timo Hübers. Wir haben im ganzen Verbund defensiv es heute nie hingekriegt, die Bälle so zu gewinnen und in die Zweikämpfe zu kommen, wie es nötig ist“, erklärte der Coach. Tatsächlich keimte 104 Sekunden lang Hoffnung auf, die Kölner würden noch einmal ins Spiel finden. Doch nach dem Ausgleich durch Tim Lemperle traf Hornby erneut zum 2:1 und vor dem Seitenwechsel verhinderte Jonas Urbig Gegentor Nummer drei.

Zu hohe Ansprüche

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Auch nicht durch die taktische Maßnahme, dass der FC fortan mit einer Doppelsechs agierte. Und so erhöhten der überragende Isac Lidberg und Philipp Förster auf 4:1 und zogen dem FC auch den letzten harmlosen Zahn. Köln lief zwar weiter an, aber auch weiter ins offene Messer. Das fünfte Gegentor war in der Nachspielzeit nur die logische Konsequenz. „Wenn wir so blutleer agieren, dann darf man Darmstadt gratulieren. Dann war es heute aber auch nicht ganz so schwer“, erklärte der FC-Coach. Während die Worte vor dem Spiel nicht so recht auf den Abend passen wollten, passten die nach der Klatsche umso mehr. „Wir haben hohe Ansprüche, denen sind wir heute nicht gerecht geworden.“ Vielleicht sind die Ansprüche auch einfach zu hoch.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Die Stimmen zum Darmstadt Spiel

Der FC kassiert bittere Klatsche in Darmstadt

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Der FC kassiert bittere Klatsche in Darmstadt

Der FC hat sich eigentlich für die kommenden Begegnungen viel vorgenommen, ist aber hart auf den Boden der Tatsachen geholt worden. Der 1. FC Köln kassiert in Darmstadt eine 1:5-Pleite und damit die erste Niederlage überhaupt am Böllenfalltor.

Nur wenige Minuten vor Spielbeginn hatte FC-Trainer Gerhard Struber noch mehr Stabilität für das Duell bei den Lilien versprochen, das Ergebnis am Böllenfalltor sprach aber eine andere Wahrheit: Der 1. FC Köln kassiert in Darmstadt eine 1:5-Pleite und die auch verdient. Fraser Hornby (11., 40.), Isac Lidberg (54.), Philipp Förster (65.) und Aleksandar Vukotic (90.+4) trafen für die Lilien, Tim Lemperle hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (38.).

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Unter der Woche hatte Gerhard Struber gleich eine Mehrzahl an Spielern aufgezählt, die auf der neuralgischen Position in der Abwehr spielen könnten. Der Trainer entschied sich für Rasmus Carstsensen auf der rechten Abwehrseite. Für den Dänen war es der erste Startelf-Einsatz seit sieben Monaten. Ansonsten startete Leart Pacarada nach überstandenen Rückenproblemen auf der linken Seite. Auch weitere Wechsel gab es nicht. Vor der Begegnung kündigte der Trainer mehr Stabilität an und tatsächlich deutete zunächst nicht viel auf ein Spektakel hin. Wirklich stabil war der FC aber auch nicht. Köln spielte aus einer kontrollierten Defensive nach vorne, suchte in den ersten Minuten mit Pässen in die Tiefe den Weg ins Schlussdrittel. Unter anderem legte Tim Lemperle zurück auf Damion Downs, doch Clemens Riedel bekam noch einen Fuß dazwischen (3.).

Hornby schlägt doppelt zu

Köln war um Kontrolle bemüht, aber Darmstadt konterte. Und das auch sehr erfolgreich. Mit einem tollen Hackenpass brachte Isac Lidberg Philipp Förster ins Spiel. den ersten Versuch bekam Denis Huseinbasic nicht sauber geklärt. Der Mittelfeldspieler versuchte es erneut, die Kugel landete bei Fraser Hornby, der den Ball neben den Pfosten legte, allerdings ins Tor (11.). Köln schüttelte sich kurz und übernahm wieder die Kontrolle. Doch wirklich gefährlich wurde der FC nicht. Es wirkte so, als würde den Kölner Profis die nötige Frische fehlen. Immer wieder kamen die Geißböcke einen Schritt zu spät, es fehlte der letzte Pass oder zumindest die letzte Präzision. Die beste Kölner Chance in den ersten 30 Minuten vergab Timo Hübers nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, der Kölner Abwehrchef stand aber im Abseits (27.).

Darmstadt konterte und das auch durchaus gefährlich, war in der Defensive dann aber auch nicht fehlerfrei. Einen Spielaufbau fing Huseinbasic mit einem Kopfball ab, spielte direkt auf Waldschmidt, der mit einem Steckpass Linton Maina schickte. Der Außenbahnspieler legte die Kugel quer auf Lemperle, der nur noch den Fuß hinhalten musste (38.). Keine zwei Minuten später war aber Darmstadt wieder in Führung. Die Kölner verteidigten hoch, Lidberg setzte sich viel zu leicht gegen Pauli durch und spielte erneut Hornby an. Der Stürmer ließ sich auch dieses Mal nicht bitten und traf erneut (40.). Und Killian Corredor hätte noch einen drauf legen müssen. Nach einem langen Ball war dieses Mal der Franzose durch, doch der Mittelfeldspieler fand aus elf Metern seinen Meister in Kölns Keeper Jonas Urbig (45.+2).

Vukotic setzt den Schlusspunkt

Darmstadt kam mit Schwung aus der Kabine. Unter anderem verfehlte der starke Lidberg nach Pass von Corredor das Tor deutlich (50.). Der FC mühte sich und lief nach einem Eckball in den nächsten Konter. Dieses Mal spielte Corredor einen langen Ball auf Hornby, der stark auf Lidberg ablegte: 3:1 (54.). Den Kölnern fiel auch weiterhin rein gar nichts in der Offensive ein. Hier landete eine Flanke von Pacarada im Niemandsland, da kam der Steckpasss von Martel auf Maina nicht an. Erst bei einem harmlosen Distanzschuss des Außenbahnspielers musste Marcel Schuhen im Darmstädter Tor mal zugreifen, genauso bei einem Versuch von Martel – Gefahr strahlten die Kölner aber selbst dabei nicht aus. Ganz anders der Gastgeber. Wieder spielten die Lilien einen tollen Konter. Hübers verlor den entscheidenden Zweikampf gegen Fynn-Luca Lakenmacher, der setzte Förster ein, der wiederum nach einem Doppelpass mit Luca Marseiler auf 4:1 erhöhte (65.).

Struber reagierte und brachte gleich mehrere frische Kräfte. Unter anderem Florian Kainz, der die beste Chance nach dem Wechsel mit einem tollen Pass auf Downs einleitete. Doch der Kölner Stürmer scheiterte mit der Fußspitze an Schuhen (75.). Mehr passierte im Schlussdrittel der Lilien nicht. Dafür in der Nachspielzeit im Kölner Sechzehner. Aleksandar Vukotic traf nach einer Ecke zum 5:1-Endstand (90.+4). Der FC kassiert eine verdiente, aber bittere Klatsche bei den Lilien, die erste überhaupt in Darmstadt. Am kommenden Freitag empfängt Köln dann den SC Paderborn. Die Aufgabe wird nicht einfacher.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli, Hübers, Carstensen- Martel – Maina, Huseinbasic, Lemperle – Downs, Waldschmidt – Tore: 1:0, 2:1 Hornby (11., 40.), 1:1 Lemperle (38.), 3:1 Lidberg (54.), 4:1 Förster (65.), 5:1 Vukotic (90. +4)


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Mehr als nur zwei Transfers?

Weniger Spektakel, aber mehr Punkte

Die Spieler des 1. FC Köln freuen sich über das Tor von Timo Hübers gegen Ulm.
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Weniger Spektakel, aber mehr Punkte

Mit dem 2:0-Erfolg über den SSV Ulm hat der FC einen wichtigen Sieg zum richtigen Zeitpunkt eingefahren – wenn auch gegen einen schwachen und dezimierten Gegner. Der 1. FC Köln findet gegen Ulm die Balance.

Das Duell gegen den SSV Ulm war sicher kein Spektakel, war auch nicht der oft gezeigte Hurra-Fußball. Für das gesamte Mannschaftskonstrukt war es aber ein wichtiger Schritt nach vorne. Der 1. FC Köln findet gegen Ulm die Balance.

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Gerhard Struber hatte ein ziemlich breites Lächeln im Gesicht, als er sich am Samstag den Fragen der Medienvertreter stellte. Kein Wunder, der Kölner Trainer musste sich in seinen Bemühungen und Worten bestätigt gefühlt haben. Noch in den vergangenen Wochen war der Gesichtsausdruck auf den Pressekonferenzen doch ein anderer. Nach dem 2:2 gegen Düsseldorf konnte der Kölner Coach gar nicht erwarten, den Presseraum in den Katakomben des Fortunen-Stadions zu verlassen. Nach dem 4:4 gegen den KSC vergangenen Sonntag wirkte der 47-Jährige genervt bis angefressen. Nun aber hatte der Kölner Coach mehr Stabilität, mehr Balance angekündigt und seine Mannschaft hatte geliefert. „Es war wichtig für uns, eine saubere und seriöse Leistung zu bieten und die drei Punkte mitzunehmen“, sagte Struber. 

Finkgräfe-Comeback misslingt

Die drei Punkte waren für die Geißböcke sogar immens wichtig. Und das sicher nicht, weil die Kölner somit den Rückstand auf die Aufstiegsränge auf vier Zähler reduzieren konnten und das unabhängig der Sonntagsspiele – zumindest, was den Relegationsplatz angeht. Vielmehr zeigten die Kölner die richtige Reaktion auf das 4:4 gegen den Karlsruher SC und sorgten damit gleichzeitig für einige wichtige Nebeneffekte. Noch am vergangenen Sonntag hatte Struber gefordert, dass seine Spieler die Lernkurve schnell nach oben pushen sollten. Doch nicht nur die Mannschaft hatte ganz offensichtlich aus dem wilden Spektakel gelernt. Struber stellte seine Mannschaft deutlich defensiver ein. Die Kölner pressten gegen Ulm nicht ganz so hoch und liefen auch nicht mit allen Spielern heillos an.

Das Auftreten hatte viel mehr von einem kontrollierten Spielaufbau – mit Nadelstichen. So etwa die ersten Versuche von Luca Waldschmidt und Leart Pacarada, aus dem sich die größte Möglichkeit der Anfangsphase für Tim Lemperle ergab. Der aber wiederum selbst überrascht schien und die Kugel neben den Pfosten legte. Da aber auch Denis Huseinbasic deutlich defensiver spielte und Eric Martel in der Zentrale ebenfalls konsequent und robust Löcher stopfte und Zweikämpfe führte, fand Ulm gar nicht erst ins Spiel. So fiel das schwache Comeback von Max Finkgräfe nur bedingt ins Gewicht. Wenn Ulm mal ansatzweise gefährlich ins Schlussdrittel stürmte, dann über die Seite des Verteidigers, der nach langer Verletzungspause auch noch auf der ihm fremden Seite agierte. Romario Rösch und Dennis Chessa waren so die auffälligsten Ulmer.

Martel: „Es muss nicht immer ein Spektakel sein“

Nach der Führung durch Timo Hübers, der seinen Treffer mit einem breiten Lächeln als „gewollt“ beschrieb, dominierten die Kölner zwar, doch der FC erspielte sich nicht die Menge der Chancen wie in den vergangenen Wochen. Daran änderte auch die Rote Karte gegen Max Brandt nichts, die man durchaus geben konnte, aber nicht hätte geben müssen. Köln blieb das bessere Team, fand aber im gegnerischen Schlussdrittel viel zu selten statt. „In der ersten Halbzeit läuft das Spiel eigentlich für uns. Tor, Rote Karte, aber wir haben es nicht so aussehen lassen, als hätte der Gegner einen Mann weniger“, sagte Luca Waldschmidt, der ebenfalls nicht seinen besten Tag erwischte, von Struber aber einen „Zauberfuß“ bescheinigt bekam, mit dem er unmittelbar nach dem Wechsel auf 2:0 stellte.

„In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht“, sagte Hübers, meinte aber vermutlich nur die erste Viertelstunde. Denn nach weiteren guten Möglichkeiten von unter anderem Waldschmidt und Linton Maina flachte die Begegnung auf beiden Seiten ab. Köln tat nicht mehr als nötig, Ulm fiel gar nichts mehr ein. So richtig gut spielte der FC die Begegnung in Überzahl tatsächlich nicht aus. „Heute ist aber das Wichtigste, dass wir gewonnen und endlich mal mehr richtig als falsch gemacht haben“, sagte Hübers und bestätigte damit die Erkenntnis, dass es nicht immer Hurra-Fußball sein muss. „Es muss nicht immer ein Spektakel sein, sondern auch mal einfach ein Sieg, der vielleicht nicht so schön aussieht, sich aber auf der Tabelle besser macht“, sagte Eric Martel. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir erst einmal Punkte einfahren“, gab der Sechser die Marschroute der Wochen bis zur Winterpause vor.

Mit Ruhe in die Länderspielpause

Zunächst steht aber erst einmal die Länderspielpause an, in der die Kölner gelassener gehen können. Denn mit einer Niederlage wären die Geißböcke in die untere Tabellenhälfte abgerutscht. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die ersten Fragen aufgeploppt wären. So aber herrschte nicht nur auf dem Feld eine gefühlte Ruhe. „Wir können mit einem guten Gefühl nach Hause und in die Länderspielpause gehen“ sagte Hübers. „Denn das Ergebnis beeinflusst immer auch die Stimmung der Folgewochen. Für unser gesamtes Konstrukt war es heute ein Schritt nach vorne.“


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Chance auf Schadensersatz?

Hübers und Waldschmidt treffen bei souveränem FC-Erfolg

Jubal bei den Kölner Spielern nach dem 1:0
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Hübers und Waldschmidt treffen bei souveränem FC-Erfolg

Der 1. FC Köln gewinnt gegen den SSV Ulm 2:0 und verabschiedet sich mit einem verdienten und souveränen Erfolg in die Länderspielpause. Auch, weil die Defensive deutlich besser als noch gegen den Karlsruher SC stand.

Gerhard Struber hat sich unter der Woche mehr Balance und mehr Stabilität gewünscht, die hat er von seinem FC bekommen. Der 1. FC Köln gewinnt souverän gegen den SSV Ulm 2:0 und lässt dabei so gut wie keine Chancen zu. Allerdings profitieren die Kölner auch von der frühen Roten Karte gegen Max Brandt (21.). Die Tore für den FC erzielen Timo Hübers (8.) und Luaca Waldschmidt (47.).

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Wie erwartet wechselte Gerhard Struber auf einer Position. Max Finkgräfe stand für Jan Thielmann in der Startelf, begann auf der rechten Abwehrposition. „Wir müssen sehr fokussiert und wachsam sein“, sagte der 47-Jährige vor dem Spiel. „Wir besinnen uns aber auf unsere Stärken.“ Tatsächlich standen die Kölner in der Defensive von Beginn an gut und suchten den Weg in den gegnerischen Strafraum. Der erste Versuch von Luca Waldschmidt wurde noch geblockt (3.), Leart Pacarada machte es aus 17 Metern besser. Ulm-Keeper Niclas Thiede ließ den Ball vor die Füße von Tim Lemperle, dessen Versuch knapp am Pfosten vorbeirauschte (4.). Nach einer Ecke von Linton Maina kam Denis Huseinbasic nicht an den Ball, hinter dem Mittelfeldspieler lauerte aber Hübers, der die Kölner Führung erzielte (8.).

FC früh in Überzahl

Köln spielte weiter munter nach vorne, ohne allerdings für die Offensiv-Wucht der vergangenen Wochen zu sorgen. Ulm fand in der Offensive lange gar nicht statt und spielte dem FC dann noch in die Karten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Lemperle wäre nach einem guten ersten Ballkontakt durch gewesen, Max Brandt kam einen Schritt zu spät und Schiedsrichter Patrick Alt wertete die Situation als Notbremse: Rot (21.). Doch in Überzahl verloren die Kölner ein wenig den Faden. Zwar blieb der FC dominant, Chancen erspielten sich die Geißböcke über eine längere Phase nicht mehr. Wenige Minuten vor der Halbzeit vergab Hübers mit einem Distanzschuss und auf der anderen Seite Felix Higl nach einem Eckball.

Bereits zur Halbzeit wechselte Struber, nahm den früh verwarnten und unglücklich aufspielenden Finkgräfe runter und brachte etwas überraschen Dominick Heintz. Julian Pauli ging auf die rechte Seite. Doch der FC zeigte sich zunächst in der Offensive. Und wie. Lemperle steckte durch auf Waldschmidt. Der nahm den Ball mit einem starken ersten Kontakt mit und zog direkt ab: Winkel 2:0 (47.). Maina probierte es nach einem Pass von Lemperle mit dem Außenrist und verfehlte das Tor knapp (52.). Auch bei Denis Huseinbasic fehlte aus 45 Metern nicht viel. Thiede eilte bei einem Rettungsversuch gegen Maina aus dem Tor, passte dem Kölner Mittelfeldspieler in den Fuß, der die Kugel direkt nahm (62.). Keine 60 Sekunden später vergab Waldschmidt aus spitzem Winkel (63.). Der FC dominierte und wollte mehr, Ulm fand weiterhin so gut wie gar nicht statt.

Auch Kainz kommt zu seinem Comeback

Doch der FC spielte seine Chancen nicht gut genug aus. Struber reagierte und brachte Florian Kainz und Florian Dietz. Nach Finkgräfe gab somit auch der Österreicher sein Comeback. Hübers vergab mit einem Kopfball mal wieder nach einem Eckball (66.). Die Kölner verwalteten die Führung fortan aber nur noch, Ulm tat für die Offensive weiterhin nichts. Somit flachte die Begegnung zunehmend ab, es blieb beim hoch verdienten und ungefährdeten 2:0. Der FC verabschiedet sich also mit einem Sieg in die nächste Länderspielpause. Was der tabellarisch wert ist, wird erst der Sonntag endgültig verraten. Für die Kölner geht es am 18. Oktober weiter mit dem Auswärtsspiel beim SV Darmstadt.


FC: Urbig – Pacarada, Pauli, Hübers, Finkgräfe (46. Heintz) – Martel – Maina, Huseinbasic (90. Olesen), Lemperle (65. Kainz) – Downs (65. Dietz), Waldschmidt (84. Adamyan) – Tore: 1:0 Hübers (8.), 2:0 Waldschmidt (47.) – Rote Karte: Brandt (21.)


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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Chance auf Schadensersatz?

FC darf NLZ bauen, aber: „So wie es jetzt da liegt, ist das Problem nicht gelöst“ 

Das Geißbockheim des 1. FC Köln mit Trainingsplatz
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FC darf NLZ bauen, aber: „So wie es jetzt da liegt, ist das Problem nicht gelöst“ 

Trotz der positiv zu wertenden Entscheidung des Kölner Stadtrates vom vergangenen Dienstag zum Bau des NLZ hat der FC noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Ein Baubeginn in naher Zukunft ist wohl nicht realisierbar. So steht es um den geplanten Ausbau des Geißbockheims.

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist gemacht. Es gibt allerdings noch viele Dinge zu klären. Trainingsplätze müssen ausgemacht, -kapazitäten verteilt und Absprachen getroffen werden, bevor der Startschuss zum Ausbau des NLZ fällt. So steht es um den geplanten Ausbau des Geißbockheims.

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Was lange währt, wird endlich gut. So oder so ähnlich kann das zähe Ringen der Kölner FC-Verantwortlichen mit der Politik um den Ausbau des dringend benötigten Nachwuchsleitungszentrums (NLZ) für den 1. FC Köln wohl beschrieben werden. Doch wird nun endlich alles gut? Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es eher nach einem weiteren Schritt in die richtige Richtung, nicht aber nach einer sofort umzusetzenden Lösung für den FC aus. Ein Etappensieg ist wohl aber dennoch errungen worden. Die Entscheidung des Kölner Stadtrates vom vergangenen Dienstag zu den Ausbau-Plänen des 1. FC Köln am Geißbockheim ist gefallen, der Weg für den Neubau eines Nachwuchsleistungszentrums auf dem kleinen Kunstrasen, direkt neben dem Franz-Kremer-Stadion, geebnet. Der Beschluss wurde gefasst.

Eine Lösung des Problems gibt es noch nicht

Eigentlich eine gute Nachricht für die Geißböcke, wären da nicht die mit dem Beschluss zusammenhängenden Einschränkungen. Auch FC-Geschäftsführer Philipp Türoff weiß um die noch offenen Fragen: „Wir haben einen Schritt voran, wir haben die Problematik nicht gelöst“, so Türoff. „Der Beschluss lässt noch Fragen offen, um die wir uns kümmern müssen. Wir brauchen Plätze zum Fußball spielen, sonst macht da vieles keinen Sinn.“ So ist an den Bau des neuen NLZ auf dem Platz neben dem Geißbockheim, der zur Zeit für Trainingseinheiten der Jugendmannschaften hoch frequentiert ist, verbunden mit einer Lösung um die Trainingskapazitäten. Der Verein darf die beiden Satellitenplätze in unmittelbarer Nähe des Geißbockheims am Fort Deckstein und am Haus am See übernehmen, allerdings unter bestimmten Voraussetzungen.

Doch diese Satellitenplätze benötigt der FC dringend, um den Wegfall des Kunstrasenplatzes, auf dem das NLZ gebaut werden soll, zu kompensieren. „Fällt der weg, dann müssen die anderen Bedarfe gedeckt sein. Wir können erst anfangen zu bauen, wenn klar zu sehen ist, dass wir funktionieren können, wenn gebaut wird“, so Türoff. Hier gibt es nun Einschränkungen. Dem Umbau des vom FC bereits gemieteten Rasenplatzes am Haus am See in Form von Bewässerungs- und Flutlichtanlagen wurde ein Riegel vorgeschoben. Zudem gibt es Auflagen zum Ascheplatz am Fort Deckstein, der zu einem Kunstrasenplatz umgebaut werden sollte. Eine Nutzung für den Breitensport muss weiterhin gewährleistet sein, Trainingszeiten sollen angemessen aufgeteilt werden. Es bleibe eine „Reise nach Jerusalem“ die Trainingsmöglichkeiten zu verteilen, so Türoff. Er könne sich „nur schwer vorstellen, dass wir die Herausforderung ausreichender Trainingsmöglichkeiten so lösen können.“

Keine Baustelle in den nächsten Wochen

Und daraus ergibt sich das momentane Dilemma des FC. Der Bau des NLZ ist nun zwar genehmigt, der Bauantrag liegt in der Schublade. An die Probleme muss der Verein allerdings nochmal ran. Es ginge dem FC nicht nur um den Bau des Gebäudes, sondern im Rahmen des Kompromisses und dem vorläufigen Verzicht auf die Nutzung der Spielfläche auf der Gleueler Wiese darum, Plätze zu organisieren, auf denen der FC Fußball spielen könne. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns mit den anderen Vereinen unterhalten werden. Genauso ist mir aber bewusst: So wie es jetzt da liegt, ist das Problem nicht gelöst“, so Türoff weiter. „Dieser Beschluss sagt, einigt euch. Die Verwaltung wird aber beauftragt, neue Trainings-Kapazitäten zu finden. Darin liegt die Magie.“ 

Und so wird sich eine Einigung finden lassen müssen mit den Vereinen vor Ort. „Uns ist wichtig, dass wir senden und leben, dass wir nicht gegen den Breitensport sind. Es geht um Vereine, die immer uns gegenüber sehr kooperativ waren. Das sind befreundete Vereine, die ihre Belange artikulieren“, sagte Türoff. „Im Kern geht es darum, dass Kinder und Jugendliche Fußball spielen. Darum müssen wir uns kümmern und darum muss sich auch Köln kümmern.“ Ein Schritt nach vorne für den FC, aber noch kein Startschuss: Der Baubeginn wird noch auf sich warten lassen bestätigte auch Türoff: „Wir werden in den nächsten Wochen keine Baustelle hier sehen“.


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Said El Mala

So schlagen sich die FC-Leihspieler

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Strubers Plan mit Finkgräfe und Kainz